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Warum wird eigentlich jeder Fliegenschiß reklamiert ? 1, 2, 3


cfo27 am 26 Dez 2014 01:29:05

Hallo zusammen,

vorab, ich bin kein Händler !

Ich stelle dieses Thema bewusst provokativ !

Ich möchte mir ein neues Wohnmobil kaufen. Bin zur Zeit vom Knaus I Van oder Benimar TI begeistert.
Jetzt lese ich schon wirklich lange mit.

Ist schon klar, wenn ich etwa 50 tsd EUR ausgebe soll das Ding schon schmeicheln...

ABER:

Ich lese immer von ellenlangen Mängellisten beim neuen gekauften Wohnmobilen.
Zum Grossteil wirklich Kleinkram. Da geht mal ein Schrankverschluss nicht richtig, da ist vielleicht das Spaltmass nicht 100 % korrekt. usw. Irgend ein
geklebtes Funier steht etwas ab usw.Oder da klappert mal ein Türchen ... Oder sonst was... Mausmelker

Warum macht Ihr einfache Dinge nicht selber ? Ohne das ich Handwerker bin.

Ich meine, wenn ich Material brauche und grundsätzliche Dinge nicht korrekt funktionieren, dann muss der Händler her.

Aber sind einige nicht etwas übermotiviert ? Kommt nicht oft dieses Schlechte Kunde - Händler Verhältniß, weil einer mal neu kauft und meint, jetzt kann ich mal
die Sau raus lassen ?

Sind wir beim Neukauf etwas übersensibilisiert ?

Ein Wohnmobil ist kein Massenartikel. Hier arbeiten Menschen und keine Roboter ...Jeder wünscht sich individualität. Das lese ich hier täglich im Forum.

Kurzum:

Ist es wirklich so, dass jedes neue Wohnmobil Mängel hat ?

Oder habe ich beim Kauf nur nicht richtig entschieden ?

Nix für ungut, bevor ich jetzt was kaufe ..

Ich bin gespannt über Eure Meinung zum Thema ...



Christian









Ich

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Gast am 26 Dez 2014 01:54:31

Wenn ich so viel Geld für ein neues Fahrzeug ausgebe habe ich ein recht darauf ein Fahrzeug zu bekommen das ohne Mängel ist,punkt.Wenn das nicht so ist greift die Gewährleistung,warum soll ich Arbeiten verrichten zu denen der Händler durch die Gewährleistung verpflichtet ist? Leider sind heute viele Fahrzeuge mangels genauer Endkontrolle nicht ohne Mängel,nicht mein Problem.Es ist schon ärgerlich genug wenn das Fahrzeug wegen Behebung irgend welcher Mängel nicht genutzt werden kann,aber dann noch selbst dran arbeiten und auch noch meine Freizeit investieren? Nein danke!

Arno

cfo27 am 26 Dez 2014 02:02:36

Hallo Arno,

tolles Statement ! Genau das will ich wissen.

Ich stehe kurz vor einem Neukauf. Aber ich habe mich eigentlich schon damit abgefunden, das jedes neue Mobil Mängel hat....

Ich finde das eben nicht normal. Oder ist das normal `?

Genau das ist mein Problem. Bin ich jetzt zu sensibilisiert oder muss ich damit leben.

Ich weiss es eben nicht ...

Danke für Deine Meinung

Christian

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eaglesandhorses am 26 Dez 2014 07:34:31

Ein Womo um die 50.000 € neu ist sicher ein Massenartikel und kein Individualausbau. Das mal vorneweg.

Aber ich sehe das wie Arno, wenn ich ein neues Produkt erwerbe, hat das zu funktionieren. Fertisch. Ich muss keinesfalls irgendwelche Mängel hinnehmen.

Kaufe ich gebraucht, muss ich wohl mit der ein oder anderen Macke leben oder sie eben selbst beheben.

garagenspanner am 26 Dez 2014 08:59:14

auch in den Preisklassen oberhalb der 50 Tsder-Schwelle findet sich Murks.
Die Nobel-Marken kochen auch nur mit Wasser . Es kommt sicherlich auch
darauf an , wie Hersteller und deren Händler mit berechtigten Mängelklagen
umgehen.
Aber , egal wie viel Geld ich für einen Luxusartikel (in diesem Falle ein Wohnmobil) ausgebe,
erwarte ich auf jeden Fall zum Auslieferungszeitpunkt absolute Mängelfreiheit , und
während der Gewährleistungsfrist eine Nacharbeitung ohne wenn und aber.

Die gute Nachricht im Herbst diesen Jahres war , das die Hersteller von Freizeitfahrzeugen
PLANEN die Qualitätsstandards der PkW-Herstellung zu erreichen. Was immer dies auch bedeuten mag :D


Jan

wombat1 am 26 Dez 2014 09:09:37

Lieber cfo27,

die Geschichte hat eine handwerkliche und eine rechtliche Seite.

Wer übernimmt die Kosten für die Ersatzteile, hier kommen sehr schnell 4 stellige Beträge zusammen ?
Bei den Arbeitzeiten wir auch eher in Tagen gerechnet. Der Händler muss Garantieanträge stellen und wird vom Werk unterdurschnittlich bezahlt.

Versuche einmal Orginalersatzteile beim Hersteller selbst zu bestellen - das kannst Du nicht, Du wirst nicht beliefert.

Für jede Reparatur die Du selbst ausgeführt hast wird Dir Pfusch unterstellt. Und die restlichen Mängel sind dann angeblich Folgeschäden.

Man merkt Dir an, dass Du mit der Materie nicht vertraut bist.
Versuchen einmal diese Ansprüche im EU Ausland durchzusetzen.

Und mache Dich mal mit den Unterhalts- und Reparaturkosten eines Wohmobils vertraut.


Wombat1

rolf51 am 26 Dez 2014 09:34:11

Hallo Christian,

ich gebe dir Recht! Wir verlangen 100% Qualität, d.h. nicht nur die Funktionsmängel oder Materialfehler was selbstverständlich ist, sondern auch den Muckenschiß. Denke aber auch, dass einige, z.B. Spaltmaße Schrank, Schraube lose, Vibrationsgeräusche usw. selbst die Hand anlegen. Von Massenartikel Aufbau sind wir noch entfernt, anders bei dem Fahrgestell, es ist für den Liefer und Transporthandel geplant. Zum Beispiel, die Spaltmaße würden im PKW gar nicht gehen, am Womo sind mir 5-8mm überhaupt nicht wichtig. Aber jeder hat dazu seine Sichtweise.

mantishrimp am 26 Dez 2014 09:38:57

garagenspanner hat geschrieben:
Die gute Nachricht im Herbst diesen Jahres war , das die Hersteller von Freizeitfahrzeugen
PLANEN die Qualitätsstandards der PkW-Herstellung zu erreichen. Was immer dies auch bedeuten mag :D


Das werden sie vermutlich nie schaffen, viel zu geringe Stückzahlen und jedes Jahr kommt ein neuer Grundriss oder eine Gläservitrine dazu.

gtom am 26 Dez 2014 09:49:50

Nunja...

nicht alles was als Mangel beschrieben wird ist auch ein solcher...

Der Händler kalkuliert in seinen Endpreis die Kosten für die Gewährleistungen, den Service und für kleiner Reparaturen mit ein...

Diese Kosten bezahlt also sowieso der Kunde beim Kauf des Fahrzeuges...

Grundsätzlichch werden echte Mängel nicht vom Kunden definiert sondern von einem Sachverständigen anhand der zugrundeliegenden Normen... Nicht vorhandene Funktion mal ausgenommen...

So stellt eine schiefe Schranktür per se erstmal keinen Mangel dar. Es wird zum Mangel wenn die Spaltmaäße über der anzuwendenen Norm sind oder über dem liegen was der Kunde als "stand der Technik" zu erwarten hat...

Es ist auch eine schwierige Klientel, viele haben sich "hochgearbeitet" einen gewissen Lebenstandard geschaffen und erwarten für Ihr Geld dass nicht nur das Fahrzeug perfekt ist sondern auch der Service, der Stellplatz, der Händler usw...

Ist eine typisch deutsche Erscheinung, BestAger bis frühe Rentner als Kundschaft ist in der Tat anspruchsvoll, andererseits wird da auch das gewinnbringende Zubehör verkauft...

Die geringsten Mängel haben i.d.R Familien mit Kindern die ein Mobil kaufen... Die sind anspruchsloser und wissen dass das Mobil nach einigen Jahren intensiver Nutzung sowieso gebraucht ausschaut, da kommts auf schiefe Klappen usw nicht an...

Wir haben auch ein Mobil von einem Rentnerpaar übernommen und in nicht ganz 4 Wochen hat das Fahrzeug mehr gelitten als in den Jahren zuvor...

Sehr interessant fand ich unsere Erfahrung in USA... dort interessiert sich der Kunde nur für Mängel wenn etwas nicht funktioniert oder schlichtweg fehlt... Kratzer, Dellen oder schiefe Türen interessiert dort niemanden... Eventuell spricht man es mal beim Service an, anders als hierzulande ärgert sich der Ami aber nicht darüber....

Thomas

Nachtrag: 35% der Kosten im WoMo- Sektor sind im Bereich Marketing, Productplacement und Customer Care zu finden, in USA sind das gerade mal 5-10%...

Variophoenix am 26 Dez 2014 09:55:54

Ich sehe das auch so wie du. Bei kleinen Mängel wo es nur einen Schraubenzieher braucht lege ich selbst Hand an. Manchmal auch bei grösseren. Dann weiss ich dann wenigstens was wirklich gemacht wurde. Ersatzteile wenn nötig lasse ich mir vom Händler zustellen auf seine Kosten.
Wenn ich nämlich wegen jeder Kleinigkeit zum Händler fahren muss und ev. noch lange Wartezeiten habe, kostet mich das schlussendlich mehr.
Wenn man aber nicht handwerklich Geschickt ist, sollte man es besser machen lassen, ausser vieleicht nur eine Schraube nachziehen.

Wünsche allen schöne Feiertage.

Gast am 26 Dez 2014 10:17:26

Zitat: "auch in den Preisklassen oberhalb der 50 Tsder-Schwelle findet sich Murks.
Die Nobel-Marken kochen auch nur mit Wasser . Es kommt sicherlich auch
darauf an , wie Hersteller und deren Händler mit berechtigten Mängelklagen
umgehen.
Aber , egal wie viel Geld ich für einen Luxusartikel (in diesem Falle ein Wohnmobil) ausgebe,
erwarte ich auf jeden Fall zum Auslieferungszeitpunkt absolute Mängelfreiheit , und
während der Gewährleistungsfrist eine Nacharbeitung ohne wenn und aber." Zitat Ende

Dieser Text könnte von mir sein!!

Wir haben neu gekauft - bei einem selbsternannten Premiumhersteller. Premium waren nur der Preis und die Mängel :mrgreen:

Was mich aber am Meisten gestört hat, war der Umgang des Herstellers mit seiner Kundschaft = immer erst abwiegeln - nicht reagieren - gab es noch nie o.ä.
Wenn dann mal im "Service Center" mal was gemacht wurde, waren Ersatzteile nicht (Termin war Wochen vorher bekannt!) oder die Mängel wurden z.T. verschlimmbessert!!

Ich bremse mich jetzt hier! Klar ist für uns: Der Hersteller braucht uns nix mehr verkaufen!!

Da Wohnmobile keine Massenware sind, wird es immer Mängel geben. Wenn dann eine Endkontrolle auch ihren Namen verdient, werden es wenige sein und wenn dann noch Hersteller und Händler was taugen, wird auch der Kunde zufrieden gestellt!!!

Sonnige Zeiten
gerwulf

Variophoenix am 26 Dez 2014 10:21:36

gerwulf2000 hat geschrieben:
Ich bremse mich jetzt hier! Klar ist für uns: Der Hersteller braucht uns nix mehr verkaufen!!

Sonnige Zeiten
gerwulf


Und von welchem Hersteller redest du den?

wombat1 am 26 Dez 2014 10:24:20

Hallo Hokeyass,

hokeyass hat geschrieben:Ersatzteile wenn nötig lasse ich mir vom Händler zustellen auf seine Kosten. .


Wie ich Deinen Ausführungen entnehmen darf, bist Du leicht blauäugig. Man sieht Du hast noch nie eine Reklamation mit einem Händler abgewickelt.
Ich habe eine sehr sehr gute Werkstatt. Dort bekomme ich Teile nicht einmal für Geld und gute Worte zugeschickt. Immer Abholung und immer Cash.

Oft entpuppt sich auch ein Fliegenschieß als ein großer Mangel. Bei einem Neufahrzeug hat der Verkäufer ein Recht auf Nachbesserung.

Lieber Hokeyass. Auch wenn Leute Mängel reklamieren, heißt dass nicht das Sie nicht in der Lage wären diese selbst zu beheben.

Wombat1

helicamp am 26 Dez 2014 10:30:32

Hallo,
sehen wir es mal andersrum: Was würde der Händler wohl sagen, wenn wir ihm den Kaufpreis bar bezahlen und einige Scheinchen statt Euro mit Rubel wären? Da wäre er sicher auch nicht begeister. Er besteht ja auch auf volle Bezahlung des vereinbarten Kaufpreises .....

GRuß Hans

Variophoenix am 26 Dez 2014 10:30:55

"Auch wenn Leute Mängel reklamieren, heißt dass nicht das Sie nicht in der Lage wären diese selbst zu beheben."

Nun das habe ich auch nie behauptet.
Jeder macht es eben so wie er es für richtig findet.

Ich muss mich auch nicht auf solche frechen Aüsserungen Rechtfertigen. (Ich habe keine Ahnung) Dafür bin ich zu lange in dem Geschäft.

Mach was du für Richtig findest und ich mache es auf meine Art und Weise. Hat auch funktioniert.

Variophoenix am 26 Dez 2014 10:35:07

Als Beispiel:
Neuer Carado gekauft. Auf der Heimreise habe ich bemerkt das die bezahlten Heckstützen nicht montiert waren.
Anruf beim Händler. Der Fährt mit nach und liefert die Stützen. Halter hat er aber keine an Lager. Er schickt sie mir in die Schweiz und ich baue sie selber ein.
Ich habe damit keine Probleme. Denn Fehler passieren jedem auch mir. Und wenn, dann bin ich auch froh wenn man ein wenig Kulant ist.

ganderker am 26 Dez 2014 10:35:42

wombat1 hat geschrieben:Oft entpuppt sich auch ein Fliegenschieß als ein großer Mangel.


Das ist meine Erfahrung: Kleinigkeiten (zB schlecht schließende Holzteile) können einen jahrelang nerven, daher mache ich da gar nix selber (das ist auch nicht mein Talentbereich :) ), das gibt dann halt eine Mängelliste von lauter Kleinigkeiten (was ein Glück!!!) und die werden schriftlich festgehalten. Ich sehe es an der Miene des Werkstattleiters: dieses Zeug hält auch ihn lange auf.
Aber danach ist es meist auf Dauer akzeptabel. Komisch: die Schließen, Jalousien, usw usw die gleich zu Anfang Kummer machen, die machen dies ein Womo-Leben lang.

Pooh335 am 26 Dez 2014 10:44:43

Es gibt sicher einige Mängel die man selbst beheben kann. Bei uns war aber das Display von derAufbausteuerung defekt. Warum soll ich dann den Fuß von der Leiter selbst ankleben, den Kantenumleimer korrigieren usw.
Wir werden im nächsten Jahr noch einmal einen Termin haben. Unsere Aufbautüre ist verzogen und der eine Radkasten wohl schief verklebt und noch weitere Kleinere Sachen, die bei der ersten
Dichtigkeitsprüfung raus kamen.
Wir haben schon viel umgebaut aber wenn es Fehler am Fahrzeug sind darf der Hersteller bzw der Händler ran.

Gast am 26 Dez 2014 10:51:50

Ein 50 K€ Auto welches abertausend mal gebaut wurde, hat eine technische Perfektion erreicht, die unser aller Respekt verdient. Ein Reisemobil mit ähnlichen perfekten Eigenschaften wird es nie geben. Am ehesten kommen da die Sunlight/Corado Modelle ran, weil deren Stückzahl eine eher industrialisierte Fertigungsmethode mit sich bringt.

Unser Bürstner ist neu, aber mit kleinen Mängel behaftet. Da geht ein Schrank nicht auf, weil ein Schloß klemmt, die Polster rutschen, weil der Klett einfach nur dilettantisch angebracht wurde, die Rückfahrtkamera ist keine 20€ Wert und taugt noch weniger.

Aber:
Das sind wirklich nur Kleinigkeiten, die mein freundlicher bei der nächsten Dichtheitsprüfung erledigt. Bürstner könnte mit minimalem Aufwand perfektere Autos liefern.

Aber im großen und ganzen sind wir mit dem Fahrzeug mehr als zufrieden und der gemütliche Wohlfühlraum mit den perfekten Polstern und den wunderschönen Gardinen hat uns beim Kauf ja auch emotional zum Bürstner und nicht zum Corado geführt. Bei dem gehen die superschönen Raffstore nicht kaput, weil er keine hat. :D Man darf halt auch nie vergessen, dass man sich einen Lastwagen/Transporter, wie ihn der Gipser um die Ecke fährt, gekauft hat.
Die Inneneinrichtung ist zwar hübscher, aber das Basisfahrzeug ist halt ein Transporter.

Gast am 26 Dez 2014 11:03:11

Ich glaube, es geht dem Threadersteller nicht um Mängel, die die Gebrauchsfähigkeit einschränken oder so augenfällig sind, dass sie die Optik nervend stören.

Es geht ihm, glaube ich, um die Erbsenzählerei, die es nicht nur beim Kauf eines Wohnmobils gibt. Um die, die mit der Lupe alles untersuchen und jeden Schei.. reklamieren, mit ihren Mängellisten ein Massaker und Mordgelüste unter Verkäufern und Mechanikern anrichten und alles mit "das habe ich schließlich bezahlt" begründen.

Die kein Trinkgeld geben, obwohl das Essen geschmeckt hat, der Kellner ihnen aber nicht tief genug in den Ar.... gekrochen ist.

Die Dinge nur schlecht finden, weil sie jemand, den sie nicht leiden können, gut findet.

Die, die jeden Dienstleister zur Weissglut bringen, weil sie ihn über ihr Stöckchen springen lassen wollen, weil sie ihn doch schließlich bezahlt haben.

Kurz: die ewigen Nörgler, Besserwisser, Alleskritisierer.

Eben die, die sich wundern, dass sie auf dem Hof eines Händlers, in einem Restaurant, beim Elternsprechtag oder wo immer sie auftauchen, am liebsten von hinten gesehen werden.

Aber die gibt es hier in diesem Forum nicht, deswegen ist der Thread überflüssig. :wink:

mantishrimp am 26 Dez 2014 11:09:34

Hallo,

Heinz Jürgen :top:

Gast am 26 Dez 2014 11:14:19

Heinz-Jürgen hat geschrieben:Aber die gibt es hier in diesem Forum nicht, deswegen ist der Thread überflüssig. :wink:

:D :lach:

Sehr gut geschrieben, Heinz-Jürgen! :top:

Variophoenix am 26 Dez 2014 11:16:26

Heinz Jürgen: Genau so ist es. :argue:

Gast am 26 Dez 2014 11:16:42

Irgendwie muß Ich dem TE Recht geben :!:
Es kann doch nicht wahr sein , das Neufahrzeugkäufer 1000 km entfern merken, das hinten ein Rücklicht nicht geht -> die Glühlampe als Ursachhe erfasst , weil schon Nachgeschaut , und dann den Händler eine Rechnung einreicht für die nächsten 500 km zu Fachwerkstatt , die den Käufer die Glühlampe gewechselt hat :twisted:

Ja diese Typen gibt es auch Hier und da spielt es auch keine Rolle ob das WoMo 50- 100 oder 250 tsd Euros gekostet hat ......Der Händler kann auch einmal etwas übersehhen ...
Dann wird , meist Hier, geschimpft , was für miese Händler es gibt :!:

Mängel müssen beseitigt werden und ich behaupte , das kein Neufahrzeug Mängelfrei ist - in Unserer Branche ist das so .....welche ist ja egal , meistens nur Kleinikeiten , wo meist IMMER ein Alarm drum gemacht wird , Am Ende aber meistens immer Kostenfrei repariert oder der Mangel beseitigt wird .
Es gibt ja auch Kunden die Bemängeln , das ihr Fahrzeug nicht gewaschen wurde , weil es aus der Werkstatt kam -> Die erhielten es aber genauso sauber ,wie sie es gebracht haben ...gibt ja auch Werkstätten ohne Waschanlage ...
Ja. solche "Kleinkakkerten " gibt es immer wieder und die Prozentuale Mehrheit ist ja auch vernünftig , denn wir hören hier nur von Schäden , unmöglichen Service und Problemen -> der "Zufriedne postet hier nicht ....

Ein Hinweis auf einen Mangel oder Kleinigkeit bei der nächsten Durchsicht/Prüfung , reicht doch meistens , wenn der Händler schon benachrichtigt ist, das muß doch nicht gleich passieren und uneinsichtigerweise auch nicht in den nächsten 24 h , wie in manchen Drohbriefen , weil -> kein ? in der Hose zum anrufen .
Da wird dann auch mancher Händler trotzig - verständlich...

Darum :
Warum wird eigentlich jeder Fliegenschiß reklamiert ?
Das machen meist nur die Leute , wo der Schein mehr hergibt wie Sein :!:
Wenn sich jetzt Jemand auf den Schlips getreten fühlt , gern -> ich weiss das die Mehrheit anders ist :wink:

Det70 am 26 Dez 2014 11:20:09

Nach einem halben Jahr Nutzungszeit haben wir bei uns keine weiteren Mängel entdecken können. Der einzige trat nach der 2. Fahrt auf. Die Klappe des Badschrankes drohte abzufallen, da waren die Scharniere zu knapp am Klappenrand angebracht. Das hab ich einfach versetzt und seither fahren wir kummerfrei.
Da hätte die Fahrt zum Händler in keinem Verhältnis zu den 10 Minuten Aufwand gestanden.

Gast am 26 Dez 2014 11:20:42

jetzt erst gelesen ..
Heinz Jürgen :top:
genau die Nichtgkeiten die Du beschreibst bringen diese
Kurz: die ewigen Nörgler, Besserwisser, Alleskritisierer.
zur Weissglut .

Variophoenix am 26 Dez 2014 11:35:26

Und solche dauer Nörgler wechseln dauernt die Werkstatt und sind nie Zufrieden zu stellen.

Ich sage meinem Mechaniker immer: Neue Kunden die kommen und über andere Werkstätten schlecht reden werden auch nach getaner Arbeit über uns schlecht reden.

FWB Group am 26 Dez 2014 11:39:13

Hi
hokeyass - guter Spruch - handhaben wir auch so.

Dem TE geht es um den Kauf eines Reisemobils, das richtig Geld kostet.
Auf dem Produkt ist eine derart große Marge, die eine Reklamation und somit eine Reparatur auf Händler - oder Werkskosten
in der Garantiezeit zulassen. Ohne Wenn und Aber!
Wie wir wissen, läuft das in der Praxis leider anders.

Warum?

Ganz einfach. Ein Händler ist genervt von Zeitgenossen, die jeden (Fliegensch... :wink: .) reklamieren.
Nicht nur beim Neuwagenkauf, auch bei ganz kleinen Sachen.
Hier muß ich Heinz Jürgen bei seinen Aussagen ausdrücklich zustimmen.

Beispiele für unangenehme Zeitgenossen:

1.Wir haben jahrelang Waren im Reparaturgeschäft (ohne Garantiefall und nicht bei Neu - oder Jahreswagen) auch ganz kleine Sachen kurz und schmerzlos an Kunden versandt.
Wert 1,46 € / Versand per Maxibrief, nehmen wir mal an 1,10 €. Zu dem Preis also unversichert.
Macht Gesamtwert 2,56 €.

Vor 10 Jahren kamen von 10 verschickten Sachen 10 an. Das Ganze also völlig problemlos.
Heutzutage so gehandelt, ergibt sich folgendes Bild:

10 Sendungen verschickt, 8 davon sind angeblich nicht angekommen.

Frage: Muß man bei einen Warenwert von 1,46 € das Preis - Leistungsverhältnis auf Kosten des Händlers für sich noch besser gestalten ?

Das Ganze ist meiner Meinung nach eine Folge von dem Verhalten der Zalando / Fatzebook Generation.
logischer Schluß:
Wir versenden nunmehr für 5,00 versichert und Schluß.
Der Kunde trägt die Kosten und gut!

Aber muß das sein ?

2. Wir versenden manchmal auch schwere Sachen, so um die 200 - 500 Kg pro Stück.
Durch das Gewicht und die Sperrigkeit belegt so ein Produkt selbstverständlich viel Platz auf dem LKW der Spedition.
Hinzu kommt, das die Ware manchmal empfindlich auf Beschädigungen ist.

Versandkosten zwischen 100 - 200 € bundesweit per DHL, ohne Inseln.
So wird das dem Kunden gegenüber kommuniziert.

Frage vom Kunden: "Wenn er nun davon 2 Stück nimmt, entfallen dann ja wohl die Versandkosten!
Ich kann mir nicht erklären, wie Menschen auf solche Fragen kommen.......

Die "Geiz ist geil" Mentalität, oder "egal wir bestellen eben bei Zalando und Co und schicken den Großteil dann einfach zurück" usw.,
Da stimmt generell was nicht, hier muß irgend wann etwas schief gehen.

Meiner Meinung nach, ist die derzeitige Haltung von Gewerbetreibenden eine normale Reaktion auf die manchmal völlig überzogenen Ansprüche eines Interessenten.

Meiner Meinung nach einfache Lösung des Problem:
Eine saubere Kundenkommunikation.

Problem dabei:
Man schreibt was an den Interessenten. Aus seiner Antwort ist aber klar ersichtlich, das er das Geschriebene manchmal gar nicht komplett gelesen hat
und wenn doch, den Sinnzusammenhang nicht verstanden hat.
Was soll man dagegen tun ?
Ein Generationsproblem oder aber eine Modeerscheinung?

dramme73 am 26 Dez 2014 12:10:01

wunderbar, sehr verständliche Haltung,

es ist wohl mehr eine allgemeine Zeiterscheinung, Kulturwandel,
wir haben leider viele sog. Sekundärtugenden ( Fairneß, Rücksicht, Höflichkeit, Nachsicht etc. ) abgeschafft oder mindestens gering geschätzt.
Dafür mehr Egoismus, Ellenbogenmentalität aufkommen lassen.

haballes am 26 Dez 2014 13:41:18

:) Der Titel ist wahrlich provokant.

Der Vorbesitzer meines Kartons hat den Preis einer Eigentumswohnung hingelegt und nach einem Jahr und einem Katalog voll Kleinigkeiten das Ding endgültig auf einen Händlerhof geparkt. Für mich blieben dann noch sieben Mängel übrig.
Und ja, es ist lästig, mit einem Vollintegrierten zu fahren, dessen Klimaautomatik nicht funzt und dann auch die Heizung nicht geht und man die meterweit entfernte Scheibe nicht frei bekommt und alle 2 km anhalten muß. Es ist doof, wenn bei jeder Kurve die Badezimmertür aufspringt und wenn im Urlaub der Küchenwasserhahn nicht läuft und man immer mit dem Duschschlauch Wasser ins Spülbecken lassen muß. :D

Wenn sich die Hersteller des Familiengolfes ähnliche Patzer leisten täten, bei weit weniger Budgetaufwendungen, die ein Gehaltsempfänger dafür leisten müsste, die Medien würden gar nicht mehr zur Ruhe kommen. :mrgreen: Bei der Familienkutsche wird schon über eine knarzende Hintertür gemeckert.

rkopka am 26 Dez 2014 13:48:05

FWB Group hat geschrieben:Frage vom Kunden: "Wenn er nun davon 2 Stück nimmt, entfallen dann ja wohl die Versandkosten!
Ich kann mir nicht erklären, wie Menschen auf solche Fragen kommen.......

Ganz einfach, weil es in vielen Bereichen nun mal so üblich ist. Daß das bei derartigem Versand nicht funktioniert, ist halt nicht jedem klar. Aber überall gibts Angebote: ab €100 versandkostenfrei, oder ab 3 Stück kein Versand, oder Versand für den ersten Artikel, die anderen dann ohne ... Also ist man es so gewohnt.

Auch ich bin der Meinung, daß bei einem neuen Artikel alles stimmen muß. Würdest du im Geschäft ein Sakko kaufen, an dem ein Knopf fehlt - für den vollen Preis ? Natürlich kann man den selber annähen, aber warum sollte man ?
So ist es doch in jedem Bereich. Etwas neues hat zu funktionieren und gut auszusehen, sonst geht es zurück oder es gibt eine Preisminderung. Warum sollte das gerade beim Womo anders sein ? Wir sollten hier eher noch mehr reklamieren und nicht selber rumpfuschen und den Werkstatt Arbeit abnehmen oder einen Aufhänger für eine Ausrede liefern. Nur so lernen sie es, eine vernünftige Endkontrolle einzuführen und das nicht mehr Kunden zu überlassen. Die sind außerdem unter Druck, weil sie jedesmal eine gewisse Strecke zum Händler fahren müssen oder schon in den Urlaub wollen und nicht erst 2 Monate auf einen Termin warten. Hier ist der Kunde eindeutig nicht der König sondern nur ein armer Bittsteller und das ist nicht korrekt.

Eigentlich sollte es sogar eine Strafzahlung geben für jedesmal, daß man wieder hin muß. Derzeit sagen sich die Hersteller: wozu Endkontrolle ? Wenn was nicht paßt, findet das der Kunde und kommt wieder, dann kostet es uns das gleiche, als wenn wir die Endkontrolle und Korrektur im Werk machen. Nur so kommt nicht jeder zurück und wir sparen noch mehr. Das kann ich bei einem €9,90 Radio aus China vielleicht noch akzeptieren, aber bei sogenannter "deutscher Wertarbeit" um mind. €50K NICHT.
Eine weitere Idee: Man zahlt nur 80% der Kaufsumme, der Rest wird nach gründlicher Durchsicht nach 6-12Monaten gezahlt. In der Wirtschaft wird ein neues System auch erst nach genau spezifizierten Abnahmen bezahlt und nicht schon, wenn es einfach dasteht und nicht bekannt ist, ob es überhaupt funktioniert.

Ein Passagierjet ist vielleicht ein etwas teureres Objekt, aber da sind die Abnahmechecks recht interessant. Natürlich muß der Jet fliegerisch abgenommen werden, von Offiziellen und von Piloten des Käufers. Weiters wird wirklich jedes Teil, Regal, Klappe... geprüft und alles was nicht paßt, markiert. Erst wenn alles erledigt ist, gibt es Geld. Und natürlich bemüht sich der Hersteller um wenige Fehler, weil jede nachträgliche Korrektur teuer ist.

RK

Variophoenix am 26 Dez 2014 14:00:19

Wir reden hier ja auch nicht von solchen Grossen Problemen. Da würde ich auch beim Verkäufer auf der Matte stehen.

Das Thema ist: Warum wird eigentlich jeder Fliegenschiß reklamiert ?

Gast am 26 Dez 2014 14:00:39

Die Terminliste der "Nachsorgewerkstatt" eines "Premiumherstellers" ist,
wie man hier und auch in anderen Reisemobilforen immer wieder lesen kann
auf Wochen, wenn nicht auf Monate ausgebucht. :eek:
Das können nicht nur Peanuts sein, die da behoben werden müssen. :wink:
Unser niegelnagelneues Reisemobil stand 7 Wochen beim Händler.
Die ellenlange Mängelliste war nach 7 Wochen bei der Abholung fast genauso lang,
wie bei der Abgabe.
Erst im Werk wurden binnen 2 Tagen alle Mängel behoben.
Also heißt es für jeden Käufer und besonders für jeden Neukäufer
gleich am Anfang alle Mängel klar und deutlich benennen bzw. reklamieren.
Später kann es zu spät sein und größere Mängel selber beheben kann zum Ausschluß
der Garantie führen.

Rudieins am 26 Dez 2014 14:14:58

Hallo und frohe Weihnachten,

wenn man sich etwas kauft, hat der Verkäufer auch die Pflicht es in dem Zustand zu liefern, wie es angeboten wurde. Wenn dann „Abweichungen“ festgestellt werden, muss eben nachgebessert werden. Das ist keine Erbsenzählerei!!! Man beschwert sich ja auch nicht bei der Geldzählerei beim Kaufpreis!

Allerdings habe ich auch schon 3 Dinge selbst behoben, zwei Mal mit Öl und einmal mal mit dem Schraubenzieher.

Rudi

rolf51 am 26 Dez 2014 14:40:51

Hallo rkopka,

was Du da in manchen Passagen von dir gibst bzw. Meinung hast, kann man nur den Kopf schütteln. Würde dir wünschen in der Qualitätskontrolle bei einem Fzg. Hersteller tätig oder verantwortlich zu sein zu sein.
Mit dir hätten wir zu 100% Mängelfreie Fzg., oder auch nicht?
Fehler/Mängelfrei kann man nicht durch die Kontrolle erreichen. Die Entwicklung/Konstruktion könnte ein super gutes Produkt (wie es hier manche wünschen) hervorbringen, nur das würden wenige bezahlen wollen.
Ärgerlich ist natürlich wenn eine berechtigte Beanstandung reklamiert wird und der Händler oder Hersteller einen nicht ernst nimmt. Das geht natürlich gar nicht.

a.miertsch am 26 Dez 2014 14:55:44

Es muss alles sein Maß haben. "Kurze Predigt, lange Würste."
Auch ich habe mal ein Disko-Mobil bei P gekauft, wohl wissend, dass da nicht alles so ist wie es sein sollte. Wird nicht so schlimm sein, dachte ich. Eingedenk meiner handwerklichen Fähigkeiten. Es kam schlimmer. Habe die Karre an einen Händler verkauft, weil der Preis noch ganz gut war.

Die gute Nachricht im Herbst diesen Jahres war , das die Hersteller von Freizeitfahrzeugen
PLANEN die Qualitätsstandards der PkW-Herstellung zu erreichen. Was immer dies auch bedeuten mag :D

Eigentlich eine Bankrotterklärung! im Umkehrschluss heißt das nichts anderes: "Bisher war meine Meinung das Maß aller Dinge sagte sich jeder Hersteller". Qualität lässt sich nicht hineinkontrollieren, die muss produziert werden, dazu bedarf es qualifiziertes Personal.
Standards stehen auf dem Papier und sind nicht verkäuflich.
Beim Disco-Mobil macht man ja noch Abstriche, aber wenn für die Schachtel 100.000-200.000 DM hingelegt werden müssen, verlange ich, dass auch die letzte Schraube tip top da sitzt, wo sie hingehört und sollte das nicht der Fall sein, steht mein Händler in der Pflicht.
Nun liegt es an ihm, ob ich Kunde von ihm bin und bleibe oder nicht.
Ich habe einen Händler für mein Mobil ganz in der Nähe, Kunde bin ich bei einem Händler in Weickersgrüben, weil ich da als Kunde bedient und angesehen bin. Das sind mir die 200Km Fahrt schon wert.
Albert

Palmyra am 26 Dez 2014 14:57:22

Servus

wir haben vor vielen vielen Jahren ( 33 Jahre sind es genau ) unseren ersten Wohnwagen im Werk abgeholt .... mit Kennzeichen usw. .... nach gruendlicher Ueberpruefung haben wir uns entschieden dieses "Neufahrzeug" mit erheblichen Maengeln nicht zu nehmen sondern wieder heimzufahren ..... auf einmal gab es noch einen anderen Wagen und wir sind dann damit heimgefahren ... die Fahrgestell Nr. war halt falsch ....

20 Jahre spaeter holen wir einen Travel Liner wieder in einem anderen Werk ab .... der Haendler hat uns schon gewarnt und mitgeteilt , dass er alles erledigen wird was wir beanstanden. Das Fahrzeug sah fuerchterlich aus ..... wurde aber letzendlich von dem Haendler absolut in Ordnung gebracht . Dass die neue Alde Heizung dann in den Bergen nicht funktionierte und ueber den Service gestritten wurde ( wer eigentlich zustaendig sei .... Truma hatte damals Alde uebernommen ) ist ein anderes Thema.

Was ich sagen moechte .... es hat sich in 3 JAHRZEHNTEN nichts geaendert und die Konsumenten akzeptieren vieles nur , weil es sich um ein Freizeitfahrzeug handelt . Dies ist bei Yachten und Booten genau das Gleiche ..... nur bei gehobenen PKW Fahrzeugen muss alles bis ins letzte Detail einschl. Neuwagenduft stimmen sonst gibt's Aerger :lol: :lol: :lol:

Wichtig ist und nach nunmehr 22 Wohnmobilen als Fazit ...... der Haendler muss gut sein und um die Ecke .... alles Andere ist nicht sinnvoll. Und mit meinem Haendler bin ich eigentlich sehr zufrieden .... bisher wurde alles anstandslos gemacht . "Zaubern kann der auch nicht" - mit dem vorherigen Haendler war ich auch sehr zufrieden . Also haette ich schon 2 Marken die ich je nach Wohnort empfehlen koennte .....

rkopka am 26 Dez 2014 15:22:08

rolf51 hat geschrieben:was Du da in manchen Passagen von dir gibst bzw. Meinung hast, kann man nur den Kopf schütteln. Würde dir wünschen in der Qualitätskontrolle bei einem Fzg. Hersteller tätig oder verantwortlich zu sein zu sein.

Mit der Produktion habe ich nur am Rand zu tun. Automotiv Bereich, aber keine Fahrzeuge. Ich habe aber auch schon Test SW programmiert, wo die Teile allen möglichen Tests unterzogen wurden und natürlich auch die Testzeit ein wichtiges Kriterium war. Wenn da nur irgendwas nicht stimmte, wurde das (billige) Teil aussortiert. Und der Testaufwand im Verhältnis zum Wert war beträchtlich, weil wir bei Auslieferung schadhafter Geräte eine Menge Ärger bekommen. Wir hatten z.B. Riesenprobleme, weil ein Mikrocontroller nach gewisser Zeit (länger als im Testzeitraum) Daten verloren hat. Da hat auch der normale Test nicht geholfen. Und es gibt langwierige Verhandlungen mit dem Zulieferer. Wenn sowas bei einem größeren Teil einer Charge auftritt, machst du statt Gewinn Verlust und das kann sich keiner leisten.

D.h. wenn ein Teil nach einiger Zeit einen schwer erkennbaren Fehler entwickelt, kann man dem Hersteller (vermutlich) keinen Vorwurf machen. Wenn aber eine Frontscheibe falsch eingesetzt ist, oder die Kotflügel zu vibrieren beginnen und dem Käufer dann gesagt wird, "ja das kennen wir schon", so ist das einfach nicht akzeptabel.

Mit dir hätten wir zu 100% Mängelfreie Fzg., oder auch nicht?

Nein, aber zumindest weniger offensichtliche Fehler.

Ich hatte noch kein neues Womo. Bei meinem letzten Gebrauchten habe ich auch eine Liste aufgestellt, die dann vom Händler abgearbeitet wurde. Nachträglich wirklich nur Kleinigkeiten. Aber das war ein gebrauchtes Womo, wo man mit sowas rechnen muß.

Meine PKW Neuwagen hatten soweit ich mich erinnere nie so was. Da war ich erst beim nächsten Service wieder in der Werkstätte und auch sonst kaum einmal.

Wenn man aber hier und anderswo von Neukäufen liest, dann scheint es schon normal, mindestens einmal oder öfter wieder zum Händler zu fahren, bis alles paßt. Und oft genug sind es tatsächlich Kleinigkeiten, die aber andererseits auch beim Händler/Hersteller mit kleinem Aufwand gefunden und korrigiert werden hätten können.

Vielleicht schreiben hier mal Neukäufer, die wirklich keine Reklamationen hatten, oder wenn es nur Kleinigkeiten waren, was ?

Fehler/Mängelfrei kann man nicht durch die Kontrolle erreichen. Die Entwicklung/Konstruktion könnte ein super gutes Produkt (wie es hier manche wünschen) hervorbringen, nur das würden wenige bezahlen wollen.

Ich rede hier nicht davon alles aus Edelstahl oder vergoldet zu machen, oder daß jede Platte wie bei einem RollsRoyce handbearbeitet wird. Und ich glaube die Konstruktion ist in weiten Teilen gar nicht so schlecht. Nur anscheinend ist die Kontrolle oder Einrichtung der Produktion wohl weniger gut. Sicher auch dem Preis geschuldet. Und wie außer durch Kontrolle willst du ein fehlerfreies Produkt zum Kunden bringen ? Da kann die Planung und Konstruktion noch so gut sein, irgendwas kann immer schief gehen.

Ich war mal für ein Update eines Produkts bei uns zuständig. Eine Prozessorplatine war nicht mehr lieferbar und wurde ersetzt, sonst nur minimale Änderungen. Trotzdem haben die Tests fast die Hälfte des Budgets dafür verschlungen. Und hier ging es nicht um ein sicherheitsrelevantes Produkt. Bei Sachen wie ABS oder Medizin ist das Verhältnis vermutlich noch extremer. Ich sage nicht, daß ein Womo solche Tests braucht, aber doch zumindest ein gewisses Maß, so daß nicht der unbedarfte(?) Kunde in wenigen Wochen eine Liste von sichtbaren Fehlern zusammen hat. Als extremes Beispiel wurde mal ein Individualausbau beschrieben, wo gewisse Klappen und Funktionen gar nicht funktionierten. Hier wurde anscheinend gar nicht kontrolliert - und das bei den Summen !

RK

Gast am 26 Dez 2014 16:23:45

Mal abgesehen davon, dass es mir absolut unverständlich ist eine mangelhafte Ware selbst zu reparieren, sehe ich noch einen anderen Aspekt.
M.W. macht der Händler die letzte Endkontrolle/Instandsetzung vor der Auslieferung nach Vorgaben des Herstellers. Diese fällt leider je nach Händler mehr oder minder kurz aus. Fällt dem Kunden später etwas auf, wird es *im Auftrag des Kunden* repariert und dem Hersteller in Rechnung gestellt.
D.h. es wäre im Interesse des Händlers, die erste Endkontrolle aus Kostengründen kurz zu halten und bei Reklamation sich nochmal einen Nachschlag zum Verkaufspreis zu holen. Je nach Händler wird die Endkontrolle auf den Kunden abgewälzt. Je nach Leidensfähigkeit und Toleranz sind Nacharbeiten zu erledigen.

Wir selbst haben glücklicherweise nur eine kleine Odyssee hinter uns. Bei der ersten Fahrt hatten sich viele Kantenumleimer gelöst, eine Mischbatterie war defekt und die Alarmanlage nicht richtig befestigt. Was ich viel schlimmer fand, war die schlampige handwerkliche Qualität. Da wurde Sikaflexreste (die kleinen Würste, die beim Arbeiten mit der Kartusche automatisch nachlaufen) einfach auf dem Dach abgeputzt, Verpackungsreste und Sägespäne einfach und offensichtlich liegengelassen. Oder, dass beim Austausch der Mischbatterie der Kalt/Warmpropfen vergessen wird - das sieht man au auf den ersten Blick aus mehreren Metern. Unverständlich auch, dass auf dem Dach einige Schrauben verbaut wurden, die nicht rostfrei waren. Man hatte einfach diese Schrauben mit einem Klecks Sikaflex versiegelt. Der Klecks hatte sich gelöst und die rostenden Schrauben lagen frei. Ich kann nur mutmaßen, aber ich glaube nicht, dass derartige Schrauben ab Werk an einer so dem Wetter ausgesetzten Stelle verbaut wurden.
Ich hatte im Nachgang auch daran gedacht, eine Trittstufe nachzurüsten. Aus Interesse war ich am Wochenende zum Händler gefahren und unter einige Ausstellungs(neu)fahrzeuge geschaut, wie die Trittstufen befestigt werden. Auch hier das gleiche Bild: keine rostfreien Schrauben ...
Trotzdem ist das kein Vergleich für die Odyssee eines Bekannten mit seinem Premiumneufahrzeug...

mimianja am 26 Dez 2014 16:36:24

Nicht für jeden ist ein Fliegenschiß auch ein Fliegenschiß. Wenn ich lese, was hier alles als Kleinigkeit hingestellt wird, tut mir leid, ich kann "nicht oder schlecht schließende Schranktüren" nicht selbst reparieren. Nicht jeder ist da handwerklich so geschickt, ich komm dann eher mit den kleinen elektronik Problemen klar.
Allerdings habe ich diese Dinge auch direkt bei der Übergabe kontrolliert und die wurden sofort behoben. Das Team bei unserem Händler war da sehr nett und hat mir auch nicht angekreidet, dass ein reklamierter Fliegenschiss nur ein Bedienungsfehler von mir war.
Vielleicht kommt es einfach darauf an, wie man in den Wald rein ruft ! Manche haben auch hier einen Ton drauf, da wundert mich nichts mehr. :roll:


Anja

dieter2 am 26 Dez 2014 17:10:11

Ich bin auch einer der bei Kleinigkeiten lieber selbst Hand anlegt.

Die Duschabtrennung war mit einen Druckknopf befestigt, der ist immer kaputtgegangen und die Abtrennung eierte immer hin und her.
Klar hätte mein Händler einen Neuen anbauen müssen.
Das nutz mir aber nicht wenn ich im Jahr zweimal zum Nachbessern muß.
Also hab ich was Neues konstruiert was einfacher ist und hält.
Das war auch schon das Einzige in zwei Jahren was zum reklamieren war.

Dieter

Gast am 26 Dez 2014 18:18:07

Reklamationen dienen auch dazu dem Hersteller ein Feedback zu geben und damit die Chance, das Produkt zu verbessern.

Eigentlich sollte man schon deswegen wirklich jeden Fliegenschiss reklamieren.

Liebe , Alf

FWB Group am 26 Dez 2014 23:04:09

mimianja hat geschrieben:Vielleicht kommt es einfach darauf an, wie man in den Wald rein ruft ! Manche haben auch hier einen Ton drauf, da wundert mich nichts mehr. :roll:


Anja



Hi
Anja, ich denke, das ist der richtige Ansatz, also zurück zu unseren Tugenden
Da spielen Anstand und ein gewisses Maß an Contenance eine Rolle.

fabi am 27 Dez 2014 02:31:01

Hallo zusammen,

bei uns waren dermassen viele Maengel verbaut, dass ich dem Werk mal eine Mail geschrieben hatte, die auch gut beantwortet wurde.
Was mich wundert, ist die Aussage, die ich schon des Oefteren hoeren musste: " es ist viel Handarbeit, da kann das mal passieren".
Das Argument habe ich nie verstanden, da ich Handwerker kenne, die sich fuer eine solche Haeufung von Maengeln in Grund uns Boden schaemen wuerden.

Die Firma Buerstner hat alle Maengel beseitigt und sich einsichtig gezeigt, jedoch waeren viele Maengel bei sorgfaeltigerer Arbeit vermeidbar gewesen.

Als Vergleich: wenn ich einen Kaffeevollautomaten kaufe und der nicht richtig funktioniert, bastel ich da auch nicht selber dran rum.

Fuer uns war neben der Misere der reichlich vorhandenen Maengel wichtig, dass diese unkompliziert behoben wurden.

Fabi

willi_chic am 27 Dez 2014 14:48:09

Nach meiner Ansicht hat jedes neue Wohnmobil Mängel (erhebliche, offensichtliche, geringfügige, versteckte….), egal ob es 40.000 oder 240.000 kostet…..

Die entscheidende Frage ist wie Hersteller/Händler und Kunde damit umgehen

Ein Womo ist immer ein mehr oder weniger handwerklich individuell zusammengebautes (manchmal –gebasteltes) Fahrzeug, bei dem vieles dem Geschick des Monteurs überlassen bleibt. Man mache mal je eine Werksführung im laufenden Betrieb bei VW und eine bei Adria… Bürstner…. Concorde… Dethleffs…um den Unterschied zu verstehen

Mangel ist jedoch nicht gleich Mangel, und insofern verstehe ich die ellenlangen Mängellisten mit denen einige Zeitgenossen ihre Gründlichkeit (?) dokumentieren nicht so ganz. Denn hätten sie vor der Übernahme gründlich nachgeschaut gäbe es fast keine Mängel

Grundsätzlich gilt für mich: ein Fahrzeug hat zum Zeitpunkt der Abnahme frei von sichtbaren Mängeln zu sein, sonst nehme ich es heute nicht ab und wir machen für nächste Woche einen neuen Termin aus. Hier gilt es die Füße ruhig zu halten. Also Heizung, Wasser, Rollos etc hat zu funktionieren, die vereinbarte Sonderausstattung ist an Bord und es gibt keine optischen Mängel wie Schmutzecken oder abstehende Umleimer.

Sind anstelle der optionalen Lederausstattung die serienmäßigen Stoffpolster verbaut, gibt’s einen heftigen Zurückbehalt vom Kaufpreis und einen Termin (verbindlich, nicht „in ca. 8 Wochen“) wann die Ledersitze eingebaut werden

Ob die Schranktür klappert merke ich da natürlich nicht, aber es steht mir frei vor Unterschrift unter den Kaufvertrag eine Probefahrt zu vereinbaren (max 20km, Händler fahren lassen, Holperstrecke selber aussuchen). Premiumhersteller machen das am Ende der Fertigung übrigens von sich aus

Damit habe ich jetzt ein Fahrzeug das zum heutigen Zeitpunkt nur einen Mangel hat, nämlich fehlende Ledersitze.

Für alles was danach kommt, wie Undichtigkeiten, Heizung geht nicht etc, gibt’s die Gewährleistung und später ggf die Kulanz. Und ein guter Servicebetrieb wird im Winter der defekten Heizung eine höhere Priorität einräumen als der klappernden Badtüre

Wobei ich mir immer überlege, lohnt sich der Aufwand des Reklamierens?
Nur Klappenscharnier lose -> Liebste, wo ist mein Schraubenzieher
Heizung nach 4 Wochen defekt -> ab zum Händler

Und manchmal kommt bei der Bestellung nicht so klar rüber was der Kunde eigentlich erwartet……. und dann gibt’s richtig Ärger





grüße klaus

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