|
Wahnsinn :!: Was für eine Reise.
Ich bin immer noch tief beeindruckt :!: So etwas erleben die meisten Menschen nicht. Ich wünsche Euch weiterhin, dass alles Gut geht. Hallo Gogolo,
bei Deinem Bericht schreibst du über die "Fahrkünstler" im Iran. Nach deinem Fahrplan müßtest Du auch durch Tiflis kommen. Mich würde mal interessieren, wie Du die dortigen Fahrkünstler im Vergleich mit denen im Iran einstufen würdest. Wir haben dort im Juni kaum ein Fahrzeug gesehen bei dem noch alle Karosserieteile vorhanden waren. Nur die vielen Edel-SUVs schienen davon verschont zu sein. Da herrschte ein Brachialfahrstil, den ich bisher noch nirgends erlebt hatte. Allzeit eine knitterfreie Fahrt Hoffentlich ist da keiner von den Tourteilnehmern in das Erdbeben in der Ost-Türkei gekommen. :eek: Nach Isfahan ging es schnurstracks 420km auf best ausgebauter Fernstraße nach Teheran. Gottseidank lag unser Stellplatz noch vor den Toren der Stadt beim Grabmahl des Imam Khomeini, das einen riesigen Parkplatz hat. Das Grabmahl selbst ist nicht besonders erwähnenswert, hat es doch den Charme einer großen, verspiegelten Bahnhofshalle in der viele Pilger sind. Auch um das Grabmahl herum ist ein großer Rummel mit überdachten Zeltplätzen, Einkaufsbuden und Kinderspielplätzen sowie Toilettenanlagen. Gogoline fuhr noch am gleichen Tag in die Stadt zum Juwelenmuseum, wo die Edelsteine und der Schmuck des Schahs ausgestellt sind.
Der weitere Aufenthalt in Teheran führte uns zuerst in den Norden der Stadt – allerdings mit dem Bus, denn der Verkehr ist sagenhaft chaotisch. Die vielen Kleinkrafträder, aber auch die Autofahrer haben einen haarsträubenden Fahrstil. Dort im Norden der Stadt ist es merklich kühler als im Süden, alles ist viel vornehmer und dort sind schöne Villenvierteln. Wir besichtigten natürlich auch die Parkanlage des Schahs mit dem Grünen Palast. Zurück in der Stadtmitte verzichtete ich auf weitere Museen und setzte mich in ein Teehaus, wo zum Tee eine Banane, ein Apfel und eine kleine grüne Gurke gereicht wurde. Natürlich rauchte ich auch eine Wasserpfeife! In einem alten Buchladen, der bis zur Decke völlig überladen war, entdeckte ich eine deutsche Ausgabe der „Technischen Vorschriften für Baumaschinen – Jahrgang 1971“. Zu einem iranischen Abendessen gingen wir wieder in die Nordstadt ins „Alighapoo“, das ist ein schönes Kellerlokal mit einer tollen Atmosphäre.
Um den Morgenverkehr zu entgehen haben wir Teheran frühzeitig um 6:00 Uhr schon Teheran verlassen und sind auf der Ringstraße direkt auf kleinen Bergstraßen über das Elbruz-Gebirge nach Ramsar ans Kaspische Meer gefahren. Diese Bergstrecke erinnerte uns stark an die Straßen und Landschaften in Südtirol. Die Bäume hatten schönes Herbstlaub. Auf dieser Strecke erreichte das Gogolobil auch den Kilometerstand 66.666. Das Kaspische Meer liegt etwas unter dem Meeresspiegel und dementsprechend warm und tropisch mit Palmen war es auch. Der Iran hat viele Gesichter: Wüsten, Steppen, Salzseen, Meeresküsten, Städte, Gebirge – fast jeder Kilometer bringt Neues und Unbekanntes. Total faszinierend!
Hashtpar, ebenfalls an der Küste des Kaspischen Meeres war dann die nächste Station. Wir standen mit dem Gogolobil direkt am Strand und konnten uns am Meeresrauschen erfreuen. Natürlich waren wieder viele Iraner am Fahrzeug um unsere Reiseroute auf der Karte nachzuvollziehen. Darunter war auch eine ganz nette iranische Familie, die uns dann spontan zum Abendessen eingeladen hat. Sie wohnten in einem Zelt gleich in der Nähe und es gab Fladenbrot mit iranischem Omlette, das sind kleingeschnittene, gebratene Tomaten mit Rühreiern und Knoblauch gemischt (ganz hervorragend!) und das ganze wird mit dem Fladenbrot gegessen. Ferner Oliven, Fetakäse mit geriebenen Pistazien und Obst sowie den obligatorischen Tee. Für uns Männer wurde noch eine Wasserpfeife angezündet. Das Ganze spielte ich auf dem Boden des Zeltes und später dann auf dem Zeltvorplatz ab. Uns überwältigte die iranische Gastfreundschaft, das sind wir so nicht gewohnt. Natürlich brachten wir auch ein Gastgeschenk in Form von Süssigkeiten aus Yazd mit.
Die letzte Station unserer Reise im Iran war Tabriz. Auch hier ging die Strecke wieder über die Berge, z.T. mit Pässen über 2400m Höhe. Die Landschaft war granios, denn die Herbstlaubfärbung der Bäume war im vollen Gange und das Wetter war immer noch sehr schön (der letzte Wolken-/Regentag war nach meiner Erinnerung irgendwann Anfang August!). Auch die Berge waren bunt – teils rot, gelb, grün, braun. Die Straße war sehr kurvenreich und zwischendurch auch mal etwas schlechter, aber nicht so schlimm wie in Turkmenistan.
Die Grenzabfertigung zwischen dem Iran und Armenien wurde uns schon vorher von anderen Reisenden als sehr langwierig mit peinlich genauen Durchsuchungen der Fahrzeuge angekündigt. Die Wahrheit liegt in der Mitte: die Grenzabfertigung dauerte für die gesamte Gruppe zwar recht lange von 11 Uhr vormittag bis nach 18 Uhr nach Einbruch der Dunkelheit. Die Durchsuchung der Fahrzeuge war aber relativ lasch. Als das Gogolobil an der Reihe war – es wurde ein Fahrzeug nach dem anderen einzeln abgefertigt – ging der Zollbeamte ins Gogolobil, schaute in einen der Hängekästen rein, bemerkte dann ein kleines Holzkästchen, öffnete dieses und fand u.a. eine Packung Zigarillos. Er fragte mich, ob diese aus Deutschland sein, was ich bejahte. Er drehte das Päckchen ein paar Mal in seiner Hand und schaute es genau an und roch auch daran. Ich merkte genau, was er wollte und sagte zu ihm, dass er die Packung gerne behalten kann. Und dann war die Durchsuchung des Gogolobils auch schon beendet…und wir waren in Armenien einereist. Die hinterlegte Kaution im Rahmen des Carnet de Passage war gerettet!!! Es war doch eine gewisse psychologische Belastung, 40.000€ für nichts und wieder nichts zu verlieren wenn das Fahrzeug aus irgendwelchen Gründen im Iran verbleiben müsste. Aber das ist jetzt vorbei. Auch die Zeiten, in denen unsere Frauen im Iran ein Kopftuch tragen mussten sind jetzt vorbei, ab der Grenze wurde wieder „oben ohne“ gefahren.
In Armenien ging es dann immer hart an der Grenze zu Aserbaidschan entlang bis zum Bergkloster in Tatev. Dieses ehemalige Kloster liegt sehr hoch und abgelegen in den Bergen und es führt die letzten 8 km nur eine Schotterstraße mit scharfen Kehren und über 12% Steigung hinauf (ich denke, es waren aber so ca. 20%, denn das Gogolobil brauchte dazu den 2-3 Gang). Wir parkten unmittelbar neben den alten und gut erhaltenen Klosteranlagen. Unser armenischer Führer erklärte uns eindrucksvoll die Historie des Klosters und hat auch in der Kirche mit seiner geschulten, kräftigen Stimme (er ist im Zweitberuf auch Opernsänger) ein stimmungsvolles Kirchenlied gesungen. Hier oben auf über 1800m war es dann nachts bei einem wunderbar klaren Sternenhimmel ganz schön frostig und die Heizung musste erstmals angemacht werden.
Auf dem weiteren Weg zur Hauptstadt Erewan konnten wir erstmals den Berg Ararat in seiner eindrucksvollen Größe bewundern. Er liegt zwar in der Türkei, aber von der armenischen Seite ist er fast an der Grenze und wir hatten wiederum mit dem Wetter großes Glück und sahen ihn zwei Tage lang ohne Wolken. Aber der Weg nach Erewan hatte noch mehr zu bieten: eine prähistorische Sternwarte bei Zorakarer, die schon vor rund 8000 Jahren gebaut wurde und somit älter ist als Stonehenge in England. Löcher in den aufgestellten Felsen dienten damals als Peilungen für Sonne und Sterne. Dann war auf dem Weg noch ein Besuch bei einem armenischen Weinkeller mit Mittagessen angesagt. Wir haben bei der Gelegenheit natürlich auch Wein eingekauft. Bei einigen Mitreisenden war deutlich zu merken, dass sie froh über das Ende der alkoholabstinenten Zeit waren…
Erewan hatte ebenfalls einiges zu bieten: - eine Fahrt zum religiösen Zentrum Etschmiadzin mit Besichtigung der ältesten Kirche des Christentums. Unser Führer sang in den Kirchen wieder recht stimmungsvoll. - eine Fahrt zum Sonnentempel Garni und zum Felsenkloster Geghard (unterwegs wiederum wunderbare Aussicht auf den Berg Ararat und im Sonnentempel Garni spielte jemand stimmungsvoll auf einem armenischen Blasinstrument, genannt Duduk) - eine Stadtrundfahrt - einen Einkaufsbummel im Supermarkt um uns mit gewohnten europäischen Leckereien (u.a. Schwarzbrot, Schweinefleisch, Wurst, Käse, Bier, …) einzudecken und die Vorräte aufzufüllen.
Natürlich wurde auch die Hauptstadt Erewan mit dem berühmten Radiosender „Radio Erewan“ eingehend besichtigt. Dabei wurde die Frage an Radio Erewan gestellt, ob Frauen von Hoffmannstropfen ein Kind bekommen kann. Antwort von Radio Erewan: „Ist im Prinzip meglich, wenn Mann heissen mit Namen Hoffmann“.
Zwei Tage in Erewan waren voll aufgefüllt, denn bei den günstigen Gaspreisen mussten auch noch die Gasvorräte der Fahrzeuge ergänzt werden. Der Winter schickt mit den kalten Nächten seine ersten Vorboten. Gottseidank hat erst vor zwei Tagen die Klimaanlage des Gogolobils endgültig seinen Geist aufgegeben – bis dahin hat meine provisorische Reparatur gehalten. Und jetzt sind die Temperaturen so, dass man trotz Sonnenschein die Heizung im Fahrzeug braucht. Die Ursache für die Ausfälle der Klimaanlage des Ivecos ist dadurch bedingt, dass die Steuerdrähte zu den Relais der Klimaanlage derart dünn ausgeführt sind, dass schon eine kleine Rüttelfahrt über mehrere Kilometer diese Drähte reißen lässt. Hier muss sich Iveco etwas einfallen lassen, damit künftig ein derartiges Manko vermieden wird. Wir wollen ja nächstes Jahr im Sommer ein paar Monate in Island verbringen und da sind Pistenstrecken über Schotter und Geröll an der Tagesordnung. Am 23.10.2011 war nachmittags ein schweres Erdbeben in der Türkei, das auch in Erewan zu spüren war. Ich habe allerdings nichts davon gemerkt, wahrscheinlich habe ich mich gerade im Gogolobil aufgehalten und durch die gute Federung ist nichts durchgedrungen. Wir werden unsere weitere Route so planen, dass wir nicht durch das Erdbebengebiet kommen, denn Katatstrophentourismus verabscheuen wir aus ganzem Herzen und helfen können wir sowieso nicht. Wiederum ist vor ein paar Tagen ein weiteres Teilnehmerpaar vorzeitig abgereist, allerdings waren diese von der „Nörgler-Truppe“, also kein großer Verlust für die restliche Reisegruppe. Und auch heute reiste ein Ehepaar vorzeitig ab. In Armenien kamen noch weitere Fahrzeugschäden hinzu: eine durchrutschende Kupplung und nochmals eine gebrochene Federung. Beides werden heute in einer Werkstatt in Erewan repariert. Meine defekte Klimaanlage muss wegen der Garantiearbeiten noch bis Deutschland warten. Mein nächster Bericht wird wahrscheinlich aus Tiflis/Georgien kommen. Bis dahin viele in die Heimat Habe die Ehre Gogolo hallo Gogolo, danke wieder für deinen tollen Bericht, hatte mir schon Gedanken gemacht, ob ihr eventuell von dem Erdbeben betroffen sein könntet, gut das dem nicht so ist. Freu mich sehr auf die Fortsetzung. unglaublich eure Reise, ich verfolge diese sehr gespannt weiter. Alles gute noch für euch.
Jion Phantastisch! Sind die einen wohl gleich zum Überwintern da geblieben :)
Hmmm, mE sehr bedenkliche Sache. Grenzt an Casinospielen, oder? Aber wieder sehr schöne Bilder, danke. Hallo Gogolo,
ich danke Dir wieder ganz herzlich für den tollen Reisebericht und die grandiosen Fotos. Es ist und bleibt eine unglaublich faszinierende Reise, die ihr da macht und ich bin sehr froh, dass Du uns daran teilhaben lässt.
Nein, nicht wirklich :) ... aber man muß (im Notfall) die Kiste auf biegen und brechen außer Landes bringen - wenn´s sein muß als Scherbenhaufen per Tieflader, das ist immer noch billiger als die Kaution zu verlieren. @Gogolo : :dankeschoen:
Wolfgang, du hast das ganz treffend gesagt - genau so ist es! Habe die Ehre aus Tiflis/Georgien Gogolo Hallo Gogola,
wieder sehr beeindruckene Fotos. Ich bin begeistert. Wie gut, dass Ihr von dem Erdbeben nicht betroffen seid und die Region meidet. Ich freue mich schon auf die nächsten Zeilen und Bilder und weiterhin gute Reise.
Nur keine Panik, so ist das halt mit dem Carnet. In Kapstatd angekommen waren wir gerade dabei unseren VW Bus aus dem Zollhafen herauszubekommen als ein Tieflader reinfuhr mit einem Lotus Sportwagen englischer Zulassung drauf. Der hat sich um einen Brückenpfeiler gewickelt und wurde von den Rettungskräften am restl. Dach geöffnet. Alle Airbags offen und der Innenraum von allen möglichen und unmöglichen menschlichen Ausscheidungen versaut. Der Restwert war sicherlich zu vernachlässigen und der Fahrer hatte fals er auch der Besitzer war definitiv andere Sorgen. Trotzdem wurde das Wrack aufwändig und kostenintensiv nach England zurück gebracht - wegen dem carnet. Das Zolldokument soll die illegale Einfuhr von Autos unterbinden und die heimische Industrie schützen. Doch mit Bestechungsgeldern und Tricks kann man zumindest in Afrika einen Ausfuhrstempel erhalten. Manchmal auch durch Frechheit. Bei dem Grenzübertritt nach Moambique wurde unser VW in Südafrika ausgestempelt und im Mosambique nicht eingestempelt. Wir hatten dem Zollbeamten ein unwichtiges Dokument ( ich glaube es war der intern. Fahrzeugschein) zum stempeln als carnet vorgelegt. Ab dem Moment waren wir frei. Wer so etwas nicht gewohnt ist und sich auch darauf nicht einlassen möchte sollte sein Reiseziel entsprechend wählen. bei den pkw`s und lkw`s, die ich in schwarzafrika verscheuert habe ( 7 stück), waren entweder die aufkäufer selbst vom zoll, oder sie hatten einen vom zoll dabei.
so war immer der richtige stempel (ausreise oder verzollung) im carnet... grusz hartmut Auch von mir wieder mal einen herzlichen Dank für die regelmässigen Berichte. Ich bin jedesmal tief beindruckt auch über die Haltung von dir gegenüber Land und Leuten und wie ihr mit der Reise umgeht. Toll. Neugier, Geduld, Flexibilität und die Bereitschaft sich auf neues einzulassen und nicht einfach alles wie zu Hause haben zu wollen, lese ich aus dem Bericht. So macht reisen wirklich Sinn und ich ersehen denn Moment bis ich auch zu so einer grossen Reise aufbrechen kann. Dank eueren Berichten ist meine Frau der Meinung das ein Wohnmobil das Reisetauglich ist gewisse Anforderungen erfüllen muss. ;) Der heutige Bericht ist etwas kürzer, weil in der Zwischenzeit noch nicht so viel passiert ist.
Nach einem schönen Abendessen mit Livemusik, gesponsert vom örtlichen Reiseveranstalter, haben wir Erewan verlassen. Die Suche nach einer LPG-Gastankstelle wurde zu einer kleinen Irrfahrt, aber letztlich haben wir alle unsere Gasvorräte auffüllen können. Das war sehr wichtig, denn jetzt beginnen kalte Zeiten und in den Bergen, die wir noch zu überqueren haben ist Schneefall möglich. Erewan:
Der größte Süßwasser See Armeniens, der Sevansee nördlich von Erewan, war unser Tagesziel und da es bis zur georgischen Grenze nicht mehr weit ist, wurden auch noch die letzten Drams (so heißt die armenische Währung) vertankt. Der See selbst war unspektakulär, lediglich ein Kloster (Sevanavank) war zu besichtigen. Mir hat es aber mittlerweile mit den Klöstern gereicht und ich habe auf einen entsprechenden Besuch verzichtet, wenngleich das Kloster schön auf einem Hügel am Seeufer gelegen ist. Auch in Armenien darf der Hinweis auf die Seidenstraße nicht fehlen:
Es ist mittlerweile frisch geworden und die Heizung im Gogolobil läuft schon. In der Nacht erreichten Bei klarem Himmel die Temperaturen bereits die Minusgrade. Und beim Fahren denke ich nicht mehr an die defekte Klimaanlage sondern freue mich, dass die Heizung schön warm macht und die Sitzheizung morgens den Hintern wärmt. Am See zogen aber bereits am späten Nachmittag dunkle Wolken auf und in der Nacht fing es dann an zu regnen. Das war seit Mitte August der erste Regen! Regen gab es dann auch am nächsten Morgen, der uns bis nach Tiflis/Georgien begleitete. An diesem Tag stand schon der nächste Grenzübergang von Armenien nach Georgien auf der Tagesordnung und wir merkten schnell, dass wir uns Europa mit Riesenschritten näherten, denn die Grenzabfertigung ging ungewohnt äußerst schnell über die Bühne: in Armenien mussten wir lediglich die Einreisepapiere abstempeln, 25$ Ausreisgebühr bezahlen und die Ausreise im Visum eintragen lassen. Dann waren wir auch schon aus Armenien ausgereist. Die georgische Grenze war noch viel einfacher: ein Zöllner schaute kurz ins Fahrzeug und kontrollierte die Pässe (Visum ist für Georgien nicht erforderlich) und machte noch einen Einreisestempel in die Pässe – und das war es auch schon. Noch ein kurzer Nachtrag zu Armenien: das Land ist wunderschön, hat eine herrliche Landschaft und viele, viele Kulturschätze, die es zu besichtigen gibt. Landschaftlich ist es fast!!! mit Kirgisien zu vergleichen, die Berge (der Kaukasus) sind gewaltig und im Herbst sehr farbenfroh. Leider ist es für einen Kurzurlaub doch sehr weit entfernt, aber vielleicht werden wir irgendwann nochmals für einen längeren Trip dort hinfahren. Zurück zu Georgien. Die Straßenzustände sind qualitätsmäßig wie bei uns in Europa. Auch der Verkehr ist recht zivilisiert. Wir wurden von @woslomo vor dem Verkehr in der Hauptstadt Tiflis gewarnt, soll er doch sehr chaotisch sein. Im Vergleich aber zu dem was wir schon in China und im Iran erlebten, kann der Verkehr als geordnet – wenngleich etwas hektisch – bezeichnet werden. Der bisher schlimmste innerstädtische Verkehr war zweifellos in Mashat/Iran, dagegen ist im Vergleich der Verkehr in der Stadt Tiflis als „dörflich einsam und wohlgeordnet“ zu bezeichnen. Und wir haben auf der Fahrt zu unserem Stellplatz bei einem Hotel die gesamte Stadt im Mittagsverkehr durchqueren müssen! Bilder von Tiflis:
In der georgischen Hauptstadt machten wir eine Stadtrundfahrt und besichtigten sowohl den historischen Stadtkern als auch die Anstrengungen, diesen zu erhalten bzw. durch Neubauten zu ersetzen. Ebenso stand ein Busausflug nach Signagi, einem der interessantesten orte Georgiens, auf dem Programm. Enge Gassen und fast süditalienisches Flair mit alten Häusern bestimmt das Bild dieser kleinen Stadt an den Hängen das Hohen Kaukasus. Leider ist das Wetter immer noch nicht sonnig sondern es ist stark bewölkt und kühl. Der nahe Winter macht sich bemerkbar. Einer spontanen Eingebung nachgebend machten wir am Abend einige Liter Punsch und Glühwein vor unseren Fahrzeugen um uns aufzuwärmen. Es fehlten nur noch Plätzchen und wir hätten Weihnachten feiern können. Signagi:
Allmählich geht in ein paar Tagen die offizielle Reise zu Ende, aber die Rückreise über die Türkei, Griechenland, Italien und Österreich steht noch an. Dass das Reiseende naht, das merkt man schon am Verhalten der anderen Reiseteilnehmer, der Trieb zum heimatlichen Stall wird stellenweise sehr deutlich. Aber vorher sind noch einige Sachen in Georgien zu besichtigen. Darüber und über unsere Heimreise werde ich selbstverständlich ebenfalls berichten. Wetterabhängig werden wir dann etwas entlang der Schwarzmeerküste fahren und dann noch in den Süden der Türkei abdriften um dort ein paar sonnige URLAUBstage zu verbringen, denn das bisherige war schließlich eine REISE und kein Urlaub… Habe die Ehre Gogolo
Allein für die regelmässigen Berichte habt ihr euch den Urlaub verdient. Wirklich eine tolle Reise habt ihr da gemacht :!: peter Hallo Gogolo,
besten Dank für die Einordnung des Tiflisvekehrs. Wir fuhren zweimal im Berufsverkehr durch Tiflis und empfanden das als heftig. Vielleicht waren wir auch nur schon etwas von der Strecke davor angestaubt. Weiterhin knitterfreie Fahrt. Entlang des Schwarzen Meeres ist entspanntes Fahren auf vierspuriger, guter Straße am Meer entlang angesagt. Zumindest bis Samsun. Dort sind wir nach Süden abgebogen. hallo Gogolo, seid ihr überhaupt noch aufnahmefähig, nach diesen vielen ungeheurer interessanten Eindrücken? Wünsche euch weiterhin eine schöne Reise und uns schöne Berichte von dir :wink: Hallo Gogolo,
ich konnte in den vergangenen 7 Wochen nicht ins Forum sehen (war selbst unterwegs und immer offline). Den ersten Thread, den ich nach meiner Rückkehr aufgerufen habe, war dein Reisebericht. Ich war schon sehr gespannt, wie es dir weiter ergangen ist. Vielen Dank für den sehr interessanten Reisebericht und die tollen Bilder. Ich werde in die von dir besuchten Länder sicherlich niemals hinkommen. Um so interessanter ist es, diese Länder durch den Bericht und die schönen Bilder ein wenig kennenzulernen. Weiterhin eine glückliche und schöne Reise ! Gerd Wahnsinn gogolo, deine Berichte "fresse" ich direkt. Ich freue mich jedesmal wenn du einen neuen Reisebericht einstellst. Danke auch für deine gruppendynamischen Einsichten die du uns mitteilst. Ich "fürchtete" schon bei dieser Reise ist alles palleti. Verstehe das bitte nicht falsch, aber ich sehe das auch ein bischen mit der psycholgischen Brille. Jedenfalls läuft es ja "normal", wie es halt bei so langen Reisen mit unterschiedlichen Teilnehmern halt ist. :wink:
Jedenfalls wünsche ich dir ein knitterfreies und gesundes Heimkehren und solltest du vielleicht im Anschluss deiner Reise Diavorträge abhalten und sind die dann auch noch in Österreich oder im grenznahen Gebiet, so bin ich der in der ersten Reihe mit den lefzenden Mundwinkeln. :razz: :D lg alfred rattenscharf,
beneide euch um diese reise, viel spaß in der TR beim sonne tanken lg olly Auch bei mir kommt Neid und Bewunderung auf. Diese Erlebnisse kann Euch keiner mehr nehmen. Wir sind zwischenzeitlich schon gut in der Türkei an der Südküste (sonnig, 24°C) angelangt und machen jetzt erst einmal ein paar Tage Urlaub. In Kürze werde ich deshalb etwas Zeit haben und den nächsten Bericht einstellen.
Bis dahin Habe die ehre Gogolo hallo Gogolo, genießt die Sonne und die Türkei. Ich wünsche euch auch einen sonnigen Urlaub in der Türkei ! Schön, dass ihr bis jetzt alles heil und gesund überstanden habt! Erholt euch am Mittelmeer und nochmals vielen Dank für die Schilderung der tollen Erlebnisse. Da habt Ihr es ja fast geschafft. Schon Sehnsucht nach zuhause?
Aber erst einmal schöne Tage in der Türkei. Zwischenzeitlich sind wir gut und wohlbehalten in der Türkei angelangt, die offizielle Reise des Reiseveranstalters ist seit dem Grenzübertritt beendet und wir machen jetzt Urlaub von der Reise an der Südküste bei Manavgat.
Aber über den Weg bis dahin möchte ich euch gerne noch berichten: In Georgien besichtigten wir ausgiebig die Hauptstadt Tiflis und wir konnten die Bemühungen sehen, aus der Stadt eine moderne Hauptstadt zu machen. Aber darüber habe ich ja schon berichtet. Die nächste Station in Georgien war Vardzia zu den Höhlen-Felsen-Klöstern dort. Auf dem Wege dorthin sah man schon die schneebedeckten Berge des Kaukasus – der Winter lässt grüßen. Das Wetter wurde immer besser und wir fuhren bei Sonnenschein durch eine wunderschöne herbstliche Gebirgslandschaft. Schon tags darauf ging es nach Batumi am Schwarzen Meer zu einem Stellplatz mitten im Botanischen Garten der Stadt. Auf der Hauptverbindungsstraße hierher konnten wir die „Fahrkünste“ der einheimischen Autofahrer „bewundern“, denn blinde Überholmanöver waren an der Tagesordnung und stellenweise wurde der Überholende auf einer zweispurigen Straße mit Gegenverkehr seinerseits noch überholt, also es wurden drei Fahrspuren „aufgemacht“ – und das trotz Gegenverkehrs. Der wird einfach mit der Lichthupe angeblinkt oder angehupt um ganz rechts zu fahren und nicht gerammt zu werden. Aber es ging immer gut aus… Vardzia:
Georgischer Herbst:
Die Gruppe ist zwischenzeitlich auf 10 Fahrzeuge geschrumpft, aber bei den vorzeitig abreisenden handelte es sich ausschließlich um die bereits erwähnten notorischen Nörgler. Uns war das recht, denn die Stimmung innerhalb der Restgruppe war sofort wesentlich besser. Mit den vorzeitig abreisenden Teilnehmern gab es aber auch noch Schwierigkeiten: einige hatten es nicht für notwendig gehalten, sich zu verabschieden, andere reisten sogar ab ohne die Endabrechnung mit dem Reiseleiter zu machen und blieben so ein paar hundert Euro „schuldig“. So ein mieses Verhalten hätte ich mir nicht träumen lassen. Batumi ist eine sehr schöne, moderne Stadt mit ausgefallenen architektonischen Gebäuden, aber auch die alten Gebäude wurden/werden liebevoll restauriert. Das örtliche Fernsehen schickte Reporter um eine Reportage über uns und unsere Reise zu machen. Am Abend war dann das Abschiedsessen in einem urigen Lokal, ganz typisch georgisch. Vorspeisen, Hauptgerichte, Nachspeise und Getränke so viel und was man wollte. Der Tisch bog sich unter der Last der Speisen! Es wurde viel geredet und gelacht und es war ein recht schöner Abend. Batumi:
Am nächsten Tag war dann das letzte Meeting und seit dieser Zeit sind wir ohne Gruppe und Gruppenzwang „selbständig“ unterwegs. Nochmals Wasser auftanken und entsorgen und dann ging es Richtung türkischer Grenze (problemos zu passieren, lediglich ein paar Stempel in den Pass) am Schwarzen Meer entlang bis Macka. Hier gab es bei einem Fischrestaurant Stellplätze mit Strom und Duschgelegenheit. Auf dem Weg nach Göreme zu den allseits bekannten Felswohnungen sind wir bis kurz vor Tokat gefahren und standen an einer Tankstelle (der Liter Diesel kostet jetzt 1,58ct/Liter – ein ungewohnt stolzer Preis, denn im Iran waren es 9ct). Hier konnte ich das Gogolobil nach langer Zeit auch mal wieder waschen lassen. Zunächst aber ging es noch einige Zeit an der Südküste des Schwarzen Meeres entlang, dann führte die Straße über die Berge. Stellenweise waren die Wolken sehr tief und wir fuhren im Wolkennebel. Aber die Laubfärbung war wieder sehr schön und abwechslungsreich. Es wurde spürbar kälter und auf dem Weg nach Göreme zeigte das Thermometer nur noch 5° (in den Bergen war die Temperatur schon unter o°), die Berge ringsum waren „angezuckert“. Auf einer Abkürzungsstraße wurde das Gogolobil wieder sehr schmutzig (die Wäsche am Vortag hätte ich mir sparen können), denn wir mussten einige Kilometer im aufgeweichten Baaatz fahren. Seit unserem letzten Besuch in Göreme vor 30 Jahren hat sich viel geändert und es ist auch viel gebaut worden in der Gegend. Trotzdem ist die Landschaft unverändert beeindruckend. In der Nacht hat es dann ringsum geschneit und die Felsen von Göreme waren mit Schnee überzogen. Die Schneefallgrenze war unmittelbar bei Göreme – ein wenig unterhalb war von Schnee nichts zu sehen. Eine kleine Rundfahrt zeigte uns die Landschaft mit den teilverschneiten Bergen – zum spazieren gehen war es einfach zu kalt und ungemütlich. Insbesonders wenn mann/frau aus warmen Regionen kommt und die Kälte noch nicht so gewohnt ist. Das Gogolobil erreichte an diesem Tag den Kilometerstand von 70.000! In Göreme hatten wir uns auf dem dortigen Campingplatz einquartiert und auch dort recht gut gegessen. Wir kauften auch eine Granatapfel-Sauce, die man für Salat verwenden kann. Türkische Schwarzmeerküste:
Göreme:
Wir wollten es aber wieder warm haben und so fuhren wir auf dem kürzesten Weg an die türkische Südküste, ans Mittelmeer. Aus dem Internet habe ich entnommen, dass in der Gegend von Alanya/Antalya rund 25°C Wärme sind und die Sonne scheint und auch für die weiteren Tage keine Veränderung eintreten soll. Wir fuhren auf einer ganz neuen Autobahn, dazu mussten wir an einer Mautstelle erst eine Autobahnkarte kaufen. Das ging nur mit Hilfe eines zufällig hinzukommenden Türken, der englisch sprechen konnte. Auf der Autobahn haben wir dann innerhalb von einer Stunde zwei Geisterfahrer erleben „dürfen“. Einer fuhr auf der Gegenfahrbahn – aber in unserer Richtung. Der andere kam uns auf dem Standstreifen unserer Seite mit eingeschalteter Warnblinkanlage (aber nur mäßig verminderter Geschwindigkeit) entgegen. Wir übernachteten dann unmittelbar am Strand bei Elaioussa auf dem Gelände eines aufgelassenen Campingplatzes neben alten Ruinen und Ausgrabungen und die örtliche Polizei, zufällig auf Streife vorbeikommend, gab ihr OK dazu. Der Besitzer eines anderen Campingplatzes kam vorbei um uns vor den Gefahren des „wilden Stehens“ zu warnen und uns in seinen Campingplatz zu locken. Aber nach über 31.000km in Asien kann uns nichts mehr schrecken und daher blieben wir hier am Strand stehen. Hinzu kam, dass noch ein Fahrzeug aus unserer Gruppe uns stehen sah und sich ebenfalls zu uns gesellte. Am nächsten Tag hatte ich nicht vor, sehr weit zu fahren und setzte mein Tagesziel auf so 100km. Die Strecke war sehr kurvenreich und führte meistens von der Küste in vielen Windungen die Berge hinauf und gleich darauf wieder hinunter. So ging es die ganze Strecke. Allerdings war es landschaftlich wieder sehr reizvoll. Unterwegs kauften wir Brot ein und wurden sogleich von der anwesenden Bevölkerung des Ortes ins Teehaus zu einem Tee eingeladen. Wie unterhielten uns mit „Händen und Füssen“… Übernachtung war dann auf einem Campingplatz bei Anamur, am Südzipfel der Küste. Da wir schon gegen Mittag angekommen sind legten wir uns in die Sonne und ließen die Seele baumeln, das Rauschen des Meeres in den Ohren. Wir standen ganz alleine in einem lichten Wald auf einem kleinen Plateau über dem Meer und hatten einen ganz tollen Sonnenuntergang mit einem wunderschönen Blick aufs Meer. Das Abendrot war unwahrscheinlich intensiv, der Himmel brennt förmlich. Im Backofen bruzzeln Hähnchenschenkel auf einem Gemüsebeet – lecker! Wäre der Campingplatz in den sanitären Anlagen nur etwas besser (die waren fürchterlich!), dann könnte ich mir schon vorstellen hier einmal für längere Zeit zu stehen (zu überwintern) zumal Strom, Wasser und WLAN vorhanden sind.
Aber wir wollen ja noch weiter zu unserem Urlaubsgebiet und so trennen wir uns von diesem schönen Fleck und fahren weiter nach Manavgat wieder durch ein sehr kurvenreiches und gebirgiges Gebiet. Unterwegs sind rechts und links der Strecke riesige Bananenanbaugebiete, stellenweise sind auch die Bananenstauden in großen Gewächshäusern untergebracht. Wir passieren Alanya mit den vielen Touristenhotels – grausam! In Manavgat stehen wir beim Bogaz-Hotel mit angeschlossenem Camping. Der erste Campingplatz seit langem auf europäischem Standard (N36°44.772 E031°28.395), Der Platz liegt zwischen dem Meer auf der einen Seite und einem Fluss auf der anderen Seite, auf dem Ausflugsboote fahren und hat zu einem vernünftigen Preis (20TL=8,25€/Tag) alles, was ein Urlauber benötigt (Waschmaschine, WLAN, Duschen, Toiletten, Strom, Wasser – alles inclusive). Hier verbringen wir mal mindestens eine Woche und erholen uns! Wir treffen hier auch weitere vier Fahrzeuge unserer Gruppe (von den Netten!)und feierten den Geburtstag von Lotti in einem schönen Fischrestaurant. Nachmittags gibt es immer gemeinsamen Kaffee und Gebäck. Unsere bisherige Route:
Zu einem Einkauf fuhren wir ins Stadtzentrum wo gerade auf dem Bazar reg es Treiben herrschte. Und hier kam bei mir der Kulturschock: alles spricht deutsch, tausende von Touris auf dem Bazar, gezahlt wird in Euro! Mensch, war es doch schön als wir noch im fernen Asien die einzigen Touristen waren. Mir geht schon nach ein paar Minuten das Ganze gehörig auf den Geist und wir verlassen nach unseren Einkäufen fluchtartig den Bazar. Wir beschließen gemeinsam: keine Reisen mehr in den üblichen Urlaubsgegenden zu machen (ausgenommen evtl. Überwinterung). Jetzt ist Entspannung angesagt. Morgens wird ausgeschlafen bis so gegen 8 Uhr. Die Füße werden hochgelegt, ein Buch gelesen, etwas im Internet gesurft, der Bericht vervollständigt und Gogoline nutzt auch die Zeit, Wäsche zu waschen. Ansonsten Spaziergänge am Meer, geistreiche aber zwanglose Gespräche mit den anderen aus der Gruppe – so können wir es aushalten bis es wieder weiter geht. Rund 2000 km sind es (Rest Türkei, Griechenland, Fähre, Venedig) noch bis nach Hause und es zieht uns gar nicht dorthin, kein Heimweh! Bis ca. Anfang Dezember sollten wir aber wieder in Rosenheim sein, wir haben es ja versprochen… Aber bis dahin gibt es sicher noch den einen oder anderen Bericht. Viele an die Heimat. Habe die Ehre Gogolo :D Wie immer Gogolo ! :D
Super-Klasse Bericht, einfach spannend und packend ! ! ! Aber nur mal so aus Interesse, um was gingen denn die Streitigkeiten, was hatten diese Leute denn zu bemaengeln ? von der Mosel Achim Hallo Gogolo,
schön, dass Du Dich gemeldet hast. Tja auf so notorische Nörgler kann man sehr gut verzichten. Aber sich nicht zu verabschieden - egal was einem nicht gepasst hat - oder gar die Zeche prellen ist ja schon eine riesige Unverschämtheit. Aber ich nehme an, Euer Reiseleiter wird sich das ausstehende Geld schon noch holen. Gibt ja Mittel und Wege. Göreme sieht im Schnee ja beeindruckend aus. Ich wünsche euch noch schöne Tage in der Wärme und eine gute Heimfahrt. Bei uns ist es mittlerweile doch schon ziemlich kühl geworden, wenn auch noch viel zu warm für fast Mitte November. Viele an Gogoline. Schön!
Habt ihr von dem (oder den, es waren ja mehrere) Erbbeben in der Osttürkei etwas mitbekommen? Wahnsinn..... vielen, vielen Dank. Das ist einfach grandios.
Wir haben diesen Reisebericht bisher mit großer Freude und Interesse verfolgt. Zu den Schwierigkeiten innerhalb der Gruppe und den Gruppendynamischen Prozessen werde ich am Schluss ausführlich Stellung nehmen. Jetzt sei nur gesagt, dass das in keinster Weise am Veranstalter lag, sondern die "Viererbande" - so wurde sie von uns bezeichnet - waren von Haus aus Eigenbrötler und Nörgler per se. Und diese haben sich zur "Viererbande" zusammengeschlossen. Die übrigen wollten mit denen auch nichts mehr zu tun haben um die gute Stimmung innerhalb der Restgruppe nicht zu zerstören. Denn es macht einen schon runter, wenn man ein tolles Erlebnis hat und jemand versucht, auch da noch ein Haar in der Suppe zu finden. Darum habe ich die Vierebande auch gemieden und nichts mehr mit denen gesprochen - war ja sowieso alles destruktiv was von denen kam.
Der Grund des notorischen Nörgelns war ganz einfach: die Viererbande hat sich zum Ziel gesetzt, einen Teil des Reisepreises zurückerstattet zu bekommen. Ich hoffe, es gelingt ihnen nicht. Habe die Ehre Gogolo
Nur aus den Berichten im Internet - gespürt haben wir nichts. Eigentlich wollten wir bei der Rückreise auch in die Gegend des Van-Sees fahren, aber wir haben dann darauf verzichtet, denn Katastrophentourismus machen wir nicht. Habe die Ehre Gogolo
Hoffe ich mal mit. Ist nicht schön solche Leute um sich zu haben hallo Gogolo, danke wieder für deinen Bericht. Ich muss immer ein wenig schmunzeln, wenn man bemängelt (ich bin da keine Ausnahme), dass zu viele Touristen irgendwo sind, schließlich sind wir ja auch Touristen. Die Menschen allgemein fahren halt da hin, wo es schön ist und da trifft man sich dann halt auf unserem Planeten :wink:
Ich habe ja nichts gegen Touristen im allgemeinen! In China zum Beispiel gab es auch sehr viele Touristen - nur waren das halt Chinesen im eigenen Lande. Aber so Touristenhochburgen wie Alanya und Antalya sind "fest in deutscher/russischer Hand", gesprochen wird dort nur noch deutsch und/oder russisch und zahlen kann man fast nicht mehr in Landeswährung sondern in Euro oder Rubel. Auch die Verkäufer auf dem Basar sprechen uns sofort in deutsch an. Genau diesen Trubel mag ich nicht. Mir gefällt es wenn ich etwas Mühe habe mich verständlich zu machen. Wenn ICH der Exote bin, der das Land besucht und nicht umgekehrt. Wenn einheimische Gerichte die Speisekarte bestimmen und nicht Schnitzel mit Pommes oder Schweinebraten mit Knödel drauf stehen - das kann ich zuhause essen, das brauche ich nicht im Ausland. Anmerkung von Gogoline die gerade mir gegenüber sitzt: Aber es gibt halt solche und solche Touristen. Uns rennt jedenfalls ein Verkäufer nicht nach und ermahnt uns freundlich zu sein, er sei nicht ein Sklave. So geschehen vorgestern auf dem Basar gegenüber einer deutschen Touristin. Wir haben uns geschämt!!! Habe die Ehre Gogolo Hallo Gogolo
Wiedermal ein herrlicher Reisebericht mit sehr schönen Bildern, ich hoffe die Heimreise wird euch einen nicht allzuroßen Kulturschock bereiten. Gute Fahrt noch Waldi da hast du natürlich Recht Gogolo. Wir sind viele Jahre in die Türkei gefahren und haben unheimlich viel schönes und nette Menschen dort kennen gelernt. Die türkische Bevölkerung lernt aber auch die Sprache ihrer Gäste aus Höflichkeit. Danke für diese ausführlichen Berichte von dieser gigantischen Reise.
Wir haben alles verfolgt und quasi miterlebt. Das so eine Reise nicht immer nur Erholung ist ist nachvollziehbar. Darum jetzt eine angenehme Erholungszeit mit vielleicht Berichten und einem Resümee der Ereignisse der letzten Zeit. LG jutta und mIke Jetzt geht eine sicherlich äuserst spannende Reise vorbei. Vielen Dank das wir so nah dabei sein durften :respekt:
Ich freue mich aber genauso auf die sicherlich sachliche Analyse, ob die Reise das gebracht hat was man sich vorgestellt hat, für wen solche eine Reise in Frage kommt, Organisation unterwegs, Mindestanforderung ans Womo, Highlights, NoGos, usw :D Noch einmal herzlichen Dank auch im Namen meiner Familiy, die bereits die Zeit in 10 Jahren genaustens mit Reisen verplanen :wink: peter
Lasst mich bitte erst noch gut nach Hause kommen, dann gibt es eine Zusammenfassung, aber auch eine (aus meiner Sicht) Analyse des Gruppenverhaltens und der Gruppentypen. Ich bin schon an der Arbeit darüber... Bis dahin werde ich über die Heimfahrt (Türkei, Griechenland, Fähre, Italien) noch weiter berichten und hoffe, dass ihr auch künftig noch neugierig bleibt, was Gogolo und Gogoline mit ihrem Gogolobil so erleben. Habe die Ehre Gogolo ... aber immer bin ich neugierig darauf was Gogolobil, Gogoline und Gogolo noch alles auf der Heimreise - ist ja auch eine Reise - noch so alles zu berichten haben. Freu' mich schon drauf :) |
Anzeige
|