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LiFePo, so viele Infos, trotzdem kein Ergebnis für mich 1, 2, 3, 4, 5


mauimeyer am 27 Sep 2020 16:45:42

Hallo alle zusammen ,
schlagt mich bitte nicht. Zu dem Thema gibt es so verdammt viele Infos, trotzdem verstehe ich nicht was geht, was nicht geht, was es kosten darf oder muss und worauf man denn nun wirklich achten muss. Man ist komplett erschlagen, wenn man mal anfängt sich da rein zu lesen. Und man bekommt so viele unterschiedliche Infos, dass man selbst als technikbegeisteter die Hände über dem Kopf zusammenschlägt und einfach eine neue Gel-Batterie kauft, nur um nicht einen Gehirnplatzer zu erleiden.
Trotzdem oder gerade deshalb hoffe ich hier bei Euch noch ein paar Infos abgreifen zu können und ggf. das ganze etwas übersichtlicher zu gestalten.

Aber fangen wir mal vorn an.
In meinem Concorde auf Iveco IV (177PS), aus dem Jahr 2008, versieht momentan ein 140AH Gel-Akku seinen Dienst. Sprich mit einem 150AH LiFePo-System hätte ich schon doppelt so viel zur Verfügung wie jetzt.
Wie alt mein jetziger Akku ist, kann ich nicht sagen. Auch fehlt mir jegliche Info zur Solarleistung. Was ich aber sagen kann, es funktioniert (noch).

Wir betreiben daran folgende größeren Verbraucher:
- Integrierter InterVac-Staubsauger (keine Ahnung was der zieht) - einmal am Tag über Wechselrichter
- Wasserkocher mit 900 Watt - mehrfach am Tag über Wechselrichter
- Hubstützen - einmal am Tag
- nicht so häufig werden 2 Pedelecs geladen über Wechselrichter
- Ansonsten, LED-Beleuchtung, TV, Radio, Handys, Notebooks, Ipads, Digicam laden und was sonst so im Normalbetrieb gebraucht wird ( mehr fällt mir allerdings gerade nicht ein)

Verbaut sind:
Solarregler MT-300S (Büttner)
Ctek M300 Ladegerät
Waeco Wechselrichter 1500 Watt

Lithium-Einstellungsmöglichkeiten haben die Geräte nicht.

Meistens sind wir am WE in Dänemark unterwegs, heisst wir fahren pro Tag ca. 40km (20 morgens, 20 Abends)
Im Normalfall schafft mein Gel-Akku das alles auch ohne Probleme, sofern wir einigermaßen gutes Wetter haben. Langsam wird es aber Zeit diesen mal auszutauschen, denn wir merken, dass die Leistung nachläßt.

Was also tun? Neue Gel-Batterie (ACCURAT 300Ah für knapp 500 Euro oder doch Life(Y)Po für deutlich mehr. Gewicht ist natürlich immer ein Thema, aber nicht zu jedem Preis.

Problem hier sind also die Investitionskosten. Klar, selber bauen ist günstiger aber es gibt gute fertige Batterien. Die Lebensdauer ist viel höher, und geschickt angestellt, kann ich den neuen Stromspender in ein eventuelles nächstes Womo mitnehmen (in ein paar Jahren). Soweit so gut, das ist mir alles klar, es benötigt keine Wirtschaftlichkeitsberechnung, über die Dauer schneidet das neue System deutlich besser ab.

Aber was ist mit dem drum herum?

Zum einen:
Schaut man bei div. Verkäufern muss man nur die Akkus austauschen, die alte Ladetechnik kann weiter genutzt werden ohne den Akku zu beschädigen. Klar, neue Lade-Technik ist besser, aber nicht notwendig, so lese ich es! Aber dann lese ich hier, dass viele dann doch komplett neue Ladetechnik verbauen, u.a. mit Booster usw.

Desweiteren:
Einige User bauen sich die Akkus selber, besorgen sich eine Menge bei AliEpress zu anscheinend super Preisen, und die Systeme laufen einwandfrei.

Viele Infos, viele Fragen und sicherlich ist alles bereits beantwortet, nur einen echten Überblick darüber gibt es nicht oder ich habe ihn nicht gefunden.

Was muss ich denn nun „wirklich“ min. machen / investieren um ein funktionables und natürlich sicheres System auf LiFePo-Basis zu bekommen?

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sch8mid am 27 Sep 2020 17:59:20

Vielleicht nutzt du die Möglichkeit , wie viele es getan haben , sich mal hinzusetzen und in Ruhe sich hier durch Lesen zu informieren.

Wuidsau am 27 Sep 2020 17:59:56

Als erstes brauchst Du einen Batteriecomputer, bspw. Victron BMV 712 oder andere genau anzeigende Geräte. Hier gibt es verschiedene Lösungen hinsichtlich Sensorik, Shunt oder Magnetfeldsensor.

Somit erhältst Du endlich einen Überblick über deinen Stromhaushalt.
MfG Charly

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mauimeyer am 27 Sep 2020 18:07:02

sch8mid hat geschrieben:Vielleicht nutzt du die Möglichkeit , wie viele es getan haben , sich mal hinzusetzen und in Ruhe sich hier durch Lesen zu informieren.


Ja, vielen Dank für diesen sachlichen Hinweis.

Du kennst mich nicht, oder? Weil, wenn Du mich kennen würdest, wie jede Menge andere Leute hier, mit denen ich seit 2003 zu tun hatte, hättest Du mir den Tipp nicht gegeben. Genau das sind aber die Antworten, die ich in letzter Zeit öfter lese und die so viele davon abhalten überhaupt Fragen zu stellen.

mauimeyer am 27 Sep 2020 18:09:41

Wuidsau hat geschrieben:Als erstes brauchst Du einen Batteriecomputer, bspw. Victron BMV 712 oder andere genau anzeigende Geräte. Hier gibt es verschiedene Lösungen hinsichtlich Sensorik, Shunt oder Magnetfeldsensor.

Somit erhältst Du endlich einen Überblick über deinen Stromhaushalt.
MfG Charly


Genau das ist so ein Punkt. Mit dem was ich jetzt habe, sprich 140 Ah komme ich grundsätzlich zurecht. Warum muss ich also genau wissen, wie mein Stromhaushalt aussieht?

Lancelot am 27 Sep 2020 18:27:27

mauimeyer hat geschrieben: Was muss ich denn nun „wirklich“ min. machen / investieren um ein funktionables und natürlich sicheres System auf LiFePo-Basis zu bekommen?

Sehr gute Frage - setze Lesenzeichen !

Mir geht´s genauso. Unsere 2 x 230 GEL-Ah sind (bisher) voll ausreichend, aber sind jetzt > 6 Jahre alt.
Also werden wir in 1 oder 2 oder 3 Jahren da was tauschen müssen.
Was und wie ... muß ich bis dahin entscheiden.

Energiemacher am 27 Sep 2020 18:38:13

Ich kann dich beruhigen, du bist nicht allein! :-)

Ich mache mir aktuell auch so meine Gedanken darüber meine 2x80Ah Gel für die nächste Saison auszutauschen.
Nicht unbedingt weil die Batterie schwächeln, sondern weil mich das Thema Lithium absolut anspricht.

Ja, hier einlesen ist echt teilweise schwer.
Es gibt die Vertreter.....es muss mind. 2000EUR kosten, sonst taugt es nix und dann gibt es User die "beweisen" das es auch deutlich günstiger geht.

Aktuell tendiere ich zu der Variante: Aliexpress und Selbstbau.

Mal schauen ob dieser Thread mich in eine andere Richtung bringt.

Jedenfalls bin ich aktuell nicht bereit die (sicherlich berechtigten) hohen Winston-Preise zu zahlen.
Dann riskiere ich lieber ca. 300-350EUR für einen 100Ah Selbstbau und bin deutlich flexibler.....wer weiß was in ein paar Jahren ist!?

Grüße

Gast am 27 Sep 2020 18:40:54

mauimeyer hat geschrieben:
Lithium-Einstellungsmöglichkeiten haben die Geräte nicht.

Einige User bauen sich die Akkus selber, besorgen sich eine Menge bei AliEpress zu anscheinend super Preisen, und die Systeme laufen einwandfrei.

Was muss ich denn nun „wirklich“ min. machen / investieren um ein funktionables und natürlich sicheres System auf LiFePo-Basis zu bekommen?


Auf alle Fälle musst du dir keinen großen Kopf machen, du brauchst keinen Batterie-Computer und du brauchst keine neue, teure Spezialtechnik. Kauf dir eine "Fertig-Batterie" (mit internem BMS) in angenehmer Größe und setz die an die Stelle der Gel-Batterie. Ich würde dir 200 Ah empfehlen, achte auf einen zulässigen Entladestrom von bis zu 150 A (dein Wechselrichter) und sonst passt es immer irgendwie. Die Gel-Einstellung von Ladegerät und Solarregler ist dafür gut geeignet.

Die Kollegen hier mit den tollen Computern, Bluetooth usw. machen sich doch nur selbst verrückt, halten Sich für Spezialisten für Alles und verunsichern die User. :lol:

Beispiel: 200 Ah 1199,-- Amazon Link

Beispiel 200 Ah 799,--: Amazon Link

Gast am 27 Sep 2020 18:43:26

Hallo Mike,

du schreibst, dass du mit 140Ah Gel grundsätzlich zurecht kommst. Eine bleihaltige Batterie sollte nicht unter 60% entladen werden, d.h. die effektive Kapazität ist ca. 90Ah.
Da der Kapazitätsanspruch mit den Jahren steigt ist deine Idee eine 150Ah-Batterie anzuvisieren schon mal okay.
Wobei, wenn ich lese, dass du E-Bike-Akkus aufladen willst muss entweder eine groß Solaranlage um die 300Wp für zügige Nachladung sorgen oder du verwendest eine Batterie mit höherer Kapazität, so bis zu 200Ah oder mehr.

Jetzt gibt es ja bei den Lithium-Ferrit-Zellen zwei Varianten: LiFePO4 und LiFeYPO4. Die zweite Variante zeichnet sich durch ihren besseren Ladeeigenschaften bei unter 0°C aus.
Hier musst du dir die Frage beantworten: Machst du Wintercamping bei extremen Außentemperaturen, so dass der Einbauort des Akkus unter 0°C hat? Oder bist du nur bei gemäßigten Temperaturen unterwegs.

Die nächste Frage, die du beantworten musst, ist: Welches ist dein größter Stromverbraucher. Bei vielen LiFePO4-Fertigbatterien beschränkt das integrierte BMS den maximale Stromentnahme. Kommt in Zukunft ein größerer Stromabnehmer hinzu?

Was die Ladetechnik angeht, so sollte zumindest dein Solarregler die Ladeschlussspannung der Li-Batterie zur Verfügung stellen.
Ob du einen Ladebooster benötigst müsste man im Detail betrachten, denn hierfür wären noch ein paar Details zur Installation in deinem Fahrzeug notwendig.
Das Landstromladegerät wirst du zukünftig weniger brauche, aber wenn reicht es, wenn du es auf blei-säure einstellst. Das reicht um die Li-Batterie bei Laune zu halten.

Hier mal ein Link zu meinem Umrüstungsprojekt: --> Link

thomas56 am 27 Sep 2020 18:44:24

Moderation:Dein Beitrag beantwortet nicht die Frage des Themenstarters, beachte bitte unsere Postingregeln
und verzichte auf Postings, die vom Thema abweichen - oder die die Motivation des Themenerstellers
werten. Wir wünschen uns sachliche und hilfreiche Antworten im Forum - und keine Vorwürfe,
Belehrungen oder Spott. Sowas hilft niemandem weiter.


mauimeyer am 27 Sep 2020 18:45:29

Wusste ich doch, dass ich nicht alleine bin. Ich habe lange mit mir gehadert, das hier so zu fragen. Aber Euer „Outing“ bestätigt mich, danke!

macagi am 27 Sep 2020 18:46:58

mauimeyer hat geschrieben:
In meinem Concorde auf Iveco IV (177PS), aus dem Jahr 2008, versieht momentan ein 140AH Gel-Akku seinen Dienst. Sprich mit einem 150AH LiFePo-System hätte ich schon doppelt so viel zur Verfügung wie jetzt.



Nein, das ist so nicht richtig.

Die 140Ah hat dein Bleiakku wirklich. Aber wenn du sie voll nutzt nimmt die Anzahl der Zyklen ab für die er nutzbar ist. Das ist im Übrigen bei LiFePO4 auch so. Aber für die Preisdifferenz zwischen Blei und LiFePO kannst du ziemlich viele Bleiakkus kaufen.....

Wenn die 140Ah bisher gereicht haben - ersetze sie einfach. Das ist die einfachste und günstigste Lösung, und sie wird für dich funktionieren weil es ja bisher auch ging.

Ich hatte kürzlich dasselbe Problem, einer meiner beiden GelAkkus war kaputt, habe 2x80Ah. Der neuere ist inzwischen 8 Jahre alt, ist top, den habe ich gekauft. Der kaputte war noch vom Vorbesitzer und wohl noch deutlich älter. Gleichen Akku wieder gekauft - 150€. Das wars.

schnecke0815 am 27 Sep 2020 18:52:33

Ich fange dann mal als Laie aber praktizierender gelbe Zellennutzer an.

Ihr solltet in erster Linie mal überlegen wieviel euch Service, Support und kurze Wege (sprich innerhalb Deutschland) wert sind.

In zweiter Linie käme dann euer Stromverbrauch. Bei eurer bisherigen Ausstattung tippe ich bei Mike auf ca. 50A und bei
Wolfgang zwischen 50 u. 100A am Tag. Aus dem Verbrauch ergibt sich die Größe des neuen Akku.

Drittens sollte überlegt werden wie einfach notfalls die Kapazität sich erhöhen läßt, könnte ja sein das angesichts des neuen
Luxus der Verbrauch größer wird.

Viertens ist das Nutzungsverhalten entscheidend ob man LiFePo oder LiFeYPo benötigt. Für die ohne Y gibt es viele fertige
Batterien, für die mit Y gibt es nur eine Adresse: lisunenenergy sprich Lars.

Fünftens ist die vorhandene bisherige Hardware (Solaranlage in Form von Größe u. Regler, Leistung der Lichtmaschine etc.)
ein weiterer Punkt.

Ich für meinen Teil habe es mir relativ einfach gemacht. Habe die Zellen mit Y komplett initialisiert und montiert gekauft,
bin zu Peter nach Ribnitz-Damgarten gefahren, habe dort in erster Reihe am Hafen gestanden und Nachmittags war bei mir
dann schon wieder ein Licht aufgegangen. Franz (Stocki) hat mir dann noch bei der Einstellung der Victron Produkte mit
Rat zur Seite gestanden und ich habe nun meine beiden Kabeltrommeln in die Auto-, nicht die Heckgarage gestellt.

biauwe am 27 Sep 2020 18:53:29

mauimeyer hat geschrieben:Lithium-Einstellungsmöglichkeiten haben die Geräte nicht.

Desweiteren:
Einige User bauen sich die Akkus selber, besorgen sich eine Menge bei AliEpress zu anscheinend super Preisen, und die Systeme laufen einwandfrei.


ca. 700,00€ für 240Ah bei Ali, für Selberbauer, ohne auf Li-Ladetechnik zu wechseln.



Der Akku unten ist ein Fertigakku 100Ah LiFePO4 für ca. 550,00€.

thomas56 am 27 Sep 2020 19:00:19

hmarburg hat geschrieben:Jetzt gibt es ja bei den Lithium-Ferrit-Zellen zwei Varianten: LiFePO4 und LiFeYPO4. Die zweite Variante zeichnet sich durch ihren besseren Ladeeigenschaften bei unter 0°C aus.
Hier musst du dir die Frage beantworten: Machst du Wintercamping bei extremen Außentemperaturen, so dass der Einbauort des Akkus unter 0°C hat?

ich verbrauche durch meinen hohen Ruhestromverbrauch auch Strom oder wenn der Wagen nur vor der Tür steht. Der Nachschub für Erhaltung durch Solar oder auch mal Netz funktionierte auch bei Minus 20 Grad und das funktioniert dann bei Lithium nicht mehr?

Limanda am 27 Sep 2020 19:02:12

Dann geselle ich mich auch noch dazu. Meine 2x 210 Ah Gel Batterien sind 7 Jahre alt. Gelesen habe ich hier einiges und wenn ich denke dass ich es kapiere wirds für mich wieder kompliziert. Ich warte nal wie es sich hier entwickelt. Holger und Stocki sind ja echte Experten.

Gast am 27 Sep 2020 19:11:56

thomas56 hat geschrieben:...ich verbrauche durch meinen hohen Ruhestromverbrauch auch Strom oder wenn der Wagen nur vor der Tür steht. Der Nachschub für Erhaltung durch Solar oder auch mal Netz funktionierte auch bei Minus 20 Grad und das funktioniert dann bei Lithium nicht mehr?


Bei LiFePO4 geht es ohne Heizung nicht mehr.
Bei LiFeYPO4 geht es bis -45°C.

schnecke0815 am 27 Sep 2020 19:13:31

thomas56 hat geschrieben:Der Nachschub für Erhaltung durch Solar oder auch mal Netz funktionierte auch bei Minus 20 Grad und das funktioniert dann bei Lithium nicht mehr?


Bei den mit Y funktioniert dies, bei denen ohne gibt es neuerdings für die Nutzer ohne Doppelboden ein Heizung in der Batterie.

Limanda hat geschrieben:Dann geselle ich mich auch noch dazu. Meine 2x 210 Ah Gel Batterien sind 7 Jahre alt.


Dann hättest du neben vielen anderen Vorteilen die Möglichkeit zwei E-Bikes durch die Gewichtseinsparung mehr mitzunehmen.

Gast am 27 Sep 2020 19:13:54

Limanda hat geschrieben:...Holger und Stocki sind ja echte Experten.


Vielen Dank für die Blumen aber ich bin absolut kein Experte.

thomas56 am 27 Sep 2020 19:17:33

hmarburg hat geschrieben:Bei LiFeYPO4 geht es bis -45°C.

Danke, das langt!
Kann ich wieder einen Part auf der Liste abhaken.

MountainBiker am 27 Sep 2020 19:30:49

Hallo,

hier ein weiteres Sorglos-System auf Winston Basis: --> Link

Eine Unterscheidung/Trennung UVP/LVP ist nicht notwendig, da in der Praxis (seit nunmehr 3 Jahren), eine Auslösung weder OVP noch LVP(UVP) nicht vorgekommen ist! Eine gemeinsame Schaltung von UVP/LVP reduziert die Komplexität deutlich!

Stocki333 am 27 Sep 2020 19:53:18

hmarburg hat geschrieben:Vielen Dank für die Blumen aber ich bin absolut kein Experte.

Dem kann ich mich nur anschliessen. Ich bin genauso wenig Experte wie Holger.
Aber..
Schiet, warum gibt es immer ein aber. :cry:
Holger und meine Wenigkeit befassen uns einfach mit der Technik des Womos und der Lithium Technik.
Und uns beiden ist etwas gemeinsam:
Wir verteufeln nicht die die verschiedenen Zelltypen:
LiFePO4 und LifeYPO4. Genau so wenig, wie wir akzeptieren, das es verschiedene Produkte an Fertigaccus gibt. Mit allen seinen Nachteilen und Vorteilen.
Holger hat einen Fertigaccu eingebaut. Ich, einen der ersten Bausätze von Lars, wie ihr sie alle kennt. Meine Karre hat nicht mal mehr eine Starterbatterie. Wird alles von der Aufbaubaubatterie erledigt.
Also 2 komplett verschiedene Systeme verbaut. Mit der gegenseitigen Akzeptanz dafür. Er wie ich helfen hier vielen mit Rat und Tat, wenns wo zwickt. Uns ist eigentlich scheiß egal was der Fragende in letzter Konsequenz einbaut.
Wir versuchen nur Fair zu sein. ohne Polemik oder Haxl schmeißen. Und wir versuchen auch für Laien verständlich zu schreiben.
Aber Experten sind wir keine. Ich schreibe das einfach mal Frei heraus. Holger denke ich, wird das akzeptieren was ich geschrieben habe.
Gruß Franz

knutschkugel am 27 Sep 2020 20:20:58

Bei mir ist es ähnlich, habe selber von der Materie keine Ahnung und traue es mir elektrisch nicht zu die Anlage selber zu montieren.
Ich könnte mir die Anlage nur bei Peter einbauen lassen, und hätte ein System was funktioniert!

Nur brauche ich das "Y" System nicht, und ohne verbaut er leider nicht.....

Gast am 27 Sep 2020 20:24:13

Stocki333 hat geschrieben:...Aber Experten sind wir keine. Ich schreibe das einfach mal Frei heraus. Holger denke ich, wird das akzeptieren was ich geschrieben habe.
Gruß Franz


Hallo Franz,

ich bin voll bei dir.

Stocki333 am 27 Sep 2020 21:38:15

mauimeyer hat geschrieben:Wusste ich doch, dass ich nicht alleine bin. Ich habe lange mit mir gehadert, das hier so zu fragen. Aber Euer „Outing“ bestätigt mich, danke!

Hallo Mike
So ein Tröt, der war eigentlich überfällig. Gab schon in der Vergangenheit solche und ähnliche Übelegungen. In der Vergangenheit war aber das Angebot auch kleiner und teilweise auch schlechter von der Eignung im Womo.
Machen wir halt mal ein Upgrade.
Mike, und andere Intressenten haben ein paar grundsätzliche Fragen aufgeworfen.
Eine der Kernpunkte greife ich mal auf:
Warum so viel Geld ausgeben, für diese Technik. Macht das überhaupt Sinn. Reicht nicht Blei auch, Bin ja damit auch immer ausgekommen.
Für wenn macht es überhaupt Sinn, umzurüsten. Derjenige soll sich fragen, was er in der Zukunft will.
Will man mehr Komfort im 230 Volt Bereich. Das Angebot und Nachfrage in diesem Bereich wird immer mehr nachgefragt.
Kaffeemaschine. Toaster. Fön, Mini-Backöfen, Induktions-Kochfeld. Microwelle.
Allen diesen geräten ist eines Gemeinsam. Werden sie mit 12 Volt betrieben. brauchen hohe Stromstärken um die Leistung über WR abzurufen.
Und hier kommt die Blei an seine Grenzen. Ausgenommen man hat eine grosse Batteriebank. Man muß das einfach akzeptieren. Steht jemand viel Frei oder Überwintert im Süden ohne Campingplatz. DAs sind die ersten Intressenten für die neue Technik.
-
Auch Kompressorkühlschrank ist manchmal auf der Wunschliste. Genauso wie eine Dieselheizung. Beide brauchen keinen hohen Strom, aber große Kapazitäten. Um Schlechtwetter besser abfedern zu können.
_
Die dritte Gruppe sind die Biker. Wir werden ja alle Jünger, darum brauchen wir E-Bike. Die liegen in der Mitte was den Stromverbrauch angeht. Was die Höhe betrifft. Jedoch die Kapazität der Bike - Accus ist nicht ohne.
Ein 500 Wh Accu Frist mit standart Ladegerät und Wechselrichterverlust, 50 Ah aus der Batterie. Und diese Dinger haben einen Nachteil. Wenn man zurückkommt zum Womo, wollen die Strom. Und meistens ist dann schon Essig mit Sonnenergie.
Also braucht man Kapazität zum Laden.
In meinem Beispiel war ein 500 Wh Accu angegegeben. Die neueren Rahmenaccus gehn schon höher. Bis fast 700 Wh.
Das war mal eine Zusammenfassung der Problematik des Stromverbrauchs.
-
Es gibt noch eine vierte Gruppe. Die 230 Volt im Medizinischen Bereich benötigen. Hier kommt noch der Sicherheitsaspekt dazu. Dieser Faktor sollte nie ausser acht gelassen werden.
-
Und jeder sollte sich fragen, der sich für Lithium intressiert.

Was trifft für mich zu. Wohin will ich oder die Regierung. :mrgreen:
Hatt man diese Fragen für sich beantwortet, ist ja alles klar.
Leider nicht. Es kommen dann nähmlich so dämliche Fragen.
Was für ein Benutzerprofil hat man. Nur in Warmen Gebieten oder auch bei - Temperaturen unterwegs.
Womit sich die nächste Frage stellt. Wo hin mit dem Graffl. Innnen im Warmen oder hinter einer Aussenklappe.
-
Ladesystem.
Eine Lithium braucht keine Ladekennlinie so wie Blei. Auch keine lang duernde Apsorbationspannung. Sie kommt mit jeder Bleiladetechnik klar. Ausnahmen sind AGM2 Einstellungen und nicht abschaltbare Desulfatierungsprogramme.
Solartechnik
So viel als Möglich. es gibt keine einfachere und unkompleziertere Möglichkeit Strom selbst zu erzeugen.denn was ich Verbrauche, muß ich auch wieder laden. Und das kann eine ganze Menge werden. Mit Lithium steigt der Standart in den Mobilen. Und irgendwo muß ja der Saft herkommen.
Bordcomputer<.
Ein Dauerthema, leider Entweder ich habe einen Accu mit eingebauten BC oder ich sollte einen haben.
Die Schwierigkeit liegt in der Spannungsstabilität der Lithium. Bleibenutzer können über die Spannung den Ladezustand sehr gut einschätzen. Bei Li ist das sehr schwer möglich.
Und wir sprechen hier von 200 Euro. ohne Einbau. aber die Daten bekommt ihrs aufs Handy. Auch sind die Verbräuche die über den WR gehen, für die meisten, schwer einzuschätzen. Und die Investition ist zu teuer als das man sich im Ungewissen läßt. Es geht natürlich ohne. Aber das setzt viel Erfahrung mit der neuen Stromversorgung vorraus.
Hier mal Werte von meiner 300 Ah Winston. Belastet mit 2 Kw. oder 206 A über 55 min.
100%... 14,12 Volt
80% ....12,25 Volt ....55Ah
70% ....12,22 Volt.. ..80Ah
60% ....12,16 Volt. .107Ah
50% ....12,13 Volt...133Ah
Diese messung wurde mit einem Peukert Wert von 1,05 vorgenommen. viele BC, auch der neueren Generation, arbeiten mit fixen Werten aus der Bleizeit.
Lithium haben das Dilemma nicht. Oder nur minimal.
Die selbe Messung mit Peukert 1,00.
100% ..14,20 Volt .....00,00 Ah
90% ....12,37 Volt ....30,00 Ah
80%.... 12,35 Volt.... 60,00 Ah
70%.... 12,32 Volt.... 90,00 Ah
60%.... 12,29 Volt ...120 Ah
50% ....12,25 Volt....150 Ah
Da liegt das Problem mit den BC. Es gibt noch andere Fehlerquellen.
Das sollte nur ein Beispiel aus der Praxis sein. Warum brauch ich das, hab ja eh einen. :mrgreen:
ich hoffe euch durch einen kleinen Streifzug durch meine Gedanken, einen Denkanstoß für weiter Fragen zu geben.
Je genauer eurer Geist damit sich befaßt, desto präzieser sind eure Fragen. Und die Antworten gewinnen an Qualität.
Wünsche allen eine schönen Abend.
Franz

huohler am 27 Sep 2020 21:44:27

Ich habe vor 3 Jahren 200Ah Winston von Peter einbauen lassen. Fertigbatterien gab es damals noch nicht viele. Vielleicht würde ich heute auch überlegen ob eine Fertigbatterie nicht auch ausreicht. Aber leider gibt es damit noch keine Langzeiterfahrungen und auch einige Probleme.
Ohne Booster könnte unter "gewissen" Umständen funktionieren. Da ich aber mit mehr als 40A laden möchte (mit Solar ca. 60A) wollte ich nicht übers EBL gehen.
Booster ist da die einfachste und technisch sicherste Möglichkeit, auch wenn andere Möglichkeiten mit genau bemessenem Kabel auch bei dem einen oder anderen funktioniert. Den Booster kann ich ohne Hochstromrelais mal eben wegschalten was ich auch für sehr wichtig halte und den ganzen Sommer nutze.

Der Solarregler sorgt in den meisten Fällen für die Volladung. Deshalb halte ich es für wichtig, dass der Lithium unterstützt. Der wurde deshalb auch gewechselt.

Einen Batteriecomputer benötigt man genau so wenig wie eine Diesel Tankanzeige. Mir ist aber wohler wenn ich den aktuellen Verbrauch und den aktuell verfügbaren Strom kenne. Bei längerem verlassen des Wohnmobils geht immer ein Blick auf den BC und so manches mal habe ich dadurch festgestellt, dass der Wechselrichter noch an ist.

In Summe bin ich mit dem Winston Bausatz von Lisunenergy, dem Booster und einem neu eingebautem Solarregler auf Nummer sicher gegangen. Mag sein, dass man auch 1000 Euro hätte sparen können. Das Risiko war mir aber zu groß, dass es entweder Probleme gibt oder ich mich später wegen Einschränkungen des Systems ärgere.

Ich habe bisher keinen Cent der Ausgaben bereut.
Hubert

Fledermaus am 27 Sep 2020 22:30:34

Alpha Mike
Mir ging es genauso wie dir ,wurde mit langen Diskussionen im forum erschlagen.
Hab mir von Lisunenergy 400Ah Batterie gekauft, Booster 90A zum wegschalten, BC zum kontrollieren, und 750WP auf dem Dach, super zufrieden, und wir denken über Strom nicht mehr nach.

Gast am 27 Sep 2020 22:33:49

Dank an meine Vorredner für die guten Darstellung der Problematik. Mich hatte es letztes Jahr ebenfalls umgetrieben --> Link mit all meinen unbeantworteten Fragen, die ich mir nicht beantworten konnte. Vor allem die Frage nach Fertigakku oder doch Winston. Am Ende habe ich mich für die Winston entschieden und es bis heute nicht bereut. 160Ah hätten wohl gereicht, aber ich habe dann die 200 Taler noch draufgelegt für die 200er.
Der Einbau, vor dem ich Anfangs argen Respekt hatte, war am Ende recht einfach, vor allem kenne ich seit dem meine Bordelektrik aus dem FF :-)
Die Entscheidung war nicht einfach und preiswert war sie auch nicht, aber im Angesicht der Lebenserwartung der Winston denke ich, das es gut ausgegebenes Geld war.

Wir nutzen den WR recht viel (Kaffee 8-9 Tassen mit Senseo 1600W) Telefone, Laptop, GoPro Akkus, Drohne und manchmal Bike. Im Mittel so um die 50Ah/Tag ohne Bike & Drohne.

Ich bin das ganze Jahr nur mit Solarenergie gefahren (Ladebooster war abgeschaltet) und Landstrom hatte ich genau Null Mal. Im Winterlager schalte ich den Akku einfach aus und nur der Starterakku hängt an der Erhaltungsladung.
Wer nur von Frühjahr bis Herbst unterwegs ist, braucht bestimmt keine Gelben, wer aber auch zur kalten Jahreszeit fährt, sollte zumindest mal drüber nachdenken.

Frohes Nachdenken ;-) denn am Ende muß es jeder für sich entscheiden.

Gruß

flairisti am 27 Sep 2020 23:36:38

Hallo Mike,
wir fahren einen Flair II und hatten bis ende 2019 2x 100Ah AGM an Bord , ca. 240W Solar und einen 1500W Wechselrichter.
Das hat für ein WE gereicht.
Jetzt kamen aber E-Bikes dazu und die AGM waren auch nicht mehr so fit.
Haben keinen Batteriecomputer und auch keinen Ladebooster.
Nach ausgiebigem Studium des Forums haben wir uns für 2x 120AH Robur Lifepo Fertigakkus entschieden.
Ohne Y da 1. die Akkus im Doppelten Boden eingebaut sind und 2.wir bei unter 0 Grad im Winter heizen.... :razz: .
1.Tour Sylvester2019/2020 10 Tage Ostseeküste - ohne Landstrom
2.Tour Karneval 2020 7 Tage Belgisch Nordseeküste - ohne Landstrom
3.Tour 7 Wochen im Juli/August Berlin Mc.Pom/Ostsee 5 Wochen ohne Landstrom (dann wegen fehlender Sonne und 10 Tagen Standzeit 3x an Landstom )
Bisher keine Probleme und on Tour beinahe jeden 2.Tag je 2 E-Bike Akkus(36V/ 13Ah) über den Wechselrichter nachgeladen.
Mein Fazit:
Einfacher tausch der Akkus ohne elektronische Aufrüstung (BC / Booster) funktioniert (bei uns/ noch) einwandfrei
bei ca. 40 KG Gewichtseinsparung. Würden wir wieder genau so machen.
Ich glaube zwar nicht, das du jetzt "schlauer" bist, aber vielleicht hilft dir das bei deiner Entscheidungsfindung.

Casi82 am 28 Sep 2020 07:43:10

Hallo Mike,

ich habe mich anfänglich auch von der Umrüstung etwas einschüchtern lassen. Irgendwann habe ich mich dann doch dazu durchgerungen die Gel nicht mit Gel zu ersetzen. Das Selbstbauprojekt --> Link war bis jetzt auch ein voller Erfolg und LiFePo4 ein Quantensprung bei meiner Energieversorgung. Ich sage bewusst "bis jetzt". In ein paar Jahren sage ich erst ob alles richtig war. Für deinen 1.5KW Wechselrichter wäre die Komponentenwahl vielleicht nicht ganz optimal.

Aber zum Thema durch Verunsicherung und Angst verursachte "unnötige" Kosten: Mir war es wichtig die Strömlinge in alle Richtungen unter Kontrolle zu haben. Daher wollte ich auch unbedingt einen Booster. Die Ladeinfrastruktur habe ich ebenfalls komplett mit Ladegerät (wird wohl niewieder benötigt) umgestellt. Das hat aber nur den Sinn, mit den einstallbaren Spannungen, die oberen 10% des Akkus niemals zunutzen. Im Idealfall wird mich der Akku um ein Vielfaches überleben.
Was bei mir für etwas Entspannung gesorgt hat, ist die unkonventionelle Herangehensweise von diesem Typ. --> Link

Nach genug Videos hat das LiFePo4-Thema immer mehr den Anschein der Raketenwissenschaft für mich verloren.

Gruß
Carsten

fschuen am 28 Sep 2020 08:09:49

Schön detaillierte Frage, verdient natürlich eine entsprechende Antwort. Ich habe vor drei Jahren mit einer Fertigbatterie angefangen, nutze aber inzwischen gern die günstigen Zellen von ali. Daher hier mein Senf zu deiner Frage:

Erstens würde ich davon abraten, wieder eine Bleibatterie zu verbauen. Das ist erstens - pro Jahr der Nutzung gerechnet - teurer als Lithium, zweitens weniger zuverlässig, und drittens hast du einen Zielkonflikt mit dem Wechselrichter. Die hohen Ströme schädigen die Gelbatterie.

Dann kommt die sehr grundsätzliche Frage: fertig kaufen oder selberbauen. Mit einer Fertigbatterie geht es schnell und einfach, das Selberbauen ist eher ein Projekt für die Winterpause - du musst dich mit dem Einbauplatz, Zellen, Verbindern und Gehäusen beschäftigen. Dafür sparst du eine Menge Geld, verstehst die Technik, kannst dir bei Problemen selber helfen und hast ein ganz anderes "Ownership" (weil selbst gemacht ist halt selbst gemacht).

Wenn du diese grundsätzlichen Fragen für dich geklärt hast, ist natürlich die Menge an verwirrenden Informationen dadurch nicht kleiner geworden. Das liegt einerseits daran, dass sehr viele Wege zum Ziel führen, und andererseits ist leider auch immer wieder Fehlinformation anzutreffen.

Wenn du selber baust, brauchst du unbedingt: vier Zellen, LFP = LiFePO4, 3,2V Nennspannung, 3,6V Ladeschlussspannung. Ausserdem elektrische Verbinder für die Zellen und Anschlüsse an das Bordnetz. Eine Hauptsicherung ist dringend anzuraten, sollte aber schon an der Bleibatterie vorhanden sein. Ausserdem sind vier Balancer (oder ein 4s-Balancerboard) eine Empfehlung wert, damit du eine wartungsfreie Batterie hast, um die du dich nicht mehr kümmern brauchst. Und beim Zusammenbau brauchst du noch ein Ladegerät für einzelne Zellen, oder ein Labornetzteil mit 3,6 V, oder ein möglichst billiges Ladegerät mit 14,4V, max 1A und viel Zeit, wenn du Balancer verbaut hast. Die einzeln gekauften Zellen müssen nämlich einmalig einen gleichen Ladezustand erreichen.

Alles andere - Batteriecomputer, BMS, Bluetoothgedöns - wird gerne dazugebastelt, kann man auch nützlich finden, hilft aber nicht bei der (Betriebs-) Sicherheit. Jedes zusätzliche Stück Elektronik kann (und wird irgendwann) kaputtgehen. Ein BMS ist beim Selbstbau unnötig, da es nicht der Sicherheit dient - LFP-Zellen sind inhärent sicher. Wenn du eine Fertigbatterie kaufst, wird ein BMS integriert sein, weil es die Batterie "idiotensicher" macht, also gegen Überspannung, Tiefentladung und Kurzschluss schützt. Das wäre mir als Batteriehersteller schon aus Gewährleistungsgründen wichtig. Wenn man sich doch für ein BMS entscheidet, muss es - wie der Batteriecomputer auch - auf den Strombedarf ausgelegt sein.

Noch was zur Grösse: ich halte von den ganzen Berechnungen nichts, das hängt zu sehr von Verbrauch und Ladung ab - und bei mir ist das bei jedem Urlaub anders. Wenn man nicht so viel Geld hat, ist es eine gute Option, klein anzufangen und später zu erweitern. Bei deiner bisherigen Kapazität ist alles ab 80 Ah schon eine Verbesserung, und die kannst du bei Ali schon um die zweihundert Euro haben.

Wenn es interessiert, hier noch der Link zu meiner Batteriebastelei: --> Link

Gruss Manfred

rkopka am 28 Sep 2020 10:04:19

fschuen hat geschrieben:Erstens würde ich davon abraten, wieder eine Bleibatterie zu verbauen. Das ist erstens - pro Jahr der Nutzung gerechnet - teurer als Lithium, zweitens weniger zuverlässig, und drittens hast du einen Zielkonflikt mit dem Wechselrichter. Die hohen Ströme schädigen die Gelbatterie.

Letzteres ja.
Weniger zuverlässig ? Solange man sich im Rahmen bewegt (Strom, Ladung, Alter), dürfte eine Bleibatterie viel zuverlässiger sein. Allein schon weil viel weniger Elektronik im Spiel ist und den Akku schützen muß.
Teurer als Lithium ? Einerseits weiß noch kaum wer, wie lange sie wirklich halten. Andererseits kommt das auch auf die entsprechende Bleibatterie im Vergleich an. Solange man allgemein spricht und nicht von sehr hohen WR Strömen, wird es eine billige Batterie zumindest 5 Jahre tun. Selbst die billigste China Selbstbaubatterie wird das doppelte kosten (aber natürlich mehr bringen). Und wenn man nicht selber basteln und vielleicht noch ein Markenprodukt(?) kaufen will, dann steigen die Kosten rapide an.

Ich würde mir als nächstes auch eine Li Batterie kaufen, aber man muß die ganzen Lobgesängen auch etwas kritisch beurteilen. Allgemeine Aussagen stimmen fast nie für alle Fälle.

Noch was zur Grösse: ich halte von den ganzen Berechnungen nichts, das hängt zu sehr von Verbrauch und Ladung ab - und bei mir ist das bei jedem Urlaub anders. Wenn man nicht so viel Geld hat, ist es eine gute Option, klein anzufangen und später zu erweitern.

Wenn das Erweitern einfach geht ja. Aber wieso ist dein Verbrauch immer anders ? Bei mir ist er recht gleichmäßig, und die Ladung ist darauf abgestimmt. Starke Einflußfaktoren wären z.B. E-Bike und Heizung. Da könnte es schon zu Abweichungen kommen. Aber wenn man bei der Planung schon weiß, daß das gewünscht wird, macht es wenig Sinn kleiner anzufangen.

RK

macagi am 28 Sep 2020 10:17:15

rkopka hat geschrieben:Teurer als Lithium ? Einerseits weiß noch kaum wer, wie lange sie wirklich halten.


Ich habe seit 6 Jahren einen LiFePO4 am Fahrrad - hat deutlich nachgelassen seither. Die Dinger altern also auch, wenn auch vielleicht weniger als LiPO oder LiIon.

WilliWattwurm am 28 Sep 2020 10:23:37

Danke Mike für den tollen Beitrag, ich bin auch zu doof die richtige Lösung zu finden,
habe mich aber nicht getraut das hier zu veröffentlichen 8)

Da ich jetzt aber auch nicht schlauer bin, suche ich immer noch händeringend jemand in Nordeutschland
der mir mal auf die Sprünge hilft ( der Peter scheidet leider aus, der redet nicht mehr mit mir :eek: )

Wir haben uns ja einen Oldtimer gekauft ( Carthago Chic A 40) der hat zwei Batterien und zweimal Solar
( soll zweimal 120 WP sein, die sind aber schon 14 Jahre alt) die Batterien sind immer voll, haben aber
auch noch keinen Härtetest.

Im den Vorgängern hatten wir ja immer die EFOY 140, die habe ich jetzt aber mitverkauft, ich dachte mit
400ah LifePoY kann ich doch auch 3 Tage freistehen.

Vielleicht kennt jemand ja einen geeigneten Nachhilfelehrer für mich im Norden.

thomas56 am 28 Sep 2020 10:27:11

rkopka hat geschrieben:Einerseits weiß noch kaum wer, wie lange sie wirklich halten. Andererseits kommt das auch auf die entsprechende Bleibatterie im Vergleich an.

Das ist dass, was mich als Laie irretiert. Aussagen, wie "Strom ohne Ende und hält ewig". Hinzu kommt, wer fährt denn sein Womo "ewig", dass da Batterien rein müssen, die vielleicht länger halten als das Womo selbst?
Gewicht und Platz interessieren mich nicht, hohe Geldausgaben schon. Habe jetzt 13 Jahre Erfahrung mit ca. 420Ah Exide Gel gesammelt, über den WR werden
30x/Tag bis 150A gezogen und Ausfälle hatte ich noch keine. Um die 420Ah zu wechseln, bräuchte ich geschätzt 250Ah Life und was sollten die Life bei mir besser können als die Gel?

huohler am 28 Sep 2020 10:29:45

Was nützt mir der Stromverbrauch den ich in 99% aller Fälle habe? Ich benötige den Strombedarf den ich im Extremfall habe, auch wenn das nur einmal im Jahr passiert.
Ich habe umgebaut nachdem ich eine Nacht bei -18°C nicht richtig schlafen konnte weil ich die Befürchtung hatte, dass die Batterie versagt und damit die Heizung aus geht. Die Spannung meiner alten Gel war schon unter 12,0 Volt. So etwas passiert mir nie wieder, auch wenn ich den Rest des Jahres meist nur 1/3 der Kapazität nutze.
Ich könnte mir vorstellen, dass es Leuten mit medizinischen Geräten ähnlich geht. Da nimmt man lieber etwas zu viel Kapazität wenn es räumlich und finanziell geht.
Erst klein anfangen um dann später zu erweitern halte ich für Leute die auf ein funktionierendes System angewiesen sind für nicht geeignet.

Hubert

huohler am 28 Sep 2020 10:32:56

thomas56 hat geschrieben:Um die 420Ah zu wechseln, bräuchte ich geschätzt 250Ah Life ...

Wenn du mit Solar nachlädst oder mit großen Strömen (>50A) per Booster reicht eine 160er LiFe um deinen 420Ah Klotz zu ersetzen.

Hubert

thomas56 am 28 Sep 2020 10:36:11

huohler hat geschrieben:Die Spannung meiner alten Gel war schon unter 12,0 Volt. So etwas passiert mir nie wieder


Wenn die Life leer ist, liefert sie aber auch kein Strom mehr, die schaltet abrupt ab und Gel funktioniert auch noch, wenn sie mehr als 50% entladen wurde!

thomas56 am 28 Sep 2020 10:38:38

huohler hat geschrieben:Wenn du mit Solar nachlädst oder mit großen Strömen (>50A) per Booster reicht eine 160er LiFe um deinen 420Ah Klotz zu ersetzen.


Da habe ich wieder keine Ahnung, aber Booster habe ich nicht. Der Netzlader liefert aber 100-120A.

Gast am 28 Sep 2020 10:41:35

huohler hat geschrieben:Ich habe umgebaut nachdem ich eine Nacht bei -18°C nicht richtig schlafen konnte weil ich die Befürchtung hatte...


Hallo,
ich hatte diesen Fall im ersten Jahr der Nutzung, noch mit AGM Batterien. So um die 12V Spannung ging nachts die Alde 3010 in den Fehlermodus. Ich wusste nicht warum. Ein Anruf bei Alde hat auch nichts Erhellendes bewirkt. Ich habe dann den Standort gewechselt, das Landstromkabel nutzen können und die Alde Fehlermeldung verschwand.

MK

huohler am 28 Sep 2020 10:50:05

thomas56 hat geschrieben: Der Netzlader liefert aber 100-120A.


Wenn du Landstrom hast brauchst du auch keine Batterien. Kein Wunder, dass dir dann deine Blei reichen.
Da wo ich stehe gibt es keinen Landstrom.

Hubert

thomas56 am 28 Sep 2020 10:56:35

huohler hat geschrieben:
Wenn du Landstrom hast brauchst du auch keine Batterien. Kein Wunder, dass dir dann deine Blei reichen.
Da wo ich stehe gibt es keinen Landstrom.


Ich nehme 230V nur die eine Woche über Silvester, ansonsten stehe ich frei. Aber auch zu Hause stöpsel ich mal an um das komplette Ladeprogramm zu fahren, was ja bei Life vielleicht gar nicht notwendig ist. Trotzdem muss die Batterie im Winter wo die Solarleistung gen Null geht wegen dem hohen Ruhestrom mal nachgeladen werden.

Gast am 28 Sep 2020 11:03:10

thomas56 hat geschrieben:...Trotzdem muss die Batterie im Winter wo die Solarleistung gen Null geht wegen dem hohen Ruhestrom mal nachgeladen werden.


Wenn du im kompletten Winter dein Womo betriebsbereit stehen hast, dann schon.

Wenn du es einmottest kannst du die volle LiFePO4 per Natoknochen vom Netz trennen und benötigst für das Winterhalbjahr keine Ladung.
Die Starterbatterie hingegen musst du wegen dem Chassis-Ruhestrom ab und zu füttern.

So bin ich durch den letzten Winter gekommen. Okay, über Silvester war ich eine Woche in Tschechien.

thomas56 am 28 Sep 2020 11:08:13

hmarburg hat geschrieben:
Wenn du es einmottest kannst du die volle LiFePO4 per Natoknochen vom Netz trennen und benötigst für das Winterhalbjahr keine Ladung.

das wäre bei einer GEL aber auch nicht anders!

Gast am 28 Sep 2020 11:15:25

thomas56 hat geschrieben:...das wäre bei einer GEL aber auch nicht anders!


Das wollte ich auch nicht behaupten. :top:

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