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Heizen mit Gas oder Diesel? 1, 2


andwein am 27 Dez 2015 12:49:16

rainer2 hat geschrieben:ich würde mal sagen mit 70l DIesel kannst du schon paar Tage heizen.

Aber dann nicht mehr, oder nicht sehr weit, fahren!! und wenn du 70l Diesel verbrannt hast sind durch Gebläse und Dieselpumpe die Batterien leer. Hat halt alles Vor-und Nachteile. Wenn ich mit meinem Auto in Afrika unterwegs wäre, würde ich natürlich Diesel nehmen, allerdings bräuchte ich dort vermutlich keine Heizung. Auf dem Campingplatz in den Alpen nehme ich Gas, zur Not 33kg Flasche außen, die hält dann 6-7 Tage.
Gruß Andreas

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brainless am 27 Dez 2015 14:11:00

Tinduck hat geschrieben:Dieselzusatzheizungen haben systembedingt das gleiche Problem.




Tja Uwe,

das ist exakt das Problem, das ich in meinem Post weiter oben bereits monierte:
Erst lesen, dann verstehen, dann schreiben. Wichtig ist die Einhaltung der Reihenfolge.
Es handelt sich nämlich nicht um eine Dieselzusatzheizung, sondern um die Alternative zur Gasstandheizung, die Dieselstandheizung.
Bei Dieselzusatzheizungen stimme ich deinen Einwänden zu - nicht aber bei modernen Standheizungen von Webasto, denn darauf beziehen sich meine Erfahrungen,



Volker ;-)

eposoft am 27 Dez 2015 18:19:53

Genau, man hat selten nen vollen Tank und die Heizung nutzt auch nur bis zur Reserve, dann schaltet sie ab. Nix mit Gasflsche holen, man muss das Fahrzeug zur nächsten Tanke fahren.
Noch mal zusammengefasst:

Nachteile Dieselheizung versus Gasheizung:
Lauter als Gasheizung
Stinkt mehr oder weniger aber immer mehr als Gas
Braucht mehr Strom und zwar für die Verbrennung und für die Dieselpumpe
Teurer als Gasheizung in der Anschaffung
Montage in der Regel ausserhalb des Fahrzeuges
Höhere Ausfallrate, bedingt mehr Unterhaltsarbeiten

Vorteile Dieselheizung versus Gasheizung:
Kein Gas notwendig
Keine Dichtigkeitsprüfung (je nach Land)
Kein Risiko von Gasexplosion

Für Europareisende mit Wohnwagen oder Wohnmobil ist Gas in den meisten Fällen vorzuziehen.

Gruss Ernst

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Gast am 27 Dez 2015 19:41:01

Auch hier gehen die Meinungen wieder auseinander.
Volltanken kann ich berechnend vor größeren Aufenthalten. Wenn ich 80 Liter Tankvolumen habe kann ich, erfahrungsgemäß vom Verbrauch her, über 3 Wochen bei Außentemperaturen zwischen -5°C und +5°C heizen. Dann habe ich Tagestemperaturen um die 20°C und Nachttemperaturen um die 15°C im Mobil. Wann steht man aber schon 3 Wochen auf einem Fleck?
Während der Fahrt kann ich auch problemlos heizen, ohne die oftmals nötigen Zubehöreinrichtungen bei Gas.
Wenn dann die Heizung irgendwann ausgeht, weil der Diesel leer ist, sind noch 10 Liter im Tank und ich habe noch einen dementsprechenden Aktionsradius.
Wenn man Kraftstoff ohne Biodieselanteil nimmt (ARAL Ultimate) ist geruchsmäßig noch weniger zu merken und besser für den Fahrzeugmotor ist er auch.
Ich komme mit einer 11 KG Gasflasche für Kocher und Boiler fast ein Jahr aus. Für eine zweite 11 kg Flasche (geschweige denn für eine 33kg Flasche) hätte ich auch garkeinen Platz.

Tinduck am 27 Dez 2015 20:44:32

brainless hat geschrieben:Tja Uwe,

das ist exakt das Problem, das ich in meinem Post weiter oben bereits monierte:
Erst lesen, dann verstehen, dann schreiben.


Danke für die pädagogische Lehrstunde, Volker, am besten mal selber verinnerlichen :D

Es gibt kein Gerät, dass Diesel verbrennt und dabei nicht mit Verbrennungsrückständen zu kämpfen hat, selbst stationäre, hochgezüchtete Brennwertölheizungen dürfen demnächst Partikelfilter haben, das kann Dir dein Schornsteinfeger näher erklären.
Bezogen auf Dieselzusatzheizung oder Dieselstandheizung oder wie Du sie auch immer nennen willst ist das Problem exakt dasselbe, keine Dieselverbrennung ohne Rückstände.

Gilt übrigens auch für den Vergleich Ölkraftwerk / Gaskraftwerk, die Gasvarianten sind wesentlich umweltfreundlicher, weil das Abgas sauberer ist, und die nehmen sogar noch siffiges Erdgas.

bis denn,

Uwe

brainless am 28 Dez 2015 15:36:42

Hallo Uwe,

eine letzte Frage von mir:
In welchem Reisemobil hast Du wie lange Erfahrungen mit welcher Diesel-Standheizung sammeln können?

Bei mir waren es vier Winter in einem Rimor Sailer (Ez.01/2009) mit einer Webasto Dual Top RH100,




Volker ;-)

Tinduck am 28 Dez 2015 16:48:23

Hallo Volker,

hier geht es um prinzipbedingte Effekte. Wenn man Diesel verbrennt, ist das immer und in jedem Fall schmutziger als eine vergleichbare Verbrennung gasförmiger Energieträger, weil Diesel eben nicht verdampft, sondern zerstäubt wird, und das ergibt nun mal unverbrannte Rückstände, die sich als Geruch und Partikel äussern. Dazu kommt, dass längerkettige und aromatische Kohlenwasserstoffe (beides in Diesel, aber nicht im Heizgas enthalten) ebenfalls rußend verbrennen.
Kauf Dir ruhig noch 4 Womos mit Dieselheizung, ist ja Geschmackssache. Aber versuche nicht, die prinzipbedingten Nachteile wegzudiskutieren. Wenn Du damit zufrieden bist, ist es ja fein, aber Andere würden sich sowas halt nicht einbauen. Sind ja auch genug Leute hier im Thread, die eher in Richtung 'nie wieder' tendieren.
Mir reicht die Webasto im T5, stinkt wie Sau und macht nen Höllenlärm. Sowas würde mir nicht unters Womo kommen.

bis denn,

Uwe

topaebw am 28 Dez 2015 22:49:22

Wir hatten in unserem Dethleffs eine Truma Combi. Diese war unter unseren Betten verbaut. Man hörte sie jedes Mal wenn sie an ging.
Wir haben das Glück gehabt und unser Fahrzeug wurde von Webasto als Testfahrzeug umgebaut. Wir haben jetzt eine Evo 55 unter dem Fahrzeug und diese ist innen nicht zu hören. Wie in den anderen Beiträgen geschrieben ist der Lüfter Anfangs laut, da er hoch dreht. Die Ursache ist der kleine Lüfter. Bei der Truma ist das Schaufelrad größer und kann somit langsamer drehen. Wenn das Fahrzeug auf Temperatur ist, kann man den Lüfter kaum noch hören.Nachts ist dieser kaum zu hören, selbst die Heizung nicht wenn sie an springt. Die Lautstärke der außen liegenden Heizung neben dem Fahrzeug ist, so denke ich schon etwas lauter wie die Truma. Innen aber nicht. Allerdings bläst die Truma über den Abgasschnorchel auch Geräusche raus. Im allgemeinen muss ich auch sagen, das nach dem Umbau die Wärmeverteilung besser optimiert wurde und das Fahrzeug schneller warm wird.
Warmwasser wird über das Whale Gerät gemacht.
Über den Verbrauch kann man streiten. Ich bin der Meinung das man im Verhältnis etwas weniger als Diesel als Gas verbraucht.

underdog am 30 Dez 2015 12:55:24

Über Brennstoffverbrauch kann man nicht streiten. 1 kWh ist immer 1 kWh. Nur manchmal kann man eine Energie billiger bekommen als eine andere.
Der Wirkungsgrad der Heizungen wird in etwa gleich sein, geschätzt 85 - 92 %.
Die Wärmeverteilung hat grundsätzlich nichts mit dem Brennstoff zu tun.
Noch was Religiöses: Eine Gasheizung könnte ohne jede weitere Hilfsenergie funktionieren.
Es hat mal Ölöfen gegeben, etwa um 1965 herum waren die der letzte Schrei. Die müssen auch irgendwie ohne Strom funktioniert haben, waren aber nicht so lecker im Geruch.
Leider weiß ich gerade nichts über deren Arbeitsprinzip.

zezo am 30 Dez 2015 15:12:57

underdog hat geschrieben:....
Leider weiß ich gerade nichts über deren Arbeitsprinzip.


--> Link
->> Ein Ölofen ist im Prinzip wie ein Motor, der statt Benzin eben Heizöl verbrennt. Und zwar so, das dabei keine Explosion erfolgt..

underdog am 30 Dez 2015 15:27:38

Ein Ölofen ist im Prinzip wie ein Motor, der statt Benzin eben Heizöl verbrennt. Und zwar so, das dabei keine Explosion erfolgt..


Immer vorsichtig mit solchen kühnen Äußerungen :mrgreen: es gibt hier Trolle die mal eben auf den Minus-Knopf hämmern wenn sie auch nur die kleinste Ungenauigkeit entdecken :D

Mir liegt dergleichen fern.

Siehe Definition von Motor laut Wikipedia: --> Link, der soll Bewegung machen und möglichst keine Wärme.

Vielen Dank für den Link. Jetzt wissen wir, auch eine (Diesel-)Ölheizung kann nur mit der Energie des Brennstoffs betrieben werden.
Wenn sich das untere Ende der Beschreibung nicht so gefährlich lesen würde, dann wäre so eine Dieselheizung ohne Stromanschluss genau das Ding für den Wohnmobilisten in der Wildnis. Denn Diesel ist leichter zu bekommen als die richtige Gasflasche, wie man hier lesen kann.

Wäre wahrscheinlich nicht die schlechteste Idee diesen Öl-Ofen als Basis für eine Weiterentwicklung zu nehmen, in Richtung einer möglichst geruchsarmen Verbrennung und einer absolut sicheren Handhabung.

Gast am 30 Dez 2015 15:59:42

underdog hat geschrieben: Es hat mal Ölöfen gegeben, etwa um 1965 herum waren die der letzte Schrei. Die müssen auch irgendwie ohne Strom funktioniert haben, waren aber nicht so lecker im Geruch. Leider weiß ich gerade nichts über deren Arbeitsprinzip.


Diese Ölofen gibt es auch 2015 (und wahrscheinlich auch 2016) noch: --> Link . Das Arbeitsprinzip ist simple Strahlungswärme durch Verbrennung von Heizöl, ohne Elektronik, Thermostat o.ä. (Obwohl es das natürlich auch gibt, siehe --> Link ). Ich habe längere Zeit mit solch einem Ofen wie im 1. Link geheizt und kann nichts über "üble Gerüche" sagen...

Im Übrigen gab es in Adria-Wohnwagen auch einen serienmässigen Ölofen, der ohne weitere Energiequelle auskam. Also Alles schon mal da gewesen...

Liebe Grüsse

Klaus

zappa am 30 Dez 2015 19:44:08

Ja sicher, aber die Effizienz des Heizens ist eben auch von der Warmluftverteilung abhängig, die leider auch Energie frisst.
Die alte Zentrale Wärmequelle reicht nicht, um die Wände und Fensterflächen so gleichmäßig zu beheizen, daß keine Stauwärme und Nässe sich absetzt.
Ich erinnere mich gut an unseren ersten Wohnwagen mit Truma Gasheizung OHNE Umluftventilator und Warmluftverteilung durch Schläuche und Austrittsdüsen: Ein Winter-Wochenende 1971 (das erste und letzte ohne Helferlein) in der Eifel und wir hatten die Schnauze voll. Danach wurde umgehend nachgerüstet. Z

Mover am 30 Dez 2015 19:51:49

OT: Heizen mit Holz, das ist es. Geht und ist unter bestimmten Bedingungen erlaubt. Ein Ofen gibt herrliche Wärme ab.

Das Problem dabei: Holzscheite wiegen schwer. Oder man kauft den Nachschub am Ort. Geht!

Ich kenne zwei solcher Billigheizer.

Wärmste Grüße

Frederick

destagge am 09 Jan 2016 23:59:47

Tinduck hat geschrieben:weil Diesel eben nicht verdampft, sondern zerstäubt wird, und das ergibt nun mal unverbrannte Rückstände, die sich als Geruch und Partikel äussern.


eposoft hat geschrieben:Braucht mehr Strom und zwar für die Verbrennung und für die Dieselpumpe


underdog hat geschrieben:Der höhere Stromverbrauch eines Dieselbrenners kommt vom aufzubringenden Öldruck. Die Zündanlagen von Gas- und Dieselbrennern sind nahezu gleich.


Hi Leute,

bitte nicht böse sein, aber hier ist zuviel Halbwissen unterwegs.

1. DieselSTANDheizungen haben in der Regel einen Verdampferbrenner (z.B. bei Webasto nur die TT-V nicht, und die ist ein Zuheizer)
2. Das Verdampfen wird durch den Glühstift erzeugt
3. die DOSIERpumpe einer DieselSTANDheizung ist keine Hochdruckpumpe, sie fördert durch die Taktfrequenz eine definierte Menge Diesel
4. Der Hohe Strombedarf kommt vom Glühstift, weder die Verbrennung noch die Pumpe benötigen hohen Strom (die Verbrennung gar keinen)
5. eine DieselSTANDheizung hat KEINE Zündanlage analog einer Gasheizung


eposoft hat geschrieben:Montage in der Regel ausserhalb des Fahrzeuges
Höhere Ausfallrate, bedingt mehr Unterhaltsarbeiten


die AirTops von Webasto können problemlos im Fz verbaut werden, und zwar so, dass das Abgas- und Ansaugrohr durch das Karosserieblech nach außen geht.
Wir haben unsere AirTop Evo 3900 seit 2009, seither 1x Glühstift gewechselt - sonst keine Probleme.


Grüße
Michael

underdog am 10 Jan 2016 10:46:52

Die Verbrennung stelle ich mir dann wie bei einer Petroleum-Lampe vor, nichts mit fein zerstäuben, was die Mischung mit der Verbrennungsluft verbessert, ein Blaubrenner scheint mir damit auch nicht möglich.
Daher kann so ein Brenner nur eine gewisse Duftnote haben.

ToniPETER am 10 Jan 2016 11:01:33

Servus!

Heizen mit Gas oder Diesel?

Ich werde mich für meinen Selbstausbau, auf eine Truma Combi 6DE entscheiden. Warum: In erster Linie wegen dem Gewichtsersparnis gegenüber einem Gastank.

destagge am 10 Jan 2016 20:39:10

underdog hat geschrieben:Die Verbrennung stelle ich mir dann wie bei einer Petroleum-Lampe vor, nichts mit fein zerstäuben, was die Mischung mit der Verbrennungsluft verbessert, ein Blaubrenner scheint mir damit auch nicht möglich.
Daher kann so ein Brenner nur eine gewisse Duftnote haben.


Ja, nix mit fein zerstäuben - ist ja schließlich verdampft und als Gasphase vorhanden.
Die Einströmende Brennluft erhält durch Drallblende und Lochbild der Brennkammer den gewünschten Drall und die gewünschte Durchmischung der Gase, Luft und Diesel bilden ein homogenes Gemisch. Eine Gasrückführung wie im Blaubrenner findet bei den Webasto-Brennern die ich kenne nicht statt.

Grüße
Michael

Theomobil am 09 Mai 2016 23:13:10

Hallo zusammen,

hat jemand Erfahrung mit Gasheizungen in Höhen ab 4000m? Denn hier machen Dieselheizungen trotz Höhenkid oftmals Probleme....

andwein am 10 Mai 2016 13:16:41

Wo fä#hst du den mit dem Womo auf 4000m höhe??
Aber wenn, dann hängt es stark von der Brennerkonstruktion ab. Der Luftdruck beträgt nur noch 60% gegenüber NN und das gleiche gilt für den Sauerstoffanteil. Bei NN = 21%, bei 4000m nur noch 60% also 12,6% Sauerstoffanteil
Damit nichts qualmt und rußt muss der Brenngasanteil auch um 40% gesenkt werden damit das Gemisch wieder stimmt.
Meine Meinung, Gruß Andreas

Hundekruemel am 10 Mai 2016 15:24:10

andwein hat geschrieben:Wo fä#hst du den mit dem Womo auf 4000m höhe??
Aber wenn, dann hängt es stark von der Brennerkonstruktion ab. Der Luftdruck beträgt nur noch 60% gegenüber NN und das gleiche gilt für den Sauerstoffanteil. Bei NN = 21%, bei 4000m nur noch 60% also 12,6% Sauerstoffanteil

ich möchte jetzt nicht kritisieren, aber wieso sollte der Prozentsatz an Sauerstoff abnehmen?

Frage mich aber auch wo man auf 4000m kommt?

robeal

Lancelot am 10 Mai 2016 15:26:49

robeal hat geschrieben: ich möchte jetzt nicht kritisieren, aber wieso sollte der Prozentsatz an Sauerstoff abnehmen?

Die "barometrische Höhenformel" beschreibt den Effekt ... :)

--> Link

Tinduck am 10 Mai 2016 16:04:46

Lötzinn :D

Der prozentuale Anteil an Sauerstoff in der Atemluft bleibt unabhängig von der Höhe (und damit vom Druck) gleich. Was sich ändert, ist die Menge Sauerstoff pro Volumeneinheit. Ein Liter Luft enthält in grösserer Höhe einfach weniger Gasteilchen, das gilt aber für alle enthaltenen Gase gleich. Die Partialdrücke erniedrigen sich alle um das gleiche Maß.

Es steht also pro Liter angesaugter Luft weniger Sauerstoff zur Verfügung. Dies muss bei der Verbrennung berücksichtigt werden, weil sonst das Gemisch zu fett wird und die Flamme ausgeht oder nicht zündet.

Bei einer Gasheizung müsste wahrscheinlich eine andere Düse rein, wie das bei Diesel ist, weiss ich nicht.

bis denn,

Uwe

Lancelot am 10 Mai 2016 16:11:06

Tinduck hat geschrieben: Lötzinn :D

Hast natürlich recht ... :oops:
Hatte den "prozentualen Anteil" einfach ignoriert ... DER bleibt immer gleich hoch.

andwein am 11 Mai 2016 10:48:11

Tinduck hat geschrieben: Der prozentuale Anteil an Sauerstoff in der Atemluft bleibt unabhängig von der Höhe (und damit vom Druck) gleich. Was sich ändert, ist die Menge Sauerstoff pro Volumeneinheit. Uwe

Ich entschuldige mich für das % Zeichen, du hast natürlich recht mit dem Volumen!
Gruß Andreas

dylan08 am 11 Mai 2016 12:05:45

Eigentlich ändert sich der Sauerstoffpartialdruck (der gute alte Dalton; Wir Taucher lieben ihn :) ).
Auf Meereshöhe ca 1 Bar ist der Sauerstoffpartialdruck 0,21 Bar
In 4000 Meter Höhe geschätzt 0,65 Bar ist der Sauerstoffpartialdruck 0,137 Bar

DigiMik am 14 Mai 2016 22:18:40

robeal hat geschrieben:Frage mich aber auch wo man auf 4000m kommt?

Steht bei mir nächstes Jahr mehrfach auf dem amerikanischen Kontinent an. Die Gasfrage ist deshalb auch für mich interessant.

LG vom Mikesch

murksmax am 15 Mai 2016 11:43:43

Moin auch,

ich möchte hier gerne noch einmal, auch wenn es schon etwas her ist, auf das Thema "Funktionsprinzip" einhaken. Dadurch kann man sich ein entsprechendes Bild der Funktion und des Energieverbrauchs machen.

destagge hat geschrieben:1. DieselSTANDheizungen haben in der Regel einen Verdampferbrenner (z.B. bei Webasto nur die TT-V nicht, und die ist ein Zuheizer)
2. Das Verdampfen wird durch den Glühstift erzeugt


zu 1+2. Die Standheizungen haben - je nach Größe! - einen Verdampfer- oder (!) Zerstäuberbrenner. Die kleineren Modelle, da liegt Michael schon richtig, haben einen Verdampferbrenner. Je nach Hersteller wird das Dieselöl auf ein Vlies oder ein Blech aufgebracht und dort verdampft. Durch das Gebläse wird dann Frischluft (Verbrennungsluft) zugeführt und so ein zündfähiges Gemisch gebildet. Die Verdampfung wird in der Anfangsphase mittels Glühstift oder Glühkerze gefördert, bis es zur selbständigen Verbrennung kommt. Anschließend wird die Vorglühanlage abgeschaltet und die Verbrennung erfolgt ohne weitere Energiezufuhr. Lediglich der Gebläsemotor läuft noch, damit
a) Verbrennungsluft zu- und Abgas abgeführt sowie
b) die warme Luft vom Wärmetauscher zum Verbraucher transportiert
wird.
Bei den leistungsfähigeren Standheizungen erfolgt die Verbrennung mittels Zerstäuberbrenner. Der Diesel wird mit einer Hochdruckpumpe gefördert und über eine Zerstäuberdüse - wie bei einem Kessel im Haus üblich - in die Brennkammer eingespritzt. Die Zündung erfolgt dort initial mittels Hochspannungszündgerät und Zündelektrode. Nach der Zündung wird die Hochspannung abgeschaltet und das Luder läuft von alleine. Lediglich die Hochdruckpumpe und das Gebläse für Frischluft/Abgas laufen weiter.

destagge hat geschrieben:3. die DOSIERpumpe einer DieselSTANDheizung ist keine Hochdruckpumpe, sie fördert durch die Taktfrequenz eine definierte Menge Diesel


zu 3. Die Dosierpumpe ist lediglich bei Heizgeräten mit Verdampferbrenner (s. o.) vorhanden. Sie fördert den erforderlichen Brennstoff aus dem Tank zum Heizgerät, i. d. R. in Impulsen (das typische "Tacken" der Standheizung).

destagge hat geschrieben:4. Der Hohe Strombedarf kommt vom Glühstift, weder die Verbrennung noch die Pumpe benötigen hohen Strom (die Verbrennung gar keinen)


zu 4. Je nach Bauweise des Heizgerätes ist diese Antwort auch nur teilweise korrekt. Wenn es sich um ein Luftgerät handelt, entsteht der meiste Stromverbrauch durch das Gebläse. Die Stromaufnahme bei der Zündung durch die Vorwärmung ist marginal. Es sieht zwar eklig aus, wenn das Amperemeter für die Vorglühphase die ca. 15 A Verbrauch anzeigt, aber nach i. d. R. 30 Sekunden ist das auch erledigt. Und eine Standheizung soll möglichst durchlaufen und nicht immer wieder an- und ausgeschaltet werden!
Die Verbrennung benötigt sehr wohl elektrische Energie, da die Verbrennungsluft und das Abgas elektrisch zu- und abgeführt werden müssen. Je nach geforderter Heizleistung ist da entsprechend viel erforderlich.
Bei einem WW-Heizgerät ist zusätzlich zu der Luftzufuhr auch noch eine Wasserpumpe für die Umwälzung erforderlich.


Viele Probleme, die bei Standheizungen immer wieder genannt werden, sind verrußte und verkokte Brennräume, zugewachsene Abgasrohre/~schläuche und Zündprobleme. Diese entstehen oft durch Einbau- und Anwenderfehler, auch wenn der Einbau durch sog. Fachfirmen (Boschdienste, Werften etc.) vorgenommen wurde.
  • Das Luftzufuhr- und Abgasrohr dürfen eine max. Länge nicht überschreiten und nur eine bestimmte Anzahl von Bögen haben. Die max. Gradzahl der Summe aller Bögen (steht in der Einbauanleitung) darf keinesfalls überschritten werden, sonst echte Probleme! Und das Abgasrohr möglichs fallend verlegen, damit sich kein Kondenswasser sammeln kann.
  • Die Heizung muß regelmäßig - auch im Sommer!!!!! - in Betrieb gehen. Andernfalls sammelt sich Kondenswasser im Gerät und im Abgasrohr und es kommt zu Problemen.
  • Gelegentlich (ca. 1 x jährlich) bei längeren Abgasleitungen das Rohr im laufenden Betrieb mit einem Schraubendreher abklopfen, damit lösen sich Verbrennungsrückstände und werden rausgeblasen.
  • Auch eine Standheizung will gewartet werden - wie der Kessel im Haus! Also nach einiger Zeit (je nach Betriebsstundenzahl nach zwei, drei, vier oder mehr Jahren) mal beim Fachbetrieb eine Wartung durchführen lassen. Die Heizung wird es durch Zuverlässigkeit, Geruchsarmut und ruhigen Lauf danken!

Ich habe während meiner langjährigen Zeit auf dem Wasser beide Arten von Gas- und Dieselheizgeräten kennen gelernt, auch Ölöfen mit speziellen Reglern und Brennern für den Einsatz auf Schiffen. Teilweise sogar mit bimetallbetriebenen Thermostaten! Jetzt im Wohnmobil haben wir wieder ein Gasheizgerät (Truma). Egal was man dazu sagen will/muss:

Wenn ich die Wahl hätte, würde ich jederzeit auf einen Zusatztank und eine WW-Dieselheizung gehen. Dazu einen Boiler, der bei Motorbetrieb vom Motor und bei Stillstand von der Heizung betrieben wird. Der Komfort einer WW-Heizung überwiegt, die Wärme ist weitaus angenehmer als bei einer Gebläseheizung. Die neuen WW-Heizsysteme sind von der Geräuschentwicklung auch nicht mehr zu hören - Voraussetzung: Ansaugluft- und Abgasschalldämpfer (wurde ja schon genannt). Eine Montage im Doppelboden oder Heckraum als sog. "Wasserstation" (z. B. Webasto) macht das ganze auch Witterungsgeschützt und dämmt es noch mehr!

Leider ist man da dann im Bereich von einigen Kilos mehr ...

Theomobil am 15 Mai 2016 12:21:41

andwein hat geschrieben:Wo fä#hst du den mit dem Womo auf 4000m höhe??

Meine Meinung, Gruß Andreas


Hallo Andreas,

"4000m und mehr Höhe" befährt man z.B. auf oder entlang der Panamericana die ich demnächst bereisen werde...

Da ich für Dieselheizungen einen "Höhenkit" gibt, interessiert mich dieses Thema für meine Trumagasheizung. Mit den wissenschaftlichen Werten und Formeln, die sicherlich richtig sind, kann ich nicht sehr viel anfangen...

Wer hat diese Tour schon mal mit Gasheizung befahren?

andwein am 16 Mai 2016 10:57:24

Man braucht nicht unbedingt nach Südamerika um Heizungen zu testen. Du hast recht, für Dieselheizungen gibt es Höhenkits, die reduzieren ab ca 1500m den Kraftstoff damit das Gemisch wieder stimmt. Bei Gasheizungen gibt es das meines Wissens nach nicht.
Für beide Heizungen (Gas oder Diesel) gilt, was auch für jeden Verbrennungsmotor gilt: ab 2500m Höhe wird der Betrieb bzw, die Heizleistung unzuverlässig! Nimm halt ne Decke (Schlafsack) mehr mit, technisch ist das über längere Zeit nur sehr schwer realisierbar. Rückstände wegen unvollständiger Verbrennung sammeln sich über die Betriebszeit an und führen dann zum Ausfall, mit mal schnell auf die Autobahn und Gas geben ist bei Heizungen halt nichts. Wenn du wirklich was wissen möchtest, dann musst du auf jeden Falle mit der exakten Modell- und Typenbezeichnung deiner Heizung rausrücken oder direkt beim Hersteller nachfragen!
Gruß Andreas

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