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Bleikristall Batterie 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9, 10 ... 31


xbmcg am 18 Mär 2016 11:47:17

Das hängt sehr vom Entladestrom ab und von der Nennkapazität - wie bei jeder anderen Batterie auch.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Gast am 19 Mär 2016 12:07:35

Beim Entladestrom von:
< 0,05C = 11,4V
0,05C = 11,1V
0,1C = 10,8V
0,2C = 10,5V

Powertrust am 21 Mär 2016 12:01:53

Hallo Zusammen,

hier ein Bild zu den richtigen Einstellungen am Ladegerät.
Ich hoffe, dies klärt die bestehenden Fragen hierzu.
17352
Mit den besten Grüßen,

Lutz Lambrecht.

Anzeige vom Forum


pezz88 am 21 Mär 2016 13:01:22

Meine 2 x 200Ah Bleikristall Batterien sind eingebaut. DIe Victron Ladetechnik ist an die Parameter angepasst.
Dann werden wir mal schauen, wie die sich so bewähren. Ich werde weiter berichten.


.

kintzi am 21 Mär 2016 14:36:39

Hallo,
nach der Tabelle ist für einen Großteil der Standardlader/ EVS (Kennlinien zwar wählbar, aber nicht programmierbar) für den Batt.-Typ nicht geeignet.
Begründung:
1) Bei Zykl. Ldg. Konstantspannungsladung= Absorption=Vollladung = 13,8 V (20-30°C) macht keiner, sondern sie machen mit Bulk-Spannung weiter.
2) Erhaltungsladungsspannung meist bei 13,8V, gefordert 13,6 V.
Bitte um Stellungnahme durch Tabellenverfasser. Gr. Richi

HollandSued am 22 Mär 2016 12:50:19

Powertrust hat geschrieben:Hallo Zusammen,

hier ein Bild zu den richtigen Einstellungen am Ladegerät.
Ich hoffe, dies klärt die bestehenden Fragen hierzu.
17352
Mit den besten Grüßen,

Lutz Lambrecht.


Wenn ich mir das so anschaue und versuche das mit den Gegebenheiten des Büttner LB45 in Einklang zu bringen, stellt sich mir die Frage welche Einstellung denn nun tatsächlich die beste ist...?
Ist das tatsächlich die "Gel" (.....Die optimale Einstellung wäre die Gel (14,4 – 13,8)…..) oder -aufgrund der eingestellten Ladetabelle- nicht doch die AGM 2?
Jetzt bin ich gedanklich bei Heimdall (https://www.wohnmobilforum.de/w-t84240,start,255.html / "Daraus soll man schlau werden?
Fakt ist, dass die BC, AGM Akkus mit einem speziellen Elektrlyt sind. Warum die Batteriemenschen (alle) nicht in der Lage sind bei AGM Batt. konkrete Ladespannungen anzugeben verstehe wer will. Bei GEL und Säure können sie es interessanterweise. Ich würde die 14,7V AGM Einstellung wählen, zumindest so lange bis sich die Herren einig sind."
angekommen und weiß nicht so recht ob/wie ich daraus schlau werden soll..... :-|




Da würde ich mich über eine fundierte Aussage doch sehr freuen und bedanke mich schon vorab dafür!

.

jochen-muc am 22 Mär 2016 12:58:57

Hmm da würde ich dann rein gefühlsmäßig aber eher die AGM2 Einstellung wählen, da passt zwar die Erhaltungsladung nicht aber damit bekommt Du sie wenigstens gescheid voll.

:mm:

kintzi am 22 Mär 2016 14:34:01

Zyklisch natürlich 14,7 auf AGM2 in Bulk, aber was ist mit den 13,8 V in der Vollladung (Absorption), oder ist das ein Druckfehler ? Gr. Richi

HollandSued am 23 Mär 2016 08:14:26

kintzi hat geschrieben:Zyklisch natürlich 14,7 auf AGM2 in Bulk, aber was ist mit den 13,8 V in der Vollladung (Absorption), oder ist das ein Druckfehler ? Gr. Richi


Moin Richi

Also Dreckfuhler sind da keine drin...
...und ansonsten klingt deine Frage spannend, toll und sicherlich auch fachlich kompetent.

Nur vergleiche ich egtl lediglich die reinen Zahlen und erstarre in Ehrfurcht vor "zyklisch" "Bulk" und "Absorption".
Da bin ich extrem aufgeschlossen und lernwillig um das Ganze mit Worten, die auch für die linksrheinische, nichtelektrische Landbevölkerung verständlich sind, erklärt zu bekommen.

.

kintzi am 23 Mär 2016 09:55:14

Brauchsch nette, uf guat schwäbisch, isch oifach: im Ernscht, wilsch's wisse ?
Ins Blinde:
I U1 o U2 (hier zum x-ten mal :razz: )

I = Konstantstromphase = Hauptladephase= Bulk phase
U1 = Konstantspannungsphase = Vollladephase= Absorption phase
U2 = Erhaltungsladung phase = Float

Blei Batt grob eingeteilt a) Starterbatts b) Zyklische, a) kurze Hochstrom-Entldg. rasche Ladung, wenig lange Entladung.ca 200 Zyklen=vollst. Entl/Ladungen.
b) lange Niedrig-Stromentladung, als Verbraucher, Traktion, Service, Solarbatt. 600 Zyklen. noch Fragen?
Gr. Richi

xbmcg am 23 Mär 2016 10:06:03

Hallo,

b) wird auch als "zyklenfeste Versorgungsbatterie" verkauft, kleine Ströme, viele Zyklen, lange Entladephassen (typisch GEL, teilweise auch AGM, Bleikristall?)
b1) "zyklenfeste Traktionsbatterie", "Deep-Cycle Batterie") Da fallen die AGM Spiralzellen und LiFeYPO4 rein, hohe Entladeströme, tiefe Entladung, viele Zyklen (Antriebe, Start-Stop, Wechselrichterbetrieb) Hier stehen viele Lade und Entladezyklen mit hohen Strömen im Vordergrund.

Es gibt noch eine dritte Art:

c) Standby Batterien (float charging) - hier hat die Bleikristall Batterie ihr Revier, auch GEL Batterien. Anwendung in USV als Notstromversorgung. Die Batterien werden viele Jahre geladen (Erhaltungsladung) und sehr selten gebraucht (nur bei Stromausfall), dann aber richtig. Wichtig ist, dass sie sich nicht mit der Zeit zersetzen oder austrocknen, Zyklenfestigkeit ist eher untergeordnet.

Für Freizeitfahrzeuge / Segelboote ist eher b) und b1) interessant, da die Batterien die Hauptversorgung übernehmen, wenn der Motot nicht läuft.

c) ist eher was für stationäre Anlagen / EDV / Kommunikation / Krankenhäuser etc, zur Überbrückung bis der Generator übernimmt.

Gast am 25 Mär 2016 19:04:35

Und genau das sehe ich etwas anders.
Die große Stärke der BK ist die Tiefentladung & hohe Zyklenzahl in Kombination mit schneller Ladung & geringerem Gewicht gegenüber den altbekannten Batts.

Mich würde ein echter Vergleich zur Spiralzelle interessieren - viel mehr als dein ewiges bashing gegen diesen Batterietyp, das nervt auf Dauer.

Hätte sonnentau3 genauso viel Gegenwind bekommen, hätte er vermutlich seine Bemühungen eingestellt bzw. nicht ins Forum gestellt. Dann würde es heute - genau wie vor zehn Jahren - 3 Batt-Typen geben die man kaufen kann. Ob das der Allgemeinheit hilft, sei mal dahingestellt.

Bis jetzt - und wir sind schon wieder eine Woche unterwegs - war es der richtige Kauf. Von diesen Erfahrungen berichte ich gerne. Lass uns doch auch deinen Erfahrungen teilhaben.

kintzi am 25 Mär 2016 20:08:28

Fühl Dich doch nicht angegriffen. Erzähl mir doch bitte lieber, was Du zur Tabelle u. zu dortiger Spannungsangabe meinst. Gr. Richi

wolfherm am 25 Mär 2016 20:48:40

:adminwatch:

Gast am 25 Mär 2016 20:53:08

Ich fühle mich nicht angegriffen, sehe das eher sachlich.
Eine sachliche Antwort auf die Tabelle hätte ich auch gern. ;)

Gast am 26 Mär 2016 01:19:36

ät Richi

Du schreibst bzw. prangerst im LiFeYPO4 Thread an, dass die Hersteller den Innenwiderstand nicht angeben.
In den Datenblättern der BK kann man den Wert für eine geladene Batt bei 25°C einsehen. 120Ah=6m?, 150Ah=4m?, 200Ah 3.5m?

Wann ist es ein guter Wert, bzw. warum sind die Werte so unterschiedlich?

kintzi am 26 Mär 2016 01:48:49

Hängt mit den Plattenoberflächen zusammenhängen, denn, auffällig : je höher die Kapazität, umso geringer der Widerstand. Muß auch so sein, je größer die Batt, je größer der mögliche Strom, bei gleichem, geringen Spannungsabfall.
Das mit der Spannung kann nur ein Druckfehler sein. Du lädst doch auch bis zur ERhaltungsladung mit 14,7/8 durch oder? Unten steht doch bei Absorption auch 14,7
Interessant ist die Sache mit Extrapolation, habe hier
2x Ex Gel 80Ah 1 1/2 J, 5 mOhm ~ 80%
+ 2x dasselbe 4 Mon 3,5 mOhm ~100% Gemessen elektron. mit RBA 600 v. Ring
Jetzt muß ich mir noch eine schlaue math. Beziehung ausdenken, linear wäre eigentlich zu einfach. Wer hat einen Vorschlag oder hat Literatur ? Gr. Richi

Gast am 26 Mär 2016 11:59:55

kintzi hat geschrieben:.
Das mit der Spannung kann nur ein Druckfehler sein. Du lädst doch auch bis zur ERhaltungsladung mit 14,7/8 durch oder? Unten steht doch bei Absorption auch 14,7
Interessant ist die Sache mit Extrapolation, habe hier
2x Ex Gel 80Ah 1 1/2 J, 5 mOhm ~ 80%
+ 2x dasselbe 4 Mon 3,5 mOhm ~100% Gemessen elektron. mit RBA 600 v. Ring



Danke, hab zwar jetzt nur nicht verstanden wie sich durch die m?-Angabe eine bessere Vergleichbarkeit ergibt. Innerhalb eines Modells - Ja, aber doch nicht zw. Deiner Gel und meiner BK, denn meine hat 50% mehr Kapazität und hat trotzdem einen höhere Widerstand.

Na klar lade ich bis zur Erhaltung mit 14,7V, sowohl bei Solar, als auch beim Booster, nur Landstrom sind 14,4V.
Landstrom brauch ich ja quasi nur im Standby, deswegen passt das ja.
Ich hab das vor dem Kauf mit powertrust so besprochen und mir wurde das als richtige Basis bestätigt.
Deren eigentliche Idee war es ja Boote mit den Batts auszurüsten. Die Ladetechnik wird kaum anders sein.

willi_chic am 26 Mär 2016 12:14:10

ich denke der Innenwiderstand hat erstmal nichts mit der Kapazität zu tun

damit Strom fließen kann, müssen sich in der Batterie Ionen bewegen, der Innenwiderstand beschreibt den Widerstand den Ionen beim Fluß zwischen den Platten sehen, da spielen Faktoren wie Abstand, Zähigkeit des Elektrolyt eine Rolle

U=R x I_nnenwiderstand beschreibt den Spannungsabfall innerhalb der Batterie, d.h. wie stark die Spannung bei Belastung "in die Knie geht"

grüße klaus

kintzi am 26 Mär 2016 13:26:21

Au die Schnelle, muß Parkplatz sauber machen:
Klaus, muß den Artikel mal raussuchen, mit der Begründung der Vergleichbarkeit/Verschleierung.
ich- bins: meine Aussage/Vermutung bezieht sich auf Deine Frage Widerst. Bk Reihe, Gel ist ein anderes Faß.
Übrigens Hut ab , Widerst. BK (nat. neuer Akku) sehe zum ersten Mal, bei anderen Firmen noch nie gesehen, oder habe ich zu wenig gesehen? Gr.Richi

kintzi am 29 Mär 2016 12:30:00

Zitat Klaus Chic:
ich denke der Innenwiderstand hat erstmal nichts mit der Kapazität zu tun Zitat Ende

Mein Fehler: habe Innenwiderstand mit Impedanz verwechselt, die von Meßelektronik (stationär u. Handholds ) über HF-Impulse benutzt wird, Schnellbestimmungen (innerhalb 15s) von Kapazitäten u. Innenwiderstände zu bestimmen. Gr. Richi

HollandSued am 20 Apr 2016 12:34:33

ich-bins hat geschrieben:Na klar lade ich bis zur Erhaltung mit 14,7V, sowohl bei Solar, als auch beim Booster, nur Landstrom sind 14,4V.
Landstrom brauch ich ja quasi nur im Standby, deswegen passt das ja.
Ich hab das vor dem Kauf mit powertrust so besprochen und mir wurde das als richtige Basis bestätigt.



Interessant....mir wurde zu Gel = 14,4 / 13,8V geraten... wobei AGM 2 14,7 / 13,5V hat......
(.....Die optimale Einstellung wäre die Gel (14,4 – 13,8)…..)


WAS ist denn da nun egtl das Wichtige U1 oder U2?????

Lead:
U1-14,4 für 2,5-6h
U2-13,4

AGM2
U1-14,7 für 3-6h
U2-13,5

Gel
U1-14,4 für 8-12
U2-13,8

Parallel dazu bei Landstrom die Calira mit 14,4 für 10h bei Gel bzw 14,4 für 4h bei Lead bzw 13,8 für U2

Es wäre toll eine allgemeinverständliche Info zu bekommen.

Vorab Danke dafür!

Gast am 20 Apr 2016 12:44:48

Was genau ist denn deine Frage?

Dein Alf

Gast am 20 Apr 2016 16:01:16

HollandSued hat geschrieben:...
Es wäre toll eine allgemeinverständliche Info zu bekommen.

Vorab Danke dafür!



Genau das habe ich jetzt nochmal bei powertrust erfragt.
Eine Antwort seitens powertrust im Forum wird folgen

HollandSued am 21 Apr 2016 14:41:56

ich-bins hat geschrieben:Genau das habe ich jetzt nochmal bei powertrust erfragt.
Eine Antwort seitens powertrust im Forum wird folgen


Prima - hatte auch schon dran gedacht...wollte mich dann aber nicht als "Unbelehrbar" outen hinsichtlich elektrischer Belange.... :oops:

Damit zu

KudlWackerl hat geschrieben:Was genau ist denn deine Frage?

Dein Alf



Genau das was ich versucht habe aufzuzeigen: WAS ist denn nun die richtige Ladeeinstellung von den genannten Gegebenheiten.


- - - - - - - - - -



Um es so vereinfacht zu fragen, wie ich es gerne mal erklärt bekommen möchte: Warum 14,4/13,8 wenn ich 14,7/13,5 laden kann und die LC egtl 14,7 haben mag um voll zu werden?

Wie ich egtl schon mal grob hier gefragt habe:
--> Link

um dann aber im Nachgang wieder eine ellenlange Diskussion Pro/Contra Bleikristall bzw warum welche xyz Batt besser ist oder wo diese dann eingesetzt wird, anzukurbeln.
Ich brauche echt keine Infos zu anderen Batt-Typen . ich HABE gerade frisch eine LC bewußt ausgesucht, gekauft und eingebaut.
Einzig diese LiFePo-Dingenskirchensache wäre eine Alternative gewesen - aber für den alten "Rolli" schon deutlich über's (finanzielle) Ziel geschossen. (auch damit hätte ich wohl bei einer Frage die kontroversesten Diskussionen angekurbelt...)


Nochmal meine Frage / Bitte:
Ich möchte einfach (wortwörtlich) und gerne auch im "Sendung-mit-der-Maus"-Style erklärt bekommen WARUM nun die 14,4/13,8 oder die 14,7/13,5 Ladung besser ist/sein soll.
Wie schon erwähnt: "Da bin ich extrem aufgeschlossen und lernwillig um das Ganze mit Worten, die auch für die linksrheinische, nichtelektrische Landbevölkerung verständlich sind, erklärt zu bekommen".)
Als Sahnehäubchen wäre darüber hinaus eine finale/einheitliche, fachlich kompetente und zur Frage passende (und abschließend gültige) Antwort im höchsten Maße willkommen.

Bitte nicht falsch verstehen - aber ich möchte es schlichtweg mal richtig verstehen!



.

Gast am 22 Apr 2016 00:30:31

Ich hatte ja mal geschrieben, dass mein Vater ebenfalls auf den BK-Zug aufgesprungen ist.
Er hat die 200Ah Version und einen dicken Wechselrichter.
Heute habe ich bei ihm einen Batteriecomputer verbaut und konnte nun das erste mal mit hoher Last die Batterie foltern.
Über einen Fön kam ich lt. Batteriecomputer auf einen Endladestrom von 101A. was ca. 0,5C entspricht.
11,9V wurden nach ein paar Minuten angezeigt. Der Wert ist allerdings nach dem Ausschalten des Föns ruckzuck wieder auf 12,9V hochgegangen.
Bei einer vollständig entladenen Batterie wäre lt. Datenblatt bei der Belastung 9,9V die Endspannung.
Das ist natürlich unrealistisch, weil der WR sicherlich vorher abschalten würde, relativiert aber wiederum die 11,9V die mich - wegen Nichtnutzung eines Wechselrechtes - erstmal schockiert haben.

Für solche Orgien ist dann sicherlich LiFePO4 die bessere Wahl.
Auch seine Erfahrung ist durchweg positiv.

pezz88 am 22 Apr 2016 10:03:04

Auch ich habe ja auf 2x 200Ah umgerüstet. Die komplette Ladetechnik habe ich auf 14,7 umgestellt. Wie es mir Powertrust empfohlen hatte.
Die Batterien tun das was sie sollen, im Moment bin ich sehr zufrieden, ist ja aber auch alles neu... :D

Ein Statement von Powertrust wäre schon hilfreich, welche Einstellungen man nun wirklich verwenden sollte!


.

andwein am 22 Apr 2016 10:21:32

Dazu solltest du aber vorher für dich festlegen was dein Hauptkriterium für diese Aussage sein soll:
1. schonendere längere Ladung, nicht ganz voll aber dafür längere Lebensdauer oder
2. schnelle Ladung auf 100% aber dafür weniger Lade/Entladezyklen
Ein Unterschied zwischen 1 und 2 ist z.B. die Reaktionswärme der Umwandlung bzw. die Umwandlungsverlustwärme, die bei jeder Ladung/Entladung entsteht, die abgeführt werden muss, und die chemische Reaktion beeinflußt bzw. verändert.
Der Mittelweg zwischen diesen beiden Forderungen sind halt die verschiedenen Empfehlungen. Jede ist richtig, aber halt immer nur in Zusammenhang mit Prämisse 1 oder 2.
Nur meine Meinung, Gruß Andreas

HollandSued am 22 Apr 2016 10:41:18

andwein hat geschrieben:1. schonendere längere Ladung, nicht ganz voll aber dafür längere Lebensdauer oder
2. schnelle Ladung auf 100% aber dafür weniger Lade/Entladezyklen


Fein; das hilft mir doch mal ein Stückchen weiter - zumindestens kann ich das mal nachvollziehen.
Heißt mit anderen Worten: beides geht - kommt druaf an was einem wichtiger ist.

Vllt wäre dann sinnig den LB auf 14,7 / AGM2 3-6h zu stellen und Landstrom auf Gel 14,4 über 10h.
Damit wäre gewährleistet daß die Batt auch ab und an mal voll wird?!


....was heißt hier Hauptkriterium...wenn ich die meiste Zeit rumrätsele was denn überhaupt nun vorne oder hinten ist beim Batterieladen... :-)

willi_chic am 22 Apr 2016 13:58:10

ich-bins hat geschrieben:Über einen Fön kam ich lt. Batteriecomputer auf einen Endladestrom von 101A. was ca. 0,5C entspricht.
11,9V wurden nach ein paar Minuten angezeigt. Der Wert ist allerdings nach dem Ausschalten des Föns ruckzuck wieder auf 12,9V hochgegangen.

das spricht für einen relativ niedrigen Innenwiderstand (10 mOhm) der Batterie, den Versuch solltest Du jährlich wiederholen, damit bekommst Du eine relative Aussage über die Kapazität
zum Vergleich: meine 330Ah Gel hat 19 mOhm, gemessen bei 170A Last

grüße klaus

Gast am 22 Apr 2016 14:07:59

Hallo Klaus,

das versteh ich inhaltlich nicht. Warum ist der Innenwiderstand deshalb klein? Weil die Batterie schlagartig von 11,9V auf 12,9V springt?
Laut Datenblatt --> Link sollen es übrigens bei voller Batterie 3.5 m? sein. Ist das nun gut, oder schlecht?
Bis jetzt hatte ich es immer so verstanden, dass ein kleinerer Widerstand besser ist, da der Stromfloß beim Laden und Entladen höher ist. Gel z.B hat ja hat einen hohen Innenwiderstand.
Aber warum geht die Batterie soweit in die Knie? Was wäre, wenn ich den Versuch auf eine halbe Stunde ausgedehnt hätte?
Bin ich dann bei 10,xV?

andwein am 23 Apr 2016 10:31:15

Der "Innenwiderstand" einer Batterie ist kein ohmscher Widerstand und damit nicht linear! Die Batteriepole sind durch leitendes Elektrolyt getrennt, das je nach Dichte/Anteil Batteriesäure und damit je nach Ladezustand einen andere Leitfähigkeit, oder umgekehrt einen anderen Widerstand hat. In meinen Augen ist das Thema Batterie trotz ihres über 100 jährigen Einsatzes eines der schwierigsten zu erklärenden Themen der Elektrotechnik. Man springt bei verständlichen Erklärungen meistens zu kurz.
Meine Meinung, Gruß Andreas

willi_chic am 23 Apr 2016 10:54:57

andwein hat geschrieben:das Thema Batterie trotz ihres über 100 jährigen Einsatzes eines der schwierigsten zu erklärenden Themen der Elektrotechnik.

stimmt, ich durfte mich lange mit den Problemen der "nassen Elektrotechnik" herunschlagen, dazu gehören auch Elektrolytkonsensatoren.

Mein aus Erfahrung gewonnenes Fazit: 5 Experten, 10 Meinungen....und dann erklär das mal dem Kunden

grüße klaus

HollandSued am 26 Apr 2016 08:42:14

Genau das habe ich jetzt nochmal bei powertrust erfragt.
Eine Antwort seitens powertrust im Forum wird folgen


...

Gast am 26 Apr 2016 10:30:01

tja, das ist wie warten aufs Christkind :roll:
... solange lass ich Solar & Booster auf 14,7V :ja:

xbmcg am 26 Apr 2016 10:30:37

Der Innenwiederstand von Batterien ist ein wichtiges Indiz für ihre Strombelastbarkeit.

Man kann ihn direkt nicht messen, er ist beim Laden und Entladen (Stromrichtung) unterschiedlich
und auch vom Ladezustand abhängig. Noch stärker wird er von der Technologie der Batterie, der
Oberfläche und Abstand der Platten (Kapazität) und dem verwendeten Elektrolyt und derm Alter beeinflußt.

Je niedriger der Innenwiederstand der Batterie ist, um so geringer ist der Spannungsabfall an den
Polen bei Belastung (Entladung) und Spannungsanstieg (beim Anschluß eines Ladegerätes)

Eine Batterie mit einem hohen Innenwiederstand bricht zusammen, wenn man einen starken Verbraucher
(z.B. Anlasser oder Wechselrichter) anschließt. Obwohl sie eine Spannung vorher von 12.8V hatte, dreht der
Anlasser nicht durch. (Defekte Batterie, Batterie mit zu geringer Kapazität), weil die Spannung beim Anschließen
auf - sagen wir mal 5V einbricht. Nach dem Wiederstandsgesetz sind die beiden Wiederstände Ri (Innenwiederstand Batterie)
und Rl (Lastwiederstand Verbraucher) in Reihe geschaltet und somit ein Spannungsteiler. Je kleiner Ri ist, um so
weniger Spannung fällt darüber ab und um so mehr Spannung liegt an Rl an, was zu einem hohen Strom führt
und damit zu einer entsprechenden Leistungsentfaltung - umgekehrt natürlich, wenn Ri groß ist, ist die Spannung über
Ri groß und die Spannung über Rl klein -> der Strom über Rl Kklein und die Leistung damit gering.

Beim Laden das Ganze in entgegengesetzter Richtung. Je kleiner Ri, um so größer der Ladestrom und damit um so schneller
die Ladung.

Bei gleicher Kapazität Batterietechnologien Ri von niedrig nach hoch:

Code: --> Link
LiPo
LiFeYPO4
...
AGM Spiralzellen
AGM
...
Nassbatterie (Flüssiges Elektrolyt und vergleichsweise große Plattenabstände)
...
Gel Batterie (Ladungsträger im Gel gebremst)

Ohne jetzt auf Vollständigkeit Wert zu legen.

Gast am 26 Apr 2016 10:47:08

Danke, toll erklärt, das hab ich nun verstanden.
Klaus sprach von "relativ niedrigen Innenwiderstand ".
Wie weit brechen denn andere Batterietypen bei einer Belastung von 0,5C zusammen?

xbmcg am 26 Apr 2016 11:39:33

Wenn man den jeweiligen Innenwiederstand kennt, eine einfache Rechenaufgabe.
0,5C heißt ja, dass die Kapazität in genau 2 Stunden entladen wird.

Nehmen wir mal eine 100Ah Batterie an, dann muss ein Strom von 50A fließen.
Wissen wir den Innenwiederstand der Batterie Ri = Delta-U / I können wir
nach Delta U Umstellen und erhalten Spannungsdifferenz Delta U = Ri * I

Also ist der Spannungseinbruch = dem Innenwiederstand der Batterie Ri Multipliziert mit unserem Strom von 50 A
(unter Vernachlässigung aller Leitungswiederstände und Übergänge etc.).

Bei dem Beispiel mit 3.5mOhm oder 0.0035 Ohm ergibt sich ein Spannungsabfall von 0,175V
oder besser gesagt, bei einer Leerlaufspannung vo 12.8V müsste man im ersten Moment eine Spannung von 12.625V messen,
die natürlich mit der Zeit dann weiter sinkt.

andwein am 26 Apr 2016 11:53:21

xbmcg hat geschrieben: 0,5C heißt ja, dass die Kapazität in genau 2 Stunden entladen wird..

Jetzt wird es interessant!
Bist du da sicher??? Für mich hieß das immer ... dass die Kapazität in 0,5 Stunden entladen wird..
Wieso heißt C20 .. über 20 Stunden, C2 über 2 Stunden, C1 über eine Stunde und, jetzt kommts, bei mir C0,5/oder C1/2 über 0,5 Stunden und nach deiner Erklärung 0,5C über 2 Stunden???????
echte Frage, Gruß Andreas

xbmcg am 26 Apr 2016 12:27:06

Das ist Verwirrtaktik der Hersteller.

Meiner Meinung nach ist 1C der Strom , der der Nennkapazität entspricht und C1 die Zeit, in der die angegebene Kapazität entladen ist. Bei 1C = C1
bei 2C und C2 wirds schon lustig. 2C ist der doppelte Strom , C2 ist der halbe Strom (doppelte Zeit)...

Das machen die Batteriehersteller, um den Verbraucher nicht zu "verunsichern". ;-) 100Ah C100 klingt ja auch viel besser als 100Ah C20, wobei letztere
die bessere Batterie wäre...

Webusta am 26 Apr 2016 12:29:12

um den Verbraucher nicht zu "verunsichern"


...also ehrlich gesagt ich versteh jetzt gar nichts mehr :mrgreen:

andwein am 26 Apr 2016 12:37:01

Der Kollege "ich bins" hat das Gleiche mit anderen Worten gesagt und am Beispiel eines Datenblattes aufgezeigt. Ich habe bisher immer in den Bahnen "Blei" gedach, da sind 3C bei einer 100Ah Batterie im Datenblatt nicht enthalten. Bei Lithium sieht es schon anders aus. Ich finde beide Erklärungen nachvollziebar und werde meine Denkweise entsprechend korrigieren. Man lernt halt immer was dazu. Danke
Gruß Andreas

xbmcg am 26 Apr 2016 12:39:15

Ich will es mal verständlicher ausdrücken.

Die tatsächlich entnehmbare Kapazität hängt stark von der Stromstärke ab.
Deshalb gibt es zusätzlich die C-Angaben für Kundige.

eine Batterie kann z.B. 100Ah C100 und 65Ah C20 und 50Ah C10 haben oder so.

Das ist ein und die selbe Batterie.

Die Angabe besagt, wenn ich 1A entnehme, ist sie nach 100 Stunden leer, und ich habe 100Ah gehabt
Entlade ich die Batterie mit 3.3A, ist die Batterie nach 20 Stunden leer und ich habe 65Ah entnommen,
Entlade ich die Batterie mit 5A, ist die Batterie schon nach 10 Stunden tot und ich habe 50Ah bekommen.

Das ist eine Angabe zur nutzbaren Kapazität, je nach Stromentnahme.

Die andere Angabe mit 1C oder 5C etc dient einem anderen Zweck, hier geht es um die Strombelastbarkeit
beim Laden oder Entladen.

Bei einen Nennkapazität von 100Ah wird z.B. ein Ladestrom von 0.1C empfohlen (10A)
oder die Batterie ist mit 3C belastbar - will heißen - ich sollte sie nicht stärker, als mit 300A traktieren,
meist noch mit einer Zeitangabe, wie lange ich maximal diese Leistung abforden kann.

andreasnagel am 26 Apr 2016 13:07:43

Moin!

Das war jetzt mal so gut erklärt, das gab nicht nur ein "Positiv" von mir, das habe ich sogar ausgedruckt!

Vielen Dank,
Andreas

Adler am 26 Apr 2016 15:51:44

Hallo, ich lese immer nur sporadisch mit da man ja als Rentner kaum noch Zeit hat ;-)

Ich habe mir aber aufgrund der Berichte von "Ich bins" eine solche Batterie gegönnt und nun habe ich zwei Fragen:

1. Da die Batterie ja wesentlich stärker entladen werden kann, gibt es einen Batteriecomputer der darauf eingestellt werden kann oder zeigt der nun falsche Werte? Oder stellt ihr einfach die doppelte Menge an AH ein die diese Batterie hat? Hoffentlich habe ich mich einigermaßen verständlich ausgedrückt.

2. Die Batterie hat ja keine handelsüblichen Pole sondern Innengewinde. Wie schließe ich nun das ganze Kabelgetöns am besten an? Gibt es dazu entsprechende Adapter und wenn ja, wie heißen die??

Ok, es waren wohl mehr Fragen aber zu nur zwei verschiedenen Themen :lol:

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