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Neuling mit Fragen! :)


phil124 am 13 Aug 2009 17:29:16

Hallo,

meine Freundin und ich möchte uns gerne ein Womo kaufen, wobei ich es eher möchte :D sie aber damit einverstanden ist.

Nun habe ich schon aif diversen Seiten gestöbert.
Ich würde gerne ein älterese haben und habe mir da so gedacht bis zu 4000€ auszugeben. Erst mal zum Preis, ist es realistisch ein gebrauchsfähiges Womo zu finden? Kann ruhig Bj. 85 sein, da gefallen mir viele optisch sehr gut. Könnt ihr mir schon von einem Modell dringend abraten und vlt eins empfehlen? Wir möchten auf jeden Fall eins wo man über der Fahrerkabine schlafen kann. Und eine Anhängerkupplung muss auch sein. Ansonsten soll es einen zuverlässigen Motor haben und im Prinzip reicht es wenn man drin schlafen und kochen kann, Dusche wäre vorteilhaft. Ich hoffe ihr könnt uns helfen, gibt es vlt auch ein Einsteiger Buch oder ähnliches?

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Gorm am 13 Aug 2009 17:50:49

Hallo,
ich will dich ganz gewiss nicht demotivieren, aber die WoMos, die ich bislang in der von Dir angepeilten Preisklasse gesehen habe, waren höchstens was für Bastler bzw. Restauratoren.
Wenn ein WoMo wirklich so billig ist, hat das meist einen Grund. Motor, Fahrgestell, Aufbau, Elektrik, Gas... irgendwas (oder mehreres) wird sich schon preismindernd auswirken. Gut erhaltene Womos erreichen normalerweise fast immer einen höheren Kurs.
Solltest Du jedoch gerne auch basteln, und traust Dir was zu, gibts schon ganz reizvolle Fahrzeuge. Manchmal auch schon (fast) H-Kennzeichen-tauglich (dann ists nicht nur steuergünstig, sondern Du hast auch keinen Straß mehr wegen Umweltplaketten)...

phil124 am 13 Aug 2009 17:57:50

Hi

also investieren würde ich auch noch, einiges würde ich auch selbst hinbekommen, bis auf den Motor... und Gas, ich weiß zumindest nicht was da kaputt gehen kann und wofür das Gas alles verwendet wird.

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Gorm am 13 Aug 2009 18:10:07

phil124 hat geschrieben:... Gas, ich weiß zumindest nicht was da kaputt gehen kann und wofür das Gas alles verwendet wird.

Gas wird benutzt zum kochen, zum heizen, für den Kühlschrank und evtl. einen Boiler.
Am Herd geht selten was kaputt, und an der Heizung kann z.B. der Zündautomat den Geist aufgeben. Die geräte kann man ja leicht ausprobieren. Ob man den Kühlschrank auch über Gas betreiben will, hängt auch viel von der eigenen Art ab: wir stehen z.B. auf manchen Stellplätzen mit 220V, da lassen wir den Kühlschrank auch auf 220 Volt laufen. Sonst immer auf Gas, nie auf 12 Volt. Andere machen das ganz anders... .
Und die alten Boiler sind ganz häufig kaputt, teilweise auch nicht mehr restaurierbar.
An der restlichen Anlage können "nur" noch ein paar Verschraubungen undicht werden, der Anschlußschlauch porös werden, der Druckminderer zu alt sein...
Wenn das Fahrzeug eine halbwegs aktuelle Gasprüfung (incl. Prüfbuch, lesen!) hat (alle 2 Jahre Pflicht !), ist ja dieser Punkt schon mal abgehakt.

phil124 am 13 Aug 2009 19:14:12

okay, mit aktueller gasprüfung habe ich schon welche gesehn, ich möchte auch nichts überstürzen, ich suche immer weiter bis was dabei ist, wenn ich ein angebot finde welches mir zusagt werde ich mich auch noch mal an euch wenden.

und gehen wir mal davon aus das der boiler kaputt, ist lohnt es sich den zu erneuern? also wo würde es preislich liegen? und wie teuer wäre eine wasserpumpe, habe schon oft gelesen das diese defekt sei.?

homa am 13 Aug 2009 19:22:52

Die großen Anbieter für Campingartikel, wie Fritz Berger oder Reimo etc. haben auch Ersatzgeräte und Ausrüstungsteile im Angebot. Lass dir mal Kataloge kommen, dann kannst du schon abschätzen, wo Reparatur-Kosten hinlaufen können.

Gast am 13 Aug 2009 19:48:05

Hallo Philip
Ich kann Dir mit Gewissheit sagen das in der Preisklasse in der Du suchtst die Luft sehr dünn wird :!:
Aber :
Ich möchte dich nicht entmutigen auch ich habe so angefangen :wink:
Ein Makel wird in der Preisklasse gewiss sein ...
Ich wollte mir damals eins mieten und stellte fest das ich 5-6 tsd € brauchte um meinen Urlaub zu realisieren ...also kaufte ich mir eins( mit Tüv und allem drum herum ) und wollte es danach wieder " Weghauen" ..
Habe ich Gott sei Dank nicht gemacht :)
Ich suchte mir im Internet ein Mobil aus und schaute es mir vor Ort an :!:
Das Mobil war Optisch nicht der Renner aber : Motor Getriebe und alle Einbaugeräte ...Boiler /Heizung / Kühlschrank... übrigens alles Original von 1988... funktionierten Tadellos :!:
Der Motor 2,5 l Td mit 68 Kw ist auch sehr Ordentlich und sehr Robust wie ich Heute sagen kann.

Dennoch habe ich Festgestellt das ,das Mobil einen Feuchteschaden im Alkoven hatte und die Rückwand Total verfault war :!: :!:
Ich nahm das Mobil trozdem , weil ich die Möglichkeit hatte selbst zu reparieren und die Kosten übeschaubar waren für die Reparatur .( Im Baumarkt war alles zu bekommen )
Seh im Profil bei mir nach : es sind zwar noch Alte Bilder vom Mobil ( ohne Reperatur und ohne neue Farbe ) Ich denke mal dies ist auch was für Dich :!:
Übrigens :
Fiat Ducato , Bürstner A570, 2,5 Td mit 92 Ps.... kostete 5000€uronen
Top Qualität der alten Möbel und solide Technik ...
überlege es dir aber Gründlich ob du dich da rantraust :!: :!:
Ich persönlich gebe meinen Alten so schnell nicht mehr her :!: :!: wollte schon ein Paar mal ein Neues Model aber an meiner "alten Karre " hängt eben viel Herzblut dran :D
vielleicht helfen Dir diese Zeilen ja ein Paar Schritte weiter bei deiner Kaufentscheidung ...


Carsten

Chris_62 am 13 Aug 2009 19:56:31

Hallöle Philip ,

Wasserpumpen sind nicht sooo teuer...ein Boiler schon mehr .

Die Teile kannste auch online im Katalog angucken und bestellen !

Oder dann bei Preisvergleich mal nachgucken :wink:

Wichtig wäre auch bei einem alten Schätzchen , dass es dicht ist !
In alle Ecken des Bodens schauen und Wände nach weichen Stellen kontrolieren...

Und herzlich Willkommen hier

:kette:

LowCostDriver am 13 Aug 2009 20:10:02

Hallo Philip,

Herzlich Willkommen im Wohnmobilforum.
:kette:

Der Schritt sich hier bei uns anzumelden war der erste Schritt in die richtige Richtung. :ja:
Ein Wohnmobil für unter 4.000,- € ist sicherlich eine Herausforderung, aber unmöglich ist es sicherlich nicht.
Aktuell würde ich dir sogar bessere Chancen einräumen, als wir selbst im Frühjahr 2007 hatten.
Denn damals haben wir unser erstes eigenes Mobil gekauft, was ebenfalls mit einem Preislimit ähnlich dem deinen gleichgezogen hat.
Draus geworden ist ein Dethleffs Globetrotter von 1984 mit 170 TKM, der preislich im Rahmen geblieben ist.
Gut, wir mussten einige Dinge ersetzen, aber im großen und ganzen kann ich mit Fug und Recht behaupten, dass wir mit unserem Low-Cost- Mobil unsere helle Freude hatten und aktuell noch haben.
Du kannst dir unser Mobil mal anschauen, wenn du magst. Klicke einfach links unter meinem Avatar- Bild mal auf "Mein Womo/Wowa"

Zu deiner Suche (Brille auf, gibt viel zu lesen :wink: ):
Die Wünsche an euer künftiges Mobil sind schonmal gut formuliert.
Schlafen über der Fahrerkabine geht wohl nur mit einem Alkovenfahrzeug.
Die Alternative wäre ein vollintegriertes Fahrzeug mit Hubbett über dem Fahrerplatz, obgleich ich denke, dass dies nicht euer Wunsch ist und finanziell eh ausscheidet.

Zur Wahl des Fahrzeugs:
Realistisch ist in jedem Fall die Einschätzung des Alters. Ich glaub nicht, dass ihr ein Fahrzeug findet, welches Bj 90 oder jünger ist.
und wenn doch, dann hat es für gewöhnlich schon viele Kilometer auf der Uhr.

Bei der Bewertung kommt es jedoch auch gar nicht so sehr auf die Marke an, sondern darauf, dass der Aufbau ordentlich ist.
Wasserschäden sind Gift für jedes Freizeitfahrzeug, da bei Alkovenfahrzeugen der Aufbau für gewöhnlich aus einem Holzrahmengerüst besteht. Ist das faul durch dauerhaften Wassereinfluss, ist das Mobil in dieser Preisklasse für gewöhnlich ein wirtschaftlicher Totalschaden. Das Risiko steigt mit dem Alter, daher ist es insbesondere bei Fahrzeugen hohen Alters wichtig, dass ihr euch gut vorbereitet.
Nutzt die Forensuche! Mit dem Begriff "Wasserschaden" "Torf" oder "Feuchtbiotop" werdet ihr viele Beispiele aus der Praxis finden, die einen Wasserschaden mit seinen Folgen aufdecken.
Gut, wenn man es reparieren kann. Besser, wenn man es nicht reparieren braucht...

Besorge dir am besten ein Messgerät, Tipps hierfür sind ebenfalls genügend im Forum vorhanden.
Zumindest sollte es kurz vor Kauf (vielleicht geliehen?) zum Einsatz kommen.
Bis dahin vertraut eurer Nase (Wasserschäden können muffig riechen, müssen es aber nicht), prüft akribisch die Wände von innen wie außen durch Fühlen, leichtes Drücken oder klopfen. Es muss fest und hart klingen. Klingt es dumpf oder weich und lässt sich die Wand sogar mit dem Finger eindrücken, dann kann es sich um einen Wasserschaden handeln. Prüft hierbei auch den Boden von oben und unten und besonders die Ecken von Rückwand zur Seitenwand.
Eine gute Checkliste hat unser User turbokurtla erstellt, vielleicht schaust du dir diese vor der ersten Besichtigungstour mal an und nimmst diese ausgedruckt auf Fahrzeugsuche mit. Du findest sie hier: --> Link

Ansonsten kann man viel im Wohnbereich des Mobils selber machen. Unsere Wasserpumpe habe ich zum Beispiel auch schon 2x ausgebaut, bei älteren Fahrzeugen kommt man da noch recht einfach dran.
Dinge wie Gasanlage sollten aber nur von einem Fachmann gemacht werden, daher sollte euer Mobil auf jeden Fall eine gültige und nicht zu alte Gasprüfung besitzen. Dies ist sowas wie ein "TÜV" für die Gasanlage, die wie die HU alle 2 Jahre durchzuführen ist.

Dies bringt mich übrigens gleich zum nächsten Punkt, das Basisfahrzeug.
Wahrscheinlich wird es in deiner Preisklasse ein Fiat Ducato, Citroen C 25 oder Peugeot J 5 werden.
Diese Fahrzeuge sind mehrheitlich die Grundsubstanz der Campingfahrzeuge der 80er und 90er Jahre. Eventuell begegnet euch auch Mercedes, allerdings liegen diese preislich über den übrigen Fahrzeugen.
Optisch ähneln sich alle 3 übrigens, was daran liegt, dass alle drei Fahrzeuge nach wie vor im Gemeinschaftswerk in Sevel gebaut werden.
Motor: Dicht sollte er sein, kein Öl verlieren. Schau, ob du vielleicht schon ein Fahrzeug mit Turbo bekommen kannst. Diese haben dann min. 82 PS.
Geht dies nicht, wird es wohl der am weitesten verbreitete Saugdiesel mit 2,5 D- Maschine und 71-75 PS werden.
Die Maschinen sind laut, fahren sich knetig und genehmigen sich gern mal einen Schluck (wir kommen selten unter 12 Liter). Dafür ist die Technik einfach und in der Not fahren die Dinger (hab ich schon mehrfach probiert, jedoch ohne Gewähr... :wink: ) auch mit Rapsöl. Abraten würde ich dir generell von der 1,9- Maschine. Diese soll häufiger defektanfällig sein. Der 2,5er hingegen (ob nun mit oder ohne Turbo) ist da robuster. Alternativ gibt es auch noch vereinzelt Benziner, diese trinken aber noch mehr und lohnen sich nur, wenn du vielleicht einen Umbau auf Gas in Erwägung ziehst.

Mit dem Motor kommt man übrigens nur entspannt vorwärts.
Geschwindigkeiten von 100 und mehr sind nur auf geraden Strecken zu erreichen. Kommt man an eine Steigung, geht einem schnell die Puste aus.
Jeder heutige Actros rückt dann gefährlich nah im Rückspiegel auf...
Wichtig ist dann vorrausschauendes Fahren, aber dazu kommen wir vielleicht besser nochmals zu sprechen, wenn euer Mobil vor der Türe steht :wink:
Zurück zur Basistechnik: Wichtig ist neben dem Zahnriemen auch das Getriebe. Hier muss der Ölstand penibelst genau im Auge gehalten werden. Lieber ein wenig mehr Öl einfüllen, als zu wenig.
Nutze auch hier die Bordsuche nach "Getriebe" oder "5ter Gang". Alles was wichtig ist, findest du dort.
Zum Schluss bliebe noch der Rost. Dieser ist bei den alten Schätzgen noch präsent, da die alten Wohnis noch nicht in Zink gebadet haben. Ist euer besichtigtes Mobil rostig, kann das schnell ins Geld gehen, wenn es zur HU angeht.
Besonders betroffen sind beim Duc, C 25 und J5 die Motorhaube (weniger schlimm), die Rahmen um das Frontfenster und die Kotflügel.
Sind die Kotflügel mit Radläufen einmal durchgerostet, kann man diese nicht wie an einem PKW mit ein paar Schrauben ab einfach tauschen, da diese fix mit dem Fahrzeug verbunden sind. Da hilft dann nur der Trennschleifer...

Ist optisch und technisch alles soweit in Ordnung solltest du dir Gedanken darüber machen, dass ein solches altes Fahrzeug wohl nie in eine Umweltzone fahren kann.
Auch sind die Steuern recht hoch. Wir zahlen mit einem Saisonkennzeichen (03-10) 308,- € im Jahr an den Staat.
Dazu kommt dann noch die Versicherung, für die man ebenfalls in diesem Rahmen kalkulieren sollte.

So, das soll es fürs erste gewesen sein.
Und damit euch nicht gleich die Lust vergeht, möchte ich euch noch einen (nicht ganz uneigenützigen) Link mit an die Hand geben.
Auch wir haben wie gesagt mit nichts und Null Ahnung aber mit dem gleichen Vorsatz wie ihr im Sommer 2007 angefangen.
Wir haben die ganze Geschichte (von der Idee über Kauf bis hin zur Erstausrüstung) chronologisch festgehalten. Und darüber hinaus ein paar tolle Urlaube (z.B. in Schottland, in der Toskana, in Dänemark, in Deutschland und vielen anderen Ländern) verbracht, von denen wir ebenfalls berichten. Dazu kommt eine Kostenstatistik für ein ganzes Jahr, dass man auch mal sieht, was Wohnmobilurlaub überhaupt kostet, wenn man trotzdem versucht die Ausgaben zu minimieren.
Mein Nick kommt nunmal nicht von irgendwo her :wink:

Da ist bestimmt ein wenig Inspiration für euch dabei
Schau mal in unseren Wohnmobilog und fang am besten ganz unten an :D
--> Link

Liebe und viel Erfolg bei der Suche!
Björn

Ingo.L am 13 Aug 2009 20:19:49

Boah, der Björn wieder :gut:

Sag mal, wieviel Tastaturen verschleisst du im Jahr ?

LowCostDriver am 13 Aug 2009 20:22:45

Ingo.L hat geschrieben:Boah, der Björn wieder :gut:

Sag mal, wieviel Tastaturen verschleisst du im Jahr ?


So 2-3.
Aber die guten von Fujitsu Siemens :!:

:D

phil124 am 13 Aug 2009 20:47:58

Hi

danke für eure informativen und vor allem von Björn umfassenden Beiträge. ;)

Ich werde mir deinen Womo Blog ganz gründlich mal durchlesen. Ansonsten bin ich jetzt erst mal sehr gut informiert.
Habe auch bei Fritz Berger mal kurz geschaut und da halten sich die meisten Teile ja preislich finde ich im Rahmen, wenn natürlich nicht alles auf einmal kommt.

Woraus besteht eigentlich meistens die Rückwand, wenn man sie trotz Wasserschaden reparieren kann?
Und mit den PS ist mir das egal, solang man noch einen kleinen Anhänger hinterherziehen kann ist es ok, fahre gerne gemütlich:)

Achja habe auch schon öfter Mitsubishis gesehn, sind die auch soweit ok?

moppel11 am 13 Aug 2009 20:53:18

Hi
Zubehör gibt es auch günstig in Holland bei ...Obelink.,,
Ist auch im Internet.

Christian

LowCostDriver am 13 Aug 2009 21:24:29

Der L300 von Mitsubishi war damals in den 80ern mehr als Alternativlösung gedacht, um auch für Käufer mit geringer Kaufkraft ein interessantes Mobil auf die Beine zu stellen.
So baute neben Dethleffs zum Beispiel auch Eura auf dem L 300 ein gutes und brauchbares Wohnmobil.
Der Vorteil lag einfach daran, dass dieses Basisfahrzeug nicht so teuer war, wie die Kollegen von Fiat, Peugeot und Citroen.
Wie ich schon schrieb, sind diese alle aus dem gleichen Werk und haben nahezu die gleiche Technik. Preisliche Unterschiede sind somit marginal.
Die Alternative bestand noch im besagten Mercedes oder dem Ford Transit, der Mercedes war allerdings teurer und der alte Transit (noch der mit den runden Augen) lief als Modell allmählich aus.
Der Renault Traffic wäre vielleicht noch zu nennen, spielt aber wenn dann nur im frz. Markt eine Rolle.
Die Aufbauhersteller suchten sich also ein kleines kostengünstigeres Basisfahrzeug als Alternative zu den bestehenden Märkten und fanden den L 300 als Behelfslösung.
Aber ganz ehrlich: Mit den durchschnittlichen 60 PS und der schmalbeinigen kurzen Konstruktion ist er nach meiner Meinung für den heutigen Urlaubsverkehr nicht mehr völlig zeitgemäß.
Rückt dir beim Duc schon heute der MAN oder Actros gefährlich nah an Steigungen auf, wirst du mit dem L 300 auch schon auf geraden Strecken des öfteren mit LKW zu kämpfen haben.
Wenn du dann an dieses Fahrzeug noch einen Hänger anhängen möchtest, wird das arme Mobil die ganze Zeit unter Vollast fahren -und trotzdem nicht besonders gut vorwärts kommen.

Ich gebe zu nun ein wenig voreingenommen zu urteilen, denn im L 300 hab ich bislang nur gesessen, bin aber bis dato noch nicht mitgefahren.
Es gibt auch hier im Forum einige User, die nutzen noch heute erfolgreich den L 300, allerdings (wie unser User badyy) eher als Partymobil um sich um eine Schlafgelegenheit keine Sorgen machen zu müssen.

Ich denke für Kurz- und Mittelstrecken noch vertretbar, für längere Strecken (besonders für große und breite Menschen) mit der auf die eher kleineren Asiaten abgestimmten Kabine wird die Fahrt wohl weniger schön.
Wir haben selbst im Frühjahr 07 mit einem L 300 geliebäugelt, uns dann aber doch lieber für den wenigstens etwas stärkeren und größeren Duc entschieden.

Wenn du unseren Blog studierst, wirst du auf die Seite mit der Dethleffs- Historie zum Modell Globetrotter stoßen. Dort habe ich die alten Original- Prospekte von Dethleffs aus den Jahren 83-85, wo auch der L 300 aufgeführt ist. Es ist zwar nur der Hersteller Dethleffs (weil wir eben einen fahren), aber vielleicht hilft dir der Vergleich ja trotzdem, um die Fahrzeuge mal nebeneinander zu sehen: --> Link

Eine gute Infoquelle zu Fahrzeugdaten und Erfahrungen bietet übrigens auch unsere foreneigene Fahrzeugdatenbank, auf die wir ja schon hingewiesen haben.
Dort ist auch der ein oder andere L 300 dabei.

Was die Heckwand angeht, da schaust du am besten mal in diesen Beitrag von unserem User goliver, der die Reparatur seines alten Wohnmobils recht ausführlich dokumentiert hat: --> Link
Alternativ kannst du dich auch hier mal einlesen: --> Link Ist zwar ein Wohnwagen, aber wenn Wasser drinne ist, sind sie fast alle gleich :D

Ach ja, den Tipp von Christian mit dem Obelink kann ich nur bestätigen.
Macht von Radevormwald aber nur Sinn, wenn ihr euch gleich mit allem dort eindeckt. Sonst lohnt sich die Fahrt für ein Tässchen Klochemie und eine Wasserpumpe nicht :wink:


Björn

old54er am 14 Aug 2009 10:56:42

Hallo Philip,
beim L300 muss ich Björn Recht geben. Wir haben uns vor Jahren mal einen für ein WE geliehen. Die Leistung kann ich jetzt nicht mehr beurteilen - am WE waren ja auch wenige LKW unterwegs. Aber viel schlimmer ist die Spurweite. Wir schaukelten wie eine Nußschale in den Autobahn-Spurrillen der LKW, dass meiner Frau und dem Junior hinten drin fast schlecht wurde :( . Bin dann immer, wenn ich konnte, links gefahren :) .
Vom alten Transit bis Bj. 85 ? mit der 2,5 l Diesel Maschine 62 PS Finger weg. Hatte einen Hymer mit diesem Unterbau. Der zieht gar nix, schon gar keinen Hänger. Nachdem wir ihn auf 2,0 l Benzin 78 PS umgebaut hatten ging es schon besser.

matro am 14 Aug 2009 12:06:15

also wir sind mit unserem l300 gut zufrieden....
gerade knapp 4000 km durch die masuren und polnische ostsee...
und zurück.

grüße

matthias

alkoven am 14 Aug 2009 12:11:59

Hallo,

nun muß ich doch mal für den L300 etwas Positives rüberbringen. Ich habe diesen mit Dethleffs-Aufbau 3 Jahre und etwas mehr als 30.000 km selbst gefahren.

Auch wenn das gewiss kein Porsche ist und die Seitenwindanfälligkeit enorm ist, ist es - meine Meinung - ein tolles Fahrzeug. In Frankreich durch die Chevennen habe ich Sachen fahren können und weit und breit kein weiteres WoMo ... und warum wohl? Tja, zu dick, zu groß, zu hoch. Parkplatznöte kannte ich auch nicht und auf einem engen Waldweg drehen auch kein Problem.

Und die Wohnkabine hatte allen Komfort für Baujahr 1989, da kommt so manch später gebauter nicht mit. Großes Hecki zum Kurbeln, Sat-Anlage auf dem Dach, Abwasser- und Frischwassertank mit 70 l, eingebaute Toilette, 10 l Boiler. Und alles im Top-Zustand und ohne Wasserschaden.

Vor 4 Wochen habe ich dieses Fahrzeug wegen der Mitnahme eines Motorrollers verkauft. Lag in der Preisklasse, die Philip so vorschwebt.

Also geht nicht, gibt's nicht. Man braucht halt etwas Zeit und darf sich nicht verrückt machen mit dem Wunsch "ich will unbedingt ein WoMo kaufen". Ich stand eines Tages beim "ich nenne es jetzt mal WoMo-Shopen - ohne Kaufabsicht" vor einem gebrauchten Knaus und nach der Innenbesichtigung war klar, wenn der ok ist, gehört der mir und der Preis lag in einer Höhe, daß NICHT die Bank der Eigentümer ist. Klein, fein und mein.

Bis heute habe ich es nicht bereut, kein 2008er oder gar 2009er Modell vor meiner Tür stehen zu haben.

phil124 am 14 Aug 2009 16:00:03

hey, also wir hatten vor nächstes jahr im sommer mit dem neuen, alten Womo in den urlaub zu fahren, deswegen, ich will mich vorher richtig informieren, zeit genug denke ich ist da, um auch ein schnäppchen zu finden.

da alle andere meinungen haben zu den herstellern, werde ich mir einfach alle mal anschauen, probefahren etc. also wie es sich jetzt anhört würde der L300 für mich auch in frage kommen wenn der rest stimmt.

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