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Mein Waterloo mit Michelin Agilis M S-Reifen 1, 2


Karlov am 05 Dez 2021 19:43:15

Am Wochenende habe ich mein Waterloo mit meinen Michelin-Reifen (Michelin Agilis, 225/75 R16CP, M+S-Kennung) erlebt:

Bei Schnee, Matsch und Eis nahezu NULL Traktion. Selbst die 2-prozentige Steigung in die Scheune zum Unterstellen nach dem Wochenendtripp verweigerten die Reifen; ich musste auf die Hauptverkehrsstraße zurücksetzen, um mit Anlauf die wenigen Meter ins Scheuneninnere mit meinem Wohnmobil zu bewältigen.

Da steht die M+S-Kennung auf den Reifen und ich hatte bereits auf 3,5 bar vorne den Luftdruck reduziert…

Ich bin sowas von not amused. Das ist für mich so was von ernüchternd, dass ich es selbst jetzt noch nicht glauben mag.

Die Frage, die sich mir jetzt stellt, ist: Wäre es mit dedizierten Winterreifen besser gewesen (Ducato, 3,4 Tonnen, Vorderradantrieb)? Wie viel besser?

Hat jemand von euch das auch erlebt? Und ist dann auf Winterreifen gewechselt? Welche? Wie groß ist der Unterschied zu den Agilis M+S-Reifen?

Will hier kein Fass wegen Winterreifen vs. Ganzjahresreifen aufmachen - habe mich diesbezüglich bereits eingelesen und weiß um die unterschiedlichen Perspektiven.

Gleichwohl, so ein paar konkrete Erfahrungsberichte von ehemaligen Michelin-Agilis-Fahrern nach Ihrem Wechsel zu Winterreifen bzw. Ganzjahresreifen täten mich schon interessieren.

Denn eines steht fest: Ich werde weiterhin mit meinem Wohnmobil des Winters unterwegs sein. Das ist einfach zu schön da draußen. Im Winter.

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kheinz am 05 Dez 2021 19:48:29

Deine Schilderung ist leider unvollständig. Denn ohne Angaben über das Reifealter also Herstellungsmonat und Herstellungsjahr macht es keinen Sinn dir eine Antwort zu gebe.

MfG kheinz

mv4 am 05 Dez 2021 19:49:43

Wie alt? Wieviel Profil ist noch drauf?

Die Michelin waren noch nie die besten Winterreifen.

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Karlov am 05 Dez 2021 20:01:09

Sorry, 9 Monate altes Wohnmobil, Reifen sind hinsichtlich des Herstellungsdatums (DOT) sicherlich ein paar Monate älter, 10.000 Kilometer gelaufen, top Profil.

chrisc4 am 05 Dez 2021 20:07:33

Die normalen Michelin Agilis sind Sommerreifen. Nur Reifen mit den 3 Bergspitzen und dem Schneeflockensymbol sind wirklich Winterreifen. Alles andere (M+S) ist nur Marketing, die sind aus gutem Grund nicht als Winterreifen im Sinne der Strassenverkehrsordnung zugelassen. Richtige Winterreifen und Allwetterreifen haben Lamellen, Sommerreifen nicht!

Gruß
Hans

UweHD am 05 Dez 2021 20:12:00

Die Agilis sind sicher nicht auf dem Level "echter" Winterreifen, aber dennoch kann man als Außenstehender zu dem geschilderten Erlebnis nicht viel sagen.
Ich bin schon mit dem PKW auf nagelneuen Superduper-Winterreifen am sanften Hang stehengeblieben, wenn da Eis unter einer nassen Schneeschicht war....

huskimarc am 05 Dez 2021 20:14:08

Genau der agilis ist ein reiner Sommer Reifen, auch wenn m s drauf steht bzw das steht auf fast jedem Reifen drauf
Wintereifen oder allwetter müsste eine schnee Flocke drauf sein.
Normalerweise sind Michelin wintereifen recht gut, bei der Transporter Größe ist der conti angeblich besser, ich habe den conti drauf aber noch nicht im Schnee gefahren

Gast am 05 Dez 2021 20:15:15

Hallo,

manchmal, wenn der Grip am Hang nicht so toll ist, ist es sinnvoll kurze Strecken rückwärts zu fahren. Somit bekommt man mehr Anpressdruck auf die Antriebsräder.

huskimarc am 05 Dez 2021 20:24:13

Probiere das mal mit einem heutigen Winter Reifen mit Lammelen an einem Berg aus, du wirst dann festellen das du rückwärts nicht so weit kommst

Labrador am 05 Dez 2021 20:25:13

Schon am Profil ist leicht erkennbar, dass der Michelin Agilis trotz M+S Kennzeichnung kein Ganzjahresreifen und schon gar kein Winterreifen ist.
In meinem Augen ist das ein reiner Sommerreifen.

kheinz am 05 Dez 2021 20:28:00

Karlov hat geschrieben:Sorry, 9 Monate altes Wohnmobil, Reifen sind hinsichtlich des Herstellungsdatums (DOT) sicherlich ein paar Monate älter, 10.000 Kilometer gelaufen, top Profil.


Beantwortet nicht meine Frage.

MfG kheinz

Gast am 05 Dez 2021 20:30:03

huskimarc hat geschrieben:Probiere das mal mit einem heutigen Winter Reifen mit Lammelen an einem Berg aus, du wirst dann festellen das du rückwärts nicht so weit kommst


Es geht hier um den Michelin Agilis, 225/75 R16CP, M+S-Kennung!

DieselMitch am 05 Dez 2021 20:36:05

Michelin baut prima Allwetter- und Winterreifen ... der Agilis gehört weder zur einen noch zur anderen Gattung, es ist ein flankenverstärkter Sommerrreifen mit recht groben Profilblöcken, und irgendwer hat das "M+S" vergessen aus der Montagemaschine raus zu nehmen :mrgreen:

Ein Winterreifen ist er nie und nimmer. :?

Inselmann am 05 Dez 2021 21:40:51

Werde diesen Typ Reifen nicht nochmal kaufen. Total miese Traktion bei Nässe.
M&S ? Gelesen und gelacht.

stegi am 05 Dez 2021 22:03:45

Hallole,
Frontantrieb mit langem Überhang, Achslast der Hinterachse größer als auf der Vorderachse....?

Übrigens, ich fahre seit Jahren die Michelin Northstar (Winterreifen) ganzjährig.
Und auch da gibt es auf Schnee schon mal Traktionsprobleme, deshalb sind immer Ketten an Bord.

Schöne Adventszeit wünscht
Stegi, der den Uhu verehrt

Karlov am 05 Dez 2021 22:39:14

stegi hat geschrieben:Hallole,
Frontantrieb mit langem Überhang, Achslast der Hinterachse größer als auf der Vorderachse....?


Ja, genau so ist es bei meinem Wohnmobil.

Und du fährst die Winterreifen auch im Sommer im Süden? Bei Temperaturen über 30 Grad?

Und, klaro, Schneeketten sind dabei. Haben mir an diesem Wochenende den Allerwertesten gerettet.

DonCarlos1962 am 05 Dez 2021 23:36:13

Michelin schreibt auf der eigenen Homepage:

"Haftung auch unter schwierigen Bedingungen.
Die hohe Lamellenanzahl von bis zu +30% und +20% mehr Profilkanten im Vergleich zum Vorgängermodel in Verbindung mit dem erweiterten Temperatureinsatz der Laufflächenmischung, erlaubt eine hervorragende Haftung auch unter schwierigen Bedingungen (abseits der Wege, in Schlamm und auf Schnee)."

Allerdings ohne das vorgeschriebene Schneeflockensymbol, welches, neben ausreichendem Profil und Alter, dass fahren unter winterlichen Einflüssen zulässt und einen echten Winterreifen kennzeichnet. Was sich eigentlich schon herum gesprochen haben sollte.
Das dreigezackte Bergpiktogramm mit der Schneeflocke in der Mitte ist Pflicht für alle Winterreifen, die ab 1.1.2018 hergestellt werden.

Unser Wohnmobil ist 2018 auch auf diesem Michelin Reifentyp ausgeliefert worden. Ich wäre aber nie auf die Idee gekommen damit in den Schnee zu fahren!
Auch wenn Michelin, wie die meisten anderen Reifenhersteller auch, dem Mund mit Versprechungen sehr voll nehmen, habe ich genügend "Autoverstand" und Verantwortung gegenüber meiner Mitfahrer und anderer Verkehrsteilnehmer, dass ich das Risiko mit diesen Reifen im Schnee herum zu kurven nicht eingehe.
Ein Blick auf die Reifenflanke reichte ja aus.

Weil wir jetzt auch einmal im Winter los wollen, aber nicht gleich in die Alpine Welt, kaufte ich jetzt den GT Radial Maxmiler WT2.
Erfahrungen auf winterlichen Straßen kann ich noch nicht beisteuern, die hatten wir hier noch nicht.
Hier aber der --> Link zum Thema.

Da gibt es schon Hinweise.

Im direkten Sichtvergleich fällt sofort der andere Reifenbau auf. Der GT Radial Maxmiler WT2 hat diese Winterreifen typischen Lamellen, von denen der Michelin kaum welche aufweist.

Ansonsten kann ich gegen den MICHELIN AGILIS CAMPING als Sommerreifen in der Größe 235/65 R16 115/113R nicht sagen. Bisher hat er gute Dienste geleistet und steht nach fast 20.000Km noch gut im Profil.
Ein weiteres Indiz für die Sommerreifengummimischung. Zu hart für den Wintereinsatz.

Allerding fährt man, wohl aufgrund der breiteren Reifen des TRANSIT/SPRINTER im Regelfall 3,5Bar vorne und 4,5Bar hinten, weil das die Tragfähigkeit eben hergibt.
Der 225/75 R16 für den FIAT braucht etwas mehr Reifendruck für die Tragfähigkeit.

Ich habe, wie man unter dem Link lesen kann, gerade für den Satz Winterreifen auf Felge, mit Metallventil und Montage 636,-€ bezahlt.

Im Übrigen: Geschichte mit dem langen Überhang und der gewaltig höheren Achslast auf der HA ist nicht ganz richtig, wie wir schon hier im Forum geschrieben haben.

Ein 3,5To Ti ist im Regelfall anders verteilt. --> Link

In meinen Papieren für den 7,45m langen TI steht eine max. Achslast vorn von 1850Kg und hinten 2250Kg, auch wenn es nur ein 3,5Tonner ist. Aus der großen MoWo-Zeitschrift weiß ich, dass die Vorderachslasten, nach Beladung, meistens ausgelastet, oder gar überladen werden. Bleibt für die Hinterachse nur der Rest, wenn man nicht überladen fahren will.

Nimmt man nun aber einmal vereinfacht an, dass die Gewichtsverteilung entsprechend der eingetragenen Achslasten berechnet werden kann, dann sieht die Verteilung so aus:
Vorne 1850Kg (ca. 45%) und 2250Kg (55%) hinten - dann gesamt 4,1 Tonnen.
Die Differenz beträgt rechnerisch also nur ca. 10%.

Setzt man jetzt sogar, dass die Vorderachslast ausgelastet wird - wie so oft in Fachzeitschriften und hier im Forum beschrieben und das es sich um einen 3,5 Tonner handelt, dann sieht das Verhältnis nochmals ganz anders aus: Dann haben wir fast 53% auf der VA! Das dürfte der Realität am nächsten kommen.

Allerdings kann dieses Verhältnis durch die (falsche) Beladung geändert werden. Doch nur dann, wenn das Fahrzeug insgesamt überladen wird, da wir von der voll ausgenutzten VA-Last ausgegangen sind.

LG Carsten

WomoToureu am 06 Dez 2021 03:55:33

Karlov hat geschrieben:Hat jemand von euch das auch erlebt? Und ist dann auf Winterreifen gewechselt?

Wir sind auch öfters mal bei Eis und Schnee unterwegs, hatten jedoch noch nie Schwierigkeiten. Wir fahren Allwetterreifen Continental VancoFourSeason 2 225 / 75 R 16C 121 / 120R haben jedoch auch Ketten dabei. --> Link

Wir haben von 10 - 30 cm Schnee --> Link bis zu 2 - 3 m Schneedecke z.B. Sierra Nevada gefahren, keine ernsthaften Schwierigkeiten.
Wir haben vorn 2 t auf dem Vorderradantrieb, auf Eis haben wir natürlich auch entsprechende Probleme, notfall müssen die Ketten rauf.

Pechvogel am 06 Dez 2021 09:21:43

Du hast ein Womo mit einem sehr langen Hecküberstand und woanders mal Achslasten von vorne 1,5t und hinten 2t angegeben.
Dazu kam noch der Wunsch durch eine Luftfeder die Hinterachslast weiter erhöhen zu können.
D.h. Du hast eine, gerade für einen Frontantrieb, sehr ungünstige Gewichtsverteilung.
Karlov hat geschrieben:...Da steht die M+S-Kennung auf den Reifen und ich hatte bereits auf 3,5 bar vorne den Luftdruck reduziert…

Dazu kommt dass selbst der, auf 3,5 Bar, reduzierte Luftdruck, laut der Michelin-Tabelle, für die Achslast zu viel sind.

Dann können wir nicht wissen wie die Zufahrt zu der Scheune ist: ein glatter Betonboden? Oder asphaltiert? Holzbretter? :mrgreen:
Nass, gefroren und anschließend eine dünne Schneeschicht?

Fakt ist nun mal dass ein Standard-Womo kein Fahrzeug für den Winterdienst ist, die Gewichtsverteilung ungünstig ist, die Reifen zu viel Luftdruck haben und es sich nicht um "richtige" Winterreifen handelt.

ICH, an Deiner Stelle, würde mit dem Womo nochmal zu einer Waage fahren und die Achslasten wiegen. Dann Michelin nach dem korrekten Luftdruck für die Achslasten fragen und mir vielleicht vorher überlegen ob man das Gewichtsverhältnis etwas optimieren kann ( z.B. die E-Bikes im Winter aus der Heckgarage nehmen? ).





Grüße
Dirk

Navigatore am 06 Dez 2021 09:38:36

Karlov hat geschrieben:Und du fährst die Winterreifen auch im Sommer im Süden? Bei Temperaturen über 30 Grad?

Warum nicht? Machen wir auch. Seit 23 Jahren. Da hatte ich erstmalig ein einschneidenden Erlebnis auf einer nassen Wiese gehabt. Danach nie wieder :wink:

Rotti am 06 Dez 2021 09:42:31

Bilder sagen mehr als Worte:
Agilis mit MS undder Agilis Winterreifen im optischen Vergleich:


MilesandMore am 06 Dez 2021 11:00:36

Der Conti Camper Ganzjahresreifen auf unserem Hymer hat Lamellen, faehrt sich bei mir aber sehr schnell ab.
Nach 8tkm bereits 1,5mm runter.
Ist mir egal wenn er wirklich Grip hat bei Regen und Schnee, dann halt oefters mal ein neuer Satz vorne.
Nachteil im Sommer wie bei ALLEN Ganzjahresreifen Bremsweg um ca. 10m laenger auf trockener Strasse das sollte man wissen.

Beste Gruesse Bernd

DonCarlos1962 am 06 Dez 2021 11:12:53

MilesandMore hat geschrieben:Nachteil im Sommer wie bei ALLEN Ganzjahresreifen Bremsweg um ca. 10m laenger auf trockener Strasse das sollte man wissen.

Das gilt auch für die Winterreifen aufgrund der weicheren Gummimischung. Die Erfahrung mit Ganzjahresreifen habe ich auf dem PKW auch gemacht.

Das Risiko wollte ich nicht eingehen, darum lieber zwei Sätze Reifen.

LG Carsten

Tinduck am 06 Dez 2021 11:39:56

Ganzjahresreifen mit Schneeflockensymbol kann man gut fahren, wenn man sich einfach ein paar Schneeketten ins Mobil legt und diese auch benutzt, wenn nötig.

Zumindest eine bessere Lösung als das ganze Jahr auf Winterpellen rumzufahren. Ketten helfen übrigens auch auf der nassen Wiese.

Wir sind bis jetzt mit Goodyear Cargo Vectors (GJR) und Schneeketten auf Heckantrieb überall durchgekommen, und da waren auch Passfahrten bei Schnee und Schneematsch dabei.

Solche Fakes mit M+S-Symbol helfen natürlich nix. Deswegen gelten die ja auch nicht mehr als Winterreifen.

bis denn,

Uwe

UweHD am 06 Dez 2021 11:43:03

DonCarlos1962 hat geschrieben: ...Das gilt auch für die Winterreifen aufgrund der weicheren Gummimischung. Die Erfahrung mit Ganzjahresreifen habe ich auf dem PKW auch gemacht....

Richtig.
die Nachteile, die Sommerreifen auf Schnee & Eis haben, haben auch Winterreifen bei hochsommerlichen Temperaturen.
Sowohl Gummimischung als auch der Aufbau sorgen beim Winterreifen für eine (gewünschte) stärkere Aufheizung der Lauffläche. Hierbei spielt besonders die Gestaltung der Profilblöcke eine Rolle, die beim Winterreifen besonders stark walken und einen nicht unerheblichen Wärmeeintrag in die Lauffläche generieren.
Speziell im Wohnmobilbetrieb, bei Fahrten an der Gewichtsgrenze und hohen Temperaturen, steigt dadurch die Gefahr eines kapitalen Reifenplatzers. Ganz zu schweigen von einer merklich reduzierten Haftung, die sich u.a. im verlängerten Bremsweg ausdrückt.

Die Aufheizung eines Reifens allein aufgrund stärkerer Profilierung kann man übrigens im Rennsport gut beobachten. Ein profilloser Slickreifen wird dort bei Laufflächentemperaturen von ca. 80-90°C gefahren. Profiliert man jetzt denselben Slick zu einem Intermediate, bei identischer Karkassen- und Laufflächenaufbau, mit einem Schneidegerät, dann wird der Reifen merklich wärmer - bis hin zur völligen Zerstörung auf trockener Fahrbahn durch Überhitzung, wenn man es mit den Einschnitten übertreibt.

Natürlich ist ein Wohnmobilreifen kein Rennreifen :) Dennoch spielt auch beim Womo der korrekte Reifen für die Witterung eine nicht unerhebliche Rolle, und Winterreifen im Sommer sind offenbar nicht explizit verboten, aber nicht unbedingt empfehlenswert.

rolfk am 06 Dez 2021 11:46:39

Karlov hat geschrieben:
Da steht die M+S-Kennung auf den Reifen und ich hatte bereits auf 3,5 bar vorne den Luftdruck reduziert…

Nicht dass es viel Unterschied gemacht hätte, aber auf Glätte fährt man hohen Luftdruck , nicht niedrigen.

Navigatore am 06 Dez 2021 12:03:29

UweHD hat geschrieben:Nachteile ....Winterreifen bei hochsommerlichen Temperaturen. ....steigt dadurch die Gefahr eines kapitalen Reifenplatzers. Ganz zu schweigen von einer merklich reduzierten Haftung.

Hmmm ... drücken wir es mal so aus. Nach 23 Jahren nur mit Winterreifen und Fahrten bis nach Sizilien haben wir von all dem nichts bemerkt. Und Haftung hatten wir immer ausreichend, vor allem auf unbefestigtem Untergrund

Die Aussagen zum erhöhten Verschleiß kann ich ebenfalls nicht bestätigen. Wir haben für 210.000 Kilometer 3 Sätze benötigt. Beim Verkauf am Anfang diesen Jahres waren auf dem letzten Satz Hankook noch 7 bis 8mm Profil drauf.
Unser altes Fahrzeug war ein 7m langer Alkoven mit 115 PS.

Das ist eben der Unterschied zwischen Erfahrungs- und angelesenem Wissen.

woslomo am 06 Dez 2021 12:10:27

Als ich Ende der 80er Jahre mit dem Womofahren angefangen habe, da waren Sommer und Winterreifen für mich absolute Pflicht. Zuletzt Winterreifen ganzjährig.
Seit ca. 2000 fahre ich ausschließlich die Agilis mit M+S-Kennzeichnung ganzjährig und bin seitdem, gegenüber früher, nirgends mehr hängen geblieben. Weder auf nassen oder sumpfigen Wiesen, Tiefsand oder im Schnee. Meinen Seilzug, der vorher zum Freikommen häufig im Einsatz war, blieb seitdem nur ungenutzte Beifracht im Womo. Seit 2012; 7,5m, 4,5t und oft mit zusätzlich 1,6t Hänger.
Ich bin mir auch sicher, dass ich bei einigen meiner Touren z.B. in Montenegro und Marokko mit Sommerreifen zumindest Ketten benötigt hätte um mein Ziel zu erreichen. Mit den Agilis hatte ich keinerlei kritischen Situationen wegen Traktionsverlust.

Tinduck am 06 Dez 2021 12:23:58

Navigatore hat geschrieben:Das ist eben der Unterschied zwischen Erfahrungs- und angelesenem Wissen.


Diese Erfahrung gilt nur für dich selber und widerspricht dem technischen Konsens, insofern wäre ich da mit Empfehlungen etwas vorsichtig.

Der ADAC hat übrigens andere Erfahrungen als du gemacht: --> Link

Wünsche Dir gute Fahrt und dass du mit den Winterpellen bei 80+ °C Asphalttemperatur niemals eine Notbremsung machen musst. Die könnte dann nämlich im und nicht vorm Hindernis enden.

bis denn,

Uwe

Fledermaus am 06 Dez 2021 12:47:11

Servus
Ich fahr auch mit Winterreifen, habe das Gefühl das er bei Steigungen und Nässe besser greift.

Schneeketten sind auch an Bord, will man halt nicht immer anlegen, besonders wenn es sich um kleine Strecken handelt, so wie vom TE geschildert. Zufahrt zur Halle.

Vielleicht hätten da die Plastik Streifen geholfen die man über das Profil wie Kabelbinder befestigt. Habe ich mir noch immer nicht besorgt. :trotz:

Luft ablassen hätte ich auch gemacht, sogar auf 2bar, auf der nassen Wiese hilft es gewaltig, auch wen das Profil zugeschmiert ist. Das es bei Schnee nicht helfen soll? Die Auflage des Reifen wird nicht nur breiter sondern auch länger.
Alles nur in Ausnahmefällen um aus einer Parklücke/ Wiese zu kommen.
Dann brauchts einen Kompressor.

rkopka am 06 Dez 2021 12:54:33

Tinduck hat geschrieben:Wünsche Dir gute Fahrt und dass du mit den Winterpellen bei 80+ °C Asphalttemperatur niemals eine Notbremsung machen musst. Die könnte dann nämlich im und nicht vorm Hindernis enden.

Ja, sie können den Bremsweg verlängern und schon einmal kann zuviel sein. Aber umgekehrt sind neue gute Sommerreifen auch keine Garantie. Es gibt ja auch noch die Reaktionszeit, Beladung, Fahrzeugzustand(Dämpfer...) u.a. Effekte auf der Straße, die sich auswirken. Die ganzen Bremstests zeigen ja nur einen Effekt, alles andere ist ausgeblendet. Die anderen Punkte addieren sich, aber entweder geht es sich so und so nicht aus (geringer Abstand auf der AB, Nässe) oder es reicht so und so noch aus, weil die Abstände eingehalten wurden. Und auch Sommerreifen werden schlechter, müßten also öfter getauscht werden, als viel das machen. Laut einem Artikel sind sie nach 5 Jahren schon 2 Testnoten schlechter als neu. Und gerade wenn man Sommer- und Winterreifen fährt, kommen ja noch weniger km pro Reifen übers Jahr zusammen.

Und wie oft macht man wirklich Notbremsungen ? Wenn ich mich zurückerinnere, dann kaum öfter als alle 5 Jahre. Und selbst dann rase ich nicht mit Bremsen im Anschlag auf das Hindernis zu, sondern muß einfach die Bremsen voll, aber kontrolliert einsetzen. Und das die letzten Jahre auch mit GJR. Damit meine ich nicht, daß ich besser autofahre, sondern nur defensiver.

Sind die "richtigen" Reifen besser - ja. Sind sie eine Garantie - nein.

RK

Montreal am 06 Dez 2021 12:55:37

Tinduck hat geschrieben:Ganzjahresreifen mit Schneeflockensymbol kann man gut fahren, wenn man sich einfach ein paar Schneeketten ins Mobil legt und diese auch benutzt, wenn nötig.


Solche Fakes mit M+S-Symbol helfen natürlich nix. Deswegen gelten die ja auch nicht mehr als Winterreifen.

bis denn,

Uwe


M+S = Manchmal Mud and Sand

MFG

Dan

UweHD am 06 Dez 2021 12:59:30

Navigatore hat geschrieben: ...Hmmm ... drücken wir es mal so aus. Nach 23 Jahren nur mit Winterreifen und Fahrten bis nach Sizilien haben wir von all dem nichts bemerkt. Und Haftung hatten wir immer ausreichend, vor allem auf unbefestigtem Untergrund....

Hi Jörg,

natürlich wird nicht jedem ein Winterreifen bei Sommerhitze um die Ohren fliegen. Es geht nur um die Wahrscheinlichkeit bzw. die Sicherheitsmarge, die ein Sommerreifen bei hohem Temperaturen hat.
Deine Aussage gilt übrigens umgekehrt genauso für mich: Ich war "damals" auch mindestens 23 Jahre lang mit Sommerreifen im Winter unterwegs und hatte weder einen Unfall noch bin ich irgendwo nicht den Berg hochgekommen. Haftung war immer ausreichend, Driftwinkel auch :D

Tinduck am 06 Dez 2021 13:01:25

Montreal hat geschrieben:M+S = Manchmal Mud and Sand

MFG

Dan


Ja, das wird manchmal so übersetzt. Aber wenn ich mir so die Michelin Agilis M+S anschaue, können die das genauso wenig wie Schnee...

bis denn,

Uwe

Montreal am 06 Dez 2021 13:55:32

Tinduck hat geschrieben:M+S = Manchmal Mud and Sand

MFG

Dan


Ja, das wird manchmal so übersetzt. Aber wenn ich mir so die Michelin Agilis M+S anschaue, können die das genauso wenig wie Schnee...

bis denn,

Uwe[/quote]

Sicher wiel besser als auf schnee, wir hatten bis jetzt seid wiele jahren keine probleme mit die Agilis auf unbefestigste
strassen und sand, dock nicht in Sahara getestet. :)
Übrigens, hier in Schweden denke ich das niemand wurde die markierungen auf die Agilis als Mud and Snow interprätieren.

woslomo am 06 Dez 2021 15:38:28

Zum Thema Temperatur der WR im Sommer.
Ich habe mir angewöhnt bei längeren Fahrten bei Stops immer wieder die Reifentemperatur der Agilis (Lauffläche und Seiten) unmittelbar nach dem Anhalten mit einem Infrarothermometer zu messen.
Bisher habe ich auch bei Temperaturen >>30°C nie eine wirklich hohe Temperatur feststellen können. Bestenfalls gab es Temperaturunterschiede zwischen Sonnenseite und Schattenseite.

UweHD am 06 Dez 2021 15:59:57

woslomo hat geschrieben: ...Ich habe mir angewöhnt bei längeren Fahrten bei Stops immer wieder die Reifentemperatur der Agilis (Lauffläche und Seiten) unmittelbar nach dem Anhalten mit einem Infrarothermometer zu messen. Bisher habe ich auch bei Temperaturen >>30°C nie eine wirklich hohe Temperatur feststellen können....

Die Agilis sind ja auch keine Winterreifen sondern Sommerreifen mit M&S-ähnlichem Profil, wie hier schon mehrfach geschrieben wurde. Die müssen auch in heißen Sommern einwandfrei funktionieren und dürfen unter normalen Betriebsbedingungen nicht überhitzen.

Ansonsten: Welchen Druck fährst du in den Agilis? Ich fahre mit dem 3,5t Mobil derzeit 3,8/4,5 Bar, da bemerkt man schon eine deutlich stärkere Erwärmung als bei den vom Fahrzeughersteller empfohlenen 5.5 Bar. Und das, obwohl 3,8/4,5 noch deutlich über dem vom Reifenhersteller vorgeschriebenen Druck für die tatsächliche Achslast liegen.

woslomo am 06 Dez 2021 16:34:11

5,5 bei 4,5t zGG

Navigatore am 06 Dez 2021 16:43:29

woslomo hat geschrieben:Zum Thema Temperatur der WR im Sommer.
Bisher habe ich auch bei Temperaturen >>30°C nie eine wirklich hohe Temperatur feststellen können. Bestenfalls gab es Temperaturunterschiede zwischen Sonnenseite und Schattenseite.

Wir hattenTiremoni verbaut, der neben dem Luftdruck auch die Temperaturen der Reifen ständig misst. Das ist zwar nicht so exakt wie Deine Methode, aber das Ergebnis war das Gleiche.

andwein am 06 Dez 2021 18:04:50

Karlov hat geschrieben:.....Bei Schnee, Matsch und Eis nahezu NULL Traktion. Selbst die 2-prozentige Steigung in die Scheune zum Unterstellen nach dem Wochenendtripp verweigerten die Reifen; Die Frage, die sich mir jetzt stellt, ist: Wäre es mit dedizierten Winterreifen besser gewesen (Ducato, 3,4 Tonnen, Vorderradantrieb)?

Nach meinen Erfahrungen mit Skiurlaub über Passstraßen und erst MB Heck, dann Ford Heck, dann 2x Duc Front und jetzt Ford Heck
definitiv Nein. Es liegt nicht an den Reifen, es liegt an der Entlastung der Vorderachse. Abhelfen kannst du nur mit "alles Gewicht zwischen Vorder- und Hinterachse und alle Wassertanks hinter der Hinterachse entleeren, Fahrräder runter.
Gruß Andreas

Bergbewohner1 am 06 Dez 2021 18:09:01

Ich habe mir diese gekauft und für 132,00 € das Stück und sind super, auf Heckantrieb.
Bei Frontantrieb und dem Überhang, naja was soll man da sagen
Hersteller Michelin
Herstellerkategorie Premiumreifen
Modellname Agilis Alpin
Verwendung Winterreifen
Fahrzeugtyp Transporter
Dimension 205/75 R16
Lastindex 113/111
Geschwindigkeitsindex R (bis 170 km/
Haben natürlich das Schneeflockensymbol.

Montreal am 06 Dez 2021 18:24:37

andwein hat geschrieben:Nach meinen Erfahrungen mit Skiurlaub über Passstraßen und erst MB Heck, dann Ford Heck, dann 2x Duc Front und jetzt Ford Heck
definitiv Nein. Es liegt nicht an den Reifen, es liegt an der Entlastung der Vorderachse. Abhelfen kannst du nur mit "alles Gewicht zwischen Vorder- und Hinterachse und alle Wassertanks hinter der Hinterachse entleeren, Fahrräder runter.
Gruß Andreas


Hier bin ich eine ganz andere meinung, wir fahren seit 2007 mit eine Ducato mehrmals jeden winter in das gebirge hier zum skifahren. Wir sind immer durchgekommen auch beim heftiges schneefall, aber selbstverständlich haben wir richtig gute winterreifen auf den auto, z.b. Nokian Hakkapelitta und jetzt Michelin Alpin. Naturlich hilft es auch wenn man so viel gewicht wie möglich nach vorne verlagert, wir haben auf den vorderachse um die 1850Kg und auf den hinterachse um die 2000Kg.

mv4 am 06 Dez 2021 18:54:05

Hier werden wieder Äpfel mit Birnen verglichen....wenn die Vorderachslast 1850kg und die Hinterachslast 2000kg hat dann ist das eine sehr gute Achslast Verteilung für einen Fronttriebler...(für einen Hecktriebler wäre das eher schlecht) die hat aber nicht jeder...die meisten haben zu tun das sie vorn auf 65% kommen..
Dazu hat auch der Radstand einen Einfluss...je länger desto mehr Last auch auf der Vorderachse.

Fledermaus am 06 Dez 2021 19:15:02

Servus

Ob sich der TE jetzt wirklich überlegt ob er ein neues Womo kauft :?:
Vielleicht hat er nur die falsche Einstellgarage :?:


Oder reichen nicht auch gute Reifen :?:

Montreal am 06 Dez 2021 19:39:20

[quote="mv4"]Hier werden wieder Äpfel mit Birnen verglichen...

Den gewichtsverteilung kann man ja auch selbst beeinflüssen, dieseltank voll, wassertank voll (wenn es vor den HA sitzt, in garage alle unnötige dingen ausräumen, so wiel gewicht wie möglich nach vorne, nichts aussen hinten, keine generator oder so am fahrradträger u.s.v. Aber am wichtigsten richtig gute winterreifen, keine allwetter oder so.
Wenn möglich fahren in winter trainieren, sanftes anfahren und gasgeben. Wir haben ja den vorteil das wir beinahe auf eis und schnee aufgewachsen ist, und das wir immer darauf mit autos gespielt hat. :)
MFG
Dan

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