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Mein Reisebericht ist ja wie immer mein/unser pers. Reisetagebuch, und gar nicht aufregend oder abenteuerlich, denn wir hatten einen Friede-Freude-Eierkuchen-Urlaub.
:tanz:
Aber ich fang mal an:
14.9.07
Eigentlich wollten wir ja nach Ungarn, oder mit Wiebkes in die Provence. Oder lieber doch wieder nach Österreich? Und während dieser ewigen Planung entdeckte Julia unser Prospekt von ?ten und meinte, zur Silberhochzeit wäre doch eine Woche ?ten eine gute Idee, weil wir sonst eh zu sparsam dazu wären. Also gebucht, alles prima, Ziel steht fest. Die restliche Zeit wollen wir in den Bergen Südtirols verbringen, und durchs Forum haben wir genügend Infos.
Start um 15:00 mit der Verkehrsdurchsage, dass in Aschaffenburg der erste Stau auf uns wartet. Nach 2 1/2 Stunden sind wir endlich kurz vor Würzburg, also knappe 100 km geschafft, und ich hab die Schnauze voll - Fahrerwechsel. Nun hat Peter freie Fahrt (wie immer) und kurz nach 19:00 steuern wir den Stellplatz Aalen an.
Schöner großer Parkplatz, Restaurant gleich dabei, und ruckzuck Hundegassi und ab in die Kneipe. Die geplante Linsensuppe gibts dann halt morgen. Zum ersten mal spüren wir die Auswirkung des Nichtraucherschutzes. Wir müssen auf der Terrasse im Anorak essen. Egal, schmegge musses. Ochsenbrust mit Meerrettich, Rahmschnitzel mit Spätzle, dunkles Hefeweizen, und der blöde Stau ist vergessen. Also die Sache mit dem Rauchverbot sehen die Wirte ganz anders, als überall zu lesen ist. Hier bleiben die Gäste weg, auch wenn gesagt wird, dass die Nichtraucher nun öfter zum Essen kämen. Dem ist nicht so. Die Wirte gehen auf die Barrikaden, denn der Umsatz bricht ein. Und wenn der Winter kommt, sitzt auch keiner mehr im Anorak auf der Terrasse beim Essen.
Gut gestärkt und durchgefroren gehts zurück auf den Stellplatz, wo inzwischen weitere 5 Womos ebenfalls den komplizierten Weg hierher gefunden haben. Wie in VW-Bus-Zeiten sitzen wir beim Absackerchen und quatschen, endlich mal wieder ohne Glotze. Der Platz hat keinen Strom, dafür ist er kostenlos und die V+E ebenfalls. Urlaub, erste Etappe. Schee isses.
Samstag, 15.9. 9:00, fast alle rundrum weg, Hundegassi, Frühstück und kurz nach 10:00 sind auch wir wieder unterwegs.
Die Sonne kämpft sich durch, und wir uns gen Süden. Kurz hinter der Grenze billigen Diesel fassen und ab in den Urlaub. Ohne Pickerl gehts wohl nicht, denn die nette Dame an der Tanke meinte, dass alle Schilder auf die Mautobahn führen. Also was solls, Pickerl, 7,50 €, gut isses.
In Imst angekommen, wissen wir immer noch nicht, ob wir Brenner oder Reschen wählen, oder Hofer, und wir wählen Hofer und kaufen nochmal ein. Ein dickes Stück Kräuterkochschinken und 80%igen Rum, denn der ist hier 4€ billiger als daheim im Angebot. Nun mach ich noch ein paar Bilder mit den Bergen im Hintergrund, und dann passierts. Die Olympus gibt ihren Geist auf. Objektiv bleibt ausgefahren, das Teil rattert und meint: Gerätefehler. Panik. Urlaub ohne Fotos, ich habs geahnt, denn die hat daheim schon gesponnen und Kartenfehler angezeigt. Gerade mal 1 Jahr alt geworden und nicht billig gewesen. Ich könnt platzen. Gleich neben Hofer ist ein Discounter mit PC-Zubehör, und tatsächlich haben die auch ne Kamera. Also nur eine zur Auswahl, Photosmart hört sich gut an. Gekauft. Urlaub gerettet. Die Bilder von unterwegs und vom Stellplatz Aalen liefern wir nach, denn die Speicherkarte sollte noch ok sein.
Irgendwie stellte sich die Frage gar nicht mehr, ob Brenner oder Reschen, Peter fährt los und wir landen auf der Autobahn Richtung Reschenpass, denn ich bin mit der Gebrauchsanleitung beschäftigt, und Peter ohne Bionavi fährt halt geradeaus. Kurz darauf bekommt Bruno einen Anfall, den er als braver Epileptiker nur einmal im Jahr kriegt, aber das hat mir jetzt gerade noch gefehlt. Bis zum nächsten Parkplatz sitzt ich hinten und kümmer mich ums Hundi. Auf dem Parkplatz gibts die gestrige Linsensuppe und weiter gehts.
Die angekündigte Dauerbaustelle am Reschenpass hat gottseidank heute Pause und wir kommen gut durch. Allerdings gibts einen kleinen Aufenthalt aufgrund eines Motorradunfalles, bei dem der Mopedfahrer gar nicht gut aussieht. Es ist eine traurige Tatsache, dass auf dieser Stecke die Kradfahrer scheinbar spinnen und die Schutzengel herausfordern. Die kommen im Rudel entgegen (nein, nicht die Schutzengel), und schwupp schnell rein vor dem Gegenverkehr. Sorry, aber da haben weder Autofahrer noch Schutzengel eine Chance zu reagieren.
Kurz vor Nauders sehen wir endlich die ersehnten hohen Berge, und am Reschensee angekommen, ist unser Tagesziel erreicht. Wir sind geschafft, aber auf allen Parklätzen Übernachtungsverbot, und hinten an der Seilbahn steht auch kein einziges Womo.
Nach einer kurzen Erholungspause gehts weiter nach nach Prad, denn da soll ein schöner Campingplatz sein. Pustekuchen, alles voll, bis auf einen winzigen Eckplatz am Ausgang neben der Entsorgungsstation, und keine Sicht auf Berge oder sonstwas. Alles vollgestopft mit Wohnwagen dicht an dicht, Wäscheleinen und weiß der Teufel. Nix für uns. Peter will nicht mehr fahren, hat die Schnauze voll, aber egal, durch die Apfelplantagen muss er weiter nach Latsch zum Adler. Dieser Campingplatz ist optimal. Günstig für Wandertouren, Lift direkt beim Platz - aber leider ebenfalls voll.
Jetzt sind wir in Naturns gelandet, und haben den letzten freien Platz erwischt, direkt gegenüber vom Hallenbad.
Zum Abendessen gibts den Kräuterschinken vom Hofer und gebratene Semmelknödel. Irgendwie wars ein blöder Tag, aber der lauschige laue Abend vorm Womo entschädigt uns, und trotz vollgestopftem Platz ists ganz nett, und nach einem Bierchen ist alles wieder gut, auch wenn unsre direkten Nachbarn stoffelig sind und trotz kuscheliger Nähe distanzierte Womofahrer sind. Die Wohnwagencamper dagegen sind alle richtig gesprächig und gut drauf.
Sonntag, 16.9.07 Recht spät werden wir wach und nun ist Stress angesagt, denn um 12:00 müssen wir weg sein, weil auch dieser Platz reserviert ist. Also nix mit Schwimmbad. Heute steht das Schnalstal auf dem Programm, und die Fahrt geht zuerst am Berg und am Abgrund entlang spannend durch das enge Tal, immer weiter nach oben, vorbei an schönen alten Bauernhöfen mit riesigen Scheunen, die ich mangels Haltemöglichkeit nicht knipsen kann, bis zum dunkeltürkisfarbenen Speichersee. Die Farbe kommt auf den Bildern nicht richtig raus, aber der See ist wirklich türkis.
Herrliche Berge rundherum, Friede, Freude, Eierkuchen. Urlaub. Hier könnte man wunderbar wandern, wenn wir noch ein Eckchen zum Parken finden würden. Es gibt nur diesen einen Parkplatz, und der ist rappelvoll. Peter stellt das Womo also mitten auf die Einfahrt wir behalten es im Auge, falls jemand wegfahren will. Ein kurzer Spaziergang auf der Staumauer ist aber drin. Wunderschöne Gegend, hier hätten wir eigentlich länger bleiben wollen.
Nun gehts wieder zurück, und dabei spüren wir die 15% Gefälle gewaltig, denn teilweise gehts nur im 1. Gang und unser Auto tut uns leid.
Zwischendurch kommt aber immer wieder mal ein Stück zum Luft holen. Anstrengend wars trotzdem und wir sind froh, ohne heiße Bremsen wieder runtergekommen zu sein. Jetzt fahren wir weiter Richtung Meran, und unterwegs sehen wir wieder einen Motorradunfall, und auch heute haben wir Raser erlebt, die wahnwitzige Überholmanöver vollführt haben.
Den Campingplatz in Meran steuern wir gar nicht erst an, denn nach Aussage von Camping Adler ist er hoffnungslos voll und außerdem ist uns hier viel zuviel Stadt und Trubel. Lana ist der nächste, aber dort gefällts uns garnicht. Vielleicht sind wir verwöhnt, aber so eingepfercht wollen wir nicht stehen. Hinter Bozen fahren wir auf die Brennerstraße SS12, wo es irgendwo zu den Erdpyramiden Richtung Ritten abgehen muss, die ich mir gern angesehen hätte. Oh je, da schlängelt sich ja eine gewaltige Serpentinenstraße den Berg hoch, und dabei wissen wir gar nicht wirklich, wo sich die Erdpyramiden befinden. Von 15% haben wir heute genug. Lassen wirs lieber erst mal, drehen um, erkundigen uns später irgendwann und irgendwo nach dem genauen Weg dorthin, und fahren erst mal auf den Stellplatz vor dem Campingplatz Klausen. Die Lage ist zwar nicht berauschend direkt unter der Autobahn und oberhalb der Bahnlinie, aber der Platz passt.
Kein Gefühl von Enge und Campingplatzchaos, sondern die gewohnte Stellplatzfreiheit, und ich habe unverbaubare Sicht auf das hoch oben liegende Kloster, wobei die wirkliche Höhe auf dem Bild nicht rauskommt. Feierabend für heute. Nette Nachbarn, die sogar im Gegensatz zu den gestrigen den Mund aufbekommen und uns Wandertipps geben. Peter versucht nun den Kabelanschluss mit unsrem Fernseher in Einklang zu bringen, aber außer ORF und ZDF gibts nur Italiener. Egal, ich bin heute Abend eh mit meinem neuen Kameraprogramm beschäftigt.
Ein Spaziergang durch das idyllische Klausen hebt die Stimmung wieder. Kleine enge Gassen, gepflegte Häuser, Straßenkneipen in noch engeren Seitengassen,
eine nostalgische Mühlenkneipe mit Törggelkeller, und wir steigen sogar zur dahinter liegenden Burg hoch.
Morgen nehmen wir das ganz hoch oben liegende Kloster in Angriff, aber für heute reichen uns die Treppenstufen.
Und hier in diesem Durchgang hat sich Peter auf dem Rückweg den Schädel angekratzt, obwohl er eigentlich weiß, dass er das Genick einziehen muss, weil er so lang ist.
Anschließend gibts noch ein 0,3er Bierchen für 2,50 € in der Gartenwirtschaft einer kleinen Brauerei, dann gehts zurück zum Abendessen, denn vom Kräuterschinken haben wir noch ein großes Stück übrig.
Danach genießen wir noch bei sommerlicher Temperatur den Blick auf das Kloster, dann gehts rein, denn die Pflicht ruft.
Wie erwartet, bringt mich mein HP-Programm zur Verzweiflung, denn das Mistding zeigt mir nur Fragezeichendateien an, die erst im Explorer nach Behandlung mit Foto-Ed sichtbar werden. Ich hasse HP inzwischen, aber was solls, da muss ich durch. ORF1 bringt währenddessen Colombo, und langsam wirds Zeit für die Heia. Ab morgen machen wir Urlaub ohne Stress und bleiben erst mal hier.
Aretousa am 07 Okt 2007 23:46:22
Schön dass ihr wieder da seid, herzlichen Glückwunsch nachträglich :wink:
und der Anfang des Reiseberichts ist schon sehr vielversprechend- hoffentlich geht´s für euch ein wenig gemütlicher und erholsamer weiter.
Freu mich auf den weiteren Bericht mit herrlichen Bildern
Lena
Anzeige vom Forum
Tipsel am 08 Okt 2007 00:02:13
Hi Lena,
alles war wirklich erholsam und entspannt, und wir habens wirklich genossen. Haben MichaelW und auch die Wiebkes (in Kroatien) getroffen. Und tatsächlich hatten wir romantische Silberhochzeit auf dem San Marco, und gegondelt sind wir auch. Schee wars.
Maggie am 08 Okt 2007 00:17:58
Tipsel hat geschrieben:Und tatsächlich hatten wir romantische Silberhochzeit auf dem San Marco, und gegondelt sind wir auch. Schee wars.
:respekt:
Ja genau, dazu möchte ich euch auch noch ganz herzlich gratulieren!!! :blume: Alles Gute für die nächsten 25 Jahre!!! :blume: :kette: :blume:
Maggie
Ausderasche am 08 Okt 2007 00:25:07
Schön, dass Ihr wieder da seid! Und schon ist gute Stimmung im Forum! Wie macht Ihr das, mit dem so schnellen Einstellen von Reisebrichten? Schon vorgearbeitet unterwegs? Und dann noch: Herzlichen GLÜCKWUNCH ZUM EHEJUBILÄUM! Noch einmal 25 Jahre drauf im WOMO!
Frank
Tipsel am 08 Okt 2007 00:41:04
Danke für die guten Wünsche, aber ob wir so lange durchalten?
Ich tipp abends - das ist Ritual bei uns - wenn wir uns die Ereignisse des Tages gemeinsam durch den Kopf gehen lassen, alles in den Läppi - geht einfacher, als mit dem Kugelschreiber - , und dann zieh ichs auf dem USB-Stick und schon ists erledigt. Daheim schnell umstöpseln und ab ins www damit.
Michael 2000 am 08 Okt 2007 02:11:54
Hallo Christel und Peter
Habe gerade euren humorvollen und unterhaltsamen reisebericht gelesen.
Tolle berichterstattung.
Ein typischer reisebericht eines Campers! :D :D
Hier ein stau, da ne kamera im eimer, hier kein parkplatz, der hund spielt auch mit, CP überladen, netter stellplatz mit aussicht aufs WC usw--usw--
Ansonsten war alles OK :D
Alles mit ein wenig humor betrachtet macht das leben lebenswert.
Da mag dann der teufel kommen. Mit dem wird ein bier getrunken und fertig.
Sehe mit spannung der fortsetzung entgegen.
PS. Was habt ihr denn mit der kirche im wasser gemacht??? Bild 5
Geschuppst mit dem WOMO? :)
Beduin am 08 Okt 2007 05:56:48
Super Bilder und toller Bericht.
Schön das ihr heile wieder da sind und auch von mir nachträglich alles gute zur Silberhochzeit.
Tipsel am 08 Okt 2007 07:22:42
Michael 2000 hat geschrieben:PS. Was habt ihr denn mit der kirche im wasser gemacht??? Bild 5 Geschuppst mit dem WOMO? :)
Sowas schlimmes würden wir niiiiiee machen :nein: denn an dem Turm hängt noch ne ganze Ortschaft dran, die vor fast 60 Jahren bei der Flutung untergegangen ist, soweit ich weiß.
Wir sind schon öfter am Reschensee vorbeigekommen, und haben den Turm nie gesehen, wussten aber, dass es ihn gibt und haben diesmal drauf geachtet.
Tipsel am 08 Okt 2007 07:34:21
Montag, 17.9.
Es regnet, die Berge sind in den Wolken, also besteht kein Grund zur Eile. Gegen halb 12:00 wirds Wetter besser und wir rüsten uns für einen Spaziergang, der aber wegen der Wolken nicht hoch zum Kloster führt. Wir bleiben im Tal. Der erste Weg endet in einer Erdgasbaustelle und wir gehen zurück nach Klausen, um hinterm Ort ein Stück an der Eisack?? entlang zu gehen.
Die Nussbäume werfen nach dem Regen kräftig ab und die Hundekacktüte wird zweckentfremdet, denn die Nüsse kann man ja nicht liegen lassen. Auf dem Rückweg schauen wir noch beim Obstbauern rein, je ein Kilo Äpfel und Trauben für 2,25 € . Wir haben mit diesem 2 1/2-Stunden-Marsch für heute unser Pensum erledigt und machens uns vor dem Womo gemütlich. Nach dem Obst gibts noch gut gewürzte Kaminwürstl, anschließend Cappu und Marillenkuchen, nen Cognac hinterher, und die Welt ist in Ordnung. Langsam füllt sich der Stellplatz und wir haben den Top-Platz erwischt, denn jeder muss bei uns vorbei und so erfahren wir einiges über die Gegend und die Nachbarn. Ein kurzweiliger Nachmittag. Peter wechselt nun von Kabel auf Sat, damit wir heute Abend etwas mehr Programmauswahl haben und ich kümmer mich ums Abendessen. Heute gibts Tortellini und Spargelsalat. Fernsehabend und Heia.
Dienstag, 18.9.07
Heute gehts weiter. Der Himmel ist verhangen, und wir haben den CP Brixen ins Auge gefasst, denn für dort habe ich Wandervorschläge, die sich ganz gut anhören. Schlappe 20 Minuten später sind wir dort, und 5 Minuten später auch wieder im Auto, denn die wollen doch tatsächlich 5 € für Bruno. Wir wären mit 7,50 € zwar auch nicht ganz billig, aber immerhin könnten wir die Einrichtung des Komfort-Platzes nutzen. Außerdem ists noch nicht wirklich das, was wir suchen, denn man spürt die Stadtnähe und den Autoverkehr. Jetzt fängts auch noch an zu regnen und zu gewittern, also gehts erst mal in den Eurospar, Bier und Sambuca kaufen, und dann weiter, denn Sand in Taufers und das Arhntal wollte ich mir eh mal ohne Schnee angucken.
Bei immer wieder einsetzendem Regen gehts durchs herrliche Pustertal, und dann rein ins wunderschöne Tauferer Tal bis zum Speikboden. Dann ist allerdings Ende von Stange, denn die Strecke bis Kasern zu fahren, wo der nächste Stellplatz wäre, lohnt sich nicht wirklich, weil inzwischen die Wolken bis auf den Boden hängen. Mistwetter. Außerdem beschließen wir, ab jetzt nicht mehr nach bestimmten Stellplätzen zu suchen, sondern lassen uns treiben. Zu unterschiedlich sind die Geschmäcker und etliche Plätze halt nix für uns, obwohl andere dort zufrieden waren.
In Bruneck wirds Wetter wieder besser, und wir beschließen nach St. Vigil in Enneberg zu fahren, und kommen auch tatsächlich dort bei recht gutem Wetter an.
Wunderschöne Landschaft in 1200 m Höhe, und die Bäume haben schon Herbstfärbung. Und hinter der gepflegten Touri-Ortschaft liegt idyllisch der Campingplatz, ein wenig wild und locker mit einzelnen Nadelbäumen, nicht überfüllt, endlich einer nach unserem Geschmack. Blick auf die Berge, ruhig, friedlich, alles passt. Bis zum Ende der Mittagsruhe haben wir noch eine gute Stunde Zeit und nehmen den Fitnessparcours unter die Sohlen und fühlen uns wie Wanderer im Hochgebirge. Absolutes Urlaubsfeeling.
Hinterher am Rauchertisch vorm Restaurant gibts einen Cappuccino und dann beziehen wir unseren Platz mit unverbaubarer Sicht auf die Berge.
Aretousa am 08 Okt 2007 08:44:18
Da werden mal wieder Erinnerungen wach. Wir waren viele Jahre an Ostern und/oder im Herbst in Lappach im Tauferer Ahrntal. 2 mal auch mit dem Wohnmobil. Bei unserem letzten Ausflug dorthin hatten wir dann den Unfall mit Totalschaden unseres allerersten Womos. Seitdem waren wir nicht mehr dort- obwohl ich die Gegend wunderschön finde.
Erzähl mal noch ein bisschen weiter-Christel :D
Lena
oshatt am 08 Okt 2007 09:25:02
Hallo Christel, hallo Peter,
auch von uns "Herzliche Glückwünsche zum Hochzeitstag" und weitere viele schöne Jahre zusammen!
Schöner Reisebericht bisher!!!
Wie alle deine Berichte auch diesmal wieder Klasse gemacht. Toll!
Wir freuen uns schon auf die Fortsetzung.
Es grüßen Brigitte und Olaf aus S-H
topolino666 am 08 Okt 2007 09:52:48
Hallo Tipsel!
Wie machst Du es Bilder zwischen den Fließtext zu stellen, und dann auch noch so viele (mehr als 3!)??? :?:
topolino
Matthias
FastFood44 am 08 Okt 2007 10:44:26
HALLO
und Danke für den tollen Bericht. Da würde ich gerne gleich los fahren!!
Darf ich etwas vom eigentlichen Thema abschweifen?
Irgendwie finde ich es traurig dass es wohl nicht möglich ist eine Lösung zu finden mit der alle gut leben können was das Rauchthema angeht.
Tipsel hat geschrieben: Zum ersten mal spüren wir die Auswirkung des Nichtraucherschutzes. Wir müssen auf der Terrasse im Anorak essen. Egal, schmegge musses. ..... Also die Sache mit dem Rauchverbot sehen die Wirte ganz anders, als überall zu lesen ist. Hier bleiben die Gäste weg, auch wenn gesagt wird, dass die Nichtraucher nun öfter zum Essen kämen. Dem ist nicht so. Die Wirte gehen auf die Barrikaden, denn der Umsatz bricht ein. Und wenn der Winter kommt, sitzt auch keiner mehr im Anorak auf der Terrasse beim Essen. .
Im Kalten würde ich auch nicht essen wollen. Im Anorak? Nein!
Ist es für Raucher ein großes Opfer vor dem Essen kurz draussen zu rauchen und dann eben nach dem Essen wieder? Denn wärend des Essens raucht doch keiner. Oder?
Irische Kollegen meines Mannes (dort gibt es ja schon länger das Rauchverbot) sagen eigentlich dass es in ihrem Land gut klappt. Man geht kurz raus in eine überdachte Raucherecke teils mit so Wärmestrahler.
Wie könnte man denn das Raucherproblem zur Zufriedenheit ALLE gut lösen?
GRUSS PETRA
Tipsel am 08 Okt 2007 10:58:13
@ Petra: fast alle Gäste saßen draußen, und es war dort eine lockere Stimmung. Daher hab ich auch bei der Wirtin nachgefragt... Wir mussten ja nicht wirklich... wir wollten ja auch 8) :D
@ Matthias: zwischen den Text setz ich die Links für die Bilder mit
[img]...[/img]. Ich hab die Bilder bereits auf meiner Homepage, kann sie daher verlinken und muss sie nicht als Attachment dranhängen.
Und allen nochmal danke für die Glückwünsche, wir sind ja auch ein wenig stolz drauf, dass wirs geschafft haben und uns noch vertragen :D
Gast am 08 Okt 2007 11:12:25
Hallo Christel und Peter,
hab euern Reisebericht schon auf der HP gelesen. Respekt!!
Seid ihr ja ganz schön rumgekommen!!
Wie immer sehr amüsant und aufschlußreich geschrieben und hübsch bebildert.
Zum Ehejubiläum hab ich glaub ich schon an anderer Stelle gratuliert.
Trotzdem nochmal Alles Gute und Glück auf für's nächste Jubiläum!!
Das Raucher-/Nichtraucherthema ist wohl unendlich ...
Tipsel am 08 Okt 2007 11:21:27
Während Peter nochmal schnell mit Bruno spielt, decke ich den Tisch, muss jedoch sofort alles ins Womo schleppen, denn ruckzug wirds butzedunkel und mit Blitz und Donner öffnet der Himmel seine Pforten.
Inzwischen schüttets seit 3 Stunden und wir sind froh, dass wir warm und trocken sitzen und Glück mit unsrem Spaziergang hatten.
Während des Abendessens hört der Regen auf, die Wolken haben sich alle verzogen und beim letzten Sonnenlicht liegen die Bergmassive frisch gepudert vor blauem Himmel. Einfach nur traumhaft - und während des Hundegassis bei dieser herrlichen Kulisse werden wir für das heutige Mistwetter entschädigt. Bilder davon gibts keine, denn vor lauter Begeisterung hab ich vergessen zu knipsen.
Mitternacht gibts noch einen Peter-Geburtstagssekt, und ab in die Heia.
Mittwoch, 19.9.07
Gegen halb 9:00 werden wir vom Sonnenschein geweckt. Auf dem Dach des Nachbarn ist eine Eisschicht, brrrh! Sofort die Heizung an, und bis das Womo durchgeheizt ist, genieße ich die tolle Dusche, und trotz Hinweis auf sparsamen Wasserverbrauch bleib ich ausgiebig drunter stehen. Schee.
Inzwischen war Peter mit Bruno gassi und es ist tatsächlich schon so warm, dass wir draußen frühstücken können.
Nun wird der Rucksack gepackt und die Schuhe geschnürt zu unsrer ersten richtigen Wanderung in eigener Regie nach der Wanderkarte.
Keine Ahnung, wie man Touren beschreibt, aber wir marschieren erst rüber auf die andere Talseite und haben
hier einen tollen Blick auf die Lage des Campingplatzes. Weiter gehts am Hang entlang Richtung Pederü
Es geht vorbei an müden Pferden, und dann werden agile Jungbullen an uns vorbei getrieben.
Zwischendurch immer wieder mal ein herrlicher Ausblick auf die dicken Brocken, denen wir immer näher kommen. Inzwischen haben wir wieder auf die andere Talseite zurückgewechselt, denn wir wollen hoch zu den Wasserfällen, die ich auf der Wanderkarte entdeckt habe. Steinig gehts auf einem schwarzen Wanderweg immer höher,
bis wir uns endlich zwischen 2 Bergen nach oben schaffen und am Wasserfall landen. Puh, wir habens geschafft und können schon sehen, wo es rüber auf die andere Seite geht, aber uns reichts, und nach einer Pause treten wir den Rückweg an.
Bergab ist auch recht mühsam, zumal sich Peter weigert, einen meiner Stöcke anzunehmen. Aber bald sind wir unten und jetzt gehts
bequem im Tal zurück nach St. Vigil auf einen Cappuccino, und dann zurück auf den Campingplatz.
Wir waren einschließlich Kaffeepause gute 4 Stunden unterwegs und sind gewaltig stolz auf uns, weil wir bis oben zwischen den Felswänden waren. Auch Bruno hat toll durchgehalten und lief brav ohne Leine ständig an unsrer Seite. Für erfahrene Bergwanderer war unsre Tour bestimmt nur ein kleiner Spaziergang, aber für uns wars ein Erlebnis.
Als die Sonne hinter den Bergen verschwindet, verschwinden auch wir im warmen Womo und freuen uns auf Garnelen und Geschnetzeltes. Hinterher gibts noch 2 Sambuca und Peter darf sich nach Entgegennahme seiner Geburtstagsanrufe VfB gegen Glasgow Ranchers angucken, während ich mal wieder an der Übertragung der Bilder verzweifle.
Inzwischen hat sich der Platz etwas gefüllt, denn etliche Bussis und Kasten sind angekommen, und gleich hinter unsrer Rückwand, wo der Fernseher steht, hat ein Radwanderer sein Zelt aufgebaut. Der Arme wird heute Nacht bestimmt erfrieren, aber vorher darf er sich erst noch das Fußballspiel anhören, hihi.
Bruno nervt uns den ganzen Abend, denn er hat vorhin ein Eichhörnchen gesehen und ist total aufgeregt und hibbelig.
Aretousa am 08 Okt 2007 11:30:22
Ich habs nicht ausgehalten und auch schon mal auf deiner Seite gestöbert. Ein Superbericht mit Fernwehbildern. In Fusina haben wir genau an der Stelle gestanden an der auch ihr standet- und da der Parkplatz vor Venedig genauso viel kostet wie der CP dort in Fusina fand ich, dass er eine wirklich gute Alternative ist beim Warten auf die Fähre nach Griechenland
Tipsel am 08 Okt 2007 12:19:51
Na, wenn ihr alle schon lunzt, wie es weitergeht, dann lass ich mal die Wäsche liegen.... :D
Donnerstag, 20.9.07
Der Radwanderer hat scheinbar überlebt, denn er ist weg. Unsre extrem sportliche Nachbarn lassen heute die Wanderschuhe drin und steigen aufs Bike. Uns zieht es bei wolkenlosem Himmel weiter Richtung Misurina-See, oder vielleicht auch Antholz. Kurz hinter Bruneck sehen wir in Percha einen Supermarkt und decken uns mit einer Steige Schwechater Schaumrollen ein, denn das vorgestern gekaufte Birra Uni war leider alkoholfrei. Außerdem gibts hier Südtiroler Williams, der muss natürlich auch mit. Direkt gegenüber entdecken wir ein Hinweisschild zu den Erdpyramiden bei Oberwielen, und somit steht unser heutiges Ziel fest, denn die ganze Zeit gingen mir die verpassten Pyramiden vom Ritten nicht aus dem Kopf.
Mit geschätzten 10% Steigung gings fast ohne Gegenverkehr geschätzte 10 Minuten ins Tal rein, dann kam schon der erste Parkplatz mit dem Schild: 25 Minuten zu den Pyramiden. Naja, vielleicht ists vom nächsten Parkplatz näher, denn von gestern ist unsre Beinmuskulatur noch ein wenig träge. Aber auch hier steht ein Schild mit 25 Minuten, was irgendwie nicht stimmen kann, denn wir sind ja weiter hoch gefahren. Egal, los gehts.
Aus den 25 Minuten werden 40, und zwar steil bergauf, auch wenns auf den Bildern recht eben aussieht, (das dazu passende Bild ist leider verschwunden :roll: )
davon 10 Minuten Stein- und Wurzeltreppen, anschließend schmale Wege am Abgrund, und immer wieder herrliche Ausblicke auf Bruneck und den Kronplatz.
Der Weg ist heute doppelt anstrengend, denn Bruno muss nun an der Leine bleiben, da er jeden Baum nach Eichhörnchen absucht und ständig irgendwas wittert und auf dem Sprung ist. Sogar Grashüpfer sind nicht sicher vor ihm.
Und dann sind wir endlich da:
So gehts, wenn man ohne Rucksack wandert.
Noch ein paar Stufen und wir sehen sie - die ursprünglich durch einen Erdrutsch entstandenen Gebilde, die lediglich durch den dicken Stein obendrauf vor weiterer Ausspülung geschützt sind.
Und hier sieht man deutlich, wie eine Pyramide geboren wird.
Der anstrengende Aufstieg hat sich auf alle Fälle gelohnt, und die Bilder können den überwältigenden Eindruck nicht wirklich wiedergeben.
Jetzt gehts nochmal an die Tränke mit Gänsewein und dann wieder bergab.
Und nächstes Mal verlasse ich mich nicht drauf, dass Touristenziele einfach zu erreichen sind, sondern nehme immer die Wanderstöcke mit. Grundsätzlich sollte man auf Wanderparkplätzen das Auto nur in voller Ausrüstung verlassen - haben wir heute gelernt - denn wir haben uns alle drei auf das Quellwasser gestürzt, weils ein trockener Aufstieg war. Außerdem ist Zeit relativ und vielleicht die Angaben von der Mentalität abhängig, und Hinweisschilder sind geduldig.
Genauso ists mit der Frage nach den Straßenverhältnissen. Gut zu fahren mit dem Wohnmobil, fast ne Autobahn - heißt in unsrer Sprache: eng, zwar zweispurig, unbefestigte Seitenränder, 15% Steigung/Gefälle, aber irgendwie zu schaffen. Da erinnere ich mich an früher: Papa sagte damals dazu "wildromantisch". Mama wollte aussteigen, sich scheiden lassen, und nie mehr in die Berge fahren. Naja, damals wars nur geschottert.... und jetzt kann ich Mama verstehen.
Nach dieser Anstrengung haben wir uns einen Nachmittag in der Sonne verdient und fahren ins Antholzer Tal auf den Campingplatz, dessen Lage sogar noch schöner als St. Vigil ist. Der Preis ist mit 20 € der gleiche, lediglich die gekiesten Komfort-Plätze sind etwas teurer.
Wir fahren aber nach unten auf die grüne Wiese, wo Hühner und Hasen unsre Nachbarn sind.
So, nun noch ein Selbstauslöserbild vor der herrlichen Kulisse, und dann
machen wir noch einen Spaziergang und genießen auch dabei das herrliche Bergpanorama. Ich bin so begeistert, dass ich jeden dicken Brocken mehrfach knipse, ohne es zu bemerken.
Gegen 18:00 liegt das Tal im Schatten, und nun wird es kalt und somit haben wir einen Grund, den Williams zu probieren. Peter ist allerdings ein Warmduscher und zieht den süßen Sambuca vor.
Auch heute gibts Fußball, während ich den Läppi quäle.
Und auch heute war wieder Urlaub pur. Schee wars.
eva b. am 08 Okt 2007 13:08:00
Also zunächst einmal GRATULATION für 25 gemeinsame Jahre :flower:
Passt gut auf Euch auf und seid nett zueinander, dann sollte es mit dem Gold wohl auch klappen.
Christel, Dein Reisebericht ist mal wieder absolut kurzweilig. Ich hab auch noch nicht auf Deiner Homepage gespickt, ehrlich 8) Ich geniesse lieber häppchenweise.
Tipsel am 08 Okt 2007 13:13:18
...und heute gehts nach ?ten :tanz:
Freitag, 21.9.07
Strahlender Sonnenschein, aber müde Beine, und wir wollen doch den Antholzer See sehen. Also packen wir und fahren zum Antholzer Biathlon-Stadion. Dort gibts genügend Parkplätze.
Nach der Siegerehrung machen wir uns auf den Weg zum See, der gleich hintendran liegt.
Satte blaugrüne Färbung lässt die Tiefe erahnen, den die flachen Randbereiche sind total klar und farblos.
Um das fast kitschige Bild abzurunden, schwimmt dieser Gescheckte dort rum.
Genug gelaufen für heute und wir überlegen, den Termin in ?ten vorzuverlegen, denn morgen ist dort im Tal Almabtrieb, und sowas haben wir noch nie gesehen. Also zurück zum Auto und gen ?ten. In Innichen legen wir noch eine Pause ein und schauen uns die Kirche an.
(mehr Bilder auf meiner Homepage, hier wirds sonst echt zuviel)
Nach dem Friedhofsbesuch, der sich schon allein wegen der schmiedeeisernen Kreuze lohnt, gibts noch einen Cappuccino im Straßencafé, und wir beschließen, dass dies unser letzter Cappu auswärts war, denn die Tassen sind unverschämt klein, wie überall hier, und die Preise steigen scheinbar täglich.
Weiter gehts nach ?ten, und wir sind gespannt, wie dieser hochgelobte Platz aussieht. Naja, der Stellplatz davor ist ein nüchterner eingezäunter Schotterplatz, auf dem außerdem Baumaterial lagert und 2 abgestellte Wohnwagen stehen. Hier würden wir nicht stehen wollen, denn es hat etwas von ausgegrenzt sein, wobei der kleine Stellplatz am Lift in Moos wenigstens Leben hat.
Also rein in den Caravanpark,
vorbei an dicken Bergkristallen von 60 cm Durchmesser auf den Torpfosten, und dann betreten wir das wunderschöne alte Pflaster der Rezeption, ein Brünnlein plätschert, und die Umbuchung unserer Reservierung ist kein Problem. Wir bekommen unseren Platz zugewiesen, der zwar laut Nachfrage ein Komfortplatz sein soll, aber weder von der Größe noch von der Ausstattung einer ist - Komfortplätze sind hier alle, egal ob mit Verbundsteinpflaster oder Naturboden.
- also für jede Womo-Größe gibts den passenden Platz.
Egal, wir haben Sonne und sind zufrieden. Und wir sehen auch die Berge vom Platz aus....
Doch dann lässt es uns keine Ruhe und wir wollen sehen, was an diesem Platz so besonderes ist. Und findens auch. Die Sanitäranlagen heißen Waldbad, Kristallbad und Bauernbadl, und die Ausstattung hats in sich.
Das ist der Vorraum zur Dusche im Waldbad.
Das Kristallbad liegt unter einem Erdhügel.
Holzfeuergeruch aus dem offenen Kamin anstatt Zitrusputzmittelduft empfängt uns - das hat was -, und die Decke ist mit Kristallen gespickt, die teilweise leuchten.
Ist wahrscheinlich nur Glas, aber macht was her. Das Bauernbadl wird gerade noch gebaut, und zwar wird dazu ein uraltes Bauernhaus - aus der Umgebung importiert - hier gerade erst wieder aufgebaut, was uns aber nix nützt, und wir haben einen weiten Weg ins Waldbad. Den Wellness- und Beauty-Bereich werde ich wohl nicht knipsen, denn der ist anderen Geldbeuteln vorbehalten. Aber das Schwimmbad soll toll sein, haben uns MichaelWs Eltern gerade erzählt, und da haben wir ja zweimal Eintritt frei und werdens auch nutzen.
Wer Wert auf Stil und Komfort vieler Sterne legt, ist hier genau richtig. Man muss es mal erlebt haben, denk ich. Der Platz ist recht voll, also gibts genügend, die diesen Luxus lieben. Alles ist vertreten, ein Globecar-Treffen, jede Menge Bussis, aber auch Phoenix mit SLK-Cabrio aufm Hänger, und natürlich auch unsre Sorte. Per Lautsprecheransage werden wir auf den morgigen Almabtrieb hingewiesen, und auch weitere Aktivitäten wie Kletterkurs und Wanderungen werden angekündigt.
Hundegassi am Olympischen Feuer und den leuchtenden Riesenkristallen vorbei, und ab in die Heia.
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Und wenn weiterhin Interesse besteht, mach ich morgen weiter.
an100 am 08 Okt 2007 16:19:00
Hi,
euer Bericht ist toll zu lesen. Wir sind eine Woche später gefahren und haben im Breich Vinschgau Meran und Bozen leider die selben Erfahrungen gemacht, alles voll, Parken nur mal so zum Essen oder Schauen ist nicht, viel Verkehr und Äpfel über Äpfel, meistens in Anhängern hinter Treckern mit 25 Km/h. :? Nach einem heftigen Wetterumschwung haben wir uns die Brennerautobahn von Bozen bis Insbruck angesehen, wo das Wetter auch besser war. Den Rest haben wir im Allgäu und in Österreich verbracht. Leider docht auch ziemlich voll, aber nicht so schlimm wie in Bella Italia. Warntafel für Italien wird nun verkauft. :wink: ist mir zu voll und zuviel Camping, schade. Demnächst wieder in den Norden.
Schönen Urlaub noch.
Andre
Beduin am 08 Okt 2007 16:29:47
eva b. hat geschrieben:Ich geniesse lieber häppchenweise.
Das ist ganz bestimmt besser so, habe ich doch dabei jetzt 2 vergnügliche Stunden verbracht und so :eek: geschaut, als ich die ********** Bilder sah :D
Geh dann jetzt mal meinen Abwasch machen :?
Gast am 08 Okt 2007 17:05:59
Toller Bericht. Was mir zu Reschen einfällt :
Zwischen Reschen und Grauen, da steht ein Tun-el..... wer kann weitersingen ?
Da möchte man gleich wieder losfahren....
Aretousa am 08 Okt 2007 17:11:39
Vermutlich....wenn man rein fährt wirds dunkel wenn man raus fährt wirds hell....
MichaelW am 08 Okt 2007 23:08:08
Super geschrieben und wieder klasse Bilder.......ich geniesse auch gerade wieder scheibchenweise........ich könnt auch gleich wieder los, denn ich weiss, was noch kommt :oops: :D ..................und auch an dieser Stelle, herzliche Glückwünsche nachträglich zu Eurem Ehe-Jubiläum :!:
MichaelW am 08 Okt 2007 23:42:25
....und jetzt war doch nicht mehr scheibchenweise............hab das Reisetagebuch auf Eurer HP verschlungen.........................ganz grosse KLASSE :!: :zustimm: :respekt: , darauf einen Waldler :wink:
Tipsel am 08 Okt 2007 23:49:07
Sind leider nur noch 5 cm in der Flasche, also wir müssen langsam trinken :D prost
MichaelW am 08 Okt 2007 23:58:06
und ich sag noch, NIMM ZWEI (nich die Bonschen :D ) :oops:
JPS am 09 Okt 2007 12:38:54
auch von mir besten Dank für die Glückwünsche. :D :D :D
Der Waldler nimmt ja bedrohlich ab, aber ich hoffe heute Abend
gibt es noch einen.!! :wink: :P :wink:
Tipsel am 09 Okt 2007 12:52:17
Samstag, 22.9.07, Almabtrieb
Um 10:45 steigen wir bei strahlendblauem Himmel nach einer frostigen Nacht mit Bruno in den Bus, und mit uns weitere 3 Hunde. Also kein Problem ohne Beißkorb. An der Helmbahn steigen wir aus und erkundigen uns erst mal, ob Bruno ohne Maulkorb morgen mitfahren darf, denn ein großes Schild weist auf die Beißkorbpflicht hin. Nach einem Blick auf unsre Bestie grinst der Bedienstete, also alles klar. Jetzt machen wir einen Spaziergang durch ?ten, denn die Rinder kommen erst irgendwann nach 13:00. Um unser Wanderstockproblem in den Griff zu bekommen, kaufen wir ein paar Teleskopstöcke, denn die großen sind schon lästig, wenn man sie nicht wirklich braucht.
Dann gehts am Bach entlang zum Festzelt, wo die Kühe erwartet werden. Michaels Eltern sind auch da, und bei einem Bierchen und einem Schwätzchen geht die Zeit ganz schnell rum.
Ist schon toll, wie schnell man mit lockerer Selbstverständlichkeit mit fremden Leuten Kontakt bekommt, wenn man den Sohn und das Womo aus dem Forum kennt. Wir haben zwar nie Kontaktprobleme, aber mit Aufkleber gehts leichter.
Drei Peitschenknaller zeigen uns ihre Künste mit unterschiedlichen Knallern
das Kälbchen - der Preis fürs Gewichtraten - wird gebracht, und dann kommen sie:
Nun stehen alle Rindviehcher zusammen, sind wohl etwas gestresst, denn manche fangen an zu raufen, und andere warten geduldig vor sich hinbimmelnd, bis sie von ihren Herrchen einzeln mit dem Hänger abgeholt werden, aber wirklich freiwillig lässt sich keines einfangen und abtransportieren und oft gehts im Galopp übers Gelände und dabei geht auch mal eine Kuh in die Knie. Peter hats gefilmt, während ich mit Bruno hinters Haus geflüchtet bin. Für uns wars der erste Almabtrieb und es war beeindruckend, wie diese Menge Rindviehcher doch recht ordentlich hierher getrieben wurden und die Ausbruchversuche ganz schnell unterbunden wurden. Ich bin allerdings jedesmal mit Bruno schnell hinter einen Viehwagen verschwunden.
(mehr Bilder gibts auf meiner HP)
Hier einige Mitglieder der Wurzelkapelle, deren Instrumente ausschließlich aus Wurzelholz bestehen und tatsächlich Mukke machen.
Im Zelt spielt inzwischen eine Blaskapelle, die Burschen melken an einer Holzkuh mit Gummizitzen um die Wette, das Fest beginnt, aber uns ists zum Feiern noch zu früh und wir machen uns auf den Weg zum Bus und verbringen den restlichen Nachmittag in der Sonne vor dem Womo. Urlaub, schee isses.
Inzwischen ist MichaelW mit dem PKW angekommen, bereitet den fliegenden Wechsel mit den Eltern vor, und nach kurzer Begrüßung (boah, hat der ein süßes Töchterchen) probieren wir die Waldbadduschen aus, und wir sind begeistert. Die Luxusanlage hat was.
Nach dem Abendessen (geröstete Maultaschen und Chinakohl) haben wir auch den Spülraum getestet. So luxuriös macht sogar Geschirrspülen Spaß. Und im Vorraum gibts Internet und einen Bankomat, neben einem Kachelofen.
Sonntag, 23.9.07 Natürlich sind wir wieder zu langsam heute früh und der Bus um 10:45 ist schon weg. Also nehmen wir den späteren und erreichen kurz vor der Mittagspause die letzte Gondel der Helmbahn.
Oben angekommen entscheiden wir uns für den Weg zur Hahnspielhütte (knapp etwas über 100 m höher). In der Bildmitte kann man oben den Weg sehen. Als wir an dieser Biegung angekommen sind, haben wir einen herrlichen Ausblick ins Fischleintal, allerdings gegen die Sonne,
und auf der anderen Seite sind plötzlich viele Berge da, die man vorher gar nicht sehen konnte.
Hier sieht man auch die vor uns liegende Wegstrecke zur Hütte. Dort angekommen überlegen wir weiterzugehen, denn zur Silianhütte ists nur ne Stunde, aber uns reichts für heute, und wir gehn ein Stück zurück
und machen Mittagspause. Wer hat schon vom Essenstisch aus so eine tolle Aussicht?
Dann gehts zurück zur Bergstation und um die Ecke Richtung Skilift aus Innichen, von wo aus wir weit ins Pustertal sehen können. Obwohl wir nur auf knapp 2000 m Höhe sind, hat man das Gefühl, über alle Berge rundherum drüber sehen zu können.
Mit der nächsten Bahn fahren wir wieder runter, erwischen auch gleich den Bus und fahren durch bis auf den Kreuzbergpass.
Von hier aus wollen wir morgen eine Almwanderung machen, falls wir rechtzeitig wach werden.
Jetzt suchen wir den Wanderweg Nr. 13A, auf dem wir bequem in 30 Minuten am Bach entlang zum 100 m tiefer liegenden Campingplatz laufen.
Nachdem Bruno abgefüttert ist, machen wir noch einen kleinen Rundgang und bleiben bei Michael hängen, wo wir gemeinsam den restlichen leckeren Roten der Eltern niedermachen. Endlich mal ein süffiger Rotwein, aber leider aus Venedig, also keine Chance hier so einen lieblichen Roten zu bekommen. Leicht fröstelnd verkriechen wir uns nun zum Abendprogramm ins warme Womo.
Normalerweise sind wir ja nicht so verfroren, aber hier sitzt man noch gemütlich in der Sonne, und im nächsten Moment verschwindet sie und es wird von jetzt auf gleich richtig kalt. So schnell kann man sich an den Temperaturunterschied nicht gewöhnen und man wird zur Frierhutzel.
dima am 09 Okt 2007 20:06:26
Hallo Christel, hallo Peter,
erstmal noch nachträglich unsere Glückwünsche zum Jubiläum!!
Euer Reisebericht ist natürlich wie immer sehr interessant und unterhaltsam.......vielen Dank dafür!
:daumen2:
Welcome back!
Tipsel am 10 Okt 2007 21:56:13
Danke nochmal für die Glückwünsche.
Der guten Ordnung halber setz ich mein Tagebuch fort, auch wenns die Interessierten schon längst fertig gelesen haben :D
Heute kommt unsre richtig große Wanderung:
Montag, 24.9.07
Heute sind wir rechtzeitig unterwegs und kommen schon um 11:00 am Rote-Wand-Lift an, und sind kurz drauf für 6 € schon oben. Ist zwar bequem, aber steile Seilbahnfahrten werden nicht mein Hobby, denn an jedem Pfeiler schaukelt die kleine Gondel... und meine Nerven auch.
Herrliche Aussicht auf die Berge auf der anderen Seite des Fischleintales
und auf die Gegend unsrer gestrigen Tour. Dort drüben weiter rechts liegt auch die Alpe Nemes Hütte, wo wir heute noch hinwollen, und wo die Kühe des Almabtriebes vom Samstag ihren Sommer verbracht haben. Aber jetzt gehts erst mal auf den Wanderweg 18 unterhalb der ?tener Rotwand nach Süden zum Kreuzbergpass, und dann wollen wir auf der anderen Seite wieder zurück zur gegenüberliegenden Alm.
Steinig führt er durch herbstlich romantischen Wald. Zwischendurch ein Blick auf die Rotwand neben uns,
weiter über eine Alm, von der die Kühe auch schon abgetrieben sind,
und ein Blick auf den Caravanpark tief unter uns, dann steinig weiter, und nach 2 Stunden erreichen wir den Kreuzbergpass auf 1632 m Höhe, also ca. 400 m tiefer als die Bergstation an der Rudi-Hütte. Und wer meint, dass bergab leichter ist, als bergauf, der hat wohl andere Füße als ich, denn mein rechter großer Fußzeh meckert.
Nach einer kurzen Pause auf dem Kreuzbergpass nehmen wir nun den Weg 131 zur Alpe Nemes in Angriff, erwischen eine richtig steile Abkürzung,
und kommen nach fast einer Stunde ständiger Steigung mehr als 300 Meter höher am Hochmoor an. Hier wachsen nur noch Krüppelkiefern, die Bäume sind bemoost, der weiche Torfboden riecht herrlich in der Sonne, und es ist einfach nur traumhaft. Sogar Bruno lief die ganze Zeit brav ohne Leine, also alles bilderbuchmäßig.
Jetzt können wir auch schon die Hütte sehen, können sie fast greifen, aber trotzdem kommen wir nochmal ins Schwitzen bis wir endlich oben ankommen.
Wahnsinnsaussicht, und hinter den dicken Brocken tauchen immer mehr auf. Eine endlose Kette von Bergen hintereinander.
Aber erst gibts mal ein Radler, dann Speckknödel mit Krautsalat und hinterher einen Zirbelkiefer- und einen Almrosenschnaps. Ein fescher Geißenpeter spielt auf der Ziehharmonika und singt lustige und auch ernste Heimatlieder, und es ist fast schon kitschig, aber traumhaft schön.
Wir genießen die Aussicht und die Sonne fast eine Stunde lang, aber dann wirds Zeit für den Abstieg. Jetzt müssen wir etwas mehr als 400 Höhenmeter runter, nehmen dazu den Weg 131,
vorbei an einem kreisrunden Moorsee, über Schottersteine unterschiedlicher Größe, eine gute Stunde steil bergab.
Dann kommt endlich die Abzweigung zum Campingplatz, und die ist noch steiler,
und ganz unbequem, rollende tote Ästchen, glatte Steinplatten und freigespülte Wurzeln. Hier scheint lange keiner mehr gegangen zu sein. Irgendwo weit über uns werden krachend Bäume gefällt, ansonsten keinerlei Geräusche und keine Ahnung, wo hier der Caravanpark sein soll. Nur tiefer Abhang und nix als Bäume und wir. Aber die Beschilderung stimmt noch. Also mutig weiter.
Nach einer weiteren halben Stunde taucht der Platz auf, wir habens geschafft, es ist inzwischen nach 17:00, und wir sind nach insgesamt 6 Stunden fertig für heute und stolz wie Bolle.
Auch Bruno ist diesmal fix und alle, denn Schotter tut den Pfötchen scheinbar nicht gut. Aber egal, das wird wieder. Wir haben 2 wunderschöne Touren auf beiden Seiten des Tales miteinander verbunden, viel gesehen, und schee wars.
Nudeln, Hackbraten und Salat, ein Schnäpsi, und nun gehts an die Sichtung meiner 60 Fotos von heute. Die Begeisterung ist noch so frisch, dass ich am liebsten alle Fotos nehmen würde.
Kater58 am 10 Okt 2007 22:29:51
Na, Glückwünsche denn auch noch aus dem Odenwald zum Ehe-Jubiläum.
Viele auch von Elke.
Tipsel am 10 Okt 2007 22:31:37
hihi, gottseidank von Elke und nicht von der Gabriele oder der Documenta :D Danke :razz:
Tipsel am 11 Okt 2007 13:54:43
Dienstag, 25.9.07
Der Himmel ist leicht bewölkt, unsre Beine etwas schwer, der Kühlschrank fast leer, und das Bier ist all - also satteln wir das Womo und fahren erst mal nach Silian zum Hofer und an die Tanke. Danach steuern wir Richtung Misurina,
erhaschen einen Blick auf die drei Zinnen,
und machen Halt am Dürrensee. Hier waren wir schonmal und dachten damals, der See wäre ausgetrocknet. Aber scheinbar ist er immer so. Zwischen Wasserpflanzen und kalkigem Schlamm tummeln sich die Entchen.
Über eine Serpentinenstraße gehts nun hoch nach Misurina und dort gibts viel mehr als nur 3 Zinnen:
Am liebsten würden wir hier ein Weilchen bleiben und die Aussicht genießen, aber auf allen Parkplätzen ist absolutes Halteverbot für uns, denn unsereiner muss auf den Stellplatz, der riesig groß und eben und leer ist.
Die Gebühr beträgt 8 €, also recht günstig für diese Lage, aber für ein kleines Stündchen ist uns das zuviel, denn es ist die Mindestparkgebühr. Wandern ist heute nicht drin, wegen der schweren Beine, drum fahren wir weiter an den See
und können nur einen kurzen Stopp einlegen, da auch hier auf den leeren Parkplätzen keine Womos erwünscht sind. Naja, wir waren mal da, habens gesehen, und fahren zurück nach Toblach, einen Stadtrundgang machen.
Und wieder mal haben wir nicht daran gedacht, dass die Siesta bis 15:30 dauert. Also behalten wir unser Geld und es geht zurück zum Caravanpark, den restlichen Tag bei Cappu und dem frischen Sturm aus Österreich in der Sonne genießen, die den Weg durch die Wolken doch noch gefunden hat. Zwischendurch versuchen wir ab und zu mal Bernd zum Geburtstag zu gratulieren, aber scheinbar hat er heute handyfreien Tag und ist nicht erreichbar.
Zum Abendessen gibts Grammelknödel mit Röstzwiebeln und Rotkraut, und hinterher lassen wir mit einen Willi bzw. Sambuca diesen Tag ausklingen.
Mittwoch, 26.9.07
Es regnet. Der Wetterbericht hat also nicht gelogen. Lohnt es sich überhaupt, aus dem Bett rauszukriechen? Bruno muss allerdings Gassi und ich mach mich mutig auf den Weg. Und dann passierts - am schlammigen Hang ziehts mir urplötzlich ohne Vorwarnung die Beine weg, eklig, alles matschig, bin total zugesaut und hab Aua am Arm. Gottseidank ist außer mir niemand unterwegs und keiner hats gesehen. (Anmerkung JPS -->> LEIDER !!)
So sah die Hose aus, den Anorak hab ich gleich wieder in Ordnung gebracht.
Nach einem gemütlichen Frühstück so gegen 12:00 hol ichs Strickzeug raus, Peter kreuzworträtselt, und dann inspizieren wir das Felsenbad. Herrlich leeres tolles Schwimmbad. Morgen nehm ich die Kamera mit, denn sowas muss man mal gesehen haben. Unterschiedliche Ruhebereiche mit teilweise gedämpftem Licht, Holz und Felsplatten, Kieselsteine im Schwimmbecken, warmes Sprudelbecken, eiskaltes Tauchbecken, interessante Kneippanlage, bei der man über Kiesel und Felsplatten läuft, und der Gipfel ist die dunkle stille Grotte hinter einer schweren Fels-Schiebetür. Auch hier Kieselsteine im eiskalten Wasser, rundherum beheizte Fels-Sitz- bzw. Liegebänke, ganz schwaches warmes Licht, und das einzige Geräusch kommt von einem dünnen Wasserrinnsal. Ein Erlebnis, denn ich sitz alleine hier drin. Warme angenehme Ruhe.
Aber einen Minuspunkt im Superschwimmbad hab ich endlich und gottseidank gefunden. Der Duschbereich ist einsehbar, also partiell. Ich kann nackisch duschen ohne von Männern gesehen zu werden, nur kann ich hinterher weder an mein Handtuch noch an meinen Bademantel gelangen, sondern muss das nasse Teil wieder anziehen, um mich nicht allen Schwimmbadbenutzern zu präsentieren. Hier hat wohl der Architekt nicht mitgedacht.
Und dann gehts wieder raus in den Regen, denn Bruno wartet aufs Gassi. Diesmal bleib ich auf dem festen Weg und komm auch sauber wieder daheim an.
Gegen 18:00 hört der Regen auf, die Wolken verziehen sich mal kurz und geben die Sicht auf die frisch gepuderte Rotwand frei. Alle Camper kommen nun aus den Löchern und der Platz lebt wieder. Aber es ist verdammt kalt geworden und die erste Gasflasche ist jetzt leer. Nach dem Cappu trinken wir noch nen Schoppen Sturm. Trotz Mistwetter wars ein entspannender Urlaubstag.
Donnerstag, 27.9.07, der zweite Regentag. Bruno pennt, ich stricke, Peter kreuzworträtselt, die meisten Nachbarn reisen ab. Um 14:00 gehts ins auch heute um diese Uhrzeit fast leere Schwimmbad, aber leider hab ich wieder die Kamera vergessen. Und wieder hab ich die Zeit in der Stillen Grotte genossen und wäre fast eingeschlafen, hätte sich nicht Peter angeschlichen und mich mit seinen großen Händen erschreckt. Wer das supertolle Schwimmbad sehen will, muss halt unter --> Link nachsehen, oder selbst hinfahren. Oder vielleicht hat ja MichaelW ein paar Bilder geschossen und stellt sie ins Forum.
Aber die Attraktion des Tages habe ich fast vergessen: Zwischendurch waren wir nochmal mit Bruno Gassi auf dem gestern für mich gefährlichen Weg - und heute hats Peter erwischt, obwohl er gewarnt war. Schlupp... waren auch seine Füße weg. Während ich allerdings brav auf der Seite mit den Füßen voran den Hügel runtergerutscht bin, musste er mich übertrumpfen und rutschte mit den Haxen nach oben weg und nahm den Weg abwärts über die Schulter, also Kopf nach unten. Innerhalb dieses Sekundenbruchteiles wurde mir klar, dass ich evtl. das Womo über die Alpen heimbringen müsste, wenn er am dicken Stein dort unten landet. Und ich mag Berge fahren garnicht. Aber Glück gehabt, er ist wieder aufgestanden und nun haben wir beide Schmerzen im Arm, er rechts, ich links. Passt. Unsren Womo-Schlüssel haben wir dann später im Schlamm auch wieder gefunden, schwitz. Alles wird gut.
Anschließend opfere ich 5 € fürs Internet, aber es ist so lahm, dass es gerade mal für nen Cappu in der "kleinen Kneipe" reicht. Eine Runde Carcassonne, und danach treffen wir uns mit MichaelW und Familie in der Taverne.
Das Essen ist ausgezeichnet, wenn auch nicht gerade billig. Die Bratkartoffeln zum Zwiebelrostbraten kamen leider zu spät, aber das war bei Michael ein paar Tage vorher genauso. Auch mein Gemüse zum Hirschgulasch hatte einen weiten Weg. Und wenn ich gerade am Meckern bin, waren alle Hauptspeisen nicht gleichzeitig auf dem Tisch. Taverne ist halt die Billigkneipe ein Stockwerk unter dem Restaurant Patzenfeld. Aber den Preis haben wir locker runtergedrückt, indem wir das Absackerchen nicht dort, sondern in Form eines (oder 2) prima Waldlers unter Michaels Markise genommen haben.
Die Leber wächst mit ihren Aufgaben, egal, schmegge musses.
Und morgen suchen wir den Laden, der diesen leckeren Himbi unter dem Namen Waldler verkauft. Und da wir unsre ausgetretenen Kippen unter Michaels Markise vergessen haben mitzunehmen, geben wir ihm daheim in der Forumskneipe dann einen Waldler aus.
Morgen machen wir uns auf den Weg zum Campingplatz Seiseralm in Völz, denn 1 Woche auf diesem Superplatz hier war zwar klasse, aber jetzt müssen wir weiter. Entgegen meiner anfänglichen Bedenken bezüglich der scheinbar profitorientierten Ausstattung hat dieser Platz alle Annehmlichkeiten eines vieleSternePlatzes in einer Superlandschaft, zu einem Preis, der, wenn man die Familienpauschale von 7 Tagen nimmt, mit anderen Plätzen mithalten kann. Lediglich Strom, Internet und Hundi hauen bös rein und wir haben für 7 Tage 250 € gelöhnt. Das wars uns aber auch wert.
Wer allerdings frei stehen kann und will, also ohne alles, der kann die gleiche Bergwelt an der Rotwandbahn und hintendran auf dem Parkplatz, und auch unterhalb der Helmbahn erleben und erwandern. Dort kostet es nix.
eva b. am 11 Okt 2007 14:17:07
Hallo Christel,
grosses Glück, dass Euch bei den Stürzen nichts weiter passiert ist. Ist schon eine Horrorvorstellung, dass man den Urlaub abbrechen muss wegen verknackster Knochen :(
Ich freu mich auf die Fortsetzung...
bluestar11 am 11 Okt 2007 16:59:23
Auch wenn eure Silberhochzeit schon etwas her ist, von mir auch alles Gute.
Es macht echt Spaß eure Berichte zu lesen, wahrscheinlich kommt das auch daher, das ich so ein Bergfan bin. Wirklich tolle Aufnahmen die Ihr macht und das ein oder andere Plätzchen werde ich in unsere nächsten Reisen mit einbeziehen.
Euch noch einen tollen Urlaub.
Tipsel am 11 Okt 2007 17:00:16
Freitag, 28.9.07 9:00, und jetzt weiß ich auch, warum ich heute Nacht den Regen nicht mehr gehört habe. Es hat 30 cm geschneit. Der Schnee ist inzwischen zusammengesackt, aber noch da, und dort bleibt er jetzt auch noch ne Weile.
Einige Camper wurden gegen 6:00 vom Platzwart oder Nachbarn geweckt, da die Vorzelte und Markisen unter der Schneelast zusammenbrechen, bzw. sich schon verabschiedet haben. Böse Sache, denn auch unser Nachbar mit den Katzen hat sein Vorzelt eingeknickt.
Ich war gerade mit Bruno gassi, diesmal entlang der Straße, damit ich nicht wieder am Hang liege, und die Töle hat im Schnee getobt wie bekloppt und hatte seinen Spaß.
Plötzlich kamen 5 Jungbullen aus dem Wald, denen es wohl auf der Weide zu kalt war, und liefen direkt auf uns zu. Erst mal hab ich die Autofahrer abbremsen lassen, und dann lief die Herde dankbar hinter mir her bis auf den Campingplatz. Als ich gerade überlegt habe, in der Rezeption Schutz zu suchen, sahen sie den Traktor auf dem Parkplatz, witterten wohl heimatliche Geräusche, und liefen in seine Richtung. Puh, bin aus der Verantwortung raus. Soll der Baggerfahrer sich um die Rindviecher kümmern.
Mit Hilfe von zwei Nachbarn schaffen wir unser Vehikel auf die Straße und ab gehts Richtung Süden, denn wandern geht ja nun nicht mehr. Die Seiseralm ist auch gestrichen, denn auch dort sind Wolken und Schnee, und wir landen am Gardasee
auf dem Stellplatz Malcesine. Netter Platz unter Olivenbäumen, die Sonne kommt gerade raus, es ist warm und alles ist prima. Ein Cappu zur Entspannung, und dann gehts ins Ort. Allerdings steht im Stellplatzführer nix davon, dass man auf einer engen vielbefahrenen Straße eine gute halbe Stunde stramm bergauf marschieren muss, und die Italiener wie gesengte Säue fahren, bis man an der Seilbahn zum Monte Baldo rauskommt. Trotz Fahrverbot über 2,5 t rasen große Busse an uns vorbei und wir müssen oft in Hoteleinfahrten flüchten.
Außer Zitronen und Oliven -pfui, die schmecken direkt vom Baum garnicht - gibts auch Granatäpfelbäume.
Malcesine kennen wir nur von der Durchfahrt, aber heute durchwandern wir tapfer die engen Touri-Gassen, in denen ausschließlich Deutsch gesprochen wird, denn alle unsre Landsleute scheinen hier zu sein.
und dann gehts über die Uferpromenade wieder Richtung Stellplatz.
Diesmal dauert der Weg noch länger als oben am Berg entlang, und wir sind nach insgesamt (mit Stadtbesichtigung) guten 3 1/2 Stunden wieder daheim. Die Füße qualmen, keine Lust, jetzt noch zu kochen, und gemeinsam mit den Nachbarn aus Pinneberg gehen wir in die Speck-Stube gleich nebenan und lassen uns halbe Hähnchen, Haxen und Bier schmecken. Heute war das Essen nur halb so teuer wie gestern, und trotzdem gut. Die Idee, hier einen deutschen Biergarten als Ausflugslokal aufzumachen, scheint eingeschlagen zu haben, denn der Laden brummt.
Danach sitzen wir bis lange nach Sonnenuntergang im Freien, es ist angenehm warm. Schee isses. Urlaub. 1-2 Willis und 2-3 Schaumrollen, und daheim machen wir wieder Entzug. Der Platz ist inzwischen randvoll, und es sind ausschließlich Landsleute, die sich unter die niedrigen Olivenbäume geknäult haben.
29.9.07 Zur Abwechslung regnets leider schon wieder, und wir packen. Es gibt viel zu sehn, also nix wie weg
- ab in den Süden, der Sonne hinterher... und wir haben sie eingeholt. Na, wo sind wir?
Gegen 14:00 landen wir auf dem Campingplatz in Fusina, der direkt den Anleger vor der Tür hat.
Außerdem stehen wir ganz vorn an der Lagune und haben einen unverbaubaren Blick auf Venedig. Es ist herrlich warm, also schnell raus aus den dicken Klamotten, 3-Tage-Boots-Karte für 20 € p.P. gekauft, und kurz drauf legen wir in Venedig an.
Eigentlich ists Blödsinn, hundert Bilder der Stadt hier zu zeigen, denn bestimmt war jeder schon mal da. Ein paar hab ich aber trotzdem geknipst, weil ichs halt nicht lassen kann:
Bruno hat seinen Spaß an den Tauben, denn endlich darf er sie ungeniert jagen. Und die Tauben mögen das, denn einheimische Kinder mit dem Fahrrad tuns ständig. Pervers, was hier getrieben wird. Aber die Viehcher gehören zu Venedig, und schon in meiner Kindheit wurde Taubenfutter verkauft, und auch unsre Kinder durften die Vögel auf ihren Armen landen lassen. Also was wäre Venedig ohne sie?
Genauso scheint das Gerüst seit Jahrzehnten ständig hier herumzuwandern, und auch die nächsten Generationen werden die Fassade bestimmt nie ohne Gerüst sehen.
3 Stunden haben wir uns treiben lassen und die Stadt genossen. Bruno ist fix und alle, denn soviele Beine waren einfach zuviel für ihn. Und ein Kinderhosenbein hat er erwischt, weil dieser Kinderfuß ihn erwischt hat. Aber die Japaner habens gelassen genommen, denn die Hose war noch ganz. Morgen darf er daheim bleiben, während ich noch ein letztes Foto dort mache, denn die Rialto-Brücke fehlt noch in der Sammlung.
Achja, noch eine interessante Begebenheit: Eine kräftige Vollbusige hat irgendwie ausprobieren wollen, wie es sich auf den nassen algenbewachsenen Treppen zum Canale Grande runter geht. Lusdisch. Sie saß hilflos auf dem Bobbes, und - anders als bei mir im Wald - waren tausend Leute drumrum.
War schon eine Schau, bis sie sich wieder mit Hilfe zweier kräftiger Männer Stufe um Stufe auf dem nassen Hintern nach oben schaffte. Superpeinlich, aber nix weiter passiert, außer dem Schrecken.
Jetzt haben wir diese Aussicht auf die Stadt, und zwar sogar vom Womofenster aus. Wir haben wirklich einen genialen Platz erwischt. Die Säufersonne ist fast rund, und gibts einen besseren Ort als Venedig für übermorgen?
Ich wollte ja eigentlich heute interessehalber auf Union Lido sitzen, aber leider mögen die dort unsren Bruno nicht. Maxnix. Hier ists bestimmt romantischer, denn gerade waren wir nochmal gassi, und die Lichterkette der der Straße zum Parkplatz von Venedig spiegelt sich im Wasser. Schee.
dieterrudi am 12 Okt 2007 21:47:54
Servus Christel,
Du kannst schöne Reiseberichte schreiben - wirklich interessant zu lesen - und auch klasse Fotos! :D
Tipsel am 12 Okt 2007 23:11:36
Sonntag, 30.9.07
Die letzte Urlaubswoche bricht an. Beim Frühstück hören wir die Glocken von Venedig, und während des Palimpalims kommt Leben in die Fahrrinne direkt vor uns. Wie am Nordostseekanal.
Schlepper schaffen dicke Pötte in den Hafen, und ich hab keine Ahnung, warum dazu das Schiff hinten und vorn angebunden ist.
Während ich mich nun meinem Strickzeug widme sitzt Peter beim Autorennen. Anschließend gibts Frauenfußball und ich genieße die Zeit draußen mit Blick auf Venedig und die vorbeifahrenden Schiffe. Gegen 16:00 dürfte Venedig touristenarm sein und wir machen uns auf den Weg.
Naja, San Marco musste nochmal sein, und heute ist sogar geflaggt. Aber nun gehts zur Rialto-Brücke.
Dieses Bild zu schießen erforderte all meinen Mut, denn ich musste auf einem wackeligen Steg bis ganz nach vorn gehen. Als ich mich dann an einem Holzpflock festhalten wollte, merkte ich, dass diese Dinger auch gewaltig morsch sind, und dass ganz Venedig scheinbar marode ist.
Nochmal schnell einen Blick auf einen romantischen Kanal, und dann
haben wir uns richtig verfranzt. Kein Mensch auf der Straße, irgendwie stinkts überall, keine Gondeln mehr da, nur noch wir unterwegs. Und dann landen wir am Campo S. Beneto.
Hier siehts aus, als wäre Christo vor langer Zeit mal hier gewesen. Muss daheim nachlesen, was hier passiert ist.
Bei genauer Inspektion entpuppt sich die verschlissene Verpackung als Vorhang aus Getränkedosenplättchen. Die unteren sind einwandfrei Coladosen. Lusdische Kunst.
Endlich haben wir den Weg wieder gefunden und sind beim letzten Licht der Abendsonne wieder auf unsrem Wassertaxi. Aber erst müssen wir ein dickes Kreuzfahrtschiff vorbeilassen, und irgendwie sieht es unwirklich aus, als das Riesenteil hier durch die schmale Wasserstrasse um die Ecke fährt und verschwindet, aber scheinbar passt es durch..
Nun erleben wir unterwegs den Sonnenuntergang, kurz bevor wir anlegen.
Und wieder haben wir brennende Fußsohlen, und auch unser Dackel, den wir heute doch nicht daheim gelassen haben, liegt friedlich und geschafft in der Ecke. Kärntner Fleischnudeln und Specksauerkraut runden den tollen Urlaubstag ab.
Schee wars.
Bei milden Temperaturen sitzen wir noch lange vorm Womo, genießen die im Wasser tanzenden Lichter und den Blick auf Venedig, den Sambuca und ein kühles Blondes vom Lidl am Gardasee. Der Campingplatz lebt, auch andere sitzen noch draußen und feiern, ganz anders als auf Stellplätzen.
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Jetzt noch mal für Interessierte eine Info zu den Preisen im Supermercato, in dem ich hier einkaufen wollte. Wohlgemerkt, wir sitzen hier mitten im unattraktiven Industriegebiet ohne Badestrand, also nicht in einer Touristenoase: Süße Sahne 1,60, kleine Dose Champignons 3,60, Tortellini 4,50 (eine Portion), no-Name-Sekt 15 €, Bier 2,80 (das sind fast 6 Mark) die 0,66erFlasche, und der Wein ist auch nicht billiger, 500g Nudeln 3 €, 80 g abgepackte Scheibenwurst 3,50, und die Brötchen sind furztrocken und knochenhart - von Natur aus, also frischgebacken. Obst und Gemüse vergessen wir mal komplett, denn auch hier wird mirs bei den Preisen schlecht. Es gibt nichts, was essbar und für uns bezahlbar ist.
Da ist der Platz mit 30 € inkl. Strom, Hund und Dusche fast geschenkt. Italien war früher günstiger, und vor Ort einkaufen tut richtig weh.
1.10.07
Mitternachtsprösterchen - genaueres gibts auf der Homepage.
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Frühstück. Nochn Toast, nein, kein Ei, einen Kaffee, keinen Brei, aber Marmelade und auch Konfitü-ü-re
- frei nach Blattschuß.
Und jetzt feiern wir Silberhochzeit in Venedig -
aber erst noch ein Bild, wie wir die nächsten 25 Jahre laufen müssen, bis wir die Gegenschuhe in Gold kriegen.
Wieder durchwandern wir die Gassen, aber nicht im rechten und linken Silberschuh, denn Peter ists wohl zu affig, denn er geht nicht auf meine Aufforderung ein, sondern überhört sie diskret.
Und weil wir ja 25 gemeinsame Jahre durchwandert haben, lassen wir uns nun mal von einem Gondolieri durch die stinkenden Kanäle schippern. E bissi Luxus muss schon sein. Schee.
Und jetzt kommts Mittagsmenü, geliefert von Burger-King, und serviert auf blankem Marmor auf dem San Marco.
Leben pur, alles passt.
Schmegge musses. Und dazu diese Superkulisse.
Peter erledigt den Abwasch,
ab in die Tonne. Tolle Sache. Wieso machen andere immer so ein Geschiss mit ner Riesenfeier, denn unsre hier ist absolut auf uns zugeschnitten. Das Geschenk der Kinder haben wir von ?ten eigenmächtig nach hier verlegt. Anstatt Privatbadezimmer und Menü mit weißen Stoffservietten im Restaurant Patzenfeld gabs eine Gondelfahrt und Burger King-Menü "San Marco" - klasse.
Dazu "Wiener Blut" von der Kapelle nebenan. Besser gehts gar nicht mehr.
Zur Erinnerung gibts noch ein Paar Murano-Ohrgehänge, und die Füße werden immer schwerer. Es wird Zeit, zum Wassertaxi zu gehen.
Noch ein letzter Blick zurück auf die Lagunenstadt, die bestimmt bald stirbt, wenn nix getan wird. Wenn man von allen Gondelfahrten ein paar € abzweigt, wäre die Sanierung finanziert, und der Verfall könnte verzögert werden. Es bröckelt und rieselt an allen Ecken und Kanten, und es tut weh zu sehen, wie oben die Kunstwerke am San Marco renoviert werden, während die Substanz auf der Strecke bleibt.
Heute waren wir 5 Stunden in der Stadt. Da kommt keine Bergwanderung mit, denn viele Brücken mussten erklommen werden. Wir sind k.o., und unser Dackel auch.
Zum Tagesabschluss machen wir prost Richtung Lagune,
lesen unsre SMSen, denken, dass Wiebkes nur wenige Kilometer Luftlinie weiter östlich sitzen, und wir noch nicht wissen, wo wir morgen hinfahren... Naja, mal gucke.
Abendessen kochen ist nun nach der Flasche Prosecco nicht mehr drin, aber wir haben noch einen Rest Linsensuppe und Specksauerkraut. Zusammengekocht ists ein leckeres Süppchen, das bestimmt noch nie jemand an seiner Silberhochzeitsfeier gehabt hat. Geplant war eigentlich Rahmgeschnetzeltes mit handgeschabten Spätzle. Egal, schmegge musses, und es hat geschmeckt.
Inzwischen haben wir neue Nachbarn bekommen, die mit einem Mietmobil der gelben Engel unterwegs sind. Während der Einmalgrill die Fische röstet und die Familie sich aufs Essen freut, verweigert das Schloss der Aufbautür seinen Dienst. Zugeschlagen macht es einfach nicht mehr auf. Verflixte Technik, und alle Schlüssel im Womo. Der große Gelbe meint nach telefonischer Rückfrage, dass das Hotel bezahlt wird und morgen Hilfe kommt. Oh Mann, böse Sache. Geld und alles sind sicher verwahrt, Herd ist gottseidank aus, Hotel weit und breit nicht in Sicht. Wir können leider nur mit einem Beruhigungsbierchen aushelfen und das halbgare Essen in unsren Kühlschrank packen, denn denen ist der Appetit vergangen, und sie verkriechen sich in einen Mietbungalow. Und wir überlegen, wo wir demnächst einen Ersatzschlüssel festschrauben.
Rhiannon am 12 Okt 2007 23:18:23
Hallo Christel,
kann mich nur anschliessen, ein wunderbarer Bericht.
Eure Eindrücke vom Campingpark in ?ten kommen mir sehr,sehr bekannt vor. Dass Ihr Schnee hattet, wundert mich gar nicht. Ich kann mich noch sehr gut an den 5. September erinnern, da hat es den ganzen Vormittag dermassen geschneit, dass wir gezwungen waren, unsere Markise einzudrehen.
Im Hallenbad ging es mir auch so wie Dir, als ich mir die Duschen mal näher angeschaut habe. Habe mir etliche Male die Frage gestellt, wie ich es am besten anstelle, dass ich nach dem Duschen ans Handtuch komme :D
Aber im Großen und Ganzen gibt es im Caravanpark nicht viel zu meckern. Ich finde, dort zu sein, hinterlässt schon einen besonderen Eindruck. Nicht nur der CP, sondern auch die gesamte Umgebung.
Nochmals vielen Dank für den tollen Reisebericht.
Viele
Werner und Uschi
Tipsel am 12 Okt 2007 23:43:57
Ich mach gleich weiter, damits endlich ein Ende hat 8)
2.10.07, Dienstag Beim Hundegassi hab ich schon die Berliner am Eingang getroffen, sie warten seit 7:30 auf den versprochenen Schlüsseldienst. Kurz vor unsrer Abfahrt - so gegen 10:00 - trudelt er endlich ein und drückt mit einem Aufblasteil die Fiat-Tür vom Rahmen weg und zieht mit nem Draht den Türgriff auf. Nun kann man auch nachvollziehen, was dort gestern passiert ist. Der neue Knausi hat von innen einen Schließhebel an der Aufbautür, der im Vorbeigehen - quasi versehentlich mit dem Ellbogen, oder wenn sich ein Kind dran festhält - runtergedrückt werden kann. Nun schließt man von außen die Tür, z.B. wegen der Stechmücken, und ist ausgesperrt. Lusdisch, so eine bescheuerte Erfindung.
Fleischübergabe ohne Unterbrechung der Kühlkette, und tschüß, und ab auf die Autobahn. Ganz schön kompliziert, die Strecke nach Norden zu finden. Endlich gefunden gibts schwarze Wolken am Horizont, und einen Stau, und die Feuerwehr pfeift vorbei. Nach ner Stunde kommen wir an einem völlig ausgebrannten Auto vorbei, und weiter geht die Fahrt gen Norden.
Noch überlegen wir, ob wir nach Österreich fahren sollen, oder Kroatien, denn dort waren wir mit dem Womo noch nie. Zu bemerken ist, dass die LKWs hier im flachen Italien nicht überholen dürfen, und wir mit 90 gut mitschwimmen können. Recht stressfrei diese Lösung, denn auch die PKWs fahren gesittet.
Blick zurück auf Triest und das Umland. Rischdisch, wir sind doch nach Kroatien unterwegs.
Istrien hat fast weiße Felsen und dunkelrotbraune Erde. Interessant.
Und die Autobahn/Schnellstraße ist eigentlich nur zweispurig und gar nicht teuer. So landen wir gegen 16:00, nach 5 Stunden und ca. 220 km, bei Kruses (wiebkes) auf dem Campingplatz. Einen Superplatz direkt am Wasser haben sie erwischt... schade, dass dort keine Hunde erlaubt sind, und der Nachbarplatz schon Winterpause hat. Notgedrungen checken wir auf dem von Wiebkes verschmähten gestrigen Platz ein, und sind dort aber sehr zufrieden: Fernsehempfang, Blick aufs Meer, und die Nähe zu Ravioli oder Rivinji, ich kann mir den Namen einfach nicht merken. Unten geht zwar die Küstenstraße vorbei, aber im Vergleich zu Würzburg oder Kassel richtig ruhig gelegen, und gegen Abend ist auch auf der Straße Ruhe.
Wir haben Meerblick, und was will ich mehr? Nix, alles bestens.
Nun verlangt unsre Hochbeinratte ihr Recht, und am Strand entlang marschieren wir Richtung Ravioli - vorbei am Bootsliegeplatz mit wütenden Hunden. Stress pur, denn der notdürftige Zaun ist unten locker und die Bestien wollen dort raus und meinen Bruno fressen, der ebenfalls auf Kampf eingestellt ist und an der Leine tobt. Schließlich landen wir unbeschadet, aber mit wackligen Knien, in einer netten Kneipe am Wasser.
Apropos wacklige Knie: Ich werd alt, denn vorhin lag auf Wiebkes CP im Gras eine Drahtschlaufe, die ich scheinbar mit dem rechten Fuß festgehalten habe, während der linke voll reingetreten ist. Schlupp, mein zweiter Sturz in diesem Urlaub. Peinlich, und Aua am Knie.
Aber nun lassen wir uns im Schein der Abendsonne das Bier und den Grillteller schmecken
genießen den Blick auf Raviolijimne, die Adria,
und dort hinter dem Hügel sitzen Wiebke und Konrad, und sehen wahrscheinlich den gleichen Sonnenuntergang wie wir. Morgen schauen wir uns gemeinsam die Stadt an, und ich übe schon mal, wie sie heißt.
Vorm Womo nehmen wir das Absackerchen, Urlaub, schee isses.
Achso, noch ne Info: Die Kippen gibts in Slowenien für 26 € pro Stange. Und Brot ist wieder bezahlbar. Sprit kostet 99,9 Cent. In Kroatien kostet er allerdings wieder knapp mehr als einen Euro, 7,95 Kuna. Unser Abendessen am Strand hat 160 Kuna inkl. großzügigem Trinkgeld gekostet, es waren also 20 € mit Bier und Schnaps. Die Preise sind also wie daheim.
3.10.07 Als ich aus der Dusche komme, liegt plötzlich ein Riesendampfer in der kleinen Bucht. Bin richtig erschrocken.
Dies war der zweite Schreck heute früh, denn vorher in der Dusche hats irgendwie mit dem warmen Wasser nicht richtig geklappt. Entweder wars so heiß, dass es zum Häuten gereicht hätte, oder eiskalt. Naja, ich habs allerdings überlebt, und jetzt wird erst mal schön gefrühstückt.
Kurz nach 11:00 machen wir uns mit Wiebke und Konrad auf den Weg ins Städtchen.
Beweisfoto
Zuerst inspitieren wir den Hafen und danach gehts durch enge Gassen hoch zur Kirche
von wo aus wir diese tolle Aussicht auf die Küste haben. Auf der anderen Seite gehts durch genauso enge Gassen wieder runter, und wir landen am Bootshafen.
Eine kleine Pause muss jetzt sein, und anschließend machen wir uns wieder auf den Heimweg. Wiebkes müssen nun per Fahrrad wieder übern Berg, (die Armen), während wir uns gleich in die Sonne setzen und den restlichen Nachmittag mit Nichtstun verbringen.
Während Peter das Geschirr von Abendessen spült, pflege ich meine plötzlich aufkommenden Halsschmerzen mit Aconitum Pentarkan als Notbremse, und probiere spaßeshalber an meiner defekten Olympus rum. Und siehe da, sie geht wieder.
Während ich den Bericht in den Läppi tippe gehts mir stündlich mieser, ich werd scheinbar wirklich krank. Also ab in die Heia.
Donnerstag, 4.10.07 - blitzartige Abreise Leichter Regen weckt uns, ich bin gerädert und todkrank, und als Überraschung hat Bruno den Boden zugesaut. Ihm gings heute Nacht wohl auch nicht gut. Gestern beim Spätabendgassi hat er kurz was gekaut und schnell geschluckt, damit ichs nicht erwische. Naja, ist wohl wieder draußen.
Nach der Putzaktion guck ich erst mal in meinen Hals, und nun ist mir klar, warum ich so eine fürchterliche Nacht hatte. Prächtig pralle weißbelegte Mandeln, über die sich jeder HNO-Arzt freuen würde. Ich nicht, und mein Kreislauf noch weniger, denn ich krieg leider kein Fieber. Kurzer Anruf bei Wiebke und das heutige Treffen abgesagt, Bündel gepackt, und nix wie weg hier, gen Norden, wo ich mit dem Doktor notfalls in meiner Muttersprache diskutieren kann.
Gegen 15:00 sind wir in den Bergen von Friaul,
und dann sehen wir die Villacher Alpe, und ich fühl mich quasi zuhause und in Sicherheit, denn hier habe ich schätzungseise 75 Wochen meiner Kindheit und Jugend verbracht. Alles wird gut, auch wenn ich wie besoffen im Womo hänge (besoffen ist aber angenehmer). Wir biegen ab zum Faaker See, kaufen unterwegs noch ein Hühnchen für mein Gesundmachsüppchen, einen Jagertee zur Rachendesinfektion, und landen auf dem Campingplatz Poglitsch.
Bruno gehts wieder gut, denn er lechzt nach Nahrung. Ich zieh mir mein Gesundmachsüppchen rein, und Peter darf die Knochen abnagen, weil er mich heute so tapfer ertragen hat. Hinterher hab ich leider festgestellt, dass dieses Hühnchen eines mit Geburtsurkunde war, niemals auch nur eine Spur von Antibiotikum gesehen hat, und fröhlich im Lavanttal herumgescharrt hat. Ich hoffe, dass es mir trotzdem hilft, und bedanke mich schon mal im voraus bei ihm.
Eigentlich hätten wir uns gerne mit Giuli getroffen, die nur ein paar Kilometer entfernt in Villach wohnt, aber ich bin dermaßen ungesellig (Peter meint unleidlich) mit meiner Erkältung, und wir verkneifen uns den Anruf.
Ein kurzes Gassi in der Dämmerung, und danach päppel ich meinen Kreislauf mit Bardolino. Die ganze Palette Naturheilmittel muss ja helfen.
Und Peter entspannt sich beim Fußballspiel der Bayern, die scheinbar gewinnen, und ich verkriech mich nach dem Getippsel in die Koje.
Freitag, 5.10.07 Langsam löst sich der Nebel auf, meine Erkältung noch nicht wirklich - also Abfahrt.
27,10 € hat uns diese Nacht gekostet, aber der Platz ist schön, die Duschen auch, und wir haben schon schlechter gestanden. Die Autobahn lässt sich gut fahren, und gegen 14:30 passieren wir im strömenden Regen die Grenze hinter Salzburg. Irschenberg bei dieser Sicht schenken wir uns und fahren Richtung Siegsdorf Hochberg ab, finden aber den Platz nicht. Also doch wieder Übersee (Abfahrt Grabenstätt Richtung Grassau).
Almfischer ist voller als jemals zuvor, denn er wurde erweitert, und auch Wohnwagen stehen jetzt hier. Gefällt uns eh nicht mehr.
Beim Bauernhof Dusen, anstatt links zum Almfischer einfach rechts abbiegen, stehen wir nun wieder prima mit unverbaubarem Blick aufs Kaisergebirge, das sich allerdings in Wolken gehüllt hat, aber wir wissen, es ist da.
Der Regen hat aufgehört, es ist angenehm warm, und wir können draußen sitzen und den Rest des Tages genießen. Peter hat allerdings keine Ruhe im Hintern und muss unbedingt Handschuhfach ausmisten und Führerhaus putzen. Selber schuld.
Hier hat sich seit unsrem letzten Besuch einiges verändert. Die Stellplätze wurden gekiest, so dass niemand mehr in der tiefen Wiese stecken bleibt und auch nicht zum Kuschelcamper mutiert. Kosten: 10 € + 1 € Dusche + 40 Cent pro KW Strom.
Außerdem gibts Dusche und WC, und das damals Neugeborene 5. - 7. ?? wurde gerade drei Jahre alt.
Nach einem Cappu für Peter und einem halben Liter Hühnerbrühe für mich wird der Platz langsam voll. Alle Neuankömmlinge sind gesprächig, und ich glaube, diese familiäre Atmosphäre geht auf das Konto der netten lockeren Art der Chefin. Also immer wieder gern Dusen, auch wenns hier keine Räucherfische, sondern hausgemachten Schnaps gibt, den wir aber erst bei der Abreise kaufen, damit er eine Überlebenschance hat.
Bruno beobachtet die Katzen, Kühe und Enten, wir auch. Friede-Freude-Eierkuchen.
Schade, dass der Urlaub zu Ende ist. Vielleicht sollten wir demnächst einfach mal ne Woche hier verbringen (ich glaub, das sag ich immer, wenn ich Berge und Bauernhöfe sehe).
Nach dem Abendessen - Putenbrustfilet in Rahmsoße - kommt die doppelte Jagertee-Hals-Desinfektion, und ich schwitz mich grad kaputt. Da muss jetzt ein kühles Blondes vom Gardasee-Lidl-Vorrat her.
Samstag, 6.10.07 Halsschmerzen weg, mir gehts wieder gut, bin also fit für die Arbeit, die mich bald zuhause erwartet.
Die Berge haben sich im Nebel versteckt und wir machen uns gegen 11:00 auf den Weg zur Autobahn und fahren prompt und sofort in einen Stau. 10 km sind ganz schön lang. Und da, wo ich sonst immer nur kurz den Chiemsee sehe, kann ich nun in Ruhe die Regatta beobachten. Scheiß Spiel.
Nach ner guten Stunde gehts endlich weiter, und kurz hinterm Irschenberg fahren wir auf die Raststätte, da irgendwas geklappert hat. War wohl doch nix. Aber wir haben erstmals ein Parkplatzschild für Wohnmobile an einer Raststätte gesehen. Es gibt sie also doch.... die Parklätze für uns. Und endlich wissen wir, wo wir hingehören. Wir dürfen/müssen offiziell zwischen den Bussen und LKWs parken.
Weiter gehts gen Heimat, und endlich läufts auch wieder. Da kommt doch die Durchsage, dass zwischen Garching und Allershausen 18 km Stau auf uns warten. Garching war gerade angeschrieben, also nix wie raus hier. Jetzt gehts über die Landstraße weiter, und bei Allershausen sehen wir, dass der Stau hier noch nicht zu Ende ist. Also weiter über die Landstraße bis zur Auffahrt Pfaffenhofen. Mann, ist das ein Gezockel, überholende LKWs und Busse. So kommen wir niemals irgendwo an, denn so langsam kommen wir ins Niemandsland für Womofahrer, die übernachten wollen. Greding ist der letzte annehmbare Stellplatz und gegen 15:30, nach 4 1/2 Stunden Fahrt und schätzungweise weniger als 250 km, sitzen wir nun gleich oberhalb der Autobahn in der Nachmittagssonne und genießen den Rest des endgültig letzten Urlaubstages
Der Stellplatz ist riesengroß, und Wohnwagen brauchen nicht mal abzukuppeln. Alles bestens, denn die Autobahn stört uns garnicht. Bruno buddelt jedes Mauseloch auf,
und wir trinken unsern Cappu mit einem Schuss Jagertee. Tut gut und entspannt... Urlaub.
Nur irgendwie kann ich nicht nachvollziehen, wie manche Leute an einem Tag 750 km und mehr schaffen, und trotzdem noch urlauben, denn die letzten Tage haben wir echt nur ca. 250 km in jeweils fast 5 Stunden geschafft. Dabei haben wir meist zwischen 100 und 110 aufm Tacho gehabt, also normale Geschwindigkeit für einen Alkoven.
So freie Autobahnen, dass wir diesen Schnitt durchgängig über die ganze Strecke hätten halten können, sind uns nicht begegnet, und wir brauchten für diese Strecke 3 Tage, denn nach 5 Stunden Fahrt ist absolut Ende von Stange für uns, denn danach tuts weh und hat mit Urlaub nix mehr zu tun, denn wir brauchen einen Cappu, einen Spaziergang zur Erkundung der Umgebung, und unser Absackerchen, damit wir uns nach dem Streckenabschnitt am Ort einleben und erholen können, und uns auf die weitere Strecke einstimmen. Da fällt mir grad Inas Signatur-Spruch ein: Langsames Reisen hat den Vorteil, dass die Seele Schritt halten kann.
Zum Abendessen gibts die Reste von gestern und vorgestern, einen spitzenmäßigen Waldler Himbi - die Empfehlung von MichaelW - hinterher, und während ich strickend die Herbstfärbung des Waldes in der Abendsonne auf mich wirken lasse, fiebert Peter bei der Sportschau mit.
Urlaubsrückblick: Schee wars. Tolles Wetter bis auf 2 Tage, aber da konnten wir endlich relaxen. Also auch ok. Silberhochzeit war sehr emotional und klasse. Treffen mit Wiebke und Konrad eine tolle Zugabe. Alles war bestens.
Aber... trotz aller guten Vorsätze sind wir wieder viel zuviel gefahren, und nach 2 Wochen (das kennen wir ja eigentlich schon von uns) wirds Zeit für die Heimfahrt.
Außerdem:
Wir brauchen im Herbst Stromanschluss unterwegs, fürs Unterhaltungsmedium. Denn gemeinsam Fernsehen ist auch mal nett, weils daheim sowas nicht gibt.
Mehr als 4 Stunden Fahrt am Tag sind stressig.
Wandern ist besser als Kilometerschrubben, und darf auch mal 6 Stunden dauern.
Wir ärgern uns über 30 € teure Übernachtungsplätze, die wir nicht wirklich brauchen.
Und wir ärgern uns über total überteuerte Grundnahrungsmittel in Campingplatznähe.
Wir ärgern uns, wenns Abendessen 50 € kostet und ich es genau so gut und viel billiger hätte machen können. Wobei ich sagen muss, dass Spezialitäten ruhig teurer sein können, aber kaum angeboten werden (ich hätte für Steinpilze mit Specksemmelknödel jeden Preis bezahlt, denn in Südtirol wächst beides, und ich lechzte danach).
Demnächst gibts 2 Wochen Berge und Seen, also Österreich oder Südtirol, und zwei Wochen Ostsee und flaches Land (kann aber auch Holland sein). Und haut mir auf die Backe, wenn ich wieder von Ungarn träume, denn Thermen gibts bei uns auch.
Hitze und Meer brauchen wir nicht wirklich länger als 2-3 Tage, und dafür ist die Anreise zu weit. Auch die "fremden Länder" sind eigentlich abgehakt und früher schon gesehen.
Und wer bis hierher mitgelesen hat, darf sich ruhig mal auf die Schulter klopfen, denn er hat tapfer durchgehalten :D :D
Ausderasche am 13 Okt 2007 00:33:50
Das war die individuellste Silberhochzeitsparty + Menue (und abwaschendem Silberhochzeitzögling), von der/dem ich je glesen habe! Echt SUPER in schönster, bester Umgebung! Herzlichen Glückwunsch, Tipsel und Peter!