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Der Ladestrom von 2*50A passt. Du solltest aber bedenken, dass das LG einen hohen Einschaltstrom von max. 8A hat. Die Steckdose müsste also mit 16A abgesichert sein. Das ist auf CPs nicht immer gegeben. Von 40 zu 80% wird es wohl etwas weniger als 2h dauern (40% von 440Ah = 176Ah bei 100A LS < 2h) , darüber kann ich dir nicht sagen, nur das sie sich schneller laden lässt als herkömmliche Bleibatterien. (eigene Erfahrung)
Dann mache ich 3 saubere Zyklen, wenn ich weniger wie 90 % Kapazität habe gibt's Evtl neue Batterien. Damit kann ich Leben.
Beim "evtl." muss ich schlucken .... Warum sollte es bei dir klappen, bei anderen nicht? Ich wäre da vorsichtig. Du investierst 600€ in Ladetechnik und weißt nicht zu 100% ob du neue Batts bekommst.
ICH würde sie zurück geben. A) sind 16A Einschaltstrom sehr hoch, B) kommen zu den 1.500€ (BK) nochmal 600€ für die LG hinzu. Dann bist du schon bei 2.100€ und hast noch nicht die Gewissheit neue Batterien zu bekommen. Das ist ein wie: schlechtem Geld gutes hinterherwerfen. Für 2.700€ bekommst du 300AH LiFe --> Link aus denen du die 250Ah entnehmen kannst, die du dir vorstellst.
Dass mit dem hohen Einschaltstrom liesse sich vermeiden, wenn man die Ladegeräte nacheinander zuschaltet, die haben nämlich einen eigenen ein/aus-Schalter.
Wenn sie nach den 3 Zyklen immer noch nicht Ok sind, wechsel auf LiFePO. Die Ladegeräte sollten dafür ja auch taugen.
bis denn,
Uwe
Chillcamper am 08 Jan 2019 12:16:38
Vielen Dank euch.
Die Ladegeräte bekomme ich ja gut billiger. Bei meinem Verbrauch und meinem Fahrverhalten brauche ich sowieso sowas in der Richtung. Und als einzigen großen Nachteil 4 mal im Jahr einen sauberen Zyklus zu machen ist ok für mich.
Am Tel. hatte ich jemanden von der Fraron GL, sehr freundlich!, eine mündliche Zusicherung habe ich dass wenn die Batterien unter 90 % sind wird es auch da eine für mich passable Lösung geben. Das reicht mir erstmal.
Auf Lithium umstellen ist gerade nur schwer vorstellbar, kenn mich noch null aus, ich bleib erstmal bei den BKs. Und Lithium Batterien sind gefährlich !
Anzeige vom Forum
IchBinsWieder am 08 Jan 2019 12:17:11
Klar kann man sie nacheinander einschalten, aber dann bleiben immer noch 12A Einschaltstrom über. Warum erst die LG kaufen um dann theoretisch auf LiFe zu wechseln? Ich würde JETZT die Weichen stellen und nicht Schritt für Schritt etwas zusammenschustern.
Gast am 08 Jan 2019 12:49:05
Chillcamper hat geschrieben:Und Lithium Batterien sind gefährlich !
Ja, die machen süchtig - einmal Lithium nie wieder was anderes ...
thomker am 08 Jan 2019 12:49:32
Chillcamper hat geschrieben:kenn mich noch null aus
Das sieht man daran
Und Lithium Batterien sind gefährlich !
thomker am 08 Jan 2019 12:51:03
Bodi spricht aus Erfahrung....
thomker am 08 Jan 2019 12:52:52
Leute, der BK- Gaul ist Tod, steigt einfach ab.
Gast am 08 Jan 2019 15:01:59
thomker hat geschrieben:Leute, der BK- Gaul ist Tod, steigt einfach ab.
Totgesagte leben oftmals länger. :ja:
xiero999 am 16 Jan 2019 12:48:07
Hallo,
jetzt habe ich hier viel über die BK gelesen. Ich wollte sie mir selber auch in der 100ah Variante kaufen. In China gibts die ja zum Discountpreis (ca 100$), scheitert aber am Speditionsaufwand, da man einen Importeur braucht. Man kann ja schlecht in Hafen zum Schiff fahren und dort mal klopfen und die BK abholen :D
In D kann man sie ja auch bestellen. Aber macht es nach den vielen Seiten Diskussion hier im Forum Sinn? Ich brauche einen neuen Akku, dezeit Varta AGM 95ah verbaut. Solar soll dieses Jahr noch drauf. Verbaut habe ich ein Schaudt EBL630. Das wird aber nicht reichen zum Laden?
Danke für Hinweise..
Tinduck am 16 Jan 2019 12:56:10
Bei der 100er brauchst Du 25-30 A Ladestrom und 14,7 Volt Ladeschlussspannung, um sie artgerecht zu halten. Also entweder das passende Ladegerät dazu kaufen (z. B. das 30 A von Fraron) oder einen 25 A Ladebooster oder eine andere Batterietechnologie einsetzen.
Wenn Du meist an Landstrom stehst und keinen Wechselrichter betreibst, sind Gels auch nicht falsch.
Charme hat die BK halt wegen der (fast) folgenlosen möglichen Tiefentladung; mit Gels oder AGM musst Du fast die doppelte Kapazität (und damit auch das doppelte Gewicht) einplanen.
bis denn,
Uwe
xiero999 am 16 Jan 2019 17:03:43
Tinduck hat geschrieben:Charme hat die BK halt wegen der (fast) folgenlosen möglichen Tiefentladung; mit Gels oder AGM musst Du fast die doppelte Kapazität (und damit auch das doppelte Gewicht) einplanen.
bis denn,
Uwe
Genau das ist ja das Argument.....
dombolino am 06 Feb 2019 20:30:13
Hallo liebe Gemeinde,
ich hatte ja versprochen ich werde berichten, nu isses soweit.
Nach 2 Jahren hat meine Winner 280 Ah nun auch die Grätsche gemacht. War auch ohne Entladungstest deutlich zu erkennen. Sie ist die letzte Zeit immer sehr schnell Richtung 12,5V gefallen.
Vollgeladen 13,1V nach 20 Std mit 3,3A Belastung runter auf 11,8V, nach weiteren 24 Std auf 10,5V. Macht gerade mal 145A.
Ob das jetzt auch zum Crystal-Gate gehört, kann ich gar nicht beurteilen, da ich die entsprechende Ladetechnik ja erst nach und nach eingebaut habe. Und es überhaupt nicht herauszufinden war, ob die Winner baugleich mit den angesprochenen Batts ist, die halt mehr Ladeleistung als meine 30A abverlangen.
Egal, im grossen und ganzen hat sie bis zu dem schnellen Crash (...das Green-Eye ist auch schwarz trotz Vollladung 13,1V...) gute Dienste geleistet. Das waren so 11€ pro Monat für Strom, und gut angelegtes Lehrgeld bezgl. Womo-Technik.
Werde wohl auf kurz oder lang auch auf LiFePo umsteigen, dann sind auch Reserven fürs Alter (...EBike und ESmart :D ....) vorhanden.
By the way, ich bin auf gar keinen sauer, vielmehr vielen Dank an die Pioniere für Ihre Mühe und das Teilen Ihrer Erfahrungen.
LG Euer dombolino
skysegel am 06 Feb 2019 21:18:05
dombolino hat geschrieben:Nach 2 Jahren hat meine Winner 280 Ah nun auch die Grätsche gemacht.
Sind Winner nicht gewöhnliche AGM-Batterien? Oder werden die Betta-Batterien auch unter dem Winner Label verkauft?
Ich versteh jetzt grad trotzdem nicht den Zusammenhang mit LC-Batterien
deacheapa am 06 Feb 2019 22:02:18
dombolino hat geschrieben:(...das Green-Eye ist auch schwarz trotz Vollladung 13,1V...)
Deiner Batt fehlt nur destilliertes Wasser, die war einfach zu lange und zu oft in der Gasung. Konnte dadurch nicht genug Rekombinieren. Wenn möglich (Stopfen?) nachfüllen und sie macht weitere Jahre. Bei Kunden PKW Starter habe ich schon vor zig Jahren diese Green-Eye Dinger auch notfalls mit "Gewallt" geöffnet und nachgefüllt. Waren meist Fahrzeuge mit hoher Reglerspannung, bis 14,8V.
Gruß Mario
dombolino am 06 Feb 2019 22:42:12
Ahhhhrgggg, Danke Ihr zwei.
Ich bin ein Vollpfosten !!!
Das ist eine Pb/Ca SMF, und wegen dem Pb dachte ich es sei eine BK, ich Honk.
Sorry für das Texten im falschen Tröt.
Dann gucke ich mal ob die unterm Deckel, da Sealed, Stopfen hat oder ich über Eye Wasser reinbekomme. Die 14,8V gibt winner im Datenblatt an.
Gruß dombolino
GooSe77 am 20 Feb 2019 23:46:39
Hallo ihr lieben .... ich hab mit die ersten seiten zum Thema BK durchgelsen und die letzten, ich hofe in der MItte stand nix zu wichtiges ;-)
Folgender Sachverhalt - wir haben in den letzten 5 Jahren 3 Batterien verschlissen, vermutlich weil wir sie lange Zeit nicht voll genug geladen haben, bzw. es bei der Fahrt nicht geschafft haben. ICh hab jetzt den verdächtigen B2B Lader ( wir haben 24V im Fahrzeug und 12V im Wohnbereicht ) gegen einen Sterling B2B Lader mit 20-25A Ladeleistung auf der 12V Seite getauscht. Bis jetzt scheint er einen guten Dienst zu machen. Zusätzlich haben wir 100wp auf dem Dach, ggf soll das noch auf 200wp erweitert werden. Victron Smart MMPT 75/15 Laderegler und BMV-700 sorgen für den Überblick.
Allerdings fehtl zum Glück noch der neue Akku. geplant war wider mal ein AGM mit 120ah für ca. 160€, doch nachfrage bei Facebock brachte mit auf diese BK Akkus... LiPoY.. komtm so nicht in Frage, der akku soll in den Mottorraum und der ist manchmal unter Wasser, sehr Warm und auch sehr kalt. Zudem mögen die es ja nicht mit SOC 100% gelagert zu werden und da wir den Wagen im Alltag nutzen wäre das oft der Fall.
Wir haben eine Dieselstandheizung, Kompressorkühlbox, Licht, Musik und ne Wasserpumpe die auf 12V laufen. Geschätzt gehen da auch mal 40-50Ah pro Nacht drauf. In der Regel fahren wir am nächsten Tag wieder, wenn nicht dann ist meistens auch Landstrom in der Nähe. Wir fahren allerdings oft auch nur 2 oder mal 3 Stunden, oft mit Pause, bis wir wieder für die Nacht stehen bleiben.
Nachdem was ich gelsen habe kann man eine BK tiefer entladen, da wäre ich mit der 6-CNFJ-90 ja durchaus gut dabei. Platz ist leider Magelware. 2x 6-CNFJ-55 würde auch passen, Preislich eher nicht ;-)
BK sollen ja auch schneller wider voll werdenm bzw. SOC 85% erreichen ? Was ja so unseren Bedarf gerade noch so decken würde ...
So, nach den vielem Bla Bla Bla - meint ihr das wäre eine gut Lösung für uns oder wäre einen normale AGM besser ? Der Finanzeille Sprung einer guten AGm für 200€ mit 100Ah zu einer BK mit 100Ah ist schon groß, doppelte nutzbare AH wären mir das schon wert, wenn das ganze dann auch gut läuft. Oder doch nochmal mehr ausgeben und in mehr AH investieren ?
THX Bastian
IchBinsWieder am 20 Feb 2019 23:54:02
GooSe77 hat geschrieben:Hallo ihr lieben .... ich hab mit die ersten seiten zum Thema BK durchgelsen und die letzten, ich hofe in der MItte stand nix zu wichtiges ;-)
Hi,
genau die Mitte wäre interessant gewesen. Kurz und knapp: Das Thema BK für Neukäufe ist wohl durch.
Musst du einfach mal lesen, dann weisst du warum.
GooSe77 am 21 Feb 2019 01:16:53
Hab nochmal in der Mitte was gelesen. Ist das selbst wenn die Ledeelektronik passend vorhanden wäre immer noch uninteressant ? Sonst wirds halt wider eine normale AGM ....
Tinduck am 21 Feb 2019 07:13:45
Wenn Du gewährleisten kannst, dass die 90-Ah-Bleikristall
- mit mindestens 30 A Ladestrom geladen werden kann und
- eine Ladeschlussspannung von 14,7 Volt erhält,
solltest Du kein Problem damit bekommen. Bei Batterie im Motorraum muss allerdings eine temperaturkompensierte Ladung erfolgen, sonst wird das Ding im Winter nicht voll und bekommt im Sommer Überspannung. Vielleicht ist euch die ‚Alte‘ ja auch deshalb verreckt?
Ich würde an Deiner Stelle allerdings nicht bei Powertrust kaufen, siehe Thread. Fraron ist eine gute Adresse, wenn sie die Dinger denn noch im Programm haben. Wir haben unsere 200er da her und sind sehr zufrieden mit dem Service (und auch noch mit der Batterie).
bis denn,
Uwe
GooSe77 am 21 Feb 2019 08:31:44
Morgen,
ich kann 25A garantieren und 14,7V ( AGM2 Ladekurve ? ), tendiere auch zur 72Ah und hab mir das auch mal durchgerechnet. Davon ausgegehnd das wir im Urlaub bei kurzen Fahrzeiten von 2 Stunden ca. 50Ah nachladen hätte man volgendes Senario ...
Leere Akku, 2 Stunden vollgas laden bis SOC 85% - 40Ah verbrauchen bringt uns dan runter auf SOC 25% ( DOD 75% ) was ja noch alles OK wäre .... Das ganze ohne die berücksichtigung von Solar. Ich würde die BK also im Urlaub ( Pro Jahr 1x 4-6 Wochen, 2x 1-2 Wochen und ein paar Wochenenden ) gut belasten und ordentlich laden. Was mich halt sehr reizt ist die schnelle Ladefähigkeit. Bei AGM finde ich die Optimas deswegen auch ganz nett ( theorietisch ).
Was unserer alten Batterien schnell geschottet hat war eher der andere B2B - ich konnte am BMV selten beobachten das mit mehr als 13,6V geladen wurde. MIt dem neuem passiert das immer recht schnell nachdem der Motor läuft. Temperatur Überwachung hat der leider nicht, ist aber auch im Motorraum verbaut ....
Anyway - tendiere ich grad wieder richtung guter AGM ;D
skysegel am 21 Feb 2019 09:07:24
GooSe77 hat geschrieben:Was unserer alten Batterien schnell geschottet hat war eher der andere B2B - ich konnte am BMV selten beobachten das mit mehr als 13,6V geladen wurde. MIt dem neuem passiert das immer recht schnell nachdem der Motor läuft.
Erzähl mal mehr. Mit einem vergleichbaren Problem schlage ich mich auch rum. Der Ladewandler wurde bei Votronic überprüft und die meinen der ist in Ordnung, was ich auch erstmal glaube. Morgen wird überprüft, ob der auf der Eingangsseite überhaupt genügend Leistung rein bekommt, um daraus 14,7V/45A zu machen. Mit meiner 150er Batterie hab ich bisher keine Probleme. Würde mich allerdings wundern, wenn die in den drei Jahren mehr als 15 Zyklen gesehen hat. Insofern ist das kein Maßstab.
Ulli
GooSe77 am 21 Feb 2019 11:46:52
Nur ganz kurz, ich mach dazu glaub ich ein neues Thema auf ... Meine Lima macht 30 oder 40A bei 24V und der B2B schafft max. 40A - würde also passen. Der war auch zum Test und da lief alles wunderbar. Ich hab bei mir die Verkabelung alles kontroliert und trozdem wurde die exide gel mit 210Ah selten mit mehr als 20A geladen und selten lagen 14,XX Volt an.... was dazu geführt hat das sie nach etwas mehr als 2 Jahren nur noch wenige kapazität hatte ... die darauf folgende billge Solar Nass Batterie - das gleiche, selten über 13,6V, egal wie leer diese war. Mit dem Sterling steigt die Spannung kurz nachdem der Motor läuft schnell auf 13,8V und steigt dann langsam weiter auf 14,2/3. Dabei fließt in die kleine alte 55Ah Optima am Anfang knapp 18A später etwas weniger ....
skysegel am 25 Mär 2019 20:24:29
skysegel hat geschrieben:[...]Man muss ja jetzt nach der Klarstellung durch Betta davon ausgehen, dass die Angaben genau so gemeint sind, wie die das aufgeschrieben haben. [...] Die veröffentlichten Kennlinien sind, bei Licht betrachtet, vorsichtig gesagt wenig hilfreich.
Doch, also zumindest die linke. Ich muss mich mal selber zitieren. Ich hatte ja ein ungewöhnliches Verhalten des Votronic VCC1212-45 an meiner 150Ah Batterie beobachtet. Mit sehr kurzen I und U1 Phasen. I-Phase z.T. nur wenige Minuten bis Sekunden, U1 nie mehr als exakt 30 Minuten, die Mindestzeit, die die Ladekennlinie des Geräts vorgibt. Votronic hat sich das Gerät angeguckt und keinen Fehler gefunden, der Bosch-Dienst hat sich den Anschluss im Fahrzeug angeguckt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass das alles in Spec ist. Insofern bleibt nur die Batterie die, das muss betont werden, bis jetzt tut was sie soll. Meine Interpretation geht wie folgt, und hier bitte ich die Gemeinde um kritische Anmerkungen, falls ich immer noch was falsch sehe:
Die Kennlinie ist die der Batterie und nicht das Verhalten eines idealen Ladegeräts. Die ist zwar stilisiert, aber ebenso wie die Angabe zum initialen Ladestrom genau so gemeint. Deshalb gibt es auch Zeitangaben auf der Abzisse (im Unterschied zu den Ladegerät-Kennlinien, die man so kennt). Danach braucht die Batterie von Entladeschlussspannung 10,8V bis Ladeschlussspannung ungefähr eine Stunde. Das kann ich so bestätigen. MaW, die Kurve ist im Vergleich zu gewöhnlichen Batterien extrem steil. Ich hab auf meine Frage nach dem Algorithmus hinter der Umschaltung zwischen den Ladephasen von Votronic keine Antwort bekommen. Es scheint so zu sein, dass die da nicht gerne drüber reden. Ich reime mir das als Laie aber mit ein bisschen Recherche so zusammen: Das Ladegerät begrenzt seine Spannung so, dass die Differenz zu dem Potential der Batterie dafür sorgt, dass der Strom nicht über das definierte Maximum steigt oder darunter sinkt. Sinkt der Strom, wird die Spannung bis zur Erreichung der Ladeschlussspannung angehoben. Danach hält es einfach die Spannung konstant. Das ist dann die U1-Phase, in der normalerweise der Ladestrom sinkt, weil ja die Spannung, die das Ladegerät liefert, nicht weiter angehoben wird. (Da sagen jetzt alle: ok, das wussten wir schon. Nur mir war das offen gesagt noch nicht so klar, wie das funktioniert.)
Und das passiert bei der LC-Batterie nicht! Ich hab keine Idee, was in der Batterie dann da genau passiert, aber der Strom bleibt über einen längeren Zeitraum, wenn man das Diagramm ernst nimmt, für sechs Stunden, mehr oder weniger konstant. Das Ladegerät - zumindest das VCC scheint das so zu machen - schaltet nicht, wie ich immer angenommen hab, bei Erreichen eines bestimmten Stroms nach U2, sondern wenn der Strom im zeitlichen Verlauf nicht mehr wesentlich fällt. Daraus zieht dann das Gerät den Schluss, die ist voll und schaltet auf Erhaltungsladung. Dass das so ist, ist eigentlich logisch, weil das Ladegerät ja nicht wissen kann, welche Verbraucher da noch dran hängen, die absolute Höhe das Stroms wäre also kein geeignetes Kriterium. (Was genau passiert, darauf hab ich von Votronic keine Antwort bekommen. In Wirklichkeit ist das wahrscheinlich komplizierter, weil der Strom sich auch sprunghaft ändern kann, etwa wenn der Kompressor des Kühlschranks anspringt oder wieder aus geht.) Eine normale Bleibatterie ist in der Situation dann schon tatsächlich voll, die LC aber noch weit entfernt davon. Das scheint aber nicht weiter schlimm zu sein. Die kommt mit den 13,8V Erhaltungsladung und dem dann fließenden Strom von anfänglich so um die 30A auch klar. Das ist nur wichtig, dass die am Anfang den hohen Strom bekommt.
Die anderen Ladegeräte, die ich habe (das eingebaute cbe516 und ein 10A Ctek), verhalten sich anders. Da ich mir die noch nicht genauer angesehen hab, kann ich noch nicht sagen, wie genau, ich vermute aber, dass da die Zeit einen wesentlichen Steuerungsfaktor in der U1 Phase ausmacht. Das VCC scheint da stärker auf "Eigenintelligenz" zu setzen und wird durch die ungewöhnliche Ladecharakteristik der LC-Batterie gefoppt.
Ulli
IchBinsWieder am 25 Mär 2019 23:52:14
skysegel hat geschrieben:.... und hier bitte ich die Gemeinde um kritische Anmerkungen, falls ich immer noch was falsch sehe:
Hallo Ulli,
dann will ich mal.
Du gehst also davon aus, dass die Batterie die Kennlinie vom LG "überschreibt". Ich glaube nicht, dass die BK diese "Macht" hat. Ich glaube immer noch an einen Fehler vom VCC, denn wenn die BK die Ladekurve überschreiben würde, würde sie das bei jedem LG machen. An eine besondere Intelligenz des VCC denke ich nicht. Bei der Überprüfung deines VCCs kann durchaus auch ein Fehler passiert sein.
Wenn du den VCC selbst überprüfen willst, gibt es zwei Wege. 1) Du bestellst online einen Booster und probierst ihn aus und schickst ihn nach dem Test zurück 2) Du schaust in Ebay-Kleinanzeigen nach einer normalen gebrauchten Batterie und schaust dir das Verhalten deines VCCs an. Beides sicherlich mit Arbeit verbunden, aber du willst ja Klarheit haben.
Eine weitere Möglichkeit wäre dir einen BlueBattery zu holen und einfach mal ne Aufzeichnung zu machen. Auch so ein Kurve kann Klarheit schaffen.
skysegel hat geschrieben:Ich hatte ja ein ungewöhnliches Verhalten ... beobachtet. Mit sehr kurzen I und U1 Phasen. I-Phase z.T. nur wenige Minuten bis Sekunden, U1 nie mehr als exakt 30 Minuten, die Mindestzeit, die die Ladekennlinie des Geräts vorgibt
Genau das Verhalten habe ich bei meinem Büttner 45A nicht. Schau dir die Kurve an ... ist zwar im Strom durch parallel Betrieb von Solar sehr wellig, aber sehr lange Zeit mit konstantem Strom und mit Erreichen der Ladeschlußspannung fällt der Strom. Danach gehts (theoretisch) in die Erhaltungsladung, die bei meinem Booster (Gen.1) lange auf sich warten lässt, aber irgendwann stattfindet. Das entspricht der ganz normalen Kurve.
skysegel am 26 Mär 2019 00:49:34
Ich nehme nicht an, dass die Batterie irgendwas "überschreibt". Der Ladewandler funktioniert genau nach Plan. Er hat ja drei Aufgaben: 1. Den Ladestrom begrenzen und konstant halten. Das macht er, indem er die Spannung anpasst. Mit zunehmender Ladung steigt das Potential der Batterie und der Ladewandler erhöht seine Spannung, um die Differenz aufrecht zu erhalten. Das geht bis zur vorbestimmten Ladeschlussspannung. Die Zeit, die bis da hin vergeht, bestimmt die Batterie durch den Anstieg der Potentialspannung, oder wie man das nennen mag. 2. Die Ladespannung auf Ladeschlussspannungsniveau halten. Wie lange das dauert, bestimmt wieder die Batterie, gemäß dem im Ladewandler hinterlegten Algorithmus. Und der kann mehr oder weniger "intelligent" sein. Irgend ein Abbruchkriterium muss er haben. Und da er nicht wissen kann, wieviel Strom die Batterie von dem, der da noch fließt, abbekommt, kann das, wenn das gut gemacht ist, nur der zeitliche Verlauf der fallenden Stromkurve sein, korrigiert um Sondereinflüsse, wie Stromsprünge durch ein und ausschalten von Verbrauchern. Fällt die Kurve nicht mehr, ist die Batterie voll. 3. Die Batterie voll halten. Dazu reduziert er die Spannung so, dass gemäß seiner Voreinstellung eine angemessene Differenz zwischen Batterie und Ladespannung liegt. Wie viel Strom fließt, interessiert ihn nur noch insoweit, als er sich ggf. abschaltet, wenn keiner mehr fließt. Ansonsten ist die Höhe egal, weil ja wieder alles mögliche an Verbrauchern dran hängen kann. Wie lange das dann dauert ist auch egal.
Das Ladegerät bestimmt gemäß seinem Algorithmus die Schaltpunkte sowie Spannungs- und Stromgrenzwerte, die Batterie bestimmt den zeitlichen Verlauf durch ihr Ladeverhalten. So denk ich mir das jedenfalls. Schön wäre tatsächlich, wenn ich das aufzeichnen könnte.
Ulli
andwein am 26 Mär 2019 12:42:16
skysegel hat geschrieben: Meine Interpretation geht wie folgt, und hier bitte ich die Gemeinde um kritische Anmerkungen, falls ich immer noch was falsch sehe: Die Kennlinie ist die der Batterie und nicht das Verhalten eines idealen Ladegeräts. Ulli
Eine Batterie hat keine Kennlinie! Egal ob Nass oder Bleikristall, eine Batterie nimmt was sie bekommt bis sie gast! Ein bisschen Flüssigkeit besitzen sie alle. Ein Ladegerät hat eine Kennlinie, damit der Energiehunger einer leeren Batterie schonend gestillt wird und diese nicht zum Ende der Ladung Gas speit. Wie genau die einzelnen Lader-Hersteller dies verwirklichen und auf welchen Batterie-Grundlagen sie dies tun ist uns allen nicht erschlossen. Wenn ein Batteriehersteller eine C10-Ladung empfiehlt und der Laderhersteller sein Gerät für 60-150Ah Batterien deklariert ist der Ladestrom und die Ladezeit schon sehr interpretationsfähig. Gruß Andreas
skysegel am 26 Mär 2019 15:51:38
andwein hat geschrieben:Eine Batterie hat keine Kennlinie! [...]
Danke für die Klarstellung. Zum Glück kann ich mich darauf rausreden, dass ich kein Elektriker bin. Natürlich kommt die Begrenzung des Ladestroms vom Ladegerät, allerdings bestimmt die Batterie den Gradienten des Spannungsverlaufs in der Phase und nicht das Ladegerät, das meinte ich damit. Ob der nun eine Eigenheit des Batterietyps ist oder durch eine Störung verursacht, kann ich schlecht entscheiden. Nur stimmt meine Beobachtung an meiner komplett leeren Batterie, was den zeitlichen Verlauf betrifft, mit der im Datenblatt angegebenen Zeit überein. Einen vergleichbaren Reim habe ich versucht, mir auf den zeitlichen Verlauf der U1-Phase zu machen. Wenn man unterstellt, dass der Microcontroller im Ladegerät korrekt funktioniert, muss die Umschaltung von U1 auf U2 durch irgendwas reguläres getriggert werden, was mit der Batterie zu tun hat. Auch wenn uns das Votronic nicht im Detail offenbaren will, kann das mMn, Modulo des Abfangens von ein paar Sondereinflüssen, nur der Gradient des fließenden Stroms sein. Und das kann zu Fehleinschätzungen führen, wenn der schon am Anfang der U1-Phase sehr klein ist. Solange ich davon ausgehen kann, dass Votronic das Ding tatsächlich geprüft und mir keinen Mist erzählt hat, kann das nur von der Batterie ausgehen.
Ulli
Tinduck am 26 Mär 2019 19:12:33
Dann wäre das Votronic-Ladegerät nicht für diesen Batterietyp geeignet. Oder es ist doch defekt und die haben es nur an irgendeiner Standardbatterie getestet, die diese fehlerhafte Regelung nicht ans Licht bringt.
Insofern kannst Du das wirklich nur testen, indem Du noch eins kaufst :D oder einfach (wenn auch nicht billig) ein anderes ausprobierst. Mein 50 A Fraron scheint ganz gut mit meiner 220er BK zu harmonieren, vielleicht wär das 30er ja auch was für dich.
bis denn,
Uwe
skysegel am 26 Mär 2019 20:03:29
Tinduck hat geschrieben:Dann wäre das Votronic-Ladegerät nicht für diesen Batterietyp geeignet. Oder es ist doch defekt und die haben es nur an irgendeiner Standardbatterie getestet, die diese fehlerhafte Regelung nicht ans Licht bringt.
Getestet haben die das logischerweise mit einem Batterietyp, der laut Spezifikation von dem Gerät unterstützt wird. Mehr haben sie ja auch nicht versprochen zu liefern. "Mindestens 0,3C" bedeutet in meinem Fall 45A, mit 30A ist mir da nicht geholfen. Ich kann mir also überlegen, ob ich nochmal tief in die Tasche greife, um die Batterie optimal zu unterstützen oder ob ich es drauf ankommen lasse und mir, wenn das nicht klappt, eine Batterie kaufe, die zur Ladetechnik passt. Wäre in diesem Fall eine gewöhnliche AGM-Batterie. Ich neige im Moment zu letzterem, weil meine LC-Batterie inzwischen drei Jahre alt ist und sich bisher über die Ladetechnik nicht beschwert hat.
Ulli
fridolin365 am 12 Apr 2019 08:53:27
Ein Hallo an alle hier im Forum, die sich so intensiv mit dem Thema Bord-Akku und im Speziellen mit den Bleikristall-Akkus beschäftigen.
Ich bin nicht sicher, ob es richtig ist, sich mit meiner eher banalen Fragestellung hier anzuhängen, aber ich probiere mal mein Glück - andernfalls kann der Moderator meinen Beitrag gerne in einen neuen Thread verschieben.
Für unser Wohnmobil benötigen wir eine neue Versorgungsbatterie, da ich aber auf diesem Gebiet absoluter Laie bin, hoffe ich von Euch Antworten auf meine Fragen zu bekommen.
Aktuell ist eine 120Ah Gelbatterie verbaut (Exide ES1350), diese ersetzte vor ca. 4 Jahren den Exide-Vorgänger mit ebenfalls 120Ah. Nachdem der Vorgänger fast 10 Jahre seinen Dienst tadellos verrichtete, zeigte der aktuelle Akku bereits nach 2 Jahren erste Schwäche-Symptome. Nachdem in den Foren Betroffene von ähnlichen Erfahrungen berichteten, suche ich nach einer Alternative und bin in diesem Forum auf Eure Erfahrungsberichte mit Blei-Kristall-Akkus gestoßen.
Unsere Hardware: - Original-Lichtmaschine Citroen Jumper (baugl. Fiat Ducato) Typ 244, 2,8HDI, Automatik; - Ladegerät 220V Calibra EVS17/12-DS/IU (Ladestrom max.12A, aridem.Mittelw., Ladekennlinie IUoU); - Solar 2x 75WP an Solarladeregler Stecasolar PR10-30;
-außerdem externes Ladegerät ctek multi XS7000;
Nutzungsverhalten: Freies Stehen 2-3 Tage, dann Landstrom 1-2 Tage, wieder freies Stehen…..
Sommer: Licht (2h 3x10W), Dachventilatorhaube (1h 36W / 8h 8-10W) Laden iPhone,iPad. kein TV Kühlschrank Gas
Winter: Licht (4h 3x10W), Dachventilatorhaube (0,5h 36W) Heizung Truma C 6002 (Stromaufnahme 24h 0,2-5,6A) Laden iPhone,iPad. kein TV Kühlschrank Gas
Kein Muss, aber meine Frau würde sich freuen: ab und an einen Fön mit ca. 1200W am Wechselrichter (kein Sinus) betreiben (Wenn ich das richtig verstanden habe, sind die BK-Akkus weniger empfindlich bei tiefer Entladung).
Nun zu den Fragen: · Kann ich den Gel-Akku in o.g. Umgebung 1:1 durch einen Blei-Kristall-Typ ersetzen oder wären Änderungen bei Ladegerät etc. erforderlich? · Welche Kapazität sollte ein Blei-Kristall-Akku bei unserem Nutzungsverhalten mindestens haben?
Ich hatte mich diesbezüglich übrigens bereits an die Fa. Powertrust gewendet, erhielt aber die Antwort, dass sich Powertrust nicht mehr um das Endkundengeschäft kümmert. Die in diesem Zuge mitgeteilte Adresse in Utrecht antwortet leider nicht, was vielleicht mit meinem mangelhaften niederländischen Sprachkenntnissen erklärt werden kann.
Vielen Dank für Eure Unterstützung! Fridolin
IchBinsWieder am 12 Apr 2019 09:51:05
fridolin365 hat geschrieben:Ich hatte mich diesbezüglich übrigens bereits an die Fa. Powertrust gewendet, erhielt aber die Antwort, dass sich Powertrust nicht mehr um das Endkundengeschäft kümmert. Die in diesem Zuge mitgeteilte Adresse in Utrecht antwortet leider nicht, was vielleicht mit meinem mangelhaften niederländischen Sprachkenntnissen erklärt werden kann.
Das liegt nicht an deinen Sprachkenntnissen .... in diese Richtung hat sich die Geschäftspolitik entwickelt. Traurig, aber wahr.
Ich denke das Thema BK ist gestorben.
skysegel am 12 Apr 2019 10:48:08
So, wie es aussieht, ist in D der Ansprechpartner für LC-Batterien die Fa. Fraron. Zumindest kann man die dort noch erwerben. Ich selbst habe auf eine per e-Mail erbetene Klarstellung von Powertrust keine Antwort erhalten, obwohl meine Batterie direkt dort erworben wurde. Ich werde die demnächst mal versuchen telefonisch zu erreichen. Zu deinem Vorhaben: Wie sich letzthin herausgestellt hat und wie das mittlerweile auch in dem Datenblatt steht, muss dieser Batterietyp mit einem initialen Ladestrom von 0,3C geladen werden, soll er nicht auf die Dauer an Kapazität verlieren. Es gibt hier irgendwo ein Video, in dem ein Mitarbeiter von Betta-Batteries erklärt, warum das so ist. Das setzt, auch bei Bereitschaft grundlegende Änderungen an seiner Ladetechnik vorzunehmen, der maximal installierbaren Kapazität Grenzen. Außerdem ist dieser Batterietyp für eine Ladeschlussspannung von 14,7V konzipiert, sie wird also bei niedrigeren Spannungen wohl nicht ganz voll werden (oder zumindest nicht in akzeptabler Zeit). Ich selbst hab bisher mit meiner drei Jahre alten Batterie keine Probleme. Allerdings ist das Ladeverhalten meines Ladewandlers ungewöhnlich und mir ist es bisher nicht gelungen, die Gründe dafür aufzuklären. Es kann sein, dass das an der Batterie liegt. Aus diesem Grund würde ich selbst jetzt im Moment keine Empfehlung für die Batterie abgeben. Soweit ich dein Nutzerprofil verstanden hab, wäre eine AGM-Batterie für Dich geeigneter als eine Gel-Batterie. Der einzige Vorteil, den ich in der LC gegenüber einer AGM-Batterie sehe ist, dass man die LC Batterie nach einer tiefen Entladung nicht zwingend sofort in einem Rutsch wieder voll machen muss. Das sollte aber für Dich kein Problem sein. Ob Du für eine Umstellung von Gel auf AGM an deiner Ladetechnik was machen musst, hab ich mir nicht so genau angeguckt. AGM braucht, soweit ich weiß, in den meisten Fällen wohl auch 14,7V Ladeschlussspannung.
Ulli
thehitel am 02 Mai 2019 22:14:15
Hallo, ich möchte nun auch die Lade Technik für meine 150 AH BK 6-CNFJ-150 anpassen. Was muss das Ladegerät bzw. Booster minimal für A leisten damit ich die geforderten Ladestrom 0.25/0.30 einhalte? Sind es 0.25 oder 0.30 bei meiner? Danke Hitel
Tinduck am 03 Mai 2019 06:03:47
Bei deiner 150 Ah Batterie muss das Ladegerät 45 A leisten (0,3 x 150 = 45). Passen würde das 50er von Fraron --> Link .
Ich hab das an meiner 200er in Betrieb, und zusammen mit den 20 Ampere von meinem Calira reicht es so gerade, um die 0,3 C zu erfüllen. Funktioniert tadellos und bringt auch die (temperaturkompensierten) 14,7 Volt, die der Akku zum Volladen braucht.
Wenn Du dein altes Ladegerät weiter betreiben möchtest und das mindestens 15 A Ladestrom kann, würde in Kombination damit auch die 30-A-Variante reichen.
bis denn,
Uwe
DieselMitch am 03 Mai 2019 08:28:50
Zu AGM vs. Gel: Eine AGM ist hochstromfähig (Starterbatterie in KFZ), hat allerdings eine Ladeendspannung von 14,7V (was die wenigsten Bordlader in WoMos können) UND muss SEHR umsichtig geladen werden! Eine GEL hingegen ist zwar nicht hochstromfähig (höherer Innenwiderstand), hat jedoch eine niedrigere Ladeendspannung (was AFAIK ALLE Bordlader können) UND ist relativ unempfindlich bezüglich der Nachladerei.
Eine Alternative ist dem Fragesteller bisher noch nicht aufgezählt worden: LiIon Akku - OK, preislich e eine anderer Liga, eher mit BC-Akku vergleichbar.
Nur so nebenbei ...
thehitel am 03 Mai 2019 21:57:09
Das heißt das NDS POWERSERVICE Gold 40 M --> Link reicht nicht? Hier hätte ich alles in einem?
Tinduck am 04 Mai 2019 08:51:06
Das ist ein Ladebooster, der während der Fahrt lädt. Ich sprach von Netzladegeräten, die laden, wenn Landstrom angeschlossen ist.
Was von beidem Du brauchst, hängt von deinem Reiseverhalten ab. Du müsstest halt genug fahren, um Deinen täglichen Verbrauch wieder reinzubekommen. Hast Du eine Solaranlage, ändert soch die Gleichung schon wieder...
bis denn,
Uwe
SailingNow am 18 Mai 2019 21:18:55
Hi,
also ist das The mit BKs durch?
Gruß
Tinduck am 18 Mai 2019 22:14:30
Wie mans nimmt. Die eingebauten Exemplare laufen sicher noch ne Weile, wenn sie artgerecht gehalten werden. Wer heute mehr Kapazität bei hohen Zyklenzahlen braucht, greift eher zur LiFe(Y)PO, auch wenns teurer ist. Aber auch da gibts dumme Überraschungen, wie man in den entsprechenden Threads nachlesen kann. Akkukapazität > 220 Ah kann man bei BK nicht empfehlen, weil man dann monströse Ladeströme braucht, um keinen Kapazitätsverlust zu riskieren. Ich lade meine 220er an Landstrom mit einem Anfangsstrom von ca. 72 A, wenn sie leer genug ist, das ist das dickste Fraron-Ladegerät zusammen mit dem Calira-EBL. Wenn man noch mehr einbauen würde, fliegt auf fast jedem SP oder CP die Sicherung... und der Strom reicht so gerade eben, um die Spec der BK zu erfüllen (Anfangsladestrom >= 0,3 C), mit beiden Augen zugedrückt.
Ich werde beim nächsten nötigen Batterietausch (möge er noch lange auf sich warten lassen) auch auf LiFePO gehen. Wenns dann noch nix besseres gibt :D
bis denn,
Uwe
IchBinsWieder am 19 Mai 2019 00:51:19
Hi Uwe,
im Kern hast du recht, nur die Specs stimmen so nicht ganz. Es wird von C10 ausgegangen, also 200Ah .... benötigt werden mind. 0,25C, also 50A. Mit deinen 72A brauchst du auf keinen Fall beide Augen zudrücken ... das passt mehr als dicke und entspricht ziemlich genau meiner Combo 120Ah/45A .... und das läuft nach wie vor ganz ausgezeichnet.
Btw.... von sehr sehr vielen Ausfällen wurde bis heute nicht berichtet. Zumindest nicht, wie es suggeriert wird, obwohl jeder einzelne Fall mehr als ärgerlich ist.
Wie man lesen kann, werden ja heute immer noch Händler nach LG-Lösungen angesprochen. Das würde wohl keiner machen, wenn die Dinger alle den Geist aufgegeben hätten. Naja, wie dem auch sein ... ich würde nicht mehr in die BK investieren. Das liegt auch daran, dass die Dinger sehr viel teurer geworden sind, als sie es bei meinem Einstand waren. Keine 320€ für 132Ah ohne dass ich damals meine Ladetechnik ändern musste und heute immer noch happy bin, ist wohl auch heute noch unschlagbar. Selbst bei LiFe müsste man heute dafür rund 1.800€ (160Ah nutzbar 80%=128Ah) auf den Tisch knallen und wer keine Booster hat, muss auch den hinzurechnen wie bei der BK. Ich kann verstehen, dass manche Händler diese Tatsache immer noch versuchen zu verschleiern, denn der Gewinn resultiert nunmal aus dem Umsatz und 1.800€ ist allemal besser als 320€ ... aber das ist deren Ruf, nicht meiner. Ich kann mir nicht vorstellen, dass solche Händler nicht in der Lage sind, ein passendes Pendant zur BK zu finden. Nicht jeder MUSS zwingend LiFe haben, aber das Interesse am höheren Umsatz lässt wohl die Versuche Richtung Null gehen. Lars hatte seinerzeit mal ne Empfehlung mit einer AGM gemacht. Schade das sich kein Händler zu sowas noch herab lässt. Das Motto ist halt: Umsatz Umsatz Umsatz
Ich hoffe nur, dass die Händler, die jetzt noch beim Kunden "nachrüsten" VORHER einen Kapazitätstest machen und nicht einfach so eine Lösung verhöckern um dann doch nach nem halben Jahr ne LiFe an den Mann/Frau zu bringen. Zumindest aus meiner Sicht würde das zu einer kundenorientierten Beratung gehören, denn die Händler, die passend nachrüsten, wissen was sie tun müssen .... steht ja alles hier im Thread, genauso wie die Empfehlung, erst zu schauen ob es sich noch lohnt, oder eben nicht. Schlimm wäre, heute die Ladetechnik aufrüsten und wenn die BK doch einen Schaden hatte, später auf der BK rumreiten. So wird das sicher kommen.
Ich war jetzt wieder knapp 4 Wochen in der Provence und hatte immer mehr als ausreichend Strom zur Verfügung, hatte jeden Tag volle Batterien und war nicht an der Steckdose (wie die letzten Jahre), brauchte lt. BB durchschnittlich 86A pro Tag was durch Solar/Booster wieder reinkam ... Frage: was hätte LiFe da besser machen können ... ausser die Taschen des Händlers zu füllen? Aber wer erwartet schon wirkliche Objektivität eines Händlers? Auch die haben die Mäuler von Frauchen & Co. zu stopfen. Da ist natürlich jedes Mittel recht.
Wenn meine dieses Jahr den Geist aufgibt, waren das 80€ pro Jahr. Für nen Test wie ich es damals gesehen habe, nicht schlecht ... bei 1.800€ müsste die LiFe 22,5 Jahre halten. Schafft die bestimmt/vielleicht oder auch nicht ... aber einen Vorteil hätte ich in der Zeit nicht gehabt.
Tinduck am 19 Mai 2019 08:58:27
Hast recht Charly, wobei auch mal die 0,3 C in der Diskussion rumgeisterte... was weiss ich.
Ich bin mit meiner BK auch nicht unzufrieden, aber Powertrust hat da schon ziemlich viel verbrannte Erde hinterlassen. Wenn einer den Thread hier liest, wird er kaum ne BK wählen.
Wobei sich inzwischen wahrscheinlich mehr Leute ihre Elektrik mit ner ‚Drop In’ LiFePO gegrillt haben, als BKs gestorben sind. Und es werden immer mehr :D
bis denn,
Uwe
eura303 am 19 Mai 2019 09:41:48
Ich habe mir damals auch aufgrund Charlys Pionierarbeit 200 Ah BKs angeschafft und auch ich war nicht begeistert mir noch ein Ladegerät kaufen zu müssen. Jedoch bin ich bisher nicht unzufrieden mit der Entscheidung.
Ich habe inklusive dem subventionierten Netz-Ladegerät ca. 900 € ausgegeben und entlade gelegentlich und lade wieder mit den 50 A. Gerade bin ich wieder 10 Tage unterwegs gewesen und habe kein Strom benötigt, trotz Wechselrichter, ein E-Bike und auch nicht immer schönem Wetter. Mit den AGMs, die ich vorher hatte, wäre das undenkbar gewesen.
Natürlich weiß ich nicht, wie sich die BKs in Zukunft verhalten aber bisher läuft alles so, wie ich es mir vorgestellt habe. Ich habe auch bisher das Gefühl, dass die BKs wirklich so robust sind, wie sie immer beschrieben wurden. Ich kann sie einfach mit meinem Kühlschrank über den Wechselrichter entladen und brauch keine Angst haben, dass sie danach kaputt ist. Einfach wieder mit den 50 A laden und alles ist gut.