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Meine erste mal


skylape am 08 Mai 2004 13:35:15


Mein erstes mal

Seit einigen Jahren träume ich von einer Reise mir einem Wohnmobil, doch Träume sind keine Schäume, glaubt es mir, ich habe es selber erlebt.

Doch dieser Traum beschäftigte mich jedes Jahr, so im Januar wenn es galt den Jahresurlaub festzulegen.
Da ich ein Gewohnheitsmensch bin, legte ich jedes Jahr den Haupturlaub in die erste drei Septemberwochen, und wollte so den Urlaub in der nahen Ferne verbringen.

Das Internet bot mir zu jeder Zeit die Gelegenheit mein Traumziel so wie die Gegend rund herum zu erforschen, zu besichtigen und schon online den Urlaub zu genießen. Jedoch hatte die ganze Sache einen Haken, sollte die Unterkunft ein Hotelzimmer, eine Pension oder eine Ferienwohnung, in Strandnähe oder im Innland, mit Verkehranbindung oder in der Natur sein.

Fragen über Fragen die es zu bedenken gab, ich entschied mich immer für eine Ferienwohnung in der Nähe eine Meeres oder Sees, das machte natürlich die Suche nicht einfacher, wenn man zu dem noch einen Vierbeiner mitnehmen will, ist man schon wochenlang am suchen.
Ferienwohnungen am Bodensee, an der Ostsee und Nordsee, alle diese hatte ich im Laufe der Jahre gemietet, doch keine entsprach meinen Erwartungen die ich über die vielen Internetseiten gesammelt hatte.
Nun ist Schluss dachte ich, es muss was anderes her, ein Wohnmobil ist wohl die einzige Alternative, sein eigener Herr sein, alleine Entscheiden wohin man will, wie lange man dort bleiben will, all dies stand mir offen.
Doch planlos wollte ich auch nicht in ein neues Abenteuer starten, also Internet her und serfen, schon waren Sie wieder die unendlichen Fragen, welches Wohnmobil, wo bekomme ich es her, was koste so was, und, und, und.

Schließlich fand ich gleich drei Wohnmobilvermieter im Umkreis von 50 km von meinem Wohnort, der erste war zwar freundlich aber ein richtiger Geschäftsmann, er wollte eigentlich nur seine Luxus Reisemobile verkaufen, der zweite war eine höfliche Vermieterin, entgegenkommend, zeigte mir die Fahrzeuge, machte mehrere Angebote und gab mir noch mehrere Prospekte mit, den dritten ließ ich als eiserne Reserve mal unbesehen.

Also, nach einer Woche Bedenkzeit mit Kostenermittlung via Excel, studium der Mobile, stand für mich fest ich werde Reisemobilmieter.
Nichts wie los zur Vermieterin, Fahrzeug noch mal in augenschein genommen und den Mietvertrag unterzeichnet. Jetzt ging erst richtig los, das Planen, das Organisieren, es musste noch Melanin Geschirr her, einen Klappstuhl für draußen fehlte auch, einen Wasserkanister als Notversorgung und als Frischwasser für den Hund, Krimkrams und Kleinigkeiten noch.

Acht lange Wochen gingen ins Land um alles zu Koordinieren, zu besorgen, vorzubereiten und zu prüfen, bis ich noch ein paar schlaflose Nächte hatte um alles ins Reine zu bringen, Navigationsgerät war programmiert, die unzähligen Sachen standen bereit, nun waren es noch wenige Stunden.

Der Tag X war gekommen, glücklicherweise hatte ich an diesem Tag meine Gleitzeit genommen, denn in der Firma wäre mit mir nichts anzufangen gewesen. Um 15:30Uhr ging endlich zum Vermieter, denn um 16Uhr war die Übergabe, rein in den PKW und los.
Beim Vermieter angekommen wurde ich gleich höflich begrüßt, die Formalitäten erledigt und das Übergabeprotokoll vorbereitet. Ein höflicher Mechaniker fuhr das Mietmobil vor das Büro, stieg aus und zeigte mir alle Geheimnisse, Kniffe und sonstige Eigenarten an so einem Gefährt die ich ja noch nicht kannte als normaler Autofahrer.

Eine Stunde liefen wir kreuz und quer um und im Mobil umher, bis wir endlich am Fahrerhaus angekommen waren, ein letzter Satz, die Unterschrift noch und ich hatte die Fahrzeugschlüssel in Händen.
Da saß ich vor dem Steuer des riesigen Wagens, ein Chausson Welcome 50, 2,70m hoch, über 2m breit und erstaunliche 5,50m lang, na ja im Spiegel wirkte er noch länger als in natura, da kam so ein richtiges Trucker feeling auf, mit Armlehnen und hoher Einstiegstür wirkte es so.
Nun Zündschlüssel nach rechts gedreht, kurz gewartet, ist ja ein Diesel, und anlassen, Kupplung kommen lassen und los geht, doch Stopp, da hat sich doch tatsächlich einer in die Ausfahrt gestellt.
Angst stieg auf, reicht das mit über 2m breite, dachte ich, wird schon gehen, die Spiegel werden das schon als erste bemerken, hat geklappt, raus auf die Straße und nichts wie los.

Dreißig Minuten benötigte ich bis nach Hause, durch zwei Kreisverkehre, in die Tankstelle zum tanken mit anschließendem kurzen Rückwärtsfahren, nur mit Spiegel versteht sich, durch eine Baustelle, links in eine schmale Ortseinfahrt und dann noch enger in unsere Hofeinfahrt.
Puh geschafft.

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Wolfgang13 am 08 Mai 2004 20:03:20

Klasse
Jeder hat doch irgendwann zum erstenmal sein oder ein Wohnmobil gefahren! Aber einen so schönen Bericht darüber! Das ist toll.

Gast am 08 Mai 2004 21:03:29

Hallo skylape,
ein derartiger Er-fahr-rungsbericht hat dem Form noch gefehlt. Ich glaube vielen ging es beim ersten mal so, nur im Laufe der zig. km vergißt man diese anfängliche Unsicherheit sehr schnell. :D 8)
Ich denke auch Dir wird es nach dem 2., 3. oder 4. Mobil nicht anders gehen. :D :D :zustimm: :respekt:

Anzeige vom Forum


Tipsel am 08 Mai 2004 21:15:54

Hi Uwe,

konnte richtig mitfühlen, wie du es erlebt hast.

Ein Womo ist schon was tolles, und das wirst du erst recht merken, wenn du deinen Urlaub damit verbringst und nicht mehr abends ins Hotelzimmer mußt.

skylape am 09 Mai 2004 07:39:03

Wie war das noch mal, dachte ich, den Kühlschrank auf 220 Volt, natürlich das Fahrzeug steht ja, also Heckklappe auf, Adapterkabel raus und Stecker rein, verdammt die Stromklappe am Wohnmobil geht nicht auf, und das mir, wo ich sowieso zwei linke Hände habe, ein Ruck und sie war offen, nur der blaue Stecker wollte nicht richtig rein, wird schon gehen, dachte ich, aber die Anzeige drinnen zeigte keine Ladetätigkeit, probiere es halt später noch mal.

So jetzt erst mal die Sachen holen und verstauen, da gab es doch noch was zu beachten war, habe ich in einem Buch gelesen, schwere Teile nach unten und die Leichten nach oben, also los.

Zwei Stunden später, ganz verschwitzt, der Traum vom freien Urlaub war nicht mehr weit, noch eine Nacht und es geht endlich los, habe ich auch alles eingeräumt, und nichts vergessen, ging’s den restlichen Abend und die ganze Nacht im Kopf umher, kein Auge war da zu zubekommen.

Der Wecker klingelte früh Morgens um 5:45 Uhr, wie jeden Tag, muss ja erst Gassigehen, so eine halbe bis eine Stunde je nach Wetter. Heute gönne ich mir mal ein richtiges Frühstück hatte ich mir vorgenommen, doch es wurde wieder nur ein kurzes, musste ja noch ins Bad, die Toilettenartikel ins Mobil einräumen, den Hund reise fertig machen, dieser hatte bestimmt vor Aufregung auch die ganze Nacht nicht geschlafen.

Kurz und bündig verabschiedete ich mich noch von den anderen Hausbewohner, ging nochmals ums Wohnmobil, der Stromstecker, der dann ja doch noch funktionierte musste doch raus, und setzte mich ans Steuer, Zündschlüssel wie gehabt gedreht und rückwärts, nur mit Spiegel versteht sich, die enge Hofeinfahrt raus, war zwar eng aber es blieben ja noch etliche Zentimeter zwischen dem Schiff und der gegenüberliegenden Mauer.

Mein eingebautes Navigationssystem, dass ich seit meinem Führerschein immer im Kopf abrufen kann, führte mich zur Autobahn, wo will mein Herrchen eigentlich hin, dachte mein Hund bestimmt, als er mich mit seinen treuen und schon etwas ergrauten Augen anschaute, na, schaute ich zu ihm, mach Platz.

Eine leise aber höfliche weibliche Stimme, die ich des öffteren schon vernommen habe, unterbrach mich und erinnerte nur daran, dass ich in 200 Meter nach rechts die Autobahn verlassen muss.
Jetzt schon dachte ich, war doch so schön mit 100 km/h auf der rechten Spur zu gleiten, den anderen und schnelleren beim Kampf um die besten Spuren zuzusehen, obwohl, trotz dieser entlosen Freiheit auf vier Räder ist es doch schöner außerhalb der lauten und stressigen Autobahn zu fahren.

Noch wenige Kilometer bis zum See, zeigte ein Schild am Fahrbahnrand, ein Kreisel noch, ein paar Kurven, uns schon zum Stellplatz, doch weit gefehlt, die Stimme folgend, in der Meinung sie habe recht, verschwand der See so langsam hinter dem hohen Wald an der rechte Seite der Straße, die Spur ging nach links in einen kleinen Ort, sie haben Ihr Ziel erreicht plapperte die Stimme erneut.

Schon kamen wieder diese Zweifel auf, war dass die richtige Entscheidung, dachte ich, nur keine Panik, kurzer Blick auf die Karte, die aus Papier, und zurück auf die Hauptstraße bis zum Kreisverkehr.
Langsam und mit Adleraugen schaute ich jedes Schild das zum See zeigte an, da ist es, das Schild zum Seezentrum, Blinker rechts und nichts wie zum Stellplatz.
Puh geschafft.

Lucky am 09 Mai 2004 10:12:04

Hallo Uwe,

Deine Berichte waren echt toll uns ist es ähnlich ergangen, nur eins hast Du vergessen:
Langsam und mit Adleraugen schaute ich jedes Schild das zum See zeigte an, da ist es, das Schild zum Seezentrum, Blinker rechts und nichts wie zum Stellplatz.
Puh geschafft.

Deinen Handyanruf bei mir zwecks Einweisung! :D :D :D

Man sieht sich -

Jürgen

frauchi am 09 Mai 2004 11:14:29

Hallo Skylape

Zu Deiner Frage: "der Einzige der ein Mietmobil fährt?" - Nein, ich bin auch so einer...
Im Urlaub 2001 ein Eura Mobil A 545 MS und ein A 585 MS (warum zwei verschiedene? Das ist eine lange Geschichte...)
Im Sommer 2002 ein Eura C 706 SB und diesen Sommer ein Concorde Charisma A830H.

Eine Frage zu Deinem ersten Bericht. Wieso musstest Du das Wohnmobil schon kurz nach der Übergabe auftanken?
Sollte es nicht so sein dass man ein Mietfahrzeug mit vollem Tank übernimmt und auch so abgibt?

Schönen Sonntag
Peter

skylape am 09 Mai 2004 11:37:09

:oops: Hallo Lucky,
das mit dem Handyanruf habe ich verschwiegen, ist doch zu peinlich :oops:
Aber nochmals danke für die Einweisung zum See :razz:
:oops:

Hallo frauchi,
der Tank war nur halb voll

Pijpop am 09 Mai 2004 11:54:43

Toll - da werden Erinnerungen wach.

Pijpop

skylape am 09 Mai 2004 12:43:52

Weder Schranke noch Parkwächter blockierten die Zufahrt zu dem mit Hecken und Bäumen umrahmten Stellplatz, ich konnte auch schon die anderen Wohnmobile sehen, hoffentlich finde ich die meinen, die zum Forumtreffen gekommen waren.

Endlich erblickte ich eine Gruppe, die schon gespannt auf mein Fahrzeug schaute, ich hatte nämlich meinen Forumsaufkleber mit silbernen Klebeband auf der Motorhaube und hinten am Aufbau geklebt, musste ja leicht wieder runter gehen beim Mietmobil.

Ich suchte eine freie Stelle gleich hinten denen die dort standen und fuhr einfach ganz zwanglos rechts in die Lücke, Gott sei dank vorwärts sonst hätte ich mich bestimmt beim rückwärts einparken blamiert, ich glaube die anderen hätten mich bestimmt eingewiesen.

Der Tag war wirklich zu kurz um mit allen die dort zum Treffen gekommen waren ein ausgiebiges Gespräch zu führen, wir saßen trotz einstelligen Temperaturen im freien und genossen ein kühles Bier oder einen süffigen Frankenwein.

Da ich ja schon seit Sonnenaufgang auf den Beinen war, vielen mir schon die Augen zu und ich beschloss eine letzte Gassirunde zu gehen und dann im Wohnmobil zu verschwinden.

Ich verriegelte die Tür zum Aufbau und begann mit einem Ritual dass sich an den anderen Tagen wie folgt abspielen sollte, Essen kochen, Tischbeinrohr aufstellen, Tischplatte aufstecken, Tisch decken, Essen, Tisch abräumen, Tischplatte und Tischbeinrohr, Wasserpumpe einschalten, Geschirr spülen, sich für die Nacht fertig machen, Wasserpumpe ausschalten Sofa Kissen in die Fahrerkabine stapeln, Klappbett aufklappen, Bettzeug richten.

Fix und foxi fiel ich ins Bett, mein Hund wusste zu nächst nicht wo er pennen sollte, dann fand er den richtigen Platz, im Fußraum unter dem Armaturenbrett der Fahrerkabine, so eng ging zu.

Irgend wie konnte ich auch diese Nacht nicht schlafen, war wohl die ungewohnte Umgebung und die Kälte, wusste ja nicht wie lange so eine Gasflasche hält, wenn ich Koche und heizen musste, aber lieber mollig warm als ein Eiszapfen, so stand ich nochmals auf und drehte die Gasheizung auf warm, das Dachfenster musste natürlich ein bisschen auf sein, zwecks dem Luftaustausch, das hatte ich mal wieder irgend wo gelesen.

Wecker lass mich in ruhe, dachte ich, 5:45 Uhr war’s, Zeit zum Gassi gehen, also wieder dieses Ritual mit Bett einklappen und Sofakissen hinlegen, nein jetzt nicht, es bleibt wie es ist, jetzt geht’s erst raus.
Draußen war ein wunderbarer Morgen, der See lag still wie mit einem leichten Laken bedeckt vor mir, kein Laut war zu vernehmen, das Wasser war wie ein Spiegel eben, das Gras war überzogen mir einer Schicht Raureif, wir gingen weiter.

Das Ufer schlängelte sich entlos entlang des Sees, es ging am Seezentrum vorbei, am Bootssteg schwammen die Enten, die Segelboote waren fest vertaut, das Wäldchen kam immer näher, der See war nur schemenhaft zu erkennen, die Kälte war nicht spürbar, die Zeit schien still zu stehen.

Alle Geschäfte meines Hundes waren vollbracht, die Stille wich dem Geräusch der sich öffneten Aufbautüre, die Wärme des Raumes, die die Heizung in der Zwischenzeit erwärmte, empfang mich wie die kalte Nacht den wärmenden Tag.

Das Frühstück hatte bei mir schon begonnen als eine schrilles Klingeln die Ruhe die den Platz umgab mit hellem Tosen unterbrach, war es der Platzwart der zum abkassieren klingelte oder vielleicht ein Streich, dachte ich, nein es war nur eine Bäckerin die Ihre Brötchen verkaufte
Das Frühstück schmeckte jetzt noch besser, besser als eingeschweißtes Brot dass ich eigentlich essen wollte, mit Honig und mit Käse, so schmeckt es mir.

Puh geschafft

Flywolf am 09 Mai 2004 20:05:08

Da kann man nur sagen:Klasse!!! :top:
Wolf

Tipsel am 09 Mai 2004 21:40:15

Hi Uwe,
kann nur wieder (wie oben schon) sagen, man kann sich beim Lesen so richtig alles vorstellen und mitempfinden.
Gibs zu, unter welchem Pseudonym schreibst du? 8)

Übrigens deine erste Vorbeifahrt am Stellplatz haben wir zufällig auf Video. Ich hab gerade gesagt, guck mal, da kommt ja doch noch einer - weil der Platz leer war. Und dann ist der weiter gefahren ins Ort.

Gast am 09 Mai 2004 22:39:48

:respekt: ...kann ich da nur sagen! da bricht ja der schriftsteller durch!

Wolfgang13 am 09 Mai 2004 22:42:54

Was sollen das erst für Reiseberichte werden! Die reichen dann als Wochenendlektüre.

skylape am 10 Mai 2004 06:38:13

Lange hat es mich hier nicht gehalten, die vier Räder unter mir musste ja bewegt werden, auf ging’s, aber da war doch noch was, ach ja der Kühlschrank, und natürlich das Bett, nicht zu vergessen die Verriegelungen der vielen Küchenschränke zu prüfen.

Also nichts wie los, kurzes Gespräch noch mit den anderen Forumsmitgliedern, die waren nicht so früh aktiv wie ich, na ja waren halt keine Singles mehr, aber Gassi gehen mussten sie mit Ihren Hunden ja auch noch.

Die freundliche Stimme an Bord, lenkte mich, mehr recht als schlecht, an den endlos langen mit viel Grün umrahmten See, der eigentlich aus mehreren zusammenhängenden Teilen bestand.

Der asphaltiere Weg führte wie ein Labyrinth, aber sehr gut beschildert, zum Stellplatz, der mit Holzstangen abgeteilte und begrünt war, in mitten einer kleinen Halbinsel am Rande des Ufers.

Vor mir sah ich riesige, fast Omnibus ähnliche Reisemobile, mit ihren übergroßen Parabolantennen, die sich wie Handflächen gen Himmel streckten als ob sie ein Signal einer entfernten Galaxie erspähen wollten.
Der feste Weg bog rechts in eine, nicht ganz so saubere und mit einigen Spuren verfahrene Bahn ab, als währen hier die billigeren Plätze, dachte ich, aber da sah ich schon die Kästen, die wohl das Herz eines jeden Wohnmobilfahrers höher schlagen lassen, es war, wie ich später selber feststellte nur die Automaten für den Strom.

Gut, der Platz war nicht gerade ideal, etwas schief, auch nicht sehr trocken, aber mit Strom, ich hatte zwar keinen Fernseher und keine Satanlage, aber es kann ja nicht schaden die Batterien zu laden, und außerdem wollten die anderen vom Forum dorthin.

Als ich dort so stand und auf die anderen wartete, konnte ich einige Eindrücke aufnehmen die mir als neuer Reisemobilist bestimmt auch noch blühen, so sah ich wie die anderen Fahrzeuge mit Keile unter die Räder in die Waage gebracht wurden, wie anschließend die Satschüssel gerichtet wurde, wie der grüne Teppich und die Schuhe vor den Eingang platziert wurden, Stühle und Tische bereit gestellt wurden, und falls die Sonne mal scheint, das tat sie tatsächlich mal, auch noch die Markise rausgekurbelt wurde.

Mein Mietmobil stand nun, auch ohne Keile, zwar etwas geneigt, was ich später beim Kochen und Kaffee trinken merkte, die Räder hatten Gott sei dank trockene Füße, was sich später auch als nützlich erwies, jetzt konnten die anderen kommen, dachte ich.
Puh geschafft.

Tipsel am 10 Mai 2004 07:43:29

Hi,

warst schon fleißig 8)
Gute Idee mit der täglichen Lektüre Bild

MichaelW am 10 Mai 2004 10:22:48

Hallo Skylape,

ganz grosse Klasse.......der Bericht wird bestimmt einigen Neulingen helfen und Mut machen....diese wunderbare Art des Reisens zu geniessen.
Wirklich ein toller Bericht :zustimm:

:wink:

MichaelW

skylape am 10 Mai 2004 10:34:22

:oops: Danke, danke, Fortsetzung folgt :D

skylape am 10 Mai 2004 12:16:04

Da standen sie nun, die unterschiedlichsten Wohnungen auf vier Rädern, die aus dem Forum und natürlich die anderen, Vans, Alkoven, Teilintegrierte und Integrierte, ja die Begriffe muss mal ja schließlich kennen, mit und ohne Unterfahrkeile, mal mehr mal weniger auf feuchten Untergrund.

Feucht, nun ja, kann man schon sagen, von unten und von oben, nur das feuchte Bier kam zu kurz, es war halt viel zu kühl um draußen zu sitzen, nur die da drüber im T4 mit Ihrem Safari-Room hatten anscheinend keine Probleme mit dem Wetter und die Bratwurst schmeckt doch leckerer im Freien beim Holzkohlegrill.

So spielte sich so manches Gespräch mit den Teilnehmern, die sich hier wieder gefunden hatten zwischen Tür und Angel ab, oder des Abends beim Wirt, dort konnte ich nicht mit da mein bester Freund, der Vierbeinige, mich nicht alleine ließ.

Mann soll ja nicht den Tag vor dem Abend loben dachte ich, und schnappte meinen Hund und ging mal eben um die Ecke zum Gassi gehen, um die Ecke, kreuz und quer ging’s, am See entlang, über die kleine Brücke die einen Ententümpel vom restlichen See trennte, auf einem Radweg, beim Wirt und beim Minigolf vorbei, an den Badestränden entlang, die natürlich menschenleer waren, bis zum Kiosk der früh immer frische Brötchen hatte.

Des Morgens, ich hatte schon die obligatorische Gassirunde gedreht, goss es wie aus Eimern, als hätte der da oben den Hahn vergessen zu zu drehen, das war die beste Gelegenheit meinen Vorrat an Wasser und den anderen weniger schönen Tank zu leeren, also hin zur Versorgungsstation, war ja nicht weit nur ein paar Schritte, Gott lob hatten die Reifen einen guten Gripp.

Erst mal das Schmutzwasser ablasen, das war wohl am einfachsten dachte ich, also Absaugschlauch hinlegen und Hahn öffnen, das Geld natürlich vorher in den Automaten sonst läuft das Grauwasser noch daneben, gut das klappte, dann die Toilette entleeren, auch dies funktionierte, aber nicht den Stopfen mit ein werfen sonst riechts währen der Fahrt übel.

Alles bestens dachte ich, sieht ja keiner wenn nicht so richtig geht, aber weit gefehlt, es kam was ja kommen musste, hatte doch tatsächlich den falschen Wasserschlauchanschluss dabei, so ein blödes Mietmobil dachte ich, jetzt kommen auch noch die anderen Gäste und machten Ihre Toilette leer, ruhig Blut, kurz überlegt, man da sind doch die anderen die helfen können, fiel mir ein.

Zwei mal musste ich noch gehen bis der richtige Adapter passte, danke noch an euch vom Forum, Wasser marsch, wie bei der Feuerwehr, der Tank lief zwar über, aber Wasser von ganz oben kam ja auch noch dazu.
Puh geschafft

dokabastler am 10 Mai 2004 12:33:11

HI sky

super
ich freu mich schon auf Deine Berichte aus Berlin......


dokabastler

blaubaer am 10 Mai 2004 12:40:09

:razz:

Super.....

Ich bin schon gespannt wie es weitergeht! :vielposten:

Respekt, Respekt! :respekt:

Klaus

skylape am 10 Mai 2004 12:52:28

:razz: Hallo Ihr neugierigen Leser,
wenns klappt erscheind mein 300-seitiges Buch, mit dem Titel "Meine erstes mal, die unentlichen Geschichte einer langen Reise", noch im Herbst 2006 :D :D

Tipsel am 10 Mai 2004 13:02:08

Jetzt weiß ich auch, warum du abends so zeitig im Womo verschwunden bist.
.....von wegen müde, hast Ruhe gebraucht zum Schreiben :razz:
In Berlin musst du das Schreiben auf frühmorgens verlegen, sonst verpasst du mit Sicherheit die Hauptsachen spät abends, die wir Verhinderten doch dann hier lesen wollen und sonst nie erfahren würden :D :D :D :D

skylape am 10 Mai 2004 13:09:29

:D Ha, ha, Tipsel,
so ist es nicht, die Ideen fallen mir immer erst später ein, und trauen muß ich mich ja mal so was zu schreiben, oder ? :oops:

skylape am 10 Mai 2004 13:34:48

So jetzt geht wieder los, die Ferne ruft, auf zum nächsten Platz, oder sollte ich hier noch bleiben und vielleicht noch im Sand versinken, dachte ich.

Kurz noch verabschiedet, der eine oder andere wird ja noch mit kommen, weit ist ja nicht, das geht ja jetzt schnell, Sprit ist ja auch noch im Tank.
Eine halbe Stunde später, die Sonne spitzt doch noch durch den Wolken verhangenen Vorhang der seit den Morgenstunden der sich über dieses Stück Erde gelegt hatte.

Oh schauder, wo bin ich hier gelandet, keine Ordnung und keine Disziplin herrschen hier am Platz, nicht einmal ein Wäldchen war zu sehen, wo soll ich da vernünftig Gassi gehen, dachte ich.

Kurz entschlossen stellte ich den Wagen doch noch ab, legte das Stromkabel ordnungsgemäß bis zum Verteilerkasten, schnappte meinen Hund und lief, wo halt die anderen Leute so liefen, links am See entlang, bis zum Dorf, rund herum, eine Stunde lang.

Meine Füße qualmten, meine Knie schmerzten, Hunger und Durst quälten mich, der Schweiß rinn aus allen Poren, so jetzt ist wohl ein Päuschen fällig, mit Kaffee und Kuchen wohl gemerkt, gabs ja am Kiosk, war aber viel zu teuer, ah bin ja ein Depp, hab ja die Küche an Bord, was für ein Glück.

Der Nachmittag verflog wie das Wasser das im nahe gelegenen Bach sich dahin schlängelte, wo bleiben sie nur, die aus dem Forum, waren sie doch dort geblieben, überlegte ich, oder bin ich doch hier falsch, das machte mich nachdenklich.

Da Spuck ich doch drauf, auf diesem Platz bleib ich nicht, Kabel raus, Klappen zu und nichts wie ab, der erste See, den ich am tollsten fand, der wirklich am ansprechenden war und zu dem noch kostenlos, wartet schon.
Die Route kannte ich ja schon, und tatsächlich wie der Wind war ich wieder vor Ort, am wunderbaren und mit schönen Bäumen und Hecken umrahmtem Wasser, der Abend konnte beruhigt kommen.
Puh geschafft

Woundmi am 10 Mai 2004 14:33:07

Hallo Uwe, super geschrieben, weiter so. Man kann sich echt vorstellen was Du mit gemacht hast. :hallo:

skylape am 10 Mai 2004 18:06:52

:razz: Hallo woundmi,
danke das du auch schon mit Bild gepostet hast, so werden wir Dirk ein Bild eher sehen !

skylape am 11 Mai 2004 06:35:15

Die letzte Nacht und der letzte Morgen im fahrenden Heim verflogen wie die Wolken, die bei kräftigen Wind vom Himmel verwehen, die Sonne spitze hervor als ob sie mir zum Abschied sagen wollt, bleib doch noch ein bisschen hier an dieser Oase der Ruhe und Zufriedenheit.

So einen schönen Vormittag sollte man wirklich nicht missen, dachte ich und nahm die Hundeleine und den vierbeinigen Freund an meiner Seite und ging ein Stück des Weges, er zog mich als ob dies der letzte Spaziergang hier an diesen Ort gewesen sei, und so war es auch.

Ein letztes Mittagessen kochte ich mir noch, ein kurzes Schläfchen, musste ja noch den langen Weg nach Hause am Steuer diese Boliden verbringen, ein letzter Blick noch über den See und die Türe des Aufbaues schloss sich.

Diesmal nahm ich nicht den idealsten Weg über die Autobahn, die mir mein Navigationsgerät mit freundlicher Stimme anpries, sondern einen der über die Dörfer und Städte der näheren Umgebung ging.

Endlos schien die Fahrt zu gehen, die Natur mit ihren unendlichen grünen Flächen und die vielen Wälder und Felder an denen ich vorbei fuhr, die vielen Ortschaften die ich durchfuhr gaben mir ein Bild von dieser fremden Landschaft.

Jetzt ist es aber genug mit der Kultur, dachte ich, und bog bei der nächsten Gelegenheit doch wieder auf die mehrspurige Autobahn ein, oh Schreck, was ist da los, erschrak ich, Kilometer um Kilometer, wie eine Karawane aus Blech krochen oder standen hunderte von Fahrzeugen hintereinander auf meiner Bahn.

Sollte ich wohl noch den ganzen Tag und die ganze Nacht hier stehen, ging mir durch den Kopf, Mensch, ist ja halb so schlimm, einfach beim nächsten Parkplatz abfahren und ein päusschen machen, das war natürlich eine gute Idee, also nichts wie raus.

Der erst beste Parkplatz schien mir gerade gut genug zu sein, also fuhr dort hinein, oh so ein mist der war ja voll, da hatten die anderen wohl meine Idee gehabt, macht ja nicht dann halt zum nächsten, sieht schon besser aus, hier konnte ich endlich meine Füße vertreten und einen wohlverdientes Nickerchen machen.

Die Strecke die vor mir lag kannte ich noch von anderen Touren und es viele mir daher nicht schwer auch einen Umweg zu fahren, da die Autobahn immer noch nicht frei war, es dauerte halt etwas länger bis ich zu Hause war, ich meine dort wo ich festen Boden unter den Füßen hatte.
Puh geschafft

Gast am 11 Mai 2004 10:36:57

Die letzte Nacht und der letzte Morgen im fahrenden Heim verflogen wie die Wolken, die bei kräftigen Wind vom Himmel verwehen, die Sonne spitze hervor als ob sie mir zum Abschied sagen wollt, bleib doch noch ein bisschen hier an dieser Oase der Ruhe und Zufriedenheit.


uff!! :zustimm:

ps: was machst du nochmal beruflich??

skylape am 11 Mai 2004 11:50:57

Jetzt war die Einfahrt zum heimischen Hof nicht mehr so schmal, ist ja kein Wunder ich fuhr ja schon ein paar Tage mit dem Mietmobil, hab mich gerade so daran gewöhnt, nun muß ich doch noch runter vom Sitz.

Hey was hat sich da so alles angesammelt, ich rede nicht vom Schmutz der am Boden in der Küche in alle Ritzen gekrochen ist, und auch nicht von dem der in der Fahrerkabine sich befindet, nein ich meine die viele Sachen die ich eingeräumt und doch nicht gebraucht habe, waren wohl mehrer Tonnen so kam es mir vor.

Erst mal den Kühlschrank ausschalten, den Gashahn zu drehen, die Toilette entleeren und mit frischen Duft aus dem Kanister füllen, und das Schmutzwasser ablassen, mit Eimer versteht sich sonst läuft alles in den Hof, denn die Umwelt will ich als Neuling nicht verschmutzen.

So jetzt geht’s ans Eingemachte, Teller, Schüssel, Töpfe und Pfannen und die anderen Küchehelfer die immer schön gespült waren, müssen in die dafür aufgebauten Körbe, das Bettzeug nicht vergessen, die Straßenkarten und das GPS, und was halt sonst noch im Wohnmobil war, mussten raus.

Hätte ich nur ein eigenes Mobil, dachte ich, dann müsste ich nicht noch zwei Stunden mich plagen um es zu leeren, so nun noch Handbesen und Schaufel und der Schmutz und Staub sind auch schon weg.

Nun noch den Forumsaufkleber ab gemacht und gut verstaut fürs nächste mal, die Kleberreste abgerubbelt und poliert, kurz noch ums Fahrzeug geschaut ob auch alles zu, da stand er noch der Ablasseimer, fast hätte ich ihn noch mitgeschleift, Hahn zu sonst läuft es noch weiter.
Puh geschafft

skylape am 11 Mai 2004 11:52:51

Die Zeit drängt um 11Uhr muss das Fahrzeug beim Vermieter stehen, hat ja noch Zeit, nach dem Gassi gehen werd ich es zurück bringen, aufgetankt und innen gereinigt, wie es im Vertrag steht, so muss es sein, will ja wieder auf Reisen gehen.

Jetzt kann es mir nicht langsam genug gehen, muss das neue Fahren noch ein bisschen genießen bevor der Schlüssel wieder beim Vermieter ist.

Dies mal ging es flott auf das Gelände des Händlers, kurz ins Büro geschaut, und mit dem Chef den Übergabebogen ausgefüllt.

Es waren keine äußerlichen Mängel am Fahrzeug seinerseits zu erkennen, auch die Innenreinigung war anstandslos zu schreiben, alles war paletti und die Kaution kam auch wieder rüber.

Da ich ja schon mal da war und die nächste Reise schon in Planung stand, schaute ich mich gleich nach einem anderen Reisemobil um, die hatten ja dort nur Chausson und Adria Mobile.

So ein riesiger Teilintegrierte mit über 6m Länge war für mich einfach zu teuer und zu groß, da sah ich ein kleineres und wohl billigeres Mobil am Rande des Geländes, es war ein Adria Win, mit Doppelbett und separater Sitzecke.

Gleich war ein neuer Mietvertrag ausgehandelt, hab noch 10 Prozent nachlass bekommen, und gleich unterschrieben, bis zum nächsten mal, dachte ich und verabschiedete mich.

Puh endlich geschafft.

skylape am 11 Mai 2004 12:21:50

:D Keine Angst es geht nicht weiter, wollte nur sagen daß 450 Leute hier rein geschaut haben :D

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