xcamping
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Ford Transit 2.2 Motorschaden durch Injektoren 1 ... 80, 81, 82, 83, 84, 85, 86, 87


teuchmc am 11 Mär 2019 11:10:45

Moin Ulli! Injektoren gab und gibt es von mehreren Herstellern. Und m.w.n.gab es auch bei Ford einen
Wechsel des Herstellers während der Produktion in den betroffenen Baujahren. Es bleibt mit großer Wahrscheinlichkeit ein Zusammenspiel von fehlerhaft arbeitenden Injektoren welche auf ungeeignete Kolben treffen bzw.trafen. Die Puma für Ford kommen wohl immer aus Dagenham. Es ist halt "nur"eine PSA-Konstruktion. Injektorenprobleme waren m.W.n. auch für div.Ölverdünnungsproblme im S-Max/Galaxy/Mondeo mit dem 2.2l verantwortlich.
Das Ford auch Diesel kann, sehe ich an meinem Alltagswagen Connect 1.8iTDCI aus 03 mit aktuell 408 tkm uffe Uhr.Problemlos.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

lachshuhn am 11 Mär 2019 12:13:54

Moin,
Die wichtigste Frage ist ja ab wann haben die Probleme aufgehört bzw. gibt es diese Probleme noch bei den 2.2 Motoren ?
Ich fahre selber einen Transit habe den 2.4 Motor der Super gut läuft .
Ich verstehe nicht und finde es echt sehr dekadent von Ford das sie damals schon nicht sofort Maßnahmen getroffen haben um die massiven Probleme zu beseitigen.
Wieviel hier immer noch berichtet wird , dass geht schon seit 2007 und wird irgend wie nie ruhen, das ist echt erschreckend!!!!
Ich glaube nicht das irgend ein Verantwortlicher von Ford mal hier ins Forum geschaut hat.
So wie Die sich verhalten glauben die Wahrscheinlich das sind nur Ausnahmen.
Aber es betrifft früher oder später jeden 2.2 als Wohnmobil das durch die Bank weg.
Das ist ein Riesen Image Verlust.
Wie oft habe ich schon gehört das ahnungslose sich den 2.2 gekauft haben und sich nach Unterschrift informierten, dann Verständlicherweise Wandeln wollten.
Die Dinger mit dem 2.2 wird man nur schwer los und überall wo man hin kommt und sagt man hat ein Ford Wohnmobil , egal mit welcher Motorisierung,muss man sich anhören ( da hast ja Glück das Du hier überhaupt angekommen bist).
Das ist echt traurig von Ford und ich glaub wie ich oben schon geschrieben habe das die das Ausmaß gar nicht kennen.
Ansonsten kann ich mir solch eine Ignoranz nicht vorstellen.
Wenn das mal bei jedem 5 auftritt ( ist auch schlimm) aber es betrifft ja jedes Wohnmobil mit dem 2.2 Ford!!!!
Da kann man noch so sorgsam und vorsichtig sein. Irgend wann zwischen 30Tkm und 120Tkm kracht es und das heftig.
Wenn es nur eine Defekte Zylinderkopfdichtung oder irgend was anderes was zwischen 500 und max 2000 Euro reparabel wäre , aber da ist ja fast immer der ganze Motor Schrott.

Komisch das als reinen Transporter die Probleme wesentlich bis fast gar nicht da sind. Wir reden hier von 5 bis 10 Prozent .
Ich wollte auch mir einen 2.2 Kaufen hab mich dann aber für das ältere Modell mit dem 2.4 TDCI und 137 PS entschieden.
Bin auch sehr fröh darüber.
Gibt es den irgend welche genaueren Informationen ab wann man den 2.2 kaufen kann.

Gruß Frank

skysegel am 11 Mär 2019 12:36:27

Bei den kommerziellen Fahrzeugen sind die Probleme während der Gewährleistung aufgetreten und wurden geräuschlos erledigt. Kurierdienste und Handwerker haben's in der Regel nicht so mit Foren. Die Aufregung entstand ja erst, als Ford nach Ablauf der Gewährleistung die "Kulanz" ablehnte und sich die Fälle hier häuften. Die kennen mit Sicherheit *genau* die Zahl der Motoren, die hoch gegangen sind und die wussten auch spätestens vier Wochen, nachdem die ersten kaputten Motoren in Dagenham wieder auf dem Hof standen, woran das liegt. Wenn das mit dem Austausch der Injektoren alleine getan gewesen wäre, hätten die das bestimmt gemacht. Die Kosten für einen kaputten Motor stehen in keinem Verhältnis zu denen für einen Satz Injektoren. Und einen großen Teil der Motoren hat Ford ja letztlich bezahlen müssen.
Man kann davon ausgehen, dass die für einzelne Komponenten immer mehrere Zulieferer haben, was möglicherweise erklärt, warum einige hoch gehen und andere alt und grau werden.

Ulli

PS In letzter Zeit ist ja viel von Framing die Rede gewesen. Die Gewohnheit der Autohersteller ihre Abteilung, die für die Gewährleistungsabwicklung zuständig ist, "Kulanzabteilung" zu nennen, ist auch sowas. Der Kunde soll von vorn herein nicht auf die Idee kommen, er könne evtl. Ansprüche stellen.

Anzeige vom Forum


partliner am 11 Mär 2019 17:52:16

lachshuhn hat geschrieben:Wenn das mal bei jedem 5 auftritt ( ist auch schlimm) aber es betrifft ja jedes Wohnmobil mit dem 2.2 Ford!!!!
Da kann man noch so sorgsam und vorsichtig sein. Irgend wann zwischen 30Tkm und 120Tkm kracht es und das heftig.
Gruß Frank


Moin Frank,
gibts dafür ne belastbare Quelle oder ist das eher Dein Eindruck, bedingt durch die Beiträge hier?

In meinem Womo werkelt noch der erste 2.2 TDCI; ich hoffe, das bleibt auch so :ja:

teuchmc am 11 Mär 2019 18:51:38

Moin Frank! Über die Art und Weise wie die Companie damit umgeht, ist hier ja lang und breit diskutiert worden.
Brauch man nicht noch mal "hoch holen". Es ist und bleibt indiskutabel. Aber bei Volkeswagen musste auch erst der Schritt in die Presse erfolgen, dass man das Steuerkettendesaster bei den TSI-Motoren auf Kulanz regelte. Die Betroffenen dürften auch deutlich mehr gewesen sein, wie bei den Womos. Das nur mal am Rande.
Und Du hast halt ein Auto mit Heckantrieb und die haben halt den 2.4l drin. Erst die Späten 12/13 haben dann teilweise schon einen 2.2l, welcher aber schon der Nachfolger des Puma ist. Und es betraf ja auch nur 130/140-2.2l-Motore.
Image hin oder her, jeder Hersteller hat seine Leichen im Keller. Nur der Umgang damit ist das Entscheidente.
Und heute nicht das 2.2l-Drama zu kennen ist ja durchaus möglich, aber wohl doch eher selten.
Wegen jeden " Fliegenschxxx" wird des WWW durchsucht bis der Arzt kommt , aber eine einfache Recherche bei einer Anschaffung, welche nicht unbedingt Portokasse ist, fällt irgendwie aus.Mmmmhhhhhh......
Sonnigen weiterhin. Uwe

lachshuhn am 12 Mär 2019 01:43:51

Moin noch mal.
Die Quelle mit den Motoren ist von mir und einigen Motoreninstandsetzer die ich aus Beruflichen Gründen kenne.
Die Motoren im Wohnmobil sind wesentlich höher belastet als die in einem Transporter.
Die meisten 2.2 Transporter haben ein ZlGeGw von ca 2,6 bis 2.8 Tonnen. Die Womos eine Tonne mehr.Man sieht ja auch das die weniger Leistungsstärken Motoren mit den 2.2 Litern Hubraum halten, da das Material nicht so stark beansprucht wird.
Der Motor funktioniert in einem PKW aber nicht in einem Womo.Jedenfalls nicht so wie Ford den konstruiert hat oder ihn konstruieren lässt.
Die VW Motoren will ich auf keinen Fall schön reden aber da wurde das steuerkettenproblem von jedem 5000 gemessen an den Verkaufszahlen in Foren angesprochen.
Es gibt auch viele andere Hersteller die serienprobleme haben.
Aber nicht die Häufigkeit die Ford mit dem 2.2 Motor in Wohnmobilen hat.
Gemessen an den Verkaufszahlen in Wohnmobilen ist das mindestens jeder zweite.
Es wird ja in jedem forum was sich mit Wohnmobilen befasst lang und sehr sehr breit darüber berichtet.
Das soll und muss nicht heißen das Ford generell schlechte Fahrzeuge hat.
Ich bin mit meinem Super zufrieden und der 2.4 TDCI von 2005 mit 137 Ps ist echt ein sahne Motor.
Damals der Drehmoment stärkste Diesel den es zu kaufen gab und nur 20 Nm weniger Drehmoment als ein 3 Liter Fiat Diesel!!!.
Riesig stabiles Getriebe mit einer Extrem großen Kupplung, eine Achse ( ist von Dana US Hersteller ) größer und Stabiler als in den großen US Pick Ups. Das ganze Fahrgestell stabiler als bei Iveco.
Einfach Top.
Ich hatte den 2.2 als Transporter Neuwagen im Transit Sport 2008 mit 130 PS.
Den bin ich 140Tkm ohne Probleme gefahren.
Von der Leistung und Spritzigkeit für mich immer noch die Referenz im Transporter Bereich.
Bin Selbstständig und habe schon alles an Transporter durch.Fahre seit 6 Jahren Fiat Transporter und bin damit auch sehr zufrieden, aber so viel Power wie der 2.2 von Ford hatten die alle nicht.
Der hatte extrem viel Kraft bei sehr niedrigen Drezahlen und hat einen fast das Lenkrad aus der Hand gerissen. Wenn man raten müsste würde man den glatt auf 3 Liter Tippen.
Meine Mitarbeiter schwärmen heute noch von diesem Motor.
Ich will Ford nicht schlecht machen aber so etwas was da bei den Womos passiert und in Häufigkeit hab ich noch bei keiner anderen Marke erlebt.
Gruß Frank

skysegel am 12 Mär 2019 09:07:46

lachshuhn hat geschrieben:Man sieht ja auch das die weniger Leistungsstärken Motoren mit den 2.2 Litern Hubraum halten, da das Material nicht so stark beansprucht wird.

Interessant ist ja auch, dass es keine Meldungen über Motorschäden von den Britischen Inseln gibt, jedenfalls keine, die ich gefunden hätte. Da gibt es wesentlich mehr Womos auf Ford-Basis als auf dem Kontinent.
Es gibt auch nur eine handvoll Berichte über Motorschäden bei PSA-Sevels. In allen Fällen kommen die Motoren aus Dagenham. Die Frage ist doch, worin unterscheiden die sich? Meine Vermutung ist, dass Dagenham zwar für alle den Grundmotor liefert, außer bei den für den britischen Markt produzierten Motoren die Peripherie aber woanders dazu kommt. Z.B. für die Sevels in Tremery oder Atessa, für die Kontinental-Transits in Yeniköy. Das sind zwar alles die gleichen Motoren, die Peripherie ist aber unterschiedlich und stammt auch aus unterschiedlichen Quellen, so meine Vermutung.
Wenn es eine einfach abzustellende Ursache gäbe, hätte Ford das gemacht. Meiner Meinung nach kommen da eine Reihe Faktoren zusammen:
- ein auf Kante genähter Motor
- anfällige Anbauteile, z.B. die Injektoren, entweder bestimmter Hersteller oder bestimmter Chargen
- lange Standzeiten, mit der Folge abgeranzten Diesels und
- ungeschickte Fahrweise, die ein Motor normalerweise aushält, aber nicht, wenn andere Parameter schon an der Grenze sind.
Auffällig viele Berichte gehen z.B. in die Richtung: Tempomat, im 6. Gang, bei 90km/h. Ich ergänze dann im Geiste: an einer leichte Steigung. Bedeutet dann zwar geringere thermische aber hohe mechanische Belastung. Kann aber auch andere Umstände geben, die dann das Fass zum überlaufen bringen.

Ulli

teuchmc am 12 Mär 2019 13:11:14

Hallo Frank! Es ist und bleibt immer das Desaster der Baureihe in den Jahren 06-10. Da beißt die Maus keinen Faden ab.
Die betroffenen Stückzahlen in Bezug auf die Wohnmobile sind natürlich in Relation zu sehen und damit natürlich im indiskutablen Bereich.
Bezogen auf alle Transit auch nicht unerheblich, aber eher gering.Siehe auch Deine eigenen Erfahrungen.
Zusammen gefasst, wird es wohl so sein, wie Ulli es im 2.Teil seines letzten Beitrags schrieb. Ein Zusammentreffen aller ungünstigen Punkte, was
dann zum GAU führt.Eine möglicherweise ungünstige Abstimmung der Getriebübersetzungen speziell für dauerhaft hohe Lasten tut dann noch ein übriges.
Meiner Meinung nach ist das Thema eigentlich irgendwie "durch".Warum? Die jüngsten Modelle dieser Baureihe sind 6 Jahre alt.Die überwiegend betroffenen
"schon" 9-13 Jahre alt. Aktuelle Diskussionen,das Motorenproblem haben zur Ausdünnung des Bestandes geführt und die, die noch da sind,werden wahrscheinlich gefahren bis der Arzt kommt o.ä.. Fazit bleibt, daß wer sich für ein Kfz aus dieser Baureihe mit diesm Motor interessiert, muß mit einem GAU rechnen,
wenn nicht Nachweise vorhanden sind, welche Updates/Motortausch/etc.belegen und dann eben die Summe für den GAU abziehen. Oder es einfach lassen.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Gizmo am 12 Mär 2019 13:12:27

lachshuhn hat geschrieben:Gibt es den irgend welche genaueren Informationen ab wann man den 2.2 kaufen kann.

aus P/M-Ratgeber:
"Betroffen sind von den Problemen die 2,2-Liter-TDCi-Motoren mit Euro-4-Einstufung, die von 2006 bis 2011 angeboten wurden. Sie finden sich in Reisemobilen auf Basis des frontgetriebenen Transit, die jedoch manchmal noch nach 2011 in den Verkehr kamen. Während die schwächeren Varianten wenig auffällig sind, beziehen sich fast alle Schadensberichte auf die Varianten mit 130 und 140 PS. Als unproblematisch gelten Euro-5-Versionen ab Ende 2011, zu erkennen an silberfarbenen Kühlergrilleinsätzen."

Gruß, Gizmo

udob am 12 Mär 2019 13:30:36

Gizmo hat geschrieben: Als unproblematisch gelten Euro-5-Versionen ab Ende 2011, zu erkennen an silberfarbenen Kühlergrilleinsätzen."
Gruß, Gizmo

So und nun würde mich tatsächlich interessieren, ob es davon auch schon Motorschäden gab und zwar
a. bei Fahrzeugen mit reinem Sommerbetrieb
b. beim Ganzjahresbetrieb

Inselmann am 12 Mär 2019 13:48:48

skysegel hat geschrieben:Interessant ist ja auch, dass es keine Meldungen über Motorschäden von den Britischen Inseln gibt, jedenfalls keine, die ich gefunden hätte.

Ich hatte darueber mit jemanden gesprochen der hier in UK nur "Van's" Chip tuned, speziell Transits. Er hatte davon schon gehoert, aber nur Einzelfaelle. Das ist aber auch schon 2 Jahre her.

skysegel hat geschrieben: Da gibt es wesentlich mehr Womos auf Ford-Basis als auf dem Kontinent.

In gesamt UK gibt es grade mal die haeflte (wenn nicht noch weniger) zugelassene Wohnmobile als in Deutschland alleine. Der Anteil an Fords erscheint mir auch nicht anders zu sein als in D. Man sieht meistens Fiats auf CP und bei den Haendlern. Dann noch paar Benz.

Im Unterschied zu D, wo man leicht mal schnell in den Sueden kann, fahren viele Briten noch nicht mal runter von der Insel. Es gibt hier viele "Vorgartenverzierer" die einmal im Jahr zu ner "Rally" fahren. Schau mal bei den Gebrauchten nach in UK, da kannst du oft Fahrzeuge mit unter 50t km kaufen die 10 Jahre alt sind. Dann ist auf UK Autobahnen auch noch 112km/h Tempolimit und lange steile Anstiege gibts auch nicht soooo viele.

Und der britische Wohnmobilist schein mehr zu reisen als zu rasen. Mehr 50mp/h ist fuer manche schon rasen :lol:

skysegel am 12 Mär 2019 14:11:29

Inselmann hat geschrieben:... und lange steile Anstiege gibts auch nicht soooo viele.

Die steilsten Anstiege, die ich je gefahren bin, waren in Wales, in Cornwall, im Peak District und in Schottland. In Schottland zugegeben nur eine Strecke auf Skye. Kann ja sein, dass ich die alle eingesammelt habe, die es so gibt.

Aber grundsätzlich bestätigst Du ja meine Vermutung, dass das ein kontinentales Problem ist. Meine Theorie ist übrigens, dass das überhaupt nicht auf die steilen Anstiege ankommt. Da wird i.d.R. zeitig runter geschaltet. Die Schäden treten bei moderaten Geschwindigkeiten (und meiner Vermutung nach leichten Steigungen) im 6. Gang auf. Gerne bei Fahrt mit Tempomat, also in einer schaltfaulen Situation. Situationen, die ein Motor normalerweise wegsteckt, der aber nicht.

Was mich an der ganzen Geschichte seit langem wundert:
Man stelle sich das Jahr 2007 vor. Der neue Motor ist seit einem halben Jahr auf dem Markt und plötzlich stehen die ersten mit kapitalem Motorschaden in Dagenham wieder auf dem Hof. Was machen da Rechtsabteilung, Qualitätssicherung und Controlling.
Die gucken doch erstmal, welchem Zulieferer sie den Schaden umhängen können.
Prüfen, ob die Schäden mit bestimmten Chargen der diversen Zulieferteile korrespondieren.
Qualitätssicherung bekommt den Auftrag zu gucken, was schadensursächlich ist und ob konstruktive Änderungen an Bauteilen nötig sind.
Das dauert doch keine vier Wochen bis die raus haben, was das auslöst.
Und dann produzieren die von Mitte 2007 bis 2010 unverändert weiter? Das geht mir nicht in den Kopf.

Ulli

backspin am 12 Mär 2019 14:23:06

Ein ähnliches ist Ford, , wenn ich mich recht erinnere, ja auch beim Focus-RS unterlaufen.
Da sind auch viele Motoren von Neuwagen innerhalb von 5-15tkm hoch gegangen. Die Austauschmotoren hatten dann oft dasselbe Problem (das Ford angeblich nicht kannte) und gingen dann auch wieder kaputt.
Der nahezu gleiche Motor war zeitgleich im Mustang völlig unauffällig. Ford brauchte fast 2 Jahre um "festzustellen" und zuzugeben, dass sie beim vielen Fokus-Motoren die falsche Zylinderkopfdichtung verbaut hatten, nämlich die vom Mustang...
Den Kunden wurde aber immer erzählt sie seien ein absoluter Einzelfall. Ist halt doof wenn die Klientel sich aber zu fast 100% in Foren und Communities tummelt wo solche Häufungen von Fehlern sehr schnell ersichtlich sind!

surfbusalex am 12 Mär 2019 15:01:47

Kann mir nur vorstellen, dass die garnicht wussten welche Kolben - Injektor Kombination in den verschiedenen Transits eingebaut worden sind und deswegen auch kein Rückruf möglich war. Es gibt ja auch einige aus den verdächtigebn Baujahren, die immernoch laufen....

Inselmann am 12 Mär 2019 15:43:06

skysegel hat geschrieben:Die steilsten Anstiege, die ich je gefahren bin, waren in Wales, in Cornwall, im Peak District und in Schottland. In Schottland zugegeben nur eine Strecke auf Skye. Kann ja sein, dass ich die alle eingesammelt habe, die es so gibt.

schon richtig, ich meinte auch so mehr Drackensteiner Hang bei 35Grad C im Sommer. Und dann volle Pulle hoch :lol:
Richtig warm wirds ja in GB auch nur selten und selbst dann, der Wind ist immer noch kuehl. :cry:
skysegel hat geschrieben:Gerne bei Fahrt mit Tempomat, also in einer schaltfaulen Situation. Situationen, die ein Motor normalerweise wegsteckt, der aber nicht.

Ja das mit dem Tempomat habe ich mir auch so vorgestellt. Das kriege ich in Gespraechen auch immer mal wieder mit, " ich mach den Tempomat rein und gleite so dahin" Verhalten. Und da die Transe ja VOR dem Software Update unten raus gezogen hat wie ein Bulle, war runterschalten auch nicht notwendig. Ausser wenns wirklich mal steiler wurde. Ich erinnere mich noch genau an meine erste Fahrt auf dem Heimweg nach dem Kauf (2.2 TDCi). Zuerst war ich skeptisch "nur" den 2.2 zu kaufen, aber 2.4er gibts halt nicht viele. Aber der 2.2er hatte richtig Bumms unter 2000 U/min und ich war happy.
skysegel hat geschrieben:Die gucken doch erstmal, welchem Zulieferer sie den Schaden umhängen können.

Und da sie die gleich dran. Wenns um Geld zurueckhalten geht bei den Lieferanten, ist die Autoindustrie Spitzenreiter!
skysegel hat geschrieben:Das dauert doch keine vier Wochen bis die raus haben, was das auslöst.
Und dann produzieren die von Mitte 2007 bis 2010 unverändert weiter? Das geht mir nicht in den Kopf.
Ulli


Da geb ich dir auch Recht. Aber wahrscheinlich hat ein schlauer Kopf ein Spreadsheet erstellt was es kosten wuerde den Schlamassel gleich aus dem Weg zu raeumem gegenueber es einfach laufen zu lassen mit der Prognose das es am Ende billiger wird wenn man einfach nur die aufgetretenen und REKLAMIERTEN Schaeden mehr oder weniger bezahlt. Und selbst das machen sie nicht vollstaendig.

skysegel am 12 Mär 2019 16:21:13

Inselmann hat geschrieben:Aber wahrscheinlich hat ein schlauer Kopf ein Spreadsheet erstellt was es kosten wuerde den Schlamassel gleich aus dem Weg zu raeumem gegenueber es einfach laufen zu lassen mit der Prognose das es am Ende billiger wird wenn man einfach nur die aufgetretenen und REKLAMIERTEN Schaeden mehr oder weniger bezahlt. Und selbst das machen sie nicht vollstaendig.

Ich rede nicht von den bereits produzierten Autos sondern von den zwischen Mitte 2007 und 2010 produzierten. Die produzieren heute alle just in time. Das kann mir doch keiner erzählen, dass die sich sagen: Wir wissen zwar, dass die Injektoren/Kolben/what ever nichts taugen, aber bis zur Modellrevision 2010 kaufen wir die erstmal weiter so weiter ein.

Ulli

teuchmc am 12 Mär 2019 16:46:23

Moinsen! Da könnte " der Inselmann" irgendwie nicht unrecht haben mit dem beschriebenen Szenario.
Und in der Gesamtstückzahl fällt das wahrscheinlich immer noch unter " normal". ;D
Sonnigen weiterhin. Uwe

kapewo am 12 Mär 2019 18:57:32

Die Motorschäden hauptsächlich an der höheren Nutzlast des Fahrzeugs (WoMo) festzumachen, denke ich, ist auch nicht unbedingt richtig. Die Nuggets waren trotz geringerer Nutzlast (ähnlich einem Transporter) sehr stark betroffen.

teuchmc am 13 Mär 2019 00:42:33

Sehe ich etwas anders. Die Nuggets sind jetzt nicht die Leichtgewichte.
M.W.n. ZGG 3,3 bis 3,5t. Und auf der BAB immer zackig unterwegs.
Und eben auch sehr häufig als Alltagswagen unterwegs.
Sonnigen weiterhin. Uwe

kapewo am 13 Mär 2019 01:30:59

Ich bin da eher bei einem ZulGesGew bei 3to für die Nuggets genau wie bei den Transporter-Transen.

kapewo am 13 Mär 2019 02:28:15

Übrigens hatten auch Euro 5 - Motoren nach 2011 schon Motorschäden, nicht nur wegen der schwachen Ölpumpen. Ab 2014 haben diese Motoren auch Kolbensoftware zur Verhinderung von Motorschäden aufgespielt bekommen.

udob am 13 Mär 2019 10:16:18

kapewo hat geschrieben:Übrigens hatten auch Euro 5 - Motoren nach 2011 schon Motorschäden, nicht nur wegen der schwachen Ölpumpen.

gibt es hier jemanden?
M.E. ist der Euro 5 Motor erst später gekommen?!

kapewo am 13 Mär 2019 10:55:48

Der Euro5 kam mit Modelljahr 2012. Einführung war im Herbst 2011.

teuchmc am 13 Mär 2019 11:38:30

Moin Peter! Das ZGG beim Nugget beginnt bei der Baureihe m.W.n.mit 3t und geht bis ZGG 3,3t. Wenn man im speziellen Forum so liest, ist ein sehr großer Teil mit 3,1-3,3t ZGG unterwegs. Beim Big-Nugget wohl alle mit 3,5t.Und die werden immer voll genutzt, wenn es um die bestimmungsmäßige Nutzung als Womo geht.M.M.n.sind das marginale Unterschiede, welche einen GAU nicht verhindern, weil alle Genannten immer am ZGG-Limit sein werden bzw.sind.
Ändert für meine Begriffe nix am Gesamtproblem, daß diese Leistungsstufe des 2.2l beim Zusammenfall aller ungünstigen Punkte(Injektoren/Kolben/ZGG/Dauerbelastung z.B.BAB) kritisch in Sachen Haltbarkeit zu betrachten ist.
Sonnigen weiterhin. Uwe
Ps.Transporter mit FA gingen auch bis 3,5t.

forstpointler am 13 Mär 2019 13:19:44

Hallo zusammen,
Leider hat mich im April 2018 auch das Schicksal der Transitfahrer erreicht, kapitaler Motorschaden durch defekten Kolben. :-)
Hab nach 4 Wochen (davon 2 Wochen Rücktransport) mein Womo wieder von der Reparatur mit einem Nagel neuen Motor bekommen.
Ursache ist sehr wahrscheinlich die Kombination von langer Standzeit des Wohnmobils (6 Monate), der Wasseranteil im Biodiesel und zu schwacher (dünner) Kolbenboden.

Während der Standzeit korrodieren die Injektoren und damit wird das Einspritzbild verändert. Somit strahlt die Düse mit über 2500 bar auf einen kleinen Punkt des eh zu dünnen Kolbenboden und dann passiert das Unheil: Loch im Kolben, Motoröl im Brennraum, unkontrolliertes Hochdrehen des Motor,...... :-(

Um diesen Schaden vorzubeugen, werde ich vor dem Einwintern des Fahrzeugs möglichst wasserfreies Diesel (Premium-Diesel) tanken. Am besten diese Füllung (25 Liter sollten reichen) in einen fast leeren Tank geben und anschließend noch gute 50-100 km fahren.
Des weiteren werde ich meinen Motor mindestens 2x/Monat während der Standzeit für mind. 10 bis 15 Min. laufen lassen.

tweiner am 13 Mär 2019 13:48:56

Moinsen,

forstpointler hat geschrieben:Hallo zusammen,
Um diesen Schaden vorzubeugen, werde ich vor dem Einwintern des Fahrzeugs möglichst wasserfreies Diesel (Premium-Diesel) tanken. Am besten diese Füllung (25 Liter sollten reichen) in einen fast leeren Tank geben und anschließend noch gute 50-100 km fahren.


Meine Kenntnis ist: Ein Fahrzeug sollte immer mit 100% gefülltem Tank abgestellt werden. An den Seitenwänden des Tanks kann sich sonst, beim Wechsel von Kalt (Frost) zu Warm, Kondenswasser niederschlagen, herunterlaufen und sich am Tankboden absetzen. Beim Abstellen mit nur 1/4 gefülltem Tank erreichst du dann genau das was du eigentlich vermeiden möchtest - Wasser im Diesel.
gruß
Thomas

DonCarlos1962 am 13 Mär 2019 20:16:06

Ich würde auch ein Fahrzeug immer mit vollem Tank einwintern. Schon wegen einer drohenden Dieselpest.
--> Link
Das Kondenswasser ist nicht so toll, darum mache ich den Tank voll und hoffe auf wenig Wasser im Frühjahr im Tank.

LG Carsten

weisudo am 13 Mär 2019 21:36:29

Hallo zusammen,
nach einigen Jahren gibt es wieder mal Anlass hier etwas beizutragen.
Wir sind jetzt auch in der Motorschadengruppe - zum Glück schon repariert. Ich möchte kurz unsere Erfahrung weitergeben.
Eura Profila 580, BJ07, EZ08, 130PS, mit 35tkm als Mietmobil gekauft.
Bei 103tkm auf der Heimfahrt vom Winterurlaub an einer leichten Steigung nach 250km über vereiste Autobahnen "starb" der Motor wie schon oft hier beschrieben. Dank der Foreneinträge fanden wir schnell den Weg zu JR Motorenservice - Johann Rudi.
Angebot, Fahrzeug professionell abgeholt und wenige Tage später konnte ich mit der Bahn das reparierte Womo wieder in Empfang nehmen.
Wir haben übrigens regelmäßig 2-Taktöl gefahren, keine langen Winterstandzeiten gehabt, jährlich das freigegebene Öl gewechselt aber immer das billigste Diesel getank. Da das Auto seit 70tkm und 7 Jahren keinen Servicestempel mehr hat, hat sich die Kulanzfrage erübrigt. Das neueste Update zum Schutz der Kolben wurde jedoch mit Erscheinen aufgespielt - Erfolg siehe oben. Mit dem bei den Wartungen eingesparten Geld kann man locker die Reparatur bei JR nach der Zeit bezahlen. Hinzu kam, dass der KWS und der Steuerkettendeckel sifften - jetzt beides dicht (Reparaturkosten wären ca. 1300€ gewesen). Eine neue Kupplung mit ZMS haben wir bei der Laufleistung auch gleich einbauen lassen.
Danke an alle, die hier bereits von Ihren Erfahrungen berichtet haben! Es ist schon ein komisches Gefühl, wenn das Urlaubswohn-Ess-und Schlafzimmer auf dem Anhänger abgeholt wird. Wir sind bisher auf jeden Fall mit der Reparatur bei JR Motorenservice zufrieden. Begeistert sind wir, wenn wir in den nächsten 10 Jahren oder 100tkm hier keinen Eintrag mehr zum Thema Motorschaden schreiben müssen. Nach 750km durch den Schwarzwald inkl. Serpentinen haben wir zumindest schon wieder ein kleines bisschen Vertrauen gewonnen.

sujokain am 18 Mär 2019 12:09:22

Wir hatten Euro5, BJ 2012, bei 72000 km hatte es uns erwischt. Wir hatten keine Standzeiten und nur sehr selten Tempomat.Ursache war wohl ein Injektor. Ford ersetzte den Motor, wir hatten keinerlei Zuzahlung und aktuell 144000 km auf dem Tacho.Wir würden immer wieder den Ford kaufen, da man ja die A1 Garantie bis 12 Jahre dazukaufen kann, das Verhalten von Ford absolut kompetent und kulant war und bis auf jetzt Radlager und einmal Bremsscheiben noch kein weiterer Defekt aufgetreten ist.Ich denke, die Karre ist ansonsten robust und zuverlässig. Und mit unserer Fordwerkstatt bin ich auch sehr zufrieden was den Kundendienst betrifft.

TransitPeter am 18 Mär 2019 23:30:43

Hallo zusammen,

was nehme ich aus dem Bericht von Susanne mit.. dieser Kolben ist nicht gebrochen,
- weil er evtl. zu schwach ausgelegt worden ist
- weil der Motor durch den Wohnmobilaufbau zu stark belastet wurde
sondern weil ein Injektor defekt war, was jeden Kolben früher oder später zerstört. Ein defekter Injektor ist Pech und kann einem bei jedem Hersteller passieren. Evtl. ist der "Transit-Injektor" durch seine spezifische Programmierung etwas empfindlich und neigt zum Verschmutzen, was durch lange Standzeiten und "dreckigen" Diesel gefördert wird. Da auch von defekten Kolben trotz sauberen Diesel zu lesen ist, bleibt für mich auch nur das negative Zusammentreffen vieler Faktoren aus Pech, Toleranzen, Wartung und Fahrweise, was zu einen Kolbenbruch bei unseren Transitmotoren führt.
Nach solchen Aussagen: "Aber es betrifft früher oder später jeden 2.2 als Wohnmobil das durch die Bank weg" müsste also jeder einen schwarzen Peter aus den Möglichkeiten ziehen, egal wie er sich anstrengt. Das glaube ich einfach nicht und fahre weiter meinen Transit mit Begeisterung.

LG Transitpeter

kapewo am 19 Mär 2019 01:28:07

Mein damaliger Euro5 2.2 Transit (aus Herbst 2013, EZ 05.2014) hatte von Anfang an (Übernahme bei unter 10tkm) die Macke, dass man nicht langsam im 2. Gang abbiegen konnte. Da würgte es den Motor mit einem richtigen Schlag ab.
Das war erst vorbei als das Update _Kolbensoftware- aufgespielt wurde.

wibbing am 19 Mär 2019 08:15:43

Genau durch diesen Gewaltstopp ( Softwarefehler ) hatten 2 Kolben einen Sprung. Wenn da dann die verknasterte Düse ( AgrVentil) draufpinkelt, entsteht das Loch im zu schwachen Kolben.

Wichtig ist, dass man den Motor sofort abwürgt, wenn er hochdrehen will.
Das geht mit dem Gang, der gerade drin ist.
Er will im Leerlauf unkontrolliert hochdrehen, hat aber nicht viel Leistung. Also sofort wieder einkuppeln und runterbremsen. ( In USA müsste Ford Schadenersatz leisten, weil das nicht so in der Bedienungsanleitung steht.) Dann kann Rudi den Motor mit besseren Kolben und Düsen reparieren.( Und dann hält er auch)

Bei Ford bekommt man wieder die gleiche mangelhafte Technik. Deshalb gehen die Kurierdienste beim zweiten Mal auch zum Rudi und fahren dann noch 500 000 km.

Rudi findet die schlechten FOMOCO Kolben auch noch in den aktuellen Motoren.

lachshuhn am 19 Mär 2019 08:47:14

Naja da haben wir ja auch einen Euro 5 Motor der angeblich nicht die Probleme haben soll.
Zur Info die häufigsten Probleme sind bei modernen Diesel Motoren das die Injektoren defekt sind.
War bei Susanne ja auch der Fall.
Nur werden die dann mehr oder weniger einfach getauscht.Auch AGR Ventile sind nicht nur bei Ford defekt, sondern auch bei anderen Herstellern.
Es schadet aber In kleinster weise den Motor so , das dieser wie bei Ford komplett gewechselt werden muss.
Klar ist es nicht gut mit einem defekten AGR zu fahren aber beim z.b. 2.4 kann man das Jahre lang machen es wird nichts passieren außer das man mehr Diesel verbraucht weniger Leistung hat und nicht durch die ASU kommt.
Bei einem defekten Injektoren hört man auch hin und wieder sehr selten mal von anderen Herstellern das dadurch auch größere Schäden passieren , aber sehr selten.
Es ist echt traurig für Ford das diese Probleme zwar wesentlich seltener aber immer noch bei den 2.2 Motoren da ist.
Ford hat glaube ich immer noch nicht begriffen wie groß und weitläufig über dieses Thema seid Jahren in Wohnmobilforen diskutiert wird , und der Kunde jetzt noch mehr verunsichert ist da es ja nun auch doch wieder die gleichen Probleme mit den Euro 5 Motoren gibt.
Das Verhalten seitens Ford diesen Motor nun mal endlich so zu überarbeiten das sie
hält ist wirklich sehr sehr traurig.
Schönen Dienstag Gruß Frank

teuchmc am 19 Mär 2019 12:55:50

Naja,Frank, von nicht begreifen würde ich ja nicht unbedingt sprechen, weil man ja laut Aussage einen neuen bzw.sehr stark überarbeiteten
2.2l zur Eu5 eingeführt hat.Und da liegen die Ausfallzahlen m.W.n.im "normalen" Bereich wie bei anderen Herstellern auch.
Das Problem"2.2l-130/140Ps-Puma 06-10" ist bei Ford schlicht und ergreifend einfach mal "durch".Und da kann man sich x-mal wieder aufs Thema stürzen.
Es ändert nix an der Tatsache und am Umgang mit dem Problem. Und es wird mit Sicherheit immer wieder Besitzer geben,
welche den GAU erleben müssen/können/dürfen.
Fakt ist ja auch, daß aufgrund der Gier in den Entscheideretagen aller Hersteller der Kostendruck auf die Zulieferer zu vielen Problemen führte.Als Beispiele mal
Steuerketten VW-TSI,Injektoren bei MB-Diesel,FORD -Kolben.
Es ist und bleibt ein überschaubares(allerdings teures)Risiko, wenn man sich nen Womo mit diesem Motor zulegt.
Ob man gewillt ist, dieses ein zugehen, muß Jeder eben für sich entscheiden.
Und es ist auch unbestritten, daß im Falle eines Falles ,laut div.Erfahrungen hier und in anderen Foren, man die Firma Rudi zur Hilfe holt.
Und das Thema ist jetzt so lange und so laut in Foren und der Presse unterwegs, daß man sich durchaus vorher informieren kann und auch sollte.
So ein Kfz kostet ja auch für den überwiegenden Teil eben nicht nur Portokasse.
"Nebenbei" mal ein Womo haben, weil es gerade "schick" ist, kann dann zum großen Jammern führen.
Sonnigen weiterhin. Uwe

lachshuhn am 19 Mär 2019 18:34:38

Jo, so sieht es aus.
Früher war alles besser, zumindest die Motoren.
Egal welchen Hersteller,s.
Ob Benziner oder Diesel.
Was Heutzutage deutlich besser ist , ist der Komfort und die Leistung.
Angefangen von der Geräuschkulisse bis Fahrkomfort Spritverbrauch usw.
Hatte ja Jahrelang den 2.5 TD von Fiat .
Ein Sahne Motor nur grob Fahrlässig zerstörbar.
Aber haben möchte ich das alte laute Klappergestell auch nicht mehr.
So müssen wir leider damit leben.

Schöne Grüße

teuchmc am 20 Mär 2019 12:58:20

Moin Frank! Würde jetzt nicht unbedingt "alles war besser" sagen, aber seeeeeehr Vieles.
Und das Entscheidende ging nur bei grober Fahrlässigkeit kaputt. Z.B.der Motor.
Gut zusammen gefasst. :top:
Sonnigen weiterhin. Uwe

lachshuhn am 20 Mär 2019 15:33:04

Jo war doch aber auch so.
Schau Mal nicht nur der 2.5 von Fiat auch die 2.5 Transen hielten oder halten ewig.
Ein 1.8 VW mit 75 PS Benziner unzerstörbar der alte 2 Liter D mit mageren 50 PS von Mercedes oder der 2 Liter Peugeot Benziner oder oder oder.
Alles Motoren aus den Späten 80ziger bis m
itte Ende 90.
Früher lag der Fokus der Autobauer egal ob in D oder sonst wo noch darauf Qualität hoch zu halten und den Kunden über Jahre was vernünftiges hin zu stellen , dass er Jahrelang Freude an seinem Fahrzeug hat.
Um natürlich auch beim Neukauf den Kunden nicht zu verlieren da er ja Jahrelang mit der Fahrzeugmarke und dem Fahrzeug zufrieden war.
Heute werden die Autos nur für 4 Jahre Hergestellt.
Dann läuft meißtens der Leasing oder Kreditvertrag aus und es gibt ein neues.
Schönen Tag und Grüß

skysegel am 20 Mär 2019 18:36:00

MMn liegt das nicht daran, dass die keine Qualität mehr liefern wollen, sondern daran, dass die nicht mehr können. Die arbeiten in einem technologischen Grenzbereich. Anders sind die Anforderungen an Verbrauchs- und Schadstoffreduzierung nicht mehr zu erfüllen. Das Konzept Verbrennungsmotor ist einfach ausgereizt.

Ulli

Inselmann am 20 Mär 2019 20:18:19

skysegel hat geschrieben:MMn liegt das nicht daran, dass die keine Qualität mehr liefern wollen, sondern daran, dass die nicht mehr können. Die arbeiten in einem technologischen Grenzbereich. Anders sind die Anforderungen an Verbrauchs- und Schadstoffreduzierung nicht mehr zu erfüllen. Das Konzept Verbrennungsmotor ist einfach ausgereizt.

Ulli


Und jeder meint mit 3 Liter/100km bei 300PS und 500NM fahren zu muessen. Und das dann noch billigst und fuer 300t KM.
Alles natuerlich ohne Intervallservice und Oelwechel.

lachshuhn am 21 Mär 2019 08:28:22

Sorry ich will das jetzt hier nicht ausweiten, aber da muss ich dir komplett wiedersprechen.
Die meisten bzw fast alle Probleme der Hersteller liegt daran das es alles immer billiger sein muss und die Rendite immer höher.
Eine Steuerkette reißt nicht weil sie ausgereizt ist und ein Kolben Platzt auch nicht weil der Motor am Limit seiner Entwicklung ist.
Das und alles andere passiert weil es billig und in einer unzureichenden Qualität hergestellt werden muss.
VW hätte das Abgasproblem ja auch in den Griff bekommen nur sind die Abgasreinigungsmaßnahmen dann im Aufwand und Kosten für den Konzern dann doppelt bis dreifache so Teuer.
Das schmälert dann die Rendite.
Also wird betrogen im großen still.
Und Mal ganz ehrlich wer sich so etwas ausdenkt und durch zieht , dem trau ich auch zu das es ihm relativ egal ist ob das Auto nun ich sag Mal ewig hält oder halt nur 4 Jahre.
Gruß Frank

teuchmc am 21 Mär 2019 10:39:21

Moin Frank! Besser kann man es nicht zusammen fassen. :top: :top: :top:
Sonnigen weiterhin. Uwe

skysegel am 21 Mär 2019 11:46:29

Mit jeder Motorengeneration wird, um die Verbrennung zu verbessern und damit Diesel zu sparen, die Kompression immer höher, mit immer höheren Anforderungen an die Komponenten. Die Toleranzen, mit denen die Injektoren hergestellt werden müssen z.B., sind unfassbar gering, so dass jede kleinste Ablagerung zu Störungen führt. Die Verbrennungstemperaturen sind so hoch, dass die Kolben das nur noch überstehen, wenn sie durch das Motoröl noch ausreichend gekühlt werden. Die Legierungen, die zur Herstellung der Kolben gebracht werden, sind immer aufwendiger herzustellen, weil die aus Metallen mit sehr unterschiedlichen Schmelzpunkten bestehen. Gleichzeitig steigt mit sinkendem CO2 Ausstoß durch die heißere Verbrennung der Anteil der Stickoxide und des Feinstaubs, die immer aufwändiger entfernt werden müssen. Hinter dem eigentlichen Motor gibt es heutzutage schon fast eine kleine Chemiefabrik, die ihrerseits wieder Probleme macht, weil sie auf den Verbrennungsprozess im Motor durch den Druck zurück wirkt usw.
Im Zuge der Aufarbeitung der Kartellbildung zwischen den deutschen Herstellern, ist ja durch die gefundenen Dokumente, die jetzt teilweise auch öffentlich geworden sind klar, dass die 2007, als das los ging, keine Ahnung hatten, wie die die damals geltenden gesetzlichen Anforderungen technisch überhaupt in den Griff kriegen sollen. Das hat über die jeweilige Einführung der Grenzwerte hinaus gedauert, bis die das so nach und nach haben lösen konnten.
Natürlich geht das um deren Rendite. Der Aufwand den die treiben müssen, macht die Herstellung immer teurer und die müssen die Autos ja verkaufen. Wenn der Aufwand mit jedem Schritt exponentiell steigt, ist es irgendwann sinnvoll, auf einen alternativen technischen Pfad umzusteigen. Der Punkt ist mMn jetzt erreicht. Dass Volvo z.B. die Entwicklung von Verbrennungsmotoren vor zwei Jahre (IIRC) eingestellt hat, hat nichts mit deren Liebe zum Umweltschutz zu tun, sondern damit, dass denen früher als anderen klar geworden ist, dass da technisch nichts mehr geht und der Einsatz von Verbrennungsmotoren auf die Dauer nicht mehr wirtschaftlich darstellbar ist. Die deutschen Hersteller haben sich gegen diese Erkenntnis bis zur letzten Sekunde gewehrt, folgen jetzt aber.

Ulli

sujokain am 21 Mär 2019 11:59:59

Ulli, genau so ist es

teuchmc am 22 Mär 2019 00:59:41

Moin Loide! Alle unseren letzten Beiträge ändern leider nix am Desaster und den Folgen, was seit 83 Seiten kommentiert und diskutiert wird.
Als Anmerkung zu Ullis letzten Beitrag. Wirtschaftlich reicht ja wohl nicht. Volvo macht das ja nicht aus "Nächstenliebe", sondern um Geld zu scheffeln.
Sind halt diesmal etwas dichter dran an der Poleposition. Aber das ist dann doch eher OT.
Sonnigen weiterhin. Uwe

Inselmann am 22 Mär 2019 12:18:53

Warum wird immer Von "Geld scheffeln" geredet bei Firmen? Sicher gehts ums verdienen, Aber WIR ALLE müssen verdiehnen um zu überleben. Sicher wird immer versucht den Gewinn zu maximieren, sonst wäre das ist ja Der Ansporn.
Aber immer gleich mit dem Finger auf die bösen "Geldscheffler" zu zeigen wenns ein Problem gibt find ich bisschen zu einfach.

Anderen Geldschefflern wird ohne mit Wimper zu zucken ein Tausender gegeben nur für das neueste Handy.

Das Kolbenproblem ist sicher auf Kosten zurückzuführen. Aber hat wahrscheinlich auch ein bisschen mit Falscheinschätzung bei Ford zu tun. "Den Motor haben wir doch schon im Regal, nehmen wir den" und dann werden die Einwände Der Techniker so Lange mit Berechnungen weggeredet bis die Buchhalter gewonnen haben.

Klar hat der Kunde das Nachsehen. Aber irgendwann ist es genug und es wird bei Der Konkurrenz gekauft. Und dann verliert Der Techniker Der den Kolbennicht wollte seinen Job weil sich deren Auto nicht Mehr verkauft.

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Plötzliche Drehzahlerhöhung im eco Modus Ford Transit
Displaybeleuchtung zu dunkel, kaum ablesbar
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt