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E-oder Brennstoffzellenantrieb, was die bessere Alternative? 1, 2, 3, 4


axel1964 am 07 Aug 2019 17:06:10

Deutschland baut die Ladeinfrastruktur aus. Ist das für uns Womo Fahrer sinnvoll, oder ist der Brennstoffzellenantrieb für uns nicht wesentlich sinnvoller??


Für Langstrecken und im Schwerverkehr gibt es für mich nur eine Lösung ,nämlich den Wasserstoffantrieb! Schnelle Tankzeiten, Reichweiten jenseits der 800 Kilometer, ein wesentlich geringeres Gewicht gegenüber reinem E Antrieb und wesentlich kleinere Batterien, die nur als Puffer dienen. Dadurch spart man wichtige, natürliche Resourcen. Bis Ende diesen Jahres wird es in Deutschland 100 Tankstellen geben, bis Ende 2022 400. Das reicht dann für D erstmal. Auch im Europäischen Ausland ist man dabei, das Tankstellennetz kontinuierlich auszubauen. Hyundai wird in Ca 2 Jahren den ersten Transporter mit Brennstoffzelle auf den Markt bringen und die US amerikanische Firma Nikola bringt ab 2022 den ersten wasserstoffbetriebenen Sattelzug auf den Markt. Derweil gibt es im PKW Sektor bereits von Toyota den Mirai und von Hyundai den Nexo, die man bereits käuflich erwerben kann und die mittlerweile ohne Probleme laufen. Leider sind diese Fahrzeuge noch sehr teuer ( ohne staatl. Förderung über 70 Tsd. Euro) , dies wird sich allerdings lt. Albert Biermann, Chefentwickler von Hyundai bis zum Jahre 2025 egalisiert haben. Mit dem Brennstoffzellenantrieb werden sich unsere zukünftigen Probleme schnell und CO2 neutral lösen lassen ( wenn die Herstellung durch Sonnen, Wind und Wasserkraft gewährleistet wird) und das nicht nur für den Individualverkehr, sondern in vielen anderen Anwendungsbereichen wie z. B. Haustechnik, Schiffahrt, Flugverkehr und Zugverkehr auf nicht elektrifizierten Strecken usw..

Ein ganz wichtiger und wesentlicher Punkt ist für mich auch, das Wasserstoff gespeichert werden kann, d.h., wenn es sehr windig ist und der produzierte Strom nicht gebraucht wird, kann der dann durch die sog. Elektrolyse hergestellte Wasserstoff zwischengespeichert werden und dann, wenn er benötigt wird, dahin transportiert werden, wo er gebraucht wird. Der Transport erfolgt nicht durch LKW, sondern kann durch die bestehenden Erdgaspipelines erfolgen.

Meine Meinung ist, das wir im Energiesektor vor einer Zeitenwende stehen und ich bin mal gespannt, wann es das erste Wohnmobil mit Brennstoffzelle geben wird. Ich schätze, das es 2025 so weit sein wird.

Batterieelektrische Fahrzeuge sind nur eine schnelle Zwischenlösung, werden aber im innerstädtischen Verkehr ihre Daseinsberechtigung haben. Für uns sind sie aus Gründen der Reichweite, des Gewichts und der Ladungszeit völlig indiskutabel.

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Trashy am 07 Aug 2019 17:18:39

Natürlich ist die B-Zelle die bessere Geschichte.
Wenn dann der Wasserstoff noch mit Hilfe der Sonne hergestellt wird ist es sehr umweltfreundliche Lösung.

Tanken gibts genug. Da können dann normal Wasserstoff und andere Brennstoffe getankt werden bis diese ausgestorben sind.

Das schwachsinnige Errichten von Ladestationen entfällt mit allen Kosteneinsparungen.

Das ebenfalls nur der Wirtschaft nutzende und der Umwelt schadende Batteriegebimsel kann komplett entfallen.

Die Sklaverei zum Abbau der Akkurohstoffe entfällt auch. Auch die dadurch entstehenden Umweltschäden bleiben aus.

Die BZ würde schnell billiger und leistungsfähiger werden.

Zu guter Letzt....Wasserstoff kann für den Übergang auch in Verbrennungsmotoren genutzt werden.

cbra am 07 Aug 2019 17:56:26

Ich sehe wasserstoff auch noch als eine sehr tolle lösung. momentan ist das tankstellennetz aber für mich nicht passend (geringste entfernung tankstelle <> wohnort über 100km) daher hab ich mich noch nicht eingelesen.

muss aber mal verstehen wo die argumente der skpetiker (greenpeace etc. ) liegen, bin daher derzeit in meiner meinung nicht gefestigt.

ich glaube dass es in der zukunft viele varianten geben wird, von sauberen verbrennern über hybrid, wassertstoff zu elektroautos mit und ohne generator, wechselsysteme für akkus etc. alels hat für gewisse zwecke vor und nachteile und das muss zusammenpassen. so wie jetzt darfs nicht weitergehen, aber jetzt schon "dioe beste lösung" zu definieren halte ich nicht für machbar.

weiters muss man auch über neue übergreifende lösungen nachdenken im sinne einer rollenden landstrasse etc.

spannend & interessant

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gespeert am 07 Aug 2019 20:23:29

Nicht zu vergessen den Bio-Benzin oder Dieselersatz.
Denn auch allgemeine Verbrenner werden immer noch funktionieren, was die Oellobby noch nicht kapiert hat.

Biosprit ist das Mass der Dinge!

skysegel am 07 Aug 2019 20:39:15

Nach allem, was man so liest, ist der Wirkungsgrad von Wasserstoff-Antrieben deutlich geringer, als der von E-Antrieben (35% gegenüber 70%? Irgendwas in der Größenordnung) . Insofern ist der Primärenergieaufwand größer. Ist eine Möglichkeit, aber nach meiner Vermutung nur im LKW-Bereich und wird da mit synthetischen Kraftstoffen konkurrieren. Die Entscheidung für E-Antriebe im PKW-Bereich ist durch. Findet euch damit ab.

Ulli

landmesser am 07 Aug 2019 21:18:31

Moin,

was mir nicht klar ist:

Warum Brennstoffzelle und nicht direkt als Verbrenner inden Tank? Bedeutet doch Umwandlungsverluste.

Neugierigerweise
landmesser

mv4 am 07 Aug 2019 21:30:15

....weil ein Verbrennungsmotor einen viel schlechteren Wirkungsgrad hat wie ein Antrieb mit einen E- Motor

Letztendlich wird der Preis entscheiden wohin die Reise geht....und da spricht momentan vieles für den E-Motor der mit Accus betrieben wird.

axel1964 am 07 Aug 2019 21:41:01

Lieber skysegel, wer hat dir das denn erzählt? Der Wirkungsgrad von modernen Elektrolyseuren ( z.b. die von Nel asa) liegt momentan bei über 70%. Und nur weil ein grosser deutscher Autokonzern sich dem E Antrieb verschrieben hat, heisst das noch lange nicht, dass sich dieser auch durchsetzen wird, denn der grösste Autokonzern der Welt (der aus Japan mit dem T am Anfang) und der grösste Konzern aus Korea mit dem H am Anfang ebenso.

Finde dich damit ab, das der reine E Antrieb auf Batteriebasis nur eine Übergangslösung ist und der normale Kunde, dem grossen Deutschen Konzern nun die Entwicklungskosten bezahlen soll. Aber man ist von denen ja nichts anderes gewöhnt.

Empfehlenswert hierzu sind auf YouTube die Videos von jp Performance. Zum einen, Inside Hyundai Teil 3 ab Minute14 und Die Antriebstechnik der Zukunft. Dort erhältst du Einblicke, welche Revolution im Energiesektor auf uns zurollt. Ob es dir und VW nun gefällt oder nicht, Wasserstoff als Energiequelle der Zukunft ist nicht mehr aufzuhalten!!

In diesem Sinne,

axel1964 am 07 Aug 2019 21:42:48

Fehlerteufel.

Nach Korea kommt, das die sich der Brennstoffzellentechnik verschrieben haben.

Tschuldigung

teuchmc am 08 Aug 2019 22:55:12

Moin Loide! Ich sehe den aktuellen Hype "Batterie-Autos" kritisch. Die Herstellung der Batterien ist nicht ökologisch. Für die Entsorgung/Recycling gibt's kein mir bekanntes Konzept. Die Infrastruktur zum Laden ist nicht durchdacht. Die Preise von den Kisten sind indiskutabel. Und was die Dinger als Gebrauchter noch wert sind, kann keiner sagen, da die Batterie im Falle eines Falles richtig kostet. Beim US-Elektro-500er Fiat z.b.wird wohl von ca.10000€ gesprochen.
Wenn man die Entwicklung der Brennstoffzelle bei MB z.b.verfolgt hat, konnte man die Fortschritte ja deutlich sehen. Vom Sprinter zur A-Klasse, welche dann ihre Zuverlässigkeit bei einer Weltumrundung unter Bewies gestellt hat. Für mich stellt die Brennstoffzelle die ,möglicherweise , einzige sinnvolle Entwicklung für einen möglichen Ersatz der Verbrenner dar. Wasserstoff kann heute mittels Sonnenenergie/Windkraft hergestellt werden. Transport ist auch möglich. Sicherlich bedarf es weiterhin Forschung und Entwicklung um z.b.solch Unglück wie in Norwegen zu vermeiden, etc., aber wenn in Süd-Tirol sich ein Tankstellenbesitzer seine eigene Wasserstoffherstellung bauen lassen hat, scheint der Weg wohl nicht der Schlechteste zu sein.
Das uns die Koreaner z.b. den Schneid abgekauft haben, ist eigentlich der Punkt in dem ganzen "Drama". Jetzt wird in blindem Aktionismus irgendwas drauflos "gebastelt". Peinlich für das Land der Dichter und Denker und der Erfinder des Automobils.
Sonnigen weiterhin. Uwe

mithrandir am 08 Aug 2019 23:33:44

Nur meine Fünfzig Cent dazu:
teuchmc hat geschrieben:...Die Herstellung der Batterien ist nicht ökologisch. Für die Entsorgung/Recycling gibt's kein mir bekanntes Konzept.

Die Gewinnung von Benzin und Diesel ist keinesfalls ökologischer und as zeiug wird direkt verbrannt und ist verloren.
Zum thema recycling:
--> Link
--> Link

teuchmc hat geschrieben:Die Preise von den Kisten sind indiskutabel. Und was die Dinger als Gebrauchter noch wert sind, kann keiner sagen..

Wir stecken noch ziemlich am Anfang, je mehr Leute fahren, desto günstiger wird das. Ich denke, das wird sich entwickeln. Dass man nicht von heute auf morgen komplett umsteigen kann ist klar.
Autos und Pferdekutschen sind auch noch lange Zeit gemeinsam auf den Straßen gefahren.
ZU den batteriekosten: --> Link

teuchmc hat geschrieben:...beim US-Elektro-500er Fiat....

Leider ein schlechtes Beispiel, der wurde nur gebaut, weil Fiat in Kaliforneien ein Modell mit Elektroantrieb bauen musste um eines in der Palette zu haben. Es gibt das gerücht, dass der Fiat chef selbst gesagt hätte, dass er hofft niemand würde das teil kaufen, weil sie bei jedem exemplar drauflegen.
Interessanter Podacst zu dem Modell: --> Link

teuchmc hat geschrieben:Wenn man die Entwicklung der Brennstoffzelle bei MB z.b.verfolgt hat, konnte man die Fortschritte ja deutlich sehen...

Ich weiß nicht, wie lange du die Entwicklung verfolgst.
Ich habe einen Studienkollegen, der vor 25 Jahren bei Ballard angefangen hat zu arbeiten. Das ist die Daimler Tochter, die sich mit Wasserstoffantrieb und Brenstoffzelle beschäftigt. Seit der Zeit kam immer mal wieder ein bisschen Marketing, aber mehr auch nicht.
Kann man auch gut im Wiki Artikel nachlesen: --> Link

Vielleicht tut sich hier noch mal was, wenn die Industrie richtig Geld in die Technologie steckt, aber ich glaube der Zug ist abgefahren.
Da müsste schon einer mit einem Spleen kommen, wie Elon Musk oder steve Jobs, die in ihre Vision einfach so viel und lange Geld gebuttert hatten, bis es sich verkaufen ließ.
Aber Unternehmen, die unter betriebswirtschaftlichen Kriterien arbeiten und Shareholder befriedigen müssen, können sich Fehlschläge und enorm hohe Anfangsverluste einfach nicht leisten.

Was die Zukunft bringt, wissen wir alle nicht. Und so lange mit SUV Werbespots in der Wildnis Kunden gewonnen werden, habe ich kaum Hoffnung, dass der Umstieg auf e-Mobilität schnell geht.
Nun ja, das auto ist halt bei vielen nicht nur ein Transportmittel, sondern ein Statussymbol, Asrenalinlieferant, Komplexverdecker.
Da muss sich mehr in den Köpfen tun als in der Forschung und Entwicklung :-)
Abver das ist nur meine Meinung. Wir leben in einer freien Gesellschaft und Demokratie und werden sehen, wohin die Entwicklung geht.
Lasst uns den Thread in 10 Jahren hervorholen und die beiden Welten nebeneinander legen.

Ich träume von meinem Elektrosmart Cabrio, manch anderer weiter vom VW Amarok. Mal sehen, wessen Traum in 10 Jahren nicht nur ein"feuchter" geblieben ist ;-)

teuchmc am 09 Aug 2019 21:59:10

Also ist die Produktion der Rohstoffe für die Batterieautos jetzt gute "schlechte ökologische Produktion" und die Ölförderung schlechte"schlechte ökologische Produktion"?
Nur weil MB nicht wirklich weiter geforscht hat, weil die Rahmenbedingungen die Gewinnmaximierungen mit Verbrennern dazu führten, heißt es ja nicht , dass der Zug abgefahren ist. Oder machen die Konkurrenten das, weil sie zuviel Spielgeld haben?
Zur Frage der Ladeinfrastruktur gibts jetzt welche umwerfende Idee?
Stichwort"Wohngebiet deutsche Großstadt oder wo parke ich heute?"
Und jetzt erklär bloss nicht, dass man aufgrund des verhandenen ÖPNV kein Auto brauch.
Das ist Wunschdenken der , ich schreib das jetzt nicht, Bildungsbürger und des Märchenonkels der dazu gehörigen Partei.
Sonnigen weiterhin. Uwe, der immer noch nix gegen vernüftigen Umweltschutz hat, massiv aber was gegen blinden, planlosen Aktionismus der aktuell in D abläuft.

landmesser am 10 Aug 2019 00:30:11

teuchmc hat geschrieben:Und jetzt erklär bloss nicht, dass man aufgrund des verhandenen ÖPNV kein Auto brauch.


Man braucht beides, um das klarzustellen. Ich brauche Füße, Fahrrad, ein Moped, ein Auto und ein Wohnmobil.

- Füße ist klar, hoffe ich.
- Fahrrad ist für mich tägliches Leben. Alles übliche erledige ich mit dem Fahrrad - Arbeitsweg, einkaufen, in die Kneipe.
- Moped fahre ich wenig, aber ein Zweitakter hat eben Sound.
- Auto brauche ich,was Fahrrad nicht reicht. Zum Beispiel ne Kiste Bier kaufen oder mal 50 km in die nächste Stadt. Ich fahre Erdgas.
- Im Wohnmobil wohne ich zur Zeit 4 Monate im Jahr. Also immer, wenn ich nicht zur Arbeit muss.

Womit die Kisten fahren, ist mir egal. Hauptsache möglichst umweltfreundlich.

Und falls dir der fehlende ÖPNV aufgefallen ist: Den gibts hier nicht. Jede Stunde einen Bus zum nächsten, 20 km entfernten Bahnhof. Bei entsprechendem ÖPNV könnte ich auf das Auto verzichten, ab und zu Bier kaufen geht auch mit dem WoMo ;-)

Im Studium in einer Großstadt habe ich mein Auto regelmäßig Montags morgens abgestellt und freitags nachmittags wieder angelassen. War kein Problem.

Viele Grüße
landmesser

mithrandir am 10 Aug 2019 08:50:48

teuchmc hat geschrieben:Also ist die Produktion der Rohstoffe für die Batterieautos jetzt gute "schlechte ökologische Produktion" und die Ölförderung schlechte"schlechte ökologische Produktion"?

Ja genau, einfacher gesagt: Batterieproduktion ist besser als Benzinproduktion, die ökologische Kosten-Nutzen Rechnung ist am Ende wesentlich besser als die von Benzin.
Und wenn die Batterie im Auto nicht mehr genutzt werden kann, kann man sie recyclen. Das heißt die nächste Batteriegeneration ist ökologisch noch besser.
Das verbrannte Benzin ist nicht zu recyceln. Ölförderung brauchen wir trotzem, weil es wichtige Dinge gibt, die aus Öl hergestellt werden (Medizin, Kunststoffe, usw.) Öl ist viel zu schade um es einfach zu verbrennen.
Die Energie im Öl war vor Jahrmillionen hilfreich das CO2 aus der Luft zu holen und "wegzusperren". Jetzt setzen wir die Energie frei und leider auch das CO2 und sind auf dem Weg wieder einen Zustand wie zu dieser Zeit herzustellen.
Noch ökologisch besser wäre übrigens Fahrradproduktion.
teuchmc hat geschrieben:Nur weil MB nicht wirklich weiter geforscht hat......heißt es ja nicht , dass der Zug abgefahren ist.

Das behaupte ich nicht
teuchmc hat geschrieben:Oder machen die Konkurrenten das, weil sie zuviel Spielgeld haben?

Tatsächlich ja. ein Elon Musk spielt zum Teil mit seinem Geld. Die Chinesen finanzieren ihre Technologie mit Geld vom Staat, der es drucken kann wie Spielgeld.
teuchmc hat geschrieben:..Ladeinfrastruktur gibts jetzt welche umwerfende Idee?

Hier gibt es doch genügend Ideen. Laternenlader, Parkplätze mit Ladesäulen, Wallbox, ich würde zu Hause aktuell mit normalem Haushaltsstromanschluss auskommen.
Die Schnellladetechnik entwickelt sich rasant.
Wir brauchen doch nicht an jedem Ort, an dem ein Auto steht einen Ladepunkt. Ich glaube daran, dass sich hier aktuell brauchbare Lösungen entwickeln. Gegebenenfalls muss sich eben auch das Verhalten und die Denke von uns ändern. Und hier ist mMn das schwierigste Problem. "Elektro wäre gut, wenn ich mich nicht umstellen muss" funktioniert nicht.
teuchmc"Und jetzt erklär bloss nicht, dass man aufgrund des verhandenen ÖPNV kein Auto brauch.[/quote]
Behaupte ich auch nicht, aber vielleicht weniger Auto und mehr Zeit. wobei man das Mehr an Zeit beim ÖPNV sinnvoll nutzen kann.
[quote="teuchmc hat geschrieben:
ich schreib das jetzt nicht, Bildungsbürger und des Märchenonkels der dazu gehörigen Partei.
Jetzt hast du es ja doch geschrieben.
teuchmc hat geschrieben:der immer noch nix gegen vernüftigen Umweltschutz hat, massiv aber was gegen blinden, planlosen Aktionismus der aktuell in D abläuft.

Da sind wir uns sogar einig.
Aber ich habe auch was gegen Leute, die erst mal bei allen Neuerungen die Probleme statt die Lösungen suchen. das Aort massiv ost mir zu extrem. 8)

Gast am 10 Aug 2019 10:12:22

mithrandir hat geschrieben:Ja genau, einfacher gesagt: Batterieproduktion ist besser als Benzinproduktion, die ökologische Kosten-Nutzen Rechnung ist am Ende wesentlich besser als die von Benzin.
Und wenn die Batterie im Auto nicht mehr genutzt werden kann, kann man sie recyclen. Das heißt die nächste Batteriegeneration ist ökologisch noch besser.

[...............]



Hmm, Dein erster Satz stimmt so als Grundsatzaussage erst mal nicht, man muß sauber differenzieren!!!! Denn es kommt drauf an wie, womit und wie lange ein E-Auto betrieben wird und wie groß es ist...........--> Link
Fazit - Zitat: Wer sein Elektroauto mit eigenem Solarstrom lädt: Super. Wer dasselbe Elektroauto nach einer Leasinglaufzeit von drei Jahren mit 15.000 Kilometern Fahrleistung durch ein neues ersetzt: gar nicht super.


Ähnliches gilt für den 2. Satz, denn das Recyceln von LiIon Akkus ist nicht so einfach wie es der Satz suggeriert --> Link

mithrandir hat geschrieben:Aber ich habe auch was gegen Leute, die erst mal bei allen Neuerungen die Probleme statt die Lösungen suchen.


Aber ungelöste Probleme verdrängen weil sie politisch gewollt werden, oder auf Lösungen verweisen, die evtl. in 10Jahren zur Verfügung stehen hilft ja auch nicht weiter. Elektroantriebe können in bestimmten Bereichen durchaus helfen, Kleinwagen im Stadtverkehr und Kurzstrecken, für Langstrecken ist er jedoch heute noch ungeeignet. Für Langstrecken wird man auf Dauer nicht um Brennstoffzellen herumkommen und es gilt für alle Antriebe , je mehr davon gebaut werden, desto preiswerter werden sie.

Gruß

Gast am 10 Aug 2019 10:29:37

Hier noch ein Artikel zu Brennstoffzellen Fahrzeugen

teuchmc am 10 Aug 2019 21:32:20

Naja, Herr Musk hat ja wohl doch nicht unerhebliche finanzielle Probleme laut div.Meldungen in den letzten Monaten.
Der chinesische Staat finanziert so gut wie alles und drückt auf Teufel komm raus seine Doktrin durch. Mit allen Umweltschäden im gesamten Einflussgebiet außerhalb Chinas.
Toyota/Hundai/Honda machen in Brennstoffzelle, weil sie zu viel Geld überhaben. Schon klar.
Schnelladetechnik macht nur Sinn,wenn hohe Strömen fließen können. Die Laternenladestation wird dann wohl eher eine Laternenlitfasssäule vom Ausmaße werden.
Wo soll der Strom denn eigentlich herkommen? Vom Atommeiler aus F? Vom Kohlekraftwerk in Pl?
Deutsche Windkraft wird es eher nicht sein, da die Jünger der Partei des Märchenerzähler z.b. gegen Stromtrassen, neue Windkraftanlagen, Solaranlagen, etc.permanent klagen. Getreu dem Motto" Windkraft ja, aber nicht vor meiner Haustür".
Und bei der weltweiten Entwicklung der Rohstoffpreise und dem Bedarf,wird wohl nix wirklich billiger werden. Also kann das gutverdienende Bildungsbürgertums und die Jünger der Partei des Märchenonkels sein Gewissen mit Kauf eines Batterie-Autos beruhigen,auf den "Pöbel" mit den Finger zeigen und in den Urlaub fliegen.
Sicher ist bei der BS auch noch nicht alles Gold was glänzt, aber bei konsequenter Weiterentwicklung halte ich diese Art der Energieerzeugung für den E-Antrieb eines Kfz für zukunftsweisender. Die Infrastruktur für Lagerung und Befüllung mit Wasserstoff ist m.M.n. einfacher und preiswerter zu realisieren, wie x-tausende Km Kabel zu jeder Laternenlitfasssäulenschnellladestation zu verlegen etc..
Sonnigen weiterhin. Uwe

herrhausk am 04 Feb 2021 09:53:59

Hier ein neuer interessanter Forschungsansatz zur Wasserstoffspeicherung:

--> Link

peter1130 am 04 Feb 2021 11:05:38

Ich denke das es von allem etwas geben wird.

Brennstoffzelle und synthetische Kraftstoffe halte ich aber für das meisten Erfolfg versprechende.

Ein großer Vorteil der synthetischen Kraftstoffe ist das damit die bestehende Infrastruktur weiter genutzt werden kann inklusive der vorhandenen Verbrennungsmotoren. Das Ganze nur wesentlich Umweltfreundlicher.

macagi am 04 Feb 2021 11:08:37

herrhausk hat geschrieben:Hier ein neuer interessanter Forschungsansatz zur Wasserstoffspeicherung:

--> Link


Das ist sehr interessant, ja.
Aber wenn man sich den Originalartikel ansieht (White Paper vom IFAM) findet man dass der vom Feb.2019 ist, also nicht ganz neu. Weiss nicht warum das gerade jetzt durch die Presse geht.

Fledermaus am 04 Feb 2021 12:06:47

Servus

Für mich als Laie klingt Wasserstoff ideal.
Natürlich wird es irgendwo auf der Welt schwere Unfälle mit Wasserstoff geben, das ändert an der Sache nichts das es ein guter Energiespeicher ist und weiter Ausgebaut werden sollte.

Im ORF war vor einigen Tagen ein Bericht das ein Spediteur in der Schweiz einen LKW mit Wasserstoff fährt.
Die Schweiz will das Tankstellensystem in den nächsten Jahren stark ausbauen und der Spediteur weitere KFZ mit Wasserstoff betreiben möchte.

Denke es wird nur eine Frage der Zeit sein bis sich der Wasserstoff durchsetzt und KFZ mit Wasserstoff angeboten werden.

Für die Industrie ist das System derzeit sicher nicht leicht. Denn Diesel in eine Abgasnorm zu bringen, Die E-Autos zu basteln, Wasserstoff FZ zu entwickeln, und die Aktionäre zu befriedigen,...

Sehe der Entwicklung entspannt und freudig entgegen, bis sich für mich Persönlich etwas ändert, oder das es Womo mit Wasserstoff gibt, wird noch einige Zeit vergehen,...

macagi am 04 Feb 2021 12:41:50

Fledermaus hat geschrieben:Sehe der Entwicklung entspannt und freudig entgegen, bis sich für mich Persönlich etwas ändert, oder das es Womo mit Wasserstoff gibt, wird noch einige Zeit vergehen,...


Sicher?
Wenn Euro 7 so wie jetzt geplant 2025 rauskommt bedeutet das de facto ein Verbot von Verbrennern......dürfte Wohnmobile auch betreffen, nicht nur PKWs.

WomoTechnikService am 04 Feb 2021 13:18:10

--> Link

--> Link

Lieber Wasserstoffverbrenner als Brennstoffzelle, zumindest bei schweren Fahrzeugen, zu denen die Wohnmobile ja zählen...

LG Peter

BiggiK am 04 Feb 2021 17:21:53

Hallo,
Ich kann mir Wohnmobile mit Batterieantrieb nicht vorstellen. Da ist wohl Wasserstoff oder Brennstoffzelle in Zukunft eher praktikabel. Die Batterien müssten groß und schwer sein und der Verbrauch wäre sehr hoch.

Bei Autos sehe ich aber für Elektroantrieb großes Potential. Ich fahre selbst seit 5 Jahren elektrisch und bin von der Technologie überzeugt. Sicher ist noch nicht für jeden einsatzzweck und jeden Geldbeutel ein passendes Fahrzeug am Markt, aber es tut sich was. Für Pendler und Zweitwagen ist Elektro jetzt schon gut nutzbar.
Wer natürlich an alten Zöpfen festhält, glaubt er müsse 1000 km am Stück bei 180 km/h ohne Pause fahren können, sonst tauge das nichts, dem ist nicht zu helfen. Viele Autos fahren täglich nur kurze Strecken und nur sehr selten mehrere 100 km am Stück. Außerdem passiert das laden nebenbei, während das Auto sowieso geparkt ist und dann ist es egal ob es 1 oder 4 Stunden dauert.
Wer noch nie elektrisch gefahren ist, hat viele Vorurteile und sollte es einfach mal ausprobieren.
Gruß Birgit

teuchmc am 04 Feb 2021 17:42:45

Moin! Naja, Birgit, dann ist mir eben nicht zu helfen. :D Müssen zwar nicht 180 sein( macht aber mal Spaß), aber die mögliche Reichweite von fast 1000km ohne Energienachschub bei meiner Alltagskarre sind für mich ein wichtiges Argument.
Und laden wenn der E-Wagen parkt ,stell ich mir in meinem Wohnbereich seeehr spannend vor. :roll:
OT aus.
Die verlinkten Beiträge von Peter machen ja Hoffnung in Bezug auf die Nutzung von H2. Egal, ob jetzt Verbrenner oder Brennstoffzelle. Wenn allein die LKW-Flotten in naher Zukunft nur noch H2 als Treibstoff nutzen, dürfte schon viel gewonnen sein. Lassen wir uns überraschen.
Sonnigen weiterhin. Uwe

BiggiK am 04 Feb 2021 18:21:20

teuchmc hat geschrieben:Moin! Naja, Birgit, dann ist mir eben nicht zu helfen. :D Müssen zwar nicht 180 sein( macht aber mal Spaß), aber die mögliche Reichweite von fast 1000km ohne Energienachschub bei meiner Alltagskarre sind für mich ein wichtiges Argument.
Und laden wenn der E-Wagen parkt ,stell ich mir in meinem Wohnbereich seeehr spannend vor. :roll:


Hallo Uwe,
ja es gibt sie, die Leute bei denen es mit dem E-Auto noch nicht passt, oder die nicht bereit sind irgendwelche Abstriche zu machen. Das ist dann eben so.
Übrigens gibt es inzwischen viele Lademöglichkeiten an Supermärkten, Ikea usw. Dort lädt man dann während des Einkaufs, ganz entspannt.
Und in vielen Betrieben werden Lademöglichkeiten für die Mitarbeiter bereitgestellt, während der Arbeitszeit lädt das Auto ganz nebenbei.
Natürlich ist es am einfachsten, wenn man daheim eine eigene Ladestelle hat, ist in Mietswohnungen natürlich eher selten.

Es wird sich in den nächsten Jahren noch vieles ändern, so in Bezug auf Lademöglichkeiten als auch neue Automodelle mit entsprechenden Reichweiten. Was jetzt noch nicht möglich erscheint, könnte in wenigen Jahren problemlos sein. Einfach mal warten, was die Zukunft bringt.

Ich bin auch eine große Verfechterin von Innenstädten ohne Individualverkehr. Außerhalb Parkplätze und mit öffentlichen Verkehrsmitteln rein in die Stadt. So kann die Lebensqualität von denen, die mitten in der Stadt wohnen deutlich verbessert werden. Und auch die Besucher haben eine bessere Aufenthaltsqualität, weil mehr Raum für Sitzmöglichkeiten, Außengastronie etc. Wenn dann der Öffentliche Nahverkehr deutlich besser ausgebaut wird, können viele Fahrten ganz ohne eigenes Auto durchgeführt werden. Wie das funktioniert, machen einige Städte in anderen Ländern ja bereits vor, bloß Deutschland hinkt wieder mal hinterher.

Gruß Birgit

schnecke0815 am 04 Feb 2021 20:12:25

Vor einigen Jahren kannte man keine gelben Zellen geschweige alle anderen. Auch da wird sich viel tun. Seit den Anfängen des Automobils
mußten Batterien nur dafür sorgen das der Motor startet, heute fahren wir bereits 500km mit Strom.
In dem Link wird von 1000-2000km gesprochen --> Link
Auch Tesla und viele andere entwickeln, forschen und werden bessere Energiespeicher entwickeln --> Link - --> Link

rkopka am 04 Feb 2021 22:35:34

BiggiK hat geschrieben:Übrigens gibt es inzwischen viele Lademöglichkeiten an Supermärkten, Ikea usw. Dort lädt man dann während des Einkaufs, ganz entspannt.
Und in vielen Betrieben werden Lademöglichkeiten für die Mitarbeiter bereitgestellt, während der Arbeitszeit lädt das Auto ganz nebenbei.

Kaufst du regelmäßig so lange ein ? Zumal das ja nicht immer 100kW Lader sind. Jetzt noch weniger, wenn kaum was offen hat und auch nichts mit Essen ist. Bei uns in der Firma lädt gerade mal ein Auto (einer anderen Firma) mit einem 230V Lader, der über ein offenes Fenster angesteckt ist. Einige hundert Meter am Gelände weiter gibt es 1 oder 2 Ladeparkplätze (k.A. welche Bedingungen) für hunderte Autos. Das geht heute, weil es kaum E-Autos gibt und mit einigen Einschränkungen. Ob das entsprechend mitwächst ? Derzeit ist das alles eher noch Versuchsphase, wenn man so liest und sieht, wie das Kartenchaos herrscht und die Preise sehr undurchsichtig differieren bis zu viel mehr als beim Verbrenner.
Für mein Fahrprofil wäre ein E-Auto eigentlich recht passend. Aber die Lademöglichkeiten und der Preis sind noch ein No-Go. Vor allem, wenn man für die Hobbys (Modellflug) ein volumenmäßig großes Auto braucht. Aber auch sonst kommen nur die Kleinstwagen meiner Preiswunschvorstellung nah. Aber da geht nicht viel mehr als eine Drohne.

Natürlich ist es am einfachsten, wenn man daheim eine eigene Ladestelle hat, ist in Mietswohnungen natürlich eher selten.

Das gleiche für viele Eigentumswohnungen, wenn man nur einen Parkplatz am Gelände hat. Ohne (in Innenstädten) geht gar nichts. Auch in Parkgaragen ist es nicht so einfach. Je nach Land ändern sich zwar die Gesetze, aber die Kosten für die Errichtung bleiben. Und wenn ich einen Parkplatz 50m vom Haus entfernt hinter mehreren Fahrstreifen des Parkplatzes habe, ist eine Errichtung kaum eine Option. In jedem Fall ist man auf viel Goodwill der anderen Besitzer angewiesen.

D.h. man kann vieles, aber ebenso ist vieles unpraktisch oder einfach noch zu teuer, wenn nicht genau die richtigen Bedingungen bestehen.

RK

macagi am 05 Feb 2021 07:38:17

schnecke0815 hat geschrieben:In dem Link wird von 1000-2000km gesprochen


Die 1000km Reichweite gibt es mehr oder weniger schon: Lucid Air

--> Link

Fledermaus am 05 Feb 2021 08:32:57

macagi hat geschrieben:
Sicher?
Wenn Euro 7 so wie jetzt geplant 2025 rauskommt bedeutet das de facto ein Verbot von Verbrennern......dürfte Wohnmobile auch betreffen, nicht nur PKWs.


Servus
Mein Fahrzeugstand sind zwei N1 und einmal M1 über 3,5t und die wird es auch nach dem Jahr 2025 zu kaufen geben.

Okay, dann geht's schneller, mit was auch immer es sein wird.... siehe Glühbirnenverbot ,...

E-Autos sind für mich nur eine Zwischenlösung. Klingt schön ein E-Auto und Solar auf dem Hausdach, ….
Die Parkplätze beim Einkaufszentrum als E-Tankstelle, sagen wir nur 50% der Parkplätze als Schnelllader dann sind wir schnell bei der Zahl von 500 Plätzen und mehr, ergibt einen schönen Spitzenwert - sehe schon den nächsten Blackout. Die SCS bei Wien hat weit über 5000 Parkplätze,....

Mit Containern denn Wasserstoff zur Tankstelle, Tanken in der fast gleichen Zeit wie Diesel und Null Emissionen. Wo ist das Problem? Der Anschaffungspreis vom Fahrzeug - da wird sich die EU was einfallen lassen, damit die kleine Brieftasche sich das auch leisten kann. Ob es bei denn Wohnmobilen auch Förderungen geben wird bleibt spannend - Gibt eh zu viele :lach:

Wie schon erwähnt ich lehne mich zurück und schau der Entwicklung positiv entgegen.

rkopka am 05 Feb 2021 10:13:17

Fledermaus hat geschrieben:Mit Containern denn Wasserstoff zur Tankstelle, Tanken in der fast gleichen Zeit wie Diesel und Null Emissionen. Wo ist das Problem?

Ich bin für Wasserstoff, aber einige Probleme gibts da schon. Zum einen wird der meiste noch aus fossilen Rohstoffen gewonnen oder mit sehr viel Energie. Das Tanken soll nach ein paar Kunden langsamer werden, weil der (sehr hohe) Druck erst wieder aufgebaut werden muß. Flüssiggastanks gehen fast nicht, sonst braucht man sehr hohen Druck, was technisch aufwendig ist, um genug mitzunehmen. Das Transportieren kostet auch Energie oder ein neues Verteilnetz. Brennstoffzellen sind noch teuer.
Es ist wie bei reinen Akkuautos. IMHO ist keine Technologie alleine heilsbringend. Man muß sie nur richtig kombinieren. Z.B. Akku mit Brennstoffzelle. Oder ein Hybrid, der wirklich nur Strom im Ausnahmefall erzeugt und dafür eine kleinere Batterie, aber keine PS Monster die beides mit dem kompletten Antrieb haben. Evt. auch Austauschakkus, wie es ja immer wieder mal geplant oder getestet wird. Evt. auch kleiner Akku für den Alltag und ein großer/zusätzlicher Leihakku für die Urlaubsfahrt.

Verbote sind schon ein Anreiz für Entwicklung. Aber alles auf einmal verbieten oder abstellen zu wollen und dann noch die Alternativen in vielen Bereichen zu verhindern oder zumindest nicht zu fördern (D), ist auch kein sinnvoller Weg.

RK

peter1130 am 05 Feb 2021 10:56:59

Komisch das so wenig von synthetischen Kraftstoffen gesprochen wird. Der läßt sich C0²neutral herstellen.

Noch ist der teuer (genau wie Batterien) aber irgendwann kann man das Zeug auch in großen Mengen und akzeptablen Preisen herstellen.

Ein großer Vorteil ist das sich alles weiternutzen läßt ohne nochmehr Müll (Batterien usw.) zu produzieren. Nur erheblich Umweltfreundlicher.

Tinduck am 05 Feb 2021 11:05:01

Das Hauptproblem beim Elektrohype sehe ich tatsächlich in der Ladeinfrastruktur.

Da wird irgendwo in einer Kleinstadt in der Innenstadt eine Ladesäule eingeweiht mit Foto in der Zeitung und feierlicher Einschaltung durch den Bürgermeister. Und jetzt können sich alle Einwohner der Kleinstadt ein Elektroauto kaufen? Ja sicher.

- Der Strombedarf ist nicht zu decken, wenn flächendeckend auf E-Autos umgestellt wird. Es sei denn, wir möchten noch ein paar AKWs bauen...
- Laternenlader und ähnliche Konzepte sind Unfug, solange die Netze, an denen die Laternen hängen, nicht auf den entsprechenden Strombedarf eingestellt sind. Man kann nicht durch ein Käbelchen, dass für ein paar hundert Watt ausgelegt ist, ein paar KW Ladeleistung prügeln. Und es hilft auch niemandem, wenn das E-Auto die ganze Nacht dranhängt und dann der Ladestand von 10 auf 12% gestiegen ist.
- Selbst die Glücklichen, die einen eigenen Hausanschluss nutzen können, werden keinen Saft mehr haben, wenn alle ihr E-Auto abends ans Laden hängen. Auch diese Netze sind nicht auf die benötigten Ströme ausgelegt. Selbst in Neubausiedlungen nicht!

Für die flächendeckende Elektrifizierung der KFZ fehlt einfach der Masterplan. Alles nur Stückwerk und Flickenteppich ohne Sinn und Verstand, für unsere Politik ist der Fall mit der Verschärfung der Emmissionsgrenzen erledigt, den Rest soll der Markt regeln. Der hat da aber anscheinend keine Lust drauf.

Ich sehe im Wasserstoff DIE Alternative, um diese Netzprobleme zu vermeiden und eine vernünftige Speicherung von Energie zu ermöglichen. Purer Schwachsinn, wenn an der Nordsee die Windräder wegen zuwenig Strombedarf abgeschaltet werden! Zwei oder drei Elektrolysewerke in Norddeutschland mit angeschlossenen thermischen Wasserstoffkraftwerken könnten da viele Flauten oder Bedarfsspitzen überbrücken. Aber sowas ist unserer Energielobby ja zu innovativ.

Und ja, unsere Tankstellen nach und nach auf Wasserstoff umzustellen, wäre mit Sicherheit die eleganteste Methode auf dem Weg in die Wasserstoffenergiewelt. Ist sogar noch pupegal, ob man damit Verbrenner oder Brennstoffzellen betankt. Keep it simple, stupid.

bis denn,

Uwe

rkopka am 05 Feb 2021 11:21:10

Tinduck hat geschrieben:- Der Strombedarf ist nicht zu decken, wenn flächendeckend auf E-Autos umgestellt wird. Es sei denn, wir möchten noch ein paar AKWs bauen...

Es ginge wohl schon, nur nicht alle genau zur gleichen Zeit. Mit entsprechender Verteilung sehe ich da nicht so schwarz.

- Laternenlader und ähnliche Konzepte sind Unfug, solange die Netze, an denen die Laternen hängen, nicht auf den entsprechenden Strombedarf eingestellt sind. Man kann nicht durch ein Käbelchen, dass für ein paar hundert Watt ausgelegt ist, ein paar KW Ladeleistung prügeln.

Zum einen kann durch Umstellung auf LEDs einiges an Leistung frei werden. Die alten Lampen haben ja viel mehr gezogen. Aber klar ist, das geht nicht an jeder Laterne sondern vielleicht nur alle 200m(?).

Zwei oder drei Elektrolysewerke in Norddeutschland mit angeschlossenen thermischen Wasserstoffkraftwerken könnten da viele Flauten oder Bedarfsspitzen überbrücken. Aber sowas ist unserer Energielobby ja zu innovativ.

Die würde das vielleicht sogar machen. Aber wenn man (in einer Doku) sieht, daß solche moderne Testanlagen wohl nicht in Betrieb gehen, weil, die E-Umlage(?) so teuer ist, daß es am Ende keinen Gewinn bringt, selbst mit Gratiswindstrom. Wenn Wärmeenergiespeicher nach dem Test keine Bewilligung für den weiteren Betrieb bekommen, obwohl es funktioniert, dann stellt sich die Frage, wo das Problem liegt.

Oder das Dilemma: JA ökologische Energien !!! Aber wir wollen keine Windräder, Solar verstellt die Landschaft, Neue Leitungen wollen wir auch nicht, Wasserkraftwerke erst recht nicht (laut EU nur Übergangstechnologie ??? Wohin ? Dafür werden Kernkraftwerke gefördert ???)...

RK

WomoTechnikService am 05 Feb 2021 12:21:18

Tinduck hat geschrieben:Da wird irgendwo in einer Kleinstadt in der Innenstadt eine Ladesäule eingeweiht mit Foto in der Zeitung und feierlicher Einschaltung durch den Bürgermeister...

...Der Strombedarf ist nicht zu decken, wenn flächendeckend auf E-Autos umgestellt wird. Es sei denn, wir möchten noch ein paar AKWs bauen...


Mein Bruder fährt Bus in einer Kleinstadt... Mit Förderung und großem Trara wurde vor etwa 2 Jahren der erste Elektrobus gekauft und der örtliche Energieversorger baute eine extra Trafostation auf den Hof. Weil es gut funktionierte, wollte die Chefin nun einen zweiten und eventuell dritten Bus in Dienst stellen - geht nicht sagt der Energieversorger, dann braucht es eine neue Überlandleitung...

LG Peter

Fledermaus am 05 Feb 2021 12:29:20

Ja. Freunde wollten eine Schnellladestation im Privathaus für ihren E-PKW, wurde vom Energieversorger nicht genehmigt :gruebel: :nixweiss:

Jobelix am 05 Feb 2021 12:56:59

Hier gehen Geschichten und Vorurteile über E-Mobilität rum, da stehe einem die Haare zu Berge...
Infrastruktur in Städten ist noch ein Problem - klar, aber die Herr der Pendler in den Vorstädten und Dörfern ist mit einem E-Auto sehr gut bedient. Außerdem wie oft müssen die meisten Autos an die Ladedose? Einmal die die Woche, alle 14 Tage einmal im Monat ? Hier wird teilweise so getan als, müsse jeder Stadtflitzer jede Nacht an die Dose....
30 Minuten an einen Schnelllader und die Meisten haben wochenlang Ruhe (c.B Opel Corsa, Peugeot 208)
Unser Händler vor Ohr verkauft inzwischen über 30% seiner Neu-Fahrzeug vollelektrisch - ohne die Plug-in Hybriden. Und das hiesige Ortsnetz ist noch nicht zusammengebrochen...
Für einige Vielfahrer (Die keinen Tesla wollen) und Wohnmobile passt es derzeit nicht und da kann Wasserstoff in ein paar Jahren (Jahrzehnten) eine Alternative sein.

BiggiK am 05 Feb 2021 13:36:34

Fledermaus hat geschrieben:Ja. Freunde wollten eine Schnellladestation im Privathaus für ihren E-PKW, wurde vom Energieversorger nicht genehmigt :gruebel: :nixweiss:

Ich weiß ja nicht was sie unter schnellladestation verstehen. Ein echter schnelllader steht an Autobahn Raststätten und lädt mit 50 bis 150 kWh. Für daheim gibts wallboxen zum Anschluss an Starkstrom. Da werden 22 kw meist nicht genehmigt, alles darunter ist genehmigungsfrei. Mit 11 kw dreiphasig lädt man über Nacht bequem den Akku voll. Die meisten Fahrzeuge laden jedoch nur 1 oder 2 phasig entsprechend langsamer. Reicht für den durchnittlichen Fahrer aber immer noch aus.
Nur während einer längeren Fahrt benötigt man für die zwischenladung einen echten schnelllader per ccs.
Gruß Birgit

BiggiK am 05 Feb 2021 13:41:24

Jobelix hat geschrieben:Hier gehen Geschichten und Vorurteile über E-Mobilität rum, da stehe einem die Haare zu Berge...
I.

Du sprichst mir aus der Seele. Die meisten Vorurteile haben die, die selbst noch keine Erfahrung gemacht haben. Und die Presse hilft feste mit, diese falschen Behauptungen zu untermauern.
Elektroautos sind perfekt zum speichern der Energie, es müsste nur möglich sein, diese auch wieder ins Netz zurück zu speichern. Und entsprechend Anreize zum Laden während viel Energie produziert und wenig verbraucht wird.
Ist alles eine Frage des politischen Willens. Die autolobby hat aber leider einen viel zu großen Einfluss auf unsere Entscheidungsträger. Andere Länder gehen da viel weiter
Gruß Birgit

Tinduck am 05 Feb 2021 14:26:28

BiggiK hat geschrieben:Elektroautos sind perfekt zum speichern der Energie, es müsste nur möglich sein, diese auch wieder ins Netz zurück zu speichern. Und entsprechend Anreize zum Laden während viel Energie produziert und wenig verbraucht wird.


Möglich ist das alles, nur möchte die Energiebranche halt keinerlei Preisvorteile oder Vergütungen an den Endverbraucher weitergeben.

Das läuft dann so:

Mitten in der Nacht gibts schon mal Strom für Umme an der Energiebörse, wenn der Wind ordentlich weht. Dann ballern die Energieversorger eure E-Autos mit Strom voll (natürlich für Euch zum normalen Preis). Leergezogen werden die Akkus dann nur, wenn der Strom knapp und damit richtig teuer ist. Für Euch Rückerstattung wieder zum normalen Preis. Der Energieversorger macht 2 x Gewinn, Ihr bekommt als Belohnung einen Akkuzyklus als Abnutzung. Wenns ganz toll läuft, kommen ein paar Zehntel Cent pro kWh bei Euch an. Wird bei Nachtspeicherheizungen schon seit Jahrzehnten so praktiziert, nur dass da nix mit Entnahme ist, die die ganze Sache noch lohnenswerter macht. Nur leider nicht für den Endverbraucher.

DAS wollt Ihr unterstützen? Ich nicht. Wenn wir mal ein Elektrofahrzeug haben sollten (kommt ja wohl in Zukunft keiner mehr drum herum, der ein privates KFZ haben möchte), werd ich den Akku sicher nicht zur Gewinnmaximierung der Energiekonzerne freigeben. Wenn die Stromspeicherkapazitäten brauchen, sollen sie sich gefälligst welche schaffen, oder vernünftig bezahlen, wenn sie sie 'mieten'.

bis denn,

Uwe

BiggiK am 05 Feb 2021 19:00:45

Tinduck hat geschrieben:

Möglich ist das alles, nur möchte die Energiebranche halt keinerlei Preisvorteile oder Vergütungen an den Endverbraucher weitergeben.

DAS wollt Ihr unterstützen? Ich nicht.

Uwe


Hallo Uwe,
Ich speichere jetzt schon meinen Strom von der eigenen pv Anlage in meinem Elektro Auto. Funktioniert natürlich im Moment nur im Sommer, da unsere Anlage knapp 9 kwp hat. Und zurück geht nix, geht ja vom Auto aus nicht.
Wenn jeder auf seinem Eigenheim eine PV Anlage installiert und sein Elektro Auto damit lädt, muss weniger in die Netze eingespeist werden.
Gruß Birgit

Jobelix am 05 Feb 2021 20:37:09

Und darum geht es. Mehr Autarkie - weniger Abhängigkeit - vor allem von fossilen Energieträgern aus fernen Ländern.
Ich hatte es in einem anderen Thread schon mal geschrieben, lieber gebe ich mein Geld an die heimischen Windbarone, als es in den Rachen von Ölscheichs zu schmeißen.
Kann natürlich jeder machen wie er will, es ist ein freies Land...
Leider, Leider gibt es derzeit zum Dieselroß keine kaufbaren Alternativen für unser Hobby. Als Zwischenlösung könnte ich mir ein Plug-in-Hybrid Womo mit 20-25KW Batterie und leichtem, effektiven Diesel vorstellen, wo der Akku auch vom Aufbau genutzt werden kann. 50km Elektroreichweite reichen, um geräusch- und emissionslos durch die Städte und über Stellplätze zu gleiten. Man hätte einen Allradantrieb bei Bedarf, könnte auf Gas komplett verzichten und der Energiespeicher könnte an Schnellladestationen in max. 15 min oder langsam auf Stellpätzen geladen werden. Zusätzlich wäre ein integriertes Solardach bestimmt keine Hexerei.
Die Technologie ist da, wäre bezahlbar, aber die Transporterhersteller sind irgendwie alle im evolutionären Tiefschlaf ihre fetten Jahre.
Oh, ich träume schon wieder...
Es wäre nicht gut für uns Womofahrer, wenn nach den Pandemie wieder die "Klimasau" durchs Dorf getrieben wird und unser Kisten imagemäßig wie Dampfmaschinen angesehen werden.
Es gibt aber derzeit keinen "Leuchtturm" in der Branche, nicht einen einzigen!

rkopka am 06 Feb 2021 01:55:09

Genau zu dem Thema (Wasserstoff) gab es heute auf arte ein Xenius. Wiederholung finde ich keine, aber hier gibt es die Sendung --> Link .

RK

schnecke0815 am 06 Feb 2021 05:49:31

Jobelix hat geschrieben:Die Technologie ist da, wäre bezahlbar, aber die Transporterhersteller sind irgendwie alle im evolutionären Tiefschlaf ihre fetten Jahre.
Oh, ich träume schon wieder...


Deine Wünsche und Träume wurden erhört, mußt nur rund € 30 Scheine auf den Tisch legen und hast ein E im Kennzeichen - --> Link.

Das Fahzeug habe ich übrigens letzten Sommer an der Ostsee live gesehen (lag natürlich auch drunter).

macagi am 06 Feb 2021 06:59:59

schnecke0815 hat geschrieben:Deine Wünsche und Träume wurden erhört, mußt nur rund € 30 Scheine auf den Tisch legen und hast ein E im Kennzeichen - --> Link.


Na das ist doch ein tolles Gerät!

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