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Die Hybrid-Batterie Blei und LiFePO4 parallel 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7


Burkhard185 am 21 Mär 2022 17:21:42

Hallo Helmut,

Gegenfrage,
wie stehst du zum Preis der Büttner/Dometic Power Unit?


Der Mehrpreis wäre es mir wert. Ich bin aber kein Profi, Bastler oder ähnliches. Nur Anwender, der ein möglichst sorgenfreies Elektronikkonzept sucht.
Bekomme ich wirklich für den Mehrpreis das "rundumsorglospaket"?

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Acki am 21 Mär 2022 17:45:34

rolfk hat geschrieben:Nicht anderes als solche niedrigen Ladespannungen empfehle ich.
Und mit einem richtigen BMS reicht das auch zum Balancieren aus....
:mrgreen:

Ich sehe … wir verstehen uns … technisch :lach:

Navigatore am 21 Mär 2022 18:15:19

Ich bin ja jetzt leider immer noch nicht schlauer, weil die Meinungen immer noch hin- und herwogen.

Im Aufbau habe ich z.Zt. drei AGM. Die Serienbatterie mit 105 AH unter dem Beifahrersitz und zwei zusätzliche a 90 AH im Zwischenboden die zwar alle parallel geschaltet sind aber jeweils von einem Solarmodul und einem MPPT Regler geladen werden. Booster, Wechselrichter etc. habe ich alles nicht sondern nur noch das EBL.

Die zwei 90 AH würde ich gerne gegen zwei Bulltron 80 AH Plug and Play tauschen. Geht das nun oder geht das nicht? Über einen wirklichen Expertenrat würde ich mich sehr freuen, weil mir die Thematik absolut fremd ist.

Eine Hybridanlage hätte ich gerne, weil die Serien-AGM notfalls die Starterbatterie im Tausch ersetzen soll, falls die irgendwo in der Abgeschiedenheit Marokkos oder Siziliens der plötzlichen Batterietod ereilt (ist mir in den letzten 23 Jahren schon zweimal passiert)

Anzeige vom Forum


andwein am 22 Mär 2022 11:19:00

Navigatore hat geschrieben:Ich bin ja jetzt leider immer noch nicht schlauer, weil die Meinungen immer noch hin- und herwogen.
Die zwei 90 AH würde ich gerne gegen zwei Bulltron 80 AH Plug and Play tauschen. Geht das nun oder geht das nicht?

Es geht, es ist technisch kein Problem! Über Sinn und Zweck kann man, je nach Anforderungen, geteilter Meinung sein.
Die eine AGM Aufbaubatt im Notfall auszubauen für andere Zwecke zu Verfügung (Startbatt) zu haben ist eine weitere Möglichkeit der "Notfallabsicherung"
Hier ein Link um Behauptungen von gemessenen Ergebnissen zu trennen: --> Link.
Viel Spass bei der Entscheidung
Gruß Andreas

Tinduck am 22 Mär 2022 11:35:42

Navigatore hat geschrieben:Die zwei 90 AH würde ich gerne gegen zwei Bulltron 80 AH Plug and Play tauschen. Geht das nun oder geht das nicht? Über einen wirklichen Expertenrat würde ich mich sehr freuen, weil mir die Thematik absolut fremd ist.


Antwort von Radio Eriwan: Im Prinzip ja, aber...

Sieh es mal so. Tausch die beiden Akkus aus und beobachte über die BT-App, wie viel Strom bei halbleeren Akkus fliesst, wenn der Motor läuft (Achtung, alle Bord-Akkus addieren! Den Bleiakku also über Stromzange messen).

Sind das deutlich unter 50 A, ist alles tutti und du kannst das so betreiben. Ist in den meisten Fällen so. Fliesst da mehr Strom, solltest Du einen Booster zur Strombegrenzung einbauen, damit es dir das Trennrelais nicht grillt.

Alle Ladegeräte auf max. 14,4 Volt und das passt. Nicht auf 14,7 Volt oder so lassen, was wegen der AGMs so sein könnte.

Leider gibt es kein Drop-In, das für alle Fälle garantiert passt, ohne dass man irgendwo Hand anlegen muss. Auch wenn die Werbung das gern behauptet.

Wenn Du dir diese Kontrollmessungen nicht zutraust, lass dir den Umbau doch vom Womo-Peter machen :-) --> Link

bis denn,

Uwe

geralds am 22 Mär 2022 19:32:20

Mal ein anderer Grund für eine Hybrid-Lösung:
Anfang 2016 habe ich mir einen 220Ah LiFePO4 gebaut. Der hat das bekannte Problem bei Temperaturen unter 0°.
Daher habe ich einen 55Ah Gel-Akku parallel zum Li-Akku eingebaut. (Sicherung natürlich zwischen den Akku´s)
Mein Womo steht auch im Winter in Freien.
Wenn ich es im Winter abstelle, schalte ich den Li-Akku ab. Die Solaranlage oder das Netzgerät versorgt dann nur den Gel-Akku.
Der Li-Akku hält seine Ladung auch über Monate.
Zur Versorgung der "normalen" Verbraucher wie Heizung, Wasserpumpe usw. reicht der Gel-Akku völlig aus. Auch wenn ich das Womo vor der Fahrt schon mal ein paar Stunden aufheize.
Will ich im Winter fahren, bleibt das auch so, bis sich das Womo aufgewärmt hat. Dann, meist am Ziel, schalte ich den Li-Akku zu.
So wird der Li-Akku vor hohen Ladeströmen im kalten Zustand geschützt.
Ladespannung Netzgerät 14,3V
Solaranlage 14,2V
Aktive Balancer
Bisher keine Zelldrift, keine OVP Auslösung
Ich bin mit der Lösung zufrieden. Der Aufwand für den Frostschutz ist, was die Akku´s angeht, gering.

dieterdorn am 24 Mär 2022 22:45:29

Hallo,

ich habe nun die bestellte Bullron bekommen und heute mit Hilfe eines Händlers (er hat den Sitz ausgebaut und die Kabel gefertigt) eingebaut. Einbau und Anschluß der Bulltron parallel zur AGM mußte ich selbst vornehmen. Ist auch ok für mich. Direkt nach dem Zusammenschluß floss ein Strom von 9,6 A von der LifePo4 zur AGM. Nach ca. 10 Stunden sind es nun nur noch 1,6 A. Spannung ist bei 13,3 V. Werde morgen abwarten und weiter berichten.

D.Dorn

Navigatore am 24 Mär 2022 23:16:51

Danke. Endlich ein Bericht aus der Praxis. Bin gespannt, wie es weitergeht.

andwein am 25 Mär 2022 11:44:02

Navigatore hat geschrieben:Danke. Endlich ein Bericht aus der Praxis. Bin gespannt, wie es weitergeht.

Na ja, da gibt es aber noch viele andere, muss man nur nach suchen. Ich kenne so an die dreißig hier im Forum, außerhalb sind es bestimmt noch mal über 200.
Soll keine Kritik sein, sondern nur eine Info, auch an andere, die sich mit diesem Thema beschäftigen.
Gruß Andreas

fschuen am 25 Mär 2022 11:57:59

Das dürften sogar noch wesentlich mehr sein. Bei der ersten Li ist es durchaus üblich, sie erst mal dazuzustellen, und das funktioniert ja auch einwandfrei. Bis man keine Lust mehr hat, für 20-40 Ah Reserve 20 kg mit rumzuschleppen.

Gruss Manfred

biauwe am 25 Mär 2022 12:07:41

fschuen hat geschrieben:Bis man keine Lust mehr hat, für 20-40 Ah Reserve 20 kg mit rumzuschleppen.

Gruss Manfred


Das Vertrauen zu den Ki-Akkus muß erst mal wachsen.
So war es bei mir.
Heute komme ich ine Bleiakkus aus ;-)

biauwe am 26 Mär 2022 19:34:48

Heute mal ein Bild von der Ladespannungzum Akku.
Nicht zu verwechseln mit der Ruhespannung, wenn die Akkus nicht geladen werden, aber voll sind.
Bis ca. 7.00 Uhr kann man die Ruhespannug sehen. Danach scheint die Sonne und Solar läd die Akkus.


dieterdorn am 26 Mär 2022 21:52:34

Hallo,

nach ca. 20 Stunden (nach dem ersten Zusammenschalten) war die AGM-Batterie offenbar voll, denn die Bulltron war bei 0,0A Entladestrom (laut Bulltron-APP) angelangt und hatte noch ca. 78% Ladung. Das war also gestern - ich hatte es nicht mehr geschafft, den Beitrag zu schreiben. Heute nun bin ich bereits unterwegs und die LiFePo4 wurde während der Fahrt (ca. 4 Stunden) mit ca. 18A geladen. Schwankte etwas zwischen 24A und 14A. War dann aber auch voll und lud die restliche Zeit dann nur noch mit ca. 2-3 A.
Bis jetzt also wohl alles so, wie von den erfahrenen Leuten hier berichtet. Ich habe halt nicht das Equipment, um die Lade- und Entladekurven aufzuzeichnen, aber es scheint vom Grundsatz her bei mir ähnlich abzulaufen.
Nun stehe ich ohne Landstrom für zwei Nächte, habe Notebook und Handy geladen und werde morgen früh toasten und den Wasserkocher (für Kaffee) nutzen. ich erwarte aber kein Problem. Bin nur gespannt, wie viel sich die AGM in der Zeit "abzwackt".
Spannung ist stabil bei 13,3V.

Dieter Dorn

biauwe am 27 Mär 2022 11:02:02

dieterdorn hat geschrieben:Ich habe halt nicht das Equipment, um die Lade- und Entladekurven aufzuzeichnen, aber es scheint vom Grundsatz her bei mir ähnlich abzulaufen.

Dieter Dorn


Alles gut.
Und man muß nicht jeden Wert erfassen.
Achte nur auf die Spannung.

andwein am 27 Mär 2022 11:34:38

biauwe hat geschrieben:Alles gut. Und man muß nicht jeden Wert erfassen. Achte nur auf die Spannung.

Aber erst wenn du in Ruhe Kaffee getrunken hast!!!
Gruß Andreas

biauwe am 27 Mär 2022 12:22:46

Hallo Dieter Dorn,

wenn Du noch ein paar Euros übrig hast, kannst Du damit einfach die Spannung überwachen.
Einfach an Plus und Minus mit anklemmen.



--> Link

dieterdorn am 27 Mär 2022 18:38:15

biauwe hat geschrieben:Alles gut.
Und man muß nicht jeden Wert erfassen.
Achte nur auf die Spannung.


Ja, Danke. Das tue ich. Ich weiß um die Thematik: Über- und Unterspannung, vor allem letzteres. Ich habe mit dem Wechselrichter auch direkt einen BC von Büttner mit einbauen lassen. Ohne einen solchen wäre mit das etwas zu heiß. So habe ich die Anzeige im Wohnmobil (Gesamtsystem) und die App auf dem Handy nur für die Bulltron. Jetzt am Abend nach Heizung nachts, Kaffee, Toast und wieder Toast: 13,2V Hybrid, 72,2% Restkapazität Bulltron.

Gruß Dieter Dorn

dieterdorn am 27 Mär 2022 18:41:21

andwein hat geschrieben:Aber erst wenn du in Ruhe Kaffee getrunken hast!!!
Gruß Andreas


ja, habe ich. Den brauchte ich auch nach einer verkürzten Nacht -;)

Dieter Dorn

dieterdorn am 27 Mär 2022 18:49:58

biauwe hat geschrieben:Hallo Dieter Dorn,

wenn Du noch ein paar Euros übrig hast, kannst Du damit einfach die Spannung überwachen.
Einfach an Plus und Minus mit anklemmen.


Danke für den Tipp, aber ich denke, das der BC und die App reichen. Ich habe das Gesamtsystem im BC auf konservative 145AH eingestellt. Typ ist "LiFePo4". Somit wird die AGM dann bis max. 55-60% Rest entladen. Habe dann immer noch Puffer. Die Bulltron will ich evtl. auf 10,4 V Abschaltspannung (2,51V pro Zelle) setzen (ab Werk: 10,0V und 2,50V). Dann sollte nichts passieren. Aber da bin ich noch nicht sicher.

Dieter Dorn

Tinduck am 27 Mär 2022 22:47:41

Die UVP-Schwelle finde ich zu niedrig. Dir ist schon bewusst, dass so tief entladene Zellen keinen vollen Ladestrom mehr bekommen sollten?

4 x 2,51 Volt sind übrigens nur 10,04 Volt… also die Zellen eher auf 2,6 Volt für die angepeilten 10,4 Volt…

Ich würde mit der untersten zulässigen Spannung mindestens auf 10,5 Volt gehen, besser 11 Volt. Der Unterschied von 10,5 auf 11 Volt ist in entnehmbaren Ah extrem gering, das lohnt sich nicht, deswegen den Akku zu quälen.

bis denn,

Uwe

rolfk am 28 Mär 2022 09:48:38

dieterdorn hat geschrieben:
Die Bulltron will ich evtl. auf 10,4 V Abschaltspannung (2,51V pro Zelle) setzen (ab Werk: 10,0V und 2,50V). Dann sollte nichts passieren. Aber da bin ich noch nicht sicher.

Dieter Dorn


Angesichts der Tatsache, dass ich eine solche Idee in den gefühlt letzten 50 Threads und 1000 Posts nicht gesehen habe, finde ich die wirklich..... Kreativ.

Die parallele Bleibatterie ist längst im Schädigungsbereich, Hauptsache die bulltron wird 0,5 mm vorm Abgrund gerettet.

Stocki333 am 28 Mär 2022 14:41:38

Hallo Rolf.
Leider ist es nicht Sinn der Sache, dir dafür einen Gutn zu geben.
ABer es juckt mir gehörig in den Fingern.
Darum nur ein "Gedanklicher Punkt."
Den Nagel hast du schon sehr gut am Kopf getroffen. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
An dieterdorn.
Nimm dir das zu Herzen, was Rolf geschrieben hat. Ohne Emotionen.
Du sitzt leider im falschen Zug. Du fährst in die falsche Richtung.
Franz

rolfk am 28 Mär 2022 16:20:41

rolfk hat geschrieben:
Angesichts der Tatsache, dass ich eine solche Idee in den gefühlt letzten 50 Threads und 1000 Posts nicht gesehen habe, finde ich die wirklich..... Kreativ.

Die parallele Bleibatterie ist längst im Schädigungsbereich, Hauptsache die bulltron wird 0,5 mm vorm Abgrund gerettet.


Angesichts der Tatsache, wie kreativ ich harsche Kritik so formuliert habe, das jeder Betroffene damit gut leben kann, hätte ich den Gutn auch gern genommen, Einfach so als Beispiel für respektvollen Umgang.

Besonders angesichts der Tatsache, das das Formulieren von sowas deutlich länger dauert als jeder technische Rat. :mrgreen: :mrgreen:

Also, nur zu, zier dich nicht.... :lol:

Stocki333 am 28 Mär 2022 16:24:21

Diesmal hast du die besseren Argumente gehabt. Habs Nachgeholt.
Den daran mangelts manchmal.
Einfach so als Beispiel für respektvollen Umgang.

Franz

dieterdorn am 28 Mär 2022 21:29:27

Tinduck hat geschrieben:Die UVP-Schwelle finde ich zu niedrig. ....
4 x 2,51 Volt sind übrigens nur 10,04 Volt… also die Zellen eher auf 2,6 Volt für die angepeilten 10,4 Volt…

Ich würde mit der untersten zulässigen Spannung mindestens auf 10,5 Volt gehen, besser 11 Volt. ....

Uwe


Hallo,

ja, war spät gestern Abend. Ich meinte auch 2,6V.
Evtl. sind 2,75V noch besser. Ich schau mal.

Danke für den Hinweis.

Dieter Dorn

dieterdorn am 28 Mär 2022 21:43:59

rolfk hat geschrieben:Angesichts der Tatsache, dass ich eine solche Idee in den gefühlt letzten 50 Threads und 1000 Posts nicht gesehen habe, finde ich die wirklich..... Kreativ.

Die parallele Bleibatterie ist längst im Schädigungsbereich, Hauptsache die bulltron wird 0,5 mm vorm Abgrund gerettet.


Hallo,

ich verstehe das leider nicht. Wieso ist die AGM längst im Schädigungsbereich? Ich dachte, die AGM liebt eine volle Ladung und mag keine starke Entladung im Bereich von einem SoC von <50%. Ich habe hier viel mit gelesen und es gibt auch jede Menge an Infos, aber auch sehr viel verwirrende Aussagen. Es fällt mir daher scher, das Richtige herauszufiltern. Habe ich da etwas übersehen?
Ich lade mit der Einstellung "Gel", das sind max. 14,4V Ladespannung. Wieso leidet da die AGM?

Wäre dankbar für eine Klarstellung oder weitere Infos. Wenn ich was falsch mache, dann bitte sagen, wo (und wieso). Fände ich nett.

Die Bulltron würde ich natürlich immer versuchen, "vorm Abgrund" zu retten. War auch teuer genug. Die AGM würde ich eher verschmerzen können. Aber Ziel ist es ja, die Vorteile beider Technologien zu nutzen. Ich habe diesen (und andere) Threads immer so verstanden, dass genau das doch Sinn macht.

Etwas verwirrt gerade...

Dieter Dorn

dieterdorn am 28 Mär 2022 21:56:51

Stocki333 hat geschrieben:An dieterdorn.
Nimm dir das zu Herzen, was Rolf geschrieben hat. Ohne Emotionen.
Du sitzt leider im falschen Zug. Du fährst in die falsche Richtung.
Franz


Hallo,

ohne Emotionen: Ich verstehe gerade nicht. Es ist zwar etwas frustrierend, wenn man gefühlt 1000 Beiträge liest, dann glaubt, sich das richtige Wissen angelesen zu haben, dann so ein Projekt auch (blauäugig) umsetzt, um dann gesagt zu bekommen, dass das keine so gute Idee ist.

Ich wollte mit meinen Beiträgen hier etwas zurück geben mit meiner (kurzen) Erfahrung, aber wenn das, wie ich es nun umgesetzt habe, der falsche Weg ist, tut es mir leid. Ich verstehe es nur gerade nicht. Offensichtlich bin ich auf dem "falschen Gleis". Aber wieso? Wegen Bulltron? AGM? Beide zusammen? Was genau mache ich falsch?

Dieter Dorn

dieterdorn am 28 Mär 2022 22:09:57

Hallo,


oder ist gemeint, dass bei 10,5V die AGM schon längst am Ende ist? Da hatte ich überhaupt nicht dran gedacht. Muss nachdenken. Und lesen.
Danke für die Hinweise.

Gute Nacht.

Dieter Dorn

Stocki333 am 29 Mär 2022 14:17:39

dieterdorn hat geschrieben:oder ist gemeint, dass bei 10,5V die AGM schon längst am Ende ist? Da hatte ich überhaupt nicht dran gedacht. Muss nachdenken. Und lesen.

Genau, Jetzt hat es Klack gemacht.
Und zu dem Vorschlag die Bulltron auf 2,75 Volt zu setzen. Würde ich auch so machen. Ab 11 Volt sind es keine 5 Ah mehr an Inhalt.
Sonst bist du ja auf dem richtigen Weg. Aber eines noch. Verstelle nicht so viel bei dem Accu. Nicht das der Schuß vor lauter Optimierungswahn nach hinten losgeht.
Du mußt davon ausgehen, das der Lithium den Grossteil der Arbeit macht. Erst im letzten Dritel der Kapazität bekommt die AGM mehr zu tun.
Und dann mußt du Rücksicht nehmen auf die AGM. Sie unterliegt ja trotzdem noch der Bleigrenze.
Das darft du nicht vergessen.
Oder hättest du deine Bleibatterien bis 10,5 Volt runter entladen. :cry: :cry:
Glaub ich nicht. Aber Schön das du wieder im richtigen Zug sitzt.
Franz

Acki am 29 Mär 2022 14:47:09

Stocki333 hat geschrieben:...
Du mußt davon ausgehen, das der Lithium den Grossteil der Arbeit macht. Erst im letzten Drittel der Kapazität bekommt die AGM mehr zu tun.

...

Es gibt ja da ein sehr schönes Schema zur Arbeit eines Hybridsystems ...



Selbstverständlich kommt es auf die Kapazitäten der beiden Akkus an und auf den Verbrauch ... bei mir z.B. hat der Gel-Akku in den letzten 16 Monaten noch kaum etwas gearbeitet :cry:

Stocki333 am 29 Mär 2022 15:25:37

Acki hat geschrieben:Selbstverständlich kommt es auf die Kapazitäten der beiden Akkus an und auf den Verbrauch ... bei mir z.B. hat der Gel-Akku in den letzten 16 Monaten noch kaum etwas gearbeitet :cry:

Und ich dachte. in der Schweiz gibts nur Fleisige. Dein GEL muß ja schon Symtome haben wie ein Long Covid Patient.
Franz

andwein am 29 Mär 2022 15:50:55

dieterdorn hat geschrieben:........oder ist gemeint, dass bei 10,5V die AGM schon längst am Ende ist? Dieter Dorn

Ich glaube, die Sache sollte man erst einmal getrennt betrachten.
AGM: in der Originalkonfig wird sie vor Tiefentladung durch das EBL (zumindest bei Schaudt und CBE) geschützt. Das schaltet die Verbraucher zwischen 11V bis 10,5V ab. Das ist aber eine "Verbraucherabschaltung"!
Lithium: hier liegt die Tiefentladungsschwelle leicht höher. Die Bulltron (und auch andere) werden durch ihr internes Smart BMS geschützt. Bei Selstbau mit Winston muss man selbst dafür sorgen, meist geschieht das aber über einen guten Balancer!
Im Blei/Li Hybrid würde bei Tiefentladung des Verbundes zuerst der LI-Selbstschutz ansprechen. Bei 11V-10,5V (Hersteller EBL abhängig) würde dann die Abschaltung aller Verbraucher stattfinden, die ja alle am Hybridsysten hängen. Es sei denn man hat noch weiterführende Modifikationen vorgenommen.
Um die Frage schlüssig und sauber beantworten zu können müsste man die spezifische Abschaltschwelle des 230V Laders des TE kennen!!!!!!!!!!!
Gruß Andreas

dieterdorn am 29 Mär 2022 22:42:38

andwein hat geschrieben:AGM: .. wird sie vor Tiefentladung durch das EBL ... geschützt. Das schaltet die Verbraucher zwischen 11V bis 10,5V ab. Das ist aber eine "Verbraucherabschaltung"!
....
Um die Frage schlüssig und sauber beantworten zu können müsste man die spezifische Abschaltschwelle des 230V Laders des TE kennen!!!!!!!!!!!
Gruß Andreas


Hallo,
Danke für die Hinweise.
Ja, ich hatte bei meinen Überlegungen die AGM aus den Augen verloren. Bei 10,5V ist sie praktisch leer. Der Schaudt EBL31 schaltet erst bei 10,5V die Verbraucher ab. Ich hatte vor, eine solche Tiefentladung mit Hilfe des BC's von Büttner zu verhindern, den ich wie bereits gesagt auf eine Kapazität von "nur" 145AH gesetzt habe. Wenn der mir also anzeigt, dass ich bei 0% liege, dann weiß ich, dass ich nur noch wenig "Reserven" habe, aber noch im grünen Bereich bin, da die AGM ja noch ca. 60% Rest hat. Der BC hat ja bei kleinen Strömen so seine Mühe, also kriegt der nicht alles mit, was aus den Batterien entnommen wird, daher will ich lieber etwas eher aufhören. Und nur für den Fall, dass ich das übersehe oder nicht mitbekomme und irgendwas weiter Strom zieht, wollte ich die Bulltron schützen. Das kann ich ja einstellen. Bei der AGM geht das ja nicht, und der EBL31 macht es eigentlich zu spät. Aber das wäre dann so. Ich habe bereits eine kleine Anzeige, die piept bei Unterschreiten einer (programmierbaren) Spannung. Muss ich nur noch einbauen.
Bin erst einmal froh, dass der Weg ja doch nicht ganz falsch ist. Ohne die vielen Beiträge hier hätte ich mich das auch nicht getraut.

Dieter Dorn

Stocki333 am 30 Mär 2022 07:44:47

dieterdorn hat geschrieben: Ich hatte vor, eine solche Tiefentladung mit Hilfe des BC's von Büttner zu verhindern, den ich wie bereits gesagt auf eine Kapazität von "nur" 145AH gesetzt habe.

Eigentlich kannst du den Wert hochsetzen. Auf mindesten der Kapazität der Lithium.
Du hast einen externen BC. Und den mußt du Umstellen. Auf einen Peukert vonca.1,02. So aus dem Bauch raus.
Mußt du schauen, ob das geht bei dem Büttner.
Ich würde das ganze mal zum laufen bringen und sauber einbauen. Und sich dann um die Einstellungen kümmern.
Ich habe bereits eine kleine Anzeige, die piept bei Unterschreiten einer (programmierbaren) Spannung. Muss ich nur noch einbauen.

Und das ist eine Gute Idee. Den die Spannung hilft dir von der Aussage, im unteren Bereich der Kapazität sehr.
Mach hier dazu einen eigenen Tröt auf. Bekommst sicher gute Tipps dazu.
Viel Spass beim Einbau.
Franz

dieterdorn am 30 Mär 2022 21:49:40

Stocki333 hat geschrieben:Eigentlich kannst du den Wert hochsetzen. Auf mindesten der Kapazität der Lithium.
.
Du hast einen externen BC. Und den mußt du Umstellen. Auf einen Peukert vonca.1,02. So aus dem Bauch raus.
Mußt du schauen, ob das geht bei dem Büttner.
Ich würde das ganze mal zum laufen bringen und sauber einbauen. Und sich dann um die Einstellungen kümmern.
Franz


Hallo,

Die Bulltron hat 105AH, die AGM 95. Daher (mit Reserven) 105+40=145Ah. Also eher konservativ (oder vorsichtig).
Der BC von Büttner kann LiFePo4. Habe ich eingestellt.
Eingebaut ist bereits alles. Ich teste (bzw. beobachte) das Ganze.
2 Tage macht ca. 35-40% Verbrauch (13,0-12,9V). Das wird mit ca. 3 Stunden Fahrt nachgeladen (ca. 25-6A, weiß noch nicht, was das beeinflusst). Da war die AGM alleine bei weniger Verbrauch (kein Wasserkocher, weniger Toast, etwas mehr Heizung) bereits bei unter 60% Rest und damit in einem Bereich, ab dem es bei weiterer Entnahme mit über 66A (Toast oder Wasserkocher) so langsam schädlich wird. Nun kann ich aber beruhigt 4-5 Tage ohne Landstrom stehen. Und habe dann immer noch etwas Reserve. Also alles wie geplant...

Dieter Dorn

Stocki333 am 31 Mär 2022 06:03:57

dieterdorn hat geschrieben:
Die Bulltron hat 105AH, die AGM 95.

Sorry, das die Bulltron so wenig Kapazität hat, hatte ich nicht mehr auf dem Schirm.
Man liest aus deinem Bericht schon die Freude raus. Das es jetzt doch funktioniert, wie es geplant war.
Viel Spass noch mit deinem Hybrid.
Franz

andwein am 31 Mär 2022 10:23:53

dieterdorn hat geschrieben:.......Eigentlich kannst du den Wert hochsetzen. Auf mindesten der Kapazität der Lithium.
Du hast einen externen BC. Und den mußt du Umstellen. Auf einen Peukert vonca.1,02. So aus dem Bauch raus.
Dieter Dorn

Sorry, aber beim Einsatz eines externen BCs für den Gesamtstrom/Kapazität/SoC hat die Lösung "Hybridsystem einfach" ganz klar seine Grenzen. Durch die Zusammenschaltung zweier verschiedenen Batterietypen mit unterschiedlichen Peukert Werten und unterschiedlichen Tiefentladungspunkten braucht man keinen BC mehr so exakt einzustellen, die Restkapazitätsanzeige und der Gesamt SoC sind und bleiben Schätzungen im 10-20% Bereich.
Wenn hier mehr Genauigkeit gefordert ist helfen nur 2x BC oder die messtechnisch aufwendigere Büttner-Lösung!!
Gruß Andreas

null550 am 31 Mär 2022 10:59:43

andwein hat geschrieben:..bei einem externen BCs für den Gesamtstrom/Kapazität/SoC hat die Lösung "Hybridsystem einfach" Grenzen. Durch die Zusammenschaltung zweier verschiedenen Batterietypen mit unterschiedlichen Peukert Werten und Tiefentladungspunkten braucht man keinen BC so einzustellen, die Restkap.anzeige und der Gesamt SoC sind Schätzungen im 10-20% Bereich.
Zitat musste gekürzt werden

BC-Anzeigen sind immer 'Schätzungen', allerdings 10 - 20% sind aus meiner Erfahrung zu hoch. Wie auch immer, ich habe ähnlich dem Dieseltank die zur Verfügung stehende Gesamtentnahmekapazität auf 100 % gesetzt und fahre damit gut.

andwein am 31 Mär 2022 15:18:10

null550 hat geschrieben:.......BC-Anzeigen sind immer 'Schätzungen', allerdings 10 - 20% sind aus meiner Erfahrung zu hoch. Wie auch immer, ich habe ähnlich dem Dieseltank die zur Verfügung stehende Gesamtentnahmekapazität auf 100 % gesetzt und fahre damit gut.

Ja, gebe ich dir bei einer Blei oder einer Li Batterie vollkommen recht.
Aber nicht bei einer Hybridkombination. Da kann man für Peukert Wert, Tiefentladung und Alter nicht die gleichen Werte ansetzen, dadür sind die chem/technologischen Vorraussetzungen zu unterschiedlich!
Gruß Andreas

Acki am 31 Mär 2022 15:40:55

Ich habe mein Hybridsystem nun seit 16 Monaten in Betrieb.
Dabei bin ich in der glücklichen Lage, dass ich einen BC für das Gesamtsystem und einen einen BC für den Li-Akku habe. Dadurch kann ich bestätigen, dass weiter oben eingestelltes Bild über die Be-/Auslastung der beiden Akkus in der Realität sehr gut stimmt.
Zu einer Abweichung über 5% kommt es bei weitem nicht im Normalbetrieb.
Einzig, wenn das System längere Zeit "in Ruhe" ist und nur geringe Verbraucher Strom ziehen, kann es zu einer Abweichung kommen. Dann hat man auch die Situation, dass am Schluss der Ladung - bei 100% SOC - noch 10-20 Ah "zusätzlich" geladen werden!

Tinduck am 31 Mär 2022 18:04:56

Ich sehe bei diesen Hybridsystemen allerdings die Gefahr, dass die Backup-Bleibatterie gar kein Backup mehr ist und man jahrelang einen Bleiklumpen kurz vor dem Exitus spazieren fährt - und das erst merkt, wenn man ihn wirklich bräuchte.

Typischer Bleitod: lädt noch anstandslos auf Ladeschlussspannung und macht dann nach Entnahme von ein paar Ah die Grätsche. Genau so ist unsere Blei damals gestorben.

So ein Hybrid macht eigentlich nur Sinn, wenn man die Kapazität der Bleibatterie auch wirklich nutzt, dann merkt man wenigstens, wenn sie nachlässt.

bis denn,

Uwe

biauwe am 31 Mär 2022 18:37:27

Tinduck hat geschrieben:Ich sehe bei diesen Hybridsystemen allerdings die Gefahr, dass die Backup-Bleibatterie gar kein Backup mehr ist und man jahrelang einen Bleiklumpen kurz vor dem Exitus spazieren fährt - und das erst merkt, wenn man ihn wirklich bräuchte.
Uwe

Ich lese da wieder von jemanden dem die Praxis fehlt.
Nenne mal Fakten bzw. praktischer Erfahrungen!
Ich fand und finde diese Lösung als Einstig in die Li-Technik sehr überzeugend.
Den Weg zurück zum Blei bleibt da für jeden offen, nur manch einer Schaft es nie.


Die Erfahrung zu machen, das man nicht die gesamte Technik im Womo tauschen muss, merkt man erst, wenn man es selber getestet hat.
Dann kann man immer noch den Bleiakku am Ende weglassen ;-)

null550 am 31 Mär 2022 19:17:30

Danke Uwe. Von mir ein Positiv.

Das Hybridsystem hat schon seine Berechtigung. So habe ich z.B. heute erfahren, dass Hymer sein System weiterentwickelt hat.

Acki am 31 Mär 2022 19:53:47

Tinduck hat geschrieben:Ich sehe bei diesen Hybridsystemen allerdings die Gefahr, dass die Backup-Bleibatterie gar kein Backup mehr ist und man jahrelang einen Bleiklumpen kurz vor dem Exitus spazieren fährt - und das erst merkt, wenn man ihn wirklich bräuchte.
...

Schau Dir einmal die Notstrom-Akkus in diversen technischen Anlagen an: Die entsprechenden Blei-Akkus sind über Jahre in Voll-Ladung (werden dabei sehr wenig in Spannung und Kapazität "bewegt") und überleben deutlich länger als die entsprechenden Aufbau-Akkus in den Wohnmobilen!

Stocki333 am 31 Mär 2022 19:54:55

biauwe hat geschrieben:Ich fand und finde diese Lösung als Einstig in die Li-Technik sehr überzeugend.
Den Weg zurück zum Blei bleibt da für jeden offen, nur manch einer Schaft es nie.

Die Erfahrung zu machen, das man nicht die gesamte Technik im Womo tauschen muss, merkt man erst, wenn man es selber getestet hat.
Dann kann man immer noch den Bleiakku am Ende weglassen ;-)

Wahr geschrieben.
Und dann kommt ein Faktor hinzu. Zu kleiner Lithium Accu. 2 Kleine kosten einfach mehr als ein Grosser.
Aber deine Meldung find ich in Ordnung. Darum auch an Gutn.
Franz

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