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Blitzschutz GFK Dach


Gast am 30 Mai 2016 04:38:30

Hallo

ich - neu - grüße alle im Forum.

Zu meiner Frage:
Das GFK-Dach eines Kastenwagens soll halbwegs gegen Blitzeinschlag geschützt werden. Den besten Kompromiss bietet wohl das Anbringen eines Metallgitters von innen unter dem Dach. Da das Dach sowieso isoliert werden muss, habe ich gedacht, kann man das Gitter gleich mit einplanen.

Frage an die Interessierten:
Reicht für den Blitzschutz (als faradayscher Käfig) ein Drahtgitter* oder lieber eine Baustahlmatte?

* Mit Drahtgitter meine ich so ein Gitter wie für einen Hasenkasten, aber das stabile viereckige Gitter.

Würde mich über eine Antwort sehr freuen.
Viele Grüße
Bernd

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Gast am 30 Mai 2016 05:24:47

Sicher das du nicht noch einen Metallrahmen unterm GFK hast? Sorry, ich musst auch erst grinsen und dachte mir so meinen Teil. Aber google brachte mir Erleuchtung und ich verstehe jetzt dein Anliegen. Falls es anderen auch so geht, bitte hier klicken. --> Link

Anstatt eines Gitters wuerde ich dann eher einen Dachtraeger montieren. Zusaetzlich zu Traeger oder Gitter musst du das Wohnmobil noch Erden.

Gruss

Gast am 30 Mai 2016 06:29:26

Hallo Bernd,

Es ist extrem unwahrscheinlich, dass in dein Mobil der Blitz ins Kunsstoffdach einschlägt. Wenn du dieses befürchtest, Wäre es besser außerhalb des GFK Vorrichtungen anzubringen. Besser wären dann aussen Fangstangen und Ableitungen ins Metall des Kastenwagen.

Innen wäre das Gitter kontraproduktiv.

Dein Alf

Anzeige vom Forum


gerri86 am 30 Mai 2016 07:07:34

Schau mal nach Dachleitungshaltern und Leitugsmaterial beim online Blitzschutz Handel. Die LeitungsHalter einfach aufkleben (Sika)
Wie Alf schon sagt außen anbringen und mit Chassis verbinden, ggf. Zusätzlicher Erdspieß.

Gast am 30 Mai 2016 13:17:25

Hallo allerseits.

Velledalen, was war so lustig, was ich geschrieben habe. Nein, trotz Baustahlmatte will ich zum Isolieren keinen Beton verwenden :-) Spaß beiseite: Gibt es GFK-Dächer mit innenliegendem Metall-Gitter? Daran habe ich noch gar nicht gedacht, sonst hätte ich mich schon informiert.

Alf, ich weiß, Blitze und 6er im Lotto haben ungefähr die gleiche Wahrscheinlichkeit. Trotzdem: die Angst, das Ungewisse ... und die Erfahrung :(

Innen wäre das Gitter kontraproduktiv.

Ich war immer der Meinung, dass es im Elektrofeld keinen Unterschied macht, ob das Metall über, in oder unter dem GFK angebracht ist. Wichtiger scheint mir zu sein, dass das Metallgerippe hinreichend mit dem Metallrahmen des Fahrzeugs verbunden ist. Falls ein Blitz ins GFK einschlüge, würde er vom Metallgitter in den Rahmen abgeleitet - und wenigstens den Innenraum verschonen. Wenn du aber Gründe kennst, warum das Gitter INNEN keine Funktion mehr hätte, höre ich mir das natürlich gerne an.

gerri86, du meinst einen richtigen Blitzableiter? Gibt's sowas im Caravanbereich?

Zum Fahrzeug:

VW T4 mit Hochdach. Wegen Hochdach will ich eigentlich keinen Dachgepäckträger. Bin schon froh, dass ich eine Waschanlage gefunden habe, wo der Bus gerade so reinpasst.

Noch ein paar Details zum Vorhaben:

Baustahlmatte oder ein weniger schweres Gitter bleibt noch zu klären. Das Gitter wollte ich aber auf jeden Fall INNEN unter dem GFK anbringen. Alles andere gibt nur Folgeprobleme, die wahrscheinlich den Nutzen übersteigen. Mit dem Chassis des Fahrzeugs muss metallisch einwandfreie Verbindung gemacht werden. Also Lack abflexen und mit Schraube und Mutter die Drähte des Gitters am Rahmen verschrauben - und zwar an möglichst vielen Stellen. Mit "Lack abflexen" meine ich natürlich den Innenbereich^^

Wenn es so ist, wie die Theorie sagt, hätte ich doch den angestrebten Faradayschen Käfig, oder nicht? Den hätte man zwar auch mit dünnen Hasenkastendraht, aber ich befürchte, dass der Draht abraucht, wenn er gar zu dünn ist.

Acki am 30 Mai 2016 13:42:14

Im Wohnmobil lauern diverse Gefahren:

- Verkehrsunfall
- Überfall
- Elektrounfall
- Gasunfall
- ...
Warum willst Du ausgerechnet das unwahrscheinlichste aller Risiken - mit whs sehr grossem Aufwand - minimieren? :gruebel:

P.S. Wie viele Beispiele aus der Praxis kennt ihr betreffend Blitzschlag-Unfall im Wohnmobil/Wohnwagen? :nixweiss:

gerri86 am 30 Mai 2016 14:05:09

Bernd, Du kannst diese Halter für Schindeldächer mit Leiter einfach wie eine Reling auf dem Womodach mit Sika festkleben und dann seitlich runterführen. Habe ich so gemacht und dann am Chassis festgeschraubt, zusätzlich habe ich über 2 flexible Leitungsverbinder einen Erdspieß festgeschraubt.

Acki hat geschrieben:Im Wohnmobil lauern diverse Gefahren:

Warum willst Du ausgerechnet das unwahrscheinlichste aller Risiken - mit whs sehr grossem Aufwand - minimieren? :gruebel:

P.S. Wie viele Beispiele aus der Praxis kennt ihr betreffend Blitzschlag-Unfall im Wohnmobil/Wohnwagen? :nixweiss:


Warum spielen dann so viele Menschen Lotto, wenn es doch so unwahrscheinlich ist zu gewinnen? Zumindest einmal hat wohl jeder von uns schon gespielt. :P

Ein heftiges Gewitter im Womo habe ich mit 2 Kindern bereits hinter mir und wenn ich dann weiß eigentlich ungeschützt zu sein fühl ich mich dabei halt nicht wirklich rundum wohl. Der Einbau an sich war übrigens total easy, da haben mich andere Umbauten am Womo sehr viel mehr mitgenommen.

Die Wahrscheinlichkeit im GFK Womo getroffen zu werden ist sogar höher als die allgemeine Blitztreffwahrscheinlichkeit: Weil man im GFK Womo ohne Metallstreben genauso ungeschützt ist wie ohne Womo, sich aber bei Gewitter nicht in blitzsichere Unterkünfte zurückzieht.

Gast am 30 Mai 2016 17:59:38

Acki, ich weiß, es ist schwer zu verstehen, aber manchmal will man was, was andere nicht wollen. Recht hast du aber, dass es keinen "großen Aufwand" wert ist. Ein Gitter unter dem Dach anzubringen, wo sowieso Isolation fällig ist, zähle ich aber eher zu den kleineren Aufgaben.

gerri86, also ich verstehe dich richtig, du hast Halter am Dach angebracht und daran diesen Draht befestigt, den man auf Häuserdächern auch verwendet. Und wie viele "Reihen" hast du angebracht? Also wahrscheinlich eine in Längsrichtung oben und jeweils eine auf Fahrer- und Beifahrerseite, tippe ich. Wäre toll, wenn du gerade ein Foto parat hättest ...

Ein heftiges Gewitter im Womo habe ich mit 2 Kindern bereits hinter mir und wenn ich dann weiß eigentlich ungeschützt zu sein fühl ich mich dabei halt nicht wirklich rundum wohl.

Ja, es ist das "Gefühl". Egal welche Wahrscheinlichkeit, bei jedem Gewitter dieselbe Frage "was wenn es mich gerade erwischt" ;)

Ich habe mir das Hochdach von innen angesehen. Da sind drei solche Verdickungen drin, Spriegel genannt. SCA nennt diese Teile GFK-Spriegel. Der Händler, der das Hochdach vor 15 J. eingebaut hat sagt aber, dass die Spriegel aus Edelstahl sind. SCA wußte es eben selbst nicht :mrgreen: und ruft mich morgen zurück. Wenn die Spriegel aus Metall sind, ist die Sache eh erledigt. Das reicht dann für einen Blitzschutz.

gerri86 am 30 Mai 2016 20:33:42

Genau wie die auf den Häuserdächern. Ich hab den Leiter mittels der Halterungen einfach wie eine Reling am äußeren Rand des Womodachs entlang laufen lassen, am höchsten Punkt dann nochmal eine vertikale Fangstange um die Satschüssel zu überragen.

Sieht eigentlich aus wie eine normale Reling, wie sie ja viele Womos haben, fällt also eigentlich nicht auf.

Fotos habe ich leider nicht ... :(

Ganzalleinunterhalter am 30 Mai 2016 21:00:10

Dann müßte auch selbstklebendes Kupferband die entsprechende Funktion erfüllen > Link zum eBay Artikel und Link zum eBay Artikel
Hat den Vorteil dass es außen aufgebracht werden kann und nicht aufträgt.

gerri86 am 30 Mai 2016 21:10:35

Ganzalleinunterhalter hat geschrieben:Dann müßte auch selbstklebendes Kupferband die entsprechende Funktion erfüllen. Hat den Vorteil dass es außen aufgebracht werden kann und nicht aufträgt.

Möglicherweise, wäre mir aber zu unsicher da ich mich mit dieser Materie zu wenig auskenne. Deshalb habe ich zu Ware gegriffen zu offiziell für diesen Bereich freigegeben ist und dafür entwickelt wurde.

Gast am 31 Mai 2016 01:44:34

Danke euch :)

Der Blitzableiter - wenn er nicht zu hoch ist - gefällt mir eigentlich ganz gut.

Die Kupferfolie (wußte nicht, dass es sowas gibt) wird etwas dünn sein für so einen dicken Blitz ;)

Ich warte aber erst mal auf den Rückruf von SCA, ob die Spriegen aus Metall sind.

Wenn ich alle Infos habe, frage ich bei VDE an.

andwein am 31 Mai 2016 13:12:44

BerndDerBus hat geschrieben:Ich habe mir das Hochdach angesehen. Da sind drei Spriegel drin. Der Händler, der das Hochdach vor 15 J. eingebaut hat sagt aber, dass die Spriegel aus Edelstahl sind. SCA wußte es eben selbst nicht Wenn die Spriegel aus Metall sind, ist die Sache eh erledigt. Das reicht dann für einen Blitzschutz.

Sorry, aber das reicht leider überhaupt nicht!!! Du must die Spriegel untereinander und mit der übrigen Karrosserie verbinden/Schweißen. Schrauben auf alter Dachlackierung reicht nicht, womöglich ist noch Dichtmasse dazwischen. Und dann muss natürlich die Karrosserie mit mindestens zwei Erdspießen hinten/vorne erden. Die Maße der Erdspieße kannst du unter Blitschutz googlen. Zeltheringe reichen nicht. Der "Draht" auf den Hausdächern ist entweder 10mm Kupfer oder 16mm verzinkter Stahl. Meine bescheidenen Kenntnisse im Blitzschutz/Erdung beruhen auf dem TV/Amateurfunk Antennenbau, aber Blitz ist Blitz.
Gruß Andreas

willi_chic am 31 Mai 2016 13:59:33

auf die Idee Blitzschutz beim Womo zu beachten, wäre ich nie gekommen....
allerdings ist der Schadensbericht schon recht eindrucksvoll

wie dem auch sei, jeder hat seine individuellen Sorgen und muß damit leben

die Baustahlmatte halte ich für übertrieben, denn das Blitzschutznetz eines Hauses ist recht grobmaschig (1 Leiter pro Ecke, 1x längs des Dachfirstes, die Traufe (meist über die Dachrinne) + Ringerder (oder Tiefenerder). Macht eine Maschenweite von rund 50 m² und entspricht den Regeln der Kunst. Fleißige Erbauer erden auch noch jedes Dachflächenfenster, der Trittrost für den Kaminkehrer.....kostet (bringt) halt mehr

ob das Cu-Band hält mag ich nicht zu sagen, das Gefühl sagt: verdampft. Allerdings hat im Film die Alu-Folie vom Kopf der Puppe gehalten

es ist nicht damit gedient einen tollen Gitterkäfig zu bauen, der Blitz muß auch abgeleitet !! werden. Einfach mal einen Staberder 50 cm in den Boden zu kloppen ist zu kurz gedacht, da spielt nämlich der Übergangswiderstand die entscheidende Rolle, und der ist im Sand anders als im Moor, nach meinem Wissen sollten rund 3 Ohm nicht überschritten werden.
Die Massung ist leider nicht trivial mit dem Vielfachmessgerät durchzuführen, da brauchts schon spezielle Geräte mit höherer Meßspannung/Strom und diversen Hilfserdern

Da ich die Sorgen von Bernd ernst nehme (ich hab sie nicht) würde ich ihm zu folgenden Link raten: --> Link, bzw mal direkt bei Dehn anrufen, evtl gibts dort unter den Spezialisten einen Womobilisten der zuhören kann

grüße klaus

Acki am 31 Mai 2016 14:11:41

Hier zeigt der Versuch offenbar, dass bei entsprechendem Faraday-Käfig der Mensch im Wohnmobil zwar geschützt wäre, der Schaden am Fahrzeug aber immer noch massiv sein könnte:
--> Link

Gast am 31 Mai 2016 19:57:18

Leider hat SCA sich trotz Zusage nicht zurückgemeldet, obwohl eine Mitarbeiterin sich meine Nummer notiert hat. Aber warum denn auch, fragende Kunden sind lästig: sie versauen jeden betrieblichen Zeitplan.

Hallo Andreas, die bloße Existenz der Spriegel reicht nicht aus, soviel ist mir klar. Zumal die ja auch unter dem GFK, also isoliert sind. Wenn die Spriegel aus Metall wären (was ich mangels Rückmeldung von SCA leider noch nicht weiß), beabsichtige ich, diese metallisch leitend mit dem Chassis zu verbinden und mindestens drei Verbindungen von Spriegel-zu-Spriegel zu schalten. Mehr kann ich nicht tun, 100% Sicherheit ist eh nicht möglich. Auch Häuser mit Blitzableitern wurden schon vom Blitz gefetzt.

Hallo Klaus, danke für den Link. Viele interessante Links. Obwohl "Kapitelauswahl BLITZPLANER" zu früh ist. Bin noch nicht so weit, meine Blitze planen zu können :)
es ist nicht damit gedient einen tollen Gitterkäfig zu bauen, der Blitz muß auch abgeleitet !! werden. Einfach mal einen Staberder 50 cm in den Boden zu kloppen ist zu kurz gedacht, da spielt nämlich der Übergangswiderstand die entscheidende Rolle, und der ist im Sand anders als im Moor, nach meinem Wissen sollten rund 3 Ohm nicht überschritten werden.

Wie o.g., 100% Sicherheit ist nicht drin. Ist der Käfig erstmal da, ist die Sicherheit jedenfalls höher als ohne. Der Blitz wird seinen Weg unten raus schon allein finden.

Ich versuche das Problem nicht ganzheitlich anzugehen - dazu fehlen mir die Kenntnisse in Hochspannungstechnik - sondern step-for-step.

Wenn der Käfig fertig ist, und alle Teile metallisch einwandfrei verbunden sind, wäre nur noch der letzte Step zu klären: Eine (metallische) Verbindung vom Chassis zum Boden. Wenn diese Verbindung fehlt, würde der Blitz vermutlich über die Reifen abfließen. Es gilt also, eine Verbindung zu schalten, die einen geringeren Widerstand als metallgefülltes Gummi hat. Dazu ist ein Staberder allemal besser als nichts.

Das gilt selbst dann, wenn der Widerstand des Bodens sehr hoch ist (also trockner Boden). Der Strom sucht den geringsten ohmschen Widerstand, auch wenn es ein Zickzack-Weg ist. Ich würde mich also mit zwei oder vier Erdspießen schon sicherer fühlen als ohne. Der Aufwand ist im Auge zu behalten.

Danke Acki für deinen Link --> Link . So einen Blitzgenerator will ich haben (Conrad Elektronik ... ? :D ). Wenn mein Blitzableiter fertig entwickelt ist, kann der Generator ja noch für allerhand lustige Dinge eingesetzt werden, z.B. mit Nachbars Wäschespinne oder dem Liegestuhl ..... :mrgreen:

Zum Thema zurück: Ich muss erstmal wissen, ob die Spiegel aus Metall sind. Ich rufe die nä. Tage noch mal bei SCA an.

Zum Verlauf des Blitzes fällt mir gerade noch was ein: Wenn der Blitz(Kopf) sich seinen Weg geplant hat, also der Weg eingebrannt ist, wird der Rest mit hoher Wahrscheinlichkeit diesem Weg folgen, auch wenn die Trägersubstanz (Metall) bereits weggedampft ist (Plasmabildung; Plasma ist leitfähig).

andwein am 31 Mai 2016 19:57:18

BerndDerBus hat geschrieben: Wenn der Käfig fertig ist, und alle Teile metallisch einwandfrei verbunden sind, wäre nur noch der letzte Step zu klären: Eine (metallische) Verbindung vom Chassis zum Boden.

Na ja, jeder geht ein Problem anders an und manches kann man sicherlich step by step abarbeiten. Aber einen entgültigen Plan sollte man schon haben bevor man GfK verkleidetet Metallspriegel freilegt und miteinander verschweißt. Schrauben sollte man nicht, die Schraubenlöcher schwächen die Spriegelstruktur, damit erlischt eventuell die Typzulassung für das Dach.
Ist aber nur meine persönliche Handwerkermeinung, Gruß Andreas
.

Ganzalleinunterhalter am 31 Mai 2016 21:41:35

Hallo Bernd,
hab mal hier im Forum etwas die Suche bemüht, um zu schauen was wir zu dem Blitzproblem im laufe der Jahre hier zusammengetragen haben:
--> Link
--> Link
--> Link
--> Link
--> Link
--> Link

eventuell ist ja verwertbares für Dich dabei

gespeert am 02 Jun 2016 03:01:46

Wie sieht es mit dem Trennungsabstand der Ableiter zu Elektroleitungen aus?
Oft gibt es erst Probleme nach der Installation einer Schutzanlage!

PittiC am 02 Jun 2016 07:43:26

Ich lese hier von Erdspießen um den Blitz abzuleiten aber ein Auto steht doch auf seinen Reifen und ist nicht festgespießt.

eposoft am 02 Jun 2016 08:31:24

Leider ist das Thema Blitzschutz wesentlich komplexer als hier angedacht. Mit der Schaffung eines Käfigs ist es nicht getan. Wenn dann auch noch ein "Blitzableiter" montiert wird, muss man wissen, dass genau dieser auch als Köder für Blitze dient, somit die Wahrscheinlichkeit eines Einschlages erhöht.

Ich bin nicht Spezialist, aber Blitze fallen nicht vom Himmel sondern bilden sich von unten nach oben.

Hier ein Bild von einem Blitzeinschlag direkt bei uns in der Siedlung. Nicht etwa all die rundum, zum Teil höher, liegenden Einfamilienhäuser oder Bäume wurden getroffen, sondern das Mehrfamilienhaus mit dem vorgeschriebenen Blitzschutz.





Der Knall des Einschlages war enorm, durch den Regen wurde der Schwelbrand sofort gelöscht. In dem Haus waren viele elektrische Geräte und Verteilanlagen defekt und eine Wasserleitung im Keller gesprungen.

Blitzschutzanlagen müssen einen Aussenschutz und einen Innenschutz gewähren. Diese Schutzwirkung muss periodisch überprüft werden.

Wenn ich jeweils während eines Gewitters im Alkoven liege (GFK Dach, Aluseitenwände), mache ich mir auch so meine Gedanken. Aber bevor ich jetzt das GFK Dach in Hobbyart "Blitzsicher" mache, steige ich auf einen Kawa um. Erdspiesse zu setzen halte ich für übertrieben.

Also, Käfig ja, aber richtig und überprüfbar, Blitzableiter auf keinen Fall, der zieht sonst Aufmerksamkeit auf sich. Rein, meine persönliche Meinung. Zu der Wahrscheinlichkeit, seit ein paar Jahren mehren sich Gewitter und werden heftiger. Die Wahrscheinlichkeit eines Einschlages steigt damit sicher auch an.

Gruss Ernst

willi_chic am 02 Jun 2016 09:06:52

eposoft hat geschrieben:Nicht etwa all die rundum, zum Teil höher, liegenden Einfamilienhäuser oder Bäume wurden getroffen, sondern das Mehrfamilienhaus mit dem vorgeschriebenen Blitzschutz......

hmm, woran machst Du den "vorgeschriebenen Blitzschutz" fest?
ich kann auf den Fotos nichts in dieser Richtung erkennen, insbesondere ist nicht zu erkennen daß der hervorstehende Kamin mit seiner Einblechung irgendwie geerdet wäre
und der Blitz hat sich zielgerichtet nun mal das höchste Metallteil an diesem Haus ausgesucht

grüße klaus

andwein am 02 Jun 2016 10:30:57

Auch ich sehe hier keinerlei Blitzschutz, weder am Kamin noch am Dachfirst
Gruß Andreas

eposoft am 02 Jun 2016 23:29:49

War so vermerkt in den Bauakten, aber wie der zu erkennen ist? In der Schweiz ist bei Mehrfamilienhäusern ein Blitzableiter Vorschrift, bei Einfamilienhäusern nicht. Muss bei Gelegenheit mal genauer hinschauen, vielleicht kann ich dann ein Bild schiessen. Aber erst nach unserem Schottlandtrip.

Was müsst ihr auch immer so genau hinschauen.... :razz:

Gruss Ernst

pegasus1955 am 03 Jun 2016 09:20:55

Auch Meteoriteneinschläge sind häufiger als Lotto-Hauptgewinne. Trotzdem spielen mehr Menschen, als draußen mit Helm und Sicherheitsschuhen herumlaufen.

Der Mensch ist halt doch ein völlig irrational handelndes Wesen! :mrgreen:

Herzliche Grüße

Pegasus

andwein am 03 Jun 2016 10:41:30

eposoft hat geschrieben:War so vermerkt in den Bauakten, aber wie der zu erkennen ist? Gruss Ernst

Für Deutschland: Ein Leiter oberhalb des gesamten Dachfirst, 10cm Abstand, an beiden Enden hochgebogen. Am Kamin ein vertikaler Leiter, 10cm über Kaminhöhe. Ableitung an beiden Giebelwänden mit Verbindung zu den Dachrinnen.
Abstand zu allen Wand- oder Dachteilen mindestens 10cm. Für jede Ableitung ein Fundamenterder. Damit steht das Gebäude in einen grobmaschigen Faradyschen Käfig. Schäden an elektrischen Geräten durch induktive Einkopplung sind ziemlich sicher.
Eine Einschränkung von mir, dies war der Stand 1970. Gruß Andreas

Gast am 03 Jun 2016 10:54:35

Auf dem Foto ist es für mich klar ersichtlich.

Einschlag im Blech der Kaminverkleidung, dann wegen fehlender oder unfachmännischer Ableitstange Überschlag entlang der nassen Dachpfannen zur Dachrinne. Danach (nicht sichtbar) Ableitung entlang der Fallröhre zum Boden.

Pech und Glück in einem.

Wenig Schaden entstanden.

Dein Alf

Flatus am 03 Jun 2016 11:34:32

eposoft hat geschrieben:War so vermerkt in den Bauakten, aber wie der zu erkennen ist?

Wenn ein Blitzschutz montiert wäre. würde man ihn sehen. Da ist aber keiner zu sehen!

eposoft hat geschrieben:In der Schweiz ist bei Mehrfamilienhäusern ein Blitzableiter Vorschrift, bei Einfamilienhäusern nicht.

Das stimmt so nicht. Der Blitzschutz ist kantonal geeregelt. Meistens verlangen die kantonalen Gebäudeversicherungen einen - aber solche gibt es nicht in allen Kantonen.

Gruss Flatus
.

Gast am 04 Jun 2016 16:31:52

So, SCA hat sich jetzt zurückgemeldet: Die im Internet so bezeichneten "GFK-Spriegel" seien tatsächlich aus Metall.

Hallo Andreas,
dass ein Plan vorliegt, bevor man Step-for-Step vorgeht, habe ich eigentlich vorausgesetzt :)
Schrauben sollte man nicht, die Schraubenlöcher schwächen die Spriegelstruktur

Das habe ich schon einmal gehört. Ich glaube von dem Händler, der mir den Bus damals verkauft hat. Wenn man nicht schrauben kann (wobei ich noch einen Unterschied zwischen schrauben und schrauben mache, also KEINE "3cm" dicken Löcher), aber bei schweißen sehe ich auch Probleme: Die Hitze kann das GFK zerstören.

Die Spriegel sind bei meinem Bus mit dem Rahmen (Chassis) vernietet. Vielleicht kann man da ansetzen. Ich werde mit einem Ohm-Meter messen, ob Verbindung zwischen den Nieten (Spriegel) und dem Rahmen besteht oder grundsätzlich zwischen Links links und rechts am selben Spriegel.

Als SCA angerufen hat, habe ich die Frage gestellt, ob SCA-Dächer vielleicht schon von Hause aus auf Blitzeinschlag getestet worden sind. Bei diesen (sündhaft teuren) Dächern müsste man eigentlich davon ausgehen können .. (leider gabs bisher noch keinen Rückruf).

Hallo Horst,
danke für die vielen Links. Eine schöne Fotosammlung hast du übrigens :)

Hallo gepeert
Wie sieht es mit dem Trennungsabstand der Ableiter zu Elektroleitungen aus?

Wenn der Blitz ins Auto einschlägt (muss kein WoMo sein), gehe ich davon aus, dass dasselbe passiert, wie wenn man bein Schweißen die Batterie nicht abmacht: An der Elektrik gibt es Schaden, mindestens aber a.d. Blackbox. Das ist meiner Ansicht nach nicht zu vermeiden.

Hallo PittiC
Ich lese hier von Erdspießen um den Blitz abzuleiten aber ein Auto steht doch auf seinen Reifen und ist nicht festgespießt.

Das ist mir auch aufgefallen. Die meisten Antworten (alle?) beziehen sich wohl auf den Stand. Ein Auto kann aber auch während der Fahrt vom Blitz getroffen werden. Das macht aber die Diskussion nicht einfacher, so dass ich nicht weiter darauf eingegangen bin. Ich hatte irgendwo geschrieben, dass diese (metallgefüllten?) Gummibänder verwenden werden können, die es früher oft gab. In den letzten Jahren habe ich keine mehr gesehen. Die Gummibänder hingen (meist hinten) am Rahmen und berührten die Erde bzw. Straße.

Hallo Ernst,
Leider ist das Thema Blitzschutz wesentlich komplexer als hier angedacht. Mit der Schaffung eines Käfigs ist es nicht getan. Wenn dann auch noch ein "Blitzableiter" montiert wird, muss man wissen, dass genau dieser auch als Köder für Blitze dient, somit die Wahrscheinlichkeit eines Einschlages erhöht.

Wenn man einen Mast, der als Blitzschutz dienen soll, immer höher bauen würde (nur mal theoretisch), würde dieser Mast von Blitzen immer häufiger verwendet werden: Eben Blitz-Ab-LEITER.

Es ändert aber nichts daran, dass Blitze in der Praxis auch ohne Mast "einschlagen". Es hat sogar schon Menschen in den Kopf getroffen. Kein Grund aber, auf die Brille zu verzichten ;)

Blitze fallen nicht vom Himmel sondern bilden sich von unten nach oben

Völlig korrekt. Ich schrieb "einschlagen" mal in Gänsefüsschen, weil Blitze tatsächlich von unten nach oben laufen, also sozusagen "ausschlagen". Wissenschaftlich ist es noch ein wenig komplizierter. Wer Interesse hat: --> Link

Danke übrigens für die Bilder :)
Bist du aber sicher, dass das Dach vorschriftsmäßig geschützt war?
z.B. kann ich auf dem Dachfirst gerade KEINEN Blitzschutz (also keinen Draht) entdecken. Oder sieht man das am Foto nicht ... oder werden die Häuser heute anders gesichert :?: Fazit: Meiner Ansicht nach ist der Blitz am Schornstein eingeschlagen und durch das Blechrohr, was bis zur Heizung gehen dürfte, nach unten gelangt. Da das Blechrohr geerdet und wohl auch mit PE verbunden ist, hat's eben einige Verbraucher gefetzt. Einen Blitzableiter-Draht würde ich nicht unbedingt mit dem PE des Netzversorgers koppeln, wenn man mich fragt. Ich denke aber, dass das alle (Elektriker) tun, warum auch immer.

Erdspiesse zu setzen halte ich für übertrieben.

Die Berichte im Internet zeigen, dass Blitze über die Reifen abfließen, und die Reifen dabei zerstören. Ich halte die Idee mit den Erdspießen für nützlich. Zumindest ist der Aufwand so gering, dass man ihn leisten sollte.

Da ich während dem Lesen schreibe, sehe ich nun erst, dass den (vermeintlich) fehlenden Blitzableiter andere auch bemerkt haben.

War so vermerkt in den Bauakten

Jetzt muss ich mal grinsen, sorry :) --> Link

_________

OK, ich bleibe am Ball, was das Thema "Blitzschutz im Wohnmobil" betrifft. Wie gesagt, wird sich mein praktischer Aufwand aber in Grenzen halten. 100% Schutz muss nicht sein, und geht auch gar nicht, aber um einen guten nützlichen Effekt zu erreichen, ist oft gar nicht viel Aufwand nötig. Die Kunst ist, Aufwand und Nutzen sinnvoll abzuwägen.

Viele Grüße
Bernd

Gast am 04 Jun 2016 17:26:02

Diese Gummidinger die beim Fahren an Autos runter hingen waren nur dafuer da das du keine gewischst bekommst wegen der Statischen Aufladung. Mit Blitzschutz hatte das nix zu tun.

Meine persoenliche Meinung ist das du es etwas mit deinem Blitzschutzvorhaben uebertreibst. Wenn man die Wahrscheinlichkeiten so hoch rechnet, dann passieren bevor der Blitzt trifft viele andere schlimme Dinge die es abzuwenden gilt. Das geht soweit das man kein Womo haben duerfte, kein Haus, keine spitzen Gegenstaende und am besten in einem Gummigepolstertem Raum lebt.

Gruss

Gast am 04 Jun 2016 17:42:39

Hallo Bernd (der Bus),

Schön, dass du so ausfürlich schreibst.

Fachlich ist es Quatsch mit Sauce. :D Tut mir leid das so hart ausdrücken zu müssen, aber nicht, dass sich hier in diesem weltbekannten Forum zu viele WoMoBilisten auf deine Spur locken lassen. :roll:

Der Hersteller des Gfk Dach hat die 3 Metallspriegel bestätigt und diese sind mit dem Fahrzeug vernietet. Prima, That's it! :P nennt sich Faradyscher Käfig, innen Sitzende müssen keine Angst haben.

Was du eigentlich erreichen willst, hast du leider noch gar nicht erläutert. Der von dir gebrauchte Begriff "innerer Blitzschutz" ist anderweitig belegt, das hast du sicher schon gegoogelt?

Liebe Grüße, Alf

Gast am 04 Jun 2016 23:34:17

Hallo Alf, ich bin kein Rattenfänger, der jemand auf irgend auf "eine Spur locken will" :?: Warum schreibst du das?

Ich habe auch nie den Begriff "inneren Blitzschutz" verwendet. Falls doch: WO ?

Schön, dass du so ausfürlich schreibst.

Ja, ich denke, manche freuen sich, dass über das Thema geschrieben wird. Kann mir nicht vorstellen, dass ich der einzige bin, der sich unwohl fühlt, wenn es um das WoMo blitzt und donnert. Einige schreiben hier und geben das auch zu - kein Problem - viele lesen aber bestimmt nur und machen sich trotzdem Gedanken bei Gewitter. Das ich der einzige bin, der sich bei Gewitter sorgt ... Vergiss es: Das tun ganz viele Menschen, denn es ist menschlich !

Fachlich ist es Quatsch mit Sauce

Ich bin kein Fachmann, denn dann hätte ich nicht im Forum gefragt. Du hingegen scheinst dich technisch gut auszukennen. So Alf dann begründe mal (fachlich), warum das Thema Quatsch ist. Bin gespannt. Und wahrscheinlich nicht nur ich :)

Hallo Velledalen,
Wenn die Spriegen Blitzschutz bieten, treibe ich keinen Aufwand. Dann lasse ich alles so :)
Diese Gummidinger die beim Fahren an Autos runter hingen waren nur dafuer da das du keine gewischst bekommst wegen der Statischen Aufladung. Mit Blitzschutz hatte das nix zu tun.

Danke für die Info. Wenn eine statische Aufladung abfließt, dürften diese Dinger schon ihren Zweck erfüllen; auch wenn sie hinterher reif für die Tonne sind.

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