aqua
hubstuetzen
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Erbitte Schützenhilfe zum Thema BMS WR Laderegler 1, 2


Meick16vt am 24 Mai 2021 22:24:47

Guten Abend liebe Forengemeinde,

Leicht ehrfürchtig habe ich mich entschieden, nicht mehr nur als stiller Mitleser die Themen zu durchforsten, sondern hier auch aktiv um Hilfe zu bitten.
Ich bitte rein vorsorglich um etwas Nachsicht mit mir - das Thema könnte etwas off-topic sein, da ich einfach relativ viele offene Fragen habe, die ich ggf. mithilfe des Einen oder Anderen hier klären kann.

Um nicht mit der Tür ins Haus zu fallen, ganz kurz zu meiner Ausgangssituation:

Ich besitze seit Ende Februar einen Rettungswagen auf Ducato 250 Maxi Basis, den ich umbauen möchte. Relativ schnell holt einen das Thema Elektrik ein, mit dem ich offensichtlich nicht so sehr vertraut bin, als dass ich mich wohl damit fühlen würde.
Ich werde nachfolgend mal versuchen, ein paar Parameter aufzuführen, um überhaupt eine Grundlage zu schaffen.
Ziel soll sein, die Stromversorgung so auszulegen, dass ich bzw. wir (2 Erwachsene, 1 Kind) auch mal 2 Tage autark stehen können, ohne uns allzu viele Gedanken zu unserem Stromverbrauch machen zu müssen.
Verbraucher sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht klar definiert, insgesamt werden es wohl:
12v Verbraucher:
- Elgena Boiler Nautic Therm 200w
- Bosch Pumpe Kühlkreislauf
- Planar 2d Standheizung
- Kühlschrank ca. 90L (mit aus RTW vorhandenem Danfoss BD35 Komressor)
- MaxxAir Fan
- Shurflo Wasserpumpe
- LED Beleuchtung

230V Verbraucher:
- Induktionskochfeld 2 Platten (max. 3100w)
- LED Tv (um 40 Zoll)
- Kapselautomat
- Kleinverbraucher über Steckdosen (Handy, Tablet)
- Router / Wifi Extender

Sinn und Unsinn eines gasfreien Ausbaus möchte ich grds. nicht auslösen. Vielmehr versuche ich, den Punkt zu überwinden, der mir ein Vorankommen momentan unmöglich macht.
Der Aufbau ist derzeit mit einer 90Ah-AGM ausgerüstet. Weiter ist ein Votronic Battery Protect 100 sowie ein Votronic PB 1215 Laderegler verbaut. Beide scheinen mit meiner Planung ablegereif zu werden, da weder für LiIon ausgelegt, noch für angedachte Kapazität.

Ich plane konkret mit einem 400Ah Akku aus Winston Zellen, der eine ausreichende Grundlage darstellen sollte (grds. schmeckt mir der Preis auf GWL, aber da ein auskunftsfreudiger Berater bei meinem Unwissen sicher gesund wäre, schwanke ich noch. Ausserdem ist der Preis für die Initialladung dort so happig, dass inkl. Versandkosten ein eventueller Preisvorteil unterm Strich nurnoch minimal sein dürfte).
Auf dem Dach möchte ich 2x 330w Solarpanels unterbringen (geplant GWL/Sunny Mono 60 Zellen PERC).
Weiter benötige ich einen Wechselrichter, der um 3000w Sinus leistet, mit Vorangschaltung daher kommt, sowie ein autom. Ein-und Ausschalten beherrscht (Vorschläge willkommen :) ). Hier liebäugel ich mit einem Victron MultiPlus 3000/12 Gerät, bin aber für andere Geräte komplett offen.

Und nun beginnt die Misere:
Ich weiß nicht, welches BMS für mich und meinen Zweck das Vorteilhafteste darstellt. Grundsätzlich neige ich zum REC BMS, ohne wirklich profunde Gründe dafür anführen zu können (3A Balancing, Top bottom und andersherum, "aktives Balancing", ggf. Möglichkeit zur Kommunikation mit Victron Multi). Wichtig ist mir allem voran, dass es funktioniert. Ich weiß auch nicht, ob soviel Schnickschnack notwendig ist, oder einfachere System ihren Job nicht ebenso gut machen.
Ich würde gerne UVP und OVP über getrennte Relais schalten können.

Ich denke, bis hier langt das vorerst. Sofern ich nicht sofort auf dem Scheiterhaufen verbrannt werde, würde ich gern im späteren Verlauf noch Auszüge aus meinen Schaltplänen einstellen, um ggf. abklären zu können, ab wo ich den WR einschleifen muss, ob die Notstartfunktion mit Abgriff an der Aufbaubatterie sich mit einer B2B Lösung beißt usw.

Vielen Dank vorab.

Es grüßt

Meick

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Stocki333 am 25 Mai 2021 07:16:28

Hallo Meick
Erstmal willkommen m Forum.
Hast dir ja ein schönes Projekt umgehängt.
Winston ist mal Ok. Nimm dir ein System das bewährt ist. Viele haben das System hier. und das seit Jahren.
--> Link
Ich weiß nicht, welches BMS für mich und meinen Zweck das Vorteilhafteste darstellt.

Ich würde das nehmen, welches im Bausatz dabei ist. Das funktioniert Problemlos.
Ich würde gerne UVP und OVP über getrennte Relais schalten können.

Warum.
Hat sicher Vorteile aber auch Nachteile. Und die meisten Anlagen laufen nur mit einem Relais. Gibt aber auch eine 500 A Variante von Lars. Meine seit 6 jahren. mit einem Relais. Auch der Starterstrom 450 A läuft darüber.
Ich weiß auch nicht, ob soviel Schnickschnack notwendig ist, oder einfachere System ihren Job nicht ebenso gut machen.

Was nicht verbaut kann nicht kaputt gehen. Und mit Multiplus mußt du das Überdenken.
Weiter benötige ich einen Wechselrichter, der um 3000w Sinus leistet, mit Vorangschaltung daher kommt, sowie ein autom. Ein-und Ausschalten beherrscht (Vorschläge willkommen :) ). Hier liebäugel ich mit einem Victron MultiPlus 3000/12 Gerät, bin aber für andere Geräte komplett offen

Gute Wahl. Aber auch nicht gerade Billig.
um ggf. abklären zu können, ab wo ich den WR einschleifen muss,

Der Multiplus hat ja alles integriert.
Ein BC fehlt noch, bei deiner Aufstellung. Victron BMV 512. Hat einen 500 A Shunt dabei. Und lässt sich Perfekt auf Lithium Kalibrieren.
Zum automatischen Aus - Ein. Das kostet Energie. = Ruhestrom. Sollte nicht ein Kriterium sein. Besser in der Küche einen Einschalter montieren.
Elgena Boiler Nautic Therm 200w

Welcher. Aber der Elgena ist Ok. Strommäßig ist 12 Volt aufheizen nicht zu Empfehlen.
Mehr Liter ist besser, wenn viel gefahren wird.
Planar 2d Standheizung
- Kühlschrank ca. 90L

Diese Komponenten sind aber in der Energiebilanz ein grosser Faktor.
Kühli so im Sommer um die 45-50 Ah. Im Winter ist es weniger . Dafür kommt die Heizung dazu.
LED Tv (um 40 Zoll)

Vermutlich 230 Volt. Wieviel Stunden Betrieb.
Ich besitze seit Ende Februar einen Rettungswagen auf Ducato 250 Maxi Basis,

Welche LM ist verbaut. Leistung in A.
Booster ist mit einem System von Lars nicht notwendig. Kräftige Kabel und Trennrelais reicht. Winston kommen mit der Spg der Lima klar.
Auf dem Dach möchte ich 2x 330w Solarpanels unterbringen

Das ist der Knackpunkt. Meiner Ansicht nach.
Zuwenig für dein Vorhaben. Gasfrei. Du brauchst jedes Watt. Das du unterbringst am Dach.
Schindeltechnologie ist in Ordnung. eventuel mal hier schauen. Ob du mehr unterbringst. kenne deine Dachfläche nicht.
--> Link
Einen oder 2 Solarregler (SR) brauchst du auch noch. Victron ist hier erste Wahl. MPPT Smart. Eventuell das auf 2 Regler aufteilen.
Victron SR. Erste Zahl gibt die Volt der Module an. Die zweite Zahl die Ampere, die zur Batterie fließen.
Votronic PB 1215 Laderegler verbaut.

Nicht wegschmeißen. :cry:
Kannst du zum Laden der Starterbatterie über die BB verwenden. Bei längerer Standzeit. Oder zur Pflege.
So das waren mal meine Gedanken zu deinem Projekt. Erst sollst du dir im klaren sein, was du verbaust. Dann einen Plan zeichnen. Sonst hast du 2 x die Arbeit.
Gruß Franz

Rockerbox am 25 Mai 2021 07:39:08

Servus Meick,

der gute Franz hat dir ja schon einiges geschrieben, ich kann dir noch Faktor.de als Shop für die Winston empfehlen, dort kriegst du die Zellen auch initialgeladen und Herr Eisenbichler macht einen super Service.

--> Link

Das REC hab ich selber auch seit drei Jahren im Einsatz mit nur einem Relais für OVP und UVP, näheres kannst du in meinem Bericht dazu lesen:

--> Link

Beim REC brauchst du auch keinen separaten Batteriecomputer mehr, das macht das REC alles gleich mit (Shunt notwendig) und mit dem WiFi-Modul hast du alle Infos vom Akku am Handy und vollen Zugriff auf die Konfiguration. Ist nicht die günstigste Variante für ein BMS, aber läuft einwandfrei und ist von der Verkableung sehr einfach aufzubauen.

Anzeige vom Forum


Gast am 25 Mai 2021 08:07:18

Bei der gewünschten gasfreiheit sind 400 Ah recht wenig. In Winston sind größere Batterien nicht nur extrem teuer sondern auch sehr schwer.
Für ein Drittel des Preises und das halbe Gewicht bekommst du die üblichen LiFePo4 (blaue Becher). Bau dir 3 Sätze je 280 Ah mit JBD-BMS für je rund 500,-- und hänge die parallel.

So bist du dreifach abgesichert und hast die doppelte Leistung und Strom für weniger Geld.

Gast am 25 Mai 2021 08:48:57

Ob 400Ah jetzt zu wenige sind, hängt vom Tagesverbrauch ab, den ich nicht einschätzen kann, vielleicht so 150Ah/Tag. Bei 660Wp kann er bei halbwegs Sonne locker mit 40- 50A laden, da ist der Akku doch recht fix wieder voll.

Da er sagt, das er elektrisch noch nicht so der "Brüller" ist, nach dem Umbau wird er das sein :-) Ich würde das Syseme von Lars nehmen, einfach, sicher, nichts dabei was man falsch parametrieren könnte, nichts was wirklich kaputt gehen könnte. Teuer ja, aber was ist das schon auf >10 Jahre. Wenn ich so fast täglich lese, welche Probleme manche mit div. Akkus und BMS haben, dann gerne wieder den von lisunenergy.

Nur meine persönliche Meinung

Gruß

murksmax am 25 Mai 2021 09:01:18

Meick16vt hat geschrieben:Ziel soll sein, die Stromversorgung so auszulegen, dass ich bzw. wir (2 Erwachsene, 1 Kind) auch mal 2 Tage autark stehen können, ohne uns allzu viele Gedanken zu unserem Stromverbrauch machen zu müssen.


Moin Meick,

willkommen in der Runde. Die von Dir aufgestellte Liste ist ja schon mal ein schöner Anhalt. Damit kann man sich schon mal eine Energiebilanz erstellen, um eine Übersicht zu bekommen, was man für ein Kraftwerk benötigt.

Fangen wir der Einfachheit mal mit dem größeren und verbrauchsintensiveren an, dem 230 V Bereich:

- Induktionskochfeld 2 Platten (max. 3100w)
- LED Tv (um 40 Zoll)
- Kapselautomat
- Kleinverbraucher über Steckdosen (Handy, Tablet) (streichen)
- Router / Wifi Extender (streichen)

Die Kleinverbraucher wie Router und USB Ladeadapter müssen dort weg und direkt an 12 V betrieben werden. Zum Laden gibt es direkt Steckdosen im Sportboot- und Campingbedarf, die aus 12 Volt die Ladespannung generieren. Inzwischen gibt es auch welche, die mit mehr als 2 A laden.
Als Router empfehle ich einen Teltonika, da der auch direkt mit Spannungen 9~28 V betrieben werden kann und Anschlüsse für ext. Antennen mitbringt.

Was aber ein echtes Pfund ist, das ist das Kochfeld. Mit einer Leistungsaufnahme von 3.1 kW wirst du mit dem MultiPlus 3000 nicht auskommen. Der bietet Dir nur 3kW Nennleistung, Du wirst aber beim Anwärmen schon mehr als 3 entnehmen. Wenn dann noch der Fernseher läuft, steigt er garantiert aus. Da musst Du -zumindest meiner Ansicht nach- eine Nummer größer planen.

Zum Verbrauch:
Kochfeld: Kartoffeln, Gemüse, Stück Fleisch- Zubereitungszeit ca. 40 Minuten, geschätzte Kochzeit Kart. ~30 min, Gemüse 10 min. Und Fleisch dto. Macht insgesamt geschätzte 1,5 kWh. Dazu zum Frühstück noch fünf Minuten Eier kochen oder Rühreier machen. Macht noch einmal ~150 Wh (geraten).
Fernseher: Da hab ich keine Werte, darum schätze ich mal 120W, Betriebszeit täglich ca. 2 Stunden, demnach noch einmal 240 Wh gesamt.
Kaffemaschine: 1000~1500 W, Betriebszeit ca. 10 min täglich, macht (gemittelt) 1250W/6 noch einmal 200 Wh.
Toaster, da kein Backofen für Brötchen? Meiner hat 800 W, Betriebszeit für ein Frühstüch mit 3 Personen ca. 10 min., macht 150 Wh.
Als Summe kommen da für den tägl. 230 V Bedarf ca. 2,5 kWh zusammen. Bei einer Verlustleistung des Wechselrichters von ca. 15% beträgt der tagtägliche Verbrauch aus dem Akku dann ungefähr
2500Wh/0,85 = 3000Wh
Das entspricht bei einen 12 V Akku bei 13 V (für Lithium)
3000Wh / 13 V = 230 Ah

Gehen wir dann einmal davon aus, dass Du zwei Tage stehen willst und es - so wie dieses Jahr zu Pfingsten - nur regnet, wirst Du auch mit Solar nicht viel erreichen (mein 520 W Kraftwerkzeug auf dem Mobil hat über Pfingsten ganze 80 W gebracht, habe gerade nachgeschaut…). Demnach benötigst Du ca. 550 Ah nur für den 230 V Kreis (Du solltest nicht weiter als 80% entladen!).

Dann einfach mal aufgrund meiner Erfahrungen (Kompressor-Kühlschrank, Heizung, Wasserverbrach, Handies, Tablets, Radio, Internet, Wasserpumpe, Licht) noch einmal 40~50 Ah täglich dazu. Mit deinem Boiler wirst du einiges mehr brauchen …

An deiner Stelle würde ich mit mind. 700Ah Lithium planen, um den Energiebedarf in dieser Form decken zu können.

Vielleicht eine Planar Autotherm 5D Warmwasserheizung, um auch den Boiler aufzuheizen. Dazu keine Bosch-Pumpe, die ist zu laut. Es gibt im Web Heizungspumpen für 12 V, die so leise wie die Umwälzpumpen zuhause sind! Für die Wärmeabgabe dann die Alde Luftwärmetauscher. Als Rohrsystem ein Verbundrohr, das ist leicht und gasdicht und auch einfach zu verlegen. Und mit den 5 kW Heizleistung kommst Du allemal aus. Da kannst du auch einen einfachen Plattenwärmetauscher mit reinhängen, damit der Motor im Stand nicht mitbeheizt werden muss …

So, jetzt hast Du erst mal was zu denken!

Gast am 25 Mai 2021 09:23:10

murksmax hat geschrieben:An deiner Stelle würde ich mit mind. 700Ah Lithium planen, um den Energiebedarf in dieser Form decken zu können.

So, jetzt hast Du erst mal was zu denken!



Eben.

Nicht zu vergessen die rund 280 A bei Vollast des Wechselrichter. Drei parallele geschaltete 280 Ah Batterien mit 120 oder 150 A BMS stemmen das. Dann je eine ANL Sicherung und mit je einer 35 mm2 Leitung zu einer vernünftigen Sammelschiene... Von der Sammelschiene aus mit 2 mal 50 mm2 direkt zum WR. Direkt, ohne weitere Sicherung!

Von der Sammelschiene aus geht dann ein Abgang über eine ANL Sicherung zum eigentlichen Sicherungsverteiler für die übrigen Verbraucher. Die größeren Verbraucher wie z. B. Den 200W Boiler über Sicherung mit Schraubanschlus machen, Stecksicherungen über 20 A machen nur Probleme...

murksmax am 25 Mai 2021 09:28:57

Hallo Meick,

was Du bei Deiner Ausbauplanung nicht vergessen solltest: Im 12 V Kreis musst Du zweiadrig verlegen, da der Aufbau wahrscheinlich innen spannungsneutral ist und jeder Verbraucher auch sein eigenes Massekabels benötigt. Und der Kabelquerschnitt sollte mind. 1,5 qmm für Licht, Radio, … betragen. Für Verbraucher mit etwas mehr Wumms (12 V Steckdosen, Ladeadapter, Wasserpumpe, …) mind. 2,5 qmm oder mehr, je nach Vorgaben des Herstellers. Und die Enden mit Endhülsen versehen. Gutes Werkzeug ist dafür viel Wert! Zum Verlängern/Trennen/Abzweigen empfehle ich --> Link, keine Lüsterklemmen!

Zum Thema Kochfeld:
Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, das Gaskochfeld zugunsten eines Induktionsfeldes zu tauschen, aber aufgrund der Leistung dieses Feldes mit 3.1 kW davon Abstand genommen. Auch die Variante 2flammig Gas + 1 Induktion haben wir verworfen. Wir werden wohl im nächsten Winter auf ein neues Gaskochfeld (--> Link) wechseln. Die haben aber auch zweiflammige, zu erschwinglichen Preisen! Und wenn Du mit Gas nur kochen willst, kommst du mit einer 5 kg Alu oder 3 kg Stahl recht lange aus. Für Landanschuss kannst Du ja immer noch ein einflammiges Induktionsfeld mitführen.

fschuen am 25 Mai 2021 10:56:56

Schönes Projekt. Hat aber, wie du wohl auch schon gemerkt hast, Potential, sich zu verzetteln. Deshalb würde ich das ganze von Gross nach Klein denken und mich erst ganz zum Schluss um Marken kümmern.

Deine Hauptverbraucher sind der Induktionsherd und der Kühlschrank. Wenn da der Strom alle ist, gibt's halt Brote statt Nudeln, und der Kühlschrank muss die Kälte halten und wird langsam wärmer. Das ist nicht urlaubsentscheidend. Aber wenn ihr im Dunkeln sitzt und die Heizung nicht geht, ist sehr schnell kein Frieden mehr in der Bude. Deshalb würde ich mit zwei Batterien planen: eine kleine - 50 Ah sind reichlich - für das Fahrzeug, und eine grosse für Wechselrichter und Kühlschrank. Statt der kleinen kannst du eine etwas grössere (z.B. 100 Ah) statt der Starterbatterie (!) verwenden. Spart Platz und Gewicht, aber nur, wenn du nicht im Winter fährst. Und wie gross die Grosse sein muss, kann dir niemand sagen - das musst du selbst austesten. Koch mal das übliche Womo-Essen auf der Induktionsplatte mit einem Energiekostenmessgerät, dann weisst du, wieviel Energie du brauchst. Die 3 kW sind ja nur die Spitzenlast, auf die du die Stromentnahme der Batterie und die Leistungsfähigkeit des WR auslegen musst. Wenn du nicht dauernd kochst und Kaffee ziehst, solltest du mit 280 Ah schon recht weit kommen. Und natürlich rede ich nur von Lithium-Eisenphosphat, und ich persönlich würde das auch mit blauen Bechern bauen. Einfach, weil du die ganze Anlage dann für um die Tausend Euro realisieren kannst.

Deine Vorstellung zu BMS scheint mir nicht ganz schlüssig. Ein BMS schaltet bei Über- und Unterspannung weg, aber nicht mit Relais. Man kann die Funktionen auch einzeln aufbauen: das Balancing mit Aktivbalancern, die ich dir für beide Batterien empfehlen würde. Eine Unterspannungsabschaltung ist für die kleine Batterie sinnvoll, wenn du sie nicht als Starterbatterie verwendest. Eine Überspannungsabschaltung mach an der Batterie keinen Sinn, sie sollte die Ladezweige abschalten. Ich würde das mit einer TVS-Diode (für Spannungsspitzen) und, wenn gewünscht, noch mit einem akustischen Alarm überwachen. Die grosse Batterie braucht keine Unterspannungsabschaltung, die ist schon im WR drin. Apropos WR, ich würde einen ohne NVS nehmen. Die schwarzen Chinadinger gibt es bei den bekannten Quellen, nicht teuer, Echtsinus und zuverlässig. Aber für 3000/6000W (dich interessiert nur die Dauerleistung) ist das schon ein ganz schöner Klopper, da musst du mal auf den Platz schauen. Das Ding soll direkt an die grosse Batterie (kurze Kabel), während die NVS zwischen Ladegerät und sonstige Steckdosen gehört. Das ist einfacher zu realisieren mit einer externen NVS.

Über die Ladegeräte würde ich dann nachdenken, wenn du über die Batterien Bescheid weisst.

Für den Fall, dass das nicht hinhaut mit der Induktion: nur für's Kochen braucht man echt wenig Gas. Da tut es vielleicht auch ein Kartuschenbrenner, sodass man gar keine Flasche benötigt.

Gruss Manfred

andwein am 25 Mai 2021 11:12:39

murksmax hat geschrieben: ....... was man für ein Kraftwerk benötigt.
Das entspricht bei einen 12 V Akku bei 13 V (für Lithium) 3000Wh / 13 V = 230 Ah. Gehen wir dann einmal davon aus, dass Du zwei Tage stehen willst und es nur regnet, An deiner Stelle würde ich mit mind. 700Ah Lithium planen

In meinen Augen eine sehr praxisorientierte realistische Einschätzung!
Gruß Andreas

Tinduck am 25 Mai 2021 11:28:02

Mh.

So'n Induktionsherd ist schon schön, aber mal im Ernst, für das Geld, was du (nur deswegen!) in Deine Elektrik stecken musst, bekommst Du einen vergoldeten Gasherd aus dem Yachtbereich (genug Power) und kannst 10 Jahre lang das Gas dafür kaufen. Und wenn mit dem Gas nur gekocht wird (Heizung über Diesel), reicht eine 5-Kg-Flasche die halbe Saison. Wenn man Wärme erzeugen will, egal ob Heizung oder kochen, ist Strom immer umständlich und ineffizient, umso mehr, je niedriger die Versorgungsspannung ist.

Wenn der Herd aus der Gleichung fällt, reicht ein 1,5-2kW Wechselrichter für den Rest (Kaffeemaschine), du musst keine armdicken Kabel verlegen und kommst mit 200-300 Ah Akku hin.

Wenn der Herd unbedingt rein soll, auf 24 V gehen. Erspart einiges an Kopfschmerzen beim Strommanagement.

Irgendein Multidings würd ich nicht verbauen, bei einem Defekt bist du sonst alle Energiequellen auf einmal los. Lieber WR, Solarregler, Netzladegerät (falls nötig) und Booster getrennt. Schöner Nebeneffekt: Solar lädt auch während der Fahrt parallel zum Booster, das kann der Multiplus nicht, soweit ich weiss.

Soweit mein Senf. Mach dir einen Kopf, was Du wirklich benötigst, nicht alles, was andere machen, macht für jeden Sinn. Sich 20 Kg mehr Akku ins Mobil zu stellen, um eine 5 Kg Gasflasche einzusparen, macht z. B. keinen, das fällt unter 'weil ich es kann' und schafft ganz neue Probleme.

bis denn,

Uwe

Rockerbox am 25 Mai 2021 11:30:56

Wir haben auch eine Induktionsplatte dabei, die wir durchaus schon mal über den WR betreiben. Das geht ganz gut, aber man sollte natürlich den BC bzw. den SOC im Auge behalten. Wenn man das ein wenig koordinert dann braucht man auch keinen "Monster-WR", weil man ja nicht alle 230V-Geräte gleichzeitig laufen lassen muss. Wir betreiben an unserem "kleinen" Sinus-WR mit 1500 W Dauerleistung eben abwechselnd die Senseo, schon mal die Induktionsplatte, auch mal den Fön der Gattin oder laden die eBikes. Wie gesagt, alles mit entsprechender Koordination.
Wenn man die Leistungsaufnahmen kennt kann man aber durchaus 2 Geräte gleichzeitig benutzen.

Komplett "gasfrei" ist schon eine Herausforderung. Kommt eben immer auf die Energiebilanz und das persönliche Reiseverhalten an.

Rockerbox am 25 Mai 2021 11:50:12

fschuen hat geschrieben:Deine Vorstellung zu BMS scheint mir nicht ganz schlüssig. Ein BMS schaltet bei Über- und Unterspannung weg, aber nicht mit Relais.


Naja, Manfred,

das kommt immer auf den Aufbau des BMS an. Mein REC schaltet sehr wohl mit einem (Hochstrom)Relais, wenn auch weder OVP noch UVP jemals vorgekommen ist und im Normalbetrieb auch nicht vorkommen sollte. Daher reicht mir EIN Relais in der Plus-Hauptleitung. Wenn es zu einer Abschaltung kommen sollte möchte ich vorher checken, was Sache ist, bevor ich manuell das System wieder einschalte.

fschuen hat geschrieben:Die grosse Batterie braucht keine Unterspannungsabschaltung, die ist schon im WR drin.


UInd was machst du, wenn eine 12V-Quelle (z.B. der Kompressorkühlschrank) die Batterie leersaugt? Da nutzt es nix, wenn der WR abschaltet.

Ist eben alles abhängig von der jeweiligen Konfiguration und vom Set-Up des Akkus + BMS.

fschuen am 25 Mai 2021 17:05:28

Rockerbox hat geschrieben:UInd was machst du, wenn eine 12V-Quelle (z.B. der Kompressorkühlschrank) die Batterie leersaugt? Da nutzt es nix, wenn der WR abschaltet.

Ist eben alles abhängig von der jeweiligen Konfiguration und vom Set-Up des Akkus + BMS.


Da hast' recht, mit der Abhängigkeit. Hängt halt alles zusammen. Wenn ich, wie angedacht, Kühli und WR an der Batterie betreibe, hab ich die folgenden Möglichkeiten:
- der Kühli schaltet irgendwann ab (z.B. 10 V) und geht auf Störung. Alles gut.
- er macht das nicht, dann kann ich noch eine separate UVP einplanen. Die einfache Version bei ali kostet knapp 2 Euro mit Versand. 10 Ampere. Bisschen knapp für einen Kühli, aber für ein Relais reicht das locker.
- man kann auch - so würd ich das vermutlich machen - gleich einen 230V-Kompressor-Kühli für schmales Geld kaufen und über den WR betreiben.

Man kann natürlich auch einfach drauf pfeifen. Im Gegensatz zum Blei ist den LFP-Zellen eine tiefe Entladung ziemlich egal.

Gruss Manfred

Stocki333 am 25 Mai 2021 17:56:46

Meick16vt hat geschrieben:. Relativ schnell holt einen das Thema Elektrik ein, mit dem ich offensichtlich nicht so sehr vertraut bin, als dass ich mich wohl damit fühlen würde.

- der Kühli schaltet irgendwann ab (z.B. 10 V) und geht auf Störung. Alles gut.
- er macht das nicht, dann kann ich noch eine separate UVP einplanen. Die einfache Version bei ali kostet knapp 2 Euro mit Versand. 10 Ampere. Bisschen knapp für einen Kühli, aber für ein Relais reicht das locker.

- man kann auch - so würd ich das vermutlich machen - gleich einen 230V-Kompressor-Kühli für schmales Geld kaufen und über den WR betreiben.

Wenn ich mir die Eröffnung von Meick so durchlese, gehen mir bei dem was Manfred schreibt,verschiedene Gedanken durch den Kopf.
Manfred, denke mal nach,ob du den TE nicht ein bischen verwirrst.
Man kann natürlich auch einfach drauf pfeifen. Im Gegensatz zum Blei ist den LFP-Zellen eine tiefe Entladung ziemlich egal.

Sehe ich genau so.
Mit kleiner Kapazität anfangen. Wenn die Zellen schwanger werden, verdoppelt sich die Kapazität.
So lösen sich Kapazitätsengpässe im Laufe der Zeit von selber. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Franz

Acki am 25 Mai 2021 18:34:38

Stocki333 hat geschrieben:...
Mit kleiner Kapazität anfangen. Wenn die Zellen schwanger werden, verdoppelt sich die Kapazität.
So lösen sich Kapazitätsengpässe im Laufe der Zeit von selber. :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:
Franz

Habt Ihr jetzt immer noch nicht verstanden, dass (ungewollte) Schwangerschaften häufig teuer zu stehen kommen?! :mrgreen:

thomker am 25 Mai 2021 19:39:13

pfeffersalz hat geschrieben:Für ein Drittel des Preises und das halbe Gewicht bekommst du die üblichen LiFePo4 (blaue Becher)

Moin,

So jetzt mach ich's noch komplizierter: Ich würde den ausnahmsweise mal zielführenden Vorschlag von Pfeffersalz nur insofern abändern, das ich ein solides (kleineres 400Ah :mrgreen: ) Packet mit Winstonzellen mit einem günstigen Kapazitätspacket (blaue Becher) kombinieren würde. Dabei würde ich aber bei dem Reisevorhaben ganz sicher auf irgendwelche Platinen-BMS verzichten und das 500A Relais von Lars nehmen. Evtl. noch ein oder 2 Ersatzbalancer und gut ist.

Wie groß die Gesamtkapazität werden muss, ist schwer einzuschätzen. Liegt am Wetter, Fahrfrequenz/Dauer, effektiven Verbrauch etc. Und wenn mal alles nahezu leer ist, dauert es gefühlt ewig, bis alles nur mit Lima-Ladung wieder voll ist.

Gruß
Thomas

Gast am 25 Mai 2021 20:00:51

ich stelle die Frage mal anders herum: Warum sich ein Monster Energiepaket in den "Keller"stellen, wenn man mit nur einer mittleren Buddel Gas , das Ganze mehr als nur halbieren könnte. Neuer WoMos (z.B. Hymer), nutzen zum Heizen Diesel, für den Kühli Strom und nur für´s Kochen Gas und ganz ehrlich, das macht (für mich) Sinn.

Gruß

murksmax am 25 Mai 2021 20:27:15

bigben24 hat geschrieben:…Warum sich ein Monster Energiepaket in den "Keller"stellen, wenn man mit nur einer mittleren Buddel Gas , das Ganze mehr als nur halbieren könnte. Neuer WoMos (z.B. Hymer), nutzen zum Heizen Diesel, für den Kühli Strom und nur für´s Kochen Gas …


Moin,
so direkt habe ich es oben nicht gesagt, aber genau das ist auch meine Ansicht :ja: Weshalb ein Kraftwerk mit 700 Ah einpacken, dann viel Solar aufs Dach und in der Übergangszeit oder im Winter damit nicht mehr auskommen können?

Ich würde 300-400 Ah Winston oder blaue Becher nehmen, dann ein hübsches Gaskochfeld, eine einflammige Induktion zum Mitnehmen für draußen oder als drittes Kochfeld, mit Diesel Warmwasser machen und auch heizen. Dann kann ich während der Fahrt den Boiler und den Aufbau mit der Abwärme vom Motor heizen, im Stand mit der Standheizung. Bei 500 Watt Solar und 300 Ah Lithium kann ich den Kühli und die Kaffeemaschine sowie die Heizung problemlos mehrere Tage betreiben, weil der Hauptverbraucher Kochfeld nicht mehr den Strom vernichtet!

Ein weiterer Vorteil der vorhandenen Gasanlage ist, dass ich damit im Sommer auch den Grill betreiben kann, da viele Plätze - nicht nur im Süden - den Einsatz von Holzkohle ja leider verbieten.

Stocki333 am 25 Mai 2021 21:09:43

murksmax hat geschrieben:Weshalb ein Kraftwerk mit 700 Ah einpacken, dann viel Solar aufs Dach und in der Übergangszeit oder im Winter damit nicht mehr auskommen können?

Du hast das sehr schön auf den Punkt gebracht. Das Schwierige ist immer der Winterbetrieb oder Schlechtwetter.
Oder wie es Biauwe einmal so schön formuliert hat. 840 Watt Solar. Im Winter zuwenig und im Sommer zuviel.
Ich würde 300-400 Ah Winston oder blaue Becher nehmen, dann ein hübsches Gaskochfeld, eine einflammige Induktion zum Mitnehmen für draußen oder als drittes Kochfeld, mit Diesel Warmwasser machen und auch heizen. Dann kann ich während der Fahrt den Boiler und den Aufbau mit der Abwärme vom Motor heizen,

Das ist eine Möglichkeit, die der TE mal sich durch den Kopf gehen lassen sollte.
Bei 500 Watt Solar und 300 Ah Lithium kann ich den Kühli und die Kaffeemaschine sowie die Heizung problemlos mehrere Tage betreiben, weil der Hauptverbraucher Kochfeld nicht mehr den Strom vernichtet!

Sehe ich genau so.
es ist ja nicht in Stein gemeißelt, das mit dem Gasfeien Mobil. Den eines ist sich Meick nicht ganz genau bewußt.
Wie schwierig es ist mit Accus zu Kochen.
Nicht die Accus, sondern das Essen. ;D :lach: :ja:
Der Energieinhalt unserer Accus ist einfach zu gering. Und was man entnimmt, muß auch wieder nachgeladen werden.
Und mehr als 50 A Ladeleistung von der Maschine, bzw max. 70 Ampere werden vermutlich nicht gehen. Das setzt schon eine min.150 A LM voraus.
Einfach nur eine Kostenschätzung für das Kochen.
2 flamiges Kochfeld und eine 2,5 kg Gasflasche inkl Regler Schlauch und Abnahme beim TÜV. Lässt sich mit 6-700 Ocken realiesieren.
Nehme ich von der Kostenseite mal die Elektrische Ausstattung, die ich benötige, um das Kochen über 2 Tage zu händeln.
rechne dir mal aus wieviel Liter Diesel du verreisen kannst.
Also ich würde den Diesel nehmen. Und das hörst du von einem, der Winston schon 6 Jahre im Gebrauch hat. Und der auch von Elektrik einen Tau hat. Aber elektrisch Kochen, das würde ich bleiben lassen.
Einzige Ausnahmen.
Expeditionsmobile.
Eine Induktionskochplatte. Als 2 Standbein. Kann auch fix eingebaut sein.
Genug Sonne. Passt. Gas bleibt zu.
Hallo Meick.
Es ist mir bewußt, das hast du auch geschrieben, du willst Gasfrei sein. Aber ist das Vertretbar und hast du auch die technischen Vorrausetzungen/Wissen das richtig einzuordnen.
Ganz ohne ist das auch nicht, so etwas auf 12 Volt zu machen. Wenn dann auf 24 Volt.
Aber du stehst ja erst am Anfang, deiner Überlegung. Diese Zeilen sollen dir eine Entscheidungshilfe sein.
Bevor dir die Kosten aus dem Ruder laufen. Und die Problem hinterher hinken. :cry: :cry:
Gruß Franz


I

Meick16vt am 25 Mai 2021 21:40:30

So, nun will ich mich auch mal zu Wort melden (Arbeit durch, Kind im Bett).
Allem voran möchte ich kurz loswerden, dass ich die Resonanz hier absolut unglaublich finde - ich bin total baff, dass ihr euch meiner Sache mit so viel Herzblut annehmt und eure Zeit dafür opfert, meine Gedanken zur Umsetzung tlw. sehr kleinteilig (hier absolut positiv zu verstehen) zu durchleuchten, gewisse Ansätze zu hinterfragen oder gar argumentativ auszuhebeln. Vielen Dank an alle, die sich bislang beteiligt haben - ich weiß das aufrichtig zu schätzen.

Und nun nach und nach:

Stocki333:

Hallo Franz,
Das BMS von Lisunenergy ist mir hier ja schon häufiger untergekommen, und wird tendenziell ja auch hoch gelobt (u.a. auch hier von thomker).
Was den Multiplus angeht, so ist dieser mir lediglich immer mal wieder aufgefallen, und sind wir ehrlich: billig ist in der Region um 3000w Sinus Dauerleistung kein WR mehr. Ich sehe hier und da auch mal verbaute Geräte von Ective, die preislich interessant sind. Freilich findet man hier dann aber auch recht schnell Berichte von Problemen und Ausfällen. Ich möchte gern das, was ein Jeder von uns will: Das Beste zum günstigsten Preis :-D
Da das aber nur sehr selten mit der Realität vereinbar ist, muss auch ich mich hier und da Kompromissen hingeben. Kurzum: Ich nehme auch wohl Geld in die Hand, wenn ich dafür einen gescheiten Gegenwert bekomme. Hast du konkrete Vorschläge bzgl. eines WR?

Was den Elgena angeht, so muss ich mich kurz erklären: Ich habe unterschlagen zu erwähnen, dass der Ducato bereits eine Wasserstandheizung (Webasto Thermo Top C 5kw) verbaut hat. Nach hinten in den Koffer habe ich einen Wärmetauscher, den ich gegen einen Elgena Nautic Therm 15L ME tuaschen wollen würde. Weshalb in der schwachen 12v/200w Version, ist der, dass ich ein Aufheizen über den integr. Heizstab lediglich als letzte Instanz ansehe. So wie ich das sehe, habe ich durch die Thermo Top die Möglichkeit, das Kühlwasser aufzuheizen (und somit auch den Boiler). Ebenfalls habe ich nach einer längeren Fahrt ausreichend warmes Wasser, dass ich auch längere Zeit nach Ankunft nutzen kann. Somit ergeben sich (ausser, ich habe einen Denkfehler) 3 Möglichkeiten, an warmes Wasser zu kommen. Ich setze einfach mal für unsd voraus, dass sich unser Nutzungsverhalten den Gepflogenheiten anpasst, indem man bspw. nach einer längeren Fahrt eine Dusche nimmt (man ist ja flexibel).

Was den Kühlschrank angeht, so hege ich den Wunschgedanken, dass dieser durch den Umbau auf 12v weniger gierig ans Werk geht, als wenn ich ihn auf 230v betriebe. Natürlich ist das trotzdem ein großer Verbraucher.

Der Fernseher spielt eine untergeordnete Rolle - 2 Stunden täglich abends könnte aber hinkommen (wie von murksmax geschätzt, allerdings eher um 70w).

Da es sich bei dem Basisfahrzeug um den 250 3.0 180 handelt, dürfte eine 180A LiMa verbaut sein (ich war gerade noch am Duc, habe vom Motorraum aber keine freie Sicht auf die Lima). Starter - und Aufbaubatterie sind ja miteinander verbunden. Mag also sein, dass hier bereits ein Trennrelais verbaut ist (ich habe zB eines von Mercedes im Elektroschrank gefunden, welches genau diesem Zweck entsprechen könnte).

Was die Solarpanels angeht, so dachte ich, diese seien groß genug ausgelegt für das restliche System. Meine Dachfläche bemisst 3,6x2m, allerdings muss ich den MaxxAir sowie im hinteren Bereich ein weiteres Heki noch bedenken, da ich ansonsten keinerlei Möglichkeiten habe, natürliches Licht in die Höhle zu bekommen (ich plane mit 2 Schrankbetten, die mir die Möglichkeit rauben, weitere seitliche einzubauen - einen Tod muss man immer sterben). Sicher wäre zusätzlich noch ein weiteres, kleines Panel möglich (um 100Wp), dann wäre aber wirklich Schluss.

Bei dem Votronic Pb1215 bin ich nicht hinterher gekommen. Wie meinst du das:
Kannst du zum Laden der Starterbatterie über die BB verwenden

Einen neuen Laderegler benötige ich ja ohnehin - dieser würde die Starterbatterie ja - wie derzeit auch - mit laden.

Ich sehe grad, dass hier kräftig weitergeschrieben wird. Also entweder muss ich schneller antworten, oder ihr müsst kurz mal das Schreiben einstellen. :mrgreen:

Meick16vt am 25 Mai 2021 23:00:31

Weiter geht`s...

zu Rockerbox:
Deinen Beitrag zu deinem LiIon- Eibau mit REC BMS und allerhand feinem Gerät habe ich bereits vorher gelesen. Ich gehe davon aus, dass ich - sollte meine Wahl auf dieses BMS fallen - nochmals auf dich zukommen darf?
Kommt eben immer auf die Energiebilanz und das persönliche Reiseverhalten an

Was das angeht, so kann ich (in Ermangelung an Campingerfahrung) lediglich mutmaßen. Wir würden am Liebsten abseits der Campingplätze stehen, und das eben von Ort zu Ort. Wenn es uns gefällt, eben auch gern mal 2 Tage, und dann weiter. Längerfristigere Aufenthalte würden dann gewiss unter Landstromanbindung stattfinden.

zu pfeffersalz:
Dein Vorschlag, auf kostengünstigere Zellen zu gehen, hat mich überrascht. Ich war immer der Annahme, hier wären die mit Masse verpönt?!
Natürlich habe ich auch bei Aliexpress schon häufiger nach LiIon Ausschau gehalten - schon alleine, weil ich aufgrund diverser Basteleien schon recht häufig aus dem Land des ewigen Lächelns bestellt habe.
Der Preis dieser 'EVE'-Zellen, oder meinetwegen auch CALB, sind natürlich schon verlockend. Ich weiß nur nicht, ob ich auf diese vertrauen kann.
Der Grundgedanke meines angedachten Gasverzichts rührte ursprünglich daher, dass ich ein (vllt auch völlig flasches) Sicherheitsdenken an den Tag lege. Wenn ich an offenes Feuer in einem geschlossenen Fahrzeug iVm den langen Haaren meiner 6-Jährigen denke, hege ich ein wenig Abneigung gegen eben diesen Gedanken. Spätestens hier wird klar, dass wir keinerlei Campingerfahrung haben - nun ist die Katze aus dem Sack.
Um aber beim Thema zu bleiben: Jetzt packe ich mir (überspitzt) diese Chinaböller in mein Gefährt? Das passt nicht zusammen. Und klar, ich ziehe mir die Hose auch nicht mit der Kneifzange an und weiß, dass auch Winston Zellen nicht aus deutscher Fertigung kommen.
Sollte man mir hier also glaubhaft versichern können, dass ich für 1/3 des Preises ein unterm Strich ebenso vernünftig werkelndes Speichermedium aufbauen kann, überdenke ich das Ganze gern erneut.

zu bigben24:
Da er sagt, das er elektrisch noch nicht so der "Brüller" ist, nach dem Umbau wird er das sein
.
Dein Wort in Gottes Gehörgang. Ich schätze mich nicht als zu blöde ein, habe für mobile Bluetooth-Radios aus 18650-Zellen auch schon selbst Akkus konfektioniert, aber der Umfang dieser anstehenden Installation treibt mir echt Schweiß auf die Stirn. Ich hoffe in diesem Sinne, dass du Recht behältst :lol:

zu murksmax:
Du hast dir wirklich Arbeit gemacht - war nicht meine Absicht, aber ich freu mich natürlich darüber. Tolle Aufrechnung dafür, dass das ja wirklich nur so aus der hohlen Hand geschehen konnte.
Die Kleinverbraucher wie Router und USB Ladeadapter müssen dort weg und direkt an 12 V betrieben werden

Da hast du Recht - ist gekauft, habe ich so noch garnicht betrachtet. Es gibt ja auch solche USB-Steckdosen - die dürften (zwar 5v) für Handy laden etc. ja auch funktionieren.
Mit einer Leistungsaufnahme von 3.1 kW wirst du mit dem MultiPlus 3000 nicht auskommen. Der bietet Dir nur 3kW Nennleistung

Hier bin ich bisher davon ausgegangen, dass 3000w die Dauerlast beschreibt, und kurzzeitig sogar mehr ginge? Auch dachte ich, dass die 3100w nur gezogen werden, wenn beide Platten auf höchster Stufe laufen würden?
Vielleicht eine Planar Autotherm 5D Warmwasserheizung, um auch den Boiler aufzuheizen. Dazu keine Bosch-Pumpe, die ist zu laut.

Dürfte - wie ich Franz bereits geschrieben hatte - hinfällig sein, da ja eine Thermo Top bereits verbaut ist. Diese könnte ja unterstützen. Ich war bisher vom Gedanken angetan, den Wärmetauscher, der für das Aufheizen des Koffers zuständig war, einfach gegen den Boiler zu tauschen. Sollte ich ihn vllt doch behalten und im Kreislauf integriert lassen? Bislang läuft dieser (zumindest der Lüfter) scheinbar über D+ Signal, pustet also nur bei laufendem Motor, und auch nur in einer Lüfterstufe- MAX! Vllt auch ein Grund, weshalb ich die hier verbaute Boschpumpe bislang nicht als laut wahrnehmen konnte :lach:
was Du bei Deiner Ausbauplanung nicht vergessen solltest: Im 12 V Kreis musst Du zweiadrig verlegen, da der Aufbau wahrscheinlich innen spannungsneutral ist und jeder Verbraucher auch sein eigenes Massekabels benötigt

Da ich die Kabelage weitestgehend beibehalten möchte, ist das kein Problem - und ja, alle Massekabel laufen an div. Massepunkten auf Fzg-Masse zusammen. Ich habe im Koffer derart viel 12v- Versorgungskabel liegen, dass ich damit sicher hinkomme. Den Kabelquerschnitt betrachte ich dann nochmal, wenn ich defintiv weiß, welches Gerät wohin kommt.
Ich habe auch mit dem Gedanken gespielt, das Gaskochfeld zugunsten eines Induktionsfeldes zu tauschen, aber aufgrund der Leistung dieses Feldes mit 3.1 kW davon Abstand genommen. Auch die Variante 2flammig Gas + 1 Induktion haben wir verworfen

Und mit dieser Aussage zeichnet sich die Tendenz ab, die ich beim Spoilern der weiteren Kommentare häufiger gelesen habe.
Ich glaube euch - schon allein aufgrund der Praxiserfahrung, aber auch aufgrund des technischen Sachverstands, dass kochen auf Elektro ein echter Pappenstiel ist. Weshalb sich mir dabei die Nackenhaare aufstellen, hatte ich weiter oben bereits angerissen. Aber ich bin natürlich nicht belehrungsresistenz, und werde das Ganze in Ruhe nochmal überdenken. Genau deshalb hatte ich hier um Hilfe gebeten, und bin -auch um halb 11- noch superhappy, dass hier so kräftig Gehirnschmalz verwendet wird :top:
Unter uns: Meine Frau wollte von Anfang an mit Gas kochen (ich glaube, der Optik wegen). Ich bin also nicht per se dagegen, habe eben nur Zweifel aus dem Weg zu räumen. Ich sah und sehe natürlich auch folgenden Vorteil:
Ich kann lediglich 1,10m für die Küchenzeile aufopfern. Diese hätte ich gern als Arbeitsfläche gehabt, und das Induktionskochfeld über einen Auszug verbaut, den wir beim kochen einfach aus dem Korpus hätten ziehen können. Aber nun, da sind wir wieder bei Wunsch und Realität.
Wobei - so ganz geheilt bin ich ja noch nicht: Eine Gasbuddel nebst Campingkocher 2-flammig könnte man sich ja dennoch in den Stauraum schmeißen :ja:
Und mit den blauen Zellen wären mir finanziell auch 840Ah möglich - ob ich das will, ich weiß es (noch) nicht. Gewicht ist bei uns letztlich eben auch ein Faktor - kein Großer, aber kleiner gleich 3,5t wäre schon nett (wir haben beide BCE, also alles tiefgrün).


zu fschuen:
Hallo Manfred,
Gleich vorweg:
Franz hat recht ;D Was du geschrieben hast, ist mir anteilig noch zu hoch. Nichts desto trotz habe ich verstanden, worauf du hinaus möchtest.
Was ich nicht verstehe ist, weshalb eine getrennte NVS simpler sein soll. In meinem laienhaften Verständnis baue ich mein 230v Netz ab WR auf. Im besten Fall hat dieser noch einen integr. FI. Viel einfacher geht es doch nicht umzusetzen, oder ich seh die Probleme nicht, weil noch nie installiert. Oder war das darauf bezogen, dass ich WR ohne NVS einfach günstiger bekomme bzw. diese besser verfügbar sind?


zu Tinduck:
Moin Uwe,

Ich bin komplett bei dir. "Leider" muss ich ja fast sagen, denn alle Argumente sind auf deiner Seite. Ich gehe heute mit einem dicken Schädel ins Bett.
Irgendein Multidings würd ich nicht verbauen, bei einem Defekt bist du sonst alle Energiequellen auf einmal los. Lieber WR, Solarregler, Netzladegerät (falls nötig) und Booster getrennt. Schöner Nebeneffekt: Solar lädt auch während der Fahrt parallel zum Booster, das kann der Multiplus nicht, soweit ich weiss.

Den Gedanken hatte ich beim schreiben auch schon - ich bin - und das gilt für alle Mitleser - absolut offen für Vorschläge zu brauchbaren WR'n.

Ich glaube, hier mache ich mal einen Cut - ich möchte jetzt auch nicht so halbherzig weiter abhandeln.
Morgen stelle ich mal die Schaltpläne ein. Ich glaube, unter euch gibt es Cracks, die im Stande sind, mir da ein wenig Licht ins Dunkel zu bringen (natürlich nur, wenn ihr mögt).

Gruß
Meick

HartyH am 26 Mai 2021 04:19:15

Meick16vt hat geschrieben:Hier bin ich bisher davon ausgegangen, dass 3000w die Dauerlast beschreibt, und kurzzeitig sogar mehr ginge? Auch dachte ich, dass die 3100w nur gezogen werden, wenn beide Platten auf höchster Stufe laufen würden?

Und mit dieser Aussage zeichnet sich die Tendenz ab, die ich beim Spoilern der weiteren Kommentare häufiger gelesen habe.
Ich glaube euch - schon allein aufgrund der Praxiserfahrung, aber auch aufgrund des technischen Sachverstands, dass kochen auf Elektro ein echter Pappenstiel ist.

Was ich nicht verstehe ist, weshalb eine getrennte NVS simpler sein soll. In meinem laienhaften Verständnis baue ich

Irgendein Multidings würd ich nicht verbauen, bei einem Defekt bist du sonst alle Energiequellen auf einmal los. Lieber WR, Solarregler, Netzladegerät (falls nötig) und Booster getrennt. Schöner Nebeneffekt: Solar lädt auch während der Fahrt parallel zum Booster, das kann der Multiplus nicht, soweit ich weiss.


Hallo Meick,

dann will ich als bekennender Fan des gasfreien Womos auch mal mein Statement abgeben.
Kurz zu meinem elektrischen Aufbau:
  • Winston 400Ah/24V
  • Multiplus 5kW/24V
  • Solar 1kW, Arbeitsspannung Vmpp= 72V,
  • Induktionsfeld 2x 1,8kW mit 2x 2,5kW Boostfunktion,
  • Tragbares Induktionsfeld für außen,
  • Kompressorkühlschrank + Kühlbox beides auf 24V,
  • Waschmaschine
  • Espressomaschine
Was soll ich sagen, in der Winterzeit müssen wir schon schauen, wie der Ladezustand des LiFeYPO ist, um energieintensive Vorgänge auf die nächsten Tage zu verschieben. Wobei wir auch festgestellt haben, daß die Induktionsplatten recht sparsam mit Strom umgehen. Am meisten verbraucht der Warmwasserboiler (25 Liter), wenn dieser mal ausnahmsweise elektrisch geheizt wird.

Der Multiplus ist schon in Ordnung. Hat integrierte NVS, Ladegerät und kann Außennetz (230V) mit der Frequenz vom Inverter synchronisieren, falls der Campingplatz nur mit 6A abgesichert ist. Mehr nicht, auch kein Solarregler integriert.

Was bedeutet das nun für dein Konzept?
Das größere Problem für dich wird die Akkuspannung von 12V und der relativ kleine Akku von 400Ah sein. Ich habe mir auch schon mal etwas mehr Kapazität gewünscht, dabei habe ich aber gegenüber deinem Konzept die doppelte Kapazität, da 24Volt.

Als zweites Problem sehe ich die 250A welche bei 3kW Inverterbetrieb fließen können.
Also dicke Kabel, Sicherungen und sonstige Verbinder.

Das nächste Problem für dein Konzept ist die zu kleine Solaranlage.
Ok, du kannst mit einem guten B2B (Booster) während der Fahrt den Bordakku aufladen, aber manchmal müßte man dazu auch mehrere Stunden fahren.

Das nächste Problem ist das Gesamtgewicht. Größeren Akku, größere Solaranlage, schwerer Multiplus. Der 3000/12 wiegt schon mal 18kg und da hast du noch keine Kabel verlegt, Sicherungen und Verteiler verbaut.

Einen Ducato 250/3.0 würde ich nicht mit einer riesigen Elektroanlage verbauen, nur um gepflegt elektrisch auf einem Induktionskochfeld kochen zu wollen.

Rockerbox am 26 Mai 2021 07:13:08

[quote="Meick16vt"]

zu Rockerbox:
Deinen Beitrag zu deinem LiIon- Eibau mit REC BMS und allerhand feinem Gerät habe ich bereits vorher gelesen. Ich gehe davon aus, dass ich - sollte meine Wahl auf dieses BMS fallen - nochmals auf dich zukommen darf?
[quote]

Natürlich darfst du das gerne tun!

Die Kollegen haben dir ja schon viele Tips gegeben, ich kann nur nochmal wiederholen, ein Induktionsfeld ist ein nettes Add-On, sollte aber in deiner Auswahl nicht das bestimmende Element sein. Wir waren z.B. 3 Wochen in Schottland unterwegs und da nur 2 Nächte an Landstrom (weil er im Preis inkludiert war), ansonsten sind wir mit Fahrten alle 2 - 3 Tage mit unserer Anlage locker hingekommen, trotz Senseo & Co waren wir nie unter 50% SOC. Wie gesagt, ein wenig auf den BC schauen bei "stromhungrigen" Anwendungen und dann läuft das alles.

Und wenn du tatsächlich unter 3,5 t bleiben willst musst du sowieso mit spitzem Stift auch gewichtsmäßig rechnen!

Stocki333 am 26 Mai 2021 08:08:59

Hallo Meick.
Bevor du dir weiter Gedanken machst.
Ich würde als erstes auf die Waage mit dem Fzg. Wenn du unter 3,5 t bleiben willst.
Das ist ein Profi Aufbau und damit schwerer. Maxi Ist auch mehr Gewicht.
Einen neuen Laderegler benötige ich ja ohnehin - dieser würde die Starterbatterie ja - wie derzeit auch - mit laden.

Nicht ganz richtig. Es gibt solche und solche. Und die meisten sind bei der Ladung der SB keine vollwertigen Laderegler.
Darum bietet sich der schwachbrünstige Booster an. Damit die Starterbatterie zu laden. Weil ja die BB von der Solaranlage versorgt wird. Ist nur der umgekehrte übliche Weg. War einfach nur eine Idee.
Ein Punkt wurde ja noch nicht angesprochen.
Winterbetrieb. Ja oder nein.
Wenn Ja und Preislich, Gewicht ein Problem.
Hybrid aus einer kleineren Winston und den Blauen. Eine Variante die du immer im Auge haben solltest.
Franz

Stocki333 am 26 Mai 2021 08:24:07

Vieleicht noch eine Idee zu dem Gas- Bedenken.
Warum mietet ihr euch nicht für ein Wochendende ein Mobil/ VAN.
Dort könnt ihr das Kochen mit Gas ausprobieren. Das kommt dir allemal billiger und sehe ich als vernünftig an.
Dann siehst du auch mal darüber.
Wie das geht.
Sind meine Bedenken wirklich richtig.
Alles andere ist einfach nur ein Gedankenspiel. Was wirklich zählt.
Das nennt sich Praxis. :mrgreen: :mrgreen:
Dann hast du einen ersten Eindruck, als Neueinsteiger. Und du planst nicht mehr ins Blaue hinein.
Einfach nur meine Ansicht. Die Kosten sind überschaubar. Der Nutzen unter Umständen hoch.
Franz

fschuen am 26 Mai 2021 08:48:18

Wenn die Frau Gas will, nimm Gas :ja:

Auf Gas zu kochen finde ich viel schöner, meine Frau auch. Wer das Essen macht, bestimmt. Wir haben sogar das Kochfeld daheim auf Gas umgebaut. Sicherheitsbedenken habe ich da nicht, man kann sich auch an einem heissen Topf vom Induktionsfeld übel verbrühen. Schön ist, dass man immer gut sieht, ob die Flamme an ist.

Ansonsten ist mein Denkansatz, bei einem stromintensiven Mobil die Batterien in Notwendigkeit und Luxus aufzuteilen. Der Luxus kann mal ruhen, aber kein Strom ist echt nicht schön im Urlaub. Ist aber wohl auch so rübergekommen. Die Ah-Klotzerei kann ich aber nicht so nachvollziehen. Ich komme mit 60 Ah aus, im Sommer mit rund 30% Entladetiefe (180 Wp Solar). Mit Fön und Nespresso, aber ohne Kompressorkühli und Waschmaschine.

Meick16vt hat geschrieben:Was ich nicht verstehe ist, weshalb eine getrennte NVS simpler sein soll.


Das kommt auch ein bisschen auf's Wohnmobil an. Aus der Energierichtung gesehen hast du ja eine Einspeisdose, dahinter die LS zweipolig, RCD und ggfs Über/Unterspannungsschutz. Dann geht's auf die Steckdosen, die nur von Landstrom versorgt werden - normalerweise Ladegerät und Kühlschrank. Dann die NVS, dann die restlichen Steckdosen. Der Wechselrichter muss möglichst direkt an die Batterie. Nun kann das in der Nähe der NVS-Position sein, aber vielleicht geht's auch diagonal durch das ganze Mobil. Du musst da sowieso ein Kabel ziehen, um die NVS durch den WR zu versorgen, aber bei integrierter NVS sind es zwei Kabel (für den "Umweg"). Das ist je nach Mobil egal oder erheblicher Mehraufwand. Preislich sollte das sich nicht viel nehmen - natürlich ist ein WR ohne NVS billiger, aber dafür musst du ja eine NVS kaufen. Vermutlich ist die Auswahl besser. Und umgekehrt gibt es keine technische Synergie, die eine Kombination günstiger machen würde. Ich nehme immer lieber getrennte Geräte, dann muss ich nur das auswechseln, was auch kaputt geht.

Ein kleines Sicherheitsargument gibt es noch: der Wechselrichter hat eine andere Netzform (Schutztrennung, im Gegensatz zum "klassischen" geerdeten Netz vom Landstrom). Und nur, wenn die Verbindung zwischen WR und NVS zugänglich ist, könntest du dort zusätzliche Schutzmassnahmen installieren wie eine Isolationsüberwachung (FI funktioniert nicht). Macht aber niemand, oder nur einer hier im Forum.

Gruss Manfred

Gast am 26 Mai 2021 09:33:19

Stocki333 hat geschrieben:Hallo Meick.
Bevor du dir weiter Gedanken machst.
Ich würde als erstes auf die Waage mit dem Fzg. Wenn du unter 3,5 t bleiben willst.
Das ist ein Profi Aufbau und damit schwerer. Maxi Ist auch mehr Gewicht.
..
Franz


Ich würde an Deiner Stockies Rat als allererstes folgen und das Fahrzeug wiegen. Denn ALLES weiter ist nachfolgend vom Wiegeergebnis abhängig.

Gruß

Stocki333 am 26 Mai 2021 11:40:42

bigben24 hat geschrieben: Denn ALLES weiter ist nachfolgend vom Wiegeergebnis abhängig.

Danke für die Bestätigung. Den ich habe den Verdacht, das der Aufbau schwerer sein könnte als angenommen.
Wie geschrieben, nur ein Verdacht. Aber wenns so ist. Den aus Erfahrung kann man sagen:
Papier ist sehr tolerant. Auch wenns amtliche sind. :lach: :lach:
Meick weiß dann sicher mehr, für die Planung.
Franz

leverkusen3 am 26 Mai 2021 14:16:55

Hallo Meik

Als bekennender Victron Fan kann ich dich nur in deinem Entschluß bestärken, auf den Multiplus zu setzen. Der funktioniert bei mir im aktuellen Womo perfekt.
Ausfälle im Zusammenhang mit dem Wechselrichter sind mir nur von Billiggeräten bekannt.
Die Kombination von WR und Ladegerät mit der automatischen NVS und der Netzsynchronisation spart im Auto enorm viel Verkabelung.
Der Multiplus sollte so nahe es geht bei der Batterie stehen, damit die Hochstromverkabelung kurz ist. Die 230 V Leitung geht sowieso durch das ganze Auto.
Ein so individuell programmierbares Ladegerät, wie es im Multiplus integriert ist musst du sonst auch mit der Lupe suchen. Billiger als bei Victron wird es aber sicher nicht.
Mein aktuelles Auto ist durchgehend mit blauer Elektronik bestückt. Es ist mein erstes Womo das elektrisch einfach nur funktioniert ohne mich zu zanken.

Mit freundlichen Grüßen

Thomas

rollermanne am 26 Mai 2021 18:55:20

Da ich Strom-Legastheniker bin halte ich mich zum Thema Installation zurück, zum Thema Induktionsplatte hab ich aber noch etwas bei zu tragen, seit Mitte 2019 habe ich sowas in Gebrauch, allerdings nur eine Platte, das Gerät lässt sich von 800-2000W einstellen, betrieben wird es meist mit 800-1000W was vollkommen ausreicht.
Grund der Anschaffung war das alles an Geruchs intensiven Speisen draußen zubereitet wird. Funktioniert auch tadellos mit meinem Ective Wechselrichter 1500W.
Energie bedarf geht auch in Ordnung da das Gerät ja nicht kontinuierlich die volle Leistung nimmt.
Ist nur so ein Gedanke meinerseits.

Meick16vt am 26 Mai 2021 22:38:12

Guten Abend in die illustre Runde,

ich komme häufig erst recht spät dazu, auf eure Kommentare zu antworten - das soll kein Zeichen von Desinteresse sein, sondern ist lediglich meinem Tagesablauf geschuldet.

Um hier einzustegigen:

Das Gewicht ist wie gesagt ein nachrangiger Faktor. Klar hätte ich gern die wenigen Vorteile eines 3,5Tonners, aber deshalb werde ich nicht auf Teufel komm raus an allen Ecken und Kanten "downsizen". Ich komme auch mit 100km/h ans Ziel, die zusätzlichen Kosten, die mitunter im Ausland entstehen....die Kröte schlucke ich -wenn unvermeidbar - ebenso.
Zutreffend ist, dass ich schleunigst auf die Waage muss.
Stocki333 hat geschrieben:Den ich habe den Verdacht, das der Aufbau schwerer sein könnte als angenommen.

Der Rtw lief bisher als 4,5t und hat (auf dem Papier, aber komplett aufgerüstet) ein Leergewicht von 3180kg, dass ich hier auch als recht realistisch ansehe. Warum? Weil es sich bei diesem Fahrzeug um keinen auf Zivi-Tauglichkeit getrimmten Trümmer handelt. Auch mit 3,88T Ausnahmeregelung konnte man ihn nicht ohne C fahren. Damit macht es aus meiner Sicht keinen Sinn, hier das Papier zu frisieren.
Betreuersitze kamen schon knapp 100kg, der Tragentisch ebenso. Das Mobiliar war aus extrudiertem Kunststoff - da werde ich nicht viel Gewicht entnommen haben. Gewissheit bringt am Ende nur das amtliche Wiegeprotokoll, und da bin ich dran. Der Wagen ist soweit leer, dass ich ihn vorführen kann. Aber selbst, wenn ich großzügig abrunde - es wird knapp. Sollten nachher mehr als 2700kg zusammenkommen, kann ich insgesamt etwas großzügiger planen (auch beim Möbelbau).

Hybrid aus einer kleineren Winston und den Blauen. Eine Variante die du immer im Auge haben solltest.

Wenn hier die "Blauen" als praxistauglich gehandelt werden, könnte ich grds auch komplett Abstand von den Winston nehmen. Mit einem gescheiten BMS sollten die doch ebenso für ein paar Jährchen werkeln?
Ansonsten:
Mag mir jmd erklären, wie diese Hybridlösung aussehen soll? 2 Bordbatterien mit jeweils eigenem BMS?

Meick16vt am 26 Mai 2021 23:04:21

Hier anbei noch die angekündigten Schaltpläne. Hier sieht man das 160A Schaltrelais. Franz, das dürfte so sein, wie von dir iVm dem Winston Akku als ausreichend bewertet?

Und kann mir jmd erklären, welche Aufgabe die Platine (hier im Schaltplan als PCB230 gekennzeichnet) erfüllt?

HartyH am 27 Mai 2021 00:56:48

Meick16vt hat geschrieben:Und kann mir jmd erklären, welche Aufgabe die Platine (hier im Schaltplan als PCB230 gekennzeichnet) erfüllt?

damit sollte der Motorstart gesperrt werden, wenn 230V Netzanschluß von außen angeschlossen ist.
Was war das gleich nochmal für ein Fahrzeug?

Meick16vt am 27 Mai 2021 05:49:45

HartyH hat geschrieben:

damit sollte der Motorstart gesperrt werden, wenn 230V Netzanschluß von außen angeschlossen ist.
Was war das gleich nochmal für ein Fahrzeug?[/quote]
Jetzt, wo du's sagst, macht das Sinn-danke für die Aufklärung.
Trägerfahrzeug ist ein Fiat Ducato Bj.'15:

Gruß
Meick

Stocki333 am 27 Mai 2021 07:09:23

Mag mir jmd erklären, wie diese Hybridlösung aussehen soll? 2 Bordbatterien mit jeweils eigenem BMS?

So ungefähr könnte es gehen.
Und vorher habe ich dir eine Frage gestellt.
Winterbetrieb, bzw. Ganzjahresbetrieb.
Wenn hier die "Blauen" als praxistauglich gehandelt werden, könnte ich grds auch komplett Abstand von den Winston nehmen.

Die 2 Dinge gehören zusammen. Ich stelle keine Fragen weil ich neugierig bin.
Der Hybrid aus Winston und Blauen hat einen Entscheidenen Vorteil, Er arbeitet vollautomatisch. Wirds kälter so unter 5 Grad, wird der Blaue beim laden abgeschaltet. Dann arbeitet nur noch die kleinere Winston.
Damit bist du Temperaturunabhängig. So kannst du immer die Heizung und diverse Verbraucher betreiben. Ohne Einschränkung. Ginge auch mit deiner 95 Ah PB. sollte aber noch sehr gut sein.
Aber in meinen Augen ist das Ganze noch zu Theorielastig.
Das ist ein Punkt der erst dann zum Tragen kommt,. Wenn die Entscheidung gefallen ist.
Gasfrei; Ja oder Nein.
Danch richtet sich auch deine Verschaltung. Und der Plan ist ja sehr nett. Aber er gibt keine Kabelstärken an und keine Längen. Im 160 A Kreis. Und darüber diskutieren bringt nichts, wenn der oben genannte Punkt nicht geklärt ist.
Franz

Meick16vt am 27 Mai 2021 13:45:00

Und vorher habe ich dir eine Frage gestellt.
Winterbetrieb, bzw. Ganzjahresbetrieb.
Wenn hier die "Blauen" als praxistauglich gehandelt werden, könnte ich grds auch komplett Abstand von den Winston nehmen.

Die 2 Dinge gehören zusammen. Ich stelle keine Fragen weil ich neugierig bin.

Hallo Franz,
Das ist etwas untergegangen (ohne böse Absicht). Ja, wir würden auch gern die Möglichkeit haben, uns im Winter auf die Socken machen zu können. Die Aufbaubatterien finden ihren Platz im Koffer. Ob das durchgängig für Temperaturen oberhalb von 5 Grad sorgt, weiß ich natürlich nicht. Der Koffer ist durchgängig mit 35mm Isolation versehen, der Boden sogar 57mm.

Aber er gibt keine Kabelstärken an und keine Längen. Im 160 A Kreis

Reiche ich nach.

Meick16vt am 27 Mai 2021 19:59:12

Ich komm grad unterm Auto weggekrochen, weil mir die Lima keine Ruhe gelassen. Verbaut ist eine 150A.
Das Kabel ist ein 25qmm und hat ab Starterbatterie bis zur Bordbatterie knapp 2m.

Stocki333 am 27 Mai 2021 21:51:46

Wo sitzt das Trennrelais. Und gibt es Sicherungen in dem Kreis SB zur BB. Wenn ja: Wieviel Ampere.
Aber das sind mal 2 Basisinformationen. Da kann man aufbauen.
Könnten so 50 A darüber gehen.
Franz.

Meick16vt am 27 Mai 2021 22:40:57

Stocki333 hat geschrieben:Wo sitzt das Trennrelais. Und gibt es Sicherungen in dem Kreis SB zur BB. Wenn ja: Wieviel Ampere.


Das Kabel ist über eine 250A Megafuse an der SB befestigt. Danach folgen ca. 1,6m Kabelstrecke bis zum Trennrelais. Ab dort führt mit 35qmm die restliche Kabelstrecke (ca.10cm) an eine weitere 250A Sicherung. Danach nur noch eine kurze Kabelstrecke, an deren Ende der Ringschuh zur Befestigung an der BB sitzt.

HartyH am 28 Mai 2021 03:45:08

Meick16vt hat geschrieben:...
Ab dort führt mit 35qmm die restliche Kabelstrecke (ca.10cm) an eine weitere 250A Sicherung. Danach nur noch eine kurze Kabelstrecke, an deren Ende der Ringschuh zur Befestigung an der BB sitzt.

ups, 35qmm mit 250A ist aber sportlich abgesichert und dient fast als Alibi-Absicherung.
Zum Glück ist das Kabel recht kurz und dann relativiert es sich wieder.

Wuidsau am 28 Mai 2021 04:57:21

2 verschiedene Batteriesätze machen meiner Meinung keinen Sinn, speziell im Winterbetrieb sind Winston vorteilhafter.

Den Umschalter 230V lasse mal drin, die Landstromeinheit dürfte den FI enthalten.
Somit werden bei Außenversorgung alle 230V Geräte von außen gespeist.
Für einen möglichen WR Betrieb bleibe wenn möglich bei einer Steckdose, willst Du alles zusammen versorgen, achte auf eine integrierte RCD Einheit (FI) im WR. Das Anschließen ist dann eine Elektrikerangelegenheit da nicht einfach sicherheitstechnisch zu integrieren. Aber das gilt auch bei anderen 230V Kreisen.
Trotzdem mußt Du diese kennen, bist ja dann mit unterwegs.

Einige Boiler, u. A. QUICK, ISOTHERM, aus dem Marinebereich haben den Vorteil mehrerer Rohrschlangen.
Schau mal bei SVB, Du könntest den Kühlwasserkreislauf nutzen, auf die zweite Rohrspirale die Standheizung schalten.
Somit kannst Du bspw. über die Pumpe in 1 vor Abfahrt den Motor im Winter schnell vorheizen und den Boiler über 2 in Fahrt wieder nachladen. Wenn Du stehst und Elektroanschluß hast, kannst Du den elektrischen Zuheizer nutzen, bspw. zu Hause (bau Dir hier eine Zeitsteuerung ein, die Zeit des 24h Betriebs für Alarmfahrten sind vorbei).
Den Blaulichtbalken werfe vorsichtig runter, d.h. baue Dir ein Untergestell für Lazerlight oder ähnliches um die alten Löcher zu verwenden.
Bei reinem Gaskochen reicht Dir ne kleine 6 kg Flasche, der WR kann kleiner ausgelegt werden.

Stocki333 am 28 Mai 2021 07:36:54

HartyH hat geschrieben:ups, 35qmm mit 250A ist aber sportlich abgesichert und dient fast als Alibi-Absicherung.
Zum Glück ist das Kabel recht kurz und dann relativiert es sich wieder.

Das ist vermutlich dem Notfall geschuldet. Sicherung muß sein, aber der Einsatzzweck des Fzg war einfach lebenswichtig.
Bei dieser Leitung wirds interessant. Was hier für ein Ladestrom bei Lithium BB darüber geht. Booster kannst du dir sparen.
So eine Verkabelung auf diesem Zweig sieht man selten.
Franz

Meick16vt am 17 Jul 2021 11:29:54

Guten Tag,
Nun möchte ich mich doch mal wieder zu Wort melden, nachdem mein Thema nun über Wochen geschlummert hat.

Nach etlichen guten Ratschlägen hier hatte ich mich gedanklich mit 400Ah Akku iVm Gas zum Kochen arrangiert.
Nach Einholen von Angeboten überwarf ich die Idee erneut, da mich aufgrund eines guten Angebots 700Ah unwesentlich teurer kommen, als 300Ah.

Hier bleibe ich nun auch bei meiner Entscheidung.
BMS wird das LiPro 1-6 Active von ECS, der Wechselrichter wird ein Victron Multiplus.
Ab hier wird es wieder schwammig, weshalb ich auf eure Expertise hoffe:
Aufgrund der Akkukapazität sind 2 Solarpanels a mind. 350wp angedacht. Hierfür suche ich noch eine brauchbare Lösung in Form eines MPPT Ladereglers. Den vorerst angedachten GreenController musste ich schnell verwerfen, da er zu klein dimensioniert ist.

Ich hätte gern als Endprodukt eine saubere Integration aller Geräte. Schön wäre die Darstellung über den GreenView, aber 2 GreenController sind mir eindeutig zu teuer, und inwiefern ich andere Laderegler in die Anzeige integrieren könnte, weiß ich noch nicht.
Alternativ habe ich schon mit dem Gedanken gespielt, lediglich das BMS von ECS zu nutzen, und den Rest von Victron zu nehmen-Anzeige hier dann über Cerbo GX + Touch. Hier hätte ich dann allerdings nicht dieselben Möglichkeiten, die mir der GreenView liefern würde (Einzelzellenüberwachung, Fernbedienung des GreenSwitch 12/500).

Ich nehme ja gern Geld in die Hand, aber dann möchte ich auch eine saubere Lösung haben.

Frage also an euch:

- Habt ihr eine Idee für einen/zwei MPPT Regler, der/die sich über RS485 im GreenView intregrieren lassen?

- Oder hat jmd Erfahrung mit der Integration des LiPro BMS im Victron System?

Vielen Dank vorab, und ein sonniges Wochenende.

Meick16vt am 26 Aug 2022 11:01:33

Hallo liebe Forengemeinde,

nachdem hier lange Zeit Stillstand herrschte (v.a. privat bedingt), möchte ich die Gelegenheit nutzen, das Thema erneut aufzufrischen in der Hoffnung, weitere nützliche Tipps von euch zu erhalten, wie bis hierhin ja bereits in großem Umfang geschehen.
Aufgrund von Lieferproblemen musste ich von der Idee Abstand nehmen, 700ah Winston Zellen für mein Vorhaben zu nutzen.
Ich habe also also nun 400ah Winston Zellen gekauft. Ebenfalls wurde ein Victron Multiplus II 12-3000/120-32 angeschafft, wie auch 2 Jinko Panels a 405wp.
Ich habe mich mit dem Gedanken angefreundet, den Stromfresser 'Induktionskochfeld' lediglich als 1-flammige Ersatzlösung zu integrieren.

Nun würde ich gern restliche Peripherie bei ECS bestellen, bin jedoch unsicher, wie ich die geplanten Komponenten integrieren/ansteuern sollte.

Ich habe geplant, 2 GreenController 75/40 zu installieren. Auf diese beiden möchte ich meine 12v Verbraucher sinnvoll verteilen (Lastausgänge). OVP/UVP ist durch die Kommunikation der LiPros mit den GC sichergestellt

Ich suche derzeit noch nach einer Lösung für die Ladung über die Lichtmaschine. Hier kam mir die Idee, den vorhandenen Victron Battery Protector 100 zu nutzen und diesen über einen der GC anzusteuern.
Spricht irgendetwas dagegen?

Den Multiplus-II könnte ich nach Rücksprache mit Hrn. Jahn über 2 Koppelrelais ansteuern.

Alternativ könnte ich einen GreenSwitch verbauen, der bei OVP/UVP wegschaltet. Somit könnte ich auf die Koppelrelais und den Battery Protector verzichten.

Vllt kann mir jemand von euch verraten, welche der beiden Ansätze ggf. vorteilhafter ist.
Vielen Dank vorab!

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

Einbau Lithium Batterie und Ladebooster
Laden über CEE mit Powerstation
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt