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Chausson 627GA-Auffälligkeiten AGM Batterie-Umbau sinnvoll?


FREDonTOUR am 27 Dez 2022 23:19:47

Hallo Zusammen,
als Unwissender in Sachen Elektrotechnik bzw. Elektronik habe ich gerade ein Problem (siehe VORGESCHICHTE).Ich habe mich zwar eingelesen, würde aber um Eure Meinungen bitten.
Unser Ziel wäre es möglichst 4- 5 Tage ohne Landstrom auszukommen, ggf. sogar mal 2 Tage stehen ohne Fahren, aber sonst so 50km - 200km Tagestouren im potentiellen Zielgebiet.

VORGESCHICHTE:
Am kalten Wochenende mit Temperaturen um -13°C in der Nacht haben die Aufbaubatterien am Morgen einen kritischen Entladezustand erreicht. Die Temperatur im Innenraum betrug über Nacht ca. 17°C. Aufgefallen ist dies durch die Fehlermeldung "Unterspannung" an der Dieselheizung.
Vor dem Wochenende hat unser WoMo ca. 2,5 Wochen ohne Landstrom gestanden und die Nacht VOR dem Wochenende in einer Halle bei ca. 12°C übernachtet, noch ohne uns ;-) . Am Tag sind wir ca. 5h und knapp 400km gefahren und haben dann ohne Landstrom übernachtet. Am zweiten Fahrtag sind wir dann ca. 300km gefahren und die Batterie war zwar geladen, aber es fehlte der letzte grüne Balken am einfachen Panel vor den 100%. Für mich das Zeichen mal nachzuschauen.

gegenwärtiges SETUP:
- Teilintegrierter: Chausson 627 GA auf FORD Basis (155 PS) von 2016
- Aufbaubatterie: 2x 95AH AGM (Varta) - Alter unbekannt, Einbauort unter dem Beifahrersitz
- Laderegler Landstrom: CB-516
- Solaranlage: 100W
- Solarregler: ALDEN SPS 150

Aus meiner Recherche habe ich die Schlussfolgerung gezogen, dass der Laderegler eigentlich für AGM nicht geeignet ist. Diese Version hat grundsätzlich eine Nennleistung von 250W und einen max. Ladestrom von 16A und nur zwei Ladekurven für Blei- und Gel- Akkus.

Ich habe mir nun folgende Schritte überlegt:
1. einsetzen eines Batteriecomputers um mehr über unser Verbrauchsverhalten zu lernen und bestenfalls auch Hinweise über den Zustand der AGM Batterien zu erhalten (Batterie- Shunt von Victron Energy)
2. austausch des Ladereglers CB-6516 gegen einen passenden und möglichst flexiblen Regler. Hier habe ich ein Auge auf das Victron Blue Smart IP22 Ladegerät 12/15 230V - 3 Anschlüsse geworfen. Habe ich es richtig verstanden, dass der zweite Anschluss für die Anzeige am Panel benötigt wird (Kontrollleuchte ob Landstrom anliegt), der dritte Anschluss bliebe frei? Wäre die Wahl 15A max. Ladestrom gegenüber nun 16A die Richtige? Das Gerät sollte viele Optionen offenhalten, z.B. LiFePO4, ...
3. weitere Entscheidung ob ggf. auf LiFePO4 umgerüstet wird und welche Größe (inkl. neuen Solarregler)

Bin ich da auf dem Holzweg? Was geht gar nicht oder sollte besser gemacht werden?

Falls die Frage unpassend ist und schon zu oft gestellt wurde, dann bitte löschen. Bin mit der Suche hier nur bis zu diesem Punkt fündig geworden.
Danke schon mal und Grüße,
Matthias

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Gast am 28 Dez 2022 01:05:02

Das Ladegerät ist für 190Ah nicht nur zu schwach, sondern es verfügt auch nicht über eine geeignete Ladekurve. Die nötigen Spannungspegel für AGM-Bollermänner werden nicht erreicht.

Die Ausstattung ist aber auch nicht original, ab Händler wurden nie zwei Batterien verbaut (es sei denn, es wurde gegen die Einbauvorschriften von Trigano verstoßen). Der Austausch des Ladegerätes ist insofern eine gute Sache, ob die Batterien über die Jahre schwachgekocht wurden, bliebe zu überprüfen.

Mann am 28 Dez 2022 07:36:21

ich denke wenn die Standheizung die ganze Nacht bei minus 13° läuft dann ist früh die Batterie schlichtweg leer , von daher normal und nachvollziehbar
Zum Ladegerät, das Victron ist gut, das Kabel von der Netzanzeige kommt tatsächlich in einen der drei Anschlüsse, es funktioniert auch, z.b. bei mir.
Austauschen musst du die Ladegeräte nicht, du kannst auch dazustellen zum original Gerät, dann hättest du deine Netzanzeige auch und bräuchtest nur ein Victron mit einem Anschluss.

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Agepi am 28 Dez 2022 08:25:58

Die 1. Frage ist, wie hoch ist die Max. Spannung der AGM. Meine hatten Max 14,4 V und da hat mir mein CBE 516 gereicht. Die richtige Ladelinie kann ja der Solarregler regelmäßig erledigen. Ok ist im Winter schwierig wegen des Sonnenstands. Grundsätzlich ist aber das Problem, das du ca 50% der Battereien entladen solltest und wenn es so kalt ist die Heizung schon viel Strom zieht. Hast du noch einen Kompressor Kühlschrank sieht es noch ungünstiger aus.
Also ist die Frage wann fährst du meistens, im Sommer, dann ggf noch etwas Solar dazu packen, im Winter dann jeden Tag an die Steckdose oder ggf einen Ladebooster einbauen, der dann bei kürzeren Fahrten die Batterie am ehesten voll bekommt.
LG HP

WomoTechnikService am 28 Dez 2022 08:50:55

Meine Vorschläge wären:
1. Einsatz eines Ladeboosters, hier würde ich den Victron 12/12-30 wählen, der "non isolatet" reicht, da Minus ja sowieso verbunden ist. Nur mit Ladebooster macht die Lichtmaschine AGMs richtig voll.
2. Einsatz des größeren 230V Victron Smartladers 12-30(1), man sagt zwar bei Blei 1/10 C, aber das wäre dann schon für den späteren Umbau auf Lithium vorgesehen. Den vorhandenen CB516 behalten wegen der Anzeige und den + Ausgang umklemmen auf die Starterbatterie.
3. Erweiterung der Solaranlage je nach Platz und Austausch des Solarreglers auf Victron Smartsolar 75/15 oder 100/20, je nachdem wieviele Module erweitert werden.
4. Batteriecomputer Victron SmartShunt 500, wie bereits ausgesucht.

Das Problem an der Dieselheizung ist der hohe Stromverbrauch, 1. Diesel muss permanent gepumpt werden, Gas kommt nach Öffnung eines Magnetventils von allein, 2. Zum Zünden von Gas reicht ein Funke, Diesel muss vorgeglüht werden (ca.15A) und das bei jedem Neustart der Heizung.

Philoucamper hat geschrieben:Die Ausstattung ist aber auch nicht original, ab Händler wurden nie zwei Batterien verbaut (es sei denn, es wurde gegen die Einbauvorschriften von Trigano verstoßen).


Ich kenne es so aus der Zeit 2015/16, da hatte ich viel mit Challenger zu tun, dass die Fahrzeuge ohne Batterien zum Händler kommen und dieser je nach Kundenwunsch Batterien einbaut, auch 2, wenn gewünscht, dann passt die Kunststoffkiste eben nicht.

LG Peter

mv4 am 28 Dez 2022 09:21:31

Und ich würde mir als erstes den Stromspeicher ansehen...wenn du Pech hast ist er bereits 6 Jahre alt...vermute ich sogar. ...dann hast du bestenfalls statt 95Ah nur noch 60Ah nutzbare Kapazität.

Wenn die wirklich 6Jahre alt sein sollten? Dann baue gleich auf LiFeYPO4 um...nimm was du Platzmässig reinbekommst. Da du Ford Basis hast kommt noch ein Ladebooster dazu...wie Peter dir bereits vorgeschlagen. Alles andere kannst du immer noch machen wenn das System läuft...dann siehst du besser...brauche ich das noch oder läuft es auch so.

MilesandMore am 28 Dez 2022 09:22:09

Chausson baut ab Werk ein falsches Ladegerät ein?
Oder hat Chausson Bleibatterien Original eingebaut ursprünglich?

Bj. 2016 da würde ich eher auf die Batterien tippen.

Betreffs Dieselstandheizung die verbrauchen heutzutage nicht wesentlich mehr Strom als eine Truma Luftheizung
Aber das Gerücht hält sich hartnäckig in Foren.

--> Link

Bevor ich hunderte von Euro für die vorgeschlagenen Umbauten ausgebe wäre mein Vorschlag:

Ein günstiges Multimeter kaufen für ca. 20 Euro.
Roter Sonde an den Pluspol - schwarze Sonden an den Minuspol einer Batterie.

Landstrom anschließen was zeigt das Multimeter?
14,7 oder 14,8V?
Oder 14,4V

Damit wäre geklärt ob das Ladegerät die richtige Ladekurve hat.

Falls es die richtige Ladekurve hat sind vermutlich die Batterien am Ende ihrer Lebensdauer angekommen.

Wenn nicht ein günstiges Ladegerät einbauen mit AGM Ladekurve.
16A reichen völlig aus - das sind 384Ah in 24h oder 192Ah in 12h.
Die Batterien sollten also in einer Nacht komplett vollgeladen sein.

Oder gleich EINE LifPo einbauen.

Vorteil:
Geld gespart fürs Ladegerät und mit EINER 100Ah Batterie die gleiche Kapazität wie mit den existierenden 2 AGMs.
Mittels BT App läßt sich dann auch der Verbrauch bequem auslesen.

RaGu am 28 Dez 2022 09:24:27

WomoTechnikService hat geschrieben:2. Einsatz des größeren 230V Victron Smartladers 12-30(1), man sagt zwar bei Blei 1/10 C, aber das wäre dann schon für den späteren Umbau auf Lithium vorgesehen. Den vorhandenen CB516 behalten wegen der Anzeige und den + Ausgang umklemmen auf die Starterbatterie.


Da gibt es den Victron IP 22 12-30-3, der hat 3 Ladeausgänge, wovon man einen als "Steuersignal" für die Panel Landstromanzeige nutzen kann und somit das CBD516 nicht mehr braucht.

Zitat von der Homepage von Amumot zum Victron IP22/3 Ausgänge:

Ersatzladegerät für CB516
Sehr gut eignet sich das 20A BlueSmart IP22 Ladegerät mit 3 Ladeausgängen als Ersatz für das CBE Ladegerät CB516. An einem Ladekanal werden Plus und Minus des CBE Lader angeschlossen. Das dünne graue oder weiße Kabel wird am Plus des zweiten Ladeausgang angeschlossen. Dann funktionieren weiterhin die Ladeerhaltung der Starterbatterie und auch die 230V Kontroll LED am Bordpaneel wie gewohnt.

WomoTechnikService am 28 Dez 2022 10:33:29

MilesandMore hat geschrieben:Betreffs Dieselstandheizung die verbrauchen heutzutage nicht wesentlich mehr Strom als eine Truma Luftheizung
Aber das Gerücht hält sich hartnäckig in Foren.


Das ist kein Gerücht... Der 2016er Chausson hat meines Wissens nicht die verlinkte Webasto, sondern eine Truma Diesel, die die von mir weiter oben angegebenen Ströme zieht. Ich habe selbst einen Flair mit einer Alde 3000, einen Weinsberg Pepper mit einer Gas-Truma und im Boot eine Diesel-Truma... ich kenne die Stromaufnahmen aller 3 Heizungen.

RaGu hat geschrieben:Da gibt es den Victron IP 22 12-30-3, der hat 3 Ladeausgänge, wovon man einen als "Steuersignal" für die Panel Landstromanzeige nutzen kann und somit das CBD516 nicht mehr braucht.


1. Das CBE 516 ist ja nun mal da, also warum soll man es nicht zum Laden der Starterbatterie einsetzen. Wenn die Leitung von der Starterbatterie zur CBE-Verteilung durch einen Booster unterbrochen wird, ist es vorbei mit der Erhaltungsladung der Starterbatterie aus der CBE-Verteilung, sofern die überhaupt da war. Außerdem bekommt dann die Starterbatterie die richtige Ladespannung von 14,4V, das neue Victron wird ja auf 14,7V gestellt zum Laden der AGMs...
2. Dann reicht das 12-30 (1), was ja auch wesentlich preiswerter ist.

LG Peter

Hannus am 28 Dez 2022 11:27:53

Immer der gleiche Irrtum.

Man KANN eine AGM Batterie mit 14,7V laden. Das hat den Vorteil, das sie dann schneller voll wird. Zwingend notwendig ist es nicht.
Eine AGM wird auch mit 14,4V voll, sie muß dazu nur länger geladen geladen werden. Man muß nur darauf achten, das die Ladekurven der Ladegeräte das auch hergeben, was manchmal nicht der Fall ist.
Wenn man das CB-516 auf GEL stellt, sollten die acht Stunden Nachladezeit durchaus ausreichen um auch die AGMs voll zu bekommen. (In Stellung Nass eher nicht)

Einen Booster mit dann 14,7V würde ich auf jeden Fall empfehlen, da beim Fahren die Ladezeit in der Regel ziemlich begrenzt ist.

Gast am 28 Dez 2022 11:45:01

Bernd: die Franzosen liefern die Reisemobile traditionell ohne Aufbaubatterie aus, die baut da immer der Händler ein. Keine Ahnung, was daran so toll ist. Möchte gar nicht wissen, was da in manchem Neufahrzeug an Altakkuschrott verklappt worden ist.
Und zumindest in den letzten drei, vier Jahren fand sich in der Bedienungsanleitung des Aufbaus immer der Hinweis, dass der Einbau einer zweiten Batterie nicht gestattet sei.

Zum Ladegerät nochmal: das 516 lädt im Gelprofil bis 14,3V. Das ist schon noch ein Stück weg von 14,8V, die mancher AGM-Akku gern hätte. Man könnte das Ding auch gegen ein 520-3 austauschen, das hat 20A Ladestrom und drei einstellbare Kurven, so auch eine für AGM.

andwein am 28 Dez 2022 16:29:07

Philoucamper hat geschrieben:.........Zum Ladegerät nochmal: das 516 lädt im Gelprofil bis 14,3V. Das ist schon noch ein Stück weg von 14,8V, die mancher AGM-Akku gern hätte.

Was komischerweise immer übersehen wird: Die angegebenen 14,6 oder 14,6V sind Ladeendspannungen!! Die Ladespannung für eine AGM liegt zwischen 14,1 und 14,6V. Man muss nur die diversen Herstellerdatenblätter richtig lesen. Ich rede ausdrücklich nicht von den Lieferantendatenblättern!
Eine Bitte an alle die es anzweifeln: Schließt eine halbentladene AGM Batterie an eine 14,2V Spannungsquelle und messt den Strom der in die Batterie fließt!! Es kann so einfach sein das zu klären!!
Guten Rutsch, Andreas

Pechvogel am 28 Dez 2022 17:07:28

Bevor der TE losgefahren ist stand das Womo mehrere Wochen ohne Landstrom.
Dann zwar 4h Fahrt dafür aber anschließend eine Übernachtung ( mit Heizung? ) ohne Landstrom.
Dabei dürften die Batterien wohl schon fast wieder leer gewesen sein?? Anschließend 3h Fahrt und wieder übernachtet. Diesmal garantiert mit Heizung.
MICH wundert dann nicht das die Batterien morgens leer waren!
Wenn man die zu Hause vor Abfahrt richtig voll geladen hätte… Aber so? :gruebel:
Ich würd‘ mir erstmal Landstrom „besorgen“ und die Batterien voll laden ( also mit Heizung nachts mind. 3 Tage kompl. am Landstrom )

Eins dürfte aber wohl auch klar sein:
wenn man 4-5 Tage ohne Landstrom auskommen will, und das auch noch im Winter ( = kaum Solarertrag ), dann braucht es schon einiges an Kapazität!
Das funktioniert auch nicht mit 200Ah Li-Batterien!?!

Und wenn man noch größere Li-Batterien einbaut, dann passt auch ein 16A Ladegerät nicht mehr.


Grüße
Dirk

Tinduck am 28 Dez 2022 17:32:29

Dass generell zum Laden einer AGM auch 14,4 Volt reichen, mag sein. Aber nicht, um sie in vernünftiger Zeit vollzubekommen.

Da gabs doch mal das grosse Banner-Sterben, weil die Dinger nie richtig voll geladen wurden - Ladegeräte ohne AGM-Kurve.

Für Leute, die drei Wochen auf‘m CP an Landstrom stehen, sind wahrscheinlich auch 14,4 Volt Ladeendspannung OK, aber wenn man viel unterwegs ist und öfter frei steht, bekommt man damit keine 14,7 Volt AGM richtig voll. Was die dann nicht so gut finden.

Ich würde allerdings dazu tendieren, dieses Problem dadurch zu lösen, dass die Bleiklumpen rausfliegen und LiFePO Einzug hält. Dann hat man halt andere Probleme, aber DIE nicht mehr :D

bis denn,

Uwe

FREDonTOUR am 28 Dez 2022 18:14:12

Hallo Zusammen,
Erst mal vielen Dank für eure tollen Rückmeldungen! Ihr seid echt klasse und geduldig :).
Ich habe den Wagen von einer älteren Dame gekauft und sie konnte mir nichts weiter über die Batterien sagen, da hätte sich damals ihr Mann drum gekümmert. Hoffe die Elektrik ist nun nicht verbastelt.
Meine Befürchtung war auch, dass die Batterien nicht mehr frisch sind.

MilesandMore hat geschrieben:… Landstrom anschließen was zeigt das Multimeter?
14,7 oder 14,8V?
Oder 14,4V

heute am Landstrom direkt an einen Batteriepol gemessen: 13,65V, direkt nach dem Einstecken
Nach ca. 2h an Landstrom sind es nun noch 13,35V
Davor, ohne Landstrom: 12,88V (das Bedienpanel zeigte fast voll an, der letzte grüne Balken fehlte).

MilesandMore hat geschrieben:…Oder gleich EINE LifPo.


Da wäre die Frage was dann angepasst werden müsste.
Eine Empfehlung wäre ein Ladebooster zu installieren und einen Laderegler für Solar. Wäre das alte CBE noch geeignet?

Pechvogel hat geschrieben:Bevor der TE losgefahren ist stand das Womo mehrere Wochen ohne Landstrom.

MICH wundert dann nicht das die Batterien morgens leer waren!

Du hast Recht, der Ladezustand vor der Abfahrt,nach den 2,5 Wochen Standzeit, habe ich nicht beachtet. Aber es war sehr kalt und ein paar Tage Schnee auf der Solaranlage.
Dann gab es nach der ersten langen Strecke eine Übernachtung mit den fast leeren Batterien und nach der zweiten Fahrt waren die nicht ganz voll. Da habe ich wohl falsche Erwartungen gehabt. Danke für den Denkanstoß!

[quote="Pechvogel]Eins dürfte aber wohl auch klar sein:
wenn man 4-5 Tage ohne Landstrom auskommen will, und das auch noch im Winter ( = kaum Solarertrag ), …
Und wenn man noch größere Li-Batterien einbaut, dann passt auch ein 16A Ladegerät nicht mehr.[/quote]
Unser Wunsch 4-5 Tage bezieht sich eher nicht auf dem Winter, Frühjahr bis Herbst reicht für so lange Abstinenz. Wenn es zu schlecht wird, müssten wir halt früher einen CP anfahren und an Landstrom.
Ist die Frage was sinnvoll erscheint und ggf. später umgesetzt werden kann.
Wäre dann der Messshunt zur Bedarfsermittlung überflüssig?

Danke und Grüße,
Matthias

spechtinator am 28 Dez 2022 21:15:15

Hallo Matthias,

zu dem Zustand Deiner Akkus kann ich natürlich schlecht etwas sagen - aber ich kann kurz über unsere Lösung berichten.

Wir haben unser (baugleiches) Fahrzeug mit einer 100Ah Solarbatterie übernommen und sofort gegen 2 95Ah AGM Batterien getauscht. Dazu den kleinen Votronic VCBS Triple (wegen der AGM-Kennlinie), einen 1500W Wechselrichter und eine 150Wp flexible Solarzelle. Den Original CBE516 Lader habe ich für den Notfall drin gelassen und nur ausgeschaltet. Da sich eine Solarzelle als zu wenig herausgestellt hat, haben wir eine zweite installiert und beide Solarzellen auf einen extra Votronic Solarregler geklemmt. Der kleine VCBS Triple war zu klein für beide Zellen. Ausserdem kennt der Triple nur eine Zustand. Also entweder 12V Booster oder Solar oder 230V und nicht mehrere Sachen zugleich. Also während der Fahrt den Booster nutzen und zusätzlich mit Solar laden geht nicht.

Die beiden 95er AGM haben bei uns leider nur 1 Jahr gehalten. War aber sicher auch bedingt durch die Nutzung des Wechselrichters. Wir haben dann auf eine 100Ah Lithium umgerüstet und diese ca. 5 Jahre genutzt. Sowohl der Triple als auch der Solarregler konnten auf die passende Lithium Kennlinie umgestellt werden. Im Sommer war sie immer ausreichend, aber da wir seit letztem Jahr eine Ganzjahreszulassung haben und auch im Winter unterwegs sind, sind wir auch mit der 100Ah Lithium an die Grenze gekommen. 3 Nächte an einem Ort ohne Landstrom bei magerer und tiefer Sonne waren nur mit kurzem Motorlauf möglich. Die Dieselheizung langt bei Kälte auch ordentlich zu. Also haben wir jetzt die 100Ah durch eine 280Ah Untersitzbatterie --> Link ersetzt und können nun ohne ständig auf den Batteriecomputer zu sehen laaaaaange freistehen.

Den Triple habe ich über die beiden Trennrelais an der Sitzbank befestigt, der Solarregler sitz in der kleinen Sitzbank.

Das ist zumindest unsere Lösung. Gelernt habe ich schon, das man gleich etwas größer planen sollte. Kostet zwar anfangs etwas mehr, dafür spart man sich späteres Nacharbeiten und teueren Ersatz. Meistens wachsen die Ansprüche.

Bye Christian

Sicher alles nicht billig, aber viele Stellplätze lassen sich ohne eben gar nicht nutzen.

FREDonTOUR am 28 Dez 2022 22:18:22

spechtinator hat geschrieben:aber ich kann kurz über unsere Lösung berichten.
… -
Das ist zumindest unsere Lösung. Gelernt habe ich schon, das man gleich etwas größer planen sollte. Kostet zwar anfangs etwas mehr, dafür spart man sich späteres Nacharbeiten und teueren Ersatz. Meistens wachsen die Ansprüche.
Bye Christian

Hallo Christian,
Danke für das Teilen eurer Lösung. Wir haben keinen Wechselrichter und es ist auch keiner geplant. Hast auch einen großen Akku verbaut. Musstest Du neue Kabel mit einen größeren Querschnitt verbauen?

andwein hat geschrieben:Was komischerweise immer übersehen wird: Die angegebenen 14,6 oder 14,6V sind Ladeendspannungen!! Die Ladespannung für eine AGM liegt zwischen 14,1 und 14,6V….
Guten Rutsch, Andreas

Hallo Andreas,
Ich habe nun die Einstellung am CBE nachgeschaut: Schieber steht auf Blei.
Dazu gibt es folgende Angaben:
PB: Final charging voltage: 14,1V - maintenance voltage: 13,5V
Gel: Final charging voltage: 14,3V - maintenance voltage: 13,8V

Wäre es besser auf Gel umzustellen?

Grüße
Matthias

spechtinator am 28 Dez 2022 23:31:29

FREDonTOUR hat geschrieben:Musstest Du neue Kabel mit einen größeren Querschnitt verbauen?


Für die vorhandene Bordversorgung nicht. Die hängt immer noch am gleichen Kabel. Ein großer Querschnitt ist ja nur bei großer Belastung notwendig und die ändert sich ja hier nicht. Für den Booster bzw. den Lader musste ich eh ein Kabel legen, das ich dann natürlich etwas größer gewählt habe.

Das CBE516 lädt mit 16A - mein Votronic Lader mit 30A bei 12V und mit 20A bei 230V. Ich bin kein Fachmann, aber bei den kurzen Kabellängen vom Ladegerät zur Batterie (egal ob von der Fahrerseite zur Batterie oder an der Vorderwand des Seitensitzes zur Batterie) und diesen Stromstärken glaube ich nicht, das man das Kabel vergrößern muß. Vor allem wenn man sich mal anschaut mit welchen dünnem Käbelchen der Kühlschrank angeklemmt ist. Ist aber nur meine Meinung und lässt sich fachlich richtig durch die verschiedensten Querschnittsrechner im Internet herausfinden.

Bye Christian

FREDonTOUR am 30 Dez 2022 14:22:44

Hallo Zusammen,
nochmal Danke für eure Antworten und Denkanstöße.
Ich werde den Lader auf GEL umstellen, sollte nach meiner Recherche doch besser passen, da leicht höhere Spannungen.

spechtinator hat geschrieben:Für die vorhandene Bordversorgung nicht. Die hängt immer noch am gleichen Kabel. Ein großer Querschnitt ist ja nur bei großer Belastung notwendig und die ändert sich ja hier nicht. Für den Booster bzw. den Lader musste ich eh ein Kabel legen, das ich dann natürlich etwas größer gewählt habe...


Vielen Dank Christian, da wäre dann eine Ergänzung mit hoffentlich überschaubaren Aufwand umsetzbar.

Pechvogel hat geschrieben:Eins dürfte aber wohl auch klar sein:
wenn man 4-5 Tage ohne Landstrom auskommen will, und das auch noch im Winter ( = kaum Solarertrag ), dann braucht es schon einiges an Kapazität!


Mich beschäftigt dieser Hinweis von Dirk weiterhin. Somit werde ich eine genauere Verbrauchsanalyse machen und wir machen uns weiter Gedanken über ein Nutzungsprofil. Als Hilfe werde ich den Messshunt nutzen.
So wie ich es gerade sehe, wäre zuerst über die Solarleistung und Ladebooster nachzudenken und dann über ein Austausch der Batterien und des Laders.

Wenn Interesse besteht, berichte ich hier weiter.

Grüße,
Matthias

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