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E-oder Brennstoffzellenantrieb, was die bessere Alternative? 1, 2, 3, 4


Dirkulation am 09 Aug 2021 00:33:16

mithrandir hat geschrieben:
Jedes gekaufte Elektroauto hilft es die Technologie zu fördern, ...
Es geht darum, die eigene n Gewohnheiten zu überdenken und seinen möglichen Beitrag zu leisten.

Ich bin vor allem bei Dir, wenn es darum geht das eigene Tun und das der anderen offen und ehrlich zu hinterfragen. Der eine will mehr seiner "Freiheit" oder Gewohnheit opfern un der andere weniger.

Das mit dem e-Auto ist mir zu pauschal. Natürlich wird die Technologie besser, aber in viele Fällen ist das E-Auto die falsche Wahl.

Es macht sicher mega Bock 2 Tonnen Batterie im suv zu haben, weil die Beschleunigung geil ist und auch noch Steuervorteile winken, ...
Ökologisch ist das nicht.

Was hält Dich davon ab, im Haus genauso sparsam zu sein wie im WoMo? Ist kein Vorwurf, sondern Neugier.

Mein Haus produziert übrigens genauso viel Strom wie es verbraucht. Gas und Öl hab ich nicht.

Ist ökologisch gut und extrem günstig.

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rolfk am 09 Aug 2021 07:26:12

In diesem Sinne: wir brauchen nicht mehr E-Autos, sondern wir brauchen mehr erneuerbare Energie. Egal wofür die verbraucht wird, es verringert CO2 Ausstoß.
Jedes hergestellte E-Auto verschlingt 5 stellige Summen, die man besser in erneuerbare E investiert hätte.

Tinduck am 09 Aug 2021 07:58:06

... und wir brauchen Speicher für EE, die zu Spitzenertragszeiten gefüllt werden und Reserven für dunkle, windstille Nächte bilden. Die Atomenergie- und Kohle-Unken prophezeien ja jeden Herbst den totalen Blackout wegen zu viel EE und zu wenig Grundlast-Kraftwerken, mit genug Speicherkapazität verdampft dieses Argument im Nichts.

E-Autos als Speicher zu nehmen ist eher nicht so der Knaller, wer will schon morgens (nach der windstillen, dunklen Nacht) sein E-Auto mit 20% Ladestand in der Garage finden.

bis denn,

Uwe

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Rockerbox am 09 Aug 2021 08:59:54

Tinduck hat geschrieben:
E-Autos als Speicher zu nehmen ist eher nicht so der Knaller, wer will schon morgens (nach der windstillen, dunklen Nacht) sein E-Auto mit 20% Ladestand in der Garage finden.

bis denn,

Uwe


Wenn es ein vernünftiges Süeicher/Lade/Entlademanagement gäbe wär das auch kein Problem, nachts wird üblicherweise wenig(er) Strom verbraucht, tagsüber könnten die Batterien der e-Autos durchaus zumindest zum gewissen Anteil als Speicher genutzt werden. Und der von EE generierte und gespeicherte Strom könnte nachts wieder die e-Autos laden.

Trashy am 09 Aug 2021 09:42:39

rolfk hat geschrieben:In diesem Sinne: wir brauchen nicht mehr E-Autos, sondern wir brauchen mehr erneuerbare Energie. Egal wofür die verbraucht wird, es verringert CO2 Ausstoß.
Jedes hergestellte E-Auto verschlingt 5 stellige Summen, die man besser in erneuerbare E investiert hätte.


Kann mich nur anschliessen. Die Wirtschaft entscheidet was gut ist und lässt es die Politiket umsetzen. Wenn jeder ein Batterieauto hat wird dann eben dieses Konzept madig gemacht.

Meine Meinung..die Brennstoffzellle ist einsatzbereit und wird mit der Entwicklung immer besser. Das Tankstellennetz ist vorhanden, muss nur verändert werden. Grüner Wasserstoff schlägt Batterien um Längen.
Leider ist das zur Zeit nicht gewollt.

rkopka am 09 Aug 2021 10:04:08

Rockerbox hat geschrieben:Wenn es ein vernünftiges Süeicher/Lade/Entlademanagement gäbe wär das auch kein Problem, nachts wird üblicherweise wenig(er) Strom verbraucht, tagsüber könnten die Batterien der e-Autos durchaus zumindest zum gewissen Anteil als Speicher genutzt werden. Und der von EE generierte und gespeicherte Strom könnte nachts wieder die e-Autos laden.

Wenn die Fahrzeuge dann aber auf dem Parkplatz bei der Arbeit (ohne Anschluß) stehen, funktioniert das nicht. Und wenn man sie am Abend nur anhängt, wenn sie schon halbwegs leer sind, weil es sonst zu umständlich ist. Und Solarenergie fällt über Nacht auch aus. Und ich kenne schon Leute, die zwar Solarzellen montieren wollen, sich das einspeisen aber schenken, weil es zu wenig bringt und den Strom lieber selber verbrauchen, hauptsächlich für Warmwasser. D.h. für so eine Nutzung braucht es einiges an technischen und gesetzlichen/wirtschaftlichen Änderungen. Es kostet das Auto ja auch Ladezyklen. Außer es reichen einige wenige Prozent um kurze Lastspitzen abzufangen. Aber diese über ein weitgespanntes Netz unbekannten Zustands zu verteilen klingt technisch nicht gerade toll.

RK

Rockerbox am 09 Aug 2021 12:02:49

Deswegen schrieb ich ja Wenn es ein vernünftiges Speicher/Lade/Entlademanagement gäbe ....

und da gehört eben etwas mehr dazu. Zum Beispiel eine vorausschauende Planung der zu erwarteten Fahrstrecken. Für den Großteil sicher machbar, weil die meisten eh nur ihren üblichen Weg zur Arbeit und retour haben. Dort braucht man dann eben auch Lade- UND Entladesäulen. Die Kiste muss ja nicht zwingend mit vollem Akku auf dem Firmegelände rumstehen. Und ähnliches ginge auch bei anderen Ladepunkten. Man müsste sowas softwaremäßig abbilden. Ist sicher ein gewisser Aufwand, aber machbar wär es.

mithrandir am 09 Aug 2021 21:57:13

Trashy hat geschrieben:Meine Meinung..die Brennstoffzelle ist einsatzbereit und wird mit der Entwicklung immer besser. Das Tankstellennetz ist vorhanden, muss nur verändert werden. Grüner Wasserstoff schlägt Batterien um Längen.

Die Brennstoffzelle ist leider noch nicht so weit, wie es manche gerne hätten, oder verkaufen.
Es gibt aktuell nicht genügend überflüssige erneuerbare Energie um den Wasserstoff in ausreichendem Maß zu produzieren.
Den Strom direkt aus dem Kraftwerk/Solarzelle/Windkraftanlage in die Batterie zu stecken ist wesentlich wirtschaftlicher als ihn zunächst in Wasserstoff umzuwandeln, dann in der Zelle wieder zurück in Strom.
Im Übrigen haben wir keinen Überfluss an erneuerbarem Strom sondern an schmutzigem Kohlestrom, weil wir eben nicht genügend Gaskraftwerke haben, die man bei Bedarf hoch- und runterfahren kann.
Das Tankstellennetz bedarf enormer Umbauten um es wasserstofftauglich zu machen. Aktuell ist es auch nicht so, dass man gerade mal an die Tanke fahren kann um Wasserstoff zu tanken. Je nach Andrang muss man als Vierter oder Fünfter erst mal warten, bis wieder Druck aufgebaut ist --> --> Link
Ich will den Wasserstoff nicht komplett verteufeln, aber aktuell ist der bei weitem nicht so weit wie die Batterietechnik.
Und niemand muss seinen aktuellen Verbrenner verschrotte. Mache ich mit meinem WoMo ja auch nicht, aber als der alte Smart eben seine 190TKM und 10 Jahre auf dem Buckel hatte, bin ich auf Batterie umgestiegen. Solarzellen aufs Dach, Speicher in den Keller. Tatsächlich versorge ich mich aktuell komplett selbst. Theoretisch. Klar, wenn ich spät abends heimkomme und das Auto am nächsten Tag brauche, ziehe ich den Speicher leer und hole dann doch Strom aus dem Netz. Aber für das bisschen leiste ich mir einen Stromanbieter, der glaubwürdig in erneuerbare investiert.
Außerdem habe ich demnächst ein Wallbox, die ebenso schnell lädt, dass die Sonne am Abend auch noch reicht um den Speicher wieder vollzuladen.
Es ist nie so einfach wie man es in der Werbung sieht. weder beim E-Mobil noch beim Wasserstoff.
Heizung läuft aktuell auch noch mit Gas. Die zu erneuern wäre ökologisch auch noch nicht sinnvoll.

Dirkulation am 09 Aug 2021 23:49:35

Grundsätzlich bleibe ich dabei, dass ein e-Auto nur für gewisse Fahrzeuge sinnvoll ist.

Wenn also jemand den täglichen Weg zur Arbeit mit einer kleinen Batterie schafft, dann zumindest okay. Was aber, wenn der Fahrer einmal im Jahr in Urlaub fahren will?
Die meisten wollen vermutlich diese Ausnahme mit dem gleichen Fahrzeug erledigen, also mit großen Batterien. Macht für mich keinen Sinn

Dann zu den Leuten, die ihre Solaranlage auf dem Dach 20 subventioniert bekommen haben und nun fast nichts mehr für ihren Strom bekommen sollen?

Ganz ehrlich: ich würde den Strom auch lieber verfahren als ihn zu verschenken. Es ist vielleicht nicht genug Strom aus erneuerbaren Quellen da, aber den lokalen Erzeuger interessiert das nicht, wenn er seinen Strom verschenken soll.

Es gibt leider sehr schlechte Konzepte.

Die Frage nach e oder Brennstoffzelle muss theoretisch und praktisch komplett unterschiedlich bewerten: was wäre alles möglich? Und dann kommt man zu dem , was davon wegen Politik, Bequemlichkeit, ... noch an machbarem bleibt.

Von mindestens einer großen Mineralölgesellschaft weiß ich, dass sie seit Jahren ihr Netz für Wasserstoff massiv ausgebaut haben. Ob sie es nun wieder wegen unserer Politik abgebrochen haben, weiß ich nicht, aber die haben extrem in die Technik investiert und wollten ein Tanknetz anbieten.

Wir haben einen Diesel Pkw und der kann alles: im Urlaub nach Südfrankreich, Aussendienst meiner Frau, einkaufen, ...
Ich mache alles mit dem Rad und ohne Strom. Bald kommt der zweite Diesel und ich will kein e-Auto.

Mein Nachbar bekommt wiev viele 1000de vom Staat eine Ladesäule geschenkt. Dann kauft der sich extra einen Zweitwagen, weil das e-Auto für kurze Fahrten genutzt werden soll. Die Energie kommt vom Fach und wirdvdann nicht mehr eingespeist. Der andere Wagen ist für lange Fahrten.

Ökologisch ist das Mumpitz, aber darum geht es ja nicht.

Im Wohnmobil erstmal alles so lassen wie es ist. Wasserstoff könnte klappen, aber zumindest muss es auch so gut verfügbar sein wie Diesel.

Auf keinen Fall e für Womos, es sei denn der Fahrer will damit maximal 30km am Tag fahren.

Rockerbox am 10 Aug 2021 07:24:31

Dirkulation hat geschrieben:Grundsätzlich bleibe ich dabei, dass ein e-Auto nur für gewisse Fahrzeuge sinnvoll ist.

Wenn also jemand den täglichen Weg zur Arbeit mit einer kleinen Batterie schafft, dann zumindest okay. Was aber, wenn der Fahrer einmal im Jahr in Urlaub fahren will?


Vielleicht muss man sich mal von dem Gedanken verabschieden, dass JEDER eine eigene Autokiste vor der Tür stehen haben muss. Man kann sich auch Fahrzeuge mieten oder ausleihen. Nur um einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren muss man dafür keine Kiste vor der Tür stehen haben.
Aber das ist zumindest für die meisten (noch) kein Thema. Man "braucht" ja unbedingt "sein" Auto. Ist eben eine Einstellungssache. Der Stellenwert des Autos ist ja insbesondere in Deutschland hinlänglich bekannt.

Und auch die Tatsache, dass über 80% der Kisten die überwiegende Zeit des Tages eh nur rumstehen und nicht fahren ist Fakt.

"Früher", als ich noch jung war :lol: war es ein Muss, mit 18 den Führerschein und irgend eine Autokiste zu haben. Heute sehe ich schon Veränderungen. Mein Sohn lebt seit einigen Jahren in Wien und hat bis heute kein eigenes Auto. "Was soll ich damit? Ich krieg eh keinen Parkplatz und mit den Öffis (Bus, U-Bahn, Tram etc) bin ich schneller und bequemer in der Stadt unterwegs".

Wenn er nun weitere Strecken oder in den Urlaub fahren will mietet er sich ein Auto.

Es gibt keine Stand-Alone-Lösung, es muss ein umfassenderes Konzept mit Beteiligung des öffentlichen Nahverkehrs geben. E-Mobilität, Wasserstoff oder andere alternative regenerativ erzeugte Kraftstoffe und ein günstiger und attraktiver ÖPNV. Aber dieses Konzept wird noch dauern und das Schlachten der "Heiligen Kuh Automobil" ist für viele eben noch unvorstellbar.

Dirkulation am 10 Aug 2021 08:16:34

Gute Einstellung!

In meinem Freundeskreis gibt es viele, die mit Mitte 30 kein Auto haben. Die Leben in der Stadt und das klappt super.

In meiner Nachbarschaft ist es leider noch anders. Die haben oft mehr Autos als Familienmitglieder, z.B 6 Autos bei 5 Personen.

rolfk am 10 Aug 2021 09:42:31

Öffentlicher Nahverkehr funktioniert in ländlichen Regionen nicht.

Tinduck am 10 Aug 2021 11:37:54

Rockerbox hat geschrieben:Vielleicht muss man sich mal von dem Gedanken verabschieden, dass JEDER eine eigene Autokiste vor der Tür stehen haben muss. Man kann sich auch Fahrzeuge mieten oder ausleihen. Nur um einmal im Jahr in den Urlaub zu fahren muss man dafür keine Kiste vor der Tür stehen haben.


Nee, genau, man reserviert dann für die Sommerferien - wenn alle anderen auch ein Auto haben wollen, um in den Urlaub zu fahren - für drei Wochen einen Leihwagen für den gleichen Preis, den einen ein 10 Jahre altes Auto beim Fähnchenhändler kosten würde.

Und die Mietwagenfirmen und Carsharing-Pools halten auch sicher für solche Stoßzeiten die dreifache Fahrzeugmenge vorrätig, die sie normalerweise bräuchten, damit auch alle was abbekommen.

Tut mir leid, das ist total blauäugig, undurchdacht und an der Realität vorbei. Vielleicht nützlich für Leute, die sonst ohne Auto auskommen (Innenstadtbewohner, die auch da arbeiten), aber für die breite Masse eher illusorisch. Bisher kranken sämtliche Pool-Lösungen (auch in Firmen mit Dienstwagen-Pools z. B.) immer daran, dass in normalen Zeiten die Fahrzeuge rumstehen und in Stoßzeiten zu wenige vorhanden sind.

Und wenn man sich nur EIN Auto leisten kann, ist das umso weniger eine Minigurke mit 30 km Reichweite, weil dieses Auto dann alle Aufgaben erledigen muss.

Die ganze Elektromobilität, so wie sie im Moment angelegt ist (mit fetten SUV mit 10 km Elektroreichweite und voller Förderung, Elektro-Kleinwagen für 30.000 Euro, Wallbox in der eigenen Garage zum Laden etc.) ist ein Hirngespinst der oberen Einkommensklassen. Zufälligerweise kann die Autoindustrie bei denen auch das meiste Geld abgreifen. Honi soit qui mal y pense.

bis denn,

Uwe

mithrandir am 10 Aug 2021 14:55:02

Im Prinzip haben alle ein bisschen Recht hier.
Aber das Thema Klimawandel rückt näher. Sicher, wir können es uns theoretisch leisten bis zu unserem Ableben so weiterzumachen, wie bisher.
Voraussichtlich bekommen wir noch ein paar "extreme" Jahre mit, aber es wird uns nicht mehr so heftig tangieren.
Aber unsere Kinder und unsere Enkel wird es umso härter treffen. Nicht nur Flutkatastrophen, wie die aktuelle - deren Kosten (aktuelle Schätzung 10 Mrd.) quasi der Preis u. a. der billige Sprit der letzten Jahre ist, in den die Folgekosten nicht eingerechnet sind.
Elektroautos sind ein Ansatz und momentan derjenige, der den besten Kompromiss bietet zwischen "ich muss mich einschränken" und "ich will weiterhin ein bisschen Luxus".
Aktuell muss niemand sein Fahrzeug abgeben, aber wenn jeder auf das verzichtet, was er wirklich nicht braucht und vielleicht ein bisschen von dem in Nachhaltigkeit investiert, das er normalerweise in "unnötige Bequemlichkeit" stecken würde, wäre schon vielen geholfen.
Statt Langstrecken Verbrenner Kfz für Eltern und Kind plus Womo, vielleicht ein E Mobile für die Kurzstrecken und eines für den Urlaub. Und dann noch ein bissl Einschränkung bei der Flexibilität, weil man besser planen muss. Und die Umstellung natürlich erst, wenn einer der Verbrenner sowieso rausgeflogen wäre. Niemand will aktuell funktionierende Fahrzeuge verschrotten/verbieten.
Am Ende wird vieles der Markt regeln. Auch wenn die Grünen dieses Mal noch nicht den Kanzler stellen, bleibt bald nichts anderes mehr übrig als die Folgekosten der CO2 Emissionen auf die Produkte umzulegen (Treibstoff, Fleisch, etc.).
Die Subventionierung der Solaranlagen hat dazu geführt, dass sie Mainstream wurden und jetzt erschwinglich sind. Die teuren Teslas und E-SUVs sorgen dafür, dass die E-Autos in den Massenmarkt kommen und weiterentwickelt werden. Was sich aktuell in der Batterieentwicklung tut ist unglaublich und wird natürlich auch durch die Subventionen für die leidigen Quasi E-Mobile finanziert.
Das nennt man Change by Design. Wenn wir alle auf unserem hohen Ross sitzen bleiben und nur die Probleme suchen, statt mal eine Lösung wie man mit was Neuem klarkommt, dann erleben wir irgendwann "Change by Desaster".
Und das werden nicht nur Flutkatastrophen und Unwetter hierzulande sein. Dazu gehören auch Kriege und Flüchtlinge, die zu recht zu uns kommen, weil wir deren Existenzgrundlage mit unserer Bequemlichkeit zerstört haben.
Bitte versteht mich nicht falsch, ich bin kein lingsgrün versiffter Öko Faschist und mir ist klar, dass sich nicht jeder mal schnell eine Solaranlage auf dem Dach und eine Elektroauto leisten kann. Es ist vor allem wichtig, ein Bewusstsein für die Auswirkungen unseres Handelns auf das Klima zu entwickeln und dann ein nach und nach was zu ändern, damit es nicht ganz so schlimm wird.

Dirkulation am 10 Aug 2021 18:00:05

mithrandir hat geschrieben:Im Prinzip haben alle ein bisschen Recht hier.

Klar, weil man sich über meinen Text "aufregt" ohne ihn richtig zu lesen

In meinen Beispielen leben die Leute in der Stadt. Und genau deshalb funktioniert es bei denen.

Es sollte nur verdeutlichen, dass es die n.meiner Generation undenkbar war kein Auto zu haben. Heute ist das für einige (!) eine Option.

Ich mag Deine Einstellung! Es muss es sich etwas ändern und es wird sich etwas ändern.
Es braucht keine Hokzhammermethode, aber einige Änderungen werden kommen, die den einzelnen ärgern werden.

Änderungen gehören zum Leben.

Sehr harte Änderungen leisten sich Regierungen wegen der Wähler nur, wenn es unausweichlich ist.

E-Motoren und Brennstoffzellen, wer weiß was noch, werden uns Optionen bringen. Spannend!

rolfk am 12 Aug 2021 08:06:05

mithrandir hat geschrieben: ....... und mir ist klar, dass sich nicht jeder mal schnell eine Solaranlage auf dem Dach und eine Elektroauto leisten kann.

Zum Beispiel das sehe ich anders.
Zum einen könnte wirklich auf jedem Haus zumindest eine "Balkonanlage" , oder etwas mehr, PV installiert werden, wenn das nicht durch Lobbyismus so unsinnig erschwert oder verteuert wäre. Geschätzte Ersparnis 10 % Des privaten Stromverbrauchs.
Umrüstung aller Autos auf LPG, bei denen das geht, etwa 10-15 %, auf LPG. Geschätzt etwa 5- 10 % CO 2 im Verkehr.
Umstellung auf Hybride, geschätzt etwa 30 %.
An all dem geht die Politik, und der Verbraucher vorbei. All das könnte man JETZT machen.
Da werden EV, die jetzt noch zu teuer, und zukünftig unbeliebt oder beides, nicht Mal ansatzweise einen vergleichbaren Beitrag leisten können. Stattdessen verschleudert man Milliarden Investitionen...

Tinduck am 12 Aug 2021 08:40:19

Schön wäre auch, wenn es bei den Heizungen ein wenig voran ginge. Ich weiss jedesmal nicht, ob ich lachen oder weinen soll, wenn ich wieder Werbung für Ölheizungen oder Nachtspeicherheizungen in die Hände bekomme... eigentlich dürfte man ausser Holzfeuerung, Pelletheizungen, Gas-Brennwertheizungen und Wärmepumpen nix mehr einbauen.

Da liegt noch viel mehr Potential als im Verkehr, aber keine Sau kümmert sich drum, das mal zu kanalisieren. Oder mal echte Anreize zu bieten, alte Ölkessel rauszuwerfen und durch ökologischere Systeme zu ersetzen.

bis denn,

Uwe

rkopka am 12 Aug 2021 09:25:42

mithrandir hat geschrieben: ....... und mir ist klar, dass sich nicht jeder mal schnell eine Solaranlage auf dem Dach und eine Elektroauto leisten kann.
rolfk hat geschrieben:Zum einen könnte wirklich auf jedem Haus zumindest eine "Balkonanlage" , oder etwas mehr, PV installiert werden, wenn das nicht durch Lobbyismus so unsinnig erschwert oder verteuert wäre. Geschätzte Ersparnis 10 % Des privaten Stromverbrauchs.

Nicht jeder hat ein eigenes Dach oder die richtige Ausrichtung oder einen passenden Balkon. Und bei Mehrparteienhäusern ist sowas viel schwerer. Auch sonst nicht gerade billig. Und 10% Ersparnis bringt vielleicht im globalen Maßstab etwas, für mich wäre das eine Amortisationszeit von weit über 20 Jahren. Zumal ja auch beim Strom ein großer Teil der Kosten nicht über den Verbrauch, sondern über die Bereitstellung entsteht, was eine Erspanis schwerer macht, wenn man nicht autark wird. Sowas ist nur über gesetzliche Vorhaben zu machen, kaum nur über den Geldbeutel. Da finde ich Solarthermie für Warmwasser noch sinnvoller.

E-Auto ist auch schwer. Ohne eigene Lademöglichkeit derzeit zumindest unbequem. Ich hab jetzt eine und auch das richtige Fahrprofil. Aber wenn man mehr als einen (auch teuren) Kleinwagen will, sondern auch mal was transportieren will, sind die Preise einfach noch zu hoch und das Angebot in manchen Bauformen schmal oder nicht existent. Vielleicht mal in 5-10 Jahren. In meinem Fall kaufe ich gerade wieder ein Verbrennerauto, weil das derzeit einzige(!) passende E-Auto schon fast das Doppelte gekostet hätte.

Umstellung auf Hybride, geschätzt etwa 30 %.

Bringt das soviel ? Ich hab da von wesentlich weniger gelesen. Plug-In Hybride sind wieder was anderes. Aber nur wenn sie auch immer an der Steckdose hängen und kurze Entfernungen fahren. Sonst eher mehr Energie (schwerer) ? Preislich und von den Angeboten her s.o. Wobei ich ein Hybridsystem durchaus für sinnvoll für die Zukunft halte. Nur sind viele derzeit nur Steuersysteme.

RK

rolfk am 12 Aug 2021 10:55:33

Dann schau dir Mal Toyota an. Seit über 10 Jahren Hybride in Produktion. In vierter Generation. In Berlin eine Riesenanzahl als Taxi.
Toyota Auris, 85 g CO2 Ausstoß. Das unterbietet ein PV NUR dann, wenn er mit echter reiner Erneuerbarer Energie läuft. Und das tut in D FAST keiner.
Plug in - die Wahrheit ist, dass es die nur deswegen gibt, weil man in D nur das fördert, was eine Steckdose hat.....

macagi am 12 Aug 2021 11:50:56

Den Prius gibt es seit über 20 Jahren, nicht erst 10. Wir haben schon seit fast 10 Jahren einen der dritten Generation.
Nicht nur in Berlin gibt es ne Menge Hybrid Taxis, habe auch in Nürnberg viele gesehen.

Tinduck am 12 Aug 2021 12:12:48

Der Prius würde auch tatsächlich was taugen, wenn er nicht so einen unsäglich schlechten Benzinmotor hätte, sondern einen 1,2 L Diesel neuester Generation... und dann keine dämliche Kraftverteilung, sondern ein Vollhybrid, also Motor nur zur Stromerzeugung.

Erstens wäre er dann locker ein paar tausend Euro billiger und zweitens technisch wesentlich unkomplizierter.

Auch dieses Auto ist aber leider nur ein Produkt politischer Rahmenbedingungen (in dem Fall halt der japanischen/amerikanischen) und nicht das, was technisch und ökologisch sinnvoll wäre.

BMW i3 mit Range Extender ist ein sinnvolles Antriebskonzept. Leider auch viel zu teuer (weil mans ja nehmen kann) und zu klein.

bis denn,

Uwe

palstek am 12 Aug 2021 12:33:37

Tinduck hat geschrieben:Der Prius würde auch tatsächlich was taugen, wenn er nicht so einen unsäglich schlechten Benzinmotor hätte, sondern einen 1,2 L Diesel neuester Generation... und dann keine dämliche Kraftverteilung, sondern ein Vollhybrid, also Motor nur zur Stromerzeugung.


Bevor wir auf reine E-Autos umgestiegen sind, sind wir 15 Jahre lang Prius gefahren, und ich habe mich auch intensiv mit der Technik beschäftigt. Daher kann ich sicher sagen: So viel Falschaussagen über den Prius (bzw. die Hybridtechnik von Toyota, HSD) in einem einzigen Satz sind schon rekordverdächtig.

Die HSD-Technik von Toyota ist mechanisch relativ unkomplex und leicht, die Kraftverteilung ist ein geniales Planetengetriebe, etwa in der Größe einer Cola-Dose. Ein Diesel-Hybrid wäre komplexer, schwerer und teurer geworden, außerdem hätte es thermische Probleme gegeben.

Range Extender sind mittlerweile auch überholt und wären zu der Zeit, wo das HSD entwickelt wurde, noch nicht sinnvoll möglich gewesen, da die Batterietechnik nicht zur Verfügung stand.

macagi am 12 Aug 2021 14:49:38

palstek, dem kann ich nur zustimmen. Das Hybridkonzept des Prius ist genial, das Getriebe vom Wirkungsgrad unübertroffen.
So sieht praktischer Umweltschutz aus (CO2 Ersparnis) die auch noch Spass macht, weil sich der geringe Spritverbrauch direkt am Geldbeutel bemerkbar macht.
Der Benziner arbeitet nach dem Atkinson Prinzip, andere machen da inzwischen nach.
Ich wünschte mir es gäbe ein entsprechendes Triebwerk für mein Wohnmobil.

Noch besser ist nur die Generation X von Mazda, vom Konzept her quasi ein Selbstzünder mit Benzin. Den gibt es aber glaube ich nicht als Hybrid, bisher zumindest nicht.

rolfk am 12 Aug 2021 21:19:55

macagi hat geschrieben:Den Prius gibt es seit über 20 Jahren, nicht erst 10. Wir haben schon seit fast 10 Jahren einen der dritten Generation.

Dabei lasse ich mich gerne korrigieren... :D

Tinduck am 17 Aug 2021 08:52:34

Hier gibts was Neues zu Wasserstoff-Verbrennern (stationär oder schwere NFZ):

--> Link

bis denn,

Uwe

rolfk am 17 Aug 2021 11:42:47

Rockerbox hat geschrieben:Wenn es ein vernünftiges Speicher/Lade/Entlademanagement gäbe wär das auch kein Problem, nachts wird üblicherweise wenig(er) Strom verbraucht, tagsüber könnten die Batterien der e-Autos durchaus zumindest zum gewissen Anteil als Speicher genutzt werden. Und der von EE generierte und gespeicherte Strom könnte nachts wieder die e-Autos laden.


Hinter all dem verstecken sich zwei einfache Fakten: Wir haben nicht genug erneuerbare Energie, und wir haben keine vernünftige Speichermethode.

Und dann kommt man auf die Idee, den (teuren) Speicher eines privaten Autos öffentlich "netzdienlich" zu verschleissen.
(Das geht nicht gegen dich !)

Dirkulation am 17 Aug 2021 14:09:05

Tinduck hat geschrieben:Hier gibts was Neues zu Wasserstoff-Verbrennern (stationär oder schwere NFZ):

--> Link

bis denn,

Uwe


Cool!

Dem Injenör ist nix zu schwör. Alles eine Frage des Willens, der Not und der Zeit.

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