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Lithium Batterie Umrüstung, die große Katastrophe, Gedanken 1, 2


RaGu am 03 Sep 2024 22:58:38

Wenn man sich in diesem Forum als „neuer“ Weißwarenfahrer schlaumachen möchte über Umbau Blei zu Lithium, passiert Folgendes:
Die Suche findet ratzfatz gefühlte 738 Threads dazu.
Alle (wirklich alle) sind 50-300 Beiträge lang.
Selbst das „Querlesen“ dauert Tage bis Wochen.
Der sich recht schnell einstellende Konsens lautet... Oh, oh, oh...
(ich wollte doch nur meine Blei gegen eine.....)
Fachbegriffe wie Initialladung, BMS Lügen, Ladeschlussspannungen, Zellausgleich und vieles mehr...
Soviel Wissen (absolut hier vorhanden) hilft mir nicht, sondern macht mich einfach nur „kirre“.
Ich liege im Bett und denke, ey, lass es bleiben...
Billig kannste nicht kaufen, teuer ist eben sowenig ein Garant für Plug & Play.
Was musste umbauen (ggf. lassen) für teuer Geld, damit alles so tut, wie es einfach tun soll.
Einfache Fragen wie: hab mir ne Lithium gekauft, einbauen lassen und..., müssen (sollten) mit dutzenden Screenshots des BMS beantwortet werden (Pech, wenn man eine Lithium hat ohne Bluetooth).
Ich machs mal einfach: Zu meinen T1,2,3 T3 Zeiten gabs auch schon ne Bordbatterie (irgendwas vom Schrottie), kam kein Strom mehr, ne Andere, für nen 10er.
Klar, weiß ich auch, ist mit 60.000 Tsd.Weißware nicht mehr so einfach.
Ist halt alles, speziell in diesem Forum, so was von „Bierernst“ (ohne Bier).

"Habe fertig" mit meinem Gedanken

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1stchoice am 03 Sep 2024 23:08:33

RaGu hat geschrieben:Die Suche findet ratzfatz gefühlte 738 Threads dazu.
Alle (wirklich alle) sind 50-300 Beiträge lang.
Selbst das „Querlesen“ dauert Tage bis Wochen.


na ja, wenn Dir die vielen Informationen und deren Verarbetung zu viel sind...
...dafür gibt es bspw. die künstliche Intelligenz, die Dich unterstüzten könnte - chatGPT sagt z.B.:

Lithium Batterie Umrüstung wohnmobil erfahrungen ChatGPT:
ChatGPT
Die Umrüstung eines Wohnmobils auf Lithium-Batterien (LiFePO4) wird zunehmend beliebter, da diese Technologie gegenüber herkömmlichen Bleisäurebatterien (AGM, Gel) viele Vorteile bietet. Hier sind einige Erfahrungsberichte und wichtige Aspekte, die bei der Umrüstung auf Lithium-Batterien beachtet werden sollten:

Vorteile der Lithium-Batterien
Gewicht:

Lithium-Batterien sind deutlich leichter als Bleisäurebatterien. Dies kann die Zuladungskapazität des Wohnmobils erhöhen, was besonders bei Fahrzeugen mit begrenzter Nutzlast von Vorteil ist.
Kapazität und Leistung:

Eine Lithium-Batterie kann tiefer entladen werden (bis zu 80-90% der Kapazität) im Vergleich zu Bleisäurebatterien (nur etwa 50%). Das bedeutet, dass bei gleichem Nennwert mehr nutzbare Energie zur Verfügung steht.
Die Leistung bleibt auch bei niedrigem Ladezustand konstant, was die Nutzung von elektrischen Geräten effizienter macht.
Ladegeschwindigkeit:

Lithium-Batterien können schneller geladen werden, sowohl über die Lichtmaschine des Fahrzeugs als auch über Solaranlagen. Dies reduziert die Ladezeiten erheblich.
Lebensdauer:

Lithium-Batterien haben eine viel höhere Zyklenfestigkeit. Sie können bis zu 2.000 bis 5.000 Ladezyklen erreichen, während Bleisäurebatterien oft schon nach 300-500 Zyklen an Leistung verlieren.
Wartungsfreiheit:

Lithium-Batterien sind praktisch wartungsfrei und haben keinen Memory-Effekt.
Erfahrungen von Nutzern
Zufriedenheit:

Viele Wohnmobilbesitzer berichten von einer stark verbesserten Energieversorgung nach der Umrüstung auf Lithium-Batterien. Besonders das Gewicht, die schnellere Ladezeit und die höhere nutzbare Kapazität werden gelobt.
Kostenspieligkeit:

Einer der häufigsten Nachteile, die in Erfahrungsberichten genannt werden, ist der hohe Anschaffungspreis von Lithium-Batterien. Allerdings wird dies oft durch die langfristige Ersparnis aufgrund der längeren Lebensdauer und besseren Leistung ausgeglichen.
Anpassungen und Kompatibilität:

Einige Nutzer mussten ihre Ladegeräte, Solaranlagen oder BMS (Batterie-Management-System) anpassen, um die Lithium-Batterien optimal zu nutzen. Hier ist es wichtig, dass alle Komponenten kompatibel sind, um Schäden zu vermeiden.
Temperaturanfälligkeit:

Lithium-Batterien sind empfindlicher gegenüber extremen Temperaturen, insbesondere Kälte. Viele Nutzer berichten, dass bei kalten Temperaturen die Ladeleistung beeinträchtigt sein kann, es gibt jedoch auch Modelle mit integrierter Heizung oder speziellen Schutzmechanismen.
Platzersparnis:

Da Lithium-Batterien kompakter sind und oft in kleinerer Kapazität benötigt werden, berichten einige Nutzer von einer Platzersparnis im Batteriefach.
Wichtige Überlegungen vor der Umrüstung
Kosten-Nutzen-Analyse: Trotz der höheren Kosten könnte sich eine Umrüstung langfristig lohnen, besonders wenn das Wohnmobil intensiv genutzt wird.
Kompatibilität: Sicherstellen, dass das Ladegerät und das BMS auf Lithium-Batterien ausgelegt sind.
Kälteempfindlichkeit: Wenn das Wohnmobil oft bei kaltem Wetter genutzt wird, sollten spezielle Vorkehrungen getroffen werden.
Fazit
Die Umrüstung eines Wohnmobils auf Lithium-Batterien wird von vielen Nutzern als sinnvoller und lohnender Schritt angesehen, besonders für Vielreisende und solche, die auf eine zuverlässige und leistungsstarke Stromversorgung angewiesen sind. Die Vorteile wie höhere nutzbare Kapazität, längere Lebensdauer und geringeres Gewicht überwiegen oft die Nachteile wie die anfänglichen Kosten und die Notwendigkeit, das Ladesystem anzupassen.

just my 2ct.
1st.

Franky70 am 03 Sep 2024 23:24:39

Hallo RaGu,
einfach kann jeder ;-)

Anzeige vom Forum


landmesser am 04 Sep 2024 00:34:22

Moin RaGu,

Zwischenfrage: Kommst du aus Bologna?

Zum Thema:
1. LiFePO4 Akku kaufen, wichtig mit Bluetooth App. App vor dem Einbau ausprobieren, sonst Geld zurück.
2. Alte Batterie ausbauen.
3. Neue Batterie einbauen, beim Kauf auf die richtigen Anschlüsse achten oder Adapter mit kaufen.
4. Irgendwas umstellen am Ladegerät.
5. Fertig.
6. Alle bisherigen Batterieanzeigen funktionieren nicht mehr, das geht jetzt über Bluetooth aufm Handy.

Falls nicht geht, Geld zurück und baugleiche Batterie wie vorher einbauen. Oder einen Elektriker deines Vertrauens fragen. Bei ganz modernen WoMos so Klasse temp6 oder besser gilt das alles nicht.

Für alles andere ist das Batteriemanagementsystem BMS da. Einfach machen lassen und nicht stören. Alles andere von Solar bis zu was weiß ich wurde bei mir 1zu1 belassen. Ich habe den Einbau in einer Werkstatt machen lassen, bin Theoretiker und kein Handwerker.

Meine App auf dem Handy zeigt an:
- Mit wie viel Ampere ge- bzw. entladen wird.
- Die Batteriespannung.
- Die Batterietemperatur.
- Wie voll die Batterie ist in Ah und %
- Wie viel Zyklen sie schon geladen wurde.

Wenn du Lust zum Basteln und Selbst bauen hast, wende dich nicht an mich. Wenns Probleme gibt, habe ich oben einen von vielen möglichen Ansätzen genannt.

Viele Grüße
Landmesser

ps: Bei meinem WoMo wurde die Agm in einer Fachwerkstatt durch zwei LiIonen ersetzt.
pps: Ich habe den Umbau mit einem Freund, der gelernter Elektriker ist, für ein 20 Jahre altes WoMo gemacht. Einziges Problem: Zweimal kriegten wir über die Bucht Akkus ohne funktionierende Bluetooth App. Wurde aber beide Male erstattet.
Pps: Wer einen fachlichen Fehler findet, darf ihn behalten.

Pechvogel am 04 Sep 2024 00:44:47

RaGu hat geschrieben:…Die Suche findet ratzfatz gefühlte 738 Threads dazu...

Dann hätten wir hiermit jetzt den gefühlt 739. Thread dazu.
Und ob ein
RaGu hat geschrieben:„neuer“ Weißwarenfahrer
, der den Eröffnungspost überflogen hat, sofort „ja! Jetzt will ich auch unbedingt eine Lithium haben!“ rufen wird?? :gruebel:

Wir haben in anderen Threads schon darauf hingewiesen das der Tausch Blei gegen Lithium, in der Regel, 1:1 möglich ist.
Kompliziert wird das doch immer nur durch zwei Parteien:
1. diejenigen, die die Vorteile der neuen Technik auch wirklich zu 100-110% ausnutzen wollen und die die absolute, volle Kontrolle, via Bluetooth und Shunt und…, über ihr neues „Schätzchen“ haben wollen ( wovon man zu „Bleizeiten“ nicht mal zu träumen wagte! )
und
2. diejenigen die mit der neuen Technik, und vor allem der Unkenntnis und auch der vermeintlichen Gefahr dieser Technik, möglichst viel Geld verdienen wollen.

Aber das ist eigentlich an allen Stellen im Leben so:
- wir können gerne eine Diskussion darüber entfachen ob man in regelmäßigen Abständen die Radmuttern eines Autos gegen neue auswechseln soll?
- und wir kennen alle die Angst wenn „dieser rote Pickel auf der Haut“ auch noch hart wird… und Tante Erna da mal was bösartiges hatte…

Manchmal ist diese ( German- ) Angst gut und wichtig, und manchmal ist sie übertrieben und überflüssig.
Aber woher soll man das einschätzen können wenn man selber keine oder nur wenig Ahnung hat?
Dann ist man auf den Rat von Fachleuten angewiesen.
Blöd nur wenn die Fachleute von ihrem Rat leben müssen oder aber so fachlich in die Sache vertieft sind das die zwei Fachleute, die sich zum Thema unterhalten, so dediziert um irgendwelche theoretischen Nuancen streiten das der „neue Weißwagenfahrer“ sowieso nur „Bahnhof“ und „Endstation“ versteht und daraus dann wieder schlussfolgert dass das alles nicht so einfach ist! :eek:

Bestätigt wird das dann noch wenn man auf dem CP mit seinem Nachbarn ins Gespräch kommt! ( oder auf die Idee kommt im Internet… :mrgreen: )
Da sagt dann auch keiner „war ganz easy: Blei raus, Lithium rein, Deckel zu und läuft jetzt seit 5 Jahren…“
Sondern eher „zwar nicht bei mir aber dem Schwager des Nachbarn meines Arbeitskollegen :eek:“
„Und der hatte vielleicht Ärger!!“ :mrgreen:



Grüße
Dirk

Pechvogel am 04 Sep 2024 00:52:43

landmesser hat geschrieben:…Bei meinem WoMo wurde die Agm in einer Fachwerkstatt durch zwei LiIonen ersetzt...

Wenn ich das Thema jetzt anheizen wollte würde ich fragen warum Du dir zwei brennbare Lithium-Ionen-Batterien geholt hast statt zweier unbrennbarer Lithium-Eisenphosphat.
Aber lassen wir das im Sinne des TE besser!??! :mrgreen:



Grüße
Dirk

landmesser am 04 Sep 2024 01:37:58

Pechvogel hat geschrieben:Aber lassen wir das im Sinne des TE besser!??! :mrgreen:



Moin Dirk,

genau so war mein Post gedacht. :stumm:

Viele Grüße
landmesser

basste315 am 04 Sep 2024 06:10:39

Entscheidungshilfe: --> Link
Fazit nach 2 Jahren Nutzung --> Link

Helmut :wink:

gordan am 04 Sep 2024 06:55:01

RaGu hat geschrieben:……..Die Suche findet ratzfatz gefühlte 738 Threads dazu.
Alle (wirklich alle) sind 50-300 Beiträge lang…………"Habe fertig" mit meinem Gedanken


Du hast recht! Und dass ist nicht nur bei diesem Thema!? Es sind mehr oder weniger immer die gleichen die sich mit allem auskennen und Bedürfnis haben unbedingt mitzumischen!? Wichtigmacher, die sich langweilen und einfache Beitragspunkte-Sammler sind!? Aber, dagegen ist nicht zu machen, leider. :)

Acki am 04 Sep 2024 07:19:14

Für mich stellt sich die Frage, ob der TE wirklich an einem Umbau interessiert ist ... oder ob er einfach wieder mal mit einem etwas provokativen Beitrag - wie hier schon öfters gesehen - die Community aufmischen möchte?! :wink:

P.S. Ich persönlich hatte 2013/2014 insgesamt 100 Stunden "Studium" investiert, bevor ich begonnen hatte zu bauen! :eek:
Hier damals gestartet mit Einlesen ... --> Link

deacheapa am 04 Sep 2024 08:07:55

Ich vergleiche das mal einfach mit Fotografieren.

Manche nehmen ne Kamera und knipsen einfach ein Bild, fertig.

Andere befassen sich mit den ganzen Möglichkeiten der Einstellungen,
haben Spaß dran, experimentieren damit usw usw.
Auch die haben letztendlich nur ein Bild.

Und nun, wer von beiden hat es "richtig" gemacht???

Beim Fotografieren zB. gehöre ich zu ersteren, bei Batterien wohl zu zweiteren.
Wo ist jetzt das Problem? :?

Stocki333 am 04 Sep 2024 08:43:11

Acki hat geschrieben:P.S. Ich persönlich hatte 2013/2014 insgesamt 100 Stunden "Studium" investiert, bevor ich begonnen hatte zu bauen! :eek:
Hier damals gestartet mit Einlesen ... --> Link

Machte ich damals auch genau so.
Da kommt mir ein Spruch in den Sinn.
Reich mir die Hand zum Bunde, den wir sind 2 arme H....
Gruß Franz

AndyAmmer am 04 Sep 2024 09:02:01

RaGu hat geschrieben:Ich liege im Bett und denke, ey, lass es bleiben...

Gibt keinen Grund dazu:

Lithium-Akku bestellt, bekommen und vorbereitet. *)
Blei-Akku rausgezogen.
Ladegerät auf Lithium umgeschaltet.
Lithium-Akku reingeschoben.

Das war's.

Andy

*) für die Vorbereitung, d.h. ein paar Mal mit dem regelbaren Netzteil /Labornetzteil mit wenig Leistung vollladen & entladen bis die Zellen gleichmäßige Zellspannungen haben, gibt es hier sehr lesenswerte Anleitungen. Das ist auch, weil es ein paar Tage dauern kann und man immer wieder mal nachschauen sollte, der "arbeits"-aufwendigste Teil.

Wegen der abweichenden Größe musste ich im Batteriekasten noch ein wenig umbauen, aber das ist nicht der Technologie geschuldet, sondern unterschiedlichen Abmessungen.

Stocki333 am 04 Sep 2024 09:06:20

RaGu hat geschrieben:Wenn man sich in diesem Forum als „neuer“ Weißwarenfahrer schlaumachen möchte über Umbau Blei zu Lithium, passiert Folgendes:
Die Suche findet ratzfatz gefühlte 738 Threads dazu.
Alle (wirklich alle) sind 50-300 Beiträge lang.

Es hätte gereicht, wenn du dir 2 Tröts durchgelesen hättest.
basste315 hat geschrieben:Entscheidungshilfe: --> Link
Fazit nach 2 Jahren Nutzung --> Link

Da steht so viel drinn das dir Hilfe sein sollte. Du mußt es nur öfter lesen. Dann kommt auch ein Verständnis zustande.
Und es gibt immer mehr die Lithium einbauen und null Verständnis haben. Weil sie keine Technischen Vorraussetzungen haben.
Ein Man wird mir immer in Gedächtnis bleiben. Der tat sich sehr, sehr schwer mit dem Verständnis der neuen Technik und den Daten des BMS. Auch seine Verkabelung war ein Murks vom Vorbesitzer.
Der hat sich auf die Füsse gestellt und das geändert.
Das nennt sich ins kalte Wasser springen. :mrgreen: :mrgreen:
--> Link
Franz

hampshire am 04 Sep 2024 09:22:33

Hallo RaGu,

Du schreibst was ich ebenfalls denke. Das Thema wird mir trotz Beherrschbarkeit einfach lästig gemacht. Zu den Fakten kommen immer wieder Meinungen, die oft quasi-religiös bis hin zur Unfreundlichkeit und anschließende Flucht in Haarspalterei das Herausfiltern relevanter Information zu einem Greuel machen. Ich nehme mich selbst da nicht aus, denn wenn ich mich für etwas begeistere, muss ich mich selbst bremsen um anderen nicht mächtig mit Details auf den Keks zu gehen, nur weil ich diese aus einer "high-ender-Sicht" für relevant halte.

Ich habe eine tiefentladene AGM (eigene Doofheit das Mobil in den Carport zu stellen und nicht daran zu denken, dass das PV Modul da keine Sonne bekommt...) und obwohl ich in Sachen Technik wirklich nicht unbedarft bin habe ich einfach keine Lust an einen oder mehrere der begeisterten "Batteriemenschen" zu geraten, die mir mit der Intensität ihrer Ratschläge wohlmeinend näher kommen als es mir derzeit recht ist. Für mich wird die Energieversorgung trotz beruflicher Beschäftigung mit Heimspeichersystemen von der Entwicklung über Fertigung, Marketing und Vertrieb bis zur Anwenderschulung für Installateure kein Hobby werden.

Wenn ich herausfinde welchen Laderegler ich habe und ob ich den dafür nutzen kann, wünsche ich mir eine "ja" oder "nein" Antwort - befürchte aber, dass ich eine kleinteilige Diskussion über Laderegler auslöse. Als höflicher Mensch bringe ich Antworten Wertschätzung gegenüber und werde dann aus meiner Haltung heraus auch "meinen" begonnenen Faden begleiten - aber will ich das?

Kann sein, dass einfach wieder eine technisch unterlegene AGM reinkommt - weil das so schnell "fallabschließend" ist.
Ende des Monats geht es wieder auf Tour. Habe keine Lust zu handeln, sollte aber, wenn ich nicht ohne Bordstrom reisen will.

rkopka am 04 Sep 2024 09:44:50

deacheapa hat geschrieben:Ich vergleiche das mal einfach mit Fotografieren.

Manche nehmen ne Kamera und knipsen einfach ein Bild, fertig.

Andere befassen sich mit den ganzen Möglichkeiten der Einstellungen,
haben Spaß dran, experimentieren damit usw usw.
Auch die haben letztendlich nur ein Bild.

Den Vergleich muß man etwas ausführen. Wenn das Bild einfach nur ein Schnappschuß von deinem Haus ist, dann werden die zusätzlichen Möglichkeiten keine Rolle spielen. - Standard Womo mit Standard Anforderungen
Wenn du einen Luchs mit bester Beleuchtung, tollem Hintergrund und in einer Auflösung fotografieren willst, daß es auch für eine Hauswand reicht, dann ist die einfache Knipse nicht das Wahre. - Expeditionswomo mit Nachführsolar, Brennstoffzelle und 20kWh LiFe, Kochen und Heizen elektrisch, EMP resistent :-).

Man kann in den meisten Fällen einfach die Batterie tauschen. Manche Einstellungen mußt du auch ändern von Blei-Säure auf AGM. Einstellungen und Auslesen am BMS können hilfreich sein, falls der Hersteller da Mist gebaut hat oder wenn man genau wissen will, wie der Zustand der Batterie ist. Solange alles gut läuft, ist das egal. Aber selbst das neue Handy muß man erstmal einstellen (Klingelton, WLAN...). Da ist ein BMS kaum komplizierter. Und inzwischen ist es preislich fast gleich. 2 gute Bleigel oder AGM vs. eine günstige LiFe.

RK

Hannus am 04 Sep 2024 09:55:00

Damit ich auch mitreden kann, hab ich mir zwei preiswerte "Blackboxen" gekauft, durchgemessen und meine AGMs damit ersetzt.
Die Ladegeräte auf CCCV Ladekurven mit 14,4V eingestellt, da sich mir, wie wohl auch den Herstellern von LiFePO Ladegeräten, nicht erschließt, was das Absenken der Ladespannung groß bewirken soll.
Meine Akkus ziehen, wenn sie voll sind, noch ca. 60mA.
Solar läuft die ganze Saison durch. Ebenso die Fernbedienung des Wechselrichters mit 60mA und das Mitladen des Starterakkus mit 100mA
Die zwei 18€ Batteriecomputer die anzeigen wieviel Energie in die Akkus rein- und rausgeht, hatte ich vorher schon.

Bin halt ein armer fauler, gelernter 71jähriger Elektroniker, der glaubt zu wissen was er tut. Hab auch kein Problem damit, auf eventuell 5% Lebenszeit des Akkusä zu verzichten.
Ich bin allerdings auch in der Lage, im Notfall drei Löcher in den Akku zu bohren und ihn von Hand zu ballancieren.

1Hajo am 04 Sep 2024 09:59:24

Wir haben unseren Adria Coral mit Baujahr Ende 2006 im August 2022 gekauft. Im November wollte ich für ein paar Tage nach Bad Homburg, um dass WoMo auch bei niedrigen Temperaturen zu testen. Ich fühlte mich mit dem Bleiakku im Aufbau und 100 WP Solar gut gerüstet, um ohne Landstrom zu stehen. Am zweiten Abend um 20.00 Uhr war ich plötzlich ohne Strom. Ihr könnt euch meinen Schrecken kaum vorstellen, da ich was die Technik des WoMos angeht, absolut ahnungslos war. Am nächsten Tag bin ich dann die mehr als 200km wieder nach Hause gefahren. Das alte Akku wurde während der Fahrt zwar geladen, aber extrem langsam.

Den Winter über habe ich wochenlang gelesen und mich bezüglich Stromversorgung ein wenig schlauer gemacht. Am Endestand außer Frage, dass in jedem Fall eine Lifepo und erheblich mehr Solar eingebaut wird. Der uralte Solarregler musste einem von Victron weichen. Natürlich hatte ich auch überlegt, ob von der Lichtmaschine ein Booster zwischengebaut wird, mich aber aufgrund des Aufwandes erstmal dagegen entschieden.

Für den Einbau des neuen Akkus, der exakt an die Stelle des alten Gelakkus passte, der Abriss der alten Solarplatte und die Montage der 3 neuen Panele, hat genau ein Tag gedauert. Und ich habe von Elektrik nun wirklich keine Ahnung. Im Netz sind aber genügend Hinweise darüber zu finden.

Heute komme ich mit den vorhandenen 200Ah etwa 4 Tage hin, bei gleichen Bedingungen wie damals mit dem Bleiakku in Bad Homburg. Die 330WP auf dem Dach liefern aber auch bei schlechtem Wetter noch etwas Strom, sodass ich höchstwahrscheinlich auch länger als 4 Tage durchhalten könnte.

Bei gleichen Abmessungen habe ich also 4 mal so viel Strom zur Verfügung. Die 330WP auf dem Dach sind absolut ausreichend für uns. Einen Ladebooster von der Lima habe ich bis heute nicht eingebaut. Als Fazit kann ich nur sagen, dass für uns der Aufwand sich in das Thema Lifepo einzuarbeiten absolut gelohnt hat und wir nur noch Landstrom nutzen, wenn der im Preis mit drin ist.

basste315 am 04 Sep 2024 10:14:02

rkopka hat geschrieben:Man kann in den meisten Fällen einfach die Batterie tauschen. Manche Einstellungen mußt du auch ändern von Blei-Säure auf AGM.

Genau umgekehrt :idea:
(leider ein notwendiger Einwand, der eigentlich nicht zum Tröd passt).

AGM (>14,7 V) passt bestenfalls für LiFe(Y)PO4 Akkus (meist DIY der Li-Pioniere mit Winston Zellen).

LiFePO4 Fertigakkus sind mit einer Ladeschluss-Spannung von 14,2-14,4 V und einer Erhaltungsspannung von 13,4 - 13,8 V gut bedient.

Ein Bleiladegerät stellt man daher für einen aktuellen LiFePO4 Fertigakku am Besten auf Blei/Säure oder Blei/GEL ein, wenn kein geeignetes LiFe-Programm einstellbar ist.

Ansonsten teile ich deine Meinung :wink:

Helmut

Ruedi1952 am 04 Sep 2024 10:21:33

Ich bin 71 dreiberuflich unter anderem Industriemechaniker.
Stehe neuen Techniken im Prinzip aufgeschlossen gegenüber (ab EURO 5 muss nicht sein unser mit EUR 3 läuft Problemlos).
Mein Jeep tj ist Bj 97.
Angefangen mit einem selbstbau danach einen Preiswerteren des gleichen Herstellers dazugestellt.
Wir haben jetzt im Sommer Strom im Überfluss. Seit Corona kein Landstrom mehr.
Man findet aber immer neue Baustellen. Der 100 W Solarkoffer der für eine 75 AH Bleibatterie ausreichend war ist jetzt zu klein.
Bei 2×130 AH unzureichend.
Einstellungen EBL Bleisäure, SR Regler 14,6 V.
Hatte das Glück brauchte nichts Balancieren lief gleich gut.
Heute sind wir froh keinen Landstrom zu benötigen.

andwein am 04 Sep 2024 10:28:35

1stchoice hat geschrieben:....."RaGu"Die Suche findet ratzfatz gefühlte 738 Threads dazu. Selbst das „Querlesen“ dauert Tage bis Wochen.
na ja, wenn Dir die vielen Informationen und deren Verarbetung zu viel sind...
...dafür gibt es bspw. die künstliche Intelligenz, die Dich unterstüzten könnte - chatGPT sagt z.B.:

Beides in meinen Augen sehr gute Zusammenfassungen der Thematik!
Das Dumme an der Sache ist nur: Übermorgen stehen beide Beiträge schon in der Mitte der Themenseite, in einer Woche am Anfang der 2. Seite. Mehr als eine Seite überfliegt heute kein Neueinsteiger mehr und die Infos sind für ihn verloren.
Einlesen in ein Thema möchte heute keiner mehr, was im Überfliegen nicht erfasst wird gibt es nicht.
Schade, aber Realität, Gruß Andreas

andwein am 04 Sep 2024 10:32:15

Acki hat geschrieben:.......P.S. Ich persönlich hatte 2013/2014 insgesamt 100 Stunden "Studium" investiert, bevor ich begonnen hatte zu bauen! Hier damals gestartet mit Einlesen ... --> Link

Ich auch, genauer 2008. Ich habe nicht alles behalten, aber wusste wo ich suchen muss.
Gruß Andreas

UweHD am 04 Sep 2024 10:34:25

Das Hauptproblem der Umrüstung auf Lithium-Akkus im Wohnmobil liegt darin, dass absolute Laien plötzlich mit Apps und Ladeanzeigen konfrontiert werden, die irgendwelche SOC's und Lade-Prozentwerte liefern, die oftmals nur schlecht geschätzt sind bzw. sein können. Da werden die Leute dann nervös und fragen sich, warum der Akku jetzt 80% Ladung hat und nicht 98% etc. etc.

Dem gegenüber ist der Einbau eine LI-Akkus im Prinzip so einfach wie bei Blei: Einbauen, anschließen, ggf. Ladekurve einstellen, fertig. Dazu muss der Akku natürlich ein halbwegs passend konfiguriertes BMS haben und auch ansonsten kein vollkommen debalanciert ausgelieferter Schrott sein. Wenn das alles ok ist, sollte es für den laienhaften Benutzer vollkommen egal sein, ob sein Strom dann aus Blei oder LIFePo kommt. Letzteres ist nur erheblich leistungsfähiger und im Prinzip unkomplizierter, denn ein Bleiakku hat kein BMS und geht dennoch bei Tiefentladung kaputt - dagegen ist der LiFePo zumindest i.d.R. bereits geschützt. Einzig der Betrieb bei Minustemperaturen erfordert etwas Sachkenntnis beim Benutzer, aber das ist schon eher ein Ausnahmefall.

Zum Thema des Threads hier mein Fazit: Ja, wer sich hier als Neuling in das Thema Lithium-Akku einlesen will, wird mit vielen Details konfrontiert, die er nicht unbedingt wissen muss. Aber Wissen ist ja nicht grundsätzlich falsch, und es seht auch jedem frei, einfach den neuen LiFePo Akku einzubauen und loszufahren - ohne Forum :)

rkopka am 04 Sep 2024 10:44:30

rkopka hat geschrieben:Man kann in den meisten Fällen einfach die Batterie tauschen. Manche Einstellungen mußt du auch ändern von Blei-Säure auf AGM.
basste315 hat geschrieben:Genau umgekehrt :idea:
(leider ein notwendiger Einwand, der eigentlich nicht zum Tröd passt).

AGM (>14,7 V) passt bestenfalls für LiFe(Y)PO4 Akkus (meist DIY der Li-Pioniere mit Winston Zellen).

Mein (anscheinend nicht genügend ausformulierter) Gedanke war eher, daß man auch beim Wechsel von einer Blei-Säure auf eine AGM oder umgekehrt, etwas umstellen muß. D.h. auch bei Pb ist es nicht immer ein 1:1 Wechsel ohne weitere Aktionen.

RK

Tinduck am 04 Sep 2024 10:58:31

Das ganze Problem mit den '758 Threads' und der Unübersichtlichkeit stammt primär daher, dass es hier im Forum nicht möglich ist, Threads oben im Themenbereich anzupinnen. Dann könnte man da nämlich einfach mal eine neutral formulierte Anleitung zum Wechsel auf LiFePO posten, die nicht von allen zerredet wird und auch nur für den Ersteller editierbar ist.

Anpinnen könnte man sowas, wenn nach einer User-Abstimmung die Mehrheit (nach ner Woche oder so) damit einverstanden ist, so geht man sicher, dass kein grober Unsinn angepinnt wird.

Oder ein Mod entscheidet halt, das was angepinnt wird. Möglichst einer, der sich ein wenig mit dem Thema auskennt :)

Leider macht diese fehlende Funktion die Gewichtung von gefundenen Themen nach Relevanz fast unmöglich. Und oft verstecken sich echte Perlen unter nichtssagenden Threadtiteln.

bis denn,

Uwe

Hannus am 04 Sep 2024 10:59:53

Kann mir mal jemand den Sinn der Spannungsabsenkung (Erhaltungsladung) bei LiFePO erklären?
Zum Ballancieren ist die Spannung nicht zu gebrauchen.
Die pauschale Aussage "tut der Chemie nicht gut" interessiert mich nicht. Ich möchte nur gesichert wissen, wieviel % Lebenszeit kann das den Akku kosten, wenn man es nicht macht. Alles andere ist uninteressant.

mv4 am 04 Sep 2024 11:10:04

die Erklärung hast du dir schon selber geliefert...interessiert dich ja aber nicht

wieviel das % Lebenszeit wirklich kostet ?? das hängt wiederum davon ab bei welcher Temperatur...welche Spannung ...und das Zeitfenster der Spannung
und sicher auch zu guter letzt von der Qualität der Zellen...und welcher Hersteller.

UweHD am 04 Sep 2024 11:26:18

Hannus hat geschrieben: ...Die pauschale Aussage "tut der Chemie nicht gut" interessiert mich nicht. Ich möchte nur gesichert wissen, wieviel % Lebenszeit kann das den Akku kosten.

Ich hatte dazu mal eine interessante Studie einer Universität gefunden - leider ist mir der Link entfallen. Aber auch damit würdest du keine pauschalen Prozentzahlen bekommen, denn die Degeneration der Zellchemie hängt von vielen Faktoren (u.a. Bauart der Zellen) ab. Sicher ist nur, dass eine hohe (maximale) Lagerspannung und hohe Temperaturen die Alterung der Zellen in jedem Fall beschleunigen.

Bei Hochleistungs-LiPo's für 20-40C Anwendungen, mit denen ich persönlich langjährige Erfahrung habe, wirken sich die Lagerbedingungen erheblich aus. Diese Zellen sind teilweise bereits nach ein bis zwei Jahren nicht mehr nutzbar, wenn sie nicht sachgerecht gelagert werden. Die sicherlich weniger anfälligen LiFePos im Wohnmobil, zudem noch mit quasi lächerlichen Strombelastungen von maximal 1-2C, sind da bestimmt weniger empfindlich. Sicher ist aber auch, dass eine reduzierte Lagerspannung auch dort der Lebensdauer zuträglich ist. Und wenn man nicht permanent balancieren muss (warum auch?) spricht wenig gegen eine Lagerspannung von ca. 13,5V

Stocki333 am 04 Sep 2024 11:33:41

Hannus hat geschrieben:Die pauschale Aussage "tut der Chemie nicht gut" interessiert mich nicht. Ich möchte nur gesichert wissen, wieviel % Lebenszeit kann das den Akku kosten, wenn man es nicht macht. Alles andere ist uninteressant.

Das hat Cincano mal sehr gut beschrieben. In einem Tröt, Hab mir den leider nicht abgespeichert. Das ist schon seit jahren ein Thema. Gibt auch Publikationen dazu. Die meisten sind aber über Lions.
Ich mache es so wie du es sicher schon oft gelesen hast.
EInmal festgestellt wo die Ruhespannung des Accus ist. Das ist meine Erhaltungspannung. 0,1 Volt Tiefer, wird wieder geladen.Stelle ich das FZG ab für längere Zeit.Wird der Accu mittels Kaffeemaschine auf die Ruhespannung gebracht.
Dann abgeschaltet. Bei Den Modernen BMS sorgt der geringe Stromverbrauch des BMS dafür, das der Accu sowieso auf die Ruhespannung geht. Nach 24 Std ist er dort.
Der Motorlauf intressiert mich nicht, weil nicht beeinflusbar. Auch nicht bei Trennrelais der Fall.
Ob richtig oder falsch. Ist nur vernünftig.
Den die Alterung ist im Volladebereich am Höchsten. Was das an Alterung der Zellen und Zyklen kostet, Immer auf Volladung zu halten. Ist mir egal. Obwohl ich mal 2700.- damals in die Hand genommen hab.
Jetzt bei den Günstigen Accuspreisen. Eine Sinnlose Diskussion. Die Sau läuft halt noch lange durchs Dorf.Ist Voll Fit.
Egon, lass dich nicht anstecken von der Alterung. Wir müssen es einfach kommen lassen. So wie bei uns.
Wir bekommen Tabletten vom Arzt. Die Accus Erhaltungsspannung. So sind alle befriedigt.
Gruß Franz

wolfherm am 04 Sep 2024 11:43:15

Statt etwas anzuspinnen könnte man das auch unter Anleitungen einstellen. Da kann dann keiner seinen Senf zu geben, es würde nichts zerredet und es wäre vielleicht einfacher zu finden.

DonCarlos1962 am 04 Sep 2024 11:47:13

RaGu hat geschrieben:Fachbegriffe wie Initialladung, BMS Lügen, Ladeschlussspannungen, Zellausgleich und vieles mehr...
Soviel Wissen (absolut hier vorhanden) hilft mir nicht, sondern macht mich einfach nur „kirre“.
Ich liege im Bett und denke, ey, lass es bleiben...
Billig kannste nicht kaufen, teuer ist eben sowenig ein Garant für Plug & Play.


Vor sechs Jahren habe ich meinen Blei- gegen einen LiFePO4 ohne Blutooth-, weil es das wohl noch gar nicht gab, getauscht. Heute würde man "Billigakku" dazu sagen, damals kostete der 120Ah Akku fast 800€.
Die Ladegeräte habe ich auf Blei umgestellt und das war´s.

Ich hatte die gleichen Befürchtungen und gelesen hatte ich nur das nötigste zu dem Thema, auch weil ich die Fachbegriffe gar nicht einordnen konnte.
Trotzdem hat die Umrüstung, mit einer kleinen Ausnahme, geklappt:

Der Kühlschrank hat sich während der Fahrt aus dem Akku, anstatt aus dem Bordnetz bedient. Die Batterie wurde pro Stunde ca. 8-10A entladen.
(Was wohl nicht nur bei mir so vor gekommen ist.)
Dafür musste dann doch ein Booster nachgerüstet werden. Aber auch das ist kein Hexenwerk! Da braucht man keine Angst vor haben.
Ich, als angebrüteter Laie und mit Hilfe des Forums, habe das in einer guten Stunde selbst machen können.
(Eine Werkstatt sollte das deutlich schneller hin bekommen.)

Jetzt habe ich den sechs Jahre alten LiFePO4 Akku gegen zwei "Billigakkus" ohne Bluetooth ausgetauscht. Kann also wieder nicht sehen wie die Zellen "driften" oder sonst etwas. Konnte ich aber die letzten Jahre auch nicht und es funktionierte trotzdem gut.

Vielleicht bringen diese REDODO-Akkus nicht die volle Leistung wie die, welche genau "balanciert" wurden.

Aber das ist mir egal. Diese Akkus kosten pro 100Ah etwa 180-220€, haben 5 Jahre Garantie und funktionieren auch.
Und jetzt gibt es die auch mit Bluetooth-Anbindung.

Damit könnte man die Zellen sicher auch beobachten. Interessanter ist aber zu sehen wie voll die Akkus noch sind, denn die Anzeige im WoMo funktioniert ja nicht mehr zuverlässig.

Jetzt nach ein paar Jahren sehe den Austausch eigentlich viel entspannter. Ich möchte Dir Mut machen! Es ist tatsächlich keine Raketenwissenschaft!

Der sechs Jahre alte Akku wurde nicht geschont.
Wurde nur im Winter unter null Grad abgeklemmt. Ansonsten hing er immer an der Solaranlage und wurde geladen und genau so behandelt wie die AGM vorher.
Fire and forget.
Mit dem Wechselrichter hat er tüchtig Strom liefern müssen.
Trotzdem ist er noch in gutem Zustand, wenn auch nicht mehr Zeitgemäß, weil das BMS zu schlecht ist.

LG Carsten

Stocki333 am 04 Sep 2024 12:03:21

wolfherm hat geschrieben:Statt etwas anzuspinnen könnte man das auch unter Anleitungen einstellen. Da kann dann keiner seinen Senf zu geben, es würde nichts zerredet und es wäre vielleicht einfacher zu finden.

Hallo Wolgang
Diese Idee, mit der hab ich auch schon geliebäugelt. Dort das Thema verlinken auf einen neuen Tröt in der Lithium Abteilung. Zweiten Tröt für Fragen und Meinungen. Mit selber Überschrift. So wie es bei Ralf gemacht habe.
Eines würde ich aber als Vorausetzung sehen. Dort ein Neues Thema mit einem Neubeginn. Nur für Lithium Accus.Pasend zu dem Lithiu Thema.
Das Thema hier.
-----------------------------------------LiFeYPo4 und LiFePO4
Ist jetzt schon einer der grössten Themenbereiche im Forum. Wird immer mehr unübersichtlich. Den gerade viele Fragen sind immer mit den selben Fragen/ Antworten gekoppelt.
Hier einen Link zu setzen. Und wenn etwas unklar ist, Kann man das immer leicht beantworten.
Denkt mal darüber nach. Bevor das noch immer blöder wird, hier in diesem Themenkreis.
Franz

TrigonSP am 04 Sep 2024 12:03:37

Der Eröffnungstext spricht mir gerade richtig aus der Seele. Denn ich lese hier auch schon zu dem Thema seit längerem mit und schreckt mich auch davor ab eine eventuelle Umrüstung zu machen.
Da wir auch keine großen Verbraucher mitführen, wie Kaffemaschine, E-Bike etc reicht uns unsere Bleibatterie bzw. habe gerade 2 Aufbaubatterien zum Test dran. Das einzige was ich gemacht habe ist, das ich das Originale 75 W Modul getauscht habe und den PWM Solarladegerät gegen ein 150 W Modul und dem Victron 100/20 SR. Der läuft wirklich sehr gut, dafür auch ein Dank an das Forum.
Ob ich wirklich irgendwann einen egal welcher Marke Type etc umrüste das steht noch in den Sternen, weil jetzt läuft es erstmal Top, wie war das nochmal „never change a running system“.
Irgendwann ist der Nacht, bei Spannung 12,78 V trennt sich die Starterbatterie von der Aufbaubatterie und sie gehen erstmal getrennte Wege und wenn die Aufbaubatterie z.B von der Solaranlage voll ist, bzw. so etwa bei 13,3 V, da werden die beiden parallel gelegt und die Solaranlage lädt beide Batterien bis voll. Auch wenn ich fahre, da Baujahr 2007, keine intelligente Lichtmaschine, es werden beide Batterien geladen. Wenn ich jetzt so einfach eine Lithium als Aufbaubatterie nehme, ok, den SR noch umstelle, so wie mitgelesen habe kann ich denn Nordelektronica NE143 weiter benutzen, aber jetzt passt doch mein Trennrelais von den Spannungswerten nicht mehr und dann hört der Spaß auf. Also weit weg von 1:1 Tausch.
Danke für das Lesen.

Gruß Uwe

UweHD am 04 Sep 2024 12:24:04

TrigonSP hat geschrieben:... jetzt passt doch mein Trennrelais von den Spannungswerten nicht mehr und dann hört der Spaß auf. Also weit weg von 1:1 Tausch.

Deine Installation ist aber auch weit weg vom Standard, wenn du in der Entladephase die Bordbatterie mit der Starterbatterie koppelst etc.

Im Normalfall sind Starter- und Bordnetz getrennt und werden bei laufendem Motor entweder durch ein Trennrelais gekoppelt (vor Euro6d) oder die Bordbatterie wird mittels eines Ladeboosters geladen (nach Euro6d). In beiden Fällen kann man eine Bleibatterie fast 1:1 gegen LiFePo tauschen... selbst das Umstellen der Ladekurve ist nicht zwingend, die LiFePo funktioniert auch mit einem Blei-Ladegerät zufriedenstellend.

Pechvogel am 04 Sep 2024 12:42:07

UweHD hat geschrieben:...Im Normalfall sind Starter- und Bordnetz getrennt und werden bei laufendem Motor entweder durch ein Trennrelais gekoppelt (vor Euro6d) oder die Bordbatterie wird mittels eines Ladeboosters geladen (nach Euro6d)...

Nö!
Bei meinem Knaus aus 2011 werden die Batterien bei laufendem Motor zusammengeschaltet und bleiben so lange zusammen bis die Spannungen zu unterschiedlich werden. Dann fällt das Relais wieder ab.
Das kann nach 1 Minute passieren wenn ich unbedingt den WR anschmeißen muss, oder auch erst nach 20 Minuten oder länger.
Und auch bei Landstrom werden, ab einer bestimmten Spannungslage, die Batterien zusammengeschaltet und beide geladen.
Wenn Landstrom wieder weggenommen wird dann bleiben die Batterien verbunden bis die Spannungen wieder zu unterschiedlich werden.

Alles Standard und Serie.


Grüße
Dirk

Hannus am 04 Sep 2024 12:43:29

Das mit dem parallelschalten der Batterien übers Trennrelais auch beim "Rückwertsladen" kenn ich eigendlich nur bei Calira und Cramer. Bei Nordelektronika kenn ich eigendlich nur die übliche Erhaltungsladung, wenn überhaupt. Vieleicht hast du da was falsch verstanden.
Welche "NE-Abzweigdose" ist denn bei dir verbaut? NE185?

Pechvogel am 04 Sep 2024 12:45:54

TrigonSP hat geschrieben:...Wenn ich jetzt so einfach eine Lithium als Aufbaubatterie nehme ... passt doch mein Trennrelais von den Spannungswerten nicht mehr und dann hört der Spaß auf. Also weit weg von 1:1 Tausch...

Frage ausdrücklich an "TrigonSP": Was würde denn passieren wenn Du jetzt 1:1 tauschen würdest? :gruebel:



Grüße
Dirk

TrigonSP am 04 Sep 2024 12:48:37

Pechvogel hat geschrieben:Und auch bei Landstrom werden, ab einer bestimmten Spannungslage, die Batterien zusammengeschaltet und beide geladen.
Wenn Landstrom wieder weggenommen wird dann bleiben die Batterien verbunden bis die Spannungen wieder zu unterschiedlich werden.

Alles Standard und Serie.


Grüße
Dirk

Danke Dirk, das Szenario Landstrom habe ich erst gar nicht erwähnt, genauso funktioniert das. Ich habe seit letztem Jahr 2 von diesen Intact BT Ausleseteilen sowohl an Starterbatterie und Aufbaubatterie dran und sehe ich ja genau was da Spannungsmäßig abgeht und jetzt zusätzlich ja noch den Victron, aber der zeigt mir nur die Aufbaubatterie an.

Gruß Uwe

TrigonSP am 04 Sep 2024 12:56:53

Pechvogel hat geschrieben:Frage ausdrücklich an "TrigonSP": Was würde denn passieren wenn Du jetzt 1:1 tauschen würdest? :gruebel:



Grüße
Dirk


Das versuche ich mir auch schon die ganze Zeit vor zustellen. Angenommen, die wären Abends beide bei sagen wir 13,4 Volt, dann würden die im 1:1 Tausch die ganze Zeit parallel laufen und die Aufbaubatterie würde die Starterbatterie stützen, weil die möchte ja gerne auf Ihre Ruhespannung von 12,8 Volt gehen und die LI Batterie würde doch gerne bei Ihren 13,4 Volt Ruhespannung bleiben wollen. Die würden sich erst wieder trennen, so meine bisherigen Beobachtungen, wenn wenn die Aufbaubatterie unter 12,78 V geht.

Und ja ich habe den Sicherungskasten NE185 TR1 und als Panell das NE152, ist ein CI Aufbau von Trigano.

Gruß Uwe

rkopka am 04 Sep 2024 13:06:36

Pechvogel hat geschrieben:Bei meinem Knaus aus 2011 werden die Batterien bei laufendem Motor zusammengeschaltet und bleiben so lange zusammen bis die Spannungen zu unterschiedlich werden. Dann fällt das Relais wieder ab.

Mit einem normalen Relais geht das aber nicht, weil die Spannungen durch die Verbindung immer gleich sind. Man kann also nur die Höhe der (verbundenen) Spannung messen. Bei einem Booster sieht die Sache anders aus.

RK

Hannus am 04 Sep 2024 13:08:42

Im täglichen Gebrauch passiert da eigendlich gar nichts. Erst wenn ich das Fahrzeug in dem Zustand für längere Zeit (je nach Größe der LiFePO sind das Monate) abstelle, hat die Starterbatterie genug Zeit die LiFePO leerzusaugen. Allerdings dauert es auch nach dem Trennen noch einige Zeit, bis die LiFePO wirklich in einen kritischen Bereich kommt.

Aber wie gesagt, bei Nordelektronika kenn ich die Funktion so nicht. Und die unterschiedlichen Spannungen sagen auch was anderes aus.

Ruedi1952 am 04 Sep 2024 13:11:37

Aus der Praxis:
Bei unserer Calira wird die Parallelspannung mit der Starterbatterie bis 13,2 V aufrechterhalten.
Wir haben zwei Liefepo4 je 130 AH.
Im Sommer nur mit einer Batterie ohne Solarunterstützung werden die 13,2 V nach 7+ Tagen unterschritten.
Im Winter ca. 4 Tage.
Haben wir unser 100 W Solarkoffer angeschlossen könnten wir unendlich stehen.
Mit unserer 75 AH Bleisäure war im Winter max. eine Nacht freistehen drinnen.
Ich baue noch einen Trennschalter ein und trenn die Starterbatterie manuell wenn wir länger ohne Solar stehen sollten.

Hannus am 04 Sep 2024 13:44:33

Hallo Ruedi1952
Dann solltest du aber auch erwähnen, was noch alles für Verbraucher an deinen Batterien hängen. Ca. 100Ah in vier Tagen verschwinden nicht einfach so in der Starterbatterie, es sei denn, sie ist defekt.

Pechvogel am 04 Sep 2024 14:01:00

Hannus hat geschrieben:Im täglichen Gebrauch passiert da eigendlich gar nichts. Erst wenn ich das Fahrzeug in dem Zustand für längere Zeit (je nach Größe der LiFePO sind das Monate) abstelle, hat die Starterbatterie genug Zeit die LiFePO leerzusaugen...

Nee!
Die Starterbatterie hängt ja "nur" bis 12,8V an der Lithium. Dann macht das Trennrelais ja wieder auf.
Und bei 12,8V hat eine Lithium noch etwa 20-30% ihrer Kapazität.
Ok, ist dann fast leer. Aber von kaputt, was das BMS ja auch verhindern sollte, noch weit entfernt.

Und jetzt mal andersherum:
im Winterlager, ohne Stromanschluß, hat schon so manche ( Blei- ) Starterbatterie das Zeitliche gesegnet weil sich Bleibatterien innerhalb von drei oder vier Monaten kompl. entleeren können. Vor allem wenn sie sowieso nicht mehr so ganz frisch sind.

In der Konstellation wie "TrigonSP" es machen könnte, würde die Lithium-Aufbaubatterie die Starterbatterie über Monate stützen. Und erst wenn die Lithium-Aufbau-Batterie dann so langsam an ihre 20% kommt, ist die Starterbatterie, die dann mit 12,8V immer noch bei 100% voll ist, auf sich gestellt.



Grüße
Dirk

Ruedi1952 am 04 Sep 2024 14:13:02

In den 4 Tagen natürlich Heizung, Licht, Ladegeräte Handy, Tablet usw.
Die Starterbatterie nimmt sich 2 A je Stunde.
Zuhause trenne ich per Natoknochen den Aufbau ab.
Jetzt kommt noch die Leitung zur Starterbatterie drann, damit das ein Ende hat.

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