|
Aufgrund eines anderen Threads stellt sich mir die Frage, wie sehr wollt ihr moderne Technik in euren Womos ? Der Hintergrund dafür ist die immer schneller werdende Entwicklung mit der immer kürzer werdenden Möglichkeit noch etwas zu reparieren. Einerseits finanziell, weil es sich nicht rechnet. Andererseits technisch, weil es Teile nicht mehr gibt bzw. sich niemand mehr damit auskennt. Wir sehen das schon in der Firma (Industrie). Einige ältere Modelle können wir nicht mehr produzieren, weil die Teile ausgelaufen sind. Die Entwicklungstools laufen auf modernen Rechnern nicht mehr. Die Entwickler von damals sind teils weg oder müßten sich erst lang wieder einlesen. Die HW war damals gerade ausreichend und kann nicht an modernere Schnittstellen angepaßt werden. Schon der Tausch eines Prozessorboards kann je nach Gerät zig Tausende an Kosten (Zertifizierungen...) verursachen, auch wenn am restlichen Gerät fast nichts geändert wird. Da haben wir einerseits das Chassis. Bei dem wollen die meisten alle möglichen Assistenten, Motorsteuerung ist sowieso vorgeschrieben. Da ist der Zug wohl abgefahren. Ein 100Jahre altes Auto kann man immer noch herrichten, teils mit einfachen Techniken. Bei einem Wagen aus der Anfangszeit der elektronischen Steuerungen kann man wohl nur noch auf dem Schrottplatz suchen, ob man noch was findet. Aber was ist mit dem Aufbau ? Mein Womo ist noch recht simpel. Der KS mit AES ist noch fast das komplizierteste. Das EBL99 ist ziemlich primitiv und von jedem mit etwas E-Technik Kenntnissen zu ersetzen. Pumpen und Stufenmotoren sind auch Simpeltechnik. Hier wird man wohl auch in 20 Jahren keine großen Probleme haben. Die Heizung ist schon etwas heikler. Aber was ist mit HighTec Fahrzeugen, die alles integriert haben, wo das Licht nur über Sensoren mit Sendern oder das Handy geht ? Wo alle Schaltvorgänge über Datenbusse laufen. Hier kann man nur noch mit den passenden Geräten und viel Know-How etwas ändern oder reparieren. Wird es die ganzen Schaltelemente in 10 Jahren noch als Ersatzteil geben ? Die meisten Bauteile darin sind dann vermutlich nicht mehr verfügbar. Handys entwickeln sich weiter, Apps gehen nicht mit alten Standards. Hersteller sind nicht mehr verfügbar, ihr Wissen verloren. Wird dann ein 20 Jahre altes Womo nicht mehr zu verkaufen sein, weil die ganze Technik defekt und nicht mehr reparierbar ist ? Der "Wasserschaden" der Zukunft ? RK Wird wohl noch ein paar Jahre dauern aber in die Richtung "Wasserschaden" wird es wohl gehen. :? Ein El Dorado für den pfiffigen Bastler! Der kauft dann günstig, reißt den ganzen Mumpitz heraus und verbaut ein Dutzend simple Schalter für 10 Euro - und macht einfach das Licht von Hand an..... 8) Analog zu der PKW-Entwicklung : zukünftig wird´s keine Oldtimer mehr geben :( Das Blech und der Motor würden das locker aushalten, aber die verbaute Elektronik/Software .. :?
Bin kein Elektriker/Elektroniker, musste aber schon zig Stunden mit Fachleuten bei der Fehlersuche in Bussystemen verbringen. Schlimm wird es bei einem Kardinalfehler, selbst helfen kann man sich dann, in dem man eben die z.B. Wasserpumpe/Licht/Heizung mit Kabel und Schalter seperat versorgt. Concorde z.B. hatte in der Steuerung bei mir einen SOS-Schalter. Mit dem Schalter werden bei Totalausfall alle wichtigen Komponenten auf Dauerstrom gestellt und alles funktioniert wieder.
das wäre dann das Optimum! :daumen2:
Jaa ... aber .. :roll: Wenn es die Motorelektronik zerreißt, solltest Du dann schonmal vier Kaltblüter vorne anspannen, damit Dein WoMo sich auch noch fortbewegen kann, egal wie viele mechanische Schalter dann im Aufbau verbastelt wurden :eek: Eventuell sollten die Chassishersteller schon einmal am unteren vorderen Querträger eine Deichselhalterung für "Hafermotoren" vorsehen :roll: :lach:
:tach: genau diese vermutlich nicht. Aber mit einem Arduino (oder etwas ähnlichem), ein paar Sensoren und Relais lässt sich sowas problemlos nachbilden 8) wenn man weiß wie es geht :lol: Aber Licht lässt sich notfalls immer auch mit einem einfachen Schalter bedienen und den kann dir jeder Elektriker statt dem Sensorgedöns einbauen :mrgreen:
diese eventuelle Problematik muss man vor dem Kauf beachten! Bei mir gibt es keine Berührungspunkte, da ist Fahrzeug und Kabine strommässig völlig eigenständig.
Im Moment wird z.B. mit dem RaspberryPI viel entwickelt. Evt. entwickelt sich dann mal ein Zweig, der für die "jungen" Oldtimer einfach neue Steuerungen programmiert. Ist dann nicht mehr "original" und evt. ein Problem bei der Zulassung, aber zumindest würde das Teil dann fahren. Auch im SmartWomo Bereich gibt es AFAIK einige Projekte. Wenn man die Sourcen hat und Entwickler in der Community ist die Abhängigkeit von Hersteller und HW nicht mehr ganz so schlimm. Aber das ist nicht unbedingt eine Lösung für den Massenmarkt.
Wenn aber z.B. irgendwelche komischen HF Chips oder Custom ASICs verwendet wurden, wird es schon schwieriger.
Aber das stört ja dann das Design... Und Kabel verlegen ist schon heute nicht so einfach, wenn es gut aussehen soll. Zum Glück bin ich da nicht so kritisch :-). RK Wer nicht zu den „Digital Native“ Modellen gehört hat in Bezug auf „Smart WoMo“ eher Bedenken. Die Technik ändert sich und man lebt halt in einer Zeit wo auch Küchengeräte via Internet vernetzt sind und das Haus am liebsten komplett über Smartphone und Alexa gesteuert wird. Das dies auch im WoMo Einzug hält war nur eine Frage der Zeit und erste Anfänge gibt es ja auch bereits. Man kann darüber schimpfen und ablehnen aber aufhalten wird man das nicht. als selbstbauer liege ich da ja etwas neben dem mainstream... generell kann ich mit vielen der eneuen assistenten wnig anfangen, betrachte sehr vieles bei neuen autos sogar als kontraproduktiv ( wofür brauche ich einen regensensor auf der windschutzscheibe - wer nicht sieht dass die scheibe nass wird und den zeigefinger nicht mehr bewegen kann sollte nicht mehr autofahren ;) dafür tausende ing stunden verplempern, reparaturen verteuern verstehe ich nicht) was mir gut gefallen hat war das ABS. spurhalteassistent etc finde ich ioft verwirrend, nicht notwendig und mir sind autos ohne das zeug lieber. wegen diesem dilemma fahre ich mittlerweile autos die bj 1999 sind - alter toyota previa allrad - kann alles wunderbar, ich find nix besseres und vergleichbares, und das finde ich als selbstaufgabe der automobilbauer. ich habe einige bekannte denen es ähnlich geht - das neue auto dem sohn geschenkt und das alte wieder zurückgenommen. ich erlebe viel zu oft das rumgehampel bei den modernen autos - wo ist der schlüssel, warum sperrt die karre nicht auf oder zu,.... fehlermeldungen ohne ende. kollege mit bmw M 5 - ach es gibt kein monat ohne eine fehlermeldung - kaum ist die eine weg kommt die nächste. bei diversen firmenautos das gleiche zurück zum womo wir haben uns gerade einen nagelneuen iveco daily gekauft. der hat auch schon verdammt viel drin. maqnches ist gut, manches naja und das meiste haben wir noch nicht entdeckt oder verstanden, jedenfalls blättert die frau viel in der bedienungsanleitung - wäre ja sonst langweilig auf der autobahn ;) die empfehlung des IVECO technikers war ganz klar - jetzt kaufen, mit diesem motor - alles was kommt hat noch mehr elektronik drin - machts nicht unbedingt einfacher... im aufbau isses bei uns sowieso minimalistisch eine boardbatterie ladung über booster, solar und 230V ladergerät alle verbraucher am lastausgang vom solarregler normales autoradio an der bordbatterie kompressorkühlschrank an der bordbatterie led lampen mit schalter wenn der strom ausgeht schaltet sich die efoy an - die ist direkt an die bordbatterie angeschlossen wasserstand im tank sehe ich durch ein sichtfenster bluetooth am Laderegler schalte ich nur ein wenn ich was umstellen muss bussystem o.ä. im wohnbereich - wofür? Hallo rkopka, Obwohl ich eigenlich mich als zugehörig fühle halte ich von Steuerungen über Bussysteme weder in meiner Wohnung noch im Wohnmobil etwas! Solche Steuerungen für Licht, Strom, Wasser, Heizung... müssen hochredundant sein, völlig unabhängig voneinander funktionieren und robust sein. Schalter müssen den entsprechenden Normen entsprechen (Ersatz), mittlerweile hat viel zu viel "Spielzeugtechnik" Einzug gehalten. Wieso soll ich mit dem Smartphone mittels Smarthometechnik mein Licht einschalten, wenn ich das einfacher per Schalter machen kann. Und das Sofa verlassen muß man sowieso ab und zu, um sich einen Kaffee zu holen oder ein Glas Wein einzuschenken. Auch muß ein Austausch mit Ersatz nach vielen Jahren möglich sein, was mache ich denn mit einem Lichtsteuerungskontroller..., wenn nach 10 Jahren ein "Sender" defekt geht und nicht mehr erhältlich ist -> alle Sender, Empfänger und Controller tauschen? Da all diese Teile aus Fernost kommen viel Spaß bei der Suche. Das habe ich mal bei der Controller-Platine für einen LED-Spot (Toch-Bedienung) gemacht. Ich habe sogar den Hersteller ausfindig gemacht, Mindestabnahme 100 Stück! Ein einfacher Wippenschalter hätte auch gereicht und für die LED ein Wechselbares Leuchtmittel mit Weitspannungsbereich (auch diese gibt es mittlerweile) zu verwenden. Und das Reparieren einer SMD-Platine mit Bauteilen ohne Aufdruck macht auch keinen Spaß! Aber so kann man aus Kleinigkeiten auch kostspielige Herausforderungen machen!
Als Bastler sehe ich da schon Möglichkeiten. Gerade wenn viele Geräte mit eigenen Kabeln angeschlossen werden müssen, hat ein Bussystem Vorteile. Gerade eben das Licht, das man dann zentral auf einen bestimmten Status setzen kann oder z.B. Temperatursensoren im ganzen Womo. Aber das wenigste davon ist "nötig". Eher eine Spielerei, wenn sonst nichts neues kommt oder etwas billiger beim Bau. RK
gerade das macht Redundanz und Sicherheit aus! die Herausforderung ist dem Gewicht geschuldet. Durch die Zentralsteuerung wird jede Menge schweres Kabel eingespart. Wie sollen es sonst die Hersteller auf Dauer schaffen die Fahrzeuge weiterhin unter 3,5t zu halten wenn nicht jedes Gramm Einsparpotential genutzt wird? Aus den "digital natives" werden aber irgendwann "digital hermits", denn bei der gesamten Digitaltechnik nähert sich das Wandlungs- und Innovationstempo der Lichtgeschwindigkeit :twisted: Da hat sich der tolle "native" in sein System eingelebt und -gelernt, so ist sein gesamter Hardwarezoo schon in fünf Jahren veralteter Steinzeitkram, und da das Zeugs aus China kam, gibt es leider keine Ersatzteile mehr, und ein Nachfolgegerät ist auch nicht geplant :evil: :cry: BUS-Systeme in WoMo (und WoWa) sind auf den ersten Blick gaaaaanz toll und innovativ - und somit echte Systemkiller und Innovations- und Bastelbremsen. Solange dieser seltsame CaravanBus nicht geknackt ist, kann man da nicht mal eben einen RPi3 o.ä. anschließen und nach Herzenslust erweitern :? , für mich ein echtes NoGo! Da lobe ich mir meine "Carado Steinzeittechnik": Licht an mit einem Schalter, und aus auch mit demselben. Der einzige BUS fährt durch den Motorraum, was das angeht bin ich ja inzwischen auch gebranntes Kind :cry: Die Frage die ich mir immer stelle ist ganz einfach: Brauche ich das UNBEDINGT in kompliziert, oder darf es auch in einfach gebaut werden? ich will das zeug nicht haben, das einzige was an meiner karre (iveco) hinundwieder probleme macht, sind irgendwelche elektronicspielereien. im Womo gips an wirklich benötigten stromverbrauchern nur ein paar lämpchen und die wasserpumpe, ihr glaubt gar nicht, wie lang damit eine geladene 100 ah aufbaubatterie reicht (kein tv, läppi, kaffeemaschine...)! das was ein 30 jahre alter düdo bzw. vario kann, würde mir vollkommen reichen, es wär halt schön < 3,5 t und 140 km/h schnell... zuhause überlebe ich sogar noch, obwohl ich meine heizung und die kühlschranktemperatur nicht über das schmachfon steuere. unsere analogen autos (bmw + alfa) gehen def immer, bei den "modernen" (mercedes + renault" leuchtet alle 2 wochen irgendein schwachsinniges lämpchen. ich finds auch toll, eine fernlichtbirne für 5€ selbst zu wechseln, anstatt dafür in eine werke zu müssen und allein für das leuchtmittel 35,80 ocken abzudrücken! allesbleibtgut hartmut Wie war das denn früher ? Kein elektronischer Schnickschnack im Fahrzeug. Und das traf wohl für alle damaligen Fahrzeugmarken zu. Wie hieß es in der damaligen VW-Käfer Reklame: und lief und lief und lief und lief ;D Wie war das denn früher ? Kein elektronischer Schnickschnack im Fahrzeug. Und das traf wohl für alle damaligen Fahrzeugmarken zu. Wie hieß es in der damaligen VW-Käfer Reklame: und lief und lief und lief und lief ;D siehe auch heute das Thema: Reichweitenanzeige beim Ducato 250 ..... Manfred
Wir hatten auch mal Pferdekutschen mit Öllichtern oder Kerzen. Und manches will man heute einfach haben, weil es schon Standard ist (Solarlader oder ein Motor der immer anspringt ohne Choke...). Die Frage ist, wieviel man will/akzeptiert/nicht vermeiden kann. Und diese Grenze ist natürlich fliessend, solange man nicht als Robinson auf einer einsamen Insel strandet. RK Meint ihr meinen Thread ? ;-) Ich brauche auch vieles von den Sachen nicht und ich will auch kein Internet Zugang für den PKW. Ich halte nichts davon das ich den Service am PKW planen und anmelden kann und dann Fahrzeugdaten an die Werkstatt übermittelt werden, etc. :evil: Aber seit doch mal ehrlich. :) In den 80ern war eine Fernsehantenne (analog) absoluter Luxus geschweige denn ein Solarpanel und dies wenn nur mit nem einfachen Laderegler und fertig. Wenn ich mir die „kurzen“ Threads zu dem Thema Solar und Co. ansehe, kann man auch nicht mehr von Minimalismus reden. :wink:
Sorry Manfred, da muss ich Dich leider korrigieren :schlaumeier: : Es hieß: "Er läuft und läuft und läuft...". Und bei meinem Käfer heißt es das immer noch. :gut: Zum Thema: Bei uns zu Hause ist das Smartphone das einzige, was smart ist. Alexa und Siri und wie sie alle heißen, kommen mir nicht ins Haus. Im WoMo ist mir auch schon zuviel Elektronik drin, wobei ich beim Ducato die Hoffnung habe, dass es noch bis zu dessen Exitus Ersatzteile geben wird. Im Aufbau lässt sich, wie bereits geschrieben wurde, einiges durch einfachere oder andere Technik ersetzen, wenn erforderlich. Meine Meinung ist also: :bindagegen: Viele Grüße, Andreas Das ist der Grund weswegen ich nicht neues haben will. Ich habe mir einen alten Phönix vor 4.5 Jahren günstig gekauft und nach dies nach alle original Elektrik rausgeschmissen und meine neue reingemacht. Das Ergebnis ist nun ein Hightech Gasfreies Wohnmobil geworden dass nur noch komplett mit Solar betrieben wird mit allen Geräten die man auch in einem Haus hat. Ausser der Vario, der läuft noch mit Diesel. Als Vorteil sehe ich darin, dass ich alles selber reparieren kann und alles ist ersetzbar oder erneuerbar. Wer will darfs sich hier einen Eindruck verschafen. --> Link Zu sagen ist noch das ich nur noch darin Lebe, deshalb habe ich mir es so bequem gemacht wie bei einem Haus.
Und bei uns kommt noch nicht einmal ein Smartphone ins Haus, kein einziger Smartphoneakku kann meinem alten Nokiaakku das Wasser reichen ! :) Auch unser 65 Jahre alter Bentley hat noch nicht einmal rumgezickt, dafür trinkt er halt die umliegenden Tankstellen leer ! :) Gruß Harald ät rkopka Wir hatten auch mal Pferdekutschen mit Öllichtern oder Kerzen. Und manches will man heute einfach haben, weil es schon Standard ist (Solarlader oder ein Motor der immer anspringt ohne Choke...). Die Frage ist, wieviel man will/akzeptiert/nicht vermeiden kann. Und diese Grenze ist natürlich fliessend, solange man nicht als Robinson auf einer einsamen Insel strandet. Ich verdamme doch nicht die heutige Technik. Du sagst doch selber, ob nötig oder nicht oder auch Spielerei. Ich lebe doch nicht hinter dem Mond. Für mich ist es halt so, dass ich auch ohne diese ganze Technik -die durchaus auch sinnvoll sein kann, also nicht unbedingt sinnvoll ist- auskomme. Ich lese doch oft genug hier im Forum, welche schon kleine Probleme doch mit Wohnmobilen auftreten. Es fängt doch schon beim TÜV an, wenn dann die nicht funktionierende Leuchtweitenregelung bemängel wird und keine Plakette genehmigt wird. Was passiert denn im Urlaub wenn ein Steuergerät spinnt und keinem so schnell geholfen wird. Plötzlich funktioniert der Luftmengemesser nicht mehr einwandfrei. Dann stehst du schön auf dem Schlauch. Sieh dir doch mal den Motorraum eines heutigen Wohnmobil oder PKW´s an. Da kommst du oft noch nicht mal so einwandfrei und ohne Kratzer an eine defekte Schweinwerferbirne ran. Wechsle mal an einem SMART oder VW-Beetle eine Scheinwerferbirne aus. Alles neueste Technik, ist ja alles so wunderbar modern und besser als eine Karbidlampe am Auto oder Ölleuchte an der Kutsche. Du siehst doch selber auch die Kehrseite der Medaille. Nicht alles, was angeboten wird, muß man unbedingt haben. Wer braucht dann die Technik, die alles mit smartphone gesteuert wird: Heizung an oder aus, mal sehen was im Kühlschrank fehlt und was es somst noch gibt. Mal ganz abgesehen was ALEXA alles kann. Ich kannte mal eine Alexa in Jugendjahren. Die tat nicht alles und widersprach auch. :mrgreen: Und das war auch gut so. Alles schöne Technik. Wer sie haben will soll sie nutzen. Ich nutze sie auch, aber nicht alles was mir geboten wird. Ich habe schon in den 70iger Jahren moderne und zuverlässige Motorentechnik genutzt und war nicht sofort auf eine Werkstatt angewiesen und brauchte auch nicht die gelben Engel des ADAC. Dein Argument: Kutsche und Öllampe völlig unpassend.Das war auch nicht dein Thema. Und wie jemand zu all dem was nötig oder unnötig ist und sogar zur Spielerei steht ( von der Couch mit Bier und Erdnüssen der Ruf ertönt Licht an oder auch Licht aus ) mag jeder für sich entscheiden. Wünsche dir noch ein schönes Wochenende. Manfred Einer der Gründe weshalb ich meinen alten Dampfer behalte ist die fehlende Elektronik.Darin bestärkt mich ein Vorkommnis das ich letztes Jahr in Papenburg hatte als durch einen defekten Regler die Lima,mehrere Kabel ,die Starterbatterie und das Autoradio zerstört wurden,sonst aber auch nichts.Der Mechaniker der Fa. Bunte hat mir gesagt: Seien Sie froh das sie ein Fahrzeug ohne Elektronik fahren,so kommen sie mit 850.-EUR davon,hätten sie ein Fahrzeug neueren Datums hätten sie jetzt um die 3000.-EUR auf der Rechnung.Je mehr Elektronik an Bord desto empfindlicher wird ein Fahrzeug,muß ich nicht haben. Gruß Bernd Unser Iveco ist zum Glück noch aus der IIIer Generation ohne Elektronikprobleme, weil die einzige Elektronik die Bosch-Motorsteuerung ist. Der hat noch nicht mal ne OBD-Schnittstelle. Innen kein AES-Kühlschrank, sondern das alte manuelle Modell, da kann auch keine Platine kaputtgehen. Nur die Truma 6002 ist da ein wunder Punkt, vielleicht versuch ich da mal, ne Ersatzplatine zu schiessen, für alle Fälle... Unsere PKWs (T5 bzw T6) zeigen ganz schön, wohin die Reise geht. Elektronik bevormundet! Alleine schon die Pause beim T6 gegenüber dem T5, bis nach dem Schlüsseldrehen der Anlasser kommt... da wird schon vor dem Anlassen mehr Rechenpower benötigt, als auf der ganzen Welt vor 30 Jahren vorhanden war... Brauchen tut das keiner, bekommen werden wir es trotzdem, weil... Geld regiert die Welt. bis denn, Uwe Moderne Technik ist mir grundsätzlich sehr willkommen. Bei allem möglichen Mist, den man damit anstellen kann kommt ja auch jede Menge Positives heraus. Ob ich sie auch für mich nutzen will hängt von wenigen Faktoren ab: 1. Was wird für mit der Technik mich wirklich besser? 2. Welche Alternativen gibt es? 3. Muss ich die Technik „bedienen“? - Eine moderne Motorsteuerung ist klasse. Licht mit App einschalten will ich nicht. Das muss wie andere Grundfunktionen fürs Leben auch in geistigem Dämmerzustand selbständig handhabbar sein. 4. Wie ist die Vernetzung? - Grundsätzlich verhalte ich mich lieber datensparsam. Da wäge ich genau ab. Dauereingeschaltete vernetzte Sprachsteuerung will ich z.B. nicht. 5. Wie lange bleibt die Technik nutzbar? Beim Womo reicht mir ein kürzerer Horizont als beim Haus. Auf Handy-Betriebssysteme verlasse ich mich ungern, da ist mir die Dynamik zu gross und das dauernde Updaten wird in seiner Lästigkeit mit jedem Gerät, welches hinzukommt potenziert. Bei mir zu hause haben Alexa und Co hausverbot und dabei bleibt es. Gruß Bernd
Naja ich schätze mal dein Job (Halbleiterproduktion) und der vieler anderer auch, hängt im Wesentlichen von derartigen Technologien ab. :wink: Und in Bezug auf autonomes Fahren und mehr automatischen sicherheitsgerichteten Funktionen, wird es noch deutlich mehr werden. Bei uns auch. Ich habs auch am liebsten einfach. Mein 312er wird jetzt 20, da kann man noch viel selber machen. Gott sei Dank und möge er bitte noch 10 Jahre laufen, gerne auch mehr :) Man sollte sich von App gesteuerten Dingen weghalten. Ich habe ein App gesteuertes Spielzeug, kleines Auto mit Kamera, nur wenige Jahre alt. Nach Handywechsel finde ich heraus, dass es die App nicht mehr gibt....Auto tot!
Moin. Bei Android kannst Du mal im Google Play Store unter "Meine Apps und Spiele" -- "Sammlung" suchen. Dort sind auch Apps aufgeführt, die man früher mal installiert hatte, aber vom Anbieter zurück gezogen wurden. Ob es etwas vergleichbares für die angebissenen Äpfel gibt, weiß ich nicht. Viele Grüße, Andreas
Mein Job ist auch in einem vergleichbaren Bereich. Vielleicht sind wir da grundsätzlich schon interessierter. Andererseits kommt man über kurz oder lang mit den Themen Abkündigung, Obsolescence usw. in Kontakt. Das läßt einen dann auch privat anders denken. Oft ist es ja auch nicht die technische Machbarkeit, die etwas unmöglich macht, sondern das Geld. Ich arbeite primär an/mit einem Gerät, das schon mal ein neues Prozessorboard brauchte. Der Umstieg hat sehr viel Geld gekostet. Jetzt sind wir schon wieder so weit. Der Markt ist aber wohl kleiner geworden und ein gleichartiger Umstieg würde finanziell negativ ausgehen. Aber was soll dann der Kunde machen ? Wir haben große wichtige Industriekunden, da muß eine Lösung gefunden werden. Aber der Consumerkunde hat bei relativ kleinen Stückzahlen keinen nennenswerten Einfluß. Der steht dann im Regen. Und die wenigsten Firmen geben ihr Wissen dann als Open Source frei, damit andere nicht gewinnorientiert weitermachen können. Schon bei den Protokollen wird meist ein großes Geheimnis gemacht. Ein anderes Beispiel ist z.B. im Modellfernsteuerbereich OpenTX. Da hat eine Community eine SW für eine Fernsteuerung entwickelt. Es gibt kommerzielle Sender, auf die man die aufspielen kann. Wenn ein Hersteller nicht mehr will, macht es ein anderer oder man kann es sich (mit etwas Wissen) auch selber bauen. Z.B. auch mit einem Arduino. Ähnliche Projekte gibt es in vielen Bereichen. Aber das ist eher für die Nerds und fast immer umständlicher in Gang zu bringen als kommerzielle Lösungen. RK
Das ist die eine Seite. Die andere ist, dass wir in unserer eher mittelständischen Firma nicht die Kohle haben, immer schön neue Produktionsanlagen zu kaufen. Wir produzieren zu 80% auf abgekündigten Anlagen und beschäftigen uns einen Grossteil unserer Zeit damit, diese am Laufen zu halten. Da wird man privat nachdenklich, wie ja auch der TE schon ausgeführt hat. Wenn Geld keine Rolle spielt, isses eh egal, dann kauft man halt ein neues Womo... wer sich das nicht leisten kann, sollte sich über Langlebigkeit Gedanken machen und eben nicht ein Neufahrzeug mit allen Gimmicks kaufen. Das wird unterm Strich eine geringere Lebensdauer haben als ein gepflegtes älteres Fahrzeug, das besser reparabel ist. bis denn, Uwe der überwiegende Teil der Womoneukäufer wird sich über jedes neue Gimmik freuen. Über die reparaturfreundlichkeit macht sich erst der 2.- oder 3.-Besitzer Gedanken, wenn überhaupt!
Da hast Du ja vollkommen Recht, aber das war doch nie anders nur die Zeiträume für einen Wechsel sind heute kürzer, bedingt durch kürzere Produktlebenszeiten. Es haben sich genau deshalb 2 Unternehmensbereiche gebildet, die einen die immer die jeweils aktuelle Technologie produzieren und die anderen die Produktionslinien von der Auslaufserie übernehmen um den bestehenden Markt zu bedienen, der noch lange Zeit erhalten bleibt. In unserer Branche kenne ich einige Firmen die sich darauf spezialisiert haben und beträchtliche Ergebnisse generieren, da sie auch weniger Probleme mit Rabattschlachten haben. Das Ausmaß an nicht beherrschbarer oder nicht austauschbarer Technik im WoMo, sehe ich doch eher begrenzt an. Auch wird keiner genötigt ein Neufahrzeug zu kaufen, bei der schieren Masse an Fahrzeugen, auch die welche in den nächsten Jahren noch zugelassen werden, sorgt für eine umfangreiche Auswahl an gebrauchten. Aber ganz ehrlich, der Bedarf oder die Nachfrage ist doch da, wenn ich mal die Suche nach App und Batteriecomputer o.ä. nutze. :roll: Zugegeben ich sehe auch keinen Sinn darin meine Daddelkiste zu suchen und via App die Lampe einzuschalten deren Schalter sich in Armlänge befindet. :?
Danke, kannte ich noch nicht. Ist aber leider da auch nicht dabei. |
Anzeige
|