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Knaus stellt ein Elektro Wohnmobil vor 1, 2, 3, 4, 5


Navigatore am 29 Aug 2021 11:21:13

wolfherm hat geschrieben:Kommt mal wieder von eurer globalpolitischen Betrachtungsweise weg. Hier geht es nicht um den Weltverkehr …..es geht ganz einfach um ein Konzept-Wohnmobil in elektrischer Ausführung.




Ok, bleiben wir beim Thema

Für mich ist das ein cleverer Marketinggag, um Knaus mal ins Rampenlicht zu schieben. Clever deswegen, weil wir im Moment allem wie die Lemminge folgen, was mit Elektromobiliät zu tun hat.

Schauen wir uns das Konzept doch mal an:

90 Kilometer maximale, rein elektrische Reichweite bei einem Wohnmobil .... das muss man nicht weiter kommentieren.
Range Extender. Schöner Begriff, letztlich ist es ein Verbrenner, der dann für weiteren Vortrieb sorgt.
Weil es ein Platzproblem gibt, muss ein kompakter effizienter Wankelmotor als Verbrenner herhalten. Effizienz und Rotationskolbenmotor sind zwei Begriffe, die sich gegenseitig ausschließen. Neben dem konstruktionsbedingt hohen Kraftstoffverbrauch kommen noch grottenschlechte Abgaswerte dazu. Mazda beißt sich seit zig jahren die Zähne daran aus und alle anderen Hersteller haben die Motoren nach kleinen Produktionszahlen ruckzuck wieder ins Regal zurück verbannt.

Letztlich weist Knaus schon selbst darauf hin, dass das Konzept in dieser Form keine Zukunft hat und man sich letztlich beim Brennstoffzellenantrieb sieht. Womit wir wieder beim Marketing sind. Denn vom Brennstoffzellenantrieb sind wir auch noch meilenweit weg, schon allein wegen der Kosten.

Also nix als heiße Luft.

Außerdem lässt sich so ein Konzept eben nicht isoliert in unserem Mikrokosmos betrachten, schon gar nicht für ein Wohnmobil, dem Reisen auch in ferne Länder immanent ist.
Ich möchte nicht falsch verstanden werden. Der E-Antrieb ist sicher nicht der schlechteste, doch zum gegenwärtigen Zeitpunkt aus sehr, sehr vielen und bekannten Gründen noch laaaange nicht in der Breite verwendbar. Und so lange in den Nachbarkontinenten unsere Oldtimer noch ein langes Leben fristen, der Dacia Logan mit dem kleinsten Diesel das Taxi des Jahres ist und die "letzte Meile" wie schon seit hunderten von Jahren mit dem Eselskarren zurückgelegt wird, ist der Ausstieg aus dem Verbrennungsmotorenkonzept auch nur ein Marketinggag ... für die nächste Wahl.

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Gast am 29 Aug 2021 12:34:41

Navigatore hat geschrieben:...Denn vom Brennstoffzellenantrieb sind wir auch noch meilenweit weg, schon allein wegen der Kosten...


Wenn man keinen Schritt nach vorn machen will, dann verschließt man die Augen vor Allem, auch vor Lösungen die schon existent sind.
--> Link

MoniDieter am 29 Aug 2021 12:36:46

Man kann es drehen und wenden wie man will. Der Dieselmotor wird noch auf lange Sicht der effizienteste und umweltfreundlichste Antrieb für alle Fahrzeuge ab Lieferwagengröße im außerstädtischen Verkehr bleiben. Da gehören wir mit unseren WoMo's dazu. Da sehe ich als einzige Lösung die Verwendung von klimaneutral hergestelltem E-fuel. Den langen Lebenszyklen unserer teuren Fahrzeuge käme das auch entgegen. --> Link
Gruß Dieter

Anzeige vom Forum


chrisc4 am 29 Aug 2021 16:25:36

Das Knaus E-Wohnmobil wird wohl von der Messe direkt ins Knaus Museum fahren, als erstes Wohnmobil "mit rein elektrischem Antrieb" :lach:

Gruß
Hans

gastino am 29 Aug 2021 16:48:14

hampshire hat geschrieben:Viele Kommentare hier lesen sich wie Kaiser Wilhelms Bekenntnis zum Pferd 1905. Manche fokussieren sogar lieber Detailprobleme von Entwicklungen als notwendige Gesamtlösungen zu betrachten um Gewohntes zu bewahren. Dabei wird genau das nicht geschehen, wenn wir derart daran festhalten.


Das Problem am E-Antrieb ist, dass er das Pferd ist, das von der Politik und unter Einsatz von massiver Lobbyarbeit durchgedrückt werden soll. Echte Innovationen setzen sich in der Regel von selber durch.

hampshire hat geschrieben:Wir haben übrigens den Außendienst und die Serviceingenieure auf Tesla umgestellt und können feststellen, dass die Gesamtkosten des Model3 unterhalb denen eines Golf Variant Diesel sind. Und ja, die fahren auch weite Strecken.


Dank massiver staatlicher Subventionen (Förderung beim Kauf, unterschiedliche Besteuerung von Fahrzeug und Kraftstoff/Strom). Der Steuerzahler (also beispielsweise die Kassiererin im Aldi) trägt also einen guten Teil der Kosten, damit für Dich die Gesamtkosten unter denen eines Golfs liegen.

hampshire am 29 Aug 2021 16:49:53

Man kann sich mit den Unzulänglichkeiten des jetzt vorgestellten Knaus Mobils auseinandersetzen, für mich und meine bevorzugte Art zu Reisen würde die veränderte Reichweite und Logistik eine Umstellung bedeuten, mit der Technik käme ich zurecht, dem Anschaffungspreis eher weniger.
Auch wenn Wolfherm das nicht gerne lesen will: Ein solches Fahrzeug auf einer Leitmesse vorzustellen kann nur in einem größeren Rahmen betrachtet werden - und in der Thread Überschrift geht es ja auch um die Tatsache der Vorstellung und nicht explizit um die Besprechung des Modells. Es ist nicht nur die Frage interessant "Was kann das jetzt", sondern auch "wo kann es hin gehen" und "wie kann es weiter gehen". In 15-20 Jahren wird es keine breite Akzeptanz mehr für "Dieselreisende" mehr geben. Macht also Sinn für diejenigen, die dann noch mit Wohnmobilen reisen wollen, sich damit auseinander zu setzen statt den Diesel dessen Ende in Europa in überwältigendem Konsens sicher kommt zu diesem Anlass hoch leben zu lassen.

gastino hat geschrieben: Echte Innovationen setzen sich in der Regel von selber durch.

Das wäre toll. Allerdings gäbe es bis heute kaum Photovoltaik.

Navigatore am 29 Aug 2021 16:53:45

hmarburg hat geschrieben:Wenn man keinen Schritt nach vorn machen will, dann verschließt man die Augen vor Allem, auch vor Lösungen die schon existent sind.
--> Link

Du weißt schon, wie Wasserstoff z.Zt. gewonnen wird? Ich führe das jetzt nicht weiter aus, weil es wieder OT wäre. Also ... noch meilenweit entfernt

gastino am 29 Aug 2021 16:55:43

hampshire hat geschrieben:Das wäre toll. Allerdings gäbe es bis heute kaum Photovoltaik.


Photovoltaik gab es schon lange vor der Förderung. Nur halt dort, wo sie konkurrenzfähig war. Das gehört ebenfalls zu einer vernünftigen Innovation: Dass sie nicht einfach nur neu ist, sondern wirtschaftlicher oder zumindest deutlich nutzwertgesteigerter als die Konkurrenztechnik.

Bergbewohner1 am 29 Aug 2021 17:05:24

Ich kann Dieter nur voll zustimmen.
Bei uns in der Nähe-Freiberg wird aus Kohlendioxyd industriel synthetischer Treibstoff für Verbrenner hergestellt.
Der Liter würde derzeit was über 2 € kosten, die bekommen keine Unterstützung weder von Politik noch aus der Wirtschaft.
Warum wohl :?:
Ich würde es gerne schreiben, aber dann würde es politisch und das ist nicht erwünscht.
Der normale Menschenverstand sagt einem schon wie soll das gehen, wo soll die Infrastruktur für so viel Ladesäulen-strom herkommen(aus Kohlekraft von Tschechen) ?
In der EU sind die Länder ja nicht mal in der Lage, den überwiegenden Teil des Güterverkehrs auf die Schiene zu bringen oder gar die Strecken noch zu elektrifizieren.
Aber bißchen über die Welt rettende EU und vorne dran unser Vaterland zu träumen, schadet Niemanden-leider.

Inselmann am 29 Aug 2021 17:20:38

Ich wohne in England. Wir werden uns eine Hausladestation installieren lassen obwohl wir kein E-auto haben. Leider kann dann mein Nachbar rechts und der links keine Ladstation mehr haben. Weil sonst das Netz ueberlastet wird.......

Und dann bin ich mir sicher das es in der Schublade der Industrie schon lange fertige Plaene liegen (und schon Motoren im Test gelaufen sind) die mit der halben Menge Sprit auskommen. Leider wird sowas von der Geldscheffel Lobby abgeriegelt.

Ich bin nicht gegen Umweltschutz. Ich wuerde auch ein E-Auto kaufen. Ich kauf aber noch nicht mal ein neues Verbrenner Auto. Ist mit zuviel Wertverlust. Also werde ich noch mindestens 5-6 Jahre warten muessen bis sich ein stabiler E-Auto Gebrauchtmarkt gebildet hat. Falls es die momentanen E-Autos schaffen dann noch attraktiv zu sein als "alter" Gebrauchter. Aber bis dahin haben sie andere, bessere Batterien entwickelt und die "alten" E-Autos sind nichts mehr wert. Oder passen nimmer an die neuen Ladestationen.

Warten wirs mal ab.

Mal ein Konzept wie E-Wohnmobil vorzustellen ist ja schon mal ein Anfang. Aber wenns fast vollkommen am Ziel vorbeigeht haette man vielleicht etwas warten sollen damit. Somit faellt das fuer mich nur unter Marketing Brustgetrommel.

hampshire am 29 Aug 2021 17:38:49

OK, dann mal zum Fahrzeug.
Rein elektrische Reichweite ohne Anspringen des REX sind 90 km. Mit REX bis zum Nachtanken habe ich das nicht entnehmen können. 400-600km wären eine Umstellung, würde ich aber hinbekommen. Verbrauch des REX als Energiequelle für den E-Antrieb habe ich nicht erkennen können, das wäre ein wichtiger Wert für die Wirtschaftlichkeit und letztlich auch für die Klimafreundlichkeit. Mit 110 km/h würde ich mich etwas schwer tun - da gehöre ich aber wohl zu einer aussterbenden Art.
Sehr elegant finde ich, dass der REX eine Gasinstallation ersetzt. Wie laut oder "stinkend" das Fahrzeug dann im Standbetrieb ist, bleibt unklar. Durch den Weg über die Erzeugung von elektrischer Energie wäre ein Betrieb einer Klimaanlage ohne Kabel gut möglich - wird viele freuen.
Würde ich das Fahrzeug oder eines mit solcher Technik jetzt kaufen, wenn die Entscheidung anstünde, wäre sicherlich auch eine Frage der Wirtschaftlichkeit.
Wenn im nächsten Schritt ein solches Fahrzeug mit Brennstoffzelle und Methanol aus industriell anfallendem CO2 käme, würde bei mir mehr Begeisterung aufkommen.

gastino hat geschrieben:Photovoltaik gab es schon lange vor der Förderung. Nur halt dort, wo sie konkurrenzfähig war. Das gehört ebenfalls zu einer vernünftigen Innovation: Dass sie nicht einfach nur neu ist, sondern wirtschaftlicher oder zumindest deutlich nutzwertgesteigerter als die Konkurrenztechnik.

Photovoltaik wäre weltweit nicht auf dem Preisniveau von heute, wenn eine Rot-Grüne Regierung nicht ein absurd erscheinendes Subventionprogramm gestartet hätte, welches nicht nur die Technik, sondern auch gierige Investoren und Verkäufer bezahlt hätte. So ist in wenigen Jahren ein großer Leitmarkt entstanden, der die zur Wirtschaftlichkeit beitragenden Skalierungseffekte erst ermöglichte. In Sachen klimafreundlicher Mobilität wird ein ähnliches Programm nötig sein um etwas zu bewegen.

friedrich45 am 29 Aug 2021 19:59:49

Bergbewohner1 hat geschrieben:Ich kann Dieter nur voll zustimmen.
Bei uns in der Nähe-Freiberg wird aus Kohlendioxyd industriel synthetischer Treibstoff für Verbrenner hergestellt.
Der Liter würde derzeit was über 2 € kosten, die bekommen keine Unterstützung weder von Politik noch aus der Wirtschaft.
Warum wohl :?:

Weil es sinnfrei ist. Hast du dich schon einmal genauer damit beschäftigt? Erst wird Wasserstoff hergestellt, dieser dann weiter zu Treibstoff veredelt.
Anstatt, wenn schon Wasserstoff als Treibstoff hergestellt wurde und man ihn zb. mit Brennstoffzelle in Autos betreibt, noch mehr Energie hineinstecken um daraus andere Treibstoff herzustellen.

Bergbewohner1 am 29 Aug 2021 20:33:32

Hier mal der Link dazu:
--> Link

pwglobe am 29 Aug 2021 20:35:07

Hallo,
dies ist ein toller Marketing Gag von Knaus und die Diskussion hier zeigt, dass sie damit Erfolg haben.
Für Nutzfahrzeuge gibt es zur Zeit keine Alternative zum Diesel, Wasserstoff und Brennstoffzellen scheitert noch am Tank.
Die ganzen Sprinter und Ducatos hätten nichtmal genug Platz für Tank und Brennstoffzellen.
Ich persönliche sehe die Zukunft im e-fuel aber auch hier gibt es noch viele Fragezeichen.
Beim PKW ist der E-Antrieb eher eine Alternative, für uns z.B. als Beiboot, statt Verbrenner Smart.
Warten wir einfach mal ab was die Zukunft bringt.

Dirkulation am 30 Aug 2021 07:28:18

Weil es zum Thema passt ein

--> Link

zu einem Artikel über einen Wasserstoffmotor.

rkopka am 30 Aug 2021 09:50:49

hampshire hat geschrieben:Viele Kommentare hier lesen sich wie Kaiser Wilhelms Bekenntnis zum Pferd 1905.

Trotzdem hat auch das Militär noch Tragetiere für die Berge und im Wald werden wieder Rückepferde eingesetzt. Spezialanwendungen wird es immer geben.

Wir haben übrigens den Außendienst und die Serviceingenieure auf Tesla umgestellt und können feststellen, dass die Gesamtkosten des Model3 unterhalb denen eines Golf Variant Diesel sind. Und ja, die fahren auch weite Strecken.

Gestern in Automobil wurde ein Hybrid System (Obrist) vorgestellt, das auf einem Tesla3 basiert, aber mit viel kleinerem Akku und einem kleinen sparsamen 2-Zylinder, der wohl für normale Fahrt ausreichend Strom liefert. Der Vorteil wäre der geringere Preis durch den kleinen Akku und die große Reichweite bei niedrigem Verbrauch.
--> Link

RK

Tinduck am 30 Aug 2021 12:11:16

Das ist im Momen das einzig brauchbare Konzept, hatte BMW ja auch schon im i3, wurde oft verlacht.

Früher nannte sich das schlicht Hybridantrieb, heute muss man 'Vollhybrid' sagen, um es von Schummellösungen mit Mikroakku und alter Verbrennertechnik plus HIlfsantrieb abzugrenzen.

Warum kein E-Mobil mit einer Extension Bay, in der man entweder einen kompakt verkapselten Generator mit Tank oder einen Zusatzakku einsetzen kann? Dann könnte man sogar mit annehmbarer Reichweite elektrisch fahren und für den Urlaub kommt der Range Extender rein.

Wenn man so nen Extender als kleinen, sparsamen Diesel mit Ecofuel betreibt, dürfte das in der Umweltbilanz jeden Tesla ganz, ganz schlecht aussehen lassen.

Warum Knaus in sein Mobil so ne Wankel-Spritvernichterlösung mit grausligen Abgaswerten einbaut, wissen sie wahrscheinlich auch nur selber... aber mit einer vernünftigen Maschine als Generator fände ich das Konzept durchaus interessant. Man ist zwar den Verbrenner nicht los, kann aber immerhin in den Städten elektrisch fahren. Und niemand hat ja die Abschaffung von Stromerzeugern bis 20XX beschlossen, da ist nur die Rede von Verbrennungsmotoren als Antriebskonzept ;D

bis denn,

Uwe

Gast am 30 Aug 2021 17:13:42

<Hier mal noch ein paar mehr Infos zum Fahrzeug --> Link

Gruß

wascho55 am 30 Aug 2021 17:28:39

Hallo
wird meiner Meinung nach ein Marketing Gag sein, aber allen Ernstes: Warum denn nicht gleich ein reines Wasserstoff WoMo? Elektro ist was für die Stadt und nicht für die Reise! Die LKW-Bauer haben das erkannt, denke ich!

Gruß Walter
Pepper MG Diesel Schadstoffklasse 6d temp, AdBlue und Kat, Verbrauch ca. 8,5 ltr/100km -sonst noch was?

Acki am 30 Aug 2021 17:57:08

Hier haben sie einen Test gemacht, wie es mit einer weiteren Reise mit E-Auto ungefähr aussieht ... äusserst ernüchternd!
--> Link

Rockerbox am 30 Aug 2021 19:09:26

Acki hat geschrieben:Hier haben sie einen Test gemacht, wie es mit einer weiteren Reise mit E-Auto ungefähr aussieht ... äusserst ernüchternd!
--> Link


Naja Acki, ob der Test representativ ist wage ich zu bezweifeln. Normalerweise plant man seine Route mit dem fahrzeugeigenen Navi, das die Reichweite und die Ladesäulen berücksichtigt. Mein Arbeitskollege fährt seit Jahren mit seiner Zoe nach Österreich in Urlaub (ca 900 km), mit etwas Planung ist auch sowas durchaus möglich. Ein anderer Bekannter fährt einen Tesla, seine Frau eine Zoe und noch keiner ist liegen geblieben.

Dass es (noch) nicht so einfach ist wie Benzin zu tanken sollte jedem klar sein, aber es ist durchaus keine unlösbare Aufgabe ….

Acki am 30 Aug 2021 19:14:40

Rockerbox hat geschrieben:...
Naja Acki, ob der Test representativ ist wage ich zu bezweifeln. Normalerweise plant man seine Route mit dem fahrzeugeigenen Navi, das die Reichweite und die Ladesäulen berücksichtigt. Mein Arbeitskollege fährt seit Jahren mit seiner Zoe nach Österreich in Urlaub (ca 900 km), mit etwas Planung ist auch sowas durchaus möglich...

Das kann man sicher so ... aber gerade als Wohnmobilist ist mir die Spontanität eines der wichtigsten Attribute unserer Form des Urlaubes ... :wink:

... und Italien ist nicht Österreich ... aber halt auch eines meiner Lieblingsländer ... und (noch) eine Stromwüste!

luketappe am 30 Aug 2021 20:23:20

Schon mal überlegt was so was kostet? Hier wird dann die " Gentrifizierung " des Womos weitergeführt, dann ist nicht mehr der Morello für bestimmte Leute interessant, sondern das E Womo von X , macht doch am Stellplatz was her. Ist doch egal wenn man damit nur 200 Km weit kommt :mrgreen: Die Leute, die nicht 100.000 € für ihr Urlaubsvergnügen übrig haben bleiben halt zuhause.....oder ziehen mit dem Kleinwagen und Zelt wieder los. Hatten wir ja das letzte mal auch , als Deutschland von unfähigen Politikern zerstört wurde und das war in den 50er ja auch Luxus. :evil: Nächster Halt: Zurück in die Höhle, ist doch viel ökologischer, natürliche Materialien und 0% CO2 für den Bau. :lol:

Tinduck am 31 Aug 2021 09:24:46

Rockerbox hat geschrieben: Naja Acki, ob der Test representativ ist wage ich zu bezweifeln. Normalerweise plant man seine Route mit dem fahrzeugeigenen Navi, das die Reichweite und die Ladesäulen berücksichtigt.


Komisch, die Gespräche, die ich so mit Leuten führe, die versuchen, mit nem E-Auto längere Strecken zu fahren, klingen ganz anders.

- Erstmal ist die Reichweitenanzeige in vielen E-Autos ein Witz. Vollladen, einsteigen, 100 m fahren, 10% der Reichweite verbraucht. Beispiel e-Tron.

- Ja, die Ladesäulen sind im Navi. Und dann fährt man da hin und 2 von 4 sind kaputt, die beiden funktionierenden besetzt. Kein Einzelfall! Also schon mal 1 h Pause statt 30 min.

- Da die Reichweitenanzeige Mist ist und bei Einsatz von Heizung, Klima, Licht sowieso verrückt spielt, rechnet man besser mit 1/4 bis 1/3 Reserve, falls mal Stau kommt oder so. Das führt dazu, dass man auf der Strecke Dortmund-Flensburg (ca. 500 km) 2 x nachladen muss. Das sind mal locker 20% mehr Reisezeit - wenn man denn funktionierende Ladesäulen findet.

E-Autos sind Kurzstreckenfahrzeuge, ausser man hat vieeeel Zeit.

Für ein Womo macht sowas nur Sinn, wenn man eh nicht mehr als 100, 200 km am Tag fahren will. Gut für globetrottende Rentner, eher Mist, wenn man schnell ins gewünschte Reisegebiet möchte (Spanien, Italien etc.).

bis denn,

Uwe

Rockerbox am 31 Aug 2021 09:37:48

Hallo Uwe,

ich sprach ja auch nicht von einem e-Wohnmobil, sondern von dem verlinkten Test. Und da hab ich nicht mal lesen können um welches e-Auto es sich handelt. Grundsätzlich sind e-Autos für Kurzstrecken prädestiniert, da stimme ich dir zu, aber es ist durchaus möglich, auch längere Strecken zu bewältigen. Und in einer vernünftigen App sehe ich schon vorher, welche Ladesäulen belegt oder frei sind.

rkopka am 31 Aug 2021 09:49:21

Rockerbox hat geschrieben:Und in einer vernünftigen App sehe ich schon vorher, welche Ladesäulen belegt oder frei sind.

In den Tests im Fernsehen sieht das aber oft anders aus. Apps, die nur die eigenen Säulen zeigen und nicht immer korrekt. Autos, deren Navisysteme bestenfalls zeigen, daß dort eine Säule ist, aber sonst nichts (es gibt natürlich auch bessere Systeme). Routenvorschläge, die keinen Sinn machen. Säulen, die eine von 20 Karten brauchen, damit sie vielleicht gehen. Kaum Infos über die tatsächlichen Kosten beim Laden. Viele Urlaubsberichte drehen sich nur noch um die Suche nach einer Ladesäule.
Irgendwie klingt das immer noch sehr nach einem Adventuregame und nicht nach Alltag, sobald man sich von zuhause entfernt. Für den Weg zur Arbeit und mit der Lademöglichkeit am Haus sieht das natürlich ganz anders aus. Und der Teslafahrer mit Gratisladen hat es auch leicht.

RK

Acki am 31 Aug 2021 09:51:53

Rockerbox hat geschrieben:Hallo Uwe,

... Und da hab ich nicht mal lesen können um welches e-Auto es sich handelt.
...

Was dann aber wohl nicht am Bericht lag ... :wink:

Rockerbox am 31 Aug 2021 10:03:44

Acki hat geschrieben:[
Was dann aber wohl nicht am Bericht lag ... :wink:


Hier der Text aus deinem Link, wo steht das getestete Auto? Ich finde nix ....

Mit dem Elektroauto nach Rom: eine Testfahrt
Autor:Dominik Meier

Mittwoch, 18.08.2021, 11:28 Uhr

Acht Prozent. Nur noch acht Prozent Batterieladung bleibt uns. Wir schalten die Klimaanlage aus. Das spart Strom. 33 Grad hin oder her. Noch sind wir nicht in Grosseto. Und noch wissen wir nicht, ob die Ladestation dort auch funktioniert. Es ist Tag drei unseres Roadtrips. Mit voller Anspannung und leerem Akku rollen wir durch die Toskana.

Warum kann man hier nicht laden?
Dabei hat alles so einfach begonnen: Tag eins, in Aosta ist die Ladestation rasch gefunden. Beim Espresso in der Bar nebenan vergeht die kurze Ladezeit im Flug. Erst kurz vor Genua wird uns klar: So einfach wirds nicht bleiben.

Viele Ladestationen sind zu langsam: Stundenlang laden liegt einfach nicht drin auf der Durchreise. Wir erleben, was die Statistik belegt: Italiens Ladenetz liegt im Europa-Ranking des Verbands der deutschen Autoindustrie weit hinten auf Platz 21 von 31 Staaten.

Die EU hat Ladestationen mitfinanziert. Doch manche Staaten bauten planlos drauflos. Es sei nicht umfassend analysiert worden, wo es wie viele Stationen brauche, schreibt der EU-Rechnungshof.

Noch deutlicher wird der EU-Parlamentarier Markus Pieper: «Für mich ist das ein Totalversagen. Einige Mitgliedsländer haben es nicht hingekriegt, mit dem vielen Geld auf vernünftige Projekte zu kommen», sagt der deutsche CDU-Verkehrspolitiker zur «Rundschau».

Ölfirmen als Bremser?
Am ersten Tag, kurz vor Genua, heisst das: Weg von der Autobahn, auf der Suche nach einer schnellen Ladesäule. Auf der schmalen Strasse mit engen Kurven drängeln die Einheimischen hinter uns. Wir fragen uns, weshalb es ausgerechnet an der Autobahn keine Schnellladestation gibt.

Das Lobbying der Ölindustrie sei schuld, sagt später am Telefon Mario Grosso, Professor für Umwelttechnologie am Mailänder Polytechnikum. «ENI und die anderen Ölkonzerne wollten keine Elektrokonkurrenz an den Autobahnen. Mit ihrem politischen Einfluss haben sie die Entwicklung gebremst.» ENI betont auf Anfrage, wie stark der Konzern heute in Ladestationen investiere. Druck macht auch Brüssel: Das Klimapaket der EU-Kommission verlangt künftig entlang der wichtigsten Autobahnen Ladestationen alle 60 Kilometer.

Wir waren gewarnt
Zurück in die südliche Toskana. Tag drei unseres Roadtrips, der Akku fast leer. Uns wird bewusst: «Elektrofahrer» sind in Italien immer noch Pioniere. Erst drei von tausend Autos haben einen Stecker. In der Schweiz sind es dreimal mehr. «Weiter im Süden Italiens wird es schwieriger», haben uns Elektroautofahrer gewarnt. Sie hatten recht. Längst bestimmen die Standorte der Schnellladestationen unsere Reiseroute mit.

Wir erinnern uns an das holländische Ehepaar von Tag zwei. Auch sie wollten mit ihrem Elektroauto nach Rom. Kurz vor dem Ziel gaben sie auf und nahmen den Zug: «Italien könnte es besser machen», sagten sie beim Schwatz an der Raststätte.

Ernsthafte Probleme bleiben uns aber auch am Tag drei erspart: Der Akku reicht bis zur Ladestation. Weiter geht's ins Hinterland. Am Abend steuern wir im malerischen Bolsena die einzigen zwei Ladesäulen an. Doch beide sind besetzt. Und bereits wartet ein belgisches Touristenpaar. Wir müssen warten. Erst Stunden später ist die Säule frei.

Nervenkitzel an Bord
Am vierten Tag ist der Weg nach Rom nur noch kurz. Auf den letzten Kilometern ziehen wir Bilanz: Eine Prise Abenteuer schwingt mit beim E-Roadtrip durch Italien. Aber der Nervenkitzel wird zum Teil des Reise-Erlebnisses. Die Anbieter bauen aus. Es tut sich was – wenn auch langsam. Aber Rom wurde schliesslich auch nicht an einem Tag gebaut.

Tinduck am 31 Aug 2021 10:05:47

Klick doch einfach mal auf die graue Box, wo 'Roadtrip' oder so draufsteht...

Das Internet ist ein interaktives Medium! :D

bis denn,

Uwe

Rockerbox am 31 Aug 2021 10:10:03

Tinduck hat geschrieben:Klick doch einfach mal auf die graue Box, wo 'Roadtrip' oder so draufsteht...

Das Internet ist ein interaktives Medium! :D

bis denn,

Uwe


G'funden .... :lach: hätte man auch in den Beitrag schreiben können.

Acki am 31 Aug 2021 10:11:58

Tinduck hat geschrieben:Klick doch einfach mal auf die graue Box, wo 'Roadtrip' oder so draufsteht...

Das Internet ist ein interaktives Medium! :D

bis denn,

Uwe

Genau so!
Mit VPN kann man sogar den Filmbericht auch im Ausland ansehen ... --> Link

hampshire am 31 Aug 2021 12:29:56

Tinduck hat geschrieben:Komisch, die Gespräche, die ich so mit Leuten führe, die versuchen, mit nem E-Auto längere Strecken zu fahren, klingen ganz anders.

Sprich mal mit unseren Außendienstlern. Die wollen nichts Anderes mehr.

Tinduck hat geschrieben:- Erstmal ist die Reichweitenanzeige in vielen E-Autos ein Witz. Vollladen, einsteigen, 100 m fahren, 10% der Reichweite verbraucht. Beispiel e-Tron.

Ist keine Sache der Antriebstechnologie, sondern eine Sache der schlechten Umsetzung. Einen Reichweitenanzeigenwitz hatte ich letztes Jahr auch im Womo:


Tinduck hat geschrieben:- Ja, die Ladesäulen sind im Navi. Und dann fährt man da hin und 2 von 4 sind kaputt, die beiden funktionierenden besetzt. Kein Einzelfall! Also schon mal 1 h Pause statt 30 min.

Problem in der Umsetzung. Passiert bei Tesla nicht öfter als eine defekte Zapfsäule an einer Tankstelle. Ist also kein technologisches Problem.

Tinduck hat geschrieben:Das führt dazu, dass man auf der Strecke Dortmund-Flensburg (ca. 500 km) 2 x nachladen muss. Das sind mal locker 20% mehr Reisezeit - wenn man denn funktionierende Ladesäulen findet.

Diese Angst hat fast jeder zu Beginn in einem solchen Fahrzeug. Stellt sich schnell als unbegründet raus, sobald man sich daran gewöhnt hat. Mit einem E-Auto mit Reichweite und anständiger Ladeinfrastruktur (gibt es ja), hältst Du Dortmund - Flensburg einmal für 30 Minuten an und fährst mit 130km/h hin und zurück, im Winter lädst Du 10 Minuten länger.

Tinduck hat geschrieben:E-Autos sind Kurzstreckenfahrzeuge, ausser man hat vieeeel Zeit.

Die meisten E-Autos sind Kurzstreckenfahrzeuge weil die Meisten Menschen eben Kurzstrecke fahren. Es gibt auch langstreckentaugliche Fahrzeuge unter den E-Autos. Komisch spricht keiner über den alltäglichen Zeitgewinn, denn wenn das Auto des typischen Nutzers zu Hause, während eines Einkaufs oder an der Arbeitsstelle läd fährt man überhaupt nicht mehr zum Tanken.

Tinduck hat geschrieben:Für ein Womo macht sowas nur Sinn, wenn man eh nicht mehr als 100, 200 km am Tag fahren will. Gut für globetrottende Rentner, eher Mist, wenn man schnell ins gewünschte Reisegebiet möchte (Spanien, Italien etc.).

Derzeit sehe ich das auch so. Wer schnell ins Reisegebiet will um dort zu bleiben, der packt sich das Ding eben auf den Reisezug (wie Fähre nur auf Land). Für mich ist Womo-Reisen auch Unterwegssein, da bevorzuge ich zu meinem Komfort (noch) den Diesel. Dass an Lösungen gebaut wird begrüße ich sehr, denn wenn das keiner macht, dann fährt in einigen Jahren beim Verbot der Verbrenner keiner von uns mehr mit einem Fahrzeug auf Reisen.

Der Knaus ist es noch nicht für die meisten von uns - aber er muss auch nicht "bekämpft" werden, als sei er eine Gefahr. Lass uns gelassen die Entwicklung betrachten. Das wird noch besser und ist ebenn noch ein langer Weg.

rkopka am 31 Aug 2021 13:02:54

hampshire hat geschrieben:Mit einem E-Auto mit Reichweite und anständiger Ladeinfrastruktur (gibt es ja), hältst Du Dortmund - Flensburg einmal für 30 Minuten an und fährst mit 130km/h hin und zurück, im Winter lädst Du 10 Minuten länger.

Aber nur, wenn am Ziel auch eine (Schnell-)Lademöglichkeit ist. Wenn ich ein bestimmtes Ziel habe, ist das nicht unbedingt der Fall. Dann nutzt mir auch die Parkzeit nichts.

Komisch spricht keiner über den alltäglichen Zeitgewinn, denn wenn das Auto des typischen Nutzers zu Hause, während eines Einkaufs oder an der Arbeitsstelle läd fährt man überhaupt nicht mehr zum Tanken.

Zeitgewinn gegenüber was ? Beim Benziner habe ich alle 2 Wochen mal knapp 5min. Arbeitsstelle bei uns hat eine normale 230V Steckdose außen am Haus, die für ein bestimmtes Unternehmen reserviert ist. Das wars mit Lademöglichkeiten. Einkauf eher bei großen Shoppingcentern. Da wird man sehen, ob das mit steigender Anzahl von E-Fahrzeugen auch entsprechend ansteigt, sonst findet man da nur ausnahmsweise einen Platz. Außerdem erfordert das einen längeren Einkauf, den man ja nicht ständig macht (machen will). Wer zuhause Laden kann, ist da natürlich raus. Und wer nur wenige km zur Arbeit hat, braucht auch nicht oft laden.

RK

Gast am 31 Aug 2021 13:19:30

hampshire hat geschrieben:...Dass an Lösungen gebaut wird begrüße ich sehr, denn wenn das keiner macht, dann fährt in einigen Jahren beim Verbot der Verbrenner keiner von uns mehr mit einem Fahrzeug auf Reisen...


Hierfür meine vollste Zustimmung! :bindafür:

BiggiK am 31 Aug 2021 13:50:45

Acki hat geschrieben:Hier haben sie einen Test gemacht, wie es mit einer weiteren Reise mit E-Auto ungefähr aussieht ... äusserst ernüchternd!
--> Link


Ganz ehrlich, das ist wieder typisch, wäre ja auch blöd wenn der Test funktioniert hätte und herausgekommen wäre, das es klappt.
Wer so eine Reise mit einem Elektroauto plant und Ahnung hat, der macht diese Fehler nicht. Wenn ich zwischenübernachtungen plane, suche ich ein Hotel mit lademöglichkeit, damit das Fahrzeug morgens auf 100 % aufgeladen ist. Vorher suche ich mir an der Strecke passende lademöglichkeiten und richte die Route danach aus. Da nehme ich dann natürlich schnelllader, da brauche ich höchstens 30 Minuten. Außerdem fahre ich mit einer angemessenen Geschwindigkeit, weil ich nämlich weiß, das mit dem Tempel auch der Verbrauch extrem steigt. Also nicht mit 150 km/h über die Bahn sondern nur mit 120. Es ist kein Hexenwerk mit einem Elektroauto in den Urlaub zu fahren, es braucht aber zugegebenermaßen mehr Vorbereitung. Das liegt aber an der noch fehlenden Infrastruktur. Gäbe es Ladestationen wie Tankstellen, wäre das Problem gelöst. Die unterschiedlichen Abrechnungen und Tarife sind ein Ärgernis, das sollte EU weit gelöst werden.
Für Wohnmobile sehe ich trotzdem den elektrischen Antrieb als ungeeignet, da die notwendigen Batterien groß und entsprechend schwer wären.
Gruß Birgit

Navigatore am 31 Aug 2021 13:55:27

hampshire hat geschrieben:...Dass an Lösungen gebaut wird begrüße ich sehr, denn wenn das keiner macht, dann fährt in einigen Jahren beim Verbot der Verbrenner keiner von uns mehr mit einem Fahrzeug auf Reisen...

Das werden wohl von uns hier die allerwenigsten erleben.

Zunächst einmal ist es ein Ziel der EU-Kommission. Ein klitzekleines Hindernis ist da noch im Weg. Es fehlt der Beschluss. Selbst wenn der bis 2035 vorliegen sollte, muss er noch in die angeschlossenen Länder transformiert werden. Beim EU- Arbeitszeitrecht hat das 16 Jahre gedauert, bis man in einigen Ländern damit überhaupt erst mal angefangen hat.
Dann muss bis dahin auch jedes noch so kleine gallische Dorf mit ausreichend Infrastruktur versorgt sein. Und die haben sich bekanntlich schon gegen die Römer erfolgreich gewehrt. Im Moment gibt es ja nicht einmal ausreichend Stromtrassen, die den Strom von den Erzeugerfeldern zum Verbraucher bringen könnten. Und bis die durch alle Bürgerinitiativen und Lobbyisten durch sind ... ach Gott. Von der abgeschlossenen Planung bis zum Baubeginn von nur ein paar Kilometern Autobahnausbau dauert es bei uns in D ca. 20 Jahre. Erst dann ist frühestens der letzte Regenwurm zur Zufriedenheit jedes Umwelt-Nerds umgesiedelt.
Und last but not least empfehle ich einen Blick auf den Entwicklungsstand der angrenzenden Länder und Kontinente. Es gibt welche gar nicht mal so weit entfernt am Mittelmeer, die liegen in Trümmern und andere mit Dörfern, da holt man das Wasser noch aus Brunnen und fährt mit museumsreifen Autos über Straßen ... da würden sämtliche Halbleiter aus den Platinen fallen.
Ach das Kopfkino: Ich stelle mir gerade vor, wie ein befrackter Verkäufer 2035 nach dem Bandstillstand in D einem Beduinen in der Sahara einen 80.000 Euro teuren Tesla schmackhaft macht :lach: :lach:

Ich sehe dem Ganzen mit meinen 60 Jahren ganz entspannt entgegen und mich - wenn überhaupt - vielleicht noch mit synthetischem Kraftstoff fahren, wenn ich meinen Führerschein nicht schon vorher abgegeben habe. Die Welt dreht sich sicherlich weiter, aber nicht so schnell wie das einige hier wohl zu glauben scheinen.

Acki am 31 Aug 2021 14:01:22

Schön, dass Birgit auch ihre Meinung dazu hat, auch wenn wohl den Film nicht gesehen ... :wink:
BiggiK hat geschrieben:...Das liegt aber an der noch fehlenden Infrastruktur. Gäbe es Ladestationen wie Tankstellen, wäre das Problem gelöst. Die unterschiedlichen Abrechnungen und Tarife sind ein Ärgernis, das sollte EU weit gelöst werden.
...

Darum geht es ja auch ... der aktuelle Zustand, der so noch längst nicht ein befriedigendes Reisen zulässt!

Inselmann am 31 Aug 2021 14:49:31

wenn schon im "dichtbesiedelten" EU Umfeld die Ladestruktur noch Jahre hinterher hinkt, dann frage ich mich wie das in den USA mal werden wird. Die sind ja fuer einen nicht unerheblichen Teil an CO2 verantwortlich. Hier bricht schon mit 200-300km Reichweite die Panik aus, wuerde mich mal interessieren wie die Distanzen dort gemeistert werden?
Die werden wohl noch mit Verbrennern rumfahren wenn wir keinen Sprit mehr an der Tanke kriegen.

Bergbewohner1 am 31 Aug 2021 18:43:26

Ich habe nichts gegen E Autos, im Gegenteil.
Was würde ein Verbrennerfahrer sagen, in meinem wird die Klima im Sommer stillgelegt und ich muß mit offenen Fenster fahren
im Winter fahre ich Pelzmantel und Zipfelmütze
Leute-wo ist hier die Alternative ?
Das E Auto ist gut für Städte, aber dann hälts auf.

Gast am 31 Aug 2021 20:43:46

Auch wenn hier gerne die Schwächen der E-Mobilität aufgelistet werden, gerade wenn es über die PKW-Klasse hinaus geht, gibt es aber auch andere Ergebnisse:

--> Link

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chrisc4 am 31 Aug 2021 21:01:15

Die Entwicklung im Bereich E-Wohnmobil steht noch ganz am Anfang!
Wer jetzt so ein Wohnmobil kaufen würde, der hätte in einigen Jahren ein nahezu unverkäufliches Wohnmobil, eventuell dürfte er damit garnicht mehr damit fahren oder man könnte es an weiterentwickelten Stromsäulen nicht mehr laden.

Gruß
Hans

Acki am 01 Sep 2021 07:10:41

Bergbewohner1 hat geschrieben:...
Das E Auto ist gut für Städte, aber dann hälts auf.

Leute in Städten brauche gar kein Auto!

Dachfalter am 01 Sep 2021 08:01:58

Das mag vielleicht in Großstädten zutreffen. In kleineren Städten mit 10 bis 30000km aber nicht.

Ich fahre jetzt seit einigen Monaten elektrisch (Fiat 500) und kann viele Vorurteile nicht nachvollziehen. Für mich war der Kauf eine sehr gute Entscheidung.

Große Fahrzeuge sind eine andere Baustelle. Aber gut, daß hier mal Konzepte entwickelt werden. Plug-In Hybrid könnte ich mir als Zwischenlösung bei WoMo auch vorstellen.

chrisc4 am 01 Sep 2021 08:13:56

Dann hoffe ich für dich, dass du nach dem Winter immer noch so davon begeistert bist!

Gruß
Hans

Rockerbox am 01 Sep 2021 08:38:42

chrisc4 hat geschrieben:Dann hoffe ich für dich, dass du nach dem Winter immer noch so davon begeistert bist!

Gruß
Hans


Warum sollte er nach dem Winter nicht mehr begeistert sein? Nur weil die Reichweite etwas abnimmt, weil man Heizung & Co braucht? Im Sommer läuft dafür die Kimaanlage .....

Schon interessant, dass auch im Winter e-Autos rumfahren können ..... aber viele Vorurteile halten sich eben hartnäckig ....

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