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AES, Booster Co - Denkfehler? 1, 2, 3


avm75 am 19 Mai 2017 14:02:43

Hallo zusammen,

angeregt durch diesen Thread --> Link habe ich hier mal was für die Elektro-Spezialisten und -Tüftler mit der Bitte um Unterstützung. Irgendwo scheine ich einen Denkfehler oder ein Verständnisproblem zu haben.
Um das vernünftig zu erläutern, muss ich leider etwas weiter ausholen:

Seit Anschaffung habe ich im Wohnmobil die Stromversorgung umfangreich verändert. Der entsprechende Thread dazu findet sich hier: --> Link

Auf die Schnelle zusammengefasst:
Verbaut wurden 2 Stk. Bleikristall-Batterien á 72Ah (C20). Die Stromverteilung erfolgt über einen SafetyHub inkl. entsprechender Sicherungen.
Tagsüber und bei Sonnenschein sorgt eine 200Wp Solaranlage über einen Votronic MPP350 für Nachladung. Der Laderegler hat einen AES-Schaltausgang, derzeit ungenutzt, Kabel liegt aber schon. Ein Wechselrichter und NVS ist ebenfalls an Bord, reiner Sinus 1500/3000W, Billigware aus China, funktioniert aber und tut was er soll.
Ein Batteriecomputer Victron BMV702 informiert über Bluetooth jederzeit über Ladezustand der Batterien und Stromverbrauch, kürzlich habe ich zur Beobachtung der Solaranlage noch BlueSolar von Kai nachgerüstet.
Zu guter Letzt, und um den geht es vorrangig, haben wir einen B2B Ladebooster verbaut, Votronic 1212-45.
Zur besseren Übersicht zunächst mal ein "Schaltplan":
Bild
Um mit dem Booster nicht im Kreis zu laden, habe ich noch ein D+ gesteuertes Öffner-Relais installiert, welches die Aufbaubatterien während der Fahrt von der Starterbatterie trennt.
Die Installation des Boosters erfolgte mit dem Hintergrund, dass wir auch im Winter zum Skifahren am WE düsen und dann der Stromnachschub durch Solar nicht sichergestellt ist. Ziel war es die Ladezeiten während der Fahrt zu verkürzen um die Batterien bei Standortwechsel wieder voll zu bekommen. Das klappt nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, bzw. es erwartet habe. Ein Beispiel dafür:
Um Ostern waren wir in Österreich. Den Rückweg traten wir Freitag Abends um ca. 19.00 Uhr an. Laut BC waren die Batterien um 32Ah entladen. 10 Stunden und ca. 800 km später fehlten immer noch 6Ah. Solarstrom dürfte für die Fahrt vernachlässigbar gewesen sein, schon um 19.00 Uhr brachten die Panels nur noch 0,7A.

Das Ladeprogramm des Booster steht auf AGM-2, die Charakteristik der Ladekurve ist mir bekannt.
Oben geschilderte Situation führe ich aktuell darauf zurück, dass wir während der Fahrt den Kühlschrank über 12V betreiben. Durch einen Zufall (Booster nicht in Betrieb) konnte ich auf dem Hinweg nach Österreich ermitteln, dass der Kühlschrank ca. 15-16 A im 12V Betrieb benötigt. Wahrscheinlich nicht dauerhaft, die Werte waren eine Momentaufnahme.
Beim Kühlschrank handelt es sich um einen Dometic RM-7655 L. Die Anschlußwerte betragen laut Bedienungsanleitung 190W bei Netzbetrieb, 170W bei Batteriebetrieb. Das passt ja in etwa zu meinen Werten oben.
Hier das erste Verständnisproblem: Wenn ich den KS während der Fahrt über 12V betreibe und er tatsächlich o.a. 15A zieht, gleichzeitig der Booster 45A Ladestrom liefert, müsste dann der BC nicht "nur" 30A Ladestrom anzeigen? Oder "merkt" der Booster, dass Strom verbraucht wird und liefert tatsächlich noch mehr? Kann der Verbrauch des Kühlschranks ursächlich sein für die - gefühlt - lange Ladezeit der Batterien während der Fahrt? Oder ist da noch was anderes faul?

Ich wollte das am vergangenen Wochenende einmal ausprobieren und habe den Kühlschrank einfach mal über Gas laufen lassen, während der Fahrt. Mache ich normalerweise nicht, war nur für diesen Test. Bei Abfahrt waren die Batterien um 11Ah entladen. In etwas mehr als 1 Stunde haben wir ca. 120 km zurück gelegt. Ladezustand beim Abstellen des Motors: -3 Ah. Nach ca. einer halben Stunde Fahrt ging der Ladestrom, der Ladekennlinie des Boosters entsprechend, deutlich zurück.

In dem Zusammenhang gleich der nächste Knoten in meinem Kopf:
Würde es nicht, trotz der Verlustleistung, Sinn machen, den Kühlschrank während der Fahrt über den Wechselrichter zu betreiben? Bei den angegebenen Anschlußwerten würde ich der Batterie damit doch deutlich weniger Kapazität entnehmen? Oder habe ich hier den nächsten Denkfehler?

Ohnehin überlege ich gerade: Den Kühlschrank habe ich bewusst aus dem 230V Stromkreis des WR heraus gelassen. Aber, ich habe ja Solar, einen AES-Schaltausgang am Solar-Laderegler, den Wechselrichter (fernbedienbar) und das Relais am Victron BC. Kann man da nicht was sinnvolles stricken?

Vielleicht könnt ihr mir ja helfen? :?
Danke jedenfalls schon vorab!

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Tinduck am 19 Mai 2017 14:38:18

Knoten im Hirn trifft es, bin keine Elektrofachkraft...

Aber bzgl. Energiewahl beim Kühli ist meine Meinung, dass der auch während der Fahrt auf Gas laufen sollte, wenn nicht genug Solarsaft zur Verfügung steht. Gas ist biliger als Diesel, die Lichtmaschine produziert den Strom für den Kühli nicht zum Nulltarif und dazu kommen noch die Wandlungsverluste.
Und, o Wunder, meine Batterie wir sogar ohne Booster während der Fahrt ordentlich geladen (zumindest bis in die Erhaltungsladung). Mit KS an ist das schwieriger, denke ich.

bis denn,

Uwe

avm75 am 19 Mai 2017 14:48:16

Tinduck hat geschrieben:Knoten im Hirn trifft es, bin keine Elektrofachkraft...

Aber bzgl. Energiewahl beim Kühli ist meine Meinung, dass der auch während der Fahrt auf Gas laufen sollte, ...


Danke, Uwe.
Frage dazu: Ist es nicht so, dass man den Kühli während der Fahrt gar nicht mit Gas betreiben darf? Wegen offener Flamme beim Tanken und so...?
Ich meine, genau deswegen schaltet AES bei Abstellen des Motors erst nach 15 Minuten auf Gas um und nicht sofort...

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silver34 am 19 Mai 2017 15:06:20

Zu den Denkfehler:

Der Booster liefert maximal 45A egal was abgerufen wird.

Den Kühlschrank über Wechselrichter löst nicht das Problem der WR brauch ja auch irgendwo den Strom her (Da brauch der Kühlschrank statt 170W wie bei 12V sogar 190W + Verlußtleistung des WR.

Bei 12V wird der Kühlschrank auch geregelt allerdings sind dort die Einschaltintervalle sehr lang (da kann es auch mal 2-3 Stunden auf 12V laufen).

Die Batterien haben eine Ladekennlinie da nützt es nichts 45A anzubieten, es geht halt wesentlich weniger rein.
So ab 80-90% geht die Ladekennlinie (Vollladung kann bis 10h dauern) deutlich nach unten.

Das eigentliche Problem des Vollladens liegt oft nach dem dem Booster.
Der Kühlschrank zieht seine 15-16A dadurch hast du nach dem Booster ein Spannungsabfall zum EBL und der Verbraucher.
Der Booster regelt die Spannung auf soll aber es kommen halt weniger Volt an die Batterie was die Ladedauer zum Vollladen deutlich verlängert.

Normalerweise müsstest du das am Batteriemonitor sehen das wenn der Kühlschrank auf 12V läuft ander Batterie die Spannung etwas abfällt.

Bei mir fällt die Spannung (ohne Booster) von 14,0V auf 13,6V ab wenn ich den Kühlschrank einschalte -> da wird die fast volle Batterie nicht mehr richtig voll geladen.

avm75 am 19 Mai 2017 15:13:58

silver34 hat geschrieben:Die Batterien haben eine Ladekennlinie da nützt es nichts 45A anzubieten, es geht halt wesentlich weniger rein.
So ab 80-90% geht die Ladekennlinie (Vollladung kann bis 10h dauern) deutlich nach unten.

So hatte ich das verstanden. Trotzdem kam mir das deutlich zu lang vor.

silver34 hat geschrieben:Das eigentliche Problem des Vollladens liegt oft nach dem dem Booster.
Der Kühlschrank zieht seine 15-16A dadurch hast du nach dem Booster ein Spannungsabfall zum EBL und der Verbraucher.
Der Booster regelt die Spannung auf soll aber es kommen halt weniger Volt an die Batterie was die Ladedauer zum Vollladen deutlich verlängert.

Klingt logisch. Muss ich mal genau beobachten.
Heißt, der Kühli ist tatsächlich das "Problem". Gibt es da Abhilfe, außer den Betrieb über Gas?

Das der Betrieb über WR dahingehend keine Abhilfe schafft, war klar und auch gar nicht so gemeint. Habe ich wohl mißverständlich ausgedrückt.
Da ging es mir mehr um den Gedanken, dass 1 Stunde Kühlbetrieb über 12V einer Kapazitätsentnahme von ca. 15Ah entsprechen, wohingegen beim Betrieb über 230V ja nur ca. 2Ah anfallen würden, inkl. Verlustleistung, grob gerechnet...
Wie gesagt, Knoten im Kopp.... ;D

avm75 am 19 Mai 2017 16:27:39

Hm, da ist mir gerade was aufgefallen, was ich bisher gar nicht bemerkt habe:

Aus der Bedienungsanleitung des Boosters:

Bild

Analog dazu aus der des Solar-Ladereglers:

Bild

In einer der beiden Anleitungen ist da wohl was bei den Bezeichnungen und/oder den entsprechenden Werten schief gegangen. Doof nur, dass ich nach Bezeichnung eingestellt habe. Jetzt muss ich mal kontrollieren, was stimmt bzw. was ich eingestellt habe... :???:

andwein am 19 Mai 2017 17:30:03

Die Beschreibung der Ladeparameter Einstellung ist sehr missverstänlich. Der Batteriehersteller muss dir diese Frage in zusammenhang mit der möglichen Parametereinstellung beantworten, möglichst schriftlich.
Das dumme ist, dass von Dir eigentlich eine Vorgabe kommen müsste und zwar:
lebensdaueroptimierte Einstellung, das wären meiner Ansicht nach Tabelle 2 und 3, oder
Ladezeit/100% Ladung Einstellung, das wären meiner Ansicht nach Tabelle 1 und 4.
Den Unterschied für deine Batterien zwischen Tabelle 1 und 4 kann nur der Batteriehersteller beantworten.
Aber das ist eine Meinung, kein Ratschlag für eine Einstellung.
Gruß Andreas

rolfblock am 19 Mai 2017 17:32:37

2 Dinge fallen mir auf
Warum hast du ein Trennrelais. Wann werden denn beide Batterien zusammengeschaltet? Ich würde vermuten nie!
Die Sicherung mit 100 A ist viel zu schwach für einen 1,5 / 3 kW Wechselrichter

avm75 am 19 Mai 2017 17:45:47

andwein hat geschrieben:Die Beschreibung der Ladeparameter Einstellung ist sehr missverstänlich. Der Batteriehersteller muss dir diese Frage in zusammenhang mit der möglichen Parametereinstellung beantworten, möglichst schriftlich.


Ich denke, es handelt sich um einen Druckfehler. Beide Geräte sind von Votronic, einmal beträgt U1 im Ladeprogramm "AGM2" 14,7V, bei dem anderen Gerät 14,4V.
Die Frage ist, wo haben die sich vertippt? Bei der Spannung oder bei der Bezeichnung?
Der Batteriehersteller empfiehlt (schriftlich) eine Boost-Ladung mit 14,7V, anschliessend Erhaltungsladung mit 13,8V, führt aber auch aus, dass auch eine Ladung mit 14,4V möglich sei, die Batterien dann aber nicht richtig voll würden, siehe dazu hier: --> Link
Vermutlich ist einfach das Ladeprogramm am Booster falsch eingestellt, aufgrund des Druckfehlers in der Anleitung...?!
Hier ein weiterer Hinweis des Distributors zu den Einstellungen: --> Link

avm75 am 19 Mai 2017 17:55:26

rolfblock hat geschrieben:2 Dinge fallen mir auf
Warum hast du ein Trennrelais. Wann werden denn beide Batterien zusammengeschaltet? Ich würde vermuten nie!

Richtig, habe ich vielleicht nicht ausführlich genug erläutert: Das werksseitig verbaute Trennrelais, welches im Stand, also bei nichtlaufendem Motor, die Starterbatterie von den Aufbaubatterien trennt, sitzt bei mir im EBL. Dort wollte ich nicht eingreifen, zudem ist eine eventuelle Rückrüstung einfacher, wenn ich es drin lasse.
Während der Fahrt schaltet genau dieses Relais D+ gesteuert die Aufbaubatterien und die Starterbatterie parallel, damit die Aufbaubatterien von der Lichtmaschine geladen werden können.
Durch den Einbau des Ladeboosters, der ja nun während der Fahrt die Ladung übernimmt, würde also ohne weitere Änderung ein Kreislauf entstehen. Da das unsinnig und nicht gewünscht ist, habe ich ein weiteres Relais eingebaut, welches D+ gesteuert öffnet. Dadurch wird o.a. Parallelschaltung wieder aufgehoben. Kommt dem Ausbau des Trennrelais gleich, nur eben ohne Eingriff in den EBL.
Da die Starterbatterie ja über die Solaranlage mit Erhaltungsladung versorgt wird und während der Fahrt über die LiMa, ist das Zusammenschalten m.E. nicht mehr nötig.

rolfblock hat geschrieben:Die Sicherung mit 100 A ist viel zu schwach für einen 1,5 / 3 kW Wechselrichter

Der WR ist mit 150A abgesichert. Du meinst wahrscheinlich die 100A Sicherung in der Minusleitung?
Den Tipp dazu gab mal hier im Forum der User "kintzi", aka Richy, z.B. hier: --> Link

bfwilli am 19 Mai 2017 18:10:02

Hallo
Ich würde eine Plus Leitung beim Boostereingang über D+gesteuerte Relais direkt auf Kühlschrank gehen. Die org. Kühlschrankleitung abklemmen.
Punkt 1: 12V Kühlschrank nur bei Fahrbetrieb
Punkt 2: Der Booster liefert volle Kanne für Aufbatterie, falls Spannung Starterbatterie stimmt

LG Willi

avm75 am 19 Mai 2017 18:54:31

bfwilli hat geschrieben:Hallo
Ich würde eine Plus Leitung beim Boostereingang über D+gesteuerte Relais direkt auf Kühlschrank gehen. Die org. Kühlschrankleitung abklemmen.
Punkt 1: 12V Kühlschrank nur bei Fahrbetrieb
Punkt 2: Der Booster liefert volle Kanne für Aufbatterie, falls Spannung Starterbatterie stimmt

LG Willi


Hi Willi,

danke Dir! Allerdings verstehe ich Deinen Beitrag nicht wirklich: Punkt 1 ist ja schon gegeben. Sobald der Motor läuft, liegt D+ am Kühlschrank an und er schaltet mittels AES auf 12V-Betrieb. Punkt 2 ist ja genau das, was ich in Frage stelle. Vielleicht irre ich mich auch, aber mir kommt die Ladezeit bis die Batterien voll sind, sehr lang vor. Was wiederum möglicherweise daran liegt, dass während der Fahrt der Kühlschrank ordentlich Strom braucht.
Dazu kommt: das am Boostereingang die Starterbatterie angeschlossen ist. Wenn ich jetzt von dort D+ gesteuert auf den Kühlschrank gehe, belastet der Kühlschrank zwar die Aufbaubatterien nicht mehr, was deinen Punkt 2 begründen würde. Dafür wird aber die Starterbatterie noch höher belastet, und die Lichtmaschine bekommt noch mehr zu tun. Das ist der Lebensdauer sicher nicht zuträglich, oder? Und wie schrieb Uwe schon so treffend:

Tinduck hat geschrieben:Gas ist biliger als Diesel, die Lichtmaschine produziert den Strom für den Kühli nicht zum Nulltarif

bfwilli am 19 Mai 2017 20:44:12

Hallo
Dein Booster hat eine gewisse Größe, die er an Ampere bringt.Damit wird Aufbaubatterie geladen und der Kühli lebt auch davon. Der Booster hat auch UVP, die bei Unterspannung der Starterbatteie abschaltet. AES org. lassen. Nur die starke Leitung zur Heizpatrone von Boostereingang neu legen. Lichtmaschine hat genüged Leistung, da wird Starterbatterie nicht belastet.
Bei meiner Anlage LIFEYPO4 Calira 2030, da schaltet ELB durch D+ den Kühlschrank. Wenn 12V beim Kühlschrank anliegen, wird mit 12V gekühlt. Der Kühlschrank hat AES. Das habe so geändert, Lichtmaschine - D+ gest. Relais - Kühlschrank.
Da Solar von 500WP vorhanden ist, wurde auch eine Leitung mit Schalter von Aufbaubatterie auf Kühlschrank gelegt.
LG Willi

uganu am 19 Mai 2017 20:48:01

avm75 hat geschrieben:Ich denke, es handelt sich um einen Druckfehler. Beide Geräte sind von Votronic, einmal beträgt U1 im Ladeprogramm "AGM2" 14,7V, bei dem anderen Gerät 14,4V.
Die Frage ist, wo haben die sich vertippt? Bei der Spannung oder bei der Bezeichnung?


Hallo André,

habe die gleichen Komponenten nur eine Nummer kleiner Mpp250 und 1212-25 verbaut. Mir sind die unterschiede bei der Installation auch aufgefallen. Nachfrage bei Votronic ergab das es kein Druckfehler ist. Habe bei mir 14,4v eingestellt (AGM2 beim Booster und AGM 1 beim Solarregler, 2 und 3) und beim Booster noch den Temperatursensor angeschlossen der die Ladekennlinie unter 20 grad an der Bordbatterie anhebt.
Habe auch den AES ausgang des Solarreglers über Diode an den D+ des Kühlis angeschlossen, wie hier im Forum schon diskutiert.

Seitdem wird meine Batterie trotz Kühli nicht mehr entladen, war auch ein Euro6 Problem mit dem Softlauf der LIMA, daher der Schwenk zum Booster.

AES des Solrreglers schaltet auch die 30 min im Stand auf Batterie und zieht 17A. Danach wieder switch auf GAS bis der Ausgang am Solarregler wieder freigeschaltet wird.( ca 40 min in unseren Breitengraden bei 200w)

PS Gas während der Fahrt ist mit CS erlaubt.




Gruß
Uwe

avm75 am 19 Mai 2017 21:02:11

uganu hat geschrieben:Mir sind die unterschiede bei der Installation auch aufgefallen. Nachfrage bei Votronic ergab das es kein Druckfehler ist. Habe bei mir 14,4v eingestellt (AGM2 beim Booster und AGM 1 beim Solarregler, 2 und 3)...
...
PS Gas während der Fahrt ist mit CS erlaubt.


Hi Uwe,

super, danke! Dann ist die Einstellung des Boosters bei mir wohl falsch, ich brauch' die 14,7V...

Euro6 und CS haben wir (noch) nicht. Die DuoControl wird dieses Jahr 10 Jahre alt, d.h. da steht bald wieder was ins Haus ;)

T4Wohnmobil am 19 Mai 2017 22:34:25

avm75 hat geschrieben:
Laut BC waren die Batterien um 32Ah entladen. 10 Stunden und ca. 800 km später fehlten immer noch 6Ah. .

Das Ladeprogramm des Booster steht auf AGM-2, die Charakteristik der Ladekurve ist mir bekannt.


Bleikristall-Batterien vom Typ 6-CNFJ-70 sind USV-Batterien. USV Batterien haben die Eigenschaft dass sich durch eine hohe U1 Ladespannung die Bulk-Ladephase verkürzt, dafür aber die Absorptions-Phase durch die kurze Bulk-Ladephase umso mehr verlängert.

Die AGM 1 Einstellung des Ladeboosters mit einer Ladespannung von 14,7 Volt führt zu einer kurzen Bulk-Ladephase.
Da der Ladebooster bei einer kurzen Bulk-Ladephase in der Absorptions-Phase sehr bald in die Lagerungs-Phase mit 13,45 Volt umschaltet (nach Datenblatt Votronic 0.5-3 Stunden U1 Phase abhängig von der Länge der Bulkladephase) kann eine Bleikristall-Batterie mit einen Ladebooster auch bei sehr langer Fahrzeit nicht zu 100% geladen werden.

Bei kurzer Fahrzeit kann eine Bleikristall-Batterie je nach Entladung auf max. 70-80% der Batteriekapazität mit einem Ladebooster geladen werden.

Gruss

Erik

T4Wohnmobil am 20 Mai 2017 09:44:44

avm75 hat geschrieben:
habe ich hier mal was für die Elektro-Spezialisten und -Tüftler mit der Bitte um Unterstützung. Irgendwo scheine ich einen Denkfehler oder ein Verständnisproblem zu haben.
Seit Anschaffung habe ich im Wohnmobil die Stromversorgung umfangreich verändert.


Hallo avm75,
hab mir gerade deinen Stromlaufplan nochmal genau angeschaut, die Schaltung hat mehrere schwere Sicherheitsmängel!
Wenn zum Beispiel dein China-Wechselrichter einen Masse-Schluss (Gehäuse) auf der 12 Volt Seite bekommt (was bei den billigen Geräten aus China schon häufiger aufgetreten ist) wird es zu einen Überlastfall kommen, die vorgeschaltete Sicherung von 150A wird nicht auslösen und es kann zu einen Fahrzeugbrand kommen.
Begründung:
Verlauf des Kurzschluss-Stroms auf der Masse-Seite:
Gehäuse Wechselrichter ist mit Schutzleiteranschluss der 230 Volt Steckdose verbunden. Über den Schutzleiter des 230 Volt Anschlusskabel ( 1,5 mm²) (verbunden im NVS) der am 230 Volt Einspeisepunkt mit den Karosserie-Blech verbunden ist, fließt der Strom über das Blech zum Masseanschluss des Minus-Pols der Starter-Batterie. Weiter über die Minus-Leitung vom Minus-Pol der Starterbatterie zum EBL. Über die EBL-Leiterplatte zum Ausgangsstecker der Minus-Leitung zum Sicherungs-Masseverteiler zurück zum Minus-Pol der Bleikristall-Batterie.
Die 150 A Sicherung des Wechselrichters benötigt etwa den doppelten Strom um in kurzer Zeit auszulösen. Durch die hohen Leitungswiderstände auf der Minus-Rückleitung wir aber die 150 A Sicherung nicht auslösen. Die Minus-Rückleitung wird im Kurzschlussfall stark überlastet und es kommt zu einen Kabelbrand !
Am besten die Bleikristall-Batterien erst mal abklemmen, und das Sicherungskonzept aller Verbraucher überprüfen bevor es zu einen Fahrzeugbrand oder Stromunfall durch den Wechselrichter kommt.
Gruß
Erik

avm75 am 20 Mai 2017 10:31:23

T4Wohnmobil hat geschrieben:hab mir gerade deinen Stromlaufplan nochmal genau angeschaut, die Schaltung hat mehrere schwere Sicherheitsmängel!


Hallo Erik,

Danke! Bei dem Plan handelt es sich um eine schematische Skizze zur Verdeutlichung.
Alle Geräte sind korrekt angeschlossen und verkabelt. Die gesamte Anlage wurde von einem befreundeten Dipl.-Ing. für Elekrotechnik dahingehend überprüft.
Sei diesbezüglich also unbesorgt. Trotzdem danke.

T4Wohnmobil am 20 Mai 2017 11:01:11

avm75 hat geschrieben:


Bei dem Plan handelt es sich um eine schematische Skizze zur Verdeutlichung.
Alle Geräte sind korrekt angeschlossen und verkabelt. Die gesamte Anlage wurde von einem befreundeten Dipl.-Ing. für Elekrotechnik dahingehend überprüft.
Sei diesbezüglich also unbesorgt. Trotzdem danke.


Da frag ich mich nur wie kann man eine Anlage überprüfen, wenn es keinen stimmigen Stromlaufplan gibt und nicht mal klar ist wie der Kühlschrank mit Strom versorgt wird, wenn das neu eingebautes Relais die Stromversorgung zum EBL im Fahrbetrieb unterbricht.
Gruß
Erik

geralds am 20 Mai 2017 11:08:41

Hallo André,

zu den Unterschieden bezüglich der AGM Aussagen von Votronic denke ich mir mal meinen Teil. Wichtig ist ja nur, dass die richtige Spannung eingestellt wird.

Aber das mit der 100A Sicherung in der Minusleitung erschließt sich mir nicht. Wenn Du in der Plusleitung 150A verbaust, muss auch in die Minusleitung 150A, oder halt in beide 100A. Wenn Du die Leistung des WR nicht ausnutzt, wird es auch so gehen, logisch ist es aber nicht.

Ich nehme mal an, dass die in der Zeichnung fehlenden Masseverbindungen trotzdem eingebaut sind.

Gruß Gerald

avm75 am 20 Mai 2017 11:17:17

Hallo und guten Morgen Gerald,

geralds hat geschrieben:zu den Unterschieden bezüglich der AGM Aussagen von Votronic denke ich mir mal meinen Teil. Wichtig ist ja nur, dass die richtige Spannung eingestellt wird.

ja, ich denke mir auch meinen Teil. Werde mal ermitteln, wann welche Spannung aus dem Booster kommt, und dann einfach das Richtige einstellen.

geralds hat geschrieben:Aber das mit der 100A Sicherung in der Minusleitung erschließt sich mir nicht. Wenn Du in der Plusleitung 150A verbaust, muss auch in die Minusleitung 150A, oder halt in beide 100A. Wenn Du die Leistung des WR nicht ausnutzt, wird es auch so gehen, logisch ist es aber nicht.

Ich habe schon deutlich über 100A über den WR gezogen, auch über Zeiträume mit mehr als nur 1-2 Sekunden. Es funktioniert.

geralds hat geschrieben:Ich nehme mal an, dass die in der Zeichnung fehlenden Masseverbindungen trotzdem eingebaut sind.

Fehlen da immer noch welche? Habe ich vielleicht eine falsche Version gepostet? Ich guck' noch mal. Solche Pläne waren noch nie meine Stärke :oops:

geralds am 20 Mai 2017 11:55:43

Hallo André,

mit den fehlenden Masseverbindungen sind nicht die Minusleitungen gemeint, sondern z.B. Gehäuse WR zu Fahrzeugmasse (Schutzleiter Steckdosen) usw.

Das die Sicherung zunächst hält, insbesondere bei 1-2s Belastung ist klar. Wenn es Dich interessiert, bei Wikipedia sind Auslösekurven von Schmelzsicherungen. Beim doppelten Strom braucht eine Schmelzsicherung ca. 100s zum Auslösen (so grob).

Gruß Gerald

T4Wohnmobil am 20 Mai 2017 12:14:15


Aber das mit der 100A Sicherung in der Minusleitung erschließt sich mir nicht.
Fehlen da immer noch welche? Habe ich vielleicht eine falsche Version gepostet? Ich guck' noch mal. Solche Pläne waren noch nie meine Stärke :oops:


Wenn man keine Elektrotechnische Ausbildung hat und das verstehen von Stromlaupläne nicht zu seinen Stärken zählt sollte man das Basteln an der Stromversorgung eines Wohnmobils besser lassen.
Die 12 Volt sind wegen der möglichen hohen Kurzschluss-Strömen der Batterien „Brand-Gefährlich“
Meine Meinung
Gruß
Erik

geralds am 20 Mai 2017 12:34:19

Hallo Erik,

er schrieb ja dass er fachkundige Unterstützung hatte. Wenn derjenige das geprüft hat, sehe ich da nicht so schwarz.
Grundsätzlich stimmt Deine Aussage natürlich.

Ich habe einem Bekannten auch beim Anschließen von Solaranlage und SAT-Anlage geholfen. Die reinen handwerklichen Tätigkeiten hat mein Bekannter aber alle selbst gemacht. Ein kleiner Werkzeuglehrgang (crimpen, quetschen usw.) und eine Einweisung in sein Messgerät war auch enthalten.
Anschließen durfte er nur unter Aufsicht, in dem Fall aus besonderem Grund. :D

Gruß Gerald

avm75 am 20 Mai 2017 13:26:11

T4Wohnmobil hat geschrieben:Wenn man keine Elektrotechnische Ausbildung hat und das verstehen von Stromlaupläne nicht zu seinen Stärken zählt sollte man das Basteln an der Stromversorgung eines Wohnmobils besser lassen.


Also, zum einen habe ich eine Ausbildung als Radio- und Fernsehtechniker abgeschlossen. Ist zwar schon >20 Jahre her, und ich arbeite nicht mehr in dem Beruf, aber nun ja. Zum anderen: Aus meiner Sicht gibt es einen nicht ganz unwesentlichen Unterschied zwischen "verstehen" und "erstellen". Dazu kommt, dass ich niemals den Anspruch erhoben habe, einen fehlerfreien Stromlaufplan erstellt zu haben. Mir ging es darum, festzuhalten, was woran angeschlossen ist, damit man auch in 4 oder 10 Jahren noch in der Lage ist, Fehler zu finden oder Geräte zu tauschen/ergänzen. "Übersichtsplan" wäre demnach der bessere Begriff.

Zu guter Letzt: Hast Du auch etwas zur eigentlichen Fragestellung beizutragen?
Dann teile uns dies doch mal bitte mit, mir insbesondere.

Oder nutzt Du nur die Gelegenheit, endlich wieder gegen die Bleikristall-Batterie wettern zu können und reitest gleich mal nebenher auf den elektrotechnischen Unzulänglichkeiten anderer (im Vergleich zu Dir) herum?
Dann würde ich Dich bitten wollen, Dich hier ab diesem Beitrag einfach zurück zu halten. Darfst gerne einen eigenen Beitrag eröffnen und da über meine (vermeintlichen) Fehler und Fahrlässigkeiten diskutieren.

Danke!

MeisterLampe am 20 Mai 2017 15:01:19

Wenn er nervt: --> Link ;)

avm75 am 21 Mai 2017 02:46:01

geralds hat geschrieben:mit den fehlenden Masseverbindungen sind nicht die Minusleitungen gemeint, sondern z.B. Gehäuse WR zu Fahrzeugmasse (Schutzleiter Steckdosen) usw.

Das die Sicherung zunächst hält, insbesondere bei 1-2s Belastung ist klar.


Huch, den Beitrag hatte ich glatt übersehen. Stimmt die Verbindungen habe ich nicht eingezeichnet. Wie gesagt: Es ging mir beim Erstellen des Planes nicht darum, einen vollständigen und fehlerfreien Stromlaufplan zu fertigen, sondern mehr darum, die von mir nachträglich verbauten Geräte in eine Übersicht zu bringen und zu verdeutlichen, was womit verbunden ist. Im Wohnmobil selbst sind die Kabel größtenteils beschriftet, es gibt einen Schaltplan vom EBL, vom Aufbau selbst habe ich leider nichts.
Ergänzend dazu: Überprüft wurde das, was ich nachträglich angeschlossen und eingebracht habe. An der Verkabelung des Kühlschranks habe ich z.B. nichts verändert, dahingehend auch nicht geforscht, wie der angeschlossen ist.

Was die Sicherung betrifft: Die hält auch über größere Zeitspannen. Gestoppt habe ich die Zeit allerdings nicht. Der WR wird z.Zt. nur für die Tassimo genutzt. Da ich bei uns der einzige bin, der Kaffee trinkt, ist das recht übersichtlich, vielleicht 1-2 Tassen pro Tag. Dabei fließen mehr als 100A, wie lange es dauert, bis der Kaffee fertig ist, habe ich allerdings noch nie kontrolliert. Zur Sicherheit ist immer eine größere Reserve-Sicherung in dem Safety-Hub dabei. Mich hat es von Anfang an auch irritiert, dass 100A angeblich reichen sollten.

Ich werde morgen mal kurz die Solaranlage "stilllegen" und erst mal prüfen, welche Spannung bei welchem Betriebsmodus aus dem Booster kommt. Aktuell scheint mir eine falsche Einstellung dort die naheliegendste Erklärung.

xbmcg am 21 Mai 2017 10:44:13

avm75 hat geschrieben:Um mit dem Booster nicht im Kreis zu laden, habe ich noch ein D+ gesteuertes Öffner-Relais installiert, welches die Aufbaubatterien während der Fahrt von der Starterbatterie trennt.


Warum trennst Du nicht einfach nur das D+ am Batterietrennrelais? Mit Deiner Schaltung unterbrichst Du den Stromkreis, der durch das Baterietrennrelais geschlossen wird.
Ist nicht besonders lustig. Übrigens, wenn das Trennrelais mal hängt / die Kontakte kleben hast Du einen schönen Kurzschluss an Deinem Booster.

avm75 hat geschrieben:Die Installation des Boosters erfolgte mit dem Hintergrund, dass wir auch im Winter zum Skifahren am WE düsen und dann der Stromnachschub durch Solar nicht sichergestellt ist. Ziel war es die Ladezeiten während der Fahrt zu verkürzen um die Batterien bei Standortwechsel wieder voll zu bekommen.


Das ist das Hauptargument für einen Booster, man verspricht sich aber deutlich zu viel davon. Er hat eine Kennlinie und eine Schutzschaltung, die Deinem Ziel entgegenwirken, dazu später.

avm75 hat geschrieben:Das klappt nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe, bzw. es erwartet habe. Ein Beispiel dafür:
Um Ostern waren wir in Österreich. Den Rückweg traten wir Freitag Abends um ca. 19.00 Uhr an.

avm75 hat geschrieben:Laut BC waren die Batterien um 32Ah entladen. 10 Stunden und ca. 800 km später fehlten immer noch 6Ah. Solarstrom dürfte für die Fahrt vernachlässigbar gewesen sein, schon um 19.00 Uhr brachten die Panels nur noch 0,7A.

avm75 hat geschrieben:Das Ladeprogramm des Booster steht auf AGM-2, die Charakteristik der Ladekurve ist mir bekannt.
Oben geschilderte Situation führe ich aktuell darauf zurück, dass wir während der Fahrt den Kühlschrank über 12V betreiben.

avm75 hat geschrieben:Durch einen Zufall (Booster nicht in Betrieb) konnte ich auf dem Hinweg nach Österreich ermitteln, dass der Kühlschrank ca. 15-16 A im 12V Betrieb benötigt. Wahrscheinlich nicht dauerhaft, die Werte waren eine Momentaufnahme.


Doch, ziemlich dauerhaft. Die Kühlschränke sind recht klein und die Isolierung grottig schlecht. Die müssen fast immer durchlaufen um die Temperatur zu halten.
Meine Kühlkombi von Thetford zieht ziemlich dauerhaft 17A.

avm75 hat geschrieben:Beim Kühlschrank handelt es sich um einen Dometic RM-7655 L. Die Anschlußwerte betragen laut Bedienungsanleitung 190W bei Netzbetrieb, 170W bei Batteriebetrieb. Das passt ja in etwa zu meinen Werten oben.

avm75 hat geschrieben:Hier das erste Verständnisproblem: Wenn ich den KS während der Fahrt über 12V betreibe und er tatsächlich o.a. 15A zieht, gleichzeitig der Booster 45A Ladestrom liefert, müsste dann der BC nicht "nur" 30A Ladestrom anzeigen? Oder "merkt" der Booster, dass Strom verbraucht wird und liefert tatsächlich noch mehr?


Und hier auch schon der erste Denkfehler. Der Kühlschrank hängt 12V - Seitig VOR dem Booster in der Bordelektrik des Fahrzeugs und NICHT an der Versorgungsbatterie.
Er zieht seine 17A von der Lichtmaschine / Startbatterie und belastet so den Primärkreislauf vor dem Booster. Die Bordspannung bricht auf 12.9...13.2 V Zusammen, erst recht,

wenn Du mit Licht fährst und die Heizun / Gebläse an hast. Der Booster boostet nicht mehr so stark, um den Primärkreis nicht zu sehr zu belasten, damit die Startbatterie
geschont wird und die Funktion der Bordelektrik gewährleistet bleibt. Du hast vor dem Booster eine hohe Last, die Schutzbeschaltung verhindert, dass der Booster die
Bordelektrik überlastet. Du mißt am BMV nur den Strom der sekundärseite, deshalb erfasst Du nicht den Strom des Kühlschranks. Hoffe, das löst den Knoten...

avm75 hat geschrieben:Kann der Verbrauch des Kühlschranks ursächlich sein für die - gefühlt - lange Ladezeit der Batterien während der Fahrt? Oder ist da noch was anderes faul?


Ja, siehe oben

avm75 hat geschrieben:Ich wollte das am vergangenen Wochenende einmal ausprobieren und habe den Kühlschrank einfach mal über Gas laufen lassen, während der Fahrt. Mache ich normalerweise nicht, war nur für diesen Test.

avm75 hat geschrieben:Bei Abfahrt waren die Batterien um 11Ah entladen. In etwas mehr als 1 Stunde haben wir ca. 120 km zurück gelegt. Ladezustand beim Abstellen des Motors: -3 Ah. Nach ca. einer halben Stunde Fahrt ging der Ladestrom, der Ladekennlinie des Boosters entsprechend, deutlich zurück.

avm75 hat geschrieben:In dem Zusammenhang gleich der nächste Knoten in meinem Kopf:
Würde es nicht, trotz der Verlustleistung, Sinn machen, den Kühlschrank während der Fahrt über den Wechselrichter zu betreiben? Bei den angegebenen Anschlußwerten würde ich der Batterie damit doch deutlich weniger Kapazität entnehmen? Oder habe ich hier den nächsten Denkfehler?

Du entnimst der Bordbatterie bei 12V Betrieb GAR KEINEN STROM, der Kühlschrank wird von der Lichtmaschine / Startbatterie versorgt. Bei WR Betrieb würdest Du die Bordbatterie belasten.
avm75 hat geschrieben:Ohnehin überlege ich gerade: Den Kühlschrank habe ich bewusst aus dem 230V Stromkreis des WR heraus gelassen. Aber, ich habe ja Solar, einen AES-Schaltausgang am Solar-Laderegler, den Wechselrichter (fernbedienbar) und das Relais am Victron BC. Kann man da nicht was sinnvolles stricken?

Das AES ist je nach Regler gut bis sehr schlecht umgesetzt. Ich habe mittlerweile den MPP430 von Votronic, der taugt nicht zur Kühlschranksteuerung. Ich habe das anders gelöst
(Siehe Beitrag Votronic MPP430 VS SR500 und Beitrag Erfahrungen mit flexiblen Solarpanelen Über den Victron BC kannst Du den Ausgang sinnvoller ansteuern. Ich würde das AES entweder ganz weglassen oder nur additiv mit aufschalten (Über Dioden entkoppelt D+, AES, VICTRON Steuerausgang)

Uwe1961 am 21 Mai 2017 13:58:20

...machs wie's Willi schon Anfangs geschrieben hat.
Den Kühlschrank während der Fahrt von D+ gesteuert direkt von der Fahrbatterie versorgen. Der Booster ist dann entlastet und kann sich um den Ladezustand der Wohnbatterien kümmern...und die Lima "lacht" über die paar zusätzliche Ampere...die wird die vom Regler vorgegebene Spannung locker halten...und der Booster wird nicht deswegen runtergeregelt.
Man kann es aus deinem Schaltplan nicht erkennen...aber wenn der Kühlschrank momentan von D+ gesteuert seine 15A übers EBL bezieht, ist die Leitung dorthin ja schon "vorbelastet" und es fehlen ihr einige zehntel Volt...die sie zur Verfügung hätte wenn die 15A-Arbeitsstrom des Kühlis über ein paralleles Kabel direkt von der Fahrbatterie kämen.

Gruß, Uwe.

geralds am 21 Mai 2017 14:56:44

Hallo André,

wie ich in einem anderen Thread von Dir gesehen habe, hast Du ja (fast) alles sehr ordentlich unter den beiden Vordersitzen, und damit kompakt installiert.
Ob sich AES mit Solarbetrieb lohnt musst Du selbst entscheiden. Hängt natürlich u.a. von der installierten Solarleistung und vom Verhältnis Fahrzeiten / Standzeiten ab.
Normal ist bei Fahrzeugen die mit Schaudt EBL ausgerüstet sind, dass der Küli an der Starterbatterie hängt.
Wenn Du mit Solar den Küli auch betreiben willst, schalte ein Umschaltrelais das von D+ gesteuert wird vor den Kühlschrank. Ruhekontakt (NC) an die Aufbaubatterie, Schließer an die Starterbatterie (NO).
AES Signal vom Regler, falls der das liefert. xbmcg hat mal in einem Thread das Verhalten getestet und beschrieben. Er hat ein zusätzliches Steuergerät (wie ich auch) verbaut.
--> Link

Ich habe 360Wp Solar, dass reicht bei mir meist auch für den Küli. Wobei ich nicht in erster Linie Gas (und damit Geld) sparen möchte, sondern ich möchte einfach die Nutzungsdauer einer Gasflasche verlängern um nicht so häufig wechseln zu müssen. Mich nervt einfach immer wieder zu suchen wo ich eine Flasche unterwegs (insbesondere im Ausland) tauschen kann.
Ein größerer Tank passt bei mir einfach nicht unter das Fahrzeug.

Gruß Gerald

avm75 am 21 Mai 2017 18:37:29

Ui, ihr wart ja fleissig, danke! :oops:
Dann setz' ich mich mal an's Antworten. Vorweg geschickt, ich habe mich heute Nacht nochmal intensiv mit dem Schaltplan des EBL auseinander gesetzt und bin zu der ein oder anderen Erkenntnis gekommen. Dabei bin ich auch einem Irrtum auf die Schliche gekommen, den ich konsequent seit Installation mit mir herum schleppe, dazu weiter unten mehr:

xbmcg hat geschrieben:Warum trennst Du nicht einfach nur das D+ am Batterietrennrelais? Mit Deiner Schaltung unterbrichst Du den Stromkreis, der durch das Batterietrennrelais geschlossen wird.
Ist nicht besonders lustig. Übrigens, wenn das Trennrelais mal hängt / die Kontakte kleben hast Du einen schönen Kurzschluss an Deinem Booster.

Ich hatte die Absicht eine evtl. Rückrüstung möglichst einfach zu machen und so viel wie möglich original zu lassen, zumal das Batterietrennrelais im EBL verbaut ist, also nicht mal so auf die Schnelle zu entdecken. Dass ich mir dadurch eine zusätzliche Fehlerquelle eingebaut habe, ist mir inzwischen klar geworden, nicht zuletzt durch eure Beiträge. Ich werde die Installation dahingehend also wieder ändern. Dennoch mal die Frage: Wieso ist das nicht besonders lustig?

Die Trennung ist ja grundsätzlich notwendig: Serienmäßig ist es ja so, dass Starter- und Aufbaubatterie über das besagte Relais D+ gesteuert parallel geschaltet werden, damit die Aufbaubatterien über die LiMa geladen werden können. Im Stand (Motor aus) trennt das Relais wieder, um ein Entladen der Starterbatterie durch die Verbraucher des Aufbaus zu verhindern.
Der Booster wird eingangsseitig an die Starterbatterie angeschlossen. Sperrdioden im Booster verhindern, dass Strom von der Aufbaubatterie in die Starterbatterie gelangt. Würde man nun während der Fahrt den Stromkreis, der durch das Batterietrennrelais geschlossen wird, nicht wieder unterbrechen, würde der Booster über diesen Stromkreis die Starterbatterie laden, was ja verhältnismäßig sinnfrei ist. Trenne ich D+ am Relais ist der Effekt der gleiche, wie mit meiner Schaltung, nur einfacher, später aber ggf. auch schwerer nachvollziehbar. So war mein Gedanke zumindest.

xbmcg hat geschrieben:Und hier auch schon der erste Denkfehler. Der Kühlschrank hängt 12V - Seitig VOR dem Booster in der Bordelektrik des Fahrzeugs und NICHT an der Versorgungsbatterie.

Jein...
Zur Erklärung zunächst ein paar Informationen zu meinem Irrtum:

Bei der Installation hatte ich ja folgende Situation vorgefunden:Bild

Bei dem angekokelten Pin handelt es sich um den Anschluss des D+ Stützpunktes 4F-Block 1, Pin 2, dachte ich zumindest.
Im EBL sah das Ganze so aus:

Bild

Da ich zunächst keine Funktionsbeeinträchtigung feststellen konnte, habe ich den angekokelten PIN so gut wie möglich gereinigt, den MNL-Stecker erneuert und wollte mich zu gegebener Zeit mal der Recherche widmen, was da wohl passiert ist und ob man es beheben kann und muss.

Gestern fiel dann auf, dass es sich um 4F-Block 1, Pin 3 handeln muss (Minus Kühlschrank). Der wird in der EBL direkt durchgeschleift auf 5F Block 2, Pin 4 (Minus Starterbatterie) ohne weitere Verzweigungen. Tatsächlich wird D+ von der Lichtmaschine über 5F Block 2, Pin 3 in den EBL eingespeist.
Habe mich während der Installation wohl von der Reihenfolge im Schaltplan irritieren lassen, mit der die Pins aufgelistet sind.
Auf diesem Irrtum basierend hatte ich zusätzlich was falsch im Kopf, an dem gezeigten Stecker sind nur Pin 2 und 4 belegt, ich dachte es wären mehr.
Dann erinnerte ich mich heute Nacht auch an eine tolle Kabelverbindung, die ich gefunden hatte:

Bild

Das Kabel geht an 5F Block 2, Pin 4. Dadurch wurde die innen verbrannte Leiterbahn umgangen.
Der Kühlschrank ist also über 4F-Block 1 am EBL angeschlossen. Die Minusleitung wurde hier kreativ repariert.
Dieser Anschluss wird bei aktiver D+ Leitung mittels Relais im EBL von der Aufbaubatterie auf die Starterbatterie umgeschaltet.

Die Automatik des AES Kühlschrank schaltet nach dieser Prioritätsfolge:

Bild

Weiter steht in der Betriebsanleitung:

12V-Betrieb
Der 12V-Betrieb wird nur dann angewählt, wenn der Motor des Fahrzeugs läuft bzw. über die Solaranlage ausreichend Spannung verfügbar ist. Dies wird über die D+ Verbindung der Lichtmaschine zur Elektronik bzw. dem entsprechenden Signal des Solarladereglers detektiert.


Danach folgt noch der Hinweis, dass bei einem Tankstop nach der Prioritätsfolge auf Gas umgeschaltet würde, der Gasbetrieb jedoch aus Sicherheitsgründen (offene Flamme) erst nach 15 Minuten erfolgt. Lt. Betriebsanleitung ist das Gerät solange auf "standby".

Wenn man nun also bei laufendem Motor dem Booster das D+ Signal klaut, lädt er nicht mehr. So wollte ich testen, ob und wieviel Strom der Kühli braucht. Vermutlich habe ich aber nicht nur den Booster abgehängt, sonder auch die Relais, welche auf die Starterbatterie schalten, Kühli hängt also an der Aufbaubatterie.

Fazit: Falsch getestet, Kühlschrankseitig alles gut.

xbmcg hat geschrieben:Du mißt am BMV nur den Strom der sekundärseite, deshalb erfasst Du nicht den Strom des Kühlschranks. Hoffe, das löst den Knoten...

Siehe oben. Danke!

xbmcg hat geschrieben:Das AES ist je nach Regler gut bis sehr schlecht umgesetzt. Ich habe mittlerweile den MPP430 von Votronic, der taugt nicht zur Kühlschranksteuerung. Ich habe das anders gelöst


Das schaue ich mir mal an, danke!

avm75 am 21 Mai 2017 18:40:44

Uwe1961 hat geschrieben:...machs wie's Willi schon Anfangs geschrieben hat.


Hallo Uwe,

danke!
Wäre wahrscheinlich tatsächlich ein besserer Weg als über den EBL. Da sich aber nun heraus gestellt hat, ist der Kühlschrank über den EBL während der Fahrt über die Starterbatterie versorgt. Damit kann er nicht ursächlich sein für die langen Ladezeiten. Daher lasse ich das für den Augenblick so und beschäftige mich ggf. später nochmal damit.

avm75 am 21 Mai 2017 18:45:46

Hallo Gerald,

Danke auch Dir! :wink:

geralds hat geschrieben:Ob sich AES mit Solarbetrieb lohnt musst Du selbst entscheiden.
...
Wobei ich nicht in erster Linie Gas (und damit Geld) sparen möchte, sondern ich möchte einfach die Nutzungsdauer einer Gasflasche verlängern um nicht so häufig wechseln zu müssen.


Ich habe z.Zt. "nur" 200Wp auf dem Dach. Evtl. erweitere ich das noch. Mir geht es ähnlich wie Dir, ich bin nicht darauf angewiesen, dass der Kühli über Solar läuft, wenn ich damit die Nutzungsdauer der Gasflaschen etwas strecken kann ist's fein ;), wenn nicht, auch nicht schlimm.

geralds hat geschrieben:xbmcg hat mal in einem Thread das Verhalten getestet und beschrieben. Er hat ein zusätzliches Steuergerät (wie ich auch) verbaut.
--> Link

Gucke ich mir an, siehe oben.

xbmcg am 21 Mai 2017 19:11:29

Selbst mit den Umschaltrelais im EBL, der Kühli hängt, wie erwähnt, während Deiner Messung an
der Fahrzeugseite im Primärkreis, weil er genau wie Dein Booster über D+ auf die Startbatterie
umgeschaltet wird.

Damit ist meine Aussage ja auch wieder richtig: Der Kühlschrank belastet den Primärkreis, was
zu einem Spannungsabfall führt und den Booster abregeln läßt.

--> Link
Automatische, einstellbare Ladeleistung sorgt bei stark belastetem Fahrzeug-Bordnetz für die vorrangige Ladung der Starterbatterie durch die Lichtmaschine und gewährleistet somit wieder die sofortige Startfähigkeit des Fahrzeugs


Je nach einstellung des Eingangs läuft der Booster auf "Sparflamme"



Miss einfach mal Deine Bordspannung unter Last (Licht an, Gebläse an, Kühlschrank an)

avm75 am 21 Mai 2017 19:30:17

xbmcg hat geschrieben:Selbst mit den Umschaltrelais im EBL, der Kühli hängt, wie erwähnt, während Deiner Messung an
der Fahrzeugseite im Primärkreis, weil er genau wie Dein Booster über D+ auf die Startbatterie
umgeschaltet wird.


Stimmt, Du hast Recht! Meine Worte oben sollten das eigentlich bestätigen.
Die 15-16A, welche der Kühlschrank im 12V-Betrieb benötigt habe ich dennoch vom BC abgelesen. Daher kam die Frage, ob er über die Bordbatterie betrieben wird, während der Fahrt. Muss ja zumindest zum Zeitpunkt der Messung der Fall gewesen sein.
avm75 hat geschrieben:Durch einen Zufall (Booster nicht in Betrieb) konnte ich auf dem Hinweg nach Österreich ermitteln, dass der Kühlschrank ca. 15-16 A im 12V Betrieb benötigt.


Der Zufall war, dass ich die D+ Leitung des Boosters versehentlich "gekappt", d.h. nicht wieder angeschlossen hatte. Offenbar aber nicht nur die des Boosters. Vermutlich hängen an der selben Leitung auch die Relais, welche für die Umschaltung auf die Starterbatterie sorgen, so dass er in dem Moment eben doch über die Bordbatterie lief. Normalerweise ist das aber nicht der Fall.

xbmcg hat geschrieben:Je nach einstellung des Eingangs läuft der Booster auf "Sparflamme"



Miss einfach mal Deine Bordspannung unter Last (Licht an, Gebläse an, Kühlschrank an)


Der Booster läuft bei mir in Schalterstellung B.
Die Bordspannung zeigt mir der Votronic ja an, zugegebenermaßen habe ich die nie wirklich mit beobachtet. Hole ich nach!

avm75 am 21 Mai 2017 20:08:53

xbmcg hat geschrieben:(Siehe Beitrag Votronic MPP430 VS SR500 und Beitrag Erfahrungen mit flexiblen Solarpanelen Über den Victron BC kannst Du den Ausgang sinnvoller ansteuern. Ich würde das AES entweder ganz weglassen oder nur additiv mit aufschalten (Über Dioden entkoppelt D+, AES, VICTRON Steuerausgang)


Hm. Hab mir mal Deinen Beitrag, bzw. beide, durch gelesen.
Die Schaltung mit dem V-Guard II und den Dioden verstehe ich, den Aufwand möchte ich mir aber nicht machen, so wichtig ist mir das Ganze nicht. Zumal ich z.Zt. ja auch nur 200W auf dem Dach habe und der Überschuß sich schon arg in Grenzen halten wird.
Wenn ich den Victron Steuerausgang nutzen kann, gerne. Wenn ich das richtig sehe, müsste ich es dazu invertieren und Schwellwerte für Ladezustand und/oder Spannung der Bordbatterie vorgeben. Zusätzlich noch die Zeitdauer, für die der Schaltzustand gelten soll einstellen.
Nur: Was schalte ich damit? D+ geht ja nicht... Das AES-Signal des Ladereglers macht auch keinen Sinn, wenn mein MPP350 sich ähnlich verhält wie Dein 430... :?:

xbmcg am 22 Mai 2017 09:34:58

Ich schalte beim Thetford N150 den D+ Eingang. Damit der sich mit dem D+ der Lima
nicht beißt, hab ich entsprechend Dioden an jede Leitung montiert.

Du kannst den Victron Batteriemonitor ja frei programmieren und entsprechend der
Batteriekapazität schalten (z.B. unter 90% ausschalten und bei 95% einschalten)

Dazu musst Du Funktion 12, 16 und 17 programmieren. (Invert Contact, SOC Relay, Clear SOC Relay)
--> Link

Aber es stimmt schon, mit 200Wp kommst Du nicht weit, macht wenig Sinn den Aufwand zu treiben.

ChiliFFM am 22 Mai 2017 11:33:38

Ich möchte da nochmal was einwerfen:
Warum hat du vom Ladebooster überhaupt eine weitere Leitung zu den Verbraucherbatterien gezogen?

Packe den Ladebooster einfach zwischen Starterbatterie/Lima und den EBL - also eingeschleift in die originale Zuleitung.
Das erspart unter anderem das extra Trennrelais.
Und die 12 Volt Stromversorgung des Kühlschranks erfolgt dann via EBL auch hinter dem Ladebooster und beeinflusst nicht dessen Eingangsspannung.

Irgendwie kommt mir dein SetUp nicht ganz durchdacht vor.

xbmcg am 22 Mai 2017 12:16:51

Das kann ich Dir beantworten: weil die Querschnitte zum EBL und im EBL recht mickrig sind.
Das verträgt möglicherweise die höheren Ströme nicht.

Max. 20A bei einer Anlage mit 2 AGM Batterien schafft das EBL gerade so, wenn man mal was
stärkeres verbaut, ist es überfordert.

avm75 am 22 Mai 2017 12:51:07

ChiliFFM hat geschrieben:Ich möchte da nochmal was einwerfen:
Warum hat du vom Ladebooster überhaupt eine weitere Leitung zu den Verbraucherbatterien gezogen?
....
Irgendwie kommt mir dein SetUp nicht ganz durchdacht vor.


Hallo Hans,

danke für Deinen Einwurf.
Durchdacht, das kann man jetzt so oder so sehen:

xbmcg hat geschrieben:weil die Querschnitte zum EBL und im EBL recht mickrig sind.
Das verträgt möglicherweise die höheren Ströme nicht.


Das ist ein Grund. Ein anderer ist, wenn Du Dir meinen Einbaubericht anschaust, die Position der Geräte. Die beiden Batterien stehen unter dem Beifahrersitz, der EBL und der Booster befinden sich unter dem Fahrersitz. Von dort musste also eh eine Leitung zu den Batterien. So oder so. In meinem Fall hängt zwar noch der Verteiler, der SafetyHub dazwischen, aber auch der ist ja am Fahrersitz verbaut.
Warum hätte ich also noch eine zusätzliche Leitung vom Booster zum EBL verbauen sollen, statt direkt an die Batterien zu gehen? Erst recht, wenn man die Argumentation von xbmcg noch berücksichtigt?

ChiliFFM hat geschrieben:Und die 12 Volt Stromversorgung des Kühlschranks erfolgt dann via EBL auch hinter dem Ladebooster und beeinflusst nicht dessen Eingangsspannung.

:gruebel:
Also, entweder stehe ich gerade voll auf der Leitung, oder: ähm, nö?!
Im EBL wird bei laufendem Motor der Kühlschrank von der Aufbaubatterie auf die Starterbatterie umgeschaltet.
Ob der Booster ausgangsseitig durch den EBL geschliffen wird, oder direkt an den Batterien hängt, spielt daher für die Eingangsspannung keine Rolle, da der Eingang des Boosters ja durch die gleiche Starterbatterie versorgt wird.

xbmcg am 22 Mai 2017 12:56:44

Andre, alles richtig gemacht. :daumen2:

ChiliFFM am 22 Mai 2017 13:32:42

Da verschachtelte Zitate nicht möglich sind, die originalen Zitate in kursiv:
avm75 hat geschrieben:weil die Querschnitte zum EBL und im EBL recht mickrig sind. Das verträgt möglicherweise die höheren Ströme nicht.
Das ist ein Grund.

Da der Ladebooster "nur" die Ladekennlinie des Lima-Reglers "optimiert", hat das keinen Einfluss auf den fließenden maximalen Strom. Wenn bei leeren Verbraucherbatterien ein großer Strom von der Lima durch den EBL fließen würde, müsste der das auch verkraften. Der Booster erhöht den Strom nicht, er lässt den Strom im Vergleich zum Lima-Regler nur etwas länger fließen (bis Erreichen einer etwas höheren/besseren Lade-Endspannung).
Ein anderer ist...die Position der Geräte. Die beiden Batterien stehen unter dem Beifahrersitz, der EBL und der Booster befinden sich unter dem Fahrersitz. Von dort musste also eh eine Leitung zu den Batterien.

Verstehe ich nicht. Gerade weil der Booster neben dem EBL steht hättest du einfach die Leitung von der Starterbatterie/Lima am EBL abmachen und statt dessen an den Booster anschließen können. Dann nur noch ein kurzes neues Kabel vom Booster-Ausgang zum EBL.


Und die 12 Volt Stromversorgung des Kühlschranks erfolgt dann via EBL auch hinter dem Ladebooster und beeinflusst nicht dessen Eingangsspannung.

:gruebel:
Also, entweder stehe ich gerade voll auf der Leitung, oder: ähm, nö?!
Im EBL wird bei laufendem Motor der Kühlschrank von der Aufbaubatterie auf die Starterbatterie umgeschaltet.

Wenn im jetzigen SetUp der Kühlschrank bei laufendem Motor vom EBL auf die Starterbatterie geschaltet wird, dann soll die Stromversorgung aus der Starterbatterie via EBL zum Kühlschrank gehen, richtig?
Wenn der EBL den Kühlschrankstrom direkt aus der Starterbatterie zieht, dann sorgt das dort für einen gewissen Spannungseinbruch wegen der hohen Last.
Dein Booster, der ebenfalls und parallel zum EBL an der Starterbatterie hängt, registriert EINGANGSSEITIG diesen Spannungseinbruch und schaltet - je nach DIP Stellung - eben ab (siehe Seite 9 der Votronic Anleitung).
Das kann dazu führen, dass deine Aufbaubatterien nicht mehr geladen werden,
a) weil dein Trennrelais die Batterien getrennt hat und
b) der Ladebooster aber auch nicht mehr lädt, weil die Eingangsspannung MÖGLICHERWEISE zu niedrig ist wegen laufendem Kühlschrank.

geralds am 22 Mai 2017 13:48:35

Hallo,

da haben wir ihn wieder, den Unterschied von Theorie und Praxis.
Wenn man sich den Einbaubericht von Andre anschaut, es sieht so aus, als ob die Leitung Starterbatterie - EBL ohnehin für Starterbatterie - Booster zu kurz war.
Alt, soweit ich das verstanden habe eine Batterie, neu 2 Batterien. Da diese "überkreuz" angeschlossen werden sollten, passten auch hier die Längen wahrscheinlich nicht mehr.

Gruß Gerald

MeisterLampe am 22 Mai 2017 13:51:44

ChiliFFM hat geschrieben:...
Da der Ladebooster "nur" die Ladekennlinie des Lima-Reglers "optimiert", hat das keinen Einfluss auf den fließenden maximalen Strom. Wenn bei leeren Verbraucherbatterien ein großer Strom von der Lima durch den EBL fließen würde, müsste der das auch verkraften. ...


Der Booster optimiert nicht, er hat eine eigene Kennlinie, außerdem besitzt er noch eine Temperaturkompensation im Gegensatz zur LiMa.
Der EBL verkraftet auch keine 45A, Schaudt gibt für den Eingang nur 25A frei. DU würdest den EBL in Rauch aufgehen lassen.

T4Wohnmobil am 22 Mai 2017 14:11:18

Wenn man das mal nachrechnet:
Ladebooster Ausgang : 14,7 Volt 45 Amper ergibt 660 W
Ladebooster-Wirkungsgrad rund 80% ergibt 660W+ 20% ergibt 792W Leistungsaufnahme des Ladeboosters
Leitungsverluste Sicherungsverluste rund 20W sind 812W ergibt bei einer Ladespannung von 13,5 Volt einen Strom von 60 A. Nach Spek. Votronic sind 63 A möglich
Zusätzlich der Kühlschrank 15 A
Ergibt 75 A zusätzliche Belastung für die Lichtmaschine !
Das leistet keine Standart-Lichtmaschine zusätzlich zur Versorgung des normalen Bord-Netzes.
Nach meinen Erfahrungen kann man max. 25-30A Strom einer Lichtmaschine die Standardmäßig verbaut ist, zusätzlich belasten, sonst ist das Bord-Netz nicht mehr in allen Betriebszuständen stabil.
Gruß
Erik

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