ulfertg am 18 Dez 2020 14:01:39 Acki hat geschrieben:ABSOLUT ESSENTIELL! Dies scheinen viel immer wieder zu vergessen ... oder - v.a. Anwender von den Fertigbatterien - gar nicht zu wissen!
Und um hier den Zusammenhang für alle, die sich (verständlicherweise) nicht - oder weniger tief - mit der LiFePo4 Technik auseinandersetzen wollen zu verdeutlich: Zellen, die laut Spezifikation nur bis 3,6V / 3,65V geladen werden dürfen, haben, bei vier in Serie geschalteten Akkupacks, eine maximale Spannung von 14,4V oder 14,6V. Aber nur, wenn alle Zellen perfekt Balanciert sind (und zwar am Top-Level, also im voll geladenen Zustand). Das ist ein Zustand, der nur über Balancing erreicht werden kann, da im realen Betrieb irgendwann ein leichter Drift auftaucht. Und da reicht es schon, wenn eine Zelle bei 100% SOC ankommt, während die anderen noch bei 99% sind. Dann kann die Spannungsverteilung (vereinfacht betrachtet) so aussehen: Zelle 1: erreicht 3,65V Zelle 2: ca. 3,4V Zelle 3: ca. 3,4V Zelle 4: ca. 3,4V Insgesamt also eine Spannung von 13,85V, bei der OVP ausgelöst wird um Zelle 1 zu schützen. Die üblicherweise im WoMo verbaute Ladetechnik besitzt aber in der Regel höhere Schaltschwellen, z.B. 14,2V oder mehr. Das bedeutet, dass so ein Akku mit üblicherweise im WoMo verbauter Ladetechnik regelmäßig in den OVP kommt, sobald seine Zellen leicht driften. Vergleiche mit Winston Zellen, die laut Datenblatt bis 4V pro Zelle geladen werden dürfen, gelten hier nicht.
Acki am 18 Dez 2020 14:14:22 ulfertg hat geschrieben:... Das bedeutet, dass so ein Akku mit üblicherweise im WoMo verbauter Ladetechnik regelmäßig in den OVP kommt, sobald seine Zellen leicht driften. ...
... und dass mit den "niedrigen" Zellen nie mehr top-balanciert werden ... und der Drift stetig zunimmt ... :(
MountainBiker am 18 Dez 2020 14:15:11 Hallo Ulf, Du machst hier einen Gedankenfehler: Ja, Balancing ist extrem wichtig und muß mit entsprechenden Bypassleistung erfolgen. Aber OVP ist hier eine reines Schutzinstrument, denn der von Dir beschrieben Fall Zelle 1: erreicht 3,65V Zelle 2: ca. 3,4V Zelle 3: ca. 3,4V Zelle 4: ca. 3,4V
darf nur im Fehlerfall auftreten und nicht im Regelbetrieb. Sollte das von Dir beschriebene Ungleichgewicht der Ladespannung (ich spreche hier explizit nicht von SoC) auftreten, haben die Balancer versagt (Balancerkapazität hat nicht ausgereicht um Dissbalancen auszugleichen). Das ist dann wieder Fehlerfall (weil die Drift nicht verhindert wurde)!!!
ulfertg am 18 Dez 2020 14:38:43 MountainBiker hat geschrieben:Du machst hier einen Gedankenfehler: [...] Das ist dann wieder Fehlerfall!!!
Danke für den Hinweis, das habe ich nicht sauber beschrieben: Ich habe einen Gedankensprung gemacht und war noch bei dem nicht funktionierenden Balancing der aktuellen Robur-Serie und den Fragen einiger Mitforisten, warum das denn ein Problem sei. Es geht bei der von mir beschriebenen Betrachtung also um einen Fehlerfall. Wenn das Balancing sauber funktioniert (was meines Erachtens auch bei funktionierendem (Mikro-) Balancing fehlschlagen kann, wenn alle Parameter eingehalten werden sollen (max.3,65V) und die Zellen nicht selektiert sind), sind eher höhere Abschaltspannungen zu erwarten. So viel Spielraum wie mit den Winston Zellen und ihren maximal erlaubten 4V gibt es aber nicht. Bei maximal erlaubten Zellspannungen von 3,65V ist der Bereich, in dem Balancing stattfinden kann (also die Differenz der Einzelspannungen mit den vorhandenen, einfachen Messmitteln hinreichend genau festgestellt werden kann (ab ca. 3,4V) und der Abschaltspannung einfach sehr klein und die Gesamtspannung zu nah oder unter den üblichen Abschaltschwellen der Ladequellen. Natürlich sind das alles vereinfachte Betrachtungen da sich die Werte je nach anliegendem Strom verschieben und noch weitere Faktoren dazukommen, aber ich hoffe ich habe die (aus meiner Sicht) grundsätzliche Problematik darstellen können.
biauwe am 18 Dez 2020 16:27:20 Schaltet da ein BMS nicht den Ladevorgang schon vorher ab?
Zelle 1: erreicht 3,65V Zelle 2: ca. 3,4V Zelle 3: ca. 3,4V Zelle 4: ca. 3,4V
rolfk am 18 Dez 2020 18:09:03 ulfertg hat geschrieben:Die OVP-Abschaltung ist nach meinem Verständnis eine Sicherungseinrichtung, die im Regelbetrieb nicht ansprechen sollte.
Das ist so wichtig und richtig, dass ich es nicht unkommentiert stehen lassen kann: Genauso ist es !
lowbattery am 18 Dez 2020 20:05:29 ulfertg hat geschrieben:Die OVP-Abschaltung ist nach meinem Verständnis eine Sicherungseinrichtung, die im Regelbetrieb nicht ansprechen sollte.
rolfk hat geschrieben:Das ist so wichtig und richtig, dass ich es nicht unkommentiert stehen lassen kann: Genauso ist es ! und genau so sehen es die chinesischen Batteriebauer offenbar nicht. Die Idee dahinter ist wohl diese: man verhindert durch Abschalten bei 3,6V auf einfachste Art Verweilen der vollen Zellen auf hoher Ladespannung. Es schädigt die Zelle also nicht, im Gegenteil: es stellt sicher, dass die Zelle exakt nach Spezifikation geladen wird, d.h. mit IU-"Kennlinie" bis 3,6V und dann abschalten. Der Balancer holt die vorauseilenden Zellen langsam auf ein niedrigeres Spannungsniveau. Wenn die Wohnmobilbatterie hinreichend lange unbenutzt steht ist zum Balancing genügend Zeit. Dass die nachlaufenden Zellen zunächst nicht balanziert werden spielt keine Rolle. Irgendwann sind die vorauseilenden Zellen eingefangen und eine andere Zelle hat weit genug aufgeschlossen, um ebenfalls balanziert zu werden. Dass die Batterie dabei immer nur 99% voll wird merkt in der Praxis niemand, solange man sowieso nur bis 30% entlädt. Eigentlich sehr pragmatisch gedacht. Ich suche noch nach den Nachteilen. Gruß, Stefan
Herbstsonne am 18 Dez 2020 20:56:32 lowbattery hat geschrieben:... ... man verhindert durch Abschalten bei 3,6V auf einfachste Art Verweilen der vollen Zellen auf hoher Ladespannung. Der Balancer holt die vorauseilenden Zellen langsam auf ein niedrigeres Spannungsniveau. Wenn die Wohnmobilbatterie hinreichend lange unbenutzt steht ist zum Balancing genügend Zeit...
... Ich suche noch nach den Nachteilen.
Stefan
Hallo Stefan, in meinen Augen hätte das gar keine Nachteile: ... durch die niederen Kosten, die Kompaktheit und das niedere spezifische Gewicht speziell der "blauen" Zellen kann man sich eh genügend Ah einschenken ohne Nebenwirkungen: mehr als man eigentlich braucht. Dann quält man den Akku z.B. auch bei Temperaturen zw. 0-10°C weniger u.s.w.: hat nur Vorteile. Aber: beim aktuellen Robur ist es so, daß der Bonsai-Balancer zur arbeitet, wenn Ladespannung anliegt ! So Aussage des Herstellers. Und diese Zeit ist bei der steilen Kennlinie und dem frühen Abschalten der Ladung erfrischend kurz ... ... ich bereite mich darauf vor, einen Zusatz-Balancer einzubauen. Allerdings scheinen diese 4-17§ - Teile auch nicht in jedem Falle problemfrei zu arbeiten. Ich suche weiter. Dann sehe ich auch keine Nachteile mehr. Zellheizung 100W ist auch an Bord - der Hosenträger zum Gürtel des beheizten Batteriefaches. Wie das bei anderen z.B. Liontron ist mit der "Arbeitsbereitschaft" des Balancers weiß ich nicht. Grüße, Erhard
Hans Kroeger am 18 Dez 2020 21:01:55 lowbattery hat geschrieben:Die Idee dahinter ist wohl diese: man verhindert durch Abschalten bei 3,6V auf einfachste Art Verweilen der vollen Zellen auf hoher Ladespannung. Es schädigt die Zelle also nicht, im Gegenteil: es stellt sicher, dass die Zelle exakt nach Spezifikation geladen wird, d.h. mit IU-"Kennlinie" bis 3,6V und dann abschalten.
Hallo Stefan, klingt zunächst vernünftig, dann kommem aber Fragen. 1. Verweilen über 3,5 Volt bedeutet Stress für LiFePO4 2. IU (CCCV) Kennlinie kommt gar nicht zum tragen. In der CC Phase schaltet das BMS bei einer Zelle mit 3,6 V das Ladegerät weg. Es geht in CV Mode mit 14,4 V. Die Batterie sieht davon nichts. Nur die Lasten. 3. Zellenspannung sinkt auf reset Wert. Ladegerät wird wieder eingeschaltet und geht in CC Mode. Das Spiel wiederholt sich. 4. Die teilgeladenen Zellen brauchen lange, bis sie mit 50 mA nachgezogen werden. Es dauert lange, bis die hungrigen Zellen bei 3,6 Volt ankommen und satt sind. Erst dann geht das Ladegerät in CV Mode. Was passiert dann? 5. Das Ladegerät senkt dann möglicherweise nach einer Stunde die Spannung ab. Aber bis dahin waren eine (mehrere) Zellen lange über 3,5 V im Stress. 6. Das entspricht in keiner Weise einer LiFePO4 Ladekennlinie, die schnell in den Bereich über 3,5 V Zellenspannung geht, diesen aber auch schnell wieder verlässt. Wegen dieser kurzen Zeit benötigt man aber auch einen großen Balancer Strom. Wie kommt man auf die Idee eine 200 Ah Batterie mit 50 mA auszubalancieren. Meine Theorie geht wie folgt: für Pedelecs braucht man hochintegrierte BMS Systeme in großer Stückzahl. Man entwickelt obiges System, aber mit der Vorgabe, dass die Drift der Zellen ständig mit kleinen Strömen ausgeglichen wird. Pedelec Batterien verwenden Liion Zellen. Diese haben eine (im Vergleich zu LiFePO4) steile Ladekennlinie. Zellen mit unterschiedlichem SOC haben auch stark unterschiedliche Spannungswerte. Jetzt vergleicht man ständig alle Zellenspannungen und wenn der Unterschied größer 50 mV ist gleicht man mit 50 mA aus. Der Vorteil bei den Liion Zellen ist, dass man das ständig im gesamten Spannungsbereich machen kann. Also kleiner Strom, aber alle Zeit der Welt. Jetzt hat man so ein System das mit Liion Zellen wunderbar funktioniert. Wenn man das ganze auf 4 Zellen reduziert, dabei die Spannungsschwellen an LiFePO4 anpasst, ..........dann hat man ein preisgünstiges System für unsere 12 V Fertigakkus. Leider findet aber im Spannungsbereich unter 3,4 V bei LiFePO4 kein Balancing statt, da die Zellen ihre Drift verheimlichen und alle weitestgehend die selbe Spannung haben..........könnte das die beschriebenen "Probleme" erklären? Servus Hans
Hans Kroeger am 18 Dez 2020 22:27:31 Herbstsonne hat geschrieben:...... ich bereite mich darauf vor, einen Zusatz-Balancer einzubauen. Allerdings scheinen diese 4-17§ - Teile auch nicht in jedem Falle problemfrei zu arbeiten. Ich suche weiter.
Hallo Erhard, ohne lange zu überlegen, warum das nicht passen sollte......kennst Du diese Balancer. Man kann die Spannung so wählen, dass sie passen...... --> LinkServus Hans
Herbstsonne am 19 Dez 2020 00:03:31 Hans Kroeger hat geschrieben:Hallo Erhard, ohne lange zu überlegen, warum das nicht passen sollte......kennst Du diese Balancer. Man kann die Spannung so wählen, dass sie passen...... --> LinkServus Hans
Hallo Hans, danke für diesen Tipp ! Genial: den kann man so bekommen, wie man ihn braucht. Ich kannte nur den sehr ähnlichen von Faktor, da ist er nicht gg. Geld trimmbar und fiel durch meinen Rost weil zu hohe Spannung: Balancing eingeschaltet ab: 3.65 V (+/- 0.05V), Balancing ausgeschaltet 3.50 V (+/- 0.05V) Wäre Aufwand, da ich nicht direkt an die Pole drankomme (die liegen direkt vor der Gehäusewand), und die vorhandene Verkabelung ist möglicherweise zu rachitisch. Nehme das als "Ultima Ratio" in meine Prüfung der Möglichkeiten. Danke und Grüße, Erhard
Hans Kroeger am 19 Dez 2020 01:07:39 Herbstsonne hat geschrieben:Genial: den kann man so bekommen, wie man ihn braucht.
....gibt es auch für 4 Zellen auf einer Platine. Gute Erfahrung mit dem Lieferanten, schnelle Antwort per Email. Servus Hans
MountainBiker am 19 Dez 2020 08:52:24 Hallo, ich habe sehr ähnliche Balancer auf meiner Starterbatterie verbaut:  Meine Erfahrung dazu bisher: - diese Balancer sind sehr genau; - wie im Shop angegeben startet das Balancing unterhalb der angegebenen Spannung und steigt linear rasch an; - Der Bereich der Spannung in dem das Balancieren stattfindet ist sehr limitiert (nach oben); - Beim Nennstrom, (1A, 1,5A oder 2,1A - ich nutze 1A) werden diese sehr heiss, d.h. nicht in einem Plastikgehäuse verbauen!!! - Wenn Du den Typ 3,5V nimmst - dann darf die Ladespannung niemals in der Summe über 14,3V ansteigen (Verlustleistung); Ich habe die 3,6V im Einsatz (dort setzt das Balancieren bei den "unselectierten" ein -> maximale Spannung 14,7V (ich habe ja diese im Einsatz für die Starterbatterie - Temperaturkennlinie der Lima/bei MInus 10 Grad ungefähr).
t440142 am 19 Dez 2020 09:21:10 die sollten auch funktionieren --> Link
rolfk am 19 Dez 2020 13:31:24 Hallo Hans, ich beziehe mich auf diese Post von dir: --> LinkHans Kroeger hat geschrieben: Wie kommt man auf die Idee eine 200 Ah Batterie mit 50 mA auszubalancieren.
Meine Theorie geht wie folgt: für Pedelecs braucht man hochintegrierte BMS Systeme in großer Stückzahl. Man entwickelt obiges System, aber mit der Vorgabe, dass die Drift der Zellen ständig mit kleinen Strömen ausgeglichen wird.
Abgesehen davon, dass das keine Vorgabe, sondern ein Ergebnis ist, ist alles weiter nachfolgende eine der besten Beschreibungen des aktuellen Standes, die ich bisher auf diesem Board gesehen habe. Womit ich nicht einverstanden bin, ist die Grundannahme: Der Strom ist "zu klein". Jede Beschreibung hier bezüglich Balancing beginnt mit "Wenn mal eine grosse Drift auftritt...." WENN.Wer hat denn sowas schonmal gehabt und hier beschrieben? Mir bekannte Fälle: - Einer hatte erst garkein BMS - einer hatte ein defektes Balancerprint - einige hatte schlecht initialisiert Umgekehr verkauft Liontron gerade diese BMS in seinen Akkus. Abgesehen von einzelfällen gibt es anscheinend damit auch keine Probleme. Es ist sogar mehrfach beschrieben, dass nach mehreren Zyklen alle Probleme weg sind. Niemand hat je untersucht, wieviel Balancereinsatz tatsächlich erforderlich ist. MEINE Schlussfolgerung ist: Das Balancing reicht aus. (WENN man ihm genug Zeit gibt.) Meine Grundannahme ist, das Balancing garkeine Sicheheitsfunktion, sondern eine Pflegefunktion ist. Ohne Balancing gehts, ohne OVP nicht. Mit "WENN mal eine Drift auftritt.... " schliesst man meiner meiner Meinug nach im Rahmen eines Vorurteils alle Lösungen aus, die ansonsten phantastische Eigenschaften haben, hinter denen ihr dann mühsam hinterherrent.
Tinduck am 19 Dez 2020 13:53:34 Ja, Balancing ist eine Pflegefunktion, und wenn die versagt, kommt als Sicherheitsfunktion OVP.
Hier werden schon wieder Winston-Zellen-Bausätze und Kaufakkus mit Zellen ohne Y durcheinander geworfen.
Bei den Winstons funktioniert bei vernünftig konfigurierten Balancern der Zellenausgleich ohne Probleme, weil der dafür zur Verfügung stehende Spannungsbereich gross genug und die Balancerströme hoch genug sind (wenn man kein China-BMS einsetzt). Bei den Kaufakkus eben nicht, weil da nur ein paar Minuten und mAh vom Anspringen der Balancer bis zum OVP zur Verfügung stehen, wenn eine Zelle nach oben ausbricht.
Irgendwie passt das ganze Konzept der Fertigakkus nicht, wenn man dauerhaft kein OVP möchte. Mit initialisierten Zellen würde es wahrscheinlich besser laufen, wenn die nicht ab Werk schon zu unterschiedlich sind. Aber das könnte natürlich erklären, warum einige solche Probleme haben und andere nicht. Das sind halt die Pechvögel, bei denen ne Zelle aus einer anderen Charge dazwischen gerutscht ist.
bis denn,
Uwe
rolfk am 19 Dez 2020 14:01:57 Tinduck hat geschrieben:Irgendwie passt das ganze Konzept der Fertigakkus nicht, wenn man dauerhaft kein OVP möchte.
Und warum will man kein OVP? Tinduck hat geschrieben:Mit initialisierten Zellen würde es wahrscheinlich besser laufen, ....
Damit widersprichst du deinem eigenen obigen Zitat. Tinduck hat geschrieben:... wenn die nicht ab Werk schon zu unterschiedlich sind. Aber das könnte natürlich erklären, warum einige solche Probleme haben und andere nicht. Das sind halt die Pechvögel, bei denen ne Zelle aus einer anderen Charge dazwischen gerutscht ist.
Das heisst nichts anderes, als das man mit China BMS eine ordentliche Initialisierung braucht. Dann gehts....
rolfk am 19 Dez 2020 14:18:41 Tinduck hat geschrieben: Bei den Winstons funktioniert bei vernünftig konfigurierten Balancern der Zellenausgleich ohne Probleme, weil der dafür zur Verfügung stehende Spannungsbereich gross genug und die Balancerströme hoch genug sind (wenn man kein China-BMS einsetzt). Bei den Kaufakkus eben nicht, weil da nur ein paar Minuten und mAh vom Anspringen der Balancer bis zum OVP zur Verfügung stehen, wenn eine Zelle nach oben ausbricht.
Der wahre Grund ist also die fehlende CC Kurve im Ladezweig, die ein Überschreiten von der OVP Grenze mit Reserven verhindern/verzögern muss. Und DAS ist auch der wahre Grund für die ausufernden vermeintlichen Bedarfe an Balancerleistung.......
andwein am 19 Dez 2020 14:58:52 lowbattery hat geschrieben:.......und genau so sehen es die chinesischen Batteriebauer offenbar nicht. Stefan
Sie sehen es hat als kombinierte Sicherung von OVP und Kurzschlusssicherung. In meinen Augen sinnvoll bei Geräten, die so einfach über die Theke an Endverbraucher verkauft werden. Bei Stereo Endstufen ist das schan seit 20 Jahren Usus!!!! und dort sind die Ströme wesentlich niedriger. Ist aber nur meine Meinung, Gruß Andreas
deacheapa am 19 Dez 2020 15:24:07 Tinduck hat geschrieben: Bei den Kaufakkus eben nicht, weil da nur ein paar Minuten und mAh vom Anspringen der Balancer bis zum OVP zur Verfügung stehen, wenn eine Zelle nach oben ausbricht.
Wieder so eine Aussage, bei meinen Liontron wird nicht nur Minuten Balanciert, sondern im kompletten Bereich von 13,6-14,4 oder 14,6,V je nachdem wie hoch die Laderegler eingestellt sind, und mehr als 35mV Differenz anliegt. Bordlader und Lima max 14,4V Victron Solar 14.6V. Victron LiFe Voreinstellung verbleibt 2h auf Hauptladung, danach 13,6V, Bordlader EBL mit GEL Einstellung 4h 14,4V, dann 13,8V. Und egal ob nun wegen OVP oder Akku voll das Laden vom BMS beendet wurde, geht das Balancieren permanent von höchster Zellspannung zur niedrigster weiter, wenn eine Differenz von mehr als 35mV vorlag. Bei einer von drei Batterien kam es in den ersten 15Zyklen vermehrt zu OVP, inzwischen Victron auf 14,5V herabgesetzt, und OVP bei dieser ist die Ausnahme. Bei den anderen beiden kein OVP mehr. Verstehe nicht warum hier welche von Sachen schreiben, die sie selber nicht haben und erst recht nicht verstehen. Lange Weile? Rechthaberei in ihrer Batteriewahl? Die oben genannt mit den vermehrten OVP hat übrigens eine kleine Macke, beim Absinken der Spannung von 14,4V auf 13,8V bleibt die Anzeige des BMS auf 14,0V hängen, erst bei Last korrigiert die sich wieder. Hatte bis jetzt aber keinerlei Einschränkung bei der Nutzung. Werde das wenn sich die Coronalage mal entschärft hat bei meinem Händler ansprechen, und gegebenen Falls BMS Tauschen/Tauschen lassen, je nach dem was denen besser gefällt vom Aufwand.
Tinduck am 19 Dez 2020 16:26:36 Halt mal den Ball flach, Kollege.
Ich hab von Zellspannungen geredet. Vor dem Hintergrund denk nochmal drüber nach. Wen interessiert die Gesamtspannung? UVP/OVP und deren verfrühtes Eintreten basiert auf den Einzelspannungen der Zellen, was den Blick des BMS nach innen betrifft.
bis denn,
Uwe
matties am 19 Dez 2020 17:07:16 Und egal ob nun wegen OVP oder Akku voll das Laden vom BMS beendet wurde, geht das Balancieren permanent von höchster Zellspannung zur niedrigster weiter, wenn eine Differenz von mehr als 35mV vorlag.
Hallo das ist ein weit verbreiteter Irrtum! Wenn der Ladestrom durch OVP unterbrochen wird, stoppt auch das balancieren. Der Prozess nennt sich charge balancing. Glaub mir ich kenne meinen Akku sehr gut und erst recht das Bms von Jbd. mit allen Einstellmöglichkeiten. Mich würde mal interessieren wer so eine Aussage verbreitet.
LG Wolfgang
rolfk am 19 Dez 2020 18:23:35 Tinduck hat geschrieben:Halt mal den Ball flach, Kollege.
und immer schön höflich bleiben.... denn deiner Ausssage stimme ich auch nicht zu.
Hans Kroeger am 19 Dez 2020 18:54:26 Tinduck hat geschrieben:Hier werden schon wieder Winston-Zellen-Bausätze und Kaufakkus mit Zellen ohne Y durcheinander geworfen.
Ich verstehe nicht warum die Winston mit Y hier eine Sonderstellung einnehmen sollen. Ich kenne die "blauen" Zellen zwar nicht. Aber ich gehe davon aus, dass diese Zellen, die in Fertigakkus verbaut sind, die LiFePO4 Grundeigenschaften mit den Winston teilen. Will sagen, man könnte auch Winston Zellen im Fertigakku verwenden und genauso betreiben, wie die "blauen" Zellen. De blauen Zellen wiederum könnte man an eines der in den Bausätzen verkauften BMS hängen und so wie Winston Zellen betreiben. Oder steckt da ein Fehler in meiner Annahme? Irgendwie passt das ganze Konzept der Fertigakkus nicht, wenn man dauerhaft kein OVP möchte.
Ich würde nicht ständig von OVP sprechen, wenn das BMS der Fertigbatterie bei 3,6 Volt den Ladevorgang unterbricht. Das ist eine charge cut off Spannung. Da übernimmt doch einfach das BMS die Rolle eines Ladereglers. Genau so wie bei den einfachen Ladereglern der Solaranlagen. Das Solarpanel ist quasi im CC mode, der Laderegler beobachtet die Spannung der Batterie und schaltet den Strom aus wenn 14,4 V erreicht sind, und wieder ein bei 13,9 V. Das BMS macht nichts anderes, in dem es die Spannung an den Zellen überwacht und bei Erreichen der cut off Spannung von 3,6 V an einer Zelle den Ladestrom abschaltet. Somit sieht keine der Zellen je eine größere Spannung als diese cut off Spannung, auch dann nicht, wenn man eine Ladeendspannung von 14,8 V einstellen würde. Erst im Fehlerfall könnte die Zellenspannung "OV" Werte Sehen. Das P (für Protection) habe ich weggelassen, weil eine entsprechende Schutzvorrichtung nicht vorgesehen ist. Aus dem bisher gesagten zum Thema Balancing habe ich gelernt, dass bei den Fertigakkus ein Prinzip angewandt wird, dass mit kleinen Strömen auskommt. Dabei vergleicht man "ständig" die Zellspannungen und füttert hungrigere Zellen mit Strom aus den satten Zellen, so lange die Zellspannungen mehr als beispielsweise 50 mV auseinander liegen. Da dies auch im mittleren SOC Bereich geschieht läuft dieser Balancing Prozess über lange Zeiträume, weshalb kleine Ströme dafür ausreichen. Wie schon oben erwähnt, eignen sich aber die LiFePO4 Zellen dafür weniger, als Liion Zellen. Beispiel: Eine 50 % geladene Liion Zelle hat beispielsweise 3,55 V, ihre 40% geladene Schwester hat 3,49 Volt. Das BMS sieht 60 mV Differenz und erkennt dass es mit seinem Balancerstrom ausgleichen muss. Eine 50 % geladene LiFePO4 Zelle hat beispielsweise 3,35 V, ihre 40 % geladene Schwester hat 3,34 Volt. Das BMS sieht nur 10 mV Differenz und greift nicht ein. Erst bei größeren Spannungsunterschiden zwischen den Zellen wird der Balancer aktiv. Diese treten aber bei LiFePO4 Zellen erst auf, wenn die Zellen fast voll geladen sind. Eine gute Ladestrategie sorgt aber dafür, dass die Zellen nur kurze Zeit sich in diesem Ladezusatnd befinden, was wiederum bedeutet, dass auch der niedrige Balancerstrom wenig Zeit hat zu wirken. Es ist offensichtlich, dass sich LiFePO4 Zellen für dieses System des Balancing wenig eignen. Wenn es nun tatsächlich bei vielen LiFePO4 Fertigakkus keine Probleme zu geben scheint, dann würde ich unterstellen, dass bei funktionierenden Akkus die Zellen wenig driften. Dss ist aber wieder ein eigenes Thema. Servus Hans
deacheapa am 19 Dez 2020 19:08:12 matties hat geschrieben:Hallo das ist ein weit verbreiteter Irrtum! Wenn der Ladestrom durch OVP unterbrochen wird, stoppt auch das balancieren. Der Prozess nennt sich charge balancing. Glaub mir ich kenne meinen Akku sehr gut und erst recht das Bms von Jbd. mit allen Einstellmöglichkeiten. Mich würde mal interessieren wer so eine Aussage verbreitet. LG Wolfgang
Weil man das mit der Hersteller App live mitverfolgen kann. Da wird Dir die Zelle und deren Spannung angezeigt die ausgelöst hat. und von welcher Zelle zu welcher gerade Ladung geschoben wird (blinken). Im JBD BMS gibt es verschiedene Balancieren Einstellungen, und auch zwei unterschiedliche Ports (Anschlüsse) dafür. Und ich rede hier von original von Liontron verkaufte und eingestellte (programmierte BMS) Batterien, Produktion 03/2020 Tinduck, hast du einen solchen Akku? ansonsten .......
rolfk am 19 Dez 2020 19:34:05 Hans Kroeger hat geschrieben:Aus dem bisher gesagten zum Thema Balancing habe ich gelernt, dass bei den Fertigakkus ein Prinzip angewandt wird, dass mit kleinen Strömen auskommt.
Ich würde sagen: in (manchen) Fertigakkus werden BMS angewandt, die für kleinere Akkus gemacht wurden. Hans Kroeger hat geschrieben:Erst bei größeren Spannungsunterschiden zwischen den Zellen wird der Balancer aktiv. Diese treten aber bei LiFePO4 Zellen erst auf, wenn die Zellen fast voll geladen sind.
Vollkommen richtig. Hans Kroeger hat geschrieben:Eine gute Ladestrategie sorgt aber dafür, dass die Zellen nur kurze Zeit sich in diesem Ladezusatnd befinden, was wiederum bedeutet, dass auch der niedrige Balancerstrom wenig Zeit hat zu wirken.
Es ist eine falsche Ladestrategie. :D Hans Kroeger hat geschrieben:Es ist offensichtlich, dass sich LiFePO4 Zellen für dieses System des Balancing wenig eignen.
LiFePo4 eigenet sich für keine Balancerstrategie... Hans Kroeger hat geschrieben: Wenn es nun tatsächlich bei vielen LiFePO4 Fertigakkus keine Probleme zu geben scheint, dann würde ich unterstellen, dass bei funktionierenden Akkus die Zellen wenig driften.
Genauso ist das. Die LiFePo4 driften kaum...
deacheapa am 19 Dez 2020 19:38:42 Hier mal ein Auszug aus der Fehlerbehebung - Code: --> Link
Warum funktioniert die Balance-Funktion nicht? Bitte überprüfen Sie mit Ihrer Einstellung, ob Sie die Funktion "Balance of Static Balance of Charge Balance" eingestellt haben. Für den Ladungsausgleich kann dies nur unter solchen Bedingungen funktionieren: Während des Ladevorgangs hat die Zellenspannung die von Ihnen eingestellte Ausgleichsstartspannung erreicht und der Spannungsdifferenzwert der höchsten und niedrigsten Spannung den von Ihnen eingestellten Wert erreicht Für statische Waage: Die Waage funktioniert, wenn kein Ladestrom vorhanden ist und die Zellenspannung den von Ihnen eingestellten Wert erreicht hat. Auch die Spannungsdifferenz mit der höchsten und niedrigsten Zelle sollte den von Ihnen eingestellten Wert erreichen.
Herbstsonne am 19 Dez 2020 20:50:46 Hans Kroeger hat geschrieben:... Aus dem bisher gesagten zum Thema Balancing habe ich gelernt, dass bei den Fertigakkus ein Prinzip angewandt wird, dass mit kleinen Strömen auskommt. Dabei vergleicht man "ständig" die Zellspannungen und füttert hungrigere Zellen mit Strom aus den satten Zellen, so lange die Zellspannungen mehr als beispielsweise 50 mV auseinander liegen. Da dies auch im mittleren SOC Bereich geschieht läuft dieser Balancing Prozess über lange Zeiträume, weshalb kleine Ströme dafür ausreichen. Wie schon oben erwähnt, eignen sich aber die LiFePO4 Zellen dafür weniger, als Liion Zellen. ... Servus Hans
Hallo zusammen, da wir hier in einem Robur-Thread sind, bitte ich darum zu unterscheiden, wenn es bei anderen Fabrikaten anders ist (ist ja hochinteressant wie die anderen das lösen und wie die Erfahrungen damit sind) ! Also nochmal: Der Robur hat nach Aussagen seines Herstellers ein passives (Micro-) Balancing mit 50mV, dieses setzt ab 13,4V Akku-Spannung ein. Bei Liontron scheint das anders bzw. ganz anders zu sein: deacheapa hat geschrieben:... Da wird Dir die Zelle und deren Spannung angezeigt die ausgelöst hat. und von welcher Zelle zu welcher gerade Ladung geschoben wird (blinken). Im JBD BMS gibt es verschiedene Balancieren Einstellungen, und auch zwei unterschiedliche Ports (Anschlüsse) dafür.
Und ich rede hier von original von Liontron ...
Also arbeitet Liontron mit einem aktiven Balancerchen - habe ich verstanden, der über Spannung und Zellspannungsdifferenz getrickert ist. .. das mit den 2 Ports verstehe ich noch nicht !? SusanneHo hat geschrieben:Das (JBD -) BMS mit Heizungsanschluss habe ich schon, ... Wenn die blauen Becher mehr Ausgleich brauchen sollten..., werde ich einfach das aktive Balancieren von den Parametern her noch etwas weiter runter setzen, das BMS bietet so wieso zwei arten Balancing an aktiv und statisch, muß mal sehen was dann für die blauen besser passt.
Also, SusanneHo hatte geschrieben, daß JDB aktiv und statisch (das wird passiv sein ?) anbietet. Frage an die JBD-Szezialisten:- aktiviert Liontron wirklich nur den aktivenen Balancer ? - gäbe es mit dem JBD grundsätzlich auch die Möglichkeit, beide zu aktivieren ? Also den passiven als Standard im Sinne: "passt zu LiFepo4" und zusätzlich den aktiven, der als "Polizei" eingreift wenn der passive es nicht mehr geschafft hat z.B. unter 35mV zu bleiben. Diese Strategie hätte den Vorteil, daß der aktive nicht ständig sinnlos Ladung hin und herschiebt. Danke für Rückmeldung, Grüße, Erhard
Hans Kroeger am 19 Dez 2020 20:55:17 rolfk hat geschrieben:Es ist eine falsche Ladestrategie. :D
und dann rolfk hat geschrieben:LiFePo4 eigenet sich für keine Balancerstrategie...
Hallo Rolf, vielleicht hast Du das schon mal weiter oben erklärt und ich habe es übersehen. Jedenfalls wäre es nett von Dir, wenn Du da noch eine Zeile dazu schreiben würdest, ich bin gespannt. Servus Hans
matties am 19 Dez 2020 21:16:29 An dem jbd bms gibt es 3 Möglichkeiten den balancer einzustellen. Balancing an oder aus, das bedeutet balancing halt ganz abzuschalten. Dann charge balancing das beginnt je nach Einstellung im mittleren bis oberen Spannungsbereich ca. 3.35- 3,4V. So ist es ab Werk eingestellt. Ab da entstehen auch erst die Spannungs differenzen. Schaltest du charge balance aus, so bist du automatisch im static balance Betrieb. Beides zusammen geht nicht.
LG. Wolfgang
Herbstsonne am 19 Dez 2020 23:59:55 matties hat geschrieben:An dem jbd bms gibt es 3 Möglichkeiten den balancer einzustellen. Balancing an oder aus, das bedeutet balancing halt ganz abzuschalten. ... Schaltest du charge balance aus, so bist du automatisch im static balance Betrieb. Beides zusammen geht nicht.
LG. Wolfgang
Hallo Wolfgang, danke - jetzt hab ich´s grob kapiert. Wieviel mA hat der passive/static Balancer ? Wie ist die Ansteuer-Logik ? Arbeitet er auch noch wenn keine oder ganz wenig Ladung anliegt ? Grüße, Erhard
matties am 20 Dez 2020 15:17:17 Hallo Erhard! Jbd gibt einen Balancerstrom von 50-60 mA an. Das hat bei meinem Akku nicht ausgereicht und nette Kollegen hier im Forum haben mir einen zusätzlichen Balancer für ca. 8€ empfohlen. Ein Steckanschluß ist auf der Platine schon vorhanden. Jetzt funktioniert alles.
LG Wolfgang
rolfk am 20 Dez 2020 20:59:34 Hans Kroeger hat geschrieben:Hallo Rolf, vielleicht hast Du das schon mal weiter oben erklärt und ich habe es übersehen. Jedenfalls wäre es nett von Dir, wenn Du da noch eine Zeile dazu schreiben würdest, ich bin gespannt. Servus Hans
Balancing erfüllt die Aufgabe, den SOC gleich zu machen, bei voll, leer oder dazwischen. Das ganze kannst du formal als Regelkreis ansehen : du brauchst eine Regelgröße. Das ist natürlich der SOC, und den messen wir mit der Zellenspannung.... Dazu wäre es gut, wenn der Durchgriff des SOC in die Spannung, das dU/dSOC, zielich groß wäre.... Und jetzt schau dir bitte Entladekurven von LiFePo an. Glatt wie ein Tafelberg, mit Ausnahme des kleinen Schnippi bei 100 %, der kaum 1% des Entladebereichses abdeckt. Und im Vergleich dazu LiIon. Ich denke, damit weisst du Bescheid :D .
Joachim260 am 20 Dez 2020 21:50:27 Hallo
vielleicht könnte ein Admin mal diese Balancing- / OVP-Abschaltungsdiskussion aus diesem Beitrag heraustrennen. Die ganze Diskussion hier hat mit dem eigentlichen Thema schon lange nichts mehr zu tun.
Gruß Joachim
Hans Kroeger am 20 Dez 2020 22:10:55 Joachim260 hat geschrieben:.... Die ganze Diskussion hier hat mit dem eigentlichen Thema schon lange nichts mehr zu tun. Gruß Joachim
Hallo Joachim, ich würde an Deiner Stelle erst mal in die Runde fragen, was andere dazu meinen, bevor Du nach dem Moderator rufst, um das hier abzuwürgen. Wenn die Mehrheit der gleichen Meinung ist, dann wäre das natürlich ok. Ich mache jetzt erst mal Pause, weil ich das Interesse der Mitleser vielleicht einfach überschätzt habe. Das passiert, wenn man so tief in einem Thema steckt. Ja, das ist absolut ok, solange der Ton positiv bleibt. Servus Hans
ulfertg am 20 Dez 2020 22:16:33 Joachim260 hat geschrieben:vielleicht könnte ein Admin mal diese Balancing- / OVP-Abschaltungsdiskussion aus diesem Beitrag heraustrennen.
Das fände ich extrem bedauerlich. Themen entwickeln sich und die Kommunikation hier ist nach meinem Empfinden zum allergrößten Teil sehr produktiv.
Herbstsonne am 21 Dez 2020 01:20:19 Joachim260 hat geschrieben:vielleicht könnte ein Admin mal diese Balancing- / OVP-Abschaltungsdiskussion aus diesem Beitrag heraustrennen. Die ganze Diskussion hier hat mit dem eigentlichen Thema schon lange nichts mehr zu tun.
Einspruch ! Also ich fände das sehr schade, man muß Themen auch mal bis auf den Grund gehen. Leider sind wir da noch nicht - aber schon ganz gut ! Es ist halt nun mal so, daß die aktuelle Robur-Generation hier ein Thema hat, von dem keiner weiß, ob die getroffenen Maßnahmen jetzt ausreichen. Mein Akku sitzt nur "auf Bewährung" wieder im Womo. Ich habe als Robur-Kunde Interesse daran, daß das final gelöst wird - von wem ist mir egal. Also, bitte dranbleiben, Grüße, Erhard
matties am 21 Dez 2020 05:20:05 Hallo! Auch ich finde dieses Thema Spannend und sage weitermachen!
LGWolfgang
rolfk am 21 Dez 2020 09:11:07 Ich kann gerne beitragen, warum dieser technische Aspekt gerade für Fertigakkus interessant sein kann. Die Vorposter baben richtig bemerkt, dass es zwei Betriebsarten des Balancing gibt: "Charge" und "Static". Keiner hat sich darüber geäußert, welcher in den Akkus normalerweise eingeschaltet ist. Ich glaube es ist "Charge".
Und Imho wäre für viele "static" günstiger. Nicht nur für Robur, auch für die anderen.
Aber dafür bitte ich jetzt auch einen Mod zu entscheiden, ob die weiterere Diskussion darüber ausgelagert werden sollte.
Hans Kroeger am 21 Dez 2020 09:57:49 rolfk hat geschrieben:Aber dafür bitte ich jetzt auch einen Mod zu entscheiden, ob die weiterere Diskussion darüber ausgelagert werden sollte.
Bisher steht es 4 : 1 für weitermachen. Ich warte mal noch etwas, wenn das so bleibt, mache ich weiter mit meiner Antwort an Rolf.
rolfk am 21 Dez 2020 10:14:08 Weitermachen steht ausser Frage. Meine Frage geht ja dahin, ob man das BMS Einstellungsthema, das ich angedeutet habe, das ja allgemein, nicht nur für Robur gilt, tatsächlich auslagern sollte. Was ich bald auch tun werde,vwenn keine Rückmeldung kommt.
Rotti am 21 Dez 2020 10:49:40 Hallo Freunde!
Irgendwie bekomme ich da als Leie einen Respekt mir eine Lifepo4 einzubauen, wenn man das hier liest. Was heisst das eigentlich, sollte man Robur Lifepo4 Akku nicht kaufen weil das mit dem Balancing nicht stimmt oder nicht richtig geht? Was ich auch nicht verstehe, warum nimmt Robur als Verkäufer hier nicht Stellung ? Wünsche allen einen schönen Wochenstart und Gesund bleiben!
rolfk am 21 Dez 2020 11:19:23 Rotti hat geschrieben:Hallo Freunde!
Irgendwie bekomme ich da als Leie einen Respekt mir eine Lifepo4 einzubauen, wenn man das hier liest.
Was heisst das eigentlich, sollte man Robur Lifepo4 Akku nicht kaufen ......
Dem möchte ich hart entgegentreten. Wir diskutieren hier über technische Feinheiten, die Einzefällen als kleine Betriebsstörungen ärgerlich sind. Nicht weil sie schälich sind, sondern um die technische Hintergründe zu verstehen. Rotti hat geschrieben:......weil das mit dem Balancing nicht stimmt oder nicht richtig geht?
Ich sage, es geht im Normalfall richtig. Rotti hat geschrieben:Was ich auch nicht verstehe, warum nimmt Robur als Verkäufer hier nicht Stellung ?
Vielleicht weil es Robur lieber ist, den Kunden selber im Einzelfall richtigen Service zu machen ? Die "Spezialisten" hier sind sich nicht mal ganz einig....
ulfertg am 21 Dez 2020 11:29:00 rolfk hat geschrieben:Die "Spezialisten" hier sind sich nicht mal ganz einig....
Das liegt ja in der Natur der Sache - wir sind in einem Diskussions-Forum, wenn alle der gleichen Meinung wären, gäbe es nichts zu diskutieren. Und das ist (für mich) auch der eigentlich Mehrwert an einem Forum, nämlich andere Meinungen zu lesen und zu diskutieren. Das klappt (für mich) am Besten, wenn es freundlich und respektvoll geschieht. Manche mögen dazu eine andere Einstellung haben :wink: Und dann gibt es scheinbar auch User, die eine qualifizierte Beratung erwarten - ich fürchte, das ist in einem Forum immer schwierig. Da sollte vielleicht eher ein guter Händler angesprochen werden.
ulfertg am 21 Dez 2020 11:46:14 Nochmal zum Thema 2020er Robur Akku und Balancing: Ich habe in den letzten Tagen eine Platine der zweiten Version (Mikro-Balancing soll laut Händler aktiv sein, OVP erfolgt bei 3,63V) in einem 105Ah Robur Akku getestet. Da konnte ich keine Anzeichen für ein Balancing feststellen, also weder eine Erwärmung des BMS-Chip, in dem der 50mA Strom in Wärme umgesetzt werden sollte, noch eine Angleichung der Spannung bei Laden mit geringem Strom von 50mA über mehre Tage. Im Gegenteil - ab einem gewissen Spannungsniveau driften die Zellen bei geringem Strom weiter auseinander (das habe ich bereits vor einige Wochen beschrieben und auch ein Diagramm mit dem Spannungsverlauf der Zellen hier in diesem Thread gepostet). Da das in meinen Augen noch nicht ausreicht, um hinreichend sicher behaupten zu können, dass das BMS nicht Balanced und es gar nicht so einfach scheint, zu beweisen, dass etwas nicht funktioniert, wenn gar nicht sicher bekannt ist, unter welchen Bedingungen es auftreten soll (und damit nicht gezielt danach gesucht werden kann), versuche ich gerade einen umgekehrten Ansatz: Ich habe die Zellen von dem BMS getrennt und einen BG-8S von ISDT angeschlossen. Dieser Batteriemonitor stellt ein manuell aktivierbares, 50mA Balancing bereit. Gleichzeitig hängt der Akkupack an einen Labornetzteil, welches auf eine max Spannung von 14,V und einen max Strom von 50mA eingestellt ist. Nach ca. 12 Stunden mit diesem Setup haben die Zellen immer noch ein Delta von ca. 250mV, allerdings zeichnet sich eine langsame Annäherung ab. Ich werde das noch einige Zeit weiter laufen lassen und dann wieder berichten.
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