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Camperkarriere-oder wie campten wir alten Hasen 1, 2


jonathan am 12 Jan 2008 22:09:48

Hallo!
Als ich vorhin mal ganz alte Fotoalben durchblätterte, dachte ich, es wäre doch mal interessant, wann und womit hier die alten Hasen mit dem Campen begannen. Ist für unsere "Newbies" bestimmt auch mal interessant, zu sehen. Also fange ich hier mal bei uns an :Begonnen mit kleinem Hauszelt, als ich 14 Jahre alt war und solo( leider kein Foto gefunden). Für den ersten Campingurlaub mit 18 Jahren, zu zweit ,wurde ein gebrauchtes Steilwandzelt von Umsteigern auf WoWa erworben-mit allem Zubehör-bis hin zur Zeltheizung! Nach drei Jahren mit diesem "Haus Nepumuk", wie meine Freundin es nannte, sollte ein grösseres Zelt her . Ein gebrauchtes 13-Stangenzelt mit rd.36 qm. Wohnfläche-aber der Aufbau und er Transport zum Urlaubsort(wir brauchten tatsächlich 2 PKW :oops: ) trieb uns davon wieder weg. Es schlossen sich (durch Hundekauf) einige Jahre Ferienhaus, alles immer auf Fanö, an, bis 1980 endlich das fahrende Camperleben begann: Unser erster VW-LT "Passat", eine Sonderauflage des örtl. Lübecker Autohauses in Bronce met. Davon gabs nur 4 Stück!!
Danach -1982-ein modifizierter weisser Sven-Hedin mit 2.4 6-Zylinder Diesel- ein geliebtes Schätzchen, der Tränen des Wehmuts beim Verkauf zugunsten des Wohnwagens Knaus Südwind 440 TU im Jahr 1988 auslöste-aber das zweite Kind sollte auch bald Platz finden und unsere Lütte wollte nicht so viel autofahren, sondern lieber auf dem CP mit anderen Kindern spielen. Vor dem Knaus buckelten sich im Laufe der Jahre insgesamt 4 verschieden Zugwagen ab.Als 2001 dann nur noch sporadisch Sohnemann mitkam, erwarben wir unseren California exclusive, der dann 2006 dem in meinem Profil sichtbaren Gespann Multivan/Hobby Platz machte.
Hier einige Stationen im Foto:

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

jonathan am 12 Jan 2008 22:12:31

Und hier die noch fehlenden Fotos: Unser Knaus-Gespann, zuerst 1988 gezogen von Golf synco, anschliessend der California exclusive mit 150 PS-TDI-ein Rennmobil

Ri-Si-Pri am 12 Jan 2008 23:03:16

Hallo jonathan,

bin zwar hier im Forum auch ein Newbie, aber mein erstes Womo habe ich mir 1978 gebaut.



Campergruß Siggi

Anzeige vom Forum


Chris_62 am 12 Jan 2008 23:23:40

heee tolle Idee ! :)

ich muss da erst mal bissle wühlen und scannen..........

Ri Si Pri grösser gehts in Zukunft nimmer :D

LowCostDriver am 12 Jan 2008 23:48:39

Hör mal Werner:

Wenn ich mein Wohni neben deinen LT aus den ersten Bildern stelle, dann sehe ich jetzt direkt keinen Unterschied im Alter :D

Komm gibs zu, die Bilder hast du grad eben unten vor der Tür gemacht und die coole Frisur findest du einfach nur genial.

Die andere Variante, nämlich das mein Womo ein alter Hund ist, dass ist ja wohl deutlich unwahrscheinlicher !! :D

Aber ganz im Ernst, das ist ein klasse- Thread!

Bitte lasst und teilhaben an ein paar alten Camperstories und Bildern aus einer Zeit, als ich ein Womo nur aus der Mickey Maus kannte.
Damals irgendwann in den 80ern konnte man mal mit den Mickey Maus Heftchen einen Hymer gewinnen.
Den Hymer fand ich richtig klasse, habe mitgemacht beim Preisrätsel, aber leider nicht gewonnen :(

:gruebel:
Ich überlege gerade, ob mein heutiger Wunsch nach einem Wohnmobil vielleicht damit zusammen hängt, dass ich mir damals gewünscht habe dieses Teil zu gewinnen, aber der Wunsch nicht erfüllt wurde.
Campen waren meine Eltern mit mir nie.
Und Zelten gehen in jungen Jahren ohne Eltern habe ich gehasst!
Kann das sein? Kennt sich damit jemand aus?

Ri-Si-Pri am 13 Jan 2008 00:17:06

LowCostDriver hat geschrieben:Campen waren meine Eltern mit mir nie.


Hey LCD,

Urlaub mit der Familie gab es bei uns auch nicht
und Camping macht sonst keiner aus meiner Sippe :roll:

bis also nicht allein LCD :troest:

Siggi

Gast am 13 Jan 2008 03:12:27

Chris_62 hat geschrieben:Ri Si Pri grösser gehts in Zukunft nimmer :D

hallo,

doch - ginge schon -->

--> Link
:mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
aber mal ehrlich: wer will denn schon SO was :?: :?: :?:
auf 18m länge EINEN tisch für grade mal zwei personen :eek:
keine vernünftigen stauräume in der ganzen riesenhütte :roll: :roll:
und auf den meisten SP macht man sich mit dem teil vmtl auch nicht grade beliebt (so man denn überhaupt nahe genug herankommt ...)
und irgendwie wirkt die gesamte inneneinrichtung reichlich planlos zusammengewürfelt .....

Tipsel am 13 Jan 2008 03:35:19

Schade, dass ich Dias nicht einscannen kann, denn da gibts ganz nette aus früheren Jahren :D

Mein Camperdasein fing mit 19 an, nachdem ich meine gesamte Kindheit mit den Eltern in Österreich in Pensionen verbracht hatte.

Mit den Freundinnen raus auf die Wiese, Eierravioli, warm oder kalt, egal, saurer Fritz und Äppelwoi, an mehr erinnere ich mich nicht, aber schee wars.

Später wars ein Dauerplatz mit Zelt und festem Holzfußboden, dann kamen die ersten Norwegentouren mit nem 190er Daimler und Nordlandzelt, Doppelschlafsack und Anorak nachts, damit wir im Schnee überlebt haben.

Und dann fings an, der erste Bulli. Lieferwagen, alte Rübe. Es wurde eine Kiste vorn Motor gebaut, das war dann insgesamt dass Bett und der Schrank und sowieso alles. Gardinen dran, und ab gings nach Griechenland, Festland und Kreta, Italien, Korsika und Sardinien, und natürlich Österreich. Schee wars. Leider hat uns ein Volvo auf der Autobahn zusammengeschoben und die alte Rübe war hin.

Danach kam unser Dauercamperleben mit den Kids. Aber als die endlich 16 waren und alleine dort bleiben konnten, kam wieder ein Bulli.
Diesmal aber mit Komfort, California-Ausbau und Aufstelldach. Endlich wieder unterwegs, und so wollten wir bis zur Rente unsre Freizeit verbringen. Doch manchmal schlägt das Schicksal Schnippchen, und Peter hatte schlimme Rückenprobleme ohne Heilungsaussicht, und im Bulli war dann einfach kein Platz mehr für mich im Bett, wenn er ednlich seine Schlafstellung eingenommen hatte.
Also alle stille Reserven mobil gemacht - man lebt ja nur einmal - und ohne irgendwelche Ahnung von Womos den nächstbesten bezahlbahren Alkoven gekauft, der ein breites Bett hatte.
Nun sind wir seit 2001 mit unsrem Knausi unterwegs.

hast29 am 13 Jan 2008 11:40:47

Morgen Leute,

tolle Idee!!!

Mit Bildern kann ich leider auch nicht dienen. Aber:
Ich war schon "im Bauch " auf Campingtour (Damals liebten meine Eltern Italien)
Mit STeilwandzelt und Käfer, der Hochbepackt war ging es immer in den Sommerurlaub. Richtig erinnern kann ich mich noch an Jugoslawien. Platz direkt am Meer. Wir hatten richtige Kinderbetten (REisebetten) WEnn mein Vater das Zelt aufgebaut hatte kam der gute Teppich rein, dann ging er los und holte "Jaffakisten". Da wurde dann alles rein gestapelt. Dann baute er unseren Kühlschrank. Ein Loch ausgehoben Jaffakiste rein, was der DEckel war weiß ich nicht mehr. Jeden TAg nen Eimer Wasser rüber. Ich kann mich erinnern ich hatte da mal Schokolade reingelegt....

1979 folgt der erste Wohnwagen. Italien, Ungarn, Jugoslawien....irgendwann bekomme ich mein eigenes Zelt.
Die ganzen Jahre begleite ich meine Großeltern auf ihren Dauerplatz.
Fahre bis 1987 noch mit in den Urlaub und dann ist Pause. 1989 mach ich noch mal mit meinem damaligen Freund Urlaub im Wohnwagen und dann erst wieder nach der Hochzeit 1993. Da kaufen wir uns einen Dauerplatz.
1994 zweites Kind und an meinen nicht Camping gewöhnten Gatten die FRage: Könntest du dir vorstellen zu ziehen???
PRompte Antwort: Na Klar.
Im Oktober kauften wir uns dann einen Bürstner 440. STockbetten, Mittelsitzgruppe, Heckkküche und Waschraum mit Vorzelt.
Einen Urlaub haben wir damit verbracht. Dann haben wir Dauerwagen und den Bürstner verkauft und uns den Kanus Südwind 530 TK gekauft.
Ungarn war unser liebstes Ziel, Preiswert knapp 4 Wochen Urlaub haben uns am BAlaton damals 3000,-- DM gekostet.
OStsee, Nordsee, Rhön, Bayern....
DEn Dauerplatz gaben wir 1997 azf und waren seitdem auch am Wochenende mit dem WOWA unterwegs. Kinder wurden älter, immer an einem Ort....Wir fingen an den Urlaub zu teilen. ne Woche hier, ne WOche da.
Der Gedanke an ein WOMO wuchs....aber diese Preise. Kauften uns einen kleineren WOWA FEndt Topas 490 TF, ist wendiger..
Der Durchbruch kam mit AMerika. Wir machten eine Rundreise mit Zelt (Siehe SIde), dann folgte die Fahrradtour an der Donau, auch mit Zelt...
und dann kam unser Beulchen....endlich Rundreisen ohne lästiges an und abkuppeln. 100 Liter Wasser an Bord und nicht 20 und noch nen Kanister zur Reserve..und und und...

aber das Thema WOWA ist für uns ganz bestimmt noch nicht erledigt. Zur Zeit passt das WOMO in unsere jetzige Lebenssituation. Wenn ich wieder länger an Ort und STelle bleiben möchte, dann kommt ganz bestimmt wieder ein WOWA ins HAus. Am besten so ein Gespann wie Jonathan fährt. :)

Ich hoffe euch nicht gelangweilt zu haben.

Sabine

jonathan am 13 Jan 2008 11:47:41

Hallo, Sabine-das haste aber toll beschrieben. Man konnte richtig "mit" ! Und wie man aus den bisherigen Beiträgen entnehmen kann: Es gibt also doch noch so eine Art Camping-Urgestein, wie wir uns mittlerweile fühlen. Und schön auch zu sehen, daß die Grenze (zumindest hier im Forum) zwischen WoWa-Fahrern und WoMo-Fahrern fliessend ist. So wie bei uns auch: Mal dies, mal daß-und immer hat es riesen Spass gemacht !
Werner

hymerli am 13 Jan 2008 11:56:49

Hallo,

bei mir hat es auch ganz früh angefangen:

1982: mit 3 Jahren bei meinen Großeltern - hatten einen Dauerplatz in
Weitnau

danach fast 10 Jahre Pfadfinder - mit dem Rucksack quer durch Deutschland, Schweden

2004 mit unseren 2 Kindern in unserem T2 zur Probe 4 Tage nach Italien- bischen Campingluft schnuppern

2005 haben wir uns einen Bürstner A 570 geleistet und sind in Italien, Deutschland und Österreich herumgereist

2006 war uns unser Bürstner zu klein und wir haben uns einen Hymer Camp 644 gekauft. Endlich keine Lenkradschaltung mehr, so daß ich auch fahre.

hast29 am 13 Jan 2008 12:41:19

@ LCD
Hi Björn,

ich denke es ist der Wunsch noch FReiheit und unabhängigkeit.
Ich fühlr mich immer wie ein anderer Mensch wenn wir losdüsen.
Alle Probleme bleiben zu Hause.

... und wenn du noch ein Paar Lehrgänge Betreff Freistehen etc. mitgemacht hast, dann ja dann, bist du wirklich Frei und unabhängig und dann weißt du warum du ein WOMO haben wolltest. :) :) :)

P.S.: Wann kommt nun Schottland...

Gast am 13 Jan 2008 13:03:54

Hallo,

meine Camperlaufbahn begann schon im zarten Alter von etwa 8 Jahren.
Meine Eltern hatten im Oberbergischen Land ein Grundstück gekauft und die ersten Jahre wurde dort gezeltet.
Ohne Klo und Dusche. Ersteres konnten wir beim Nachbarn benutzen.
Damals wurd eh noch nicht jeden Tag geduscht. Einmal die Woche Schwimmbad musste reichen.

Später waren ich dann mit meinem Bruder in Dänemark, Griechenland und Holland.
Nach meiner Hochzeit mit meinem Mann nochmal Griechenland und Österreich.
Alles mit einem Steilwandzelt.

Dann kamen unsere Kinder und für ein paar Jahre haben wir Urlaub in Ferienwohnungen gemacht.
Dann hat sich mein Bruder eine Wohnwagen gekauft und damit sind wir auf den Geschmack gekommen.
Die Urlaube in Ferienwohnungen/häusern war nicht wirklich unser Ding.

Also kam dann 1991 unser Bürstner City 535 TK, zuerst mit einem Citroen CX Break als Zugwagen.
Nach 2 Jahren dann der VW T 4.



2003 haben wir den Bürstner gegen einen Knaus Eurostar 500 TL eingewechselt, Zugwagen ist immer noch unser T 4.
Er wird dieses Jahr 15.



Ab Ende Mai wird dann hoffentlich dieser hier da sein:

Ein Rapido 7066F


Niddi am 13 Jan 2008 13:08:40

Hallo,
lauter nette Geschichten, die mich anregen, auch über unseren Anfang zu berichten.
Camper waren wir nie, meine Eltern zog es immer nach Kärnten, dort waren wir schon fast wie zuhause. Auch mein Mann kannte keine Campingurlaube.
Mir hat dann immer ein Klappwohnwagen im Kopf gesteckt, aber dazu war die andere Hälfte nicht bereit. Wohnwagen überhaupt - nein danke! Mein Traum dahin, er liess sich nicht erweichen.
Bei einem Elba-Urlaub 1989 habe ich alle Womos der Italiener regelrecht indiskret inspiziert - nach dem Urlaub war mein Mann ca. 1 Woche lang täglich "verschollen". Nach dieser Woche hat er unser damaliges Traummobil, einen Hymercamp, gefunden.
Gekauft - glückliche 8 Jahre damit gefahren, danach ein wenig Steigerung ins mobile Leben gebracht und bis heute sind wir ca. 1 x im Monat auf Tour und haben unsere Entscheidung keinen einzigen Tag bereut.
sendet
Niddi

Klausimaus am 13 Jan 2008 13:10:13

Hi !
Also bei uns fing es so an: Mein Bruder und ich hatten ein kleines Hauszelt, da waren wir im zarten Alter von 12/13 und 14/16. Wir zogen mit den Fahrrädern los, immerhin 10 km weg an die nahe gelegene Trave, wo es von einem Bootsclub einen Zeltplatz gab.
Einmal die Woche nach Hause geradelt und Futter geholt. Ein Vorzelt nähte meine Mutter uns selbst. Da konnte dann schon ein kleiner Tisch und Stühle rein. Vorher haben wir alles im Hauszelt gemacht. Eine Blechkiste, eine Kaffeekiste, diente als Vorratsschrank und gleichzeitig als Tisch. Wenn man sich im Zelt umdrehte, wischte man mit den Beinen den Tisch leer. Die Schlafsäcke waren dann auch schnell voll mit Marmelade- und Kaffeflecken. Aber: Es hat uns einen Mordsspaß gemacht.
Mein erster Urlaub auf Fanö fand auch noch mit diesem Komfortzelt statt.
Mit der jungen Familie machte ich überwiegend Ferienhausurlaube in Dänemark. Später mit meinen Kindern Kanutouren mit Zelt, das wurde direkt neben dem Fluss aufgebaut.
In meiner Bikerzeit war ich auch häufig mit dem Zelt unterwegs, z.B. in Frankreich (Normandie/Bretagne) und Südfrankreich/Italien.
Dann kam die Wohnmobilzeit.
Wenn man so an die Anfänge denkt und was wir heute für einen Komfort haben, Mann o Mann.
Wer ein paar Fotos zu den Anfängen sehen will:
Auf meiner HP unter "Über uns" und dann 2Camperlaufbahn".
Klausimaus

ebbjo am 13 Jan 2008 13:44:09

Hallo Camper Ich bin mit 17 Lenzen zum ersten mal mit zwei Freunden einen kleinem zelt drei Mopeds in die Eifel gefahren haben einfach abends im dunkeln im Wald unser Zelt aufgebaut .Schönes Lagerfeuer gemacht
bis der Förster kam und uns zusammengeschissen hat.feuer mussten wir sofort löschen,durften aber bis nächsten morgen stehen bleiben.1975 später frau kennengelernt Hauszelt Gekauft und mit meinem ersten VW Käfer zum Gardasee.Im folgenden Jahr Jugoslawien.1980 Geheiratet
1982 erstes Kind da war erst mal ende mit wegfahren ( zu wenig Knete )
1988 dann wieder mit Schwiegervaters Campingwagen in den Schwarzwald.
Dann langezeit nichts mehr aus Privaten Gründen (Verwitwet)
2006 unser jetziges Womo gekauft seitdem schon über 15000km
Unterwegs

LowCostDriver am 13 Jan 2008 14:05:14

hast29 hat geschrieben:

P.S.: Wann kommt nun Schottland...


Nur noch Feintuning.
Texte sind alle fertig, Bilder und Videos einkopiert, alle Links sind gesetzt.
Offline bei mir auf dem Rechner funktioniert schon alles.

Anja muss noch ein paar Seiten Korrektur lesen, ich denke bis spätestens Ende nächster Woche haben wir es online.

Ist ne Menge Zeug zu lesen, wirst sicher was länger dafür brauchen, wenn du überhaupt die Nerven dafür hast.
Ich glaube ich habe es diesmal gewaltig übertrieben...

Ich habe gestern Abend noch nachgedacht.
Seit ich mich zurück erinnern kann, haben wir keinen Zelturlaub gemacht.
Aber ich habe mal ein Eis geschenkt bekommen, weil wir 15x an den gleichen Urlaubsort in Österreich gefahren sind.
Es war wunderschön da.
Ferienhof, Bauernhof.
Aber Urlaub in meiner Kindheit hatte nie irgendwas mit Campen zu tun.
Warum und wieso ich das seit Sommer 2006 so toll finde, das habe ich bis heute nicht verstanden.

Ich freue mich schon mehr von euch zu lesen, das ist wie eine kleine Zeitreise...

CKgroupie am 13 Jan 2008 14:53:01

Mal hier ein Bericht von einer sehr unwilligen Camperin :D.

Als Kind haben wir eigentlich immer Urlaub in kleinen Pensionen oder Gasthöfen gemacht, weil meine Mom keine Lust hatte zu kochen. Eigentlich kein Wunder bei 4 Kindern. Wir waren also fast immer in Österreich oder auch mal in Italien.

Zwischendurch hatte ich ein paar kleinere Wochenend-Camping Erlebnisse mit unserem Vater, bei denen es immer geschüttet hat wie aus Kübeln (er hatte da ein Händchen für, oder es lag daran, dass wir in der Eifel campten und es da ja bekanntlich IMMER regnet ;)). Auf jeden Fall waren das nicht wirklich bequeme Urlaube. Wir hatten durchaus Spaß, aber die bleibenden Erinnerungen waren immer Regen, kalt, nass, rauchendes Feuer und anschließend Erholungsbedarf.

Dann mein erster Zelturlaub war mit 18 mit meinem damaligen Freund und heutigen Mann. Wir waren mit dem Rucksack unterwegs und das war schon ein sehr schöner Urlaub, allerdings erinnere mich noch ungern an das Schlafen auf Iso-Matten und irgendwann ging einem auch der Dosen-Eintopf auf den Senkel, von dem wir uns drei Wochen mangels Geld ernährt haben.

Im Studium machten wir es dann ganz urwüchsig, man campte wild und am beste noch ohne Zelt. Meine Haupterinnerung daran ist eigentlich, dass es morgens um 5.00 Uhr immer eisekalt wurde und dass ich mich immer schlafend gestellt habe, wenn irgendwann am Morgen der Förster kam, um uns zusammenzustauchen. Ich hab' da immer den "Jungs" das Reden überlassen. Zum Frühstück gab es "Rocker Frühstück", also Pommes und Curry Wurst von irgendeiner Bude.

Meine Camping-Erlebnisse waren also eigentlich eher in der Kategorie "urwüchsig" und als wir dann Geld verdienten, kam es mir nie auch nur im Entferntesten in den Sinn jemals wieder in meinem Leben freiwillig woanders Urlaub zu machen, als im teuren Hotel mit Spa und guter Küche.
Wir machten entweder Aktiv-Urlaub mit Wandern oder Skifahren, oder wir reisten rum und guckten die Welt an.

Doch dann kam 2002 unser Töchterchen und 2004 unser Sohn zur Welt und das teure Hotel war sofort nicht mehr die richtige Lösung. Wandern mit Kleinkindern - ging nicht. Skifahren mit Babies - ging nicht. Welt angucken mit Kindern - ging nicht. Kinderhotels waren absolut zu teuer.

Mein Mann hatte keine Lust sich schon ein halbes Jahr vorher für die Bettenburg auf Mallorca zu entscheiden um den Frühbucher-Rabatt zu kriegen. Ferienwohnung fand ich furchtbar, weil ich da das Gefühl hatte, ich gehe von einem Haus ins andere und mache haargenau das gleiche wie zuhause.

Auf das Ziel konnten wir uns auch nicht einigen. Er wollte was sehen, ich wollte vor allem meine Ruhe und Sonne und Meer und möglichst 2 Wochen lang keinen Handschlag rühren.

Irgendwann kam dann meine Mutter auf die Idee und sagte, wir sollen uns doch mal ein Wohnmobil mieten. Dann wären wir flexibel, könnten einfach gucken, wo es schön ist, da bleiben oder weiterfahren. Wir könnten ans Meer oder in die Berge, was sehen oder einfach faulenzen.

Die Idee wäre mir im Leben nicht gekommen! Ein Freund von mir hatte mir noch wenige Monate vorher erzählt, dass er überlegte mit der Familie auf einen Campingplatz zu fahren und ich hatte ihn angeguckt wie ein Auto und gedacht, der spinnt.

Doch je mehr wir überlegten, umso besser fanden wir die Idee. An einem schönen Tag fuhren wir also zu einem Womo-Händler in den Nähe und weil meine Eltern ja die gute Idee hatten und einfach neugierig waren, fuhren sie mit. Kaum waren wir da, fand mein Vater schon das passende Mobil für uns und meinte dann, als wir uns über die Mietpreise erkundigten: "Den müsste man eigentlich kaufen."

Meine Eltern sind recht spontane Menschen wie man sieht und das Ende der Geschichte ist tatsächlich, dass sie eine Woche "Probe fuhren", um zu sehen, ob ihnen die Art des Urlaubs gefällt, sofort süchtig waren und wir fuhren dann im Mai 2006 schon mit dem "Familienmobil" in den Urlaub nach Südfrankreich.

Dort entdeckten wir schnell, dass das genau die ideale Form von Urlaub für uns war und wir können uns einen anderen Sommerurlaub im Moment gar nicht mehr vorstellen. Wir waren jetzt in den zwei Jahren schon zwei Mal Südfrankreich, einmal an der Ostsee und einmal im Allgäu und ich freue mich jetzt schon auf die nächste Reise und viele, weitere die noch folgen werden!

Gast am 13 Jan 2008 15:38:01

Meine Campingkarriere begann durch meine Eltern, da sie sich so um 1975 ein Zelt kauften und wir damit anfingen zu campen. Als ich dann so 15/16 Jahre alt war, durfte ich dann auch schon mal allein mit Freunden mit dem Zelt losziehen. Allerdings dann auch nur auf den Platz wo auch meine Eltern waren. War also benehmen angesagt ;-)

Mit dem Zelt dann immer wieder los bis zum Jahr 1989, dann war erst mal 6 Jahre Pause angesagt bis wir uns unseren Wohnwagen gekauft haben. Allerdings fest stehend auf einem Ganzjahrescampingplatz. 2000 haben wir dann bedingt durch den Hauskauf alles verkauft weil wir dachten wir haben ja jetzt einen kleinen Garten und brauchen kein Camping mehr.

Allerdings war das falsch gedacht. Camping ist halt was spezielles. Also kauften wir und wieder ein Zelt und fingen wieder eine Saison an und stellten dann fest, dass zelten in unserem Alter dann doch nichts mehr ist. Wir mieteten uns das erste mal ein Wohnmobil und wir wussten, dass ist es. So wollen wir nur noch Reisen. Anfang 2005 haben wir uns dann unser erstes eigenes Wohnmobil gekauft. Jetzt sind wir mit unserem zweiten unterwegs und wenn unsere Tochter in ein paar Jahren nicht mehr mit möchte, werden wir uns wohl noch mal verändern. Wahrscheinlich dann einen Teilintegrierten.

Soviel zu unserer Campingkarriere…

Gerd-R am 14 Jan 2008 08:06:41

Hallo,

unsere „Camperkarriere" begann Mitte der 60er Jahre, ich glaube so etwa 1965 (unsere = meine Ehefrau und ich). Wir waren mit einem VW-Käfer und einem kleinen Zelt unterwegs.

Wenig später kauften wir uns aber ein Steilwandzelt. Ich erinnere mich noch, dass unser VW-Käfer mit Campingausrüstung und Gepäck so vollgestopft war, dass wir selbst kaum mehr Platz hatten.Damit gings in den Urlaub.

So ab 1969 haben wir dann die Flug-Pauschalreise nach Spanien usw. dem Campingurlaub vorgezogen und unsere Camperkarriere erfuhr eine Unterbrechung bis wir uns 1975 einen Wohnwagen (damals schon einen Dethleffs !!) zulegten. Nach einer WoWa-Tour nach Österreich in die Berge und Fahrten an die Ostsee wurden wir sesshaft. Von 1976 bis 2003 waren wir Dauercamper an der Ostsee. Immerhin haben wir uns in dieser Zeit Wohnmobile
gemietet: 1990, 1993 und 1996 WoMo-Touren durch den Westen der USA. 1995 und 1998 WoMo-Touren nach Italien bzw. Österreich. In dieser Zeit entstand bei uns der Vorsatz, uns einmal selbst ein eigenes WoMo zuzulegen.

Nach Ende der Dauercamperzeit, im Frühjahr 2004 haben wir dann einen neuen Wohnwagen (Lord Ambassador) zum Reisen übernommen. Wir konnten uns aber damit nicht so anfreunden (ankuppeln und rangieren). Nach dem wir zweimal mit dem Wohnwagen unterwegs (Dänemark und Zingst) waren, haben wir schon im Juli 2004 unseren jetziges Wohnmobil (war ein Ausstellungswagen) übernommen. Damit sind wir schon in Italien, Norwegen (Lofoten und Nordkap), Dänemark, Kroatien (2 x), Spanien, Portugal, England, Wales und zuletzt in Tschechien und Ungarn gewesen.

Gerd

Gast am 14 Jan 2008 09:51:22

Hallo,
irgendwie scheint man das "Zeugs zum Campen" in sich zu haben.
Von daheim her kenne ich das auch nicht, bei uns gab es keinen Urlaub.
Als verdienender Teenager dann die ersten Flüge in Bettenburgen, richtig gut fand ich das damals schon nicht. Dann Zusammenkunft mit dem ehemaligen Verlobten und Buchung einer (preisgünstigen) Ferienwohnung in Cannes für eine Woche. Auf der Hin- und Rückfahrt jeweils ein paar Nächte verbracht in einem im Familienbesitz befindlichen alten großen Zelt (mit dem Jahrzehnte später unsere Kinder noch Furore beim Sportplatz-Zelten machten, weil sie die einzigen waren, die in ihrem Zelt stehen konnten).
Zeitgleich über Pfingsten ein paar Mal Zelten am Walchensee, nach einem total verregneten Pfingswochenende Anmietung mit Schwager, Schwägerin und Nichte und Hund Bobtail eines Westfalia Jokers. Wieder 4 Tagen Regen, ausgeharrt und tapfer die Tage im Joker zugebracht (wie in diesem räumlich sehr begrenzten Teil ist mir heute noch ein Rätsel). Jahr darauf dann schon Anmietung eines Sven Hedin, Luxus pur (mit Dusche!!), dann allerings zu viert mit Hund.
Die Südfrankreich-Reisen mit einer Woche "festem" Quartier und einer Woche unterwegs Zelten wurden beibehalten, später wechselten die Ziele und Ferienwohnungen. Irgendwann fuhr man dann per Pkw. ohne Zelt, aber mit 2 kleinen Kindern, erstmals nach Sardinien, mietete vor Ort eine Wohnung - und war täglich mit dem Pkw. quer über die Insel unterwegs. Blöd, daß man am Abend immer wieder zurück mußte. Im Jahr darauf Anmietung "richtiges" Wohnmobil mit Stockbetten und siehe da - die optimale Lösung!!
Gehäufte Anmietung von Wohnmobilen, auch übers Wochenende, im letzten Miet-Jahr 7 x. Schaden an Mietteil und Ärger. Entweder wir lassen das - oder wir kaufen eins. Der Rest ist bekannt. Ein paar Zeltnächte sind in jedem Jahr obligatorisch, denn auch Hotel-bzw. Pensionsurlaub ist nicht ganz passé, vor allem wenn man mit anderen, Nicht-Campern, fährt. Gerne verbinden wir das mit einer oder zwei Zeltübernachtungen, das hat sowas Nostalgisches ...

Lancelot am 14 Jan 2008 12:01:22

Stimmt schon, was Lira sagt: man hat´s oder man hat´s eben nicht --- das „Zeugs zum campen“.

Ich hab´s quasi mit der Muttermilch bekommen: meine Eltern waren „Zugvögel“, die uns Kinder bereits mit 3 und 4 Jahren mitgenommen haben. Damals in einem Loyd 300 (der gute aus Pappdeckel, den würde ich heute gerne haben), 2 Erwachsene, 2 Kinder, Zeltausrüstung, Proviant (wurde damals natürlich mitgenommen, Geld war knapp), alles rein ins Auto (wir Kinder hatten gerade so unter dem Fahrzeughimmel noch Platz), schöne Urlaube an der Ostsee, Kärnten, in Italien und damals schon Jugoslawien (da flogen zum Teil noch Steine auf deutsche Nummernschilder).

Kann man sich heute nicht mehr vorstellen: ein Auto mit 300 ccm, die Pässe damals noch überwiegend unbefestigt (der Jaufen und der Loibl war damals noch Abenteuer, mit kochenden Fahrzeugen und Reparatur am Wegesrand). Aber immer tolle und in jeder Beziehung erlebnisreiche Urlaube zu einer Zeit, als Tourismus noch gaaaanz klein geschrieben wurde.

Später wurden die Auto´s und die Zelte größer, wir Kinder bekamen ein eigens, Urlaube in Frankreich, Spanien und Portugal.

Mit 16 hatte ich mir ein Moped erarbeitet (Honda C110, 50ccm, meine Freunde fuhren 2-Takt Kreidler, ich hatte wundervollen 4-Takt Sound, hörte sich bereits nach Motorrad an, war aber eine absolute Katastrophenkiste) und fuhr mit 2 Mannzelt in Urlaub an den Wolfgangsee. Während der ganzen Fahrt und der ganzen Urlaubswoche Dauerregen und Temperaturen um 15 Grad – ich wurde eine Woche lang weder trocken, noch warm. Das hatte Einfluß auf meine zukünftige Camperkarriere, ich schwor mir: nie wieder Zelt.

Während meiner Studentenzeit in München stolperte ich über ein Angebot eines VW Händlers, der eine VW-Pritsche mit Tischer Kabine (müssen damals die ersten gewesen sein) in einer Sonderaktion für damals 100 DM für ein WE vermietete. Also den gleichen Preis für ein langes Mai-WE ausgehandelt und zum Segeln an den Gardasee. War toll, den Komfort und Luxus eines „Wohnmobils“ zu erleben, meine Freundin war begeistert, konnte sie doch die langen Wartezeiten (während ich auf Regatta war) schön warm und trocken geniessen und uns vom Strand aus zusehen (Standplatz im alten Hafen in Torbole, neben AlCor, hat damals keinen interessiert, heute völlig undenkbar).

Der Entschluß stand fest: ein Wohnmobil musste her und „wenn der Kühlschrank weg muß“.

Wir haben 1975 mit einem zum Camper ausgebauten Ford Transit begonnen. Trotz fehlender Isolierung waren wir damit auch beim Skilaufen in Cortina, Sulden, Schnalstal, Samnaun. Innen lief das Schwitzwasser unter dem Dachhimmel nach vorn rechts in den Beifahrerfußraum, dort hatten wir einmal eine 10 cm Eisplatte, die die Beifahrertür aufzusprengen drohte. In Kopfhöhe hatten wir 30 Grad, die Füße (gefühlte) 0 Grad. War trotzdem schön.

Später, als wir dann beide berufstätig waren und etwas Geld gespart hatten, wurden es dann schon „richtige Wohnmobile“, die wir relativ günstig gebraucht kauften: ARCA Noe auf Fiat 244 (mit 44 PS auch kein Renner), ARCA Scout auf Bedford 3,0. Mit diesen beiden haben wir superschöne Urlaube im Sommer und Winter erlebt, sind weite Strecken gefahren und hatten nie (gröbere) Probleme.

Mit dem Hauskauf musste das Wohnmobil weichen, einige Jahre machten wir wenig Urlaub in Hotels/Pensionen.

Dann war´s wieder soweit: ein Wohnwagen schien uns der ideale Kompromiss aus Beweglichkeit und Bequemlichkeit. Es wurden insgesamt 4 Wohni´s, jedes Mal ein bisschen größer, ein bisschen komfortabler, bis wir eben eine Größe erreicht hatten, die zwar ideal als Skihütte im Winter war (Saisondauerplatz), mit der wir aber im Sommer in einigen unserer Lieblingsgebiete (ich erinnere mich speziell an die ligurische Küste und Korsika) mehrfach abgewiesen wurden.

Aus ganz anderen Gründen mussten wir dann unser Camperdasein für mehrere Jahre unterbrechen und hatten alles verkauft. Erst seit Frühjahr 2007 sind wir wieder „mobil“ und haben´s bereits wieder „im Blut“, bei der Heimfahrt von einem Törn reden wir schon über neue Ziele und Pläne. Eine Super-Möglichkeit dazu ist für uns dieses Forum, das mit Tipps, Anregungen und Hilfestellung eine reichhaltige Quelle bietet.

Gerd-R am 15 Jan 2008 07:37:27

LowCostDriver hat geschrieben:
hast29 hat geschrieben:

P.S.: Wann kommt nun Schottland...


Nur noch Feintuning.
Texte sind alle fertig, Bilder und Videos einkopiert, alle Links sind gesetzt.
Offline bei mir auf dem Rechner funktioniert schon alles.


Der Bericht über Schottland kommt genau richtig für mich. Ich werde ihn lesen, sobald er fertig ist. Bin schon gespannt. Wir wollen Mitte Mai mit dem WoMo nach Schottland.

Gerd

Enja am 15 Jan 2008 08:14:31

Etwa bis ins Grundschulalter verbrachte ich die Sommerferien mit Geschwistern und Eltern in Ferienhäusern in Italien und Spanien. Ein Ärgernis waren immer die Übernachtungen unterwegs. Teuer, unkomfortabel, ein Haufen Sucherei. So beschlossen meine Eltern das Wandervogel-Baumwoll-Bambus-Zelt meiner Großeltern auszugraben und die Übernachtungen zwischendurch auf dem Campingplatz zu verbringen. Zwei Jahre später kauften sie einen Wohnwagen, mit dem wir dann mindestens dreimal im Jahr in ganz Europa auf Tour waren.

Als ich anfing, selber zu verreisen, kam also eigentlich nur dasselbe Zelt infrage. Inzwischen mit neuem Aluminiumgestänge. Auf einer ersten Türkeifahrt stellten wir (mein Mann war nun schon dabei) fest, dass das Zelten dort nicht so ideal war. Es gab kaum Campingplätze und beim freien Zelten fühlte man sich doch oft unsicher.

Wir kauften also einen VW-Bus und bauten ihn selber aus. Damit waren wir in Afrika und Asien etliche Jahre unterwegs. Bis er abbrannte. Wir hatten sein schütteres Leitungsnetz mit einer neuen Batterie überfordert.

Inzwischen fanden wir den Bus sowieso zu sperrig, zu teuer auf Fähren und überhaupt zu unförmig. Also bauten wir in einen Käfer ein Bett ein und benutzten fortan den als Camping-Bus.

Nach dem Studium hatten wir nicht mehr die Zeit, monatelang irgendwo durch die Welt zu kurven, blieben wieder in Europa und griffen auf das Zelt zurück. Nunmehr ein neues. Von Aldi. Es begleitete uns viele Jahre. Zur dritten Schwangerschaft schenkte mir mein Bruder eine Isomatte. Seit dem 45. Geburtstag bestehe ich auf einer Luftmatratze.

Auf diversen USA- und Canadareisen verminderten wir durch immer bessere Ausstattung das Gewicht unserer Campingausrüstung weiter, so dass sie heute absolut flugtauglich ist.

Bei einer Osterfahrt ins Elsass froren wir wie die Schneider. Und kauften daraufhin im Affekt einen Wohnwagen. Einige Jahre fühlten wir uns damit wohl. Man war natürlich sehr langsam unterwegs, bezahlte einen Haufen Geld für Fähren, Autobahnen und vor allem Benzin, aber nun waren wir das ganze Jahr über immer mal unterwegs. Mittlerweile steht er auf unserem Waldgrundstück.

Die Kinder fahren nicht mehr mit. Wir haben wieder ein Zelt.

Da wir hoffen, in den nächsten Jahren weniger zu arbeiten und mehr zu reisen, überlegen wir zur Zeit wieder die Anschaffung eines WoMos. Was für eins, wissen wir noch nicht.......

Enja

LowCostDriver am 15 Jan 2008 09:24:52

Enja hat geschrieben:
Inzwischen fanden wir den Bus sowieso zu sperrig, zu teuer auf Fähren und überhaupt zu unförmig. Also bauten wir in einen Käfer ein Bett ein und benutzten fortan den als Camping-Bus.


Enja


WAS?
In einen Käfer ein Bett?
Wie sieht das denn aus?
Haste davon ein Bild?

Ich war als Kind mal in einem Käfer unterwegs und fand es schon fürchterlich eng.
Wie sollen denn 2 Erwachsene darin leben, essen, schlafen und wohnen?

Ist nicht persönlich, aber für mich:
uaarrrrghghhh grauselige Vorstellung :pale:

Gast am 15 Jan 2008 09:35:03

LCD,
sei doch nicht so.
Unsere Generation fuhr als erstes Auto entweder VW Käfer oder Opel Kadett. Wir hatten zusammen 5 Käfer und kamen damit auch überall hin, wo wir hinwollten. Mit der Zeit wurden das richtig komfortable Fahrzeuge. Geld für großartig Garderobe oder so hatte man doch eh nicht, das bischen Zeug konnte man hinter den Sitzen und auf der Rücksitzbank verstauen.
Sowas gibt es übrigens heutzutage auch noch - vorletztes Jahr in Süditalien trafen wir auf ein deutsches Paar - sie waren nicht mehr die Jüngsten, er schon über 40 und bestimmt 1,95 m groß), die mit einem Opel Corsa unterwegs waren - und in diesem auf Parkplätzen und Stellplätzen schliefen, sich nur alle paar Tage einen Campingplatz leisteten (fürs Sanitäre, wenn ein Meer-Platz mit Süßwasserduschen nicht verfügbar war) ... Wir haben einen Abend mit ihnen verbracht, sie wirkten wirklich sehr glücklich und zufrieden!!

hymerli am 15 Jan 2008 09:35:20

Hallo LCD,

dann bist du noch nie in einer Isetta gesessen! Wir haben eine und wie die Leute damals mit 4 Personen + Gepäck nach Italien gefahren sind ist mir unvorstellbar.

Gast am 15 Jan 2008 09:45:56

Das wird in Süditalien sogar noch getoppt:
Wie in den Italien-50er-Jahre-Filmchen des öfteren gesehen:
Vater, Mutter, 2 Kinder und ein Koffer oder größere Tasche auf -
RICHTIG: Einer Vespa ...
Nächstes Mal fotografier ich das wirklich, denn das glaubt einem in der EU ja sowieso keiner!

Lancelot am 15 Jan 2008 09:56:34

ODER: (im Hafen von Riva, Ostern, Regen, saukalt)

1 uralter VW-Käfer, 2 Buben, 2 Mädels stehen neben uns,
Deckel vom Handschuhkasten auf, eine von diesen roten Grabkerzen (24 Stunden Licht) und versuchen damit eine Dose mit Leberknödelsuppe warm zu machen (für alle 4), wurde halt nicht warm.

Nach einiger Zeit hat sich dann eins der Mädels ein Herz gefaßt und hat bei uns geklopft und gefragt, ob sie die Dose nicht bei uns warm machen kann.

Meine Frau hat das derart gerührt, daß sie alle 4 zu uns zum Essen eingeladen hat.

Die waren alle super gut drauf und hatten richtig Spaß, waren in dem Stil schon seit mehreren Tagen unterwegs ---- geht doch auch.

Enja am 15 Jan 2008 10:31:57

Es war ein Post-Sparkäfer. Der hatte nur auf der Fahrerseite einen Sonnenblende, weil ja der Beifahrer die Augen zumachen kann, wenn er sich geblendet fühlt.....

Hinten waren keine Sitze, sondern ein großes Holzbrett in Sitzhöhe. Die Rückenlehnen der Vordersitze ließen sich herausnehmen. Auf der Fläche konnte man dann wunderbar schlafen. Das Gepäck kam in Koffer- und Fußraum.

Wir waren damit aber überwiegend im außereuropäischen Ausland unterwegs, wo man so einsam nächtigte, dass man sein Gepäck auch vor die Tür stellen konnte. Oder auf den Dachgepäckträger. Unser Benzinkocher wärmte alles klaglos auf. Es waren wunderbare Reisen. Der Käfer war in der Sahara sandtauglicher als der VW-Bus. Erforderte weniger Schufterei. Das gefiel uns. Außerdem war er unglaublich leicht zu "schrauben". Mal kurz vor dem Frühstück den Motor raus und wieder rein war eine unserer leichtesten Übungen.

Wenn die Länge von Vordersitz bis hinten reicht, schlafen wir auch heute oft in Leihwagen. Einfach eine Luftmatratze drauf und fertig. Allerdings ziehe ich dafür CPs vor. Oder zumindest Autobahnraststätten.

Enja

hast29 am 15 Jan 2008 10:54:18

..hallo Enja,


bitte mehr erzählen oder Homepage von Dirk geben lassen oder eigenen Thread aufmachen meine Reisen....


Danke
Sabine

P.S. Waren letztens wieder in der Autostadt in WOB. Hatten da eine SOnderausstellung zum Käfer. Da hat auch ein Mann über siene Touren mit Käfer berichtet in die Wüste usw. Es war soooo spannend das wir bald unser Date zum WEihnachtsessen verpasst haben.

Anne42 am 15 Jan 2008 11:31:23

Meine erste Campngreise war auch mit meinen Eltern und meinen beiden Brüdern im VW Käfer mit Zelt. Ich war damals 12 Jahre, meine Brüder 15 und 4 Jahre alt. Wir hatten keinen Dachgepäckträger. Das war ja 1954 ich glaub die gabs damals noch garnicht. Zuerst waren wir in Vorarlberg, und dann in Süd Frankreich. Man hatte ja nicht viel zum Anziehen dabei, aber etwas war halt doch nötig bei 5 Personen. Ich weiß noch, das jeder auf seinem selbstgenähten Schlafsack sitzen mußte während der Fahrt. Am Lago Maggiore mußten wir Wassergräben bei strömendem Regen ums Zelt ziehen, dicht war es auch nicht richtig, so daß wir uns dann ins Auato gesetzt haben, bis der Regen vorbei war.
Ich war damals unheimlich beeindruckt, von den Farben des Meeres und der Schönheit der Landschaft. In diesem Jahr bin ich mit meinem Mann zum ersten mal wieder dort hin gefahren, um zu sehen, ob es wirklich so schön ist, wie ich es in Erinnerung hatte. Es ist so schön, nur mehr Menschen und Häuser und vor allen Dingen Autos, damals grüßte man noch jedes Auto aus Deutschland.
Und die Toiletten auf den Campingplätzen haben sich auch seeeehhhhr geändert. :D :D

Gast am 15 Jan 2008 19:39:27

Ich hätte da auch noch was erst 1969 mit Zelt und Käfer Cabrio, dann 1972 mit größerem Zelt in Italien, danach noch größeres Zelt und 1984 mit geliehenem Setra Bus nach Südfrankreich.
Das Teil war Sanitärtechnisch die totale Katastrophe, nach einer Woche bin ich zurück und habe das Teil wieder abgegeben.

angler-treff am 15 Jan 2008 22:23:47

Hallo

Fotos ist ist ein Problem, die habe ich auch nicht mehr. War damals noch nicht so mit den digitalen Kameras.

Mein Camper-Leben fing 1978 mit dem Kauf meines ersten Motorrades statt.
Honda CX 500 (auch Güllepumpe genannt)Bild in einer Chopper-Version, so ohne Verkleidung und sonstigem Windschutz. War damals so bekloppt mit dem Ding von der Nordsee bis nach Luxembourg zu fahren. Könnt ihr euch vorstellen, was da die Arme und Schultern schmerzten. Gecampt habe ich damals in so einem kleinen Minizelt, daß fast gleich mit dem Erdboden Bildwar. Naja so ein -- einmal benutzen und weg damit. Habe es aber trotzdem 2 Jahre genutzt. War sogar damit in Nizza, allerdings mit einem VW Golf und dort haben wir dann zu zweit in dem Teil geschlafen. 14 Tage lang.
Und was ich heute mit dem Wohnmobil mache habe ich von 1977 bis 1993 mit dem Motarrad gemacht.
Wie gesagt erst mit der Güllepumpe, Ein Jahr später habe ich dann eine Kawasaki 750 Chopper gekauft auch wieder ohne Verkleidung und wieder nur so Megatouren quer durch Deutschland (West).
Den ersten Luxus habe ich mir dann 1980 zugelagt - eine Honda Gold Wing 1100. Hier wurde ich dann auch in meinen Camperansprüchen luxurioser. Ich hatte schon ein etwas größeres Nylon-Zelt in Leichtbauweise. Später dann das erste Baumwollzelt mit insgesamt 3 möglichen Schlafplätzen und Vorzelt (Luxus pur).
Der große Durchbruch kam dann im Jahr 1983. Manfred kaufte sich seine heiß geliebt Gold Wind 1500.
Bild Das ganze Ding wurde im folgenden Winter zu einem Gespann umgebaut. Sogar mit Heizung im Beiwagen (gespeist vom Kühlkreislauf des Motors). Jetzt mit Frau Kind und Kegel, einen Baumwollhauszelt, und halbe Motorrad Küchenzeile.
Ich habe 10 Jahre dieses Motorradgespann gefahren, und dabei Westdeutschland und hier überwiegend südlich der Weißwurstgrenze erkundet. Ich habe so knapp 350.000 km mit dem Teil runtergerissen. Damals noch als junger Spunt. Jährlich wurden so ca. 15 - 20 Motorradtreffen und Grillfeten bei Gleichgesinnten in ganz Deutschland besucht.
Ich muss dazu aber auch sagen, daß das Motorradfahren und alles was damit zusammenhing auch Spass gemacht hat. Man konnte halt fahren - fahren - fahren, ohne das auf 600 km auch nur ein Stau war.
Und campen war damals auch einfacher. Ich bin so manches Mal dort geblieben wo ich gerade war. --> Feldwege, Weiden, Bauernhöfe usw.
Das ist heute vieler Orts nicht mehr möglich.

So und nach einiger Jahren Camperabstinenz haben wir uns 2006 testweise einen Mitsubishi mit einem Dettlefsaufbau gekauft.



So um mal anzutesten, ob uns das gefällt. Und es hat uns gefallen. Der ersten Tour folgten weitere. Immer zu kämpfen mit Seitenwind und 55 PS, bergauf ein schleichendes Vergnügen.
Bis wir letztes Jahr das Teil wieder verkauften und uns einen nagelneues Womo zulegten. Bild Mit dem wir jetzt jede freie Minute zur Ausfahrt nutzen.

Viele an alle Momobilisten

Manfred

allzeit Gute Fahrt

Säcker am 15 Jan 2008 23:28:16

Wir sind 1974 zum Zelten gekommen. Freunde haben uns animiert mit nach Südfrankreich an den Strand in Stes. Maries de la Mer zu fahren. Also ging es mit sehcs Leuten los. Nachher waren wir zu zwölft.

Für 180,00 Mark/Person für drei Wochen war alles klar. Wir hatten kein eigenes Zelt, nur unsere Ente. Es wurde gemeinschaftlich von dem Geld gekocht. Das Benzin wurde aus der Gemeinschaftskasse bezahlt. Aus zwei Bundeswehrdreieckzelten und einer mitgebrachten Klobrille wurde am Strand ein Klo gebaut. Im Meer wurde gespült. Das Zelt stand zwanzig Meter vom Wasser weg. Morgens kam der Eisverkäufer und irgendwo am Strand stand ne Imbissbude, wo die Oma hinterm Wagen noch die Kartoffeln für die Pommes schälte.

Camping Natur pur. Wir sind dabei geblieben. Haben zwar etwas den Ablauf geändert, trotzdem, Zigeunern tun wir immer noch.

LowCostDriver am 15 Jan 2008 23:31:46

Na ich habs nicht bös gemeint.

Es ist für mich nur ähm nur so, so unvorstellbar!

Wohnen im Käfer?
Ich habe im Kadett schon zu wenig Platz gehabt und damit bin ich nur rum gefahren.
Eine Nacht habe ich in den Niederlanden mal auf einem Feld darin verbracht.
Danach nie wieder "Autocamping"

Auch Zelten war nie mein Ding.

Der Autoroller auf dem Weg zum Nordkap 06, der hat mir gefallen.
Kein Wunder, neuestes Modell, 7 Meter, Garage, alles dran.

Mein Detí ist mir ehrlich gesagt schon jetzt zu klein und passt "so gerade" noch in mein Limit.
Und das ist zwar ein altes, aber ein vollwertiges Womo.

Bitte erzählt mir unbedingt mehr davon *lechz*

womosiggi:Und die war das mit dem Bus?
War der als Campingbus schon ausgebaut?
Der sieht etwas kurz aus für einen normalen Reisebus.
War das ein Selbstausbau oder gab es damals Wohnmobile auf Busbasis?

Gast am 16 Jan 2008 10:49:30

Hallo LCD
Das war ein Setra S80 Reisebus, der normalerweise ca. 40 Sitzplätze hat, ist so 8-9 mtr.lang gibt es heute noch einige Ausbauten.
Der war von einem Arbeitskollegen meiner Frau selbst ausgebaut.
Vorne Fahrersitz, daneben die Doppelbank zum hochklappen beim einsteigen dahinter noch eine Doppelbank, dann die Katastrophentoilette, danach die Küchenzeile, auf der Fahrerseite hinter dem Sitz 2 Stockbetten, also insgesamt 4, die mit dunklem Teppichboden ausgekleidet waren ( da haben sich tagsüber die Stechmücken die Hände gerieben bis man abends ins Bett kam ) danach eine Ecksitzgruppe die man zum Doppelbett umbauen konnte.
Soweit ganz annehmbar und wunderbar zu fahren, aber..... die Sanitärinstallation.....
Nur ca.50% der Schlauchverbindungen mit Rohrschellen gesichert, dauernd tropfte ein anderer Schlauch, auf dem Dach ein 300 Ltr. Frischwassertank, den mußte man auffüllen bis es aus dem Überlauf herauskam, dann war er voll, allerdings von dem alten Bus auch die rostigen Ritzen die er schon hatte und so tropfte innen von verschiedenen Ecken hinten aus dem Dach immer wieder mal Rostsoße.
Das wäre alles noch zu verschmerzen, doch jetzt kommen wir zur Toilette,
schwache Gemüter müßen das jetzt nicht lesen
Wir hatten also eine Keramiktoilette und Waschbecken wie zuhause auch, war wunderbar, darunter in den Kofferfächern die so ein Bus hat, war ein 300 Ltr. Tank für Abwasser und Toilette, der Zulauf für diesen Tank war kurz über der mittleren Höhe des Tanks von der Seite, und das ganze
ohne Rückschlagklappe
Könnt Ihr Euch vorstellen wie das Bad ausgeschaut hat, nachdem wir die Passstrassen über die Schweiz nach Südfrankreich gefahren sind?
alles braun gesprenckelt
und zu allem Überfluß war der Tank unten auch nicht ganz dicht und die ganzen Polsterstühle und Liegen die neben dem Tank lagen, waren auch eingesaut, und gestuncken hat das.
Ich muß jetzt noch dazusagen das ich Campingbegeistert bin und meine Frau die ich ein Jahr zuvor kennengelernt habe nur auf Hotelurlaub stand.
Mit Mühe habe ich Sie zu dem Urlaub überredet und wollte im Endeffekt selbst mal so ein Teil, es hat 7 Jahre gedauert bis ich mein erstes eigenes Wohnmobil hatte.

Gast am 16 Jan 2008 11:18:24

Cooles Teil ! So ein Setra.

Shiva am 16 Jan 2008 11:20:14

Hallo, ich bin zwar ein absoluter Neuling bei Euch, könnte das hier aber gleich als Vorstellung nutzen.

Ich bin 46 Jahre und komme aus Thüringen, da bin ich auch geboren, also wo ging es da hin in den Urlaub: Ostsee.
Mein Camperleben fing mit 5 Jahren an, mit meinen Eltern einem kleinen Zelt an der Ostsee , mein Vater damals mit dem Motorrad und meine Mutter und ich mit dem Zug hingefahren,
dann eigentlich fast jedes Jahr ( außer beim Hausbau und nach Geburt meiner Schwester) mit den Eltern mit dem Zelt im Urlaub, Ostsee, Tschechei, Slowakei, Polen und auch Ungarn. Ein Wohnwagen war immer der Traum meiner Eltern, 1989 haben sie sich aber dann schon zu alt gefühlt.
Ich kann mich noch gut erinnern, 1971 am Plattensee hatte ich eine Camping- Freundin aus dem „Westen“ die hatten einen Wohnwagen, ich hab damals Baukötze gestaunt , war wie im Wohnzimmer .
Naja jedenfalls hab ich ab 1979 auch meinen damaligen Freund und jetzten Mann zum Campen gebracht, kannte er von zu Haus aus nicht.
Wir sind dann zuerst mit unseren beiden Kindern fast auch nur mit dem Zelt unterwegs gewesen, bis wir 1992 in Ungarn mal dermassen abgesoffen sind und ich gesagt habe nie wieder zelten, danach erstmal Ferienwohnung und Pauschal-FlugUrlaub ausprobiert und 1995 dann einen Wohnwagen gekauft und damit schöne Urlaube vorallem am Plattensee verbracht ( unsere Tochter war bis vor kurzem noch auf einem Bild in der Fotogalerie vom CP Füred zu sehen ).
1998 haben wir uns selbstständig gemacht und den WOWA verkauft, weil erstmal keine Zeit mehr und wir das Geld brauchten,
Ende 1999 dann das 1. WOMO ein Eura, diesen 2001 gegen einen größeren LMC eingetauscht, den wir Ende 2003 verkauft haben , weil wir zu weing Zeit zum fahren hatten und es uns zum rumstehen zu teuer war.

Wir sind aber nicht von Campen weg, seitdem haben wir einen WOWA auf einem festen Platz im Zillertal , da ist man mit dem PKW schnell da im Sommer wie im Winter, für uns WE- Fahrer ideal .

Es hat uns aber wieder voll erwischt , das WOMO- Virus :D , seit Herbst letzten Jahres so richtig heftig und jetzt haben wir zugeschlagen, in 3 Wochen haben wir wieder ein Wohnmobil, allerdings müssen wir auch noch unseren WOWA verkaufen bis Ende April ist bezahlt, aber danach muß er weg sein, das ist aber anderes Thema.

Ich kann mir auch anderen Urlaub sehr gut vorstellen, aber zum Campen werde ich wahrscheinlich immer irgendwie zurück kommen . Unsere Kinder , mittlerweile 26 und 21, sind auch infiziert.

Wow , das war aber jetzt lang, hat noch jemand bis zum Schluß gelesen.
Ich hoffe das ich mich hier richtig wohl fühle und viele Tipps erhalte.

Anne42 am 16 Jan 2008 12:00:37

Hallo Shiva, ein herzliches Willkommen :razz: :razz: :razz: :razz:

Natürlich lesen wir alle Beiträge, ist doch unheimlich interessant, wie die Menschen so zum Campen gekommen sind.

mikiado am 19 Jan 2008 11:49:50

Hi,
wir sind erst 1988 zum Campen gekommen, mein Weibchen und ich noch im zarten Alter von 19j bzw 18J.
Keine Ahnung vom Camping oder Wohnmobilen, wir fanden die Idee einfach nur klasse.
Also flugs einen LT 28 Kastenwagen mit 420.000 Km !!!!!!!! von einer Spedition billig
gekauft und zum Wohnmobil umgebaut.
Und dann ab in den Süden..... Morgen aufstehen, frühstücken, Karte raus:
"Wohin fahren wir heute?"
Totale Unabhängigkeit, immer wild stehen.
Das ist heute kaum mehr möglich, Schade.
Später wurden wir bequem und stiegen auf nen 6,2 mtr Alkoven um, da war dann nichts mehr mit ungeteerten Wegen und Wildcampen.
Ein Alkoven-Fahzeug wird abseits von Camping-plätzen meist weniger geduldet als ein kleiner "Camping-Bus".
Danach wieder "back to the Roots".
Also wieder einen Kastenwagen gekauft und ran ans Sägen, Bauen, Schrauben.
Ist auch ein schönes Gefühl bergauf nicht in den 2. Gang schalten zu müssen....... ;D

Ausderasche am 21 Jan 2008 00:43:29

..auf der Erde gelegen haben wir im Krieg genug..sagten meine Eltern..also gab es kein Camping!

Trotzdem ab den frühen 60ern als 10-jähriger mit den Pfadfindern ins "Lager" an Amper, Isar, Lech, Simsee, etc. auf irgendeiner Wiese beim Bauern. Gekocht wurde im großen Kessel über dem Lagerfeuer. Unsere Thedford mit Sog war ein Balken zwischen zwei engstehenden Bäumen, darunter ein ausgehobenes tiefes Loch und rundherum Tannzweige (Sichtschutz mit Odeur). Geschlafen wurde am liebsten in einer Kote...ein Zelt aus schwarzen Planen, die zusammengeknüft wurden und an einem Holzkreuz an Baumstangen aufgehängt wurde, in der Mitte des Zelts ein kleines Feuer. gewaschen wurde sich (wenn überhaupt) im Bach, Fluss, See.

Nach dem Abi (1970) mit dem Kumpel einen VW Käfer Bj 1961 mit Schiebedach und kleinem Fenster hinten) gekauft für 750,--DM...und die Mittelmeerküste abgeklappert von Rosas bis Frejus. Das Zelt geliehen - war bestimmt ätler als wir - 1m hoch - 1,20 breit, 2m lang - nachts hat der Mistral das immer umgeblasen..da haben wir das halt als Decke benutzt..Scheiss was auf die Speisser nebenan in ihren Steilwandzelten....gekocht wurde auf einem Karbidkocher, so groß wie eine Zigarettenschachtel (habe ich vor 2 Monaten weggeworfen, habe noch überlegt, ob ich den ins Haus der Geschichte bringen soll). Den VW haben wir wieder für 750,--DM anschließend weiter verkauft..LowCostDriver Modelle gab es schon immer, sie hießen nur, wie komme ich am besten durch...Dann wurde eine "vornehmes" Zelt gekauft, mit Kunststoffboden.. da konnte man schon drin stehen und dicht war es auch, wenn man einen Poncho (So ein "Kampfkeep" von der Bundeswehr) darüber legte. Spanien umrundet, Schweden, Nordkapp, Finnland....in einem VW Variant 1600..übernachtet mitten auf den Marktplätzen in Tornio, Kuopio, whereever..das ging so...Luftmatratzen über unserem Zeugs auf der Ladefläche aufgeblasen..dann kroch mein Kumpel von der Heckklappe aus drauf..dann wurde diese geschlossen..und ich dann rückwärts in Handstandposition vom Beifahrersitz aus auf meine Luftmatratze...morgens standen dann die Leute ums Auto herum und schauten..Mit dem Zelt gecampt wurde irgendwo in der Pampas. ...

Irgendwann war dann die Zeit der Onenightstands vorbei, wir hatten ernsthafte Beziehungen und gingen andere Wege...das Zelt zog noch ein paar Jahre mit..der Längs- und Querreißverschluss hatte längst seine Funktion aufgegeben..der Kocher war ein CAMPING GAZ Kocher (Der ist so gut, den nehmen meine Kinder heute noch mit zu RAR). In Opatija bei einem Gewitter war dann endgültig Schluss, da enterte eine Katze das Zelt und wollte nicht mehr raus..und als sie dann - nach langem Kampf - auch noch zwischen Poncho und Zelt flüchtete...kam das Ende der Campingzeit.

Nach Ende des Studiums - meine Kommilitonen brausten alle mit Golf I GTIs und Kadetts GTEs durch die Gegend - hatte ein Sportsfeund von mir so einen Post VW Käfer mit Bus-Aufbau zum Briefkasten leeren. So was wollte ich auch als WOMO! Sein Bruder war bei der Post an der KFZ-Stelle. Eines Tages kam er und sagt: Wir haben einen DB 406 - ATM: 23000km - Technisch nichts dran...2 Wochen später war er mein..für 1750,--DM. 1/2 Jahr gebastelt...Fenster in die Türen hinten, Ikea-Möbel rein, Kühe, Dachfenster etc. etc. rote Vorhängen, neu lakiert..schön (Habe ein Foto vom Dia abfotografiert)

Stories:

1.) Französische Grenze: "Was ist mit dem Bordell da los?" (Französischer Grenzer) "Monsieur, das ist kein Bordell, das ist ein Wohnmobil!"
2.) Alte Dame: "Könnten Sie bitte meine Post mitnehmen, Ihr Kollege macht das immer!"
3.) Texel - Hinten am Leuchtturm: Frau kommt aus der Düne, guckt rechts und links, und pinkelt uns hinten auf die Stossstange, während wir gemütlich zum Fenster rausschauen.
4.) Am Lot morgens um 4 Uhr umstellen Flics das Fahrzeug....ernsthaft: wollten nur mal sehen, dass es Ihnen gut geht und Ihnen nichts passiert ist

1983 mußte das Fahrzeug dann weichen..als die Kinder kamen..
1995 ein Versuch mit Mietmobil, ob das was für die kinder ist, ja es war was....und dann endlich 1996 im Frühjahr ein CI L670...Norwegen, Schweden, Belgien, Mosel, ...er "starb" im Juni 1998 bei einem schweren Verkehrsunfall in Nordfrankreich..Gott sei Dank; kamen wir absolut heil raus

3 Wochen später stand ein Knaus 685 HFG vor der Türe, der uns die nächsten 8 Jahre begleitete...vor allem durch Frankreich und Italien.

Und jetzt (November 2006) Liebe auf den ersten Blick....


Viele

Frank

Ausderasche am 21 Jan 2008 00:47:53

So noch der Knaus...der lebt hier noch im Forum, hoffe ich....und die neue Liebe


Frank

Gast am 21 Jan 2008 01:19:33

Das macht mir zumindest sehr viel Spaß die "alten" Geschichten zu lesen und die Fotos zu betrachten. Ich hoffe da folgen noch sehr viele weitere !!

Danke und

JEFF und GITTE am 21 Jan 2008 01:21:37

L*O*L* Frank, ein sehr eindrucksvoller Bericht.
Aber sag mir bitte, was ist ein "One-NIGHT-Stand"?

Bin auf Deine Erklärung gespannt!

Liebe

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