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E-oder Brennstoffzellenantrieb, was die bessere Alternative? 1, 2, 3, 4


schnecke0815 am 08 Mär 2021 09:45:51

Tinduck hat geschrieben:.....und ladbar in 10 Minuten.....


Als die ersten Autos gebaut wurden konnte sich auch niemand vorstellen das man irgendwann mal mit über 300kmh auf öffentlichen
Straßen fahren kann. Warten wir also einfach mal ab.

Im übrigen sind die Lenkzeiten doch begrenzt und die Akkus müßten nur für die gesetzlichen Zeiten reichen und geladen wird während der
doch wohl mehr als 10 Minuten Pause.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

rolfk am 08 Mär 2021 09:57:43

Nicht das ich grundsätzlich gegen Akkuaustos bin - es gibt Anwendungen, wofür das akzeptabel ist. Vielleicht 30 %.
Ich wende mich nur dagegen, dass man die Technik auf ALLES anwenden will, und glaubt, auf Verbrennungsmotoren verzichten zu können.

Abgesehen dafür stört es mich auch, dass der neue Rohstoffbedarf wieder eine neue Ausbeutung der Entwicklungsländer startet, mit Umweltschäden, Kinderarbeit und Billiglohn, nur dafür, dass man bei uns mit besserem Gewissen rumheizen darf.

teuchmc am 08 Mär 2021 10:36:53

Jobelix hat geschrieben: deshalb geben die Hersteller auch acht Jahre Garantie auf den Akku und die Gebrauchtwagenpreise für E-Autos sind im Keller.
Die alten Zöpfe halten sich echt lange...
Ebensolange wird es mindesten dauern, bis regenerative Energien im Überfluß vorhanden sind um den Energiefresser "Wasserstofferzeugung" "grün" zu produzieren.


Moin! Naja...Wenn ich mal schnell ne Suche bei nem Kfz-Verkaufsportal(max.10k) für meine Stadt eingebe,kommen da eben nur Kfz mit einem gewissen Alter, wo nach Deiner Aussage"8Jahre Garantie uffn Akku", eine Nutzungsdauer von max.3 Jahren machbar ist, eine Batteriemiete fällig ist, indiskutable Platzverhältnisse gegeben sind, die Leasingverträge auslaufen,etc..0(NULL) Kfz, welches im Ansatz überhaupt in Frage kommen könnte. Beispiel aus der befreundeten WS "uffn Hof".FIAT 500 Elektro gebraucht sollte 10k kosten.Wurde zu E-Teileträger, weil der Battsatz eben nicht 8 Jahre gehalten hat. Einmal neu 8k.Wirtschaftlich nicht darstellbar.
Wie jetzt? Kein Überfluß an regenerativer Energie? Belügen die mich dann alle in Funk & Fernsehen etc.?
Sonnigen weiterhin. Uwe

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schnecke0815 am 08 Mär 2021 10:50:16

Dann fangen wir doch einmal bei uns an. Wir verkaufen alle unsere Wohnmobile und unterstützen aus dem Pool die Entwicklungsländer.

Das Gerede von Ausbeutung und Nachhaltigkeit ist doch für 90% der Bevölkerung nicht relevant. Wir hier haben Massentierhaltung, männliche
Küken werden geschreddert etc.
Zur Beruhigung des Gewissens werden Patenschaften für Kinder übernommen aber die Überweisung wird auf dem Weg zu Aldi, Lidl oder
Amazon bei der Bank eingeworfen. Wo sind denn die Tante Emma Läden wo es noch Butter im Block oder Milch in Flaschen gab? Gibt es noch richtige Fleischer oder nur im Supermarkt 5kg Pute für € 2,50. Heute sind Schuhe schon teuer wenn die mehr als € 30 kosten - ja wo kommen
die wohl her?

Wir sollten erst einmal vor der eigenen Haustür kehren und dann von Nachhaltigkeit sprechen.

rkopka am 08 Mär 2021 11:01:20

schnecke0815 hat geschrieben:Als die ersten Autos gebaut wurden konnte sich auch niemand vorstellen das man irgendwann mal mit über 300kmh auf öffentlichen Straßen fahren kann. Warten wir also einfach mal ab.

Aber viele Länder wollen in weniger als 10 Jahre alles auf Elektro. Und wie lang hat es vom ersten Auto bis zu 300km/h gebraucht ? 1886-1938 (wenn man nach Wikipedia geht und das war auf einer Rennstrecke mit einem Rennauto) also 52 Jahre. Mit Straßenzulassung wohl Ende der 60er, also 82 Jahre. Und das sind seltene Einzelstücke. Bei der E-Mobilität sprechen wir aber von einem Massenphänomen. Und obwohl es schon E-Fahrzeuge gegeben hat, ist die Entwicklung doch 70(?) Jahre praktisch stehengeblieben. Hätte man 1900 auf einen Schlag alle Pferdefuhrwerke verboten und nur noch Autos erlaubt, hätte das auch nicht funktioniert. Irgendwann war die Technik so weit und billig genug (Ford-T), daß der Wechsel von allein kam.

RK

Jobelix am 08 Mär 2021 11:33:30

at uwe
Wenn regenerative Energie im Überfluss da wäre, hätten wir norwegische Verhältnisse - das lässt die Topographie von D aber nicht zu. :wink:
Der Fiat 500 E California (altes Modell) ist wirklich das allerschlechteste Beispiel: ein FIAT Schnellschuß für die USA - in D nur als Import zu haben.
Erweitere mal Deine Suche nach Gebrauchten. Natürlich ist das Angebot noch nicht riesig - wo sollen sie herkommen? Und natürlich sind die meisten Kleinwagen oder Teslas. Es gab vor 3 Jahren noch nicht viel Anderes.
Batteriemiete bot übrigens nur Renault beim ZOE an und wird heute gar nicht mehr angeboten. Wahrscheinlich haben sie festgestellt, dass die Akkus halten und die "Sicherheit" der Miete gar nicht mehr erforderlich ist.

Tinduck am 08 Mär 2021 11:36:45

schnecke0815 hat geschrieben:Wir sollten erst einmal vor der eigenen Haustür kehren und dann von Nachhaltigkeit sprechen.


Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Ökofaschismus ohne Akzeptanz in der Bevölkerung hilft niemandem. Familien mit niedrigem Einkommen haben am Ende des Geldes noch 2 Wochen vom Monat übrig, wenn sie nur noch im Bio-Supermarkt einkaufen dürfen und ein neues Elektroauto finanzieren müssen.

bis denn,

Uwe

schnecke0815 am 08 Mär 2021 11:42:36

Haben wir, oder besser unsere Kinder, denn noch soviel Zeit? In dieser Beziehung kann man Corona sogar etwas positives abgewinnen,
der Virus hat die Menschheit wieder etwas geerdet.

Wir schauen abends in den Nachthimmel und sehen tausend Sterne funkeln. Keiner davon ist bewohnt. Welches Glück haben wir auf dieser
Erde leben zu dürfen. Je schneller das jedem bewußt wird umso besser.

schnecke0815 am 08 Mär 2021 11:45:17

Tinduck hat geschrieben:Familien mit niedrigem Einkommen haben am Ende des Geldes noch 2 Wochen vom Monat übrig, wenn sie nur noch im Bio-Supermarkt einkaufen dürfen und ein neues Elektroauto finanzieren müssen.


Wenn jeden Tag Fleisch auf den Tisch kommt und der Zweit- oder Drittwagen vor der Tür steht mag es tatsächlich eng werden mit dem
E-Auto.

rkopka am 08 Mär 2021 11:49:21

Tinduck hat geschrieben:Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Ökofaschismus ohne Akzeptanz in der Bevölkerung hilft niemandem. Familien mit niedrigem Einkommen haben am Ende des Geldes noch 2 Wochen vom Monat übrig, wenn sie nur noch im Bio-Supermarkt einkaufen dürfen und ein neues Elektroauto finanzieren müssen.

Das nächste ist die Auswahl an E-Autos. Wenn besagte Familie mit 3 oder 4 Kindern unterwegs ist, braucht sie einen supergroßen, superteuren SUV, weil es sonst nichts gibt (AFAIK). Vans sind schon als Verbrenner ein Auslaufmodell, Kleinbusse auch als V nicht bezahlbar. Da nutzt mir der kleine günstige(?) Clio (o.a.) nichts, wenn die halbe Familie zuhaus bleibt. Besagte Familie lebt auch eher in einer Mietwohnung in einer günstigen Gegend, wo die Ladesäulen sicher nicht an jeder Ecke spriessen. Und gebrauchte E-Autos sind ein recht unsicheres Glücksspiel, was den Zustand des Akkus betrifft und ob man überhaupt noch einen Ersatz bekommt. Sobald hier Second Source etabliert ist, könnte das besser werden.

schnecke0815 hat geschrieben:Haben wir, oder besser unsere Kinder, denn noch soviel Zeit? In dieser Beziehung kann man Corona sogar etwas positives abgewinnen, der Virus hat die Menschheit wieder etwas geerdet.

Die Frage ist, wie radikal will/muß ich unser aller Leben umstellen ? Und was würde das "Volk" überhaupt akzeptieren ? Nichtmal einfache Masken werden akzeptiert oder einen 130km/h Begrenzung. Und da willst du einen radikalen Umstieg einleiten ? Das könnte wohl nur ein Asteroid, der verläßlich in 10 Jahren einschlägt, aber keine Klimawarnung.

Wir schauen abends in den Nachthimmel und sehen tausend Sterne funkeln. Keiner davon ist bewohnt. Welches Glück haben wir auf dieser
Erde leben zu dürfen. Je schneller das jedem bewußt wird umso besser.

Jein. Auf den Sternen wird nie jemand wie wir leben, auch wenn es in SF Sonnenlebewesen gibt. Und wie willst du wissen, daß dort keine Planeten bewohnt sind ? Vielleicht haben die uns nur auf die schwarze Liste gesetzt, weil bei uns soviel "giftiger" Sauerstoff ist und daher keiner mit unserer verdreckten Welt in Kontakt kommen will ?

RK

rolfk am 08 Mär 2021 12:20:33

Letztendlich zählt nur, dass wir mehr klimaneutrale Energie erzeugen und verbrauchen müssen.
Ob wir ein Auto mit Ökostrom betreiben oder mit klimaneutralem LPG, ist völlig wurscht.
Es ist nämlich garnicht der Verbrennungsmotor, der klimaschädlich ist, sondern sein Treibstoff.
Und dieser Unterschied sollte EAutobenutzern endlich Mal klar werden: Ihre Autos laufen in D momentan faktisch mit Kohlestrom. (Nein, nicht mit dem Mix)

Tinduck am 08 Mär 2021 12:33:30

schnecke0815 hat geschrieben:
Wenn jeden Tag Fleisch auf den Tisch kommt und der Zweit- oder Drittwagen vor der Tür steht mag es tatsächlich eng werden mit dem
E-Auto.


Kopf => Tisch.

--> Link

--> Link

Was jeder selbst tun kann, soll er tun. Aber man kann halt nicht Alles von Allen verlangen.

Wohnmobil schon inseriert? :D

bis denn,

Uwe

schnecke0815 am 08 Mär 2021 13:17:06

Tinduck hat geschrieben:
Wohnmobil schon inseriert? :D


Nee noch nicht, suchst du endlich was vernüftiges? :D

Tinduck am 08 Mär 2021 13:28:01

Bin nicht so für VIs, sonst gern :D

bis denn,

Uwe

teuchmc am 09 Mär 2021 11:27:06

at Jobelix! Stichwort "Energiegewinnung regenerativ". Es wird doch ständig gejammert, daß der Strom nicht vom Norden in den Süden kommt, das die Offshore-Windstromerzeuger abgeschaltet werden müssen, etc. Also ist doch regenerative Energie zumindest mehr als genug da um z.B. H2 zu erzeugen. Oder hab ick da Wahrnehmumgsstörungen?
Stichwort "Fiat500 Cal". Wo ist der Unterschied bei nem Ausfall der Batt in dem Kfz zu nem Anderem? Kostet die dann nix oder nur Portokasse?
Stichwort "erweitere Deine Suche". Warum? Wenn das Angebot eben nur nicht taugliche Kfz umfasst.
Stichwort " Batteriemiete". Bei genau dem Modell ZOE von Renault steht genau DAS in den Angeboten drin in meinem Umkreis.
Wenn ein Batterieauto für Dich paßt, dann ist ja gut. Für mich und meinen Freundes-u. Bekanntenkreis paßt die Sorte Kfz nicht.
Es ist schlicht & ergreifend kurzsichtiger politischer Wille ohne Plan. Wie aktuell bei vielen Dingen in D.
Sonnigen weiterhin. Uwe

rkopka am 09 Mär 2021 11:41:38

teuchmc hat geschrieben:Also ist doch regenerative Energie zumindest mehr als genug da um z.B. H2 zu erzeugen. Oder hab ick da Wahrnehmumgsstörungen?
...
Es ist schlicht & ergreifend kurzsichtiger politischer Wille ohne Plan. Wie aktuell bei vielen Dingen in D.

In einer Doku wurde ein Startup vorgestellt mit einer Anlage zur H2 Erzeugung. Die sagten, es funktioniert, aber die Energieumlage(?) sei so hoch, daß es sich selbst mit Gratisstrom nicht rechnet. Andererseits gibt es einige Projekte (besonders im N von D), die das mit Solar machen: H2 Erzeugung und direkter Verkauf in der Nachbarschaft.

RK

rolfk am 09 Mär 2021 12:52:30

Viele Beiträge aus allen bekannten Lagern. Mal ökologisch verbrämt, mal physiktreu, mal begeistert, mal verabscheuend.

Das ganze hat ja auch verschiedene Aspekte, und je nacdem wie man bewertet, ist das eine oder andere priorisiert in der Einstellung zu finden. Meine Einstellung ist in meinen vorherigen Beiträgen schon ablesbar, und da sie zum größeren Teil auf physikalischer, technischer und gesamtwirtschaftlicher Betrachtung beruht, wird sich auch kaum etwas daran ändern.

Es gibt übrigens einen einzige Aspekt, unter dem ich begrenzte Anwendung von reinen E-Autos sogar nützlich sehe, und das ist die Luftreinhaltung von Innenstädten. Aber da man da bereits mit der (wirklichen) Reinigung von Dieselabgasen beginnt, dürfte die dringende Notwendigkeit einer Elektrifizierung nicht mehr bestehen. Darüber hinaus gibt es auch andere Möglichkeiten: die noch immer von der Politik verschmähten LPG Autos alleine würden genügen, um das Thema zu erledigen.
Es werden nämlich noch immer, und iich kenne das seit den 90ern, noch immer 3 % der weltweit geförderten (Flüssig)Gasmenge (das kommt als Beipack zu Öl mit hoch) noch an der Förderstelle verbrannt. Weil es keiner haben will, oder "unwirtschaftlich" ist, es zum Verbraucher zu bringen. Ausnutzen tun das z.B. die Niederländer, die mit einem Xfach höheren Anteil an LPG Autos und an flächendeckend mit Flüssiggas beheizten Groß-Gewächshäusern.
So gesehen läuft jedes weitere LPG Auto, was man umrüstet, CO2 neutral, zumindest solange, bis die LPG menge nicht mehr frei zur Verfügung steht. Reichen würde das für weit mehr als nur alle deutschen Autos.... ich frage mich warum man eine ganze Wirtschaft (nutzloserweise) auf Elektroautos umstellt, wo bereits vorhandene Technike, die JETZT und SOFORT CO2 Einparung bewirken, vorhanden sind. Wenigstens als Übergangslösung würden diese weit mehr sparen, als E-Autos je sparen können - und das höchstens in 10 Jahren. Aber selbst das glaube ich nicht, weil es genügend Anwendungen gibt, wo E-Akku nicht geht: Alle Nutzfahrzeuge. LKW, Transporter, Landmaschinen, Boote, Einsatzfahrzeuge.

Glaubt jemand im Ernst, das das Militär auf Elektro umstellt ?

Oder hat sich jmand mal Gedanken darüber gemacht, wievie Ladeinfrastruktur gebraucht wird ?
heute gibt es 15000 Tankstellen mit - sagen wir - 6 Zapfsäulen. Tanken dauert 5 Minuten, Elektro mindestens 45 (Mittelwert aus 1 1/2 h mit den paar Schnelladern. Getankt werden 500 km Reichweite, elektrisch die Hälfte.
Rechnen dürft ihr selber , ich komme auf geschätzte 2 Millionen benötigte Ladestationen. Pro 50 Einwohner eine. Damit kann sich jedes 5000 Seelen-dörfen schonmal um Platz für die 100 Ladesäulen schaffen.
Dazu muss dann auch unsere netzstruktur aufgerüstet werden, um die 30 % Mehrverbrauch aun die Stationen zu bringen. Interessantes Vorhaben, nicht gerade kostengünstig.
Und da soll es keine ander Technik, keine andere Vorgehensweise geben, die nicht besser und schneller ist?

Nehmt doch mal die ungeliebten Hybridautos. Auch von der Politik übergangen, weil sie nützlich wären, aber unsere eigene Industrie die seit 10 Jahren verschafen hat. Minderverbrauch 30 %, CO2 Wert eines Auris ist 85 gr.
Benzin hat heute 5-7 % Bioalkohol, rechnet man 30 % runter könnte man auf 20% gehen (weil man nur die fossile Menge verringert ) ( wenn der Motor dafür gemacht ist) . Also 85 gr CO, davon 20 % weg weil CO2 Neutral, wären 70. Wieviel hat doch gleich ein E-Auto in der wirklichen Summe ?

Ich habe nichts gegen ein paar E-Autos, wo das SINN macht.

Es macht keinen Sinn, das als ultimative einzige Lösung für die nächste Dekade zu verkaufen.
Damit verzögert man, Lösungen für die Fälle zu suchen, wo E nicht geht.

pwglobe am 09 Mär 2021 13:30:18

Hallo rolfk,
die Weichen werden in D leider immer nur in eine Richtung gestellt. In China hat man längst erkannt, dass es auf einen intelligenten Mix ankommt.
Ich arbeite seit über 30 Jahren für die Automobilindustrie, die Autohersteller bei uns sind durch ihre Aktienkurse gelähmt, es wird zu wenig in die Zukunft investiert damit der Gewinn möglichst hoch bleibt.
Wir hatten in China bereits Projekte zur Batterieherstellung, auch für den Export nach Europa, die Förderung ist jetzt ausgelaufen.
China schwenkt um auf Wasserstoff, aber auch hier werden zwei Ziele gleichwertig verfolgt, Brennstoffzelle und E-Fuel.
Bei der Brennstoffzelle geht man für LKWs auf direkte Versorgung und bei PKWs als Range extender.
China investiert Milliarden in diese Technologien unsere Autoindustrie hinkt hinterher und jammert über die Politik.
Die Automobilindustrie in Deutschland hat in der Corona Zeit Milliarden an Subventionen durch Kurzarbeitergeld bekommen, statt dieses Geld zu investieren weist man Gewinne aus.
„Daimler schließt das Corona-Krisenjahr mit einem Gewinn von vier Milliarden Euro ab – deutlich mehr als 2019. Konzernchef Ola Källenius blickt optimistisch in die Zukunft.“ :angry:
Unsere Steuergelder werden hier an Aktionäre ausgezahlt, statt in den Standort Deutschland zu investieren.
Wir sollten aufhören auf die Politik zu schimpfen und mit den Konzernen Ross und Reiter nennen, denn hier läuft etwas schief.
Denn wenn die Politik die Daumenschrauben anziehen will, wird sofort mit Abbau von Arbeitsplätzen gedroht.
Wir werden trotzdem als Zweitwagen ein E- Auto kaufen, den Ladestrom erzeugen wir selbst und die Batterie wird geleast.

Tinduck am 09 Mär 2021 13:48:33

pwglobe hat geschrieben:„Daimler schließt das Corona-Krisenjahr mit einem Gewinn von vier Milliarden Euro ab – deutlich mehr als 2019. Konzernchef Ola Källenius blickt optimistisch in die Zukunft.“ :angry:
Unsere Steuergelder werden hier an Aktionäre ausgezahlt, statt in den Standort Deutschland zu investieren.


Stimmt schon. Ich kenne keine Firma, die nach der Umwandlung in eine AG innovativer geworden wäre. Eher kauft man sich ne ganze Abteilung Controller ein und würgt jede Kreativität im Keim ab.

Leider wird denen niemand die Daumenschrauben anlegen, unsere Polit-Clowns wollen ja nach ihrer Bundestags'karriere' alle in die Aufsichtsräte. Und alles, was Geld hat, kann das eigentlich nur noch am Aktienmarkt effektiv vermehren. Also weiter mit Vollgas vor die Wand.

rolfs Analyse der Situation bezüglich H2/elektro teile ich uneingeschränkt.

bis denn,

Uwe

schnecke0815 am 24 Mär 2021 19:56:48

Letztes Wochenende gab es auf VOX (auto-mobil) einen sehr interessanten Beitrag über ein junges deutsches Start Up Unternehmen.
Diese stellen Strom in einer stätionären Ladestation mittels Methanol her. Man braucht keine Stromkabel verlegen/anschließen, die
Erzeugung des Stromes erzeugt keine Schadstoffe und die Anlage kann praktisch überall hingestellt werden - --> Link

Hier noch der Link zum Beitrag --> Link

Sam88 am 17 Mai 2021 00:13:46

Hallo,

kleiner Nachtrag zur voran gegangenen Diskussion.

Auf youtube gesehen, erstaunlich wie eine evtl. zukunftsweisende marktreife Technologie von den staatlichen Stellen und Industrie behindert wird. Läuft unter dem Titel:
"Neues E-Auto? 3 Minuten tanken, 800 Kilometer fahren, ohne Ladekabel | Die Story | Kontrovers | BR24"


--> Link

Jobelix am 17 Mai 2021 00:51:23

Sam88 hat geschrieben:Hallo,

kleiner Nachtrag zur voran gegangenen Diskussion.

Auf youtube gesehen, erstaunlich wie eine evtl. zukunftsweisende marktreife Technologie von den staatlichen Stellen und Industrie behindert wird. Läuft unter dem Titel:
"Neues E-Auto? 3 Minuten tanken, 800 Kilometer fahren, ohne Ladekabel | Die Story | Kontrovers | BR24"


--> Link


Ein kleine Anmerkung
Elektroautos wurden auch Jahrzehnte von Industrie und "staatlichen Stellen" behindert. Und hat's was genützt?
In einer globalisierten Welt interessiert nicht, was ein Herr Scheuer denkt oder boykottiert.
Wenn eine Technik gut, verfügbar und effizient ist, wird sie sich immer durchsetzen- nur dauert das in der Regel ein paar Jahre, bis sie wirklich serienreif und für Massen bezahlbar ist.
Wichtig ist, das weiter intensiv geforscht wird und wenn Deutschland/Europa mal wieder nach Jahrzehnten der erste wäre, der eine Technologie an den Start bringt die sich durchsetzt, wäre es auch kein Nachteil.
Rohrkrepierer, weil die Förderung zu früh eingestellt wurde, hatten wir ja genug - z.B. Transrapid

rolfk am 17 Mai 2021 04:41:32

Ich nehme an, dass es in dem Beitrag um die Brennstoffzelle geht?

Dachfalter am 17 Mai 2021 06:29:52

Ausgangssituation: Mein 50er Roller ist nach ca. 12 Jahren, in denen ich ihn für meinen 27km langen Arbeitsweg überwiegend benutzt habe, bei einer Laufleistung von ca 96000 km am Ende der Nutzungszeit angekommen. Ich selbst bin mit deutlich über 50 nun nicht mehr wewillt, bei Wind und Wetter im Freien zu sitzen. Also sollte der Roller durch etwas Kleines, Überdachtes ersetzt werden.
Die Wahl fiel auf einen Renault Twizy, da ich schon immer ein sehr kleines Auto haben wollte, mit dem man neben dem Fahren auch Spaß haben kann. Die Kröte, daß er nicht als Pkw gilt und somit nicht gefördert wird, war ich bereit zu schlucken. Dann kam im Dezember 20, als ich ihn bestellen wollte, die Info, daß es die Batteriemiete nicht mehr gibt. Das Angebot incl. Antriebsakku belief sich auf rund 14000€... Ich habe dem Autohaus dann nett für das Gespräch gedankt und begann zu überlegen.

Ich bin dann auf den neuen Fiat 500 gestoßen, welcher in der Grundversion nach Abzug der Förderung nicht viel teurer als der Twizy ist. Dabei stellt er ein vollwertiges, alltagstaugliches Auto dar. Ich habe mich spontan in den kleinen Fiat verliebt. Ich bin dann mit meiner Frau zum Fiathändler gefahren um mir die Knutschkugel mal anzusehen und war einfach hin und weg. MEine Frau hat dann aber ein Veto eingelegt und gemeint: "Wenn, dann als Cabrio". Ok, dachte ich mir, dann fahren wir halt den Cabrio Probe. Nach der Probefahrt musste ich erst mal in die Notaufnahme um mir das Grinsen aus dem Gesicht operieren zu lassen.

Inzwischen steht das Teilchen seit ein paar Wochen vor der Tür. Meine Erwartungen wurden voll erfüllt. Ich habe eine 11kW Wallbox (Ökostrom) in der Garage (für Notfälle). Der Verbrauch liegt bei ca 13,5 kWh/100km. Dies liegt monetär (gerechnet mit einem Standard Ökotarif für Zuhause) etwas unter dem, was der Roller verbrannt hat (beim derzeitigen Benzinpreis). Bei einem regionalen Anbieter bekam ich auch noch eine Stromflatrate (rein Ökostrom) für 25€/Monat. Dies entspricht etwa einem Drittel des Dieselverbrauchs unseres Familienautos für die Fahrten zur Arbeit.

Dann kommt auch noch der Fahrspaß dazu. Das Teilchen braucht aus dem Stand weniger als 24m um auf 50 zu kommen. (entspricht 3 Sekunden) Ich bin alles andere als ein Schnellfahrer. Für mich wäre ein Tempolimit von 120 auf der Autobahn und 90 auf der Landstraße absolut kein Problem. Daher sind die 150 "Spitze" mehr als ausreichend. Ich komme mit einer Akkuladung in der Überlandfahrt zwischen 250 und 300km weit, innerorts über 400km. Das Auto lade ich an unserem bevorzugten Wanderparkplatz während unserer fast täglichen Runde oder (kostenlos) bei Lidl und Kaufland während des Einkaufs. Ich könnte aber auch an der DC-Säule mit 85kW laden (wenn ich denn wollte). Da ist der Akku dann in einer halben Stunde auf 80%.

Weiterhin ist mir Verkehrs- oder Motorenlärm ein Graus. Elektrisch fahre ich leise. Ein weiteres Argument für den Elektroflitzer.

Die Elektrogegner können mich jetzt häuten. Ich würde aber jederzeit wieder so entscheiden. Die angeblichen Nachteile (Reichweite, Tankdauer, Preis...) sind für mich eher unwichtig. Allein durch dem eingesparten Diesel kann ich den Unterhalt beider Fahrzeuge (E-Auto + Familienkutsche) für insgesamt weniger Jahreskosten bestreiten.

Inzwischen sind doch einige Autos Auf dem Markt welche (nach Abzug der Förderung) auch für kleinere Einkommen realisierbar sind. Der Renaut Twingo, Dacia Spring, Fiat 500 (Basis) und einige andere sind zwischen 10 und 15k als Neufahrzeug zu haben.

Ich habe bei meiner jetzigen Fahrzeugwahl nicht nur die (mitunter sehr manipulativen) Mainstream Medien zum Thema konsumiert und deren Meinung nachgeschwafelt, sondern ich habe mich umfassend informiert. Ich habe mich bewusst für ein kleines Elektroauto entschieden, weil es für mich derzeit absolut Sinn macht. Ein Brennstoffzellenauto kann irgendwann durchaus auch mal Sinn machen. Dann steht eine neue Entscheidung an.

Fledermaus am 17 Mai 2021 06:46:43

Servus
Da sieht man im Video das es auch funktionieren kann, ohne Komfort Verluste.
Warum soll ich mir ein Batterieauto kaufen mit einer lächerlichen Reichweite, wenn es Diesel und Co oder Wasserstoff/Methanol gibt mit großen Reichweiten.
Das Tanken in gewohnter Geschwindigkeit funktioniert.

Egal ob Audi oder ...... alle unterhalten teure Entwicklungs Abteilungen die so richtig Geld kosten. Da kommt dann einer und will auch Geld für seine Entwicklung - das geht dann nicht - für was wäre dann die eigene Entwicklungs Abteilung gewesen?

Mit dem Video wird meine Meinung über Wasserstoff oder Methanol oder deren Kombination bestätigt, so wird die Zukunft ausschauen.

Vor über 20 Jahren war in meinem damaligen Wohnort schon eine Wasserstoff Tankstelle, ...... :trotz:
Und so könnten auch Womos betrieben werden, Strom für das Wohnen im Womo ohne Ende.
Und die ganzen Themen im Forum über Solar - Batterien und .... wären alter Hut.

Tinduck am 17 Mai 2021 08:21:31

Dachfalter hat geschrieben: Ich habe mich bewusst für ein kleines Elektroauto entschieden, weil es für mich derzeit absolut Sinn macht. Ein Brennstoffzellenauto kann irgendwann durchaus auch mal Sinn machen. Dann steht eine neue Entscheidung an.


Deine Wahl passt ausgezeichnet zu deiner Lebenssituation. Glückwunsch!

Für uns wäre ein Fiat 500 eher als Katastrophe zu bezeichnen (5-Personen-Haushalt). Man kann halt nicht verallgemeinern.

Wenn VW den T8 oder T9 ( :) ) als vollelektrische Version oder mit Brennstoffzelle rausbringt, kommt der Diesel weg. Vorher sicher nicht. Von Womos reden wir dann später, da sehe ich nichts brauchbares am Horizont, was keinen Diesel hat. Die bisherigen Studien zu alternativen Antrieben bei Womos sind, mit Verlaub, lächerlich. 5 Tonnen zGG für 200 km Reichweite und weniger Zuladung als heute ein 3,5-Tonner? Dann lieber Zelten.

bis denn,

Uwe

Dachfalter am 17 Mai 2021 08:46:26

Richtig. Für ein Wohnmobil käme für mich der E-Antrieb nicht in Frage. Deswegen wurde es auch ein Diesel (letzten Freitag abgeholt...).

Ich habe vor dem Kauf des E-Autos auch eingehend meine Nutzungsverhältnisse analysiert. Ich habe selten Strecken von mehr als 150km (einfach) zu fahren. Ich schätze maximal einmal im Quartal. Dafür haben wir noch den Berlingo meiner Frau. Und selbst der wird in den nächsten beiden Jahren kritisch hinterfragt werden, da dieser das teuerste Fahrzeug der Flotte (von Steuer/Versicherung her betrachtet) ist. Derzeit läuft er als Zugesel bzw Einkaufs- und Winterauto weiter. Dann wird erneut analysiert und eine weitere Entscheidung wird gefällt, ob er bleibt oder durch einen zweiten Kleinwagen mit AHK ersetzt wird.

Sam88 am 17 Mai 2021 08:53:30

Jobelix hat geschrieben:


Ein kleine Anmerkung
Elektroautos wurden auch Jahrzehnte von Industrie und "staatlichen Stellen" behindert. Und hat's was genützt?
In einer globalisierten Welt interessiert nicht, was ein Herr Scheuer denkt oder boykottiert.....[/quote]

….oder die bessere Technologie verschwindet in den Schubladen. Die Autoindustrie schwingt sich fröhlich auf den Sattel der Verbrenner Gegner. In meinen Augen ein Schelm ist der böses denkt. Bin ja leider kein Fachmann, meine Bedenken gehen halt einfach in die Richtung, man baut für sehr viel Steuergeld eine Infrastruktur für reine Batterie Fahrzeuge auf, wobei vermutlich unsere Fachleute/Insider schon jetzt wissen, dass weder die Ressourcen noch Strom für alle Autos reichen werden. Wenn ich das Video richtig verstanden habe, könnte man sogar unser funktionierendes Tankstellennetz weiter verwenden….. ist es wirklich so einfach?! Warum nicht beides parallel laufen lassen, reine Batterieautos für den Nahverkehr und Methanol Brennstoffautos für die Strecke? Wäre in meinen Augen super.

Sam88 am 17 Mai 2021 09:05:59

Fledermaus hat geschrieben:Servus
Da sieht man im Video das es auch funktionieren kann, ohne Komfort Verluste.
Warum soll ich mir ein Batterieauto kaufen mit einer lächerlichen Reichweite, wenn es Diesel und Co oder Wasserstoff/Methanol gibt mit großen Reichweiten.



Denke dass sich Wasserstoff als Treibstoff nicht durchsetzen wird, allein die Baukosten einer Tankstelle sollen sich zwischen 1er und 2 Millionen Euro bewegen, von der Logistik mal ganz abgesehen, usw. der Aufwand lohnt nicht und in Folgekosten zu teuer.

rkopka am 17 Mai 2021 09:23:10

Tinduck hat geschrieben:Für uns wäre ein Fiat 500 eher als Katastrophe zu bezeichnen (5-Personen-Haushalt). Man kann halt nicht verallgemeinern.

Bei mir sinds zwar nicht so viele Personen, aber ich brauche Transportvolumen. Und alles größere sind irgendwelche riesigen SUVs mit entsprechenden Preisen. Mir würde ein Van eher gefallen, aber die gibts schon mit Verbrenner kaum noch. Und der Preis bleibt. Selbst ein halbwegs passendes Fahrzeug (Seat Enyaq) wird zwar in einer Sendung mit ab 33K angegeben. Aber wenn ich dann konfiguriere, kommt er mit dem absolut nötigsten schon auf 45K. Da bekomme ich 2 Benziner, die mir auch reichen, dafür.

RK

rolfk am 17 Mai 2021 10:01:08

Und über Brennstoffzellen möchte ich erst diskutieren, wenn sie denn irgendwann mal zumindest so billig werden wie ein Akku, besser auch weniger. Und ob die notwendige und bisher teure Reinheit des Betriebsstoffs bis dahin gelöst ist, bezweifle ich.
In der Zwischenzeit man man ja ein oder zwei Autoleben mit normal hybriden oder LPG Umrüstung fahren, die stossen etwa 30 % weniger CO2 aus und sind auf jeden Fall nützlicher als des Grünen Lieblingsspielzeug Elektroautos oder Geschwindigkeitsbegrenzung.

teuchmc am 17 Mai 2021 11:03:18

Moin! Mir gerade den verlinkten BR-Kontrovers-Beitrag gegeben.
Und es zeigt auch deutlich die Fachkompetenz eines aktuellen BVM.
Die Industrie hat sich auf die Batterieautos festgelegt, weil man da weiter scheffeln kann ohne Ende.
Es ist eine Technologie(Batterieautos) für begrenzte Einsätze. Wenn es passt, von mir aus und ich stelle es auch nicht in Frage. Aber dieses Gefaseln vom Allheilmittel ist schlicht & ergreifend falsch. Und die genannten „günstigen“ Batterie-Neuwagen sind auch nur für „spezielle“ Einsatzzwecke nutzbar und sind bei genauer Betrachtung teilweise „Krücken“.
Sonnigen weiterhin. Uwe

mithrandir am 18 Mai 2021 09:55:20

Eins vorweg, damit es keine Missverständnisse gibt:
Ich bin E-Autofahrer und deswegen Fan und ggf. einseitig.
Ich befasse mich mit dem Thema schon seit etwa 25 Jahren, auch mit dem Thema Wasserstoff, das ich auch sehr lange für sinnvoll hielt.
Ich will hier auch nicht alles, was hier schon diskutiert wurde noch mal aufrollen, aber 3es gibt ein paar Tatsachen, die hier teilweise scheinbar nicht bekannt scheinen und eben Wasserstoff leider (zumindest aktuell) als die ungünstigere Alternative qualifizieren:
- Nicht nur die Herstellung hat einen schlechten Wirkungsgrad. Das Zeug muss verdichtet transportiert und gelagert werden. Kann also nicht einfach in jeden x-beliebigen Tankwagen gepackt und bei der Tanke in den entsprechenden Tank umgefüllt werden. Auch die aktuell vorhandenen Gastanks sind dafür nicht geeignet.

- Beim Betanken bedarf es eines entsprechenden Drucks. Es geht eben nicht, einfach den Rüssel wie bisher reinzuhängen und loszutanken.

- Ja, man kann Wasserstoff in ein besser handlebares Gas umwandeln, aber das Bedarf wiederum Energie und knabbert am Wirkungsgrad.

Die oben genannten Themen machen klar, dass es eben auch beim Umstieg auf Wasserstoff eines hohen Aufwands bedarf was die Infrastruktur angeht. Tankstellen müssen umgerüstet, Abfüllstationen, Tankwagen gebaut werden.
Ich behaupte nicht, dass das in Zukunft irgendwann mal praktikabel sein wird, aber diese Dinge in der Masse auszurollen steckt momentan noch in den Kinderschuhen.
Elektromobilität ist da schon wesentlich weiter, wenn auch noch nicht optimal.
Ob die (vor allem deutschen Autobauer) den Zug verschlafen haben oder absichtlich das Thema Wasserstoff in den vergangenen Jahren hochgehalten haben, ohne wirklich Fortschritte zu erzielen. Ich weiß es nicht und es ist müßig das zu diskutieren.
Wir müssen zusehen, dass wir weg kommen Fossile Brennstoffe zu nutzen um das Klima zu retten. Aktuell geht das am schnellsten mit E-Autos. Nicht von heute auf Morgen, aber die Weichen werden gestellt.
Wenn dann Wasserstoff alltagstauglich ist, kann man auch in diese Richtung abbiegen. Aber darauf zu warten ist meiner Meinung nach keine Option.

Tinduck am 18 Mai 2021 10:14:16

mithrandir hat geschrieben:Wir müssen zusehen, dass wir weg kommen Fossile Brennstoffe zu nutzen um das Klima zu retten. Aktuell geht das am schnellsten mit E-Autos. Nicht von heute auf Morgen, aber die Weichen werden gestellt.
Wenn dann Wasserstoff alltagstauglich ist, kann man auch in diese Richtung abbiegen. Aber darauf zu warten ist meiner Meinung nach keine Option.


Komplett d'accord, die CO2-Emissionen müssen runter.

Dann ist aber die richtige Reihenfolge, erst den Strom Grün zu machen und ihn dann mit E-Autos zu nutzen.

Im Moment wird durch E-Autos nur der Stromverbrauch erhöht, mit AKWs (zwar CO2-neutral, aber mit anderen Nachteilen behaftet) und Kohlekraftwerken abgefangen... in der Konsequenz werden mehr Schadstoffe ausgestossen als mit Verbrennern (schon mal die Abgaswerte von nem Kohlekraftwerk angeschaut?), nur nicht mehr am Anwendungsort. Das ist dem Klimawandel aber komplett egal, ob das CO2 in der Stadt oder auf'm Land ensteht, das befriedigt nur das Mimimi der DUH.

E-Autos sind super, wenn man sauberen Strom hat. Haben wir aber noch nicht in ausreichendem Maße. Und der Ablasshandel mit 'grünen' Stromtarifen macht vielleicht ein reines Gewissen, verhindert aber nicht ein einziges Gramm CO2-Ausstoss.

Wir müssen da auf allen Gleisen am Ball bleiben und uns nicht nur freuen, dass die deutschen Autohersteller jetzt auch E-Autos können. Da entsteht nämlich schon wieder die nächste schädliche Monokultur.

bis denn,

Uwe

Jobelix am 18 Mai 2021 11:30:49

Tinduck hat geschrieben:Dann ist aber die richtige Reihenfolge, erst den Strom Grün zu machen und ihn dann mit E-Autos zu nutzen.

Das Henne-Ei-Problem. Wenn man nicht mit einem anfängt wird, das nie was.
Um weiter mobil und halbwegs umweltfreundlich (nicht nur bezgl. CO2 sondern auch Lautstärke) zu sein, müssen wir die Technik nutze die JETZT verfügbar/bezahlbar ist. Wie mithrandir und ich schon schrieben: Warten ist kein Option!
Ich war von 2004 - 2019 mit Erdgas unterwegs. Rußfrei, günstig und auch heut noch umweltfreundlicher als alle anderen Brennstoffe. Das Problem war die Tankstellendichte (hohe Investitionskosten für Komprimierung) und die schlechte Lobby : Die "Explosionsgefahr" geisterte in jedem 2. Kopf herum! Und jetzt mit viel "gefährlicheren" Wasserstoff soll das alles anders sein...?
Wenn sich ein Technologie anfängt durchzusetzen kommen die Lobbyisten und Bedenkenträger sofort aus ihren Kisten und überschwemmen das Netz und Zeitungen mit ihren "Ansichten"!
In D leider besonders ausgeprägt.

Dachfalter am 18 Mai 2021 11:53:54

Tinduck hat geschrieben:Im Moment wird durch E-Autos nur der Stromverbrauch erhöht, mit AKWs (zwar CO2-neutral, aber mit anderen Nachteilen behaftet) und Kohlekraftwerken abgefangen... in der Konsequenz werden mehr Schadstoffe ausgestossen als mit Verbrennern (schon mal die Abgaswerte von nem Kohlekraftwerk angeschaut?), nur nicht mehr am Anwendungsort.


Ein Argument, welches immer wieder kommt.
Wenn ich heute eine Wallbox zuhause installiere und diese gefördert bekommen möchte, muss ich nachweisen, daß der Strom zu 100% aus regnerativen Quellen (= Ökostrom) kommt. Die Tankflatrate, welche ich bemühe ist auch mit Ökostrom versorgt. Also Nix mit "Der Auspuff steht eben wo anders".

Nebenbei dazu: Unser Berlingo braucht um die 5,5 l Diesel auf 100km. Bis dieser Diesel bei mir im Tank ist, wurde da auch ganz nett Strom verbraucht. Oder meinst Du daß der fertige Diesel aus einer unterirdischen Quelle Direkt in die Zapfpistole sprudelt? Ich habe neulich in einer Reportage konkret (leider kann ich selbst dies nicht verifizieren) einen Wert von über 30 kWh gehört, welche erforderlich sind, diese 5 bis 6 l Diesel von der Förderung aus der Erde über Aufbereitung, Transport etc. bis zu mir in den Dieseltank zu schaffen. Und ich bin nicht so blauäugig zu glauben daß diese Energie rein regenerativ bereitgestellt wird.

Da sind die 13,5 kWh / 100km welche mein Auto braucht in meinen Augen doch schon sehr sauber. Sie wären es im Vergleich sogar, wenn ich bewusst Kohlestrom tanken würde.

Tinduck am 18 Mai 2021 12:04:13

Dachfalter hat geschrieben:Ein Argument, welches immer wieder kommt.
WEnn ich heute eine Wallbox zuhause installiere und diese gefördert bekommen möchte, muss ich nachweisen, daß der Strom zu 100% aus regnerativen Quellen (= Ökostrom) kommt. Die Tankflatrate, welche ich bemühe ist auch mit Ökostrom versorgt. Also Nix mit "Der Auspuff sther eben wo anders".


Dann zeig mal ein Foto von dem Elektronensortierer in deiner Wallbox, der sicherstellt, dass nur Elektronen aus regenerativen Energiequellen dein Auto laden und die pösen Elektronen aus AKWs und Kohlekraftwerken draussen bleiben.

Das einzige, was dein Ökostrom sicherstellt, ist, dass die Investitionen deines Stromanbieters in regenerative Energien erfolgen, wenn er denn überhaupt investiert. Der Strommix ist für jede Steckdose im Land, die am öffentlichen Stromnetz hängt, der gleiche, egal, was man gebucht hat oder bezahlt. Das ist simple Physik. Solange wir in Europa z. B. 30% Kohlestrom haben (Zahl jetzt nur willkürlich angenommen), fährt hier auch jedes Elektroauto, das nicht aus einer Ökostrom-Inselanlage versorgt wird, mit 30% Kohlestrom.

Wird nicht gern gehört, ist aber so. Die Physik kennt keine Marketingargumente und auch kein Greenwashing.

bis denn,

Uwe

Jobelix am 18 Mai 2021 12:26:21

ja ja, Uwe
das ist eine gern genommen Momentaufnahme, die sich mit jedem Herkunftsnachweis und jedem der diesen Strom kauft verbessert.
Da darauf immer noch rumgeritten wird...
Das braucht seine Zeit, aber wir können nicht warten, bis alle Dächer in EU mit Solarzellen belegt sind.
Ein kleinere Übel, ist das bessere Übel.

Tinduck am 18 Mai 2021 13:15:52

Jobelix hat geschrieben:ja ja, Uwe
das ist eine gern genommen Momentaufnahme, die sich mit jedem Herkunftsnachweis und jedem der diesen Strom kauft verbessert.
Da darauf immer noch rumgeritten wird...


Das hat nichts mit rumreiten zu tun, ist einfach eine Abbildung der Realität. Faktum, wie man so schön sagt.

Kann man das ändern? Klar.

Aber im Moment fährt nun mal noch fast jedes E-Auto mit XX% Kohlestrom, und das saubere Gefühl beim Fahren trügt. Komischerweise reagieren die Eigentümer von Elektrofahrzeugen immer sehr pikiert, wenn man darauf hinweist (siehe oben). Ich wäre durchaus für ein E-Auto offen, wenn der Preis und die technischen Daten stimmen. Ich bilde mir aber nicht ein, dass ich damit die Welt retten würde.

Die Realität ist das, was nicht weggeht, wenn man nicht mehr daran glaubt...

bis denn,

Uwe

mithrandir am 18 Mai 2021 13:55:08

Tinduck hat geschrieben:Dann ist aber die richtige Reihenfolge, erst den Strom Grün zu machen und ihn dann mit E-Autos zu nutzen.


Meiner Meinung spricht nichts dagegen, das parallel zu tun.
Ich selbst habe mir vor Anschaffung des E-Mobils eine Solaranlage aufs Dach und einen Speicher in den Keller gepackt.
Ja, manchmal muss ich aus dem Netz nachtanken, aber ich bin erstaunt, wie wenig das ist, selbst in den Sonnenflautenmonaten Anfang des Jahres.

Tinduck hat geschrieben:Das einzige, was dein Ökostrom sicherstellt, ist, dass die Investitionen deines Stromanbieters in regenerative Energien erfolgen, wenn er denn überhaupt investiert. Der Strommix ist für jede Steckdose im Land, die am öffentlichen Stromnetz hängt, der gleiche, egal, was man gebucht hat oder bezahlt.

Für die Momentaufnahme hast du recht, aber die Investition des Ökostromanbieters hilft, dass der Kohlestrom immer weniger wird.
Das sehen wir in den Schlagzeilen der letzten Tage, dass der Kohleausstieg voraussichtlich früher erfolgt als erwartet, weil es sich nicht mehr lohnt.
Deswegen ist es wichtig über den eigenen Horizont hinwegzuschauen.
Jeder Ökostromvertrag (wenn es denn auch ein echter ist, leider gibt es auch hier zu viele schwarze Schafe) hilft, die "schmutzigen" Stromquellen abzuschalten.
Jedes gekaufte Elektroauto hilft es die Technologie zu fördern, die langfristigen Preise erschwinglich zu machen.
Es geht nicht darum, dass jeder gezwungen wird, seinen Verbrenner jetzt wegzuwerfen und ein Elektrofahrzeug zu kaufen. Ich behalte mein Diesel WoMo auch noch.
Es geht darum, die eigene n Gewohnheiten zu überdenken und seinen möglichen Beitrag zu leisten.
Wenn jeder ein bisschen aus der Komfortzone rausgeht und tut was er kann, wären wir schon etwas weiter. Nicht nur auf die anderen zeigen.
Ich kann mir die Solaranlage und das Fahrzeug leisten. Ich weiß, dass es finanziell sinnvoller wäre das Geld an anderer Stelle zu investieren.
Aber die Solarapp zu beobachten, wie Strom direkt vom Dach in den Speicher oder ins Auto fließt und am Ende sogar noch ins Netz geht, ohne dass ich welchen beziehen musste. Leute, das ist noch geiler als schwarze Streifen vom Wohnmobil zu polieren oder den Tank zu desinfizieren. 8)
Macht es zum Hobby. Denkt mal drüber nach, ob man beim Zweitwagen unbedingt einen Dacia Duster braucht, oder ob es auch die Renault Zoe tut. Vielleicht nicht so hübsch, nicht so groß, aber für 90% der Fahrten komplett ausreichend.
Das ist doch schon mal ein Anfang.
Darüber, dass der Zweitwagen eigentlich unnötig ist, reden wir, wenn autonome Busse im ÖPNV auch auf dem Lande dafür sorgen, dass wir mit nur wenig Zeitverlust in den nächsten Ort kommen.
Eins nach dem Anderen, aber wir müssen anfangen.
Und wenn dann mal Strom im Überfluss vorhanden ist, können wir den auch nutzen um Wasserstoff zu produzieren. Aktuell ist es einfach effektiver den direkt in eine Batterie zu packen.
Bis dahin hat es die Forschung vielleicht auch geschafft die Produktion zu optimieren. Dann können wir darüber reden auf Wasserstoffautos umzusteigen.
Aber dann werden alle ihr geliebtes E-Mobil behalten wollen.
Sucht die Möglichkieten für den Umstieg und nicht die Ausreden und Probleme, die euch daran hindern.

Jobelix am 18 Mai 2021 14:08:42

Die Welt retten wir (und die Elektroautofahrer) mit Sicherheit nicht, aber wir können die Lebensumstände unserer und der folgenden Generationen versuchen ein wenig verbessern, ohne jetzt in Höhlen zu ziehen und gesamte individuelle Mobilität mit all ihren Vorteilen zu verteufeln.
Jeder Beitrag zählt und sei er noch so klein.
Es nützt halt auch nichts, nichts zu tun und nur zu sagen: Ist halt so, bleibt halt so. Ändert sich eh nix.

Fledermaus am 18 Mai 2021 14:36:49

Servus
Ja das Leben könnte mit grünen Strom einfach sein. Der würde sicher schneller entstehen würden auch die Regierungen das wollen und es nicht so kompliziert machen für die kleinen Leute, die haben leider keine Lobbyisten.
Unsere Regierung ( Österreich) macht es leider auch nicht besser.
In den Niederlanden soll es einfach funktionieren.......

Der Umstieg auf E-Auto funktioniert mit kleinen PKW mit kleiner Kilometerleistung sicher gut. Aber wie schaut es mit den Transporter und den großen LKW aus.

Ich fahre nur noch ebike Firmen-Kawa und das Womo. Und mit dem Womo bin ich gar nicht so schlecht unterwegs, brauche keinen Strom für das ganze Leben im Womo und der Wasserverbrauch ist so gering den würde ich im Steinhaus nicht schaffen. Der Gasverbrauch im womo hält sich auch in Grenzen. Wenn man das dann auch berücksichtigt schaut doch die Energiebilanz nicht so schlecht aus.

So kann ich nur auf ein leistbares womo mit Wasserstoff warten.

ChrisL88 am 18 Mai 2021 17:25:12

um mal zurück auf die WoMos zu kommen...

Opel bringt nun den Vivaro-E auch mit Wasserstoff... (Bericht von Golem: --> Link )

Wenn ich mal so die Nutzlasten grob anschaue....

Normaler Vivaro (Diesel), finde ich auf die Schnelle maximal 1.4to (nehme an für das kürzestes Fahrgestellt)
Für den Vivaro-E mit Wasserstoff wird bis zu 1,1to angegeben (also wohl auch für das kürestes verfügbare Fahrgestellt, das wäre aber hier schon das mittlere!)

Ergo, wird er wohl ca. 200-250kg schwerer sein, als ein normaler Vivaro...


Klar, Opel ist keine Basis für klassische WoMos, schon gar nicht der Vivaro - aber ist könnte sich evtl. auch auf weitere Stellantis Fahrzeuge übertragen.

MoniDieter am 08 Aug 2021 21:08:41

Hallo zusammen,
Ich glaube dass der Verbrenner noch nicht am Ende ist. Nicht für PKW und schon garnicht für alles was mehr als 4 To wiegt und mehr als 20 km fahren soll bei wohlmöglich bergiger Topographie. Es wäre auch aberwitzig die komplette Fahrzeugflotte auf Grund einer politischen Entscheidung in den Hochofen zu schieben. Das wäre in etwa so ökologisch wie Elektrische Haushaltsgeräte so zu bauen, dass sie kurz nach Ende der Gewährleistung schlapp machen, so wie unser ( Miele )Kühlschrank.
Worauf ich hinaus will, ist die technische Machbarkeit der Herstellung von klimaneutral hergestellten Kraftstoffen mit Hilfe von Sonnenlicht und Wind. Dazu gibt es ein informatives YT Video aus Freiberg in Sachsen. --> Link
Es dürfte m.E. nicht sein dass solche Entwicklungen durch das Mineralölsteuer recht behindert werden. Zu Gunsten von was?
Gruß Dieter

Dirkulation am 09 Aug 2021 00:07:20

rolfk hat geschrieben:...


Einer der wenigen Texte, die das Thema sachlich betrachten.

Es geht meiner Meinung nach nicht vorrangig darum, ob e funktioniert oder ob es grundsätzlich gut oder schlecht ist.

E-Autos machen manchmal Sinn, aber meistens nicht. Je größer das Auto und je größer die Reichweite sind, desto mehr Batterien werden benötigt. Egal wie sauber der Strom erzeugt wird, es ist unsinnig damit 90% Batterie zu bewegen.

Die E-Autos sind politisch gewollt. Hybrid wäre meist besser, aber da hat Deutschland leider zu lange verschlafen.
In einigen Städten ist die Luft so schlecht, dass Fahrverbote drohen. Damit man das umgehen kann, gibt es E-Autos. Auch rechnet die Politik mit e und Hybrid die Co2 Bilanz schön. Riesige Boliden werden da plötzlich zu Umweltschutz auf dem Papier.

Die Klimakatastrophe wird damit zwar noch verstärkt, aber wir tun so als wüssten wir es nicht.

Ich will keinem seinen "Klimakiller" wegnehmen, denn ich bin auch nicht besser. Aber ehrlich sollte man schon sein.

Und ehrlich: Ein Wohnmobil mit E-Motor ist in 99,9% Blödsinn. Man möge mich eines besseren belehren.

Brennstoffzelle ist meiner Meinung nach die Zukunft, aber davon sind wir noch Jahre entfernt. Es gibt jetzt zeitweise durch viel Wind oder Sonne Strom im Überfluss. Dann bekommt man Geld, wenn man Strom abnimmt. Damit kann man dann auch Wasserstoff herstellen, auch wenn der Wirkungsgrad schlecht ist.

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