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Einbauten im Wohnmobil erlischt der Versicherungsschutz? 1, 2, 3


WomoToureu am 06 Feb 2023 01:34:05

Irmie hat geschrieben:ich frage mich, ob die Störungen im Rundfunk oder TV gefährlich sind? Denn darum geht es bei der Elektromagnetische Verträglichkeit.....Auch kein Camper wird deshalb tot umfallen!


Wenn Du schon keine Ahnung hast, wäre es gut die Finger still zu halten. So könnte der fiktive Camper einen aktiven Herzschrittmacher haben, der durch elektrische bzw. magnetische Störungen eine Fehlfunktion hat.
Kannst Du z.B. hier nachlesen --> Link

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rkopka am 06 Feb 2023 01:41:50

WomoToureu hat geschrieben:So könnte der fiktive Camper einen aktiven Herzschrittmacher haben, der durch elektrische bzw. magnetische Störungen eine Fehlfunktion hat.
Kannst Du z.B. hier nachlesen --> Link

Wenn man das liest, ist aber im Womo das Handy noch das gefährlichste anzunehmende. Alles, was sonst noch gefährlich sein könnte, findet man eher in einer Firmenhalle mit massiven Maschinen. Ist also etwas weit hergeholt. Außerdem muß derjenige schon sehr nah dran sein. D.h. praktisch auf einem WR mit 2kW direkt draufliegen mit wenigen cm Abstand.

RK

dietmardd am 06 Feb 2023 01:43:06

Ich habe mir mal die Mühe gemacht, die ECE R10 zumindest oberflächlich zu überlesen.

Bei Anwendungsbereich steht da (Zitat):

"1.3. Sie erfasst:
a) Anforderungen bezüglich der Störfestigkeit gegen gestrahlte und leitungsgeführte Störungen bei Funktionen im Zusammenhang mit der unmittelbaren Kontrolle über das Fahrzeug, mit dem Schutz des Fahrers, der Fahrgäste und anderer Verkehrsteilnehmer und mit Störungen, die den Fahrer oder andere Verkehrsteilnehmer verwirren könnten, im Zusammenhang mit der Funktionalität des Fahrzeugdatenbusses und im Zusammenhang mit Störungen, die sich auf die vorgeschriebenen Daten des Fahrzeugs auswirken würden;

b) Anforderungen bezüglich der Kontrolle ungewollter gestrahlter und leitungsgeführter Emissionen zum Schutz des Verwendungszwecks elektrischer oder elektronischer Ausrüstungen im eigenen oder benachbarten Fahrzeugen oder in deren Nähe und der Kontrolle von Störungen durch Zubehör, das nachträglich in das Fahrzeug eingebaut worden sein kann;"

Zunächst einmal zum Beispiel Blei-Batterie: Eine Bleibatterie strahlt keine elektromagnetische Strahlung (Funk) ab und kann auch nicht durch elektromagnetische Strahlung (Funk) in ihrer Funktion beeinträchtigt werden. Daher benötigt eine Blei-Batterie auch kein Zertifikat nach ECE R10.

Wie ist das mit einer LiFePO4-Batterie?

Eine LiFePO4-Batterie, zumindest die Zellen, strahlt auch keine Funksignale ab. Anders ist das beim BMS, wenn dieses Blue Tooth hat. Das Blue Tooth ist ein Funksender, der gemäß Punkt 1.3. a) zu Störungen bei anderen Verkehrsteilnehmern führen kann. Ein Forumsfreund hat berichtet, dass er auf einem Camping oder Stellplatz mit dem Blue Tooth des BMS seiner Batterie plötzlich Kontakt zu 5 weiteren Batterien in Nachbar-Womos hatte.

Rein formell könnte man das so auslegen, dass eine LiFePO4-Batterie ein Zertifikat haben müsste, wenn die Batterie über Blue Tooth verfügt, vor allem, wenn das Blue Tooth nicht passwortgeschützt ist. LiFePO4-Batterien ohne Blue Tooth fallen dagegen nicht in den Anwendungsbereich der ECE R10, da diese keine Funksignale abstrahlen und auch nicht durch Funksignale gestört werden können.

Nun gibt es bei jeder Vorschrift einen Interpretationsspielraum. Dabei kommt es nicht darauf an, wie wir die Sache interpretieren, sondern wie der TÜV/Dekra bzw. das Kraftfahrtbundesamt das sehen. Dort habe ich nicht gefragt, um keine schlafenden Hunde zu wecken.

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Tinduck am 06 Feb 2023 08:16:21

Bei dieser Norm geht es nicht darum, ob du auf dem Stellplatz 5 andere LiFePOs siehst oder nicht, sondern darum:

- Kann die Funktion des betrachteten Geräts von einer extern einwirkenden Störstrahlung gestört werden?

=> mag sein, dass das der Fall ist, interessiert aber im Rahmen der Norm nicht, da die Funktion des BT-Moduls in einer Aufbaubatterie für den Fahrbetrieb des Fahrzeugs irrelevant ist.

- Kann das Gerät selber Störstrahlung verursachen, die andere Geräte stört?

=> sollte bei einem normgerechten BT-Modul nicht passieren.

Da gehts um EMV-Festigkeit.

Und da die gängigen BMS auch innerhalb der EU mit CE-Zeichen verkauft werden, muss man wohl erstmal glauben, dass die BT-Module bzgl. Störstrahlung OK sind - wie jedes andere BT-Gerät auch (Freisprechanlagen, Handies…).

Man kann viel an den Haaren herbeiziehen, ist aber dann nicht unbedingt relevant.

bis denn,

Uwe

pwglobe am 06 Feb 2023 08:43:10

Hallo, ich habe mich am Wochenende mit meinem Versicherungsvertreter zusammengesetzt um zumindest zu klären wie es mit dem Versicherungsschutz aussieht.
1. Haftpflicht, diese zahlt auch wenn man selbst gebastelt hat, nur sehr wenige Ausnahmen, dazu gehören nicht Umbauten im Wohnbereich.
2. Vollkasko, hier wird es knifflig, ist der Umbau unsachgemäß oder mit nicht für den Einbau in KFZ vorgesehen Teilen erfolgt und ursächlich für den Schaden gibt es kein Geld.
Beispiele für unsachgemäße Umbauten:
Falscher Kabelquerschnitt oder ungeeignete Kabel
Ungeeignete Befestigungen
Nicht rütteltest Verbindungen oder Stecker ohne Verriegelung.
Beispiele für unzulässige Bauteile
Kein CE Kennzeichen
Entspricht nicht der EMV Richtlinie
nicht zugelassen in der EU
Brandschutzklasse

Die Versicherung wird immer einen Gutachter beauftragen, da es bei den Versicherung bekanntest ist, dass an Freizeitfahrzeugen viel gebastelt wird.

Mit einem Gutachter haben wir telefoniert.
Der Einbau von Haushaltsgeräten ist schon tw. kritisch, da diese nicht Rüttelfest sind, aber in der Regel geht von diesen keine Gefahr aus.
Für LiFePo4 liegen noch keine Erfahrungswerte vor, er sieht hier das Risiko bei billigen BMS und schlechten Kontakten.
Die meisten Brände in Fahrzeugen sind auf mangelhafte Kontakte in der 12V Installation zurückzuführen, da Laien hier das basteln als ungefährlich ansehen.
Bei Fach- und Sachgerechter Ausführung kann man auch selbst Arbeiten durchführen oder eine LiFePo4 Batterie bauen, aber für einen Laien ist schwer nachweisbar, dass er die Fach- und Sachkenntnisse hat.
Mit dem Nachweis der Sach- und Fachkenntnisse habe ich es durch Ausbildung und Studium etwas einfacher.

Mein Fazit bis jetzt:
Wenn man es richtig macht muss man nicht auf überteuerte Produkte und Fachwerkstätten zurückgreifen.
Bleibe aber an dem Thema noch dran.

fschuen am 06 Feb 2023 09:45:11

Irmie hat geschrieben:Die berechtigte Frage ist, wer ist denn der zuständige Fachmann / Fachfrau?


Wenn man sich vom Gedanken der Typenzulassung löst, die für die Fahrzeughersteller relevant ist, und auf die Betriebserlaubnis schaut, die für das einzelne Fahrzeug gilt, dann wird man feststellen: auch Änderungen, die zu einem Erlöschen der Betriebserlaubnis führen, sind in Ordnung, wenn sie positiv begutachtet und eingetragen werden. Der zuständige Fachmensch ist somit ein/e Gutachter/in in einer Organisation, die man halbrichtig unter "TÜV" subsummiert. Man kann also einen solchen Fachmenschen mal zwanglos um die Eintragung einer anderen Batterie in die Fahrzeugpapiere bitten. Bei Kompetenz des Fachmenschen würde ich mit Gelächter rechnen, welches aber in Sorge um den geistigen Zustand des Antragstellenden übergeht, sobald klar wird, dass es sich um die Aufbaubatterie handelt.

Ein kleines Trostpflaster für die Fangemeinde industrieller Massenware: der Weg der Herstellerhaftung bleibt den Selberbauern verwehrt. Dafür muss man aber einen schadensursächlichen Fehler des Herstellers nachweisen, das wird nicht ganz einfach.

Gruss Manfred

hampshire am 06 Feb 2023 10:20:01

Da die Betriebserlaubnis auch dann erlöschen kann, wenn das "Gefährdungspotenzial" eines Fahrzeugs "erhöht" wird ist es in einem Streitfall zu klären welche Arbeiten an den Einbauten im Womo im Zweifel dazu gehören. Wir können hier so viel diskutieren wie wir wollen - wenn es um Versicherungsschutz, Bußgeld oder irgendwelche anderen Konsequenzen aufgrund der Vermutung des Erlöschens der Betriebsgenehmigung aufgrund von Einbauten geht ist der Ärger da. Egal wie es dann ausgeht.
Wer sein Wohnmobil in erster Linie dazu nutzen möchte eine gute Zeit zu haben und sich dem täglichen Ärger entziehen will könnte den gedanken charmant finden sich gerade hier weniger auf Spitzfindigkeiten einzulassen um ein paar Euro zu sparen oder ein Detail zu "optimieren".
Allein die Diskussion inklusive teilweise gewisser Schärfe und Bewertungen zeigt ja, dass das ein potenzielles Streßthema ist.

fschuen am 06 Feb 2023 10:49:29

Ein Stressthema ist das ja vor allem, weil mit sachlich falschen und aus der Luft gegriffenen Behauptungen gearbeitet wird, um Aufmerksamkeit zu bekommen und Klickzahlen zu erhöhen. Machst du ja auch:

hampshire hat geschrieben:Da die Betriebserlaubnis auch dann erlöschen kann, wenn das "Gefährdungspotenzial" eines Fahrzeugs "erhöht" wird ...


Das steht wo? Die Betriebserlaubnis erlischt bei einer Veränderung, bei der eine Gefährdung zu erwarten ist. Das ist ein himmelweiter Unterschied. Das Gefährdungspotential erhöhe ich schon beim Füllen der Besteckschublade. Du vielleicht nicht, weil du nur bauartgeprüfte Originial-Hymer-Gummilöffel nimmst, aber ich bastel halt wild und frei. Man sollte vorher natürlich drüber nachdenken, aber das gilt auch für das Schreiben von Beiträgen in Foren.

Gruss Manfred

andwein am 06 Feb 2023 11:24:26

Irmie hat geschrieben:"BOWO"Relevant ist die Norm UN ECE R10 Elektromagnetische Verträglichkeit von Kraftfahrzeugen und die CE-Norm.
ich frage mich, ob die Störungen im Rundfunk oder TV gefährlich sind? Denn darum geht es bei der Elektromagnetische Verträglichkeit.

Na ja, das ganze Fahrzeug wird heute mit Datenströmen gesteuert und die laufen über den CAN Bus. Ein zweiadige Leitung, meist nicht einmal verdrillt. Die ist Einstrahlungsempfindlich und deshalb die ECE R10.
Gruß Andreas

hampshire am 06 Feb 2023 11:31:09

fschuen hat geschrieben:Das steht wo? Die Betriebserlaubnis erlischt bei einer Veränderung, bei der eine Gefährdung zu erwarten ist. Das ist ein himmelweiter Unterschied.

Das steht u.A. hier --> Link. Die Quelle magst Du für valide erklären oder eben auch nicht oder mit Deiner Quelle widerlegen.
Die Formulierungen sind unterschiedlich, da hast Du recht. Zum Attribut "himmelweit" haben wir möglicherweise unterschiedliche Vorstellungen. Beide Formulierungen haben eine Gemeinsamkeit: Sie sind in einem strittigen Einzelfall interpretierungsbedürftig, da nicht ausreichend differenziert. Darin sehe ich keinen Mangel.

Die Frage im Thread ist, ob im Wohnmobil durch Einbauten der Versicherungsschutz erlöschen kann. Das kann er. Und darüber streiten kann man auch - unabhängig davon wie es dann ausgeht. So weit die Faktenlage.
Auf so einen Streit würde ich es nicht anlegen wenn es um die Elektro- oder Gasinstallation geht und das Risiko von Umbauten in diesem Bereich durch Maßnahmen minimieren (Fachwerkstatt, Verzicht, technische Alternativen eruieren...). Das ist eine persönliche Meinung mit Empfehlungscharakter an diejenigen, die das Leben gerne etwas entspannter angehen. An dieser Stelle geht es nicht mehr um "richtig" oder "falsch", sondern wertfrei um Handlungspräferenz in einer faktisch unklaren Situation.

pwglobe am 06 Feb 2023 11:39:33

fschuen hat geschrieben:aber ich bastel halt wild und frei. Man sollte vorher natürlich drüber nachdenken,


Hallo, man sollte wirklich zwischen gebastelten und fachgerechten Umbauten unterscheiden.
Eine fachgerecht montierte Solaranlage ist absolut kein Problem, wenn jemand die Module mit Prittstift Kleber befestigt dann kommt es schon zu Problemen. :wink:
Beim Wohnmobil Selbstbau kann man vieles umgehen wenn der Aufbau Ladung ist, mache ich z.B. so beim Kofferaufbau für meinen Unimog, die Kabine ist als Wechselaufbau eingetragen.
Nachteil ist kein SoKFZ Wohnmobil.
Aber auch hier gilt es fachgerechte Ausführung der Arbeiten.
Wer einen 3000Watt Victron Wechselrichter einbaut und mit 2,5mm² Kabel auf der Primärseite anschließt verliert definitiv seinen Versicherungsschutz, wer dies mit 70mm² Kabel und entsprechender Absicherung und Kabellänge macht behält den Versicherungsschutz.
Wer einen China Wechselrichte ohne CE und VDE einbaut und dieser ursächlich für einen Brand ist verliert ebenso den Versicherungsschutz.

pwglobe am 06 Feb 2023 11:48:37

hampshire hat geschrieben:Die Frage im Thread ist, ob im Wohnmobil durch Einbauten der Versicherungsschutz erlöschen kann. Das kann er. Und darüber streiten kann man auch - unabhängig davon wie es dann ausgeht. So weit die Faktenlage.

Hallo, genau darum geht es, erlischt der Versicherungsschutz oder nicht.

hampshire hat geschrieben:Auf so einen Streit würde ich es nicht anlegen wenn es um die Elektro- oder Gasinstallation geht und das Risiko von Umbauten in diesem Bereich durch Maßnahmen minimieren (Fachwerkstatt, Verzicht, technische Alternativen eruieren...). Das ist eine persönliche Meinung mit Empfehlungscharakter an diejenigen, die das Leben gerne etwas entspannter angehen.


Bei einem Fahrzeug im Wert von deutlich über 100k€ sollte man sich die Frage stellen, ob man da ein Risiko eingeht.
Ich werde hier definitiv kein Risiko eingehen, aber auch nicht auf überteuerte Produkte und Werkstätten zugreifen, sondern im Einzelfall entscheiden und die entsprechende Vorsicht walten lassen,

rkopka am 06 Feb 2023 11:53:26

hampshire hat geschrieben:Auf so einen Streit würde ich es nicht anlegen wenn es um die Elektro- oder Gasinstallation geht und das Risiko von Umbauten in diesem Bereich durch Maßnahmen minimieren (Fachwerkstatt, Verzicht, technische Alternativen eruieren...).

Ob es dadurch sicherer wird, ist noch die Frage. Zumindest erlaubt es eine Verschiebung der Haftung.

RK

Irmie am 06 Feb 2023 12:04:35

WomoToureu hat geschrieben:Wenn Du schon keine Ahnung hast, wäre es gut die Finger still zu halten. So könnte der fiktive Camper einen aktiven Herzschrittmacher haben, der durch elektrische bzw. magnetische Störungen eine Fehlfunktion hat.
Kannst Du z.B. hier nachlesen --> Link


Hallo WomoToureu,

mir ist nicht bekannt, dass durch Rundfunksender Anwohner tot umgefallen sind!
Mein Mann betreibt einen 500W Kurzwellensender im Fahrzeug. Dazu kommt noch ein 20W starker 144Mhz / 432Mhz Sender. Nie sah ich Passanten oder Stellplatznachbarn zusammenbrechen! Außerdem sind nicht grundlos die Herzschrittmachergrenzwerte für die Sender der Funkamateure gestrichen worden. ( Novelle zur BEMFV, veröffentlicht am 22.8.2013 im Bundesgesetzblatt)

Im Mobilfunk hat die RegTP noch nie Grenzwerte für Funkamateure erlassen. Denn in der EU dürfen nur einstrahlfeste Herzschrittmacher verwendet werden.

Wie sollen durch niedrige Gleichspannungen oder sehr kleine Leistungen im Bereich der Wandler, bei Frequenzen im niedrigen Langwellenspektrum, Menschen in ihrer Gesundheit beeinflusst werden? :?:

Von daher sind die Camper nicht gefährdet, wenn sie ihre Elektrik normgerecht installieren.

Da sind Mikrowellenöfen oder Induktionskochherde schon eine andere Hausnummer! Obwohl immer mehr Menschen solche Geräte verwenden, hat noch keine europäische Behörde Verbote, oder zwingend vorgeschriebene Mindestabstände erlassen!

Die normale Wohnmobilinstallation ist unter EMV - Gesichtspunkten völlig ungefährlich!

mv4 am 06 Feb 2023 12:05:26

ich verstehe das nicht...einige jammern hier rum wegen Versicherschutz...kaufen und bauen sich aber den billigsten Batterie Schrott aus China ein den sie bekommen können..Hauptsache paar euro gespart. Wie die fertig dinger innen aussehen wissen die wenigsten... dasselbe gilt für Wechselrichter.

pwglobe am 06 Feb 2023 12:36:08

mv4 hat geschrieben:ich verstehe das nicht...einige jammern hier rum wegen Versicherschutz...kaufen und bauen sich aber den billigsten Batterie Schrott aus China ein den sie bekommen können..Hauptsache paar euro gespart. Wie die fertig dinger innen aussehen wissen die wenigsten... dasselbe gilt für Wechselrichter.


Wer so eine WR kauft verliert definitiv den Versicherungsschutz

Link zum eBay Artikel

wer diesen kauft und auch noch richtig anschließt ist auf der sicheren Seite

--> Link

Ja, der Preisunterschied ist heftig aber auch der Unterschied in Qualität und Ausführung.

Tinduck am 06 Feb 2023 13:29:54

Dein zitierter China-WR hat ein CE-Symbol, woher oder wofür auch immer - als Konsument muss man die Plausibilität einer solchen Kennzeichnung nicht prüfen. Wenn dann auch noch in der BDA eine nett gefälschte CE-Konformitätserklärung steht... Ein Gewerblicher sollte sowas nicht unbedingt einbauen, aber im Privatbereich? Sehe ich von der Haftungsfrage her unkritisch, wenn fachgerecht angeschlossen, auch wenn mir der verlinkte WR dann doch eine Spur zu 'billig' wäre.

Das Gegenbeispiel ist High End - da gibts noch jede Menge Modelle zwischen den beiden Extremen, die von deutschen Händlern mit Garantie verkauft werden und auch die entsprechenden Kennzeichnungen haben.

Das Leben ist ein Risiko...

bis denn,

Uwe

pwglobe am 06 Feb 2023 14:09:37

Tinduck hat geschrieben:Dein zitierter China-WR hat ein CE-Symbol, woher oder wofür auch immer - als Konsument muss man die Plausibilität einer solchen Kennzeichnung nicht prüfen. Wenn dann auch noch in der BDA eine nett gefälschte CE-Konformitätserklärung steht...


Hallo Uwe, es wird kein Datenblatt zur Verfügung gestellt. Auf was bezieht sich die Kennzeichnung vom Hersteller oder vom Inverkehrbringer?
Außerdem sind die Kabel offensichtlich zu dünn.
Vor der Inbetriebnahme musst du auch als Konsument prüfen ob das Gerät für den Einsatzzweck geeignet ist und was nützt dir im Schadensfall ein Onlinehändler der monatlich umfirmiert und ein Hersteller in China an den du nicht rankommst.
Ich habe selbst, für eine Hütte mal so einen China WR gekauft, die mitgelieferten Kabel und Anschlüsse habe ich entsorgt, Er funktioniert und es kommt eine Sinus Spannung heraus, aber er wird selbst bei nur ¾ der Volllast am Gehäuse extrem heiß (über 40° ). Im Wohnmobil würde ich mir so ein Teil nicht einbauen.
In unserem Ontario hatte ich auch einen günstigen WR verbaut, aber von einem Fachhändler mit Datenblatt, Preislich zwischen Victron dem China WR.
Für den Unimog habe ich mich wieder für Victron entschieden, wie im Phoenix.

WomoToureu am 06 Feb 2023 15:04:33

pwglobe hat geschrieben:wer diesen kauft und auch noch richtig anschließt ist auf der sicheren Seite....Ja, der Preisunterschied ist heftig aber auch der Unterschied in Qualität und Ausführung.

Da stimme ich Dir als Elektromeister ausdrücklich zu!

7xy am 06 Feb 2023 15:22:48

Liebe Mitforisten,

interessanter Faden! Ich denke "womoklick" sollte noch das Wörtchen "bait" an seinen Namen anhängen. Ich sehe das wie fschuen. Wer etwas an seinem Wohnmobil umbaut oder zusätzlich anbaut, das nicht eintragungspflichtig ist, der ist a) dafür verantwortlich und b) sollte er wissen was er tut oder getan hat. Denn wenn das dann die Ursache für einen Unfall oder Schaden bei Fremden oder einem selbst ist, muss er die Konsequenzen tragen.

Ein Beispiel: Ich habe auf meinem Wohnmobildach ein Haussolarmodul selbst montiert. (Dank der super Anleitung von Rockerbox hier im Forum --> Link) Wenn das vom Dach fliegt kann niemand außer mir etwas dafür. Aber das Teil ist so verklebt und befestigt, das man das Wohnmobil daran wahrscheinlich mit einem Kran wegheben kann, wenn das Dach das aushält. Wenn trotzdem was passieren sollte, muss die Versicherung einen begründeten Verdacht haben, das es an meinem Pfusch gelegen hat. Das muss aber erst nachgewiesen werden.

Noch ein Beispiel warum das nicht das Ende der Selbstausbauer bedeuten kann. Es gibt ganz viele Handwerker und gewerblich Nutzer von Vans und LKW. Dann dürften die ja auch keine Regale und Maschinen selbst in ihre Kisten einbauen.

Das Wichtigste ist, das man weiß was an tut, wenn man was an seinem Wohnmobil um- oder anbaut. Das Gleiche gilt für die Selbstbau Akkus. Dazu ist dieses Forum ein äußerst geeigneter Platz. Ich habe über ein Jahr hier gelesen, gefragt und im Internet recherchiert, bevor ich meine Elektrik umgebaut habe. Zusätzlich hatte ich einen Fachmann im Hintergrund mit dem ich die einzelnen Schritte durchgesprochen habe. Ich bin mir sicher, das mein Umbau besser und sicherer ist, als viele von den sogenannten Fachwerkstätten da draußen, die mit Personal- Mangel und Qualität zu kämpfen haben. Denn ich möchte ja nicht mich selbst und meine Lieben in unserem Urlaubsdomizil gefährden. Zudem kenne ich meine Installation genau und habe diese mittels Stromlaufplan und Leitungskennzeichung genauestens dokumentiert. Damit kann auch ein Käufer oder Erbe des Wohnmobils oder dessen "Fachmann" genau sehen wie was gemacht wurde. Wer bekommt das schon von seiner Fachwerkstatt? Noch ein guter Grund selbst Hand anzulegen ist, wenn mal was nicht funktioniert kann man die Ursache selbst auch schneller finden.

Also, ich habe keine Angst, denn ich bin sicher meine Um- und Ausbauten halten.

fschuen am 06 Feb 2023 15:33:31

hampshire hat geschrieben:Das steht u.A. hier --> Link. Die Quelle magst Du für valide erklären oder eben auch nicht oder mit Deiner Quelle widerlegen.


Das muss ich gar nicht - das macht diese "Quelle" ja selbst. Indem sie den Blödsinn mit dem "Gefährdungspotential" oben werbewirksam hinschreibt, weiter unten aber (korrekt) aus der StVZO zitiert. Manchmal ist es schwer, zu beurteilen, ob Quellen seriös sind - aber für eine Konsistenzprüfung sollte es wenigstens reichen, sonst hat man es schwer im Leben. Du meinst, das wäre kein grosser Unterschied? Nun, ich könnte dir potentiell einen Haufen Geld überweisen, einfach so, aber ich würde das an deiner Stelle nicht erwarten.

Fakt ist natürlich, das jeglicher Kauf auf die Betriebserlaubnis keinerlei Einfluss hat. Ob der Einbau etwa einer der gezeigten Wechselrichter zu Problemen führt, kommt auf den Einzelfall an. Ein lose Herumliegender wie auch auf dem Beifahrerairbag festgeschraubter WR sollte spätestens bei der nächsten HU zu Stirnrunzeln führen, und das gilt für beide Modelle. Und eine andere Frage, die aber überhaupt nichts mit der Betriebserlaubnis (und dem Betrieb des Fahrzeugs) zu tun hat, ist die nach der elektrischen Sicherheit. Und da bin ich mir beim Multiplus nicht sicher, ob er sich überhaupt in einem Wohnmobil sicher betreiben lässt, weil er möglicherweise kein schutzgetrenntes Netz erzeugen kann.

Gruss Manfred

pwglobe am 06 Feb 2023 16:24:37

Hallo Manfred, es geht nicht um die Betriebserlaubnis sondern um den Versicherungsschutz, da es sich bei den Einbauten nicht um KFZ spezifische Dinge, wie z.B. Leistungssteigerung, handelt.
Der Multiplus ist für den Einbau in Wohnmobilen geeignet, sonst würde Phoenix, Concorde usw. bestimmt schon große Problem haben.
In unserem Phoenix ist er original verbaut und der FI löst zuverlässig aus.

hampshire am 06 Feb 2023 17:03:11

7xy hat geschrieben:Also, ich habe keine Angst, denn ich bin sicher meine Um- und Ausbauten halten.

Das ist gut, dass Du Deinen Einbauten vertrauen kannst. Es spricht dann ja auch Einiges dafür, dass du diese selbst vornimmst. Ich sehe die Verantwortung für die Sicherheit wie Du, Manfred und andere hier im Thread ebenfalls beim Einbauer - egal wer das nun macht.

Dem TE geht es um den möglichen Verlust des Versicherungsschutzes. Meine Erfahrung ist, dass Versicherungen bei vorgenommenen Umbauten mit Eingriffen in die Elektrik schon mal hellhörig und ablehnend werden. Ich habe vor mehr als 2 Jahrzehnten aufwändige CarHifi Anlagen verkauft und (selten) verbaut. Ich erinnere mich an zwei Kunden, die Autounfälle und Versicherungsärger wegen der Anlagen hatten. Diese Unfälle hatten weder ursächlich noch sonst wie mit den Hifi-Einbauten zu tun. Bei der Begutachtung fiel das Equipment natürlich auf. Daraufhin wurde von der Versicherung angezweifelt, dass die Fahrzeuge aufgrund der Einbauten eine gültige Betriebserlaubnis hatten. Mit diesem Hinweis wurde eine Regulierung erst einmal abgelehnt. Dieser Hickhack war ausgesprochen nervig, wenngleich in beiden Fällen der Schaden letztlich reguliert wurde.
Mir wäre es daher zu nervig in die Elektrik des Fahrzeugs einzugreifen, auch wenn es nur der Aufbau ist.

fschuen hat geschrieben:Du meinst, das wäre kein grosser Unterschied?

Inhaltlich erkenne ich den Unterschied deutlich und finde ihn nicht himmelweit.
Hinsichtlich der Nervigkeit des Ausfechtens eines Streites mit einer Versicherung ist dieser Unterschied irrelevant. (s.o.)

WomoToureu am 06 Feb 2023 17:19:46

pwglobe hat geschrieben:Der Multiplus ist für den Einbau in Wohnmobilen geeignet....

Aus meiner Sicht ist das unstrittig und wird auch keinerlei Ärger machen!

Es geht hier im Thread aus meiner Sicht um Selbstbau und billig Chinaimportware, die wirklich Bedenken hervorruft.

7xy am 06 Feb 2023 17:20:31

hampshire hat geschrieben: Daraufhin wurde von der Versicherung angezweifelt, dass die Fahrzeuge aufgrund der Einbauten eine gültige Betriebserlaubnis hatten. Mit diesem Hinweis wurde eine Regulierung erst einmal abgelehnt. Dieser Hickhack war ausgesprochen nervig, wenngleich in beiden Fällen der Schaden letztlich reguliert wurde.


Hallo Max,

das kann ich nachvollziehen. Versicherungen versuchen immer einen Grund zu finden, nicht zahlen zu müssen. Aber soweit muss es erst mal kommen. Ich hoffe nicht, das dies bei irgendjemand hier im Forum zu einem solchen Fall kommt. Wenn sich die Versicherung dann in dem hoffentlich sehr sehr seltenen Fall, mit diesen fadenscheinigen Ausreden versucht aus der Verantwortung zu stehlen, dann kann ich in meinem Fall zumindest nachweisen, das alles sauber und eher zu 150 % umgesetzt wurde. Das hilft dann sicher in der Argumentation.

Wichtig ist mir aber, niemandem unnötig Angst zu machen, etwas an seinem Wohnmobil selber und ordentlich um- oder einzubauen. Gerade solche "bezahlte Werbung" Clickbait (zu deutsch Klick Köder) auswerfende Youtuber sollte man mit Nichtbeachtung für soviel Panikmache bestrafen. Leider erreichen die genau das Gegenteil mit einer solchen "Berichterstattung". Denn nahezu jeder hier im Faden hat sicher das unsägliche "Womoclick" Video angeklickt und damit den "Klick Köder" geschluckt!

pwglobe am 06 Feb 2023 18:16:17

7xy hat geschrieben:Wichtig ist mir aber, niemandem unnötig Angst zu machen, etwas an seinem Wohnmobil selber und ordentlich um- oder einzubauen. Gerade solche "bezahlte Werbung" Clickbait (zu deutsch Klick Köder) auswerfende Youtuber sollte man mit Nichtbeachtung für soviel Panikmache bestrafen.


Das sehe ich anders, man sollte sich damit auseinandersetzen und dann klar benennen ob Panikmache oder echte Information.

7xy hat geschrieben: Leider erreichen die genau das Gegenteil mit einer solchen "Berichterstattung". Denn nahezu jeder hier im Faden hat sicher das unsägliche "Womoclick" Video angeklickt und damit den "Klick Köder" geschluckt!


Ich habe diese Faden eröffnet um für mich und andere Interessierte selbst Aus- und Umbauer Sicherheit zu schaffen, ob eventuell der Versicherungsschutz nicht mehr gegeben ist. dazu siehe auch mein Fazit etwas weiter oben.
Laut dem von mir erwähnten Gutachter gibt es viele unsachgemäße Einbauten von Laien, da freut sich die Versicherung wenn sie nicht zahlen muss.
Übrigens ein bisschen Angst beim Umgang mit Elektrizität schadet nicht, dann ist man auch vorsichtiger beim basteln.

willi_chic am 06 Feb 2023 18:27:45

pwglobe hat geschrieben:Mit dem Nachweis der Sach- und Fachkenntnisse habe ich es durch Ausbildung und Studium etwas einfacher.

mal ne konkrete Frage:

bin ich als Projektleiter für die Nachrüstung der Sicherheitsleittechnik (Reaktorschutz) in KKW jetzt ausreichend qualifiziert einen Li-Akku selbst zu konfigurieren und einzubauen?

grüße klaus

WomoToureu am 06 Feb 2023 18:59:06

willi_chic hat geschrieben:bin ich als Projektleiter für die Nachrüstung der Sicherheitsleittechnik (Reaktorschutz) in KKW jetzt ausreichend qualifiziert einen Li-Akku selbst zu konfigurieren und einzubauen?


Vieleicht beantwortet deine Frage eine Gegenfrage:
Fühlst Du Dich berechtigt an Deinem Haus die Gasleitungen eigenverantwortlich selbst zu installieren und zu betreiben ?

huohler am 06 Feb 2023 19:19:31

Für mich wichtig finde ich folgende Punkte:

pwglobe hat geschrieben:2. Vollkasko, hier wird es knifflig, ist der Umbau unsachgemäß oder mit nicht für den Einbau in KFZ vorgesehen Teilen erfolgt und ursächlich für den Schaden gibt es kein Geld.


wenn ich mir hochwertige Stromverteiler kaufe und von namhaften Herstellern wie Fraron die Kabel krimpen lasse, kann ich durchaus die Verkabelung selber machen.
Wenn ich aber sehe dass manche sich Verteiler ohne Sach- und Fachverstand aus einem Stück Blech selber basteln und dann Kabel im Schraubstock Crimpen und Kabel und Kabelschuhe nicht 100%ig zusammen passen. Wenn es genau dort schmort und das ursächlich war - dann wars das natürlich.


pwglobe hat geschrieben:Die meisten Brände in Fahrzeugen sind auf mangelhafte Kontakte in der 12V Installation zurückzuführen, da Laien hier das basteln als ungefährlich ansehen.
Bei Fach- und Sachgerechter Ausführung kann man auch selbst Arbeiten durchführen oder eine LiFePo4 Batterie bauen,
was meine Aussage bestätigt. Dazu gehört aber auch die regelmäßige Kontrolle von wichtigen Schrauben z.B. an der Batterie und dem WR. Was nützt es wenn es ursprünglich ein Fachbetrieb verkabelt hat und dann wurden 10Jahre lang die Verbindungen nicht mehr geprüft. Ob man dann noch den Fachbetrieb dran kriegen kann möchte ich bezweifeln.

pwglobe hat geschrieben:aber für einen Laien ist schwer nachweisbar, dass er die Fach- und Sachkenntnisse hat.
Wenn ich es wie oben geschrieben habe vernünftig gemacht habe wird mein Selbstbau nie ursächlich sein und der Nachweis der Fach- und Sachkenntnisse erübrigt sich dann.


pwglobe hat geschrieben:Mein Fazit bis jetzt:
Wenn man es richtig macht muss man nicht auf überteuerte Produkte und Fachwerkstätten zurückgreifen.

Genau so ist es!

Ich habe mir beispielsweise in der Heckgarage eine Zusatzhalterung zum Transport von Gasflaschen gebaut die gefühlt mindestens so lange hält bis das ganze Womo auseinander fällt.
Diese Halterung wird nie und nimmer für einen weiteren Schaden ursächlich sein. Also kann die Halterung auch nie der Grund für die Versicherung sein nicht zu zahlen. Nur die Anwesenheit dieser Halterung und dass sie nicht von einem zertifizierten Einbauer eingebaut wurde und keinerlei CE oder sonstwas Zeichen besitzt weil komplett selbst gebastelt, ist kein Grund für die Versicherung Geld zurück zu halten! Es muss erst zu einem Schaden kommen bei dem die Halterung ursächlich ist. Es kann wohl sein, dass Versicherungen es immer wieder versuchen (wie bei dem Car Hifi Gedöns). Aber ich denke wenn es um hohe 5 bis 6 stellige Beträge geht wird sich keiner mit so einer Aussage der Versicherung einfach zufrieden geben und stattdessen mit entsprechenden Anwälten dagegen vorgehen.

Hubert

cbra am 06 Feb 2023 19:35:58

pwglobe hat geschrieben:Mit dem Nachweis der Sach- und Fachkenntnisse habe ich es durch Ausbildung und Studium etwas einfacher.

mal ne konkrete Frage:

willi_chic hat geschrieben:bin ich als Projektleiter für die Nachrüstung der Sicherheitsleittechnik (Reaktorschutz) in KKW jetzt ausreichend qualifiziert einen Li-Akku selbst zu konfigurieren und einzubauen?

grüße klaus


najaaaaaa ;) man sagt projektleitern ja auch nach dass sie meinem 8 frauen bekämen in 1 monat ein kind - wenn man das so ins MS Project schreibt

spass beiseite - due wirst schon selber wissen wie viele risiko du auf deine kappe nimmst. ist bei meinem eigenbau nicht anders

aber darum geht es mmn nicht in diesem thread, sondern um die konsequenzen wenn durch nichtsachgemässe umbauten einbauten, personenschaden oder massiver sachschaden entstehen und was die versicherung dazu sagt wenn es um die suche nach jemandem geht dem man einen teil des schadens umhängen kann.

und sehr viele therads hier sind für mich ein zeichen besondere sorglosigkeit

pwglobe am 06 Feb 2023 20:52:22

willi_chic hat geschrieben:bin ich als Projektleiter für die Nachrüstung der Sicherheitsleittechnik (Reaktorschutz) in KKW jetzt ausreichend qualifiziert einen Li-Akku selbst zu konfigurieren und einzubauen?


Hallo Klaus, kommt auf deine Ausbildung an, ich habe Energiegeräteelektroniker gelernt und dann Elektrotechnik studiert, war aber dann gut 25 Jahren im Management. Laut Definition bin ich eine Elektrofachkraft, nur nicht mehr immer auf dem aktuellen Stand der Vorschriften.
Meine Ausbildung qualifiziert mich vielleicht dazu, aber ich muss mich trotzdem in die Technik und die Vorschriften einarbeiten.
Natürlich kann ich alle Berechnungen für Querschnitte usw. durchführen und handwerklich bekomme ich es auch hin.
Mess- und Prüfgeräte haben wir in der Firma.

willi_chic am 06 Feb 2023 20:59:58

WomoToureu hat geschrieben:Vieleicht beantwortet deine Frage eine Gegenfrage:
Fühlst Du Dich berechtigt an Deinem Haus die Gasleitungen eigenverantwortlich selbst zu installieren und zu betreiben ?


dem Inschenör ist nix zu schwör....

ich war Betreiber der Notstromanlage in einem französischen KKW

grüße klaus

dietmardd am 06 Feb 2023 21:14:18

Dein zitierter China-WR hat ein CE-Symbol, woher oder wofür auch immer


Der Wert eines CE-Symbols ist m.E. nicht sehr hoch, denn es wird nicht nach einer Prüfung des Produktes durch einen unabhängigen Prüfer vergeben. Das CE-Zeichen wird vom Hersteller selbst vergeben und ist mehr eine Selbstverpflichtung, bestimmte Regeln einzuhalten. Aus rechtlichen Gründen ist der Wert erheblich, aus technischer Sicht ist der Wert nahe Null, da selbst vergeben.

7xy am 06 Feb 2023 22:07:11

pwglobe hat geschrieben:Das sehe ich anders, man sollte sich damit auseinandersetzen und dann klar benennen ob Panikmache oder echte Information.


Ich finde das gehört in dieselbe Kategorie, wie Rechtsanwälte die Kunden suchen für einen Fiat-Dieselskandal, dem aus meiner Sicht noch die rechtliche Basis fehlt. Ich finde es geht eher in Richtung Angst machen (Panik ist zu übertrieben).
Der Verkäufer verkauft sein Produkt und tritt auch so auf, das kann jeder sehen. Aber den "Gutachter" halte ich für nicht glaubwürdig. Erstens steht er am Stand neben Mastervolt und lässt sich auch noch deren Produkt auf seine Theke stellen. Zudem haut er für Laien (das sind die meisten Kunden) mit unerklärten Abkürzungen und kryptischen Vorschriften um sich, die der Verkäufer dann genau so für sein tolles Produkt herunter leiert. Das sieht für mich nicht wie ein seriöses Geschäftsgebaren eines Sachverständigen aus.

pwglobe hat geschrieben:Ich habe diese Faden eröffnet um für mich und andere Interessierte selbst Aus- und Umbauer Sicherheit zu schaffen, ob eventuell der Versicherungsschutz nicht mehr gegeben ist. dazu siehe auch mein Fazit etwas weiter oben.


Das ist löblich und Dein Fazit mag für einige zutreffen. Ich bin trotzdem der Meinung, das man nie 100% Sicherheit haben kann, weder im Wohnmobil noch mit Aussagen von Experten.

pwglobe hat geschrieben:Laut dem von mir erwähnten Gutachter gibt es viele unsachgemäße Einbauten von Laien, da freut sich die Versicherung wenn sie nicht zahlen muss.


Da gebe ich Dir insoweit Recht, wenn es erwiesenermaßen "unsachgemäß" eingebaut ist!

pwglobe hat geschrieben:Übrigens ein bisschen Angst beim Umgang mit Elektrizität schadet nicht, dann ist man auch vorsichtiger beim basteln.


Auch hier sind wir fast einer Meinung. Ich hatte zwar keine Angst, aber einen Heidenrespekt vor der Elektrik im Wohnmobil. Auch wenn es "nur" 11-14 Volt sind und man dafür nicht zwangsweise Elektriker sein muss. Aber das ist keine Rocket Science und lernbar, mit viel Zeit, Interesse und etwas Geschick.

Eben mal schnell ohne Ahnung = "unsachgemäß".

Kuhtreiber am 06 Feb 2023 22:38:45

Man kann natürlich alles anzweifeln. Geht leicht, manche glauben es auch. Ist er ein guter Gutachter, oder will er nur Werbung machen? Lebt Elvis noch und ist die Erde vielleicht doch eine Scheibe?
Für mich war der Gutachter kompetent und der Beitrag sehr interessant. Aber natürlich gibt es hier Leute die alles viel besser wissen und natürlich gleich darüber schreiben müssen :ja:

andwein am 07 Feb 2023 14:04:34

Irmie hat geschrieben:........Die normale Wohnmobilinstallation ist unter EMV - Gesichtspunkten völlig ungefährlich!

Ich würde den Satz ändern auf: Die normale fachgerechte Wohnmobilinstallation vom Hersteller ist unter EMV - Gesichtspunkten völlig ungefährlich!
Das Thema ist aber der Einbau von allen möglichen Teilen, mit oder ohne E oder CE Prüfung und deren Kabelverlegung durch den Laien. Wenn ich einen WR einbaue, dann lege ich die 75mm2 Zuleitung nicht parallel zur Messwertableitung des Batterieshunts! Nicht lebensgefährlich, aber für jeden ein sichtbarer Beweis, dass da eine magnetische Interaktion (EMV) passiert.
Und jetzt machts du einfach das gleiche ohne darauf zu achten dass direkt unter der Fussmatte die CAN Bus Leitung verläuft
So einfach wie du das zusammenfasst ist das ganze Thema leider nicht!
Und zu den "Herzschrittmacher Argumenten" die sind einfach unpassend, weil keiner die WR 12V Leitungen auf 3m verlängert und sich diese dann um die Brust wickelt. Wäre es aber so dann würde es beim Einschalten gefährlich werden.
Gruß Andreas

HalbvetteVenus am 07 Feb 2023 15:24:16

Wenn ich selber Veränderungen an meinem Wohnmobil vornehme, muss ich auch die Verantwortung dafür tragen. Das Gleiche trifft auch zu, wenn ich daheim eine Steckdose erneuere oder einen Baum im Garten fälle. Allerdings gebe ich mich dann natürlich auch Mühe, das Ganze auch ordentlich zu machen und informiere mich vorab, was fachgerecht ist und was nicht.
Im Ernstfall kann ich belegen, welche Kabelquerschnitte ich errechnet und verwendet habe und mit welchem Werkzeug ich gecrimpt habe. Ob es mir dann etwas nützt, weiß ich natürlich nicht....
Was mich aber generell an solchen Videos stört: der Ersteller doziert mit erhobenem Zeigefinger das, was ihm sein Auftraggeber vorgibt. Letztendlich dreht er ja diese Videos für Geld und der Gutachter und Mastervolt bezahlen ihm das gerne.
Wie realitätsfern das teilweise ist, zeigt sich m.E. bereits zu Beginn, als voller Verachtung über Ware aus China gesprochen wird. Ich glaube, der Gute weiß tatsächlich nicht, wie viel China in seinem schönem (gesponserten) Morelo steckt.

pwglobe am 07 Feb 2023 17:42:34

Hallo, mir ging es nicht primär um das Video, es ist nur der Aufhänger.
Ich denke es ist jedem bewusst, dass hier mit den Ängsten der Leute Profit gemacht werden soll.
Nach meiner eigenen Recherche gibt es aber schon Risiken und diese gilt es zu vermeiden und Informationen zusammenzustellen um nicht den Versicherungsschutz zu verlieren.
Es nützt nichts hier zu schreiben: „Ich mache es richtig“
Sondern es geht darum aufzuzeigen wie man Risiken vermeidet.

huohler am 07 Feb 2023 18:21:12

pwglobe hat geschrieben:Sondern es geht darum aufzuzeigen wie man Risiken vermeidet.


Danke nochmals für deinen Beitrag (+)

Hubert

rolf51 am 07 Feb 2023 18:52:47

Hallo,
für mich sieht es so aus. Da wird ein Thema aufgemacht, die Techniker fühlen sich angesprochen und geben ein statement ab. Hat jemand überhaupt Zahlen, die belegen wieviel Versicherungsfälle hierzu gegeben hat.

pwglobe am 07 Feb 2023 19:56:58

rolf51 hat geschrieben:Hallo,
für mich sieht es so aus. Da wird ein Thema aufgemacht, die Techniker fühlen sich angesprochen und geben ein statement ab. Hat jemand überhaupt Zahlen, die belegen wieviel Versicherungsfälle hierzu gegeben hat.


Hallo Rolf, dann stell doch mal eine Anfrage bei deiner Versicherung.
Ich hatte mit meinem Versicherungsvertreter gesprochen und er hatte in der Zentrale nachgefragt, hauptsächlich wegen der Versicherungsbedingungen, aber sie haben auch mitgeteilt, dass man in 2022 in 4 Fällen den Kaskoschaden nicht bezahlt hat.
2 mal Manipulation an der Gasanlage und 2 mal Manipulation an der Elektrik.
Das sind relativ wenig Fälle aber wenn man einer derjenigen ist, dann sehr ärgerlich.
In allen Fällen war die Manipulation ursächlich für den Schaden, in einem Fall sogar Brandstiftung.

WomoToureu am 07 Feb 2023 22:23:08

dietmardd hat geschrieben:Das CE-Zeichen wird vom Hersteller selbst vergeben und ist mehr eine Selbstverpflichtung, bestimmte Regeln einzuhalten.
Zitat aus --> Link

“CE” ist eine Abkürzung für den französischen Begriff “Conformité Européenne”, was so viel bedeutet wie Europäische Konformität.

Häufig wird angenommen, dass das CE-Zeichen für China Export steht. Tatsächlich gibt es für solche Waren jedoch keine offizielle Kennzeichnung. Aber Vorsicht: Chinesische Hersteller versehen ihre Produkte oft mit einem falschen CE-Symbol, um Kunden und Kundinnen zu täuschen.

Das falsche “China Export” Zeichen hat nichts mit dem regulären CE-Zeichen zu tun und dient in erster Linie der Täuschung von Verbrauchern und Verbraucherinnen. Es sagt lediglich aus, dass das Produkt aus China kommt, nicht aber wie es mit der Qualität oder Sicherheit der Ware bestellt ist.

pwglobe am 08 Feb 2023 08:43:44

rolf51 hat geschrieben:Hallo,
für mich sieht es so aus. Da wird ein Thema aufgemacht, die Techniker fühlen sich angesprochen und geben ein statement ab. Hat jemand überhaupt Zahlen, die belegen wieviel Versicherungsfälle hierzu gegeben hat.


Hallo, vor drei Tagen, ein technischer Defekt.
--> Link

Tinduck am 08 Feb 2023 09:26:33

pwglobe hat geschrieben:
Hallo, vor drei Tagen, ein technischer Defekt.


Der kann aber auch 'serienmäßig' gewesen sein... nicht jedes Womo, das abbrennt, ist vom Eigentümer verbastelt. Und so manche Elektroinstallation sieht schon ab Werk schauderhaft aus. Nimmt die Versicherung bei sowas eigentlich den Hersteller in Regress? Wenn nein, warum nicht?

bis denn,

Uwe

babenhausen am 08 Feb 2023 09:28:17

Technische Defekte müssen nicht unbedingt von Laien verursacht werden
Auch Zulieferer und Hersteller von Ausbauteilen bringen fehlerhafte Teile in den Markt, hier ein Brandverursachendes Beispiel.

Zitat aus dem Rückruf:

Aufgrund eines Qualitätsproblems eines der Komponenten können CSB2- und CSB2-LT-Geräte bei
Überspannungen in der B2 (Bordbatterie) überhitzen, und das Produkt kann in Brand geraten. Auch die
Kontakt-Oberfläche des Wohnmobils / Wohnwagens kann Feuer fangen.

:

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