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Wachsende Beliebtheit alter Kastenwagen? 1, 2, 3, 4


maxmara am 06 Dez 2022 20:33:51

Immer mehr Hersteller von Kastenwagen setzen bei Neufahrzeugen verstärkt auf den Elektroantrieb. Das macht Vans mit Benzin-oder Dieselmotoren zu Auslaufmodellen. Spätesten nach 30 Jahren wird so ein Wohnmobil dann zum Oldtimer. Die in den 1970er Jahren mit Wohneinrichtung ausgebauter Kleintransporter, welche zusätzlich über Sanitärausstattung einschließlich Toilette und Dusche verfügte, werden als Reisemobil bezeichnet, schafften insgesamt aber nur überschaubare Zulassungszahlen.

Peter Pössl war es Ende der 80er Jahre vorbehalten mit seinen Vanausbauten, die Tür für die Massenverbreitung dieses Campertyps aufzustoßen. Heute sind Hundertausende Ducato, Sprinter und Transit, die vor 1991 erstmals zugelassen wurden, mit einem H-Kennzeichen auf unseren Straßen unterwegs und es werden immer mehr. Vorwürfe hinsichtlich fehlender Umweltverträglichkeit 30 Jahre alter Vans sind leicht zu entkräften. Ein überschaubarer Erhaltungsaufwand hat einen geringeren ökologischen Fußabdruck, als die ressourcenverzehrende Produktion eines neuen Wohnmobils.

Viele Camper schätzen die robuste Technik, welche in etwas betagteren Fahrzeugen zu finden ist. Des weiteren bringt eine Zulassung als historisches Fahrzeug die Möglichkeit, sich auch ohne Feinstaubplakette in Umweltzonen zu bewegen. Außerdem fällt  für ein Fahrzeug mit H-Kennzeichen fällt immer die gleiche KFZ-Steuer an. Derzeit liegt sie bei pauschal 191,73 Euro im Jahr.  Nicht ohne Grund greifen also viele handwerklich geschickte Camper auf alte Kästen zurück, um diese selbst zu Wohnmobilen auszubauen. Dabei gilt es zu beachten, dass alle Umbauten positiv vom TÜV begutachtet werden können, die theoretisch 10 Jahre nach Erstzulassung des Fahrzeuges möglich gewesen wären..

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chrisc4 am 06 Dez 2022 20:45:24

Die derzeitige Gesetzgebung ist nicht in Stein gemeißelt! So etwas kann sich heutzutage schnell ändern!
Den alten Dreckschleudern könnte so bald EU-weit das Aus drohen.

ManfredK am 06 Dez 2022 21:04:45

maxmara hat geschrieben:..... Heute sind Hundertausende Ducato, Sprinter und Transit, die vor 1991 erstmals zugelassen wurden, mit einem H-Kennzeichen auf unseren Straßen unterwegs und es werden immer mehr.....


Man sollte ein bisschen in den Statistiken stöbern bevor man solche Behauptungen (keine Quellenangabe!) in den Raum stellt. So gab es z.B. zum 01.01.2019 insgesamt knapp 110.000 Kraftfahrzeuge im Alter von 30 - 34 Jahren... Wohnmobile machen nur einen Bruchteil dieser 110.000 Fahrzeuge aus

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pepe27 am 06 Dez 2022 22:10:23

maxmara hat geschrieben:Die in den 1970er Jahren mit Wohneinrichtung ausgebauter Kleintransporter, welche zusätzlich über Sanitärausstattung einschließlich Toilette und Dusche verfügte....


Aus den 1970ern fällt mir kein Kleintransporter mit WC und Dusche ein.(außer Eigenbauten)

Begonnen hat Westfalia 1980 mit dem DB James Cook und den Sven Hedin auf LT.

silver34 am 06 Dez 2022 22:36:43

chrisc4 hat geschrieben:Den alten Dreckschleudern könnte so bald EU-weit das Aus drohen.


Das H interessiert im Ausland niemanden!!!
Somit ist der Vorteil überschaubar!

bernds2 am 06 Dez 2022 22:44:19

chrisc4 hat geschrieben:... alten Dreckschleudern ...


Mit derart dummen und unüberlegten Aussagen solltest Du besser sehr sehr vorsichtig sein !!

Die meisten Oldtimer wie auch viele Youngtimer sind in ihrer aktuellen Schadstoffbilanz um Längen besser als irgendwelche Neufahrzeuge wie zB. Dein Lyseo. - DAS Ding ist, aufgrund der Herstellung, die wahre Umweltkatastrophe ! :razz:

JTLorsch am 06 Dez 2022 22:48:31

bernds2 hat geschrieben:Mit derart dummen und unüberlegten Aussagen solltest Du besser sehr sehr vorsichtig sein !!


Was soll denn das wieder für eine bedeutungsschwangere Belehrung sein? Wo sind wir denn hier?

wolfherm am 06 Dez 2022 22:55:40

Moderation:Jetzt wäre ich für einen etwas moderateren Ton. Wer jetzt noch einmal über die Grenzen des guten Benehmens geht, wird hier ausgeschlossen.


Kuhtreiber am 06 Dez 2022 23:54:02

Ich mache mir keine Gedanken was mit unserem Wohnmobil nach 30 Jahren ist. Da gibt es mich vermutlich schon nicht mehr :lol:

Gast am 07 Dez 2022 08:21:35

Ich hatte 2 ausgebaute Kastenwagen, den ersten 1989, einen DB 508L und dann 1996 einen DB 608L, der sogar professionell von einer Firma ausgebaut war. Beide hatte ich gebraucht gekauft, sie hatten also schon einige Jahre auf dem Buckel. Ich würde aber nie mehr so einen Wagen als Womo haben wollen. Der Aufwand, diese instand zu halten und durch den TÜV zu bekommen, ist immens. Es war immer irgend eine Stelle, die vom TÜV beanstandet wurde, wenn man selber nicht schweißen kann oder an gewissen Stellen nicht selber darf, dann wird die Instandhaltung relativ teuer und irgendwann nicht mehr wirtschaftlich.
Dann mit max. 93km/h durch die Lande zu fahren, dabei rund 15 l/100km zu verbrauchen (im Vergleich braucht ein vergleichbares Womo heute max. 9 l/100km), ein Lärmpegel, dass man sich nur anschreien kann, denn die Musikanlage musste man auch entsprechend laut machen, um gegen den Motorenlärm anzukommen.
Unbestritten ist, dass ich mir damals als Student nichts anderes leisten konnte und ich war glücklich, in jungen Jahren ein Womo zu haben. Aber jetzt eine Kastenwagen mit über 30 Jahren zu kaufen, nur weil der mit H-Kennzeichen einige Vorteile in D genießt, würde mir im Traum nicht einfallen. Das gesparte Geld für Steuer und Versicherung durch die H-Zulassung gibt man dann laufend an der Instandhaltung und am Mehr-Sprit-Vebrauch wieder aus.

Und ganz ehrlich: Ich kann diesen angeblichen Trend an alten Kastenwagen mit mind. 30 Jahren auf dem Buckel nicht erkennen.

Gruß Axel

Flatus am 07 Dez 2022 08:35:17

Trikeflieger hat geschrieben:...
Und ganz ehrlich: Ich kann diesen angeblichen Trend an alten Kastenwagen mit mind. 30 Jahren auf dem Buckel nicht erkennen.
...

Doch, doch - die hippe Vanlife-Szene nutzt mit Vorliebe alte Düdo, VW T3 oder LT. Und diese gerne mit Saugdiesel- oder Benzinmotoren! :!:

Gruss Flatus

Rosi58 am 07 Dez 2022 08:54:47

Obwohl ich den Comfort eines neuen Kastenwagens nicht wirklich missen möchte (Lautstärke, Leistung, usw...), gefallen mir die älteren Modelle aber ansonsten sehr gut. Die Kombination aus altem Fahrzeug und modernen Ausbau hat was.

maxmara am 07 Dez 2022 08:56:02

maxmara hat geschrieben:Heute sind Hundertausende Ducato, Sprinter und Transit, die vor 1991 erstmals zugelassen wurden, mit einem H-Kennzeichen auf unseren Straßen unterwegs und es werden immer mehr

Sorry, es sollte lauten: Heute sind Hundertausende historische Fahrzeuge, darunter viele Ducato, Sprinter und Transit, die vor..........
Anfang 2019 zählte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) rund 536.500 Fahrzeuge, die 30 Jahre oder älter waren. Das war ein neuer Höchststand. Eine nicht unerhebliche Anzahl ist inzwischen dazu gekommen.
Trikeflieger hat geschrieben:Ich kann diesen angeblichen Trend an alten Kastenwagen mit mind. 30 Jahren auf dem Buckel nicht erkennen.

Dieser Aussage widersprechen die stetig zunehmende Anzahl von Kastenwagen mit H-Kennzeichen. Thematisiert wird das starke Interesse an alten Vans auch in den Medien. Ende 2020 brachte DER SPIEGEL einen ausführlichen Betrag über den »Düdo«.
--> Link
Wenig Geld, aber trotzdem Lust auf einen Oldtimer? Kein Problem – es gibt sie nämlich, die Schnäppchenschlitten. Diesmal: der Mercedes T2 »Düdo«, das Wohnmobil für Individualisten.

Tinduck am 07 Dez 2022 10:53:34

Das ist doch Augenwischerei.

Da muss man schon extremes Glück haben, ein Exemplar zu erwischen, dass noch nicht halb weggerostet ist und auch so konserviert, dass das in Zukunft nicht passiert.

Man kann sich auf sowas einlassen, sollte sich die Kosten aber nicht schönreden. Und die Verfügbarkeit von Ersatzteilen wird für Düdos, Kurzhauber etc. auch nicht besser.

Unbestreitbarer Vorteil ist die an sich robuste Technik und die Reparierbarkeit in der Pampa. Elektronikprobleme möchte man auf Weltreise eher nicht haben. Die Frage ist aber, ob man dann nicht doch in Europa abhängt und eigentlich mit einem jüngeren Gebrauchten besser bedient wäre.

Was das H-Kennzeichen angeht - ich denke, die Tage der Umweltzonen-Regelung sind gezählt, und das ist eh nur in D ein Thema, im Ausland darf man mit H-Kennzeichen in keine Umweltzone. Wird also überschätzt. Ausserdem darf man nicht vergessen: hat man kein 'Erst'-Fahrzeug für den Alltagsgebrauch, bekommt man auch kein H-Kennzeichen. Oder wird das nach der Erteilung nicht mehr geprüft? Man kann sich natürlich irgendwo ne 500-Euro-Möhre hinstellen für diesen Zweck, aber die Kosten dafür muss man dann auch noch zum H-Kennzeichen dazurechnen.

bis denn,

Uwe

babenhausen am 07 Dez 2022 11:03:12


Ausserdem darf man nicht vergessen: hat man kein 'Erst'-Fahrzeug für den Alltagsgebrauch, bekommt man auch kein H-Kennzeichen.


Für diese Aussage gibt es keine gesetzliche Grundlage im Zulassungsrecht.

Es gibt jedoch wenige Versicherungen welche einen "Erstwagen " erfordern,andere Versicherer erfordern dies nicht.

Tinduck am 07 Dez 2022 11:11:31

babenhausen hat geschrieben:Für diese Aussage gibt es keine gesetzliche Grundlage im Zulassungsrecht.

Es gibt jedoch wenige Versicherungen welche einen "Erstwagen " erfordern,andere Versicherer erfordern dies nicht.


Stimmt. Aber ohne Versicherung kein Kennzeichen. Und ob das jetzt 'wenige' Versicherer sind - mein Onkel hat deshalb für seinen alten Benz kein H-Kennzeichen. Vielleicht wollte er die Versicherung nicht wechseln, keine Ahnung.

bis denn,

Uwe

Jagstcamp-Widdern am 07 Dez 2022 11:16:21

h-kennzeichen bei pkw nehmen extrem zu, bei kästen kann ich das nicht erkennen, die paar düdos und t2 westfalia mal auszen vor...

die autos der späten 80iger unf frühen 90iger (youngtimer) waren qualitativ so gut und noch keine computer mit rädern, dasz einfach sehr viele "die 30 " ohne prob in gutem zustand erreichen.
golf 2, e36 oder babybenz gehören noch zum normalen strasßenbild, sind aber alle älter 30....
ich befürchte auch eine baldige hochsetzung der 30er schwelle, hoffe aber auf 2x bestandsschutz für meine jule und den e30.

allesbleibtgut
hartmut

mv4 am 07 Dez 2022 11:47:11

die Hürden ein H kennzeichen zu erlangen sind jetzt schon sehr hoch gelegt worden...da wird penibel genau schaut ob das dem Original Zustand entspricht.

und für den User der meint das sind alles alte Stinker...mit den alten Stinkern hat D Jahrzehnte lang Osteuropa überflutet...da fahren jetzt nähmlich seine ausrangedienten Stinker immer noch herum..und die Luft macht mit Sicherheit nicht an der Landesgrenze halt.

Es werden eher weniger...weil die Autos zunehmend nicht mehr so alt werden können...der zerfall setzt schon viel früher ein. Und einen selbst ausgebauten Kastenwagen mit H Kennzeichen gibt es schon mal gar nicht...kein Originalzustand..

Navigatore am 07 Dez 2022 11:54:50

Hallo, ich habe seit 9 Jahren einen Nutzfahrzeugklassiker, seit diesem Jahr mit H-Kennzeichen. Deshalb ein paar Anmerkungen aus erster Hand:

1. Bei einer Umwidmung eines Kawas vom Nutzfahrzeug oder PKW zu einem WOMO-Oldtimer sind die Kosten für Versicherung und Steuer immer niedriger, bei uns mit einem 6-Liter-Sauger sogar sehr deutlich.

2. Fehlende Elektronik (in unserem Fahrzeug gibt es noch nicht einmal elektrische Fensterheber) und relativ grobe Fahrzeug-/Motorenmechanik unterstützen die Zuverlässigkeit recht deutlich. Doch auch hier gibt es Verschleißteile, die ersetzt werden müssen. Weiter s. Punkt 6

3. Die Befahrbarkeit von Umweltzonen ist natürlich ein unbestreitbarer Vorteil. Aber das gilt nur für Deutschland. Wenn wir z.B. nach Slowenien oder Kroatien reisen, ist uns der Weg durch die Steiermark wegen der Umweltklassifizierung unseres Fahrzeugs versperrt. Auf der Strecke über Graz dürfen wir noch nicht einmal die Autobahnen befahren. Und die Restriktionen nehmen zu, überall.

4. Das H- Kennzeichen zu bekommen, ist nicht so einfach. Das Fahrzeug muss nicht nur zeitgenössisch aufgebaut sein, sondern es muss auch in einem erhaltenswerten Zustand sein. Eine moderner Innenausbau steht genauso dagegen wie deutlich sichtbare Dellen, Beulen, Rost oder verwitterte Lacke. Bei mir ging ein modernes Alpine DIN-Radio gerade noch. Wenn ich (vollkommen ahnungslos) ein Doppel-DIN in das Armaturenbrett hineingeschnippelt hätte, hätte ich keine Zulassung bekommen, hat der Prüfer von der DEKRA gesagt.

5. Die Voraussetzungen für die H-Zulassung werden bei jeder HU automatisch mitgeprüft. Ein kleiner, schlecht reparierter Unfallschaden oder kreative Bastelkunst am Fahrzeug können schon das Versagen der begehrten Plakette bedeuten. Deshalb weden auch häufiger Fahrzeuge mit H-Zulassung aber ohne TÜV im Netz angeboten.

6. Die Instandhaltung ist nicht unproblematisch. Sicher repariert im letzten Winkel der Welt ein guter Schmied mit Hammer und Schraubendreher das Fahrzeug. Bei uns hier aber nicht. Das geht schon mit der onlinegesteuerten Ersatzteilbeschaffung der Werkstattketten los und hört bei der Gewährleistung auf. Dazu sind viele Teile gar nicht mehr lieferbar und müssen mit viel Engagement beschafft oder individuell hergestellt werden.
Mercedes macht das alles an und für unser Fahrzeug, lässt sich das aber gut ... nein ... sehr, seeeehr gut bezahlen, so dass ich auf eine (mir inzwischen sehr gut bekannte ;D ) Nutzfahrzeugschrauberwerkstatt ausgewichen bin. Die sind aber so rar, dass ich dafür 1,5 Stunden Fahrtzeit in Kauf nehmen muss. Und damit habe ich noch Glück gehabt.

7. Rost, Rost, Rost ... Bei uns nicht gravierend und nicht von ganz so hoher Bedeutung, weil der Rahmen aus dickem Stahl und die Bleche robust für den Nutzfahrzeugbereich ausgelegt sind, aber bei einem betagten Kawa aus den 70er/80ern ... ojeh, ojeh, ojeh. Und optisch muss auch unser Fahrzeug wegen der HU jedes Jahr erneut in Höchstform sein.

babenhausen am 07 Dez 2022 12:01:19

mv4 hat geschrieben:d Und einen selbst ausgebauten Kastenwagen mit H Kennzeichen gibt es schon mal gar nicht...kein Originalzustand..




--> Link


Ich Zitiere mal den TÜV Süd :
● Änderungen, die nachweislich innerhalb der ersten 10 Jahre nach Erstzulassung oder gegebenenfalls Herstellungsdatum erfolgt sind oder hätten erfolgen können, sowie Änderungen innerhalb der
Fahrzeugbaureihe, sind zulässig. Nicht zeitgenössische Änderungen, die nachweislich vor mindestens 30 Jahren durgeführt wurde

Damit sind auch Umbauten zu Wohnmobilzwecken möglich wenn sie alt genug sind .

Jagstcamp-Widdern am 07 Dez 2022 12:06:26

es wäre sogar möglich einen 35 jahre alten leeren kawa heute zum Womo umzubauen und das "h" zu kriegen.
es musz halt alles "zeitgenössisch" sein.....

alles bleibt gut
hartmut

Tinduck am 07 Dez 2022 12:11:09

babenhausen hat geschrieben:Damit sind auch Umbauten zu Wohnmobilzwecken möglich wenn sie alt genug sind .


Sie müssen noch nicht einmal alt sein, aber eben mit zeitgenössischen Materialien, die es auch in der Zeit dieser Fahrzeugserie (oder bis 10 Jahre danach) gab, gemacht werden.

Insofern sind 'H-Kennzeichen mit modernem Ausbau' (wie der TE das postuliert) nicht wirklich möglich - je nachdem, was man unter 'modern' versteht.

Man kann das z. B. mit einem alten LKW, der die Kabine als Ladung hinten drauf hat, umgehen; Containerbrücke mit ausgebautem Container wäre z. B. eine Option, wenn man denn ein 30 Jahre altes Containerfahrzeug findet. Hat dann aber keine Womo-Zulassung?

Eine Aufsetzkabine a la Bimobil oder Tischer etc. würde auch gehen. Dann fährt man halt nur mit der Basis zum TÜV.

Aber im Kawa? Nix da. Entweder Gelsenkirchener Barock (leicht übertrieben) oder kein H-Kennzeichen. Oder eben Reinstellmöbel als Ladung, gibts ja inzwischen auch. Dann aber auch keine Womo-Zulassung.

Ist halt kein Wunschkonzert.

bis denn,

Uwe

Womofahrer55 am 07 Dez 2022 12:30:00

Ich fahre zwar keinen Kawa, habe aber das "H" seit 14 Jahren.

- Das Befahren von Umweltzonen in D kommt bei uns relativ selten vor, auch weil ich vor allem große Städte meide.

- Da Versicherung/Steuer relativ günstig sind, ist der Dicke das ganze Jahr angemeldet. Da ist eine Bewegungsfahrt immer mal ohne Aufwand schnell gemacht. Und, wenn in der Halle was passieren sollte ist die VK aktiv.

- Die Erteilungen vom "H" werden meiner Meinung nach immer schwieriger. Das liegt wohl auch an dem "Ausreizen von Grenzen von H-Interessierten".

- Der Aufwand für die Instandhaltung wird häufig mehr als unterschätzt

mv4 am 07 Dez 2022 12:31:51

genauso ist es...wo willst du Teile für den Innenausbau herbekommen die mind. 20 Jahre alt sind und noch ansehnlich und Funktionieren ?...das macht doch kein Mensch. Oder willst du in einer Karre Wohnen wo du alles altes gebrauchtes Möbel und technisches Zeug drin stehen hast haben? Als "Austellungsfahrzeug"mag das gehen..aber nicht zur Nutzung als Urlaubsfahrzeug.
Und glaube mich ich habe schon genug H Gutachten machen lassen...da wird mittlerweile sehr penibel geschaut. Ich bin aktiv im Förderverein vom August Horch Museum Zwickau.

launcher20 am 07 Dez 2022 12:42:06

Mein "alter" Ducato Kasten Bj. 2004 gehörte noch zu jenen Dieselfahrzeugen, die anläßlich der später eingeführten Abwrackprämie für Benziner laut Werbung als besonders umweltfreundlich und sauber galten.... und auch waren/sind!
Ich würde ihn aufgrund der Zuverlässigkeit heute noch fahren. Wir haben uns aber entschlossen, fürs letzte Lebensdrittel auf einen moderneren neuen Diesel upzudaten, wegen Zuverlässigkeit, Nachhaltigkeit, Sauberkeit etc., mit dem wir auch sehr zufrieden sind!
Sogenannte Elektrofahrzeuge besitzen keine der vorgenannten Eigenschaften! Dies ist keine subjektive Einschätzung, sondern einfache objektive Naturwissenschaft!

ziczac am 07 Dez 2022 13:19:36

launcher20 hat geschrieben:Sogenannte Elektrofahrzeuge besitzen keine der vorgenannten Eigenschaften! Dies ist keine subjektive Einschätzung, sondern einfache objektive Naturwissenschaft!


Deine Erfahrung oder einfach nur eine Meinung?

Ansonsten ging es im Faden glaube ich um "H" Kastenwägen......

babenhausen am 07 Dez 2022 13:24:06

mv4 hat geschrieben:.wo willst du Teile für den Innenausbau herbekommen die mind. 20 Jahre alt sind und noch ansehnlich und Funktionieren ?. Oder willst du in einer Karre Wohnen wo du alles altes gebrauchtes Möbel und technisches Zeug drin stehen hast haben? Als "Austellungsfahrzeug"mag das gehen..aber nicht zur Nutzung als Urlaubsfahrzeug.
.


Wer unbedingt ein H haben will muss auch die dadurch resultierenden Nachteile in Kauf nehmen.
Neue Inneneinrichtung und alte Karosse außen nur um einige Euro an Steuer und einige Cent bei der Versicherung zu sparen klappt eben nicht.

Tinduck am 07 Dez 2022 13:28:36

mv4 hat geschrieben:genauso ist es...wo willst du Teile für den Innenausbau herbekommen die mind. 20 Jahre alt sind und noch ansehnlich und Funktionieren ?


Die Teile müssen nicht 20 Jahre alt sein, es muss sie nur damals auch schon in dieser Form gegeben haben. Also: ein Selbstausbau, wie man ihn vor 20 Jahren hätte machen können, dürfte man in diesem Fahrzeug auch heute noch machen. Zumindest verstehe ich das so... Wobei da sicher viel Potential für Grauzonen und Diskussionen mit dem TÜV-Prüfer bleibt; sowas sollte man vorher mit diesem durchsprechen, um keine blöde Überraschung bei der Abnahme zu erleben.

Ist auch sicher nicht so einfach, eine 20 Jahre alte, funktonierende Heizung für den Aufbau zu finden... oder einen 20 Jahre alten Kühlschrank, weil baugleiches wird heute garantiert nicht mehr hergestellt.

bis denn,

Uwe

ziczac am 07 Dez 2022 13:40:14

Tinduck hat geschrieben:Ist auch sicher nicht so einfach, eine 20 Jahre alte, funktonierende Heizung für den Aufbau zu finden... oder einen 20 Jahre alten Kühlschrank, weil baugleiches wird heute garantiert nicht mehr hergestellt.Uwe


Wobei das ein interessanter Punkt, bzw. Frage ist, ob man in dem Fall moderne Technik in zeitgenössischer "Schale" verbauen kann, ohne den Anspruch auf das "H" zu verlieren?

akany am 07 Dez 2022 13:42:37

Flatus hat geschrieben:...
Doch, doch - die hippe Vanlife-Szene nutzt mit Vorliebe alte Düdo, VW T3 oder LT. Und diese gerne mit Saugdiesel- oder Benzinmotoren! :!:

Gruss Flatus



Das halte ich für ein Gerücht.
Die "hippe Vanlife-Szene" kann mit dem Begriff "Düdo" überhaupt garnix anfangen und hat auch nicht den Lappen für. Ausserdem unterscheiden die sich ganz wesentlich von den Alteisen Liebhabern wie z.B. bei Mercotribe oder den Freaks.

akany am 07 Dez 2022 13:47:07

Tinduck hat geschrieben:... Ausserdem darf man nicht vergessen: hat man kein 'Erst'-Fahrzeug für den Alltagsgebrauch, bekommt man auch kein H-Kennzeichen. Oder wird das nach der Erteilung nicht mehr geprüft? ...



Sorry, das ist falsch.
Ist so wie wenn Du schreiben würdest, wenn man Fisch isst, darf man kein Schnitzel mehr anfassen... :roll:

akany am 07 Dez 2022 13:51:01

Tinduck hat geschrieben:...
Stimmt. Aber ohne Versicherung kein Kennzeichen. Und ob das jetzt 'wenige' Versicherer sind - mein Onkel hat deshalb für seinen alten Benz kein H-Kennzeichen. Vielleicht wollte er die Versicherung nicht wechseln, keine Ahnung.

...



Wieder die gleiche, verbreitete Fehlinterpretation.

Es gibt einige Versicherer, die unter der Auflage, dass mit den "H" Fahrzeugen nur zu Treffen oder noch weniger gefahren wird, Vergünstigungen anbieten. Das tun die aber nur, wenn auch noch ein "richtiges" Fahrzeug existiert.

Die "H" Zulassung aber hat damit garnix zu tun und wenn man weiter seine normalen Versicherungsbeiträge abdrückt, ist der Versicherung banane, was auf dem Kennzeichen steht.

akany am 07 Dez 2022 13:54:50

mv4 hat geschrieben:... Und einen selbst ausgebauten Kastenwagen mit H Kennzeichen gibt es schon mal gar nicht...kein Originalzustand..



Falsch. Ich hatte einen. Warum sollte es das nicht geben können?

In den frühen 80ern gab es mehr Selbstausbauten als Serienfahrzeuge. Und wenn die mit dem Zeug der Epoche (Reimo etc...) ausgebaut wurden und so lange hielten, warum sollten die kein H bekommen?

HalbvetteVenus am 07 Dez 2022 14:02:51

Navigatore hat geschrieben:Hallo, ich habe seit 9 Jahren einen Nutzfahrzeugklassiker, seit diesem Jahr mit H-Kennzeichen. Deshalb ein paar Anmerkungen aus erster Hand:
1.....6. Die Instandhaltung ist nicht unproblematisch.
7. Rost, Rost, Rost ... .


Vielen Dank für diese sehr gute Zusammenfassung (ich musste Dein Zitat leider wegen der max. Anzahl der Zeichen kürzen).
Die Instandhaltung eines Klassikers ist in der Regel so umfangreich, dass man es nur aus echter Liebhaberei auf sich nimmt.

Navigatore am 07 Dez 2022 14:10:03

ziczac hat geschrieben:Wobei das ein interessanter Punkt, bzw. Frage ist, ob man in dem Fall moderne Technik in zeitgenössischer "Schale" verbauen kann, ohne den Anspruch auf das "H" zu verlieren?

Hallo, moderne Technik ist weitestgehend mit Ausnahmen wie z.B. beim Antrieb oder den Beleuchtungseinrichtungen zulässig. Bei der Innenausstattung geht es mehr um die zeitgenössische Gesamtoptik. Die darf nicht zerstört (wie z.B. bei mir durch den Einbau eines Doppel-DIN Radios) oder um- bzw. modern ausgebaut (z.B. Hochglanzfurniere oder Cerankochfeld) werden. Gegen den Einbau einer modernen im Schrank versteckten Truma spricht also nichts, solange kein Flachbildschirm zur Überwachung den Innenraum ziert. Bei mir ist auch eine zusätzliche Rückfahrkamera auf dem Armaturenbrett verbaut, allerdings im Retrodesign. Und das Alpine ging auch durch.

Ich habe das alles vorher mit dem Prüfer geklärt. Das würde ich auch jedem raten, der sich auf ein Projekt wie den Ausbau eines 30 Jahre oder noch älteren Kawas zu einem Wohnmobil einlassen möchte. Und genau von diesem beratenden Prüfer sollte man das Fahrzeug nachher auch abnehmen lassen, weil der Anforderungskatalog zur Prüfung für die Zulassung sehr viel Interpretationsspielraum zulässt.
Ich habe ohnehin ein umfangreiches Wertgutachten für die Versicherung erstellen lassen müssen, das aber auch so sehr empfehlenswert ist, weil dort jedes Detail dokumentiert und fotografiert ist. Das könnte bei so einem Projekt recht hilfreich bei zukünftigen HU-Terminen bei anderen Prüforganisationen sein.

pwglobe am 07 Dez 2022 14:11:03

Hallo, unser Sohn hat einen James Cook auf Basis Mercedes Sprinter T1N, die Kiste rostet und rostet, obwohl die Türen bereits einmal getauscht wurden sind an den Falzen wieder Blasen aufgetaucht.
Der Aufwand für die Erhaltung wäre mir zu groß, aber wenn man Zeit und Muse hat mag es gehen.
Ich habe einen Unimog theoretisch wäre ein H Kennzeichen möglich, aber da er noch gewerblich genutzt wird ist dies uninteressant und ein nachträglicher Umbau als Wohnmobil geht nur mit einem Wechselaufbau.

mv4 am 07 Dez 2022 14:48:42

akany hat geschrieben:Falsch. Ich hatte einen. Warum sollte es das nicht geben können?

In den frühen 80ern gab es mehr Selbstausbauten als Serienfahrzeuge. Und wenn die mit dem Zeug der Epoche (Reimo etc...) ausgebaut wurden und so lange hielten, warum sollten die kein H bekommen?


wie du schon selbst schreibst ...selbst ausgebaut...also nicht Original wie vom Werk ...und nur das zählt. Das das Teil irgendwann mal eine Zulassung als Wohnmobil bekommen hat ist uninteressant. Da musst du schon einen sehr sehr milden Gutachter finden der den Umbau akzeptiert und du dafür ein Oltimer Gutachten bekommst...vor 5 Jahren wäre das noch möglich gewesen. Aber auch schon nicht bei jeden Gutachter.

Kuhtreiber am 07 Dez 2022 14:55:34

Wir hatten 1980 einen Opel Bedfort. Er war auch schon ein paar Jahre alt und von der Firma ??? Serienmäßig ausgebaut. Warum sollte es also heute keinen Campingbus oder Wohnmobile mit H-Kennzeichen geben?

akany am 07 Dez 2022 14:59:04

mv4 hat geschrieben:...
wie du schon selbst schreibst ...selbst ausgebaut...also nicht Original wie vom Werk ...und nur das zählt. ...


Nun, es liegt mir fern, unbedingt Recht haben zu wollen, aber es sollte hier kein Unsinn geschrieben werden, der eventuelle Interessenten nur verwirrt.
Du hast geschrieben:

mv4 hat geschrieben:... Und einen selbst ausgebauten Kastenwagen mit H Kennzeichen gibt es schon mal gar nicht...kein Originalzustand..


und diese Deine Aussage ist falsch! Denn es gibt selbst ausgebaute Kastenwagen mit H-Kennzeichen. Ich habe selbst das Fahrzeug ausgebaut und auch selbst das H-Kennzeichen drangeschraubt. Und ich bin nicht der Einzige. Schau mal rein bei Tribe oder Freaks. Die sind zum allergrössten Teil selbst ausgebaut und davon haben sehr viele das H.
Und wir sprechen hier von Kastenwagen mit Wohnmobilzulassung und nicht von LKW mit Radio... :roll:

mv4 am 07 Dez 2022 15:01:02

wie lange ist das her wo du das H kennzeichen bekommen hast ?...ich habe geschrieben das vor 5 Jahren mal ging aber jetzt nicht mehr.

babenhausen am 07 Dez 2022 15:03:18

mv4 hat geschrieben:wie lange ist das her wo du das H kennzeichen bekommen hast ?...ich habe geschrieben das vor 5 Jahren mal ging aber jetzt nicht mehr.


gibt es dazu auch eine Begründung? Warum es vor 5 Jahren ging und nun nicht mehr?

akany am 07 Dez 2022 15:03:53

mv4 hat geschrieben:wie lange ist das her wo du das H kennzeichen bekommen hast ?...ich habe geschrieben das vor 5 Jahren mal ging aber jetzt nicht mehr.



Was ist die Basis für diese Aussage, dass das heute nicht mehr gehen soll? Was sind die geänderten Bestimmungen? Hast Du einen Link (bitte nicht auf FB oder ein Forum...)? Hast Du eine H-Zulassung von einem Kastenwagen durchgeführt oder beantragt?

bernds2 am 07 Dez 2022 16:24:41

HalbvetteVenus hat geschrieben:
Die Instandhaltung eines Klassikers ist in der Regel so umfangreich.

Das ist so pauschal gesagt schlicht falsch !!
Das hängt sehr vom Fahrzeugmodell und natürlich vom Grundzustand ab. Bei vielen Fahrzeugen ist die Instandhaltung einfach und Teile sind oft relativ einfach zu bekommen.

Ich habe schon mehrere Fahrzeuge für die H-Abnahme fertig gemacht und das entsprechende Gutachten dann erhalten. Es ist bei Kenntnis der Materie garnicht Mal schwer.

HalbvetteVenus am 07 Dez 2022 16:37:15

bernds2 hat geschrieben:Das ist so pauschal gesagt schlicht falsch !!
Das hängt sehr vom Fahrzeugmodell und natürlich vom Grundzustand ab. Bei vielen Fahrzeugen ist die Instandhaltung einfach und Teile sind oft relativ einfach zu bekommen.


Wir reden hier ja von Nutzfahrzeugen.
Ich glaube, ich weiß wovon ich schreibe. Ich habe selber schon einige VW T2, T3 und auch einen Düdo besessen (und das Ganze mal gelernt). :P

bernds2 am 07 Dez 2022 16:39:18

mv4 hat geschrieben:Das das Teil irgendwann mal eine Zulassung als Wohnmobil bekommen hat ist uninteressant. Da musst du schon einen sehr sehr milden Gutachter finden der den Umbau akzeptiert und du dafür ein Oltimer Gutachten bekommst...vor 5 Jahren wäre das noch möglich gewesen.


Die Aussage ist eindeutig falsch. Das war immer schon möglich und ist es heute auch noch.

Ich lese weiter oben auch immer wieder die Mär, daß "die Bestimmungen" für ein H-Gutachten sich verschärft hätten....
Ebenfalls falsch! "Bestimmungen" dazu gibt es nämlich ausser den Rahmenbedingungen garnicht. Die Abnahme war, ist und bleibt eine Ermessensfrage des Gutachters!

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