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Helmut baut einen LiFePo4 200 Ah Akku - keine Bauanleitung 1 ... 5, 6, 7, 8, 9, 10


fschuen am 16 Mär 2022 13:49:30

Nun, ich würde mir jetzt keine "Mission" gegen das BMS unterstellen. Ausserhalb der Womo-Umgebung verwende ich sie ja sogar selbst. Ich will halt was wichtiges wie die Stromversorgung nicht von irgendwas weggeschaltet bekommen, und bin erstaunt, mit welcher Akribie hier an Parametern rumgebastelt sind, und wie hoch die Leidensfähigkeit wegen irgendwelcher Batterieprobleme ist, die letztendlich BMS-Probleme sind. Vielleicht bin ich aber auch nur faul und mach's mir gern einfach.

basste315 hat geschrieben:Welche "einfachen Möglichkeiten zum Überspannungs-Schutz" empfiehlst du ?


Diese hier: --> Link
Ich hab eine TVS-Diode verbaut. Das ist der billigste und simpelste Weg. Eine Spannungsspitze (etwa von einem Load Dump der Lima) würde die schlucken, ohne mit der Wimper zu zucken. Für den Fall eines defekten Ladegeräts würde sie aber durchbrennen. Da ist die Hoffnung, dass sie lang genug durchhält, um die Sicherung durchzubraten, oder auf Kurzschluss geht.

basste315 hat geschrieben:Wenn Zuverlässlichkeit bei dir an erster Stelle steht - auch der Heltec-Balancer wäre doch eine "Schwachstelle" - oder?


Touché. Gibt's denn bessere Alternativen? Die Dinger sind nach meiner Erfahrung sehr zuverlässig, oder im Neuzustand schon kaputt (kann man ja testen). Und da sie nach der Anfangsphase kaum zum Einsatz kommen, dürften sie auch entsprechend lange halten. Elektronik steigt vor allem dann mit der Zeit aus, wenn sie warm wird. Drum find ich auch die MOSFET-Abschaltung so grauslig. Und verzichten möchte ich aus verschiedenen Gründen nicht auf ein solides Balancing.

andwein hat geschrieben:... unterschiedliche UVP Einstellungen in einer Bleibatterieumgebung und die stimmen all leider nicht mit Li-Batt Anfrderungen überein


Sollte so bei 10-10,5 V liegen. Die Zellen, die ich kenne, sind bis 2,5 V runterspezifiziert. Wenn die Zellen gleichlaufen - was ja der Heltec auch untenrum garantiert - dann passt das sogar innerhalb der Spezifikation. LFP ist aber viel unempfindlicher gegenüber Tiefentladung als Blei, ich hab auch Zellen mit rund 1 V wieder problemlos laden können. Man muss einfach mit geringen Strömen anfangen, dann schädigt man die Zelle nicht. Für eine UVP-Abschaltung zur Batterieschonung ist daher die Funktion des EBL nach meiner Einschätzung ausreichend. Sollte eigentlich sowieso nur selten gebraucht werden, sonst empfiehlt sich entweder eine grössere Batterie oder eine Checkliste beim Wegstellen des Womo.

Gruss Manfred

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thomker am 16 Mär 2022 17:38:36

Moin,
Ich mach Grad einen Test mit Headway Hochleistungszellen. 4 Zellen in Reihe, kein BMS, keine Balancer. Sind als Starterbatterien in 2 Motorrädern drin. Limas laden mit 14,2V. Am Ende der Saison werd ich die wieder zerlegen und dann schau ich Mal, was da so für Unterschiede bei raus kommen. Ich hoffe, die überleben das, auch wegen der Temperaturen für mich spannend...

Gruß
Thomas

basste315 am 16 Mär 2022 18:23:41

fschuen hat geschrieben:Vielleicht bin ich aber auch nur faul und mach's mir gern einfach.
Manfred

Manfred, wenn du wirklich faul bist, dann habe ich dich ja ganz schön aus der Reserve gelockt :lol: .

Aber es soll nicht umsonst sein, einen Guten :daumen2: hast du dir redlich verdient, und das Forum hat auch weitere Erkenntnisse gewonnen.

Ich wünsche dir noch einen faulen Rest-Nachmittag :wink:

Helmut

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Hajot am 27 Jun 2022 17:49:25

Moin Helmut,
ich bin ja nun schon länger unterwegs und bisher keine "Probleme" mit dem Akku gehabt. Beim Check habe ich aber nun festgestellt, das ich 14 Einträge wegen Batterieüberspannung habe.
Ich hatte ja deine Einstellungen soweit übernommen. Kennst du das auch?
Status:
Landstrom angeschlossen
Max- Batt Spannung 14,5 V Freigabe 14,3 V
Min Batt Spannung 11,5 V Freigabe 12 V
Alle 4 Zellen stehen bei 3,597 bis 3,61 Volt.

Gibt es was zu korrigieren?
Gruss
Hajot

basste315 am 27 Jun 2022 18:31:19

Hajot hat geschrieben:ich bin ja nun schon länger unterwegs und bisher keine "Probleme" mit dem Akku gehabt. Beim Check habe ich aber nun festgestellt, das ich 14 Einträge wegen Batterieüberspannung habe.

Landstrom angeschlossen
Max- Batt Spannung 14,5 V Freigabe 14,3 V
Alle 4 Zellen stehen bei 3,597 bis 3,61 Volt.

Gibt es was zu korrigieren?
Hajot

Schön wenn es läuft! Passiert ist ja nichts, das BMS ist ja der "Schutzschalter" und hat reagiert.
Du könntest natürlich bis zu 14,6 V zulassen, aber dann wird vermutlich sofort 3,65V Zellspannung erreicht und OVP ausgelöst.

Was solltest du tun? Ladeprogramme prüfen und ein geeignetes Programm einstellen.

Offenbar ist ein ungeeignegtes Ladeprogramm mit zu hoher Ladeschluss-Spannung (vielleicht AGM 14,8V) am Laufen.
Wenn es der Netzlader ist, auf BLEI-Säure (14,3-14,4 V Abs.Z. 1-2 Stunden, Erh.Sp. 13,4-13,8V) einstellen.
GEL geht auch, die längere Absorptionzeit gegenüber BLEI-Säure ist aber m.E. nicht nötig.

Wenn es nicht der Netzlader ist, prüfe auch die Einstellungen des Solarreglers und des Boosters.

Helmut

Hajot am 27 Jun 2022 19:28:40

basste315 hat geschrieben:Schön wenn es läuft! Passiert ist ja nichts, das BMS ist ja der "Schutzschalter" und hat reagiert.
Du könntest natürlich bis zu 14,6 V zulassen, aber dann wird vermutlich sofort 3,65V Zellspannung erreicht und OVP ausgelöst.

Was solltest du tun? Ladeprogramme prüfen und ein geeignetes Programm einstellen.

Helmut


Danke für die schnellen er Tipps. Lader ist auf Blei/Säure und Booster auch. Ende der Woche sind wir wieder zu Hause und dann kontrollier ich nochmal die Settings.
Ändern möchte ich zunächst nichts, letztes Jahr sind wir so super durchgekommen. Das Setup hat sich bewährt.

Gruss
Hajot

basste315 am 28 Jun 2022 18:25:12

Hajot hat geschrieben:Danke für die schnellen er Tipps. Lader ist auf Blei/Säure und Booster auch. Ende der Woche sind wir wieder zu Hause und dann kontrollier ich nochmal die Settings.
Hajot

Manche Ladegeräte (mit angeschlossenem Temperaturfühler) erhöhen bei kalten Temperaturen die Ladespannung. Bleibatterien mögen das, nicht jedoch LiFePO4-Akkus! Daher sollte ein eventuell vorhandener Temperaturfühler NICHT angeschlossen sein.

Vielleicht erfolgten die Abschaltungen am Saisonbeginn, als es noch kälter war?

Schönen Resturlaub - und lass mich/uns anschließend wissen, welches Ladegerät/Ladeprogramm mehr als 14,5 V geliefert hat oder was sonst die Ursache war.

Zusätzlich eine Kontrollfrage: Wird tatsächlich "Batterie-Überspannung" oder vielleicht "Zelle-Überspannung" angezeigt?

"Zelle-Überspannung" könnte auch unter 14,5 V Ladespannung auftreten, wenn der AKKU noch nicht ausreichend balanciert ist und eine Zelle nach oben (über 3,65V) hochläuft.

Helmut

basste315 am 06 Okt 2022 09:02:54

"Übersiedlung" aus dem Sammeltröd --> Link

basste315 hat geschrieben:Ich möchte auch meinen 200Ah LiFePo4-Selbstbau - fertiggestellt bereits im März 2021 - in dieser Sammlung einfügen.


Gesamtkosten: € 543,54 plus Labornetzgerät ca. € 54,--, 35 mm2 Kabel für WR ca. € 40,-- , Lötkolben, Krimpzange ….
Helmut

biauwe hat geschrieben:Helmut,
wird der Akku nicht zu warm, wenn die Heizung an ist?

Hallo Uwe,
nein, kein Problem!
Die Heizung bläst nur nach rechts in Richtung Fahrersitz. Ich habe nur das T-Stück nicht gewechselt und das Schlauchstück nach vorne drangelassen, dieses ist jedoch vorne verschlossen. In der Sitzkiste vorne war früher der 2. Heizauslaß, dieser hängt nicht mehr am Heizschlauch und ist geöffnet.
Es wird also keine Warmluft in die Sitzkliste geblasen, die Abwärme des Schlauches ist gering.
Und wenn der Lüfter des Wechselrichters fallweise anspringt, kann die "warme" Luft durch den geöffneten ehemaligen Heizauslaß vorne raus.
Also keine Temperaturprobleme!

Helmut

Nordpol am 07 Okt 2022 20:14:38

basste315 hat geschrieben:Labornetzgerät auf 3,65 Volt einstellen (max.Zellspannung lt. Datenblatt beachten !
Am Bild zeigt der Lader nur mehr einen Stromfluss von 1,61 A, da war der Block wohl schon ziemlich voll. Wenn kein Strom mehr fließt = 0 A ist man fertig. Dann das Ladegerät wegnehmen und den Akku 24 Stunden rasten lassen.


Bin gerade dabei, mehrere Labornetzteile an mehren Zellen zu hängen, weil meine Busbars noch fehlen.
Muss man wirklich warten, bis der Stromfluss auf 0 ist?
Habe mich grad auch nicht getraut, die Zellen über Nacht weiter laufen zu lassen, weil ich nicht weiß, ob die Zellen überladen werden können und irgendwas passiert. Und zugleich ärgere ich mich über die 14 Std., die ich so flöten gehen lasse. :roll:

Energiemacher am 07 Okt 2022 22:28:14

Lies dir doch einfach den Beitrag vom Stocki zum Thema Initialisierung durch. Dann sind all deine Fragen beantwortet.


Grüße

basste315 am 07 Okt 2022 22:42:12

Nordpol hat geschrieben:Muss man wirklich warten, bis der Stromfluss auf 0 ist?
Habe mich grad auch nicht getraut, die Zellen über Nacht weiter laufen zu lassen, weil ich nicht weiß, ob die Zellen überladen werden können

Hallo Nordpol,
Ich bin damals mangels Erfahrung auch vor dem AKKU gesessen und habe mich nicht getraut, unbeobachtet zu laden.

Ich habe "gelernt" , dass man die Zelle NICHT überladen kann, wenn das Ladegerät korrekt auf 3,4 - maximal 3,65 V für blaue LiFe-Zellen eingestellt ist (kontrolliere betreffend LSSP das Datenblatt deiner Zellen). Wie ich beobachtet habe, geht gegen Ladeschluss der Strom zunehmend bis auf 0 Ampere zurück, weil die Zellchemie dagegen wirkt.

Nur wenn du die Spannung am Ladegerät erhöhen würdest, nimmt der AKKU weiter Strom auf.

Experiment zur Beschleunigung des Ladens (aber nur unter Beobachtung :!: ):
Ich konnte bei zurückgehendem Ladestrom durch Erhöhung der Spannung am Ladegerät (auf 4 V 8) statt 3,65 V) den Stromfluss (A) erhöhen und die Ladung beschleunigen. Allerdings habe ich dabei mit dem MM die Spannung des AKKUs beobachtet und bei 3,4 V sicherheitshalber angebrochen.

Nordpol hat geschrieben:Bin gerade dabei, mehrere Labornetzteile an mehren Zellen zu hängen, weil meine Busbars noch fehlen.

Wenn du die Zellen zwecks Initialladung parallel verbinden willst, brauchst du nicht auf Busbars warten. Die Ströme sind im Parallelverbund so gering, dass es genügen würde, z.B. 3x1,5 mm2 Drähte abzuisolieren und zu verdrallen.
Wenn der Strom auf Null zurückgeht, solltest du am Parallelverbund die Ladeschluss-Spannung von 3,4 - maximal 3,65 V für 24 Stunden weiter anstehen zu lassen.

Helmut

basste315 am 07 Okt 2022 22:55:21

Korrektur statt angebrochen - abgebrochen
basste315 hat geschrieben:Allerdings habe ich dabei mit dem MM die Spannung des AKKUs beobachtet und bei 3,4 V sicherheitshalber abgebrochen.
Helmut

Nordpol am 08 Okt 2022 00:28:31

basste315 hat geschrieben:Ich bin damals mangels Erfahrung auch vor dem AKKU gesessen und habe mich nicht getraut, unbeobachtet zu laden.


Hallo Helmut,
ich wußte, dass Du mich verstehst.
Mir gehts grad genauso, wie Dir zuvor. :ja:

basste315 hat geschrieben:Ich habe "gelernt" , dass man die Zelle NICHT überladen kann, wenn das Ladegerät korrekt auf 3,4 - maximal 3,65 V für blaue LiFe-Zellen eingestellt ist (kontrolliere betreffend LSSP das Datenblatt deiner Zellen). Wie ich beobachtet habe, geht gegen Ladeschluss der Strom zunehmend bis auf 0 Ampere zurück, weil die Zellchemie dagegen wirkt.


Genau das beantwortet meine Frage, nämlich, ob es an den Zellen selber liegt oder das Netzteil das liefern muss.
Danke für Deinen Hinweis.

Ansonsten finde ich es ganz genau richtig so, dass Newbies (wie Du seinerzeit und wie ich heute) in Sachen Batteriebau lieber ein wenig vorsichter zu Werke gehen als zu forsch.

Danke für Deine Hilfe Helmut, ich habe meine Frage ganz bewußt in "Deinem Thread" gestellt. :top:

Was die fehlenden Busbars angeht: Es ging mir nicht um den Prarallelverbund, sondern um den provisorischen Zusammenbau samt BMS, um bis kurz vor Ladeschlussspannung mit einem 30A Ladegerät vollzuladen. Aber ok, ich arbeite jetzt mit bis zu 5 Labornetzteilen bzw. Entladern gleichzeitig, weil ich neben dem schlussendlichen Initialisieren zuvor auch die Kapazität der Zellen messen will.

Michael

Nordpol am 08 Okt 2022 00:45:58

basste315 hat geschrieben:(kontrolliere betreffend LSSP das Datenblatt deiner Zellen).


Ergänzung:
Datenblatt meiner Zellen:
LF280K-72174:
Cut off voltage of charge / discharge: 3.65 V/2.5 V

basste315 am 08 Okt 2022 10:50:25

Nordpol hat geschrieben:Was die fehlenden Busbars angeht: Es ging mir nicht um den Prarallelverbund, sondern um den provisorischen Zusammenbau samt BMS
Michael
:lol:
Da geht es dir, wie es mir gegangen ist - man kann ja nicht stillsitzen, auch wenn einige Teile noch fehlen. Auch ich habe zuerst die mitgelieferten mickrigen Polverbinder verwendet und erst später ordentliche platziert --> Link.

Wenn du es besonders eilig hast, dann kauf dir doch im Baumarkt ein Stück Kupferblech Amazon Link , da kannst du mit der Blechschere Streifen schneiden. Doppel- oder dreilagig hast du auch genügend Querschnitt. Kostet fast nix und gibt dir "Beschäftigung" ;D

Helmut

andwein am 08 Okt 2022 15:47:57

Nordpol hat geschrieben:nd zugleich ärgere ich mich über die 14 Std., die ich so flöten gehen lasse.

Du ärgerst dich der Batteriechemie Zeit zu lassen den Strom sauber zu speichern und dem Balancer Zeit zu geben die Blockspannungen auszugleichen??????? Ich glaube bei dem Thema "Batterieladung" musst du deine Zeitvorstellungen überdenken!
Schonende und effektive Batterieladung bedeutet "der Batterie Zeit lassen"
Gruß Andreas

Nordpol am 08 Okt 2022 20:38:25

basste315 hat geschrieben:Da geht es dir, wie es mir gegangen ist - man kann ja nicht stillsitzen, auch wenn einige Teile noch fehlen.


Haha, ja so in etwa ist es. :ja:
Ich habe mir anders beholfen.
Inzwischen laden hier 3 Labornetzteile und 2 Entlader tun ihren Dienst.
Soll heißen, ich lade und entlade zwar Einzelzellen (zwecks Kapazitätstest), aber nicht mit einem einzigen Lader/Entlader.

basste315 hat geschrieben:...und gibt dir "Beschäftigung" ;D
Helmut


Danke für die ganzen Tips zur Beschäftigung, aber daran mangelt es grad nicht.
800WP Solar wollen aufs Dach, ein 150l Tank will angeschlossen werden und 3,5t zul. Gesamtgewicht warten darauf, 500kg Luftfederzuwachs zu bekommen. Vom Job mal ganz zu schweigen, also über Arbeitsmangel klage ich grad nicht. :lach:

andwein hat geschrieben:Du ärgerst dich der Batteriechemie Zeit zu lassen den Strom sauber zu speichern und dem Balancer Zeit zu geben die Blockspannungen auszugleichen???????


Hallo Andreas, lies einfach nochmal genau, worüber ich mich geärgert hatte. :wink:
Heute abend war ich danke Helmuts Hilfe mutiger und die Lader laufen durch.
Hatte Sorge, etwas kaputt machen zu können.

Oh, an Helmut nochmal: Soll ich eigentlich einen anderen Thread aufmachen.
Ich wollte Deinen Thread hier nämlich nicht kapern, sorry... :roll:
Vielleicht könnten die Modis dann helfen, die Nachrichten rüber zu karren.
Aber ganz ehrlich, die erste Frage gestern wollte ich ganz bewußt hier stellen, weil ich Dich so ein bischen als "Bruder im Geiste" in Sachen Eigenbau ansah und mir dachte, dass wir ein paar ganz ähnlich Gedanken, Sorgen, Vorstellungen und Fragen haben/hatten und Du ja nun eine ganze Menge Erfahrungsvorsprung gesammelt hast. :ja:

basste315 am 08 Okt 2022 21:09:16

Nordpol hat geschrieben:Oh, an Helmut nochmal: Soll ich eigentlich einen anderen Thread aufmachen.

Kein Problem, der Baubericht ist ja abgeschlossen und so verschwindet der Tröd wenigstens nicht in der Versenkung.
Also gerne weiter hier :wink:

Helmut

Stocki333 am 10 Okt 2022 16:02:26

Nordpol hat geschrieben:Inzwischen laden hier 3 Labornetzteile und 2 Entlader tun ihren Dienst.
Soll heißen, ich lade und entlade zwar Einzelzellen (zwecks Kapazitätstest), aber nicht mit einem einzigen Lader/Entlader.

Einen Tipp für den Zusammenbau auf Seriell.
Alle Zellen sollten eine Leerlaufspannung von ca. 3,5 Volt haben. So ist sichergestellt, das alle Zellen auf den selben Energielevel sind.
Sonst wärst du nicht der einzige, den sein Accu an den Rand der Verzweiflung bringt. Gab ja mehrere die solche Sachen mit den Zellen gemacht haben. Als tue dir was Gutes und nimm meinen Rat an.
Franz

Nordpol am 10 Okt 2022 18:12:49

Stocki333 hat geschrieben:Als tue dir was Gutes und nimm meinen Rat an.


Danke Franz, Deinen Rat nehme ich gerne an.

Stocki333 hat geschrieben:Alle Zellen sollten eine Leerlaufspannung von ca. 3,5 Volt haben.


Wie ist dieses "ca. 3,5v" gemeint?

Alle können auch 3,45v oder 3,52v sein, Hauptsache identisch?
Oder eine kann 3,45 und eine andere auch 3,52v sein?

basste315 am 11 Okt 2022 08:01:49

[quote="Nordpol"]
Wie ist dieses "ca. 3,5v" gemeint?

Alle 4 Zellen sollten beim seriellen Zusammenbau die gleiche Spannung von ca. 3,5 V haben.
Die Betonung liegt auf GLEICH.
Der serielle Verbund mit angeschlossenem BMS hat dann eine Spannung von ca. 14 V. Wenn du eine Ladespannung von 14,4 V anlegst, kann der AKKU ganz voll geladen werden und die Balancer können die am Ladeende entstehende Drift ausgleichen.

Helmut

Nordpol am 11 Okt 2022 09:26:52

basste315 hat geschrieben:Alle 4 Zellen sollten beim seriellen Zusammenbau die gleiche Spannung von ca. 3,5 V haben.
Die Betonung liegt auf GLEICH.


Ok, so habe ichs mir auch schon gedacht.
Heißt also, ich stelle dann das Netzteil auf 3,5v und warte, bis kein (oder nahezu kein) Strom mehr fließt?
Oder ich könnte auch alle 4 Zellen vollladen, parallel verbinden und dann eine Last anhängen, die bis auf 3,5v entlädt.
Habe auch mal in einem Beitrag gesehen, dass einer die 4 Zellen nahezu gleich voll lädt und sie anschließend 24 Std. parallel verbindet, damit alle 4 gleich sind.

Warum macht man die 4 Zellen eigentlich auf ca. 3,5v und nicht alle 4 Zellen komplett voll auf 3,65v?
Soll tatsächlich der Balancer den Rest machen, weil der das noch genauer hin bekommt?

Stocki333 am 11 Okt 2022 10:12:43

Nordpol hat geschrieben:Habe auch mal in einem Beitrag gesehen, dass einer die 4 Zellen nahezu gleich voll lädt und sie anschließend 24 Std. parallel verbindet, damit alle 4 gleich sind.

Aufpassen.
Wenn du mit Einzellzellen spielst. Und du hast zu hohe Differenzen in denZellkapazitäten. Dann funktioniert das Initialbalancing nicht korrekt in dem normalen Zeitrahmen.
Darum meine Warnung. Lies dir das
--> Link
Wenn bei dir was Schief läuft bei der Spielerei. Dann hast du auf einmal so einen Accu. Du wärst dann nicht der Erste, der bei mir landet. Weil der Accu sich genau so verhält wie der hier.
Darum sollte die Leerlaufspannung jeder Zelle 3,5 Volt Ruhespannung haben.
Wichtig. Jede Zelle Einzeln. Nicht im P - Verbund.
Wenn man schon spielt mit den Einzelzellen. Deine Sache. Der Sinn erschliesst sich mir nicht.
So muß man auch Sorge tragen, das bei Zusammenbau des Accus alle Zellen auf Gleichstand sind. Und das geht nur so, wie ich es geschrieben habe.
Warum macht man die 4 Zellen eigentlich auf ca. 3,5v und nicht alle 4 Zellen komplett voll auf 3,65v?

Weils Egal ist.
Soll tatsächlich der Balancer den Rest machen, weil der das noch genauer hin bekommt?[

Darauf kannst du einen lassen. Aber wenn die Basis nicht passt. Ist der Chancenlos in einer Vernünftigen Zeit.

Franz

Nordpol am 11 Okt 2022 10:46:10

Stocki333 hat geschrieben:Aufpassen.
Wenn du mit Einzellzellen spielst.
Wenn man schon spielt mit den Einzelzellen. Deine Sache. Der Sinn erschliesst sich mir nicht.


Reine Notwehr. :roll:
Meine BMSse kommen und kommen nicht.
Und bei einem der Batterypacks fehlten die Busbars, weshalb ich nur 4 BBs habe.
Daher kann ich momentan weder den Parallelverbund auf 3,65v laden, noch kann ich einen seriellen Verbund samt BMS auf 90% vorladen, um Zeit zu sparen.
Denn ich möchte bei den Einzellzellen die wirkliche Kapazität messen, daher auch die Spielerei mit den Einzellzellen.
Ich möchte einfach wissen, was ich da genau erhalten habe:
QR-Codes sind stimmig, Innenwiderstand passt, aber die Kapazität kann ich nur messen und genau das mache ich gerade.
Danach kann ich genau sagen, wie gut mein Akku wirklich ist/wird.

Stocki333 hat geschrieben:Darum sollte die Leerlaufspannung jeder Zelle 3,5 Volt Ruhespannung haben.
Wichtig. Jede Zelle Einzeln. Nicht im P - Verbund.


Ich denke, ich werde alle 4 Zellen auf 3,65v aufladen und dann 24 Std. ruhen lassen.
Anschließend hänge ich sie an meinen EBC-A10H oder den EBD-A20H, die messen beide bis auf 3 Stellen nach dem Komma und können auch beide entladen, sodaß ich relativ sicher gewährleisten kann, identische Zellspannungen herzustellen.
Ob die dann 3,5v hat, kann ich nicht sicher sagen. Kann ja auch sein, dass die nach 24 Std. bereits auf 3,38v gefallen ist. Habe ich keinen Einfluss drauf. Aber 4 x identische Zellspannung ist so recht sicher machbar.

Den Balancern sollte also nicht wirklich viel Arbeit übrig bleiben. :ja:

basste315 am 11 Okt 2022 11:17:05

Nordpol hat geschrieben:Denn ich möchte bei den Einzellzellen die wirkliche Kapazität messen, daher auch die Spielerei mit den Einzellzellen.

Auch mein RAT: Lass diese unnötigen Spielereien mit den Einzelzellen :roll:

Was soll dir die Erkennnis betreffend der "wirklichen Kapazität" der Einzelzellen bringen, die kannst du sowieso nicht ändern, das ist der Zell-Chemie geschuldet.

Wenn der aus Einzelzellen gebaute AKKU später funktionieren soll, richtet sich die nutzbare Kapazität sowieso (mit Hilfe der Balancer) nach der schwächsten Zelle. Oder willst du mehrere AKKUs bauen und vorher die Zellen selektieren?

Mach das, was für die Initialisierung Sinn macht: --> Link
Verbinde *) die (bisher teil- oder schon voll geladenen) Einzelzellen parallel (+ mit + und - mit -) und hänge einen Laborlader an. Stelle einen Wert von 3,5 bis maximal 3,65 V ein. Mein Lader schaffte anfangs 10 A, der Strom wird langsam zurückgehen und sich bis Ladeschluss auf 0 A reduzieren. Wichtig: Messe die Spannung zwischen Plus und Minuspol am AKKU, verlass dich nicht auf das Ladegerät und überschreite nicht die 3,65 V. Dann nimm das Ladegerät weg und lass den Parallelverbund 24 Stunden so stehen, damit sich die Zellen in Ruhe endgültig angleichen können.
*) Da keine hohen Ströme fließen, kannst du statt der fehlenden Busbars auch einfach 3x1,5 mm2 Drähte eines abisolierten Netzkabels verdrallen.

Wenn du so weit bist und das BMS geliefert wurde, dann meldest du dich wieder und erhältst - wenn notwendig, weitere Unterstützung.

Helmut

Nordpol am 11 Okt 2022 11:39:44

basste315 hat geschrieben:Oder willst du mehrere AKKUs bauen und vorher die Zellen selektieren?


Genau darum geht es. :wink:
Dazu mal ne Frage in die Runde:
Um die Kapazität zu messen, würde ich die volle Zelle bis auf 2,7v entladen (LSSP lt. Datenblatt liegt bei 2,5v).
Ist das ok oder sollte ich lieber nur bis 2,9v oder gar wirklich bis 2,5v runter gehen?
Ich glaube eh, dass unterhalb von 2,9v nicht mehr viel zu holen ist.
Daher die Frage: Ist 2,7v noch ok oder sollte ich der Zelle zuliebe lieber auch beim einmaligen Kapazitätstest nur bis min. 2,9v entladen?
Noch könnt ichs ändern.

Nordpol am 11 Okt 2022 11:54:48

Nordpol hat geschrieben:[
Ich glaube eh, dass unterhalb von 2,9v nicht mehr viel zu holen ist.


Beweis, dass selbst unter 3v nicht viel zu holen ist. --> Link
Unterhalb von 3v hat er nur noch ca. 2AH heraus geholt.
Ich stell jetzt mal auf 2,9v für den Kapazitätstest ein. :wink:

basste315 am 12 Okt 2022 15:44:05

Nordpol hat geschrieben:Ich stell jetzt mal auf 2,9v für den Kapazitätstest ein. :wink:

Wenn du sicher bist, dass dein „Tester“ richtig misst, dann würden die Zellen auch 2,5 V ohne Probleme aushalten.
Wie willst du mit dieser Aktion selektieren?
Helmut

Nordpol am 12 Okt 2022 22:10:49

basste315 hat geschrieben:Wenn du sicher bist, dass dein „Tester“ richtig misst, dann würden die Zellen auch 2,5 V ohne Probleme aushalten.
Wie willst du mit dieser Aktion selektieren?
Helmut


Naja, macht aber den Braten nicht mehr fett.
Die max. 3-4%, die ich dadurch nominal mehr gewinne, kann ich ja real gar nicht nutzen, weil Spannung zu niedrig.
Aber ich habe die ersten 2 Cell-Ergebnisse:

Cell1: 287 AH bei 3,65v mit Cutoff 0,1 -> 2,9v
Cell2: 282 AH bei 3,65v mit Cutoff 0,5 -> 2,9v

Soll heißen, sie sind beide deutlich über 280AH.
Womöglich hätte ich sie in Richtung 300 AH quälen können, aber wozu?
Schau Dir meinen Link von vorher an, bei 2,9v kannst Du davon ausgehen, dass die Zellen nochmal nominell 3-4% mehr bringen.
Spare ich mir, weil ich mein BMS abschaltmäßig "untenrum" eh auf 2,9v einstellen werde.
Wäre also nur, um rein theoretisch zu wissen, dass meine Zellen z.b. quasi 300 AH haben. Bringt mir aber nichts, weil Theorie und nicht Praxis.

Nordpol am 13 Okt 2022 00:01:28

Cell3: 283 AH bei 3,65v mit Cutoff 0,3 -> 2,9v

Nordpol am 16 Okt 2022 19:24:22

basste315 hat geschrieben:Wenn du sicher bist, dass dein „Tester“ richtig misst, dann würden die Zellen auch 2,5 V ohne Probleme aushalten.
Wie willst du mit dieser Aktion selektieren?


Hast gar nicht so unrecht.
Habe heute mal eine bis 2,7v cutoff messen lassen: 303 AH :mukkies:
Ich scheine echt wirklich gute Ware erhalten zu haben.
Bei cutoff 2,5v wäre sicher noch ein bischen drin. Und sie sind eigentlich als 280er deklariert.

deacheapa am 16 Okt 2022 19:58:59

Nordpol hat geschrieben:Habe heute mal eine bis 2,7v cutoff messen lassen: 303 AH :mukkies:
Ich scheine echt wirklich gute Ware erhalten zu haben.
Bei cutoff 2,5v wäre sicher noch ein bischen drin. Und sie sind eigentlich als 280er deklariert.


Sag ich doch, die inneren Werte zählen. :wink:

Solche "2Wahl" Ware würde ich immer optisch aufgewerteter schon gebrauchter vorziehen. :ja:

basste315 am 13 Dez 2022 18:02:50

Winterschlaf :snowman: :snoopy:

Das Fahrzeug steht unter der Wehmann-Schutzhülle --> Link vor dem Haus und der nicht abgeschaltete AKKU ist in einer Sitzkiste im Innenraum. Allerdings sind keine Verbraucher eingeschaltet, aber z.B blieb der Wechselrichter am AKKU und ist Standby.
Das Netzkabel ist am Womo, wird aber nur zum gelegentlichen Nachladen bei Plustemperaturen mit dem Netz verbunden, um auch den Starterakku am Leben zu erhalten.

Der minimale Verbrauch wird von BMS nicht angezeigt, daher ändert sich auch nicht die angezeigte Kapazität.

Die Spannung wird daber korrekt angezeigt und sollte 12 V nicht unterschreiten, dann muss (wenn Plusgrade herrschen) nachgeladen werden.

Letzten Winter ging die AKKU-Temperatur trotz geringem Außenfrost nie unter 0 Grad.
Heute (13.12.2022) ist bei Außentemperaturen von - 10 Grad auch der Akku erstmals "unterkühlt" :wink: .



Helmut

basste315 am 25 Dez 2022 13:40:06

basste315 hat geschrieben:Winterschlaf :snowman: :snoopy:
Das Netzkabel ist am Womo, wird aber nur zum gelegentlichen Nachladen bei Plustemperaturen mit dem Netz verbunden, um auch den Starterakku am Leben zu erhalten.
Helmut

Meine neue Strategie ab 12/2022:

Ich habe über die APP den Lade- und Entladeport gesperrt und lasse das Netzkabel am Netz.
Vorteil: Die Starterbatterie erhält Erhaltungsladung, die 12V Versorgung im Womo erfolgt über den EBL, der AKKU hat Winterruhe und dessen geringe Selbstentladung ist zu vernachlässigen.

Aufgrund der warmen Temperaturen > 10 Grad habe ich die Gelegenheit genutzt und den AKKU voll geladen.
Obwohl vorher 99% Kapazität bei 13,3V mit einem "Sprung" auf 65% :?: bei 13,3 V angezeigt wurden, gingen rund 40 Ah in den Akku, bis wieder eine Synchronisierung auf 100% erfolgte.
Dies entspricht in etwa dem nicht vom BMS angezeigten Ruheverbrauch (des Wechselrichters im Standby) über ca. 5 Wochen. Der AKKU hat sich bei 14,3V mit einem Delta von <15 mV synchronisiert und sich dann auf die 13,8 V Erhaltungsladung des EBL reduziert.
Diese Erhaltungsspannung von 13,8 V könnte problemlos länger "anstehen", siehe Battleborn Interview von Will Prowse --> Link .
Ich gönne dem Akku aber "totale Entspannung" :wink: und habe mit der APP den Lade- und Entladeport abgeschaltet.
Ein Teilentladen - wie manche empfehlen - halte ich angesichts der ausgelobten > 2000 Zyklen für übertrieben.

M.E. lohnt es sich, das Interview (englisch) zur Gänze zu sehen.

Helmut

Gast am 29 Dez 2022 12:03:30

basste315 hat geschrieben:...gingen rund 40 Ah in den Akku, bis wieder eine Synchronisierung auf 100% erfolgte.....Der AKKU hat sich bei 14,3V mit einem Delta von <15 mV synchronisiert....


Meinst Du Balancierung bzw. balanciert?
Eine Synchronsisierung (mit wem?) kenne ich bei Batterien nicht.

basste315 am 29 Dez 2022 14:59:53

Gast hat geschrieben:Eine Synchronsisierung (mit wem?) kenne ich bei Batterien nicht.

Gemeint ist, die zwischenzeitilich falsche Kapazitätsanzeige ging am Ladeende wieder auf korrekte 100%.

Helmut

basste315 am 21 Jan 2023 14:04:52

Spannungsverlauf bei abgeschaltetem AKKU:

EBL Netzlader und Lade- und Entladeport noch eingeschaltet, Temperatur 7,7 Grad
23.12. / 00:31 14,33 V Ladeschluss-Spannung Kap 100% (200,00 von 200,00 Ah)
24.12. / 08:57 13,8 V Erhaltungsspannung
Lade- und Entladeport per APP abgeschaltet, Netzlader weiterhin aktiv Erhaltung Starterakku
24.12. / 11:02 13,79 V
25.12. / 07:18 13,76 V
26.12. / 14:25 13,77 V
27.12. / 12:42 13,77 V
28.12. / 09:12 13,74 V
29.12. / 08:32 13,73 V
30.12. / 12:24 13,70 V
01.01. / 09:22 13,67 V
02.01. / 08:13 13,66 V
03.01. / 11.11. 13,66 V
04.01. / 08:14 13,65 V
06.01. / 08:02 13,64 V
08.01. / 13:11 13,62 V
10.01. / 05:28 13,60 V
12.01. / 08:14 13,59 V Kap. 99 % (197,76 von 200 Ah)
Lade- und Entladeport eingeschaltet, Akkutemperatur 7 Grad
18 A EBL-Lader, davon gingen nur 5 A Ladestrom fallend bis 0 A in den AKKU
Ladedauer nur 30 Minuten bis zur Ladeschlussspannung von 14,30 V – Delta 27 mV

Ich schätze, dass nach 20 Tagen nicht mehr als 2-3 Ah gefehlt haben und geladen werden konnten.
Der Akku war jedenfalls nach ca. 2 Stunden auf 14,34 V mit 13 mV Delta ausbalanciert.

Anschließend habe ich den Akku wieder per App abgeschaltet.

Helmut

basste315 am 02 Feb 2023 16:33:19

Aktueller Stand nach Voll-Ladung und Abschaltung am 12.1.2023


Helmut

dietmardd am 02 Feb 2023 17:54:28

Wie ist es mit dem Versicherungsschutz bei selbst gebauten Batterien?

Diese haben zwangsweise kein amtliches Prüfkennzeichen und damit keine Zulassung für ein Kraftfahrzeug. Wenn z.B. von der Batterie ein Brand ausgeht (externer Kurzschluss), weil z.B. das BMS fehlt oder nicht funktioniert hat, dann könnte es passieren, dass die Versicherung nicht zahlt. Das gleiche könnte auch bei manchen Batterien von Ali-Express passieren.

basste315 am 02 Feb 2023 19:04:32

dietmardd hat geschrieben:Wie ist es mit dem Versicherungsschutz bei selbst gebauten Batterien? Diese haben zwangsweise kein amtliches Prüfkennzeichen und damit keine Zulassung für ein Kraftfahrzeug. Das gleiche könnte auch bei manchen Batterien von Ali-Express passieren.

Ironie an: Die haben doch alle das CE Zeichen für China Export :lol:
dietmardd hat geschrieben:Wenn z.B. von der Batterie ein Brand ausgeht (externer Kurzschluss), weil z.B. das BMS fehlt oder nicht funktioniert hat, dann könnte es passieren, dass die Versicherung nicht zahlt.

Hast du dafür belastbare Beispiele oder nur "Bedenken" :roll:

1) LiFe-Akkus ohne BMS (oder vergleichbare Relais-Schutz-Schaltungen) halte ich für ein NO GO
2) Im Falle eines Kurzschlusses darf ich davon ausgehen, dass eine richtig dimensionierte Sicherung den Strom unterbricht

Auch der teuerste "Marken"-Akku wäre in der Lage, bei falscher Verkabelung und Absicherung großen Schaden anzurichten.

Helmut

basste315 am 02 Feb 2023 19:13:48

dietmardd hat geschrieben:Ganz anders ist es bei einem externen Kurzschluss. Dann wird die gesamte geladene Stromkapazität in sehr kurzer Zeit frei gesetzt. Das ist bei alle Arten von Batterien so.

basste315 hat geschrieben:Auch der teuerste "Marken"-Akku wäre in der Lage, bei falscher Verkabelung und Absicherung großen Schaden anzurichten.
Helmut


Schön dass du es so siehst wie ich :wink: , gilt für alle Arten von Batterien, nicht nur Blei und LiFe, sondern auch mit oder ohne CE :wink:

Helmut

cinzano01 am 02 Feb 2023 22:11:32

Von JEDER Bleibatterie, insbesondere von etlichen professionellen Installationen sogenannter "Fachbetriebe", geht ein wesentlich höheres Brandrisiko aus, wie von einer ordnungsgemäß gebauter LiFePO4-Batterie

dietmardd am 03 Feb 2023 00:31:04

Guggelt mal nach "LiFePO4" und "abgebrannt" und klickt, wenn man nichts findet, auf den Reiter Bilder und man findet einige Beispiele. Da LiFePO4-Batterien sich sehr sehr selten spontan selbst entzünden, ist es sehr wahrscheinlicher, dass das BMS bei einem externen Kurzschluss versagt hat.

Es ist eine Tatsache, dass LiFePO4-Batterien im Vergleich zu den Li-Ionen-Batterien in Autos oder Bussen sehr sehr viel weniger spontan abbrennen, aber es kommt vor. Wenn man Eigenbau-Batterien ohne amtliches Kennzeichen in seinem Wohnmobil einbaut, dann bedeutet dies, dass die Zulassung des ganzen Fahrzeuges eventuell erlischt. Das ist bei Tunern von PKWs oft auch so.
Wenn es zu einem Unfall oder einem anderen Schadereignis kommt, hat man rechtlich ganz ganz schlechte Karten und verliert seinen Versicherungsschutz. Außerdem kann es saftige Strafen geben, wenn man in einem Fahrzeug unterwegs ist, das durch nicht zugelassene Umbauten seine Zulassung verloren hat. Danach hatte ich gefragt.

Hier mal ein sicher nicht allzu gutes Beispiel aus noch Great Britain.

Zitat des Polizeichefs von Scotland: "Es ist nicht die Aufgabe der Polizei, bei Unfällen den Schuldigen zu ermitteln."

Ausnahme: Ein Fahrer steht unter Drogen oder Alkohol. Dieser Fahrer bekommt bei Unfällen immer die Schuld, egal, ob er der Verursacher ist.

Wenn man mit einem Kraftfahrtzeug ohne gültige Zulassung unterwegs ist und in einen Unfall verwickelt wird, kann einem ähnliches auch in D oder Europa passieren.

Ein Hersteller von LiFePO4-Batterien fertigt diese ja in einer gewissen Serie. Er erhält Reklamationen, wenn z.B. die Batterie und das BMS nicht harmonieren. Dann wird er darauf reagieren und ein besseres BMS verbauen. Ein Selbstbauer verfügt nicht über solche Erfahrungen und verbaut z.B. ein BMS aus Ali-Express mit ungewissen Eigenschaften oder kauft es von einem Anbieter von Bausätzen, der es bei Ali Express oder ähnlichen Quellen besorgt hat. Es gibt den Spruch: "Der Gewinn wird beim Einkauf gemacht." Das bedeutet, dass von Geschäftsleuten meist das Billigste gekauft wird, was der Markt hergibt. Und das ist nicht immer das Beste.

Das Zusammenschrauben von LiFePO4-Batterien ist kein Hexenwerk, wenn man über Grundkenntnisse in E-Technik verfügt. Die allerwenigsten Selbstschrauber werden aber den chinesischen Markt der BMS so gut kennen, um die Qualität eines BMS einschätzen zu können.

dietmardd am 03 Feb 2023 00:39:48

Ich habe obiges nicht geschrieben, um jemanden runter zu machen. Ich erwäge ja auch, eventl. LiFeYPO4-Batterien selbst zusammen zu schrauben und möchte wissen, auf was ich mich da rechtlich einlasse.

Energiemacher am 03 Feb 2023 00:59:30

dietmardd hat geschrieben:Ich habe obiges nicht geschrieben, um jemanden runter zu machen. Ich erwäge ja auch, eventl. LiFeYPO4-Batterien selbst zusammen zu schrauben und möchte wissen, auf was ich mich da rechtlich einlasse.



Da du sehr große Zweifel hast und dich scheinbar arge Bedenken beschäftigen, dann lass es sein und kaufe dir eine Batterie mit "amtlichem Siegel". Damit reduzierst du deine Bedenken um ein vielfaches und ersparst dir schlaflose Nächte.


Im übrigen, wenn jemand seinen Akku wechselt ist das noch lange keine Änderung am Fahrzeug, die die Betriebserlaubnis in Frage stellt.
Fahrzeugtuning in diesem Zusammenhang zu nennen....naja :roll:

Und warum zitierst du hier einen Schotten? Die Insel ist doch für dich eine NoGo-Area.

Grüße und immer einen kühlen Akku im Wohnklo

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