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Das Gogolobil unterwegs SCO, IRL, Bretagne und Loire 2016 1, 2, 3, 4


loretta am 02 Jul 2016 13:53:35

Genau Gogolo, auch nach 3 Schottland-Aufenthalten - immer im Abstand von 20 Jahren - habe ich immer noch nicht alles gesehen... und somit ein Grund wieder mal Schottland in Angriff zu nehmen.

Auch ich hatte die Ehre ;-) Sie und ihre nette Frau in Durness kennenzulernen. (Wir waren die VS´ler...)

Weiterhin gute Fahrt, ich reise mit, und gesunde Heimkehr,

wünscht euch
Loretta

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Solofahrer am 02 Jul 2016 14:49:53

Sorry Gogolo, ich wollte keinesfalls negative Kritik üben. Wenn das so rübergekommen ist, möchte ich mich dafür entschuldigen.

Meine verstorbene Frau und ich haben auf unseren Reisen in Länder, die wir zum ersten Mal besuchten, auch nicht gleich immer alles gesehen — ja, auch bewusst nicht alles sehen wollen. Denn wenn uns ein Land gefallen hat, dann braucht man doch auch noch Punkte, die bei einem nächsten Besuch zu einem neuen Ziel werden. Besonders schöne Ecken fährt man dann auch zum zweiten (oder dritten usw.) Mal an, aber etwas Neues sollte auch immer dabei sein, damit's nicht langweilig wird.

Zu unseren besonders geliebten Ecken zählt nun mal der Nordwesten Scotlands und wir haben uns dort mehrfach jeweils tagelang aufgehalten. Deshalb meine vielleicht etwas zu enttäuscht klingende Frage.

Gerne lese ich aber weiterhin Eure Berichte (und die Berichte anderer natürlich auch) und bin gespannt auf Eure Irland-Erfahrungen.

18262
Smoo Cave / Durness / Scotland

Gogolo am 04 Jul 2016 16:07:49

Dieser Strand gehört uns! Kein Übernachtungsverbot, kein Kuschelparker in Sicht. DAS ist mir lieber als in einer Stadt zu sein, DAS liebe ich. Der schönste irische Übernachtungsplatz ever!









Nur das Wetter macht nicht so mit - es herrscht seit ein paar Tagen "Liquid Sunshine". Bericht folgt in den nächsten Tagen.


Habe die Ehre

Gogolo

Anzeige vom Forum


zeus am 04 Jul 2016 16:54:01

Wunderschön :daumen2:

Gogolo am 04 Jul 2016 17:13:58

Ja, da kann sich Römö (DK) mit dem Autostrand eine dicke Scheibe davon abschneiden:

1. kein Übernachtungsverbot

2. gleich in der Nähe bei der Einfahrt zum Strand:

- saubere Toiletten (werden täglich gereinigt) auch für die Entsorgung der Womo-Kassette
- warme Duschen
- Frischwasser

3. die Übernachtung am Strand und die Benutzung der sanitären Anlagen und Duschen ist kostenlos

4. guter Empfang für Handy und Internet


Fehlt nur noch die Sonne als Stromlieferant für die Solaranlage.


Habe die Ehre

Gogolo

Jagstcamp-Widdern am 05 Jul 2016 13:34:30

gsd ist das wetter mäszig - nur so lässt sich mein neid im zaum halten...
muss auch mal wieder in die ecke! :ja:

früher gut - heute besser!
hartmut

bluecamper am 05 Jul 2016 20:27:38

Meiner Frau, der ich gerade die Bilder gezeigt habe ist es zu einsam....

...schade, ich kann mir das so schön vorstellen.

Was ist denn da mit der Tide?

Gogolo am 05 Jul 2016 20:36:17

Hinter den Dünen ist eine große Ansammlung von Zelten, Wohnwagen, Wohnmobilen - ca. 500m weit weg. Würde es mir zu einsam werden, dann könnte ich (wenn ich wollte) ja flüchten.... Und tagsüber war doch einiger Trubel am Strand: Gymnastikgruppen, Jogger, Schwimmer, Surver, Spaziergänger, Autos und Womos. Aber nachts war es himmlisch ruhig - nur die Brandung des Meeres war hörbar. Wir haben tief und fest wie Murmeltiere geschlafen.

Unser Platz war so gewählt, dass die Tide an ihrem höchsten Stand noch 15m vom Gogolobil entfernt war.


Habe die Ehre

Gogolo

Gogolo am 08 Jul 2016 21:01:56

Wir liegen gut bzw. genau im selbstgesteckten Zeitplan. Einen Monat, den Juni, haben wir uns für Schottland vorgenommen und pünktlich am 30.06. setzen wir nach Irland mit der Fähre über. Die Skizze des Berichtswegs:




Alle Fähren habe ich übrigens unterwegs problemlos über das Internet gebucht und mir die per eMail erhaltene Bestätigung auf einem Campingplatz ausdrucken lassen. Auch kein Problem. Die Bezahlung (168€ für Gogolobil und zwei Personen) erfolgte ebenfalls über das Internet. Ebenfalls kein Problem.

Und die Fährfahrt selbst war ebenfalls kein Problem. Wir konnten schon frühzeitig ins Hafengelände, dort einchecken (wir mussten nur unseren Namen sagen und schon bekamen wir das Ticket am Checkin-Point) und uns ganz vorne in die Wartelinien stellen. Das Vorzeigen der Buchungsbestätigung war nicht notwendig, der Ausdruck war also umsonst und kostenlos. Auf die Fähre der Stena-Line, die uns nach Belfast bringen soll, kamen wir allerdings dann in der Reihenfolge erst ganz zum Schluss. Das war aber überhaupt nicht schlimm – im Gegenteil – dann waren wir bei den Ersten, die in Belfast von Bord fahren konnten.

Belfast empfing uns um 18 Uhr nach zweieinhalb Stunden Fahrzeit auf ruhiger See sehr unfreundlich mit viel Regen und „Grau in Grau“. Die Iren sagen dazu „Liquid Sunshine“. Wir sind nur ein paar Kilometer zum Hazelbank-Park gefahren wo wir einen sehr schönen Stellplatz im Grünen bei einem Fitness-Parcour finden. Die Nacht ist trotz einer Schnellstraße in der Nähe sehr ruhig.





Der Hazelbank-Park hat zwar auch Toiletten, wo wir entsorgen könnten, aber wir fahren weiter, denn unterwegs in Richtung Norden ist eine offizielle Entsorgungsstelle (Motorhome Unit) bei einem Golfplatz in der Nähe von Whitehead. Für 100 Liter Frischwasser müsste man sich einen Token (1 Pfund) beim Golfclub kaufen. Als ich danach fragte, hat mir der Betreiber den Token geschenkt. Ich fand das total nett. Abwasser und Toilette kann man kostenfrei entsorgen.

Vorher waren wir in Carrickfergus, das eine schöne Normannenburg hat. Leider wurde gerade im Ort ein Fest vorbereitet (und das was an diesem Wochenden in sehr vielen Orten der Fall) und alle Parkplätze, aber auch die dortige Ent- Und Versorgungsstation, waren gesperrt und polizeilich angeordnetes Halteverbot bestand. Also nix mit Fotos, aber welche von unterwegs:







In Glenarm schauten wir die dortige St.Patricks Kirche an. Die erste Kirche wurde vor 1100 Jahren hier gebaut. In Glenarm wäre auch noch ein interessantes Castle mit Park gewesen – aber auch hier: gesperrt wegen Vorbereitung für Festivitäten am Wochenende.








Und noch ein Bild für ältere Leute:





Wir fahren weiter auf der Causeway Coastal Route nach Norden bis kurz vor Bushmills. 5Km vor der Destillery haben wir oberhalb der Küste einen herrlichen Übernachtungsplatz mit Picknickgelände und Aussichtspunkten gefunden. Der Tipp dazu kam aus dem Womo-Forum – herzlichen Dank dafür. Man kann von hier aus auch die Carrik-A-Rede Rope Brindge sehen, das ist eine Selbrücke, die auf eine kleine Insel führt. Das Wetter ist sehr launisch, mal scheint die Sonne und in nächsten Moment regnet es heftig, z.T. mit Graupel. Am Abend sind durch die tiefstehende Sonne einige schöne Regenbogen zu sehen.









Wir sind schon einige Tage „weiter“ aber ich kann jetzt sagen: so ein schlechtes Reisewetter hatten wir in den letzten sechs Jahren noch nie gehabt. Fast kein Sonnenschein, dicke Bewölkung und immer wieder Regen. Man muss schon Glück haben, wenn man ein paar Fotos mit guter Sicht und guten Lichtverhältnissen machen kann. Wie dem auch sei, wir übernachten auf diesem schönen Parkplatz oberhalb des Meeres und genießen die vielen Regenbogen, die so ein Regen mit sich bringt.

Gleich in der Nähe ist der Ort Ballintoy mit dem netten, malerischen Hafen. Eigentlich wollten wir am Abend hier übernachten, aber auch da wieder kein Hinweis im Womo-Buch, dass hier jegliche Übernachtung verboten ist („No overnight parking – striktliy“). Das haben wir allerdings erst gemerkt als wir am Abend nochmals dorthin gefahren sind. Das Womo-Buch Irland schließt sich in der Qualität der Recherche an das Womo-Buch Schottland an. Allerdings kann man am Hafen von Ballintoy gut entsorgen und dort ist auch ein öffentlicher Wasserhahn für die Frischwasserversorgung (siehe Bild, wo das Gogolobil steht, da ist der Wasserhahn). Die Zufahrt zum Hafen ist nichts für Dickschiffe – viel zu steil und zu eng.





Von dort aus ging es zu den Dark Hedges, Das ist eine rund 600m lange Baumallee aus alten knorrigen Buchen mit bizarrem Geäst, die sich über der Straße zu vereinigen scheinen. Es war schwierig, ein paar Aufnahmen ohne die überall anzutreffenden Asiaten machen zu können, die in Bussen dorthin gekarrt werden.





Endlich ging es – wieder im Regen – zur Old Bushmills Whiskey Distillery, der ältesten lizenzierten Whiskey Distillery Irlands (wenn nicht sogar der ganzen Welt). Die Lizenz zum Brennen besteht sein 1608. Wir machten eine Führung mit Verkostung, waren begeistert und kauften anschließend noch eine Flaschen 10 Jahre alten Single-Malt, Whiskey-Schokolade, Whiskey-Marmelade und zwei kleinere Flaschen des Bushmill Whiskeys (dreifach gebrannt). Eigentlich ist es nicht gestattet während der Führung zu fotografieren...












Auf dem Weg zur Whiterrock Beach hielten wir auf dem Parkplatz
Magheracross (Übernachtungsverbot) und hatten von dort einen sehr guten Blick auf die Ruinen von Dunlee Castle (wo der Parkplatz total überfüllt war). Aber hier ist der Blick viel besser gewesen. Am Strand von Whiterock Beach gab es interessante Feldsgebilde aus weissem Gestein, aber auch diese waren von Magheracross wesentlich besser zu fotografieren.







Dann fuhren wir noch zu den berühmten Giants Causeway, den sechseckigen Basaltsäulen von einem Vulkanausbruch aus prähistorischer Zeit. Aber keine Chance, das Fahrzeug zu parken, geschweige denn in dem Touristenrummel von geschätzten 200 Pkw und 20 Reisebussen sich wohl zu fühlen. Morgen in der Frühe geht es vielleicht - dachten wir.


Nach der „Schneiderfahrt“ zum ausgewählten Übernachtungsplatz Ballintoy Hafen (siehe oben), sind wir nochmals zum schönen Aussichtsparkplatz vor Bushmills gefahren, wo wir schon letzte Nacht waren. Am Morgen haben wir nochmals die Giants Causeways angesteuert. Jetzt war der Parkplatz zwar noch nicht überfüllt, aber es regnete stark. Da wir derartige Basaltsäulen aber bereits von unseren zahlreichen Island-Reisen her kennen, war es kein „must to see“ und wir sind weiter gefahren. Dafür haben wir das nette Städtchen Bushmills besucht und besichtigt. Ganz toll fanden wir die Idee, bei den leerstehenden Häusern durch Fotos aus alten Zeiten in den Türen und Fenstern den Eindruck zu vermitteln, dass darin noch Leben ist.












Über Portrush und Coleraine sind wir zum Benone Strand gefahren. Der dortige Stellplatz am Strand ist genial, denn man darf auf den Sandstrand fahren und auch dort kostenfrei übernachten. An der Einfahrt zum Strand ist ein Gebäude mit Frischwasser, warmen (Solar-)Duschen und Abfallbehälter; Entsorgung ist im Toilettengebäude ebenfalls möglich. Alles kostenfrei, das gibt es auch noch! Da können sich so manche Gemeinden im In- und Ausland eine dicke Scheibe von abschneiden. Wir stehen am Strand ganz alleine, kein Kuschelcamper weit und breit. Kein unsicheres Gefühl. Tagsüber sind ein paar Surfer am Strand und die Rettungsmannschaft hat ihr Equipment aufgebaut. Zweit Imbisswagen warten auf Kundschaft und machen nur ein schlechtes Geschäft. Der Grund ist sicherlich, dass das Wetter wieder einmal ziemlich launisch, um nicht zu sagen: schlecht ist. Trotzdem gingen wir am Nachmittag mit Regenjacke und Gummistiefel den Strand entlang um etwas Bewegung zu haben und frische Luft zu tanken. Man kann ja nicht den ganzen Tag im Gogolobil sitzen. Wir bleiben hier übernacht bei absoluter Ruhe (nur das Wellenrauschen hört man) stehen.










Gleich in der Nähe ist Malligan, und von dort soll eine Fähre über den Fjord nach Greencastle gehen – also von Nordirland ins echte Irland. Als wir am Fähranleger ankommen: Fehlanzeige, die Fähre geht nicht. Der Grund ist nicht ersichtlich. Also müssen wir einen Umweg von ca. 70km über (London-)Derry machen um ans andere Ufer zu gelangen und von dort aus zum Inishowen Head zu gelangen. Von dort aus hat man nochmals den schönen Strand von Benone in Nordirland in Sicht.








Zum übernachten hier oben ist es noch zu früh und wir wollen ja auch noch zum Malin Head, Irlands nördlichstem Punkt. Auf nicht so breiten Straßen ging es auf und ab (wie bei einer Achterbahn) bis zum Endpunkt am Head. Parkplatz: Fehlanzeige. Ich fahre noch bis ganz oben hinauf und muss dann ein paar hundert Meter wieder rückwärts den Berg hinunter fahren. Am unteren Parkplatz wurde aber in dem Moment ein Platz frei – gerade groß genug für das Gogolobil – und schuppdiwupp war ich dort drin. Ein Platz mit allerbester Aussicht auf den Atlantik und auf den Malin Head. Wir haben wieder einmal einen tollen Übernachtungsplatz. Und Ausgangspunkt für eine Wanderung zum „Höllenschlund“ an der Atlantikküste.

Natürlich gingen wir dann auch auf den Head hinauf um von dort die Aussicht auf die andere Seite zu haben. Auch haben wir bei einer Imbissbude dort oben hausgebackenen Kuchen für unseren Nachmittagskaffee gekauft. Hat gut geschmeckt. Das Wetter war brauchbar, zumindest trocken.












Am Morgen fing es natürlich wieder zu regnen an und es blieb den ganzen Tag so. Da aber Fahrtag ist, war das nicht gar so schlimm. Wir sind nach Buncrana gefahren und von dort mit der Swilly-Fähre (30€) über das Lough Swilly in 40 Minuten nach Rathmullan gefahren. Wenigstens war diese Fähre in Betrieb. Allerdings musste man über die rutschige und nasse Rampe rückwärts auf die kleine Fähre (es passen max. das Gogolobil und zwei Pkw hinauf) fahren. Da drehen schon mal die Räder durch – nicht bei uns, wir haben ja Allrad.

Weiter ging es zum bekannten Leuchtturm Fanad Head. Er liegt wirklich sehr schon und wäre bei Sonnenschein sicher viel schöner gewesen. Wir haben darauf verzichtet, das Leuchtturmgelände näher zu besichtigen, denn ein Eintrittspreis von 8€/Person ist in unseren Augen doch etwas übertrieben., Ein paar Bilder kann man auch von auß0erhalb machen.






Auf der regnerischen Weiterfahrt – wieder wie auf einer Achterbahn – kamen wir am malerischen Stocker Strand vorbei. Der war menschenleer, kein Wunder bei diesem Wetter. Am Parkplatz auch hier wieder ein generelles Übernachtungsverbot.






An der Nord-West-Küste, immer am Atlantik entlang, ging es zunächst nach Milford, und da zum Lidl um unsere Vorräte aufzufüllen. Hier gab es – man glaubt es kaum: echte, gute, schöne, knusprige Laugen-Brezen!!! Die hüpften wie von selbst in den Einkaufskorb.






Anschließend fuhren wir zum Singing Pub Sibin Ceoil. Dort gibt es auch kostenfreie (vorausgesetzt man isst in der Gaststätte etwas) Womo-Stellplätze direkt am - Pub. Wir haben wirklich recht gut gegessen - Seafood – und getrunken (Guinness). Leider gab es keine Livemusik, erst in der „Saison“ ab nächste Woche...





Am nächsten Tag auf der Weiterfahrt in Richtung Süden machten wir einen Abstecher zum gut restaurierten Doe Castle, einer Burgruine aus dem 16. Jahrhundert. Eine sehr enge Straße geht von der Hauptstraße ab und gleich zu Beginn war schon ein Pkw mit den linken Rädern in den wirklich sehr tiefen Graben gerutscht. Selbst mit dem Gogolobil und Untersetzung war es nicht möglich, das Fahrzeug aus dem Graben zu ziehen ohne die Achsaufhängung des Pkws zu beschädigen. Sie haben dann eine Bergefahrzeug angefordert.








Mehr im Landesinneren fuhren wir rund 150km über Letterkenny, Donegal und Stigo nach Strandhill. Es zeigt sich wirklich: Irland ist DIE grüne Insel. So viel unterschiedliches Grün kann man nicht beschreiben. Jetzt ist mir klar, wo die gute irische Butter herkommt. In Strandhill haben wir wieder den Atlantik vor Augen und warten auf besseres Wetter.


Wie es weiter geht, das erfahrt ihr im nächsten Bericht.


Viele Grüße in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

Lancelot am 08 Jul 2016 21:21:57

Die Bilder vom Gogolobil am Strand sind einsame Spitze ... :gut:
SO wenn´s überall wäre ... :wink:

Gogolo am 08 Jul 2016 21:31:30

Darum waren wir auch gleich zwei Tage/Nächte dort...


Habe die Ehre

Gogolo

sidec am 08 Jul 2016 21:58:15

Wie immer wunderbar - danke!

Das mit dem Wetter ist so, ein Ire hat uns mal erzählt, im Mai und im September gäbe es immer eine Woche, wo es nicht regnet. Ich war jeweils da und muss sagen, es stimmt!

wiebke am 08 Jul 2016 22:39:44

wir hatten dieses Jahr unendliches Glück,
von Ende Mai 3 Wochen fast nur Sonnenschein....., selbst die Iren waren very amused

--> Link

Gute Reise weiterhin bei besserem Wetter
:daumen2:

Gogolo am 08 Jul 2016 22:47:10

Wisst ihr, wie gerade das Wetter bei uns - in der Nähe von Sligo - ist? Natürlich "Liquid Sunshine", also kräftiger Regen! Es steht fest: morgen gibt es einen Faullenzer-Tag und ich mache uns zur Feier des Tages (das Gogolobil hat Geburtstag) "Lammlachse mit Pilz/Trüffelsauce auf Kartoffelpüree".


Habe die Ehre

Gogolo

sidec am 08 Jul 2016 23:00:35

Na dann - guten Appetit!

Faoinn am 09 Jul 2016 16:02:43

Gogolo hat geschrieben:Wisst ihr, wie gerade das Wetter bei uns - in der Nähe von Sligo - ist? Natürlich "Liquid Sunshine", also kräftiger Regen! Es steht fest: morgen gibt es einen Faullenzer-Tag und ich mache uns zur Feier des Tages (das Gogolobil hat Geburtstag) "Lammlachse mit Pilz/Trüffelsauce auf Kartoffelpüree". Habe die Ehre Gogolo

Hallo Gogolo, da läuft einem ja das Wasser im Mund zusammen nur beim Lesen des Gerichts. Guten Appetit oder "enjoy" wie man hier sagt ! Wenn ihr noch in der Umgebung von Sligo seid, dann ist das nur eine gute Autostunde von unserem Haus entfernt (in südlicher Richtung am Lough Ree). Heute Nacht hat es wieder ordentlich geschüttet, erst um die Mittagszeit ist das Wetter freundlicher geworden.
Ja, mit dem Wetter habt ihr aktuell (noch) keinen Volltreffer gelandet. Seit Mitte Juni ist es weitgehend regnerisch, bewölkt und z.T. sehr windig. Davor war es traumhaft, fast der ganze Mai und halbe Juni sommerlich warm (ab 25 Grad ist bei den Iren schon "heiß") und einfach irisch schön. Na ja, es kann nur besser werden, und das hoffe ich sehr für euch (und auch für uns). Falls du eine DVBT-Antenne hast, kannst du abends im "Ersten" (RTE1) um 18 oder 21 Uhr am Ende der Nachrichten "Wetter gucken", mit Vorschau auf die nächsten 5 Tage. Das ist ganz informativ, wenn auch nicht immer mit den erhofften Prognosen.
Zum Thema Stellplätze/Campingplätze: Auch ich war nicht selten enttäuscht über den WOMO-Führer "Schottland" der Rohlands, weil an den Plätzen entweder "No overnight parking" galt oder sie direkt neben der Straße lagen (es waren aber auch schöne SP dabei, CP weiss ich nicht, weil wir Freisteher sind). Das Irland-WOMO-Buch (5. Auflage 2014) hat m.E. eine deutlich höhere Trefferquote (wir haben bestimmt schon 50% der SP besucht), aber auch hier muss man immer wieder mal mit Überraschungen rechnen (NOP-Schilder oder Teppichstangen), die allerdings auch erst nach dem Erscheinen der 5. Auflage angebracht worden sein können. Gleichwohl würde ich dir raten, das Buch keinesfalls in eine Ecke des Gogolobils zu werfen; man kann sich schon recht gut daran orientieren und findet immer wieder auch Positives, schöne SP und vermutlich auch CP, trotz mancher inhaltlichen Mankos.
Zum Geburtstag des Gogolobils möchte ich euch dennoch ein paar Tipps/Links zur SP/CP-Findung in Ireland geben:
Im Irland-Forum habe ich unter dem Titel "Reiseplanung Irland: The Wild Atlantic Way" (WAW) im vergangenen Jahr einiges zum WAW und zu der kostenlosen WAW-App geschrieben, die du hoffentlich hast, wenn nicht, kann man das schnell ändern (du hast ja Internet-Zugang). Auf Seite 2 des genannten Threads weise ich auch in 2 Beiträgen (vom 18.05.2015) auf drei Info-Quellen hin, die ich selbst sehr oft verwendet habe. Das ist einmal die Webseite "Wild Camping Spots Ireland" (wahlweise SPe oder CPe), dann "Camperplaatsen Ierland" (mit GPS und Streetview !) sowie eine weitere Camper-App und die entsprechende Webseite unserer findigen holländischen Freunde, wo du auch sehr gute Infos bekommst zu Stell- oder Campingplätzen inkl. Fotos, Wegbescheibungen, Wertungen (oft holländisch, aber auch Englisch/Deutsch und durchaus "verwertbar") und GPS-Daten. Seit diesem Jahr soll man auch alles, auch die Wertungen von Campern, übersetzt bekommen, ist aber m.E. nicht zwingend nötig (Plek=Platz, rustig=ruhig etc.). Auch bei diesen 3 Quellen kann man "Nieten ziehen", d.h. zu straßennah, voll oder nicht gefällig, aber es erweitert die Chancen beträchtlich, einen Platz zu finden, der euch gefällt.
Zum Abschluss noch etwas für die nächsten Tage oder Wochen: Ihr solltet unbedingt Achill Island besuchen (keine Fähre nötig, mautfreie Autobrücke und schwupps ist man drüben), wo auch noch Heinrich Böll`s Cottage steht und sein berühmtes "Irisches Tagebuch" entstanden ist. Der Strand an der Keem Bay (GPS 53.96943, -10.19372) ist ein Muss (2014 etwas weiter oben schöne Stellplätze mit fantastischem Ausblick, klasse zum Baden, Schnorcheln, Kraxeln). Die Insel ist nicht riesengroß und fahrtechnisch okay. Ziemlich im Süden zwischen Dooega und Cloghmore gibt es einen Picknickplatz direkt an der Steilklippe mit einer tollen Aussicht, wo wir 2014 zwei Tage gestanden sind und gar nicht weg wollten, einfach klasse (vorausgesetzt es nicht nicht alles wolkenverhangen und schüttet) !!!
Etwas weiter südlich bei Claddaduff (Nähe Cliffden, "Hauptstadt der Connemara mit ganzen 2.000 Einwohnern, aufgerundet) liegt Omney Island (GPS: 53.53897, - 10.14480), da kann man mit dem WOMO bei Ebbe rüberfahren (ist nicht sehr weit) und ist bei Flut vom Meer umspült, das ist für dein Gefährt ein Klacks und wird euch bestimmt gefallen.
Wieder ein bisschen weiter südlich von Cliffden ist das kleine Hafenstädtchen Roundstone, auch das ein sehenswerter Ort mit netten Lokalen und ÜN-Möglichkeiten im und außerhalb des Ortes.
Galway Town ist zwar um diese Zeit recht voll mit Touries, aber m.E. auf jeden Fall einen Besuch wert, gerade beim ersten Irland-Trip. Der im Rohlnd-WOMO-Buch genannte SP Nr. 124 direkt am Hafen (Beschreibung beachten !) ist für eine Erkundung des Städtchens perfekt, Fußgängerzone und Pubs/Restaurants praktisch um die Ecke. Im "Chez Martine", wenige Gehminuten entfernt, kann man abends hervorragend essen, aber oft voll, d.h. Reservierung dringend anzuraten. Von Galway die Küste runter (Kilkee bis zum Leuchtturm Loop Head mit SP) gibt es schöne SP (siehe WOMO-Buch), alle schon getestet.
Noch viel weiter südlich die Dingle-Halbinsel bitte nicht rechts liegen lassen, die muss sich im Vergleich zu den Kerry - oder Beara-Rings keineswegs verstecken, ganz im Gegenteil, ihr werdet sehen !!!
So, jetzt höre ich auf, auch wenn es noch viel zu empfehlen gäbe, aber ihr seid ja im Gegensatz zu mir/uns Grünschnäbeln WOMO-Profis bzw. -experten, die überall bestens durch- und klarkommen.
Also schöne Geburtstagsfeier noch, gutes Wetter und immer gute Laune, take care and good luck euch Beiden !
FAOINN

Gogolo am 09 Jul 2016 16:43:19

Hallo Faoinn! Ganz herzlichen Dank für deine ausführlichen Beschreibunen. Ich habe jetzt einiges zu tun um entsprehend umzuplanen. Den einen oder anderen Tipp werden wir sicher beherzigen. Ich werde berichten!

Momentan stehen wir bei den Downpatrick Head Klippen. Da ist bei der ersten Parkbucht bein fantastischer Übernachtungsplatz mit toller Aussicht auf die Klippen. Ideal für die Geburtstagsfeier des Gogolobils :lol: :lol: :lol:


Habe die Ehre

Gogolo

Faoinn am 09 Jul 2016 17:37:13

Hello Gogolo,
den Platz kannte ich noch nicht. Habe ihn sofort gegoogelt und ihn gleich auf meine "Besuchsliste in Planung" gesetzt (ist ja nicht so weit von hier entfernt). Genau solche Plätze lieben wir ! Ihr werdet dort einen dem Geburtstag angemessenen Tag haben. Wenn nur das Wetter noch ein bisschen besser wäre, vielleicht wird es ja noch was (hier scheint gerade die Sonne in direkter, nicht flüssiger Form)........
Zum Dank besteht übrigens kein Anlass ! Wie oft habe ich schon deine Reisen "miterleben" dürfen und war stets vollkommen fasziniert von all den Bildern und Beschreibungen, was viel Arbeit mit sich bringt.
Ihr macht genau das Richtige und ich freue und bedanke mich im Voraus für jeden weiteren Reisebericht von eurer aktuellen und zukünftigen Tour/en, den/die ich von euch lesen und ansehen darf.
Wie schon geschrieben gibt es ab Milltown Malbay bis runter zum Loop Head Leuchtturm (unterhalb/südwestlich von Galway im County Clare), schöne Stellplätze, direkt am Meer bzw. den Klippen, von denen einige auch im Rohland-WOMO-Buch genannt werden (ich hoffe, ihr habt die neueste, 5. Auflage und nicht die veraltete 4.). Einfach immer die Augen aufhalten und nach rechts schauen !!!
Wenn ihr dann mal die Fähre Kilrush - Tarbert ins County Kerry (the "Kingdom") genommen habt, solltet ihr wirklich die Dingle-Peninsula besuchen. Wunderbare Stellplätze dort (viele auch auch im WOMO-Buch) u.a. Clogher Beach (52.15700, - 10.45961) und Castlegregory Strand direkt am Wasser mit nettem Ort und Bar/Restaurant near by. Aber bis dahin ist ja noch viel Zeit.
Feiert schön und enjoyt euer Gogolobil !
FAOINN

Gogolo am 09 Jul 2016 18:03:17

Bis vor einer Stunde hatten wir noch gutes Wetter und der heutige Stand-/Übernachtungsplatz bei den Downpatrick Head Klippen (erster Parkplatz!) für uns ist doch wunderschön. Oder?




Jetzt allerdings hat sich der Himmel wieder bewölkt und es nieselt....


Habe die Ehre

Gogolo

Jonah am 09 Jul 2016 20:22:10

Ja, wunderschön. Als ich bei Downpatrick war, wuchsen dort auf der Wiese überall Champignons, lecker.

Faoinn am 09 Jul 2016 21:38:06

Gogolo hat geschrieben:Bis vor einer Stunde hatten wir noch gutes Wetter und der heutige Stand-/Übernachtungsplatz bei den Downpatrick Head Klippen (erster Parkplatz!) für uns ist doch wunderschön. Oder? Gogolo

Das ist er ganz offensichtlich zu 100 % !!! Ihr habt eindeutig ein Gespür, ein Näschen für solche Plätze, die muss man erst mal finden !
Hoffentlich werdet ihr nicht zu sehr durchgeschaukelt. Es war doch sehr windig heute Nachmittag, selbst bei uns in unserer geschützteren Region mit vielen Bäumen drumherum. Am Meer ist es da in der Regel um einiges heftiger. In der Zwischenzeit hat sich der Wind aber beruhigt, das spricht (wieder) für eine ruhige, entspannte Nacht in eurem rollenden Zuhause. Na denn, so möge es sein !
FAOINN

Gogolo am 14 Jul 2016 17:37:56

Ein neuer Bericht steht an und wie gewohnt, hier die Skizze dieses Berichtswegs:






Wir haben „Halbzeit“ auf dieser Reise und das Gogolobil hat Geburtstag gehabt. Ein Stamperl bayerischer Obstler wurde darauf getrunken.


Nicht alles, was in den einschlägigen Reiseführer drinnen steht, kann von uns auf dieser Reise angefahren werden. Wir setzen unsere eigenen Prioritäten in Richtung „schöne Landschaften“ und „interessante Gegenden“, dafür schmeißen wir Städte (Dublin und Belfast wurden schon aus der „Besichtigungsliste“ gestrichen), Museen und „alte Steine“ aus unserem Besichtigungsprogramm; sie werden höchstens im vorbeifahren, wenn sie am Weg liegen, angeschaut. Die Selektion geschieht dabei willkürlich und unter dem Bewusstsein, dass diese Tour nur eine erste Sichtung ist, wir vielleicht nochmals hierher fahren werden und dann den Rest ansehen. Dabei hatten wir zu Beginn unserer Reise noch gedacht, dass jeweils ein Monat Zeit für Schottland und Irland locker reichen werden...

Andererseits wird nicht alles, was wir angefahren und uns angesehen haben, textmäßig erwähnt und mit Bildern hier dokumentiert. Denn das würde den Rahmen eines privaten Reiseberichts bei weitem sprengen.


Auch sind zwischendurch immer wieder Ruhetage zum ausspannen und erholen notwendig. Eine Wanderung zwischendurch aber auch mal die Füße hochlegen – das muss auch sein. Das Alter fordert seinen Tribut und auch der Geist ist nicht mehr soooo aufnahmefähig. Manchmal fallen einem die Namen der Städte nicht mehr ein, in denen wir noch wenige Tage zuvor waren. Die Fähre, die uns nach Frankreich (Rosslare-Roscoff) in der Bretagne bringt ist schon übers Internet für den 27.07.2016 um 16:00 Uhr gebucht. Das ist jetzt der letzte fixe Termin auf dieser Fahrt. Alles andere ist flexibel.

Ganz so nebenbei wurden per eMail und Telefon auch schon die Arzt- und Zahnarzttermine (nur Checks, nichts Außergewöhnliches) für die Zeit im September, wenn wir wieder zuhause sind, organisiert, damit wir dann im Oktober wieder beruhigt zu unserer nächsten Reise aufbrechen können.


Jetzt geht es aber wieder weiter: auch in Standhill bessert sich das Wetter nicht. Aber ich denke, wenn man nach Irland fährt, dann muss man auch damit rechnen, dass nicht immer Sonnenschein ist. So machen wir das Beste aus dieser Situation. Zwischendurch hat auch unser Gogolobil Geburtstag – es ist sieben Jahre alt? oder Jung? Geworden. Und seither hat es uns wohlbehalten durch dick und dünn gebracht.

Von Strandhill aus sind wir über Ballina und Killala zum Downpatrick Head gefahren (wir fahren schon die ganze Zeit den sogenannten „Wild Atlantik Way“). Eindrucksvolle Klippen am Atlantik und ein absolut toller Stellplatz mit Blick auf dieses Klippen erwarteten uns. Wir machen einen ausgedehnten Spaziergang auf die Klippen, da das Wetter mal einen kleinen Moment sich von seiner besseren Seite zeigt. In der Nacht ist es sehr ruhig, kein Motorengeräusch stört unseren Schlaf. Nur das Rauschen der Brandung ist zu hören, aber das stört nicht – im Gegenteil.










Aus dem Wohnmobilforum habe ich einige Tipps für die Weiterfahrt erhalten und ich plane meine Tour etwas um. Auf der Weiterfahrt kommen wir durch Gegenden mit unendlich vielen Rhododendronhecken. Leider sind sie schon abgeblüht; in der Blütezeit dieser Büsche muss das absolut toll aussehen. Wir fahren auch noch zum Visitorcenter des Ballycroy National Parks und schauen uns dort in dem schönen Gebäude eine kleine Ausstellung über Flora und Fauna sowie dem Leben hier in dieser Gegend an. Im dortigen Cafe gab es einen guten Cappuccino und hausgemachten Kuchen. Man könnte auch am dortigen Parkplatz übernachten, aber wir haben Besseres vor!







Es stellte sich bei der Weiterfahrt heraus, dass gerade der Tipp mit Achill Island genau das ist/war, wonach wir schon lange gesucht haben. Insbesondere die Straße am Südrand entlang und der Hinweis auf die geniale Parkbucht mit dem gälischen Namen „An Chlo ch Mhór“ sind absolut super. Zwar regnet es heute mehr oder weniger den ganzen Tag aber der Stimmung mit dem tosenden Atlantik tut das keinen Abbruch. So ein grandioser Stellplatz, bei dem auch noch kein Übernachtungsverbot herrscht, ist bislang der Beste auf dieser Reise. Die Bilder zeigen die Aussicht auf die Steilklippen und das tosende Meer. Selbst im Gogolobil innen sitzend können wir diese Aussicht so wie gezeigt genießen.












Bei so einer Kulisse - da brauchen wir keinen Fernseher! Dieser ist übrigens schon seit Beginn dieser Reise defekt – er lässt sich nicht mehr einschalten (Garantiefall). Aber bislang haben wir den Fernseher auch noch nicht vermisst... Das einzige, was an diesem Stellplatz wirklich fehlt, ist eine UMTS- oder 3G-Internetverbindung.


Nachdem das Wetter nicht wesentlich besser wird obwohl das Barometer auf Dauerhoch steht, machen wir einen Fahrtag und nehmen die Strecke nach Galway in Angriff. Am Mallaranny Strand haben wir noch ent- und versorgt. Dass dies eine gute Entscheidung war, sollte sich dann in Galway herausstellen; man soll immer ver- und entsorgen wenn man kann und nicht wenn man muss! In Galway ist uns ein guter Übernachtungsplatz direkt am Hafen empfohlen worden und außerdem hat Galoway eine LPG-Tankstelle. Meine Tankflasche ist zwar noch zu 25% voll, aber wenn ich jetzt nachtanke, dann reicht mir das bis zum Ende der Reise. Außerdem soll Galoway eine recht nette Stadt mit ein paar guten Kneipen bzw. Pubs sein. Viele Gründe also, Galoway einen Besuch abzustatten.


Am diesem Tag gab es dann ein absolutes Kontrastprogramm, denn Galway ist eine Stadt mit rund 75000 Einwohner. Die sehr engen Straßen – wir fahren viele Nebenstraßen – verlangen höchste Konzentration, denn unmittelbar neben den Straßen ist ständig eine Steinmauer und manchmal ist diese Steinmauer mit Gebüsch verdeckt. Beim Ausweichen des Gegenverkehres (insbes. Den großen Lastwagen) muss man höllisch aufpassen, nicht in den Graben oder an die Mauer zu fahren. Und dann muss ich auch noch auf die Durchfahrtshöhe aufpassen. Als es plötzlich heißt „max. Höhe 3,42m“ traue ich mich dann doch nicht mit dem 3,45m hohen Gogolobil unter der Eisenbahnbrücke durchzufahren sondern mache lieber einen gehörigen Umweg. Sicher ist Sicher!

In Galway suche ich dann vergebens die Gastankstelle „Tora Garage“ in der Seamus Quirke Road und fahre dann frustriert zum Stellplatz am Hafen. Auch hier sind die Angaben im Womo-Buch unrichtig, denn die dort angepriesenen Stromsäulen und auch die Wasserversorgung gibt es nicht. Den Strom brauche ich zwar nicht und Wasser habe ich schon voll gebunkert. Aber ärgerlich ist es trotzdem.


Vom Hafen in die Stadt (Fußgängerzone) ist es nicht weit und wir stürzen uns ins Menschengewirr. War es gestern noch beschaulich und ruhig, so ist es jetzt sehr lebhaft. Überall Hektik und Menschenmassen, alles ist sehr laut. Das einzig angenehme sind die vielen Straßenmusikanten, wo wirklich gute Künstler dabei sind. Wir nehmen uns die Zeit, den Musikanten zuzuhören. Ein Obolus in die Kollekte ist dabei Pflicht. In einer Kneipe steht Live-Musik auf dem Programm und wir lassen uns nicht lange bitten und verbringen eine nette Zeit in der Wirtschaft. Das mit der Musik (die irische Musik ist eigentlich sehr schön) war nicht ganz so berauschend, insbesondere weil die Leute in der Kneipe trotz der Musik sich lautstark unterhielten - wir hatten uns das ein wenig anders vorgestellt – aber die Leute (Besucher) in der Kneipe zu beobachten, das war wirklich toll. Und das Guinness schmeckt mir mittlerweile sehr gut; am besten ist der erste Schluck, wenn sich der Schaum noch nicht ganz gesetzt hat und das Bier dadurch „samtig“ schmeckt. Gefallen haben uns die vielen schönen bunten Häuser in Galway - eine Augenweide. Einfach gestrickte deutsche Stadtplaner würden die Hände über dem Kopf zusammenschlagen ob dieser Farbenvielfalt. Aber alles mit Geschmack! Auch das Wetter hat sich heute gebessert.


Einige Bilder aus Galway:


















Das mit der LPG-Tanke lässt mir keine Ruhe. Über Google Earth eruiere ich, dass sich die Tora Garage tatsächlich in der Seamus Quirke Road (die Straße ist allerdings durch einen Kreisverkehr geteilt), aber in der westlichen Straßenhälfte befindet. Und so ist es am nächsten Tag kein Problem, die Gastanke (16,5kg Gas in zwei Monaten gebraucht) zu finden und auch beim Lidl das Notwendige für die nächsten Tage zu kaufen. Wichtig ist für uns immer die Versorgung mit frischen Brot und Brötchen sowie frischem Obst und Gemüse. Beim Lidl haben wir noch einige Dosen Bier kaufen wollen, aber das ging nicht. In Irland ist es erst ab 10:30 Uhr möglich Alkohol zu kaufen und wir waren eine halbe Stunde vorher an der Kasse. Da wir das Bier nicht unbedingt brauchten, fanden wir das Ganze eigentlich recht lustig.

Dann ging es zu den Cliffs of Moher. Aber zunächst suchten wir bei Doolin den dortigen CP Nagle's. Dieser hat uns nicht gut gefallen, denn sowohl in Doolin als auch auf dem CP wimmelte es geradezu von Touristen. Wir fahren ohne anzuhalten gleich zu den Cliffs of Moher. Aber welcher Schock: dort waren rund 30 Busse, 200 Pkws und ca. 50 Womos auf dem Parkplatz und überall wuselten die Leute umher. Sowohl Gogoline als auch ich waren uns einig: Nein – das ist nichts für uns, das wallen wir uns nicht antun. Auch wenn die Cliffs weltbekannt sind, wir verzichten darauf (wie schon vorher bei den Giant's Causeway) und flüchten. Offensichtlich sind wir schon „versaut“ und können uns unter vielen Touristen nicht mehr wohl fühlen. Das ist auch der Grund, warum wir so gerne unsere Zeit in ausgefallenen Ländern wie Island, Marokko, Lappland, aber auch im Balkan verbringen und verbringen werden.

Auf die Landkarte geschaut und sich der Tipps aus dem Internet erinnert – und unser Tagesziel steht fest: zum Loop Head. Unterwegs gibt es immer wieder schöne Ausblicke auf die herrliche irische Landschaft:





Am Loop Head sind nur ganz wenige Touristen, es gibt einen schönen Leuchtturm und hohe markante Vogelklippen (ähnlich den Cliffs of Moher) an denen der Atlantik heranbraust. Hier bleiben wir bei der tollen Aussicht gerne übernacht, hier fühlen wir uns wohl, obwohl es dort in der ungeschützten Lage sehr windig ist. Nur drei Womos übernachten insgesamt hier am großen Parkplatz vor dem Leuchtturm.












Ein gutes Frühstück am morgen und die Welt sieht gleich besonders gut aus. Wir starten gegen 09:30 Uhr wieder los und fahren bis Killimer zur Anlegestelle der Shannon-Fähre „Shannon Dolphin“, die uns in 30 Minuten für 20€ über den Mouth of the Shannon nach Tarbert bringt. Dadurch ersparen wir uns auf dem weiteren Weg nach Süden einen Umweg von über 100km.








Wir möchten noch bis Tralee, der Hauptstadt der Grafschaft Kerry, fahren, um von dort die Dingle-Halbinsel, den Ring of Kerry und die Beara Peninsula in Angriff zu nehmen. Wie es uns dort ergeht, das steht dann im nächsten Bericht.


Viele Grüße in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

HeikeD am 14 Jul 2016 19:04:05

Danke für die vielen schönen Eindrücke.

Für mich ist dieser Bericht doch ganz besonders wertvoll, da wir im übernächsten Jahr (nach Polen und Wales im nächsten) nach Irland reisen wollen.

Lasst es euch weiterhin gut gehen!

Gogolo am 15 Jul 2016 14:16:20

HeikeD hat geschrieben:Danke für die vielen schönen Eindrücke.

..., da wir im übernächsten Jahr (nach Polen und Wales im nächsten) nach Irland reisen wollen.




Dann freut euch schon mal darauf und nehmt genügend Zeit dafür mit. Wir werden sicher ein zweites mal hierher fahren müssen, denn vier Wochen sind eindeutig zu wenig und wir müssen leider einiges auf dieser Fahrt auslassen.


Habe die Ehre

Gogolo

bonjourelfie am 15 Jul 2016 14:26:03

Ich danke auch mal wieder für die schönen Bilder und den Bericht. Einiges habe ich wieder erkannt, auch wir waren damals auf Achill Island und haben das als Höhepunkt im Gedächtnis behalten. Ogottogott...das war vor 37 Jahren! Wird Zeit dort mal wieder vorbei zu schauen.
Euch weiterhin eine schöne Reise.

LGElfie

Beduin am 15 Jul 2016 18:38:27

Wieder mal sehr herrlich. Wünsche euch wirklich das euch ab heute die Sonne begleitet!

Faoinn am 17 Jul 2016 22:07:23

Gogolo hat geschrieben: Wir möchten noch bis Tralee, der Hauptstadt der Grafschaft Kerry, fahren, um von dort die Dingle-Halbinsel, den Ring of Kerry und die Beara Peninsula in Angriff zu nehmen. Wie es uns dort ergeht, das steht dann im nächsten Bericht. Habe die Ehre Gogolo

Hallo Gogolo,
wie immer ist es ein Genuss, deine/eure Reiseberichte zu lesen ! In diesem Fall ganz besonders, weil ihr ja hier "bei uns" In Irland auf Tour seid.
Was du geschrieben hast, deckt sich voll mit unseren gemachten WOMO-Erfahrungen. Loop Head Peninsula ist wunderschön und zum Glück nicht überfüllt, im Gegenteil. Der SP bei den Kilkee-Cliffs sowie der am Lighthouse haben uns auch prima gefallen. Galway kann/muss man mal "gemacht "haben, hat wirklich Charme, aber wer größere Menschenmengen nicht mag, wird dort nicht all zu lange bleiben wollen. Letztes Jahr haben wir bei einem Besuch zum Christkindl-Markt in Galway (den gibt es wirklich, ziemlich einmalig in Irland, nett gemacht, aber halt teuer - z.B. Gläschen German Glühwein 5 € etc.) bei den Stellplätzen am Bootshafen so was wie Stromsteckdosen gesehen, aber nicht benutzt. Für eine Nacht okay (länger auch nicht erlaubt), aber kein Muss. Es gibt z. B. ein Stückchen außerhalb von Galway in westlicher Richtung (die R 366 nehmen) in Barna direkt am kleinen Fischerbootehafen ein sehr gutes Lokal für Freunde von Fisch und Seafood (O´Gradys on the Pier), wo man auch direkt am Meer stehen und prima übenachten kann.
Cliffs of Moher - das war mal eine Adresse, ist aber mittlerweile so kommerzialisiert worden und überfüllt, dass ich das keinem mehr empfehlen kann. Alternativen gibt es wirklich genug (Loop Head, Westseite der Dingle Halbinsel etc.).
Ich weiss ja nicht, wie weit ihr schon "unten" oder noch auf Dingle seid, was euch hoffentlich gefallen hat. Der Clogher Strand - falls ihr dort wart - müsste nach eurem Geschmack gewesen sein, hoffentlich - es ist halt Hauptsaison- nicht zu voll. Falls es das Zeitbudget und Wetter zulässt empfehle ich euch für Kerry und den "Ring" einen Bootsausflug zum "Skellig Michael" (Skellig Rock), die Felseninsel 12 km vor der Küste, auf der vor über 1000 Jahren Mönche lebten und dort eine Klostersiedlung errichteten, mitten im tosenden Atlantik. Es fahren von Portmagee (bei Valentia Island) Boote zu der Insel, aber nur bei gutem Wetter. Wer dort einmal war, vergisst die Eindrücke von dort niemals und ist froh, die Tour gemacht zu haben.
Appropos Wetter: Für die neue Woche ab dem 18.07. ist überwiegend gutes Wetter vorhergesagt, es soll sogar zum Teil "heiss" werden, was bedeutet: 25 bis 27 Grad. Generell demnach wenig Regen und Bedingungen, die wir euch von Herzen wünschen, nachdem ihr ja auch mit der weniger schönen Wetterseite von Irland konfrontiert wart. Es wäre auch schade, die "Rings" (of Kerry oder Beara) zu befahren und nichts zu sehen außer Regenwolken und Schauern. Die Südküste ist ebenfalls sehenswert, wobei ihr die Stadt Cork getrost auslassen könnt, da ist das kleine Hafenstädtchen Cobh südlich von Cork (letzter Ausfahrthafen der Titanic) viel schöner und gemütlicher (es gibt dort auch einen ordentlichen freien Stellplatz am Wasser in walking distance von der Ortsmitte, siehe WOMO-Buch). Waterford und die im Buch beschriebene Tour über Kilkenny könnt ihr euch auch schenken, bleibt lieber an der Küste, falls ihr die Fähre in Rosslare nehmt.
Schöne Tage noch und viele positive Erlebnisse !
FAOINN

shoe1 am 17 Jul 2016 22:39:33

Hallo Faoinn,
vorerst mal ein großes DANKE für dein Ratschläge! Eine Frage an dich als Fachmann: Ring of Kerry im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn (so wie die Busse)? Ich weiß, dass ist eine schon oft diskutierte Frage, aber ich möchte gerne deine persönliche Meinung erfahren (unser Womo ist ein Fiat Ducato und 7m lang).
Herzlichen Dank im Voraus.
lg Rupert

Gogolo am 17 Jul 2016 23:28:51

Danke Faoinn für die Tipps. Natürlich waren wir - mutterseelenalleine - am Clogher Strand. Einfach TOLL ! Kann man nur wärmstens empfehlen. Näheres darüber im nächsten Bericht, der sich dann im Großen und Ganzen über die "Rings" dreht. Der Ring of Kerry wird ab morgen in Angriff genommen.

Ein Bild vom Clogher Strand aber vorab:





Ob wir den Bootsausflug machen ist noch nicht sicher, denn Gogoline macht nur die Pflichtbootfahrten (Fähren) mit. Sie füttert nicht so gerne die Fische über die Reeling.

Cork ist schon von meiner Reiseroute gestrichen. Wir hassen große Städte...


Habe die Ehre

Gogolo

Faoinn am 17 Jul 2016 23:37:47

shoe1 hat geschrieben: Eine Frage an dich als Fachmann: Ring of Kerry im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn (so wie die Busse)? Ich weiß, dass ist eine schon oft diskutierte Frage, aber ich möchte gerne deine persönliche Meinung erfahren (unser Womo ist ein Fiat Ducato und 7m lang). Herzlichen Dank im Voraus. lg Rupert

Hallo Rupert,
ich will mich hier keineswegs als der Super-Fachmann aufspielen, auch wenn meine Frau und ich Irland seit 1976 bereisen, seit 1990 ein Cottage dort haben und mittlerweile ganz überwiegend dort leben. In Sachen WOMO sind wir trotzdem Grünschnäbel, haben erst seit 2014 eines (Knaus/Eifeland auf Ducato-Basis 6,10 m lang), haben aber mit dem Gefährt Irland seither intensiv bereist (m.E. die allerbeste Methode, Land und Leute kennen zu lernen, für Hundebesitzer eigentlich die einzige, denn in Hotels und B+Bs sind Hunde zu über 90 % No Go).
Jetzt zu eurer Frage: Uns gefällt der untere Teil des Ring of Kerry eindeutig besser, der obere eröffnet zwar schöne Aussichten auf die Dingle-Halbinsel im Norden, die Route ist aber weiter weg vom Meer und nicht so vielseitig. Die großen Busse fahren gegen den Uhrzeigersinn. Oft hört man, man solle so wie die Busse fahren. Das mag einiges für sich haben, ist aber nicht zwingend. So schlimm und eng sind die Fahrwege nicht und es gibt viele Ausweichstellen, so dass man nicht hinter den Bussen herzockeln muss.
Ich würde es vorziehen, mit der Südschiene zu beginnen, also im Uhrzeigersinn, von Kenmare aus über Sneem die N 70.
Diese Richtung hat den Vorteil, dass man (wegen Linksverkehr in Irland) auf der "Aussenbahn" der Straße fährt und eine noch bessere Aussicht aufs Meer hat (nicht nur der Fahrer bzw. die Fahrerin ;-). Das ist aber eine Sache des persönlichen Geschmacks. Andersrum hat man den schöneren Teil im Süden erst in der zweiten Hälfte der Tour.
Kommt man von Süden (Kenmare) wie die Meisten Besucher, die in Rosslare oder Cork angekommen sind, würde ich mit dem Uhrzeiger fahren.
However, vergesst den Ring of Beara nicht und vor allem die Dingle-Halbinsel, da ist weniger los, aber es ist mindestens genau so schön oder noch schöner!!! FAOINN

shoe1 am 18 Jul 2016 07:54:23

Den Gogolos noch eine schöne Reise und dem Faoinn ein herzliches Dankeschön - ich bin für jeden Tipp dankbar. (Am Samstag geht es für uns los nach Irland ...)
lg
Rupert

peter1956 am 18 Jul 2016 08:58:04

Toller Bericht, danke für die tollen Fotos.

WilliWattwurm am 18 Jul 2016 09:14:12

Wunderschöne Bilder und tolle Beschriebung, einzig die in allen Berichten auftauchenden Bemerkungen über die Touristen
finde ich etwas unpassend, wir sind als Reisemobilnutzer ja nicht automatisch Einheimische.

Mit freundlichen Grüßen
Willi wattwurm

Gogolo am 18 Jul 2016 09:25:54

Ich habe mich vielleicht etwas unpassend ausgedrückt: ich meinte damit den MASSEN-Tourismus, diue mit Bussen, Schiffen und Flugzeugen "einfallen" und immer in Horeden auftauchen. Solche Ansammlungen meiden wir wie der Teufel das Weihwasser...

Aber du hast recht - auch wir sind Touristen.


Habe die Ehre

Gogolo

WilliWattwurm am 18 Jul 2016 09:39:20

Vielen Dank für die klärende Antwort, ich wünsche eine spannende, gesunde Reise und freue mich auf
die weiteren Berichte.

Mit freundlichen Grüßen
Willi Wattwurm

Gast am 18 Jul 2016 09:57:11

Auch hier reise ich wieder mit Interesse mit und beneide Euch ein wenig :wink: Vielen Dank fürs Mitnehmen :ja:

Faoinn am 18 Jul 2016 14:14:17

shoe1 hat geschrieben:Den Gogolos noch eine schöne Reise und dem Faoinn ein herzliches Dankeschön - ich bin für jeden Tipp dankbar. (Am Samstag geht es für uns los nach Irland ...) lg Rupert

Hallo Rupert,
am Samstag geht es los - wie schön, und hoffentlich bleibt das Wetter so wie es ist (heute 24 Grad, blauer Himmel, weiße Wattewolken, kaum Wind). Die ganze Woche soll recht gut werden, mal sehen, ob die Voraussage stimmt.
Ich habe schon einiges im Irland-Forum geschrieben, u.a. zum Wild Atlanic Way und der entsprechenden App, den Straßenverhältnisse oder was man aus Deutschland im WOMO mitnehmen sollte, wenn man Geld sparen und nicht ständig Essen gehen will. Schaut doch da mal nach bei "Reiseberichte" im "Irland-Forum".
Wenn ihr gezielt was wissen wollt, lasst es mich bitte wissen, ich (und mit Sicherheit andere TN) werde gerne und kurzfristig antworten, soweit ich es kann.
Wo kommt ihr denn an ? Rosslare, Cobh/Cork, DunLaoghaire (bei Dublin) oder Belfast/Larne ?
LG
FAOINN

Faoinn am 18 Jul 2016 15:04:03

Gogolo hat geschrieben: Ob wir den Bootsausflug machen ist noch nicht sicher, denn Gogoline macht nur die Pflichtbootfahrten (Fähren) mit. Sie füttert nicht so gerne die Fische über die Reeling. Cork ist schon von meiner Reiseroute gestrichen. Wir hassen große Städte... Habe die Ehre Gogolo

Hallo GogoloIne,
kann ich voll verstehen, meine bessere Hälfte ist auch nicht sehr seefest ! Die Boote zum Skellig Michael fahren aber sowieso nur bei gutem Wetter und ruhiger See, sonst klappt das Absetzen auf der Insel nicht. Außerdem sollte man auch gute Sicht haben, sonst hat man nicht so viel von einem Besuch auf dieser nahezu "außerirdischen" Insel (so haben wir uns jedenfalls damals gefühlt, als wir oben bei den Steinhütten der Mönche saßen und aufs Meer bzw. aufs 12 km entfernte Festland schauten).
Ich weiß ja nicht, wie weit ihr aktuell schon auf dem Ring of Kerry seid. Im WOMO-Buch der Rohlands werden eine ganze Reihe von Stellplätzen dort genannt und beschrieben; da habt ihr bestimmt keine Probleme, den passenden zu finden. Zum Ring of Beara ist zu sagen, dass viele Leute diesen noch schöner (und weniger stark befahren) finden als den Kerry-Ring, der auf jeder Pauschal-Rundreise fest eingebucht ist, so wie auch das im Sommer übervolle Kilarney (Vorsicht !).
Unterhalb der Beara-Halbinsel bis Cork haben wir folgende Stellplätze aus dem Rohland-Buch (5. Auflage !) besucht und für gut befunden:
Nr. 40 Sheep Head / Nr.39 Mizen Head / Nr. 26 Garanafeen Strand (ist nicht nur Badeplatz, auch zur ÜN 2014 gut geeignet) / Nr. 21 King Charles Fort (der SP in der Stadt war uns zu laut und voll) / Nr.19 Cobh (nettes Hafenstädtchen, ausgewiesene WOMO-Plätze am Hafen, Bahnverkehr nicht all zu oft i.d. Nähe, nachts ruhig).
So, jetzt höre ich auf in der Hoffnung, euch nicht zu nerven bzw.eure Reiseplanung zu stören (nachwirkendes Helfersyndrom aus meinem früheren Beruf ;-) ).
Gute Reise !
Faoinn

shoe1 am 18 Jul 2016 15:15:06

Faoinn hat geschrieben:...Ich habe schon einiges im Irland-Forum geschrieben, ...
Wo kommt ihr denn an ? Rosslare, Cobh/Cork, DunLaoghaire (bei Dublin) oder Belfast/Larne ?
LG
FAOINN


Hallo Faoinn,
noch einmal Danke - das Meiste habe ich (hoffentlich) schon gelesen, außerdem war ich schon mal vor einiger Zeit in Irland: --> Link



Wir werden am Montagabend in Rosslare "landen" und dann im Uhrzeigersinn schauen, wie weit wir kommen werden. Deine und die Tipps der anderen habe ich dankenswerterweise in meine Reisevorbereitungen mit einbezogen.
Wir freuen uns schon und wünschen euch und uns a lot of weather ...
lg
Rupert

Faoinn am 18 Jul 2016 21:05:35

Gogolo hat geschrieben: Der Ring of Kerry wird ab morgen in Angriff genommen. Habe die Ehre Gogolo


Hallo nochmal ins Gogolobil an einem wunderschönen irischen Abend, gemacht für Postkartenmotive.
Hier noch einige wenige Stellplatzempfehlungen für die Rings (of Kerry = RoK und Beara = RoB):
1. Ballinskelligs Beach (RoK), direkt am Strand, Wasser, WC,Internet frei (nicht getestet 2015), sehr schöne Lage und ruhig, GPS: 51,82101 / -10,27358
2. Bei Mr. O´Sullivan (RoK, priv. Stellplatz bei Sneem), Wasser, WC, Strom, super Lage am Wasser und tolle Aussicht, 2015: 10 € pro ÜN, GPS: 51,83737 - / -9,90024
3. Lougaunacree (RoB), Stellplatz, GPS: 51,78337 / -9,82 (Empfehlung, nicht selbst getestet, kostenlos)
4. Berehaven Golf & Amenity Park, Castletownbere (RoB), 18 € p. ÜN, aber mit allem Drum und Dran (Strom, Wasser, Abwasser etc.), Empfehlung, nicht selbst getestet, GPS: 51,65427 / -9,86058
Wie schon geschrieben sind auch im Rohland-WOMO-Buch weitere SP-Empfehlungen zu finden, die interessant erscheinen (wenn nicht verbalkt oder mit NOP-Schild ;-)).
Good luck !
Faoinn

Gogolo am 19 Jul 2016 13:20:54

:arrow: Ruppert

zu deiner schnellen Info für deineeigene Reise (vorab zu meinem Reisebericht, der erst in ein paar Tagen kommt):

wir sind gestern und heute den Ring of Kerry - gegen den Uhrzeigersinn gefahren. Allerdings sind wir jedesmal ab 09 Uhr "auf der Piste" gewesen und haben gestern vier OmnibusseLastwägen gesehen (nur gesehen, kein Gegenverkehr) und heute keinen einzigen. Wir haben in der Mitte des Rings (ungefähr beider Hälfte) einen schönen Stellplatz am Strand gefunden mit Wasser und Toilette und dort übernachtet. Das Wetter war gestern und ist heute grandios, strahlend blauer Himmel. Und was die Enge der Straßen betrifft - und wir sind auch Nebenstraßen gefahren - da haben wir in Schottland und auch in Irland schon engere gehabt.

Also: kein großes Problem


:arrow: Faoinn

Nochmals danke für deine überaus nützlichen Tipps. Wir haben den Ring beendet und stehen momentan auf dem Luxus-CP Dromquinna kurz vor Kenmare. Jetzt gibt es mal einen Tag zum ausspannen und dann kommt noch die Beara Peninsula und ganz unten die Gegend bei der Bantry Bay.


Habe die Ehre

Gogolo

shoe1 am 19 Jul 2016 13:51:01

Hallo Gogolo,
danke für die Tipps - ich kann's kaum mehr erwarten. Weiterhin schöne Reise.
lg
Rupert

uri am 23 Jul 2016 15:09:35

Hier mal ein paar persönliche Worte vom Autoren der Reiseführer "Mit dem Wohnmobil nach Schottland" und "Mit dem Wohnmobil nach Irland":
Regelmäßig bekommen wir Post von Lesern, die sich bei uns für diese Reiseführer bedanken, mit deren Hilfe sie tolle Urlaubsreisen erlebt haben. Wir erhalten auch immer mal Hinweise zu den örtlichen Gegebenheiten, bei denen sich etwas geändert hat. Dafür sind wir dankbar.
So steht Du mit Deiner Pauschalkritik ("ist sein Geld nicht wert") m.E. ziemlich alleine da. Entweder Du hast die Hinweise im Buch nicht verstanden, oder es war Dir ein Bedürfnis, auf Basis Deiner übergroßen Weisheit einfach mal mit Dreck zu schmeißen. Mit dieser wenig hilfreichen Art über unseren Reiseführer zu richten, hast Du Dich wohl selbst disqualifiziert. Immerhin hat Dich der Schottland-Führer zu vielen schönen Zielen geführt. Es ist zu befürchten, dass unser Irland-Buch in Deinen Augen genauso schlecht sein wird.

Grüße aus Potsdam

der Autor

gespeert am 24 Jul 2016 17:03:09

Lächeln und Winken Männer, Lächeln und Winken!

Schön weiteratmen

Gogolo am 24 Jul 2016 22:43:15

Ich möchte diesen Thread nicht zu einer Rezension des genannten Womo-Buches umwandeln. Aber wenn du schon öffentlich ein paar persönliche Worte schreibst, dann werde ich das auch tun - und das hat nichts mit "Dreck schmeissen" zu tun:

Zum Womo-Führer Schottland kann ich nichts mehr schreiben, denn ich habe das Exemplar bereits „entsorgt“. Aber wenn du meinst, dass ich mich disqualifiziert habe, dann gebe ich das gerne an dich als Autor zurück. Oder wie soll ich das nennen, wenn du zum Thema „Befahren der Rings“ im Uhrzeigersinn oder entgegen, als Begründung dafür, dass du im Uhrzeigersinn gefahren bist, folgendes ausführst: „Wir fahren nie anders herum! Bei unserer Familie liegt das schlicht am Egoismus des Fahrers, der auch der Routenplaner ist. Wenn der schon die ganze Zeit am Fahren ist, will er auch den schönsten Ausblick aufs Meer haben, bei Linksverkehr sogar optimal.“ Anstatt im Womoführer für Irland-Neulinge dezidiert auf die Schwierigkeiten im Gegenverkehr mit Bussen hinzuweisen, machst du deine Fahrtrichtung von persönlichen Empfindungen und dem Faktum der Linkssteuerung und damit besseren Sicht abhängig. Wenn jemand aufgrund solcher Empfehlung mit seinem Dickschiff bei Befahren im Uhrzeigersinn im Gegenverkehr festhängt und rückwärts rangieren muss, dann sind solche Texte besonders hilfreich. Es wäre viel hilfreicher gewesen darauf hinzuweisen, dass man möglichst ganz in der Frühe fahren soll, wenn die Busse noch nicht unterwegs sind. Und dann noch solche Ausführungen wie: „erschreckt uns der Anblick von Industrieanlagen“ oder „...werden wir durch einen ganz besonderen Anblick erschüttert: Quitschgelbes Pub vor hässlichem Kraftwerk“ oder „wir betrachten schlimmes Industriegebiet“. Ich glaube, das reicht um darzustellen, dass solche Emotionen/Prosa m.E. nichts in einem Womo-Führer zu suchen haben und du dich selbst im Sinne einer für Womo-Fahrer hilfreichen Beschreibung disqualifiziert hast (so deine eigene Ausdrucksweise).

Wir sind schon auf dem Sprung nach Frankreich und auch diesen Womo-Führer für Irland habe ich „entsorgt“.

Was die vielen schönen Ziele in Schottland und Irland betrifft, so habe ich diese natürlich nicht nur durch das Womo-Buch, sondern insbesondere durchs Internet (Danke ans Forum), GoogleEarth und OsmAnd+ selbst gefunden. Aber auch die DuMont-Reiseführer für Schottland bzw. Irland waren sehr hilfreich.


Was ich mir wünsche sind emotionsfreie, aber dafür faktengeladene Reisebücher...


Und damit ist die Angelegenheit für mich erledigt.


Habe die Ehre

Gogolo

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