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Holz(Platten) lasse ich immer im Handel zuschneiden, wenn sie hinterher verleimet werden sollen. Das hat den Grund darin, dass nicht der Leim allein die Qualität der Verbindung bestimmt, sondern die passgenaue Klebefläche. Bereits 1mm Lücke oder "Beule" kann die Festigkeit schon um Welten reduzieren. Alles, was beim Dranhalten wackelt oder wippt oder sich "rund" anfühlt - und sei es noch so gering - wird nach dem Kleben niemals richtig fest.
Dasselbe gilt auch für Holzlatten und erst recht natürlich für deren Stirnseiten. Latten, deren Stirnseiten auf Flächen geklebt werden sollen, gehören vom Handel geschnitten. Keine Kreis- oder Stichsäge zuhause kriegt das so genau hin, wenn man nicht gerade ein hochprofessionelles Gerät hat.
Selbst wenn man nicht klebt, sondern per Schraube stirnseitig Holz auf anders befestigt, ist das a und o, dass die Berührungsstelle absolut PLAN ist.
Nun konkret:
Will man einen doppelten Boden einbauen, muss dieser Boden sich irgendwo abstützen. Üblicherweise am Fahrzeugboden-Blech.
Man kann ein Blechgestell bauen. Üblicherweise nimmt man aber Holzlatten, weil das am besten geht.
Um den Holzverbrauch zu reduzieren, und aus anderen Gründen, kann man unter den Boden stabile Latten quer anbringen, und diese Latten zum Boden hin mit aufrechtstehenden Latten stützen. So hat man die Höhe, ohne viele Querlatten verwenden zu müssen.
Bei heutigem Fahrzeugboden stößt man auf ein unangenehmes Problem: Die Striegel, Dellen, "Hubbel", Vertiefungen, Erhöhungen zieren den Fahrzeugboden. Das ist wegen der Stabilität des Blechs gut, stört aber die Stabilität der Holzstützen. Weil diese am Bodenblech nicht mehr plan oder auch nur halbwegs gerade aufsitzen.
Einige werden jetzt denken, das hört sich wie Sesselpupserei an. Ist es aber nicht. Jeder kann es zuhause testen. Wenn auch nur ein Stuhlbein nicht gerade aufsteht, wackelt der Stuhl - und irgendwann ist das Stuhlbein lose.
Daran ändert auch nichts, wenn durch die Holzstütze eine Schraube geht, die unter dem Fahrzeugboden per Mutter befestigt wird.
Das Holz hat gerade und plan aufzuliegen, ob mit oder ohne Schraube. Das dient der Haltbarkeit auf lange Sicht.
Abb 1.: Unebener Fahrzeugboden. Nicht gerade optimal für senkrecht stehnde Stützbeine
Da man nie weiß (bzw. manchmal auch keine Wahl hat), ob man beim Blech auf Striegel oder Wellen oder Erhöhungen oder Vertiefungen trifft, fände ich es gut, wenn man den letzten cm bis zum Blechboden mit einer fließfähigen Masse füllen könnte, die danach hart wird. Kunstharz zum Beispiel. Nur weiß ich aber nicht, ob Kunstharz ohne die üblichen GFK- oder Carbonmatten überhaupt fest genug wird. Ich würde vermuten, wenn die KH-Schicht zu dick ist, dass sie zerbröselt, wenn die Belastung zu stark wird.
Ist das Anliegen dieses Tröts verstanden worden? Falls nicht, erkläre ich es noch mal genauer.
Als Idee der praktischen Anwendung würde ich beispielsweise als Holzstütze 5cm Rundholz nehmen und dies etwas kürzer als benötigt schneiden. Dann einen Plastikbecher (Eisbecher) ohne Boden drüberziehen, der bis zum Blechboden reicht. In diesen Plastikbecher von oben vorsichtig flüssige Masse einfüllen, die sich dann unten gleichmäßig zwischen Blech und Holz verteilen kann. Wenn die Masse erhärtet ist, entfernt man den Becher wieder bzw. schneidet ihn vom Holz ab.
Vielleicht gibt's auch andere Lösungen. Manchmal sehe ich den Wald vor lauter Bäumen nicht :? Bitte nicht als Lösung schreiben: "mir ist egal, ob das unten plan aufsteht, weil die Latten sehr dick sind". Ich weiß, warum ich es plan haben will. Bin damit immer gut gefahren, auch über Jahre nie Probleme gehabt.
Resultierende Frage: Wenn KH nicht geht, weil es ohne Matten "bröselt" oder zerspringt, was kann ich dann nehmen?
mach eine Bodenplatte rein, dann sind die Hubbel weg! wird der t4 egt deine Doktorarbeit?
früher gut - heute besser! hartmut
cbra am 15 Jul 2016 15:27:10
mach trennmittel auf deinen fahrzeugboden - trennwachs oder klebeband an der stelle wo dui die säule platzieren willst nimm faserspachtel oder metallspachtel (aus dem baumarkt oder ATU) rühr dir einen batzen an schmier den batzen auf die eingetrennte stelle steck die säule deiner wahl in den batezen auf die richtige höhe warte bis die aushärtung fertig ist löse das ganze ab, verschleif den rand nach deinem wunsch fertig
giessharz ist mMn zu aufwändig weil du eine dichte schalung bauen musst, das geht zwar mit plastillin odre so, würde ich aber nicht machen
viel erfolg stell ein bild von deinem ergebnis hier rein - danke
Anzeige vom Forum
Gast am 15 Jul 2016 15:28:02
Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:mach eine Bodenplatte rein, dann sind die Hubbel weg! wird der t4 egt deine Doktorarbeit?
Du verfolgt, was ich schreibe. Gut so. Hast aber nicht gelesen, dass es die Bodenplatte ist, die der doppelte Boden werden soll. Und nun ... Doktorarbeit ?
Viel Grüße Bernd
Gast am 15 Jul 2016 15:30:12
Danke cbra. Ich habe fast schon gewusst, dass die Lösung von dir kommt :) :) Viele Grüße Bernd
Jagstcamp-Widdern am 15 Jul 2016 15:33:27
Dämmung in die blechvertiefungen, 10mm platte auf den boden, da drauf deine stützen, da drauf die nächste platte. das kostet dich 10 mm höhe und viel arbeit, dafür kriegst du alles wackelsicher fest.
früher gut - heute besser! hartmut
Gast am 15 Jul 2016 15:38:46
Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:Dämmung in die blechvertiefungen, 10mm platte auf den boden, da drauf deine stützen, da drauf die nächste platte. das kostet dich 10 mm höhe und viel arbeit, dafür kriegst du alles wackelsicher fest.
Ich habe eine VW Bus. Aber auch ein VW Bus kommt irgendwann an die Grenze der Traglast. Zumal jedes Mehrgewicht auch Treibstoff sehen will. Außer den Stützbalken sehe ich keine Notwendigkeit einer "zweiten" Bodenplatte. Selbst wenn sie nur 10mm dick ist, aber das ist unnötige Last.
Viele Grüße Bernd
brauwe am 15 Jul 2016 17:19:34
Moin,
vielleicht hilft eine Idee aus dem Trockenbau weiter. Auf diese Weise habe ich den unebenen Betonboden meines alten Badezimmers bei der Sanierung desselben ausgeglichen. Es wurde eine dünne Schicht Fermacell-Ausgleichsschüttung aufgebracht. --> Link. Darauf kamen dann Fermacell Bodenplatten, aber auch Holz sollte kein Problem darstellen, da die Schüttung auch zwischen Balken zur Dämmung geeignet ist.
Gruß Uwe
Matze665 am 15 Jul 2016 18:32:53
Verschweiße oder verschraube an jede Stelle an der ein fuß stehen soll eine 3mm 100x100mm Stahlplatte. Wie beim Einbau eines Überrollkäfigs. Dann ist es grade.
Vagabundin am 15 Jul 2016 20:11:35
Ich hab das ja bei meinem T4 auch hinter mir. Sollte bei einem zwangsläufig nicht mehr jungen Auto bodenblechmäßig mal was geschweisst werden müssen, ist da eine Füllung aus Kunstharz o.ä. eher ein Nachteil. Es gibt doch die originalen Transporter-Dämmmatten, die genau die Wellen ausgleichen. Meine Bodenplatte liegt darauf jedenfalls sehr gut.
Gast am 15 Jul 2016 22:00:13
Vagabundin hat geschrieben:Sollte bei einem zwangsläufig nicht mehr jungen Auto bodenblechmäßig mal was geschweisst werden müssen, ist da eine Füllung aus Kunstharz o.ä. eher ein Nachteil
Oder so. Was eigentlich von Nachteil ist - Schraube durch das Blech und von unten per Mutter kontern - ist wieder von Vorteil. So sieht man die Stellen, wo das Holz/Harz ist und es gibt beim Schweißen keine Überraschungen.
Wenn geschweißt werden muss, muss das Holz (von innen oder durch das Schraubloch) ein paar cm angehoben werden. Soviel steht fest.
Viele Grüße Bernd
andwein am 18 Jul 2016 10:49:04
BerndDerBus hat geschrieben:Ich habe eine VW Bus. Aber auch ein VW Bus kommt irgendwann an die Grenze der Traglast. Zumal jedes Mehrgewicht auch Treibstoff sehen will. Außer den Stützbalken sehe ich keine Notwendigkeit einer "zweiten" Bodenplatte. Selbst wenn sie nur 10mm dick ist, aber das ist unnötige Last.Viele Grüße Bernd
Nach 20.000 km wirst du den Sinn einer Bodenplatte, aufgelegt auf den Originalboden mit zwischengelegter Dämmung, verstehen. Spätestens wenn der Boden auf deinen aufgestellten Rundhölzen, belastet mit den Einbauten, beim Fahren quitscht. Das Fahrzeug ist nur im Stand ein statisches Gebilde, beim Fahren verwindet es sich. Nur meine Meinung, Andreas
taps am 18 Jul 2016 17:29:05
Hallo Bernd, Du musst uns mal mitteilen, wofür der Doppelboden überhaupt sein soll, wenn Du unsere Tipps willst. So richtig erschliesst sich Dein Plan nicht. -Isolation durch Luft? -Nutzbar als Stauraum? -wie hoch sollen die Stützen sein? Wenig Stützen bedeutet: Dicke Fußbodenplatte= hohes Gewicht, wenig Stabilität; Knarzerei beim Fahren... Viele Stützen= viel Arbeit, da ist dann eine dünne durchgängige Platte mit Isolation zwischen Blech und Holz einfacher zu realisieren. Außerdem kannst Du eine dünne Platte aus wasserfest verleimtem Sperrholz ringsum wasserdicht zum Blech machen.
Eine gut eingebrachte Bodenplatte ist imho die Grundlage für jeden weiteren Aufbau. Gewicht musst Du woanders sparen und: Kunstharz in den von Dir gedachten Mengen ist auch nicht gerade leicht!
Gruß Andreas
Gast am 19 Jul 2016 15:26:59
Erst mal danke für die Tipps :)
Bus ist morgen Abend auf der Hebebühne. Da wird sich final entscheiden, an welchen Stellen die Befestigung angebracht werden. Erst danach geht es weiter.
taps hat geschrieben:Hallo Bernd, Du musst uns mal mitteilen, wofür der Doppelboden überhaupt sein soll, wenn Du unsere Tipps willst. So richtig erschliesst sich Dein Plan nicht.
Gerne. Das ist eine "gewachsene" Idee. Ob's sinnvoll war, kann ich erst hinterher berichten.
Doch wie ist die Idee gewachsen? Es sind Grundsatzfragen der Isolation gewesen.
Ich fasse mal zusammen: Was mich von Anfang an Sorgen machte, ist Wasser unter der Isolierung
Lösungsmöglichkeiten gibt es viele. Eine davon lautet, ALLES rundherum perfekt zu isolieren. Eine große Arbeit, an deren Erfolg nach Fertigstellung sofort der Zahn der Zeit nagt. Aus der Erfahrung findet Wasser immer einen Weg HINEIN - und wenn es nur ein kleiner Haar-Riss oder eine geöffnete Klebestelle ist. Raus kommt's dann kaum noch. Denn wenn die Isolation "100% dicht" ist, gilt das für BEIDE RICHTUNGEN: Wasser, was einmal drin ist, bleicht auch drin - und modert :roll:
"Hermetisch abdichten" gefiel mir nicht, und so suchte ich andere Lösungen. Zumindest sollte Dichtmaterial, wenn es nass geworden ist, die Möglichkeit erhalten, schnell wieder zu trocknen.
Oder gar kein Dichtmaterial. Da ich kein Wintercamper bin, überlegte ich, ob nicht auch ein dicker Teppich ausreicht, der innen ausgerollt wird, wenn es draußen mal etwas kälter ist. Ich entschied: Der Teppich tut es.
Die Idee, keine Isolation zwischen Bodenplatte und Blech anzubringen, gefiel mir sogar sehr gut. Das schleichende Bauchgefühl, eingedrungenem Wasser im worst case Fall auf Gedeih und Verderb ausgeliefert zu sein, war sofort weg.
Die Höhe des Womo (= noch gut Platz über dem Kopf) ergab dann das Weitere. Und so wurde die Idee des Doppelbodens geboren.
Auch wenn es nur 11 cm sind, ergeben sich ein paar nette Vorteile
Stauraum für sperrige oder lange Gegenstände wie z.B. Campingtisch und -stühle, Sportgeräte, Solarmodule .... eben alles was groß und flach ist, ist dann nicht mehr zu sehen
Gangway für Hund kann da untergebracht werden (sogar eine "Rausziehgangway" - wie eine Schublade :) - wäre möglich)
ein Tank kann im Doppelboden untergebracht werden
Versorgungsleitungen aller Art sind nun kinderleicht zu verlegen (auch nachträglich!!)
und nicht zuletzt stehen Gasflasche und Zweitbatterie nicht mehr direkt am Bodenblech, wodurch ich mir mehr Schutz vor Kälte verspreche, und damit mehr Leistung.
Eine bessere "Isolation", als wenn die Bodenplatte direkt am Blech aufliegt, dürfte durch das "Luftpolster" auf jeden Fall gegeben sein (und JA: im Doppelboden darf es keine Zugluft geben ... ich bin dran). Und für den Fall der Fälle - lassen sich auch Wolldecken im Doppelboden verstauen. Mit einer Bodenisolation aus 11 cm Wolldecken fahre ich sogar im kältesten Winter :mrgreen:
taps hat geschrieben:-wie hoch sollen die Stützen sein?
Ich habe zwei 60x40 Kantholz-Latten hochkant aufeinander geklebt und oben etwas abgehobelt. So ist die Höhe etwa 11 cm, was der Höhe des Fahrgastraums entspricht. Die kleine Stufe zwischen Laderaum und Fahrgastzelle ist also weg.
taps hat geschrieben:Wenig Stützen bedeutet: Dicke Fußbodenplatte= hohes Gewicht
Allerdings beschränkt sich der Doppelboden nur auf den vorderen Teil des Innenraums. Der Rest (Sitzgruppe) ist sowieso erhöht, und ganz hinten (Lade- und Stauraum) brauche ich sowas nicht.
taps hat geschrieben:Knarzerei beim Fahren...
Das ist mir sehr gut bekannt und muss vermieden werden. Ein Hochbett, was ich vor Jahrzehnten mal gebaut habe, hat bei jeder kleinen Bewegung geknarzt. Ich habe mir dann mit flüssigem Kerzenwachs geholfen. Das hält bis heute an - kein Geräusch mehr. Zwischen Holz und Holz also entweder Wachs, oder ich schneide mir Streifen aus einer Gummimatte.
taps hat geschrieben:Viele Stützen= viel Arbeit
Ich habe den Vorteil, Auto wird auch so genutzt. Wenn ich Zeit habe, mache ich was. Wenn nicht, kann ich auch fahren. Habe keinen Zeit- oder sonstigen Druck. Das heißt ich lege erst Hand an, wenn es "Klick" gemacht hat. Manchmal ist es besser, eine Idee erst fertig zu denken.
taps hat geschrieben:Eine gut eingebrachte Bodenplatte ist imho die Grundlage für jeden weiteren Aufbau
Im Prinzip magst du Recht haben. Wer allen "weiteren Aufbau" allerdings nur an der Bodenplatte festmacht, wird spätestens bei einem Auffahrunfall eines besseren belehrt: Er wird hinter seinem Lenkrad zerquetscht. Ich höre mir einige Lästereien an, nicht nur im Forum. Wenn ich nur ans Festschrauben denken würde, wäre der Ausbau schon halb fertig. Es gibt Dinge, die lassen sich nicht mehr rückgängig machen. Wer schneller handelt, ist schneller fertig, hat aber oft weniger vom Ergebnis.
taps hat geschrieben:Eine gut eingebrachte Bodenplatte ist imho die Grundlage für jeden weiteren Aufbau. Gewicht musst Du woanders sparen und: Kunstharz in den von Dir gedachten Mengen ist auch nicht gerade leicht!
KH ist nur für den Fall der Fälle. Bevor die Stützen wackelig hingestellt sind (was zu dem von dir beschriebenen Knarzen führt), verwende ich KH oder den von cbra vorgeschlagenen Faserspachtel. So viel ist das nicht. Dann stehen die Stützen gerade, und alles ist schick.
Viele Grüße Bernd
taps am 19 Jul 2016 19:11:31
Hallo Bernd, Dein Schreibfleiß in allen Ehren! Ehrlich! Ich revanchiere mich mal.
Klingt bei mir jedoch eher so, als würdest Du eine schlechte Idee verteidigen. Du schreibst: Eine bessere "Isolation", als wenn die Bodenplatte direkt am Blech aufliegt, dürfte durch das "Luftpolster" auf jeden Fall gegeben sein (und JA: im Doppelboden darf es keine Zugluft geben ... ich bin dran). Ende Zitat. Dein Blechboden ist unisoliert eine Kältebrücke. Dicht kannst Du den nicht machen, wenn Du ihn als "Stauraum" verwenden willst. Und wenn Du ihn dicht kriegen willst, dann richtig und auch gegen Wasser. (es gibt Isolationsmaterial, welches kein Wasser aufnimmt.) Also wird sich dort Kondenswasser sammeln. Wie willst Du das aufwischen? Wie willst Du die Flüssigkeit aus der evtl. in den Doppelboden ausgelaufenen Bierflasche entfernen?
Was passiert beim Schlafen im Bus, noch dazu mit Hund? Alle Luftfeuchtigkeit sucht sich die kältesten Stellen und schlägt sich dort nieder. Ich hatte bei meinem Selbstausbau noch keine Dachisolation drin und wir hatten trotz offener Luke jeden morgen Wasser am Dachblech.
Hast Du mal Womo`s am Platz beobachtet, die an der Frontscheibe innen Isomatten hatten? Die haben jeden morgen gewischt. Schlimmer als eine undichte Dachluke. Solch ein Wasserbad wird auch der von Dir geplante Doppelboden werden.
Vermutlich hat hier niemand weiter geschrieben, weil es aussichtlods scheint, Dich von Deiner Idee abzubringen. Mein Tipp: beschäftige Dich noch mal mit den Themen Kältebrücken, Isolation, Luftfeuchte beim Schlafen und entscheide dann neu, wie Du wertvolles Geld und wertvolle Arbeitszeit investierst.
Ich wünsch Dir viel Glück bei Deinem Vorhaben.
Gruß Andreas PS: das schreibt ein Kastenwagen- Selbstausbauer
Gast am 20 Jul 2016 11:31:17
taps hat geschrieben:Hallo Bernd, Dein Schreibfleiß in allen Ehren! Ehrlich! Ich revanchiere mich mal.
Lass mal, wenn ich dir helfen kann.... Das Forum hat mir auch schon viel geholfen. Und seit ich ohne Schwachmatenfunk (TV) lebe, habe ich sowieso Zeit genug ;)
taps hat geschrieben:Klingt bei mir jedoch eher so, als würdest Du eine schlechte Idee verteidigen.
Kann ein. Es gibt Leute, die strotzen auch auf krummen Wegen nur so vor Pokerface. Ich aber nicht. Google mal nach meinem Vorhaben ... nicht ein Treffer. Keine Erfahrungswerte anderer. Ich muss mich auf meine Intuition verlassen. Bis jetzt bin ich allerdings damit immer gut gefahren.
Der kleine Doppelboden ist nicht ohne. Die Truma will von unten Luft - durch den Doppelboden. Beim Kühli dasselbe - weil er nicht an der Außenwand steht. Auch die Abluft-Gitter verschieben sich nach oben. Dumm nur, wenn da gerade ein Holm ist. Der T4 wird von vorne nach hinten schmaler. Viele Maße sind asymmetrisch, z.B. ist die Mitte der Hecktür nicht die Mitte des Fahrzeugs. All das erfordert konsequentes um die Ecke denken ... nicht sehr gemütlich. Im übrigen würde ich keine Idee ausführen, die ich für schlecht halte. Ich freue mich wirklich auf das Ergebnis.
taps hat geschrieben:Dein Blechboden ist unisoliert eine Kältebrücke. Dicht kannst Du den nicht machen, wenn Du ihn als "Stauraum" verwenden willst
Du nennst es Kältebrücke. Andere sagen, Luft isoliert.
Ich denke, Luft ist umso kälter, je mehr es zieht. Das gilt es so gut wie möglich zu vermeiden.
taps hat geschrieben:Und wenn Du ihn dicht kriegen willst, dann richtig und auch gegen Wasser. (es gibt Isolationsmaterial, welches kein Wasser aufnimmt
Ja und wo bleibt das Wasser dann, deiner Meinung nach? Irgendwo kondensiert es immer aus. Ich bilde mir nicht ein - ich versuche es gar nicht erst - den Innenraum zu 100 (hundert) Prozent dicht zu bekommen. Das wird nichts. Beim Kleinbus habe ich viel zu wenig Platz, um die Isolation anzubringen, die es bräuchte, um die von dir angestrebte Isolation zu erreichen: Mindestens 7 cm.
Wasser findet immer einen Weg, und sei es gasförmig (durch Luftfeuchtigkeit). Und wie schon gesagt, reicht ein Haar-Riss oder eine geöffnete Klebestelle - und dann ist die Feuchtigkeit dort, wo sie nicht sein soll.
"Isolationsmaterial, welches kein Wasser aufnimmt" und "wasserundurchlässiges Holz" wird zum Bummerrang, falls doch mal Wasser hinter die Fassaden gerät. Dort bleibt es dann, und modert und schimmelt vor sich hin. Es gibt mehr Feuchtigkeit (und Moder) hinter angeblich "100%iger Isolation", als auch nur einer das glauben würde. Leider merkt man das immer erst dann, wenn es zu spät ist ... wenn irgend etwas durchrostet, oder fault. Geh mal auf die Suche, dann wirst du schnell fündig.
taps hat geschrieben:Was passiert beim Schlafen im Bus, noch dazu mit Hund? Alle Luftfeuchtigkeit sucht sich die kältesten Stellen und schlägt sich dort nieder. Ich hatte bei meinem Selbstausbau noch keine Dachisolation drin und wir hatten trotz offener Luke jeden morgen Wasser am Dachblech.
Das war beim letzten Bus auch so. Wir haben jeden Morgen etliches Wasser von den Scheiben gewischt - rundherum. Auch wo das Blech nicht verkleidet war - Nass. Das ist halt manchmal so in kleinen Bussen. Passiert ist nie etwas, und Moder habe ich auch nie gefunden. Kurz nach dem Lüften war alles wieder trocken. Ich bin aber nie im Winter unterwegs gewesen. Tagsüber war es immer noch warm genug, so dass es nie Feuchtigkeitsprobleme gab. Man sollte beim Ausbau immer berücksichtigen, WAS man mit dem Auto vorhat. Würde ich im Winter campen wollen, würde ich es ganz bestimmt anders machen.
Viele Grüße Bernd
Jagstcamp-Widdern am 20 Jul 2016 11:44:53
stichworte: truma - luft - doppelboden
keinesfalls solltest du die verbrennungsluft für die truma aus dem doppelboden holen! die luftansaugung muss direkt von draussen erfolgen!
früher gut - heute besser! hartmut
Tinduck am 20 Jul 2016 11:58:51
Ja, das Kondenswasser wird sich auf jeden Fall in dem nach unten nicht isolierten Doppelboden niederschlagen. Wenn man es wegwischt, kein Problem... aber ICH hätte keine Lust, jeden Morgen den kompletten Doppelboden auszuräumen, um da alles aufzuwischen. Oder erstmal ne Stunde zu lüften, um dann zu merken, dass das Kondenswasser eben doch nicht weg geht, weil der Blechboden schön kalt ist. Und wer garantiert mir dann, dass hinten links, wo ich nur schlecht drankomme, alles trocken ist?
Und zum Thema Luft und Isolation... Luft isoliert nur gut, wenn kein Luftaustausch stattfindet, wie z. B. in Schaumstoff, der isoliert auch nur durch die enthaltene Luft (oder das Gas, welches zum Aufschäumen benutzt wurde bzw. dabei entstanden ist). Zwar wird Dein Innenraum wärmer bleiben als ohne den Zwischenboden, aber um den Preis des fliessenden Wassers im Untergeschoss.
Du bist übrigens nicht der erste, der sich darüber Gedanken oder Sorgen macht. Bei Kawas ist das ein gängiges Problem, welches eigentlich nur bei den hochpreisigeren Modellen durch so gut wie eben mögliche Isolation im Zaum gehalten wird.Meist verkleben die eine nicht Wasser aufnehmende, gasdichte Isomatte auf dem Blech. Macht man das gut, bleibt kein Raum für Kondenswasser und der Taupunkt liegt in der Isolierung, wo er hingehört.
Wenn die von Dir beschriebene Konstruktion irgendwelche Vorteile bzgl. Isolation oder Kondenswasser hätte, würden es alle so machen, auf den Kopf gefallen können die ja auch nicht alle sein... eigentlich gibt es da nur zwei Wege: entweder den Boden isolieren und Platte drauf, ist dann der Einfachboden, oder da drauf noch Stelzen und noch ne Platte, dann hast Du nen Doppelboden. Aber auch der muss belüftet und geheizt werden (durch die Truma), damit er nicht zur Tropfsteinhöhle wird.
Wir haben einen komplett isolierten, belüfteten und beheizten Doppelboden, aber selbst da gibt es Ecken, wo man im Winter ab und an mal mit dem Lappen drüber muss, z. B. in Bereich der Klappen.
bis denn,
Uwe
Gast am 20 Jul 2016 13:46:56
Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:keinesfalls solltest du die verbrennungsluft für die truma aus dem doppelboden holen!die luftansaugung muss direkt von draussen erfolgen!
Ich will die Verbrennungsluft nicht aus dem Doppelboden holen. Dafür gibt es die Truma-Ansaugverlängerung. --> Link
Tinduck hat geschrieben:Ja, das Kondenswasser wird sich auf jeden Fall in dem nach unten nicht isolierten Doppelboden niederschlagen.
Erstmal abwarten, was die Praxis sagt. Das "auf jeden Fall" will ich so nicht unterschreiben. Ich bin meist in der warmen Jahreszeit unterwegs. Von daher halte ich das Risiko für kalkulierbar.
Tinduck hat geschrieben:Wenn man es wegwischt, kein Problem... aber ICH hätte keine Lust, jeden Morgen den kompletten Doppelboden auszuräumen, um da alles aufzuwischen
Dazu habe ich absolut auch keine Lust :D
Tinduck hat geschrieben:Und wer garantiert mir dann, dass hinten links, wo ich nur schlecht drankomme, alles trocken ist?
Niemand weiß das. Aber wer garantiert dir im Gegenzug, dass es bei der klassischen Isolation "hinten links" trocken bleibt? Der Unterschied zur offenen Bauweise ist: Man sieht es nicht!
Tinduck hat geschrieben:Zwar wird Dein Innenraum wärmer bleiben als ohne den Zwischenboden, aber um den Preis des fliessenden Wassers im Untergeschoss.
Wie gesagt, gerade das stelle ich in Zweifel. Mir sind die Konsequenzen klar, und entsprechend mit Bedacht werde ich auch vorgehen. Ich halte es schon für möglich, den Innenraum gegen den Doppelboden soweit abzudichten, dass keine (bzw. nur wenig) feuchte Luft nach unten gelangt. Mit dem Doppelboden allein ist es nicht getan, es sind weitere Vorkehrungen nötig.
Tinduck hat geschrieben:Wenn die von Dir beschriebene Konstruktion irgendwelche Vorteile bzgl. Isolation oder Kondenswasser hätte, würden es alle so machen, auf den Kopf gefallen können die ja auch nicht alle sein.
Das habe ich nie behauptet. Lediglich der Aufwand, der erforderlich ist, um einen winzigen Mini-Doppelboden von 11 cm zu bekommen, dürfte die allermeisten davon abhalten, "so etwas" zu bauen. Vielleicht bin ich ja auf den Kopf gefallen :mrgreen:
Wir werden sehen, was daraus wird. Ich werde euch auf jeden Fall in Kenntnis setzen. Und Fotos gibt's dann auch. Ich habe allerdings nicht das kleinste Problem damit, zurückzurudern und es "ganz anders" zu bauen, wenn mir irgend etwas auffällt, was den Erfolg ernsthaft in Frage stellen könnte. Solange es noch Theorie ist, bleibt es Theorie.
Viele Grüße Bernd
FWB Group am 20 Jul 2016 21:04:10
Hi Bernd Wo ist das Problem ? Es gibt für sowas Formstoffe die "negativ" in den Fahrzeugboden vom T4 und andere eingepasst werden. Tante Google weis alles! :wink:
Low Budet geht auch. Bau dir eine Maske aus Holz, die genau die Fläche abgrenzt, die du brauchst! Dann wird der Freiraum vergossen, aushärten lassen, und schon steht deine Holzstütze exakt eben!
Aus Gründen der Leichtigkeit würde ich mich mit einem Kunststoffbauer in Verbindung setzen. Es gibt da Stoffe aus Kunststoff, die sind relativ leicht zu verarbeiten, sind fließfähig und haben zusätzlich mech. Fähigkeiten. So kann man nach dem aushärten auch die Stützen zusätzlich seitlich versteifen ( Frage Verwindung, schon hier im Fred aufgegriffen).
Also auf den.......
andwein am 21 Jul 2016 10:50:06
BerndDerBus hat geschrieben:Der kleine Doppelboden ist nicht ohne. Die Truma will von unten Luft - durch den Doppelboden. Beim Kühli dasselbe - weil er nicht an der Außenwand steht. Viele Grüße Bernd
Sag mal, von welcher Truma sprichst Du?? Ich kenne keine Truma aus den BJ ab 2000, die ihre Verbrennungsluft von unten anzieht. Und eine alte 3002S willst du bestimmt nicht einbauen, oder? Auch der Kühli zieht bei gutem Einbau keine Luft von unten, und wenn er nicht an der Außenwand entlüftet muss er nach oben über einen Kamin entlüftet werden. Vielleicht wäre es empfehlenswert nicht jeden Gedanken selbst zu erfinden sondern sich einmal an reellen Ausbauten mehr oder minder erfahrener Hersteller zu orientieren. Klar kann man selber Dinge optimieren, die andere aus Kosten- oder Servicegründen verworfen haben. Ich möchte deine Ideen nicht negativ betrachten, aber manchmal tut es weh, zu sehen in welche Richtung das alles läuft. Nur meine Meinung, Gruß Andreas
Mover am 21 Jul 2016 11:53:05
Mache ich etwas falsch?
Bei abendlicher Ankunft stelle ich auf Umluft, Fahrerhausboden ist ist durch Kantop gedämpft Das große Heki öffnen wir ein wenig. Dazu hängen wir eine Wolldecke hinter die gedrehten Vordersitze.
Vor dem Schlafen schließen wir das Heki und öffnen das kleine Heki am Kopfende im "Schlafzimmer" unseres Kawa.
Wir hatten (auch bei Frost) noch nie Kondenswasser an den Scheinben.
Tinduck am 21 Jul 2016 17:20:18
Dann atmet ihr eure Feuchtigkeit wohl komplett zum Heki raus :D oder es gibt irgenwo noch eine kältere Stelle als die Frontscheibe, dann kondensiert das Wasser lieber dort.
bis denn,
Uwe
Mover am 21 Jul 2016 18:21:42
Genau das habe ich auch gedacht, aber keine feuchte Stellen gefunden.
Warme Atemluft muss nach oben abziehen und das tut sie.
Gast am 24 Jul 2016 12:58:26
Danke für die Antworten.
FWB Group hat geschrieben:Es gibt für sowas Formstoffe die "negativ" in den Fahrzeugboden vom T4 und andere eingepasst werden. Tante Google weis alles! :wink:
Ich finde nix :( Falsche Begriffe gegoogelt? Mach mal Googlehilfe :)
andwein hat geschrieben:Vielleicht wäre es empfehlenswert nicht jeden Gedanken selbst zu erfinden sondern sich einmal an reellen Ausbauten mehr oder minder erfahrener Hersteller zu orientieren
Sorry, aber ich kann nicht glauben, dass ich der einzige sein soll, der i.p. '"erfahrener Hersteller" und "reellen Ausbauten" mit Murks und Nichtwissern zu tun hatte. Lies mal in meinem ersten Beitrag (Vorstellung), was ich erfahren "durfte", als ich es so getan habe, wie du vorgeschlagen hast: Habe eine Frage zu einem Einbau an einen Händler gerichtet. Händler hat den Hersteller zitiert - und dann mit mir Streit angefangen. Weil ich -angeblich- Dinge "verlange" (...nichts habe ich verlangt, nur gefragt....), die "nicht erlaubt wären".
Habe TÜV und Bundesamt kontaktiert, mit diesen Infos Hersteller kontaktiert und mit der schriftlichen Antwort des Herstellers - Einbau war doch erlaubt! - bin ich zum Händler zurück und der guckte dann .... äääääääääääh und ansonsten ziemlich sprachlos ... in den Raum. Keine Entschuldigung, nichts. Ich hätte alle Teile dort gekauft und auch Zubehör einbauen lassen, z.B. Gas-Equipment. Nun hat er gar nichts - und ich kaufe woanders. Auf solche "Erfahrenheit" kann ich gerne verzichten.
Einen sinnlos vergeudeten Haufen Arbeit habe ich wegen anderer Leute Dummheiten gehabt. Weil ich zu "erfahrenen Händlern" gegangen bin. Auch der "erfahrene Hersteller" hat so lange das Gegenteil behauptet, bis ich ihm die Kfz-Bundesamt-Zulassung seines eigenen Produkts schwarz auf weiß hingeschickt habe. Auch Händler ist vom Hersteller gefoppt worden, keine Frage. Trotzdem hätte Händler sich bei mir entschuldigen können, denn so geht man mit anderen Menschen nicht um; mit Kunden schon gar nicht.
Und die "reellen Ausbauten" ... sieh sie dir doch an, die heutigen "Lösungen". Verwende die Suche, und du wirst schnell fündig: oft nur 0815. Vorne alles schick, und hinter der Verkleidung oft nur der Eindruck des schnell verdienten Geldes.
Ein wenig OT, sorry, aber das konnte ich so nicht stehen lassen. Es gibt auch heute noch ein paar Hersteller, die sich Mühe geben. Und die haben es nicht verdient, mit der großen Mehrheit an Pfuschern in einem Atemzug genannt zu werden. ich habe kein Vertrauen mehr zu bestimmten "Fachkräften".
andwein hat geschrieben:Sag mal, von welcher Truma sprichst Du?? Ich kenne keine Truma aus den BJ ab 2000, die ihre Verbrennungsluft von unten anzieht. Und eine alte 3002S willst du bestimmt nicht einbauen, oder?
doch, gibt's. Eine S 3004.
andwein hat geschrieben:Auch der Kühli zieht bei gutem Einbau keine Luft von unten
Doch von unten, denn er steht nicht mit dem Rücken an der Wand.
Mover hat geschrieben:Mache ich etwas falsch?
Bei abendlicher Ankunft stelle ich auf Umluft, Fahrerhausboden ist durch Kantop gedämpft Das große Heki öffnen wir ein wenig. Dazu hängen wir eine Wolldecke hinter die gedrehten Vordersitze.
Du machst nichts falsch, sondern nur anders. Du verlässt dich nicht auf Dämmung, sondern gibst der Luft eine Chance, aus dem Auto zu entweichen.
Im Gegensatz zu früher habe ich festgestellt (Automarke egal), dass die Scheiben oft beschlagen. Das muss kein WoMo sein, sondern ist bei fast jedem Auto so: Ohne Klimaanlage und bei (voll) laufendem Gebläse beschlägt die Windschutzscheibe (sogar beim T4).
Früher waren die Autos nicht so "wärmesicher" gebaut, sondern hatten diverse Ritzen und Öffnungen. Heute ist alles "dicht". Heißt: Luft (und damit Luftfeuchtigkeit) ist im Raum eingeschlossen. Warum Hersteller ein Auto "wärmesicher" machen, wissen nur Hersteller. Wissen tun sie es vermutlich auch nicht. Wenn mein Womo fertig ist, wird es dort Öffnungen geben, z.B. der Küchenabzug. Bin schon gespannt, ob sich das auf den Beschlag der Windschutzscheibe auswirkt. Und NEIN, ich traue heute keinem Hersteller mehr. Siehe oben - und siehe die zum Standard gehörenden Rückrufaktionen von ERFAHRENEN HERSTELLERN !
Viele Grüße Bernd
andwein am 25 Jul 2016 13:27:22
Sorry, da habe ich entweder was falsch verstanden oder nicht gewußt! Sag mal, von welcher Truma sprichst Du?? Ich kenne keine Truma aus den BJ ab 2000, die ihre Verbrennungsluft von unten anzieht. Und eine alte 3002S willst du bestimmt nicht einbauen, oder? Ich war mir sicher, dass die Truma 3004S nur eine Zulassung für den Einbau in Wohnwagen hat und nicht für den Einbau in Wohnmobile. Aber ich kann mich ja täuschen. Checke das mal ab, bevor du weiter machst! Gruß Andreas
Jagstcamp-Widdern am 25 Jul 2016 13:58:29
die 3004s ist für womos zugelassen! ist die letzte "stromlose", deshalb habe ich die auch...
früher gut - heute besser! hartmut
Gast am 25 Jul 2016 20:14:23
andwein hat geschrieben:Ich war mir sicher, dass die 3004S nur eine Zulassung für den Einbau in Wohnwagen hat und nicht für den Einbau in Wohnmobile. Aber ich kann mich ja täuschen. Checke das mal ab, bevor du weiter machst!
Genau richtig, Andreas!! Du wurdest von den "erfahrenen Herstellern" völlig normal und "wie üblich" informiert 8)
Meinem (Ex)Händler hat Hersteller dasselbe erzählt: Nur für Wohnwagen zugelassen
Hersteller hat dann versucht, mir dieselben Flunkereien schmackhaft zu machen. Allerdings hatte ich mich da schon informiert, weil ich es nicht glauben konnte ... und weil der Händler mir - dem vermeintlich unbelehrbaren Rechtsbrecher - fast das Fell über die Ohren gezogen hat: Ich war extrem angep*sst!!
Ich fragte Hersteller (telefonisch) ganz einfach nach den Rechtsgrundlagen. Da änderte sich das Gesprächsniveau, und der nette Herr ruderte zurück. Die Bestätigung ließ ich mir schriftlich (Email) schicken, und habe die Email dann dem (verdutzten) Händler ausgehändigt. Aber das steht ja oben schon.
Allerdings frage ich mich natürlich, WARUM dieses Theater gemacht wird? Kein Hersteller wertet seine eigenen Produkte ab. Ein TÜV-Mensch sagte beiläufig: Informelle Order aus Berlin. "Na ja, die Leute sollen an Campingplätze gebunden werden". Die S 3004 ist länger autark als alle anderen Heizungen, weil sie keinen Strom braucht. Warum soll denn "Berlin" etwas dagegen haben, wenn ein (ehrlicher) Mensch autark ist? Mehr hat er leider nicht gesagt. Wenn ich darüber nachdenke - gerade bei den aktuellen Ereignissen - wird mir allerdings etwas kalt, und zwar trotz der Sommerhitze :cry:
So, jetzt sind wir gaaanz weit weg vom Thema. Zurück zum Thema. Ich habe das gemacht, was man tun sollte, wenn man etwas nicht weiß: Habe eine Schulfreund kontaktiert. Der hat eine VW-Werkstatt. Ich durfte auch die Hebebühne benutzen. Die Lösung ist nicht, das Bodenblech zu begradigen (egal ob mit Faserspachtel oder Formteilen), sondern die Befestigungen an jenen Stellen anzubringen, wo (von unten) die Längs- und Querträger laufen. Er sagte, wenn du die Schraube richtig anziehst, kommt die Mutter durch das Blech. Ich werde soweit möglich die für die hinteren Sitzbänke vorgesehenen Gewinde benutzen und dort, wo noch Befestigungen nötig sind, Gewinde anbringen (8er sollten reichen). Und zwar im dickwandigen Träger unter dem Blech. Dann muss ich zwar immer noch dafür sorgen, dass die Stützen auf dem Wellaform garade aufliegen, aber ich habe jetzt einfach die Träger dicker gemacht. Die paar Mehr-Kilo verkraftet der T4.
Viele Grüße Bernd
taps am 25 Jul 2016 20:36:13
Also ich klink mich aus dem Thema aus. Das ist mir zu wirr...glücklicherweise gibt es den Haken: mich benachrichtigen...Hi Berndderbus: coole Idee mit der Trinkwassergewinnung im Doppelboden
Gast am 25 Jul 2016 21:13:20
Die Welt wurde nicht an einem Tag erschaffen. Aber sie wäre noch wie am ersten Tag, wenn alle Menschen so unwirr wären wie wie du. taps machs gut.
andwein am 26 Jul 2016 19:56:05
Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:die 3004s ist für womos zugelassen! ist die letzte "stromlose", deshalb habe ich die auch... hartmut
Ich möchte gerne mal erläutern warum ich das irgendwie nicht richtig glaube, und zwar auf Basis der heutigen Verordnungs- und Vorschriftenlage. Es ist heutzutage erlaubt, während der Fahrt zu heizen, wenn die Gasanlage bei Crash/Schlauchbruch gegen Gasaustritt gesichert ist. Das war vor 2007, als die 3004S produziert wurde, nicht der Fall, da durfte die Gasanlage nicht in Betrieb sein. Die 3004S bezieht ihre Verbrennungsluft direkt am Brenner von unten. Abgas geht über Kamin nach oben Im Stand ist das vollkommen in Ordnung. Wohnwagen stehen ja auch!. Wohnmobile fahren!!! Und mit Crash/Schlauchbruchsicherung dürfen Sie auch die Heizung anschalten. Auch wenn das eine Heizung ist, die nicht für den Fahrtbetrieb geeignet ist. Das Problem bei dieser Heizung (und ich spreche aus Erfahrung mit der 3002S die ja fast baugleich ist) ist, dass sie bei Fahrbetrieb Störungen mit der Zuluft bekommen kann (Verwirbelungen am Unterboden) und dass über diese Verwirbelungen Abgase in den Bodenausschnitt in den Wohnraum gelangen können. Das ist meiner Meinung nach auch der Grund der Verunsicherungen der Händler. Im Wohnwagen Betrieb OK, im stehenden Wohnmobil Betrieb OK. Im fahrenden Wohnmobil bei Betrieb Gefahr durch Kohlenmonoxydansammlungen im Innenraum. Ist aber nur meine unmassgebliche Meinung auf Basis der Einbaulage im Zusammenhang mit einem fahrenden Fahrzeug, was ja mit Crash/Schlauchbruchsensor erlaubt ist, aber nur die Butan/Propan-Gas-Eyplosionsgefahr abdeckt und nicht die Vergiftungsgefahr durch Kohlenmonoxyd bzw. Erstickung durch Kohlendioxyd. Aber ich fahre ja nicht in dem Auto, ist nur zum Nachdenken!! Gruß Andreas
Gast am 26 Jul 2016 20:21:55
Andreas, trotz Erlaubnis: Wer bein Fahren die Gasflasche nicht zugedreht hat - oder noch schlimmer - die Flamme brennen hat, der handelt leichtsinnig und setzt das Leben anderer aufs Spiel. Die Not-Abschaltung von Truma mag all jenen ein Alibi sein, während der Fahrt zu heizen (warum man während der Fahrt mit Gas heizen muss, verstehe ich sowieso nicht :roll: ), aber wenn es das Gespann per Unfall zerfetzt, reißt die Notabschaltung genau so ab wie alles, was an der Flasche hängt. Nur das Hauptventil ist ein gewisser Schutz, wenn auch nicht immer. Ich will niemandem Angst machen, allerdings habe ich bei dem folgenden Video selbst Respekt gekriegt: --> Link
Ich kann nur jedem raten, selbst Verantwortung zu üben, und keinen Herstellern zu trauen. Truma "flunkert" bei den Zulassungsbestimmungen zu den eigenen Ungunsten (siehe mein Fall), angeblich um der lieben "Sicherheit" willen - erlaubt aber das Fahren bei brennender Gasflamme. Gehts noch wirrer? :roll:
Hier ist die Genehmigung des Kfz-Bundesamts für Truma S 3004: --> Link
Viele Grüße Bernd
Tinduck am 27 Jul 2016 06:52:25
andwein hat geschrieben:. Es ist heutzutage erlaubt, während der Fahrt zu heizen, wenn die Gasanlage bei Crash/Schlauchbruch gegen Gasaustritt gesichert ist. Das war vor 2007, als die 3004S produziert wurde, nicht der Fall, da durfte die Gasanlage nicht in Betrieb sein.
Das stimmt so nicht. Vor 2007 durfte die Gasanlage ohne Schlauchbruchsicherung während der Fahrt betrieben werden, danach nur noch mit Crashsensor etc. Für Fahrzeuge mit Baujahr vor 2007 gilt sogar Bestandsschutz, ich darf mit unserer C6002 von 2002 lustig während der Fahrt heizen (und auch den Kühlschrank auf Gas betreiben), und das völlig ohne Schlauchbruchsicherung und Crashsensor. Muss ich auch, sonst ist im Winter der Aufbau während der Fahrt nicht warm zu bekommen.
Ich weiss nicht, ob das für Wohnwagen auch galt, für Womos auf jeden Fall, unabhängig vom verbauten Heizungsmodell; es geht immer nur allgemein um den Betrieb der Gasanlage während der Fahrt. Wenn die Heizung für den Einbau in Womos zugelassen ist, darf sie früher ohne und heute mit Crashsensor auch während der Fahrt betrieben werden.
Vielleicht gibts ja für die 3004 nen Einbausatz, der die Zuluftsituation verbessert?
bis denn,
Uwe
andwein am 27 Jul 2016 12:27:13
BerndDerBus hat geschrieben:Hier ist die Genehmigung des Kfz-Bundesamts für Truma S 3004: Viele Grüße Bernd
Ich ziehe meinen Einwand einfach zurück. Gruß Andreas
Gast am 29 Jul 2016 10:11:46
andwein hat geschrieben:Ich ziehe meinen Einwand einfach zurück. Gruß Andreas
Vielleicht wird's ja wieder verboten. In unserem derzeitigen in jeder Hinsicht optimal ausgerichteten Land ist alles möglich, vor allem das Unmögliche.
Auszug aus der Genehmigung (Seite 6):
"Die Genehmigung erlischt, wenn sie zurückgegeben oder entzogen wird, oder der genehmigte Typ den Rechtsvorschriften nicht mehr entspricht. Der Widerruf kann ausgesprochen werden, wenn die für die Erteilung und den Bestand der Genehmigung geforderten Voraussetzungen nicht mehr bestehen, wenn der Genehmigungsinhaber gegen die mit der Genehmigung verbundenen Pflichten – auch soweit sie sich aus den zu dieser Genehmigung zugeordneten besonderen Auflagen ergeben - verstößt oder wenn sich herausstellt, dass der genehmigte Typ den Erfordernissen der Verkehrssicherheit oder des Umweltschutzes nicht entspricht."
Eine "mit der Genehmigung verbundenen Pflicht" ist z.B. die Zahlung der Gebühren. Einen "automatischen Bestandsschutz" gibts für Bürger dieses Landes nicht mehr, man rutscht dann in so eine Art Grauzone :D
Viele Grüße Bernd
berny2 am 03 Okt 2016 14:09:18
Bzgl. Fussbodenaufbau: Wir haben die erhöhten Rippen mit Kunststoffisolierband überklebt. Darauf eine mit PCB-freiem Öl imprägnierte 4-5mm Platte, wie sie bspw. bei Schrankrückwänden Verwendung findet. Darauf 2cm geschlossenporigen Schaumstoff. Darauf dann eine 20mm starke Sperrholzplatte. Zuletzt 2,5mm PVC. Alles auf Mass geschnitten ohne Befestigung an der Karosserie. Da knarzt nichts, wir würden es heutzutage wieder so machen. Die Möbel liessen sich darauf einwandfrei befestigen. Zuguterletzt hatte Schwippschwiegermama noch einen Mir spendiert. :razz:
Bzgl. Gasflasche: Bei uns ist die 11kg Flasche innen hinter der C-Säule (linke Seite Schiebetür) im eigenen dichten Kasten mit Bodenöffnung gelagert. Sie wird natürlich während der Fahrt und auf Fähren von Hand zugedreht, sicher ist sicher. :!:
Gast am 13 Okt 2016 21:12:40
Das Gasfach habe ich auch hinter der C-Säule. Allerdings auf der Fahrerseite.
Gas wird auch grundsätzlich während der Fahrt abgestellt. Auf Fähren ist es wohl sowieso Pflicht.
Viele Grüße Bernd
berny2 am 13 Okt 2016 21:30:51
berny2 hat geschrieben:Bzgl. Gasflasche: Bei uns ist die 11kg Flasche innen hinter der C-Säule (linke Seite Schiebetür) im eigenen dichten Kasten mit Bodenöffnung gelagert. Sie wird natürlich während der Fahrt und auf Fähren von Hand zugedreht, sicher ist sicher. :!:
Ich ergänze: Gemeint ist die Beifahrerseite. :idea: