immer wieder kommt die frage auf welcher stromerzeuger ist für mich der geeignete, dabei geht es um die marke, japaner oder chinese, welche leistung soll er haben, und letztendlich um den preis.
Da ich von jedem einen besitze und mir noch einen geliehen habe will ich meine subjektiven
Erfahrungen mit einem honda eu20i, honda eu10i und kipor kge980tc für den camping-bereich hier niederschreiben.
Am ende des berichts gibt es dann für die lesewilligen noch etwas zum schmunzeln.
Honda eu20i , nennleistung 1650 w, motor 100ccm, inverter, trockengewicht 22kg, ca.1500 euro
Honda eu10i, nennleistung 900 w, motor50 ccm, inverter, trockengewicht 13 kg, ca. 1000 euro
Kipor kge980tc, nennleistung 650w. motor 37ccm, converter, trockengewicht 9 kg, damals 2006, 200 euro mit versand aus england.
Drei unterschiedliche leistungsklassen die aber die erste wahl im campingbereich sind, und zwei verschiedene stromausgangssysteme….inverter saubere sinus-kurve.. geeignet auch für elektronische geräte.
Converter sinusähnliche kurve nicht geeignet für elektronische systeme.
Nun stellte sich bei mir die frage, welcher ist für mich am besten geeignet?
Meine konfiguration:
300ah batterie versorgungbatterie nass.
120w solarpanel
2000 w wechselrichter
Ebl 265 in trafo ausführung mit max 15 a
Mein max. verbrauch bei 12v 5,1a, gelegentlich die espresso maschine für 3min 75a, und föhn 100a für 5 min. über wechselrichter.
Also nur strombedarf für 12v den jeder kleine moppel über das eingebaute ladegerät abdecken kann.
Der honda eu20i surrte sonor im eco bereich und regelte den erhöhten strombedarf sehr feinfühlig mit der drehzahl nach und blieb auch im bereich von 600w sehr leise.
Honda gibt für die max. leistung 2000w für bis zu 30 min. an, die nun von einem 2000 w föhn gefordert wurden. Die wurden problemlos erreicht aber die lautstärke war dann schon störend.
Der honda eu10i schnurrte im eco bereich subjektiv noch einen tick leiser und blieb auch mit dem ladegerät ca. 300w im ecobereich. Hier musste nun ein 1000w Heizlüfter ran um ihn zu fordern, den er ohne probleme schaffte jedoch mit einer unangenhmen lautstärke.
Der kipor 980tc ein original clone des honda ex7, der auch ein converter ist.
Der kipor mit 650w packte auch das ladegerät von 300w im eco modus , schaltete sich jedoch nicht automatisch bei zusätzlicher leistungsanforderung in den max. drehzahlbereich. Bei handumschaltung war dann mit dem ladegerät 1a mehr leistung zu erreichen. Hier ist also der eco modus begrenzt. Der überlastbereich ist sehr gering, da er schon bei 750w abrupt abschaltete.
Die geräuschkulisse ist deutlich höher und vom ton her heller( also eher wie ein moped ) als der honda. Die reglung im eco modus machte sich oft durch unregelmäßige drehzahl bemerkbar.
Man muß bei honda den gleichmäßigen motorlauf die schnelle regelung der motordrehzahl bei leistungsanforderung und die angenehme lautstärke (sonor etwas dunkeler) als bei den chinesen hervorheben. Des weiteren hat er einen hohen überlast bereich und schaltet dann auch bei kurzer überlastung nicht abrupt ab.
Dem kipor muß man sein konstruktionsalter anrechnen, das er ein 100% plagiat vom honda ist und ihm letztlich der feinschliff in der drosselklappensteuerung und die elektronischen bauteile nicht der honda qualität entsprechen. Des weiteren ist die abstimmung der zündanlage bezüglich der zündkerze sowie die feineinstellung des vergasers zu bemängeln.
Angesprungen sind sie alle gut.
Also mein favorit wegen dem gewicht und nach meinem bedarf von ca. 300w ist der honda eu10i.
Leider war er das geliehene gerät und hat schon einige 100 stunden auf der uhr.
Somit werde ich im winter solange den kipor mitnehmen, bis er den geist aufgibt.
Er hatte die geringste laufzeit von einer stunde, fast neu.
Der eu20i ist perfekt, an ihm gibt’s nichts auszusetzen aber nur für ein ladegerät zu groß und zu schwer. Ideal für ein wohnmobil wo doch einiges an 230v geräten betrieben wird.
Er hat ca.20 stunden gelaufen und wird auch weiterhin im keller stehen und auf den stromausfall im haus warten.
Von 2006 (kge980tc) bis heute haben auch die chinesen dazugelernt und ich bin überzeugt das deren produkte alleine durch den preis weiterhin auf dem markt voranschreiten.
Wenn da nur nicht die e-teil versorgung und der service wären!
Anbei noch einige bilder.
NUN für alle Lesehungrigen, …die geschichte meines Kipor kge 980tc
Wie ihr oben schon gelesen habt hat der erst eine stunde gelaufen und ist fast neu, und ich bin der erstbesitzer!
2006 kaufte ich den kipor in england und freute mich wahnsinnig auf den ersten einsatz.
Also ausgepackt , öl und benzin rauf und los gings. ….aber nur eine halbe stunde und dann war er aus und ließ sich trotz guten zuredens nicht mehr in gang setzen.
Nun google ist dein helfer, fehlanzeige, google fand nichts. Händler in england angeschrieben….auch von dort kam nichts.
Die letzte rettung war ein deutscher händler, dort blitzte ich nach meiner anfrage ab, mit dem hinweis…diese geräte werden nicht in deutschland verkauft, und für fremdgekaufte geräte würde er keinen service bieten. Na ja , verständlich.
Was blieb mir übrig ..selbst ist der man. Das gerät zerlegt und alles durchgeprüft was erreichbar war. Nichts gefunden, war ja klar , keine unterlagen oder hinweise, dann ist man hilflos.
Nach einigen wochen sprachen mich meine kinder an und fragten wie lange die tausend einzelteile von einem kipor da unten im keller noch liegen sollen.
Blieb mir nichts weiter übrig, alle teile in plastiktüten verpacken und ab auf den boden.
Mein hintergedanke war, vielleicht kann ich die teile als ersatzteil irgendwann mal verkaufen.
Das dumme war nur das von diesen geräten in deutschland kaum welche verkauft wurden.
Der retter war felix52 mit seinem fme xg600 thread, weil dort auf das powerforum aus versmold verwiesen wurde. Dort beim lesen fiel mir auf das einige kge 2000 und 3500 besitzer das gleiche problem hatten
Aber so richtig wurde denen da auch nicht geholfen, es gab zwar hinweise auf den ölmangelschalter, wo der aber sitzt wurde nicht beantwortet. Das gab mir hoffnung.
Holte also meine kisten letzte woche vom boden und baute den moppel wieder zusammen. Dabei lernte ich das ding richtig kennen. 4 stunden, dann sah er wie neu aus, sprang aber immer noch nicht an.
der ölmangelschalter sollte ja irgendwo in der ölwanne sitzen, nur wie sollte man den überprüfen. Blieb mir nur die hoffnung das ich ein kabel nach dem anderen abtrenne, das der dann keine funktion mehr hat. Der erste stecker mit gelb/grünem und orange kabel war der richtige. Ein zug am seil und der moppel war sofort da.
Ok, damit kann ich leben, früher hat man das öl auch am meßstab kontroliert.
Somit kam ich zu einem alten/neuen moppel.
peter

