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Herbstsonne hat geschrieben:die Kennlinie hinten ist bei meinen Zellen extrem steil - das ist viel weniger als 2Ah die da noch reingehen. Das kannst du gar nicht "normal" laden, weil es sofort in OVP geht.
Genau so ist auch meine Erfahrung. von 14, 4 bis 14,6 Volt. Da gehen nur wenige mAh rein. Dieses Schnelle Verhalten haben Winston Zellen nicht. Darauf zielt auch die Frage von Biauwe hin. Bleibt der Accu durch Ladegeräte stundenlang in der Spannung wo die Balancerfunktion funktioniert, ist das mit den kleinen Strömen ausgleichbar. Wenn der Accu von den Zellen im Gleichgewicht ist Denkt man jedoch weiter, muß man auch Aussagen von mir hinterfragen. Fragen wie. Kann ich meine bestehenden Ladequellen Ladequellen weiter benutzen. Brauche ich nicht Ladegeräte die man auf 14,6 Volt einstellen kann. Soll ich mir ein Lithiumfähiges Ladegerät kaufen. Jeder hier kennt diese Fragen seit Jahren. Schau ich mir die Erfahrung von Herbert an und Ulf. Und nehme meine eigenen dazu. Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das ich Eigenschaften der Winston auf die Blauen umgelegt habe. Und das macht mich Nachdenklich. :wolke: :wolke: Bleibt gesund Franz
Herbstsonne hat geschrieben: die Kennlinie hinten ist bei meinen Zellen extrem steil - das ist viel weniger als 2Ah die da noch reingehen. Das kannst du gar nicht "normal" laden, weil es sofort in OVP geht
Hallo Erhard, das kann ich nicht nachvollziehen. lch kenne nur große Winston und kleine Headway Zellen und die verhalten sich bilderbuchmäßig.
1h nach OVP ist die Zelle ohne Ladungsentnahme von 3,630V auf ca. 3,5V runter.
das ist völlig normal
Im Bereich unter 98% sind die Zellen sehr eng zusammen - oft nur Differenz von 3mV
auch das ist völlig normal. Drift zeigt sich nur bei hoher SOC
der Balancer zielt auf Gleichstand zw. 98 und99% SOC, der Hochlauf hinten ist ihm egal, weil irrelevant
eher, weil er mit seinen 50 mA nichts ausrichten kann. Sobald Deine Zellen so weit auseinander driften wie vorher beschrieben, kannst Du ein OVP nur durch geringere Ladespannung vermeiden. Meine Balancer belasten mit 2 A Balancerstrom bei einer OVP Schwelle von 4,0 V die voreiligen Zellen nicht nur heftig, sondern laden mit diesen 2 A die hungrigen Zellen zügig nach. Ich habe noch nie ein OVP erlebt, bei keiner der Batterien, die ich gebaut habe. Aber das hilft Dir natürlich nicht weiter.
Seit einiger Zeit gibt es eine Ergänzung auf der Robur-HP: [i]"Abweichungen bis 100 Millivolt (0,1 Volt) sind problemlos.
kann man so sagen. Drift an sich ist nicht schädlich wenn sie nicht zum OVP führt. Eine Zelle ist bei 3,5 V voll, bei 3,4 fast voll.
Bei Abweichungen über 200 mV sollten wir ein manuelles Balancing machen
macht Sinn. Eine Zelle ist bei 3,5 V voll, bei 3,3 V weit davon entfernt.
Das schwächste Zellpaar habe ich geladen, die voreilende entladen
Du kannst Dir wenigstens selbst helfen, andere können das nicht. Und wenn man unterwegs ist, möchte man ka auch nicht dauernd wie der Bordingenieur auf einem U-Boot beschäftigt sein. Bin mal gespannt wie das bei Dir weitergeht. Du wirst ja sicher berichten. Viel Erfolg! Servus Hans
Hans Kroeger am 14 Dez 2020 07:34:22
Stocki333 hat geschrieben:Genau so ist auch meine Erfahrung. von 14, 4 bis 14,6 Volt. Da gehen nur wenige mAh rein. Dieses Schnelle Verhalten haben Winston Zellen nicht.
bei meinen Winston Batterien gehen bei 14,4 bis 14,6 V auch nur noch wenige mAh "rein", nämlich gar keine Ladung !, wenn die Zellen ausgeglichen sind. Bei 14,4 Volt hat jede Zelle 3,6 Volt. Ab 3,5 Volt ist sie aber 100% voll. Der Strom, der dann noch fließt, geht nur durch die Balancer. Habe ich alles detailliert beschrieben im Kapitel 4.1.2 hier --> Link
Darauf zielt auch die Frage von Biauwe hin. Bleibt der Accu durch Ladegeräte stundenlang in der Spannung wo die Balancerfunktion funktioniert, ist das mit den kleinen Strömen ausgleichbar.
diesen Spannungsbereich über 3,5 Volt mögen aber die Zellen gar nicht. Alles über 3,5 V ist Stress für eine LiFePO4 Zelle. Deshalb gehen auch gute Ladekennlinien nach maximal 1 Stunde auf eine niedrigere Spannung.
Brauche ich nicht Ladegeräte die man auf 14,6 Volt einstellen kann.
Nein, das gibt jedesmal ein OVP .
Irgendwie werde ich das Gefühl nicht los, das ich Eigenschaften der Winston auf die Blauen umgelegt habe.
Ich meine, das Grundproblem ist, dass 1. Der Balancerstrom praktisch wirkungslos ist 2. Die OVP Schwelle (3,63 V ?) viel zu niedrig ist. Da helfen dann auch keine externen Balancer. Bei Lisunenergy und bei KISS Systemen liegt die OVP Schwelle bei etwa 4 Volt.
Meine persönliche Meinung: unter den Gegebenheiten funktioniert Eure Batterie NUR, WENN SIE NICHT DRIFTED. Gedriftete Zellen - lassen sich nicht mehr einfangen, und - führen beim Laden zu einer OVP Abschaltung. Egal welche Zellen verbaut sind, das BMS passt nicht zu LiFePO4. Ich weiß, dass ich mich da weit aus dem Fenster lehne, aber nach dem, was ich hier gelesen habe, fällt mir keine andere Schlussfolgerung ein. Bin gespannt, auf die Reaktionen. Servus Hans
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Tinduck am 14 Dez 2020 07:55:25
Das stimmt, da hatte ich noch gar nicht drüber nachgedacht im Vergleich... die EV-Power-Balancer schalten erst bei 4 Volt weg, also nach Winston-Spezifikation (allerdings ohne ‚Sicherheitsabstand‘, mir wäre da eigentlich 3,9 Volt oder so lieber, damit man auch bei OVP noch in der Spec bleibt). Und die fangen bei 3,4 bis 3,5 Volt an zu balancieren, d.h. die haben ein halbes Volt Spannungsbereich zur Verfügung. Zusammen mit 1,5 A Balancerstrom (bei den grossen CBM400) kann man damit schon einiges einfangen und OVP ziemlich sicher vermeiden.
Die Frage ist, kann man mit solchen Balancern auch LiFePOs ohne Y betreiben? Oder sind die bei 4 Volt schon hinüber? Muss ja irgendeinen Grund haben, dass die ganzen BMSe schon bei 3,6-3,7 Volt in OVP gehen...
bis denn,
Uwe
Acki am 14 Dez 2020 08:20:13
Tinduck hat geschrieben:Das stimmt, da hatte ich noch gar nicht drüber nachgedacht im Vergleich... die EV-Power-Balancer schalten erst bei 4 Volt weg, also nach Winston-Spezifikation (allerdings ohne ‚Sicherheitsabstand‘, mir wäre da eigentlich 3,9 Volt oder so lieber, damit man auch bei OVP noch in der Spec bleibt). Und die fangen bei 3,4 bis 3,5 Volt an zu balancieren ...
Wenn Du ein lisunenergy System hast - und davon gehe ich hier aus - dann sind die Einstellwerte der EV-Prints: LVP =2,6 Volt OVP 3,9 Volt! Siehe hier ... --> Link
Tinduck am 14 Dez 2020 08:52:52
Habs von Nothnagel, dürfte das gleiche sein. Danke für die Info... ausprobieren kann man OVP bei den Balancern ja kaum mit nem normalen Ladegerät, wenn keine Zelle spinnt :)
bis denn,
Uwe
Hans Kroeger am 14 Dez 2020 09:04:08
Acki hat geschrieben:Wenn Du ein lisunenergy System hast - und davon gehe ich hier aus - dann sind die Einstellwerte der EV-Prints: LVP =2,6 Volt OVP 3,9 Volt! Siehe hier ... --> Link
Ich habe eine ganze Reihe von älteren und neueren CBM400 exakt vermessen. OVP liegt bei "heißen" Prints knapp über 4,0 Volt. Der Balancerstrom ist dabei etwa 2 A. Winston Zellen können 4,2 Volt ab. Heiß deshalb, weil der OVP Wert mit der Temperatur schwankt. Die CBM400 werden durch die 8 Watt Balancer Verluste ordentlich warm! Deshalb werden sie beim KISS System zur Kühlung direkt auf die Laschen/Pole geschraubt.
Acki am 14 Dez 2020 09:37:10
Tinduck hat geschrieben:Habs von Nothnagel, dürfte das gleiche sein. Danke für die Info... ausprobieren kann man OVP bei den Balancern ja kaum mit nem normalen Ladegerät, wenn keine Zelle spinnt :)
bis denn,
Uwe
Mit Labornetzgerät eine einzelne Zelle etwas quälen ... das geht! Und die Angaben bei den adaptierten EV-Prints stimmen: meine haben - im Gegensatz zu den Messungen von H.K. (inkl. der üblichen Werbeeinblendung :wink: ) - bei 3.9V geöffnet!
P.S. Ich habe bei meinem Blauen Experimental Akku das BMS auf OVP 3.75 V eingestellt ... damit kann ich nun - testweise - auch mit 14.6V laden.
Hans Kroeger am 14 Dez 2020 11:20:37
Noch ein Hinweis: hohe OVP Schwelle und hoher Balancer Strom haben auch den Vorteil, dass nicht nur mit dem Balancer Strom schwache Zellen vor dem Verhungern bewahrt werden, sondern auch, dass eine Zelle mit einer hohen Spannung am Ladungsende keine OVP auslöst sondern übrer diesen Balancerstrom schnell entladen und damit ausgeglichen wird, auch wenn die Batteriespannung schon in die Ladeerhaltung zurück gegangen ist.
Lakritz am 14 Dez 2020 21:17:32
Habs heute mal beobachtet:
Das Robur-BMS geht in den OVP, sobald eine Zelle 3600mV hat.
Soll heißen, mehr als 14,4V wird der Robur-Akku niemals sehen, egal ob mit oder ohne Balancing.
Wie hoch dann Euere Gesamtspannung liegt, wenn das BMS abschlatet, liegt - wer hätte es gedacht - am Zelldrift. :wink:
Herbstsonne am 14 Dez 2020 22:19:02
Lakritz hat geschrieben:... Das Robur-BMS geht in den OVP, sobald eine Zelle 3600mV hat. Soll heißen, mehr als 14,4V wird der Robur-Akku niemals sehen, egal ob mit oder ohne Balancing. ...
Hallo zusammen,
ja, langsam reimt sich die Geschichte und mein Robur-Akku funktioniert !!!
OVP-Abschaltung bei mir nach Softwareupdate#2 ist jetzt 3630mV. Das scheint wenig, aber in Verbindung mit der händischen Gleichstellung (siehe vorhergehende Posts) ist das entscheidend: ich lade mit 14,4V - habe kein Ladegerät mit Rocket-Technologie. Und jetzt kommen die Zellen daher -klar, die Zellspannungsdifferenz geht leicht auf- (hatte minimalinvasiv nicht ideal ballancen können) mit aktuell 50mV, die beiden "schnellen" Zellen sind bei 3,620V ausgebremst und fallen nun ganz langsam. Der Ladestrom ist runtergegangen auf 50 und später 30 mV, und dieser pumpt die "schwachmatischen" Zellen auf. Heute habe ich also zum ersten mal die Funktionsfähigkeit des Bonsai-Ballancers gesehen und mitschreiben können: seit 3h hängt der Akku am Ladegerät bei 14,4V und OVP ist Geschichte ... Die Rezeptur für einen funktionierenden neuen Robur ist mir jetzt klar. Ist die Zellspannungsdifferenz zu groß, gibt es zwingend OV und der Balancer kann nicht dagegen arbeiten, weil Zeit dann viel zu kurz. Dies führte dann zu immer weiter steigender Zellspannungsdifferenz.
Jetzt werde ich beobachten, ob dieses minimalistische Balancerchen die Zellen in Schach halten kann (zuvor ging das ja von Anfang nicht, weil er softwaremäßig totbedatet war). Parallel schaue ich, welches der geeignetste Zusatz-Balancer für meinen Akku wäre, falls die Zellen trotzdem wieder ausbüchsen und dann nicht mehr von 50mA eingefangen werden könnten.
Also, Grüße, Erhard
t440142 am 14 Dez 2020 23:13:34
Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.
Ja, das hatte ich auch, knapp 5 Tage hatte ich benötigt, mV für mV langsam die Spannung erhöht, immer kurz vor der Abschaltung bei 0,630V gehalten. Dann hatte ich 14,4V bei 30mV Differenz, das hatte mir genügt. Die ganze Ladeinfrastruktur dann auf 14,4V/13,5V eingestellt. Das war vor 3 Wochen. Heute bin ich bei einer Abschaltung bei 14,1V und 160mV Differenz angelangt. So kann ich den Akku nicht gebrauchen. Wenn ich unterwegs bin, bin ich auf eine zuverlässige Stromversorgung angewiesen. Ich kann nicht alle 4 Wochen manuell den Akku pflegen, oder womöglich sogar die Ladegeräte nach unten anpassen. Das Ding muss einfach funktionieren. Wenn ich basteln wollte hätte ich mir kein fertiges Komplettsystem zugelegt. Ich gehe davon aus das Herr Sinz keine zuverlässige und dauerhaft stabile Lösung liefern kann und daher die Rückgabe angeboten. Seitdem höre ich nichts mehr. Ich warte jetzt noch ein paar Tage, dann schauen wir mal was eine Garantie bei einem deutschem Importeur wert ist. Im nachhinein ärgert es mich, das ich Entgegenkommen gezeigt habe und jede Menge Zeit investiert habe. Hätte den Akku gleich zurückgeben sollen.
Gruß Peter
Tinduck am 14 Dez 2020 23:32:57
t440142 hat geschrieben:Wenn ich basteln wollte hätte ich mir kein fertiges Komplettsystem zugelegt.
Paradoxerweise liest man bei DIY-Akkus sowas eher nicht, wahrscheinlich weil da grösstenteils hochwertigere Zellen und Balancer verbaut werden... und weil die Akkus von den Selbstschraubern vernünftig initialisiert werden.
In den USA scheint es inzwischen hochwertigere Fertig-LiFePOs für relativ günstige Preise zu geben (siehe den YT Kanal von Will Prowse). Leider regieren bei uns anscheinend noch die Kistenschieber, die nur den schnellen Euro machen wollen.
Lasst euch das nicht gefallen und haut den Jungs ihre Mängelware um die Ohren! Sonst ändert sich da nie was. Und es ist nun wahrlich keine Raketenwissenschaft, einen vernünftigen Akku zu bauen. Ein bisschen Ahnung und guter Wille könnte allerdings schon helfen... in China billig einkaufen, Aufkleber drauf und in Europa teuer weiterverkaufen ist da wohl eher nicht der Weg zum zufriedenen Kunden.
bis denn,
Uwe
Herbstsonne am 15 Dez 2020 00:04:54
Tinduck hat geschrieben:... Lasst euch das nicht gefallen und haut den Jungs ihre Mängelware um die Ohren! Sonst ändert sich da nie was...
Uwe
Das mit den Ohren kann man so machen, aber man kann auch miteinander reden und Lösungen finden. Auch dieses Forum ist dazu echt hilfreich und gut (eigentlich bin ich in einem anderen Marken-Forum unterwegs), aber hier gibt es echt viele gute Akku-Spezialisten - thanks ! ... die auch offen sind, anderleuts Probleme mit zu durchdenken.
Ich bin froh, daß wir keine Monokultur Winston oder Liontron haben, wir brauchen den Wettbewerb mehrerer Hersteller bzw. Importeure. Daher möchte ich gute Ansätze (und das sehe ich u.a. in dem Robur-Konzept) wo ichs kann unterstützen - natürlich immer nur bis zu einem gewissen Grad, klar. Daß neue Produkte Anlaufprobleme haben ist überall so: das müßte sich rumgesprochen haben. Wer kauft, ohne positive Rückmeldungen aus dem Feld vorliegen zu haben, muß als "Early Bird" damit rechnen, daß es nicht glatt läuft.
Der Deckel ist doch abschraubbar, sonst hätte ich den Akku nie gekauft. Ggf. muß man (H. Sinz) eben neben der Software auch Hardware tauschen oder ergänzen. Und wer sicher gehen will kauft Winston - so what ?
Grüße, Erhard
basste315 am 15 Dez 2020 00:48:35
Hallo Uwe, ja und nein ...
Tinduck hat geschrieben: Paradoxerweise liest man bei DIY-Akkus sowas eher nicht, wahrscheinlich weil da grösstenteils hochwertigere Zellen und Balancer verbaut werden... und weil die Akkus von den Selbstschraubern vernünftig initialisiert werden.
Uwe
Sicherlich werden im Forum eher "erfolgreiche" Selbstbauprojekte vorgestellt. Ich würde meine Selbstbau-Pannen auch nicht veröffenlichen.
Mein Dank gilt allen Selbstbauern, die den Mut haben, uns an ihrem Projekt teilzuhaben zu lassen, das tut dem Forum gut. Nicht zuletzt setzen sie sich der Gefahr aus, von den "Bedenkenträgern" vernichtet zu werden. Am Material wird es nicht liegen, da Selbstbauer bei Direktbestellung in China auch nicht immer sicher sein können, die erste Qualität zu erhalten.
Diese Unsicherheit ist für mich der Hauptgrund, bezüglich Selbstbau zu zögern. Den Zusammenbau von gutem Material würde ich mir aufgrund der guten Beschreibungen von Foris (z.b. Acki, Stocki333 und vielen mehr .....) vielleicht teilweise mit PN-Unterstützung :wink: zutrauen.
t440142 hat geschrieben: Lasst euch das nicht gefallen und haut den Jungs ihre Mängelware um die Ohren! Sonst ändert sich da nie was. … ... in China billig einkaufen, Aufkleber drauf und in Europa teuer weiterverkaufen ist da wohl eher nicht der Weg zum zufriedenen Kunden. Uwe
Man wird im Forum (außer den "Werbeeinschaltungen" ) eher Berichte von enttäuschten Fertigakku-Käufern lesen. Wenn der AKKU funtioniert, freut man sich still und hofft, dass es so bleibt......
Aber du hast recht :!: Es ist schon bemerkenswert, wie die Banane beim Kunden reift *). Das ist eigentlich eine Zumutung.
Und da fallen auch s.g. "Marktführer" nicht immer positiv auf. Aber sie haben den Vorteil, aufgrund der größeren Abnahmemenge aus China eher nicht schlechter bedient zu werden, als private Selbstbauer. Abgesehen vom Preis der Fertigakkus ist dies *) ein Grund, warum ich schon eher zum Selbstbau tendiere.
Weil es hier um den ROBUR-AKKU geht, freue ich mich, dass Erhard "Herbstsonne" so einen langen Atem hat und offenbar (hoffentlich nachhaltig) der 164AH-Akku nun funktioniert. Und die Kommunikation mit Herrn Sinz von Robur ist bemerkensweert.
Ich hoffe, der 176 AH-Akku (ab Februar 2021) tut auf Anhieb was er soll. Und das ist keine Werbeeinschaltung :D
Helmut
Hans Kroeger am 15 Dez 2020 14:02:49
Herbstsonne hat geschrieben:Das mit den Ohren kann man so machen, aber man kann auch miteinander reden und Lösungen finden.
Hallo Erhard, Du bist vorbildlich mit Deiner Geduld und der positiven Einstellung, mit der Du anpackst. Auf der anderen Seite solltest Du den Tatsachen ins Auge sehen, dass bei Deinem Akku eine fatale Kombination aus zwei Problemen den Akku untauglich macht. Mit 50 mA Balancerstrom kann man diesen Akku praktisch nicht ausgleichen, wenn er driftet, schon gar nicht innerhalb der üblichen Ladekennlinien. Und wenn er driftet kann man mit 3,6 V OVP Schwelle nicht vernünftig laden. 14,4 Volt Ladespannung ginge nur bei perfekt balancierten Zellen, jede genau 3,6 Volt, was nicht funktioniert. 14,2 V Ladespannung führen zum OVP wenn eine Drift von 80 mV entsteht, z. B.: 3 Zellen mit je 3,53 V geladen, eine Zeile löst dann bei 3,6 V OVP aus. 14,0 V Ladespannung führen zum OVP wenn eine Drift von 130 mV entsteht, z. B.: 3 Zellen mit je 3,47 V geladen, eine Zelle löst dann bei 3,6 V OVP aus, usw....... Unter 14,0 Volt zu laden macht keinen Sinn, die Zellen werden nicht voll. Es wäre sehr schade, wenn es bei diesem Akku keine Änderung gäbe, die diese Probleme behebt, da der Lieferant außergewöhnlich bemüht und tolerant ist. Wenn ich mir ansehe welche mustergültige bebilderte Dokumentation der "Konkurrent mit dem Löwen" zeigt, und dann vom Hersteller erfahre, dass der Balancerstrom nicht bekannt ist, oder lese, dass seine 200 Ah Batterie gerade mal mit 200 A für 20 Sekunden belastet werden darf, dann erweckt das Hoffnung, dass am Ende vielleicht doch professionelle Qualität siegt, selbst wenn man seinen Akku selbst zusammenschrauben muss......entschuldige bitte diesen Wink mit dem Zaunpfahl......aber versetze Dich in die Lage von jemandem, der professionelle Arbeit macht und Qualität vor Gewinn setzt, und dann beobachtet, wer sich alles mit den üblichen Werbeversprechen auf dem Markt tummelt um abzusahnen.......ich habe fertig, aber das musste raus. Servus Hans
Hans Kroeger am 15 Dez 2020 14:52:07
Hans Kroeger hat geschrieben:Und wenn er driftet kann man mit 3,6 V OVP Schwelle nicht vernünftig laden. 14,4 Volt Ladespannung ginge nur bei perfekt balancierten Zellen, jede genau 3,6 Volt, was nicht funktioniert
Ergänzung: habe gerade bei einem BMS aus den USA gelesen, dass die OVP Schwelle von 3,65 Volt NICHT zur Abschaltung der Batterie dient, sondern nur dazu, den Ladestrom abzuschalten. Bei niedriger Spannung wird der Ladestrom wieder eingeschaltet. Die Lasten bleiben angeschlossen. Das macht Sinn......könnte es sein, dass das BMS im Akku zweckentfremdet wird?
basste315 am 15 Dez 2020 19:03:09
Hans Kroeger hat geschrieben:Ergänzung: habe gerade bei einem BMS aus den USA gelesen, dass die OVP Schwelle von 3,65 Volt NICHT zur Abschaltung der Batterie dient, sondern nur dazu, den Ladestrom abzuschalten. Bei niedriger Spannung wird der Ladestrom wieder eingeschaltet. Die Lasten bleiben angeschlossen. Das macht Sinn......
So verhält sich doch der Robur AKKU, oder? OPV unterbricht nur die Ladung, die Verbraucher bleiben dran. Also macht das doch Sinn :?:
Helmut
MountainBiker am 15 Dez 2020 19:33:28
Hallo,
OPV unterbricht nur die Ladung
Hat der Robur Akku 2 Pluspole (In und Out) nach aussen verkabelt? Wenn nicht dann funktioniert das nicht und es wird immer die gesammte Batterie getrennt!
Hans Kroeger am 15 Dez 2020 19:38:29
basste315 hat geschrieben:. So verhält sich doch der Robur AKKU, oder? OPV unterbricht nur die Ladung, die Verbraucher bleiben dran. Also macht das doch Sinn
Hallo Helmut, Danke für den Hinweis. Das war mir nicht bewusst. Dann werden dort wohl zwei Mosfets in Reihe betrieben, wie bei den "kleinen" Akkus....... Jetzt muss ich meine grauen Zellen erst mal balancen, und dann überlegen, ob ich oben einen Schmarrn verzapft habe, oder nicht. Ich bin befangen durch mein BMS, dass bei OVP und UVP dss Sicherheisrelais öffnet, und nur manuell wieder geschlossen werden kann. Warum, habe ich ausführlich erklärt. Also, timeout für mich....Servus Hans
Herbstsonne am 15 Dez 2020 19:49:22
Ha ja, definitiv !
Die Robur OVP schaltet nur das weitere Laden ab, entladen geht ganz normal weiter. ...trotzdem daß das nur 1 Leitung ist (common port ?).
Sonst wäre ich ja oft im Dunkel gesessen ! Der Akku funktionierte ganz normal und gut - nur die App hat einen zum Nachdenken gebracht ... Das BMS war halt ein gewöhnungsbedürftiger Laderegler. Heute wunderbar geladen: seit 2h 14,4V ohne OVP; Zellen zwischen 3,616 und 3,621.
Grüße, Erhard
Hans Kroeger am 15 Dez 2020 20:37:40
MountainBiker hat geschrieben:Hat der Robur Akku 2 Pluspole (In und Out) nach aussen verkabelt? Wenn nicht dann funktioniert das nicht und es wird immer die gesammte Batterie getrennt!
Dachte ich auch, ist aber nicht. Hat lange gedauert bis mir das wieder einfiel. Offensichtlich ist das PCB ähnlich zu denselben für kleine Akkus
Da macht man das schon lange......links sind die 2 Pole, rechts 3 Zellen.....beide FETs sind normally closed. Bei OVP öffnet der linke FET, bei UVP der rechte.
MountainBiker am 15 Dez 2020 20:46:00
Hallo,
Die Robur OVP schaltet nur das weitere Laden ab, entladen geht ganz normal weiter. ...trotzdem daß das nur 1 Leitung ist (common port ?)
Das glaube ich erst wenn Du mir das Schaltbild dazu lieferst! Was heißt "Common Port" - Hier wird die Ladespannung vom Akku getrennt und das BMS überwacht die Spannungslage am Pol: (1) sollte der Ladestrom ausreichen und die Spannung nicht absinken wird nur für eine sehr kurze Zeit die Ladespannung zyklisch mit hoher Frequenz kurzer Impulsbreite "zugeschaltet" und die Zellüberwachung ergibt entweder (1a) < OVP Ladestrom wird wieder zugeschaltet oder (1b) > OVP Akku bleibt getrennt; (2) sollte der Ladestrom nicht ausreichen und die Spannung nicht absinken wird der Akku per PWM das "Defizit" als Teillast ausgleichen! Die Leistung dazu wird über die OVP-Grenze geregelt!
Da macht man das schon lange......links sind die 2 Pole, rechts 3 Zellen.....beide FETs sind normally closed. Bei OVP öffnet der linke FET, bei UVP der rechte.
Diese Schaltung entspricht dem. o.g. Prinzip!
Ob diese Art von Intelligenz im BMS impementiert ist mußt Du selber ermitteln - aber der Akku wird "getrennt"!
Hans Kroeger am 15 Dez 2020 20:55:26
Herbstsonne hat geschrieben:Die Robur OVP schaltet nur das weitere Laden ab, entladen geht ganz normal weiter. ...trotzdem daß das nur 1 Leitung ist (common port ?).
Man lernt nie aus, und ich würde gerne meine letzten Beiträge noch mal überdenken / korrigieren. Aber ich hatte einmal schon gesagt, dass ich mich weit aus dem Fenster lehne, .....war vielleicht zu weit. Angenommen Du bist beim Laden in der Endphase, woran merkst Du überhaupt, wenn Dein BMS zwischendurch das Laden stoppt? ....eigentlich gar nicht? Wenn Deine driftenden Zellen weit auseinanderliegen, merkst Du dann überhaupt etwas von den hungernden Zellen? Nur wenn Du auf Deinen Monitor schaust? Für mich eine neue Welt, aber interessant.
MountainBiker am 15 Dez 2020 21:02:02
Nachtrag:
die im BMS eingestzten MosFET sind nichts anderes wie "Schalter", es gibt nur 2 Zustände - "aus" und "ein". Das können Sie aber sehr schnell und entsteht für Laien ein falscher Eindruck! Die Ausregelung der Teillast per PWM-Steuerung ist nach außen nicht mehr sichtbar, da es eine Überlagerung mit der Ladespannung gibt!
Herbstsonne am 15 Dez 2020 21:19:07
Hans Kroeger hat geschrieben:...woran merkst Du überhaupt, wenn Dein BMS zwischendurch das Laden stoppt? ....eigentlich gar nicht? Wenn Deine driftenden Zellen weit auseinanderliegen, merkst Du dann überhaupt etwas von den hungernden Zellen? Nur wenn Du auf Deinen Monitor schaust? Für mich eine neue Welt, aber interessant.
Also merken tut man gar nichts, da man ja immer Strom hat. Anbei wahllos ein Bild wie man das in der App (und nur dort) sieht:
Page 2: Fehlermeldung keine (grün), OVP charging stopp "rot" Entnimmt man etwas Strom (Licht 15s anschalten), verschwindet der rote Punkt und wenn Sonne da ist kommt alsbald der nächste OVP
Page 1: 13,3V zusammen mit Page 4: Zellspannungen max. Diff. 16mV Dieser Screenshot muß gemacht worden sein, nachdem eine Zelle 3,600 V hatte (der alte Trigger, neu: 3,630V) und keine Stromentnahme stattgefunden hat - Zellen segeln runter, OVP bleibt bis Stromentnahme. Also relativ lange nach OVP (vielleicht 15-45 Min.); OVP damals (noch mit voll totem Balancer) bei 13,6V.
... ich mach mal noch "gewalttätig" ein aktuelles OVP-Bild, allerdings muß ich dazu wahrscheinlich auf 14,5V gehen, mom ist bei 14,48V Ladespannung noch alles grün. Folgt.
Lakritz am 15 Dez 2020 21:48:35
Meine gestrige Messung:
Und nach Bild 4 gings ab in den OVP.
Aber auch bei mir, stellt der Akku nur das Laden ein, nicht seine komplette Arbeit. Und auch das Laden nimmt er nach einer Zeit wieder auf (wenn ein gewissen Schwellwert erreicht ist)
Herbstsonne am 15 Dez 2020 21:52:10
Hi, nochmal,
hier also das Bild, mit dem "künstlich erzeugten" OVP exakt zum Abschaltpunkt (Softwarestand #2) - also wenn eine Zelle die 3,631V erreicht hat. Dazu musste ich jetzt aber mit der Ladespannung höher gehen auf 14,49V, Ladestrom alterniert dann so von 30-60mA (warum ? Taktet etwa der Balancer, oder ...?). Also eine Ladespannung die ich im Auto nicht habe.
Darf ich Euch Experten nochmals bitten, zu meiner Frage bzgl. potenziellem Zusatz-Balancer falls ich das doch brauchen würde. ? Siehe --> Link Würdet Ihr eher bei den "aktiven" suchen, oder den unteren "passiven" ? Müsste ich diesen passiven abschaltbar machen, damit er nicht ständig Wärme produziert ? Ich kann keinen großen wie Ihr den bei den Winston z.T. verwendet auf die Terminals setzen: meine Zellen liegen auf der Seite und ich komme nicht dran. Das Blech-Gehäuse ist sehr knapp geschnitten - was ja gut ist. Ich könnte mich nur mit einem Y-Adapter in die vorhandenen, dünnen Balancer-Leitungen einklinken.
Danke und Grüße, Erhard
Hans Kroeger am 15 Dez 2020 21:52:22
Herbstsonne hat geschrieben:Also merken tut man gar nichts, da man ja immer Strom hat.
Nochmal die Frage: Wie/wann macht sich die zunehmende Drift störend bemerkbar, wenn man nicht auf den Monitor schaut.
Übrigens in den USA gibt es eine ganze Welt von Diskussionen über Common Port oder Separate Port BMS, Vorteile....Nachteile. --> Link
Bei uns kennt man nur Common Port. Ich kannte die Schaltung mit 2 MOS FETS , weil ich damit experimentiert habe. Wollte ein BMS damit bauen, aber die ICs für LiFePO4 waren nicht in kleineren Stückzahlen zu bekommen. Habe ich im Trubel vergessen. Ich bin auch wieder von den Halbleitern zu den elektromechanischen Relais gewechselt, weil dies bei den hohen Strömen, die uns die Lithium Zellen bieten weniger Einschränkung bedeuten.
Servus Hans
Herbstsonne am 15 Dez 2020 21:57:03
Lakritz hat geschrieben:Meine gestrige Messung:
Und nach Bild 4 gings ab in den OVP.
Aber auch bei mir, stellt der Akku nur das Laden ein, nicht seine komplette Arbeit. Und auch das Laden nimmt er nach einer Zeit wieder auf (wenn ein gewissen Schwellwert erreicht ist)
Du hast offensichtlich noch nicht die aktuellste Software, wenn dein Akku noch bei 3,600V in den OV geht. Willst Du das nicht mal aktualisieren lassen ?
Gruß, Erhard
Herbstsonne am 15 Dez 2020 22:07:55
Hans Kroeger hat geschrieben:Nochmal die Frage: Wie/wann macht sich die zunehmende Drift störend bemerkbar, wenn man nicht auf den Monitor schaut.
Servus Hans
Hallo Hans,
in keinster Weise und nirgends störend, alles funktioniert bestens. Da der Akku bei OVP 100% SOC meldet, ist das ja auch keine Alarm. Der Akku ist halt voll im Rahmen seiner Möglichkeiten. Ich schätze aber, daß da weniger wie 0,5Ah verloren gehen - faktisch nicht relevant. Es ist der Friede der Ahnungslosen, der durch die App gestört wird... Kein Wunder zeigt so weit ich weiß Liontron die Zellspannungen nicht an: dann stellt auch keiner störende Fragen.
Grüße, Erhard
Gast am 15 Dez 2020 22:20:11
Herbstsonne hat geschrieben:...Kein Wunder zeigt so weit ich weiß Liontron die Zellspannungen nicht an: dann stellt auch keiner störende Fragen...
Tut er seit dem letzten App-Update.
Lakritz am 15 Dez 2020 22:25:44
Herbstsonne hat geschrieben:Du hast offensichtlich noch nicht die aktuellste Software, wenn dein Akku noch bei 3,600V in den OV geht. Willst Du das nicht mal aktualisieren lassen ?
Hi Erhard,
doch, werde ich machen, aber erst im neuen Jahr, da ich derezeit mit dem Fahrzeug täglich unterwegs bin. Bei mir gehts auch noch, da ich einen Drift < 100mV habe. Sollte er größer werden, handele ich auch schon früher, ansonsten Anfang nächsten Jahres erst.
Herbstsonne hat geschrieben:daß da weniger wie 0,5Ah verloren gehen - faktisch nicht relevant. Es ist der Friede der Ahnungslosen, der durch die App gestört wird...
Mal geht es bei 100%, mal bei 99% in den OVP. Und wenn 99, dan gehlen bei mir exakt (oder besser, laut APP) 1,1 AH.
Herbstsonne am 15 Dez 2020 23:36:21
Lakritz hat geschrieben:... Mal geht es bei 100%, mal bei 99% in den OVP. Und wenn 99, dan gehlen bei mir exakt (oder besser, laut APP) 1,1 AH.
Mhhh, jein.
Der zeigt ja nur 1%-Punkt Schritte an. Wenn Du real 99,9% SOC hast, zeigt er Dir 99% SOC an. Dann meinst Du, es fehlen Dir ungefähr 1Ah. in Wirklichkeit fehlen Dir aber 0,XAMinuten, also Faktor 10 weniger. Wenn Du genau wissen willst, wieviel noch reingeht, kannst Du händisch integrieren also Zeitschritte und Ladestrom zusammenzählen. Messe es mal.
Genau so ist es doch andersrum: Wenn ich auf OVP stehe und 100% voll. Prima. Dann nehme ich die Kabel einer alten Sitzheizung die 5A zieht, und halte die für 5s an die Pole, dann ist OVP weg und SOC auf 99%. Wieviel ist dabei rausgegangen ? Großzügig aufgerundet: 0,01 Ah.
Grüße, Erhard
basste315 am 16 Dez 2020 02:44:10
Danke Erhard für die Bestätigung, ja die neue Technik ......... ja, und mitlesen ist für mich hilfreich und auch der KISS-Link von Hans Kröger hat mich beeindruckt.
Herbstsonne hat geschrieben:Ha ja, definitiv !
Die Robur OVP schaltet nur das weitere Laden ab, entladen geht ganz normal weiter. ...trotzdem daß das nur 1 Leitung ist (common port ?).
Sonst wäre ich ja oft im Dunkel gesessen ! Der Akku funktionierte ganz normal und gut - nur die App hat einen zum Nachdenken gebracht ... Das BMS war halt ein gewöhnungsbedürftiger Laderegler. Heute wunderbar geladen: seit 2h 14,4V ohne OVP; Zellen zwischen 3,616 und 3,621.
Grüße, Erhard
Aufgrund meiner Anfrage wurde bereits am 3.10.2020 hier in diesem Thread klargestellt:
Ulf (ulfertig) am 3.10.2020 Der Strom zu der Batterie (Ladung) wird unterbrochen, Strom kann weiterhin entnommen werden. OV wird ausgelöst, sobald eine der vier Zellen für ein zwei Sekunden über 3,6V liegt. Grüße Ulf --> Link
In der Folge hat mir Ulf dankenswerterweise umfangreich die Hintergründe erklärt und auch auf das damals fehlende Balancing hingewiesen. Weiters hat Ulf über das Funktionieren der Zellheizung beim 105AH-Robur berichtet.
Hallo Erhard, hast Du eigentlich beim 164AH-ROBUR-Akku schon die Zellheizung checken können? Habe ich das überlesen? Ist jetzt aber auch egal, wenn er ohnehin aus dem Sortiment ist und im Februar durch den 176 AH ersetzt wird, dann geht die Testerei (Banane reift beim Kunden) ja wieder los :mrgreen:
Helmut
Hans Kroeger am 16 Dez 2020 15:05:07
Herbstsonne hat geschrieben:Da der Akku bei OVP 100% SOC meldet, ist das ja auch keine Alarm.
Hallo Erhard, ich bin nochmal beim OVP. Offensichtlich übernimmt das BMS hier die Funktion eines "Ladereglers". Das externe Ladegerät ist im CC Mode (beispielsweise 30 A, davon 20 A Ladestrom und 10 A Versorgung der Verbraucher. Die Batteriespannung ist beispielsweise bei 3,5 + 3,5 + 3,5 + 3,5 + 3,6 = 14,1 Volt. Wenn die erste Zelle 3,6 V erreicht öffnet der Charge MOS FET nach etwa 1 Sekunde. Jetzt geht das Ladegerät in CV Modus, beispielsweise auf 14,6 Volt und versorgt die Verbraucher weiter mit 10 A. Die Batterie ist jetzt auf 14,1 Volt und nicht belastet und die Zellenspannungen sinken jetzt langsam nach unten. Bei Unterschreiten von beispielsweise 3,5 Volt der Zelle 4, schließt der Charge MOS FET wieder, und die Ladung geht weiter mit 20 A Ladestrom, bis sich das ganze mit dem nächsten OVP wiederholt. Das ist gewöhnungsbedürftig für meine alten grauen Zellen. Ich hoffe, dass ich das richtig beschrieben habe und warte mal auf Deine Antwort. Servus Hans
Hans Kroeger am 16 Dez 2020 15:19:39
Hans Kroeger hat geschrieben:Wenn die erste Zelle 3,6 V erreicht öffnet der Charge MOS FET nach etwa 1 Sekunde. Jetzt geht das Ladegerät in CV Modus, beispielsweise auf 14,6 Volt und versorgt die Verbraucher weiter mit 10 A.
Es gibt ja noch immer Ladegeräte, die eine Batterie am Ausgang benötigen, damit sie funktionieren. Die müssten doch jetzt ein Problem haben.....
Herbstsonne am 16 Dez 2020 15:31:26
Hans Kroeger hat geschrieben:... Ich hoffe, dass ich das richtig beschrieben habe und warte mal auf Deine Antwort. Servus Hans
Hallo Hans,
ja, ganz genau: so geht das Spiel.
Abschaltung bei mir nach Softwareupdate #2 ist bei 3,631V und Anzeige SOC ist 100%. Werden 0,01Ah entnommen (5s 5A an den Batteriepolen), dann fällt SOC-Anzeige auf 99% (zeigt nur 1%-Schritte an) und der rote Punkt bei "Überspannung" geht weg. Man kann kurz wieder Laden.
Grüße, Erhard
MountainBiker am 16 Dez 2020 15:35:49
Hallo Hans,
ich sehe Du hast meine Ausführungen verstanden, ich bin begeistert!
Herbstsonne am 16 Dez 2020 16:14:54
Herbstsonne hat geschrieben:... Abschaltung bei mir nach Softwareupdate #2 ist bei 3,631V und Anzeige SOC ist 100%. Werden 0,01Ah entnommen (5s 5A an den Batteriepolen), dann fällt SOC-Anzeige auf 99% (zeigt nur 1%-Schritte an) und der rote Punkt bei "Überspannung" geht weg. Man kann kurz wieder Laden.
Grüße, Erhard
Hallo zusammen,
also, das hatte ich zu vor schon geschrieben: Entladen ist im OVP-Modus möglich, wenn Verbraucher mehr ziehen als ein Ladegerät bringt. Man hat als "Kunde" keinerlei Einschränkungen.
Grüße, Erhard
ernstchr am 16 Dez 2020 17:16:19
Hallo,
ich hatte mein BMS des 164 Ah -Akkus auch Ende November zum Update. Verbesserungen kann ich nicht feststellen. Bei mir rennt auch weiterhin die 2. Zelle davon und mehr als 13,7 V habe ich noch nicht gesehen. Der Akku scheint nach den Ah voll geladen zu sein. Nach dem Auslösen der Überspannung ergeben sich folgende Zellspannungen: 3381mV, 3629mV, 3372mV und 3372mV. Nach ca. 2 Tagen (ohne Laden des Akkus) liegt keine Überspannung mehr vor. Der Akku zeigt dann 13,3 V und die Zellspannungen liegen zwischen 3332mV und 3372mV (Zelle 2). Da ich kein "Elektroniker" bin, weiß ich nicht welche Langzeitfolgen sich daraus ergeben. Gibt man den Akku zurück, wie von Herrn Sinz angeboten, oder kann man auch so lange mit dem Akku zufrieden sein?
Gruß Christoph
Hans Kroeger am 16 Dez 2020 17:26:08
Herbstsonne hat geschrieben:Abschaltung bei mir nach Softwareupdate #2 ist bei 3,631V und Anzeige SOC ist 100%. Werden 0,01Ah entnommen (5s 5A an den Batteriepolen), dann fällt SOC-Anzeige auf 99% (zeigt nur 1%-Schritte an) und der rote Punkt bei "Überspannung" geht weg.
Hallo Erhard, meine Frage zielte aber auf den Fall, dass Dein Ladegerät nach OVP mit Konstantspannung 14,6 V die Last komplett versorgt, der Akku also vor sich hin dümpelt. Dann würde das Ladegerät am Ausgang nur Lasten, aber keinen Akku sehen, da dieser im beschriebenen Fall durch MOS FETs und Dioden abgetrennt ist. Dafür eignen sich aber viele Ladegeräte nicht. Ist das ein bekanntes Problem? Servus Hans
Hans Kroeger am 17 Dez 2020 11:41:38
Hans Kroeger hat geschrieben:Dann würde das Ladegerät am Ausgang nur Lasten, aber keinen Akku sehen, da dieser im beschriebenen Fall durch MOS FETs und Dioden abgetrennt ist........ Servus Hans
Hier ist noch eine Link zu einer sehr guten Beschreibung, wie diese MOS FET und Dioden Schaltungen funktionieren: --> Link
ulfertg am 18 Dez 2020 11:52:11
Hans Kroeger hat geschrieben:Meine persönliche Meinung: unter den Gegebenheiten funktioniert Eure Batterie NUR, WENN SIE NICHT DRIFTED. Gedriftete Zellen - lassen sich nicht mehr einfangen, und - führen beim Laden zu einer OVP Abschaltung.
Hans Kroeger hat geschrieben:Egal welche Zellen verbaut sind, das BMS passt nicht zu LiFePO4. Ich weiß, dass ich mich da weit aus dem Fenster lehne, aber nach dem, was ich hier gelesen habe, fällt mir keine andere Schlussfolgerung ein. Bin gespannt, auf die Reaktionen.
Hallo Hans, ich freue mich, dass du in diesem Thread mitdenkst und -schreibst. Du sprichst einige interessante Punkte an. Mit Deiner Schlussfolgerung, dass das BMS nicht zu den Zellen passt, stimme ich nach meinem aktuellen Kenntnisstand nicht überein. Begründung: die mir bekannten Tech Sheets, die den momentan verkauften blauen Alubecher-LiFePo4 Zellen zugeschrieben werden (z.B.: --> Link oder --> Link) spezifizieren eine maximale Ladespannung von 3,60V bei einer Zelltemperatur von 0-10°C und 45-55°C und 3,65V dazwischen, also von 10-45°C. Das im Robur Akku verbaute BMS in der ersten Version zeigt eine Cut-Off Spannung von 3,60V, dass der zweiten Version eine von 3,63 (beides mit einer Hysterese von 1 oder 2 Sekunden, daher sind kurzzeitig auch minimal höhere Spannungen beobachtbar). Eine Anpassung der Abschaltspannung an die über die NTC's erfasste Temperatur habe ich nicht beobachtet, aber auch nicht gezielt danach gesucht. Im großen und ganzen würde ich behaupten, dass die OVP-Parameter des BMS recht gut zu den Spezifikationen in den Tech Sheets passt.
Aber: Ich habe den Eindruck, dass es etliche Hersteller gibt (also außer den bekannten CATL & EVE), die blaue Alubecher LiFePo4 Zellen bauen und mir ist nicht bekannt, wie diese zuverlässig identifiziert werden könnten. Es ist also meines Erachtens nicht sicher, dass die Tech Sheets für ein bestimmte Zelle (egal ob einzeln bei AliExpress oder in einem Fertigakku gekauft) zutreffen. Den TechSheets selber vertraue ich auch nicht 100%, da einige Angaben darin widersprüchlich sind. Eventuell ist die maximal verträgliche Spannung der Zellen also eine andere. Und es ist auch nicht klar, was passiert, wenn sie regelmäßig kurzzeitig (zwecks effizientem Balancing) überschritten wird. Wenn das nur ein wenig die Lebensdauer einschränkt, wäre das in Kauf zu nehmen. Wenn die Gefahr besteht, dass das Einweg-Überdruck Ventil öffnet, ist es unbedingt zu vermeiden.
Dass es mit den gegebenen Parametern (geringer Balancer-Strom - vor allem aber geringe Differenz zwischen Spannungslage ab der Drift (mit einfachen Mitteln) messbar wird und OVP-Abschaltung) schwierig bis unmöglich ist, gedriftete Zellen ohne weitere Maßnahmen (z.B. Begrenzung des Ladestroms ab einer gewissen Spannung (das können einige Victron Ladegeräte)) einzufangen sehe ich auch so. Es stellt sich die Frage, ob und wie stark sich das in der Praxis bemerkbar macht. Also wie groß die Herstellungstoleranzen der einzelnen, seriell geschalteten Zellen des Akkupacks sind und wie stark der Akku belastet wird. Nach meinen eigenen Tests mit dem BMS der zweiten Version zweifle ich daran, dass das BMS nun die Zellen ausgleicht. Wenn ich die dafür Zeit finde, mache ich noch ein paar weitere Tests um belastbarere Ergebnisse zu erhalten. Unterm Strich: ich kann mir trotz der angesprochenen Schwierigkeiten vorstellen, dass diese Kombination von Parametern und Zellen in vielen Fällen funktioniert.
Zu den hier im Thread gesammelten Erkenntnissen möchte ich noch ein paar Anmerkungen machen: Wenn ich nichts überlesen habe, wird von allen Usern die durch das BMS gemeldeten Zell-Spannungen angegeben. Da besteht eine gewisse Unsicherheit. Das Gleiche gilt für den SOC und den Stromfluss. Wobei der SOC von dem BMS nicht rein über Strommesswerte integriert wird, sondern es werden noch weitere Parameter zur Berechnung herangezogen (eine Temperatur und Spannungsabhängigkeit konnte ich beobachten, evtl. gibt es noch weitere). Das ist per se nichts Schlechtes, im Gegenteil, wenn es gut gemacht ist, kann es meines Erachtens die Genauigkeit erhöhen, aber es ist kein einfacher Messwert und verleitet zu falschen Schlussfolgerungen. So zeigt das Robur-BMS z.B. unterhalb einer gewissen Spannung keine 100% SOC an sondern nur 99%, also auch wenn der vollgeladene Akku kurz vorher vom Strom genommen wurde, das BMS als einziger Verbraucher nur wenige mAh aus den Zellen entnommen hat und in der Chemie eher >99,9% Ladung gespeichert ist.
Hans Kroeger hat geschrieben:Dann würde das Ladegerät am Ausgang nur Lasten, aber keinen Akku sehen, da dieser im beschriebenen Fall durch MOS FETs und Dioden abgetrennt ist. Dafür eignen sich aber viele Ladegeräte nicht. Ist das ein bekanntes Problem?
Danke das Du das ansprichst. Das ist eines der größten potentiellen Probleme die ich bei einer regelmäßigen OVP-Abschaltung sehe und ich wundere mich, das einige das scheinbar sehr entspannt sehen und Kommentare wie diesen schreiben:
Der Glaube versetzt Berge ! Bms und Balancer sind Beruhigungspillen, gesunde und gleichalternde Zellen driften erst bei 98 %. [...] Die elektronischen BMS Systeme gleichen durch das immer wieder zurückgesetzte OVP den Akku aus, [...] Besser die Akkus regelmäßig nutzen und kein Kopf machen.....
Die OVP-Abschaltung ist nach meinem Verständnis eine Sicherungseinrichtung, die im Regelbetrieb nicht ansprechen sollte.
Acki am 18 Dez 2020 12:47:38
ulfertg hat geschrieben:... Die OVP-Abschaltung ist nach meinem Verständnis eine Sicherungseinrichtung, die im Regelbetrieb nicht ansprechen sollte.
ABSOLUT ESSENTIELL!
Dies scheinen viel immer wieder zu vergessen ... oder - v.a. Anwender von den Fertigbatterien - gar nicht zu wissen!