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gespeert hat geschrieben:Rede mal mit "Hr. Jonson", der Mann lebt schon Jahrzehnte im Lkw und weiteren Fahrzeugen: jonsonglobetrotter.de
Wer seinen Blog verfolgt, weiß auch, wieviel Holz da umgeschlagen wird (nicht nur für die Feuertonne). Das Zugfahrzeug wird da meist nur als Holzlager mit Lagepläne für die nächsten Europaletten, Kettensäge, Kreissäge + Stromgenerator verwendet :-D Ist aber im Gegenzug bei ihm auch die einzige Heizvariante. Da sonst in seinen Fahrzeugen kein großartiges Klimbim (z.B. aktuell im 3,5t Anhänger) verbaut ist, ist auch immer genug Platz für ein Ofen (wo dann auch mal darauf das Wasser heiß gemacht und die Pizza warm gehalten wird).
Hundefreund02 hat geschrieben:Daß man so ein Öfchen nur mit trockenem Holz befeuert, sollte sich auch von selbst verstehen.
Die Frage ist nur wo man trockenes Buchen- oder Akazienholz auf einem CP/SP bekommt. Nur diese Holzarten brennen relativ Rauch-und Russfrei. Kiefernholz spritzt! Das Holz im Wald ist schlicht zu nass, 20% Restfeuchte oder darunter sollten es schon sein. Um ein Womo einen Tag warm zu halten wird ein ca. 50x50x33 cm Holzstapel verfeuert. Das Ganze ist eine äußerst theoretische Diskussion. Zumindest kann man dan das Womo-Feuchtigkeitsmessgerät dauerhaft einsetzen. Meine Meinung als Holzofenbesitzer, Gruß Andreas
Gast am 12 Okt 2016 17:33:08
Hallo Andreas,
andwein hat geschrieben:Die Frage ist nur wo man trockenes Buchen- oder Akazienholz auf einem CP/SP bekommt. Nur diese Holzarten brennen relativ Rauch-und Russfrei.
Och, Fichte tuts auch.. Bin oft in den bayr. Alpen unterwegs, da findet man häufig trockene tote Fichten. Vor 3 Wochen an der Isar im Karwendel hätte ich in kurzer Zeit auf den Kiesbänken genug richtig trockenes Schwemmholz für einen gemütlich warmen Abend zusammengebracht. Und auf CPs findet man auch öfter trockene Jägerzäune.. :D
andwein hat geschrieben:Um ein Womo einen Tag warm zu halten wird ein ca. 50x50x33 cm Holzstapel verfeuert.
Ich halte das für übertrieben. Ich hab im Netz Videos gefunden, da sieht man den Dickie im Einsatz. --> Link Der User hat noch weitere 11(!) Videos zum Dickinson eingestellt! :eek: (Einblendung im Video unten links..) Die Installation ist aber, ähm, mindestens grenzwertig. :-o Na ja, in den Staaten sieht man das wohl nicht so eng..
Aber die Infos sind gar nicht schlecht. Der Dickinson zieht anscheinend im Original-Zustand soviel Nebenluft, daß die Verbrennung kaum zu regeln/kontrollieren ist und Rohr/Dachdurchführung viel zu heiss werden! Dieser Jason hat das aber durch Abdichtung des Aschekastens anscheinend ganz gut hinbekommen. Seine Experimente mit versch. Brennstoffen find ich auch interessant. Vor allem Holzkohle könnte eine Alternative sein, wenn kein trockenes Holz vorhanden ist. Kriegt man ja fast an jeder Tanke. Auf Anthrazit und Schmiedekohle würde -ich- aber verzichten! :razz: Schade, daß er keine Bilder im Betrieb aussen vom Kamin gemacht hat. Den Zug könnte man zusätzlich mit sowas regeln --> Link , gibts aber anscheinend nur bei Amazon US. Ich hab zuhause in meinem grossen Holzofen auch so eine Regelklappe. Und die hab ich direkt vom Ofenbauer-Fachgeschäft bezogen. Ob das heute nicht mehr zulässig ist? Ist jedenfalls sehr sinnvoll und spart Brennstoff. Der Kaminkehrer hat auch nichts dagegen einzuwenden. :)
In dem Shop Unbeatable Sale Inc. wären alle Komponenten deutlich günstiger zu bekommen als hier. Weiss allerdings nicht, ob der Verkauf dann über Amazon Europe abläuft. Wahrscheinlich eher nicht. Dann kämen vermutlich Einfuhrumsatzsteuer und Zoll oben drauf. Und somit uninteressant.
Edit: Dana und Markus, hab mir den Blog jetzt auch mal reingezogen.. :) Gefällt mir!
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andwein am 13 Okt 2016 13:21:42
Hundefreund02 hat geschrieben: Och, Fichte tuts auch.. Bin oft in den bayr. Alpen unterwegs, da findet man häufig trockene tote Fichten.
Bei mir ist es meistens so: Im Sommer ist trockenes Holz kein Problem, aber da braucht man keine Heizung Im Herbst ist es überwiegend feucht, da wäre Heizung schön, aber das Holz qualmt Im Winter liegtr das Holz unter Schnee oder ist nass, da brauche ich ein Feuer, bekomme es aber nur mit Brennhilfen qualmend zum Brennen Aber vielleicht habe ich zum Grill-Holzfeuer (außen) an den falschen Plätzen gesucht! Ich möchte aber die interessante Diskussion nicht wegen Brennstoffmangels unterbrechen. Übrigens, ich habe gerade bei mir zu Hause nachgelegt, 33cm Scheitholz Buche, zwei Jahre gelagert, Restfeuchte 20-32 Digit mit dem MF100 Gruß Andreas
biauwe am 13 Okt 2016 15:39:36
Mit dem Holzofen heizen ist die eine Sache, im Standardwomo muß dann nur noch die Wärme verteilt werden. Das Problem kann man aber auch lösen.
In Frankreich sieht man öfter Womoausbauten mit Ofen. Die stehen oft die ganze Wintersaison auf einem SP.
Energiemacher am 13 Okt 2016 16:24:33
Hundefreund02 hat geschrieben:gibts aber anscheinend nur bei Amazon US.
Warum in die ferne....., wenns auch sowas gibt ganz nah! ....oder so ähnlich!
--> Link oder eben zum einfachen nachrüsten, da braucht man nur ein Loch in das Rauchrohr zu bohren und die Klappe einsetzen: --> Link
Vielleicht mit den falschen Begriffen gegugelt?
Grüße Thorsten....der "gerade" 6m Holz für den Winter 18/19 aufgesetzt hat.
Gast am 13 Okt 2016 17:55:18
Hallo Thorsten,
ja, so ne Klappe in 150mm hab ich zuhause im Rohr. Der Dickinson-Ofen verlangt aber 3" (~7,6cm).
at Andreas.. Deine Argumente sind nicht von der Hand zu weisen. Mit etwas Glück kann man aber auch im Herbst und Winter trockenes Leseholz/Kiefernzapfen etc. finden. Ausserdem hab ich noch soviel Zuladungsreserve, daß ich von zuhause ein paar Kistln trockenes Holz mitnehmen könnte. Dazu Pellets und Holzkohle, was man fast überall bekommt (Baumarkt/Tanke). Und in den Regionen, wo ich mich oft bewege, haben die Leute oft ordentlich "Holz vor der Hüttn". (Meine jetzt nicht die Frauen.. :) ) Da könnte man freundlich anfragen, ob man nicht ne Kiste voll für ein paar Euros bekommt.
biauwe hat geschrieben:In Frankreich sieht man öfter Womoausbauten mit Ofen. Die stehen oft die ganze Wintersaison auf einem SP.
Hallo Uwe.. Danke! Das macht Mut. Es geht also. Vllt. bin ich irgendwann der erste Joghurtbecher mit sowas. :D
Energiemacher am 13 Okt 2016 17:59:22
Hundefreund02 hat geschrieben:Hallo Thorsten,
ja, so ne Klappe in 150mm hab ich zuhause im Rohr. Der Dickinson-Ofen verlangt aber 3" (~7,6cm).
Ah ok, die Dimension des Rauchrohres hatte ich hier noch nirgends gelesen. Aber die Drosselklappe an den kleineren Durchmesser anzupassen sollte jedem Handwerker gelingen. :-) Trotzdem darauf achten das die Klappe das Rauchrohr nicht zu 100% abdichten kann, also die Form übernehmen.
Grüße Thorsten
kintzi am 13 Okt 2016 23:48:45
Fröhliches Husten , den zu kurze Rauchrohre glänzen durch " Zugstörungen". Na ja, Schwarzwälder riecht auch nicht schlecht. :razz: Gr. Richi
mithrandir am 14 Okt 2016 09:41:57
Wie schon erwähnt, finde auch ich die Idee interessant, aber wenn ich mir diese Kleinöfen so anschaue, haben die ja gar kein Sichtfenster. WAs bringt dann noch das Holzfeuer? Ich habe meinen Kaminofen zu Hause wegen der Gemütlichkeit des flackernden Feuers. arm macht miene Heizug genauso.
glasfluegel am 14 Okt 2016 14:46:53
Nun es ist zwar kein WoMo, aber dennoch Auto mit Holzofen :D
Ja, am liebsten als offenen Kamin. Und dann noch ein Pool. Muss ja nicht groß sein. :lach:
Gast am 18 Okt 2016 17:58:03
Pool muss nicht unbedingt sein :D
Und um Euch auf dem Laufenden zu halten.. :razz: das Ergebnis meiner weiteren Suche. Habe einen Ofen entdeckt, der mir noch VIEL BESSER als der Dickinson gefallen würde. Ist nur etwas schwerer (rd.12kg), ist anscheinend sehr gut abgedichtet und die Verbrennung lässt sich somit perfekt steuern. (Sieht man in den Videos) Zudem mit grossem Schauglas, damit käme dann auch das richtige Kamin-Feeling auf. Und man sieht immer, wie die Verbrennung gerade abläuft und kann ggfs. mit mehr oder weniger Zuluft nachregulieren. Doof nur, da in D nicht zu kaufen, käme nur ein Selbstimport aus CAN in Frage. Wobei der Preis recht interessant ist. Rd. 450.-CAD(ca.350.-USD). Das Hauptzollamt hatte heute leider schon geschlossen. Werde dort demnächst nachfragen, was der Spass an EinfuhrUSt. plus Zoll kosten würde. Das Shipping wird wohl auch nicht billig. Muss ich beim Hersteller anfragen.
Es handelt sich um den Cubic Mini Woodstove. Dieser hat auch den 3" Rauchrohrabgang, könnte man also alle Dickinson Zubehörteile verwenden, Dachdurchführung etc. Das empfiehlt auch der Hersteller. Mit bis zu 4kW Heizleistung (wenn ich richtig umgerechnet habe von british thermal units), wäre er für mich vollkommen ausreichend. Gibt aber auch die etwas grössere Ausführung, den "Grizzly" mit über 5kW (Mehrgewicht gut 3kg).
Hier die sehr informativen Videos von Bill/Tinyhouse Prepper 1. Cubic Mini Woodstove Review --> Link 2. Einbau --> Link 3. Unboxing und erster Test von einem anderen User --> Link Dort sieht man sehr schön die feinfühlige Reguliermöglichkeit dank des ausgeklügelten Belüftungssystems. Das gefällt mit alles sehr viel besser als beim Dickinson, der nur von unten Luft bekommt, über einen einfachen Schieber. Der Hersteller --> Link Infos --> Link
Zum Dickinson auch noch ein Video in einem Airstream-Trailer --> Link
P.S. Bestimmt fällt irgend jemandem auf, daß der Kamin im 1.Video ab ca. 6.22 qualmt.. :lach: Da heizt wahrscheinlich Bills Frau. Und das weiss man schliesslich, Feuermachen ist Männersache, Frauen fehlt das entsprechende Gen! :D
kintzi am 19 Okt 2016 03:44:06
Alle diese geschilderten Öfen sind v. Typ "Kanonenofen". Daß diese bzgl. Wärmeveteilung problematisch sind, weiß jeder,der in den 40/50ern damit geheizt hat. Geometr. mangelnde lufterwärmende Oberfläche erforderte zum Aufheizen der Luft hohe Oberflächentemp. (bis zum Glühen), Effekt : vorne "brennend" heiß (Strahlung), am A... kalt (auch engl. Kamin). Hohe Abgastemp. raus zum Kamin, was den Nutzungs-Wirkungsgrad sinken ließ. Gut, mit Ventilator, wie schon erwähnt ist etwas zu machen,die moderne Entwicklung durch Buderus u. andere führte aber zu ausgeklügelter thermischer Luftzirkulation über geometr. vergrößerte Oberfläche (Rippen), die dicke Schamottausmauerung zur Wärmesspeicherung (Dauerbrandofen mit W.-Speicherung u. zeitlich protrahierter Wärmeabgabe). Gelegentlich wurde noch ein Ventilator unterstützter Wärmetauscher am Rauchrohr installiert, alles dies führte zu einer besseren Wärmeausnutzung der Verbrennungsenergie, was nat. zur Brennstoffeinsparung führte. Und all diese Technologie sehe ich hier nicht verwirklicht, glaube kaum, daß man, wenn auch klappengeregelt, damit vernünftige Heiz-Ergebnisse bekommt. Kochen wird wohl, wenn auch gegenüber Gas etwas umständlich, gehen. Und wem da eine heimelig angerauchte Bude gefällt, ok : reine Nostalgie. In der Einsamkeit Canadas oder auch dem bayrischen Wald.....Aber bei unserer feinstauballergisierten Bevölkerung ......Wobei merkwürdigerweise nur v. Verkehr/Diesel gesprochen wird, die durch Hausbrand verursachte Immision ist weit höher. Dazu gibt es f. neuere Öfen auch gewisse Rauchgasvorschriften, wenn ich nicht irre. Gr. Richi
andwein am 19 Okt 2016 11:35:52
Das ist auch meine Einschätzung, obwohl ich es so nicht erklären konnte. Ich habe mit nur meinen Kachelofen mit 6 kW angeschaut, seine Wärmeverteilung und seine Auskleidung innerhalb einer Ziegelsteinbauweise. Und wenn ich dann Eigengewicht 12-15kg sehe, da sind Welten dazwischen. Mit Luft-Wärmetauscher und Schamott kommt meine Installation auf gute 50 kg. Aber klar, der Gedanke bei Schnee und Eis im Womo vor einem Holzofen zu sitzen ist natürlich schon geil. Gruß Andreas
bockpfeifscheisserl am 19 Okt 2016 11:54:05
Müsst dann nicht ein Ofen in der Bauart des 'Bullerjan' optimal für solch ein Projekt sein? Ich weiß nur nicht ob es die auch in klein gibt.
kurt2 am 19 Okt 2016 12:01:36
kintzi hat geschrieben:Dazu gibt es f. neuere Öfen auch gewisse Rauchgasvorschriften, wenn ich nicht irre. Gr. Richi
interessantes Thema! Die Diskussion um die Brandgefährdung finde ich überflüssig. Der weitaus größte Teil der Wohnungsbrände entsteht nicht etwa durch falsch bediente oder installierte Holz- oder Gasöfen sondern? Richtig! Durch Elektrogeräte z.B. den Fernseher und davor hat erstaunlicherweise Niemand Angst! Wenn man alle Regeln der Technik beachtet funktioniert so was gut. Bin aber auch etwas skeptisch ob's in unseren Weißware- Mobilen so ohne Probleme gehen wird. Versicherungstechnisch + TÜV ist das sehr wahrscheinlich ein NoGo. Wir waren letzte Woche im Freilichtmuseum (Lindlar). Dort war das Betreiben der authentischen Öfen in den Fachwerkbauten aus versicherungstechnischen Gründen nur in 2 Objekten erlaubt.
Aber: Bleib dran Thomas!
Gast am 19 Okt 2016 18:30:58
Hallo Bernie, Danke für Deinen Beitrag. Sehe das genauso. Wenn man's richtig macht, sollte die Gefahr nicht grösser sein als mit der Gasheizung. Wer alle Eventualitäten ausschliessen will, vergessener Topf etc., muss sich wohl eine Spinkleranlage ins Womo einbauen lassen. :razz:
Leider hat mein "Projekt" heute einen Dämpfer erlitten. :cry:
Hatte gestern abend den Hersteller des Cubic kontaktiert und nach 20min. schon eine Antwort erhalten! :)
Hi Thomas, i will send you a shipping quote tomorrow. If you approve i would make the order for you and you can pay by credit card (visa / MasterCard, or pay pal). To make the order after you approve the shipping cost I would need your full name, address and phone number. I will get back to you tomorrow with a quote.
In meiner Anfrage gings erst mal darum, ob überhaupt eine Lieferung in die EU möglich wäre, da im Shop als Zielland nur CAN oder US auszuwählen war. Natürlich hab ich auch nach den Versandkosten gefragt und ob man evtl. taxes and toll beziffern könnte.
Das mit EinfuhrUSt. und Zoll konnte mir heute das hiesige Hauptzollamt beantworten. 19% auf Produkt -und- Versandkosten, Zoll rund 3%.
Die mail heute mit den Kosten für Shipping war dann leider nicht so, wie ich es mir gewünscht hätte..
Hi Thomas, here is the quote I promised. To Ship by boat it will take 2 months and cost 245$. To ship by plane costs 435$ and take about 10 days. These shipping times do not include our 6 week lead time to get your order ready. The total of the two items would cost 628$ plus the shipping method you choose. Let me know and we will proceed from there. If you wish to have the order made I will need your full name, shipping address and phone number.
Umgerechnet 170.-Euro für Versand per Schiff und 3,5 Monate Lieferzeit bzw. Luftfracht 305.-Euro bei ~7Wo. :( Das ist mir doch bissl zuviel. Und bzgl. Lieferzeit wäre dieser Winter ja schon vorbei, bis der Ofen ankäme. Hab Andrew zurückgeschrieben, ob sie nicht Interesse hätten, über einen Dealer hier ihre Produkte zu vertreiben und sie an Toplicht verwiesen, die ja u.a. Händler für die Dickinson-Öfen sind. Vielleicht schreib ich die auch mal an, ob sie nicht den Cubic/Grizzly in ihr Programm aufnehmen wollen..
Hallo Richi, kann Deine Vorbehalte durchaus nachvollziehen. Die Warmluftverteilung wäre machbar. Ob die Emissionen bei Verbrennung von trockenem Holz so viel schlechter sind, wie bei Ölbrennern, die wohl den Grossteil der Feuerungsanlagen hierzulande ausmachen? Ich weiss es nicht. Mal abgesehen davon, daß Öl ein fossiler Rohstoff und Holz wohl unbestritten als nachwachsender Rohstoff weitestgehend CO2-neutral ist. Zu Kurts Link.. Vor vielen Jahren wurden schon diverse Normen für Kaminöfen erstellt, u.a. die Regensburger Norm*. M.W. damals eine der schärfsten. Ist mittlerweile wohl überholt, da mit der DIN plus über die europäische Standardnorm DIN EN 13240 hinweggegangen wurde. --> Link Hier in der Region wurden seit vielen Jahren in Baumärkten usw. fast nur Öfen verkauft, die der Regensburger Norm entsprechen. Ein Freund hat seit vielen Jahren einen Kaminofen, der dieser Norm entspricht. Den Kaminkehrer interessiert bei der Kontrolle aber hauptsächlich, ob das Brennholz den entsprechenden Trocknungsgrad erreicht hat. Das ist mMn. das entscheidende, daß das Holz wirklich trocken ist.
Ich würde zu gerne wissen, ob eine Dieselheizung im Womo, die ja problemlos einbau-und zulassungsfähig ist, wirklich emissionsärmer als ein gut gebauter Holzofen mit trockenem Holz ist. Ich glaube es nicht.
*Regensburger Norm deshalb, weil Regensburg eine ähnliche Kessellage hat wie Stuttgart, somit bei Inversionswetterlagen der Smog natürlich im Kessel steht.
globulli am 19 Okt 2016 21:28:45
Ich würde da auf jeden Fall Abstand von der Idee nehmen. Stell Dir doch mal die Isolierung Deines WoMo vor und dann die nicht wirklich ausreichend zu isolierende Abstrahlwärme eines Holzofens - wenn auch in sehr kleiner Dimension!! Wir hatten früher im Flur mal einen Holzofen stehen, der hat trotz Isolierung so doll geheizt, dass sogar der Gips an der Wand Risse bekam. Mir wäre die Gefahr in unserer Wohndose einfach zu groß. Und dann ist auch noch das hier schon angesprochene CO²-Problem. In einem so kleinen Raum einfach zu heikel - auch mit Warner.
So und dann halt auch noch das "Futter" für den Ofen. Du findest halt nicht überall Leseholz - und wenn, dann ist es im Winter eher nass. Dies wiederum ist eine zusätzliche Gefahr beim Betrieb eines Ofens - übrigens auch in einem Gebäude. Ergo ist es erforderlich, dass Du einen kleinen Vorrat mitführst. Ein Ster Hartholz wiegt im trockenen Zustand noch ca. 450 kg!!! Bei Kleinmengen natürlich weniger, aber immer noch ein nennenswerter Nutzlastfresser! Das alles ist gut zu überlegen. Ist aber alles nur meine persönliche Meinung.
jochen-muc am 20 Okt 2016 08:40:11
Ich würde den Gedanken auf alle Fälle weiter verfolgen :ja:
Man mus auch mal Visionen haben und nciht immer nur mögliche Probleme oder was weis ich sehen.
Wäremverteilungsverluste etc etc ...................wir sprechen schon noch von einem Wohnmobil ?
Es ist doch .....egal ob er nun 70 % Verkust hat oder nicht, wenn das Ding läuft wird es mit Sicherheit keine Kälte erzeugen und damit ist der Zweck schon erfüllt
Selbst mit Teelichtern kann man Wärme in Räumen erzeugen auch objetiv gesehen
da wird aus so einem Ofen mit Sicherheit deutlich mehr Wärme erzeugt werden können.
mithrandir am 20 Okt 2016 15:44:30
jochen-muc hat geschrieben:Wäremverteilungsverluste etc etc ...................wir sprechen schon noch von einem Wohnmobil ? Es ist doch .....egal ob er nun 70 % Verkust hat oder nicht, wenn das Ding läuft wird es mit Sicherheit keine Kälte erzeugen und damit ist der Zweck schon erfüllt
Das habe ich mir bei verschiedenen Beiträgen auch schon gedacht. Ob die wirklich schon mal einen Kaminofen nutzen? WIr haben zu Hasue ein wohnzimmer mit 80 qm, das über 2 Geschosse geht. An einer Stelle einen Kaminoofen. Wenn der bollert habe ich innerhalb einer halben Stunde kuschelig warm. Überall. Ich sehe eher die "Gefahr", dass man sich halt echt ne Sauna baut, weil die Hitze zu viel ist für den kleinen Raum. Aber Versuch macht kluch.
zezo am 20 Okt 2016 16:19:25
etwas groß, frisst dafür alles und mit € 165 zzgl. Versand konkurrenzlos billig: --> Link Fenster öffnen - nur im Freien benutzen ! ;-)
Hier in der Praxis ein kleinerer Zeltofen, oder wurde das Eisenzelt schon mal gepostet? --> Link tief runterscrollen
Mir sind solche Leute sehr sympathisch, so ohne Vollkasko Mentalität ;-)
Servus
Gast am 20 Okt 2016 17:47:34
Servus zezo,
Klasse, das Eisenzelt! Stark gemacht. :) Besonders gefallen mir nat. die Bilder mit Hundi vorm Ofen.. :wink:
Leider sind solche Öfen in meinem Joghurtbecher nicht zu realisieren. Zu gross, zu schwer. Der kanadische Ofen mit seinen 12kg wäre halt genau richtig gewesen :cry: , bzw. grade noch machbar von den Abmessungen.
Werde trotzdem weiter dranbleiben und die Augen aufhalten.. :)
kintzi am 21 Okt 2016 17:25:47
Bin echt gespannt, ob hier aus unserem Kreis einer irgendwann mit Holz das Womo heizen wird. Meines vielleicht, aber nur einmal, sollte die Knaussche Holzkonstruktion mal versehentlich abbrennen :x :razz: Gr. Richi
biauwe am 21 Okt 2016 17:57:29
Wer im Winter unterwegs ist sieht sowas öfter :D
schnatterente am 21 Okt 2016 18:16:52
kintzi hat geschrieben:Bin echt gespannt, ob hier aus unserem Kreis einer irgendwann mit Holz das Womo heizen wird
Welchen Kreis meinst du? roadrunner1278 heizt doch schon mit Holzofen :)
beltenwummler am 21 Okt 2016 20:34:36
Wenn Putin den Gashahn mal zudreht kann es jedenfalls nicht schaden soeinen Ofen im Wohnmobil zu haben.
Was die Abstrahlwärme angeht sollte man auf jeden Fall auch auf einen doppelwandigen Kaminofen achten, manche einwandige Kamine haben die Brennkammer mit den Schamottsteinen direkt anliegend am Außengehäuse. Die brauchen dann natürlich auch mehr Abstand zu den Seitenwänden.
Um eventuelle Gefahrenstellen zu lokalisieren gibt es Laser oder Stabthermometer. Ich würde dann eventuell einmal maximal befeuern und dann rundherum messen.
Hier ein paar Materialien und deren Zündtemperatur bei denen sie sich selbst entzünden.
Wenn Putin......, dann fällt Erdgas = Methan ( CH4) weg, das Hochdruck-Gas, CNG. Gibt aber noch andere Lieferanten. Zur Erinnerung: Wir heizen in d. Womos doch mit Propan u. Butan, welches u.a. bei der Benzin bzw. Diesel-Herstellung als Crack-Produkt anfällt u. früher in Raffinerien einfach abgefackelt wurde, heute gereinigt u.a. als LPG /GPL verwertet wird. In der Pfandfl. rein als Propan, aber auch als reines Butan. LPG meist Gemisch aus beiden, höchster Propananteil hier im Winter 95/5%, in Mittelmeer-Länder mit höherem Butananteil, 50/50. Propan = C3H8, Butan C4H10. Gr. Richi
kintzi am 23 Okt 2016 02:14:57
--> Linköfen-entstauben/Das-Erste/Video?bcastId=427262&documentId=38435370 Interessante Zahlen, Hausbrand viel mehr u. giftiger als Kfz und Industrie zusammen. Sendung W wie Wissen, Sa. 22.10.16,16°°. Gr. Richi [url]http://www.ardmediathek.de/tv/W-wie-Wissen/Kaminöfen-entstauben/Das-Erste/Video?bcastId=427262&documentId=38435370[/url]
Gast am 23 Okt 2016 17:00:45
Hallo Richi,
nettes Filmchen, interessant vllt. für Kaminofen-Neulinge. Für mich ist da nix Neues drin. Daß man statt Gummistiefeln und Tetrapacks besser trockenes Holz verwenden sollte, ist klar. :razz: Die Ofenhersteller könnten mal etwas innovativer agieren. Beispielsweise als Standard Mess-und Regeltechnik in ihre Öfen integrieren, ähnlich Solarcomp. Mit Anzeige der CO-Werte im Abgas, Abgastemp. etc. Dazu eine automatisierte, zuschaltbare, auf optimale Verbrennung/Abgaswerte ausgelegte Luftregelung. Autopilot sozusagen..
Deine Kritik bezieht sich auf die Holznutzung als Brennstoff generell. Auf die Millionen Feuerstätten, die in der Hochpreisphase des Erdöls massenhaft Anhänger gefunden haben. Vielleicht kannst Du mir zustimmen, daß die Handvoll Öfchen, die in Womos zum Einsatz kommen, dabei nicht mal ein Furz im Wind sind.. :) Mal abgesehen davon, daß wahrscheinlich tausende Dieselheizungen in Womos genauso Feinstaub in die Luft blasen. Von DPFs bei diesen Heizungen ist mir noch nichts zu Ohren gekommen. :) Da sollte sich die EU mal schleunigst dranmachen.. :wink:
Ich hätte jedenfalls kein schlechtes Gewissen, im Womo ein Öfchen mit trockenem Holz zu heizen. Ich finde es schon fast lächerlich, das so schlecht zu reden. In Zeiten, da riesige Containerschiffe, mit dem dreckigsten und giftigsten Treibstoff befeuert, unsere beständige Gier nach billigen Waren aus der ganzen Welt befriedigen. Und mal kurz übers Wochenende für ein paar Euros nach Male geflogen wird. Zu den Filtern im Film.. Sollten die mal obligatorisch werden, frage ich mich, wohin damit. Brauchen wir irgendwann dafür auch ein unterirdisches Endlager?
Leider ist es halt so, der Mensch ist ein ressourcenfressendes, die Umwelt verschmutzendes Monster. Er nimmt nur, und gibt nichts. Und allein durch seine schiere Masse auf diesem Planeten wird er ihn dadurch vermutlich zerstören, jedenfalls in der Form, wie wir ihn heute kennen. Ich persönlich bin der Meinung, es ist schon 5 nach 12. Die Frevel der letzten Jahrzehnte werden uns einholen und die momentanen Flüchtlingsströme werden Peanuts sein, angesichts hunderter von Millionen, die bei ansteigenden Meeresspiegeln etc. eine neue Heimat suchen werden. Ein Glück, daß ich das nicht mehr erleben muss. Ist aber jetzt schon sehr OT.. :wink:
Edit.. Danke Uwe für das klasse Foto auf der letzten Seite. :)
rolfwam am 23 Okt 2016 18:27:11
Kaminofen mit Automatik gibt es schon lange. Absolute Vollautomatik wie du sie gern hättest gibt's zumindest bei Pelletöfen, sogar mit App wer nicht mehr ohne kann. Wer allerdings nur nen Kaminofen betreiben will wird sich nicht wirklich für die Abgastemperatur und den momentanen Co2-Ausstoss interessieren. Zumal die Technik etwas mehr als zweifuffzich kostet.
kintzi am 23 Okt 2016 22:04:48
Hallo Thomas, hast ja recht mit dem F.im Winde. Ich bin ja kein Umwelt-Fanatiker u. habe nur dann etwas gegen Holz/Kohleheizungen, wenn ihre Rauchimmission bei Inversionwetterlagen Kopfschmerzen u. Hustenanfälle macht. Gilt f. Dieselheizungen genauso. Deshalb halte ich die Gashzg. für Womos u. deren gelegentlichem eng Aufeinanderstehen für die beste Heizform, von der KW-teuren E-Heizung mal abgesehen. Beim einsamen Freistehen kann's am Waldesrand ruhig qualmen; braucht man heute eigentlich f.d. Bruchholzsammeln keinen Sammelschein mehr ? Gr. Richi
zezo am 24 Okt 2016 08:30:21
Beim einsamen Freistehen kann's am Waldesrand ruhig qualmen , deshalb:
leichter, kleiner, preiswert, russisch -> --> Link ...Der Ofen hat einen aufklappbaren Konvektor, der im Betriebsmodus aufgeklappt wird und liegt die Gehäuse während des Transports satt an. Ein Griff zum Tragen ist vorhanden. Dies ermöglicht eine bequeme Lagerung und Transport....
Mit dem nötigen Kleingeld kaufst Dir die mobile Banja mit Ofen im Set, und stellst beides unter Deine Markise.
Neue Diskussion: Mobile Sauna am SP erlaubt, oder nicht ;-)
Servus
bockpfeifscheisserl am 24 Okt 2016 09:14:13
Zezo! Deine Empfehlung kommt für mich wie gerufen! :ja: So etwas suche ich gerade. Danke! Jetzt muß ich mir nur noch anschauen wie das Teil in der Praxis funktioniert... ...hast du selbst Erfahrungen damit?
zezo am 24 Okt 2016 09:37:05
mit dem Russenofen habe ich keine Erfahrungen, das Prinzip sieht aber sehr vielversprechend aus - vor allen Dingen die Verdampfergeschichte! Und wenn jemand was vom Saunieren versteht, dann sind es die Finnen und Russen ;-)
Ich heize eine kleine feste Sauna mit nem alten 6kw Gußofen, das dauert bis der warm ist! Die russische dünne Edelstahlvariante in Verbindung mit dem Dampf sollte effektiver sein.
Servus
kintzi am 25 Okt 2016 15:04:04
Frage: Braucht man eigentlich für das Bruchholzsammeln keinen Sammelschein mehr ? Antwort: --> Link Wird wohl teuer (jeweils Scheinkosten oder Strafe oder Buße). Alternativ: Hund abrichten zum Bringen immer neuer Stöckchen ?! :razz: Gr. Richi
Fernwehbus am 24 Dez 2016 14:35:45
Hallo, ich habe mich hier angemeldet, weil ich dieses Thema besonders spannend finde. Wir (2 Leute und ein Hund) sind zwischen 3 und 6 Monaten im Jahr unterwegs und weil wir alles in allem mit 3t (ja, richtig gelesen) auskommen müssen, haben wir bis jetzt weder Gas noch Heizung an Board. Im hohen Norden kann es morgens manchmal schon ein wenig „crispy" werden, wie der Brite sagt...
Kauf eines Ofens: Nach einem Experiment mit einem Dickinson-Bootsofen (habe einen Bekannten, der ist Bootsbauer), habe ich davon Abstand genommen, weil er a) keine externe Luftzufuhr hat, und b) man nur Zahnstocher-großes Holz reinwerfen kann. Wenn man das Holz so klein hacken muss, ist einem schon warm genug. Der Preis ist in Ordnung, aber für mich nicht realisierbar.
Andere Modelle, genau wie kleine Werkstattöfen, sind zu schwer und passen nicht. Also steht Eigenbau an:
Gasflaschen-Ofen: Nichts leichter als das, alte Gasflasche (5kg) zerschnitten (Achtung! Sicherheit beachten!!!), Auspuff dran, behelfsmäßige Luke dran und ein 2m-Pelletrohr DN80 als Schornstein drauf. Ergebnis: Brennt sehr gut, hübsches Kaminfeeling, mit entsprechenden Drosselklappen kann man ihn ausreichend regeln. Einfach bei Youtube nach „Gasflaschenofen“ oder besser „Gas bottle stove“ suchen, da gibt es Anleitungen ohne Ende. Ich habe leider keine Bilder gemacht, daran habe ich damals nicht gedacht.
Da der Gasflaschenofen aber nur Holz ganz sauber verbrennt, was weniger als 15% Restfeuchte hat (wie auch die meisten Kaminöfen) und ansonsten der Schornstein qualmt und stinkt, suchte ich weiter nach einer Möglichkeit, unauffällig und sauber Holz und andere Festbrennstoffe, die in der Natur oder im Abfall vorkommen, zu verbrennen. Dabei stieß ich auf das Konzept des
Raketenofen: Ein Ofen mit einer wesentlich kleineren Brennkammer, hohem Luftdurchsatz bzw. hoher Luftstrom (daher das Raketengeräusch) und hohem Wirkungsgrad.
Auch hier finden sich Anleitungen bei Youtube, wenn man nach „Raketenofen“ oder „Mass rocket heater“ sucht.
Ein wesentlicher Nachteil des Raketenofens ist, dass er nur zwei Zustände kennt: „Vollgas“ oder „Aus“. Durch den Vollgas-Betrieb und die vorgeheizte Sekundärluft brennt das Ding allerdings absolut sauber. Bedingt durch die Bauform bleibt ein großer Teil der Wärme in der Umgebung des Ofens und wird nicht zum Schornstein rausgeblasen. Als Schornsteinlänge ist 1,5m bei einem DN80 Pelletrohr (80mm Durchmesser) ausreichend, ein 2m-Rohr hat im oberen Drittel (bei unserem Womo der Dachdurchbruch) keine 80°C mehr, also kalt, während die Brennkammer bis zu 600°C außen erreicht (bisher theoretische Werte!).
Bislang habe ich nur als Resten von Vierkantrohr 100x100x2mm die Brennkammer, den Einfüllstutzen und das Brennrohr gebastelt, die Tonne und der ganze Abgasstrang muss noch gemacht werden. Auch ohne Rauchrohr zieht das Teil schon wie Sau.
Der Vorteil des Raketenofens ist seine absolut saubere Verbrennung, die nur durch die Zufuhr stark erhitzter Sekundärluft und möglichst starker Verwirbelung des Holzgas-Sekundärluftgemisches in der großen Brennkammer entsteht. Auch der Funkenausstoß ist durch die mehrfache Rauchgasumlenkung wesentlich geringer - wer es ganz perfekt haben will, installiert am Ausgang des Ofens noch ein Funkensieb. Somit stinkt und qualmt der Ofen nicht so wie ein Dieselheizer und rattert nicht wie ein Generator, sondern pustet lediglich etwas warme Luft ins Freie.
Ein befreundeter Tischler presst seine Späne mit eigener Maschine zu 70mm Rundpellets, die kosten mich fast nichts und brennen wie Teufel (Tischler arbeitet nie mit nassem Holz). Baut man ein anderes Rost, kann man auch 6mm-Pellets verbrennen, was für mich allerdings aufgrund der nachfolgenden Brennwert-Betrachtung recht sinnfrei ist.
Warum Holzofen? Oder: Brennwertbetrachtung Wenn man das Volumen der Pelletsäcke und beispielsweise Diesel (hat man ja eh genug dabei) vom Brennwert vergleicht, schneidet Holz ziemlich schlecht ab: Holz rund 4,5kW/kg, Diesel rund 11kW/kg (Quelle: Wikipedia unter Heizwert ).
Gas braucht Platz für einen volumenstarren Zusatztank (Gasflasche) und ist in manchen Gegenden, in die wir reisen, einfach nicht oder nur schwer verfügbar. Außerdem diese ganzen (unnützen) Untersuchungen und Plaketten… Scheidet also für uns aus.
Diesel wäre perfekt, da nahezu überall auf der Welt zu bekommen und zum Bewegen des Fahrzeugs ohnehin erforderlich. Durch großen Tank auch vorhanden. Wasserheizung gibt’s nicht wegen der (selbst auferlegten) Gewichtsbeschränkungen unseres Fahrzeugs. Also bleiben nur Diesel-Luft-Heizsysteme, die uns allerdings überhaupt nicht zusagen, weil der Mensch nunmal Strahlungswärme wie die der Sonne oder eines Kaminfeuers als angenehmer empfindet als reine Lufttemperatur (wer schonmal bei 5°C mit freiem Oberkörper bei strahlendem Sonnenschein über einen Gletscher gewandert ist, weiß was ich meine). Wäsche trocknet auch mit Strahlungswärme viel lieber.
Holz und andere Festbrennstoffe erscheinen also mit „schlechten“ Heizwerten unsinnig. Dazu kommt die Größe des benötigten Ofens, das schlechte Handling (keine Automatik und ständiges Nachlegen), der Aufwand der Beschaffung des Brennstoffes (Holz oder Kamelhaufen sammeln), das Volumen beim Transport und der Dreck durch Asche, usw. usw.- vollkommener Blödsinn eigentlich.
Eigentlich. Wenn man nicht so tickt wie wir. Wir lieben das Knistern unseres Kaminofens, die Bullenhitze, wenn die Kiste richtig in Form ist und den Lagerfeuer-Geruch im Wohnzimmer und im Fahrzeug, die wohlige Wärme, wenn man blaugefroren die Finger vor dem Teil reibt und das stundenlange „in-die-Glut-starren“. Und nicht zuletzt auch das „Holz-oder-Trockenkacke-suchen“ :-) .Dafür verzichten wir gerne auf Automatik, gleichmäßige Wärme und den eigentlich dringend benötigten Stauraum.
Außerdem haben wir bis auf kleine Outdoor-Gas- und Spiritus-Kocher KEINE Kochgelegenheit an Board. Wir müssen also darauf oder entweder am Feuer oder auf dem Holzofen kochen. Das ist sicherlich nicht jedermanns Sache. Unsere schon. Unser Raketenofen (also die Tonne mit der Kochplatte obendrauf) soll die dieselbe Höhe wie die Arbeitsplatte daneben bekommen, sodass das System wie eine normale Herdplatte integriert ist.
Als Isolierung gegen die Holzumgebung verwende ich „Promasil-Calciumsilikat“-Platten (z.B. Firma Schmidt-Feuerfest), die haben sich bereits bewährt. Rotglühender Ofen - 5cm Abstand (Luft) - 1mm Alublech - Promasil 40mm - Rückseite der Promasil-Platte ist kalt.
Brennstoff-Beschaffung Holz muss man nicht zwangsläufig im Wald sammeln, es gibt mehr als genug Abfallholz in der Zivilisation. Persönlich versuche ich möglichst wenig Material aus gesunden Wäldern zu entnehmen. Man achte auf * Baustellen und Container - manche Bauherren sind froh, wenn jemand ihnen einen halben Container kostenlos abnimmt, dann brauchen die das Zeug nicht teuer entsorgen und in der Müllverbrennungsanlage verbrennen lassen. * Zimmerleute haben oft viel gute Holzabfälle und geben diese auch gerne. Oder * einfach bei einer Schreinerei/Tischlerei anhalten und nach Abfallholz fragen. * Auf der Rückseite von Baumärkten gibt es häufig Haufen von Einweg-Paletten, bei denen auch niemand böse ist, wenn die verschwinden (Bitte nicht klauen und keine Europaletten nehmen!!)
Eventuell kann man den Holzofen später auch fallweise zum Dieselbrenner umbauen, das Prinzip ist ja dasselbe. Werden wir sehen.
Ich werde vom Fortschritt unseres Projektes hier berichten und auch ein paar Bilder anfertigen. Schließlich soll es ja noch diesen Winter nach Skandinavien gehen - mit Holzofen im Fahrzeug ;-)
gespeert am 24 Dez 2016 19:13:35
Amen Bruder!
gespeert am 24 Dez 2016 21:50:58
Guck mal bei Globe Fire vorbei. Einige Modelle sind raumluftunabhaengig
1stchoice am 24 Dez 2016 23:02:54
Fernwehbus hat geschrieben:Ich werde vom Fortschritt unseres Projektes hier berichten und auch ein paar Bilder anfertigen
ich finde Deine Euphorie und Dein Engagement klasse und freue mich auf die Fortsetzung!
viele grüße+eine besinnliche zeit, henning
MaggyL am 25 Dez 2016 15:43:15
Die Idee ist echt super, doch ich würde darauf verzichten. Die Brandgefahr ist meiner Meinung zu hoch.
Fernwehbus am 25 Dez 2016 23:24:20
MaggyL hat geschrieben:Die Brandgefahr ist meiner Meinung zu hoch.
Als Elektroniker halte ich die Elektrik/Elektronik für die größte Gefahrenquelle bezüglich Bränden. Kleine Spannung, hohe (mögliche) Ströme, jede Menge Klingeldrähte und wenn man sich manche Verdrahtungen so anschaut, muss man sich schwer wundern, dass die Bude nicht schon lange eingeäschert ist. Hand aufs Herz: Wer hat schonmal probiert, ob eine 100A-Sicherung wirklich kommt? (Bitte nicht machen, wenn man nicht weiß, was man tut !!!!)
andwein am 26 Dez 2016 13:06:50
Fernwehbus hat geschrieben: Wir (2 Leute und ein Hund) sind zwischen 3 und 6 Monaten im Jahr unterwegs und weil wir alles in allem mit 3t (ja, richtig gelesen) auskommen müssen, haben wir bis jetzt weder Gas noch Heizung an Board.
Ich finde die Erfassung von Technologie, Brennstoff und Brennwert richtig gut. Was leider uzum entgültigen Vergleich fehlt (vor allem bei 3t zGM) ist das Gewicht des Heizgerätes und eines Brennstoffvorrates für 2-3 Nächte. Damit würde der Vergleich plastischer werden. Trotzdem ein Plus von mir Gruß Andreas
Mover am 26 Dez 2016 13:25:58
Über die Brandgefahr entscheidet der Bezirksschornfeger.
Er sagt ja oder nein.
Mein Problem: wie transportiere ich das Feuerholz?