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Womo-Scham reduzieren 1, 2, 3, 4, 5


taps am 25 Sep 2019 08:31:22

Hallo,
interessantes Thema, ich schreibe mal auf, was mir an Sparmaßnahmen eingefallen ist.
Vorweg:
Ich beschäftige mich schon sehr lange mit dem Thema, nicht erst seit Greta!
- Seit 7 Jahren fahre ich mit ÖPNV zur Arbeit, vorher Auto
- wir essen kaum noch Fleisch aus dem Supermarkt und dazu auch weniger, dafür mehr Fisch
- Obst und Gemüse, Fleisch und Fisch kaufen wir wenn möglich bei regionalen Erzeugern. (Konzept marktschwaermer.de) Das spart Transporte und stärkt die Brandenburger Erzeuger.
- Fisch gibt's aus der Stadtfarm.de , 2km entfernt, nicht aus Übersee.
- mit Energiesparmaßnahmen im Haushalt verbrauchen wir zu zweit und ohne großen Verzicht 1100KWh pro Jahr (Windstrom über den Tarif)
- wir kaufen keine Billigimporte mehr (das letzte war ein Pumpkin vor 3 Jahren)

Wohnmobil und Reisen:
- Flugreisen gibt's bei uns seit 10 Jahren nicht mehr
- letzte Fernreise war 2012, seitdem verbringen wir die Urlaube in unserem landschaftlich so schönen Deutschland.
- an den Wochenenden bleiben wir meist im Umkreis von 100 km
- Womo wird (auch wegen 3,5t) nur mit dem gepackt, was wir brauchen, früher blieb alles drin
- seit längerem überlege ich, auf den Skiurlaub zu verzichten, man kann ja im Winter auch wandern. Als ich vom Ötztal gehört habe: pro Tag verbrauchen die Pistenraupen dort 5000 l Diesel, ist mir der Spaß vergangen
- Solar seit 1999

So, das wärs erstmal von mir.

Gruß
Andreas

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bernierapido am 25 Sep 2019 09:03:40

Ich schreibe hier absichtlich in der Ich-Form um darzustellen, was Ich für mich entschieden habe. Ich will andere ermutigen, dem zu folgen aber keinen Zwingen, auch nicht moralisch.
Jeder muss selbst entscheiden, was er tut, so lang die Politik uns nicht zwingt (woran m.E. nach kein Weg dran vorbeigeht, da sich 90% der Menschen nicht aus ihrer Komfortzone entfernen möchten).

Lithium-Batterien habe ich vor 10 Jahren, bei Anschaffung des Trailers gleich mit eingebaut, trotz Skepsis des Herstellers. Einmal 3000€ in die Hand genommen und dafür keine Rohstoffe durch kaputte Bleibatterien verschwendet und von Anfang an das Geschicht halbiert.
Nur eine Zelle von 8 ist wegen eines anfangs mangelhaften BMS (nur Gesamtüberwachung) kaputt gegangen und konnte durch eine Gebrauchte ersetzt werden. Ein neues BMS wurde nachgerüstet. Ich habe "nur" 180Ah komme aber von April bis Oktober in unseren Breitengraden damit aus.
Sie liefern seit 10 Jahren eigenen Strom. Überschüssiger Strom geht, wenn die Batterien voll sind, automatisch in den Kühlschrank, der dann auf 12V umschaltet, oder in die Pedelecs.

Die Alde-Heizung ist fernsteuerbar und so muss ich nicht durchheizen sondern kann von Unterwegs, kurz bevor wir kommen, die Temperatur erhöhen.

Vor 2 Jahren habe ich die schweren Solarpanele ausgetauscht gegen leichte. 300W, die in 4 Richtungen aufstellbar sind (für evtl. Winter in Marocco oder Spanien).
Die alten Panele habe ich aufs Hausdach montiert. Mit einem Umwandler für 160€ speisen sie jetzt direkt ins Hausnetz ein und reduzieren die Grundlast für Kühlschrank und Elektronik.

Im Trailer selbst habe ich die schwere Wassertoilette mit Keramik (Thedfort) ausgebaut und eine Trockentrenntoilette fest eingebaut. Das reduziert wieder Gewicht und es wird kein Trinkwasser für die Toilettenspülung verbraucht. Das vermeide ich auch zu Hause und habe seit 25Jahren eine Regenwasser-Zisterne für Toilettenspülung und Waschmaschine (auch für die neue Wohnung, wo wir jetzt wohnen).
Unser großes Haus, das wir mit drei Kindern bewohnten, habe wir an eine große Flüchtlingsfamilie vermietet, die ich betreue und sind in eine halb so große Wohnung gezogen. Eine Wohnung kann man auch schneller mal allein lassen, wenn man mit dem Caravan verreist.
Der Wohnwagen dient jetzt zu Hause auch als Gästezimmer. Wenn wir Besuch haben, ziehen wir in den Wohnwagen.
Den Wohntrailer habe ich nach meinen Bedürfnissen eingerichtet und ausgerüstet und auch die Solar-Ladetechnik und Batterieladetechnik selbst installiert, so dass ich Modular ersetzen kann, wenn mal was kaputt geht. Den Anhänger fahre ich jetzt 10 Jahre und möchte ihn noch weitere 20 Jahre fahren. Auch die Zugmaschine, jetzt 4 Jahre alt, soll nach gesetzlichen Möglichkeiten umweltfreundlicher (NOX-Kat, Rekuperation .... ) werden.

Unsere Aktivitäten im Urlaub sollen das Klima nicht weiter belasten. Fahrradfahren, Wandern, Bogenschießen, Tanzen, keine Ausflüge mit dem Auto sondern mehrere Tage die nähere Gegend erkunden und dann das Gespann in kleinen Etappen versetzen.

Marsu123 am 25 Sep 2019 09:04:10

SkyWaveRose hat geschrieben:...Ohne Verzicht wirst du nicht mehr einsparen können. Daher spar in anderen Bereichen damit du es mit dem Womo ohne Gewissensbissen vertreten kannst. Mehr wird nicht drin sein.

Denke eine gewisse Sensibilität kann keinem.von uns schaden. Und Reduktion ist ja nicht gleichzusetzen mit Verzicht ;)


Moin Mon,

muss es Verzicht oder einsparen sein ?
Was ist mit Kompensation ?
Ich habe ca. 350 Bäume gepflanzt (mittlerweile ca 2,5 - 12 Meter hoch) , wo vorher nur Wiese war.
Ich habe leider keine Ahnung wie viel CO² diese Bäume wieder in Sauerstoff umwandeln.
Denke aber das ich durchaus den ein oder andern Kilometer mit meinem Womo "dafür" fahren kann.

Grüße Ralf.

Anzeige vom Forum


fahrstuhl65 am 25 Sep 2019 09:10:43

Neben vielen guten Ansätzen die hier schon genannt worden sind, möchte ich noch einmal
auf den wichtigsten Punkt hinweisen - es reicht eigentlich schon, wenn man mit knapp
90 dahin gleitet, statt mit 120 zu rasen - da liegen locker 30 % CO2 Ersparnis dazwischen,
ich kann unseren 4,3 to mit 9,5 Litern fahren, das schaffen viele SUV nicht und
Kleinwagen die permanent gescheucht werden kommen da auch mitunter hin.

Das ist eigentlich die größte Stellschraube,...ob ich beim verreisen innerhalb DE oder sogar
Europa bspw. 100 Liter Wasser mitnehmen muss wie hier zu lesen war, vermag ich
ebenso nicht zu beurteilen. Meines Erachtens kann man das in nahezu jeder Zielregion
nachholen und muss das nicht spazieren fahren. Wir machen das so.

Das soll keine Kritik sein - mag ja Gründe geben das so zu machen - will nur sagen das
man das durchaus eben auch anders machen kann.

Wir unternehmen auch keine Flugreisen mehr und verzichten wo immer es geht auf
Plastik.

Ich fahre unser Wohnmobil ohne schlechtes Gewissen, weil ich sonst fast alles mit
dem Fahrrad mache und generell drauf achte kaum km mit dem Auto zu fahren
und wenn dann auch sehr gemächlich. Denn im Gasfuß liegt die größte Ersparnis,
das muss man sich einmal transparent machen.

fotoLux am 25 Sep 2019 09:40:07

soul hat geschrieben:der link ist ja wohl nur als witzt gedacht? was vermindert meinen co2-ausstoß, wenn ich dann was spende?
wie schon gepostet: womo verkaufen und mit rad oder perpedes, dann hut ab. "co2-sünden" mit spenden abbüßen? was soll das der umwelt bringen? die schwellenländern atmen das dann weg?

Das ist die radikale Lösung. Was ich für mich aber nicht will. Ich denke, dass für mich und andere, die nicht aufs Womo verzichten wollen, Kompensation durchaus ein Stück Weg aus dem Dilemma darstellen kann. Insofern ist der Link sicher nicht als Witz gedacht.

fotoLux am 25 Sep 2019 09:50:00

Womofahrer55 hat geschrieben:Auch ich finde Deine Gedanken nachvollziehbar und diskussionswürdig, wobei ich den Begriff WoMo-"Scham" nicht für so glücklich halte. Für mich geht es in vielen Bereichen nicht darum etwas mit schlechtem Gewissen oder gar Scham zu tun, sondern nach "vernünftigem Verhalten beim Konsum" zu suchen...

Ich denke schon, dass Flug-, Auto- und Womo-Scham für mich und einige andere eine wichtige Emotionen darstellen, auf deren Basis dann ein nachhaltiges Suchen nach vernünftigen Lösungen erfolgen kann. Mit "Bauchgefühl" ist die Chance meines Erachtens grösser als ohne, nicht nur zu reden, sondern auf Basis einer emotionalen Betroffenheit dann auch zu handeln. Aber klar, das ist sicher von Mensch zu Mensch unterschiedlich.

rkopka am 25 Sep 2019 09:59:59

Ich nehm die Punkte mal als Basis.
taps hat geschrieben:- Seit 7 Jahren fahre ich mit ÖPNV zur Arbeit, vorher Auto

Ich sollte eher mit dem Fahrrad fahren, kann mich aber selten aufraffen (heiß, kalt, Regen...). Mit den ÖPNV brauche ich pro Tag über 2h vs. etwa 30min (incl. Halts zum Einkaufen). Dabei wohne ich sogar in einer größeren Stadt, aber eben ungünstig zur Firma.

- wir kaufen keine Billigimporte mehr (das letzte war ein Pumpkin vor 3 Jahren)

Was ist die Alternative ? Hier wird doch fast nichts mehr hergestellt, also kommt fast alles (in dieser Richtung) aus China. Ob billig oder teuer ändert am Transport nichts und bei der Herstellung wenig.

- Flugreisen gibt's bei uns seit 10 Jahren nicht mehr

Bei mir auch, aber eher weil ich nur begrenzt Urlaub (und Geld) habe und das Womo ausnutzen MUSS.
Nach langen Jahren fliege ich mal wieder beruflich. Da ist die Alternative 2-3h (alles zusammen) mit dem Flieger nach der Arbeitszeit oder einen ganzen Tag lang mit Bus oder Bahn unterwegs zu sein. Das ist schon wirtschaftlich für die Firma eine klare Sache.

- letzte Fernreise war 2012, seitdem verbringen wir die Urlaube in unserem landschaftlich so schönen Deutschland.

Könnte ich wohl, aber ich stehe auf Meer und Dünen, und davon gibts hier nicht viel.

- an den Wochenenden bleiben wir meist im Umkreis von 100 km

Solche Trips mache ich praktisch gar nicht, außer zu Treffen. Sonst bin ich froh, mal gar nichts machen zu müssen. Da brauche ich nicht wegfahren.

- Womo wird (auch wegen 3,5t) nur mit dem gepackt, was wir brauchen, früher blieb alles drin

Auch hier die 3,5t Problematik.

- seit längerem überlege ich, auf den Skiurlaub zu verzichten, man kann ja im Winter auch wandern. Als ich vom Ötztal gehört habe: pro Tag verbrauchen die Pistenraupen dort 5000 l Diesel, ist mir der Spaß vergangen

Habe ich auch fast komplett aufgehört. Aber eher weil eine Woche Urlaub auch eine Woche schlechtes Wetter bedeuten kann und das nervt. Am WE dagegen ist es meistens zu voll.

- Solar seit 1999

Am Womo auch schon länger, ansonsten geht es nicht (Wohnung).

fahrstuhl65 hat geschrieben:90 dahin gleitet, statt mit 120 zu rasen - da liegen locker 30 % CO2 Ersparnis dazwischen, ich kann unseren 4,3 to mit 9,5 Litern fahren, das schaffen viele SUV nicht und Kleinwagen die permanent gescheucht werden kommen da auch mitunter hin.

Generell ja. Allein schon aus Kostengründen. Nach meinen Erfahrungen etwa 1l/100km mehr je 10km/h mehr (rund um 100km/h). Ich schaue, daß ich mit knapp über 90km/h (GPS) fahre, damit mich nicht die LKW von hinten überholen. Allerdings komme ich nur unter 10l, wenn ich mit <80km/h (Tacho) dahinkrieche und das wäre nicht wirklich spaßig.

ob ich beim verreisen innerhalb DE oder sogar Europa bspw. 100 Liter Wasser mitnehmen muss wie hier zu lesen war, vermag ich ebenso nicht zu beurteilen. Meines Erachtens kann man das in nahezu jeder Zielregion nachholen und muss das nicht spazieren fahren.

Die eine Frage ist, ob die 80kg so eine große Rolle spielen ? Die andere ist, wie und wo man fährt und übernachtet. Ich habe keine Lust ständig irgendwo nach Wasser zu suchen. Nicht überall gibt es haufenweise SP mit VE. Für eine Familie mit 3 Kindern im Sommer ist es wohl auch keine Option.

RK

fotoLux am 25 Sep 2019 10:11:33

Orsito hat geschrieben:- Ich habe einen Unterfahrschutz, den es nicht serienmäßig gibt, für mein Fahrzeug gebaut. Dann Dachspoiler. Ersparnis ca. 1,5 ltr/100km.
- Mein Wassertank ist nur mit 20 ltr. bei der Anreise gefüllt. 100 ltr. Wasser weniger bei der Anreise spart viel.
- Bei einer Kurzreise von Freitag bis Sonntag habe ich nur eine 5kg Gasflasche dabei.

Unterfahrschutz und Spoilker: Gute Idee! Danke!
Wassertank: Als Freisteher brauchen wir halt mehr als 20 Liter. Ob es wirklich 100 Liter sein müssen, werde ich mir überlegen.
Gasflasche: Ich überlege zurzeit, ganz auf Gas zu verzichten. Da ich mit Diesel heize, brauche ich Gas nur noch zum Kochen. Elektrisch kochen ist also das Thema. Strom hätte ich wahrscheinlich genug. Problem ist, dass ein elektrischer Kocher mit zwei Platten/Feldern im Doppelbetrieb ca. 3000 W frisst. Da macht mein Wechselrichter nicht mit...

bernierapido am 25 Sep 2019 10:14:02

.....
Nach langen Jahren fliege ich mal wieder beruflich. Da ist die Alternative 2-3h (alles zusammen) mit dem Flieger nach der Arbeitszeit oder einen ganzen Tag lang mit Bus oder Bahn unterwegs zu sein. Das ist schon wirtschaftlich für die Firma eine klare Sache.


Meine Stieftochter hat letzten Monat ihren Vater in Angouleme besucht. Ihr ist das Umsteigen beim Zugfahren zu mühsam und "es dauert auch zu lange".
Von Haustür zu Haustür hat sich 10 Stunden gebraucht.

Meine Frau fährt nächsten Monat zu ihrer Mutter nach Angoulême. Sie nimmt den Zug (wir fahren für eine Woche nicht so eine lange Strecke mit dem Auto).
Bis Köln (180km) braucht sie ab Haustür 3,5 Stunden. Von Köln bis Angouleme dann 6,5h plus 10 min bis Haustür.
Sind auch 10 Stunden aber sie reist wesentlich umweltverträglicher als ihre Tochter, die ja eigentlich mit ihren 30Jahren noch etwas für die Umwelt/Zukunft tun könnte.

fotoLux am 25 Sep 2019 10:14:32

bernierapido hat geschrieben: ...Im Trailer selbst habe ich die schwere Wassertoilette mit Keramik (Thedfort) ausgebaut und eine Trockentrenntoilette fest eingebaut. Das reduziert wieder Gewicht und es wird kein Trinkwasser für die Toilettenspülung verbraucht...

Klare Sache! Habe ich auch gemacht. Die Einsparungen sind erheblich.

bernierapido am 25 Sep 2019 10:19:55

Elektrisch kochen ist also das Thema. Strom hätte ich wahrscheinlich genug. Problem ist, dass ein elektrischer Kocher mit zwei Platten/Feldern im Doppelbetrieb ca. 3000 W frisst. Da macht mein Wechselrichter nicht mit...


Elektrisch Kochen (und heizen) ist nur dann sinnvoll, wenn man viel zu viel Solarenergie hat. Dafür muss man aber auch große Batterien haben was wieder "ins Gewicht fällt"
Gas wäre hier als primäre Energiequelle sinnvoller.
Beispiel Autos:
Bewegungsenergie elektrisch da ein Motor mit elektrischer Energie einen hohen Wirkungsgrad (wenig Abwärme) hat.
Heizen des Autos mit einem kleinen Tank und einer WEBASTO, da Verbrennung viel Wärme erzeugt.
Kühlen (Klimaanlage) wird durch einen Motor (Kompressor) betrieben, alsowieder elektrisch.

tommes am 25 Sep 2019 10:20:29

fotoLux hat geschrieben:Problem ist, dass ein elektrischer Kocher mit zwei Platten/Feldern im Doppelbetrieb ca. 3000 W frisst. Da macht mein Wechselrichter nicht mit...

Ich finde nur welche mit >3400W - hier sollte aber auch etwas Fingerspitzengefühl helfen, selten/vermutlich eher nie werden beide Platten mit voller Leistung benötigt. Wenn man den aktuellen Stromverbrauch im Blick hat lässt sich das machen. Wichtiger wäre das die Felder gut elektronisch geregelt sind und nicht mit voller Leistung pulsen - da hilft vermutlich nur ausprobieren.

Gruß Thomas

fotoLux am 25 Sep 2019 10:25:05

Im Womo stosse ich mich immer wieder an der Menge des Abfalls, welche unsere Einkäufe bzw. deren Verpackung generieren. Bisher haben wir auf Reisen vorwiegend bei Discountern eingekauft. Und zwar primär deswegen, weil wir da immer einen Parkplatz finden. Wochenmärkte haben wir bisher selten besucht. Und wenn, dann war es meistens eine zufällige Begegnung.

Für die nächste Reise habe ich mir vorgenommen, den Aufwand auf mich zu nehmen, um auf Märkten oder bei kleinen Gemüsehändlern einzukaufen. Wann immer möglich, wollen wir in Zukunft auch auf Reisen unverpackte Nahrungsmittel kaufen. Wir haben ja jetzt Fahrräder mit grossen Packtaschen. Und Zeit hätten wir auch...

volki am 25 Sep 2019 10:26:48

Duc1302 hat geschrieben:Sachlicher Beitrag!
Mal über den Wechsel auf einen Planwagen mit vorgespannten Pferden nachgedacht?
Ich meine das wirklich ernst.Gruß Alwin

So richtig ernst kann du das gar nicht meinen
Wenn das ein Einzelner macht, dann ja ok. Aber wenn du dir mal überlegst , was passiert wenn das viele machen?
Was jetzt Soja ist, wird dann "Hafer!
Wer reinigt die Strassen von den "Pferde-Äpfeln"?
Wo wird dann dieser Mist entsorgt? Auf den "Hafer-Feldern"?
Wie viel Methan(Klimakiller Nr.1) "furzen" dann diese vielen Pferde aus?
---------------------
Etwas "Modernes" grossflächig mit etwas "Altem" ersetzen, um CO2 zu sparen, geht nicht. Da musst du schon beim "Modernen" sparen.
Flugreisen mit Bahnfahren ersetzen, spart etwas, aber gar nicht so viel wie man denkt. Das Flugtickets ab 19? € kosten, ist ja schon "verrückt" , das ist ja nur gut 10 Liter Diesel.

Was wirklich hilft ist nur Verzicht :mrgreen:

Stelle dir vor Europa isst nur die Hälfte Fleisch !
"Keine" Wälder brennen mehr in Brasilien oder Indonesien. (Soja-Viehfutter) oder in Malaysia (Palmoel), da kein Fleisch mehr importiert, wird aus Brasilien oder Uruguay.
Deutschland könnte endlich die Tierfabriken reduzieren oder die Bestände vernünftig halten.
Damit ist dann auch gleich das Nitrat-Problem im Grundwasser reduziert.

Aber eben nur Verzicht hilft wirklich
.

fotoLux am 25 Sep 2019 10:27:54

bernierapido hat geschrieben: Kühlen (Klimaanlage) wird durch einen Motor (Kompressor) betrieben, alsowieder elektrisch.

Stichwort Klimaanlage: Wir vermeiden es seit jeher, im Sommer in den Süden zu reisen und hatten deswegen nie eine Klimaanlage. Ich denke, da liegt mächtig Sparpotenzial drin.

fotoLux am 25 Sep 2019 10:33:33

volki hat geschrieben:...Was wirklich hilft ist nur Verzicht :mrgreen:

Stimmt schon. Aber Verzicht ist nur eine Seite der Medaille. Denn mit Verzicht geht meistens ein Gewinn einher. Diesen sollten wir hervorheben. Und dafür gibt es unzählige Beispiele. So habe ich bei einer moderaten Reisegeschwindigkeit viel mehr von der Umgebung, entdecke mehr Interessantes und komme definitiv entspannter und weniger müde am Ziel an. Und ich spare Geld: Weniger Spritverbrauch, weniger Reifenabrieb....

fotoLux am 25 Sep 2019 10:38:21

tommes hat geschrieben:Ich finde nur welche mit >3400W - hier sollte aber auch etwas Fingerspitzengefühl helfen, selten/vermutlich eher nie werden beide Platten mit voller Leistung benötigt. ...Wichtiger wäre das die Felder gut elektronisch geregelt sind und nicht mit voller Leistung pulsen - da hilft vermutlich nur ausprobieren.

Aber braucht es dann nicht trotzdem einen Wechselrichter mit einer Leistung von 3500W oder mehr?

rkopka am 25 Sep 2019 10:56:40

.....Nach langen Jahren fliege ich mal wieder beruflich. Da ist die Alternative 2-3h (alles zusammen) mit dem Flieger nach der Arbeitszeit oder einen ganzen Tag lang mit Bus oder Bahn unterwegs zu sein. Das ist schon wirtschaftlich für die Firma eine klare Sache.
bernierapido hat geschrieben:Bis Köln (180km) braucht sie ab Haustür 3,5 Stunden. Von Köln bis Angouleme dann 6,5h plus 10 min bis Haustür.
Sind auch 10 Stunden aber sie reist wesentlich umweltverträglicher als ihre Tochter

Hier kommt aber dazu, daß die Firma mich ja für die Zeit bezahlen muß. Damit wäre das wohl (mit allen Zusatzabgaben) deutlich mehr als das Flugticket. Zum anderen bin ich die gleiche Strecke vor kurzem mit dem Womo gefahren und habe 8h gebraucht (So ohne Staus und LKW). Fr. nachmittag käme man wohl eher auf 10-12h. Mit schnellem PKW 7h ohne Staus. Spritkosten (kein km Geld) etwa die Hälfte vom Flugpreis (da gibts keine Billigvarianten).
Bahn 11-15h mit 3-4x umsteigen. Kosten zwischen Sprit und Flug, je nach Fahrzeit und Sparschiene(geht nicht immer). Flixbus auch etwa 10h, Kosten ähnlich Bahn, aber wenige Abfahrtzeiten.

Privat kommt man da vielleicht ins Grübeln. Beruflich ist die Sache klar.

RK

TiborF am 25 Sep 2019 11:09:27

Ich finde den Denkanstoß des TE gut - jeder sollte sich heutzutage Gedanken machen, wie er im einzelnen dazu beitragen kann, CO2 zu reduzieren und im Sinne des Klimaschutzes Verbesserungen zu schaffen. Insofern interessiert mich dieser Thread, da sich jeder Gedanken dazu machen kann und darf.

Aber ... ich habe keine Scham, mit dem Wohnmobil zu reisen, die Wohnmobile stellen nur eine Minderheit dar. Man sollte zuerst einmal die großen LKW-Transporte eindämmen (oder müssen wirklich in den Supermärkten im Norden 20 verschiedene Seifen, oder 10 verschiedene Zahnpastasorten etc.) bereitliegen, die z. T. aus dem Süden hochgekarrt werden, nur damit die Konkurrenz das Geschäft belebt? Kann man bestimmte Waren nicht auch auf Gleisen transportieren? .... u.s.w.

Als wir vor 20 Jahren gebaut haben, haben wir hinter unserem Grundstück so nach und nach auf einer freien ungenutzten Wiese ca. 40 - 100 Bäume gepflanzt, ein kleiner Mischwald ist dort entstanden. Inzwischen säen sich viele Bäume selbst aus.
Wir fahren viel mit den Fahrrädern, wo immer es geht. Umweltbewusster leben ist doch heute schon in vielen Köpfen angekommen. Das muss aber nicht bedeuten, dass ich auf alles, was den heutigen Fortschritt ausmacht, verzichten muss und auf Mittelalterpraktiken zurückgreifen muss.

Jedem fällt etwas ein, wie er einen Beitrag leisten kann.
Aber schämen, weil man ein Wohnmobil hat, finde ich, ist nicht notwendig. Dann muss sich wohl auch jeder schämen, der ein Haus, ein Boot etc. besitzt - die sinnvolle Nutzung ist bedeutsam für die ZUKUNFT.

HeikeD am 25 Sep 2019 11:16:56

Viele gute Ideen hier!

Wir sind seit über 10 Jahren nirgendwo mehr hin geflogen, das wird sich auch nicht ändern.
Kreuzfahrt ebenso ausgeschlossen, da ich nicht mit dem Schiff reisen möchte.

Wo fängt man an?
Für mich gab es einen Morgen einen OH-OH-Effekt, als ich mich im heimischen Badezimmer umgesehen habe.
So viel Plastikflaschen die da rumstehen, Badeschaum, Duschgel, Körperlotion, Shampoo und Conditioner, dazu die normale Handseife aus dem Spender (schon im Nachfüllpack, aber dennoch).

Kurzum, ich habe umgestellt auf Seifen aus der Region. Wir haben im Ort eine kleine Seifenmanufaktur und da habe ich nicht nur Seifen aller Art (auch Duschseifen und Badezusätze) gekauft, sondern auch einen Seifenkurs belegt.
Nun weiß ich was drin ist und kann mir - wenn ich will - meine Seife sogar selbst herstellen. Einmal im Jahr 2-3 STunden investieren, nie wieder Duschgel, Shampoo oder Seife kaufen.

Seifen habe ich auch im Wohnmobil, ich nutze auch hier keine Duschgels in Plastikflaschen mehr.
Dadurch reduziert sich der Müll für die "gelben Säcke" schon mal sehr.

Tja und es wird weiter gehen, das nächste Projekt für die Umstellung auf umwelt- und klimafreundlicher wird im Herbst angegangen, ist aber noch nicht ganz definiert.

fotoLux am 25 Sep 2019 11:25:53

Ich finde es super, was hier in dieser kurzen Zeit schon an konkreten Vorschlägen und Massnahmen zusammengetragen wurde! Prima, dass auch andere Wohnmobilisten sich mit diesen Fragen beschäftigen und an einem Austausch interessiert sind.

Womofahrer55 am 25 Sep 2019 12:31:56

HeideMobil hat geschrieben:...Leider ist mir bewusst welchen schlimmen Behandlungen die Menschen in der Nähe der Lithium Gewinnung ausgesetzt sind....


Richtig! Habe selber Lithium-Batterien an Bord und weiß auch um die Problematik der Gewinnung! Wenn sich allerdings bei der Gewinnung von z.B. Lithium (wie bei allen anderen Metallen etc.) etwas zum Positiven verändern soll, dann muss ein Bewußtsein für die negativen Folgen der Li-Gewinnung vorhanden sein! Und vielleicht gibt es ja in Bälde deshalb auch die Möglichkeit "fair gewonnenes Lithium" zu einem höheren Preis zu kaufen. Und wer behauptet das würde nicht funktionieren, weil "alle immer nur billig wollen" ist im Irrtum! Das beweisen u.a. fair gehandelte Produkte, wie fair-trade etc. Und das gibt es sogar in Supermärkten zu kaufen, WEIL ES DER KUNDE VERLANGT!

Womofahrer55 am 25 Sep 2019 12:36:24

fotoLux hat geschrieben:Ich finde es super, was hier in dieser kurzen Zeit schon an konkreten Vorschlägen und Massnahmen zusammengetragen wurde! Prima, dass auch andere Wohnmobilisten sich mit diesen Fragen beschäftigen und an einem Austausch interessiert sind.


:daumen2:

So schlimm es auch ist, dieser positive Austausch ist in dieser Form nur möglich, weil viele Beiträge gelöscht wurden. Wir bräuchten viel mehr konstruktive (!) tröds. Danke für Deine Eröffnung :ja:

JACKYONE am 25 Sep 2019 12:37:32

Warum sollte ich mich schämen??
Seit wir beide nicht mehr arbeiten müssen, haben wir einen PKW verkauft, der andere (8Jahre alt)steht in der Garage und wird nur einmal wöchentlich für den Großeinkauf in der Stadt (30km) oder zum Arztbesuch gefahren.
Während wir mit dem WoMO (26Jahre alt und vom Mund abgespart) unterwegs sind, wird zu Hause kein Strom (ausser für Kühl-Gefrierschrank) verbraucht. Da wir nicht von Nov. bis Februar unterwegs sind, läuft auch die Heizung nur bei Bedarf auf Frostschutz, WW macht bei jedem Sonnenstrahl die Solartermie, Wasser wird auch keines verbraucht. Lebensmittel werden nicht mehr gebraucht als zu hause. Unterwegs brauchen wir auch keinen Landstrom.
Wir sind bis jetzt lediglich einmal geflogen - und das war ein Gewinn. Wir brauchen im Jahr für die Heizung im Jahr etwa 300ltr. Heizöl, ansonsten wird mit Holz geheizt, das ich selber Im Wald mache ( solange ich das noch kann).
Also wir haben kein schlechtes Gewissen

LG Robert

rkopka am 25 Sep 2019 12:42:37

Moderation:Thema verfehlt - Beitrag gelöscht



Code: --> Link
Ich stelle mir vor, dass Interessierte hier in diesem Diskussionsfaden konkrete Vorschläge für und Erfahrungen mit eigenen Schritten und Massnahmen zum Klimaschutz einbringen und diskutieren können.
Wer diesen Themen und Fragestellungen ablehnend gegenübersteht, möchte dies bitte nicht hier kundtun, sondern ein neues Thema eröffnen. Mir schwebt vor, mit Interessierten hier konzentriert und lösungsorientiert diskutieren zu können.

maxador am 25 Sep 2019 12:44:48

Moderation:Thema verfehlt - Beitrag gelöscht



Code: --> Link
Ich stelle mir vor, dass Interessierte hier in diesem Diskussionsfaden konkrete Vorschläge für und Erfahrungen mit eigenen Schritten und Massnahmen zum Klimaschutz einbringen und diskutieren können.
Wer diesen Themen und Fragestellungen ablehnend gegenübersteht, möchte dies bitte nicht hier kundtun, sondern ein neues Thema eröffnen. Mir schwebt vor, mit Interessierten hier konzentriert und lösungsorientiert diskutieren zu können.

Womofahrer55 am 25 Sep 2019 12:55:41

rkopka hat geschrieben:...selbst ein günstiges E-Auto für die meisten noch zu teuer...


Wenn ich mir die Preis-Entwicklung bei WoMos in den letzten Jahren ansehe, habe ich das Gefühl, dass anscheinend bei seeeehr Vielen, seeehr viel Geld da ist. Nicht umsonst haben Viele eine Gewichtsproblematik. Die kommt z.B. nicht von zu wenig Zusatz-Ausstattung :wink:

...Wo willst du da "fair" einführen ? ...


Die gleichen Fragen gab es auch VOR der Einführung von anderen fair gehandelten Produkten.

fotoLux am 25 Sep 2019 12:56:30

Im Womo kochen mit Spiritus statt mit Gas? Hat jemand Erfahrungen?

jochen-muc am 25 Sep 2019 13:02:07

Du könntest doch deine Energiebilanz noch weiter verbessern, indem Du auf Internet und TV (falls vorhanden) verzichtest ?

Ich kann das Wort Scham auch nicht nachvollziehen, weil für mich ist das wenn ein Grundsatzgefühl und alles was man tun kann, ist doch kein Grund dieses Gefühl loszuwerden.

Das geht in dem Fall meiner Meinung nach einfach nur wenn Du das Womo verkaufst.

"Gegenrechnen" finde ich da egentlich sogar unpassend. genauso daneben eigentlich das hilft doch höchstens die eigenen Fehler gutzureden. Ich kann doch auch nicht hergehen und gegen einen Menschen körperliche Gewalt anwenden wenn ich in einem Pflegeberuf arbeite und vielen anderen Menschen etwas gutes tue.

Was man natürlich machen kann ist eigene Wege finden seine persönliche Bilanz zu verbessern, aber nicht weil ich etwas kaschieren muss, sondern weil mir bewusst ist das ich damit etwas ändere.

Das geht dann nun mal vom langsamer fahren (und man könnte ja auch auf die AB grundsätzlich verzichten, spart noch mehr) über ständige Gewichtskontrolle bis zur extremen Verbrauchskontrolle (kein Stromverbraucher etc) oder auch z.B. dem Kauf sinnvollen Kleidungsstücken (also keine billigen exportwaren, sondern vom schneider nebenan der die Stoffe aus der Umgebung bezieht.

Muss man sich halt auch alles leisten können auch die zeit dafür haben

Womofahrer55 am 25 Sep 2019 13:21:55

fotoLux hat geschrieben:Im Womo kochen mit Spiritus statt mit Gas? Hat jemand Erfahrungen?


Ob Spiritus oder Gas umweltmäßig besser ist kann ich nicht sagen. Da wir aber Solar, und gr. Batterien und einen gr. Wechselrichter haben können wir energetischen "Kleinkram" mit Sonnen-Strom machen. Wenn größer gekocht wird benutzen wir ein Diesel-Ceran-Kochfeld. Wie das umweltmäßig zu beurteilen ist kann ich auch nicht sagen, ABER wir haben das Gefühl, das wir damit extrem wenig Diesel verbrauchen und vor allem die Restwärme nutzen können (Spülwasser :wink: ). Außerdem ist das Teil schon ziemlich alt (wird schon lange nicht mehr gebaut) und für evtl. irgendwann benötigte ET habe ich ein 2. defektes Kochfeld auf Halde.

pipo am 25 Sep 2019 14:14:42

Ich trau mich mal:
Ich habe mir auch schon reichlich Gedanken gemacht. Mein Beitrag ist nicht mehr zu Fliegen, möglichst die Bahn benutzen, kurze Wege mit dem eBike zurück zu legen und lieber in der Region (Umkreis 300Km) Urlaub machen. Leider wohne ich sehr ländlich und bin auf meinen Diesel angewiesen. Die Bahn fährt nur stündlich, die Fernverkehrsanbindung ist eine Katastrophe und Ladestation für eMobile sind kaum oder gar nicht vorhanden. Trotzdem ziehe ich in Erwägung 2021 mir ein Hybrid oder sogar ein EMobil zuzulegen.
Darüber hinaus bin ich der Meinung, dass Urlaub im Wohnmobil noch das kleinste Übel ist.

Gast am 25 Sep 2019 14:42:02

Moderation:Thema verfehlt - Beitrag gelöscht



Code: --> Link
Ich stelle mir vor, dass Interessierte hier in diesem Diskussionsfaden konkrete Vorschläge für und Erfahrungen mit eigenen Schritten und Massnahmen zum Klimaschutz einbringen und diskutieren können.
Wer diesen Themen und Fragestellungen ablehnend gegenübersteht, möchte dies bitte nicht hier kundtun, sondern ein neues Thema eröffnen. Mir schwebt vor, mit Interessierten hier konzentriert und lösungsorientiert diskutieren zu können.

Gast am 25 Sep 2019 14:46:11

Moderation:Thema verfehlt - Beitrag gelöscht



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Ich stelle mir vor, dass Interessierte hier in diesem Diskussionsfaden konkrete Vorschläge für und Erfahrungen mit eigenen Schritten und Massnahmen zum Klimaschutz einbringen und diskutieren können.
Wer diesen Themen und Fragestellungen ablehnend gegenübersteht, möchte dies bitte nicht hier kundtun, sondern ein neues Thema eröffnen. Mir schwebt vor, mit Interessierten hier konzentriert und lösungsorientiert diskutieren zu können.

mafrige am 25 Sep 2019 14:52:01

Hier mal eine Liste für die CO2 Emission pro KWh
Diesel 0,27 kg CO2 / kWh, Propan 0,21 kg CO2 / kWh

Daraus kann man erkennen, das Propangas die geringste Menge an CO2 bei der Verbrennung erzeugt!

markgraefin am 25 Sep 2019 14:53:19

Das ist ein schöner und interessanter Tread.

Da wir in der Pampa wohnen, ich auf den Rollstuhl abgewiesen bin und daher auch nicht auf Bahn und Bus
umsteigen kann, versuchen wir uns halt auf andere Weise so weit wie nur möglich klimaneutral zu verhalten.

Keine Avokados, kein Chiasamen und kein Fleisch und Obst aus Übersee.
Plastik so weit wie nur möglich reduzieren und Wasser in Plastikflaschen nur noch auf Wohnmobilreisen, sonst aus dem Kran.

Unser alter Santa Fe soll jetzt ersetzt werden, aber mit was?

Bei Reisen mit dem Wohnmobil, die für mich eine der letzten großen Freiheiten bedeuten, stelle ich nach Möglichkeiten den Tempomat so ein, dass ich von
LKWs nicht überholt werde, aber trotzdem nicht rase.

Wir reisen, auch wegen der Katze, ausschließlich in Deutschland.

Fliegen und Schiff ist mir ein Greuel, fällt daher flach.
Lediglich manchmal die Fähre in Wischhafen/Glückstadt, aber die zählt nicht.

Ich finde, wenn man anfängt, nur kleine Sachen zu ändern, eben wie der Verzicht auf Schicki-micki Nahrungsmittel, auf Plastikverpackungen,
viel Fleisch etc. hilft eben auch schon.

Dann hält sich meine Scham, mit dem Wohnmobil zu verreisen stark in Grenzen.

Gast am 25 Sep 2019 15:03:30

Moderation:Thema verfehlt - Beitrag gelöscht



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Ich stelle mir vor, dass Interessierte hier in diesem Diskussionsfaden konkrete Vorschläge für und Erfahrungen mit eigenen Schritten und Massnahmen zum Klimaschutz einbringen und diskutieren können.
Wer diesen Themen und Fragestellungen ablehnend gegenübersteht, möchte dies bitte nicht hier kundtun, sondern ein neues Thema eröffnen. Mir schwebt vor, mit Interessierten hier konzentriert und lösungsorientiert diskutieren zu können.

volki am 25 Sep 2019 15:20:22

markgraefin hat geschrieben:
Unser alter Santa Fe soll jetzt ersetzt werden, aber mit was? .

am meisten CO2 sparst du, wenn du dir einen geeigneten "Gebrauchten" kaufst.

Die Herstellung eines neuen Wohnmobils, oder PKW, oder LKW, braucht am meisten Ressourcen/CO2. Aber gibt halt einer Schar Leute Arbeit und Brot

Wenn "IHR" dann alle mit CO2-sparen so weit seit, danken euch die "ohne Arbeit" vielmals.
Das hift dem Klima dann am Meisten

PS wer denkt noch ans Ozonloch und an diesen Weltuntergang, oder gar ans Waldsterben :cry:
das Ozonloch sei noch nie so klein gewesen wie jetzt, habe ich gelesen :mrgreen
.:

rkopka am 25 Sep 2019 15:30:54

markgraefin hat geschrieben:Plastik so weit wie nur möglich reduzieren und Wasser in Plastikflaschen nur noch auf Wohnmobilreisen, sonst aus dem Kran.

Bei Wasser ist das ja noch halbwegs einfach. Bei anderen Getränken (nicht alk) müßte man sich aber grundlegend umstellen. Die meisten Sachen, die ich mag und häufig trinke, gibts nicht mal in einer Pfandflasche, alles nur Einweg PET. Säfte gibts in der Glasflasche, aber dann für ein mehrfaches der Kosten wie im Tetrapack (vermutlich auch besser, aber trotzdem). Außerdem ist das im Womo recht unpaktisch, wenn man im Ausland immer alle Glaspfandflaschen sammeln soll. Und Glascontainer sind auch nur begrenzt besser als Plastikcontainer. Sirup wäre noch eine Alternative, aber geschmacklich oft nicht so toll. Andere Einkäufe sind umständlicher, nicht überall verfügbar und fast immer teurer.

Wenn ich nichts in Plastik kaufen soll, dann kann ich meine Hobbys fast komplett streichen. Da kommt eben das meiste gut verpackt aus China.

D.h. wenn man es streng nimmt, muß man sein Leben (in meinem Fall sehr) massiv ändern. Dazu bin ich derzeit nicht bereit. Also bleibt es bei den kleinen Themen, z.B. immer eine Tasche dabeihaben und die sehr lange nutzen oder die Sachen nicht erst einpacken lassen. Kleidung trage ich sehr lange, da gibts nichts modisches, aber auch nichts teures. Meinen PKW werde ich so lange als möglich halten, Womo ditto. Das Sparen bei Sprit etc. kommt einfach schon aus dem Wunsch Geld zu sparen.

RK

StefanF am 25 Sep 2019 15:35:15

volki hat geschrieben:am meisten CO2 sparst du, wenn du dir einen geeigneten "Gebrauchten" kaufst.
.:

Dann fährt halt der Verkäufer den neuen :-).
Viele schreiben stolz, dass sie nur noch ihr WOMO fahren und das Auto verkauft haben.
Das bringt aber auch nichts, da ich ja zugleich nur ein Auto fahren kann, selbst wenn ich 5 Autos besitze. Und dann ist das WOMO auch nicht das sparsamste...

Gruß, Stefan

Forticus am 25 Sep 2019 15:46:52

Moin zusammen,
ich bin Einsteiger und habe erst eine 14-tägige Test-Mietreise hinter mir.
Vorletzte Woche habe ich für ein 4,4t Neu-WoMo unterschrieben und kam letzte Woche wegen der CO2 Sache ins Grübeln.
Zuvor waren es neben der fixen Idee "WoMo Reisen müssen" eher finanzelle Kosten/Nutzen Überlegungen. Gewichteinsparung zwecks Energie sparen schien eher zweitrangig. Aber ich versuchs mal ...

- Neuwagen vs. Gebrauchtwagen
Ein Gebrauchtwagen hätte der Welt einen Neuwagen erspart und mir das Basteln-Lernen für einen energiebewußten Eigenausbau ermöglicht. Der Neuwagen widerum hat die modernste Antriebstechnologie mit Schaltassistent (Automatik). Nach 20 Jahren mit 14-tägigem Jahresurlaub im Hotel, mit Flug oder 2000km Auto, steht für die nächsten drei Jahre das Reisen im Fokus, nicht das Basteln.

- 3,5t, 4,4t, 7,5t
Für lange Wochenenden und Städtetouren hätte ein 3,5t mit 6m gereicht. Für Langstrecke mit einem 7,5t fehlt die Erfahrung und als Teilzeitrentner (noch) die Zeit. Die 4,4t mit 750cm Länge lassen ein Lernen in alle Richtungen zu. Sollte uns unterwegs etwas fehlen (Kaffeemaschine, Föhn, getrennte Zimmer), können wir uns zu Hause erholen.

- SAT/TV und Markise, nicht mitbestellt.
Haben wir auf der Testreise kaum bis gar nicht (Markise) ausgefahren. Die Markise zu Hause kommt auch kaum an die Luft. Auf dem Dachboden liegt noch der Vorgänger der Markise, ein "Segeltuch", das mit kann. Der Laptop kommt sowieso mit und Internet-TV wird billiger. Nicht günstiger, denn Serverzentren produzieren CO2 andernorts.

- Klimaanlage, nein.
Nutzen wir im PKW kaum, haben zu Hause keine, macht uns krank. Ein heißes Getränk im Sommer schaltet die innere Kühlung an, ein Eis im Winter die innere Heizung.

- Gasflaschen und eine Aufbaubatterie werden nicht mitgeliefert.
Das hat mich unter dem Eindruck der Einsteiger-Pakete anderer Hersteller erst irritiert und dann zum Nachdenken über unser Reise- und Verbrauchsverhalten gezwungen. Nun sammele ich Informationen auf allen Kanälen. Ich versuche eine Untergrenze und Obergrenze zu finden, damit mir der Händler die Gas-, Batterie- und Solaranlage weder unter- noch überdimensioniert. Bis zur Lieferung des WoMo an den Händler habe ich noch 2 bis 5 Monate Zeit.

- viele weitere Punkte
Vielen Dank für eure Anregungen. Daraus werde ich mir eine Checkliste erstellen.
Getrennte Packlisten für kurze und lange Ausritte gefallen mir besonders.

- Kompensation / Spenden
Ich bedenke langfristige Projekte für Kinder, bei denen mir die Akteure persönlich bekannt sind. Geregelte Mahlzeiten und ein Dach über dem Kopf ermöglichen Freiräume, um Lesen und Schreiben zu lernen. Der Zusammenhang zu WoMo und Klima scheint vielleicht nicht direkt ersichtlich. Ich denke da in Generationen.

Ich neige dazu, das WoMo im Zusammenhang mit unseren anderen Aktivitäten zu sehen, im Sinne einer Haushaltsbilanz.
Der Supermarkt ist ca 1km entfernt. Da wäre der Einkauf wie zu Studienzeiten mit Fahrrad und Rucksack machbar. Meine Frau ist es jedoch seit 20 Jahren gewohnt, nach der Arbeit noch eben schnell einkaufen zu fahren. Es ist ein Lernprozess.

Durch Reisen länger als 14 Tage wird das Aquarium trocken gelegt werden müssen. Abgesehen von der sonst drohenden Tierquälerei entsprechen die BetriebsKosten ca 12 Gasflaschenfüllungen im Jahr. Weiters habe ich in den letzten Wochen diverse Abonnements und Mitgliedschaften beendet, zwar im Hinblick auf Briefkastenbefüllung und Reisekasse, aber sicher auch gut für das eine oder andere kg CO2.

Als Teilzeitrentner hat sich auch ohne WoMo schon einges verändert. Auf der Autobahn genieße ich bereits die 100km/h, gesparte Tankpausen und entspanntes Ankommen. Zu Fuß geht's häufiger durch den Wald und gestern nach gefühlt 40 Jahren wieder auf "Langstrecke" (13km). Das Ablasten des eigenen 189cm-"Fahrgestells" mit rund 60% Übergewicht sollte langfristig auch Einsparungen im mitgeschleppten Zubehör und in der Nahrungskette ergeben. Vielleicht schaffe ich es doch noch irgendwann, CO2-abgelastet, die Welt auf dem Land- und Seeweg zu umrunden.

Ein schlechtes Gewissen oder Scham für ein Hobby? Nein!
Aber "Ja", zum selbstkritischem Weiterentwickeln - im Rahmen der eigenen Möglichkeiten.

Das Streben, etwas zu 100% richtig machen zu wollen mit möglichst sofortigen Ergebnissen, ist mir aus jungen Jahren bekannt, bedeutet aber, dass man während dessen viele andere wichtige Dinge nicht tuen kann. Und das zehrt. Inzwischen investiere ich lieber in fünf Dinge jeweils 20% meiner Energie und freue mich, wenn ich dabei vielleicht vier mal 80% (Note 2) erreiche.

Euch gute Fahrt
und mir Winterreifen

Martin

fotoLux am 25 Sep 2019 16:02:25

markgraefin hat geschrieben:...Plastik so weit wie nur möglich reduzieren und Wasser in Plastikflaschen nur noch auf Wohnmobilreisen, sonst aus dem Kran...

Auf Plastikflaschen verzichten wir auch im Womo. Während des Füllens der Wassertanks reinigt ein Keramik- und Kohlefilter das Wasser. Funktioniert einfach, ist billig und das Wasser ist (hoffentlich) weitgehend rein und schmeckt prima.

rkopka am 25 Sep 2019 16:10:04

Forticus hat geschrieben:Haben wir auf der Testreise kaum bis gar nicht (Markise) ausgefahren. Die Markise zu Hause kommt auch kaum an die Luft. Auf dem Dachboden liegt noch der Vorgänger der Markise, ein "Segeltuch", das mit kann.

Das ist eine Alternative. Ansonsten ist das eine Frage des Ziels. Viel Besichtigen, Wandern oder Sport, vielleicht noch im Norden braucht keine Markise. Im Sommer im Süden sieht es anders aus.

Der Laptop kommt sowieso mit und Internet-TV wird billiger. Nicht günstiger, denn Serverzentren produzieren CO2 andernorts.

Wenn dort ein Internet ist (siehe andere Diskussionen). Für mich stelle ich fest, daß ich es immer weniger brauche (im Urlaub). Der letzte 3,5Wochen Urlaub war ganz ohne Fernsehen (SAT defekt, aber ich hatte Konserven mit). Ich hatte nach einem aktiven Tag gar keine Lust am Abend noch was anzuschauen. Etwas Internetsurfen dagegen schon, wenn es denn ging. Ist sicher anders, wenn man ohne viel Aktivitäten einige Wochen wo am CP steht.

- Klimaanlage, nein.
Nutzen wir im PKW kaum, haben zu Hause keine, macht uns krank.

Im Sommer ist zumindest die Fahrerklima ein Sicherheitsfaktor. Aufbau ist ein anderes Thema.

- Gasflaschen und eine Aufbaubatterie werden nicht mitgeliefert.

Finde ich gut. Bei den ganzen Alternativen heute hätte man sonst nur einen Satz rumstehen oder zu verkaufen, der wahrscheinlich nicht paßt.

Der Supermarkt ist ca 1km entfernt. Da wäre der Einkauf wie zu Studienzeiten mit Fahrrad und Rucksack machbar. Meine Frau ist es jedoch seit 20 Jahren gewohnt, nach der Arbeit noch eben schnell einkaufen zu fahren.

Das kommt drauf an, wie es liegt. Ich habe verschiedene Läden direkt am Weg nach hause. Da kommt für den Einkauf höchstens einmal Wagenstarten dazu. Außerdem versuche ich, verschiedene Einkäufe zu kombinieren, wenn sie nicht dringend sind.

RK

nuvamic am 25 Sep 2019 16:16:54

Darf ich mal einwerfen, dass ich es schon seltsam finde, wie sehr hier viele beim Wort "Scham" abwehren.

Sich schämen für etwas, was man falsch oder nicht gut genug macht, ist im Grunde ein guter Mechanismus. Genau wie ein schlechtes Gewissen. Diese Gefühle und Einstellungen sorgen für die Bereitschaft, etwas zu ändern. Genau, was wir derzeit brauchen.

Darum fände ich es durchaus gut, wenn mehr Leute Flugscham hätten oder ihre Scham auch in anderen "Over"-Bereichen wie Overtourism, Overkonsum oder was auch immer entdecken würden.

Dass in den letzten Jahren unser Wertekanon immer mehr auf den Kopf gestellt wurde, wir Geiz geil finden, Scham und schlechtes Gewissen aber genau wie der Gutmensch abgeschafft werden sollen, hat unserer Gesellschaft und unserer Welt nicht gut getan. Meine Meinung.

rolf51 am 25 Sep 2019 16:32:15

volki hat geschrieben:Flugreisen mit Bahnfahren ersetzen, spart etwas, aber gar nicht so viel wie man denkt. Das Flugtickets ab 19? € kosten, ist ja schon "verrückt" , das ist ja nur gut 10 Liter Diesel.

.

das noch verrücktere ist, dass wenn die Firma durch Billig tickets ins schlingern kommt, der Steuerzahler noch dafür bezahlen muss (Air Berlin, Condor).

biauwe am 25 Sep 2019 16:34:35

Moderation:Beitrag unsachlich - daher entfernt

Hab mich selber gelöscht :D

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