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Liebe Forumsmitglieder, eigentlich hatte ich mir mein erstes Posting anders vorgestellt, aber das ist jetzt wohl nicht mehr zu ändern. Erst einmal ein herzliches Hallo in die Runde. Ich bin der Mike, 52 Jahre alt, habe Frau, Sohn (10 Jahre) und Hund (Australian Shepherd), und weil wir wegen des Hundes kein Wohnmobil mieten konnten, haben wir letzte Woche unser erstes zum vermeintlichen Schnäppchenpreis gekauft, was sich nun nach nur drei Tagen zum mittleren Albtraum entwickelt. Es ist ein Chausson Welcome 5 auf Fiat Ducato Fahrgestell, mit 2.8 i.d.T.D. Motor. Einige Mängel in der Inneneinrichtung waren teilweise zu erkennen, aber ich dachte, man kann mit zwei geschickten Händen und gutem Werkzeug eine ganze Menge richten. Leider war dies das erste WoMo, das wir angesehen haben. Vom Verkäufer, der uns anscheinend nach Strich und Faden belogen hat, hieß es nur "da fehlt nur ein Schrank", inzwischen ging uns auf, dass da die Truma Heizung dringewesen wäre, die angeblich gerade eine frische Gasdichtigkeitsprüfung absolviert hat. Dann fiel uns auf, dass es komisch riecht, nachdem wir die Toilettenduftbehälter alle entsorgt hatten, die großzügig verteilt waren, und dass die Verkleidungen and Decke und Wand alle durchhängen oder sich wellen. Und inzwischen haben wir es fast komplett leergeräumt und schauen an mehreren Stellen auf das völlig verfaulte Fachwerk. Insbesondere den Alkoven hat es schwer getroffen, der ist an beiden Seiten undicht, innen ist alles verfault und schimmelig. Der Garagenboden ist ebenfalls verfault, die Elektrik - naja, sagen wir, fragwürdig, die Heizung fehlt ganz. Allerdings hat das Basisfahrzeug nur 104.000 km runter, wenig Rost, frischen TÜV und fährt prima. Ich bin jetzt etwas ratlos, was zu tun ist, das Geld abzuschreiben und das Auto irgendwie loszubringen, oder in den sauren Apfel zu beißen und die Ärmel hochzurollen. Dabei würden mir Tips helfen, wie man ein solches Mammutprojekt strukturiert und abarbeitet. Ich versuche mal, Bilder zu verlinken, weiß aber nicht, ob das klappt, bin ja noch neu hier. Schon jetzt danke für Euren Input. Übrigens, dass ich mich selten dämlich angestellt habe, weiß ich selbst, und glaubt mir, das ist nicht leicht zu ertragen. Meine Frau hat mir die Dummheit verziehen, also seid Ihr auch gnädig mit mir. Nach Abschluss des Projekts werde ich wohl mehr Bescheid wissen. Einstweilen viele Grüße, Mike Hast du Privat oder beim Händler gekauft? Wen beim Händler, würde ich in zurück bringen. LG Bernd Hallo Mike, willkommen im Forum. Das:
ist ja schon mal super! Zum Text:
Es stellt sich in erster Linie die Fragen, 1) war der Verkäufer ein Händler (Kauf von einem Händler) oder hast du von einer Privatperson gekauft (Kauf von privat). 2) wurdest du beim Kauf über den offensichtlichen Wasserschaden informiert und hast diesen in Kauf genommen? 3) hat der Verkäufer auf Nachfrage Wasserschäden verneint. Danach richten sich deine sämtliche nachfolgenden Maßnahmen. Vorerst keinesfalls am WoMo etwas machen/reparieren. Auch wenn es von privat ist, bestehen da Hoffnungen auf Rückgabe. Es sei denn, die Schäden wurden im Vertrag erwähnt. Mir fehlen die Worte ! Der Verkäufer (ob Privat od. Händler) hat dich reingelegt, und was genauso schlimm ist: Du hast dich selbst reingelegt ! Viel Erfolg (so oder so ) Tja, das mit der Rückgabe wird schwierig. Ist natürlich von privat. Wir haben ja jetzt fast die ganze Inneneinrichtung rausgenommen, die ist uns auch unter den Händen zerbröselt. Und im Vertrag steht "Verkauf wie besichtigt (auf Mängel beim Innenausbau wurde hingewiesen) unter Ausschluss jeglicher Gewährleistung." Kaufpreis war 8.300 Euro. Auf Nachfrage hat der Verkäufer mündlich erwähnt, dass das WoMo einen reparierten Wasserschaden am Alkoven gehabt hätte. Der hat uns von Anfang an die Hucke vollgelogen, in der Anzeige hat auch nichts gestimmt. Wir haben es auch nicht bei Tageslicht gesehen. Bis heute. Alles in allem haben wir uns selten dämlich angestellt, aber wir waren im Geiste wohl schon unterwegs nach Italien. ![]() Hallo Mike,
Da wird nicht nur eine evtl. Rückabwicklung schwierig, da wird das Ganze sehr schwierig. Hast du schon mit dem Verkäufer Kontakt aufgenommen und die Sache mit ihm besprochen (Rücktritt vom Vk/Kaufpreisminderung)?
Das Problem ist, dass im äußersten Fall (Rechtsstreit) nicht das zählt was du glaubst, sondern das, was du beweisen kannst Sorry Mike , aber rede mit dem Verkäufer und zeige ihm den Umfang der Sanierung !! Ansonsten würde ich mit ihm mal Tacheles reden ! Wie willst du dieses Feuchtbiotop den in den Griff bekommen ? Das ist ein Totalschaden und er hat dich bewusst betrogen . Manchmal hilft da auch ein Baseballschläger :mrgreen:
.... unfassbar :roll: :eek: Danke Dirk , das du eine mit Smiley versehene Metapher so bewertest und hier auf diese Art fishing for compliments betreibst . Davon bekommt ein betrogener Familienvater aber weder ein gutes Wohnmobil noch seine Kohle zurück . bitte bitte ... aber auch mit Smylie ist der von Dir als Metapher bezeichnete Totalausfall nicht anders zu bewerten. Hinterher dann noch die Kritik dran als "phishing for compliments" zu bezeichnen macht es auch nicht besser. Eine Entschuldigung wäre angebracht. Gruß Dirk Also zunächst vielen Dank für Eure Anteilnahme. Mit dem Verkäufer habe ich bereits Kontakt aufgenommen. Heute war ich allerdings emotional zu nahe an der Sache dran, um kühl mein Blatt zu spielen (und vielleicht auch ein wenig zu bluffen), über Konkretes reden wir morgen. Ich habe ihm schon gesagt, dass ich hier ein erhebliches finanzielles Zugeständnis erwarte. Mal sehen, was da rauskommt. Vor Gericht wird es schwierig, wobei meine Frau bei den wesentlichen Gesprächen zumindest dabei war und so manches mitgekriegt hat. Aber das kann sich hinziehen, und wenn man zu lange wartet und am Ende verliert, ist die Karre wirklich nur noch Schrott. Abgesehen davon bleibt mir nur die Flucht nach vorn, wenn ich die Kohle nicht völlg in den Wind schreiben will. Wenn mir die Sanierung gelingt, können wir es zumindest ein paar Jahre fahren. Ich habe mir überlegt, dass ich mich zunächst auf den Alkoven konzentriere. Also erst trocknen (schwierig bei der Jahreszeit und ohne Halle), dann oben abdichten, danach den ganzen Schmodder bis auf die Hülle raus, alles säubern und desinfizieren, neues Fachwerk anschäften und satt verkleben, die Zwischenräume mit - ja, mit was? Mit Styropor? - auffüllen, usw. Was kommt denn danach am besten auf das Fachwerk? Presspappe? Pappelsperrholz? Danach würde ich mich von vorne nach hinten und von oben nach unten durcharbeiten. Zum Schluss der Garagenboden. Die Inneneinrichtung baue ich selber, das ist das geringste Problem, und die Elektrik bekomme ich mit ein wenig Forumskollegenhilfe sicher auch in den Griff. Eine Heizung muss ich auch noch auftreiben, aber die Truma 3002 oder 3004 ist ja nicht gerade die blaue Mauritius, Irgendwann fliegt mir da sicher eine zu. Was mich ein wenig irritiert, sind die unterschiedlichen Aussagen zu den eingesetzten Materialien. Vielleicht hat ja jemand von Euch so etwas schon gemacht und kann mich aus der Ferne ein wenig coachen oder mir Tips geben. Insbesondere das Eindichten der oberen Kanten bereitet mir ein mulmiges Gefühl. Bereits jetzt vielen Dank für die moralische Unterstützung, die Ihr mir sicher zuteil werden lasst. Wir haben jetzt mal ein Ziel formuliert: Am 1. Juli 2018 fahren wir mit der Karre in den Urlaub. Und bis dahin schreibe ich auch fleißig, welche Fortschritte ich mache. Und wenn sich der eine oder andere Wasserschadenguru auf der Durchreise befindet, freue ich mich auf Besuch - Kaffee gibts auch ;-). Viele Grüße, Mike Ach ja, noch eins: Ich unterstelle mal, dass alle, die hier posten, nur helfen oder ihr Mitgefühl ausdrücken wollen. Auch wenn ein Baseballschläger keine Option ist, und ich auch leider gerade die Telefonnummer vom Russisch Inkasso verlegt habe: DirksBiMo hat seinen Tip ganz bestimmt nicht ernst gemeint. Und ein wenig lief es ja darauf raus. Ich habe durchblicken lassen, dass ich eine gute Rechtsschutzversicherung und nichts zu verlieren habe. Und dass es ja zumindest möglich wäre, dass er am Ende die Karre im derzeitigen Zustand zurückkriegt. Und dass es daher für ihn vielleicht besser wäre, mir was anzubieten. Dann ist zumindest finanziell noch etwas Luft. So, gehe jetzt schlafen. Morgen geht's weiter in der Höhle des Grauens...
.... ich habe keine Tipps gegeben ....und von Russisch Inkasso halte ich auch nicht sonderlich viel.
Aber ich sehe das du die Ernsthaftigkeit verstanden hast . :mrgreen: Wünsche dir viel Erfolg bei den Verhandlungen . Mein Beileid erst mal. Schon schlimm wie einige Leute andere abziehen. Aber was sollss, passiert ist passiert. Man(n) muss das einfach hinter sich bringen und nach vorne schauen. Also entweder das Geld abschreiben und die Kiste verkaufen, oder wieder aufbauen. Aber eines wuerde ich nicht machen, Stueck fuer Stueck aufbauen. Das dauert ewig und wird nie richtig ferting und wird auch mehr kosten. Einmal ran und zwar richtig! Sicher kann man das ganze in Abschnitte teilen damit man auch etwas Nutzen vom Fahrzeug hat. Aber es wird sicher einfachen und besser gehen wenn du ganze in passende Abschnitten ausfuehrst. Bisschen vorne, dann bisschen hinten, zwischen durch bisschen Elektrik wird meiner Meinung nach zu mehr Kopfweh fuehren. Merke: irgendwie geht immer alles! Manchmal muss man erst mal einen Schritt rueckwarts machen und sich das Problem in Ruhe anschauen bevor man Hals ueber Kopf loslegt. Hier im Forum habe ich schon einige erstaunliche Leistungen gesehen bei denen Leute mit etwas Einfallsreichtung grosses erreicht haben. Also Kopf hoch! Danke für den tröstenden Zuspruch. Mit "Stück für Stück" meinte ich in dem Fall abschnittsweise, damit mir der Alkoven nicht runterkracht, und damit die Psyche durchhält. Ja, alles in einem Aufwasch, aber portionsweise, damit man keine Restaurierungsdepression bekommt und das vormalige Objekt der Begierde bei Ebay landet. Allerdings brüte ich momentan tatsächlich über den weiteren Alternativen. Was bekommt man denn realistischerweise für so ein Fahrzeug? Ich habe nämlich keine Halle, in der ich basteln kann, und im Freien wird das schwierig. Die andere Alternative wäre, in Polen oder Ungarn eine Fachwerkstatt aufzutreiben, die lediglich (lol, das reicht ja schon) den Aufbau saniert. Um Inneneinrichtung und Technik würde ich mich dann hier kümmern. Auch eine Möglichkeit: Ich finde jemanden, der so etwas schon einmal gemacht hat und mir gegen Bezahlung hilft, erst einmal die Struktur und die Dichtigkeit im Alkoven wiederherzustellen, damit das Projekt erst einmal in Gang kommt. Ich wohne im Raum Limburg, vielleicht hat auch jemand Lust, vorbeizuschauen und mir vor Ort einen Rat zu geben. Schon jetzt danke an alle. Wirf das Ding weg oder verrkauf es an einen Bastler.Du hast einen Fehler gemacht,würdest aber nur gutes Geld dem Schlechten nachwerfen.Wenn das Teil so fertig ist,kann ich mir nicht vorstellen,dass Motor,Bremsen etc. in Ordnung und gepflegt sind. Und leih Dir erstmal Wohnmobile aus.Es gibt genügend Anbieter mit Hund. Erstmal willkommen im Forum und Kopf hoch, das wird schon irgendwie gehen... Meiner Meinung nach solltet ihr erstmal zur Ruhe kommen und euch gemeinsam die nächsten Schritte überlegen. D.h. das Fzg erstmal so wie es ist irgendwo trocken unterstellen. Dann überlegt ihr euch ob ihr den Rechtsweg beschreiten wollt oder nicht. Falls ja kann es durchaus gelingen einem privaten Verkäufer Arglist nachzuweisen. Ich war vor einigen Jahren auch mal Zeuge, da hatte ich ein beschädigtes WoMo an einen Privatmann für 3tsd€ verkauft, der hat die Schäden überarbeitet und das Womo kurz später für knappe 9tsd weiter verkauft. Der damalige Käufer hat meine Adresse herausbekommen und ich habe ihm den Kaufvertrag zur Verfügung gestellt. Somit war für das Gericht der Beweis erbracht dass der Verkäufer arglistig gehandelt hat. (Bei mir im KV stand "massiver Wasserschaden" drin und in der Verkaufsanzeige des Verkäufers stand "absolut trocken" drin !) Wenn diese Sachlage geklärt ist, und eine entsprechende Beweissicherung läuft dann könnt ihr weiter machen. Für den weiteren Aufbau kann ich euch nur eines mitgeben: Eure Kosten orientieren sich am verwendeten Material und den Kaufpreisen dazu. Wenn ihr euch etwas Zeit lässt und Lagerraum zur Verfügung habt dann spricht nichts dagegen das Baumaterial nach und nach anzuschaffen und zwischen zu lagern. Nach meiner Meinung ist es sehr teuer wenn man sein Material "just in Time" im Baumarkt kaufen muss weil man dann eben die Preise bezahlt die aufgerufen werden. Ich habe mir angewöhnt bei solch einem Projekt immer mal wieder z.b. bei Kleinanzeigen oder in der Bucht nach Material und Zubehör zu schauen. Wenn ihr dann alle Bauteile zusammen habt könnt ihr passend dazu bauen. Läuft das umgekehrt, d.h. ihr plant zuerst mit Bauteil X und Material Y dann seid ihr gezwungen genau dieses Bauteil und dieses Material zu verwenden was die Kosten in die Höhe treibt... Beispiel: Ich habe für ein früheres Projekt zuerst die kompletten Küchengeräte besorgt und zufälligerweise einen Thetford Triplex Herd mit Backofen für 300€ und den großen Dometic Kühlschrank für 350€ ersteigert (war alles Neu!) Dann erst habe ich die Küche passend zu den Geräten geplant und gebaut. Hätte ich die Küchenzeile zuerst gebaut dann hätte ich die Geräte besorgen müssen die genau in diese Küche passen. Die Chance genau den Kühlschrank X zu bekommen sind sehr gering und dann kommt man u.U auf die Idee den Kühlschrank zum Listenpreis bei einem der großen Händler zu bestellen war einen Preisunterschied von knapp 1tsd € ausmacht... Dann gibt es - relativ unbekannte - Möglichkeiten was die Anwendung von Klebstoffen betrifft. So ist z.b. der Knauf Brio Estrichkleber ein hervorragender Ersatz für die bekannten Caravankleber. Andere verwenden z.b. Sieb/Film Sperrholzplatten für den Bau dabei ist GFK tatsächlich viel günstiger und auch im Endeffekt besser in den Materialeigenschaften. lg Thomas Danke Thomas. Wir suchen auch schon nach einer Unterstellmöglichkeit, wo zumindest mal ein Dach drüber ist und wo man auch arbeiten kann. Dass in dem Teil keine Heizung mehr drin ist, erschwert die Sache zusätzlich. Danke auch für den Tip mit dem Kleber - damit klebt man die Fachwerkkonstruktion zusammen, oder? Was genau meinst Du mit dem Hinweis auf GfK? Kannst Du mir das bitte noch mal genauer erklären? Als Flugmodellbauer bin ch einigermaßen fit, was GfK- und CfK-Verarbeitung anlangt. Inzwischen gehen wir vom Schlimmsten aus. Die Dachverkleidung ist noch nicht unten, und die Küche ist auch noch nicht ausgebaut, aber dahinter sitzt wahrscheinlich ebenfalls die braune Pest. Zumindest wippt es so komisch, wenn man oben dagegen drückt, anscheinend häng die ganze Deckenkonstruktion leicht durch. Ein Wunder, dass die Markise nicht herausgebrochen ist, als wir sie ausgekurbelt haben. Alu-Lochfraß haben wir auch schon entdeckt, am Alkoven und hinter der Spüle. Ich nehme aber an, dass das eher eins von den kleineren Problemen ist. Säubern, anschleifen, entfetten und von innen 2-3 Lagen Glasgewebe mit Epoxidharz 24 Stunden, dann müsste das erledigt sein. Das Basisfahrzeug ist aber tatsächlich in Ordnung. Unten kaum Rost, zwei Besitzer (ich habe den originalen Kfz-Brief) bis 2013 (danach ist die Historie nicht mehr nachweisbar bis Mai 2017), 104.000 km, Zahnriemen bei 75.000 km gewechselt - allerdings war das schon 2009. Ich habe den Verdacht, dass da seit 2013 jemand drin gehaust hat, der keine Wohnung mehr hatte. Das würde auch die massiven Veränderungen im Innenraum und die hingepfuschten Reparaturversuche erklären, die wir so nach und nach entdecken. Falls wir die Reißleine ziehen sollten - und im Moment steht es 50/50, dass wir das tun, könntet Ihr mir eine Indikation geben, ob es überhaupt einen Markt für solche Fahrzeuge gibt und was man dafür aufrufen kann? Sind 2500 Euro realistisch, oder eher weniger? Ich weiß, das ist schwierig zu beurteilen, aber immerhin fährt das Ding ja, und für einen, der das schon ein paarmal gemacht hat und die Möglichkeiten dazu hat (zeitlich/räumlich/finanziell) ist das zumindest nicht unmöglich, wenn ich mir einige Berichte hier im Forum anschaue. Da würde ich versuchen einen Händler zu finden, der dir das Teil abkauft. Ich war mal in Köln bei einem großen Händler, genauer in Bad Honnef, da standen zig alte Möhren in der Ecke rum, teils ohne Fenster, teilweise innen ausgeräumt und ein Pärchen wollte unbedingt so ein Teil zur Eigenreparatur kaufen. Habe das Gespräch mitbekommen, wie sie versucht haben den Verkäufer zu überreden es ihnen zu überlassen, aber er meinte, dass die alle ins Ausland gehen. Daher denke ich, dass es dafür auch einen Markt geben muss, was die kosten weiß ich allerdings nicht. Nochmal ich - Meinst Du den hier? "Brio-Falzkleber Spezialkleber zur Falz-Verbindung von Brio-Elementen" Hallo Mike, du schriebst am 11.11., dass du mit dem Verkäufer am 12.11. im Detail sprechen wolltest. Was kam denn bei dieser Unterhaltung heraus? Das Problem ist: Wenn du vom Kaufvertrag des WoMo`s zurücktreten willst weil du glaubst betrogen/belogen worden zu sein und der Verkäufer (Vk) diesem Rücktritt nicht zustimmt, mußt du bei einem dann unausweichlichen Rechtsstreit beweisen, dass der Vk „arglistig getäuscht“ hat. (sh. auch Beitrag „gtom“). Wenn du entsprechende Indizien und eine gute Rechtschutzversicherung hast, die das Prozesskostenrisiko übernimmt, kannst du in diesem Fall getrost auf Rücknahme klagen. Liegen dir keine schlüssigen Indizien vor, ist der Ausgang dieses Rechtsstreits völlig offen, ich möchte sogar sagen, dass das Pendel auf Grund der Angaben im Kaufvertrag eher auf die Seite des Vk ausschlägt. Auch wenn die Ehefrau „bei den wesentlichen Gesprächen zumindest dabei war und so manches mitgekriegt hat“. Hier stellt sich dfie Frage, was ist: "so manches"! Ist es auch das Entscheidende?? Das Beste wäre natürlich, sich mit dem Verkäufer über einen Nachlass des Kaufpreises zu einigen und das WoMo entweder selbst zu reparieren oder zu verkaufen. Wenn es bei deinem Gespräch mit dem Verkäufer keine Einigung gibt und du eine Rechtschutzversicherung hast, würde ich dir raten: 1) Suche einen RA (mit Schwerpunkt Kaufrecht) auf und vereinbare eine (sogenannte) „Erstberatung“. Diese ist auf ca 250 Euro gedeckelt und wird normalerweise von der Rechtschutzversicherung bezahlt. (Kurz anrufen und nachfragen). Nimm sämtliche Unterlagen incl. Ehefrau mit, erkläre den SV und bitte um Einschätzung der Lage. Wenn der Ra keine oder wenig Chancen sieht, einen Rechtsstreit zu gewinnen, dann 2) bei handwerklicher Begabung kannst du das Womo sicher auch generalsanieren. Haben schon manche im Forum gemacht. Die Suche bringt hier Rat und Hilfe z.B.: --> Link 3) Wenn du dir das nicht zutraust, dann WoMo verkaufen. Es gibt auch für diese Gurken einen Markt. Der Verkauf geht allerdings selbstverständlich über den Preis. Aber was hat denn der Verkäufer bei euerem heutigen Gespräch gesagt? Hallo Kurt, Das Gespräch hat noch nicht stattgefunden. Der Verkäufer hat sich nicht gemeldet, und ich habe beschlossen, mich erst einmal gut vorzubereiten. Dazu gehört, dass ich morgen mit einem befreundeten Anwalt sprechen werde. Ich möchte hier nicht zu sehr ins Detail gehen, aber der Verkäufer hat in wesentlichen Punkten die Unwahrheit gesagt. Dazu kommt noch etwas: Sich Klarheit zu verschaffen hat ja etwas Reinigendes. Ich habe den Kaufpreis als Verlust emotional abgeschrieben. Das ist ärgerlich, weil es für mich doch viel Geld ist, aber es heißt auch, das jeder Euro, den ich ab jetzt reinhole, Gewinn ist. Wir haben hinter einem Paneel des Alkovens fingerdick weißen Schimmel gefunden. An anderen Stellen auch, aber nicht so reichlich. Da hätte mein Sohn drin geschlafen, und meine Frau hat allergisches Asthma und eine Schimmelpilzallergie. Da war die Entscheidung getroffen. Hier wird nichts mehr restauriert, um dem schlechten Geld noch gutes hinterherzuwerfen. Meine Rechtschutzversicherung kostet mich 150 Euro selbstbeteiligung, und ich bin mal gespannt, was der Richter sagt, wenn er die Bilder sieht und das entsprechende Gutachten liest. Ab heute bin ich auf dem Kriegspfad. Viele Grüße, Mike Das ist die richtige Entscheidung.Sieh zu das Du die Karre los wirst und per Gerichtsurteil möglichst viel von Deinem Geld wieder rein holen kannst. Gruß Bernd Dem ist nichts hinzuzufügen!!!!! Kurze Frage: Kann jemand einen Anwalt im Raum Frankfurt/M. empfehlen, der sich mit solchen Fällen auskennt und schon erfolgreich durchgekämpft hat? Mein Schulfreund sitzt leider in München, der wird mir zwar sicherlich erst einmal Rat geben, aber ansonsten ist er wohl zu weit weg. Danke und Grüße, Mike Vielleicht RA Dähn aus Bad Hersfeld? Auf alle Fälle viel Erfolg. Michi
ich denke die Entfernung ist heute nicht mehr das Problem, läuft eh alles übers Netz und Telefon, Bilde, Formulare usw. Unsere Anwältin fürs berufliche sitzt in Würzburg, ich in DD, klappt alles wunderbar, einzig wenn es zum Gerichtstermin kommt muss ich die Zugfahrt bezahlen, das übernimmt auch keine Rechtsschutz, und die Dame fährt 1. Klasse. :D
Hallo Mike, gut, du hast dich entschieden. Der von User „tennismichi“ genannte Anwalt ist für dein Anliegen allererste Adresse. Ich wünsche dir viel Erfolg und hoffe, dass du uns in der Sache auf dem Laufenden hältst. Danke für den guten Tipp und die Bestätigung. Herr Dähn hat schon geantwortet, es sieht gar nicht so schlecht aus. Ich habe bisher einen sehr guten Eindruck. Selbstverständlich halte ich Euch auf dem Laufenden. Anscheinend passiert das öfter beim WoMo-Kauf, da ist es doch wichtig, dass die Geschädigten sehen, dass man sich nicht alles bieten lassen muss. Ist auch wichtig, dass man aus der Opferrolle raus und ins Handeln kommt. Meine Daumen sind für einen positiven Ausgang für euch ganz fest gedrückt. :ja: Ich drück auch die Daumen. „Zum Teufel mit den Torpedos, volle Kraft voraus!“ (David Glasgow Farragut) bis denn, Uwe
Hallo Mike, dann wünsche ich viel Erfolg. Du bist in den besten Händen. (Vor Gericht und auf hoher See ist man in Gottes Hand). Hallo Mike, wie stellt sich den der Verkäufer die Lösung vor wenn Du mit dem Anwalt drohst? was hat der Verkäufer denn falsch gemacht, dass ihr alle nach Anwälten schreit....die sich so oder so die Hände reiben? Da bietet einer ein nach Moder stinkendes Womo zum Preis eines besseren Fahrrades an und der absolute Laie denkt er kann alles an Schnäppchen ohne Fachhilfe auch alleine kaufen und verteufelt nachher die Welt. Kenne den Vertragsinhalt nicht, aber wenn ich Verkäufer wäre würde ich das Ding durchziehen.....und auch gewinnen! Frage mich manchmal wirklich, ob es gut ist, dass jeder Verträge unterschreiben darf?
Gut das du sofort gehandelt hast und nicht erst noch mehr Zeit ins Land ziehen lässt ! Ich hoffe für dich das du gut aus der Geschichte rauskommst und dein Geld zurück bekommst. Noch wichtiger ist das solche Leute einfach nicht damit durchkommen ! :evil: Und vielleicht meldest du dich ja nochmal wenn die Sache durch ist.
Die Preise sind zwar im Moment sehr hoch aber für 8 tsd. € bekommt man auch heute immer noch ganz regulär (nicht als Schnäppchen) ein zwar sehr altes aber technisch gutes und trockenes Womo. Wenn das Womo max. 4 tsd. € gekostet hätte würde ich Dir vielleicht noch zustimmen können. Außerdem kommt es ja unabhängig vom Preis auch darauf an, was der Verkäufer als Eigenschaften zugesichert hat. Wenn er ein Womo z.B. als absolut trocken deklariert und es sich dann als eine Torfbude herausstellt ist es eben auch dann ein Rückabwicklungsgrund wenn der Kaufpreis unter Berücksichtigung der Mängel eigentlich noch angemessen war.
Genau weil Du genausowenig wie ich den Vertragsinhalt kennst und beim Verkauf auch nicht dabei warst kannst Du Dir doch auch genausowenig wie ich ein Urteil erlauben. Vielleicht hast Du recht aber vielleicht ist der Verkäufer auch ein ganz arglistiger Kerl. Das wird hoffentlich ein Gericht klären können. Gruß Stefan Das Schlimmste ist der Schimmel, der sich komischerweise überall hinter dem frisch eingeklebten blauen Teppichboden versteckt hatte. Die Toilettenduftfläschchen, die wir überall versteckt fanden, zeugen auch nicht gerade von Arglosigkeit auf Seiten des Verkäufers. Das Ding als 2.8 JTC mit ABS, ESP, gelber Plakette UND Standheizung zu inserieren (nichts von alledem vorhanden), ist auch nicht die feine englische Art. Leute, wenn ich mich schon besch...en lasse, dann aber richtig. Und die sichtbaren Mängel bei der Inneneinrichtung waren meiner Meinung nach ausreichend, um den Preisabschlag zu rechtfertigen, da muss man nicht drauf kommen, dass das völlig verfault ist. Aber wenn mir das Teil jemand für 4000 Euro abkaufen möchte, nur zu. Ich bin absolut gesprächsbereit. Im Ernst, ich habe keine Ahnung, was das WoMo im derzeitigen Zustand noch wert ist. Eine grobe Hausnummer würde mir helfen. Danke und Grüße, Mike Also es ist ja ein Ducato 230 mit dem 2,8 er Motor mit 122 PS (absolut unverwüstlich) und er ist technisch und rostmäßig wie Du beschrieben hast in einem guten Zustand. Wenn die Alu-bzw. GfK- Außenhaut auch noch in Ordnung ist (kein Alufrass bzw. Risse) wirst Du auf jeden Fall irgendwas zwischen 4 und 8 tsd. € bekommen. Für einen handwerklich Begabten mit wenig Geld aber dafür umso mehr Zeit ist sowas doch genau das Richtige. Denn die Materialkosten sind überschaubar aber der der Zeitaufwand ist halt enorm. Für so jemanden wäre ein solcher Welcome 5 auf Ducato 230 (!) für 4 tsd.€ doch ein absolutes Schnäppchen! Gruß Stefan Echter Mist, für alle Beteiligte. Gut, die Anwälte freuen sich zumindest. Das ist echt sch... gelaufen. Es tut mir echt leid für Euch. Vor allem das ihr das nicht mit dem Verkäufer ohne Rechtsanwälte lösen konntet. Bin kein Anwalt, aber das läuft vermutlich auf einen Vergleich heraus. Der Verkäufer wird sicherlich darauf pochen, dass er Dir das Fahrzeug guten Gewissens mit den genannten Schäden verkauft hat. Er würde den Wagen auch zurücknehmen, da er nichts von den Schäden geahnt hat, aber nicht in dem Zustand, sondern so, wie er beim Verkauf war. Ich frage mich gerade: Wie soll der Richter hier ein faires Urteil fällen. Der eine sichert Eigenschaften zu welche wohl so nicht vorhanden waren. Der andere zerlegt das Mobil. Wobei dann der Verkäufer wiederum sagen kann, das war doch alles vorher drin. Ich glaube da kann nur noch Mist herauskommen. Imho hättest Du den Vertrag, vor Deinen "umfangreichen" Reparaturversuchen anfechten müssen. Aber so wie es ausschaut ist das Kind in den Brunnen gefallen. Und ich weiß, danach ist das immer leicht zu sagen. Jeder macht mal Fehler, aber dann muss man diese sich auch eingestehen. Konsequent wäre es in meinen Augen gewesen, wenn Du das Ding schon anfängst zu zerlegen es auch durchzuziehen, um dem ganzen etwas Gutes abzugewinnen. Es kann ja auch Spaß machen ein Mobil mit guter Basis aufzubauen. Der Wertverlust würde sich in Grenzen halten und Du könntest es evtl noch einige Jahre fahren. (Positive Sichtweise). In der jetzigen Situation wird das wohl ein länger angelegter Prozeß mit Gutachtern... Ich glaube hier können alle nur verlieren. Ist aber nur meine Meinung. Wünche Euch aber wirklich viel Erfolg und hoffe das alles fair abläuft.
echt .....???? Wo .... ? :lol: |
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