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Umrüstung auf LiFeYPO4 1 ... 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16 ... 42


neo423 am 30 Mai 2013 12:16:22

Moin Sonnentau,

hier ein Bild des neuen Kabel Setups.
Kannst du die Verkabelung erkennen?


Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

lisunenergy am 30 Mai 2013 16:01:13

Hallo Neo,

es wäre besser nur rote Kabel zu verwenden,denn es bringt weniger Verwechslungen.Wenn die richtige Reihenfolge stimmt sollte es so funktionieren.Test Erstes Kabel vom Pluspol trennen.es muß die Lampe an den jeweiligen SSR und eine am Converter erlöschen.Das selbe bei dem zweiten Pluskabel .

Gast am 30 Mai 2013 16:31:13

Das Bild schreit nach Zugentlastung und Fixierung der Kabel, aber das kommt ja bestimmt noch.

Anzeige vom Forum


joekel am 30 Mai 2013 19:31:26

Hallo Sonnentau, ich habe mr die Lipro Daten mal angeschaut und sehe eine Balancerleistung von 1 Ampere.
Wird dieser Strom nur vernichtet oder auf schwächelnde Zellen verteilt ?

mfg jo

biauwe am 30 Mai 2013 19:42:32

joekel hat geschrieben:...von 1 Ampere.
Wird dieser Strom nur vernichtet

mfg jo


Ja, äh nicht ganz, er erzeugt Wärme.

joekel am 30 Mai 2013 19:51:25

ergebnis bleibt gleich... iss wech...

lisunenergy am 31 Mai 2013 15:31:51

Es handelt sich um einen passiven Balancer.Der Strom wird in Wärme umgewandelt. Dies trifft aber entgegen vielen Behauptungen sehr sehr selten zu.Ich selbst habe den Fall im Winter oder am Anfang gesehen.Im Winter aber nur,weil der Laderegler der für Blei ist eine Ausgleichsaladung vorgenommen hat und somit die 14,6 Volt überschritten hatte.Meine Zellen sind seit Monaten alle gleich.Ich habe extra die Ladeentspannung auf 14,2 Volt gesetzt ,um zu sehen ob ein Drift auftritt.Kann nichts erkennen! Es zeigt also wie stabil die Zellen laufen.Wir können ja mal Super D fragen wie seine aktuellen Zellspannungen sind.Werde heute Abend mal die genauen Werte aller Zellen durchgeben.

joekel am 31 Mai 2013 16:46:08

Hallo Sonnentau, durch die clevere Verknüpfung ziehen die Relais rechtzeitg an und somit sind die Balancer normalerweise nie
gefordert. Wie berichtet ist bei mir entsprechend den Ladequellen die Balancerleistung recht hoch ausgelegt und inzwischen sind
alle Geräte angepasst und das System funktioniert sehr gut. Nun aber steht mehr Sonnenkraft an und ich beobachte oberhalb
von 3,5 Volt per Zelle ein leichtes und unkritisches Driften der 4 Zelle. Jenseits der 3,5 Volt je Zelle liegt der Ladezustand
bis auf die fehlenden 1-2 Ampere bei 100%. Mir machen aber die ständigen kleinen Zyklen durch Solar am Endladepunkt sorgen, denn
nicht ohne Grund schalten nachdem Laden von Li Akkus die Geräte ab. Ebenso ist bekannt das die Li nicht mit 100 % Ladung
gelagert werden sollen. Somit kann die ständig anstehende Spannung unter Solar für unsere Akkus nicht gesund sein....
Wie sieht das bei den mit Lipro Systemen aus, die ebenfalls mit Solar bedient werden ?
Könnte man die Elektronik nicht mit einem Timer oder Schaltpunkten versehen ?
Für mich habe ich dank Superdutys Hilfe eine Lösung gefunden und habe mir einen Solarregler aus China eingebaut.Nun kann durch die
einstellbaren Spannungen am Regler im Bereich von (zur Zeit)13,6-xxx der Überschuss direkt auf den Kühlschrank im Gasbetrieb gegeben werden und
Propan einsparen. Gesten waren das trotz ständiger Bewölkung stolze 70 Ampere und ich versuche die Spannung noch weiter runter zunehmen.

mfg Jo

lisunenergy am 02 Jun 2013 07:43:33

Es gibt das Problem,das alles was Lithium heist in einen Topf geworfen wird.Das ist wie Bleiakku Gel,AGM,Säure zugleich.Winston hat nach meiner Recherche sehr viele Patente,die auch die Lebensdauer bedrift.Die Zellen dürfen ja bis 4 Volt geladen werden.Diese Spannung lange Aufrecht zu halten kann schon kritisch sein.Bei einer Spannung von 3,5 Volt pro Zelle sehe ich da kein Problem.Ein Abschalten macht auch keinen Sinn,weil ja die Balancer,die SSR,und die Ladetechnik einen Eigenverbrauch haben,und diesen ja vom Akku bekommen.Wichtig ist,das der Akku wirklich in dem zulässigen Fenster betrieben wird!!!Erfolgt dieses vollautomatisch benötigt man auch keine Protokolle um den Kunden zu zeigen,das der Akku auserhalb der Parameter betrieben wurde.Da an der Uni in Prag 13000 Teilzyklen gefahren wurden und es keine Veränderung gab,gehe ich davon aus das Solar überhaupt nicht stört.Wo die Lipros noch besser werden müssten ist die Möglichkeit diese Abschalten zu können. So könnte man im Winter den Akku ganz leicht außer Betrieb nehmen und liegen lassen.Die Selbsentladung ist so gering,das dieser einfach so bleiben könnte. Wer sich so helfen möchte, kann einfach einen kleine Kippschalter in jede Minusleitung des Balancers löten.Wer Landstrom hat läßt ihn einfach daran.

So meine Zellenspannungen gestern gemessen : Zelle 1: 3,541 Volt,Zelle 2: 3,544 Volt, Zelle3: 3,542 Volt Zelle 4: 3,541Volt

mjackdaw am 14 Jun 2013 19:11:09

Die sehr ausführlichen Forums-Beiträge von Superduty und Sonnentau (und andere) als auch die ausführliche Beratung von Sonnentau und Faktor.de hatten mich ermutigt, im VW T5 die Aufbaubatterie auf 4 x 90 Ah LiFeYPO4 umzurüsten um damit eine erhebliche Steigerung der Kapazität zu erreichen.
Ziel ist die autarke Stromversorgung über mehrere Tage ohne Landstrom, speziell im Winter, wenn die Diesel-Luftzusatzheizung über längere Perioden läuft. Fernseher, Föhn und Kaffeautomat haben in diesem Auto keinen Platz.
Die Akkus wurden in den Fahrer-Sitzkasten eingebaut und mit Eisenwinkeln und zusätzlich mit robusten Schlauchschellen befestigt. Die Funktion der LiPro's kann von der Hinterseite des Sitzkastens beobachtet werden. Rechts an den Akkus habe ich auf einem Alu-Winkel die Sicherungen für LiPro's und für Ampere- und Voltmeter eingebaut.
Die Anlage ist mit einem 80A Sicherungsautomat geschützt, zusätzlich kann man den Automaten manuell auslösen und somit die Akkus komplett vom Netz trennen (nur das Ladekabel von der Lichtmaschine ist dann noch direkt mit den Akkus verbunden).
Die SSR’s und den DC-Converter habe ich unterhalb vom Handbremshebel eingebaut. Die LED’s sind somit relativ gut sichtbar. Praktisch ist der Kippschalter zum Ausschalten des Nutzer-SSR’s, der unter dem DC-Converter platziert ist.
Anstelle eines Batterie-Computers habe ich ein billiges Kombi-Instrument auf dem Armaturenbrett eingebaut. Dieses beinhaltet Uhr, Temperaturmesser für Innentemperatur und Fernthermometer, mit dem ich die Akkus überwachen kann. Das Voltmeter zeigt wahlweise die Spannung der Akkus bzw. der Fahrzeugbatterie an (separater Schalter am Armaturenbrett).
Als nächstes soll noch ein Amperemeter eingebaut werden (der Shunt ist schon integriert).
Und weil ich schon so viele Kabel verbaut hatte, habe ich auch noch einen Stromanschluß für ein Fremdstartkabel eingebaut. Die freie Öse ist sicher in einer ehemaligen Kunststoffflasche verschlossen. Ziemlich primitiv, ich hoffe noch ein besseres Gehäuse zu finden. Das Kabelende liegt vorne im Sitzkasten und ist relativ gut erreichbar.

mjackdaw am 14 Jun 2013 19:53:35

... und hier die Fotos, die ich eigentlich mit dem vorherigen Beitrag senden wollte.
Ich bin leider noch am Üben.



Einbau der Akkus



Ansicht Sitzkasten von hinten



Plexiglas-Schutz für Akkus und Sicherungen (rechts in Alu-Profil)



SSR's und DC-Converter unter Handbremshebel



SSR's und DC-Converter unter Handbremshebel



Schalter für Nutzer-SSR



80A Sicherungsautomat, mit dem auch manuell die Anlage abgeschaltet werden kann

Mozartfm am 16 Jun 2013 07:03:53

Was alles in so einen kleinen Sitz passt. :lol:

Kannst mir sagen für was das 3te SSR ist? eins OVP, eins LVP ,...... :?:

rossifumi am 16 Jun 2013 09:39:45

OVP 230V und 12V Ladungsquellen.

Gast am 16 Jun 2013 10:38:57

Eine wunderbare Raumausnutzung :lol:

tobi02 am 16 Jun 2013 10:56:24

Hmmmmm...

ät mjackdaw

Also ich versuche das mal zu verstehen. Sorry. Aber auch wen ich mal sporadisch in den Thread seit Beginn reingeschaut habe ist es absolut unmöglich (selbst mit der Suche) gezielt Informationen aus den weit über 500 Beiträgen rauszuziegen!


LiFeYPO = Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator mit Yttrium (wozu auch immer) (Quelle Wicki)

Die Dinger haben eine erwartete Zyklenfestigkeit von 3000 was immerhin mindestens 5 mal mehr ist als bei den AGMs. Wobei ich nicht weiss für welcher Entladungstife die 3000 Zyklen stehen.
Sie sind so klein das man immerhin noch 4 x 90Ah unter einen Sitz bekommt. (Bei mir war selbst bei optimalster Ausnutzung des Platzes bei 2 x 90 Ah mit AGM Schluss. Die 110 AH mussten wir wieder zurückschicken da sie nur theoretisch gepasst haben)
Allerdings ist das immer noch alles "selbstgebastelt" (so sieht es jedenfalls noch aus). Das soll nicht abwertend gemeint sein. Da steckt viel Hirnschmalz und Wissen hinter. Und wenn nicht einige damit anfangen kommt der Kram nie auf den Markt.
Auch wenn (zumindest aus dem Forum) das schon einige so oder ähnlich verbaut haben sind wir hier , soweit ich das beurteilen kann von der Serie noch meilenweit entfernt. Richtig?
Wie Wetterfest im Bezug auf die Umgebungs und Arbeitstemperatur sind die Systeme?
Ich lass irgendwas von über 16V Ladespannung. Wie geht das?
Den Empfohlener Ladestrom von 20A stelle ich mir dauerhaft auch recht kopliziert zu realisieren vor. Ists egal? Zb fürs Solarladen hätte ich nicht mal genug Platz auf dem Dach um auch im Süden nur annähernd soviel Ladestrom zu erzeugen...

Unter dem Strich bedeutet das die Verdoppelung der Kapazität auf gleichem Raum bei gleichzeitiger Senkung der Anschaffungskosten (Normale Batterien fliegen so nach 6-7 Jahre raus - ja manche halten auch länger). Bei 3000 Zyklen halten die Teile i.d.R ein WOMO-Leben lang. Daraus ergibt sich für "Nachrüster" (hiermit sind Leute gemeint die das nicht in ein neues WOMO einbauen) nur der Effekt der erhöhten Kapazität. Das ist auch nicht zu verachten.

Gibt es das Zeug irgendwo schon in Serie zu kaufen oder ist irgendwo was geplant? Klar die Zellen kann man so kaufen. zB für den Bootsausbau. Und die ganze andere Elektronik die du da so dran geklebt hast? Laderegler, Batteriemanagement und was weiss ich noch alles. Gibt es da inzwischen kleine schwarze Kästchen die man kaufen kann?

tober am 16 Jun 2013 12:20:42

Hier ist ne "steckerfertige" --> Link
Die letzte auf dieser seite, auf seite 2 gibt es noch ein paar. Bedenke die hohe Zyklenzahl, nutzbare Ampere und Gewicht. Jemanden der 10 Tage im jahr unterwegs ist braucht keine solche Batterien. Die Vorteile für "vielnutzer der Wohnraumbatterie" sind enorm.

Auf dieser seite von Faktor kannst Du auch die Winston zellen anschauen, die Daten dazu lesen ect.

tobi02 am 16 Jun 2013 13:51:15

tober hat geschrieben:Bedenke die hohe Zyklenzahl, nutzbare Ampere und Gewicht. Jemanden der 10 Tage im jahr unterwegs ist braucht keine solche Batterien. Die Vorteile für "vielnutzer der Wohnraumbatterie" sind enorm.

Auf dieser seite von Faktor kannst Du auch die Winston zellen anschauen, die Daten dazu lesen ect.


Die Angaben verwirren mich etwas. Soll ich für die Ah die in der Überschrift angegebebeb A-Werte durch den möglichen Entladestrom pro Stunde teilen?
Also 120A / 2,3A = 52 Ah ????

Jemand der 10 Tage unterwegs ist braucht gar kein Wohnmobil. Der sollte sich eines leihen!

Zur Zyklenzahl. Wenn ich nachrüste und bereits mein WOMO 5-6 Jahre habe nutzt mir die nix mehr. Es sei denn ich ich habe vor das Ding 20 Jahre zu fahren. Ich muss mir mindestes einen Wechsel sparen damit es das rein finanziell bringt.
Für mich würde Vorteil vor allem in der höheren Energiedichte bestehen. Man bekommt halt doppelt so viel Saft unter den Beifahrersitz gepresst. Meine Akkus sind aber noch relativ frisch. Die Umrüstung würde es nur wenn ich dann einen finde der meine alten zu einem passabelen Preis nimmt.

Das Gewicht halte ich nur für ein relativ schwaches Argument. Zwar ist die Gewichtsersparnis gigantisch (um die 50%). Allerdings setzt das vorraus das derjenige dann mit dem an Ah zufrieden ist was er vorher eh schon hatte. Ich behaupte mal kühn das die meisten den Platz wieder voll stellen werden. Womit die Gewichtsreduktion wieder hin ist. "Ging ja vorher auch..."

Leider ist mein Text immer noch zu kurz für das Zitat. Um das nicht alles völlig aus dem Zusammenhang zu reissen brauche ich halt noch ein wenig Text... diesen hier

tober am 16 Jun 2013 14:15:05

Wie alles ist auch dieser bereich (akkus) relativ. Wer die Lithium nicht braucht oder will muss sie ja nicht kaufen. Was ist besser -Front oder Heckantrieb , Alkoven oder TI oder VI oder gar Auflieger 8)
Für mich -der oft aber nur kurze strecken fährt - haben die Lithium (die ich noch nicht habe,und es wird leider noch dauern) einen grossen vorteil. Sie nehmen bis zur Volladung, und damit meine ich bis sie RANDVOLL sind die max. Amperezahl auf und brauchen nicht Stundenlang bis sie wirklich voll sind. Im endeffekt schaffe ich ca. 85% mit "normalen Batterien". Die Lithium wären Rappelvoll.
In würde/könnte dann auch Solar weglassen (gewicht) was für mich egal wäre aber in der 3,5t klasse für etliche hilfreich wäre.
Wozu dann noch Moppel ? Kurz den Motor an und mit max. Amperezahl Laden. Geht halt so nur mit den Lithium.
Aber wie gesagt. Kommt halt immer drauf an was man hat/will/braucht. Alles relativ. Niemand muss Lithium haben. Niemand muss C oder M Oder P fahren. Es gibt auch Carado oder Gante :D

mjackdaw am 16 Jun 2013 15:16:16

Hallo Tobi02,
es gibt zwar alle Komponenten für die Anwendung der LiFeYPO4 Akkus zu kaufen, aber trotzdem muss sich jeder Anwender erst einmal in die Technik "hineindenken". Die Blei-Akkus haben wir nur als Blackbox wahrgenommen.
Man sollte sich die Zeit nehmen und sich durch die Forumsbeiträge durcharbeiten, das ist zwar etwas mühsam, aber lohnenswert. Außerdem ist die Umrüstung eine große Investition, wobei jeder Fehler verhängnisvoll sein kann.
Der spezielle LiFeYPO4 Akkutyp wird deshalb favorisiert, weil er weder bei mechanischer Beschädigung noch bei Überlast/Kurzschluß explodiert oder brennt. Wie schädlich das Gas oder die Flüssigkeit ist, die bei Überspannung durch das Überdruckventil austreten, kann ich nicht beurteilen. Manch ein Modellbauer (ferngesteuerte Flugzeuge etc.) kann von unschönen Erlebnissen mit den bislang verfügbaren Lithium Akkus (nicht LiFeYPO4) berichten.
Eine elektronische Überwachung ist erforderlich - oder zumindest nützlich - um die Akkus vor Über- oder Unterspannung zu schützen und das vorzeitige Ende zu verhindern.
Eine "steckerfertige" Lösung sowie eingekapselte Elektronikmodule sind natürlich wünschenswert. Ich denke das wird auch die Zukunft bringen.
Die elektronischen Bauteile sollten gegen mechanische- und Umwelteinflüsse (z. B. Kondensat) bestmöglich geschützt werden und möglichst dort eingebaut werden, wo sie leicht überwacht werden können, deshalb sind die auch mit den vielen LED's bestückt. Ich habe die Einbauorte extra so gewählt, dass ich möglichst alles im Blick habe. Aber meistens ist es doch so, daß aus Platzmangel gerade die Akkus in irgendeine Ecke eingebaut werden, wo sie schlecht zugänglich und schon gar nicht sichtbar sind.
Ich habe zwar extra einen Temperaturfühler und Rauchmelder zur Überwachung eingebaut, aber das habe ich nur meiner persönlichen Angst geschuldet.
Andere berichten, dass die Akkus temperaturunkritisch sind und das auch die Kapazität bei sehr niedrigen Temperaturen nicht leidet, bei den Blei-Akkus ist das leider nicht der Fall. Das ist besonders bei Winter-Campern bitter wenn für die Heizung der Strom fehlt.
Zum Ladestrom: die Akkus lassen sich mit sehr hohen Ladeströmen bei entsprechend kurzer Ladezeit laden. Bei geringen Ladeströmen dauert es ein wenig länger.
Ein weiterer Vorteil der LiFeYPO4 Akkus ist die viel höhere verfügbare bzw. nutzbare Kapazität von angeblich bis zu ca. 80% (Bleiakkus ca. 50%), wenn man die volle Bandbreite der zulässigen Akkuspannung von 10,5 - 16 V ausnützen würde. Die BMS schalten zwar schon bei ca. 15,6 V ab bzw. die meisten Ladegeräte haben gar nicht so hohe Ladespannungen. Damit ist auch die Akkukapazität geringer, andererseits sollte dadurch wiederum die Zyklenfestigkeit steigen.
Kaufen kann man die Zellen und die erforderliche Elektronik unter anderem bei Faktor.de

rossifumi am 16 Jun 2013 15:35:30

tobi02 hat geschrieben:Das Gewicht halte ich nur für ein relativ schwaches Argument.

Findest du?
Bei mir sind es grob 70kg Unterschied.
Bei einem 3,5t kann das eine Menge ausmachen, wenn man mal auf die Waage gebeten wird :eek: .

Rossi

Gast am 16 Jun 2013 15:52:23

tobi02 hat geschrieben: LiFeYPO = Lithium-Eisenphosphat-Akkumulator mit Yttrium (wozu auch immer)

Gründe sind vor allem die niedrigeren Materialkosten, die verbesserte Umweltfreundlichkeit und die höhere Sicherheit (gegenüber Kobalt) zu nennen (brennen und explodieren nicht). Näheres siehe --> Link

tobi02 hat geschrieben: Die Dinger haben eine erwartete Zyklenfestigkeit von 3000 was immerhin mindestens 5 mal mehr ist als bei den AGMs. Wobei ich nicht weiß für welcher Entladungstife die 3000 Zyklen stehen.

Bei meinen 400 Ah Zellen stehen 3000 Zyklen für 80% Entladetiefe (depth of discharge (DoD)), 5000 Zyklen bei 70% DoD.

tobi02 hat geschrieben: Auch wenn (zumindest aus dem Forum) das schon einige so oder ähnlich verbaut haben sind wir hier , soweit ich das beurteilen kann von der Serie noch meilenweit entfernt. Richtig?

Nicht ganz, es gibt Anbieter wie Transwatt, Leab, Mastervolt usw. die fertige Kästen anbieten, aber brandteuer und von den Abmessungen für die meisten Anwender wohl zu groß.

tobi02 hat geschrieben: Wie Wetterfest im Bezug auf die Umgebungs und Arbeitstemperatur sind die Systeme?

Meine Winston LFP400AHA von Minus 45°C bis Plus 85°C, die LIPRO 1-1 schalten meines Wissens aber bereits bei 65 Grad C ab, sodass man kaum in den kritischen Betriebsbereich kommt.

tobi02 hat geschrieben: Ich lass irgendwas von über 16V Ladespannung. Wie geht das?

Das wäre eine maximale Schnellladung. Weniger bedeutet längere Lebensdauer. Das Laden mit den üblichen Ladegeräten im Wohnmobil, also für Blei (Nass, GEL, AGM) ist kein Problem. Ich lade momentan mit Säure oder GEL-Einstellung.

tobi02 hat geschrieben: Den Empfohlener Ladestrom von 20A stelle ich mir dauerhaft auch recht kompliziert zu realisieren vor. Ist´s egal? Z. B fürs Solarladen hätte ich nicht mal genug Platz auf dem Dach um auch im Süden nur annähernd soviel Ladestrom zu erzeugen.

Weniger Ladestrom schadet nicht, es dauert halt etwas länger, bis die Dinger voll sind. Der Ladevorgang geht bei LFP400AHA aber technisch bedingt schon deutlich schneller als bei Blei - bei gleichem Ladestrom wohlgemerkt.

tobi02 hat geschrieben: Bei 3000 Zyklen halten die Teile i.d.R ein WOMO-Leben lang. Daraus ergibt sich für "Nachrüster" (hiermit sind Leute gemeint die das nicht in ein neues WOMO einbauen) nur der Effekt der erhöhten Kapazität.

Weniger Gewicht, schnelleres Laden, höhere Entladetiefe also mehr Energie die zur Verfügung steht, die Sicherheit, dass die Dinger nicht direkt vorm Urlaub oder im Urlaub schlapp machen usw. Eben einfach eine sorgenfreie Stromversorgung - wenn sich die zu Beginn natürlich vorhandene Spannung und Neugierde gelegt hat :)

tobi02 hat geschrieben: Gibt es da inzwischen kleine schwarze Kästchen die man kaufen kann?

Kleine leider noch nicht, ansonsten siehe den Punkt oben = Transwatt, Leab, Mastervolt usw.
Wer momentan nicht selber Hand anlegen kann, muss diese Technik noch teuer bezahlen.

Wir haben die LFP400AHA ein knappes Jahr, Tag für Tag, im Einsatz und wir möchten sie nicht mehr eintauschen. Absolut Problemlos, man braucht sich nicht mehr drum kümmern - dazu trägt natürlich auch die perfekte automatische Absicherung gegen Tiefentladung und Überladung bei (LIPRO 1-1 in Verbindung mit SSRs und Philippi Trennschalter TSA260).

Gast am 16 Jun 2013 16:30:15

Muss jetzt noch mal nachhaken:
Habs zwar schon mal angeschnitten , aber keine zufriedenstellende antwort erhalten.
Da mir der zusatzschnickschnack des bms und dessen montage noch zu kompliziert erscheint, meine vorstellung:
Ich kaufe zwei 90Ah lifeypo4, schließe eine davon ans bordnetz, auf die zweite wird dann bei erreichen einer ladetiefe von 75% der ersten einfach per relais umgeschaltet.
Beim laden dasselbe, ist eine voll gibts den saft für die zweite.
Ist das realistisch und technisch zu handlen?

Lg

mabihome am 16 Jun 2013 16:49:35

Grundsätzlich würde ich auch für die Ausstattung mit LiFeYPO4 interessieren, aber ich habe kein Lust meinem Händler, der mir gerne ein Mastervolt "Kraftwerk" für knappe 7.000,- € :eek: (einschl. überteuerter Montage, also überteuerter Akku und überteuerte Montage ) einbauen würde, das Geld so hinterherzuwerfen. Da ich aber technisch nicht so versiert bin, ist mir das aufrüsten wie es hier zu beschreiben ist, zu technisch. Mir fehlt anderseits die Zeit um mich in die Sache reinzudenken und einzuarbeiten.

Gibt es nicht auch No-Name/anderen Anbieter (Nicht dieses Mastervolt-Hochglanzprospekt-Gedöns), wo alles vorbereitet geliefert wird und man die Akkus nur gegeneinander austauschen muss. Wenn ich dann für 400AH oder besser 500AH :D LifeYPO4 Akku Power einen vernünftigen Preis,wo meinetwegen Windsor statt Mastervolt drauf steht, aufrüsten könnte, würde ich das wohl auch tun.

tober am 16 Jun 2013 16:51:41

conny7 hat geschrieben:Muss jetzt noch mal nachhaken:
H
Ich kaufe zwei 90Ah lifeypo4.......
Lg

Irgendwie verstehe ich nicht ganz, wieso "hintereinander" ? Welche Lipro ?

Steckerfertig ist halt auch teurer. Hier mal als einfache "tauschbatterie" --> Link

Bedenke das du hier - laut technischer angabe - für Traktionsbetrieb mit 33 Ampere laden kannst. Und fast 100 Ampere entnehmen kannst. Eine komplette Volladung ist so in 3Std. erledigt bzw. wenn Dein Ladegerät 50 Ampere schafft haste in 1Std. auch 50 Ampere in die Batterie geknallt, unabhängig vom Ladezustand.
Alternativ brauchst Du min. 200 Ampere Blei/Gel.

biauwe am 16 Jun 2013 16:54:03

Conny7 meind diese: --> Link

Gast am 16 Jun 2013 17:08:38

conny7 hat geschrieben:Muss jetzt noch mal nachhaken. . . Lg

Interessanter Gedanke. Was keinesfalls geschehen dürfte, dass beide Akkus miteinander verbunden sind. Es müsste zuerst getrennt und dann neu verbunden werden. An einer automatischen Schaltung und somit an der Zuverlässigkeit dürfte das vermutlich scheitern. Es verträgt auch nicht jeder Solarladeregler, wenn er von den Akkus getrennt und wieder angehängt wird. Inwieweit die Bordelektrik da mitspielt, habe ich so meine Bedenken.

Nein, wenn man es mal genau betrachtet, würde man doch nur die LiPro1-1 Balancer sparen, dafür bräuchte man dann jedoch 2 statt einem Trennschalter TSA260 mit entsprechender Steuerung (woher?).
So reizvoll der Gedanke am Anfang zu sein scheint, ich sehe jetzt keine Vereinfachung der Installation darin.
Und so kompliziert ist das was hier bisher gezeigt wurde eigentlich nicht. Wer Plus von Minus und 12V von 220V unterscheiden kann und keine 2 linken Hände hat, der müsste das eigentlich hin bekommen. Nur Mut, ich sah am Anfang auch nur 1000 Fragen und unüberwindliche Probleme , aber alles hat sich geklärt und war dann doch erstaunlich einfach. Welche Elektronik, Schalter und Relais benötigt werden, ist hier im Thread inzwischen ja geklärt und zu finden. Also geht es "nur noch" ums Verkabeln :mukkies:

joekel am 16 Jun 2013 18:01:25

naja, wer sich nicht damit näher befassen will oder kann sollte eine Selbstumrüstung nicht ausführen und
muss dann bei Mastervolt, Vitron usw. zugreifen.

mfg Jo

tobi02 am 16 Jun 2013 19:29:31

rossifumi hat geschrieben:
tobi02 hat geschrieben:Das Gewicht halte ich nur für ein relativ schwaches Argument.

Findest du?
Bei mir sind es grob 70kg Unterschied.
Bei einem 3,5t kann das eine Menge ausmachen, wenn man mal auf die Waage gebeten wird :eek: .

Rossi


Ja finde ich.
Du hast meine Bemerkung dazu aus dem Zusammenhang gerissen. Ich schrieb ja das das locker um die Hälfte leichter ist. Allerdings bin ich fest davon überzeugt das genau die die Kg sparen müssten auch die sind die zu wenig Kapazität haben und daher lieber den vorhandenen Platz mit weiteren Zellen füllen würden als sich das Gewicht zu sparen "...es ging ja vorher auch..."

Wenn es bei dir 70Kg Unterschied sind hattest du vorher bei gleicher Kapazität 150kg für die Batterien verbaut? Oder noch mehr. Dann vermute ich mal das du keine 3,5t Zulassung hattest. Dann ist es doch eh wurscht. Ausser dem Sprit den man spart. Ob die Karre dann mit 3,8t, 4,2t oder 4,4t zugelassen ist. Sofern die Federung passt hat man dann alle Nachteile der LKW-Zulassung bereits mitbekommen.

lisunenergy am 28 Jun 2013 16:18:50

Auf der Intersausch solar konnte man dieses Jahr wieder viel im Bereich LIFEPO4 sehen.

Die Super B Akkus waren da als geöffnete Version zu sehen.Es ist sehr interessant zu sehen,wie das ganze BMS System in diesem Akku verbaut wurde.Für Leute die also einen Tausch 1 zu 1 haben möchten sind bei diesem Akku genau richtig.Bei Victron gab es auch ein schönes System wobei aber auch da schon ein ordendlicher Umbau erfolgen muß.Interessant fand ich die Antwort der Chinesen,die ganz fest der Meinung sind,das sich die Preise in 2 Jahren halbieren sollen.Mal sehen ,was da so daran ist.Bei den Netzanlagen wurde aber schon sichtbar,das die Bleiakkus fast nicht mehr vertreten waren.

Bei meiner Anlage habe ich jetzt einen Rasenmäher von Wolf Garden mit Blue Power in Betrieb.Selbst der große Mäher ist für meinen 1200 Watt Wechselrichter kein Problem mehr.Somit wird die Anlage jetzt auch außerhalb der Urlaubszeit sehr gut genutzt.700m² sind spielend zu schaffen.

walter7149 am 28 Jun 2013 18:55:59

Hallo Sonnentau,
wie weit sind eigentlich deine bemühungen gekommen einen speziellen betrieb zu finden, welcher die nach- bzw. umrüstung von wohnmobilen oder ähnlichen von der herkömmlichen bleibatterietechnik zur nun doch langsam populärer werdenden LiFeYPO4- akkus mit dazugehöriger notwendiger steuerelektronik anbietet.

Das die Super B Akkus als 1 : 1 austausch ohne jede veränderung in der standardelektroinstallation eines standardwohnmobiles möglich sind ist ja schon ein kleiner fortschritt und wird wahrscheinlich bald von den womoherstellern oder -händlern gegen entsprechenden aufpreis beim neukauf als option angeboten werden.

Aber wer von den langzeitwomobesitzern hat denn noch ein standardwomo, sondern hat sein Womo doch schon manchmal erheblich aufgerüstet entsprechend seines verbrauchsverhalten.
Die Freisteher streben nach maximaler womodachsolaranlagenabdeckung oder einer windkraftanlage, genauso wie die Öko´s und die Sparsamen, denen die kwh an der stromsäule zu teuer ist.
Die Vielfahrer wollen ladebooster, genauso wie die mit den großverbrauchern während der fahrt wie gefrierboxen usw.
Zukünftig kommt vielleicht ein hybridantrieb beim fahrgestell oder ein anderes biologisch-ökologisches elektroenergieerzeugungssystem - siehe - --> Link
Man könnte hier noch weiter spinnen ......

Alle brauchen aber einen elektroenergiespeicher mit steuerung, welcher leistungsfähiger, leichter, besser regelbar,langlebiger, individuell anpassungsfähig .......... als alles was es bisher gibt.

Oder kommt bald ein umrüstsatz im baukastenprinzip - ähnlich wie im thema von singlefreiheit "Selbstbau-stromerzeuger" ?

Es gab schonmal ein thema im technikbereich, wo nach den chancen einer vorgefertigten elektronikbox gefragt wurde für ein problemloses umrüsten.
Leider kann ich es nicht wieder finden.

Vielleicht liegt eine praktikable lösung ja schon in irgendeinem panzerschrank eines konzerns mit großer forschungs- und entwicklungsabteilung, wie schon in anderen bekannten fällen.
Und Otto Normalverbraucher soll weiterhin sein geld für urzeitbleiakkutechnik ausgeben, welche billig in fernost produziert, mit markenaufkleber und trotzdem sinkender qualität weiterhin empfohlen wird.

lisunenergy am 30 Jun 2013 14:57:36

ja die Firma gibt es schon.Kann man bei mir erfragen.Bei den fertigen Systemen ist es zur Zeit auch so,das viele Komponenten benötigt werden.--> Link Es ist sogar so,das die alte Ladetechnik nicht mehr verwendet werden kann.Alle reden von Ökologie aber keiner meint es wirklich ernst.
Für die Version 90 AH im Block in Verbindung mit einem TSA 260 kann man zur Zeit das billigste System aufbauen.Es entspricht einer 180-200 Ah Bleibatterie.Durch das TSA 260 ist eine Abschaltung für den Tiefentladeschutz gegeben.Der Akku wird natürlich nicht so lange halten wie ein BMS überwachtes System.Wer also ein billiges System sucht ist damit auf alle Fälle besser bedient, wie mit einem normalen Bleiakku unterm Fahrersitz.Alles was über 90 Ah liegt ist ohne BMS tötlich,da die Zellen nicht selektiert werden.

peho am 07 Aug 2013 11:45:31

Ich war es leid,habe mein Womo umgerüstet, und muss sagen, ich bin hellauf begeistert.
Ich hatte in der Vergangenheit u.a. 460Ah AGM Batterien die noch am besten waren, aber nicht zu vergleichen mit der Li-Lösung. Bei einem Verbrauch von 50-70Ah pro tag bzw. pro Nacht ist die Wiederaufladung ein nicht zu lösendes Problem, außer man hat eine 230Versorgung über einen längeren Zeitraum. Selbst wenn Solar in theoretisch ausreichendem Umfang zur Verfügung steht. Die Ladeströme, die die Batterie aufnimmt sind einfach zu klein, um eine entsprechende Energiemenge in die Batterie zu bekommen.
Jetzt habe ich 4x2 100Ah-Zellen als zwei 100 Ah Batterien geschaltet. Das so zu lösen hat verschiedene Beweggründe. Jede Zelle ist mit einem Balancer mit Unter- und Überspannungs- Überwachung ausgestattet. Bei ansprechen der Überwachungsfunktion wird ein Hochstromrelais angesprochen, das abfällt und das die Batterie vom Stromnetz trennt. Parallel dazu ist ein Batterietrennschalter eingebaut.
Meine vorhandenen Einrichtungen zum Laden konnte ich übernehmen. Was ich noch austauschen muß ist der Solarregler. Hier muß der Shunt-Regler gegen einen MPPT-Regler ausgetauscht werden.
Insgesamt hat mich die Aktion dann max. 1500€ gekostet. Und viel Zeit…
Unter dem Gesichtspunkt, dass ich 5-8 Monate im Jahr mit dem Womo unterwegs bin war es mir das Wert. Selbst wenn die Solarleistung nicht ausreicht habe ich in einer Stunde an einer Versorgungssäule meine Batterien voll.
Ich denke für jemand der ansonsten auf CP`s etc. verzichten kann die ideale Lösung.
Ich war es einfach Leid den ewigen Ärger mit den Batterien und da meine wieder mal kaputt waren denke ich die mehr Kosten habe ich schon nach dem nächsten Winter wider drin.
Ich bin Gerne bereit Hilfestellung zu leisten, wenn es jemand auch leid ist.

peho

lisunenergy am 07 Aug 2013 21:40:37

Mach doch mal bitte Bilder davon.Ich freue mich das es wieder jemanden gibt der davon so begeistert ist ,wie ich es auch bin.Wichtig sind die Erfahrungen damit jeder sieht was man davon halten kann.

bigdaddy050276 am 07 Aug 2013 22:33:46

sonnentau3 hat geschrieben:Interessant fand ich die Antwort der Chinesen,die ganz fest der Meinung sind,das sich die Preise in 2 Jahren halbieren sollen.Mal sehen ,was da so daran ist.



Der Grund ist das das Patent ausläuft und die Lizenzgebühren wegfallen... Aber die machen bestimmt nicht den halben Preis aus

gordan am 07 Aug 2013 23:19:54

Da ich gleiche Umbau im Herbst vor mir habe, interessiert mich: warum „als zwei 100Ah geschaltet“?
Wäre nicht einfacher und billiger gewesen aus vier Zellen nur ein 200Ah Block zu bauen statt 2 x 100Ah.
Oder gibt es bestimmte Grunde dafür die ich vielleicht nicht kenne?

Gordan :nixweiss:

Gast am 08 Aug 2013 00:00:27

gordan hat geschrieben:Da ich gleiche Umbau im Herbst vor mir habe, interessiert mich: warum „als zwei 100Ah geschaltet“?
Wäre nicht einfacher und billiger gewesen aus vier Zellen nur ein 200Ah Block zu bauen statt 2 x 100Ah.
Oder gibt es bestimmte Grunde dafür die ich vielleicht nicht kenne?
Gordan :nixweiss:

Redundanz wäre eine Möglichkeit. Fällt eine Einheit aus, ist immer noch eine funktionsfähig. No single point of failure.
Einbaumaße und verfügbarer Platz wäre eine zweite Möglichkeit.

peho am 08 Aug 2013 02:26:33

Der finanzielle Zusatzaufwand meiner Lösung mit 2x100Ah liegt etwa bei 100€. Ist also im Gesamtaufwand fast zu vernachlässigen.
Wie beschrieben übernehmen die Balancer neben ihrer Hauptaufgabe der Ladestromregelung auch die Überwachung der Unter- und Überspannung jeder einzelnen Zelle. D.h. die Balancer zeigen im Störfall die betroffene Zelle an. Defekt ist in der Regel immer nur eine Zelle. Wenn ich weiß welche Zelle defekt ist kann ich diese Batterie abklemmen bevor die andere in Mitleidenschaft gezogen wird. Ich habe dann immer noch 50% der installierten Kapazität. Damit kann ich recht gut und entspannt leben, bis ich die defekte Zelle austauschen kann. Spätestens dann hat sich der Aufwand in mehrer Hinsicht gerechnet. Wenn ich schon die Möglichkeit habe jede einzelne Zelle überwachen zu können, versuche ich auch das Optimum dieser sich ergebenden Möglichkeiten zu erreichen. Da ich manchmal über Monate unterwegs bin, kann auch eine zweite Zelle bei der andern Batterie kaputt gehen, ich kann mir immer helfen.
Frage ausreichend beantwortet?
peho
PS
Sonnentau > Meine Installation ist nicht besonders fotogen… aber gut(stolz)

gordan am 08 Aug 2013 08:46:33

peho hat geschrieben:Der finanzielle Zusatzaufwand meiner Lösung mit 2x100Ah liegt..... Defekt ist in der Regel immer nur eine Zelle. Wenn ich weiß welche Zelle defekt ist .....Ich habe dann immer noch 50% der installierten Kapazität. Damit kann ich recht gut und entspannt leben, bis ich die defekte Zelle austauschen kann. peho


Vielen herzlichen Dank für die Antwort! Jetzt verstehe ich Sinn der Sache. Verkehrt ist die Gedanke nicht!
Soll ich bei mir LiPro`s, statt 400AHA wie geplant, lieber 2 x 200AHA installieren weiß ich selber nicht!?

Viele
Gordan :respekt:

lisunenergy am 08 Aug 2013 09:35:27

Ich selber bin ein Freund von nur 4 Zellen.Jeder Balancer verbraucht Eigenstrom.Es sind mehrer Verbinder notwendig . Ich würde mir vielmehr Sorgen machen,das eine Elektronik vorzeitig den Geist aufgibt. Bei den Lipros habe ich jetzt neue Kühlkörper und Steckverbinder .Dieses ermöglicht den Akku im Winter so stromlos zu schalten,damit eine Ladung im Winter nicht mehr notwendig ist. Bei den Kühlkörpern ist eine bessere Wärmeabfuhr im Balancermodus möglich.Bei Interesse bei mir melden.

peho am 08 Aug 2013 09:58:56

Aber unbedingt. Ich würde mir sogar überlegen 4x100 Ah einzusetzen. Die mir bekannten Balancer haben alle 2 – 2,5 A Ausgleichsstrom. Das ist nicht optimal Das ist vor allem eine Platzfrage. Ansonsten hat eine solche Lösung nur Vorteile. Man braucht zusätzlich 8 Balancer das sind insgesamt 8x 20€ mehr, wenn überhaupt. 400 Ah ist natürlich eine Menge. Das entsprich 800Ah bei konventionellen Batterien. Bei einem so hohen Bedarf sind noch andere Überlegungen erforderlich wie soll die Nachladung erfolgen, wie oft soll nachgeladen werden, und so weiter. Welch Leistung haben Ladgerät, Solarpaneele, Lichtmaschine.

peho

peho am 08 Aug 2013 11:00:40

peho


Hallo Sonnentau,
das ist natürlich alles auch eine Philosophiefrage.
Bei mir steht das Auto nie länger als 4 Wochen. Im Winter bin ich sowieso immer unterwegs.
Ich mache sehr lange und weite Reisen in Länder in denen die Ersatzteilbeschaffung schwierig bis unmöglich ist. Das würde dann bedeuten auf meinen Komfort verzichten zu müssen, das möchte ich nicht. Sollte bei mir nach der nächsten Winterreise die Erkenntnis reifen ich brauche noch mehr Kapazität, werde ich das wieder mit 100Ah-Zellen machen. So ein Verbinder kostet 3-3,50€. Die Balancer beginnen erst bei einer Ladespannung von 3,6V zu arbeiten. Das entspricht einer Batteriespannung von 14,4V. Bei 14,6 Volt ist bei mir sowieso Schluss. Ich denke dass dieser Verbrauch unter meinen Gegebenheiten und Anforderungen zu vernachlässigen ist. Ich habe 220Wp Solarpaneele die sorgen auch bei trübem Winterwetter für den erhalt der Kapazität. Ich behandle dieses Thema „Li-Akkus“ so ausführlich, um zu zeigen, wie Individuell dieses Thema zu sehen ist.
Peho

Gast am 08 Aug 2013 11:01:39

Also ich habe in die Technik so viel Vertrauen, dass mir ein Block mit 4 Zellen reicht.
Sollte wirklich was kaputt gehen, habe ich Balancer, Spannungswandler und ein SSR als Ersatz dabei und bei einer defekten Zelle wird eben alles abgeklemmt und im nächsten Shop für die Überbrückungszeit ein Bleiakku geholt. Das ist zwar etwas mehr Arbeit, in Anbetracht der Unwahrscheinlichkeit jedoch akzeptabel.

gordan am 08 Aug 2013 11:34:31

Wenn schon die Diskussion wieder entbrannt ist habe ich noch eine konkrete Frage:
Was für ein SSR - Converter wird eingesetzt zwischen LiPro1-1 und SSR`s (LVP/OVP)?
Wo kann ich so ein Converter bestellen/kaufen und wie lautet Bezeichnung?

Viele
Gordan :hallo:

peho am 08 Aug 2013 13:21:43

Keine Ahnung was ein „SSR – Converter“ ist. SSR ist Solid State Relais, die englische Bezeichnung für Relais/Halbleiterrelais aus wikipedia
Wird in der Regel bei hohen Strömen eingesetzt. Braucht man um bei Unterspannung die Verbraucher/Bordnetz von der Batterie zu Trennen, da diese Akkus scheinbar sehr empfindlich auf Tiefentladung reagieren. Achtung der Solarregler muss an der Batterie bleiben, aber das ist ja auch kein Verbraucher. Auch die D+ gesteuerte Trennung von Fahrzeug -und Bordnetz ist normalerweise vorhanden und hat mit dem Umbau nichts zu tun.

Ein Converter ist ein Wandler. Was für ein Wandler hier gemeint ist, keine Ahnung. Eventuell ein Wechselrichter, der aber meines Erachtens auch nichts mit dem Umbau zu tun hat.
Alles was man braucht bekommt man z.B. bei li-trade und ev-Power. Die Adressen kann man Googeln.
peho

lisunenergy am 08 Aug 2013 14:42:31

Ich denke das viele noch nicht genau wissen worauf es wirklich ankommt bei einem Li System.Der Balancerstrom einer Zelle sagt aus wie schnell die Zelle ausgeglichen werden kann. Es nütz aber nichts enorm viel Wärme zu erzeugen und bei einem zu hohen Ladestrom damit zu rechnen das im Ernstfall der Balancerstrom nicht ausreicht und die Spannug rasannt auf 4 Volt ansteigt.Das Ladegerät bekommt davon nichts mit!! Viel wichtiger als ein großer Balancerstrom ist eine aktive Regelung des Systems.Wenn nämlich der Fall auftritt,das eine Zelle in den kritischen Bereich rein kommt schalte die Platine ein SSR Relais,welches die Ladung so lange unterbricht,bis der Wert wieder stimmt.Das selbe erfolgt bei Unterspannung ,sobald eine Zelle auf den Wert von 2,8 Volt fällt.
Ich muß mich also um nichts kümmern!
Zum SSR-Converter: Dieser hat die Aufgabe die durchgeschleifte Systemspannung auf den unteren Wert des SSR Relais zu setzen.Dies spart Strom und läßt auch billigerer SSR zu.Über die vorhandenen LEDS sieht man auch ob die Schleifen sauber arbeiten.Ein weiterer Pluspunkt ist die einfachere Verkabelung der einzelnen SSR.
Es kann jeder das verbauen was er gern möchte!Wichtig ist nur eine richtige Systemzusammenstellung,sonst wird es in nächster Zeit Themen geben wie schlecht doch der neue Akku ist!!! :( :( :(

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