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Iveco Turbo Daily II, Ormocar, Überholung der extremen Art 1, 2, 3


janihani am 13 Sep 2023 01:33:00

Als ich im November 2021 mein "neues" Wohnmobil gekauft habe, da wusste ich noch nicht, was auf mich zu kam.

Die Witwe konnte mir bei der Besichtigung nichts zeigen, erklären und kannte sich auch nicht wirklich mit dem Wohnmobil aus. Bedauerlicherweise hat ihr Mann das Womo selbst im April 2021 von vermutlich den Erben gekauft, nach dem der 1. Besitzer verstorben ist.

Nun gut, von solch schlechten Omen hab ich mich nicht abhalten lassen, das Womo trotzdem zu kaufen.

2022.12.04.jpg


Bei der Fahrt zum Zwischenstellplatz traten die ersten kleineren Probleme auf. Die Temperaturanzeige zeigte nichts an und der Scheibenwischer fiel spontan aus.

Das Armaturenbrett sah ziemlich verbastelt aus, seht selbst.


18.png


Als ich dann das Womo vom Zwischenstellplatz nach Hause gebracht habe, fiel auch der Innenraumlüfter aus.

Nun gut, ich habe mir dann erstmal einen Überblick verschafft und einige "Mängel" gefunden.

Schalter Innenraumlüfter verschmort.jpg

Verschmorte Sicherung Innenraumlüfter (1).jpg

Sicherungshalter mit schlecht angelöteten Kabeln.jpg

Schlecht verlötete Kabel an Schaltern (1).jpg

Ausbau Relais und Sicherungskasten (3).jpg

Scheinwerfer Beifahrerseite (2).jpg


Nun gut, ich hab beschlossen, das Armaturenbrett auszubauen. Viele würden jetzt einen Herzkasper bekommen, aber ich hab mir die Schaltpläne besorgt und mich dann dran gemacht, wieder Ordnung rein zu bringen.

Armaturenbrett Ausbau und Einbau Anschluss Kabelbaum (12).jpg


Alle nachträglichen Einbauten wurden komplett zurück gebaut, so dass erstmal wieder Werksausstattung vorhanden ist.

Da es draußen kalt war, hab ich mich im warmen Keller um das Armaturenbrett gekümmert.

Konsole reparieren (4).jpg

Konsole reparieren (14).jpg

Konsole reparieren (28).jpg


Es fehlen zwar noch einige Einbauen, aber es ist nun schon viel ansehnlicher.

Armaturenbrett (23).jpg


Die Reparatur des Innenraumlüfters gestaltete sich etwas aufwändiger als gedacht. Anfänglich sah es nur danach aus, als wenn sich nur ein Kabel gelöst hat, das einfach nur wieder aufgesteckt werden musste, nach dem der Kabelschuh etwas zusammen gedrückt wurde, und dann wieder stramm aufgesteckt werden konnte.

Innenraumlüfter.jpg


Es zeigte sich, dass ein Teil (Schalterelement) vom Vorwiderstand abgefallen ist, so dass der Lüfter nicht mehr funktionierte.

Widerstand Gebläse Innenraumlüfter weiß (2).jpg


Leider konnte ich den Widerstand im weißen Gehäuse nicht mehr auftreiben, so dass ich mir etwas einfallen lassen musste.
Im Netz hab ich einen Widerstand im grünen Gehäuse gefunden, das gut in den ovalen Ausschnitt passte. Da mir aber ein passender Stecker mit den Anschlussleitungen fehlte und das Netz nur wahnsinnig teure Angebote ausspuckte, hab ich ferner einen schwarzen Widerstand mit passenden Stecker und Anschlussleitungen gekauft, und beides zusammengebaut.

Umbau Schwarzer Widerstand in grünes Gehäuse (3).jpg


Am Ende musste ich noch die vorhandene Verkabelung an den neuen Widerstand anpassen, damit dann auch der Innenraumlüfter wie gewünscht funktionierte.

Da jemand einen Daily geschlachtet hatte, konnte ich ein nicht verschmortes Steckergehäuse für den Innenraumlüfter, sowie Sicherungshalter ergattern.

Kabelfarben am Stecker Gebläse-Regler (3).jpg


Da einige der Beleuchtungsbirnchen defekt waren, wurden diese gegen LEDs ersetzt.

Vergleich B8 5D Birnchen LED (1).jpg

Vergleich B8 5D Birnchen LED (2).jpg


Ein weiteres Problem war die Luftfederhinterachse. Irgendwie ließ sich beim Kauf der Kompressor nicht einschalten und nach einem Blick unter dem Fahrzeugboden war auch klar warum. Der Kompressor hatte sich in Folge von Korrosion vom Alublech gelöst und das Kabel war ab.

20220428_235343.jpg


Da die Verschlauchung wenig vertrauenserweckend war, beschloss ich, den Kompressor unter den Fahrersitz zu verlegen und die Verschlauchung zu überarbeiten.

Schaltplan Luftfederhinterachse.png


Da ein Rücklichtglas defekt war und ich keines auftreiben konnte, und der Vorbesitzer ferner zu dem auf billige LED-Platinen umgerüstet hat, hab ich mir einen neuen Satz AHK-Rücklichter mit passenden Kabelsatz gekauft und das eingebaut, denn mein Heck lässt sich raus ziehen und bildet so eine Transportplattform.

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20220424_182556.jpg

20220424_183845.jpg


Wie schön, dass nun die "Grundausstattung" wieder funktionierte.

Als wenn ich nicht schon genug Arbeit am Hacken hatte, wurde mein Tank zu allem Unglück undicht.

20220420_201249.jpg


Also musste ein neuer Tank her. Ich habe mich für einen Kunststofftank entschieden. Leider konnte ich den alten Tankentnehmer nicht einbauen, so dass auch noch ein neuer Tankentnehmer fällig wurde. Da die alte Tankklappe sehr klein war, und das Tanken jedesmal ein Problem war, hab ich beschlossen, die kleine Klappe zu ersetzen. Ich frage mich, wie der Vorbesitzer all die Jahre damit tanken konnte.

20220515_194111.jpg


Es war gar nicht so leicht, eine größere Klappe zu finden, die ich ohne Probleme in meinem Aufbau einbauen konnte. Eine abschließbare Klappe wäre lieber gewesen, aber man kann leider nicht alles haben. Immerhin kann ich jetzt recht einfach tanken.

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BikeAir am 13 Sep 2023 02:06:39

Alle Achtung, meinen Respekt und Hochachtung für diese Sanierungsleistung. Dafür einen Gut`n udn viel Spaß mit dem sanieren Mobil

Grüße

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janihani am 13 Sep 2023 02:24:44

Da die Vorderachse schon starken Rostansatz zeigte, beschloss ich, mir schon mal (letztes Jahr) eine neue zu kaufen und noch dazu jede Menge weiterer Teile.

Vorderachse Beifahrerseite (4).1.jpg


Am 28.4 fasste ich den Entschluss, den Motor und die Vorderachse auszubauen.

20230430_185320.jpg


Es zeigte sich, dass die Verstärkungsbleche arg rostig waren.

20230503_134302.jpg


Der Ausbau der Vorderachse, inklusive der Drehstäbe war echt ein Kampf, da die meisten Schrauben schon arg rostig waren.
Der Ausbau der Verstärkungsbleche war eine echte Herausforderung, da jede Menge Nieten vorhanden waren.
Nach einigen Tagen Kampf herschte dann Baufreiheit.

ausgebaute Vorderachse.jpg


Mit dem Nadelentroster hab ich mich dann tagelang ausgetobt. Die Stahlteile wurden dann mit Owatrol und mit Brantho Korrux behandelt.

Lackierte Längsträger (1).jpg

Teile lackieren (2).jpg

Teile lackieren (3).jpg

Teile lackieren (6).jpg


Eigentlich war der Plan, die alten Drehstäbe und Fahrwerksteile zu überarbeiten und wieder zu verwenden. Leider musste ich den Plan fallen lassen, dass sich die Drehstäbe einfach nicht auspressen ließen.

Drehstab Fahrerseite auspressen (3).jpg


Letzlich habe ich die Drehstäbe abgeschnitten und bin damit in eine LKW Bude gefahren. Beim ersten Drehstab, den ich tagelang mit einem Bunsenbrenner und Rostlöser bearbeitet habe, wollte dann bei 23t Druck endlich aus dem Hebel raus. Der andere Drehstab, den ich noch nicht "behandelt" habe, wollte selbst bei 200t nicht kommen. Erst als die LKW Bude dann mit Atze und Sauerstoff den Hebel ordentlich eingeheizt hatte, löste er sich der Drehstab dann bei 25t.

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Nun galt es neue Verstärkungsbleche anzufertigen. Ich habe mich entschieden, auf Profilstahl diese anzufertigen. Mein Schlosser hatte leider nur 5mm dickes Material mit 50er Schenkellänge da. Nun gut, etwas stabiler schadet ja nicht.

Das obere Profil anzufertigen war nicht allzu schwer. Aber ich hab mich entschieden, Passschrauben anstelle der Nieten zu verwenden, wofür die Löcher mit einer 11H7 Reibahle aufgerieben werden mussten. Keine einfache Aufgabe, bei den beengten Platzverhältnissen, aber letztlich konnte ich mit Ratschenschlüssel das recht "entspannt" machen, wofür ich den Vierkant der Reibahle an den Ratschenschlüssel angepasst habe.

Zuerst wurde mit einer kegligen Reibahle auf ca. 10,5mm aufgerieben, damit dann die 11H7 Reibahl angesetzt werden konnte. Damit ich mit der kegligen Reibahle nicht zu weit aufreibe, hab ich mit mit Klebeband mir einen entsprechenden Anschlag gemacht.

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20230620_125143.jpg


Das untere Profil anzufertigen, war etwas aufwändiger, da hier 2 Knicke vorhanden sind. Ich hab mich dafür entschieden, mit der Flex an den entsprechenden Stellen Schnitte anzufertigen, und das Profil dann zu biegen.

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Aus 50/5er Bandstahl wurden dann die Stege angefertigt und eingeheftet.

Ich habe dann meine Konstruktion zum Dorfschlosser gebracht, damit das ordentlich verschweißt wird. Ich kann nur gut "heiß kleben".

20230708_200157.jpg


Danach wurden die Schweißnähte gesäubert und meine Konstruktion mit Owatrol und Brantho dann behandelt.

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Anschließend erfolgte der Einbau mit den Passschrauben. Die unteren Löcher konnten recht einfach von unten gebohrt und aufgerieben werden.

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An einigen Stellen hätten die "Fenster" größer sein können, denn insbesondere der Einbau der Anbauteile gestaltete sich etwas schwieriger, da man ja die Schraube bzw. Mutter festhalten musste. Aber nach all dem Leid beim Ausbau hab ich mich daran gewöhnt, dass es "schwieriger" ist an einem Nutzfahrzeug zu schrauben.

Danach konnte der Einbau der neuen Vorderachse erfolgen.

Zuerst habe ich die hinteren Anschläge für die Drehstäbe eingebaut und die Drehstäbe eingesteckt. Um die Vorderachse dann auf die beiden Drehstäbe zu schieben, hab ich 2 Rollbretter und 2 Rangierwagenheber verwendet. Damit ging das erstaunlich einfach, wobei ich meinem Nachbarn gefragt habe, ob er mir helfen kann.

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janihani am 13 Sep 2023 03:01:59

Es waren auch noch ein paar Schweißarbeiten an den Kotflügelspitzen notwendig.

Schweißarbeiten (4).jpg

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Das kranke "Fleisch" wurde großzügig raus geschnitten und dann durch neues Blech ersetzt.

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Nach den Schweißarbeiten wurde wieder mit Owatrol behandelt und dann kam weißer Unterbodenschutz drauf.

20230819_194045.jpg


Bevor der Motor wieder eingebaut wurde, bekam die Ölwanne eine neue Dichtung und ein Dichtring vom Getriebe wurde erneuert.

20230531_212849.jpg

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Bevor die Hochzeit anstand, hab ich die Motordämmung und den Auspuff wieder eingebaut.

20230820_182119.jpg


Nach und nach wurden dann die Frontteile wieder montiert.

20230829_191318.jpg


Ach, es fällt mir gerade ein, dass ich vor dem Einbau der Vorderachse auch die beiden Lager für die Fahrerhauslagerung ebenfalls erneuert habe. Es bot sich an, da hierfür die Längsträger zur Seite gedrückt werden müssen.

Da das Kupplungsseil schon etwas durchgescheuert war, wurde es ebenfalls erneuert.

Da die alte Einbindung der Alde-Heizung in den Motorkreislauf lausig war, habe ich das ebenfalls überarbeitet.

20230403_180006.jpg


Hierfür habe ich Tankverschraubungen gekauft und diese in das Bodenblech eingeschraubt.

Tankverschraubung (1).jpg

20230603_120659.jpg


Leider zeigt sich nun, dass ich da nochmals ran muss. :cry:

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Hinten am Wärmetauscher habe ich ein T-Stück und einen Entlüfter eingesetzt, damit ich den Kreislauf entlüften kann.

20230908_110107.jpg


Bei der ersten Probefahrt zeigte sich dann, dass die Bremskraftunterstützung lausig war.

Wie sich herausstellte, war "Dreck" in den Unterdruckschlauch gekommen. Irgendwelche Viecher haben sich da wohl eingenistet.

20230910_195153.jpg


Nach dem ich den Dreck mit Druckluft raus gepustet habe, war die Bremskraftunterstützung wieder ok.

Am nächsten Tag zeigte sich dann das nächste Problem. Ein Schlauch der Servolenkung lenkt. Seltsam, dass mir das nicht aufgefallen ist.

Undichter Schlauch Servolenkung (3).jpg

scubafat am 13 Sep 2023 06:55:36

Du hast ja echt goldene Hände! Meinen allergrößten Respekt!

Beduin am 13 Sep 2023 07:31:11

Waaaaaaaaaaahnsinn, bin auch echt beeindruckt und freue mich dass du das alte Schätzchen am Leben erhältst und auf Bilder von innen bin ich echt gespannt

Gast am 13 Sep 2023 07:48:00

Respekt! :respekt:

Toll, was Du da machst!

Hoffentlich war die Kiste auch so preiswert, dass sich der Aufwand lohnt!

mauimeyer am 13 Sep 2023 08:00:08

Wow, ich warte auf die Fortsetzung.

:respekt:

rollermanne am 13 Sep 2023 09:12:22

Dazu fällt mir nur ein " aus Scheixxe Gold machen" Respekt vor der Leistung und Ausdauer.
Hoffentlich ist der Aufbau besser in Schuss.

JackSchmidt am 13 Sep 2023 09:26:50

Hallo,

ich schraube ja auch ganz gerne mal am Womo. Aber der Ausgangszustand hätte mich vom Kauf abgeschreckt.

Ich mag es garnicht, wenn alles verbastelt ist, und man den Pfusch erstmal beseitigen muss.

Um so größer ist deine Arbeit zu bewerten. Aber nur wer das unmögliche versucht kann das mögliche erreichen 8)

Top Arbeit :daumen2: :respekt:

Dafür von mir ein dickes Plus

Tinduck am 13 Sep 2023 09:37:04

Super Arbeit, dafür nen Guten im 1. Beitrag.

bis denn,

Uwe

wosch03 am 13 Sep 2023 09:43:36

Sehr beeindruckende Arbeit - Chapeau.

Wieviele km hat denn das Fahrzeug?

LG Wolfgang

janihani am 13 Sep 2023 12:28:44

Danke, Danke.

Nun ja, es ist wie es ist, und da muss man nun durch. Ich hätte zwar auch lieber ein Womo gehabt, was man gleich nutzen kann, aber auch ein anderes hätte sicherlich Arbeit bedeutet, zumindest in der Preisklasse, was ich damals ausgeben wollte.

Das Womo hat im Nov. 2021 8500€ gekostet, hat 134000km auf der Uhr und der 2. Besitzer hatte im Sommer am Motor noch diverse Arbeiten für 1500€ machen lassen, bevor er dann kurz danach verstarb und die Witwe dann das Womo verkaufte.

Die Ausstattung war damals recht umfangreich.

Alde-Heizung, Webasto Standheizung, Waeco Tempomat, Rückfahrkamera, ausziehbares Heck, 2,5t AHK, Luftfederhinterachse, elektrische Trittstufe, Markise, Android Navi, 2 Aufbau-Batterien, 2 Solarpaneele auf dem Dach, 2 Wechselrichter, Notstromgenerator, automatische SAT Anlage, Fernseher, ...

Hier nun die Bilder von der Innenausstattung, wie sie damals war.

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Im letzten Herbst hab ich schon mal mit dem Rückbau der Innenausstattung begonnen und die gesamte Elektrik raus gerissen, da auch hier viel Bastelei vorhanden war. Ferner habe ich die alten Tapeten entfernt und neu tapeziert.

Hier nun Bilder, vom neuen Innenausbau, der noch lange nicht abgeschlossen ist.

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Die 230V Elektrik ist mittlerweile schon neu verkabelt und es zeigte sich, dass in 28 Jahren schon viele Litzen gebrochen waren. Es war also an der Zeit, die zu erneuern.

Landstromsteckdose.jpg


Verteilerdose 12V Kühlschrank.jpg


Verteilerdose Kühlschrank.jpg


Auch die Gas-Anlage wies sichtlich Mängel auf. Ein Gas-Absperrventil ist am Verteilerblock abgebrochen

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und musste erneuert werden.

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Im Gaskasten zeigte sich dann ein weiterer Bruch,

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so dass die Verrohrung vom Gaskasten zum 3er Verteilerblock erneuert wurde.

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Bei der Gasprüfung zeigte sich dann noch eine Undichtigkeit an der Alde-Heizung, so dass ich erstmal nur den Kühlschrank und Herd nutzen kann. Es zeigte sich, dass eine Verschraubung an der Zuführung lose war, weshalb ich dann die Alde-Heizung ausgebaut und auf den OP-Tisch gelegt habe, da auch die Verkabelung nicht mehr so schön aussah.

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Die erneute Gasprüfung steht noch aus, aber da ich im letzen Winter eh das Womo nicht genutzt habe, war das auch nicht weiter schlimm.

Damit ich in Zukunft es einfacher habe, das Wasser aus der Alde-Heizung abzulassen, hab ich mir einen Ablaufhahn eingebaut.

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JackSchmidt am 13 Sep 2023 12:37:04

Danke für die Info und die Bilder von innen.

Wenn Du fertig bist, hast Du ein wertiges Womo für einen guten Preis.

Aber vor allen Dingen kennst Du dein Womo und kannst dir unterwegs helfen. Das ist unbezahlbar.

Habe oft Leute getroffen, die sich nicht helfen konnten und zur Reparatur eine Womo Firma gesucht haben.

janihani am 13 Sep 2023 12:38:42

Nun ja, damit das Womo den TÜV besteht, muss ich erst noch einige Schweißarbeiten an den Trittstufen machen lassen. Wie gut, dass ich einen "Freund" habe, der Karosseriebauer mal gelernt hat, und eine Flex in seinen Händen ein Präzisionsinstrument ist.

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Er war schon einmal da, aber ihm störte dann doch die Botanik, insbesondere die Rosen hat er ins Herz geschlossen.

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Leider ist er nicht fertig geworden und für die restlichen Arbeiten soll ich das Womo dann zu ihm bringen.

janihani am 13 Sep 2023 12:54:57

JackSchmidt hat geschrieben:Aber vor allen Dingen kennst Du dein Womo und kannst dir unterwegs helfen. Das ist unbezahlbar.


Gezwungenermaßen muss ich mich halt mit allem beschäftigen und mittlerweile kenne ich fast alles an dem Womo.

Nun, eigentlich war das nicht mein Plan, aber mir geht es wie dem Michael von den Steelbuddies. Irgendwie wollen meine Anschaffung immer, dass ich mich ganz intensiv damit auseinander setze.

Aber ganz ehrlich, der Vorderachswechsel war eigentlich für mich zu heftig. Aber als der Motor raus war und sich das Ausmaß zeigte, gab es kein Zurück mehr. Das Womo rückwärts raus ziehen und dann irgendwie zu einer LKW Bude zu bringen, schied einfach wegen der zu erwartenden Kosten aus.

Wie gut, dass ich ein Jahr zu vor in meinem Garten eine 6x3m Betonplatte hab einbauen lassen und dann eine 2 Säulenhebebühne aufgestellt hab. Die Bühne ist zwar für das Womo nutzlos, aber der Arbeitsbereich war sehr von Vorteil. Da die Betonplatte wenig dekorativ ist, hab ich sie mit Terrassendielen verschönert und auf Gummipads gelegt. Das erwies sich ebenfalls als sehr vorteilhaft, weil nach einem Regen die Bretter recht schnell trocken sind.

Hebebühne.jpg


Ohne das, hätte ich wohl gar nicht erst mit dem Motor- und Vorderachsausbau begonnen.

akany am 13 Sep 2023 12:59:34

Grossartige Arbeiten, ich bin sprachlos.

Dafür ein :top:

Jetzt erklärt sich mal wieder der Spruch mit der Grösse der Spielzeuge bei den Jungs... dein Baukasten hat eben 8.500 € gekostet. Vor so viel unverdrossener Liebe zum Basteln kann ich nur den Hut ziehen.
Wobei, "Basteln" ist eher das, was vorher gemacht wurde. Du machst da echte Profi-Arbeit!

Hand auf's Herz: was machst Du, wenn Du fertig bist? Ist dann das das Ende? Fährst Du dann damit weg oder kaufst Dir lieber den nächsten Bausatz für grosse Jungs? :lach:

janihani am 13 Sep 2023 13:18:22

akany hat geschrieben:Grossartige Arbeiten, ich bin sprachlos.
Vor so viel unverdrossener Liebe zum Basteln kann ich nur den Hut ziehen.


Eigentlich war der Plan, aus Liebe zur Tochter, die nach meinem Aus- und Umzug bei der Mutter wohnt, dass ich ein Womo kaufe und damit am Wochenende zur Motocross-Strecke zu fahren, damit sie sich austoben kann. Somit erspare ich mir 2x120km pro Tag (am Wochenende) zu fahren.

Und damit ich nicht jeden Sa und So fahren muss, wollte ich mit dem Womo am Freitag Abend anreisen und So abreisen.

Mittlerweile ist meine Tochter arg genervt, weil ich in den letzten 4 Monaten extrem viel am Womo geschraubt habe, und daher einige Wochenenden ausfielen.

akany hat geschrieben:Hand auf's Herz: was machst Du, wenn Du fertig bist?


Ach, da mach ich mir keine Sorgen. Haus, Garten, Autos, ... es gibt genug, damit mir nicht langweilig wird.

akany am 13 Sep 2023 13:48:40

janihani hat geschrieben:...

Ach, da mach ich mir keine Sorgen. Haus, Garten, Autos, ... es gibt genug, damit mir nicht langweilig wird.



...Tochter!

:wink: :wink: :mrgreen:

hopfabaua am 13 Sep 2023 21:17:09

Servus

Hammer, was du da geleistet hast!! Ich ziehe meinen Hut!!

JoFoe am 13 Sep 2023 21:40:08

:daumen2:....

heiner57 am 14 Sep 2023 07:22:46

Auch von mir RESPEKT für deine Arbeit und oben ein "+"

Heinrich

Woifi007 am 14 Sep 2023 17:57:04

Ich fühle mit dir, habe letztes Jahr bei meinem Daily II Kasten so ziemlich das selbe durch (Beide Innen Kotflügel, Beide Trittstufen, Beide Radschalen, Türunterkanten,...)
Weil der Motor schon ausgebaut war hab ich den auch gleich komplett überholt :D

Freut mich das es noch mehr so Wahnsinnige gibt (positiv gemeint) ;D

janihani am 17 Sep 2023 23:10:51

Ich habe für die Nebelscheinwerfer und die Tagfahrleuchten einen 5er Satz 2 polige Steckverbinder --> Link gekauft, damit die Leitungen im Falle einer Demontage der Stoßstange abgesteckt werden können.

Ich habe mich sehr gefreut, dass der 2 polige Stecker auch auf dem Schalter für die Rückfahrleuchten passt, so dass ich das lausig angelötete Kabel für die Rückfahrkamera durch den neuen Stecker ersetzen konnte.

Schalthebel (5).jpg


Genialerweise sind Schrumpf-Lötverbinder dabei, so dass die Montage super einfach mit einem Heißluftfön ist , und zu dem auch noch gut isoliert. Leider habe ich keine Bilder davon gemacht, wie ich gerade feststelle.

Durch mein neues Verstärkungsblech und den etwas zu kleinen Fenstern hab ich noch das Problem lösen müssen, dass der original Halter für den Auspuffgummi am Mittelschalldämpfer leider nicht mehr montiert werden konnte. Eine von den Streben hätte 1-2cm versetzt werden müssen, bevor diese eingeschweißt wurden.

Daher musste ich einen neuen Halter anfertigen, der nun außen am Längsträger montiert werden muss.

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Der Vorbesitzer hatte im Grill 4 "Knöpfe"/Stecknippel montiert, um wahrscheinlich im Winter eine Abdeckung montieren zu können. Leider war einer schon ausgebrochen und hing nur noch lose drin rum und bei einem zweiten zeigten sich auch schon Risse im Grill. Also musste ich den Grill reparieren.

Zuerst wurden die Löcher von hinten mit Klebeband abgedeckt, dann zu gespachtelt, geschliffen, der Grill grundiert und erneut geschliffen.

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Nun stellte sich mir die Frage, ob ich ihn einfach nur wieder in schwarz lackieren soll? Och nö, dachte ich mir, nach dem ich noch eine angebrochene Lackdose electric orange fand. Eigentlich sind es zwei. Erst der Basislack und dann ein eingefärbter Klarlack. Also entschied ich mich, den Grill in electric orange zu lackieren.

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So richtig überzeugen konnte das mich dann doch nicht. Irgendwie sah das am Womo doof aus. Ich habe mir dann 3mm Klebeband im Baumarkt besorgt und den Grill damit abgeklebt.

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Danach wurde der Grill dann schwarz matt lackiert,

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und im Anschluss die Klebestreifen entfernt.

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Beim nächsten Mal werde ich dann doch etwas mehr Geld in besseres, flexibleres Klebeband investieren, denn in den Radien löste sich das Klebeband beim Lackieren etwas, so dass ich mit einem Glasradierer etwas retuschieren musste.

Am Womo sieht das nun viel besser aus.

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Vor der riesen Aktion mit der Vorderachse habe ich mit der neuen Verkabelung der 12V Aufbauelektrik begonnen, so dass schon die Beleuchtung und die beiden Dachlüfter im Alkoven und im Küchenbereich zu funktionieren.

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Da nächstes Wochenende eine Landesmeisterschaft ansteht und ich im Womo übernachten will, hab ich erstmal einen 230V/12V Trafo provisorisch angeschlossen, damit ich Licht habe. Landstrom ist auf dem Motocrossplatz kein Problem.

Wasser, Abwasser, das WC und auch die Heizung sind bisher noch außer Betrieb, aber auch das gibt es auf der Motocross-Strecke.

Gestern Abend habe ich noch eine kleine abschließende Probefahrt zur Tankstelle gemacht und voll getankt. Dabei entstand der Wunsch, dass ich mir eine Tankbeleuchtung einbauen werde, damit ich Abends beim Tanken besser gucken kann. :D

Heute war dann der große Tag, an dem das Womo das erste Mal ausgeführt wurde. Rund 120km waren zum Motocrossgelände zu fahren.

Was soll ich sagen? Das Schätzchen ist auf der Bahn super gerade aus gelaufen, hat treu die Spur gehalten und als ich ihn dann hab laufen lassen, zeigte der Tacho 110 an. Wow.

Etwas ist mir dann doch aufgefallen. Wenn der Turbo Druck aufbaut, der Vorbesitzer hat eine Turbodruckanzeige eingebaut, die ich auch wieder in Betrieb genommen habe, hab ich ein leisen Pfeifen wahrgenommen. Nicht im Sinne von Defekt, da das Womo ja anscheinend sehr gut läuft, sondern eher als ein störendes Geräusch, dass durch den Luftstrom im Druckschlauch, Ladeluftkühler entsteht.

Der Vorbesitzer hat im Motorraum an diversen Stellen und an der Motorhaube pinkfarbene stypororartige Dämmplatten verbaut, die ich komplett ausgebaut habe, weil es schäbig aussah und mit Kabelrasterbändern montiert war. Im folgenden Bild teilweise zu sehen.

Fehlende Hebel Stangen im Motorraum.jpg


Hab ihr Tipps für mich, wie ich das Pfeifen leiser machen kann? Ich denke darüber nach, Armaflex an die Motorhaube zu kleben, aber vielleicht hat ja einer von euch eine noch bessere Lösung oder weiß den Grund für das Pfeifen.

wosch03 am 18 Sep 2023 10:46:54

Glaube nicht, dass das Pfeifen vom Luftstrom im Druckschlauch und Ladeluftkühler kommt. Das ist der Turbolader selbst, der mit seiner hohen Drehzahl diese Frquenz erzeugt. Direkte Abhilfe dazu gibt es nicht, Dämmung kann etwas helfen.

LG Wolfgang

Tinduck am 19 Sep 2023 08:38:11

Bei uns (Daily III 2,8 JTD Power) hört man den Turbo auch sehr deutlich, und er wechselt wg. VTG auch noch die Tonart bei ca. 2300 U/min :) da muss man mit Leben, ich nehms als Funktionskontrolle... ist allerdings nur beim Beschleunigen oder bergauf deutlich zu hören, bei Marschfahrt mit 90 km/h hört man ihn nicht wirklich.

bis denn,

Uwe

speeedi am 19 Sep 2023 11:09:10

Hey,
von mir dann auch mal einen dicken Daumen nach oben für die Restaurierung :gut: :respekt: :gut:
ps. das Pfeifen macht unser Sprinter auch wenns den Berg hoch geht ist zwar ziemlich leise aber da.

akany am 19 Sep 2023 12:27:47

Also... ich mag das Pfeifen.

Erstens zeigt es, dass das Dingens noch da ist und funktioniert und zweitens, die Zeiten wo mir Studentinnen hinterherpfiffen, sind ja nun schon lange vorbei. Da nimmt man was man bekommt, im Alter pfeift halt nur noch der Turbo :mrgreen:

janihani am 19 Sep 2023 21:00:45

Ok, wenn auch andere ein Pfeifen haben, dass muss das ja wohl was Gutes sein. :ja:

Tossy3 am 19 Sep 2023 21:27:10

Hallo!

Auch ich möchte mal meinen großen Respekt zum Ausdruck bringen! :-)
Wie schon geschrieben wurde: Vorteil ist, dass Du Dir unterwegs dann auch selbst helfen kannst, weil Du Dein Womo in- und auswendig kennst.

Weiter viel Spaß und Schaffenskraft und verlier den Mut nicht!

buerstner720a am 30 Sep 2023 14:56:13

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Moin auch von mir den den Größten Respekt für deine Arbeiten, ich kann sie zum teil nachvollziehen da ich auch schon einiges an werterhaltenden Maßnahmen Durchgeführt habe :lach:

Von mir viele Daumen hoch :top: :top: :top:

janihani am 01 Okt 2023 22:20:06

Nun sind schon wieder einige Tage, eher Wochen, ins Land gegangen und ich habe zur Landesmeisterschaft von Do bis Mo und dieses Wochenende im Womo übernachtet.
Am Landstrom angeschlossen funktionierte der Kühlschrank und eine mitgenommene Kaffeemaschine sorgte für das lebenswichtige Elexir am Morgen. Mit einem 12V Trafo funktionierte auch das Licht und Pipi gehen ging auch schon.

Obwohl die Alde-Heizung weder befüllt noch verkabelt ist, haben wir nachts nicht gefroren. Entweder waren die Nächte so warm, oder die Isolierung des GFK-Aufbaus so gut. Wer von euch hat Erfahrung, bis zu welchen Temperaturen der GFK-Aufbau ohne Heizung auskommt?

Leider war bisher noch keine Zeit, die noch für den TÜV erforderlichen Schweißarbeiten an den Türeinstiegen auszuführen, aber das Material und Werkzeug sind schon vor Ort.

akany am 02 Okt 2023 08:28:05

janihani hat geschrieben:...
Obwohl die Alde-Heizung weder befüllt noch verkabelt ist, haben wir nachts nicht gefroren. Entweder waren die Nächte so warm, oder die Isolierung des GFK-Aufbaus so gut. Wer von euch hat Erfahrung, bis zu welchen Temperaturen der GFK-Aufbau ohne Heizung auskommt?
...



Mein Fahrzeug hat ein Monocoque aus 5cm GFK Sandwich, mit Heizkörpern, Doppelboden und Fussbodenheizung...
Im Moment zum Herbst hier an der Küste noch keine Heizung angemacht. Noch nicht gebraucht.

Eine gute Isolierung ist das A&O. Und GFK Sandwich in der entsprechenden Stärke ist da unschlagbar. Dein "Ormocar" scheint da ja auch zu den besseren Anbietern zu gehören.

Nachts stelle ich die Heizung erst an, wenn es droht zu frieren, damit keine Schäden bei den Flüssigkeiten (Weinvorrat! :lach: ) entstehen.
So lange die Aussen-Temperaturen über ca 10°C sind, ist es am Morgen noch angenehm (>18°C) im Fahrzeug. Da braucht es schon mehrere Tage bei um die 10° und Wind und keine Sonne, damit die Innentemperatur ins Unangenehme absinkt. Aber dann ist es am Morgen noch immer über 15° im Auto. Dann lasse ich auch mal zum Aufstehen 1 Stunde Heizung laufen.
Denn am Tag sorge ich durch entsprechenden Lichteinfall durch die Fenster dafür, dass auch Wärme entstehen kann.

Kalt wird es erst bei Wind und bedecktem Himmel und Aussentemperaturen von unter ca 5°. Dann läuft die Heizung oder ich mache sie gegen 4 oder 5:oo Uhr an. Manchmal auch einfach nur um den Boden wieder aufzuheizen - so eine Fussbodenheizung ist in meinen Augen die mit Abstand angenehmste Art, ein Fahrzeug zu heizen. Vielleicht aber auch nur, weil ich kalte Füsse hasse...

Und richtig kalt wird es dann bei lang anhaltenden Minustemperaturen, denn läuft die Heizung auch durch. Je nach dem, elektrisch oder auch Gas.

Aber all das hindert nicht, im Winter trotzdem knackige Rechnungen durch Heizen zu erzeugen. Da wird mir dann glatt 2 Mal warm... :cry:

wosch03 am 02 Okt 2023 18:29:59

janihani hat geschrieben: Wer von euch hat Erfahrung, bis zu welchen Temperaturen der GFK-Aufbau ohne Heizung auskommt?


Auch wenn deine Kabine noch so gut gedämmt ist, so bleibt der entscheidende Punkt, ob die Kabine zum Fahrehaus hin thermisch gut geschlossen ist. Ansonsten wird der Großteil der Heizenergie durch die Verglasung und Bleche verloren gehen. Dies geht dann einher mit Kondenswasser- und ggf. auch Eisbildung.
Einfache Dämmungen der Verglasung von Innen und/oder außen können das Problem zwar etwas mildern, aber nicht beheben.

Eine geschlossene und bewohnte GFK Kabine braucht recht lange keine und dann wenig Heizenergie.


LG Wolfgang

Tinduck am 02 Okt 2023 21:24:57

janihani hat geschrieben:Entweder waren die Nächte so warm, oder die Isolierung des GFK-Aufbaus so gut. Wer von euch hat Erfahrung, bis zu welchen Temperaturen der GFK-Aufbau ohne Heizung auskommt?


Mit abgeriegeltem Fahrerhaus und 5 Personen an Bord brauchen wir bis ca. 5° Aussen-Nachttemperatur nicht zu heizen. Dann sind morgens so 14° im Mobil, wenn wir abends 20° drinnen hatten.

Wände und Dach 40 mm Styrodur, Boden 40 (oben) / 60 (unten) mm Styrodur. Zum Fahrerhaus auch 40 mm Styrodur. Allerdings Alu-Sandwich, Gfk dürfte noch besser isolieren.

bis denn,

Uwe

janihani am 02 Okt 2023 23:55:46

Wenn ich die Nachtemperaturen richtig in Erinnerung habe, dann waren es draußen so 12°C, tagsüber bis zu 26°C. Tagsüber war sehr sonnig, so dass sich das Womo gut aufheizen konnte, wobei es Abends angenehm war.

Es ist ermutigend zu lesen, dass so ein GFK-Aufbau recht gut isoliert ist und man erst spät anfangen muss zu heizen. So gesehen, habe ich wohl doch ein wenig Glück gehabt, als ich das Womo gekauft habe. ;)

akany hat geschrieben:Mein Fahrzeug hat ein Monocoque aus 5cm GFK Sandwich, mit Heizkörpern, Doppelboden und Fussbodenheizung...

Ich habe die Dicke des GFK Aufbaus (bisher) nicht ausgemessen, schätze aber, dass es auch 5cm sind. Der Aufbau hat einen doppelten Boden, in dem die Rohre der Alde-Heizung verlaufen.

wosch03 hat geschrieben:Auch wenn deine Kabine noch so gut gedämmt ist, so bleibt der entscheidende Punkt, ob die Kabine zum Fahrerhaus hin thermisch gut geschlossen ist.

Zwischen Fahrerhaus und Wohnbereich gibt es eine dicke Sandwich-Wand, die ca. 50mm dick ist. Innen ist vermutlich Styrodur und beidseitig ist das dann mit einer Faserplatte beplankt.

20221001_165811.jpg

20221001_203218.jpg

wosch03 am 03 Okt 2023 08:53:46

Die Dämmung bei Ormocar Kabinen besteht aus PU-Schaum. Die Standard Dicke der Platten ist 40mm, auf Wunschauch mehr.

LG Wolfgang

janihani am 04 Jan 2024 03:43:21

Es bewahrheitet sich mal wieder, es wichtig wen man kennt/wem man geholfen hat. Da ich mal jemanden geholfen habe, hat sich eine Möglichkeit aufgetan.
Kurz vor Weihnachten stand mir eine Halle am Wochenende zur Verfügung, so dass ich mich endlich um die Türeinstiege kümmern konnte. Und nicht nur das, sondern auch eine 5t Hebebühne.

Mein "Freund" hat mich belatschert, und so wurde das Womo mit der Hebebühne erst ein Stück angehoben. Sicher ist sicher.

20231216_131612.jpg


Ich hätte mich das nie getraut. Aber nun weiß ich, dass es geht.

20231216_154244.jpg


Kaputt geh immer und so war es recht einfach, das kranke Material raus zu schneiden.

20231216_154255.jpg


20231216_161920.jpg


Am frühen Sonntag Nachmittag sind wir fertig geworden und ich trat wieder den Weg nach Hause an.

Aktuell bin ich noch dabei, das "schön" zu machen, so dass ihr auf die "Fertigbilder" warten müsst.

Habt ihr einen Tipp für mich, so dass sich das Schleifpapier nicht innerhalb weniger Sekunden zusetzt?

20231229_183736.jpg

scubafat am 04 Jan 2024 08:57:50

Prima es geht voran! Weiterhin viel Erfolg!

JackSchmidt am 04 Jan 2024 10:00:06

janihani hat geschrieben:
Habt ihr einen Tipp für mich, so dass sich das Schleifpapier nicht innerhalb weniger Sekunden zusetzt?

20231229_183736.jpg


Hallo,

je nach dem was Du schleifen willst, kann man das verwenden Amazon Link

Das setzt sich nicht so schnell zu. Gibt es in unterschiedlichen Körnungen. Link zum eBay Artikel

janihani am 05 Jan 2024 01:51:36

Ich habe den Füller geschliffen.
Insofern sind die Schleifscheiben für die Flex weniger geeignet.
Die Vliese könnten eine Alternative sein.

DieselMitch am 05 Jan 2024 15:28:58

Erstmal: Hervorragende Arbeit, das muss man sich schon trauen!

Frage: Wieso willst Du das "Wasser" aus der ALDE ablassen? Da ist reines Glysantin drinnen (AFAIK blau) und wenn man das nicht überhitzt hält das Zeugs Jahrzehnte, ich hatte es damals in meiner ALDE nie gewechselt.

Und etwas verwundert mich: Du hast Anhängerrückleuchten verbaut, die mit dem reflektierenden Dreieck in der Mitte.
Hat der TÜV da nicht gemeckert?
Die dürfen an angetriebenen Fahrzeugen doch nicht verbaut werden ... der dreieckige Reflektor soll dem nachfolgenden Verkehr doch mitteilen, dass vor diesem "Anhänger" noch eine Zugmaschine kommt ...

JM2C, ansonsten: Weiterhin "Gut Schraub"!

Niederrhein am 05 Jan 2024 16:37:07

janihani hat geschrieben:

Habt ihr einen Tipp für mich, so dass sich das Schleifpapier nicht innerhalb weniger Sekunden zusetzt?

20231229_183736.jpg


zu allerst:

ein gutes und gesundes neues Jahr !

als zweites

Chapeau für deine hier gezeigten "Pionier" Arbeiten - und großen Respekt von mir !

Darf ich fragen, was du gelernt hast / welche(n) Beruf(e) du ausgeführt hast?

ich hab einen Tipp, wie man Schleifpapier im allgemeinen wieder (relativ) sauber bekommt:

Nimm das Plastik, was ein Sixpack von z.B. Einwegflaschen umschließt,
diese "verknotest" / "faltest" du etwas und hälst dieses dickere Plastik"knäuel" gegen die rotierenden Schleiffließe.
So werden diese schnell wieder brauchbar, da die Farb- und (und in deinem Fall weißen) Schleifreste aus der Körung wieder rauskommen

Einen Guten würde ich dir gerne geben, kann das aber noch nicht ...

Weiterhin viel Erfolg bei deiner Überholung der extremen Art

janihani am 05 Jan 2024 17:54:58

DieselMitch hat geschrieben:Frage: Wieso willst Du das "Wasser" aus der ALDE ablassen?


Im Staufach, hinter der Heizung war einiges an Grünspan zu finden. Die Verrohrung musste also mal undicht gewesen sein und da nichts neueres zu sehen ist, ist sie vielleicht immer noch undicht, wenn denn die Heizung im Betrieb ist. Ferner musste für die Reparatur der Gasrohre einiges ausgebaut werden, und da bot es sich an, den Heizkreis zu öffnen, um Baufreiheit zu haben. Die Ecke dort hinten ist ziemlich verbaut.

Wie sich schon bei den andren Sachen gezeigt hat, ist es gut, alles zu prüfen und ggfls. zu erneuern.

DieselMitch hat geschrieben:Und etwas verwundert mich: Du hast Anhängerrückleuchten verbaut, die mit dem reflektierenden Dreieck in der Mitte.

Stimmt. Die bekommt man mit Verkabelung recht günstig und wenn mal wieder eine kaputt gehen sollte, kann man die recht leicht austauschen.

Da am Heck sonst keine Katzenaugen vorhanden sind, müssen doch dann die Rückleuchten welche haben, oder?
Bisher hat der TÜV nicht gemeckert, aber ich war ja auch erst einmal dort.

Niederrhein hat geschrieben:Darf ich fragen, was du gelernt hast / welche(n) Beruf(e) du ausgeführt hast?


Ich hab Energieanlagenelektroniker gelernt, sprich ne handwerkliche Ausbildung gemacht. Mein erstes halbes Lehrjahr war Metallgrundbearbeitung gewesen. Was hab ich gekotzt. Heute bin ich dankbar dafür, dass mein Meister mich mit Feilen, Bohren, Gewindeschneiden und all den anderen "schönen" Dingen "gequält" hat.

Mit 42 hab ich dann noch mein Abi gemacht und Wirtschaftsinformatik studiert. Mit irgendwas muss man ja seine Hobbies finanzieren. :wink:

Niederrhein hat geschrieben:Nimm das Plastik, was ein Sixpack von z.B. Einwegflaschen umschließt,...

Danke für den Tipp.

Ich hatte noch bei meinem Schrauber nachgefragt und der meinte, Füller bei den aktuellen Temperaturen zu verarbeiten "kannste knicken".

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