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Batterie und Solar-Kapazität für autarkes WoMo


DerAdmiral01 am 07 Okt 2017 22:57:27

Moin ihr Lieben,

würdet ihr sagen, dass ich ein WoMo komplett autark mit Solarstrom versorgen kann? (also auch ohne Gas)

Ich bräuchte schon ein bisschen "Luxus" an Bord und komme nach erster Berechnung auf einen Strombedarf von 1000 - 1200 Ah am Tag (ich weiß das ist viel) - lässt sich das noch via Solar abdecken?
Batterie-Kapazität müsste wohl bei 3000 Ah (AGMs) liegen, was noch machbar erscheint. Aber welche Power muss dann die Solaranlage bringen, um die Batterien täglich zu laden. Wäre ein Dieselgenerator eine sinnvolle Ergänzung? Wenn ja - welche Leistung bräuchte dieser.

Ich bin noch ganz am Anfang meiner Überlegungen und will mich einfach nicht verrennen, daher die Fragen.

Danke euch!!

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Tinduck am 07 Okt 2017 23:26:14

Äh... du weisst aber, was 3 KAh an Batteriekapazität wiegen, oder? Für eine 200 Ah Blei-Irgendwas-Batterie sind ca. 60 Kg Gewicht zu veranschlagen, macht 900 Kg nur für die Batterien. Damit ist fast jedes Womo am Ende seiner Zuladungskapazität, es sei denn, man hat CE und nimmt ein schweres LKW-Chassis als Basis.
1 KW Solarleistung auf dem Dach ist mit einem grossen Womo sicher möglich (auch wieder LKW-Klasse, sonst nicht genug Dachfläche).

Gewichtsmässig besser würdest Du mit LiFePo hinkommen, aber dann erleidet bei DER benötigten Kapazität Dein Portemonnaie einen Infarkt...

Bist Du sicher, dass Du 1500 Ah am Tag brauchst? Das wäre wohl einsamer Rekord im Forum...

bis denn,

Uwe

flo16v am 07 Okt 2017 23:33:37

:-)

Dont feed the Troll

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dieterk am 07 Okt 2017 23:40:16

Hallo,

abgesehen von den Argumenten von Tinduck.
Für 3000 AH brauchst Du nach der Faustformel 3000 WP Solar.
Macht bei 100 WP auf ungefähr 0,7 Quadratmeter 21 Qm Solarfläche :?
Macht bei 2,3 Meter Breite 9,13 Meter Solarflächenlänge, wohlgemerkt ohne Dachluken usw. :?
Also gehe ich mal von einem Reisebus aus :)
Und dann noch wie Tinduck schrieb als Beispiel 280AH Batterie wiegt rd. 60 Kg, macht dann rd. 650 Kilo :?

Alles einfachster Dreisatz.

Gruß
Dieter

DerAdmiral01 am 08 Okt 2017 08:44:54

Moin Zusammen,

Vorab - ich bin kein Troll, ich bin nur noch am Anfang der Überlegungen.

In der Tat geht es um den Ausbau eines LKW Chassis - Gewicht ist daher nicht unbedingt ein Problem (sollte sich natürlich trotzdem in Grenzen halten).

Wenn ich alles auf Strom laufen lasse, dann wäre ich z.b. schon bei der Dometic Klimaanlage (3300) mit 1400Watt und 8h Betrieb am Tag bei 930 Ah und dass ist dann der größte Verbraucher.
Dazu kommt dann Kühlschrank und Induktionskochfeld, Lampen und alles andere.

Gruß

Tinduck am 08 Okt 2017 08:55:21

Stehst Du immer frei? Klimaanlage und Landstrom sind gute Freunde... für den Elektroausbau könntest Du wahrscheinlich 400 Jahre Landstrom bezahlen...

bis denn,

Uwe

DerAdmiral01 am 08 Okt 2017 09:07:48

Die Überlegung ist tatsächlich meist frei zu stehen - auch außerhalb von Europa.

Könnte ein Dieselgenerator hier Abhilfe schaffen?

Gast am 08 Okt 2017 09:12:53

Machbar ist alles. Das ist nur eine Kostenfrage.

Positiv hier ist das der größte Verbraucher (Klimaanlage) nur gebraucht wird wenn der höchste Ertrag zu erwarten ist (Sommer).

Meine 6.24kW Hausdachanlage produziert im Sommer 40-45 kWh/Tag. Also müsste eine 3kW bei Dir locker reichen. Die Fläche für 12 Module á 250W muss halt vorhanden sein. Dann noch ein 7.5-10kW Stromspeicher daneben und Du bist bei Deinem Verbrauch Autark.

Kostenmäßig liegst Du bei dieser Anlage dann aber locker bei 15-20k€

Gruß,
Rene'

DerAdmiral01 am 08 Okt 2017 09:26:24

Danke René - im Winter läuft die Klimaanlage dann aber als Heizung bzw. eine separate Heizung. Müsste ich als Akku-Kapazität nicht mit 3-4,5 kAh hinkommen? Das ist dann bei 30-40% Entladung die Kapazität für zwei Tage.

Oder doch ein Dieselgenerator?

thomas56 am 08 Okt 2017 10:14:55

da die tägliche Sonne nicht garantiert werden kann, ist ein Generator doch unumgänglich. Aber ein Generator kann alleine keine Batterie laden, dafür benötigt man ein
Ladegerät.
Um die Batterien dann mit einem Ladegerät die Batterien zu füllen müsste der Generator selbst bei einem 100A-Lader geschätzt 28 Stunden durchlaufen!

Dass du ca. 5 mal soviel Strom verballern willst, wie ein Einfamilienhaus das ganze Jahr verbraucht, weisst du ja selber! :D

Gast am 08 Okt 2017 11:50:32

ät Admiral:

Um mal bei den üblichen Einheiten zu bleiben:

Du hast laut Deiner Aussage einen täglichen Bedarf von 1200Ah bei 12V. Das sind also 1200Ahx12V= 14400 Watt.

Also 14.4 kWh Bedarf pro Tag. Runden wir auf, sagen wir also 15kWh/Tag. Das ist schon ordentlich. Im Sommer, bei großer Solaranlage, wird das klappen. Für die Nacht muss dann gepuffert werden. Die Frage ist welche Verbraucher über Nacht laufen sollen.

Deine angepeilten 4500Ah Puffer bei 12 Volt wären: 4500x12=54000W, also 54kWh.

Im Winter soll die Heizung auch auf Strom laufen? Das wird definitiv nicht klappen. Da muss eine Dieselheizung rein, sonst bekommst Du dein Riesenwomo (auf das ja eine 3-4kWp Anlage drauf muss) nicht warm, geschweige denn Frostfrei.


Wenn meine Rechnungen falsch sein sollten,bin da auch nur E-Laie, dann bitte ich die richtigen Fachleute das zu berichtigen.

Gruß,
René

wowo68 am 08 Okt 2017 14:30:31

Hallo,
also ich bin auch gerade am Bau eines Autarken Reisemobil, Koffer auf MB Vario 7,5t der auch gasfrei sein wird (Größe 4,7m x 2,3m x 2,2m). Eine Standklima soll ebenso an Bord. Akku werden es 400AH LiFeYpo4 auf 24V Basis werden(sind bestellt, Lieferung Mitte November) Die Solaranlage wird eine mit 6 Modulen mit je 185Wp werden. Die Montage wird komplett hinterlüftet sein. Gekocht wird mit Induktion im Koffer und Außerhalb mit Gas Kartuschenkocher. Die Klimasituation sieht so aus - Im Fahrbetrieb werden über den Klimakompressor 2 Verdampfer betrieben, einer im Fahrerhaus einer im Aufbau. Der Im Aufbau kann die Luft entsprechend vorkühlen und entfeuchten, was die meiste Energie benötigt. Im Stand ist nicht mehr so viel Energie nötig um die Temperatur auf einem Delta von ca 7° zu halten. Die Standklima wird auch nur bei extremer Hitze betrieben und dazu trägt die Solaranlage den Hauptenergieanteil bei. Als Backup ist ein 2KW Generator mit dabei.

Grüße
Wolfgang

gespeert am 08 Okt 2017 16:16:01

Ihr wisst schon, dass eure Energie nicht aus der Steckdose kommt!

Ihr seid Energieproduzenten, -Verteiler, und Konsumenten, das beisst sich.
Wie viele schlechte Tage wollt ihr puffern?
Wie ist eure Energiebilanz?

DerAdmiral01 am 08 Okt 2017 17:19:13

An Thomas56 - wie kommst du darauf, dass ich 5x Strom verbrauche als ein Einfamilienhaus? Ich denke ich bin eher bei einem Fünftel oder?
Zu Hause brauche ich 2900 kWh im Jahr.

Dann habe ich doch irgendwo einen Denkfehler oder Rechenfehler drin :(

An Wolfgang: Dein Plan klingt ganz ähnlich wie meiner. Mit welchem Gesamtverbrauch am Tag rechnest du?

Ich nehme folgendes an:

Kochfeld Induktion 4000W - 30min/Tag
Kühlschrank 350W - ganztägig
Pad-Kaffee Dings 1450W - 5min/Tag (für Frauchen)
LED Lampen 20x zu 3W - bis zu 10h/Tag
Strom für kleine Geräte - Handys etc.
Wasserpumpe 54W - 30min/Tag
Heizung oder Klima ca. 1400W - bei Bedarf 12h/Tag

Dann den Bedarf den der Wandler schluckt und sicher habe ich noch den ein oder andere Verbraucher vergessen oder?

Wie kann ich das autark versorgen?

Gruß und vielen Dank für euren Support!!

Gast am 08 Okt 2017 17:31:25

Hallo!

Schau mal hier:

--> Link

Der Kollege (auch hier im Forum unterwegs) deckt seinen Strombedarf von ca.max.350Ah/Tag mit einer 1.4 kWp-Solaranlage und einem 400Ah Li-Pufferakku.

Gruß,
René

schnatterente am 08 Okt 2017 22:07:40

DerAdmiral01 hat geschrieben:Oder doch ein Dieselgenerator?


Aus dem Hause VW gibt es jetzt günstig Aggregate. ;D

Aber mal im Ernst, unser Forumskollege Rene hat schon fast das Maximale, was in einem normalen Womo möglich ist (1300Wp und 400Ah LiFeYPo - geschätzt ungefähr 6-8tsd € Warenwert). 3000-4500Ah ist dann jenseits von gut und böse...

Inselmann am 08 Okt 2017 23:29:18

ZWANZIG LED Lampen gleichzeitig an für 10 Stunden pro Tag?

felix52 am 09 Okt 2017 01:14:40

Moin Admiral01,
besondere Lösungen bedürfen besonderer Denkweisen. :wink:

So ein wenig war ich ja auch schon immer in Richtung Autarkie unterwegs. Mit Solar, Windrädern und grossen Batterien. Für mich reichts jetzt. :ja:

Aber für sooo besondere Schritte mache ich Dir, durchaus etwas ernst gemeint, meinen Vorschlag:

Kaufe Dir eine gebrauchte 22 (24,1) kWh 400 V Lithium-lonen Batterie, etwa 4 - 8 Jahre alt für etwa 4 - 6 T. €. Die gibts gebraucht im Batteriekasten und mit den entsprechend nötigen Ladezubehör mit einem SOH von >= 80 %. 24,1 kwh 400 V deshalb, weil bei EVs von vornherein eine zwingend erforderliche Reserve zur tatsächlichen Leistungsgrenze erforderlich ist. Der Batteriekasten ist geschlossen unter dem Fahrzeug und hunderttausendfach seit 2013 verkauft.
Er wiegt nur knapp 210 kg und ist wasserdicht. Den kannst Du dann auch ohne jegliche Solaranlage Generator auch im Winter einige Tage ( oder?) locker
betreiben. An einer normalen 43 kw Ladestation hast Du ihn dann in weit weniger als 1 Std. wieder voll.
Neu gibt es den mit 41 kwh (44 kwh) mit gleichem Gewicht und gleichen Ausmassen für etwa 9.500 €. Das reicht schon einmal für noch ein paar Tage mehr
auch mit einem 380 V Bartscher Grill für 40 Burger-Buns in 8 Minuten gleichzeitig, ohne dass der Akku wirklich schwächelt.....

Will sagen: Es ist Alles möglich und in meinem Vorschlag spreche ich aus Erfahrung. Um Deine Wünsche auf konventionellem Weg zu erfüllen, brauchts allerdings sowieso mehr Geld und ne gehörige Portion kreativen Mut. Dann eine Firma, deren Kreation auch entsprechend sicher ist und jemaden wie Dich,
der solch ein Risiko eingehen mag. Eine Prüfinstitution, die so etwas abnimmt und eine Versicherung, die das abdeckt.
Irgendwie verstehe ich Dich ja, aber........ :eek:

Vielleicht wartest Du ja, bis Tesla seinen ersten E-Lkw am 15 November vorstellt. :wink:
Dann brauchst Du sicher nicht mehr an irgendeine Sprittanke" und an keinen Landstromanschluss.
Habe ich übertrieben?
Ich wüsste jedenfalls nicht, wer Deine Wünsche realisieren könnte und wieviel Meter Kabel und wie viele Sensoren dazu notwendig wären. Und frag mal vorab Deine Versicherung.

A guts Nächtle
:)

Tinduck am 09 Okt 2017 08:02:34

Eigentlich ist die riesige Akkubank nur für den Betrieb der Klima notwendig, für alles andere reichen ja 400 Ah LiFePo, wie man im oben verlinkten Beispiel sieht.

Vielleicht gleich einen hochwertigen, geräuschgedämmten Generator fest einbauen und dann bei Klimabetrieb mit einschalten? Dann kann man den Rest wesentlich normaler dimensionieren...

bis denn,

Uwe

Gast am 09 Okt 2017 08:59:42

Im E-Bike Forum hat einer davon berichtet, im Langstrecken-Betrieb einen Moppel und Ladegerät am Gepäckträger zu befestigen. Damit lädt er Zusatzakkus, während er den bestückten im Turbomodus leer nuckelt.

Das wäre wohl die Lösung: Gasfreies WoMo Dank Dauerbetrieb Moppel?

Den Moppel Könnte man ja umweltfreundlich mit dem gesparten Gas betreiben ...

Grüße, Alf

schnatterente am 09 Okt 2017 11:48:52

Hier gibt es gerade was zum Basteln: --> Link

14400Ah (3600Ah auf 12V) für 12tsd €

Zum Nachladen würde ich in diese Richtung gehen:


thomker am 02 Nov 2017 13:26:58

DerAdmiral01 hat geschrieben:Zu Hause brauche ich 2900 kWh im Jahr.

Dann habe ich doch irgendwo einen Denkfehler oder Rechenfehler drin :(


Moin,

1200 Ah x 13V=15,6 Kwh x 365 Tage=5694 Kwh/Jahr

Denkfehler? Rechenfehler? Sorry, für mich denkbar :roll:

Gruß
Thomas

xbmcg am 02 Nov 2017 13:34:58

dieterk hat geschrieben:Hallo,
...
Für 3000 AH brauchst Du nach der Faustformel 3000 WP Solar.
...


Das ist Quatsch. Es gbt keinen Zusammenhang zwischen Batteriegröße und Solarfeld-Leistung.
Eine 12V 1000Ah Batterie-Bank hat 12kWh, wenn Du nur 1-2kWh brauchst, kannst Du damit einige Tage überleben.
Wenn Du LiFeYPO4 nimmst, kannst Du sogar 9-10 kWh von der Batterie abrufen.

Bei einem Verbrauch von 1-2kWh musst Du diese Leistung am Tag ja auch wieder erzeugen, du brauchst im Schnitt
1/4 der verbrauchten Leistung als Solaranlage, also 500Wp...1000Wp. Mit 3 x 330Wp Panele

--> Link

brauchst Du eine Fläche von 3m x 1.6m, was auf dem Dach theoretisch machbar wäre.
Im Sommer würde das funktionieren, im Winter reicht die Leistung naturgemäß in unseren Breiten nicht.

Ich glaube nicht, dass Du 1.000Ah / Tag im WoMo brauchst. das wären 12kWh pro Tag und aufs Jahr gerechnet (x 365) = 4.380kWh,
das ist mehr als ein normales Einfamilienhaus im Durchschnitt verbrät (3.500kWh).

xbmcg am 02 Nov 2017 13:51:44

P.S. ich weiß, dass 500Wp...1.000Wp nicht 1/4 der 1-2kWh sind, aber Du brauchst auch Reserven,
um bei einem Tag mit schlechtem Wetter und wenig Ertrag am nächsten Tag den Verbrauch der
Beiden Tage (das Doppelte) wieder zu laden.

rkopka am 03 Nov 2017 11:09:33

dieterk hat geschrieben:Für 3000 AH brauchst Du nach der Faustformel 3000 WP Solar.
xbmcg hat geschrieben:Das ist Quatsch. Es gbt keinen Zusammenhang zwischen Batteriegröße und Solarfeld-Leistung.

Es gibt keinen direkten Zusammenhang. Aber wenn die Werte übereinstimmen, kann man eine Batterie in etwa einem Tag auch wieder aufladen, hat also ein gesundes Verhältnis. Nicht zu wenig Solar, sodaß man die Batterie nicht mehr voll bekommt bei kontinuierlichem Verbrauch. Und nicht zuviel, daß die Solarzellen den halben Tag nichts zu tun haben.
Ist natürlich wegen der ganzen Randbedingungen nur eine sehr grobe Annäherung, die aber eine erste Abschätzung erlaubt, wenn man nicht so genau rechnen will. Mit Winterbetrieb, Generatoren... paßt das alles nicht mehr.

RK

schnatterente am 03 Nov 2017 11:54:38

rkopka hat geschrieben:Und nicht zuviel, daß die Solarzellen den halben Tag nichts zu tun haben.

Zu viel kann man eigentlich nie davon auf dem Dach haben, da würde mir bei Überschuss schon was einfallen, z.B. extra Kühlbox für Getränke oder Schlafzimmer für die Nacht mit der Bordklima vorkühlen.

rkopka am 03 Nov 2017 12:07:01

schnatterente hat geschrieben:Zu viel kann man eigentlich nie davon auf dem Dach haben, da würde mir bei Überschuss schon was einfallen, z.B. extra Kühlbox für Getränke oder Schlafzimmer für die Nacht mit der Bordklima vorkühlen.

Naja. Bei 3,5t kommt das Gewicht ins Spiel. Preis sowieso. Mit den ganzen üblichen Dachluken, SAT... ist der Platz auch bei den meisten begrenzt.
Andere Nutzungen sind oft nicht wirklich lohnend, solange man nicht auf sehr hohem Level (>500Wp) arbeitet. Finanziell bringt es auch oft nichts. Siehe die Diskussion mit dem Absorber, der auch auf Solar läuft und dann allein für die Verkabelung ein Jahr (nur eine Zahl) auf Solar durchlaufen müßte, bis es sich rentiert.

Ich habe auch mehr - 200Wp zu 95Ah - da ich im Herbst noch genug rausholen will. Aber viel mehr wird schwierig bei meinem Dach und ist für meine Nutzung unnötig.

RK

rolfblock am 04 Nov 2017 13:03:39

thomker hat geschrieben:Moin,
1200 Ah x 13V=15,6 Kwh x 365 Tage=5694 Kwh/Jahr
Denkfehler? Rechenfehler? Sorry, für mich denkbar :roll:
Gruß
Thomas


Dein Fehler sind nicht die Zahlen sondern die Einheiten, da fehlt es an Sorgfalt.

Richtig ist A für Ampere
Richtig ist h für Stunde
Falsch ist K für 1000 das muss ein kleines k sein.
Falsch ist w für Watt, das muss ein großes W sein

Beim nächsten mal kannst du es nun richtig machen Thomas

xbmcg am 04 Nov 2017 14:28:02

Kein Denkfehler, du musst nur die Anlage bei Ferrero auf der Raffaello Palmen-Insel aufstellen / parken,
wo der Sommer nie zu Ende geht und an 365 Tagen die Sonne scheint. ;D

eposoft am 04 Nov 2017 16:57:59

Heizen im Winter mit 1400Watt? Also bei meiner ALDE reicht die 1 kw Einstellung definitiv nicht. Selbst mit 2 kw wird in der Regel noch Gas benötigt und 3 kw verträgt das benutzte Kabel nicht. Ich denke die Berechnungen sind falsch. Andererseits, warum um Himmelswillen müssen die Lichter 10 Stunden im Tag brennen? Es fällt auf, dass weder Fernseher noch Radio
oder ein PC etc. mit einberechnet sind. Irgendwie ist das schon zu viel um realisiert zu werden, bevor fertig gedacht wurde. Zu beachten ist auch, dass die 7.5 T Chassis schon derart Eigengewicht mitbringen, dass die meisten dieser Fahrzeuge gewichtsmässig gleichermassen am Limit laufen wie die 3.5 T.

Gruss Ernst

gespeert am 04 Nov 2017 17:10:21

Man erstelle eine Energiebilanz.
Welche Geraete sind an Bord und ziehen wie viel Strom wie lange?
Das stellt den Tagesverbrauch dar.
Wie viele Tage Autarkie ist gewuenscht? Das legt die Akkugroesse fest.
Moechtest Du diesen Akku an einem Tag volladen (5-6h Sonnenscheindauer)? Dann stellt dies die noetige Solarleistung dar.
Soviel zur Faustregel.

xbmcg am 05 Nov 2017 13:29:28

Die Energie-Billanz ist abhängig von der Jahreszeit. Wenn man die meiste Energie braucht (im Winter)
hat man den geringsten Ertrag und die längste Überbrückungszeit, bis mal wieder die Sonne scheint.

Daimos am 05 Nov 2017 15:10:41

Uff, das ist interessant und ich denke mal laut drauf rum :)

Kochfeld Induktion 4000W - 30min/Tag
Kühlschrank 350W - ganztägig
Pad-Kaffee Dings 1450W - 5min/Tag (für Frauchen)
LED Lampen 20x zu 3W - bis zu 10h/Tag
Strom für kleine Geräte - Handys etc.
Wasserpumpe 54W - 30min/Tag
Heizung oder Klima ca. 1400W - bei Bedarf 12h/Tag


Ich möchte den Bedarf jetzt nicht in Frage stellen, halte aber gerne ein paar Erfahrungswerte dagegen:

- In Wacken auf dem Festival betreibe ich 4 Kühlboxen, 3 Absorber (Bier, nur Plusgrade) , eine Kompressorbox (Fleisch, Minusgrade) mit 300 Watt gesamt. Das sind rund 120 Dosen Bier 0,5 Liter, die 2 Tage brauchen um auf 7-8 Grad zu kommen. Das ist Festivalbedarf für 5-6 Mann (alle trinkfest).
- Klima/ Heizung kommt mir realistisch bis zu hoch vor, wenn ein Split-Klima Gerät genutzt werden soll, das im Winter auf Wärmepumpenbetrieb auch heizen kann. Ein 4 kW Klimagerät von Daikin nimmt gut 800 Watt auf, man muss allerdings das Außengerät sehr sauber in die Waage bringen.
- Was ist mit Warmwasser zum Duschen? Wasser erwärmen kostet sehr viel Energie!

Ich hab gestern mal spaßeshalber 100Wp Solar gegen die tiefstehende Novembersonne ausgerichtet und bekam noch gute 50 Watt, allerdings optimal ausgerichtet. Flach auf dem Dach wären das 5-10 Watt gewesen.

Ich komme bei Deinem Bedarf auf knapp 30 kWh am Tag, was 10000 kWh/ Jahr entspricht. Wenn man den Energiebedarf zum Heizen dazurechnet ist das ein Zwei-Personen Haushalt.

Bild

Das Split-Gerät braucht zwingend Strom und kann nicht mit Gas substituiert werden. Kochen und Kühlen geht auch mit Gas und das sogar sehr gut. Gas aus der Flasche hat einen Heizwert von etwa 12,5 kWh je kg. Mit einer 5 kg Flasche betreibe ich meine 3 Absorber Kühlboxen etwa 10 Tage lang auf Vollast - mit 2 11kg Flaschen kommt man also recht weit.

Warum reite ich so auf Gas (zumindest zum Kochen) rum: um 4kW Leistung an 230 Volt zu erreichen braucht man einen brutal starken Wechselrichter. Das erfordert an 12 Volt 350-400 Ampère und das will man nicht. Selbst an 48 Volt (was ich dann dringend machen würde) sind das noch 100A.

Solar:

Als Faustformel nimmt man das vierfache Pmax an Tagesertrag, also muss bei 30 kWh knapp 8 kWp Solarleistung da sein, um komplett autark zu sein. Das sind etwa 10 m² Fläche, je nach Fahrzeug also machbar und bei den derzeitigen Preisen ebenfalls machbar.

Ich würde auf jeden Fall ein zweites Standbein aufbauen, sei es ein kleines Windrad oder ein Honda EU 20i oder 30i Moppel, der nicht soo viel Krach macht und mit Benzin das Ärgste puffern kann. Dann kann auch die Batterie kleiner ausgelegt werden. Der Honda kann 1,6 kW/ 2,6 kW dauerhaft leisten und notfalls die Batterien nachladen bzw. Strom direkt liefern. Ein Windrad ist mehr Aufwand, die gibt es aber auch schon in beachtlichen Leistungsklassen.

Batterie:

Hier wird es hässlich, wenn man länger stehen möchte und die Sonne nicht scheint und eben kein zweites Standbein hat. 2500 Ah in 12V sind 600 - 800 kg. Bleikristall Batterien sagt man nach, dass sie auch schonmal extreme Tiefentladungen abkönnen. Lithium ist technisch natürlich cool, preislich gegen BK allerdings gemein.

beste Grüße,
Guido

Gast am 05 Nov 2017 16:53:06

Daimos hat geschrieben:.. also muss bei 30 kWh knapp 8 kWp Solarleistung da sein, ... Das sind etwa 10 m² Fläche, je nach Fahrzeug also machbar ..

Hab ich was verpasst? :) Gibts jetzt eine neue Super-Generation von PV-Modulen? 8kWp auf 10m² ? Also 800Wp auf 1m² ? Wow! :eek: Wo gibts die Zellen?
Da knall ich mir auch so'n Kraftwerk aufs Dach! :D

Gruss Thomas :lach:

P.S. Nix für ungut Guido .. aber ich kann den Thread vom ersten Beitrag an nicht ganz ernst nehmen. :razz:

Daimos am 05 Nov 2017 17:26:42

Mist, da hab ich Mist gerechnet - nämlich mit dem, was an Energie wirklich von der Sonne kommt und den 20% Wirkungsgrad der Solarmodule nicht reingerechnet! Bei Warmwasser für Swimmingpool kann man nämlich tatsächlich so rechnen.

Dann landen wir aber bei 40-50 qm Solarfläche und die Nummer ist durch...

Sowas mal in Theorie durchdenken ist allerdings schon interessant!

beste Grüße,
Guido

Gast am 05 Nov 2017 18:21:34

Daimos hat geschrieben:Dann landen wir aber bei 40-50 qm Solarfläche und die Nummer ist durch... Sowas mal in Theorie durchdenken ist allerdings schon interessant

In der Praxis hat es René auf rd. 1,4kWp gebracht. --> Link Mir ist niemand bekannt, der mehr Leistung auf dem Dach hat. Da die Anlage im Winter nur noch einen Bruchteil der Leistung bringt, ist klar, daß Heizen, Kochen etc. ausschliesslich mit PV vollkommen unrealistisch ist. Leider. :roll:

Gruss Thomas

kroppie am 19 Mär 2019 10:46:36

es geht viel, auch auf ein kleines Dach, 3x 275Wp (825Wp)auf Burstner A570.

--> Link

etwas nach unten

jos

Tinduck am 19 Mär 2019 13:15:24

Das mit der Heizung sehe ich gegenüber der Klima noch fast als Peanuts an... an ein luftgeheiztes Womo könnte man ohne grosse Einbussen einen 2 kW Heizlüfter, evtl. mit kräftigerem Gebläse, an die Warmluftverteilung anschliessen. Wenn das Mobil erstmal warm ist, kann der auf kleiner Stufe ab und an mal püsteln, das saugt dann nicht mehr sooo viel. Nur das Aufheizen bei ausgekühltem Mobil dauert dann ziemlich lang, aber das kann man ja verhindern, wenn man eh drin wohnt.

Aber die Klima ist der Killer, die muss ja wenns heiss ist die ganze Zeit ballern. Ich würde wie oben schon von mir vorgeschlagen einen festinstallierten, gekapselten Dieselgenerator verbauen, der die Klima versorgt, wenn sie länger laufen soll. Und bei Schlechtwetter kann der auch noch die Batts laden. Man könnte dann auch eine 230-V-Klima verbauen, dann muss man da keine armdicken Kabel hinziehen. Über den WR könnte man die dann trotzdem (kurz) laufen lassen, falls mal nötig.
Damit käme man auf eine vernünftig dimensionierte Batterie um die 400 Ah, und aufs Dach packt man dann eben an Solar, was geht.

Das wäre vermutlich nicht nur die vernünftigste, sondern auch die billigste Lösung.

bis denn,

Uwe

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