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Warum wird eigentlich jeder Fliegenschiß reklamiert ? 1, 2, 3


didje3 am 27 Dez 2014 15:03:38

Suber :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol: :lol:

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ganderker am 27 Dez 2014 15:16:20

willi_chic hat geschrieben:Mangel ist jedoch nicht gleich Mangel, und insofern verstehe ich die ellenlangen Mängellisten mit denen einige Zeitgenossen ihre Gründlichkeit (?) dokumentieren nicht so ganz. Denn hätten sie vor der Übernahme gründlich nachgeschaut gäbe es fast keine Mängel


ja, so meint man das in der Theorie.
Wenn man aus bisheriger Erfahrung weiß, dass der eine oder andere Mangel erst nach Tagen des Gebrauchs zu Tage kommt, kann man sich bei der Übergabe auf Wesentliches konzentrieren (alles dicht im Wasser/Gassystem, funzt Heizung uä) und dann in Ruhe schauen und ggf. "sammeln" (sonst macht man das ja bei der Übergabe und dann den Rest später ggf. auch noch mal). Dann bei guter Gelegenheit alles erledigen lassen. Diese Leute (zumindest meine Werkstatt) wissen, wie und wo sie hinfassen müssen, auch und gerade bei Kleinigkeiten. Daher lasse ich einfach die Finger davon.

dieter2 am 27 Dez 2014 15:25:47

rkopka hat geschrieben:Weiters wird wirklich jedes Teil, Regal, Klappe... geprüft und alles was nicht paßt, markiert. Erst wenn alles erledigt ist, gibt es Geld. Und natürlich bemüht sich der Hersteller um wenige Fehler, weil jede nachträgliche Korrektur teuer ist.

RK


Das währe doch mal ein Beruf, Fachmann für Fahrzeugabnahme.
Für 100 € prüft der dann ein Neufahrzeug bevor es der Kunde mit nach Hause nimmt auf Herz und Nieren.

Kann natürlich auch passieren das dann mancher Kunde ohne Womo wieder nach Hause fährt :ja:

Dieter

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rolf51 am 27 Dez 2014 15:54:10

Hallo,
als mein Womo beim Händler auf dem Hof war wurde ich informiert. Dann konnte ich es fahren und meine Prüfliste abarbeiten (3 Seiten). Danach wurden die Sondereinbauten und meine gefundenen kleine Mängel behoben. Erst danach wurde bei der Übergabe bezahlt. Die nachträglichen aufgetretenen Mängel wurden aber dann leider nicht alle zu meiner Zufriedenheit behoben. Daher ist nicht nur der Preis sondern ein Kundenorientierter Händler, auch nach dem Kauf, ein sehr wichtiger Aspekt.

rkopka am 27 Dez 2014 16:06:26

willi_chic hat geschrieben:Ein Womo ist immer ein mehr oder weniger handwerklich individuell zusammengebautes (manchmal –gebasteltes) Fahrzeug, bei dem vieles dem Geschick des Monteurs überlassen bleibt.

Ich glaube nicht mal, daß soviel vom Geschick abhängt. Wenn die Konstruktion und Fertigungsplanung stimmen, sollte nicht viel dem Geschick überlassen sein. Das kommt erst ins Spiel, wenn etwas nicht gut durchdacht ist, und der Monteur sich selbst was überlegen muß. Oder es sind aus Kostengründen häufiger wechselnde Leiharbeiter, die halt nicht jeden Griff schon kennen. Ansonsten geht es eher um die Sorgsamkeit des Monteurs und wieviel Zeit er hat. Wenn er wie am Fließband das Scharnier nach 20sek montiert haben muß und eines will nicht recht, dann bleibt das halt einfach so, um den Takt zu halten. Andernfalls ist Zeit, die Arbeit auch nochmal kurz zu kontrollieren, bevor der nächste Schritt kommt. Und da manches auch vom Zusammenspiel abhängt (z.B. Teile, die sich durch das Gewicht des Dachs oder der Markise verbiegen), am Ende nochmal eine Kontrolle.

Mangel ist jedoch nicht gleich Mangel, und insofern verstehe ich die ellenlangen Mängellisten mit denen einige Zeitgenossen ihre Gründlichkeit (?) dokumentieren nicht so ganz. Denn hätten sie vor der Übernahme gründlich nachgeschaut gäbe es fast keine Mängel

Da gibt es immer Gründe etwas nicht gleich zu finden. Für manche ist es das erste Womo und sie kennen einfach noch nicht alles. Auch ist die Übergabe nicht immer so ideal. Wenn es hektisch zugeht oder z.B. kein Wasser oder Gas da ist. Oder man gewisse Details nicht erklärt bekommt und selber noch nicht kennt. Sollte nicht so sein, kommt aber trotzdem vor.

Grundsätzlich gilt für mich: ein Fahrzeug hat zum Zeitpunkt der Abnahme frei von sichtbaren Mängeln zu sein, sonst nehme ich es heute nicht ab und wir machen für nächste Woche einen neuen Termin aus.

Klingt gut, nur ist das für viele ziemlich unpraktisch. Wenn der Händler nicht vor Ort ist oder der Urlaub bald starten soll. Mal eben 3x x km fahren, bis alles paßt oder den nicht verschiebbaren Jahresurlaub dann mit Warten auf die Mängelbehebung zu verbringen. Oder 3x die Kennzeichen für die Überführung besorgen... Da werden viele wohl schwach und nehmen es trotzdem mit. Ja, könnte man besser planen. Aber mit begrenztem Urlaub, wenn sich z.B. die Lieferung verzögert, sitzt man irgendwann in der Zwickmühle.

Nur Klappenscharnier lose -> Liebste, wo ist mein Schraubenzieher

Ja, das ist was kleines, und wenn es nur das ist, geht es ja zum Selbermachen, wenn das Scharnier nicht zu komplex ist. Zumindest in der (Wohnungs)Küche sind die Dinger schon mal etwas kompliziert. Manche Reparatur ist nicht so einfach wie sie scheint oder führt nur zu weiteren Schäden, die dann beim Käufer hängen bleiben.
Wenn es aber schon gravierendere Punkte gibt, dann kommt es einfach mit auf die Liste. Warum sollte man sich selber damit abgeben. Das kommt früh genug, wenn die Gewährleistung zu Ende ist oder man irgendwo steht. Oder Punkte, die man nach einigen Jahren Gebrauch oder bei einem Gebrauchten einfach akzeptiert, wie z.B. ein Kratzer hier oder da oder eine kleine Wölbung in einer Platte. Bei einem Neuen ist das eben ein Mangel

RK

Gast am 27 Dez 2014 16:32:26

Und wenn sich dann zu den Erbsenzählern auch noch die Rabulisten gesellen, wird so ein Thema richtig lustig..."Winterholefun" sozusagen. :lach:

wombat1 am 27 Dez 2014 16:59:26

Lieber Heinz-Jürgen,
Du brauchst es ja nicht zu lesen. Dieser Beitrag scheint vielen am Herz zu liegen.

Wombat1

Gast am 27 Dez 2014 20:18:29

wombat1 hat geschrieben:Lieber Heinz-Jürgen,
Du brauchst es ja nicht zu lesen. Dieser Beitrag scheint vielen am Herz zu liegen.

Wombat1


Lieber "Wombat1",

was ich lese und wie ich es kommentiere, entscheide ich immer noch selbst. Ich entscheide auch für mich selbst, was eine Erbse ist und versuche nicht, jemanden zu belehren, nur weil er eine andere Meinung hat und die Erbse auch unter 10 Kaltschaummatratzen noch spürt. :wink:

wombat1 am 27 Dez 2014 20:41:53

Lieber Heinz-Jürgen,

ich habe nichts für Dich entschieden. Ich habe dir Ausdrücklich die Entscheidung überlassen.

wolfherm am 27 Dez 2014 20:46:58

Moderation:Können wir bitte zum Thema zurückkehren? Eure bilateralen Probleme könnt ihr ungestört per KN klären. Vielen Dank.


camptourer am 28 Dez 2014 11:35:54

Hallo,

ich denke daß wirklich jeder " Fliegenschiß" reklamiert werden sollte. Nur so bekommt der Hersteller einen Wink ,daß die Kontrollen bei der Endabnahme im Werk und beim Händler besser werden müssen.
Wenn solche auch noch so kleinen Dinge nicht reklamiert werden , denkt doch der Hersteller------ was sind wir doch perfekt-------.
Wenn ich soviel Geld für etwas ausgebe will ich auch ein perfektes Produkt haben.
Ein Hersteller bei dem die Garantiekosten nach oben gehen wird schnell seine Qualität in der Produktion verändern müssen.


Reinhard

rkopka am 28 Dez 2014 12:00:34

camptourer hat geschrieben:ich denke daß wirklich jeder " Fliegenschiß" reklamiert werden sollte. Nur so bekommt der Hersteller einen Wink ,daß die Kontrollen bei der Endabnahme im Werk und beim Händler besser werden müssen.

Und manche Dinge weiß der Hersteller evt. wirklich nicht, weil es vielen zu wenig wichtig ist. Ich gehe mal davon aus, daß der Hersteller ein fehlerloses Produkt liefern will. Also sollte er eigentlich für solche Rückmeldungen dankbar sein. Gerade was Fehler betrifft, die im laufenden Betrieb/Fahrt auftreten. Ich sehe schon ein, daß er nicht jede Aufbauvariante erstmal 10.000km mit Übernachtungen testen kann. Nur sollten dann auch entsprechende Änderungen vorgenommen werden und das möglichst auch den anderen früheren Kunden kommuniziert werden. Das würde sein Image IMHO deutlich positiv beeinflussen.

RK

dima10 am 28 Dez 2014 14:13:30

gerwulf2000 hat geschrieben:Zitat:

Ich bremse mich jetzt hier! Klar ist für uns: Der Hersteller braucht uns nix mehr verkaufen!!

gerwulf



Hallo gerwulf2000,

...ich kann das nachvollziehen!

Wir hatten uns selbst mit dem Gedanken getragen, den aktuellen (4 jährigen) Bürstner IXEO gegen ein Fzg dieses (A...dorf´er) "Premiumherstellers" zu tauschen.

Auf der Messe in DÜS waren uns dann beim genauen Hinsehen (leicht zu ändernde) funktionelle Mängel ins Auge gefallen.

Unter anderem liessen sich die FH-Sitze nicht komplett drehen, da diese (in hinterster Position) an die Polster der beiden Längsbänke stoßen.
Das ist leicht abzuändern...und sollte im Werk möglich sein (Dachten wir!! -:) )...Der Hersteller preist ja seine Manufakturqualität!!!

Diese haben wir dann bei einem Kundenaktionstag im Werk direkt angesprochen.

Reaktion: Das ist nicht möglich! Das müssen sie dann bei einem Sattler machen lassen!

Weitere Mängel an Ausstellungsfahrzeugen (!!) waren auch vorhanden...lose Umleimer, schlechte Passgenauigkeit von Möbel- und Aussenklappen, ungenaue Möbelkanten (ausgefranst), Farbungenauigkeiten(Unregelmäßigkeiten) an GFK-Teilen u. v. m.

...Das sollte an einem Ausstellungsfahrzeug dem Kunden nicht präsentiert werden!

Wir hatten dann einen Tag später ein weiteres Schlüsselerlebnis...

Beim Erwerb von Pflegeprodukten in einer kleinen Firma kamen wir mit dem Besitzer der Selbigen - der gerade vor einem halben Jahr einen Neuen gekauft -hatte - ins Gespräch!

...Luftleitblech unter dem Motor (VI) hängt daneben; GFK-Bugmaske bildet Risse; Motorhaube ist unheimlich ungleichmäßig lackiert - die GFK-Struktur kommt durch; Die Fahrertür hakelt und hat höchst ungleichmäßige Spaltmasse; Außenklappe schlabbern in ihrem Rahmen rum; etc. ... war wohl auch eine DIN A4-Seite.

Auch hier scheint der Hersteller nicht wirklich auf Mängellisten reagieren zu wollen, ja verweist sogar auf einen Handelspartner - der weiter entfernt ist, als das Werk selbst!

Und nun das Beste: der Besitzer des Mobils ist Zulieferer dieses Herstellers!

Das nenn ich KD-Service und Qualität.

Ergo: Unser Bürstner bleibt erstmal...da bekomm ich Teile direkt vom Werk; der KD-Service und direkte Draht ist dort wirklich gut..."Da werden sie geholfen"!
...selbst AluFelgen werden nach 4 Jahren noch komplett und kostenlos gegen neue getauscht (Alufrass)!!

Zum Ursprungsthema: Ich habe auch vieles reklamiert...aber auch vieles selbst erledigt (Händler und Werk haben mit KnowHow und Teilen unterstützt!)
Ein WoMo reift beim Kunden aus...nicht im Werk

Mängel hat jede neue Wurstbude ...ob nun 100.000 EUR oder 50.000 EUR ... das sollte jedem klar sein, der ein solches Fzg erwirbt!

Dima

haballes am 28 Dez 2014 18:29:57

camptourer hat geschrieben:Hallo, ich denke daß wirklich jeder " Fliegenschiß" reklamiert werden sollte. Nur so bekommt der Hersteller einen Wink ,daß die Kontrollen bei der Endabnahme im Werk und beim Händler besser werden müssen.
Wenn solche auch noch so kleinen Dinge nicht reklamiert werden , denkt doch der Hersteller------ was sind wir doch perfekt-------



:top: Stimmt! Und ich persönlich gehe seit Jahren soweit, daß ich die heute üblichen unzähligen Bewertungsanfragen von Herstellern und Verkäufern nie ganz positiv beantworte. Ist zum Beispiel "1" die Bestnote, dann gebe ich trotzdem nur eine "2", auch wenn ich vollkommen zufrieden war. Nur so reißt sich der Bewertete aus dem Hemd weiter "besser" zu bleiben.

Fiatia am 28 Dez 2014 18:45:45

Wenn die Hersteller und Händler den gleichen fürsorglichen Aufwand bei der notwendigen Endkontrolle betreiben würden, wie er auf den Ausstellungen und Messen veranstaltet wird, wäre das Thema erledigt. Für den Aufbau eines bestimmten Images brauch ein Hersteller eine lange Zeit. Die hat er wohl nicht mehr oder es ist ihm gleichgültig, weil seine Zielgruppe als Käufer kein Wert darauf legt.

Ich selber habe keine Erfahrung mit Händler und deren Praktiken. Meine Schachtel, wie der Mopsfreund Haballes zu sagen pflegt, ist aus 2.Hand und aus dem Jahre 1997, also gusseisern und solide, also für Werkstätten uninteressant.

Meine Qualitätsansprüche stammen noch aus einer fernen Vergangenheit und betreffen den Bootsbau. Da hießen die Standards "Hanseat 70b", "Hallberg Rassy 352" oder "Bandholm 28". Während der Bauzeit war der Eigner oft auf der Werft. Einen windigen Händler oder Vertriebler gab es damals nicht.

Die Wohnmobilbauer haben diese Klasse nie erreicht, weil wohl das Publikum ein völlig anderes war. Deren Fabrikate waren ja auch nicht auf der Norsee unterwegs. Bitte entschuldigt meine überhebliche Träumerei.

Fiatia

Gast am 28 Dez 2014 20:29:06

haballes hat geschrieben: :top: Stimmt! Und ich persönlich gehe seit Jahren soweit, daß ich die heute üblichen unzähligen Bewertungsanfragen von Herstellern und Verkäufern nie ganz positiv beantworte. Ist zum Beispiel "1" die Bestnote, dann gebe ich trotzdem nur eine "2", auch wenn ich vollkommen zufrieden war.


Sorry, das ist eine völlig inakzeptable Einstellung, Sven. Ich bin - wie Du - selbständig. Wenn ein Kunde von mir eine 1a-Dienstleistung bekommen hat und er "vollkommen" zufrieden war (vollkommen heißt, dass es nicht besser geht) und er dann hinginge und einem Dritten sagte, dass er nicht ganz zufrieden gewesen sei, dürfte ich das nicht erfahren. Ich würde ihm nämlich beim nächsten Mal sagen, dass er sich einen Anderen suchen soll, den er für dumm verkaufen kann.

Das absichtliche schlechter Bewerten einer Leistung widerspricht nicht nur allen Motivationslehren, sondern ist auch höchst unfair.

Gast am 28 Dez 2014 21:24:36

Lieber Sven,

Ich wünsche dir lauter Kunden welche sich fairer verhalten.

Liebe , Alf

Gast am 28 Dez 2014 23:47:31

KudlWackerl hat geschrieben:Lieber Sven,

Ich wünsche dir lauter Kunden welche sich fairer verhalten.

Liebe , Alf


Das sehe ich ebenso, wenn ich hier so einige Querulanten verfolge mögen diese hoffentlich irgendwann mal an Ihren eigenen Unzulänglichkeiten scheitern.

roxy am 29 Dez 2014 00:07:33

haballes hat geschrieben:
:top: Stimmt! Und ich persönlich gehe seit Jahren soweit, daß ich die heute üblichen unzähligen Bewertungsanfragen von Herstellern und Verkäufern nie ganz positiv beantworte. Ist zum Beispiel "1" die Bestnote, dann gebe ich trotzdem nur eine "2", auch wenn ich vollkommen zufrieden war.

Servus,

bin in einem Bereich tätig an der ein hoher Anteil der Boni an der Kundenbewertung hängt.
Leider ist die oben geschilderte Einstellung weit verbreitet. In der Regel von solchen Menschen, die absolute Topleistung fordern aber selber nicht so in dem Maße an ihrer Leistung gemessen werden.
Finde so eine Einstellung/Verhaltensweise nicht toll und leider auch aussagefähig.

cfo27 am 29 Dez 2014 00:56:58

Oh Gott, oh Gott, oh Gott ...

sorry, wollte hier eigentlich gar nicht so viel Stress machen :oops:

Da ich noch immer überlege neu oder gebraucht zu kaufen, wollte ich eigentlich hinterfragen, ob diese generellen Mängel bei Neufahrzeugen

mehr Schönheitsfehler, oder wirklich gravierend sind .... Ich denke halt, die Beurteilung eines Neubesitzers könnte kurzfristig, etwas subjektiv sein.

Ich bin auch der Meinung, wenn ich 100% bezahle, erwarte ich auch 100% Leistung.

Danke für die rege Teilnahme ...



Christian

FWB Group am 29 Dez 2014 06:45:27

- cfo27 -
Ich finde den Fred und das Thema überaus interessant, spiegelt er doch schön unsere derzeitige Gesellschaft und den Umgang miteinander wieder.

Da haben wir den
Selbstständigen,
den Bootsbauer,
den Angestellten,
den normalen Arbeitnehmer,
den begüterten Beamten,
den Theoretiker,
die Hausfrau,
den Troll usw.
schön beieinander. :wink:

Entschuldigt, wenn die Aufstellung lückenhaft ist.
Euch allen einen schönen Jahreswechsel, ich muß jetzt rauf auf den Traktor --> Schnee schieben.

Christel am 29 Dez 2014 11:25:11

haballes hat geschrieben:Und ich gehe seit Jahren soweit, daß ich die heute unzähligen Bewertungsanfragen von Herstellern und Verkäufern nie ganz positiv beantworte. Ist zum Beispiel "1" die Bestnote, dann gebe ich trotzdem nur eine "2", auch wenn ich vollkommen zufrieden war.


Und demnächst gebe ich deinen Kindern in der Schule mit Null Fehlern in Diktat und Mathe auch eine Zwei, damit sie gute, fleißige Schüler bleiben.
Da hätte ich bald einen Prozess am Hals. Ich muß den Abzug einer Note begründen. Damit der Schüler weiter"besser" bleibt, wäre garantiert keine Begründung.
Auch bei Prüfungen, z. B. bei Meisterprüfungen, dürfen nur Punkte abgezogen werden, die an fehlenden oder falschen Aussagen festgemacht werden können. Da kann es auch nicht heißen, es könnte nach besser gemacht werden, deswegen nur eine 2. Was soll der Bewertete damit anfangen, wenn offentsichtlich Fehler da waren aber niemand sie nennt? Das wäre auch juristisch nicht haltbar.
Welche Erkenntnisse soll der Bewertete aus deiner Aussage ziehen? Ich muß noch besser werden, aber wie? Ich bin noch nicht gut genug, aber wo sind meine Fehler?
Christel

silverdawn am 29 Dez 2014 11:49:28

cfo27 hat geschrieben:
Da ich noch immer überlege neu oder gebraucht zu kaufen, wollte ich eigentlich hinterfragen, ob diese generellen Mängel bei Neufahrzeugen

mehr Schönheitsfehler, oder wirklich gravierend sind .... Ich denke halt, die Beurteilung eines Neubesitzers könnte kurzfristig, etwas subjektiv sein.




Ich wollte damals einen gebrauchten Concorde um die 100.000,- Euro kaufen, ein Anbieter hatte seinen Wagen sehr nett inseriert !

" Zwei Jahre lang alle werkseitigen Fehler beheben lassen, sie können damit heute unbeschwert in Urlaub fahren !" :)


Harald

oscar2005 am 29 Dez 2014 16:04:05

Moin,
wir haben vor einem Jahr unser Womo gekauft.
Erst sollte es eines aus der Vermietung sein, mit einigen Gebrauchsmängeln, die behoben werden sollten .
Da der gleiche Händler aber auch die neuen Restmodelle von TEC im Angebot hatte und das Neufahrzeug hier nur 2tsd Euro teurer war, wurde es ein Neufahrzeug.
Leider hatten wir doch so einige Mängel, ein Wassereinbruch, nicht funktionierende Toilette, diese wurden von unserem Händler behoben, als nächstes muss der Fussboden neu gemacht werden, da ein falscher Kleber genutzt wurde.
Kleinere Sachen ( das Lattenrost war fehlerhaft befestigt) haben wir selber gemacht.
Ich bin auch erschrocken wieviele Mängel ein NEUFAHRZEUG hat.
Da war mir unser 17 Jahre alter Wohnwagen fast lieber.
Aber lasst euch nicht abschrecken, vielleicht hatten wir nur Pech.
Viel spass beim aussuchen.

didje3 am 29 Dez 2014 23:31:14

Ich glaube auch das man heute Glück muss haben um ein gutes Fehlerfreies Produkt zu bekommen, egal ob es ein Fernseher, Waschmachine, Auto oder ein WoMo ist, ich zum Beispiel versuche ein Produkt so lange wie es geht zu erhalten, ich brauche nicht alle 2 Jahre ein neues Auto, aus diesem Grund fahre ich mein WoMo so lange wie es geht, bzw. unser Fernseher war über 20 Jahre alt, und der war so gut das es die Firma heute nicht mehr gibt
didje

wohnmobilbenutzer am 30 Dez 2014 11:09:26

didje3 hat geschrieben:Ich glaube auch das man heute Glück muss haben um ein gutes Fehlerfreies Produkt zu bekommen, egal ob es ein Fernseher, Waschmachine, Auto oder ein WoMo ist, ...
didje


Hallo, ich denke dem kann man zustimmem. Ich wundere mich nur, daß die PKWs, die ich in den letzten Jahrzehnten hatte, eigentlich relativ reparaturunanfällig waren.

Bei meinem jetzigen Womo habe ich mit dem Fahrgestell auch praktisch keine Probleme. Für die Beseitigung der vielen (zugegebnermaßen meist kleineren) Mängel,
musste ich schon öfter in die Werkstatt. Wobei ich der Meinung bin, dass z. B. die selbsteinziehenden Schubladen sich wirklich selbst einziehen sollten. Denn damit hat mein Hersteller damals u. a. als Verbesserung für das neue Modelljahr geworben.


didje3 am 30 Dez 2014 18:45:59

Was mich doch wundert, das die Verkaufszahlen der neuen WoMo in den Letzten Jahren so gestiegen sind. :nixweiss:
didje

wohnmobilbenutzer am 30 Dez 2014 18:59:56

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:Bei meinem jetzigen Womo habe ich mit dem Fahrgestell auch praktisch keine Probleme. Für die Beseitigung der vielen (zugegebnermaßen meist kleineren) Mängel, musste ich schon öfter in die Werkstatt.


Hallo,

ich habe gerade an meinem obigen Beitrag gesehen, daß ich zwei wichtige Worte vergessen habe. Es muß natürlich heißen:
Für die Beseitigung der vielen (zugegebnermaßen meist kleineren) Mängel a m A u f b a u , musste ich schon öfter in die Werkstatt.

Nur zur Richtigstellung, da es sonst keinen Sinn macht.


Lancelot am 30 Dez 2014 19:08:25

Manchmal - nicht immer - liegt's ja auch am Nutzer :!:
BDA lesen ist scheint's nicht jedermann Sache, wohnen und fahren kann doch jeder ... oder ;D

Vor mir steht einer beim wassertanken, heult mir was vor von Scheißkiste, Schnauze voll, hört jetzt auf mit Womo. War extra noch vorher in der Werkstatt wegen Wasserpumpe, jetzt läuft die Suppe schon beim tanken ungebremst unten wieder raus ... er fährt jetzt wieder heim :!:

Ich schau ins Auto rein - arschkalt, Frostschutzventil Boiler hatte ausgelöst.

Ich hab ihm nicht gesagt, was ich dachte ... 8)

Gast am 30 Dez 2014 19:21:34

Lancelot hat geschrieben:Manchmal - nicht immer - liegt's ja auch am Nutzer :!:
BDA lesen ist scheint's nicht jedermann Sache...

So eine Expertin hatte ich vorgestern auch....

....sie schaut mir zu, wie ich Wasser befülle und dann sagt sie,
dass sie auch gern Wasser einfüllen würde, aber der Wassertank
bei ihrem neuen Camper wäre undicht... no comment. :D

uwet am 30 Dez 2014 19:42:06

Ich kann nur jedem raten alles was einem auffällt in der Garantiezeit zu bemängeln, vor allem wenn man wenig Ahnung hat. Aktuelle Beispiele bei meinem B585:
Heizung riecht ein bischen angebrannt: musste gewechselt werden, Kosten nach der Garantie wären ca. 2000€
Thermoscheibe Beifahrerseite innen klein wenig angelaufen: undicht, Wechsel, Kosten nach der Garantie wären ca. 1000€ plus Einbau
Thermoscheibe Fahrerseite hinterm Rückspiegel angelaufen: undicht, Wechsel, Kosten nach der Garantie wären ca. 1000€ plus Einbau
Fliegengitter der PanoramaDachluke klemmt: Serienfehler, das komplette Innenteil wird gerade gewechselt, Kosten noch unbekannt
Aufbautür dichtet bei Kälte nicht ringsum: Serienfehler,Lösung des Händlers Tür so stramm einstellen das man sie zuknallen muss nicht akzeptiert, konnte nur vom Hersteller behoben werden, Kosten unbekannt
Dachabsenkung vorn ca. 18mm sieht man eigentlich gar nicht: Serienfehler, wird gerade beseitigt, Kosten noch unbekannt

Wie gesagt alles optische Kleinigkeiten, fallen nicht groß auf. Die Scheiben z.B. trocknen nach ein paar Tagen wieder vollkommen aus. Wann sind sie vollkommen blind ?

Uwe

andwein am 31 Dez 2014 16:10:51

Die Aufzählung ist aber schon heftig, das sind in meinen Augen keine Kleinigkeiten.
Und zumindest bei der Liste kann man wenig selber machen. Also Gewährleistung, also hinfahren, Rücktransport arrangieren, Hintransport arrangieren, zurückfahren. Kaum einer hat seinen Händler in 5 km Umkreis.
Andreas

uwet am 01 Jan 2015 14:15:15

andwein hat geschrieben:Die Aufzählung ist aber schon heftig, das sind in meinen Augen keine Kleinigkeiten. Andreas

Ein Gesundes Neues,
ich wollte nur mal darauf hinweisen das diese von mir hier angeführten Kleinigkeiten von vielen aus Unwissenheit akzeptiert werden. Hintenraus wird es dann sehr teuer oder man lässt es so und verkauft. Zur stinkenden Heizung habe ich in einem anderen Forum Anfragen gestellt, keiner lies die Heizung wechseln, es riecht eben. Die Sache mit den Thermoscheiben habe ich telefonisch mit einigen Besitzern gleicher Fahrzeuge angesprochen, einer hatte auch angelaufene Scheiben kam aber gar nicht auf die Idee das dies ein Mangel ist............

Uwe

brainless am 01 Jan 2015 23:51:38

gtom hat geschrieben:.Der Händler kalkuliert in seinen Endpreis die Kosten für die Gewährleistungen, den Service und für kleiner Reparaturen mit ein...
Diese Kosten bezahlt also sowieso der Kunde beim Kauf des Fahrzeuges...



Hallo Thomas,

mal abgesehen davon, daß ein seriöser und betriebswirtschaftlich korrekt handelnder Kaufmann eine andere Kalkulationsart wählt, hast Du recht: Alles zahlt der Kunde.

Grundsätzlichch werden echte Mängel nicht vom Kunden definiert sondern von einem Sachverständigen anhand der zugrundeliegenden Normen...


Nein, Mängel werden vom Kunden angezeigt und die fristgerechte Beseitigung gefordert. Im Rahmen der gesetzlichen Gewährleistung hat der Verkäufer, zumindest in den ersten sechs Monaten nach Fahrzeugübernahme, den Beweis zu führen, daß es sich nicht um einen von ihm zu beseitigenden Mangel handelt.
Irgendwelche "Normen" liegen seltenst zugrunde.

Es ist auch eine schwierige Klientel, viele haben sich "hochgearbeitet" einen gewissen Lebenstandard geschaffen und erwarten für Ihr Geld dass nicht nur das Fahrzeug perfekt ist sondern auch der Service, der Stellplatz, der Händler usw...


Schön für jemand, der gleich als Millionär geboren wurde. Auch ich gehöre leider zu der von Dir als "schwierig" bezeichneten Klientel.
Auch ich fordere Mängelfreiheit zu 100%, solange der Verkäufer von mir Bezahlung zu 100 % fordert.
Jede Marke unterhalb von 100% bedarf einer kaufmännischen Verhandlung - nicht eines einseitigen Verzichts des Käufers. 8)

Ist eine typisch deutsche Erscheinung,...

Du scheinst nicht viel in anderen Ländern der EU herumgekommen zu sein. Als ich für einen Dienstleistungskonzern mit Kunden in ganz Europa arbeitete, machte ich gegenteilige Erfahrungen.

Nachtrag: 35% der Kosten im WoMo- Sektor sind im Bereich Marketing, Productplacement und Customer Care zu finden, in USA sind das gerade mal 5-10%...


Na, das sind doch mal harte Zahlen. Nenne Quellen, sonst nenne ich diese Behauptung blanken Unsinn.
Du weißt aber schon, daß Productplacement und Customer Care Bestandteile des Marketing sind? :roll:



Liebe Forumskollegen,

warum es alleine aus rechtlichen Gründen sinnvoll ist, jeden Fliegenschiß beim Verkäufer zu reklamieren, haben ja bereits andere Forumisten dargelegt. Hinzu kommt, daß der Verkäufer nur durch angezeigte Mängel in die Lage versetzt wird, sein Produkt zu verbessern / verbessern zu lassen.
Floskeln wie "Fliegenschiß", "Geiz ist geil", "Anspruchsdenken", etc. etc. werden gerne von Menschen auf der anderen Seite der Verkaufstheke gestreut, um den Konsumenten zu verunsichern. Im harten Wettbewerb rechtfertigt der Mittel den Zweck.........

Nur, wenn z.B. "Geiz ist geil" dafür steht, daß ein potenzieller Kunde Angebote nach Inhalt und Preis vergleicht und auf seine individuelle Bedarfssituation abbildet, ist der Spruch nicht nur grundfalsch, sondern auch beleidigend und überheblich.
Professionelle Einkäufer, auf der anderen Seite der Theke, tun Tag für Tag nichts anderes.
Das gleiche gilt für den "Fliegenschiß": Jedes vernünftige Unternehmen hat eine Eingangskontrolle, die das empfangene Gut auf Fehlerfreiheit prüft: Menge, äußerer Anschein, evtl. gar eine Funktionsprüfung.
Gefundene Mängel werden sofort dem Verkäufer angezeigt und die Beseitigung entweder durch Austausch, Reparatur und / oder Preisnachlass gefordert.

Und alles das, was die "Profis" machen, sollen wir als Verbraucher nicht tun dürfen? Uns gar rechtfertigen müssen, warum wir den "Fliegenschiß" reklamieren? :nixweiss:

Wer nicht reklamieren mag, soll das tun.
Wer seinen Anspruch begründen und behalten will, muß -rechtzeitig- reklamieren.
Hätten wir mehr kaufmännisch handelnde Verbraucher, hätten wir weniger unverschämte / unfähige Verkäufer,



Volker ;-)

roxy am 01 Jan 2015 23:55:46

:top:

quax1968 am 02 Jan 2015 00:38:57

Ohne jetzt jeden Beitrag gelesen zu haben, aber meiner Meinung nach geht es ja nicht, um das was man reklamiert, sondern wie man es tut. Ich hatte bisher nie ein Problem mit meinem Händler. Ich gestehe dem Händler bzw. den Menschen die am Womo arbeiten Fehler zu. Mir kommt es nur darauf an wie man damit umgeht.
Ich erwarte nicht, dass mein Womo 100% perfekt zusammengeschraubt ist. Ich erwarte aber, dass man meine Anliegen ernst nimmt.

Dabei bleibe ich immer freundlich und habe auch bei der Reklamation immer ein freundliches lächeln übrig. Ich bin nie auf Ärger aus und bisher lief es bei mir auch ohen Ärger ab. Klar ist es ärgerlich, wenn ein Fenster undicht wird. Aber solange es dann ordnungsgemäß repariert wird ist für mich alles in Ordnung. Ich denke, wenn ein guter Händler auf einen nicht streitlustigen Kunden trifft, gibt es keine Probleme.

Eine Anektode aus unserem letzten Urlaub:
Ein Ehepaar saß neben uns im Restaurant. Er bestellte einen Weßwein, Sie ein Bier. Der Laden war brechend voll. Die Bedienung die sehr freundlich war, stellte dem Mann das Bier hin und der Frau den Weißwein. Der Mann war daraufhin sehr pikiert, weil die Bedienung das Getränk versehentlich falsch hingestellt hat. Als die Bedienung weg war, hat er sich bestimmt noch 2 Minuten über die "schlechte Bedienung" bei seiner Frau ausgeheult. Die Frau fand ich sehr cool, die Ihren Mann freundlich und bestimmt sagte, was Sie von seiner übertriebenen Nörgelei hält.

rkopka am 02 Jan 2015 02:27:55

quax1968 hat geschrieben:Der Mann war daraufhin sehr pikiert, weil die Bedienung das Getränk versehentlich falsch hingestellt hat.

Was kein Problem, dafür leicht korrigierbar ist. Nur fällt mit wenig vergleichbares beim Womo ein, das so leicht zu korrigieren wäre. Vielleicht noch ein paar fehlende Fußmatten, die man selber reinlegen kann.

Ein anderes Beispiel vor einiger Zeit: eine Kollegin bestellt ein (recht teures) Steak "rare" und bekommt es gut durch. Die Bedienung hat es anscheinend überhört und will sich darauf herausreden, daß sie es so essen soll, weil sie es nicht gehört hat. Die Kollegin wird (mit Recht) sauer und bekommt schließlich ihr Steak so, wie sie es will.

Das sind eher die meisten unserer Probleme. Wenn etwas nicht funktioniert oder falsch eingebaut ist, kann man es nicht einfach selber austauschen. Wenn die falsche Beilage etwas ist, was ich nicht mag, werde ich es nicht essen. Und wenn etwas falsches eingebaut wird oder etwas nicht funktioniert, dann muß es korrigiert werden.

RK

rolf51 am 02 Jan 2015 10:14:16

Hallo Zusammen,
ich glaube manche verwechseln Fliegenschiß mit Funktion/Teilefehler.
Fliegenschiß ist ein quietschendes Scharnier, nicht voll eingerastete Abdeckungen, Spaltmaß-Ablagen, Verschmutzung mit Kleber wirkliche Kleinigkeiten die man selber machen kann, nicht muss! Und wenn einer meint nur der Händler darf/soll es machen, o.k. Nur bitte nicht glauben dass diese Fliegenschiße dem Hersteller gemeldet werden.
Ein Wohnmobil ist keine Kaffeemaschine, wer hier den Vergleich zieht sieht die Realität nicht, würde aber jetzt zu weit führen.
Ich kann ein Lied singen von Mängel (25) die, wie ich meine, größer wie Fliegenschiße waren. Bin dafür bei 4 Händlern vorstellig geworden und einige tausend km gefahren. Selbst nach fast 4Jahren, von Anfang an rekla., auf Kulanz nachgearbeitet, Frühjahr wird weitergemacht.

Heimdall am 02 Jan 2015 10:22:50

rolf51 hat geschrieben:. Selbst nach fast 4Jahren, von Anfang an rekla., auf Kulanz nachgearbeitet, Frühjahr wird weitergemacht.


So hat jeder SEIN Hobby. :roll:
Ich glaube nicht dass so ein Thread wie dieser, es in einem nichtdeutschen Forum auf 6 Seiten gebracht hätte. :wink:

ganderker am 02 Jan 2015 10:27:46

rolf51 hat geschrieben: Nur bitte nicht glauben dass diese Fliegenschiße dem Hersteller gemeldet werden.


hallo,
die Grenzen sind wahrscheinlich fließend je nach Zeitaufwand. Meine Werkstatt (kein Händler, lebt nur von Reparaturen/Wartung, Gewährl.arbeiten im Namen des Herstellers) bekommt vom Hersteller Zeiteinheiten für Gewährl.arbeiten bezahlt, wahrscheinlich aber nicht alles. Die Zeitvorgaben des Herstellers sind extrem knapp und es wird darüber auch gestritten. Die Werkstatt macht sowas nur, um sich Kunden zu binden, die später Gasprüfung/Dichtigk.prüfung usw usw machen lassen, erst ab dann wird verdient.

Die Werkstatt (der Händler) wird also schon aus Eigennutz versuchen, so viel als möglich vom Hersteller bezahlt zu bekommen, dadurch erfährt der Hersteller dann aber auch die Schwachstellen.

fabi am 02 Jan 2015 11:38:51

rolf51 hat geschrieben:Ein Wohnmobil ist keine Kaffeemaschine, wer hier den Vergleich zieht sieht die Realität nicht, würde aber jetzt zu weit führen.

Das ist mir vollkommen klar.
Nur bei vielen technischen Produkten, die wir taeglich nutzen, findet die Endkontrolle im Werk statt und nicht beim Kunden.
Bei unserem Mobil hat keine Endkontrolle stattgefunden. Gegen ein paar Kleinigkeiten habe ich ja nichts. Aber die Summe machts.
Kategorien sind.

:arrow: Schoenheitsfehler
:arrow: Fehler, die die Funktion einschraenken
:arrow: Fehler, mit denen ich nicht fahren kann

Dann gibt es Fehler die sind:

:arrow: konstruktionsbedingt
:arrow: nachlaessig verarbeitet

Das alles kann passieren, muss nur geloest werden.

Mit ein wenig mehr Qualitaetsstreben im Werk, mehr Genauigkeit beim Schrauben, waere eine ganze Reihe von Nacharbeiten nicht noetig gewesen.

Bei unserem Mobil gab es keine Qualitaetskontrolle und wenn doch, sollte man die Kontrolle kontrollieren.

VG
Fabi

nanniruffo am 02 Jan 2015 11:39:56

"brainless"

Nur, wenn z.B. "Geiz ist geil" dafür steht, daß ein potenzieller Kunde Angebote nach Inhalt und Preis vergleicht und auf seine individuelle Bedarfssituation abbildet, ist der Spruch nicht nur grundfalsch, sondern auch beleidigend und überheblich.

Hätten wir mehr kaufmännisch handelnde Verbraucher, hätten wir weniger unverschämte / unfähige Verkäufer,

Volker



Ich frage mich gerade, welcher der beiden Sprüche hier eher als grundfalsch, beleidigend und überheblich zu bezeichnen ist. Ja, ich weiß, blöde Frage, der "kaufmännisch handelnde Verbraucher hat immer Recht und der sowieso immer unverschämte / Unfähige Verkäufer grundsätzlich Unrecht.

Da halte ich es doch lieber mit dem Beitrag von Quax1968, denn der spricht von dem "sozial und emotional handelnden Verbraucher" und eigenartigerweise wird dadurch der Verkäufer plötzlich genauso.


Tom

Gast am 02 Jan 2015 12:50:43

Danke, brainless, dein Beitrag bringt die Sache auf den Punkt :top:
M.E. war es typisch deutsch, in derartigen Situationen ("Verzicht des Verkäufers") zu kuschen. Gerade den älteren Generationen fiel/fällt es schwer, "unangenehme" Gespräche zu führen, bspw. etwas zu reklamieren oder Preise auszuhandeln. Ob das mit ein Auslöser für die schlechte Qualität ist, ich glaube nicht. Da sehe ich eher klägliche Ansätze der Gewinnoptimierung als Ursache.
Ich vermute jedoch, dass ein Teil der Händler sich bzgl. Leidensfähigkeit der Kunden in einer Komfortzone vermutet. Die Position des Käufers wird durch mangelnden Wettbewerb erschwert. Dadurch, dass bspw. die Kunden aufgrund eines Fehlen eines engen Händlernetzes bei der Wahl der Werkstatt gebunden sind. Und, dass ältere Generationen aus Bequemlichkeit und Tradition zu einer unverständlichen Kundentreue neigen.

Als Dienstleister ist es für mich eine Selbstverständlichkeit, einwandfreie Arbeit zu leisten und Probleme im Nachgang schnell und unbürokratisch zu lösen. Dabei ist es für beide Seiten wichtig, dass man offen über alles spricht, also
Was wurde verkauft?
Was wurde geliefert?
Wie bewerten beide Seiten den Mangel? (Konsens!)
Wo liegt die Ursache des Mangels?
Wer zahlt die Behebung des Mangels?
Und wie kriegen wir die Kuh schnell vom Eis?
Ganz wichtig: Der Verkäufer sollte das Procedere der Reklamation lenken und leiten. Es ist in doppelter Hinsicht in seinem Interesse. Einmal, um die Reklamation mit möglichst Aufwand zu bearbeiten und gleichzeitig, die Kundenzufriedenheit zu bewahren.

Die Knackpunkte liegen bei der Bewertung, ob vollstänfig geliefert wurde, und wer die Kosten trägt.
Und hier stößt man auf ganz unterschiedliche Menschen - vom Waschlappen bis zum Choleriker, vom "Egal"-Typen bis zum übergenauen "Pingelkopp".
Ganz ehrlich?! Die Egal-Typen sind am unangenehmensten, da man bei Problemen mit der Technik zum späteren Zeitpunkt mit der größten Unschärfe konfrontiert ist: Bestand der Fehler wirklich schon beim Projektabschluss? Hat der Kunde mal wieder "nichts gemacht" oder sind seine Ansprüche berechtigt? Oft ist es auch so, dass bei selbst verschuldeten Mängeln wir als Berater bei der Geschäftsführung (absichtlich) diskreditiert werden. Das geht natürlich um so einfacher, je unschärfer die Sachlage und Kommunikation ist.

Und damit sind wir wieder beim eigentlichen Thema: Da ich ständig auf der Dienstleisterseite sitze und regelmäßig derartige Gespräche führe, merke ich sehr schnell, wenn ich hingehalten und die Mängel nicht ernsthaft behoben werden.
Schier erschrocken bin ich über meine Erfahrungen in puncto Auto und Wohnmobil.
Bei meinem Firmenauto hat es bspw. 2 Jahre 11 Monate, drei Gerichtstermine und zwei Gutachten gebraucht, damit das defekte Autoradio einen Monat vor Leasingende repariert wurde. Während des Prozesses kamen paar "nette" Details über unseren Händler raus, was er trotz mündlicher Bestätigung offensichtlich nicht gemacht hatte. Dem Hersteller war im Endeffekt nur wenig anzulasten.
Bei unserem Womo hatten wir nur glücklicherweise nur geringe Mängel, deren Behebung kosteten jedoch viele Nerven. Nerven, da die Kommunikation stest nur einseitig ist und da Absprachen nicht eingehalten werden. Ich habe drei mal das Gespräch gesucht, gebessert hatte sich nie etwas.
Jetzt wird wieder jemand um die Ecke kommen uns sagen :"Wie man in den Wald ruft ...". Denen kann ich nur sagen: Freut euch, wenn ihr einen vernünftigen Händler gefunden habt. Ansonsten stündet ihr genauso auf der Seite der Geschädigten, die viel Nerven und Zeit investieren müssen, um berechtigte Ansprüche durchzusetzen.

quax1968 am 02 Jan 2015 13:19:40

marc75 hat geschrieben:Jetzt wird wieder jemand um die Ecke kommen uns sagen :"Wie man in den Wald ruft ...". Denen kann ich nur sagen: Freut euch, wenn ihr einen vernünftigen Händler gefunden habt. Ansonsten stündet ihr genauso auf der Seite der Geschädigten, die viel Nerven und Zeit investieren müssen, um berechtigte Ansprüche durchzusetzen.


Deshalb sage ich auch: "wenn ein guter Händler auf einen nicht streitlustigen Kunden trifft, gibt es keine Probleme"
Sobald das nicht gegeben ist, gibt’s Ärger. Sei es, wenn übertriebene Forderungen gestellt werden oder der Händler nichts taugt. Wobei Händler ist auch wieder ein weiter Begriff. Besser wohl der jeweilige Ansprechpartner und der Mechaniker, der den Mangel dann beheben soll.

Kurzum, es gehören im Grunde genommen immer mindestens Zwei dazu. Nun kann sich jeder selbst heraussuchen, ob es immer am Händler liegt oder ob man evtl. auch einen Teil zu der Misere beigetragen hat.

fabi am 02 Jan 2015 13:34:26

Grund der Misere ist meistens der "Mangel" und der wurde im Werk "produziert".Sei es mit menschlicher Nachlaessigkeit oder mit falscher Konstruktion.
Nicht ein Mangel hat bei mir die Wut ausgeloest, sondern die Menge der Maengel. Das noch kombiniert mit der Einstellung es "werde ja von Hand geschraubt, da passiert so was eben." Wieso kann man von Hand nicht ordentlich schrauben?

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