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Votronic Standby Charger Pro - Erfahrungen 1, 2, 3


Gluecksrabe am 28 Feb 2024 10:44:56

Hallo,

Meine Frau und ich sind von März bis Oktober mit einem Knaus Van TI Plus 650 MEG Platinum (MAN TGE, Baujahr 2021) unterwegs. Über den Winter ist das Wohnmobil im Freien abgestellt. Das hat dazu geführt, dass die Starterbatterie so leer war, dass ich das Fahrzeug nach ca. 6 Wochen nicht mehr starten konnte. Die Aufbaubatterie (100Ah LiFePO4 Ective LC 100L LT) war jedoch voll.

Ich möchte daher einen Standby Charger einbauen und finde, dass der Votronic Standby Charger Pro das am besten geeignetste Modell ist, weil man anscheinend
- die Mindestspannung der Aufbaubatterie, ab der die Starterbatterie geladen wird, einstellen kann
- die Ladespannung für die Starterbatterie einstellen kann
- und es einen Anschluss für ein D+ Signal gibt

Hat jemand dieses Modell eingebaut, vielleicht sogar in ein meinem Fahrzeug ähnlichem, Modell, und wie sind die Erfahrungen damit? Welche Werte für Mindestspannung der LiFePO4 Aufbaubatterie, welche Ladespannung für die AGM Starterbatterie wären sinnvoll?

Beste Grüße

Bruno

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edume am 28 Feb 2024 12:47:01

Hallo,

mein Wohnmobil hat eine Solaranlage und in der Wintersaison steht es draußen unbenutzt ohne eine 230V-Versorgung. Leider wird in dieser Zeit die Starterbatterie durch den Solarladeregler von Victron nicht mitgeladen, sondern es werden nur die Lithium-Aufbaubatterien nachgeladen, weil es keinen zweiten Ausgang hat! Die Stromkapazität durch die Solaranlage reicht aber mit Überschuss auch im Winter aus, um die 300Ah Lithium-Wohnraumbatterien voll nachzuladen. Damit aber auch im Winter die AGM-Starterbatterie nachgeladen werden kann ist der Votronic Standby Charger Pro mit den einstellbaren spannungsgesteuerten Einschalt- und Ausschaltschwellen genau das richtige Gerät, um dieses Manko abzustellen. Schließlich lässt es sich so einstellen, dass die Lithium-Wohnraumbatterien bei einer Ausschaltschwelle von ca. 13V (ca.30% Restkapazität) nicht leergesaugt werden und die Starterbatterie einen Spannungswert von ca. 12,6V nicht unterschreitet, so dass ein sicheres Starten gewährleistet ist. Außerdem ist der Eingang vom Standby Charger Pro am vorhandenen BatteryProtect von Victron angeschlossen, so dass als zusätzliche Sicherheit keine Tiefentladung der Lithium-Wohnraumbatterien erfolgen kann. Ich habe das Gerät nun seit ca. 4 Wochen in Betrieb und kann bestätigen, dass es voll seinen Zweck erfüllt. Die Aufbaubatterien bleiben weiterhin mit 100% voll aufgeladen und die Starterbatterie pendelt sich mit einer Hysteresis ungefähr bei 12,6 bis 12,7V ein - siehe auch untenstehende Diagramme!
Ich denke, dass auch in längeren Frostperioden, wo keine Nachladung der Lithium-Batterien möglich ist, die Kapazitäten der Batterien trotzdem voll ausreichend sein werden.

Das CBE-Panel bleibt ausgeschaltet, da es ungefähr mit allem Drum und Dran einen Ruhestrom von 1A aufweist und damit für die Mitladung der Starterbatterie ungeeignet ist.

Mit besten Grüßen
edume

Gluecksrabe am 28 Feb 2024 15:30:37

Hallo,

Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Ich hatte vergessen zu erwähnen, dass unser Wohnmobil am Winterstellplatz ebenfalls nicht am Strom angeschlossen ist, und die Aufbaubatterie nur durch die Solaranlage (2x 170W Ective SSP Lightweight Module, Victron MPPT 100/30 Regler) geladen wird.

Verstehe ich das richtig, dass du die eingangsseitige Abschaltsschwelle U(inlo) auf 13V und die Ladeschlussspannung U(out) auf 12,6V gesetzt hast? Hast du auch ein D+ Signal der Lichtmaschine am DIS Eingang angeschlossen? Ich hätte gefühlsmäßig U(inlo) auf ca. 13,2V und U(out) auf ca. 13,5V gesetzt.

Der Pluspol der Starterbatterie, der Pluspol der Aufbaubatterie und ein D+ Signal sind bei unserem Knaus Van TI Plus am Schaudt Ladebooster WA 121525 vorhanden. Spricht etwas dagegen, diese Anschlüsse für Standby Lader Pro zu verwenden?

Beste Grüße

Bruno

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edume am 28 Feb 2024 17:59:03

Hallo Bruno,

die obenstehende Antwort konnte schnell erstellt werden, da ich den gleichen Beitrag auch schon in einem anderen Forum veröffentlich hatte.

Als Einstellwerte für die Eingangsspannung (Lithium-Wohnraumbatterie) habe ich ca. 13V gewählt und für die Ausgangsspannung ca. 12,6V (AGM-Starterbatterie) - siehe auch obenstehende Beschreibung bzw. Diagramme.
Den D+ Eingang habe ich ebenfalls beschaltet.
Nach meinem Verständnis spricht nichts dagegen, wenn die 12V-Anschlüsse vom Ladebooster, die direkt mit der Wohnraum- bzw. Starterbatterie verbunden sind, für den Standby Charger Pro verwendet werden, da max. 8A fließen. Das gilt ebenso für das D+

Beste Grüße
edume

backspin am 28 Feb 2024 18:39:00

Ich nutze den SBC-Pro um die (zu geringe) Kapazität der 75Ah-AGM-Bordbatterie in meinem California zu erweitern. Die Standheizung hält mit der AGM leider keine 2 Tage durch...

Dazu werden aus einer 100er LiFePo4 per SBC-Pro maximal 8A bei 13,2V (so eingestellt) in das Bordnetz eingespeist.

Der SBC-Pro arbeitet, wenn per Schalter aktiviert, solange bis die Spannung in der LiFePo4 unter 12,5V (so eingestellt) gefallen ist. Danach übernimmt dann die volle AGM die Stromversorgung.

Hier habe ich meine Lösung beschrieben: --> Link

Wie wir feststellen durften, funktioniert das prima! Am letzten Wochenende war meine Frau unterwegs und konnte 3 Nächte ohne Landstrom, beheizt stehen. Die LiFePo4 hatte danach bei 13,0V immer noch etwa 28Ah (lt. BMS) zur Verfügung. 5 Nächte sollten somit möglich sein :D

mtrc am 07 Mär 2024 11:33:35

Vom Thread --> Link kommend, möchte ich die Diskussion zum Votronic Standby Charger Pro gerne hierhin verlagern...
Es wurde diskutiert, ob man einen solchen Standby Charger in beide Richtungen nutzen könnte per Umschaltbox, oder ob man einen weiteren bräuchte.

Hier meine Antwort zu Georgs Post:
Ostseebaer hat geschrieben:Da es 2 Leitungen sind, die vertauscht werden müssen, ginge das mit einem 2-poligen Umschalter und entsprechender Verkabelung.
Der Schalter muss natürlich für die entsprechenden Ströme ausgelegt werden.
Ostseebaer hat geschrieben:Ist in meinen Augen aber eher eine theoretische Überlegung, da in der Regel
1. die Aufbaubatterie meist die höhere Kapazität hat
2. alle externen Lademöglichkeiten die Aufbaubatterie laden
3. der 'umgekehrte' Weg ja eh über den Ladebooster erfolgt

Hallo Georg, gute Punkte. Ich glaube nur, du hast den Aufbau anders interpretiert:
Ich würde den Standby Charger primar von der Starter- zur Aufbaubatterie legen, damit ich die Starterbatterie z.B. immer bis 40% in Richtung Aufbau entlade und somit mitnutzen kann. Zusammen mit einem 30A Booster würden dann sogar zusätzliche 8A während der Fahrt in die Aufbaubatterie fließen. Hier muss ich noch prüfen, ob die vorhandenen Kabelquerschnitte ausreichen.
Der umgekehrte Fall, d.h. Standby-Charger von der Aufbau- zur Starter-Batterie wäre zwar seltener nützlich aber dann interessant, wenn z.B. viel Solarstrom zur Verfügung steht. Der Victron MPPT75/15 läd aktuell nur die Aufbaubatterie. Außerdem könnte ich bei Landstrom weiterhin die Starterbatterie laden. Denn mit Booster wird das wahrscheinlich nicht mehr möglich sein, wenn der Booster zwischen Starterbatterie und dem EBL99K hängt, oder?

Ostseebaer am 07 Mär 2024 12:06:44

Moin,
mtrc hat geschrieben:Hallo Georg, gute Punkte. Ich glaube nur, du hast den Aufbau anders interpretiert:
Ich würde den Standby Charger primar von der Starter- zur Aufbaubatterie legen, damit ich die Starterbatterie z.B. immer bis 40% in Richtung Aufbau entlade und somit mitnutzen kann.

ok - das habe ich im anderen Thread auf die Schnelle nicht erkannt.
Dann ignorier einfach meinen 2. Absatz.

mtrc hat geschrieben:Außerdem könnte ich bei Landstrom weiterhin die Starterbatterie laden. Denn mit Booster wird das wahrscheinlich nicht mehr möglich sein, wenn der Booster zwischen Starterbatterie und dem EBL99K hängt, oder?

Das hängt von Deiner vorhandenen Verkabelung ab - Stichwort "Starterbatterie-Erhaltungsladung-über-Kühlschrank-Kabel-am-Trennrelais-vorbei".

Grüße
Georg

Gluecksrabe am 08 Mär 2024 19:53:43

mtrc hat geschrieben:Vom Thread --> Link kommend, möchte ich die Diskussion zum Votronic Standby Charger Pro gerne hierhin verlagern...


Hallo,

Ich verstehe nicht, warum ihr dieses Thema nicht im ursprünglichen Thread weiter diskutiert, weil eure Antworten mit dem von mir erstellten Thema überhaupt nichts zu tun haben. Ich habe ganz konkret nach gemachten Erfahrungen mit dem neuen Votronic Standby Charger Pro gefragt, da es in diesem Forum nur für den Standy Charger (ohne Pro) eine Menge Nachrichten gibt. Ich würde vorschlagen, ihr diskutiert eure Themen in einem anderen Thread und kapert nicht ohne Grund diesen.

Bruno

:thema:

Gast am 09 Mär 2024 11:02:00

mtrc hat geschrieben:Der umgekehrte Fall, d.h. Standby-Charger von der Aufbau- zur Starter-Batterie wäre zwar seltener nützlich aber dann interessant, wenn z.B. viel Solarstrom zur Verfügung steht.


Ich halte das für keine gute Idee, die Starterbatterie ist dazu ausgelegt das Sie nach einer kurzen und starken Entnahme sofort durch die Lima wieder geladen wird.
Was du machen möchtest ist in meinen Augen kontraproduktiv in Bezug der Lebensdauer deiner Blei Starterbatterie, ich denke du wirst dann alle 2-3 Jahre eine Neue brauchen, was anderes wäre wenn du natürlich eine LiFePo4 als Starter hättest.

mtrc am 09 Mär 2024 11:47:36

Um beim Thema Standby charger zu bleiben: Geplant ist der Umbau von Aufbaubatterie und auch Starterbatterie auf Lithium. Derzeit sind beide noch auf herkömmlicher Bleisäuretechnologie.
Zur Lebensdauer bei Blei Säure, das stimmt, dass sie am besten voll geladen bleiben. Allerdings betrifft das bei den Tagen, in denen wir autark stehen beide Batterien. Die Aufbaubatterie wird entladen, und ich würde dann auch die Starterbatterie für diesen Zweck mit nutzen können.

Die Spannung fällt bei Lithium Batterien weniger stark ab gegen Ende. Hier kommt der standby-charger Pro ins Spiel, bei diesem kann man die Schwellspannung einstellen, das ist bei dem Standardmodell nicht möglich, weshalb dieser nicht für Lithium geeignet ist.

Weiß denn jemand, ob das Gerät wirklich ein Spannungsgefälle benötigt, oder ob es auch wie ein Booster laden kann.

Als haupteinsatzgebiet würde ich den Standby charger gerne parallel zum Booster installieren, damit er zum einen während der Fahrt weitere acht Ampere Richtung Aufbau Batterie lädt, zum anderen auch im Stand weiterhin zum Aufbau lädt bis die Starterbatterie eine mindestspannung unterschritten hat.

In selteneren Fällen könnte es aber auch sein, dass die Aufbaubatterie mehr Energie besitzt, weil z.b viel über Solar eingenommen wird. Unser Solarregler lädt leider derzeit nur die Aufbau Batterie. Im Grunde würde ich dafür den standby-charger gerne umdrehen. Dann müsste man nicht einen weiteren installieren.
Der rein theoretische Fall, dass man wirklich zwei Standby charger entgegengesetzter Richtung installiert und aktiviert, würde wahrscheinlich dazu führen, dass die Spannungserkennung der primärseite nicht mehr richtig funktioniert und beide charger gegenseitig permanent laden würden.

Die Idee die Starterbatterie auf Lithium umzubauen besteht eigentlich nur aus folgenden Punkten: die gewichtsersparnis. Zusätzlich wären die 100 Ah zum Starten nicht unbedingt notwendig, und könnten auch für hinten weiter benutzt werden, um nicht die Aufbaubatterie noch größer dimensionieren zu müssen. Eine kleinere Starterbatterie in Lithium würde wiederum vom Format nicht so perfekt in die Halterung beim Sprinter passen.

heiinjoy am 09 Mär 2024 12:06:06

Hallo Bruno,

zu Deiner Frage:
Ich verwende den StandBY Lader von Büttner. Warum Büttner, weil er die LiBat kann.
Meine StarterBat ist immer voll, auch im Winter. Klappt hervorragend.

Grüße

Heinz

mtrc am 09 Mär 2024 13:53:17

Es geht glaube ich nicht darum, ob die Sekundärbatterie voll ist, sondern ob die Primärbatterie nicht leer gesaugt wird. Bei Lithium fällt die Spannung erst sehr spät ab, das muss der Standby charger erkennen.

Gluecksrabe am 10 Mär 2024 13:23:23

heiinjoy hat geschrieben:Hallo Bruno,

zu Deiner Frage:
Ich verwende den StandBY Lader von Büttner. Warum Büttner, weil er die LiBat kann.
Meine StarterBat ist immer voll, auch im Winter. Klappt hervorragend.

Grüße

Heinz


Hallo Heinz,

Den Standby Lader Pro von Büttner habe ich mir auch angesehen, aber mich dann dagegen entschieden:

Der Standby Lader Pro von Büttner ist eigentlich zwei Mal der Standby Lader in einem Gerät. Laut Einbauanleitung lädt der immer, solange der Spannungsunterschied zwischen Starterbatterie und Aufbaubatterie mehr als 0,7 V beträgt. Ist aber zum Beispiel die Starterbatterie defekt, dann wird - wenn ich das richtig verstanden habe - die Aufbaubatterie leergesaugt, bis ihr BMS abschaltet (wenn es eines gibt).

Beim Votronic Standby Charger Pro wird abgeschaltet, sobald die Spannung der Aufbaubatterie auf die Mindestspannung, die man im Gegensatz zum Büttner hier einstellen kann, sinkt. Ich habe mir überlegt, diese auf ca. 13,3V einzustellen, damit die Starterbatterie nur geladen wird, wenn meine recht groß dimensionierten Solarpaneele (mehr als) genügend Strom liefern. Und sollte es doch einmal wochenlang bewölkt sein, ist mir wichtiger, dass die Aufbaubatterie, die 5 Mal so teuer ist wie die Starterbatterie, am Leben erhalten wird.

Mir gefällt auch beim Votronic Standby Charger Pro, dass ich einen Anschluss für das D+ Signal habe. Wenn das Auto läuft und die Lichtmaschine ohnehin die Starterbatterie lädt, brauche ich die Ladung durch den Standby Charger Pro nicht mehr.

Der Preisunterschied zwischen dem Büttner Standby Lader Pro und dem Votronic Standby Charger Pro ist nicht so hoch, dass er die zusätzlichen Funktionen nicht rechtfertigen würde, wobei ich schon finde, dass beide derzeit zu teuer sind. Ich hoffe, dass sich das noch ändert.

Ich habe mir auch überlegt, mir eine Eigenbaulösung zu basteln, aber da das Fahrzeug 40km von mir abgestellt ist, und wir nur alle paar Wochen nach dem Rechten sehen können, war mir das zu riskant.

Beste Grüße

Bruno

Stocki333 am 10 Mär 2024 17:49:33

Hallo Bruno.
Nachdem du von der Komischen Starterbatterie nicht weg gehst.
Hast also 2 Lithium Accus. SB und BB. Sehe ich das richtig.
Wenn das so ist brauchst du nur ein Kabel das Schaltbar ist. Über dieses Kabel gleichen sich die Accus an.
Also würde eine Solaranlage an der BB auch deine LFP SB laden.
Und umgekehrt bei schwächelnder BB du Ladung von der SB zur BB bekommen.
Nur so zum nachdenken.
Franz

Gluecksrabe am 11 Mär 2024 11:33:10

Hallo,

Nein, ich habe keine 2 Lithium Akkus, sondern eine Ective 100Ah LiFePO4 Aufbaubatterie und eine Banner Running Bull 80Ah AGM Starterbatterie. Die war Anfangs Dezember 2023, ca. eineinhalb Monate nach dem Abstellen des Wohnmobils, so leer, dass sich das Fahrzeug nicht mehr starten ließ.

Am Abstellplatz gibt es keinen Landstrom und die Solaranlage lädt die Starterbatterie nicht mit. Die komplett leere Starterbatterie habe ich dann ausgebaut, mit einem CTEK MXS 7.0 zu Hause aufgeladen, und dann wieder eingebaut. Den Minuspol habe ich nur ab und zu angeschlossen, um das Fahrzeug wieder zu starten und ein wenig zu bewegen.

Im MAN TGE sollte nach Auskunft von MAN eigentlich eine 92Ah AGM Starterbatterie eingebaut sein. Warum nur eine 80 Ah Batterie eingebaut ist, konnte ich nicht mehr herausfinden. Die kryptische Antwort, die ich von Knaus erhielt, lässt mich vermuten, dass es Knaus möglicherweise selbst war.

Die Tiefentladung hat der Starterbatterie sicherlich nicht gut getan, und in ein, zwei Jahren werde ich sie wahrscheinlich ersetzen müssen. Es funktioniert schon jetzt das Start/Stop-System nicht ordentlich. Um die Tiefentladung im nächsten Winter zu vermeiden, weil genug Solarstrom verfügbar ist, und auch um mir das Ab- und Anschließen der Starterbatterie und eventuell das externe Laden zu ersparen, würde ich gerne den Votronic Standby Charger Pro einbauen lassen. Die konstruktiven Antworten, die ich hier erhielt, haben mich bestärkt, dass das eine gute Idee ist.

Beste Grüße

Bruno

cinzano01 am 11 Mär 2024 11:49:34

heiinjoy hat geschrieben:Ich verwende den StandBY Lader von Büttner. Warum Büttner, weil er die LiBat kann.


Jeder StandbyLader "kann" LiBat - sie wissen es nur nicht......

Das einzige was der Büttner besser kann: Besser zu vermarkten. Der Katalog ist schon toll und die schön anzuschauenden Bilder darin rechtfertigen auch die merklich höheren Preise gegenüber den teils baugleichen Produkte anderer Hersteller. Es macht ja auch einen Unterschied ein und denselben Solarregler silbern anzumalen, statt ihn schwarz zu lassen.

Gründe für einen Standbylader mit D+Steuerung und Spannungsschwellen gibt es in der vielfältigen Theorerisiererei unter Wohnmobilisten sicherlich reichlich - allein in der Praxis fehlt mir die Relevanz.

Jede simple Dioden-Limiter-Schaltung erfüllt zuverlässig diesen Zweck. Und wenn der Limiter nur ne 12V-Glühbirne mit 5 Watt ist. Funktioniert. Hält. Kein Komplizierter Anschluss notwendig. Keine Parameter.

Keep it simple!

Läuft!

Hannus am 11 Mär 2024 13:51:51

Klar funktioniert jeder StandbyLader.
Aber es soll Leute geben, die ihr Wohnmobil für ein halbes Jahr abstellen ohne einmal nach dem Rechten zu sehen. In dem Fall kann eine LiFePo schon mal leergesaugt werden. Und genau dagegen sichern sich die Hersteller ab.
Ich selbst habe nur eine 10A Diode verbaut. Die Strombegrenzung übernimmt der Load-Ausgang des Solarreglers.
Meine Starterbatterie pendelt sich 2 Tage nach dem abstellen auf 12,7V die 200Ah LiFePo auf 13,3V ein. Der Ladestrom meiner 10 Jahre alten Batterie plus irgendwelcher Verbraucher beträt dann noch 100 mA. Muß also nach 2 Monaten nachladen.
Allerdings steht mein Womo bei mir auf dem Hof und ich hab die Batterien ständig unter Kontrolle.

Gluecksrabe am 11 Mär 2024 16:24:13

cinzano01 hat geschrieben:Gründe für einen Standbylader mit D+Steuerung und Spannungsschwellen gibt es in der vielfältigen Theorerisiererei unter Wohnmobilisten sicherlich reichlich - allein in der Praxis fehlt mir die Relevanz.


Ich kann deine Einschätzung bezüglich der Büttner Standby Lader, und dass eine Eigenbaulösung genauso gut sein kann, durchaus nachvollziehen. Warum bei einem Standbylader die D+ Steuerung und Spannungsschwellen in der Praxis aber nicht relevant sein sollen, musst du mir aber noch erklären.

Mit fehlt bestimmt die praktische Erfahrung und das technische Verständnis fehlt mir noch mehr, aber sind meine Überlegungen dazu ganz falsch? Ich meine verstanden zu haben, dass bei den Büttner Produkten und bei der von dir entworfenen Selbstbaulösung (die mich durch ihre Einfachheit begeistert) die Starterbatterie immer geladen wird, solange zwischen beiden eine, einen gewissen Wert übersteigende Spannungsdifferenz vorhanden ist. Bei Büttner scheint das 0,7V zu sein.

Wenn nun von den an die Starterbatterie angeschlossenen Geräten mehr Strom verbraucht wird, als von der Aufbaubatterie geliefert wird, wären nach meiner Überlegung am Schluss beide leer. Denke ich da falsch? Mit einer am Standby Charger Pro eingestellten Mindestspannung der Aufbaubatterie, kann das nicht passiereren.

Deine einfache und geniale Selbstbaulösung gefällt mir gut und hätte ich die Möglichkeit, in der Winterpause jeden Tag zum Wohnmobil zu schauen, würde ich sie auch nach- und einbauen.

Bruno

Stocki333 am 11 Mär 2024 17:03:11

Gluecksrabe hat geschrieben:Hallo,

Nein, ich habe keine 2 Lithium Akkus, sondern eine Ective 100Ah LiFePO4 Aufbaubatterie und eine Banner Running Bull 80Ah AGM Starterbatterie

Und genaugenommen ist hier in der Kalten Jahreszeit das Dilemma. Den der Accu gehört abgeschaltet.Um Tiefenentladung zu vermeiden. Und laden über die Solaranlage funktioniert auch nicht so gut. Den Laden bei Kälte ist noch kontraproduktiver wie Entladen.
Also hast du was zum nachdenken.
Franz

Gluecksrabe am 11 Mär 2024 18:41:24

Stocki333 hat geschrieben:Und genaugenommen ist hier in der Kalten Jahreszeit das Dilemma. Den der Accu gehört abgeschaltet.Um Tiefenentladung zu vermeiden. Und laden über die Solaranlage funktioniert auch nicht so gut. Den Laden bei Kälte ist noch kontraproduktiver wie Entladen.
Also hast du was zum nachdenken.
Franz


Drüber habe ich schon nachgedacht. Der 100Ah Ective LiFePO4 Akku hat integrierte Heizplatten, die das Laden bei bis zu -30°C ermöglichen. Ich kann auch bestätigen, dass das Laden über die Solaranlage gut funktioniert.

Bruno

cinzano01 am 12 Mär 2024 10:28:58

Gluecksrabe hat geschrieben:
Ich kann deine Einschätzung bezüglich der Büttner Standby Lader, und dass eine Eigenbaulösung genauso gut sein kann, durchaus nachvollziehen. Warum bei einem Standbylader die D+ Steuerung und Spannungsschwellen in der Praxis aber nicht relevant sein sollen, musst du mir aber noch erklären.


Betrachten wir doch einen Fall mit realen Bedingungen:

Fahrzeug wird nach Fahrt abgestellt. Sowohl Starter- als auch Aufbaubatterie sind voll geladen.

SB: Herkömmliche Nassbatterie: Ladeschlussspannung 14,3V, 90Ah. Permanenter Ruhestrom durch Fahrzeugelektronik 0,15A
AB: LiFePO4 - 150Ah, Ladeschluss durch Trennrelais identisch mit 14,3V. Kein Ruhestrom aus Aufbau, da Bordelektronik abgeschaltet.

Keine Solaranlage oder Landstromanschluss.

An der Starterbatterie stellt sich sofort eine Beruhigungsspannung von 12,9V ein. Gehen wir von einer 90% Entladung aus, die es dann im Anschluss nicht mehr ermöglicht, das Fahrzeug zu starten, entspräche das einer Entnahme von 90Ah x 90% = 81Ah. Diese Kapazität geteilt durch den Ruhestrom 81Ah : 0,15A = 540h. Das entspricht einer Zeit von knapp 3 Wochen. Spannung wird dann ca. 11,7V betragen, wenn nicht nachgeladen wird.

Nur, dass man mal ein Gefühl bekommt.... Das alles gilt für eine im Prinzip fabrikneue Batterie.
Wie mein Orthopäde immer zu sagen pflegt: Es werd ned besser....

Die LiFePO4 hat eine Grundspannung von 4 x 3,3V-3,2V, also 13,2V-12,8V. Bei Verwendung einer Schottky-Diode im Lader mit 0,3V Durchlassspannung würde also im Prinzip noch bei nahezu 100% Ladestand der Starterbatterie der Ruhestrom durch den Standbylader instant nachgeliefert werden und die Starterbatterie bleibt auf 100% stehen. Erst wenn die LiFePO4 sich dem Ende nähert, was bei etwa ab 10% Ladung mit einem raschen Absinken der Spannung einhergeht, werden beide Batterien praktisch simultan entladen. Immer schön mit einem Abstand von ca. 0,3V zueinander. Spannungsfall bei den geringen Strömen ist nahezu vernachlässigbar.

Wie sieht es dann gegen Ende aus?

Die Starterbatterie hat 11,7V. Die LiFePO4 dann 12V. Da ist sie zwar ziemlich leer, aber noch weit davon entfernt, dass sie Schaden nähme. Meine Batterien würden bei 11V abtrennen. Bei den daraus resultierenden 10,7V an der SB ist diese schon im Bereich, wo sie in kurzer Zeit nachhaltig Schaden nimmt und Kapazität verliert.

Rechnen wir zusammen:

81Ah aus der Starterbatterie
90% x 150Ah = 135Ah aus der Aufbaubatterie.
216Ah : 0,15A = 1440h oder gute 8 Wochen.

Was heißt das jetzt zusammen genommen?

Egal, was ich mache. Der Ruhestromverbrauch im Grundfahrzeug ist ja da - außer ich trenne wochenlang die Starterbatterie komplett vom Fahrzeug. Ich persönlich rate bei der Starterbatterie davon ab.
Bei einem solchen - nicht realitätsfernen - Setup habe ich also irgendwas zwischen 3-8 Wochen Zeit, wieder Strom in die Kiste zu bringen.

So, und jetzt schauen wir uns die "Verbesserung" mit dem Standbylader Pro an:

Ich habe eine einstellbare Schwelle, was die minimale Spannung betrifft, ab der die Aufbaubatterie abgetrennt wird.
Geh ich jetzt mal von meinen Batterien aus, dass schalten die BMS bei 11,0V ab. Da passiert also nix. Die Wiedereinschaltschwelle ist so hoch, dass aufgrund der zuvor erfolgten extrem langsamen Entladung durch den Ruhestrom die LiFePO4 nicht wieder über die Wiedereinschaltschwelle kommt. Das Einzige, was jetzt noch zieht, ist der Ruhestrom des BMS, der im sehr niedrigen einstelligen mA-Bereich liegt. ABER - das beißt die Maus keinen Faden ab - sie wird immer weiter entleert werden und kommt in den Bereich, wo es nicht so lustig für die Zellen wird.
Mit der Abschaltschwelle im Pro-Lader schütze ich zwar die Aufbaubatterie ein bisschen mehr, aber zu Lasten der Starterbatterie, den die wird jetzt schneller entladen werden und ich verkürze die Zeit, bis sie totentladen wird.
Ich muss mich also eher wieder früher darum kümmern, gewinne somit unterm Strich gar nichts.

Die D+Steuerung ist nur relevant bei laufendem Motor.
Bei Fahrzeugen mit Trennrelais hat sie keine Auswirkungen, denn die Spannungslage von Starterbatterie und Aufbaubatterie ist immer so, dass die SB etwas höher liegt, als die AB aufgrund der Spannungsfalls über die Leitungen und das Trennrelais. Somit fließt durch die Diode kein Strom, da sie in Sperrrichtung liegt.

Anders sieht es aus, wenn ein Booster ins Spiel kommt:

Je nach nach Batteriemanagement des Basisfahrzeugs ist die Spannung der Starterbatterie teils signifikant niedriger als die der Aufbaubatterie. Hier könnte theoretisch der Ausgleichsstrom des Standby-Laders seinen maximalen Wert von 2-3A erreichen. Diesen Strom führe ich also im Kreis und er trägt nicht zur Ladung der Aufbaubatterie bei.
Wie gesagt: Das ist ein theoretisches Szenario! In der Praxis habe ich es nicht nicht gesehen, dass ein derartiges Gefälle auftritt. Wenn ein gut dimensionierter Booster längere Zeit so von der Lichtmaschine zieht, stellen sich meistens nach kurzer Zeit Spannungen von um die 14V an der Starterbatterie ein. Mir ist in noch keinem Fall an meinen Ladern aufgefallen, dass sie permanent warm am PTC sind. Das wären sie aber, wenn dort dauerhaft 3A drüber laufen.

Wer partout nicht will, dass bei laufendem Motor der Standbylader aktiv sein KÖNNTE, nimmt halt nen Schalter für 1,50EUR an geeigneter Stelle und kann ruhig schlafen. Aber ob mir das 120 EURO wert wäre....?

Kurze Zusammenfassung: Viel Abzocke und theroretisches Klimbim für praxisferne Effekte.

Stocki333 am 12 Mär 2024 10:51:57

cinzano01 hat geschrieben:Kurze Zusammenfassung: Viel Abzocke und theroretisches Klimbim für praxisferne Effekte.

Dafür an Gutn.
Franz

andwein am 12 Mär 2024 11:00:24

cinzano01 hat geschrieben:....Kurze Zusammenfassung: Viel Abzocke und theroretisches Klimbim für praxisferne Effekte.

Eine sehr gute Zusammenfassung und gut verständlich erklärt. Dafür ein Pünktchen.
Und noch ei Verbesserungsvorschlag: Wer wirklich ein Problem mit der Entladung der Startbatterie hat sollte lieber zu einer kleinen Solaranlage mit Ladeausgang für SBatt und ABatt sorgen. Denn egal von wo nach wo der Dtrom fließt, er sollte ersetzt und nicht verschoben werden!
Gruß Andreas

Hannus am 12 Mär 2024 12:13:30

Das die Lichtmaschinenspannung auf 14V steigt, nur weil der Booster als zusätzlicher Verbraucher dazu kommt, sehe ich nicht so. Zumindestens nicht, wenn die Regelung sich eingepegelt hat. Diese hat ja die Aufgabe, die Starterbatterie bei ca. 60% zu halten und das geht nur, wenn die Spannung sich bei ca.12,5V einpegelt. Es gibt natürlich immer wieder kurzzeitige Abweichungen.

Anderes Thema.
Wer einen Victron Solarregler mit Lastausgang an Bord hat, hat eigendlich schon fast alles was er braucht. Fehlt nur eine 10A Diode und bei Fahrzeugen mit intelligenter Lichtmaschine ein Relais.
Der Solarregler übernimmt sowohl die Strombegrenzung, als auch den Schutz der Aufbaubatterie durch die einstellbare Abschaltspannung. Das D+ gesteuerte Relais übernimmt das Abschalten während der Fahrt. Kann man natürlich auch von Hand oder über die Software des Reglers machen.
Läuft in meinem alten Womo ohne Probleme und hält meine 10Jahre alte Starterbatterie fit. (Ich brauch natürlich kein Relais)

Ostseebaer am 12 Mär 2024 13:01:06

cinzano01 hat geschrieben:Betrachten wir doch einen Fall mit realen Bedingungen:

Ich würd so gern ein Sternchen vergeben!

edume am 12 Mär 2024 14:06:29

Hallo,

eure Kommentare zu dem Thema Standby Charger Pro sind technisch gesehen sicherlich richtig. Der Threadersteller hat aber nur nach den Erfahrungen mit dem Gerät gefragt und wenn ich das richtig sehe, hat er eine Solaranlage mit einem zugehörigen Regler, der nur die Aufbaubatterie lädt, dies aber gerade ohne die Starterbatterie mitzuladen. Wenn nun seine Solaranlage auch im Winterbetrieb mit kurzen Frostphasen ausreichend dimensioniert ist, um die Ruheströme beider Batterien mindestens auszugleichen, ist der Standby Charger Pro mit seinen einstellbaren Ein- und Ausgangs-Spannungswerten genau das richtige Teil. Das gilt insbesondere, wenn man technisch nicht so versiert und das Teil einfach zu installieren ist.
Ich habe den Standby Charger Pro nun seit ca. 6 Wochen in Betrieb, dies teilweise mit kurzen Frostphasen und das Gerät arbeitet genau so wie ich es erwartet habe - siehe auch meine obenstehende Diagramme bzw. Beschreibungen!

Beste Grüße
edume

Ostseebaer am 12 Mär 2024 17:32:10

Moin,
edume hat geschrieben:Wenn nun seine Solaranlage auch im Winterbetrieb mit kurzen Frostphasen ausreichend dimensioniert ist, um die Ruheströme beider Batterien mindestens auszugleichen, ist der Standby Charger Pro mit seinen einstellbaren Ein- und Ausgangs-Spannungswerten genau das richtige Teil.

Wenn ... dann ist Cincanos Lösung eben genauso das richtige Teil - weil unter diesen Umständen absolut ausreichend. Mehr nicht - er zeigt doch nur eine (deutlich) kostengünstigere Alternative auf.
edume hat geschrieben:Das gilt insbesondere, wenn man technisch nicht so versiert und das Teil einfach zu installieren ist.

Das Argument muss man gelten lassen - wen sollen die 'Camping-Ausrüster' sonst schröpfen.

Aber was an Cincanos Beitrag viel wichtiger ist - und was man sich mal verinnerlichen sollte:
Wenn man eine Bleibatterie im System hat, gibt es keine technische Lösung, die eine gewisse regelmäßige Kontrolle des Systems völlig überflüssig macht.
Auch ein Standby-Lader schiebt das Intervall nur etwas hinaus - man kommt nicht umhin, sich mit der Thematik zu beschäftigen und - auch wenn man technisch nicht so versiert ist - sich mit dem nötigen Intervall vertraut zu machen.
Oder es sich eben vorrechnen zu lassen ...
Über 4 Monate - ohne Ladung - hilft der Standby-Lader dem Threadersteller auch nicht weiter.
Gerade die technisch nicht so Versierten sehen diese 'Camping-Bedarf'-Lösungen zu sehr als Allheilmittel an.

Letztendlich bezahlt man die zusätzlichen 110 € effektiv für die Schraubklemmen - den "einfachen Einbau" - und das Vorgaukeln eines besseren Schutzes durch die Einstellbarkeit.
Aber dieser Schutz der LiFePO4 ist bereits im BMS gegeben - und eine höhere Einstellung schützt nur die Bleibatterie - aber eben auch nur, wenn man dann rechtzeitig nachguckt ...

Fazit:
Um den Schutz der Bleibatterie muss man sich immer selbst kümmern - und das Intervall ist völlig unabhängig davon, ob man einen 120 € Standby-Lader hat - oder eben einen für ca. 10 €.

Das alles sind schließlich auch 'Votronic Standby Charger Pro - Erfahrungen'.

Grüße
Georg

Gluecksrabe am 13 Mär 2024 10:25:34

Hallo,

Vielen Dank für die konstruktiven Beiträge, besonders von edume, und ja, ich finde auch Cinzanos ausführliche Erklärung für sehr sachlich und informativ und für meine Entscheidung sehr wichtig.

Ich werde den Votronic Standby Charger Pro trotzdem kaufen, weil ich - außer dem hohen Preis, den man als Abzocke empfinden kann - kein Argument gefunden habe, dass bei meiner Konfiguration (ausreichend Solarstrom für die Aufbaubatterie im Wohnmobil, das von mir nur alle 2-3 Wochen am Winterstellplatz ohne Landstromanschluss besucht wird) dagegen spricht. Für Leute mit anderer Konfiguration mag eine andere Lösung besser sein.

Allein die automatische Abschaltung bei Anliegen eines D+ Signals sind mir den Preis von 120 Euro schon wert. Ich habe schließlich auch den einfachen Gasregler ohne Crash Sensor für ein paar hundert Euro gegen eine Truma DuoControl CS Anlage getauscht. Das wäre nicht notwendig gewesen, denn ich hätte ja die Gasflasche immer manuell zudrehen können, aber die Bequemlichkeit war es mir wert.

Beste Grüße

Bruno

backspin am 13 Mär 2024 11:47:48

Das wäre nicht notwendig gewesen, denn ich hätte ja die Gasflasche immer manuell zudrehen können, aber die Bequemlichkeit war es mir wert.

In diesem Fall hast Du im Winter zusätzlich einen höheren Comfort, da man während der Fahrt mit der Aufbauheizung heizen kann ...

rkopka am 13 Mär 2024 11:57:17

Das wäre nicht notwendig gewesen, denn ich hätte ja die Gasflasche immer manuell zudrehen können, aber die Bequemlichkeit war es mir wert.
backspin hat geschrieben:In diesem Fall hast Du im Winter zusätzlich einen höheren Comfort, da man während der Fahrt mit der Aufbauheizung heizen kann ...

Und ein AES Kühlschrank macht ohne nicht viel Sinn.

RK

andwein am 13 Mär 2024 12:17:54

Ostseebaer hat geschrieben:....Fazit: Um den Schutz der Bleibatterie muss man sich immer selbst kümmern -Grüße Georg

So ist es!!!
Und ein Großteil der Starterbatterien ist immer noch Blei/nass. Und den Säurestand muss man kontrollieren wenn man eine Lebesdauer größer 4-5 Jahren erwartet. Auch sogenannte "wartungsfreie Blei/nass Batterien" sind nicht gegen Gasung und damit Wasserverlust gefeit.
Gruß Andreas

cinzano01 am 13 Mär 2024 12:28:14

Gluecksrabe hat geschrieben:Hallo,

(...)kein Argument gefunden habe, dass bei meiner Konfiguration (ausreichend Solarstrom für die Aufbaubatterie im Wohnmobil, das von mir nur alle 2-3 Wochen am Winterstellplatz ohne Landstromanschluss besucht wird) dagegen spricht.


Das Argument, das am meisten GEGEN spricht, ist die Solaranlage auf dem Dach. Dann brauchst du das Gedöns nicht.

Mein Womo steht vor der Haustür. Hängt niemals am Landstrom. Meine eigene LiFePO4 (200Ah) drin und meine Standby-Schaltung (sofern man von einer Schaltung sprechen kann...).
Am Dach 300Wp.

Meine Starterbatterie ist nie leer.

Ich hatte jetzt auch ein paar Fälle aus dem Forum mit dem bekannten weit verbreiteten Modell von Weinsberg und hier traten insbesondere bei den Modellen mit Start-Stopp-System und Batteriemonitor an der SB massiv Probleme und Ausfälle auf. Die Batterien starben binnen 2 Jahren.
Die Betroffenen fahren mit meinem Lader und die SB ist voll.

Ich verlang immer 20 Euro steckerfertig für Schaudt. Einstecken und vergessen.

Gluecksrabe am 13 Mär 2024 12:56:12

cinzano01 hat geschrieben:Ich verlang immer 20 Euro steckerfertig für Schaudt. Einstecken und vergessen.


Das passt leider nicht. In meinem Knaus Van TI Plus 650 MEG Platinum Edition (Baujahr 2021) ist kein Schaudt EBL verbaut (sondern ein Toptron EL 768).

Bruno

Gluecksrabe am 13 Mär 2024 13:14:56

Ostseebaer hat geschrieben:Über 4 Monate - ohne Ladung - hilft der Standby-Lader dem Threadersteller auch nicht weiter.


Das glaub ich nicht, Tim. Der Sinn des Standby Laders ist ja, dass die Starterbatterie geladen bleibt.

andwein hat geschrieben:Und ein Großteil der Starterbatterien ist immer noch Blei/nass. Und den Säurestand muss man kontrollieren wenn man eine Lebesdauer größer 4-5 Jahren erwartet. Auch sogenannte "wartungsfreie Blei/nass Batterien" sind nicht gegen Gasung und damit Wasserverlust gefeit.
Gruß Andreas


Du kannst das gerne anders machen, aber ich werde die AGM Starterbatterie sicher nicht aufbrechen, um Wasser nachzufüllen.

Bruno

mtrc am 13 Mär 2024 13:36:56

Gluecksrabe hat geschrieben:Der Sinn des Standby Laders ist ja, dass die Starterbatterie geladen bleibt.
Stimmt, das ist die Grundidee zu diesem Gerät für die Fälle wo keine Ladung der Starterbatterie erfolgt, weil z.B. der Elektroblock bei Landstrom nicht in die Starterbatterie läd, oder aber der Solar-Regler keinen weiteren Ladeausgang hat.
Dennoch ist mein Ziel ein anderes: Ich möchte von der Starterbatterie in die Aufbaubatterie laden. Beide Batterien sollen auf Lithium umgebaut werden. Der Votronic Standby Charger Pro kann genau die Mindest-Quellspannung festlegen, wo er mit dem Laden aufhört. Das ist wichtig, weil der Spannungsabfall bei Lithium anders verläuft als bei Blei. Der Standard Standby Charger hat meines Wissens nur eine feste Mindest-Spannung, die nur für Blei passt. So sollte genügend Rest-Energie in der Starterbatterie verbleiben, um zu starten.
Da ich keine neue Leitung von der Starterbatterie zur Aufbaubatterie legen kann/möchte, komme ich mit einem Booster gerademal auf 30A (+8A wenn der Standby charger parallel zum Booster arbeitet), kann aber dennoch beim autarken Stehen ohne Landstrom aus der Starterbatterie weiterhin in die Aufbaubatterie laden.
Zusätzlich werde ich für den Standby-Charger einen Schalter verbauen, denn ich möchte diesen nur beim Campen nutzen. Ist das Fahrzeug eingelagert, soll die Starterbatterie nicht entladen werden.

Mir ist nur noch nicht ganz klar, wie ich den Booster, den Standby-Charger und den Elektroblock verbinden soll. Booster könnte parallel zum Standby-Charger. Beide könnten in den Elektroblock einspeisen, der sollte bis 50A verkraften und die Versorgung des Kühlschranks während der Fahrt sollte funktionieren.
Aber wie kann die Ladung der Starterbatterie vom EBL bei Landstrom weiterhin funktionieren?

Und wie könnte ich den Standby-Charger wahlweise in beide Richtungen verwenden? Optimal wäre es hierbei, wenn er automatisch das Spannungsgefälle erkennt. d.h. z.B. ab 30% Spannungsunterschied läd er automatisch in die eine oder die andere Richtig... soetwas gibt es glaube ich noch nicht. Alternativ müsste ein manueller Schalter für soetwas aus 2 gekoppelten Wechselschaltern bestehen, die den Charger umkehren.

mtrc am 13 Mär 2024 13:41:45

Hannus hat geschrieben:Wer einen Victron Solarregler mit Lastausgang an Bord hat, hat eigendlich schon fast alles was er braucht. Fehlt nur eine 10A Diode und bei Fahrzeugen mit intelligenter Lichtmaschine ein Relais.
Wie meinst du das genau? Der Lastausgang z.B. am Victron MMPT 75/15 ist doch ein Relais? d.h. damit würdest du einen nachgelagerten Standby-Charger aktivieren, sobald der Solarregler genügend Energie liefert?

Ostseebaer am 13 Mär 2024 15:25:25

Moin,
mtrc hat geschrieben:Und wie könnte ich den Standby-Charger wahlweise in beide Richtungen verwenden? Optimal wäre es hierbei, wenn er automatisch das Spannungsgefälle erkennt. d.h. z.B. ab 30% Spannungsunterschied läd er automatisch in die eine oder die andere Richtig... soetwas gibt es glaube ich noch nicht.

eigentlich gibt es das schon - nennt sich "Kabel" ... :wink:
Mal ehrlich - bei dem angedachten Nutzungsszenario - warum erst bei 30% Spannungsunterschied?
Dann kannst Du doch gleich einen großen Akku nehmen - oder es bei der Blei-Starter belassen - die ist dann wenigstens immer voll, solange in der LiFePo4 nur ein Hauch von Energie steckt ...

Leuts, Ihr denkt oft viel zu kompliziert.
Z.B. Stichwort D+-Abschaltung des Standby-Chargers - völlig unnötig, das regelt sich doch automatisch bei Lima-Ladung über das Spannungspotential, da kann der Standby-Lader gar nicht mehr laden.

Grüße
Georg

mtrc am 13 Mär 2024 16:02:58

Hm, toller Tip mit dem "Kabel" :? ... Ein aktiver Lade-Booster hat Vorteile gegenüber einem Kabel (+Relais) zum Laden der Aufbaubatterie, weil er eben zum einen den Strom begrenzen oder erhöhen kann, und einfach die Ladekurve viel besser zur Batterie passt.
Klar, theoretisch könnte man die Starterbatterie und die Aufbaubatterie einfach parallel schalten. Dann müsste das Kabel aber immens sein für den Anlasser, außerdem würde die Starterbatterie nicht vor Entladung geschützt werden.
Für den Umbau auf Lithium ist die Starterbatterie der schwierigere Teil und ich habe natürlich auch über eine "Zentral-Batterie für alles" nachgedacht. Die Anforderung an die Zellen sind aber bei der Starterbatterie völlig anders, die müssen auch mal 900A liefern können. Außerdem sind getrennte Systeme besser, um die Restspannung zum Starten zu behalten. Zusätzlich werde ich nur die Starterbatterie heißen, die Aufbaubatterie nicht... Jedenfalls fand ich einen geregelten Austausch zwischen den beiden Batterien sinnvoller als eine Universal-Lösung zum Starten und für den Aufbau.
Als Starterbatterie peile ich die Supervolt Ultra an. Die gibt es als 60Ah, 100Ah und 150Ah. Für den hohen Preis würde man eigentlich als Vorteil nur die Gewichtsersparnis haben. Die ist uns aber sehr wichtig beim 3,5-Tonner. Als Starterbatterie würde eigentlich schon eine 40 oder 60Ah reichen In das Fach vom Sprinter würde die 150Ah aber perfekt reinpassen und die aktuelle 100Ah Bleibatterie ersetzen. Diese Investition würde sich nur lohnen, wenn man die Batteriekapazität im Aufbau mitnutzt. Dann käme ich nämlich im Aufbau schon mit 150Ah aus statt z.B. 300Ah.Weiterer Vorteil, und hier kommt wieder der Standby Charger ins Spiel: Die Starterbatterie läd extrem schnell. Sie könnte bis zu 200A vertragen, unsere Lichtmaschine im Sprinter W906 ist eine 180A. Das ist schonmal gut und man muss keine Maßnahmen zur Strombegrenzung schaffen. So einen starken Booster und entsprechende Kabel zur Aufbaubatterie kann man gar nicht verbauen. Übrigens würde die Aufbaubatterie Supervolt LiFePO4 150Ah auch nicht mehr als 50A Ladestrom vertragen. d.h. bei üblichen Touren mit 1-2h Fahrzeit und 3-14 Tage Standzeit würde die schnelle Starterbatterie sehr schnell nachgeladen werden, was den nur 30A Ladestrom zur Aufbaubatterie wett macht. Nachgelagert läd der Standby Charger im Stand mit gemütlichen 8A die Aufbaubatterie nach.

rkopka am 13 Mär 2024 16:06:18

Ostseebaer hat geschrieben:Z.B. Stichwort D+-Abschaltung des Standby-Chargers - völlig unnötig, das regelt sich doch automatisch bei Lima-Ladung über das Spannungspotential, da kann der Standby-Lader gar nicht mehr laden.

Bei einer "intelligenten" Lima kann die Spannung selbst mit D+ unter 12V sinken (zumindest sehe ich solche Werte bei mir im PKW). Dann fährt das Auto zum guten Teil mit der Aufbaubatterie als Quelle und denkt gar nicht daran über die Lima zu laden. Ist also nur bei älteren Fahrzeugen egal.

RK

andwein am 13 Mär 2024 16:15:49

Gluecksrabe hat geschrieben:.......Du kannst das gerne anders machen, aber ich werde die AGM Starterbatterie sicher nicht aufbrechen, um Wasser nachzufüllen. Bruno

Sorry, kleine Nachhilfe: Eine AGM Batterie ist keine Blei/nass Batterie sondern wen du möchtest eine Blei/trocken Batterie.
Von AGM oder Gel habe ich nicht gesprochen!
Gruß Andreas

cinzano01 am 13 Mär 2024 16:19:15

Gluecksrabe hat geschrieben:

Das passt leider nicht. In meinem Knaus Van TI Plus 650 MEG Platinum Edition (Baujahr 2021) ist kein Schaudt EBL verbaut (sondern ein Toptron EL 768).

Bruno


Meine Güte, dann halt mit Ringösen für die Schraubbolzen.

Bitte nicht glauben, daß ich mich daran dumm und dusselig verdiene.

Einkauf, Verbuchung, Konfektionieren, verpacken, versenden, Rechnung stellen, wieder buchen.

Es ist ein Gefallen, den ich anbiete.

RaWiDe am 14 Mär 2024 13:12:56

Hallo cinzano01,

dein Angebot für 20 Euro steckerfertig für Schaud finde ich sehr interessant, ich mag auch gern einfach Lösungen.

Meine aktuelle Installation mit dem Votronic Standby-Charger (ohne Pro) war erfolgreich, die Spannung am Starterakku pendelte sich stets um 0,7 Volt niedriger gegenüber der Versorgerakkus ein.

Allerdings mit der Konsequenz, dass längs durch den Kastenwagen das Kabel liegt, denn beim Knaus Boxstar sind die Akkus kurz vor der Hinterachse verbaut. Da dies nur für die Winterpause sein sollte ist das auch akzeptabel. Aber wenn deine Lösung besser ist nehme ich diese.

Ich habe auch schon ausprobiert den Standby-Charger an Anschluss BAT1 an der CBE DS300KN anzuschließen. Leider kommt über diesen Weg an der Starterbatterie wohl nichts an. Ich kann keinerlei Erhöhung der Spannung messen. Alternativ könnte ich noch ein Kabel Unterflur von hinten nach vorn verlegen, aber wie bereits geschrieben, mag ich lieber einfache Lösungen.

Meine Geräte sind:
Versorgerakkus: 2 Banner AGM je 95Ah
Starterakku: Exide EK800 AGM 80Ah
Verteilungsmodul: CBE DS300kn
Schaudt Booster WA 121525
Solarpanel 1 Büttner: 160 Watt
Laderegler: Victron SmartSolar MPPT 100/20

Kannst du bitte kurz etwas zu deiner Lösung schreiben.

Viele Grüße
Rainer

Hannus am 14 Mär 2024 17:40:49

Du hast beides Bleibatterien, daß heißt, deine Starterbatterie wird nur geladen, wenn du Landstrom oder/und ausreichend Solarstrom hast.
StandbyCharger zwischen B2 und B1 muß eigendlich funktionieren.

cinzano01 am 15 Mär 2024 08:12:15

Das hängt davon ab, wie der Booster an der CBE angeschlossen ist. Davor in Reihe mit aktivem Trennrelais oder parallel und Trennrelais deaktiviert.

Muss man raus messen

RaWiDe am 15 Mär 2024 10:53:11

Hallo,

Wo und was muss ich da messen? Kann man auf dem Foto etwas erkennen wie das angeschlossen und geschaltet ist?

Rainer

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