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seit gut einem Jahr steht in meinem Keller eine Blei-Säure-Batterie. Die hatte ich vor ca. 1 1/2 Jahren aus meinem ASX ausgebaut, als das knapp 41/2 Jahre alte Auto mit Tochter mit einem km-Stand von ca. 120.000 von dannen fuhr und als "Reserve" in den Keller gestellt. Die Batterie ist nun rund 7 Jahre alt. (EZ Februar 2010) Die Batterie hatte während des Einbau im PKW keinerlei Pflege erhalten, ausser die Werkstatt hat beim Kundendienst Wasser nachgefüllt. (?) Es handelt sich um eine Start-Stop-Batterie japanischen Ursprungs:
Die Strippen sind dran, um gelegentlich die Spannung zu messen.
Anfang der Woche habe ich mich mal gekümmert und die Spannung gemessen. Die Batt. hatte 12,59 Volt, nach ca. 6 Monaten ohne Ladung. Ich finde das beachtlich gut. Danach habe ich mit dem Paco 20A nachgeladen, die Batterie ging nicht in Recond, nach einer Stunde war die Ladung schon abgeschlossen.
Heute 5 Tage später habe ich nochmals gemessen und das Multimeter zeigt 12,75 Volt an:
Ich finde das erstaunlich gut. Nasse Blei-Säure Batterien sind für mich durchaus eine Alternative zu AGM oder Gel oder sonstigen sehr teueren Batterien. (*) Ich nehme das mal zum Anlass, um hier im Thread nachfolgend einige technische Fakten zu den verschiedenen BAtterietypen zusammenzustellen.
Mit den technischen Grundlagen fange ich bei A an: AGM-Batterie ...
Die aktuelle (seit 15 Jahren) Batterietechnologie im KFZ Bereich ist die AGM-Batterie. AGM bedeutet Absorbent-Glass-Mat.
Das Elektrolyt ist bei diesen Batterien durch die Kapillarwirkung in ein Vlies aus Glasfasern gebunden, sozusagen "aufgesaugt" . Dadurch haben die Batterien einige Vorteile, zum Beispiel läuft bei einem Umkippen der Batterie das Elektrolyt nicht aus. Außerdem ist durch die bedämpften Bleiplatten die Schädigung durch Vibrationen so gut wie ausgeschlossen. Die Bleiplatten können dadurch dünner ausgeführt werden. (Kostenvorteil)
Batterieschlamm fällt nicht ab sondern bleibt plattennah im Vlies. Die Gefahr von Plattenschluss ist dadurch verringert.
Beispiel: (Bild von Bosch)
Hört sich bislang alles gut an. Für den Wohnmobilisten entstehen dennoch einige Einschränkungen:
Da die handelsüblichen AGM Batterien aus preislichen und fertigungstechnischen Gründen in der Regel mit Ca/Ca - Plattenmaterial ausgestattet sind, benötigen sie erhöhte Ladespannung. Nun kann aber die AGM weder das bei hohen Spannungen entstehende Gas nach aussen abgeben, noch kann diese Batterie nachgefüllt werden (das Wasser würde sich im Vlies nicht mit der Säure mischen). Dadurch hat die AGM Batterie einen sehr engen Ladekorridor (hohe Anforderungen an die Ladespannung) Bei zu geringer Spannung wird die Batterie sulfatieren, sprich Kapazität verlieren. Bei zu hoher Spannung wird die Batterie ausgasen und damit unbrauchbar.
Wohnmobilisten mit älteren Fahrzeugen bzw. älterer Ladetechnik ist deswegen von AGM vorsorglich abzuraten. Wenn der Händler ohne Umbauten eine Gel- oder Nass-Batterie durch AGM ersetzt, ist Ärger und Verdruss programmiert.
Die benötigte Ladeschluss-Spannung für AGM mit Ca/Ca Technologie ist ca. 14,6 bis 14,9 Volt.
Die Hersteller spezifizieren in den Datenblättern sicherheitshalber 14,7 bis 14,8 Volt. Ein Temperatursendsor erscheint bei den hohen Anforderungen unabdingbar! Wir müssen bei dieser Technologie anders als bei Nassbatterien zwischen Absorption (Nachladung) und Ausgleichsladung (Equalization) trennen!
Eine sehr, sehr kurze Ausgleichsladung mit bis zu 15,6 Volt ist akzeptabel, jedoch nicht in jedem Zyklus empfehlenswert. Die geringe entstehende Menge Gas geht zum Minuspol und wird dort hoffentlich rekombiniert.
Es gibt auch in seltenen Fällen noch AGM mit empfohelnen 14,4 Volt. Dann ist anderes Plattenmaterial (Sb/Ca) verwendet. Die erwähnten Probleme bleiben die Gleichen.
Hier die empfohlene Ladekennlinie für AGM Ca/Ca nach DELCO: (siehe auch --> Link)
Geeignete Ladegeräte gibt es am Markt.
Fazit: AGM nur für Fahrzeuge mit modernen, geeigneten Ladegeräten. Lebensdauern von 2 bis 8 Jahren sind im Bereich der Wohnmobilisten gut und häufig dokumentiert.
Liebe Grüße, Alf
Gast am 05 Jan 2018 17:23:14
Wer A sagt, muss auch B sagen ... nasse Blei-Säure Batterie SMF "Sealed Maintenance Free":
In meinem Rapido Wohnmobil verwende ich die "WINNER Solar SMF". --> Link Es gibt auf dem Markt (ebay usw.) viele baugleiche oder ähnliche Batterien von mehreren Anbietern bzw. mit unterschiedlichen Labeln, wer weis das schon ... (Varta Silver) Sie werden als sehr zyklenfest beworben und sind in der Regel mit 1 € je Ah recht preisgünstig.
Es handelt sich dabei nicht um "GEL" oder "AGM" Batterien, sondern um Nassbatterien mit besonderem Plattenmaterial und Separatoren mit Vliesauflage. Im Gegensatz zu AGM und Gel Batterien wo ein Zellenausgleich aufgrund des festgelegten Elektrolyt nicht zu empfehlen ist, haben Studien ergeben, dass bei den wartungsarmen (Sb/Ca) und den "wartungsfreien" (Ca/Ca) Batterien ein gelegentliches Ausgleichen bzw. gasen die Lebensdauer signifikant erhöht.
Aus vorhergegangenen Diskussionen und Erfahrungspreichten von Anwendern hörte ich, dass mit dem SMF Typ sehr unterschiedliche Erfahrungen gemacht wurden. es gibt Fälle wo die Batterien bereits nach einen Jahr ausfielen sprich einen Großteil der Kapazität eingebüßt haben. (alter Hans)
Auf der Webseite der TU Freiberg: --> Link könnt ihr die chemischen Hintergründe nachlesen.
Hier sieht man eine Graphik, Ladevorschrift für diese "wartungsfreie", Ca/Ca Batterien: (nach DELCO Electronics)
blau: Klemmenspannung in V, rot: Ladestrom in A, x-Achse: Ladezeit
Im Vergleich die Ladekurve für eine Ca/Ca-Batterie ohne kompletten Verschluss, eine sogenannte "wartungsfreie" Batterie wie oben im TE:
Ihr seht die Empfehlung, Während der Absorption gleich den Ausgleich zu machen, bis zu 16,25 Volt zu laden. Es handelt sich um die Ladeempfehlung für eine offene Batterie, das heißt man kann Wasser nachfüllen. Das wird auch nötig sein, weil bei dieser Spannung die Batterie bereits gast.
Bei der "SMF" handelt es sich um eine Ca/Ca-Batterie mit komplett geschlossenem Deckel, es ist also nicht empfehlenswert lange mit solch hoher Spannung zu laden! In der Graphik ist dementsprechend nur eine sehr kurze Ausgleichsphase vorgeschlagen.
Mein Lieferant Winner gibt etwas verwirrend die Empfehlung mit 14,8 Volt zu laden, nennt jedoch in den technischen Unterlagen eine Absorptionsspannung von 15,4 Volt. Was ist nun richtig?
Stellt euer Ladegerät auf Hauptladung 14,7 ... 14,9 Volt, (entspricht Einstellung AGM) Stellt euer Ladegerät auf Erhaltungsladung 13,6 bis 13,8 Volt
(je nachdem was das Gerät kann)
Macht alle 3 bis 6 Monate eine Ausgleichsladung mit 15,5 bis max. 16 Volt über 3 bis 6 Stunden. (bei Zimmertemperatur)
Bei hohen Temperaturen ist die Ladespannung zu reduzieren.
Ich mache das so, dass ich die Batterien übers Jahr rein mit dem Solarregler (bis 14,7 Volt) und dem Ladebooster (bis 14,8 Volt) lade und nur sehr selten bei Landstrom mein Ladegerät mit 15,5 Volt in Stellung Ca/Ca dazuschalte. WEnn ich nicht am Landstrom stehe und ausgleichen will, lege ich den Temperaturfühler des Solarreglers in das Tiefkühlfach. Das funktioniert ausgezeichnet. :lol:
Grüße, Alf
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Gast am 05 Jan 2018 17:31:07
Es gibt da noch die GEL-Batterien ...
Über lange Jahre hinweg hat sich die GEL-Batterie als die Standard-Batterie im Wohnmobilbereich durchgesetzt.
Warum ist das so? Welche Vor- und Nachteile hat die GEL-Batterie? Was ist dabei zu beachten?
Die Gel-Batterie ist eine Bauform der Bleibatterie, bei welcher die Säure durch Kieselsäure eingedickt und dadurch zu einem Gel gebunden wird. Die Gel-Batterie wird immer komplett verschlossen ("Valve Regulated Lead Acid"; kurz: VRLA-Batterie) wodurch kein Wasser nachgefüllt werden kann.
Aus diesem Grund ist der Wasserverlust zu vermeiden. Dies wird (oft) neben der Verwendung von Ca/Ca-Platten durch geringe Lade- und Entladestromstärken sowie eine im Vergleich zu moderneren Starterbatterien geringere Ladespannung erreicht.
Warum ist das so?
Wie immer beim Laden einer Bleibatterie spaltet der Ladestrom an der Minus-Elektrode die Säure in Wasserstoffgas und Sauerstoff. Im Gel der Batterie müssen sich feine Risse bilden, durch welche der Sauerstoff O² als Gas zur Plus-Elektrode gelangen kann. Dort rekombiniert er mit Wasserstoff-Ionen zu Wasser. Nur eine sehr geringe Restmenge bleibt als Knallgas übrig und entweicht unter Umständen durch die Ventile aus der Batterie.
Dadurch kann es vorkommen dass eine Gel-Batterie im geladenen Zustand ausgebeult, im entladenen Zustand eingezogen ist. Das ist normal und kein Fehler.
Da durch die VLRA-Technik kaum Gas austritt, und damit kein Wasser nachgefüllt wird, sind die Gel-Batterien für die geschlossenen, schlecht erreichbaren Einbau-Räume unserer WoMo besonders geeignet. Zum Beispiel der deutsche Händler Winner gibt vorgesehene Lebensdauern von bis zu 20 Jahren bei Gel, von bis zu 10 Jahren bei AGM an.
Aber: die Gel-Batterien vertragen Temperaturen über 45 Grad nur schlecht, also sollte der Einbauort wohl abgewogen sein.
Achtung:
Gel-Batterien und AGM-Batterien werden von den Verkäufern gelegentlich gleichgesetzt und manchmal sogar AGM Batterien als GEL-Batterien beworben. Das ist falsch! Werden GEL- als auch AGM-Batterien falsch eingesetzt, beeinfllusst das wesentlich die Lebensdauer. Eine gute, richtig eingesetzte Gel-Batterie sollte wenigstens 10 bis 15 Jahre Lebensdauer erreichen.
Ladevorschrift für Gel:
Hier die Ladekennlinie einer Ca/Ca Gel-Blei-Batterie (VLRA) (nach DELCON --> Link )
Ihr seht die gegenüber den anderen Typen reduzierte Spannung (2,35 Volt je Zelle) bei der Absorbtionsladung (14,1 Volt) und die geringe Spannung (13,2 ... 13,4 Volt) während der Erhaltungsladung. Beides ist der Verhinderung des Ausgasens geschuldet!
Es ist äußerst wichtig, dass die vom Batterie-Hersteller empfohlenen Spannungen und Ladealgorithmen angewandt werden. Dann ist die Gel-Batterie zyklenfest und auch eine gelegentliche, kurze Tiefentladung zerstört diese Batterie nicht.
Empfohlene Ladeströme: 10 % der Nennkapazität Empfohlene Entladeströme: 10 (kurz bis 20) % der Nennkapazität Ladespannung 14,1 Volt (nach einer sehr tiefen Entladung bis max 14,4 Volt). Höhere Spannungen zerstören die Batterie! Ladezyklus mindestens 10 Stunden auch bei nur gering entladener Batterie. Damit wird die frühe Sulfatierung verhindert. Erhaltungsladung 13,1 bis 13,4 maximal 13,6 Volt. Höhere Spannungen zerstören die Batterie! Lademodus IUoUI
Wertung:
Aufgrund der längeren Lebensdauer und der bequemen Handhabung erscheint der hohe Preis der Gel-Batterie gerechtfertigt. Viele WoMo-Nutzer kommen damit gut zurecht. Für "Wechselrichter-Nespresso-Betreiber" und für Freisteher mit Ladung nur über Solar oder Fahrzeuggenerator (zu kurze Absorption) ist die Gel-Batterie allerdings nicht die erste Wahl.
Grüße, Alf
Gast am 05 Jan 2018 17:59:03
Last but not least: Blei-Kristall-Batterie ... Eine Bitte dazu: diskutiert diese Batterie im zugehörigen Spezialthread. --> Link :wink: hier nur der Vollständigkeit halber.
Eine relativ neu und (noch sehr) diskutierte Batterietechnologie ist die sogenannte "Blei-Kristall" bzw. lead-crystal" (AGM-)Batterie. AGM bedeutet Absorbent-Glass-Mat, "lead-crystal" bezieht sich auf den Plattenwerkstoff, Blei sowie auf die sich verfestigende spezielle Säurefüllung. BDL: --> Link
Hier mal als Zusammenfassung des 98-Seiten Diskussions-Thread ein paar Fakten, welche für uns Wohmobilisten wichtig sind:
Das Elektrolyt ist bei diesen Batterien durch die Kapillarwirkung in ein Vlies aus Glasfasern gebunden, sozusagen "aufgesaugt" . Zusätzlich verfestigt sich der Elektrolyt nach einigen Ladevorgängen. Dadurch haben die Batterien einige Vorteile, zum Beispiel läuft bei einem Umkippen der Batterie das Elektrolyt nicht aus. Außerdem ist durch die bedämpften Bleiplatten die Schädigung durch Vibrationen so gut wie ausgeschlossen. Die Bleiplatten können dadurch dünner ausgeführt werden. (Kosten- und Gewichtsvorteil)
Batterieschlamm fällt nicht ab sondern bleibt plattennah im Vlies. Die Gefahr von Plattenschluss ist dadurch wie bei der AGM verringert.
Die elektrochemische Hauptreaktion während des Lade- und Entladevorgangs des Lead-Crystal Akkus:
Die Gesamtreaktion beim Entladen und Laden:
PbO2 + 2H2SO4 + Pb --> (entladen) 2 PbSO4 + H2O (und beim Entladen rückwärts) ist identisch zu allen anderen Blei-Akkus.
Nach rechts findet unter Energieabgabe die Entladung des Blei-Akkus statt, nach links unter Energiezufuhr die Aufladung.
Beim Entladen der aktiven Plus- und Minusmasse reagiert also der säurehaltige Bestandteil (das sind bei der Blei-Kristall nur circa 3%) des Elektrolyts und wird zu Bleisulfat und Wasser, wodurch die Säuredichte weiter abnimmt. Beim Laden wird die Säure, die sich beim Entladen der Plusmasse konzentriert (während des Entladevorgangs), wieder genau dann im Elektrolyt freigesetzt, wenn das Bleisulfat sich auf der Plus- und Minusplatte in Bleidioxid und schwammartiges Blei umwandelt und die Säuredichte im Elektrolyt zunimmt. Bei den bisher üblichen nassen Bleibatterien wird nach dem Laden oder vor vollständigem Laden der gesamte Ladestrom für die Elektrolyse der Flüssigkeit im Elektrolyt verwendet, die Plusplatte setzt Sauerstoff frei und die Minusplatte Wasserstoffgas. Sollte die Effizienz der Gasrekombination der Batterie gering sein, wird ein großer Anteil des Gases ausströmen und weniger Feuchtigkeit in der Batterie nach jedem Ladevorgang hinterlassen. Hierdurch wird der Elektrolytgehalt aufgrund des Wasserverlusts reduziert und der Säuregehalt erhöht, wodurch die Lebensdauer der Batterie verkürzt wird. Dies ist als Phänomen eines Flüssigkeitsverlusts während des Ladens bekannt. Dieser ist nach Herstellerangaben bei den "Bleikristall-Batterien" stark reduziert.
Axcom schreibt dazu: Bei Lead-Crystal Batterien enthält der Verbundelektrolyt neben der regulären chemischen Reaktion verschiedene Zusatzstoffe, die an der elektrochemischen Reaktion beteiligt sind. Die Zusatzstoffe sind im Sauerstoff und Wasserstoffgas während des Ladevorgangs zu finden und erhöhen die Gasrekombinationsrate der Batterien. Dies wiederum reduziert den Wasserverlust während und nach dem Laden, wenn das Bleisulfat beim Entladen vollständig in aktive Masse zurückgewandelt werden kann und somit die Lebensdauer der Batterie verlängert wird.
Hört sich bislang alles gut an. Für den Wohnmobilisten entstehen dennoch einige Einschränkungen:
Da die handelsüblichen AGM-Batterien aus preislichen und fertigungstechnischen Gründen in der Regel mit Ca/Ca - Plattenmaterial ausgestattet sind, benötigen sie erhöhte Ladespannung. Dies ist durch die Verwendung von reinem Blei bei der B-K vermieden. Nun kann aber die Blei-Kristall-AGM weder das bei hohen Spannungen entstehende Gas nach aussen abgeben, noch kann diese Batterie nachgefüllt werden (das Wasser würde sich im festgelegten Elektroly auch nicht mit der Säure mischen). Deshalb schreib der Hersteller den Verzicht auf eine "gasende" Ausgleichsphase vor. Zitat: Bei zu hoher Spannung wird die Batterie ausgasen und damit unbrauchbar.
Aufgrund der geringen Säuredichte ist die Sulfatierung vermindert und die Batterie unempflindlicher gegen Unterspannung, länger andauernde Teilladung und Tiefentladung. Die empfohlene Ladeschluss-Spannung für BK-Technologie ist maximal und kurzfristig 14,7 Volt. Axcom empfiehlt: Die Lead-Crystal Batterie sollte bei konstanter Spannung von 2,25 bis 2,3 Volt (Zelle) sowohl für Erhaltungs- als auch für zyklische Ladeanwendungen geladen werden. Bei zyklischer Ladung wird eine Ladeschlusspannung von bis zu 2,4 V kurzfristig empfohlen. Diese Werte gelten bei 25 Grad und 0,1 bis max 0,3 CA
Praxis-Beispiel: 12 Volt/160Ah BK-Batterie: Empfohlene Ladespannung 13,5 bis 13,8 Volt (kurzzeitig bis 14,7V) bei 16 bis max. 45 A. Hier die empfohlene Ladekennlinie für Float Ladung: (wenig zutreffend im WoMo)
Bilder aus dem Verkaufsprospekt des Europa-Importeurs
Die empfohlene Ladekennlinie für zyklischen Betrieb:
Man beachte den sofortigen Rücknahme der Ladespannung bei Erreichen der 14,7 Volt!
Haltbarkeit: (!) Der deutsche Distributor gibt bei 25 Grad Umgebungstemperatur eine technische Lebensdauer von ca. 10 Jahren an. Demzufolge spielt die zulässige Zyklenzahl von ca. 2.800 bei der üblichen 50% Entladung und 25 Grad C für die Wohnmobilisten keine so große Rolle. Aussagekräftige Berichte über den Einsatz im WoMo gibt es vorerst wenige, User AVM75 hier im Forum hat die bisher wohl fundiertesten Erfahrungen berichtet. (siehe Diskussionsthread)
Hier die Kurve für die zyklische Entladung aus dem Distributor-Datenblatt:
Man kann natürlich innerhalb der 10 Jahre Lebensdauer auch eine höhere Entladung, zum Beispiel 80% zulassen und damit installierte Kapazität bzw. Gewicht sparen. Immer ist zu beachten, dass die angegebenen und hier verlinkten Tabellen und Kurven bei den vom Hersteller optimierten Umgebungsbedingungen entstanden sind. In der Praxis wird man Abschläge aufgrund Über- und Untertemperatur sowie zu starker Entladung bzw. zu schwacher Ladung machen müssen. (Espresso!)
Grundsätzlich sollte eine Tiefentladung unter die Schlussspannung vermieden werden, da die Tiefentladung nur eine geringe Menge an zusätzlicher Kapazität erbringt. In diesem Fall wird jedoch die Nutzungsdauer der Batterie drastisch reduziert.
Eine Anmerkung noch zur Lebensdauer: Im Diskussionsthread hier und anderen Foren werden einige interressante Dokumente und Videos verlinkt. Wenn man aber diese Quellen genauer nachforscht, so finden sich recht häufig Kommentare von BK-Usern, bei denen erste Ausfälle schon nach 2 bis 3 Jahren auftreten. Man wird also abwarten müssen, ob sich diese Technik wirklich im Dauereinsatz bewährt.
Geeignete Ladegeräte für die zyklische Ladung gibt es noch nicht in großer Auswahl am Markt. Für das "float laden" können aber auch einfache, alte, spannungs-stromgeregelte Ladegeräte Verwendung finden.
User André (AVM75) war an anderer Stelle so nett, bei Betta Batteries nach passenden Ladegeräte zu suchen. Auf der zugehörigen Webseite --> Link spricht der Hersteller davon, dass nur mit diesem Ladeverfahren die technischen Daten einzuhalten sind. Zitat: "Our patented Lead Crystal® Batteries have different charge characteristics compared to conventional lead based batteries and therefore need suitable chargers to function optimally."
Mein Fazit: (man könnte auch Meinung dazu sagen) Blei-Kristall ist sehr interressant und für Fahrzeuge mit speziellen Ladegeräten durchaus geeignet. Lebensdauern von 2 bis 3 Jahren sind im Bereich der Wohnmobilisten bisher dokumentiert. (Stand Anfang 2018).
Zu den Kosten: es gibt die Batterien im Direktimport über die einschlägigen chinesischen Portale ab ca. 1 US-$ je Ah, hier in Deutschland ab ca. 3 € je Ah. Aber Achtung: Die Chinamänner bezeichnen auch konventionelle AGM und GEL-Batterien als lead-crystal (Siehe Alibaba) .
Grüße, Alf
geralds am 05 Jan 2018 19:39:26
Hallo,
da hat sich der liebe Alf ja wirklich viel Arbeit gemacht, meine Hochachtung!
Den einen oder anderen Punkt erlaube ich mir dennoch zu kommentieren.
GEL-Batterien
KudlWackerl hat geschrieben:Ladespannung 14,1 Volt (nach einer sehr tiefen Entladung bis max 14,4 Volt). Höhere Spannungen zerstören die Batterie! Ladezyklus mind. 10 Stunden auch bei nur gering entladener Batterie. Damit wird die frühe Sulfatierung verhindert. Erhaltungsladung 13,1 bis 13,4 max. 13,6 Volt. Höhere Spannungen zerstören die Batterie!
Die 10 Stunden werden u.a. meist von Exide genannt. Nach Rücksprache mit einem Mitarbeiter von Exide ist das eine reine Sicherheitsangabe. Je nach Entladezustand kann diese Zeit auch kürzer sein. Andere Hersteller, wie z.B. Westech machen da andere Angaben. "Halten Sie die Batteriespannung bei 14,1V-14,4V bis sich der Strom für mindestens drei Stunden auf unter 0,6A reduziert hat."
Auch die Erhaltungsladung mit 13,1 bis 13,4 maximal 13,6 Volt habe ich so noch nicht gesehen. Erhaltungsladung:"Halten Sie die Batteriespannung bei 13,6V bis 13,8V konstant" ist wohl üblicher. (Auch aus der BA von Westech) Für meine GEL-Batterien ist auch 13,8V für Erhaltungsladung angegeben.
Im Zweifel immer den Herstellerangaben folgen.
KudlWackerl hat geschrieben:Aufgrund der längeren Lebensdauer und der bequemen Handhabung erscheint der hohe Preis der Gel-Batterie gerechtfertigt. Viele WoMo-Nutzer kommen damit gut zurecht.
KudlWackerl hat geschrieben:Für "Wechselrichter-Nespresso-Betreiber" und für Freisteher mit Ladung nur über Solar oder Fahrzeuggenerator (zu kurze Absorption) ist die Gel-Batterie allerdings nicht die erste Wahl. Grüße, Alf
Für hohe Ströme - "Wechselrichter-Nespresso-Betreiber"- ist die Gel in der Tat nicht geeignet. Ich bin einer der "Freisteher mit Ladung nur über Solar oder Fahrzeuggenerator " und kann das so nicht bestätigen. Meine erste Sonnenschein SB12-185 hielt 9 Jahre, obwohl sie einige Male bis zur Abschaltung entladen wurde. Dann habe ich leider bei der "Wintereinlagerung" des Womo´s vergessen alle Verbraucher abzuschalten, das hat sie dann doch nicht überlebt.
Bleikristall
KudlWackerl hat geschrieben:Im Diskussionsthread hier und anderen Foren werden einige interressante Dokumente und Videos verlinkt. Wenn man aber diese Quellen genauer nachforscht, so finden sich recht häufig Kommentare von BK-Usern, bei denen erste Ausfälle schon nach 2 bis 3 Jahren auftreten. Man wird also abwarten müssen, ob sich diese Technik wirklich im Dauereinsatz bewährt.
So einen kleinen Seitenhieb Richtung BK kann sich Alf denn doch nicht verkneifen (Alf, ich entschuldige mich schon mal vorsichtshalber für diese Bemerkung :lach: )
Wenn man bei jeder Technik immer abwartet, bis andere eine 10jährige Erfahrung vorweisen können, dürfte man auch keine LI-Technik einsetzen und hinkt halt immer viele Jahre hinter der Technik her.
Bei Starterbatterien hatte ich auch schon (bei Varta) Ausfälle nach 13 Monaten und nach 27 Monaten. Bei der gleichen Varta im gleichen Fahrzeug aber auch schon Lebendauern von über 7 Jahren.
Von meinen beiden Banner Solar Nassbatterien hielten eine 2 Jahre und die andere ging dann 1 Jahr später kaputt. War dann der Grund auf GEL-Batterien für den Aufbau zu wechseln.
Trotzdem ist das, jedenfalls für mich, kein Grund von Nassbatterien abzuraten.
Ich habe nur einen Bericht über PV-Anlagen gelesen, bei dem sich der User vehement über die BK-Batterie beschwert hat. Bei dem Einsatzfall und der Nutzung war der Ausfall jedoch vorauszusehen.
Ich habe zwar auch noch keine Erfahrung bezüglich BK-Batterien, bin da aber nicht so skeptisch. Wenn jemand die Batterie für PV-Pufferung einsetzt und für den Anwendungsfall, ich glaube 10 Jahre Garantie gibt, wird er sich schon einigermaßen sicher sein. Sonst kann er seinen Laden recht bald wieder schließen. --> Link (ich hoffe der Link ist erlaubt)
Gruß Gerald
avm75 am 05 Jan 2018 19:51:34
Hallo zusammen,
da der User Alf (KUDLWACKERL) bei der ganzen Hierher-Kopiererei seiner Beiträge in einem anderen Forum mich bzw. meine Aussage dort gleich mitkopiert hat - leider unvollständig - möchte ich ein bißchen was zur Blei-Kristall-Batterie ergänzen, wie schon seinerzeit an anderer Stelle. Da ich mich ungern mit fremden Federn schmücke, möchte ich noch darauf hinweisen, dass ein Teil der folgenden Anmerkungen u.a. auch von Frank (palstek) stammen. Der Übersichtlichkeit Halber habe ich unsere Beiträge hier einfach zusammen geführt:
Es stimmt, dass das kurze Datenblatt die etwas ungewöhnliche Ladekurve enthält, bei der die Ladeschlussspannung von 14,7 Volt nur ganz kurz anliegt.
Es stimmt jedoch nicht, dass diese Ladekurve zwingend eingehalten werden muss. Die relativ flexiblen Lademöglichkeiten machen ja gerade den Reiz dieser Batterie aus. Das ausführliche Handbuch--> Link enthält folgende Tabelle, wobei die erste Tabelle für Womofahrer am relevantesten ist:
Den Inhalt dieser Tabelle hat der technische Leiter (Oliver Stasch) des deutschen Distributors (Powertrust) bereits hier Forum --> Link wie folgt zusammengefasst:
Die optimale Ladung der Lead Crystal Batterie wird erreicht, wenn folgende Werte am Ladegerät eingestellt werden können: - 14,7V für 2 Stunden, 13,8V für 4 Stunden
Optional ist es auch mit folgenden Werten (und allen dazwischen liegenden Werten) möglich: - 14,4V für 7 Stunden, 13,8V für 3 Stunden
Da es nur wenige Ladegeräte ermöglichen die Ladekurve exakt auf die optimalen Werte einstellen zu können, kann immer eine Auswahl einer vorgegebenen Ladekurve getätigt werden (meistens AGM 2). Die einzige Restriktion liegt in den max. zulässigen Spannungen von 14,7V und 13,8V; diese dürfen nicht überschritten werden. Alle anderen Abweichungen von der optimalen Ladekurve schaden weder der Batterie noch der Lebensdauer.
Noch eine Anmerkung: Diese Spannungen gelten für 20-25 Grad. Eine Temperaturkompensation und damit eine höhere Spannung bei kalten Temperaturen ist zulässig, wie an anderer Stelle im Handbuch aufgeführt.
Demnach sind die meisten Ladegeräte geeignet. Wenn sie nur 14,4 Volt bringen, schadet das nicht, lediglich die Kapazität ist etwas geringer. Allerdings wurde empfohlen, die Batterie gelegentlich mit 14,7 V zu laden, beispielsweise per Solar oder per parallel geschaltetem CTek.
Da es aber (wie richtig von dem User Alf (KUDLWACKERL) bemerkt) auch Ladegeräte bei dem bereits bekannten Deutschen Distributor gibt, möchte ich auch diese Information hier vervollständigen: Informationen zu den Ladegeräten auf der deutschen Homepage: --> Link Dort finden sich nicht wahnsinnig viele Informationen, daher auch der Link auf die englische Homepage: --> Link Beispielhaft habe ich mal den Link zu einem Datenblatt heraus gepickt --> Link Wie man auf der englischen Seite sehen kann, gibt es mehrere Ausführungen der Ladegeräte.
Letztlich sei noch angemerkt: Der Hersteller bzw. Distributor spricht nicht davon, dass nur mit diesem Ladeverfahren die technischen Daten einzuhalten sind, sondern sagt, dass mit diesen Ladegeräten die optimalen Ergebnisse erreicht werden.
Spezielle Ladegeräte halte ich in jedem Fall für zu restriktiv. Wenn z.B. eine Solarladeregler vorhanden ist, welcher ein "AGM2"-Ladeprogramm "kann", würde das schon genügen. Mit einem Ladegerät für z.B. Gelbatterien bekommt man die Blei-Kristallbatterie zwar nicht ganz voll geladen, das Laden damit fügt der Batterie nach Aussagen des Distributors jedoch keinen Schaden zu. Beide zuletzt genannten Ladegeräte sind m.E. nicht wirklich als "speziell" anzusehen, sondern eher normal :wink:
Wurde alles auch schon im bereits benannten und verlinkten Thread zu diesem Batterietypen erläutert und geklärt. Der Vollständigkeit Halber gehört es hier wohl auch her...
In diesem Sinne, viele Grüße André
avm75 am 05 Jan 2018 20:00:44
Da war der Gerald schneller :wink:
geralds hat geschrieben:da hat sich der liebe Alf ja wirklich viel Arbeit gemacht (...)
Naja, Copy-Paste... Aber stimmt schon, um die ursprünglichen Beiträge zu verfassen hat er sich die Arbeit ja machen müssen...
geralds hat geschrieben:So einen kleinen Seitenhieb Richtung BK kann sich Alf denn doch nicht verkneifen
Nee, kann er nicht. Aber ich finde nicht, dass man sich für die Bemerkung entschuldigen muss, ist der Seitenhieb doch so offensichtlich.
geralds hat geschrieben:Ich habe nur einen Bericht über PV-Anlagen gelesen, bei dem sich der User vehement über die BK-Batterie beschwert hat.
Nur der Form halber sei angemerkt, dass es mit geringem Aufwand (man suche an der Stelle, wo die Beiträge ursprünglich geschrieben wurden) möglich ist, auch Nutzer der SMF Batterie zu finden, welche den Akku bereits nach einjähriger Nutzung ersetzen und entsorgen mussten. Grund war die anfängliche Nichtbeachtung der doch recht aufwändigen Ladevorschriften...
LG André
a.miertsch am 05 Jan 2018 21:28:12
Wahrscheinlich mache ich etwas grundsätzlich falsch. Denn ich kümmere mich nicht um Gel- Nass -Säure und deren "korrekte" Ladung. Ich genieße den Vorteil genügend Kapazität an Bord zu haben, lade mit dem EBL-Lader (10A), gelegentlich einem externen 3,6A Cetek, unterwegs mit 180Wp Solar, und schwindele mich so durch mein Wohnmobilleben. Das geht nun schon seit 2008 so mit den gleichen Batterien. Mein Verbrauch hat sich so in 24 Std. bei ca.85-100Ah eingepegelt. Vorhanden sind 300Ah Batt. -Kapazität, wobei ich nicht weiß, ob das noch stimmt. Im Winter hängt der ganze Bettel ununterbrochen am Landstrom. Unterwegs nehme ich nur Landstrom, wenn er inklusive ist. Was ja bekanntermaßen selten vorkommt. Irgendwas mache ich falsch? :lach: :lach: Natürlich lasse ich den unterschiedlichen Batterietypen auch die ihnen zugehörige Pflege anheim kommen. Albert
Canadier am 06 Jan 2018 10:05:34
a.miertsch hat geschrieben:Wahrscheinlich mache ich etwas grundsätzlich falsch.
Albert
Mir geht es ähnlich. Seit 95 mit jetzt dem dritten Womo unterwegs. Bei einem mal nen "Paar" neue Batterien rein, fertig. Nun haben meine, im jetzigen Fahrzeug, den Geist aufgegeben, bzw schwächeln. Es sind Gel. Ich denk so bei mir: Fragst du mal hier nach was für Möglichkeiten ich habe um mit einem guten Preis/ Leistungsverhältnis wieder unterwegs zu sein. Leider wird "IN JEDEM" Thread nach kurzer Zeit nur noch gegeneinander geschossen um die eine oder andere Art ( immer die die man selbst verbaut hat) als die beste zu erklären.
Gast am 06 Jan 2018 10:21:27
Canadier hat geschrieben:Leider wird "IN JEDEM" Thread nach kurzer Zeit nur noch gegeneinander geschossen um die eine oder andere Art ( immer die die man selbst verbaut hat) als die beste zu erklären.
Das ist leider wahr.
Das dient dazu, kognitive Dissonanzen abzubauen. :lol:
Man gibt nicht gerne zu, dass man überproportional sehr viel Geld ausgegeben hat um letztlich doch nur ein paar LED und die Wasserpumpe mit 12,x Volt zu betreiben.
Grüße, Alf
thomas56 am 06 Jan 2018 10:47:25
wie sollte man als Laie mit 30 Jahren Nutzungserfahrung den Batteriegurus auch klar machen, dass ihre zahlentechnischen Abhandlungen für den eigentlichen Gebrauch unbrauchbar sind?
Inselmann am 06 Jan 2018 11:23:08
was mich immer erstaunt ist das alles immer genau nach Ladekurve gemacht werden muss etc etc, aber in Wirklichkeit werden Batterien im WohnMOBIL (--> mobil) geladen. Wenn ich rumfahre und an meinem Ziel angekommen bin dann mache ich den Motor aus. Und dann ist Schluss mit laden, egal wo Ladekurve gerade ist! Faehrt der Rest dann noch ne halbe Stunde extra bloss weil die Bulkphase gerade laeuft? Oder die ganzen Booster Lader? Da wird so viel und so schnell wies geht reingeladen in manchen Faellen.
Mein Fazit. Was am besten zum Benutzerverhalten passt wird wohl im alltaeglichen Leben am besten halten/funktionieren. Das muss man als erstes rausfinden und dann die GANZE Batterie / Ladetechnik auswaehlen die dafuer die groessten Aussichten hat auf Erfolg.
PS ich wuerde mir nicht eine teure Technik einbauen die nur mit genauem Einhalten der Ladekurve funktioniert. Stichwort mobil.
Canadier am 06 Jan 2018 11:36:51
Ich finde der TE, (Alf) sollte, wenn er das darf,diesen Thread schließen. Jetzt kann man vorne noch das rauslesen wofür der Thread gedacht war. Nämlich, die verschiedenen Batterietypen und ihre Vor-und Nachteile ( vom TE her gesehen)zu unterscheiden. In Zwei Tagen hat er sonst hier das gleiche wie in jedem anderen Batterie-Thread.
Gast am 06 Jan 2018 12:10:09
Hallo Canadier,
Es soll hier vor allem um die Lebensdauer im Vergleich gehen. Ich hoffe, das für alle Typen in kritischer Distanz und nachvollziehbar dargestellt zu haben.
Ein Forum lebt von der Diskussion und von konträren Ansichten. Einige können damit nicht leben und verteilen Minusbewertungen wenn ihnen in Fachthreads Fragen oder Meinungen nicht passen. :roll: Ich nicht. Die Li-Ion in allen Varianten habe ich vorsichtshalber gleich ausgelassen und mich auf Bleibatterien konzentriert. :roll: (Diese Batterie spielt technisch und preislich sowieso in einer ganz anderen Liga) Wenn ich nun noch die B-K weggelassen hätte, wäre mir das vielleicht gleich als böswilliges Verschweigen ausgelegt worden. :D
Warum also den Thread schliessen? Die Batteriethreads entgleisen nur, wenn permanente Störer ihre gelogenen, interessengesteuerten Werbeaussagen einstreuen. Deshalb habe ich in weiser Vorraussicht schon in meinem Post Nr. 5 hier geschrieben: "Last but not least: Blei-Kristall-Batterie ... Eine Bitte dazu: diskutiert diese Batterie im zugehörigen Spezialthread. --> Link :wink: hier nur der Vollständigkeit halber. " Diese Batterie hat es bei meiner Betrachtung sowieso schwer, weil es einfach noch keine belastbaren Langzeiterfahrungen gibt. (Steht alles schon in #5, nur nochmals der Vollständigkeitshalber hier wiederholt)
Also einfach mal daran halten und nur zum Thema beitragen. Ganz einfach!
Zu Lebensdauer B-K: Gerald hat vorne (#6) ein Glaubensbekenntnis abgegeben: Zitat "Wenn jemand die Batterie für PV-Pufferung einsetzt und für den Anwendungsfall, ich glaube 10 Jahre Garantie gibt, wird er sich schon einigermaßen sicher sein." Er verwechselt "Design-Life" (technische Lebensdauer) mit Garantie. :wink: Vergleiche: --> Link
Andre war so nett, die zugehörige Dokumentation in (#7) zu verlinken. Darin schreibt der Importeur von einer eingeschränkten 3-jährigen Garantie. Zitat aus Seite 42/43: " Our company is committed to a standard 3 year warranty (repair, replacement and return) on product design, manufacturing, material deficiencies caused by quality problems, and lifelong maintenance within the design life, when the product is used according to its purpose" . Übersetzung: Ich gehe davon aus, dass das jeder "its purpose" wie folgt versteht: "ausschließlich nur bestimmungsgemäß betrieben werden"
Vorstehend im verlinkten Dokument werden diese bestimmungsgemässen Bedingungen definiert ... unter vielem anderem die regelmässige 1/2 jährliche Batteriepflege im Sinne von komplett Entladung und vorschriftsgemässer :!: Volladung, sowie Betrieb von 15 bis 25 Grad Celsius (im WoMo?) ... Nicht anders als bei den anderen Bleibatterien, wenn man weit genug in den Herstellerzusagen gräbt. Natürlich halten alle Batterietypenn auch andere Temperaturen aus. Nur die zugesagten Leistungsdaten und Lebensdauern sind halt weg.
Das ist meiner Meinung nach genauso schwierig wenn nicht noch problematischer als die bei meiner Billig-Batterie vorgeschriebene regelmässige Ausgleichsladung mit 15,5 Volt.
Ich finde, die Batterieverkäufer geben sich da undabhängig vom Typ und Fabrikat nichts ... Marketinggeschwurbel, tarnen, täuschen ist in der gesamten Branche angesagt. :evil:
Am besten hat mir bei den bisherigen Beiträgen übrigens Andre`s Signatur gefallen: "Great minds discuss ideas. Average minds discuss events. Small minds discuss people. - Eleanor Roosevelt" Würde man sich nur immer daran halten, wäre das Leben oft einfacher.
Und die Schliessung von Threads wäre generell unnötig.
Grüße, Alf
mv4 am 06 Jan 2018 12:33:38
KudlWackerl hat geschrieben: Ein Forum lebt von der Diskussion und von konträren Ansichten. Einige können damit nicht leben und verteilen Minusbewertungen wenn ihnen in Fachthreads Fragen oder Meinungen nicht passen. Also einfach mal daran halten und nur zum Thema beitragen. Ganz einfach! Grüße, Alf
schon allein für diesen Satz bekommst du ein positiv von mir.
kurt2 am 06 Jan 2018 12:38:26
Hallo Alf, im 2. Bild des Eröffnungsbeitrags ist ein Multimeter bis 20A abgebildet. Kannst du mir bitte sagen wie genau es mißt? Meines hat eine Abweichung von 0,2 Volt, deshalb überlege ich eine Neuanschaffung. Es sollte 20A können und möglichst genau messen.
Canadier am 06 Jan 2018 12:46:14
Hallo Alf, ich sehe das mit dem Schliesen nur so , wenn wie ich schrieb mich nach neuen Batterien umsehen will möchte ich eigentlich nicht mehr als das was oben beschrieben wurde. Wenn danach aber noch 257 Beiträge komem die mit wenn, oder, aber, und und beginnen laß ich es lieber bleiben. Es gibt doch hier bestimmt schon nen "tröd" "Vergleich Bat-Typ X gegen XY und XYZ". Und wenn sich dort die Fachleute 19 Jahre duellieren haben sie doch genug zu tun. Die Signatur von Andre war mir bisher noch nicht aufgefallen. Muß sagen, es gab so manche First Lady die nicht nur ..... ist/war.
avm75 am 06 Jan 2018 13:21:26
KudlWackerl hat geschrieben: "ausschließlich nur bestimmungsgemäß betrieben werden"
Nach meiner Beobachtung steht dieser Satz so oder so ähnlich mittlerweile bei beinahe jedem Produkt in der entsprechenden Dokumentation. Gerne kombiniert mit seltsam schwammigen Formulierungen zum bestimmungsgemäßen Gebrauch oder der vorschriftsgemäßen Handhabung. Wie auch hier im Beispiel: es wird darauf hingewiesen, dass der optimale Temperaturbereich für die Nutzung 15 - 25 Grad Celsius ist. Gleichzeitig erklärt man aber auch, dass die Batterie auch darunter und darüber auch noch funktioniert, jedoch die Zyklenanzahl sich dann verringern könne. Generell kann man wohl sagen, dass nicht nur bei Batterien, sondern bei so ziemlich allem die Garantie über derartige Formulierungen eingeschränkt wird. Bzw. sich das Türchen offen gehalten wird, diese Garantie zu verweigern.
KudlWackerl hat geschrieben:unter vielem anderem die regelmässige 1/2 jährliche Batteriepflege im Sinne von komplett Entladung
Ich lese "1/4-jährlich" (Sichtkontrolle und Entladung/Ladung), sowie "jährlich". Nur zur Sicherheit: Wir lesen beide im o. verlinkten Handbuch?
Dein Wikipedia-Link oben ist etwas beschädigt, hier nochmal der richtige Link --> Link
Zu guter Letzt: Ich persönlich habe überhaupt keine Stress damit, einen Fehlkauf zuzugeben, wenn ich das Gefühl habe, einen solchen getätigt zu haben (habe ich sogar in diesem Forum schon gemacht, Stichwort Gaswaage). Ich bekomme auch keinen Blutdruck, wenn ich einen hohen Preis für etwas zahlen muss, vorausgesetzt mir ist das Produkt den Preis wert. Wir haben unlängst unser Zuhause inklusive Garten, Werkstatt und Saunahäuschen mit Sonos-Muliroom-Lautsprechern ausgestattet. Kostest ein kleines Vermögen, Multiroom geht dramatisch günstiger, kann dann aber nicht das Gleiche. Ist das jetzt überteuert oder den Preis wert? Das muss doch jeder ganz subjektiv für sich selbst entscheiden, oder?
Zum Thema zurück, Lebensdauer: Im jetzigen Mobil, dem Hymer war bei Kauf eine Exide Gel-Batterie verbaut. Ich habe gerade nochmal nachgeschaut, ein Produktionsaufkleber ist leider nicht mehr drauf. Wie alt die Batterie ist/war, bleibt also unklar. Als wir das Fahrzeug besichtigt haben, war die Batterie abgeklemmt. Bei der Übergabe war sie dran, aber leer. Der Verkäufer hat sich sehr geärgert, dass die Werkstatt das Fahrzeug so zur Übergabe gegeben hatte. Er bat mich, im Gebrauch zu prüfen, ob die Batterie defekt sei, dann bekäme ich eine Neue. Allerdings hätte er eine offene Blei-Säure-Batterie eingebaut, fand ich angesichts des Einbauortes unter dem Sitz sehr unpraktisch und habe das Angebot nicht angenommen. Die Batterie war jedenfalls hin. Der Gebrauch der Heizung war ohne Landstrom nicht mehr möglich, da die Spannung unter Last der Heizung sehr stark einbrach. Defekt nach Tiefentladung also, kein unbekanntes Phänomen. Im alten Fahrzeug, dem Niesmann & Bischoff, waren zum Zeitpunkt der Übergabe AGM-Batterien (Banner) verbaut. Das Fahrzeug stand bei Nichtgebrauch bei einem Bauern in der Scheune. Zum Zeitpunkt der Besichtigung waren die Batterien leer, aufgrund der langen Standzeit. Überführung über 800 km. Nach der Fahrt augenscheinlich wieder voll. Aber schon bei der ersten Tour blähte sich eine der beiden Batterien auf und wurde heiß, Bericht dazu irgendwo hier im Forum. Ich habe danach günstige, offene Blei-Säure-Batterien eingebaut. Gewicht und Platz war bei dem NiBi kein Problem. Umstandsbedingt stand das Fahrzeug 2015 und 2016 recht viel, teilweise auch ohne Sonneneinstrahlung. Ergebnis: Batterien hin. Logisch und ganz klar mein Fehler. Die beiden Geschichten sollen auch nur zeigen, dass eine Falschbehandlung fast immer den Tod der Batterien nach sich zieht. Das ist auch allgemein bekannt. Die BK verzeiht solche Fehler eher, so versprechen es zumindest Hersteller und Distributor. Ob das stimmt weiss noch keiner, wird die Zeit zeigen müssen, erste Beobachtungen dahingehend scheinen das aber zu belegen. Alleine dieses Versprechen hätte für mich den höheren Preis gerechtfertigt, erst recht, wenn es sich auch noch bestätigen würde. Als ich Ende 2016 mit dem Umbau begann war die Anforderung: Möglichst viel nutzbare Kapazität. Leider bei beschränktem Platz und - viel maßgeblicher - der Aufgabe, dass Gewicht im Auge zu behalten, da wir uns permanent am Gewichtslimit des Fahrzeugs bewegen. Wechselrichter-Betrieb und Kapsel-Kaffeemaschine standen genauso im Lastenheft, wie der Wunsch selbst im Winter auf 4-5 Nächte ohne Landstrom kommen zu können. Unser WoMo wird ganzjährig genutzt und steht ganzjährig am Haus im Freien. Wir nutzen es häufig spontan, Batterien abklemmen und über Winter im Keller lagern und laden kam also nicht in Frage. Für mich war die Antwort die BK. Sie verspricht bei unserem Nutzungsverhalten die längste Lebensdauer und das beste Preis-/Leistungsverhältnis. Das kann jeder für sich subjektiv anders sehen, für mich ist es derzeit noch so. Sollte sich daran etwas ändern, teile ich das hier gerne mit. Um das jetzt noch zu konkretisieren: 144 Ah (C20) nutzbare Kapazität bei ca. 42,0 kg Gewicht. Platzbedarf wie zwei handelsübliche Exide ES-900. Ladebooster, Solaranlage und Batteriecomputer hätte ich unabhängig vom Batterietyp eh verbaut. Mehrpreis zur Exide also ca. 120,- EUR. Dafür auch höhere nutzbare Kapazität, zumindest auf dem Papier. Für mich nicht überteuert, erfüllt es doch meine Wünsche und Anforderungen.
Wie so oft, wenn es um Glaubensfragen (selbt ohne religiösen Hintergrund) geht, wird es hier wohl nie zu einem Konsens kommen. Und wie so oft wird es immer jemanden geben, der meint, für andere "mitglauben" zu müssen und versuchen wird, diese anderen zu "bekehren".
Ich für meinen Teil habe jetzt alles gesagt, was ich sagen wollte. Um beim Thema zu bleiben, werde ich mich hier wieder melden, wenn meine BK-Batterien das Zeitliche segnen und ich insofern etwas zur Lebensdauer beitragen kann. Zur Technik ist aus meiner Sicht alles gesagt.
LG André
avm75 am 06 Jan 2018 13:46:10
avm75 hat geschrieben:Dein Wikipedia-Link oben ist etwas beschädigt, hier nochmal der richtige Link --> Link)
Mein Link tut's auch nicht. Die Forensoftware verschluckt das ")" am Ende des Links. Liebe Mods, lässt sich das korrigieren?
Danke und LG André
mantishrimp am 06 Jan 2018 13:52:31
Hallo,
ja :D Einfach oben den URL Button drücken und den kopierten Link einfügen. --> Link
habe die Links in Alfs und deinem Beitrag repariert.
Canadier am 06 Jan 2018 13:59:16
avm75 hat geschrieben:Um beim Thema zu bleiben, werde ich mich hier wieder melden, wenn meine BK-Batterien das Zeitliche segnen und ich insofern etwas zur Lebensdauer beitragen kann.
Na ja , dann dürften wir eigentlich in dieser Thread lange nichts mehr von dir hören.
geralds am 06 Jan 2018 14:08:19
KudlWackerl hat geschrieben: Zu Lebensdauer B-K: Gerald hat vorne (#6) ein Glaubensbekenntnis abgegeben: Zitat "Wenn jemand die Batterie für PV-Pufferung einsetzt und für den Anwendungsfall, ich glaube 10 Jahre Garantie gibt, wird er sich schon einigermaßen sicher sein." Er verwechselt "Design-Life" (technische Lebensdauer) mit Garantie. Grüße, Alf
Nöö Alf, ich verwechsele da nichts. --> Link Zitat: Powertrust hat wesentliche Komponenten, die es im Markt einzigartig machen: Stromspeicherung mit modernsten Hochleistungsbatterien, bezahlbar, sicher und mit einer garantierten Lebenszeit von über 10 Jahren
Powertrust beschränkt das zwar auf die von ihm installierten Anlagen und das ist sicher nicht 1:1 auf Wohnmobile zu übertragen. Ist trotzdem bemerkenswert.
Zum Vergleich: Bei Exite verfällt schon die 2-jährige Garantie, wenn 2 parallel geschaltete Batterien nicht "über Kreuz" angeschlossen sind (wurde mir persönlich von einem Exide-Mitarbeiter bestätigt).
Gruß Gerald
avm75 am 06 Jan 2018 14:18:49
mantishrimp hat geschrieben:habe die Links in Alfs und deinem Beitrag repariert.
Danke :wink:
Canadier hat geschrieben:Na ja , dann dürften wir eigentlich in dieser Thread lange nichts mehr von dir hören.
Im besten Falle nicht. :wink:
LG André
geralds am 06 Jan 2018 14:34:34
Hallo,
ich kann die teilweise heftigen Kosten/Nutzen Betrachtungen bei Batterien nicht recht nachvollziehen. Genauso wenig die teilweise vehement geführten Diskussionen um die verschiedenen Batterietypen.
Kosten: Nur mal ganz grob: Bei mir hat der Hersteller 2x ES900 (160Ah in Summe) eingebaut. Müsste ich die mit ähnlicher Kapazität ersetzen müsste ich ca. 200€ für Nassbatterien ausgeben und hätte mit einer Lebenserwartung der Batterien von vielleicht 4 Jahren zu rechnen, d.h. ca. 50€ pro Jahr. Für eine relativ teure Batterievariante würde ich vielleicht 600€ ausgeben und hätte mit einer Lebenserwartung der Batterien von vielleicht 7 Jahren zu rechnen, d.h. ca. 85€ pro Jahr. Jedenfalls wenn ich keine Li-Batterien in Betracht ziehe. Die Differenz von ca. 35€ oder auch 50€/Jahr spielt doch keine Rolle, da ist ja eine Tankfüllung pro Jahr schon mehr. (Wobei im Einzelfall die Streuung vielleicht höher ist.) Klar, wenn ich mich für eine Variante entschieden habe, versuche ich auch die möglichst preiswert einzukaufen. Es muss jedoch jedem klar sein, die Batterie ist wie auch z.B. Bremsbeläge ein Verbrauchsartikel.
Und ja, für mich sind "zahlentechnische Abhandlungen" relevant.
- Welchen Energiebedarf habe ich täglich im Durchschnitt. - Welchen max. Strombedarf habe ich (Kaffeemaschine, Fön, usw.) oder ist mein max. Strombedarf eher klein / selten? - Wie lange möchte ich ohne Steckdose autark sein, ohne durch Weiterreise nachladen zu können? (da spielt auch die Solaranlage eine Rolle). - Welche Ladegeräte habe ich, passen die zu allen Batterietypen?
Wenn das definiert ist, sind der Einbauort, bzw. der Platz für die Batterie noch sehr wichtig. (Bin ich eventuell bereit einen Stauplatz zu opfern oder soll(en) die Batterie(n) z.B. unter die Sitze?) Und auch meine Zuladungsreserven spielen noch eine Rolle. Das alles spiegelt sich letztendlich in Zahlen (Randbedingungen) wider.
Für mich kommen Nassbatterien z.B. nach 2 Ausfällen durch Plattenschluss nicht mehr in Frage. Ich will nicht nochmal plötzlich auf der Reise ohne Strom dastehen. Also lieber ein Batterietyp der (wahrscheinlich) sein Ende durch langsamen Kapazitätsverlust ankündigt.
Ich mache mir einmal Gedanken, was für mich das richtige ist. Anschließend will ich dann einige Jahre meine Ruhe vor dem Zeugs haben und mich nicht mehr viel darum kümmern. Im Prinzip wie das Albert etwas weiter oben beschrieben hat. Und ob mich das dann den einen oder anderen Schein mehr oder weniger gekostet hat, geht mir dann knapp 2 cm am A... vorbei. :oops:
Schon der Kauf eines Womo´s ist doch nicht von wirtschaftlichen Überlegungen geprägt. Der Komfort wie automatische SAT-Anlage, Klima, Markise, Solar, Gastank, Hubstützen, usw. erst recht nicht. Warum also bei den Batterien?
Der Füllstand des Geldbeutels mag bei vielen für ihre Entscheidungen eine Rolle spielen. Aber der Batterietyp (zumindest bei Blei)? Geht doch kaum in die Summe (inkl. Reisen) der jährlichen Kosten ein.
Gruß Gerald
andwein am 06 Jan 2018 16:49:03
KudlWackerl hat geschrieben:Mit den technischen Grundlagen fange ich bei A an: AGM-Batterie ...Liebe Grüße, Alf
Ich finde die Zusammenstellung gut. Man kann an einem Stück durchlesen ohne in zwanzig verschiedenen Quellen suchen zu müssen. Alles was wir hier schreiben wurde zu 95% in den letzten 100 Jahren so oder in ähnlicher Weise irgendwo geschrieben. Es ist eine Fleißarbeit das alles zusammenzusuchen und deshalb habe ich einen Punkt vergeben! Gruß Andreas
Gast am 06 Jan 2018 17:01:31
kurt2 hat geschrieben:Hallo Alf, im 2. Bild des Eröffnungsbeitrags ist ein Multimeter bis 20A abgebildet. Kannst du mir bitte sagen wie genau es mißt? Meines hat eine Abweichung von 0,2 Volt, deshalb überlege ich eine Neuanschaffung. Es sollte 20A können und möglichst genau messen.
Hallo Kurt,
das habe ich mir billig zugelegt, um mit dem höheren Strom die Vorschaltgeräte für Power LED einzustellen. Hat so um die 10 € gekostet. Ich habe noch zwei andere, eines gleiche Preisklasse im Mobil und ein "Gutes" im Werkzeugkeller.
Allerdings kannst du 20 A vergessen, das halten die Stecker gar nicht aus und die Messleitungen sind geschätzt nur 0.75 mm. Dafür besser einen Shunt oder ein Zangenamperemeter benutzen.
Wie genau es ist? Ehrlich gesagt keine Ahnung, taugt. Mir sind bei keinem der Multimeter bisher große Abweichungen aufgefallen, ich benutze immer dasjenige welches gerade in der Nähe liegt.
Grüße, Alf
kurt2 am 06 Jan 2018 20:30:15
Hallo Alf, danke für deine ehrliche Antwort.
andwein am 07 Jan 2018 11:07:43
KudlWackerl hat geschrieben:...Wie genau es ist? Ehrlich gesagt keine Ahnung, taugt. Grüße, Alf
Und die Antwort von mir: Technische Daten: Stromversorgung 9V-6F22 Maximale Anzeige 1999 DC-Spannung: 200 mV-1000 V ± (0,5% + 1) AC-Spannung: 200mV-750V ± (0,8% +3) Gleichstrom: 20mA-20A ± (0,8% + 1) Netzstrom: 20mA-20A ± (1% +3) Widerstand: 200?-2000M? ± (2,5% +3) Kapazität: 2nF-20?F Gruß Andreas
kurt2 am 07 Jan 2018 13:32:09
Morgen Andreas, und was bedeutet das nun??
(Es gibt auch Elektro-Legastheniker hier) :oops:
Ideal wäre z.B.: Das Gerät zeigt ca 0,2V zuviel an. :ja:
a.miertsch am 07 Jan 2018 14:42:35
Vielleicht sollte man mal folgende Überlegungen in das Forum einfließen lassen. 1. Es ist ein Wohnmobilforum, also ist 2. Stromversorgung wichtig. 3.Bildungsprofile sind sehr breit gefächert. Daraus würde ich schließen, es macht vielleicht Sinn, das spezielle Problem Elektrotechnik im Wohnmobil aufzusplitten in :Allgemeinverständliche Anwendung, die auch ein Nichtelektriker- Elektroniker mit seinem schulischen Basiswissen einigermaßen mühelos verstehen kann (inklusive der oben genannten Legasthiker). Und in einen für die Spezialisten etwa unter dem Namen: Fachwissen -Batterie, Solar und Ladetechnik. Damit würden die Fachleute von unqualifizierten Fragen verschont und die Allgemeinwissenden mit Praxiswissen versorgt. Ich bin sicher, das im Letzteren auch Fachleute helfend eingreifen würden. Aber die ständige Diskussion über Fachbegriffe und Einheiten und seitenlange Aus-und Einlassungen ob nun das letzte zehntel V,A mit der von Vorhergehenden beschriebenen Ladetechnik für das Wohlergehen der Batterie oder den gelungenen Urlaub wichtig sind, hätte vielleicht ein Ende. Es könnte ja sein, dass diejenigen, die von der geballten Power der Fachleute abgeschreckt werden, sich in Zukunft im "Allgemeinen Tröt" mit ihren Problemen zu Wort melden. Was meint Ihr, wäre das nicht eine Überlegung wert? Albert
kurt2 am 07 Jan 2018 16:37:31
Hallo Albert, das Problem dürfte sei, dass im Legastheniker- Fred (so schreibt man das, kommt von Legasthenie) nur Laien diskutieren und vermutl. mit Masse Fragen stellen, die dann wiederum nur von Profis beantwortet werden könnten.
Die Profis hätten sicherlich eine Spielwiese für die letzten Mikrovolt. :D
So gesehen wird wohl doch ein freundliches Miteinander die besten Ergebnisse liefern.
braun999 am 07 Jan 2018 19:21:54
Entgegen dem Eingangstext von "KudlWackerl": Ich bin nur Freisteher und nur mit Solar und nur mit Gel-Batterien: Im ersten Womo taten diese ihren Dienst auch noch nach 13 (!) Jahren, als ich es verkaufte, und vermutlich noch mindestens zwei weitere Jahre. Im derzeitigen Womo sind meine - natürlich wieder Gel - bereits im sechsten Betriebsjahr und immer noch top. Beide Fahrzeuge standen nie gedeckt (zB im Winter), wurde nie periodisch mit Landstrom versorgt; die Sonne war stets für die Erhaltungsspannung besorgt. Wenn ich rechnete, was mich 1 Ah aus der Gel-Batterie bezogen kostete, dann hat AGM keine Chance dagegen. Rolf
Gast am 07 Jan 2018 19:43:44
Hallo Rolf,
Wo siehst du nun ein "entgegen" dem was ich zu Gel geschrieben habe?
Grüße, Alf :?:
braun999 am 07 Jan 2018 21:13:41
Diese Deine Aussage ist entgegen meiner 20-jährigen Gel-Erfahrung: QUOTE Für "Wechselrichter-Nespresso-Betreiber" und für Freisteher mit Ladung nur über Solar oder Fahrzeuggenerator (zu kurze Absorption) ist die Gel-Batterie allerdings nicht die erste Wahl. UNQUOTE
Gast am 07 Jan 2018 21:51:57
Welche Leistung ziehst du denn so über Wechselrichter?
Grüße, Alf
thomas56 am 07 Jan 2018 22:51:15
braun999 hat geschrieben:Diese Deine Aussage ist entgegen meiner 20-jährigen Gel-Erfahrung:
Nutze zwar erst 10 Jahre Gel, aber das bis zu 180Ah/Tag für Kaffeevollautomaten, Fön, Staubsauger und sonstigen Kleinkram über 230V. Letztens abgelesener Bezug vom Kaffeeautomaten waren 147 A!
Vor 10 Jahren haben die Gurus schon davor gewarnt Gel für mehr als für Wasserpumpenstrom zu nutzen......dass Gel schon als Startenbatterien eingesetzt werden wird wohl ignoriert!
braun999 am 08 Jan 2018 12:19:41
Hallo KudelWackerl, Ich will Dir weder zu nahe treten noch Deinen immensen Artikel schlechtreden. Lediglich habe ich meine 20jährige Gel-Erfahrung mitgeteilt und diese ist leider konträr zu Deiner Empfehlung, "...für Freisteher mit Ladung nur über Solar....ist Gel-Batterie allerdings nicht die erste Wahl".
Wolltest Du allerdings sagen - was ich nachträglich fast vermute - "...für Freisteher mit Kaffeevollautomaten und mit Ladung nur über Solar....", dann hätte ich vermutlich meinen Senf nicht publiziert. Einen Kaffeevollautomaten brauche ich nämlich nicht im Womo.
Dessen ungeachtet will ich nicht kneifen und Deine Rückfrage beantworten: Eine Zeitlang betrieb ich im derzeitigen Womo einen Wechselrichter mit etwa 2'000 (oder 2'500?) für den Fön meiner damaligen Partnerin - natürlich immer mit meinen nunmehr 6jährigen und immer noch einwandfreien Gel-Batterien und dies problemlos. Dass dies nicht exotisch ist, bestätigte inzwischen glücklicherweise Thomas56 hier vorstehend. Und ich lernte daraus einmal mehr: Zwischen der ausgetüfftelten Theorie und der praktischen Anwendung im Womo klaffen manchmal Welten. Rolf
Gast am 08 Jan 2018 12:36:52
Hallo Rolf,
(dur darfst mich gerne auch mit Vornamen ansprechen)
Du hast recht, in dem von die zitierten Satz ist das "für" vor "Freisteher" redundant, man könnte auch sagen überflüssig. :lol: Und nach bisherigen Erkenntnissen haben GEL-Batterien im WoMo die längste Lebensdauer (allerdings nach den Batterien für Staionäre Anwendungen :lol: dort 25 Jahre --> Link ) .
Grüße, Alf
andwein am 08 Jan 2018 13:53:18
kurt2 hat geschrieben:Morgen Andreas, und was bedeutet das nun?? Ideal wäre z.B.: Das Gerät zeigt ca 0,2V zuviel an. :ja:
Mein Beitrag war ein "Zitatbeitrag auf einen Beitrag von Alf, "er wäre nicht sicher wie groß die Abweichung wäre. Darauf von mir die techn. Daten mit der Abweichung/Genauigkeit in den verschiedenen Messarten.z.B. Spannung 0,5%+1 (letztes Digit) Ob das Gerät 0,2V bei 40V zuviel oder zuwenig anzeigt oder 5V bei 1000V Messung hängt halt von der gemessenen Spannung ab, deshalb Messgenauigkeit +-0,5%! Hoffe, ich konnte helfen, das Leben in der Elektronik ist halt nicht einfach, Gruß Andreas
Gast am 08 Jan 2018 13:56:06
Hallo Andreas,
wie ist der maximal mögliche Fehler nun konkret beim diskutierten Messbereich von 20 V DC und einem Messwert von 12,72 Volt aus dem TE? Und wie hoch ist der tatsächliche Messfehler?
Grüße, Alf
geralds am 08 Jan 2018 15:06:59
KudlWackerl hat geschrieben:Hallo Andreas,
wie ist der maximal mögliche Fehler nun konkret beim diskutierten Messbereich von 20 V DC und einem Messwert von 12,72 Volt aus dem TE? Und wie hoch ist der tatsächliche Messfehler?
Grüße, Alf
Hallo,
0,5% Messgenauigkeit sagt nicht aus, wie hoch ist der tatsächliche Messfehler ist, sondern nur wie hoch er max. sein darf.
Bei einem Messbereich von 20V * 0,5% = 0,1V
Ich habe mal mein 08/15 Gerät mit einem max. Messfehler von 0,9% an meiner Batterie mit einem Gerät verglichen, dass einen max. Messfehler von 0,2% hat. die Abweichung betrug 0,02V. Der Messbereich war jeweils 20V DC. Da auch das genauere Gerät immer noch eine Abweichung von 20V * 0,2% = 0,04V haben darf, ist damit immer noch nicht gesagt, welches Gerät letztendlich den genaueren Wert angezeigt hat. :roll:
Mein Solarregler zeigt nur eine Stelle hinter dem Komma an, die stimmte mit den Messgeräten überein.
Das CBE-Panel zeigt schon mal 0,2-0,3V Abweichung zu den Messgeräten an, wobei das auch nicht zu kalibrieren ist, da die Abweichung von der Spannungshöhe abhängig ist. Ich habe dann so kalibriert, dass es bei 13V mit den anderen Messungen übereinstimmt.
Gruß Gerald
kurt2 am 08 Jan 2018 15:15:00
andwein hat geschrieben:..... das Leben in der Elektronik ist halt nicht einfach, Gruß Andreas
Wahrlich, danke für deine Mühe Andreas, ich werde jedenfalls nicht besonders schlau.
surfoldie11 am 08 Jan 2018 15:21:03
Noch einmal zu Abert`s Einwand: Er hat völlig Recht. Dieses andauernde diskutieren über labor-ähnliche Betrachtungen z.B. im Bereich Accu führt für die meisten User nicht zum Ziel. Eine Aufteilung in Allgemein verständliche und Fachbereiche wäre besser. Ähnlich wie im IT-Bereich, kann man dann Themen in Bereiche für den DAU und für IT-Leute trennen - zum Wohle des gesamten Forenbereiches, hier besonders Thema Accu. Gleichwohl wäre mein Wunsch, dass die admin`s endlich während des Entstehens eines neuen Themas deutlich einblenden: Ich habe vor Erstellung meiner Frage die BDA gelesen, habe die Suchfunktion hier im Forum benutzt und habe im Internet recherchiert. Hersteller, Wikipedia usw. Und: Frage bitte präzise mit Hintergrund.
Würde die Dauerfrager und vor allem die Dauerschreiber die zu jedem Batterie-Tröt etwas zu sagen haben nicht daran hindern, weiter zu machen, leider! Und: Ein Forum ist NICHT dafür da, zum 10000sten Male Fragen zu beantworten die schon X-mal beantwortet wurden. Verständlich ist dann auch, dass generfte User mit deutlichen Worten darauf hinweisen. Die Gutmenschen mit pastoralem HIntergrund sind darüber natürlich "entsetzt" Oder: Man kann dies Forum bald auch umbenennen in ein Laberforum für technikfremde User, für die selbst die Bedienung einen Schraubendrehers schwierig ist.
Deshalb noch einmal: Auftrennen in Fachthemen, Schwafelthemen.....
Gast am 08 Jan 2018 16:18:58
a.miertsch hat geschrieben:Vielleicht sollte man mal folgende Überlegungen in das Forum einfließen lassen. ... Was meint Ihr, wäre das nicht eine Überlegung wert? Albert
surfoldie11 hat geschrieben:Noch einmal zu Abert`s Einwand: Er hat völlig Recht. Dieses andauernde diskutieren über labor-ähnliche Betrachtungen z.B. im Bereich Accu führt für die meisten User nicht zum Ziel.
Und das dauernde Querschiessen mit themenfremden Organisationswünschen zerstört den Fluss in jedem Fachthread.
Hier werden in den ersten 4 Beiträgen zusammenfassend einige Informationen und kritische Anmerkungen für die wichtigsten Bleibatterien im Bereich Wohnmobiltechnik gegeben und zusätzlich (teils subjektive) Bewertungen sowie ein paar Ladeempfehlungen. Wenn man wie üblich einen Thread von vorne beginnend liest, dann hört man einfach auf zu lesen, wenn das persönliche Interresse befriedigt ist.
Das ist doch gut so?
Die folgenden Detaileröterungen bezüglich der Probleme der User bzw. unklare Angaben der Distributoren und nicht zuletzt bisherige Erfahrungen mit verschiedenen Batterietypen sind ebenfalls subjektiv und nicht repräsentativ. Wie auch sonst, kein User hier hat statistisch relevante eigene Erfahrungen. Der Ausflug zur Messgenauigkeit ist immer wieder wichtig zu lesen, Andreas hat einen (für manchen) unverständlichen aber richtigen Einwurf gemacht, wen es interressiert, der kann ja drüber nachdenken. Die Digitalanzeige verführt zum Glauben an die scheinbare Genauigkeit.
Alles Andere wie z.B. wer darf wo posten, was darf gepostet werden usw. könnt ihr besser an dieser Stelle vorschlagen: --> Link
Ich frage mich aber, wer soll eure Anforderungen überwachen? Gibt es Freiwillige?