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Ein Wohnmobil musste her, aber wie...? 1, 2


Mupfl am 16 Dez 2014 23:52:15

Hallo Zusammen,

auch wir standen vor der Entscheidung, wie wir unsere weiteren Urlaube verbringen wollen. Als langjährige Camper mit einem für unsere Verhältnisse tollen Gespann (X-Trail und Fendt 470TFB) waren bzw. sind wir schon ein wenig verwöhnt. Da das Gespann aber mittlerweile 12 Jahre alt war und der Wagen immer kostenanfälliger wurde, standen wir vor der Entscheidung:

a - neues Zugfahrzeug kaufen und mit altem Wohnwagen weiterfahren oder aber
b - Gespann verkaufen und ein Womo (gebraucht bzw. aus Vermietung) zulegen und damit Urlaub machen.

Meiner Frau war das Drumherum des Wowa-Fahrens (aus der Halle holen, reinigen, packen, losfahren, Zeltaufbauen, usw...) zuviel und auch ich hatte keine rechte Freude mehr daran, zumal das Auto immer mehr Macken hatte und die Reise einem Glücksspiel glich.


Im April diesen Jahres kam Katja auf die Idee, in Bochum bei einem grossen Verleiher ein Womo für eine Woche zu mieten, um einfach mal zu schauen, wie wir (zwei Personen und ein grosser Hund) mit diesem Konzept zurecht kommen. Zur Vermietung stehen dort überwiegend Knaus-Womos jeglicher Ausstattung.
Wir hatten das Glück, ein nagelneues Mietmobil (grade mal 20 Km auf dem Tacho - Neuwert 62000 €) zu bekommen, wobei wir mit der Ausstattung Glück hatten. Es war ein Knaus Sky Ti 650 MG 2014 mit 130 PS (Ducato Multijet 130).
Da ich - was die Motoriesierung angeht - doch etwas skeptisch war, ob das Fahren damit Spass macht, konnte ich mich mit der Reiseroutenplanung durchsetzen ;D , was bedeutet: Ruhrgebiet via A44 zum Edersee, dann Kasseler Berge A7, Ellwanger Berge A7 ab zum Forggensee, von da zum Bodensee und dann die A5 und A45 durchs Sauerland wieder zurück. Das waren ca. 1600 Km und alle "grausamen" Autobahnpassagen, die wir sonst mit Gespann gefahren sind, damit wir einen Vergleich haben.

Ich muss sagen, dass ich schlichtweg begeistert war, wie flott das Womo doch fährt und welche Leistungsreserven es hat. bei einer Vmax. von 110 km/h hatten wir einen Verbrauch von gerade mal 10,5 Litern (gut, wir waren nicht sonderlich beladen), aber zu unserem Gespann (12 bis 15 Liter Diesel) war das ein Unterschied wie Tag und Nacht.
Permanent im 6. Gang mit Tempomat, das war seeeehr entspannend und ich sagte der Idee zu, dass wir unser Gespann verkaufen und dafür ein Womo zulegen.

Jetzt war nur die Frage, welches Budget steht zur Verfügung und wie alt wird das Teil sein. Da wir durch das Interieur des neuen Mobils so sehr begeistert waren, war klar, dass es ein relativ neues Modell (eben auch von Knaus) sein soll, wobei wir da noch dachten, dass ein aus der Vermietung kommendes Modell (6 bis 9 Monate in der Vermietung, dann Weiterverkauf) nicht schlecht sein kann. Preislich hätten wir uns da bei gut 42t - 45t € bewegt - bei einem Neuwert von über 60000 €.

Aber wie groß war die Ernüchterung, als wir uns dann ehemalige Mietmobile angesehen haben. Es ist kein Witz, wenn ich schreibe, dass unser Wowa dagegen mit seinen 12 Jahren besser aussah, als die dort angebotenen ehemaligen Mietmobile.
Eingerissener Markisenstoff, ausgeschlagene Scharniere, fehlende Schrauben, verkratzte Arbeitsplatten, versiffte Kühlschränke und noch vieles mehr mussten wir bei der Inaugenscheinnahme feststellen. Auf die Frage, wer denn die typischen Ausleiher sind, kam dann die Antwort: Junge Leute oder Familien, die es einfach mal ausprobieren wollen und dementsprechend unpfleglich damit umgehen. Was ich als besonders peinlich empfand war, dass diese offensichtlichen Mängel noch nicht einmal beseitigt wurden - und mal ehrlich: wer so mit der Innenausstattung umgeht, der wird den Motor warscheinlich auch treten ohne Rücksicht auf Verluste. Somit war das Thema Mietmobil erst mal auf Eis gelegt - zumindest in Bochum.

Zwischenzeitlich hatten wir mal immer wieder im Internet recherchiert, blieben aber an der Marke Knaus mit der Aufteilung wie im ausgeliehenen Wohnmobil hängen.
In der Nähe von Osnabrück fanden wir dann einen Händler, der gebrauchte, aus der Vermietung kommende und auch neue Mobile von Knaus und Morelo anbietet.
Aber auch dort wurde - zumindest nach unseren Maßstäben - nur "Schund" aus der Vermietung angeboten und auch dort wurde uns bestätigt, dass die Ausleiher nicht gerade pfleglich mit den Mobilen umgehen. Teilweise würden bei der Rückgabe noch nicht mal die Klos geleert sein - na Mahlzeit. Insofern war jetzt das Thema gebrauchtes Mietmobil "gestorben". Als wir enttäuscht noch einmal über das Gelände gingen, fiel uns dann aber ein nagelneues Womo auf, genau wie wir es ausgeleihen hatten und genau wie wir es haben wollten - ein Knaus Sky Ti 650 MG 2013 mit 130 PS (und Riesenkühlschrank) - und das zu einem Preis, wo man schon genau überlegen muss, ob man nicht doch zuschlägt.

Wieder zuhause angekommen, wurde gerechnet, hin- und herüberlegt, geschaut, was das Gespann wohl noch bringt und wieder überlegt.
Katja meinte dann: lass uns noch mal hinfahren und das durchrechnen lassen und siehe da, es passte - wenn auch hart an der Grenze.

Der Verkäufer war sehr entgegenkommend und hat uns für unser Gespann noch einen einigermassen akzeptablen Preis gemacht. Vielleicht hätten wir es privat gewinnbringender verkaufen können, aber es wäre vermutlich mit mehr "Reibung" vonstatten gegangen. Auch bei dem Kaufpreis für das neue Womo konnten wir eine Markise und diverse Kleinteile noch rausschlagen, sodass wir in den Kaufvertrag einwilligten.
Jetzt hies es allerdings erst mal wieder nach hause fahren und das Gespann holen, ausräumen, reinigen, abmelden, Kurzzeitkennzeichen besorgen, und und und...

Am 5. Juni war es dann soweit, dass wir unser letzte Wohnwagentour nach Osnabrück machten und dort das Gespann ablieferten.
Nach einer einstündigen Einweisung und dem sonstigen Verkaufsübergabeprozedere konnten wir dann unser neues Womo (mit gerade mal 5 Km auf dem Tacho - und leerem Tank :cry: ) entgegennehmen - und ich muss sagen, wir waren stolz wie Hulle. Allerdings war auch ein bischen Wehmut dabei, als das Womo so neben unserem alten Gespann stand und es dann entgültig Abschied nehmen hiess. Man hat halt doch tolle Zeiten in dem Wohnwagen erlebt......

Egal, jetzt ging es erst mal zur nächsten Tankstelle und volltanken. Schon ungewohnt, wenn auf der Tankuhr dann knapp 90 Liter stehen (der X-Trail hatte einen 60-Litertank). Naja, Katja musste bezahlen gehen :lach: , da wars dann egal.
Wir haben dann bis zum grossen Urlaub im August am Forggensee das Womo hergerichtet (Einbau Heckkamera, Navi, Funk, usw.) und zwischenzeitlich am Wochenende immer mal wieder drin übernachtet, damit sich auch unsere Hündin an das neue Zuhause gewöhnt.

Allerdings gilt auch hier: es ist nicht alles Gold, was glänzt.
Es gab auch einige Sachen, die mich total genervt haben an unserer Hummel.
Angefangen mit der Aufbautür, die man zuschlagen musste, um sie zuzukriegen. Das steht sogar so in der Anleitung. Das Resultat nach zwei Tagern war, dass das Türschloß verbogen war und die Tür nicht mehr von aussen zu öffnen war. Glücklicherweise konnte dieses Problem auf dem "kurzen Dienstweg" durch Eigenreparatur und Modifikation behoben werden. Auch wurde der Türschließbügel ein wenig verschoben, sodass die Tür jetzt butterweich ins Schloss fällt und trotzdem dicht ist. Kann ja nicht sein, dass ich nachts um 3 Uhr aufs Klo geh (aufn Campingplatz) und dann die Tür zuschlagen muss, sodass alle Camper im Umkreis von 10 Metern wachwerden.
Was ebenfalls ein konstruktiver Mangel ist, sind die Schubladenschliesser bzw. die Winkel, wo die Schliesser einrasten (keine Ahnung, wie man die nennt). Hier ist es uns passiert, dass in einer leichten Kurve die große Schublade aufgegangen ist fast ausgerissen ist, weil der Schliessmechanismus falsch bzw. unzureichend montiert war.
An unserem Hubtisch war die Tischplatte um 90 Grad falsch aufgeschraubt, sodass es nahezu unmöglich war, von der Fahrerkabine in den Wohnraumbereich zu gelangen.

Aber gut, das sind Sachen, die man in Eigenregie lösen kann.

Die Quintessenz aus meinem langen :blah: :blah: :blah: ist jedenfalls, dass ich niemandem empfehlen würde, ein Wohnmobil aus einer Vermietung heraus zu kaufen, da diese Mobile sehr unpfleglich behandelt wurden und man leider nicht weiss, welche versteckten Mängel sich dort gebildet haben.

Für uns heisst es jetzt noch, das Womo zu packen und dann zu wiegen, um nicht überladen zu sein. Zwar wurden wir in all den Jahren noch nie angehalten (trotzdem der Wowa wohl mächtig überladen war), aber wenn wir ins Ausland wollen, müssen wir ja auf sowas gefasst sein und ich denke, die ausländische Polizei ist da ein wenig strenger als wie hier in Deutschland.

beste
Marlin ;D

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kawaudi am 17 Dez 2014 00:00:35

:thema:

Das Entschlackungsverhalten der Mitglieder dieses Forum ist hier nicht das Thema !!!




Prima Geschichte...
Aber eines verstehe ich nicht? Wenn man nachts um 3 Uhr pinkeln muss, warum muss man dann raus und über den Platz gehen?
Hat der Knaus kein Klo? Oder ist das wieder so eine Grundsatzdiskussion ?

garagenspanner am 17 Dez 2014 00:19:17

Dank für die ausführliche Schilderung Eures Wohnmobilkaufs.
Ich habe den Titel in die Vergangenheitsform gesetzt , weil der Fall ja erledigt ist.


Jan

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thomas56 am 17 Dez 2014 00:23:19

kawaudi hat geschrieben:Oder ist das wieder so eine Grundsatzdiskussion ?

Nur der Unterschied von Campern zu Wohnmobilisten!

Pensionen/Hotels dulden keine Hunde mehr.
Ferienwohnungen schotten gegen Haustiere ab.
Campingplätze lehnen mehr und mehr ab!
Dann kauft man sich ein Wohnmobil............

Stephan2703 am 17 Dez 2014 08:37:11

Hallo,

die Gefühle bei der Kaufentscheidung hast du ganz gut rüber gebracht, ging uns so ähnlich. Wir haben auch einen Knaus gekauft, gerade letzte Woche erst. Im Nachhinein gehe ich davon aus, das unser Womo ein ehemaliges Vermietfahrzeug ist, denn es war die ersten 5 Jahre auf eine Fa. zugelassen die sich bei Internetrecherche als Womo Verleiher rausgestellt hat. Ich rede mir ein, das es als Vermietfahrzeug besonders gut gewartet worden ist. :mrgreen:
Die schlecht schließende Tür haben wir auch. Man muss sie aber nicht knallen sondern den Zugimpuls im richtigen Moment intensivieren um das untere Schloß richtig einschnappen zu lassen. Ob ich da noch was nachstelle entscheide ich im Sommer.
Viel Spaß mit Eurem Fahrzeug.

gtom am 17 Dez 2014 08:43:29

Schöner Bericht und glückwunsch dass ihr Euer Mobil gefunden habt...

Was den Weg dahin betrifft...

Es mag sein dass für EUCH (!) die Fahrzeuge aus der Vermietung nicht in Frage gekommen sind, dennoch gibt es für alles und jeden einen Markt und einen Preis...

Der persönlich empfundene Zustand - hier als "versifft" bezeichnet ist sehr dehnfähig und individuell... Ich habe selbst mit Immobilien zu tun, die Bandbreite dessen was die Leute unter "modern", "100% in Ordnung", "sehr sauber" usw verstehen ist enorm...

Andererseits hab ich auch schon "Messie" Häuser, völlig heruntergekommen wieder herrichten können sodass man nicht mehr auf den vorherigen Zustand schliessen kann...

Wie gesagt, ein "versifftes" Wohnmobil kann man auch reinigen, man kann auch ein Fahrzeug aus der Vermietung kaufen und man kann kleiner Mängel auch beheben...

Nimmt man nun dem Marktwert abzüglich der Kosten für die Reinigung,Instandsetzung und einem Risikoaufschlag für verdeckte Mängel oder übermäßige Beanspruchung kristallisiert sich ein Preis X herraus den man dafür bezahlen kann...

Wer das nicht will der sollte sich erst garnicht nach Gebrauchten umschauen...

Thomas

xbmcg am 17 Dez 2014 09:11:30

Der Pflegezustand der gebrauchten WoMos driftet schon stark auseinander, mag sein dass die Vermietmobile nicht mit Samthandschuhen
angefasst werden, es werden ja auch in der Saison Preise für das Mieten aufgerufen, da denkt der eine oder andere, er hat das Teil bezahlt.

Dazu kommt noch , dass die verwendeten Materialien und die Qualität beim Zusammenbau (oder sollte man Zusammenschießen sagen) immer
mehr zu "Billig" tendiert. Ihr habt ja ein nagel neues Mobil erstanden und habt mit den Schließern, Scharnieren und dem falsch montierten Tisch
Eure ersten Erfahrungen gemacht, ich bin mir sicher, es waren nicht die letzten Mängel / Ärgernisse, die Ihr finden werdet.

Wenn man ein Mobil in so einer Qualität mietet, dann hällt man sich an die Anleitung und drischt die Tür zu, statt sie zu reparieren, rammelt
gegen die Tischplatte und schimpft über die Schublade, die jedes mal auffliegt und irgendwann ausbricht. So sehen die Wohnmobile nach der
Vermietung dann auch aus. Ich habe mal mit einem Mieter gesprochen, er hatte auch ein neues Fahrzeug gemietet, bei dem ging kein Wasser /
Warmwasser, und natürlich all die anderen Möbelbau Mängel, Knarzen etc.

Es war das erste Mal, dass er WoMo fuhr (Hotelurlauber), und er wusste nicht, dass die Saugpumpe eben eine Weile laufen muss, bis der Boiler voll
ist. Er hatte einen versauten Urlaub. Die Womos werden ja kaum vernünftig übergeben (Betankt, Befüllt mit Wasser und Gas, Chemikalien für WC,
ordentliche Einweisung zur Technik und zu Ladungssicherung...) Viele sind einfach überfordert. Und die Kinder / Jugendliche achten auch nicht auf
das Mobiliar, wie es z.B. vielleicht ein erfahrenes älteres Paar tun würde.

Die Anmutung der verbauten Fronten und Beschläge geht eher in Richtung IKEA als Rolf Benz / Hülsta und die Jugend sieht in dem Zeug ein
Wegwerfartikel und kein 60.000€ Schrank, Mietmobile haben dazu noch die sparsamste Konfiguration, keine Extras - was diesen Eindruch verstärkt.

Dann kommen noch Raucher und Tierfreunde dazu, die das Teil mieten, es wird ein Betrag X für die Endreinigung aufgerufen... Die Mobile werden dann
eben so abgegeben, wie man ankommt, man zahlt den Aufschlag und hat dafür ein Tag Urlaub mehr gehabt. Dass die Verleihfirma keine ordentliche
Putzkolonne duanach durchschickt und an der Aufbereitung vor dem Verkauf spart, ist ein anderes Thema.

Mit Jungen Gebrauchten kann man mehr Glück haben, manche kaufen sich ein günstiges TI WoMo und stellen nach 1-2 Jahren fest, was sie alles
anders gewollt hätten, gewöhnen sich langsam an die Preise und machen dann ein Upgrade. Dann hat man schon mal eine kleine Chance ein Schnäppchen
mit wenig Kilometer und in recht gutem Zustand zu machen.


Trotzdem, Glückwunsch zum neuen Heim auf Rädern und allzeit Gute Fahrt!

Asterixwelt am 17 Dez 2014 09:38:20

Hallo willkommen im WOMO-Forum u. Glückwunsch zum neuen WOMO.
Wir haben ein WOMO aus der Vermietung gekauft und keine schlechten Erfahrungen gemacht. Es kommt wohl auf den Händler an.



Michael

Mupfl am 17 Dez 2014 09:40:42

Hallo Zusammen,

erst mal Danke für Euer Feedback :ja:

natürlich hat der Knaus auch ein Klo, sogar ein sogenanntes 3d-Bad. :lach: Wir waren jedoch die letzten Jahre immer mit Wowa unterwegs und haben dort das Klo nie benutzt. Einerseits hing es damit zusammen, dass wenns Vorzelt steht, man nicht gut an die Kassette kommt, andererseits ists auch mal angenehm, in der Nacht an die frische Luft zu kommen und die Sterne zu beobachten.
Bei unserer Hummel nutzen wir jetzt aber das Klo und ich bin begeistert, wie wenig geruchlich die ganze Sache auffällt. Nichts destotrotz soll die Tür ja leise schliessen, sodass ich niemandem mit dem Türgeknalle auf die Nerven gehe...

Was den Zustand der Mitmobile angeht, sollte ich vielleicht noch eines ergänzen:
Es ist natürlich klar, dass die Eindrücke immer subjektiv sind und jeder Mensch andere Maßstäbe hat - was ja auch nicht schlimm ist.
Allerdings sind wir ja nicht blauäugig und unwissend, sondern gut vorbereitet an dieses Abenteuer herangetreten, zumal es sich um eine Menge Geld handelt.

Wenn mir dann am Telefon versichert wird, dass die zum Verkauf stehenden Mitmobile gereinigt, technisch in einwandfreiem Zustand und tiptop in Schuss sind, dann erwarte ich schon, dass es dann bei der Besichtigung auch so ist - und das ist leider der Punkt, wo beide Händler kein gutes Ergebnis gebracht haben.
Wir haben in Osnabrück ein Womo für 43500 € kaufen wollen und durften es 2 Stunden lang unter die Lupe nehmen. Die Mängel, die wir nur im Innenraum gesehen haben, waren erheblich. Laut Aussage des Händlers war der Wagen tophergerichtet für den Verkauf, was man jedoch bei näherem Hinsehen nicht bestätigen konnte. Dass im Kühlschrank noch Essensreste an den Wänden hingen, wäre ja noch hinnehmbar gewesen, aber dass Plastikteile zerbrochen sind und einfach nicht repariert wurden, ist schlichtweg ein Witz. Wir haben bei dem Mobil eine Mängelliste angefertigt und alle Mängel fotografiert, weil wir dachten, man könne noch was am Preis machen.
Als meine Frau dann aber die zerschnittene Arbeitsplatte in der Küche gesehen hat, war Schluss mit Lustig. Mir hats gereicht, als ich gesehen hab, dass die eingerissene Markise mit Natopanzerband repariert war.

Wir haben dann noch bei weiteren auf dem Platz stehenden Gebrauchten geschaut und die sahen alle sehr abgenutz aus, obwohl sie nur für max. 9 Monate in der Vermietung waren. Uns ist klar, dass die beiden Händler nicht alle Vermietungen repräsentieren und ich will auch nicht pauschalisieren (obwohl ich es ja gemacht hab :oops: ), aber wenn ich durchs Internet gehe, finde ich überall die gleichen Konditionen und was ich halt als schlimm empfinde ist, wenn man beim Kauf die rosa Brille aufhat und erst hinterher entdeckt, was man für ein Überraschungsei bekommen hat.

Natürlich gibt es für alles und jeden einen Markt und Preis, aber es muss halt individuell passen und unsere Premisse war, dass wir das Womo die nächsten 20 Jahre haben werden, ohne dass wir uns im Nachhinein über irgendwas ärgern müssen. Insofern war unsere Entscheidung - hoffentlich - gut überlegt.


beste grüsse
Marlin ;D

P.S. Ich möchte hier Niemandem auf die Füße treten oder kritisieren :roll:
Letztendlich muss ja eh jeder selbst für sich entscheiden, was er macht ...

Mupfl am 17 Dez 2014 09:45:23

Hallo xbmcg,

Besser hätte man es nicht schreiben können.


beste grüsse
marlin ;D

Gast am 17 Dez 2014 09:49:53

Hallo Marlin,

Du hast Dich vollkommen richtig entschieden und brauchst Dich für Deine Erfahrungen auch nicht zu entschuldigen.
Fakt ist, wie überall und in jedem Beruf, es gibt immer solche und solche.
Gute Händler und miserebele Händler, gute Handwerker/Werkstätten und schlechte Handwerker/Werkstätten.
Der Kunde stimmt mit den Füßen ab und geht besser dahin und kauft besser da,
wo er ordentlich behandelt und beraten wird.
Ich hätte genauso gehandelt wie Du !

dieter2 am 17 Dez 2014 11:36:34

Mein Händler sagt genau das Gegenteil, die Leute haben alle Angst um die Kaution, deshalb gehen sie meist vorsichtig damit um.
Die Reinigung läßt schon mal zu wünschen übrig, aber kaputt ist selten was.

Dieter

rkopka am 17 Dez 2014 11:50:33

Ich sollte vorausschicken, daß ich ein Mietmobil (6 Monate-eine Saison) gekauft habe. Als ich es das zweite Mal angeschaut habe, sah es auch nicht so einladend aus. Es war gerade erst aus der Vermietung zurückgekommen, nicht gereinigt, was der Händler auch betont hat.

Mupfl hat geschrieben:Aber wie groß war die Ernüchterung, als wir uns dann ehemalige Mietmobile angesehen haben.

Aufgrund der Preis/Budgetsituation habe ich mir eigentlich nur solche angeschaut bei mehreren Händlern, hauptsächlich von 2-5 Jahren, auch wenn es dann ein jüngeres geworden ist. Alle(!) waren sauber. Mängel minimal. Bei zwei Womos gab es außen einen Blechschaden, wobei gesagt wurde, daß das vor dem Verkauf hergerichtet würde. Die Vermieter warten damit zu, wenn es nicht für die Fahrtüchtigkeit nötig ist, weil der nächste Mieter ja wieder das gleiche beschädigen könnte. Kann ich verstehen. Auch meines hatte dann Schäden an den Plastikverkleidungen, die getauscht wurden.
Meines hatte auch einen Schaden an der Arbeitsplatte(wurde getauscht) und an der Duschabtrennung (wurde getauscht). Solche Schäden sehe ich als unkritisch an, weil die Teile relativ einfach zu tauschen sind.

Junge Leute oder Familien, die es einfach mal ausprobieren wollen und dementsprechend unpfleglich damit umgehen. Was ich als besonders peinlich empfand war, dass diese offensichtlichen Mängel noch nicht einmal beseitigt wurden -

Kinder sind halt nicht so vorsichtig. Es gibt auch die gegenteilige Meinung. Wenn jemand eine Kaution hinterlegt hat, achtet er meist darauf, sie auch wiederzubekommen.

und mal ehrlich: wer so mit der Innenausstattung umgeht, der wird den Motor warscheinlich auch treten ohne Rücksicht auf Verluste.

Bei einem Turbo sollte man etwas aufpassen, aber den haben doch schon sehr viele PKW. Sollte also nicht viel anders sein. Daher die Frage: würde "Motor treten" dem Motor wirklich schaden ?

Angefangen mit der Aufbautür, die man zuschlagen musste, um sie zuzukriegen. Das steht sogar so in der Anleitung.

Ist auch ein Problem bei meinem Carado. Steht aber nicht in der Anleitung. Man muß halt stärker drücken oder ziehen, dann geht es auch ohne Schlagen.

Hier ist es uns passiert, dass in einer leichten Kurve die große Schublade aufgegangen ist fast ausgerissen ist, weil der Schliessmechanismus falsch bzw. unzureichend montiert war.

War der Mechanismus auch wirklich verriegelt ? Ist bei mir auch ein lästiger Vorfall, wenn ich den Riegel mal wieder vergessen habe und die Lade aufgeht beim Fahren.

Die Quintessenz aus meinem langen :blah: :blah: :blah: ist jedenfalls, dass ich niemandem empfehlen würde, ein Wohnmobil aus einer Vermietung heraus zu kaufen, da diese Mobile sehr unpfleglich behandelt wurden und man leider nicht weiss, welche versteckten Mängel sich dort gebildet haben.

Das weiß man auch bei gebrauchten privaten nicht. Und nicht jeder kann/will sich einen neuen leisten. Wenn du hier etwas liest, findest du eine Menge Äußerungen, wo Leute zufrieden sind mit ihren Ex-Mietwagen. Ich würde es jederzeit wieder so machen.

RK

dieterk am 17 Dez 2014 13:47:17

Hallo,
kann meinem Vorschreiber nur zustimmen.
Auch ich habe aus Vermietung gekauft. 4,5 Monate alt, 19000 Km auf der Uhr.
Zustand wie neu, weder Kratzer noch sonstwas, innendrin wie aus der Fabrik, noch nicht mal ein Fleckchen irgendwo. Bin sehr zufrieden. Wenn ich allerdings einen Wagen kaufe, der wie hier geschrieben wurde, 5 Jahre auf einen Vermieter zugelassen war.... :eek:
Die meisten Händer, die auch vermieten, lassen die Fahrzeuge im Frühjahr (April) zu und veräußern diese wieder Ende der Mietsaison (Sept-Okt).

Dieter

Julia10 am 17 Dez 2014 14:36:44

Die meisten Womohändler verkaufen ihre Mietfahrzeuge nach Saisonende selbst weiter.

Daher achten sie sehr genau darauf, wie ein Fahrzeug zurückkommt und repariert evt. Schäden (auch über die Mietkaution).

Daher ist immer Vorsicht geboten mit verallgemeinernden Äußerungen.

Aber Glückwunsch zum Neuen und viel Freude damit.

Julia

mantishrimp am 17 Dez 2014 15:33:25

Hallo,

danke Julia, ich hatte heute morgen schon etwas ähnliches geschrieben aber dann doch nicht gepostet...
Immer wieder schön wenn es hier heisst ich habe einen getroffen oder habe gehört.

Mupfl am 17 Dez 2014 18:01:05

Hallo Zusammen,

bevor ich mich hier im Forum angemeldet habe, hab ich schon einige Zeit diverse Beiträge gelesen. Und wie überall bzw. bei jedem Thema gibt es ja immer zwei Seiten.
Deswegen hab ich mich ja dann auch entschieden, der Gemeinde hier beizutreten und meine/unsere Erfahrung mit Euch bzw. den Leuten zu teilen, die jetzt gerade auf der Suche nach einem Womo sind.

Wir waren zugegebenermaßen bei der Suche bzw. Kauf ein wenig in Zeitdruck, weil wir unbedingt ein Womo haben und nicht noch ein Jahr warten wollten. Von der Mietung im April bis zum Sommerurlaub im August war ja nicht viel Zeit. Wir haben jeden Tag im WWW verbracht, um für uns das richtige Mobil zu finden. Aus der Erfahrung, die wir auf diversen Campingplätzen mit Urlaubern in Mitwohnwägen gemacht hatten, entschieden wir dann, dass es kein Mietmobil werden soll. Unser Budget widerum sagte etwas anderes, weswegen wir ja dann die beiden Händler aufsuchten.
Und um es noch einmal klarzustellen: beide begutachteten Reisemobile waren bereits seit der letzten Saison aus der Vermietung raus und standen als reisefertig (repariert, gereinigt und technisch inspiziert) zum Verkauf. Da hätte ich dann schon erwartet, dass das Teil wie geleckt ausschaut, zumal der Preis jeweils noch immer bei über 40t € lag.
Auch die anderen (es waren insgesamt über 40 Mobile, die wir uns angeschaut haben) Fahrzeuge sahen nicht sauberer aus.

Vielleicht hätten wir bei anderen Händlern ja bessere Erfahrung gemacht, jedoch hatten wir berufsbedingt die Zeit nicht, im Bundesgebiet herumzufahren und nach einem passenden Mietmobil in der ausgesuchten Konfiguration Ausschau zu halten. Zur Auswahl standen ja genügend Firmen, jedoch dann Hamburg, Berlin, Dresden, Bodensee, Regensburg, usw...
Wir hatten uns auch ein privates Mobil ausgeschaut, wurden jedoch stutzig, als der Besitzer meinte, er wäre mal mit Motorschaden in Tirol liegengeblieben, weil er Biodiesel getankt hätte.

Da wir in der Vergangenheit mit unserem X-Trail mächtig Probleme hatten (zweimal war die Railpumpe defekt, was sehr teuer war), wollte ich dann hinterher sowieso nur noch ein neueres Fahrzeug, am besten ein Neufahrzeug haben, wo ich genau die Historie kenne. Wir hatten ja dann auch das Glück, dass unsere Hummel zu einem sehr attraktiven Preis angeboten wurde, was vielleicht damit zusammenhängt, dass ja gerade der neue Ducatounterbau rausgekommen ist und die Modelle mit dem alten Chassis sehr günstig auf den Markt gebracht werden.

Letztendlich haben wir halt unsere Erfahrung gemacht und sind für uns übereingekommen, dass es der beste Weg war, auch wenn die monatliche Rate jetzt etwas höher ist.
Ich hab jedenfalls ein gutes Gefühl, wenn ich damit fahre und entsprechend gut wird das Teil auch behandelt (Warmlaufphase, Abkühlphase, Markendiesel, Zweitaktöl, keine übertriebene Drehzahl, Stellplatz in der Halle, etc.).

Insofern sollte unser Bericht keine Kritik an den Vermietfirmen sein, und wir wollten auch nicht die Mobilisten schmähen, die ein Mietmobil ihr Eigen nennen.
Es sollte lediglich mal die andere Seite der Medaille zeigen und eventuell neue Camper annimieren, genau hinzuschauen, was da angeboten wird, denn es geht ja doch um ne Menge Geld.

beste
Marlin ;D

mikeh am 17 Dez 2014 19:48:36

Hallo Marlin,

ich finde eure Geschichte auch sehr interessant.
Ich glaube, Ihr habt richtig entschieden und fahrt nun mit einem guten Gefühl eure Touren.
Gestutzt habe ich nur bei dem Zusatz "Zweitaktöl"!
Ich habe mit einem Meister bei FIAT-Professional gesprochen und er hat mir dringend abgeraten, 2-Takt Öl beizumischen, da
die Injektoren Schaden nehmen können. Bei älteren Fahrzeugen kein Problem, jedoch bei neueren Motoren ein echtes Problem!

Viel Spaß auf euren Touren!
Mike

Gast am 17 Dez 2014 21:08:42

Was ist das, Markendiesel?

Ratlos, Alf

Mupfl am 17 Dez 2014 21:27:17

Was ist das, Markendiesel?


damit meine ich hauptsächlich Aral Ultimate Diesel (jede dritte Füllung), ansonsten Diesel von Aral, Shell, BP, Esso.
Keinesfalls jedoch Diesel von freien Tankstellen.

beste
Marlin ;D

Mupfl am 17 Dez 2014 22:03:32

hallo mikeh,

das mit dem Beimischen von Zweitaktöl war ja hier im Forum auch schon mal in einem Thread thematisiert. Wir machen es, weil wir dadurch unsere Railpumpe vor Schaden bewahren wollen, da die Schmierwirkung des Diesels ja seit 2004 (ab da wurde FAME beigemischt und Schwefel entzogen) rapide abgenommen hat. Bei unserem X-Trail hatten wir deswegen 2 Railpumpenreparaturen, die richtig teuer waren. Im Internet bin ich dann auf den Thread bei motortalk (sternendoctor) gekommen und hab für mich entschieden, bei unseren Dieseln zu mischen. Und bei einem Verhältnis von 1:250 wird es den Injektoren wohl (hoffentlich) nicht schaden. Unser i30 läuft seit 39000 Km und unsere Hummel seit 2600 Km damit.

beste grüsse
Marlin ;D

olimoli am 18 Dez 2014 01:16:46

thomas56 hat geschrieben:Pensionen/Hotels dulden keine Hunde mehr.
Ferienwohnungen schotten gegen Haustiere ab.
Campingplätze lehnen mehr und mehr ab!
Dann kauft man sich ein Wohnmobil............



Ist auch mein Empfinden.
Hab nicht wirklich was gegen Hunde, aber kommt mir schon so vor :roll:

olimoli am 18 Dez 2014 01:42:18

Hi, kann leider nicht mehr editieren, daher neue Antwort.

Habe auch ein ehemaliges Vermietmobil, damals 9 Monate alt, 25000 auf der Uhr.
Schäden im Innenraum waren ne Schmarre in der Tischplatte, ein durchgenudelter Knauf vom Gasherd und ????? sonst nix :)
Außen hatte er nen Unfall mit Beschädigung der Schürze und des Fenders (Übergang Fahrerhaus-Aufbau) auf der Fahrerseite.
Preis war in Ordnung und für den Unfallschaden bekamen wir den Einbau der Satanlage und der Rückfahrkamera umsonst.
Das Fahrzeug war sauber, der Verkäufer (aus Gütersloh) war sehr zuvorkommend und nett.
Bringe mein Fahrzeug immer noch dahin ( Dichtigkeitsprüfung, Einbau Luftfederung, Solaranlage)
Wir hatten uns davor auch einige Womos angeschaut, aber dort hat das Bauchgefühl gestimmt.
Und darauf kommt es an, finde ich.

gtom am 18 Dez 2014 07:06:25

Was ich an dieser "Warnung" keine Fahrzeuge aus der Vermietung zu kaufen NICHT verstehe ist folgendes:

Bei uns ist es so dass wir unsere Fahrzeuge nicht finanzieren sondern immer Bar bezahlen...

Wenn ich nun den Etat X (Bsp. 40tsd €) zur Verfügung habe dann muss ich meine Wünsche in eine vernünftige Ordnung bringen...

Ich muss also Entscheiden WAS mir am wichtigsten ist und was nicht... Es fängt bei uns mit den Faktoren Preis, Baujahr, Kilometer und Größe an (wir haben eine Mindestgröße die wir brauchen) geht über die Zuladung, die Ausstattung bis letzendlich zur Optik

Je nach Gewichtung ist es oft so dass man eben nur Fahrzeuge bekommt die u.U in eine desolaten Zustand sind aber alle Kriterien in der o.g. Reihenfolge passen...

Eure finale Kaufentscheidung ist zudem nicht mehr die mit der ihr angetreten seid, nämlich "gebraucht" zu kaufen und ihr habt Euren Etat überschritten... (höhere Rate...)

Man muss also auch denjenigen die ihren Etat NICHT überschreiten wollen und können zugestehen ein Wohnmobil aus der Vermietung oder ein Unfallmobil, ein beschädigtes Mobil oder ein Fahrzeug in einem schlechten Zustand zu kaufen...

Und ich gehe davon aus dass der übliche Käufer durchaus in der Lage ist Mängel zu gewichten und zu bewerten, wenn eine zerschnittene Tischplatte und eine gerissene Markise dafür sorgen dass ein Fahrzeug 10tsd € unter dem Marktwert angeboten wird kann man damit in meinen Augen gut leben wenn der Rest soweit passt...

Thomas

Gast am 18 Dez 2014 08:00:22

damit meine ich hauptsächlich Aral Ultimate Diesel (jede dritte Füllung), ansonsten Diesel von Aral, Shell, BP, Esso.
Keinesfalls jedoch Diesel von freien Tankstellen.

beste
Marlin

------------------

Ultimate ist Synthetischer Diesel mit besseren Werten als Normdiesel. Und ohne verestertes Pflanzenöl.

ALLE anderen DIESEL nach Norm kommen in der jeweiligen Region aus dem gleichne Tanklager, Tank, Abfüllschlauch, laufen durch die gleiche Messuhr in den Tankwagen des Spediteur.

Es gibt an der Tanke keinen Unterschied in der Diesel-Qualität.

Wer sich von Ultimate etwas verspricht, muss den Tank vorher lehrfahren, sonst bringt es nichts.

:!:

Liebe , Alf

Gast am 18 Dez 2014 08:24:14

Nun,

ich kann jeden verstehen, der kein Mietmobil kaufen mag.
der Titel des Threads heißt ja: "Ein Wohnmobil muß her, aber wie.....?"
Und da ist der TE richtigerweise zu der Erkenntnis gekommen:
Auf keinen Fall ein Mietmobil, nachdem er einige Mietmobile besichtigt hatte.
Es sind ja nicht nur die diversen Beschädigungen, sichtbare und unsichtbare,
wie der TE richtigerweise bemerkt hat.
Viele Mieter, so wie auch in diesem Fall gehen mit einem Mietmobil nicht sehr pfleglich um,
beachten nicht, das die Fahrzeuge auch nach der Miete noch ein Leben haben werden.
Vor einiger Zeit hat schon einmal ein Kollege, der selber Reisemobile verkauft und vermietet,
hier beschrieben, wie manche Mieter damit umgehen.
Ein Reisemobiljahr in der Vermietung kann mehrere Jahre seines Lebens kosten/bedeuten.
Viele von uns, die sich einst ein neues Reisemobil zugelegt haben, haben es pfleglichst behandelt
um es möglichst lange sorglos nutzen zu können.
Einem Mieter ist es meistens egal, nach dem Motto: Aus den Augen, aus dem Sinn.
Dafür werden die Mietmobile ja auch entsprechend billiger angeboten und müssen
im Kaufvertrag auch immer ! als solche gekennzeichnet werden.
Warum wohl ?
Eben, der Käufer muß vor dem Kauf wissen, daß wenn er ein Mietmobil kauft, daß dann die Möglichkeit
sehr groß ist, das damit nicht sehr pfleglich umgegangen wurde und möglicherweise früher oder später
mehr oder weniger große Schäden zu erwarten sind.
Das kann zwar bei jedem Gebrauchtkauf auch passieren, aber die Wahrscheinlichkeit
ist eben drastisch geringer, s.o.
Deshalb hat der Gesetzgeber vorgeschrieben, das ein Mietmobil bei einem Verkauf auch
entsprechend gekennzeichnet werden muß, also die bisherige Vermietung im Angebot
erwähnt werden muß, ob auch im Kaufvertrag ist mir nicht bekannt, aber ich gehe mal davon aus.
Wenn ich also nur einen Betrag X ausgeben kann, kaufe ich mir lieber einen bestens verarbeiteten "Discounter"
aus sächsicher Produktion :ja: oder ein Vorjahresmodell als ein Mietmobil.
2 Fälle aus der Vergangenheit, die ich bei Mietmobilen gesehen habe, beides zufällig Freetec 598
also die gleichen, wie ich vorher einen hatte, beide neu:
Der eine stand in der Werkstatt des Vermieters, da hatte schon der erste Mieter den Alkoven abrasiert.
So ein Teil so sagte mir damals der Vermieter, kann er nie mehr verkaufen, selbst wenn es denn repariert würde,
denn die Wahrscheinlichkeit, das sich der ganze Aufbau auch nur ein wenig verschoben hat und es demnächst irgendwo
naß rein gehen wird, ist so groß, das er sich den Ärger mit einem möglichen Käufer nicht antun möchte,
was ich gut verstehen kann. Er hat ihn dann längere Zeit selber gefahren.
Der zweite Fall war ein Freetec 598, den ich vor Jahren am Kalterer See stehen sah.
Die völlig überforderte und völlig niedergeschlagene Mieterin, die vorher noch nie ein Reisemobil gesteuert hatte
wie sie mir berichtete, war an einem großen Begrenzungsstein hängen geblieben und
hatte dann bei der "Befreiungsaktion" beim hin und her rangieren in Höhe der HA
die Schürze sowie die rechte untere Hälfte fast bis zum Fenster abgerissen.
Auch hier ein riesiger Schaden, der sehr wahrscheinlich auch nach der Reparatur bald Probleme an allen möglichen
und unmöglichen Stellen gemacht haben wird, genauso wie bei dem oben erwähnten Alkovenschaden.
Fazit:
Das mag jeder halten wie er will,
ich würde niemals ein Mietmobil kaufen !

xbmcg am 18 Dez 2014 09:26:37

Also, um die Frage in der Überschrift vorab zu beantworten:
Ein Wohnmobil musste her, aber wie...?

Die häufigsten legalen Optionen sind:

- Kaufen
- Leasen
- Mieten

Und nun zu meinem Vorredner. Mietmobil ist ein Thema, Unfallfahrzeug ein anderes.

Wenn ein Fahrzeug als Mietmobil angeboten wird, heißt es nicht automatisch es ist ein "Unfall-Fahrzeug".
Unfall-Vorschäden müssen auch bei Mietmobilen gesondert angegeben werden und senken den Kaufpreis zusätzlich.

Letztlich muss der Käufer umfassend informiert werden und kann selbst eintscheiden, ob er kauft oder nicht -
es ist ein Angebot und Nachfrage Problem - Marktwirtschaft eben. Der Zustand wird eingepreist, manche
reparieren selbst oder nehmen die Kratzer in Kauf, andere können sich gar kein anderes Fahrzeug leisten.

Selbst Mobile mit einem zerstörten Aufbau finden noch einen Käufer, wenn der z.B. nur am Basisfahrzeug interessiert ist,
oder selbst ausbauen will.

Ich finde es gut, dass es einen so breiten Markt dafür gibt, wenn auch die Preise insgesamt in Europa eher überzogen sind für
das was da angeboten wird - im Vergleich zum US Markt.

Ich hatte neulich einen Bericht über einen Mittelständler gesehen, der Edelmobile aufbaut auf MAN Basis, mit Smart Garage quer
und Auszügen. Die Auszüge importiert er aus den Staaten, was ich noch nachvollziehen konnte. Aber auch das Mobiliar
innen lässt er in den USA nach Maß fertigen, weil es in D keinen gibt, der vernünftige Möbel auf Maß fertigt und wohl auch
das Material bei uns nicht (leicht) zu bekommen ist.

Wir sind schon so Billig- / Einheitsbrei- Discounterkauf konditioniert, dass es wohl keine Mittelständler mehr zu geben scheint, die
Individuallösungen für so eine Nische anbieten können. Möbel werden nur von Möbelhäusern aus Presspanwerken bezogen und
an den Mann gebracht und sehen in jeden Haushalt gleich aus.

Irgendwie fehlt die gesunde Mischung von Massenware und Handwerkskunst, und deshalb ist die Massenware auch überteuert.

Mupfl am 18 Dez 2014 14:43:20

hallo zusammen, hallo gtom,

Bei uns ist es so dass wir unsere Fahrzeuge nicht finanzieren sondern immer Bar bezahlen...


also wenn ich das geld bar auf dem konto hätte, dann würd ich warscheinlich auch anders an so ein projekt herantreten. ich bin aber der festen überzeugung, dass die wenigsten wohnmobilisten in der lage sind, mal eben 40t, 50t oder 60t€ bar auf den tisch zu blättern - wie es auch sei, wir können es nicht mehr, seitdem wir wohneigentum haben.

Ich muss also Entscheiden WAS mir am wichtigsten ist und was nicht... Es fängt bei uns mit den Faktoren Preis, Baujahr, Kilometer und Größe an (wir haben eine Mindestgröße die wir brauchen) geht über die Zuladung, die Ausstattung bis letzendlich zur Optik


Kurz und knapp: wir wollten ein mobil für die nächsten 20 jahre ohne überraschungen und ungeplante reparaturen (da hatten wir mit unserem x-trail die letzen jahre genug ärger und kosten mit).

als wir im april beim vermieter waren, haben wir nur auf unser wissen als wohnwagenfahrer verweisen können und uns in einem langen gespräch aufklären lassen, welche unterschiede ( TI, VI, Alkoven, Schiebetürwagen ala Pössl; 3,5 t und ab 3,5 t; versicherung, steuer, etc.) es bei den modellen gibt. zur auswahl standen knausmodelle und riesenmorelos (in reisebusgrösse). wir sind dann übereingekommen, es mit einem teilintegrierten zu probieren und besprachen dann das interieur. es sollte etwas mit einem grossen bett und einer heckgarage sein, weswegen wir dann an dem modell sky ti 650 mg hängen blieben. dieses modell haben wir uns dann mal angeschaut und waren sofort begeistert von der innenausstattung (und ich von den grossen rückleuchten). der vermieter in bochum war übrigens der einzige in der umgebung, der an ein ehepaar mit hund vermieten wollte (7 tage für 750 €; 1000 € kaution; 300 Km pro tag frei).
Als wir dann die woche mit dem mietmobil (wir waren die ersten mieter) hinter uns hatten, war klar, dass es genau dieses modell auch mit der motorisierung sein sollte (wobei wir da dachten, das teil hätte 150 ps).

jetz war nur noch die frage, ob von privat gebraucht, aus der vermietung gekauft oder irgendwie neu. aus vermietung schied später aus den genannten gründen aus, gebraucht gab es das in der konfiguration nicht und neu war nahezu unbezahlbar für uns, denn auch wenn der sky ti nur das einstiegsmodell von knaus ist, so sind 60.175 € als UVP des herstellers ein haufen geld.
wir haben dann aber das glück gehabt, dass wir vom händler ein nagelneues mobil aus 2013 bekommen haben, was "nur" 6t € über unserem geplanten budget lag und da wären wir schlecht beraten gewesen dort zuzuschlagen, zumal wir ja volle garantie und gewährleistung des händlers haben (und was meine frau freute: den grossen 190 liter kühlschrank - den gabs im mietmobil nicht).

ich bilde mir halt ein, dass ich dieses geld dann wieder bei reparaturen, die mich möglicherweise bei einem mietmobil ereilt hätten, einspare. letztendlich bin ich auch durchaus in der lage am aufbau einige sachen selber zu reparieren, aber ehrlich gesagt hab ich da im urlaub keine lust drauf. und wenn beim ducato was ist, kann ich nix machen, sondern muss in die werkstatt, was auch wieder teuer ist und für frust sorgt. von daher denken wir, dass unsere entscheidung für uns goldrichtig war.

wir haben dann, als das teil uns gehörte, eine probetour zum möhnesee gemacht und für uns notiert, was wir anders haben wollen bzw. was noch zu optimieren ist.
natürlich sind wir auch in das eine oder andere fettnäpfchen getreten (zuhause wassertank vollgemacht, aber winterentlüftungsventil nicht geschlossen und beim ankommen festgestellt, dass der tank fast leer ist). im grossen und ganzen sind wir jetzt aber vollauf zufrieden. einzig das wiegen der achsen im nächsten frühjahr wird noch mal spannend - da haben wir hier im forum ja auch schon so einige sachen gelesen :oops: .

beste grüsse
marlin ;D

silverdawn am 18 Dez 2014 15:11:52

Mupfl hat geschrieben:
(zuhause wassertank vollgemacht, aber winterentlüftungsventil nicht geschlossen und beim ankommen festgestellt, dass der tank fast leer ist).




Das war auch mein Anfängerfehler, beim kennenlernen auf dem ersten Stellplatz.
Ich hatte ein wenig an den Sicherungen rumgespielt und die Hauptsicherung aus und eingeschaltet, danach wunderte ich mich warum das Frischwasser abläuft. :)


Harald

Gast am 18 Dez 2014 15:12:24

Ich würde ebenfalls kein ehemaliges Mietmobil kaufen,nicht nur wegen der Spuren im Wohnaufbau sondern auch wegen des Umgangs mit der Basis.Ich habe es schon oft erlebtdas auf der AB Mietmobile an mir vorbeigenagelt sind als ob es kein morgen gäbe,Vollgas bis zum Abwinken und an der Tanke hat bestimmt keiner den Motor nachlaufen lassen um den Turbo runter zu kühlen oder zumindest von den Höchstdrehzahlen runter kommen zu lassen,der spätere Käufer bezahlt diese Fahrweise dann vielleicht mit einem frühen Laderschaden und der wird richtig teuer!Wenn ich dann noch sehe wie Passstrassen gefahren werden bis die Bremsen qualmen,nein danke.

Arno

rkopka am 18 Dez 2014 16:06:05

rosselarno hat geschrieben:Ich würde ebenfalls kein ehemaliges Mietmobil kaufen,nicht nur wegen der Spuren im Wohnaufbau sondern auch wegen des Umgangs mit der Basis.

Aber wie schon oben gesagt, gehen dann genausowenig private gebrauchte. Selbst wenn das Seniorenpaar seriös aussieht, könnte der Enkel ganz anders sein. Und für viele von uns ist ein neues einfach nicht drin und hält außerdem andere Probleme bereit.
Muß bei einem gebrauchten von privat eigentlich noch bekanntgegeben werden, daß das mal ein Mietwagen war ?

RK

Gast am 18 Dez 2014 19:18:30

Da würde ich alle mal das gebrauchte von Rentnern bevorzugen,die gehen in der Regel vorsichtig damit um,Bleifüße haben die meistens auch nicht und ob ein Enkel die Karre gefahren hat kann man erfragen.Ich habe meinen Bürstner vor 12 Jahren von einem Rentner (ehemaliger Fahrlehrer) gebraucht gekauft,fast keine Spuren der Nutzung,trocken,nie im Winter gelaufen,innen absulut sauber.Ich hatte bisher keine Reparaturen,das einzige größere war der Wechsel des Zahnriemens bei MW Motorentechnik und die Nachrüstung eines Ölkühlers.Ich habe vor den alten Dampfer noch viele Jahre zu fahren,auch eingedenk dessen was mir der Werkstattmeister meiner Stammwerkstatt mal gesagt hat: Behalt die alte Karre,da gibt es nur zwei Zustände,läuft oder läuft nicht,keine teuren Reparaturen an der Elektronik,die alte Karre hat so was nicht.

Arno

meikel01 am 18 Dez 2014 19:30:22

Hallo,
unser erstes Mobil war aus der Vermietung wie das 2. nun auch.
Keine Probleme bisher. Kommt aber sicher auch drauf an, was es für ein Vermieter ist.
Auch da gibt es Unterschiede............
Wie mehrfach beschrieben............ unser Bauchgefühl muss stimmen und dann gibt es zum Händler
vieleicht auch noch Infos (so oder so) im Netz.

gruß aus dem Norden.................

Michael

GePe126 am 18 Dez 2014 20:11:41

Hallo,
ich muß mich hier mal als Mieter outen. Wir behandeln Mietfahrzeuge so, als wären es unsere eigenen. Da werden die Garage und alle Schränke mit Gummimatten ausgelegt. Sogar die Duschtasse bleibt davon nicht verschont! Der Hund bekommt seinen Platz zugewiesen, welcher mit Decken ausgelegt wird. Ach ja, der Kühlschrank und die Arbeitsplatte dürfen sich auch über eine Belegung mit Gummimatten freuen. :wink:
Auch der Motor wird nicht zu stark belastet. Keine Autobahn. Egal wohin. Wir machen ja Urlaub. Ich fahre nun seit 27 Jahren PKW und LKW( bis 40 to). Noch nie hatte ich einen defekten Motor. Auch keinen Lader der den Geist aufgegeben hat. Mit dem Rangieren gab es auch noch keine Probleme.
Nächsten Mai mieten wir wieder ein Mobil. Wir haben eine Endreinigung mit bestellt. So wie ich meine Frau kenne, könnte es uns passieren das wir das Geld erstattet bekommen. Das ist uns beim Urlaub im Ferienhaus auch schon widerfahren.
Das es natürlich auch anders geht ist mir schon klar.

Aber wo kann man ein Mobil kaufen, mit dem man 20 Jahre keine Überraschungen oder unvorhersehbaren Reperaturen erlebt. Da will ich auch einmal kaufen.

Mfg
Thomas

Uwe_G am 19 Dez 2014 10:21:43

Hallo zusammen,
auch wir sind früher Mieter gewesen, aber nur aus einem Grund, nämlich zu erkunden was wir haben wollen, was wir brauchen und worauf wir verzichten können.

Haben uns dann für einen Adria Coral S670SL mit Längsbetten und einer für uns optimalen Ausstattung entschieden.
Ein weiterer Grund war die große Garage. Als wir das Fahrzeug bekamen war es drei Jahre alt und hatte 30t km gelaufen. Vielleicht hatten wir auch Glück mit unserem Verkäufer(Händler). Es gab auch ein paar Mängel, aber die wurden sofort nach dem Feststellen behoben.

Da ich selbst KFZler bin sage ich mal, dass Zweitaktöl nur einem nutzt ~dem Verkäufer. Es reicht völlig aus, das Fahrzeug nach einer Autobahnfahrt ein paar Min. im Leerlauf laufen zu lassen, um es herunterzukühlen.

Natürlich weiß man bei Mietmobilen nicht, wer alles vorher damit gefahren ist, und wenn man sich bei dem Fahrzeug nicht 100% sicher ist dann sucht man halt weiter. Händler gibt es genug.

Zu Mietfahrzeugen kann ich sagen, dass Sauberkeit ein sehr dehnbarer Begriff ist. Wir mußten auch schon bei ganz jungen Mobilen feststellen, dass überall noch unsere Vormieter zu sehen waren.

Zu Tieren im Mobil kann ich sagen, dass es schön gewesen wäre, hätte man wenigstens hinterher mal vernünftig ausgesaugt. Wir besitzen selbst einen großen Hund und ich möchte keinem Nachmieter zumuten, mit den Haaren meines Hundes in den Urlaub zu fahren.

bluecamper am 19 Dez 2014 20:18:21

Also ich verstehe garnicht, wie man ein Fahrzeug mit Tiernutzung vermieten kann.
Ich habe zwar nichts gegen Tiere, aber die Haare kriegste gar nicht mehr raus.

Für mich ein NoGo.

Markus

Gast am 19 Dez 2014 23:16:56

Hallo, Uwe

Was das Zweitaktöl betrifft muß ich Dir widersprechen.Die Motoren alter Wohnmobile sind nicht für den Betrieb mit Dieselkraftstoff der Bioanteil enthält ausgelegt,deshalb Zumischung von Zweitaktöl um die Dichtungen usw.zu schonen.

Arno

Uwe_G am 20 Dez 2014 10:01:30

Hallo Arno ,
wenn du das Gefühl hast, dass dein Fahrzeug mit 2T-Öl besser läuft dann mach das so weiter, "schaden" wird es auf gar keinen Fall.
Man sollte aber auf jeden Fall darauf achten, dass man sich genau an die Mengenangabe hält, da sonst das Fahrzeug stark Blau raucht (Blaudunst) und das ist nicht so gut für den Rußfilter. Das ist die Aussage meines früheren Werkstattmeisters.

Ich muss sagen, dass ich mich auch gerne berichtigen lasse, wenn es meinem Duc hilft.

Werde das dann auch mal beim nächsten Tanken ausprobieren.
Wenn ich Unterschiede (Laufruhe) feststelle, werde ich es hier posten.

Allerdings muss ich dazu bemerken, dass bei uns in der Firma Autos laufen (Audi, BMW) die haben 250t km gelaufen, und die haben noch nie so eine Behandlung erfahren und die laufen und laufen.

Gast am 20 Dez 2014 10:34:25

Hallo, Uwe
Mein alter Dampfer raucht nicht und auf Filter brauche ich keine Rücksicht nehmen,der hat keine.

Arno

Mupfl am 20 Dez 2014 13:10:07

hallo zusammen,

Aber wo kann man ein Mobil kaufen, mit dem man 20 Jahre keine Überraschungen oder unvorhersehbaren Reperaturen erlebt. Da will ich auch einmal kaufen.


es ist imho nicht die frage wo, sondern was ich kaufe. ich verspreche mir schon von dem neukauf, dass das Womo (es ist ja nagelneu) 20 jahre durchhält ohne große und ausserplanmäßige reparaturen. würde ich ein nicht neues kaufen, dann könnte ich glück, genauso aber auch pech haben. der unterschied ist halt nur, dass ich mit einem neuen mobil ein viel besseres gefühl hab, wenn ich unterwegs bin. letztendlich bin ich ja auch selbst verantwortlich dafür, wie ich damit umgehe.
was den aufbau und eventuelle reparaturen angeht, traue ich mir schon zu, das eine oder andere in eigenregie zu reparieren, wenn der bedarf besteht. gut, beim ducato kann ich es nicht, aber da hoffe ich einfach auf die qualität in der masse - fahren ja schliesslich genug von `rum und sofern ich irgendwelche kleinen mängel innerhalb der garantiezeit entdecke, dann werden sie eben von fiat behoben (wir hatten nach vier wochen das problem, dass kombianzeigegerät - tacho - die leuchten für airbag, tempomat und motorsteuerung glimmten und sobald ich den tempomat einschaltete das glimmen heller wurde. der wagen fuhr aber sonst ganz normal. der gerufene adac konnte im fehlerspeicher nichts finden, worauf wir dann zum fiat-professional gefahren sind. die diagnose war ein durchgebrannter widerstand in der platine, worauf das ganze kombiinstrument innerhalb von 30 minuten getauscht wurde - ein super service und freundlich obendrein).

Also ich verstehe garnicht, wie man ein Fahrzeug mit Tiernutzung vermieten kann.
Ich habe zwar nichts gegen Tiere, aber die Haare kriegste gar nicht mehr raus.

Für mich ein NoGo.

Zu Tieren im Mobil kann ich sagen, dass es schön gewesen wäre, hätte man wenigstens hinterher mal vernünftig ausgesaugt. Wir besitzen selbst einen großen Hund und ich möchte keinem Nachmieter zumuten, mit den Haaren meines Hundes in den Urlaub zu fahren.


sehe ich auch so. wir haben eine australian-shepherd-hündin, die seeehr viel fell hat und wir haben vor der abgabe des womos das komplette fahrzeug durchgesaugt, mit der fusselrolle bearbeitet, durchgewischt, und und und, damit blos niemand sagen kann, wir wären ussels :oops:
es ist aber immer wie so oft im leben eine frage der eigenen einstellung, wie ich mit meinem und vor allem mit dem eigentum anderer umgehe. einige wenige haben halt die LMAA-einstellung, die meisten sind aber so penibel und achten auf den werterhalt ihrer sachen. gibt ja auch hundebesitzer, die ihren hund überall hinkacken lassen mit dem hinweis, sie dürften es, weils sie ja hundesteuer zahlen - idioten halt.

vielleicht noch ein satz zum thema diesel und zweitaktöl.

bei uns im kreis RE hat es in der vergangenheit zwei fälle gegeben, wo an jeweils einer tankstelle mehrere autos motorschäden nach dem tanken hatten. in dem älteren der beiden fälle, war nach zeitungsberichten zufolge 60% wasser im dieseltank (und es waren um die 60 autos betroffen) und bei der anderen tanke wurde wohl supersprit in den dieseltank gefüllt.
die versicherung kommt für den schaden natürlich auf, aber die rennerei hat man trotzdem.
was den kraftstoff angeht, kommt der tatsächlich aus der gleichen raffinerie (ge-scholven), jedoch mischen die großen konzerne noch diverse additive mit teils reinigender wirkung bei (und auch die tanks an den tankstellen werden wohl öfter gereinigt als bei der freien um die ecke - das ist aber meine meinung).
mir geht es beim ultimate-diesel nicht darum, die angepriesenen 4% "mehrleistung" zu haben, sondern darum, dass der ultimate-diesel mir die railpumpe reinigt.
es gibt ja auch genug zeitgenossen, die normaldiesel tanken und immer mal wieder liqui-moly-additive in den tank kippen oder systemreiniger oder dergleichen.

durch die leidensgeschichte mit unserem ehemaligen x-trail weiss ich, dass der bioanteil im diesel dazu neigt, die saughubsteuerventile in der railpumpe zu verkleben, was dann zu einem ausfall der pumpe führen wird. wir haben dieses trauerspiel 2 mal mitgemacht und jeweils teuer dafür bezahlt. nissan hat uns nach der 2. pumpe mitgeteilt, dass es wohl für die alten commonraildieselpumpen (denso hp2 - der ixi war aus 2002) eine direktive direkt von nissan gibt, wonach man nach jeder 3. tankfüllung ultimate tanken soll, um die anhaftungen zu reingen. um den ganzen stress dann zu umgehen, haben wir nur noch ultimate getankt und danach keine probleme mehr gehabt.

durch diese ganzen erfahrungen ist es mir der mehraufwand wert, weil ich halt ein sicheres gefühl beim fahren haben will. dass soll aber jeder selbst für sich entscheiden, aber auch die entscheidung der andersdenkenden akzeptieren.

beste grüsse
marlin ;D

rkopka am 20 Dez 2014 14:52:15

Mupfl hat geschrieben:ich verspreche mir schon von dem neukauf, dass das womo (es ist ja nagelneu) 20 jahre durchhält ohne große und ausserplanmäßige reparaturen.

Man kann auch im Lotto gewinnen... Man muß sich halt überlegen, ob die Differenz zu einem Gebrauchten die (mögliche) Risikominderung wert ist.

würde ich ein nicht neues kaufen, dann könnte ich glück, genauso aber auch pech haben. der unterschied ist halt nur, dass ich mit einem neuen mobil ein viel besseres gefühl hab, wenn ich unterwegs bin.

Das Gefühl ist subjektiv. Wenn man aber so liest, was alles bei neuen nicht stimmt, dann lieber noch ein Mietwomo, wo schon einige gefahren sind und alle Neuwagenprobleme erledigt sind.

RK

Gast am 20 Dez 2014 14:55:43

Ich kann mir gar nicht vorstellen, mir ein Fahrzeug zu kaufen für 20 Jahre.

Mann will doch Veränderung im Leben.

Liebe , Alf

Mupfl am 20 Dez 2014 15:26:19

Ich kann mir gar nicht vorstellen, mir ein Fahrzeug zu kaufen für 20 Jahre.

Mann will doch Veränderung im Leben.


vielleicht ein wenig provokativ, aber:
ziehst du auch alle paar jahre in eine neue wohnung? auch das wäre ja veränderung :ja:

aber im ernst, wenn wir im jahr 5000 km fahren, dann ist das für uns viel. letztendlich sind wir beide berufstätig und davon abgesehen, wenn mir das womo so zusagt und ich im laufe der zeit alle macken raus hab, warum soll ich mir dann wieder ein neues zulegen, zumal ich das alte ja erst mal verkaufen muss.....

beste grüsse
marlin ;D

Mann am 20 Dez 2014 15:43:32

Ich kann mir gar nicht vorstellen, mir ein Fahrzeug zu kaufen für 20 Jahre.

Mann will doch Veränderung im Leben.
[/quote]

will ich nicht :)

rkopka am 20 Dez 2014 15:50:33

Mupfl hat geschrieben:...wenn mir das womo so zusagt und ich im laufe der zeit alle macken raus hab, warum soll ich mir dann wieder ein neues zulegen, zumal ich das alte ja erst mal verkaufen muss.....

20 Jahre fände ich auch etwas weit in die Zukunft gedacht. Trotzdem gibt es genug Gründe für ein neues:

- Das Fahrzeug wird unzuverlässig und die Reparaturen häufen sich. (War bei mir der Grund)
- Man darf auch mit Euro10 nicht mehr in die Innenstadt oder ist dorthin umgezogen, oder beim neuen Haus gehen nur noch 3m Höhe...
- Die Randbedingungen ändern sich (z.B. Kinder fahren (nicht mehr) mit, Hunde, Hobbies, Gesundheitszustand...).
- Man will in kältere Regionen/Zeiten und braucht nun einen Doppelboden
- Der Partner/Nachwuchs hat nur 3,5t FS und soll auch fahren dürfen.
- Man hat mehr oder weniger Geld und will entweder mehr Luxus oder kann das Geld besser brauchen (Hausbau).
---

RK

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