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Fragen zum Aufbau bei Carado, doppelte Böden etc


skartakh am 20 Jun 2016 12:51:30

Hallo an alle!
Wie bereits in einem anderen Post beschrieben, interessieren sich meine Holde und ich für einen Carado T334. Nun haben wir schon einiges an Datenblättern, Forenbeiträgen usw. durchforstet, nur um festzustellen, dass sich immer mehr Fragen aufstauen ;)
Zu den Themen (ich versuche es stichpunktartig zu gliedern):

1. Ich habe irgendwo hier im Forum gelesen, das bei Carado noch ein sog. "alter" Holzaufbau verwendet wird. Bei einem Premiumhersteller (ich glaube Carthago) wurde hingegen mit einem "holzfreien Aufbau" geworben. Das ist für mich ziemlich abstrakt. Kann mir jemand das im Groben erklären und sagen, ob ein "Holzaufbau" bei Carado eklatante Nachteile mit sich bringt??
2. Immer wieder lese ich in diversen Foren oder bei Herstellern von "doppelten Böden" im Aufbau. Meistens beheizt. Ist sowas notwendig, wenn man nicht gerade in arktische Regionen reisen will? Wir wollen, wenn überhaupt, nur Reisen in "deutschen" Wintern überstehen, und das auch nicht im Gebirge, sondern im Flachland (Besuche in meiner alten Heimat, Sachsen).
3. Im technischen Datenblatt vom Carado T334 lese ich, dass die Versorgungsleitungen im "isolierten Bereich" verlegt sind. Steht "isoliert" hier auch für "beheizt"? Oder anders: ist dieses Konstrukt, auf deutsche Temperaturen bezogen, wirklich wintertauglich?
4. Taugt die Dunstabzughaube bei Carado (oder generell) oder sollte man sich das zusätzliche Gewicht sparen. Auch ist mit nicht klar, ob es sich um "Umluft" oder eine Lösung mit Außenableitung handelt. ggf. kann ja jemand was dazu sagen.

Das soll es zum Thema "Aufbau" erstmal gewesen sein. Vielleicht gibt es ja einige Carado-Fahrer, die aus Ihren Erfahrungen schöpfen können und ggf. etwas zu meinen Fragen sagen.
Für Eure Mühe bedanke ich mich im Voraus.

Viele Grüße, Andre+Birgit

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Reimobil am 20 Jun 2016 13:59:42

Hallo Andre + Birgit,

wir besitzen seit Februar 2015 einen Carado T345(neu) und sind bislang sehr zufrieden mit dem Fahrzeug. Im einzelnen kann ich aus meiner Erfahrung zu euren Fragen wie folgt Stellung nehmen:

1. Holzaufbau bedeutet, dass auf dem Aufbau des Zugfahrzeugs (Fiat, Ford etc) die unterste Schicht aus Holzplatten besteht. Holz hat natürlich den Nachteil, dass es Feuchtigkeit aufnehmen und dann auch faulen kann. Um dies möglichst zu verhindern, sind die beim Wohnmobilbau verwendeten Holzplatten natürlich behandelt und imprägniert, damit die Feuchtigkeit nicht ins Holz einziehen kann. Zunächst ist diese Bauweise meiner Ansicht nach unbedenklich, schließlich gibt es auch Holzhäuser, deren Fassade aus behandelten Holz besteht und die ebenfalls viele Jahre halten. Bei Womos ist es wahrscheinlich das größere Problem, dass sie teilweise auch im Winter gefahren werden und bei entsprechender Witterung der Holzboden auch durch das auf den Straßen gestreute Salz angegriffen wird. Für dieses Problem gibt es auch die Möglichkeit, den Unterbau der Fahrzeuge mit einem speziellen Unterbodenschutz zu behandeln. Für Fahrzeuge, die z.B. über Winter in der Garage oder anderswo trocken stehen, dürfte dies jedoch überflüssig sein. Zum Thema Unterbodenschutz findest du in diesem Forum bestimmt auch einiges an Informationen und Meinungen.
2. Womos mit einem doppelten Boden sind natürlich für die Nutzung im Winter besser geeignet, als diejenigen mit einfachen Boden. Nach meinen Erfahrungen sind die Carados aber durchaus für normale deutsche Winter ausreichend, weil der Abwassertank isoliert ist und eine Sicherung eingebaut ist, die bei Temperaturen unter 6 Grad das Wasser aus dem Boiler und dem Wassertank ablaufen lässt. Wenn bei der Nutzung des Mobils jedoch die Heizung eingeschaltet ist, öffnet sich das Ventil an der Frostsicherung nicht, weil die Temperatur im Womo dann nicht unter 6 Grad fällt. In beiden Fällen kann somit eigentlich das Wasser in den Leitungen nicht gefrieren. Sofern es keine extreme Kältegrade gibt, dürfte auch die Isolierung des Abwassertank ausreichend sein. Notfalls kann man sich noch behelfen, indem man einen Eimer unter den Ablauf stellt und den Abwasserhahn aufdreht, damit das Abwasser direkt in den Eimer läuft. Bei den in Deutschland üblichen Temperaturen muss man auch in den Womos mit einfachen Boden nicht frieren, außerdem kann man den Fußboden auch mit Teppichen etc. auslegen und hierdurch für etwas mehr Behaglichkeit im Winter sorgen.
3. Liegen die Versorgungsleitungen im isolierten Bereich, frieren sie natürlich nicht so schnell ein und man ist vor unangenehmen Überraschungen weitestgehend geschützt. Ist aber heute in den Wohnmobilen normal Standard.
4. Eine Dunstabzugshaube besitzt unser Mobil keine, weshalb ich diesbezüglich keine Aussage treffen kann. Ob eine Dunstabzugshaube wirklich notwendig ist, hängt natürlich auch davon ab, wie oft ihr die Küche zum Kochen nutzt. Wir gehen relativ häufig essen oder grillen außerhalb des Womos, weshalb eine Dunstabzugshaube bei uns nicht allzu häufig Verwendung finden würde. Wenn bei uns gekocht wird, öffnen wir entweder das Fenster in der Küche oder die Dachluke über die Küche, damit der Dunst dann auch abziehen kann, funktioniert bisher auch recht gut. Ob solche Extras sinnvoll sind, hängt z.B. wie bei einer Solaranlage sehr vom jeweiligen Nutzungsverhalten des Besitzers ab. Nicht alles was im Handel angeboten wird, ist nach meiner Ansicht nach auch sinnvoll. Muss aber jeder für sich entscheiden was er im Urlaub benötigt.

Mit dem Kauf eines Carados macht ihr aber höchstwahrscheinlich keinen Fehler. Es gibt hier im Forum übrigens auch speziell zu den Carados einen Tread, wo ihr zu allen möglichen Fragen Meinungen und Tipps finden könnt.

Rockerbox am 20 Jun 2016 14:13:03

Seit wann öffnet das Wassertankventil automatisch bei Frost????
Das macht nur der Warmwasserboiler!

Und der Ausdruck "holzfreier Aufbau" bezieht sich eher auf Wände und Dach,
ob die klassisch mit einem Holzständerwerk gebaut sind (+ Isolation dazwischen)
oder eben aus holzfreiem Sandwich-Verbund. Dann ist der Boden auch meist aus
dem selben Werkstoff.

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Rockerbox am 20 Jun 2016 14:37:44

Nachtrag:
Die Isolation des Abwassertanks ist mW nicht Serie, sondern in einem
Ausstattungspaket enthalten.
Unser T447 verfügt "teilweise" über einen Doppelboden, in dem die
Versorgungsleitungen laufen, d.h. er ist "bedingt wintertauglich".

Extremen Frost wird der Abwassertank nicht mitmachen (oder wie
beschrieben offen lassen und Eimer drunter).

Ansonsten für uns ein Top Mobil mit super Preis-Leistungsverhältnis.

Würde ich wieder kaufen!

Und Dunstabzug vermissen wir in kleinster Weise!

rkopka am 20 Jun 2016 14:38:00

Reimobil hat geschrieben:weil der Abwassertank isoliert ist ... dürfte auch die Isolierung des Abwassertank ausreichend sein.

Die Isolierung allein bringt aber nur einen Zeitgewinn. Man kann den Abwassertank aber auch beheizt ordern. Dann wird er nicht nur isoliert sondern auch von der Heizung erwärmt. Dann sollte es wirklich unkritisch sein.

Ob eine Dunstabzugshaube wirklich notwendig ist, hängt natürlich auch davon ab, wie oft ihr die Küche zum Kochen nutzt.

Ich habe auch keine. Die Dachluke ist schon wegen der Verbrennungsgase offen. Allerdings ziehen die Wärme und der Wasserdampf hoch und landen dann am Kasten über dem Herd. Das dürfte ihm auf Dauer nicht gut tun. Deshalb habe ich da ein Schutzblech druntergemacht, das den Kasten schützt.

Rockerbox hat geschrieben:Seit wann öffnet das Wassertankventil automatisch bei Frost????
Das macht nur der Warmwasserboiler!

Weder noch. Das Schutzventil öffnet eine Leitung zum/vom Boiler. Zumindest bei meinem A361 läuft dann auch der Tank leer. Da gabs schon mal eine Diskussion dazu.

RK

Rockerbox am 20 Jun 2016 14:43:34

Ich meinte auch das Schutzventil am Boiler, nur bei mir
läuft dann nur der Boiler leer und kein Wassertank.
Es las sich im oberen Beitrag so, als ob der Wassertank automatisch
bei Frost entleert werden würde.

skartakh am 20 Jun 2016 16:49:12

Reimobil hat geschrieben:Hallo Andre + Birgit,


1. Holzaufbau bedeutet, dass auf dem Aufbau des Zugfahrzeugs (Fiat, Ford etc) die unterste Schicht aus Holzplatten besteht.


Hallo an alle,

zunächst: vielen Dank für alle Antworten.
Ich habe hier noch ein kleines Verständnisproblem. Wenn die "unterste Schicht" des Aufbaus aus Holz besteht, bedeutet dies dann, dass quasi ungeschützter Kontakt nach unten zur Straße besteht? Das würde ja bedeuten, dass sämtlicher Schmodder, Rollsplit und auch Nässe direkten Kontakt mit dem Holz hat.
Für mich als WoMo-Laie stellt sich daher die Frage, wie lange so ein Unterboden dann durchhält. Andererseits scheint diese Bauweise nicht ungewöhnlich zu sein.
Was tun die Hersteller denn, um den Unterboden des Aufbaus zu schützen und was kann/sollte ich als künftiger WoMo-Eigner tun?
Wir wollen neu kaufen. Müssen wir uns dann nach 1-2 Jahren schon mit einer kostenintensiven Imprägnierung oder Versiegelung befassen?
Unsere Vorstellung ist, dass unser WoMo 10 Jahre gefahren werden soll.
Ist das denn bei einem "nach unten offenen" Holzaufbau realistisch?

Danke vorab.
Viele Grüße

volker2 am 20 Jun 2016 19:51:31

Hallo,
wir haben den Carado T448. Der hat einen identischen Aufbau zum T334, was Boden und Wände betrifft. Aus GFK bestehen Dach und Heck (Hagelschutz).
Es wird bewährter, klassischer Aufbau genannt. Dem ist letztlich auch so, denn Holzversteifungen in den Wänden haben nach wie vor auch einen Vorteil: Besonders hohe Steifheit bei geringem Gewicht. Es setzen nach wie vor einige Wohnmobilhersteller Holz aus diesem Grunde und auch aus Preisgründen ein.
Den Holz-Schicht-Boden darfst Du Dir nicht als blanken Holzboden vorstellen, in den Wasser eindringen kann. Er ist natürlich imprägniert und hat eine schwarze Beschichtung, die viele Jahre Wasser, Salz und Schmutz abweist. Natürlich kontrolliert man im Zusammenhang mit der bei Womos üblichen jährlichen Feuchtigkeitsmessung auch, ob die Bodenbeschichtung noch i.O. ist. Was sie in der Regel auch ist.
Genau dieser genannte Aufbau in Boden und Wänden wurde und wird seit vielen Jahren eingesetzt. Quasi, seit es Wohnwagen und Wohnmobile gibt. Auch diese Aufbauart ist eben bewährt und durchaus bei etwas Pflege und Kontrolle unproblematisch. Es gibt durchaus noch viele alte Fahrzeuge (20....30 Jahre alt), die nach wie vor dicht sind und noch in der Welt herumgeistern. So verkehrt kann also diese Aufbauart nicht sein. Auch bei reinen GFK-Aufbauten kann es übrigens Probleme geben (Rissbildung wurde schon beschrieben).
Sollte es nach vielen Jahren in einem solchen Womo tatsächlich einen Wasserschaden geben, kann man den weder in einem klassischen Aufbau, noch in einem reinen GFK-Alu-Aufbau ewig ignorieren. Schließlich gibt es im Innenbereich Holzwände und Möbel, die eben auch schimmeln oder faulen könnten. Auch die Elektrik, Geräte und Heizungsrohre im Inneren würde leiden. Egal welche Aufbauart man wählt, in so einem Fall muss man etwas tun. Heute sind aber i.d.R. die Aufbauten und Unterböden so gut, dass man lange keinen Ärger befürchten muss.
Wir haben bei unserem T448 in unserer max. Ausstattungsvariante beheizbare, isoliert angebrachte Wassertanks. Der Frischwassertank sitzt ohnehin im Innenraum und wird mit erwärmt, sowie die Heizung an ist. Da passiert nix. Der Abwassertank ist in unserem Fall isoliert angebracht und ebenso beheizt. Das war halt bei unserem Womo so und hängt davon ab, welche Ausstattungsversion erworben wurde. Wir hatten Glück. Wir haben den T448 aus einer Vermietung in dieser Ausstattung erworben. Wenn der Abwassertank ungeschützt wäre, wie schon beschrieben - auch kein Beinbruch: Dann einfach Ablauf offen lassen, einen Eimer darunter stellen und ab und an den Eisblock im Eimer umweltgerecht entleeren. Fertig.
Insgesamt hat Carado ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis. Er wird, wie die Schwesternmodelle im hochmodernen Hymer-Werk in Neustadt (hinter Dresden) gefertigt und das in anerkannt guter Qualität. Wie viele andere Besitzer würden wir jederzeit wieder einen Carado /Sunlight kaufen.
Natürlich kann man bei jeder Marke auch mal ein Montagsfahrzeug erwischen. Aber davon geht man ja nicht aus.

skartakh am 20 Jun 2016 23:37:59

Hallo Volker, hallo Reimund,

vielen Dank für Eure sehr ausführlichen Antworten (und natürlich auch an alle anderen die geantwortet haben! :wink: ).
Einerseits genug Input, um den Hintergrund zu verstehen und andererseits durchaus "beruhigend".
Ich neige dazu, manches sehr genau zu hinterfragen, denn 50.000 Euro (unser Budget) ist für uns eine Menge Geld, auch wenn es das "untere Ende" beim Wohnmobilneukauf zu sein scheint. Klar, bei Carthago und Konsorten braucht man da im Grunde gar nicht den Konfigurator anzuwerfen.
Aber wir denken, dass wir damit bei Carado gut aufgehoben sind (man bekommt das "wesentliche mit noch paar Extras drin").
Allerdings wollen wir nicht finanzieren und daher sondiere ich vorab sehr genau, worauf ich beim Kaufen achten muss und auch, welche Probleme und Folgekosten einen NACH dem Kauf erwarten können.
Mein Fazit aus allen Antworten hier:

1. Holzaufbau (bei sachgemäßer Pflege) vollkommen unproblematisch und langlebig.
2. doppelter Boden für "deutsche Winter" nicht unbedingt nötig. Wir verlegen dann Plüschteppich :D
3. Mit beheiztem Abwassertank als Zusatzoption (hatte ich eh kalkuliert) ist man auf der sicheren Seite (solange man nicht im Dezember nach Lappland will). Versorgungsleitungen sind für meine/unsere Ansprüche vollkommen ausreichend isoliert.
ggf. kommt zu Punkt vier ja auch noch was.

Wie auch immer- nochmals danke. Coole Leute hier.

Gruß, Andre

harpya am 21 Jun 2016 00:16:41

Bei unserem Laika haben wir die Erfahrung gemacht, das das Sicherheitsventil am Boiler mal geöffnet war,
warum auch immer im Sommer (wahrscheinlich mal Batterie komplett getrennt)
und die Pumpe angestellt wurde.
Um die Druckverhältnisse herzustellen hat die Pumpe unverdrossen den Frischwassertank in den Boiler
gepumpt, was natürlich flüssig ablief.
Passiert einem nur einmal.

Rockerbox am 21 Jun 2016 07:17:52

Sowas passiert aber nur mit einer Druckpumpe, die bei Druckabfall im System selbstständig zu laufen anfängt,
sollte mit einer Tauchpumpe, die in den Carados verbaut ist, nicht passieren.

An Andre:
Ich kenne zwar deine/eure Kochgewohnheiten nicht, aber nochmals zur Dunstabzugshaube:
Wenn sie keine Öffnung nach außen hat kam man sie m.E. sowieso komplett vergessen,
das quirlt den Kochdunst nur gleichmäßig durch's Mobil.
Und selbst bei einer Außenöffnung: was bruzzelt man denn schon sooo großartiges im Mobil?
Wir machen kein Wiener Schnitzel und ähnliche rauch- oder dampfintensive Sachen IM Mobil,
sowas wird wenn überhaupt im Freien gekocht.
Mir wäre der allgemeine Küchendunst in Vorhängen und Polsterungen - Dunstabzugshaube hin oder her - im WoMo einfach too much.

Deswegen stört es mich persönlich nicht im geringsten, dass wir keinen Dunstabzugshaube haben.

Mag aber so mancher "Johann Lafer auf Rädern" anders sehen ..... :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

skartakh am 21 Jun 2016 11:39:44

Hallo Adi,

korrekt, eine reine Umluftlösung wäre nicht optimal, ich vermute aber fast, dass Carado genau sowas verbaut. Ich frag den Händler mal.
Ansonsten habe ich nicht unbedingt den Anspruch, 8-Gang-Menüs im WoMo zu kochen. Was vernünftiges aber schon.
Dafür ist der Herd ja da. ;)
Gruß, Andre

Ganzalleinunterhalter am 21 Jun 2016 11:52:25

Ich koche, brate alles im Carado einschließlich frischen Fisch - bisher keine Probleme mit Festgesetzten Gerüchen im Mobil. Fenster an Kochstelle und über Dinette beim kochen immer geöffnet.

skartakh am 21 Jun 2016 11:57:58

Fenster würd ich eh aufmachen. Na dann, wenn es so einfach ist ;)

Gruß

WERNER1953 am 21 Jun 2016 13:37:02

Hallo Andre,

bei einem Aufbau auf Holzbasis kann auch dann ein erheblicher Feuchtigkeitsschaden entstehen, wenn das WOMO einen guten UB-Schutz hat bzw im Winter nicht gefahren wird. Wasser kann z.B. bei schadhaften Gummidichtungen eines Fenster oder einer nicht ohne weiteres sichtbaren Wasserleitung, z.B. hinter der Nasszelle, zunächst unbemerkt in die Seitenwand eindringen. Da eine Styropur Isolierung wasserdurchlässig ist, läuft es von der Wand in die Bodenplatte, getreu dem Spruch: "Wasser sucht sich seinen Weg". Im Endergebnis sind die Seitenwand und die Bodenplatte morsch (sog. Tropf). Um das zu reparieren, müssen alle Möbel, evtl auch das Bad, heraus. Wenn das WOMO dann bereits einige Jahre alt ist und man das nicht selbst reparieren kann, lohnt keine Reparatur mehr (sog. wirtschaftlicher Totalschaden). Einen derartigen Schadensfall hatte ein guter Bekannter von mir bei einem gebraucht gekauften Detleffs WOMO. Ich selbst hatte so einen Schaden bei einen erst ein Jahr alten Detleffs Wohnwagen wegen eines Kunststoffschlauches, der sich hinter der Nasszelle gelöst hatte. Das Wasser war nicht und unter der Kunststoffnasszelle in den Holzfußboden eingedrungen. Der gesamte Holzfußboden und eine Seitenwaand mussten erneuert werden. Hierzu musste der Wohnwagen komplett "ausgeräumt" werden. Wenn der Wohnwagen nicht noch Garantie gehabt und der Händler daher kostenlos repariert hätte, wäre auch das ein wirtschaftlicher Totalschaden gewesen. Zur Zeit fahre ich ein LMC WoMo mit holzfreiem Aufbau. Übrigens haben die etwas teuren Detleffs Modelle der Advance Modellreihe nunmehr auch einen holzfreien Aufbau. Detlweffs wird schon wissen, weshalb das geändert wurde.

Ich weiß, dass Verfechter des klassischen Aufbaus nun "aufschreien werden". Ich rate Dir dennoch zum Kauf eines WoMo mit holzfreien Aufbau. Wenn es aus Kostengründen ein älteres gebrauchtes WoMo sein soll, empfehle ich Hymer. Diese Fahrzeuge haben dann zwar noch einen Holzboden; wegen der Verwendung von PU Schaum als Wandisolierung soll aber kein Wasser in den Wänden entlang laufen und Tropf verursachen können.
Ein Carado WoMo zw. dein baugleiches Sunlight WoMo würde ich wegen des Holzaufbaues nicht kaufen, dann als günstiges Neufahrzeug schon eher ein Forster (Günstig Marke von Euro Mobil aus dem Trigano Konzern).

Teile doch gelegentlich einmal Deine Entscheidung mit.

skartakh am 21 Jun 2016 16:17:47

Hallo Werner,

vielen Dank für Deine Antwort. Mal eine ganz andere, aber nicht weniger interessante Sicht.
Von den Fällen, die Du beschreibst, habe ich auch schon gelesen. Meine Frage lautet: kommt das sehr häufig vor oder sind es eher Ausnahmen, die allerdings dann heftig ausfallen.
Darüber hinaus seien bitte folgende Gedankengänge gestattet:
Kann man hier nicht durch gewissenhafte Wartung/Pflege gegensteuern?
Ich persönlich hätte kein Problem damit, regelmäßig Feuchtigkeitsmessungen etc. durchzuführen.
Nur mal als Beispiel.
Inwieweit man die Wasserleitungen eines WoMos selber auf Dichtigkeit überprüfen und ggf. selbst warten kann, ist mir noch nicht klar (ich bin allerdings ausgebildeter Mechatroniker, sofern die Installationen einigermaßen zugänglich sind, würde ich mir das durchaus zutrauen).
Was man noch so tun kann, weiß ich (noch) nicht, aber sollte es mit einem gewissen Engagement nicht möglich sein, vorzubeugen?
Ich habe mir Deine Empfehlungen mal angesehen. Mal losgelöst vom Preis finde ich keinen Grundriss, der dem des T334 entsprechen würde (dieser hat es uns wirklich angetan aus verschiedenen Gründen).
Oder übersehe ich da was.
Viele Grüße, Andre

Tinduck am 21 Jun 2016 16:23:27

Würde mir auch kein Neufahrzeug oder jungen Gebrauchten mit klassischem Holzfachwerk kaufen. Mag sein, dass das 'bewährt' ist... behaupten aber auch nur deren Verkäufer und Besitzer :D

Wie immer ist das bessere des guten Feind. Bewährt ist heutzutage eher ein Aufbau mit Sandwichwänden, -dach und -boden, gedämmt mit Styrodur oder PU. Vorteil ist da einfach, dass eindringendes Wasser keine strukturellen Schäden anrichten kann, da die tragenden Teile nicht wie bei der klassischen 'Torfbude' verrotten.

Wir hatten selber mal einen kleinen Bürstner mit klassischem Aufbau. Da war nach 3 Jahren die Trittstufe weggefault, weil hinter der Verkleidung kein Dekalin aufgebracht war. Vor solchen Fehlern ab Werk ist man bei keiner Marke sicher, aber mit einem moderneren Aufbau sind die Schäden bei einer Undichtigkeit nicht so teuer zu beseitigen.
Ach ja, der Schutzanstrich der Holz-Bodenplatte war da - trotz Kotfängern - im Spritzbereich der Hinterräder komplett porös. Nach drei Jahren, wohlgemerkt.

Statt der Dunstabzugshaube lieber einen Omnivent oder ähnlichen Dachlukenventi einbauen lassen, bringt wesentlich mehr.

bis denn,

Uwe

volker2 am 21 Jun 2016 16:59:47

Es hat alles Vor- und Nachteile. Wie geschrieben, wenn irgendetwas undicht würde, kann man das auch bei einer anderen Aufbauart nicht so lassen.
GFK kann Risse bilden und brechen, vor allem nach Jahren unter UV-Einfluss und wenn die Weichmacher des Materials sich verflüchtigt haben. Das passierte schon so Manchem. Holz kann faulen, klar kann das auch passieren, wenn man undichte Stellen längere Zeit ignoriert und nie Feuchtigkeitsmessungen macht. Teure, bzw. aufwändige Reparaturen sind das aber in beiden Fällen.
Wer handwerklich begabt ist, mag sich in beiden Fällen zu helfen wissen.
Welcher Aufbau nun der bessere ist, dazu mag jeder seine Meinung haben. Fakt ist, dass es eben auch sehr, sehr alte Mobile mit Holzaufbau gibt (hatte selbst eins). Diese Lebensdauer müssen andere Aufbauarten erst einmal erreichen und nachweisen. Wenn man einigermaßen aufpasst, dass eben nicht über lange Zeit Feuchtigkeit eindringen kann und man den Aufbau etwas pflegt, hat man mit allen Aufbauarten Freude.

WERNER1953 am 21 Jun 2016 19:21:14

Natürlich gibt es Spastik wie oft so etwas vorkommt. Es kann aber bereits bei jungen Fahrzeugen vorkommen, siehe Uwes Bürsten oder mein 1 Jahr alter Wohnwagen. Dort hatte sich eine hinter der Kunststoffwand der Nasszelle verlegte Leistung gelöst, Montagefehler. Das war nicht durch Überprüfung rechtzeitig zu erkennen. GFK WÄNDE hat Carado doch.
Schau Dir mal Förster und Rollen WoMo Modellierung 2016 an. Die haben in den Wänden kein wasserdichtlässiges Styropur und ab 2016 auch einen GFK Boden.

Rockerbox am 21 Jun 2016 19:30:55

Es wäre mir neu, dass Carado GFK-Wände hätte ..... nur das Dach und das Heck. Zumindest bei meinem T447 aus 2014.

Trotzdem ein klasse Mobil.

volker2 am 21 Jun 2016 21:00:15

Adi hat recht. Carado hat Alu-Seitenwand-Außenbeplankung, innen sind die Wände teilweise mit Holz und Alu versteift (habe ich bei der Werksführung gesehen). Das Dach und das Heckteil bestehen seit dem Jahr 2013 aus GFK (wegen der besseren Hagel-Verträglichkeit).
Wir sind auch glücklich mit der Qualität des Mobils.

WERNER1953 am 22 Jun 2016 10:09:04

Es mag sein, dass Carado Aluseitenwände hat, es schöne Grundrisse gibt und die Verarbeitung ganz ok ist. Das ändert aber nichts an dem Aufbau in Holzfachwerk mit Styropor Isolierung. Das soll nicht heißen, dass ein Carado bzw. ein baugleicher Sunlight grundsätzlich ein schlechtes Wohnmobil ist. Man muss aber mit dem Risiko einen schweren Feuchtigkeitsschadens leben, der sich nach meiner Erfahrung auch durch Kontrolle nicht vermeiden lässt.. Es sollte doch zu denken geben, dass immer mehr Hersteller von diesem Aufbau ab den Modellen der mittleren Baureihe Abstand nehmen, z.B. Detleffs, Bürstner und Adria. Nur die sog. Einstiegsmodelle von Detleffs , Bürstner und Adria haben noch den alten Holzfachwerkaufbau. Hymer, Catago, Euramobil, LMC und die Hersteller der teuren Liner verwenden schon seit einigen Jahren einen holzfreien Aufbau.

Natürlich muss jeder selbst wissen, wofür er sein Geld ausgibt.

skartakh am 22 Jun 2016 12:05:56

Hallo zusammen,

also grundsätzlich habe ich nichts gegen einen holzfreien Aufbau.
Nur haben wir uns eine Budgetgrenze gesetzt, die derzeit nun mal bei 50.000 Euro liegt. Als Neuwagen ist ein Holzfreier Aufbau damit nicht abbildbar.
Bei Bürstner gäbe es ein Modell, dass dem 334 recht nahe kommt, sprich Heckquerbett und zusätzlich Hubbett, mit den benötigten Paketen wären das 62.000 Euro (rund).
Stellt sich für uns dann die Frage was wir machen sollen....
Als gebrauchten bekommt man dieses Bürstner-Modell heute schon für unter 50k (als Rückläufer aus der Vermietung, 6 Monate bei rund 30.000 km).
Alternativ müssten wir wenigstens noch ein Jahr sparen, wenn wir bei "Neuwagen" bleiben wollen.
3. Option ist, auf Holzaufbau zu setzen und mit den hier erwähnten Risiken zu leben.

Was mach ich nur....jetzt bin ich unsicherer als am Anfang.
Glücklicherweise wollen wir erst nächstes Jahr kaufen (wg. EU6-Motoren), da bleibt uns Zeit zu überlegen und den Markt weiter zu sondieren...
Dass man bei Carado zum Modelljahreswechsel 2017 vom Holzaufbau abrückt, glaube ich ja mal nicht.

Viele Grüße
Andre

tammy99 am 22 Jun 2016 13:16:57

Moin,

was spricht denn gegen einen jungen Gebrauchten mit holzfreiem Aufbau?

LG
Fred

Tinduck am 22 Jun 2016 13:26:35

Würd ich auch empfehlen. Man bekommt ein durchrepariertes, fast neuwertiges Fahrzeug mit höherwertigem Aufbau.
Für 400 Euro ein Toi-Refreshset und neue Matratzen rein, alles gut.

Mir wäre das Neuwagen-Feeling nie den Aufpreis wert, es sei denn, ich habe extrem genaue Vorstellungen und null Kompromissbereitschaft, dann legt man halt beim Individualausbauer die Kohle hin und macht gar keine Kompromisse mehr. Aber ein Womo von der Stange neu kaufen, dann noch ein dreivierteljahr darauf warten, die ganzen Montagsdefekte rausreparieren lassen und den hohen Wertverlust hinnehmen... nicht mein Ding. Und nicht wirtschaftlich.

Lieber höherwertig und gebraucht, man bekommt einfach mehr fürs Geld.

bis denn,

Uwe

skartakh am 22 Jun 2016 13:28:24

tammy99 hat geschrieben:Moin,

was spricht denn gegen einen jungen Gebrauchten mit holzfreiem Aufbau?

LG
Fred


Hi Fred,

Die sprichwörtliche "Katze im Sack". Ein Scheckheft sagt bspw. nichts darüber aus, wie der Vorbesitzer bspw. mit dem Motor umgegangen ist usw.
Da haben wir halt bißchen Sorge dass wir eine böse Überraschung erleben.
Vielleicht sind wir auch übervorsichtig, keine Ahnung.
Halbjahreswagen aus Vermietung KÖNNTE ich mir noch vorstellen, da gibt es ja auch noch Garantie usw.
...

robbietobbie am 22 Jun 2016 16:32:11

Hallo Andre,

fahren selber einen T334, EZ 2/2015.

Da Ihr Euch das Fahrzeug bestimmt schon mal bei einem Händler angeschaut habt, ist Euch sicher aufgefallen, dass im Bereich Dinette und im Bereich Raumbad / vor dem Heckbett eine Art "doppelter Boden" verbaut ist (also ist nur im Bereich Küche / Eingang wirklicher Einfachboden). Kann zwar nicht mit einem echten Doppelboden konkurrieren, bringt aber im Winter schon sehr viel. Wir haben keinen Teppich im WoMo und nie gefroren.

Zum Thema nicht holzfreier Aufbau: die Verarbeitungsqualität ist bei Capron (Carado / Sunlight / Glücksmobil) m.E. nach recht hoch, außerdem bekommst Du ja 5 Jahre Garantie auf Dichtigkeit. Wenn dann tatsächlich bei Deinem Fahrzeug ein grober Fertigungsmangel passieren sollte, der eine Undichtigkeit nach sich zieht, hättest Du ja ausreichend Zeit, diesen beheben zu lassen. Habe aber davon noch nie was gehört bei Capron-Fahrzeugen.

Ansonsten sind wir mit dem WoMo hochzufrieden, bisher bei über 25.000km kein einziger Mangel am Aufbau. Und ich bin echt pingelig :wink:

Ganzalleinunterhalter am 22 Jun 2016 17:19:22

--> Link
hatte ich zu Fragen der Dichtigkeit bei Carado geschrieben

skartakh am 22 Jun 2016 19:48:50

Vielen Dank, ist sehr informativ.

Reimobil am 22 Jun 2016 22:29:31

Carado und die anderen Hersteller die im Capron Werk ihre Mobile zusammenbauen lassen geben wohl nicht umsonst 5 Jahre Garantie auf Feuchtigkeitsschäden. Hätten sie kein Vertrauen in die Qualität ihrer Verarbeitung würden sie wohl dieses Haftungsrisiko nicht eingehen. Bei meinem T345 wurde bei der ersten Nachschau nach einem Jahr ein kleiner Feuchtigkeitsschaden an der Garagentür entdeckt, worauf unser Händler sofort eine Ersatztür bestellte und nach Lieferung einbaute. Einzig die doch etwas lange Lieferzeit von 6 Wochen war etwas ärgerlich. Bei 5 Jahren Garantiezeit dürfte wohl ein Montagefehler bzw. ein daraus resultierender Feuchtigkeitsschaden nicht unentdeckt bleiben.

Tinduck am 23 Jun 2016 06:55:15

Die 5 Jahre Dichtigkeitsgarantie gibt erstens jeder Hersteller, den ich kenne, und zweitens werden die nur gewährt, wenn man die kostenpflichtigen jährlichen Prüfungen machen lässt.

Das ist beileibe kein Alleinstellungsmerkmal und auch kein besonderer Qualitätsbeweis.

Es gibt Hersteller, die gewähren 10 Jahre ohne Zwischenkontrollen... ist aber auch eine andere Preisklasse und auch keine uneingeschränkte Garantie, bei Capron mit Sicherheit auch nicht.

Z. b. werden die keinen Cent zahlen, wenn ein Feuchtigkeitsschaden ausserhalb der normalen Gewährleistung von 2 Jahren durch ein internes Wasserleck auftritt, so a la Duschabfluss undicht oder so.

Dem Holz ist egal, wo das Wasser herkommt, es modert munter drauflos, und die famose 5-Jahres-Garantie zieht dann nicht.

Deshalb lieber ohne tragende Teile aus Holz, auch wenn es von Capron oder Ferrari oder sonstwem ist.

bis denn,

Uwe

skartakh am 23 Jun 2016 11:53:59

Tinduck hat geschrieben:Z. b. werden die keinen Cent zahlen, wenn ein Feuchtigkeitsschaden ausserhalb der normalen Gewährleistung von 2 Jahren durch ein internes Wasserleck auftritt...


Interessante Aussage, darf man fragen woher Du das weißt? Wenn ich es mir recht überlege, wäre es schon spannend, wie genau denn die Garantiebedingungen aussehen...
Denn "interne Wasserlecks" müssen ja nicht zwangsläufig durch schluderhaften Umgang durch den Nutzer verursacht sein.
Danke und Gruß!

Tinduck am 23 Jun 2016 13:31:48

Bei Bürstner stand das damals in den Garantiebedingungen der 5-Jahrs-Dichtigkeitsgarantie, dass nur Wassereintritt von aussen abgedeckt war und die Garantie nur für die Dichtigkeit der Aussenhülle galt. Die Wasseranlage war sogar ausdrücklich ausgenommen. Und alles natürlich nur, wenn man die 120 Euro pro Jahr beim Händler gelassen hat.

Die typischen Versicherungs- und Garantietricks halt.

bis denn,

Uwe

tammy99 am 23 Jun 2016 15:20:31

Moin,

ich der Meinung, dass die 5 Jahre Dichtigkeitsgarantie eher ein Armutszeugnis für die Hersteller sind. Dazu muss man sein Fahrzeug noch jedes Jahr checken lassen. Man ist also sehr von der Qualität seiner Produkte überzeugt 8)
Klar schützt das bei einem Neufahrzeug ein wenig, aber Undichtigkeiten sind nicht nur auf Montagefehler zurückzuführen. Sie entstehen auch durch nachträgliche Anbauten und mit der Zeit durch die ständigen Verwindungen des Aufbaus.
Wenn Du so viel Angst vor versteckten Mängeln bei Gebrauchten hast, dann nimm Dir einen Sachverständigen mit und kauf bei einem Händler, denn im ersten Jahr ist er bei Gewährleistungsschäden in der Beweispflicht.
ICH würde immer wieder einen Gebrauchten kaufen.

LG
Fred

xbmcg am 23 Jun 2016 16:12:29

Dito.

Garantien und Gewährleisungen sind das Papier nicht wert. Es geht immer um den konkreten Fall,
und die winden sich dann schon heraus, wenn es darauf ankommt.

Außerdem hat man weniger Hemmungen ein gebrauchtes Fahrzeug seinen Bedürfnissen anzupassen als einen Neuwagen.
Die Kinderkrankheiten sind dann meist auch schon überstanden.

Ist Garantie und Gewährleistung weg, kann man ungehemmt seinen Ausbau machen (Elektrik, Solar, Heckgaragenausbau,
Möbelbau, Rückfahr-Cam, Navi, Batteriecomputer, Booster, Ventilator-Luken, LED Innen Beleuchtung etc.)

Glaub mir, hat das Fahrzeug ein paar Gebrauchsspuren, ist das Leben leichter.

skartakh am 23 Jun 2016 16:20:24

Hi,

danke für all Eure Antworten.
Initial geht es mir gar nicht mal darum, das Fahrzeug zu "individualisieren".
Vielmehr ginge es um die Frage, welche Möglichkeiten ich selber habe, bspw. Wasserinstallationen auf Dichtheit zu checken.
Sind die Leitungen dahingehend zugänglich, dass man rankommt ohne alle Möbel zu entfernen?
Damit meine ich bspw. auch den Dusch/Waschbeckenabfluss etc. pp.
In unserem haus kriege ich Wasser/Abwasserinstallationen problemlos hin. Schätze bei einem WoMo ist das aber was anderes.

Tinduck am 24 Jun 2016 06:41:12

Na ja, auch bei Häusern kommt man an die Wasserleitungen z. B. in Holland gut ran, bei uns eher nicht :D

Da die Großserienwomos meist von innen nach aussen aufgebaut werden (also erst die Möbel auf die Bodenplatte, dann Dach und Seitenwände dran), verschwindet da schon viel von der Wasser- und Elektroinstallation an unzugänglichen Stellen. Es ist also explizit NICHT möglich, alles auf Dichtigkeit zu checken, wenn man einen Gebrauchten kauft.
Grössere Lecks fallen sicher durch Wasserverlust und Pfützen im Womo auf, aber wenn es da nur ganz friedlich aus einem Riss in einem Verbinder tropft, merkt man das erst, wenn der Boden an der Stelle durchgefault ist... wenn man es überhaupt merkt.
Druckwasseranlagen haben da einen kleinen Vorteil, weil man durch unmotiviertes Nachpumpen der Druckpumpe merken kann, dass irgendwo kleinere Wassermengen verschwinden. Ob man das dann findet, steht auf einem anderen Blatt...

An den Stellen, wo man rankommt, sind Eigenreparaturen i. d. Regel kein Problem, ist alles simple Schlauch- und Verbindertechnik auf technischem Niveau Schlauchschelle, keine Spur von Schnellverbindern oder Steckkupplungen.

bis denn,

Uwe

rkopka am 24 Jun 2016 10:10:25

Tinduck hat geschrieben:Druckwasseranlagen haben da einen kleinen Vorteil, weil man durch unmotiviertes Nachpumpen der Druckpumpe merken kann, dass irgendwo kleinere Wassermengen verschwinden. Ob man das dann findet, steht auf einem anderen Blatt...

Dafür dürfte sich eine kleine Undichtigkeit auch stärker auswirken, da die Anlage immer unter Druck steht, während die anderen nur während des Abnehmens einen kleinen Überdruck erzeugen. Auch ist so die austretende Wassermenge eher begrenzt. Wobei hier auffallen kann, wenn bei jedem Öffnen die Pumpe längere Zeit arbeiten muß.

RK

xenio am 04 Nov 2016 20:50:48

volker2 hat geschrieben:Wir haben bei unserem T448 in unserer max. Ausstattungsvariante beheizbare, isoliert angebrachte Wassertanks...


Ich habe einen Caraddo t448 Modell 2017 bestellt. Der Abwassertank kann als Option isoliert bestellt werden. Eine Option für Beheizung gibt es zumindest für die Modelle 2016 und 2017 in den mir vorliegenden Katalogen nicht. Wurde die Beheizung nachträglich durch den Händler, also nicht im Werk, eingebaut? Was kostet so etwas?

Schöne Grüße
Jens

skartakh am 12 Nov 2016 20:04:24

Moin, also: da wir uns letztlich nun doch für einen Carado (T449) entscheiden hatten (seit September meins!!), kann ich bestätigen, dass es zumindest ab Werk nur einen isolierten und keinen beheizten Abwassertank gibt.
Was ggf. ein Händler (oder ein Besitzer) noch nachrüstet, steht auf einem anderen Blatt.

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