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Efoy 80 oder LifePO4


freki2 am 19 Feb 2021 11:38:42

Guten Morgen,

ich überlege gerade was die nächste Anschaffung im Wohnmobil/Kastenwagen sein sollte. Ein großes Thema ist ja immer Strom. Daher besteht die Auswahl zwischen der Efoy 80 für ca 2000€ oder LifePO4 200Ah für ca 2000€.
Ich bin das ganze Jahr über Unterwegs, dh insbesondere im Winter bekomme ich mit meinem 2x95AGMs (recht neu, aus Nov 2019, benutzt seit Mai 2020) natürlich zügig ein Stromproblem. Aber auch im Sommer wenn ich mal unter einem Baum geparkt habe (ich habe 180Wp Solar aufm Dach).

Lithium:
Nach meinen Berechnungen verbrauche ich im Sommer und Winter mind. 2 A/h bis max 3 A/h (über 24 Stunden im Durchschnitt)
Damit könnte ich dann die Standzeit von ca 2 Tagen (ohne Solar) auf ca. 4 Tage erhöhen.
In 90% der meiner Fälle reichen mir meine AGMs, die Lithium bringt mich dann wahrscheinlich auf 97% der Fälle ohne Stromproblem... bleiben natürlich noch die restlichen 3% (also 4 Tage Wintercamping sind damit nicht drin)

Pro Lithium:
- spart Gewicht (wobei Gewicht derzeit kein Problem ist)
- spart Platz (im Vergleich zur Efoy)
- keine Zusatzkosten in form von Methanol

Contra Lithium:
- quasi neue AGMs fliegen raus
- für 4 Tage Wintercamping habe ich immer noch nicht genug Strom (Ja, meine Toilette und das Wasser reichen für 4 Tage =))

Efoy 80:
Mit der Efoy bin ich dann quasi komplett autark. Die Efoy bringt 3,2A/h in die Batterie... das sollte passen.
Allerdings hört man viel von Problemen, dass die Efoy schnell kaputt geht, hohe Zusatzkosten mit sich bringt und vieles mehr.

Und, sie würde am Ende wahrscheinlich recht wenig laufen... in 90% der Fälle reichen mir die 2x95AGM

Aber die Efoy bringt eben nicht nur +7% sondern +10% auf die vollen 100%, dh Strom ist dann wirklich kein Thema mehr mit dem man sich beschäftigen müsste!


Was ist eure Meinung dazu?

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Stocki333 am 21 Feb 2021 19:08:40

hallo Freki
Bei der Efoy halte ich mich raus. hier hätte ich nur theoretisches Wissen. Und Praxis ist ganz was anderes. Auch der Winterbetrieb damit ist mir nicht bekannt.
Und du schreibst das du Winterbetrieb machst. Auch ist mir nicht klar, was du für ein Fzg hast.
ich überlege gerade was die nächste Anschaffung im Wohnmobil/Kastenwagen sein sollte.

Deine Idee mit Lithium ist nicht gerade verkehrt. Und bei deinen Vorhaben solltest du was Winterbetrieb und Einbaulage betrifft das ganze präziser zu Papier bringen.
So mal zum nachdenken für dich. 2 Arten von Lithium gibt es.
LiFePO4. Kälteempfindlich. Laden unter 0 Grad nicht möglich. Selbstbau kein problem, findest genug Beispiele dafür. Mit 2000.- baust du eine Kapazität ein, das du das Fahren verlernst, weil du so lange stehst. :mrgreen: :mrgreen:
LiFeYPO4 bekannt unter dem namen Winston. Kälteunempfindlich. Laden bis - 45 Grad erlaubt. Robuste Industriezellen. langzeiterfahrung vorhanden. 10 Jahre.
Nachteil teurer, grösser und schwerer. Aber mit deiner Schätzung vom Preis läßt sich was vernünftiges bauen.
(ich habe 180Wp Solar aufm Dach).

Wenn geht, vergrößern.
So als Hausnr. bei mir.
300 Ah Winston. 300 Watt Solar. 2,5 Kw WR. Winterbetrieb in Spanien. Ausreichend. Ohne E- Bike. Allerdings liegt mein Tagesverbrauch bei 45-50 Ah.
Um noch mal auf deine Ausgangsfrage zurück zu kommen.
Mit der Lithium hast einen besseren Ladewirkungsgrad. Wirkt sich sehr stark bei ladung über die LM aus. 40 A sind auch bei Verkabelung über EBL möglich. Einschränkung ältere Mobile. Sonst Booster rein. direkt verkabeln.oder stärkere Leitung ziehen. Geht so bis 50-60 A. Fahrten zum Entsorgen und Einkaufen bringen die Energie fast 1:1 rein. Ist eine einfache Rechnung.
Und es gibt hier im Forum ein paar, die haben kein Landstromkabel mehr. Bin auch so ein Oberkoffer ohne Kabel. Hat den Vorteil. Ich stehe nicht mehr auf der Leitung. :cry:
Die Frage nach einer Efoy stellt sich für mich nicht mehr. siehe oben.
Aber eine Bitte. Versuch dein Vorhaben genauer zu beschreiben. So bekommst du auch bessere Hilfestellung. So war ich halt der Eisbrecher.
Gruß Franz

Trashy am 21 Feb 2021 19:21:51

Hättest du nicht irgendwo Platz für 1 oder 2 zusätzliche AGM??
Dort Leitungen mit Schnellanschlüssen installieren.
Für die paar Male Wintercamping einfach dazustellen, ansonsten gut einlagern.

Ansonsten geht meine Meinung klar zu Li. Die Brennstoffzelle ist leider zu teuer und zu anfällig.

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huohler am 21 Feb 2021 19:22:53

Für Winterbetrieb würde ich immer LiFEYPO + kräftigen Booster (75A) empfehlen. Wenn geht 300Ah anstatt 200Ah. Dann musst du zwar mehr investieren, hast aber im Vergleich zur Efoy ein langlebiges, Störunanfälliges System ohne Folgekosten. Also langfristig sogar günstiger!
Hubert

Joachim170 am 21 Feb 2021 19:46:35

Moin freki2,
Achtung: Ich habe noch keine Langzeiterfahrung mit der Evoy80,
allerdings will ich trotzdem meinen Werdegang kurz schildern, eventuell hilft es Dir.
Das aktuelle Wohnmobil habe ich 06.06.2019 gekauft, im Auslieferungszustand eine 90 AH Blei Batterie.
Im laufenden Betrieb habe ich dann schnell festgestellt, daß trotz 360 Wp Solar auf dem Dach das ganze hinten und vorne nicht reicht, besonders im Winter.
Deshalb habe ich zusätzlich zur Bleibatterie im April 20 eine LiFePo4 100 Ah eingebaut (Hybrid). Solange das Wetter gut war, bin ich damit wunderbar zurechtgekommen, dann kam im Sommer ein Schlechtwetterperiode, und nach 3 Tagen war ohne Heizung schluss, beide Batterien leer. Knurrend einen Stellplatz mit Landstrom gesucht. Im Herbst mit Heizungsnutzung war es noch schlechter, der Solarertrag hat trotz 360Wp nicht ausgereicht. Seit November habe ich Auf meinem Parkplatz durch Schattenwurf mit Glück eventuell mal 10 Ah am Tag, das reichte nicht aus, um meine benötigten Verbraucher nach zu puffern. Im Februar 21 habe ich nun eine Efoy 80 dazugestellt, und dann einen 4-Tageskurztripp in eine Werkstatt in Bremerhaven gemacht. Was soll ich sagen, auch bei -15°C Dauerheizbetrieb, renitenter Fernseher und Notebooknutzung, kein Sparen beim Licht waren am letzten Tag meine Batterien noch oder wieder voll. Die Efoy hat in der Zeit ca. 2 l verbraucht.
Bisher bin ich begeistert, wie das in 5 Jahren aussieht, weiß ich allerdings noch nicht.

Gruß Joachim

deacheapa am 22 Feb 2021 00:59:12

Hallo freki2
mein Vorschlag.
für 1000,-€ kannst Du Dir inzwischen locker 500Ah LFP (blaue Becher) selbst zusammen stellen,
bei nem etwa Platzbedarf von deinen jetzigen 2 mal 95er Bleibatt.
(Winston mehr)
Solar immer so viel wie aufs Dach gehen.
Und auf die Efoy wirst Du wahrscheinlich bei Deiner Nutzung dann nicht mehr angewiesen sein.


Efoy 80:
Mit der Efoy bin ich dann quasi komplett autark. Die Efoy 80 bringt 3,2A/h in die Batterie...

Das sind die Katalog Werte, in echt rechne Anfangs mit etwa 3,0A Strom der nach einiger Zeit dann bei 2,6-2,8A liegen wird.
+/-10% Leistung steht schon im Prospekt, meine hatten die neu beide in Minus. :wink:
(Meine Erfahrung mit Efoy BZ)

Ich hatte einige Jahre die 1200er Efoy, seit 2013 die 2400pro und brauchte die meist auch von November bis Februar in Deutschland trotz 500Wp und 600-800Ah Blei Batt. wenn länger wie 3 tage Standzeit.
Tagesverbrauch Sommer durchschnittlich 120Ah, Winter mit Heizung rund 30Ah mehr.
Seit nun einem Jahr 350Ah LFP, und seit dem läuft die Efoy nur noch zur Selbstbefriedigung bei Frost. (Nichtnutzung des Womos)
War aber diesen Winter wegen Corona noch nicht länger wie 4 Tage an einem Ort, und das war auch vor Frosteinbruch.
Jetzt noch mal 280Ah LFP dazu gestellt, und bin jetzt echt am überlegen die auszubauen und zu Hause zur 1200er im Keller einzumotten.
(gebrauchte verkaufen lohnt nicht)

Defekt waren meine Efoys nie 1200er hat etwa 1700Bh und die 2400er pro glaube knapp 800Bh auf der Uhr.
Bedenken sollte man auch das die BZ altern, die Kleine hatte schon rund 20% weniger Leistung bei Ausbau, und die große nach nun 7Jahren auch etwa.

mein Fazit:
Mit Blei Batt. ging es nicht ohne BZ, mit LFP Batt. in ausreichender Menge inzwischen hervorragend,
hängt aber halt immer von den eigenen Nutzungsbedingen mit ab.
Seit dem LFP fast ohne elektr. Kenntnisse selbst günstig zu bauen ist,
hat sich Blei und BZ wohl für die meisten in Sachen Wohnmobil überlebt.
Solar ist außer im Winter immer noch für länger Freisteher unverzichtbar.

BZ ist und bleibt in Sachen Kosten immer noch um ein mehrfaches die teuerste Art der Stromversorgung, und eine Anschaffung sollte gut überlegt sein.

Gruß Dean

rkopka am 22 Feb 2021 01:44:44

freki2 hat geschrieben:Nach meinen Berechnungen verbrauche ich im Sommer und Winter mind. 2 A/h bis max 3 A/h (über 24 Stunden im Durchschnitt)
...
Mit der Efoy bin ich dann quasi komplett autark. Die Efoy bringt 3,2A/h in die Batterie... das sollte passen.

Du solltest mit den Einheiten aufpassen. So ist das etwas unklar.
A/h gibts im Womo nicht.

Die erste Angabe soll wohl bedeuten, du brauchst 2-3A im Durchschnitt. D.h. 2-3Ah/h oder 48-72Ah/Tag
Efoy 3,2A Ausgangsstrom.

RK

silverdawn am 22 Feb 2021 09:02:07

Joachim170 hat geschrieben:
Die Efoy hat in der Zeit ca. 2 l verbraucht.

Bisher bin ich begeistert, wie das in 5 Jahren aussieht, weiß ich allerdings noch nicht.

Gruß Joachim



Ich bin von der Efoy schon 10 Jahre begeistert, ausser einem kostenlosen Update musste ich an der Efoy nichts machen !

Gruß
Harald

Tinduck am 22 Feb 2021 09:26:42

Ich würde auf jeden Fall auf LiFePO gehen, egal was danach noch kommt.

Mit den Bleibatterien verschwinden 20% des von einer Efoy erzeugten Stromes in schlechter Ladeeffizienz, d. h. von den 3 Ah, die das Ding pro Stunde produziert, kannst Du nur 2,4 Ah wieder nutzen. Das gleiche gilt für den Solarertrag.

Bei der LiFePO liegt dieser Verlust vielleicht bei 2%.

Weiterer Nachteil der Bleibatterien ist, dass du die mit deinem Verbrauch im Winter mit dem niedrigen Ladestrom der Efoy nie richtig voll bekommen wirst, es sei denn, du hast längere Phasen, wo du wenig Strom verbrauchst. Das mögen Bleibatterien gar nicht, der LiFePO ist es egal.

Also Efoy und 100 Ah LiFePO. Musst dann allerdings immer genug Methanol dabeihaben, gibts ja auch nicht an jeder Ecke.

Je nachdem wo du so stehen willst, wäre auch die Kombination LiFePO / Moppel möglich. Geht natürlich nur, wenn man niemanden damit stört.

Oder, wie oben vorgeschlagen, 500 Ah blaue Becher für nen Tausi einbauen, dann kannst Du auf die Efoy verzichten. Ist wohl die billigste und raumsparendste Methode. Mit 2 parallelen 250er Bänken hättest Du sogar Ausfallsicherheit. Dann noch Solar etwas aufstocken und gut isses.

bis denn,

Uwe

freki2 am 22 Feb 2021 20:28:29

Vielen Dank für Eure Meinung! Wirklich sehr gut und sehr hilfreich!

Life(Y)PO4 bauen scheint mir dann wohl das sinnvollste. Besteht da keine Gefahr bzgl. fehlender CE Kennzeichnung oder sonstigem?

Stocki333 am 24 Feb 2021 08:27:40

Wenn Interesierts. Bauen, rein damit und geniessen.
Vieles fällt unter Akademische Übung. :lach: :ja: :mrgreen:
Franz

deacheapa am 24 Feb 2021 09:44:23

freki2 hat geschrieben:Besteht da keine Gefahr bzgl. fehlender CE Kennzeichnung oder sonstigem?


Diesem "Problem" bin ich mit etwas Etikettenschwindel aus dem Weg gegangen. :ja:

Habe den Krempel einfach in eine CE geprüfte Kiste verpackt. ;D



Gruß Dean

Tinduck am 24 Feb 2021 09:46:04

deacheapa hat geschrieben:Habe den Krempel einfach in eine CE geprüfte Kiste verpackt. ;D



Gruß Dean


...dann heisst dein CE ja auch 'China Export' :D

bis denn,

Uwe

quax1968 am 14 Apr 2021 13:15:58

Im Grunde genommen kann man ja eine Efoy nicht mit einer Batterie bzw. Batteriekapazität vergleichen.
Das Eine ist ein Stromerzeuger und das andere ja ein Stromspeicher.

Ich finde Lithium-Batterien auch klasse aber würde vermutlich in Deiner Stelle eine Efoy kaufen und die AGM erstmal behalten.
Du sagts ja selbst, dass es in 90% der Fälle reicht. Ich hatte eine Efoy 1200 und habe Sie ähnlich genutzt. Also nur als "Notstrom-Aggregat. Ich hatte damals nie ein Problem mit der Efoy.

Sind die AGM dann mal hin, dann würde ich auf Lithium umrüsten. Dann bist Du eh für alles gewappnet.

Rapidoi96 am 14 Apr 2021 22:19:06

Hallo Freki2,
wir haben eine Lithiumbatterie mit 180 AH und eine Brennstoffzelle von Efoy mit 140 AH theoretische Tagesladeleistung. Die Anschaffung war nicht billig, aber für uns eine sinnvolle Investition. Wir stehen meist autark ohne Stromanschluss und haben zusätzlich eine Solaranlage mit 295 WP montiert. Es kommt darauf an, wieviel Strom man benötigt. Wir sind Sommer wie im Winter unterwegs. Im Sommer verbrauchen allein unsere E-Bikes 70- 90 AH bei voller Aufladung ohne die weiteren Stromverbraucher. Wir haben die Efoy seit 2018 und hat bisher über 300 Std ohne Probleme geladen. Ein Drittel dürfte wegen der Selbsterhaltung im Winter draufgegangen sein. Es ist ein Luxus für autark, denn Rechnen tut sich dies nicht, da ist Landstrom günstiger.
Letzendlich muss jeder für sich selbst entscheiden, was für ihn dass richtige ist und wieviel Geld er investieren möchte.

VG Rapidoi96

deacheapa am 09 Aug 2023 23:18:02

Habe nun endlich die 2400pro Efoy rausgeschmissen. :bgdev:
Hat Heute beim Testlauf doch sage und schreibe noch ganze 30Watt Leistung gehabt mit nicht mal 900 Betriebsstunden.
Deswegen hat sie natürlich nach Startphase gleich wieder abgeschaltet, weil sie damit die Mindestleistung für Betrieb (Dauerlauf) nicht mehr erfüllt.
Edelschrott vom feinsten.
Das Teil war der teuerste Edelschrott meines Lebens, den ich wohl nicht mehr toppen kann. :oops: :lach:


Dafür einfach noch ein wenig LFP dazu gestellt im Gewicht der 2400er plus 10L Patrone Methanol.

Aktuell nun 12KW LFP

Strom Womo.jpg

derzeit leider nur wenig Sonne übern Tag, Ertrag geht aber.

Joachim170 am 10 Aug 2023 08:11:02

Na, mal sehen, wie lange meine noch läuft,
jetzt wo sie aus der Garantie raus ist.
Während der Garantie war sie 2x bei Efoy, beide male die Pumpen.
Bisher bringt sie noch 39 von 40 Watt bei 700 Betriebsstunden.

Gruß Joachim

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