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Erfahrungen mit Gasflasche heizen? 1, 2


Gast am 03 Mär 2013 11:05:02

Hi,

wir überlegen ob wir für den nächsten Winter eine Heizmöglichkeit für die Gasflasche vorsehen wollen und interessieren uns für Erfahrungen.

-> Wir sind eigentlich keine Wintercamper. Im Focus stehen nicht zig Minusgrade für zwei/drei Wochen in den Alpen sondern eher Winter im Süden, wo es bei einigen Höhenmetern in der Nacht auch mal -2/3°C geben kann
-> Wir schlagen uns dann mit einer Butanflasche von zuhause und der Gastankflasche durch, die dann aber spätestens in der zweiten Woche nur noch Propan aus den LPG Tankstellen hat.
-> Die Vorrangschaltung aus der Duomatic sorgt dafür dass wir die Butanflasche nur dann angreifen wenn die Propanflasche nicht mehr vergast.

Als Konsequenz würde ich sehen dass wir keine extremen Klimmzüge mit Flasche isolieren machen müssen, dass eine moderate Heizleistung an der Flasche mit Thermostat eigentlich reichen sollte. Da wir Solar und Stromgenerator haben mache ich mir über die Batterien auch noch keine Sorgen wenn ich die Flasche über mehrere Tage heizen muss.

Hat jemand in dem Bereich Erfahrungen? 12V-Heizmatte mit welcher Leistung? Erfahrung mit oder ohne Flaschenisolierung? Am besten würde mir Truma-Warmluft zu den Gasflaschen hin am besten gefallen... was aber dummerweise eine Öffnung vom Gaskasten zum Innenraum bedeuten würde was ja nicht sein kann/darf.

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Gogolo am 03 Mär 2013 11:22:45

Wir stehen regelmäßig im Winter im Süden (jeweils für längere Zeit, so 3-6 Monate) und haben die gleichen technischen Verhältnisse (1 Tank- und 1 Tauschflasche) wie du. Und wir hatten bei -2/-5° noch NIE Schwierigkeiten, d.h. ein beheizen der Gasflasche war nicht notwendig. Lediglich einmal - aber da war es wesentlich kälter, so um -18° - da schaltete die Tankflasche auf die Tauschflasche um, da eine Vergasung nicht erfolgte. Ich könnte bei mir auch noch den Warmluftstrang aufmachen, der durch den Tankflaschenraum führt um dort etwas Wärme zu erzeugen, aber das habe ich bisher ebenfalls noch nie gebraucht. Ein Neben-Warmluftstrang führt nur "durch" den Gasflaschenraum und heizt nur durch die Umgebungswärme des Warmluftrohres! Eine direkte Verbindung ist nicht erlaubt, mein Gasflaschenraum ist mit dieser Lösung immer noch "abgedichtet" gegenüber dem Innenraum.


Habe die Ehre

Gogolo

bernierapido am 03 Mär 2013 11:42:46

Hallo,
ich glaube, bei dir geht das mit Butan und Propan etwas durcheinander.
Die normalen grauen Tauschflaschen sind normalerweise mit Propan gefüllt. Das liefert (fast) immer Gas in gasförmigem Zustand (ich glaube bis minus 40°). Das habe ich auch als Ersatz neben einer Gastankflasche.
In den LPG-Tankflaschen ist normalerweise etwa halb Butan und halb Propan. Bei niedrigen temperaturen geht nur das Propan in Gasphase über und das Butan bleibt flüssig in der Tankflasche. Es steht erst wieder bei temperaturen über 5° - 10°C (im Flaschenkasten) zur Verfügung.
Isolierung der Flaschen bringt nichts: Beim Übergang vom flüssigen zum gasförmigen Zustand wird dem Inhalt der Flasche Wärme entzogen. DFas heißt, es kühlt sich unter Umgebungstemperatur ab. Man sieht das daran, das die Feuchtigkeit aus der Umgebung an der Flasche kondenisert und bei unter null sogar Eis bildet. Die Flasche muss also durch die Umgebung wieder aufgeheizt werden. Wenn du sie isolierst, kann das eben nicht passieren und der Inhalt kühlt sich noch mehr ab.
Ich habe mir aus Heizfolien und einem Thermostat für die Flasche eine elektrische Heizung gebaut.


--> Link

Wichtig dabei ist, dass alle elektrischen Verbindungen isoliert sein müssen und der Anschluss außerhalb des Gaskastens erfolgen muss.
Unter 5°C springt die Heizung an und heizt die Flasche. Über 10°C geht die Heizung wieder aus. Die Heizfolien haben 2X15W also ungefähr 3A Verbrauch, was man beim frei stehen ohne Stromanschluss berücksichtigen sollte. Während der Fahrt, auf einem Camping-/Stellplatz mit Stromanschluss oder bei genügens starker Wintersonne auf den Solarzellen ist das aber kein Problem.

Übrigens:
Mein Gasflaschenkasten ist so gut vom Wohnraum isoliert, dass schon bei Außentemperaturen von unter 2-4° das Butan nicht mehr verdampft und ich daher auf die Heizung angewiesen bin.

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Gast am 03 Mär 2013 11:46:55

Gogolo hat geschrieben:Und wir hatten bei -2/-5° noch NIE Schwierigkeiten, d.h. ein beheizen der Gasflasche war nicht notwendig. Lediglich einmal - aber da war es wesentlich kälter, so um -18° - da schaltete die Tankflasche auf die Tauschflasche um, da eine Vergasung nicht erfolgte.Gogolo

Interessant, sind Deine Gasflaschen thermisch näher am Innenraum als nach außen, sprich zur Aussenluft eher isoliert und zum Innenraum eher weniger? Physikalisch ist mit Butan eben bei -0.5° Schluss, da könnte man die Gasflasche komplett aufmachen und es würde nix rauskommen.

Wir hatten diesen Winter in Spanien morgens mehrmals nur noch <0.3 bar auf der Tankgasflasche und Raureif auf der Gasflasche... was ja heißt dass wir dem -0.5° Punkt ziemlich nahe waren. In Summe hat eine Propanflasche für drei Wochen schon gut gereicht, bei niedrigeren Durchschnittstemperaturen hätte es aber knapp werden können. Wie gesagt aber nicht am Meer sondern meist etwas höher.

Gast am 03 Mär 2013 11:56:27

bernierapido hat geschrieben:Hallo,
ich glaube, bei dir geht das mit Butan und Propan etwas durcheinander.

Danke, Du hast recht :oops: vertauscht.

bernierapido hat geschrieben:Die normalen grauen Tauschflaschen sind normalerweise mit Propan gefüllt. Das liefert (fast) immer Gas in gasförmigem Zustand (ich glaube bis minus 40°). Das habe ich auch als Ersatz neben einer Gastankflasche.
In den LPG-Tankflaschen ist normalerweise etwa halb Butan und halb Propan. Bei niedrigen temperaturen geht nur das Propan in Gasphase über und das Butan bleibt flüssig in der Tankflasche. Es steht erst wieder bei temperaturen über 5° - 10°C (im Flaschenkasten) zur Verfügung.

Die LPGs liefern unterschiedlich: in D wohl ein 60/40 Verhältnis Propan zu Butan, es gibt auch ein Tankstellenverzeichnis mit 99% Propan. In den südlichen Ländern (z.B. Spanien) sind es wohl 99% Butan, was unsere Druckbeobachtung an der Gastankflasche bestätigen würde.


bernierapido hat geschrieben:Isolierung der Flaschen bringt nichts: Beim Übergang vom flüssigen zum gasförmigen Zustand wird dem Inhalt der Flasche Wärme entzogen. DFas heißt, es kühlt sich unter Umgebungstemperatur ab. Man sieht das daran, das die Feuchtigkeit aus der Umgebung an der Flasche kondenisert und bei unter null sogar Eis bildet. Die Flasche muss also durch die Umgebung wieder aufgeheizt werden. Wenn du sie isolierst, kann das eben nicht passieren und der Inhalt kühlt sich noch mehr ab.

Ja, Isolierung bringt erst im Zusammenspiel mit Heizung was... vermutlich aber nicht für unseren Anwendungsfall mit nur manchmal unter Null

bernierapido hat geschrieben:Ich habe mir aus Heizfolien und einem Thermostat für die Flasche eine elektrische Heizung gebaut.


--> Link

Wichtig dabei ist, dass alle elektrischen Verbindungen isoliert sein müssen und der Anschluss außerhalb des Gaskastens erfolgen muss.
Unter 5°C springt die Heizung an und heizt die Flasche. Über 10°C geht die Heizung wieder aus. Die Heizfolien haben 2X15W also ungefähr 3A Verbrauch, was man beim frei stehen ohne Stromanschluss berücksichtigen sollte. Während der Fahrt, auf einem Camping-/Stellplatz mit Stromanschluss oder bei genügens starker Wintersonne auf den Solarzellen ist das aber kein Problem.

Das klingt spannend :) Die 30 Watt reichen bei Dir dann aus? Hast Du das direkt an den Heizkreis der Duomaticheizung angeklemmt oder separat geschaltet? Aber... ich lese mal Deine Seite, dann wird's mir bestimmt schon klarer. Vielen Dank!
bernierapido hat geschrieben:Übrigens:
Mein Gasflaschenkasten ist so gut vom Wohnraum isoliert, dass schon bei Außentemperaturen von unter 2-4° das Butan nicht mehr verdampft und ich daher auf die Heizung angewiesen bin.

Haben wir auch so :)

Gogolo am 03 Mär 2013 12:18:05

snoopy33 hat geschrieben:Interessant, sind Deine Gasflaschen thermisch näher am Innenraum als nach außen, sprich zur Aussenluft eher isoliert und zum Innenraum eher weniger? Physikalisch ist mit Butan eben bei -0.5° Schluss, da könnte man die Gasflasche komplett aufmachen und es würde nix rauskommen.




Gegenüber der Außenwelt ist der Gasflaschenraum genauso gut thermisch isoliert wie das gesamte Wohnmobil. Lediglich die am Boden vorgeschriebene Öffnung unterbricht diese Isolation. Zum Innenraum ist nur eine 1 cm dicke Holzwand vorhanden. Im Gasflaschenkasten ist es bei mir im Winter immer um ca. 10° wärmer als im Freien - und da habe ich den oben erwähnten Warmluftstrang noch nicht aktiviert!

Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 03 Mär 2013 13:22:22

Gogolo hat geschrieben:Gegenüber der Außenwelt ist der Gasflaschenraum genauso gut thermisch isoliert wie das gesamte Wohnmobil. Lediglich die am Boden vorgeschriebene Öffnung unterbricht diese Isolation. Zum Innenraum ist nur eine 1 cm dicke Holzwand vorhanden. Im Gasflaschenkasten ist es bei mir im Winter immer um ca. 10° wärmer als im Freien - und da habe ich den oben erwähnten Warmluftstrang noch nicht aktiviert!
Ist bei uns auch so, der Flaschenkasten ist mit im Innenraum hat aber unten eine Entlüftung. Da die Gase schwerer als Luft sind treten Gase wenn denn welche vorhanden wären unten aus und leichtere Luft strömt von unten ein und steigt nach oben in den Flaschenkasten, verdrängt dort Gas welches wieder nach unten absinkt und unten ausströmt.

In unserem Flaschenkasten sind immer über +10 Grad

Unser Gaskasten ist vorn rechts - also rechts der Aufbautür:

bernierapido am 04 Mär 2013 15:05:42

Gogolo hat geschrieben:
snoopy33 hat geschrieben:Interessant, sind Deine Gasflaschen thermisch näher am Innenraum als nach außen, sprich zur Aussenluft eher isoliert und zum Innenraum eher weniger? Physikalisch ist mit Butan eben bei -0.5° Schluss, da könnte man die Gasflasche komplett aufmachen und es würde nix rauskommen.




Gegenüber der Außenwelt ist der Gasflaschenraum genauso gut thermisch isoliert wie das gesamte Wohnmobil. Lediglich die am Boden vorgeschriebene Öffnung unterbricht diese Isolation. Zum Innenraum ist nur eine 1 cm dicke Holzwand vorhanden. Im Gasflaschenkasten ist es bei mir im Winter immer um ca. 10° wärmer als im Freien - und da habe ich den oben erwähnten Warmluftstrang noch nicht aktiviert!

Habe die Ehre

Gogolo


Das ist eben bei mir nicht so. Der Gaskasten befindet sich zwar innerhalb der äußeren (Isolier-)Hülle des Trailers aber die Innenwände des Gaskastens zum Wohnbereich bzw. Doppelboden und auch die obere Abdeckung bestehen aus 3cm PU als Sandwich zwischen beschichtetem Sperrholz. Im Gaskasten ist bei mir also aufgrund der Bodenöffnung Außentemperatur, vielleicht sogar durch das verdampfende Gas, das der Umgebung wärme entzieht, weniger als Außentemperatur.

@snoopy33
Das klingt spannend Die 30 Watt reichen bei Dir dann aus? Hast Du das direkt an den Heizkreis der Duomaticheizung angeklemmt oder separat geschaltet? Aber... ich lese mal Deine Seite, dann wird's mir bestimmt schon klarer. Vielen Dank!

Bisher haben die 30Watt ausgereicht, wenn ich die Heizung früh genug vor dem starten der Heizung angemacht habe und wenn auch noch Propan mit vergast. Ob es für reines Butan reicht bei minus 15°C weiß ich nicht. Die Heizfolie ist auch auf ein Alublech (offsettdruck) geklebt. Das Alublech liegt auf der Alu-Gastankflasche auf. Auf der anderen Seite (nach Außen) habe ich Alukaschierte Thermofolie (Im Supermarkt als Scheibenfolie für den Winter gegen Reif) geklebt und im Winter kommt ein Stück Isomatte an die dem Innenraum des Trailers abgewandte Seite der Flasche. Ich will ja nicht den ganzen Flaschenkasten heizen.
Achso: Das Thermostat mit der Heizung ist extra an 12V angeschlossen. Daran habe ich auch die Ei? angeschlossen

epmp am 04 Mär 2013 16:21:22

epmp 4.3.13

ich habe u.a aus den beschriebenen gründen heraus im Womo kein gas habe die probleme der propan butan mischung jedoch
beim betreiben eines gas infrarotstrahlers auf der terasse zu hause

meine bis jetzt funktionierende lösung sieht so aus: im internet werden fassheizungen angeboten welche wohl ursprünglich für schmierstoffe angeboten werden u. mit 220 v 500watt betrieben und termostatisch gesteuert werden. leider ist der termostat nicht geeicht. ich habe das ganze daher zunächst mit einer leeren flasche ausprobiert un den thermostat so eingestellt daß die flasche sich auf etwas mehr als 20 grad nach ca 2stunden erwärmt. seither kann ich den ir strahler per pietzozünder starten muß dabei den gasregler am gerät bis zu einigen minuten gedrückt halten
die lösung entspricht wohl keiner norm und wirft im womo das roblem der 220v versorgung und den protest der flüssigkeits gas verordnugstreuen hervor

mfg epmp

fuzzy am 04 Mär 2013 18:18:04

Gasflasche heizen im Winter im Süden :D

Sorry das hab ich ja noch nie gehört ! Sachen gibts.

Wozu ?

Für alle Fälle gibt es von Truma den Eis-Ex für den Gasflaschenregler und selbst den braucht man aus meiner Erfahrung nur ganz selten.

--> Link

felix52 am 04 Mär 2013 18:38:15

Bernd,
das ist auch meine Erfahrung. Aber bei diesen -18 Grad Celsius war meine Reglerheizung hilfreich, wenn es morgens zum Vollgas für die Heizung und zusätzlich zum Einschalten der beiden Kochstellen kam.
Als Womofahrer betrachte ich den Konstruktionsvorschlag von embp als "Überlebenskampf", nicht aber als praktibable Lösung mit Erholungswert. Erst recht nicht bei -18 Grad Celsius. Gibt es dafür eine Tüv-Freigabe? Darf man dann während der Zündphase im Womo rauchen und die Gasmaske abnehmen?


Felix52 :(

Gast am 04 Mär 2013 18:39:30

Mir ist das Problem unbekannt. Noch nie hatte ich mit normalen Tauschflaschen Probleme, auch nicht bei -20 Grad. Ich mache nicht mal den Winterschalter der trumatic an. Aber ich hatte auch noch nie Minusgrade im Gasfach. Das mag wie von UlrichS schon beschrieben daran liegen, dass die Innenwand des Gasfaches beim B504 gleichzeitig eine Außenwand des Innenraumes ist und daher leicht mit geheizt wird. Die Außenklappe des Gasfaches ist sehr gut isoliert.

Die Stromheizmatten (wie oben beschrieben) sollte man allerdings nur verwenden, wenn man am Landstrom hängt oder fette Batterien hat, denn es sind echte Energiefresser.

Gogolo am 04 Mär 2013 19:35:03

raidy hat geschrieben:Mir ist das Problem unbekannt. Noch nie hatte ich mit normalen Tauschflaschen Probleme, auch nicht bei -20 Grad. Ich mache nicht mal den Winterschalter der trumatic an. Aber ich hatte auch noch nie Minusgrade im Gasfach. Das mag wie von UlrichS schon beschrieben daran liegen, dass die Innenwand des Gasfaches beim B504 gleichzeitig eine Außenwand des Innenraumes ist und daher leicht mit geheizt wird. Die Außenklappe des Gasfaches ist sehr gut isoliert.

Die Stromheizmatten (wie oben beschrieben) sollte man allerdings nur verwenden, wenn man am Landstrom hängt oder fette Batterien hat, denn es sind echte Energiefresser.



Genau so ist es!!!

Habe die Ehre

Gogolo

Gast am 04 Mär 2013 20:20:53

Ich lege mal ein Thermometer bei mir rein.

Aber zur Klärung:
"Normale" Tauschgasflaschen = Propan = Vergasungstemperatur -40°C = Wintercamping möglich.

Tankgasflasche ist mit dem gefüllt was die Tankstellen haben. In Spanien typisch 99% Butan. Vergasungstemperatur -0.5°C. Eine Gasflasche kühlt sich durch Verdampfen zusätzlich ab, so dass sich je nach Gasentnahme auch bei +2°C bis 3°C Aussentemperatur bei einer freistehenden Gasflasche Raureif bildet. Am Druckmesser sieht man dann auch dass keine Vergasung mehr da ist und der Überdruck 0 bar sind. Eine -2°C kalte Butanflasche könnte man öffnen ohne dass irgendwas nach oben raus käme.

Ob es jetzt bei Nachttemperaturen um die Null Grad Gas und Heizung gibt liegt dann halt daran wieviel Innenwärme vom Womo bei den Gasflaschen ankommt. Bei dem (damals) Leihwomo diesen Winter in Spanien war der Effekt mit Raureif an der Tankflasche und Duomatic-Umschaltung auf die Propanflasche morgens da.

Die Heizfolie werde ich mir -nachdem ich mal das Thermometer intensiv studiert habe- vielleicht auch einbauen. 30 Watt sind für mich Peanuts, das wird Solar- und Stromgenerator dann schon richten :)

bernierapido am 04 Mär 2013 20:39:25

raidy hat geschrieben:Mir ist das Problem unbekannt. Noch nie hatte ich mit normalen Tauschflaschen Probleme, auch nicht bei -20 Grad.


Hallo Raidy,


Ich auch nicht, jedenfalls nie mit Tauschflaschen mit Propangasfüllung.
Snoopy33 hat eine Gastankflasche und fragt, wie er (im Süden) kalte Nächte übersteht und trotzdem noch Butan aus der Flasche bekommt.
Da nutzt es nicht, wenn man, ohne auf die Frage einzugehen, immer wieder sagt, dass man selbst keine Probleme (evtl. mit ganz anderer Konstellation) hat.

Auch ich habe nun mal, da ich oft nach Frankreich fahre, eine Alu-Gas-Tank-Flasche und LPG wird im Verhältnis 60/40 bzw 40/60 angeboten.
Schon mehrfach habe ich erlebt, dass kein Gas mehr aus der Flasche kam (im Süden und bei Temperaturen um den Gefrierpunkt) und entweder außen eine Flasche anschließen müssen oder die 5kg Reserveflasche aufdrehen müssen.
Trotzdem hat für mich die Gastankflasche Vorteile und die Nachteile habe ich ausgemerzt.
Dafür ist meine "Heizmattenlösung". Ich gebe zu, dass ich ein Warmduscher bin und Fahrztunterbrechungen gern im warmen Trailer mache. Daher heize ich vor der Fahrt auf und während der Fahrt durch und natürlich mit eingeschalteter Heizmatte.
Für den Winterurlaub habe ich dann immer noch zwei Tauschflaschen auf der Ladefläche des Pick-Up.
Die werden auf dem Campingplatz mit externem Regler an eine separate Gas-Einspeise-Steckdose angeschlossen. Sie (die Tauschflasche) steht im Freien mit einer Plastiktüte als Schutz und ist auch nie zugefroren nicht mal im letzten Winter in der Jura bei minus 20°C.

@snoopy33
eine sehr einfache Lösung um die Heizmatten zu schalten ist dies Thermostat:
--> Link
Stromzufuhr und Thermostat liegen außerhalb des Gaskastens. Die Kabel (vom Gaskasten aus) und die Sonde (in den Gaskasten hinein) werden durch ein Loch geführt, was anschließend wieder mit einem elastischen Pfropf verschlossen wird.

Gast am 04 Mär 2013 21:20:15

snoopy33 hat geschrieben:30 Watt sind für mich Peanuts, das wird Solar- und Stromgenerator dann schon richten :)

Wenn es nicht anders geht bei LPG, dann muss es wohl sein. Aber 30W * 24h = 720Wh ~ 60Ah, was der maximal nutzbaren Kapazität einer 120Ah Batterie pro Tag entspricht.
Aber was solls, frieren ist schlimmer.

kintzi am 04 Mär 2013 22:42:49

Hallo, habe die elektr. Tankheizmatte v. Wynen (~100 €) um die grüne Tankflasche der gleichen Fa., gesteuert v. eingebauten Thermostat. Genaue Schaltpunkte z. Zt. nicht parat, erinnere mich nur an eine Riesen-Hystereseschleife. Die Gummimatte zieht um 8 A, also ~ 100W , was meine Hauptaufbaubatt. (200 Ah)ganz schön belastet. Bin deshalb froh mit meiner zusätzl. 100er Hilfsbatt. (Netz II), um die 50% Entladegrenze einzuhalten. Bin zur Zeit in Mittelgebirgslagen mit min. -15°C in den letzten Tagen unterwegs,
brauche mit allem drum u. dran ca. 100-150 Ah /24h, bei Fahrt schafft`s der Büttner 40A-Booster nach 5-6 h Fahrtzeit knapp. Ansonsten beim Stehen läuft der Honda 20i 3-4x/Tag für 1,5 Std. Ladestrom mit 3 IUoU-Ladern max. 62 A.
Hatte nur deutsches LPG getankt,mit der Heizung keine Vergasungsprobleme. Früher ohne Hzg. waren max. nur max. 70% entnehmbar, oft weniger. Deshalb ist die Alu-Tauschflasche mit Propan aus Redundanzgründen immer noch dabei, zumal die Tankhzg. ausfallen könnte (Defekt oder Ausfall der Stromversorgung), also als Plan B. Richi

Beduin am 09 Feb 2015 09:52:45

Ich bekam am Samstag dieses Set hier eingebaut :) --> Link

MarkusAlex am 09 Feb 2015 10:29:07

Guten Morgen ,

also wenn ich lese das mann Gasflaschen mit Heizern bestückt ??????????????????

Achtung Achtung Gefahr! ,, in einer Flüssiggasflasche herschen im Sommer um die 60 bar , Wir wollen doch alle sicher und Ruhig schlafen .

also keine Experimente.

im Winter bei Minusgraden kann eben nur Propan verheizt werden , wobei der Wirkungsgrad dann an der Heizung eben schlechter ist , mehr Gas für die gleiche
Wärme . An der Duocontrol kann noch das Eis ex nachgerüstet werden ( EX geschützt ) und geprüft der rest ist einfach müll.

und macht mir die Belüftung des Gaskastens nicht zu !!!!!!

Lancelot am 09 Feb 2015 10:36:23

MarkusAlex hat geschrieben: Achtung Achtung Gefahr! ,, in einer Flüssiggasflasche herschen im Sommer um die 60 bar , Wir wollen doch alle sicher und Ruhig schlafen .


Na na na ... nicht gleich so übertreiben :)
VORHER würde schon das Sicherheitsventil an der Flasche auslösen .. so bei 30 bar

Und "beheizen" heißt ja keineswegs "zum kochen bringen", sondern nur die T > 0°C halten ....
Also : keine Panik, alles zugelassen :ja:

kintzi am 09 Feb 2015 10:41:37

Entschuldigung, aber für Tankfl., egal ob Stahl oder Alu, mit 14 W zu schwach. Wynen-Matte hat 96W , heizt bei den jetzigen Temperaturen dauernd und braucht somit saumäßig Ah. (8 Ah /Std).
Indirekte Gaskastenheizung über Trumaschlauch setzt fast volle Truma-Leistung (C 6002) voraus. Braucht dann auch 5,5 A.
Unbedingt Außenstrom , bei Freistehen mind. 400Ah-Batterien oder Moppel mehrmals am Tag.
Wenn man die Grüne nicht bis ad finem entleert, braucht man bei der jetzigen LPG-Qualität (wenig Butan) in D kaum Heizung. Meine Erfahrung in diesem Winter. Gr. Richi

thomas56 am 09 Feb 2015 10:43:28

ist das euer Ernst, dass ihr offene Stromdrähte in einen Gaskasten legt? :eek:

kintzi am 09 Feb 2015 10:49:34

Zitat:
Und "beheizen" heißt ja keineswegs "zum kochen bringen", sondern nur die T > 0°C halten ....
Also : keine Panik, alles zugelassen
Servus,

Wolfgang

Richtig ! Die Flasche kommt kaum auf 5°C, da sie durch die Expansion des Gases im Betrieb zusätzlich abkühlt. Bei Außentemperaturen
um 0°C bereift die Flasche ohne Heizung über Nacht ganz schön. Gr. Richi

kintzi am 09 Feb 2015 10:59:09

Zitat:
ist das euer Ernst, dass ihr offene Stromdrähte in einen Gaskasten legt?


Was heißt offen? Eis-Ex wird auch elektr. beheizt u. wohl zugelassen. Wynen dürfte dann die Matten auch nicht vertreiben.
Bis jetzt keine Beanstandung bei Gasprüfung . Ich weiß: hat nur Dichtigkeit zu überprüfen, mittlerweise ziehen sich mittlerweise manche Prüfer darauf zurück, wie das Gas generiert wird, interessiert sie nicht. Wahrscheinlich nicht im Sinne des Gasvereins. Gr. Richi

Scout am 09 Feb 2015 11:07:19

MarkusAlex hat geschrieben:Achtung Achtung Gefahr! ,, in einer Flüssiggasflasche herschen im Sommer um die 60 bar .
Aber nur wenn Du deine Propangasflasche ins Lagerfeuer stellst, oder bei deinen Ausflügen der Sonne zu nahe kommst.

MarkusAlex am 09 Feb 2015 11:35:43

Stimmt kleiner schreibfehler mit großer Wirkung,

also das Verbaute SV an einer Deutschen Flüssiggasflasche mit 1 Kg inhalt ( zugelassen ) hat einen wert von 35 bar,

im Sicherheitsdatenblatt steht : kühl Lagern , Zündquellen vernhalten , ( also EX geschützt ) , beim Erwärmen Explosionsfähig ,
und bei 1,7 Volumenprozent Explosionsfähig .

hab die Heizmatte gesehen , der Hersteller schreibt in seiner Betriebsanleitung Erdgas , die Zulassung für Flüssiggasflaschen hab ich noch nicht gefunden


wer hat das? gibts das bei Wynen Flüssiggas ?

MarkusAlex am 09 Feb 2015 11:47:23

ach ich hab es gefunden

Propan Dampfdruckwerte , bei 80C ° Flaschentemperatur sind es knapp 36 bar.

Butan Dampfdruckwert , bei 80C^° Flaschentemperatur sind es nur 11 bar .


zu finden arbeitssicherheit.de Abschnitt 1.2

also alles nicht ganz ohne

andwein am 09 Feb 2015 12:32:05

Und ich habe diese Einbauvariante verwirklicht: --> Link.
Alle Kontroll- und Schaltelektronik ist außerhalb des Gaskasten, die Kabelanschlüsse sind vergossen
Andreas

MarkusAlex am 09 Feb 2015 12:39:00

Danke Andi ,

Qualität ist eben nicht zu topen, mein Technikherz schlägt schon höher, mus smal deinen Block durchstöbern .

Scout am 09 Feb 2015 13:12:02

Ein paar Bemerkungen und Ergänzungen für dein Technikherz.
MarkusAlex hat geschrieben: also das Verbaute SV an einer Deutschen Flüssiggasflasche mit 1 Kg inhalt ( zugelassen ) hat einen wert von 35 bar,

Diese 35 bar gelten für jede Flaschengröße mit beliebigem Inhalt. Nicht nur bei 1 kg.

im Sicherheitsdatenblatt steht : kühl Lagern , Zündquellen vernhalten , ( also EX geschützt ) , beim Erwärmen Explosionsfähig ,
und bei 1,7 Volumenprozent Explosionsfähig .

Hierzu einige Fragen.
: kühl Lagern
Wie hältst oder lagerst Du deine Propangasflasche in heißen Gegenden kühl?

, beim Erwärmen Explosionsfähig
Nicht nur beim Erwärmen, sogar beim abkühlen.
Außerdem ist es nicht explosionsfähig, sondern zündfähig. Flüssiggas alleine ist auch nicht zündfähig.

und bei 1,7 Volumenprozent Explosionsfähig .
Woraus bestehen die die restlichen 98,3 %

Entschuldige bitte, aber nach deinem Eingangsstatement musste das sein.
Ein Techniker informiert sich und formuliert präzise.

Hier findest Du Infos zu dem Thema Flüssiggas von einem Camper für Camper.
--> Link


Scout

biauwe am 09 Feb 2015 14:03:58

Hier die Info aus dem Link finde ich sehr hilfreich:

Eine Gasflasche mit 11 kg Propan wird ideal isoliert. Die Flasche nimmt also keine
Wärme aus der Umgebung auf. Die Temperatur beträgt 0°C.
Nach einer Entnahme von 2 kg Propan ist die Temperatur um 42°C abgesunken.
Bei dieser Temperatur verdampft kein Propan mehr.

Gast am 09 Feb 2015 14:09:50

Und jetzt? War das irgendwie neu? --> Link :lol:

Was sagt uns das im Kontext des Thread? ;D

Ich mein ja blos, Alf

biauwe am 09 Feb 2015 14:18:27

KudlWackerl hat geschrieben:Was sagt uns das im Kontext des Thread? ;D


Das man Gasflaschen nicht Isolieren sollte und wenn möglich von außen Wärme zuführt, wenn sie genutzt wird :!:



2 Wärmflaschen als LPG-Gasflaschenheizung, ca. 280 Wh Heizleistung, spart ca. 20 Ah Akkuleistung vom 12 V Akku. :D

Scout am 09 Feb 2015 14:46:32

KudlWackerl hat geschrieben:Und jetzt? War das irgendwie neu? --> Link :lol:

Wenn man etwas aus Wikipedia verlinkt, sollte man schon das Richtige verlinken.
Das, was in deinem Link beschrieben wird, hat mit dem was Uwe geschrieben hat absolut nichts zu tun.


Scout

MarkusAlex am 10 Feb 2015 17:58:50

Hallo Scout ,

danke für die Wortglauberei ,

ist aber nicht auf meinem Mist gewachsen , du findest das auch im Sicherheitsdatenblatt eines Flüssiggaslieferanten .

Der Unterschied Zündfähig und Explosionsfähig ist glaube ich jedem bekannt. Deiner ausführung nach dürfte eine Gasflasche die im Feuer steht nicht explodieren weil kein Sauerstoff dazu Kommt ?

Warum Brennen Gasflaschen innen ? ( Acetylen )

das würde ich mir gern emal erklären lassen .

andwein am 10 Feb 2015 18:18:39

MarkusAlex hat geschrieben: Deiner ausführung nach dürfte eine Gasflasche die im Feuer steht nicht explodieren weil kein Sauerstoff dazu Kommt

Das ist richtig. Die (Propan/Butan)Gasflasche explodiert nicht. Steigt der Druck im Inneren durch Erwärmung auf über 30 Bar, löst das eingebaute Abblasventil aus. Das austretende Gas entzündet sich, flammt aber nicht ins Innere zurück.
Das gilt aber nicht für andere "Gasflaschen" wie z.B. Schweißgas!! Die haben übrigens kein Ausblasventil!!
Darüber gibt es einige Lehrfilme der Feuerwehr

Scout am 11 Feb 2015 00:05:10

MarkusAlex hat geschrieben:danke für die Wortglauberei ,
.., du findest das auch im Sicherheitsdatenblatt eines Flüssiggaslieferanten .
Der Unterschied Zündfähig und Explosionsfähig ist glaube ich jedem bekannt. Deiner ausführung nach dürfte eine Gasflasche die im Feuer steht nicht explodieren weil kein Sauerstoff dazu Kommt ?
Warum Brennen Gasflaschen innen ? ( Acetylen )
Das mit Explosions- oder Zündgrenze könnte man in der Tat als Wortglauberei bezeichnen.

Deiner ausführung nach dürfte eine Gasflasche die im Feuer steht nicht explodieren weil kein Sauerstoff dazu Kommt ?

Der Sauerstoff muss in die Flasche kommen und solange sich noch ein Fingerhut voll Propan in der Flasche befindet gelangt kein Sauerstoff in die Flasche.
Eine Flasche mit Propangas, die im Feuer steht explodiert nicht, sie zerplatzt oder berstet und das sind gewaltige Unterschiede.
Wenn Du mehr über Bersten und Explosion wissen möchtest bemühe Wikipedia.
So ganz grob den Unterschied.
Beim Zerplatzen oder bersten ist die Energie gering, es entstehen große Teile die nicht weit fliegen.
--> Link
Man sieht auf dem Bild, dass ist die Flasche hauptsächlich entlang der Schweißnähte aufgeplatzt ist. Das Teil ist noch als Flasche zu erkennen.
Bei einer Explosion bleiben nur noch kleine Eisenstücke übrig, die mit hoher Geschwindigkeit davonfliegen.

Ja und dann zu dem Acetylen.
In unseren Fällen geht es um Propan oder Flüssiggas nicht um Acetylen.
Ich versuche trotzdem zu erklären. Dazu einen Ausflug in die Chemie, wird etwas schwierig werden.
Propan ist eine chemische Verbindung bei der zwei Kohlestoffatome durch eine Einfachbindung verbunden sind. Solche Einfachbindungen sind sehr stabil oder reaktionsträge, sie zersetzen sich nicht von selbst. Man muss schon kräftig Feuer machen.
Bei Acetylen sind zwei Kohlestoffatome durch eine Dreifachbindung verbunden.
Dreifachbindungen sind sehr instabil oder sehr reaktionsfähig. Acetylen zersetzt sich bei geringsten Anlässen von selbst und das mit lauten Knall. Bei dieser Zersetzung ist kein Sauerstoff erforderlich. Es wird ohne Sauerstoff derart viel Energie frei, dass die Flasche berstet. Für die Lagerung von Acetylen in Flaschen sind deshalb auch besondere Maßnahmen erforderlich. Kannste in Wikipedia nachlesen.

Wenn man etwas aus Sicherheitsdatenblättern oder auch Wikipedia zitiert, sollte man wissen was gemeint ist und sollte das vollständig zitieren, damit man es versteht.


Scout

Meule am 11 Feb 2015 01:24:35

Habe mir die ersten 2 Seiten durchgelesen und nun keine Lust mehr zu überprüfen, ob der vielleicht wichtige, aber bisher unberücksichtigte Teil außen vorgelassen wurde!?

Der TE hat im Ausgangsposting geschrieben, dass er "etwas erhöht" steht!

Wie hoch steht Ihr denn?

Im Flachland habe ich auch noch nie Probleme gehabt mit meinen grauen Tankflaschen .... auch bei Minus 20 Grad nicht ..... mit und ohne Beheizung des Gaskastens.

Theoretisch könntet Ihr auch im Sommer bei +40 Grad mit Eurem WoMo auf einen Stellplatz auf 6000 m Höhe fahren wegen der geilen Aussicht (nur mal so als Gedanke). Da oben wären dann keine +40 Grad, aber vielleicht noch +5 Grad.
Aber Gas hättet Ihr dort keines mehr welches verdampt, selbst wenn es dort oben noch + 10 Grad wären.


Meule

volker030 am 11 Feb 2015 03:12:52

Ja, der TE steht seit 2013 "etwas höher" und wird wohl nun seine eigenen Erfahrungen zu diesem Thema gemacht haben.
Watt ein Geschiss ums Gas im Winter und das jedes Jahr aufs neue.

Scout am 11 Feb 2015 12:46:23

Meule hat geschrieben: Theoretisch könntet Ihr auch im Sommer bei +40 Grad mit Eurem WoMo auf einen Stellplatz auf 6000 m Höhe fahren wegen der geilen Aussicht (nur mal so als Gedanke). Da oben wären dann keine +40 Grad, aber vielleicht noch +5 Grad.
Aber Gas hättet Ihr dort keines mehr welches verdampt, selbst wenn es dort oben noch + 10 Grad wären.

Nur zur Info:
Bei uns, in Meereshöhe, ist der Luftdruck ca. 1 bar, Butan verdampft dabei bekanntermaßen bei knapp 0°C und ein m³ Gas enthält 0,37 kg Butan.
Auf 6000 m Höhe ist der Luftdruck nur noch ca. 0,5 bar. Bei dem Druck verdampft Butan bei -18 °C. Ein m³ Gas enthält dann allerdings nur noch die halbe Menge an Butan wie auf Meereshöhe, 0,18 kg.

Propan würde bei -57°C noch verdampfen.


Scout

Gast am 11 Feb 2015 13:33:19

Scout hat geschrieben:....Wenn Du mehr über Bersten und Explosion wissen möchtest bemühe Wikipedia.
So ganz grob den Unterschied.
Beim Zerplatzen oder bersten ist die Energie gering, es entstehen große Teile die nicht weit fliegen.


entschuldige, wenn ich mich da off topic einmische, aber diese aussage stimmt so nicht, denn bersten oder zerplatzen wird jedes gefäß, in dem der expansionsdruck von gasen die molekulare festigkeit des behältnisses übersteigt.

bersten kann also nicht als eigenständige definition der explosion gegenüber gestellt werden, sondern stellt es das produkt einer explosion dar. ausschließlich die explosion wird, nach abhängigkeit der abbrandgeschwindigkeit des stoffes und/oder der ausbreitungsgeschwindigkeit von gasen, in verschiedene untergruppen unterteilt. in abhängigkeit der jeweiligen abbrand- und/oder ausdehnungsgeschwindigkeit erstellt sich somit ein unterschiedliches splitterbild zerplatzter oder zerborstener gefäße.

auch ist die grundsätzliche aussage, dass große teile nicht weit fliegen, so nicht richtig, stichwörter: kinetische energie, newton und energieerhaltungssatz, aber das sind ganz andere themen......

biauwe am 11 Feb 2015 14:06:17

Hier mal ein Video dazu:

--> Link

Scout am 11 Feb 2015 23:06:13

independent hat geschrieben:bersten kann also nicht als eigenständige definition der explosion gegenüber gestellt werden, sondern stellt es das produkt einer explosion

Bersten oder Druckgefäßzerknall unterscheidet sich wesentlich von einem Explosionsvorgang.

Erstmal zu den Definitionen.

Druckgefäßzerknall
Durch Erwärmung des Behälters kommt es zu einer Volumenvergrößerung des Inhaltsstoffes und damit zu einem Druckanstieg, der zum Bersten des Behälters führt.

Explosion
Unter einer Explosion versteht man die schlagartig verlaufende chemische Reaktion eines brennbaren Stoffes mit Sauerstoff unter Freisetzung hoher Energie.

Die chemische Reaktion durch den Sauerstoff macht den Unterschied zwischen Explosion und Druckgefäßzerknall aus.

Bei einer Explosion ist Sauerstoff erforderlich, bei einem Druckgefäßzerknall nicht.
Darin besteht der wesentliche Unterschied und nicht ob ein Gefäß zerplatzt oder wie hoch die Detonationsgeschwindigkeit ist.

Wenn man eine Propangasflasche stark erwärmt dehnt sich der Inhalt aus und die Flasche platzt oder berstet. Das Propan ändert sich nicht, es ist immer noch Propan.
Nur wenn sich das austretende Propangas entzündet ändert es sich. Aber dies geschieht außerhalb der Flasche. nach dem Zerknall.

Damit eine Explosion stattfinden kann braucht man Sauerstoff. Es erfolgt eine chemische Reaktion, der brennbare Stoff verbrennt mit hoher Geschwindigkeit. Ob diese Explosion in einem Behälter stattfindet oder nicht ist dabei ohne Bedeutung.

Explosion und Druckgefäßzerknall sind zwei vollkommen getrennte Abläufe.


Scout

Gast am 12 Feb 2015 11:36:02

leider ist deine definition der explosion nicht ganz vollständig, denn für eine explosion bedarf es keiner chemischen reaktion.

siehe: --> Link

hier ist unter anderem zwar etwas laienhaft, aber doch verständlich beschrieben, in welche untergruppen die explosion unterteilt wird, die von der geschwindigkeit des abbrandes und/oder der ausbreitung von gasen abhängig ist, wie ich bereits im vorigen posting schrieb.

deine schlussfolgerungen sind daher schön geschrieben, aber nicht richtig, weil du von falschen voraussetzungen ausgehst.

aber ich denke, es war genug an off topic.

kintzi am 12 Feb 2015 11:54:22

Hanno!
Als ich als kleiner Junge an der Tankstelle meinen Fahrradreifen (Fahrrad-Adapter waren in den frühen 50ern gerade neu) mit Schmackes (4bar) u. Unverstand aufpumpte u.Decke u. Schlauch mit lautem Knall zerplatzten, war ich so geschockt, daß mir die Termini
" Bersten/Platzen/Explosion " völlig wurscht waren, in jedem Fall gab's eins hinter die Löffel, nicht zur Strafe, sondern aus Erleichterung, daß mir nicht's passiert war. Gr. Richi

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