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Budget 4-jahres-stealthcamper im Eigenbau


DeepB am 14 Jun 2020 18:07:04

Hallo,

wir sind momentan noch mit dem Hausbau beschäftigt, aber sobald das Projekt abgeschlossen ist steht ein Camper als nächstes Projekt auf der Liste.

Es soll dabei ein 4-Jahreszeiten Urlaubscamper für 4 Personen (2 Erwachsene). Wir würden dabei 1-4 Wochen Touren machen, und alle paar Tage mal auf einen Campingplatz gehen.
Da aber der Hausbau fast das ganze Budget verschlungen hat muss es günstig sein. Wir haben mal 4-7000€ für da Basisfahrzeug und 3-5000 für den Ausbau.


Folgendes wäre für uns wichtig:
* 4 Sitzplätze (2 Erwachsene, 2 Kleinkinder im "endausbau")
* Wintertauglich (Dieselheizung, Isolierung, Außentemp -15/-20°)
* Von außen nicht sofort als Camper ersichtlich
* Ein paar Tage Autark

Was wir nicht brauchen:
* Übermäßiger Komfort (Der Camper soll nur als "Fahrende Matratze+Toilette" dienen und ab und zu zum abwetttern bei schlechtem Wetter.
* Dusche etc.
* Allrad


1) Ist dies im allgemeinen mit diesem Budget machbar?
2) Das große Problem am Gebrauchtmarkt (sowohl Camper als auch Basifahrzeuge) dass die meisten 2 oder 3-Sitzer sind, und für 4-Sitzer der Markt deutlich kleiner ist. Es gibt aber einige 9+Sitzer-Busse (auch zb auf Renault Master Basis). Diese haben teilweie sogar schon eine Webasto Diesel-Standheizung integriert. Allerdings vollverglast. Können Diese Fenster einfach schwarz foliert und von Innen überdämmt werden?
3) Wir dachten an ein L3H2 Basisfahrzeug. Kleiner wird vermutlich für 4 Sitzplätze und vernünftigen Schlaftplatz nicht gehen?
4) Gibt es andere Punkt auf die ich besonders achten sollte?

vielen Dank
Daniel

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babenhausen am 14 Jun 2020 18:12:49

ich denke schon der angepeilte Betrag von 5-7000 € für das Basisfahrzeug wird sportlich besonders dann wenn auch noch ein Allrad dabei sein muss.

sternleinzähler am 14 Jun 2020 18:16:02

DeepB hat geschrieben:Was wir nicht brauchen:
* Übermäßiger Komfort (Der Camper soll nur als "Fahrende Matratze+Toilette" dienen und ab und zu zum abwetttern bei schlechtem Wetter.
* Dusche etc.
* Allrad

Habs auf die schnelle auch erst überlesen!

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Tinduck am 14 Jun 2020 18:54:27

Bei dem Budget sehr sportliche Anforderungen.

Was denn nun, Zeltersatz oder L3H2-Vollausbau mit fetter Isolierung und voll wintertauglich?

Soll eine Trinkwasseranlage rein? Wieviel Frischwasser? Wie viel Abwasservolumen? Klo oder nicht? Wenn ja was für eins? Autark für 4 Tage heisst mit 4 Personen Trockentrenntoi oder 1-2 Reservecassetten an Bord.

3,5 Tonnen? Je nach Ausstattung mit 4 Personen auch schwierig.

Elektrik für 4 Tage autark, bei welchen Anforderungen?

Stealth? Tarnnetz oder keine Radarortung? :D

Riecht so‘n bisschen nach eierlegender Wollmilchsau mit Zusatzanforderung fast umsonst...

bis denn,

Uwe

DeepB am 14 Jun 2020 20:00:09

Achtung: Allrad ist in der was wir NICHT brauchen liste!

Keine Dusche, aber ein WC.

Zeltersatz mit vernünftiger Dämmung?

Trinkwasseranlage möglicherweise ein kleines Spülbecken, aber Frisch&Abwasser reicht als Kanister unter der Spüle mehr als aus.

fschuen am 15 Jun 2020 08:06:40

Das kann gehen, du musst aber spitz rechnen. Ich würde mich für ein Basisfahrzeug entscheiden und den Innenausbau so machen, dass du ihn rausnehmen kannst. So kannst du das Fahrzeug ggfs auch einzeln nutzen bzw. wechseln, wenn's hinüber ist. Das Ganze nicht als Wohnmobil zulassen, geht eh nicht ohne Küche usw. Wintertauglich wird das mit Dieselheizung nur, wenn ihr frostfest seid - damit kann man morgens mal durchheizen, aber durchlaufen lassen ist keine so gute Idee.

hth Manfred

DeepB am 15 Jun 2020 09:52:42

warum geht durchlaufen lassen mit Dieselheizung nicht? Was wäre besser?

cbra am 15 Jun 2020 10:00:43

DeepB hat geschrieben:warum geht durchlaufen lassen mit Dieselheizung nicht? Was wäre besser?


verstehe ich auch nicht, unsere eberspächer läuft wunderbar, würde das auch im winter ( wir sind aber im winter nicht unterwegs)

budgetär sehe ich das projekt aber brutal eng, eigentlich n icht machbar. alleine für dieselheizung, isolierung und baumaterial für die betten geht da mindestens die hälfte drauf.

eine möglichkeit wäre evtl erstmal auto holen, betten, boardbatterie und kühlbox rein, zug um zu isolieren und dann halt je nach möglichkeit weiter ausbauen.

und bei einem derart alten basisfahrzeug solltest du immer ein notbudget dabei haben für eine reparatur unterwegs

fschuen am 15 Jun 2020 10:02:41

Die Dieselheizung macht Lärm und müffelt. Aber das Hauptproblem ist, dass sie entweder an sind oder aus - zumindest ist das bei den klassischen Standheizungen so, die ich kenne. Da wird es dann nach einer Zeit lang viel zu warm. Die Womo-üblichen Gasheizungen haben einen Thermostaten und heizen dann immer so, wenn's gebraucht wird. Die anderen Vorteile von Gas (Warmwasser, Kochen, Kühlschrank) sind natürlich keine, wenn man's nicht braucht. Und dann gibt es natürlich noch die ökologische und preiswerte Variante: schön kuschelige Daunenschlafsäcke. Damit man da morgens rauskommt, kann man die Dieselheizung schon mal anmachen.

Gruss Manfred

Jagstcamp-Widdern am 15 Jun 2020 10:06:23

ich denke, du wirst nicht um einen fensterbus rumkommen, da der hinten originale sitzbankbefestigungen hat.
eine zertifizierte (tüv - abnahmefähige) bank zum nachrüsten in kästen würde bereits fast dein gesamtes ausbau budget verschlingen.

am praktischsten wäre ein "mixto", sowas wie eine doka aber als kasten (5 sitzplätze + laderaum) in l4.
diese kisten gips häufig bei maler- und putzerbetrieben o. ä.

in deinem budget realisierbar bei movano/master, aber auch sprinter möglich.
der ausbau mit 3k ist kein prob, wenn die sitzegeschichte geklärt ist!

alleswirdgut
hartmut

Gast am 15 Jun 2020 10:13:06

Meine Dieselheizung wird auch über einen Thermostat gesteuert. Sie stinkt nicht und ist leise. Warmwasser macht sie auch. Liegt vielleicht daran, dass ich kein Vorkriegs-Wohnmobil fahre. Brennstoff gibts an jeder Tanke, zur Not sogar aus dem Kanister. Wenn ich Daunenschlafsäcke möchte, gehe ich zelten.

cbra am 15 Jun 2020 10:16:52

fschuen hat geschrieben:Die Dieselheizung macht Lärm und müffelt. Aber das Hauptproblem ist, dass sie entweder an sind oder aus - zumindest ist das bei den klassischen Standheizungen so, die ich kenne. Da wird es dann nach einer Zeit lang viel zu warm.

Gruss Manfred

ausser paar min beim anlaufen macht die keinen nenneswerten lärm, müffeln sowieso nicht. ich stell 21°C ein und fertig. nachts runter auf 17 und wenn ichs im märz nach dem surfen warm haben will halt auch auf 25

für die meisten kastenwägen gibt es einfache einbausätze, tl. sogar unterflur

muss kein gas holen/prüfen etc. sehe ich als grossen komfortvorteil.

cbra am 15 Jun 2020 10:22:04

DeepB hat geschrieben:...
* 4 Sitzplätze (2 Erwachsene, 2 Kleinkinder im "endausbau")
*...

2) Das große Problem am Gebrauchtmarkt (sowohl Camper als auch Basifahrzeuge) dass die meisten 2 oder 3-Sitzer sind, und für 4-Sitzer der Markt deutlich kleiner ist. ....


es gibt auch so mischformen, werden oft als "mixto" bezeichnet - lieferwagen mit 2 sitzreiehen und hinten etwas kürzerer laderaum - das können evtl eine lösung der sitzplatz / zulassungsthematik sein

wie alt sind denn die kinder?

DeepB am 15 Jun 2020 10:27:27

cbra hat geschrieben:wie alt sind denn die kinder?


Kind 1 jnapp 2 Jahre, Kind 2 noch nicht vorhanden ;).

cbra am 15 Jun 2020 11:27:39

wenns noch eine zeitlang zu dritt geht wäre evtl eine 3sitzlösung in der ersten reihe ja auch eine lösung. und bis kind2 kommt konzept erarbeiten, hoffen dass das auto so lange hält,... ;)

kiteliner am 15 Jun 2020 11:52:54

Moin
Ich würde:
- einen dieser Teil-verglasten Busse (oben als Mixto bezeichnet) nehmen. Aber die sind als Handwerkerauto teilweise übelst runtergerockt, schwer beladen geknallt worden
- oder einen 8-Sitzer nehmen. Hinten bei der Sitzbank, die dann rausfliegen würde, die Fenster (nach Rücksprache mit Prüfingenieur) ggf. ausbauen (spart Gewicht) und statt dessen die Löcher verblechen. Hintere Sitzbank dann austragen lassen. Einfach mal nachfragen was so etwas kosten würde. Sonst Fenster drin lassen und von außen folieren und von innen isolieren.
Oder sucht euch einen alten DüDo oder Bremer. Die sind robust, teilweise recht günstig schon ausgebaut zu bekommen und vor allem einfach zu reparieren. Mit Reparaturen muss du bei einer Basis bis 7000 immer rechnen. wenn du dann wegen Elektronikproblemen bei Renault/Opel/Nissan in die Werkstatt musst, ist der Spass schnell zu Ende.

Lieber etwas mehr Geld für eine bessere Basis ausgeben und dann etwas langsamer und einfacher ausbauen, so wie Geld da ist.
Ein einfaches Bett hinten, ggf klappbar ist mit gebrauchten und vieleicht sogar geschenkten Lattenrosten und ein wenig Dachlatte, oder Rahmen schnell gebaut. Darunter Stauraum für PortaPotti (Nachbau) und Ersatzkassette, Wassertank/Kanister und Küchenkram, Spülschüssel und Gaskocher.
Mit Hochdach könnt ihr da drüber oder halb daneben noch ein Kinderbett anbringen, zum Klappen über Tag, um mehr Platz zu haben. Das alles geht für den Sommer, wenn man anspruchlos ist, auch ohne große Isolierung. Außerdem erhaltet ihr Erfahrung, was ihr braucht oder nicht braucht. So erspart ihr euch eventuelle Umbauten und teure Anschaffungen.
Und immer schön auf das Gewicht achten, man vertut sich da schnell...
Dusche könnt ihr draußen mit HT-Rohr als Solardusche ausführen, haben wir auch, geht echt gut (wenigstens wenn es Warm ist). Ansonsten Campingdusche oder einfach Solarsack oder Wasserkanister.

cbra am 15 Jun 2020 12:23:41

ätt kiteliner - genau so !

Cheesus am 15 Jun 2020 14:06:09

Lass dich nicht entmutigen. Dein Vorhaben ist machbar, auch mit diesem Budget.
Schau Dir mal meinen Bussi Deluxe an: --> Link

Gruß Thomas

cbra am 15 Jun 2020 14:13:08

DeepB hat geschrieben:... Wir haben mal 4-7000€ für da Basisfahrzeug und 3-5000 für den Ausbau.


....



ich hatte ungenau gelesen und den zweiten teil übersehen

mit dem doppelbudget sollte das schon machbar sein

sorry

DeepB am 15 Jun 2020 14:37:51

Cheesus hat geschrieben:Lass dich nicht entmutigen. Dein Vorhaben ist machbar, auch mit diesem Budget.
Schau Dir mal meinen Bussi Deluxe an: --> Link

Gruß Thomas


Ja, den Bussi Deluxe kenne ich schon, ist eines der Vorbilder ;).

andwein am 15 Jun 2020 17:32:49

DeepB hat geschrieben:....Ja, den Bussi Deluxe kenne ich schon, ist eines der Vorbilder

Und hier gibt es weitere Infos zu Auswahl und Ausbau: --> Link
Viel Spaß, Andreas

DeepB am 15 Jun 2020 21:00:51

Mit wievielen Arbeitsstunden muss ich eigentlich bei einem "einfachen" ausbau rechnen (funktionalität wichtig, optik etc nicht).

cbra am 16 Jun 2020 08:38:02

DeepB hat geschrieben:Mit wievielen Arbeitsstunden muss ich eigentlich bei einem "einfachen" ausbau rechnen (funktionalität wichtig, optik etc nicht).


kommt drauf an wie geschickt und schnell du bist, ob due für fitzelige arbeiten helfer hatsm, wie gut werkstatt und werkzeug sind.

dien einfachen surfbusse ( bett & isolation) sind an ca 2 langen wochenenden erledigt, wenn man fehlplanungen hat, überaschungen erlebt (unerrtet schäden am basisauto die man erst reparieren muss o.ä) bei schlechtwetter nicht im freien arbeuiten kann ist die luft nach oben sehr weit - gibt auch projekte die sich über viele monate erstrecken ;)

kiteliner am 16 Jun 2020 09:57:50

Zeit kann man schlecht abschätzen, wie cbra schon aufgezählt haben.
Irgendwo eine Verkleidung abgemacht und Rost gefunden - Isolierung einfach drüber? - Ovatrol drauf, trocknen lassen und drüber? - Abschleifen, Rostumwandler, grundieren, lackieren, versiegeln und drüber?
Isolieren kann recht lange dauern, je nach Basis und Mühe die du dir geben willst, muss du jedes Teil einzeln zuschneiden und anpassen. Nur irgendwo ein bißchen "Schaumstoff" rein und fertig, bringt nicht viel, weil u.a. Kältebrücken, vielleicht brauchst du aber nicht viel mehr?
Einfachst Ausbau, wie cbra, würde ich auch in zwei langen Wochenenden realisierbar sehen, sofern keine großen Instalationen wie Wasser, Abwasser, Gas, Elekro dabei sind, wo man sich schon mal ein Konzept erstellen muss. Für einen einfachen (Ein)bau eines Doppel-Bettes mit Staukästen (Euroboxen) drunter, würde ich (für mich) entspannt ein Wochenende annehmen. Kommt drauf an wie viel vorgefertigtes du nehmen kannst und wie deine Werkstatt ausgestattet ist.
Draußen schrauben, wenig Platz und für jeden neuen Arbeitsschritt alles wegräumen? Wie gut kannst du Arbeit vorausplanen. Messen, Zeichnung machen und alle Teile sägen und einbauen, oder machst du jedes Teil einzeln? Wenn du das alles Modulartig baust, zum schnell entfernen, kannst du die Teile einfach vorfertigen, muss allerdings dann ein wenig mehr Zeit investieren um zu planen und die Befestigungspunkte zu bauen.

kiteliner am 16 Jun 2020 10:08:19

Ach so, ganz vergessen.. bedenke das Gewicht! Alles aus Dachlatten zusammen zu spaxen erscheint eine leichte Lösung zu sein. Zum drauf liegen und schlafen, reicht das auch. Aber im Auto sieht das anders aus. Du brauchst entsprechende Befestigungspunkte am Rahmen, damit dir die ganze Konstruktion nicht beim Bremsen abreißt.
Zwei Latten einfach mittendurch verschraubt, reicht zum drauf liegen, aber nicht, wenn darunter noch Kisten mit Wasser, Konserven, Kocher, Spielzeug, Windeln... liegen. Das zerfetzt dir bei einer Not-Bremsung und der ganze Kram fliegt durch Auto, du hast deine Kinder dabei! Klapplösungen sind platzsparend aber, wenn sie stabil seinen sollen müssen sie entsprechend (schwer) ausgeführt werden.
Macht euch mal eine Liste, was ihr alles zu brauchen denkt und legt das Zeug mal, sofern vorhanden, bereit. Einfach um mal ein Gefühl dafür zu bekommen, wie groß und wie schwer das alles ist. Ermittelt die Gewichte und den Platzbedarf. Überlegt euch, wie ihr Stauraum erzeugen und vor allem sicher im Auto stauen könnt. Gerade mit Kleinkindern. Kinderwagen, Buggy, Rückentrage oder Tragetuch? Spielsachen...

DeepB am 18 Jun 2020 08:45:58

Gibt es irgendwo ausbautagebücher/beschreibungen mit Gesamtzeitangabe? Mir ist klar dass spezifische Probleme den Zeitaufwand explodieren lassen können, es wäre aber hilfreich bei ein paar Fertigen ausbauten zu sehen wie lange die gebraucht haben. Dann kann man ja durch Vergleich der Ausbauqualität zumindest ca abschätzen wie lange man brauchen wird.

babenhausen am 18 Jun 2020 08:59:47

DeepB hat geschrieben:, es wäre aber hilfreich bei ein paar Fertigen ausbauten zu sehen wie lange die gebraucht haben. Dann kann man ja durch Vergleich der Ausbauqualität zumindest ca abschätzen wie lange man brauchen wird.


Wie lange man braucht ist eine Frage der örtlichen Gegebenheiten,deines handwerklichen Geschickes , auch der technischen und optischen Ansprüche,der Werkzeugausstattung und auch der vorhandenen Fachkenntnisse bei Gas,Strom ,Wasser etc.Wichtig auch die Beschaffbarkeit der Materialen,Baumarkt und Campingfuzzi um die Ecke oder 20 Km Anfahrt?
Der Eine schafft einen Ausbau in 100 Stunden der Andere in 150 Std weil er auch mal murkst und zwei Versuche braucht...

Tinduck am 18 Jun 2020 09:49:19

Schau dir mal den Thread on user jackschmidt an --> Link . Der hat eine Leerkabine komplett selbst ausgebaut, allerdings in exzellenter Qualität, da erblassen 98% der professionellen Hersteller. Über die Datumsstempel der Beiträge kannst Du die Zeitdauer abschätzen. Wenns bei dir eine geringere Ausbauqualität auch tut, gehts halt schneller.

bis denn,

Uwe

andwein am 18 Jun 2020 13:38:30

DeepB hat geschrieben:Gibt es irgendwo ausbautagebücher/beschreibungen mit Gesamtzeitangabe?

Sind mir in einer auswertbaren Form nicht bekannt. Bei einer eigenen Suche bei verschiedenen Selbstausbauern habe ich folgenden Rahmen ermittelt:
Beim Selbstausbau können Sie zwar einiges sparen, benötigen dafür aber auch eine geheizte Halle, Zeit, Material und Werkzeug! Allein für die eigene Arbeitszeit für Planung, Materialbeschaffung, Fahrzeugaufbereitung, Isolierung und Ausbau liegt der Zeitaufwand bei 700 – 1500 Stunden, je nach handwerklichen Fähigkeiten und der Renovierungs- bzw. Ausbautiefe.
Den Selbstausbau sollte man deshalb besser unter dem Thema Spaß, Hobby, Selbstverwirklichung und Prüfung der eigenen handwerklichen Fähigkeiten sehen
.
Gruß Andreas

Jagstcamp-Widdern am 18 Jun 2020 13:46:37

meine reine arbeitszeit waren ca. 170 h.
der zeitliche aufwand für die beschaffung (vieles über die bucht, 1 x zum holzhändler und 1x bei reimo vorbei) sind darin nicht enthalten.
die beschaffung hat ca. 1 jahr bevor ich die karre hatte begonnen.
ich muszte in der baufase nix wegräumen (konnte also auch nur mal 1h effektiv arbeiten), die karre stand im trockenen und mein nachbar hat eine formatsäge...
die oft erforderliche 3. und 4. hand hat mir meine holde geliehen! :ja:

alleswirdgut
hartmut

kiteliner am 19 Jun 2020 08:55:34

Ich habe meinen Reisebus fast komplett entblecht und den Aufbau-Rahmen zum großen Teil neu geschweißt und alles neu verblecht. Dabei Bremsleitungen, Luft- Wasserleitungen... teilweise neu gemacht. Alles neu verblecht, Rahmen mit Iso ausgefacht, Holzlatten drüber als thermische Trennung, wieder dazwischen Isoliert, Dampfbremse aufgeklebt. Neuer Fußboden, Dach neu mit Blech überzogen. Alles komplett alleine, außer Fenstereinbau. Spachteln, schleifen, lackieren teilweise mit meiner Frau. Habe allerdings auch mal Schrauber (Kfz-Mech PKW/LKW Instandhaltung) gelernt.
Danach Innenausbau, großteils alleine. Komplette Installation Gas, Wasser, Elektro.
Wir haben Buch geführt, ca. 2600h in etwa 3 Jahren, oft allerdings auch 4-8 Stunden am Tag, weil ich Zeit hatte. Bus steht in unserer Scheune am Haus, die ist 90cm breiter als mein Auto. Also nur an einer Seite arbeiten, an der anderen komme ich dann nicht mehr vorbei, weil ich so nach an die Wand fahren muss, Spiegel natürlich ab. Zwischendurch häufig aufräumen/wegräumen, das habe ich aber vielfach nicht eingerechnet. In großer Halle wäre eine deutliche Zeitersparnis drin.
Für den Innenausbau geschätzt etwa 900h. Noch nicht alles wirklich fertig, aber nutzbar und bei weitem nicht mit dem ausbau von Jack zu vergleichen, aber auch icht mein Anspruch. Wir haben fast überall Birke Multiplex nur die küche ist vom Schreiner gebaut, das war günstiger als selbst machen oder Ikea. Habe viel Zeitfür die Anpassung an die runde Karosserieform gebraucht, ebenso für die Installation der ganzen "Technik", wie Wasser, Elektro. Wo müssen welche Leitungen liegen? Was muss ich wann bauen, damit dich das noch da verlegen kann. Möglichst keine Wasserleitungen direkt an Stromleitungen, oder gar Steckdosen....
Ich kann zwar zeichnen und auf Pspier planen, bin aber eigentlich total der Haptiker und muss alles sehen und anfassen. Habe immer wieder Sachen anderes gemacht oder wieder (teilweise mehrfach) geändert als auf meinen Plänen. Wäre jetzt auch sicherlich deutlich schneller, weil ich jetzt die Erfahrung habe.
In den Zeiten sind keine Planung/Recherche, einkaufen... drin.
Kenne aber auch Bus-Kollegen, die ihren Reise-Bus in etwa 4 Wochen ausgebaut und urlaubsfertig gemacht haben.
Da ich deinen Anspruch, Situation, Fähigkeiten nicht kenne kann ich dir keinen Tipp geben, wie lange DU brauchst. Ich für MICH, würde etwa 4-8 Wochen reine Bauzeit schätzen, wenn ich so ein Auto für eines meiner Kinder bauen müßte. Unter Zeitdruck, wenn ich unbedingt zu diesem Termin fertig sein müßte und wenigstens fast alles an Material bereits vorhanden oder schnell verfügbar ist. Aber auch keine 10 Stunden am Tag durcharbeiten. Kein HighEnd-Ausbau in Sachen Perfektion, aber auch keine Apfelsinenkiste. Solide, ansehbar und funktionstüchtig. Natürlich gerne länger. Wie hoffentlich oft genug geschrieben, Meine Meinung!
Hoffe diese Einschätzung hilft dir.

goorooj am 05 Jul 2020 18:49:34

du kannst mal in meinen thread reinschauen, ich baue grade einen iveco um.
--> Link
was halt für die 4. person notwendig ist:
du kannst hinten eine sitzbank einbauen. die muss nur ordentlich verankert sein. also sitzbank und dann den fahrersitz mit drehkonsole, tisch dazwischen.
die iveco sitzbänke vom beifahrer haben einen dreipunktgurt eingebaut... der tüv sollte da eigentlich kein problem haben da einen sitzplatz zu genehmigen. die gibtsa auch billigst auf ebay gebraucht.
und du brauchst halt dann dort ein kleines fenster und 2 eingänge... oder ein grosses fenster mit nothammer, die tüver wollen immer einen notausganmmg. hinten wär das dann die schiebetür und ein fenster denke ich mal. aber

DeepB am 07 Jul 2020 09:19:48

Den Thread habe ich schon gesehen, vielen Dank.

Ich hätte gerne eine Serienmäßig eingebaute zweite Sitzbank, da eine Zulassung der Sitzbank hier (Österreich, kompliziertestes Bundesland...) sehr sehr schwierig ist, auch wenn formal alle Kriterien erfüllt werden.


Es scheint dass das mit meinem Budget und einem nicht allzugroßen Aufwand für einen einfachen Ausbau zumindest möglich ist.

Die Frage die sich mir nun stellt: Was kann ich denn für eine Laufleistung von so einem Kastenwagen erwarten? Unterscheiden sich hier die Marken groß?

Ich hätte gerne noch >=100.000km vor einem (wirtschaftlichen) Totalschaden. Kann ich mich hier über einen (Handwerker?)-Kastenwagen mit BJ 2005-2010 und 250.000 km nachdenken?
Ist hier beispielsweise ein IVECO haltbarer als ein Fiat?

Jagstcamp-Widdern am 07 Jul 2020 09:53:21

200 tkm sehe ich als absolut problemlos, motoren- und getriebetechnisch sind iveco und fiat (fast) gleich, aber der reparaturaufwand ist beim frontkratzer weit höher!
wexel mal beim ducato eine kupplung und dann beim iveco (1/3 des zeitaufwands).
antriebe sind bei frontkratzern teure verschleiszteile, beim hecktriebler halten die ewig...
bremsentechnisch gips keine gravierenden unterschiede, originalteile sind absolut überteuert, aber der zweitmarkt funzt!
ein vorteil für den ducato: der gebrauchtmarkt ist gröszer!

alleswirdgut
hartmut

DeepB am 07 Jul 2020 11:10:53

Vielen Dank für die Info.

Ist das bei den vergleichbaren Marken (Renault Master/ Opel Movano, Ford Transit etc) gleich zu sehen, oder gibt es da welche die bekannt dafür sind nicht so lange durchzuhalten?

goorooj am 07 Jul 2020 11:19:39

Ich kann Hartmut nur zustimmen, einer der Gründe für den Iveco statt Fiat war dass iveco ein Hecktriebler ist, Wartungsfreundlicher... Kupplungswechsel, wie Hartmut ja schon angedeutet hat, bedeutet beim Ducato Motor und getriebe raus während beim iveco einfach das getriebe von unten abgeschraubt und etwas abgesenkt wird, ist in nullkommanix erledigt.

Noch ein Punkt: Der Iveco ist deutlich mehr LKW als der Ducato. Kilometerlaufleistungen bei gutem Service von 500.000 Kilometern und mehr sind kein Problem. Sehr robuste Technik.
Aber Teile sind im Zweifelsfall teurer als beim Ducato.

Du musst dir im Klaren sein dass die Kisten rosten wie Hölle wenn du nix machst... beide... das heisst, du solltest entweder selber fähig sein Roststellen auszubessern sobald sie auftauchen, auch mal den Unterboden neu zu machen, dann halten die auch lang. Nicht im Winter fahren.

Der Iveco ist insgesamt höher bei gleicher innenhöhe, weil ja unter der ladefläche beim iveco die Antriebswelle nach hinten geht. Aber du kommst auch besser mit rollwagerl drunter um zu entrosten etc.

zuladung im Iveco mit 3.5 t ist 1,1 t ( abgelastet, mit 4t hat der gleiche iveco 1,6t zuladung ), Ducatos haben meistens trotz niedrigerem Gesamtgewicht mehr nutzlast weil der iveco robuster gebaut ist, das riesige getriebe des iveco, antriebswelle, heckantrieb ihren tribut fordern und das leergewicht eines Ducato meist deutlich niedriger ist.

Iveco gabs auch als Bus mit sitzbänken, aber die sind selten... sowas: --> Link
da kannst du einfach alle hinteren sitzbänke raushauen bis auf die anzahl die du brauchst, aber die sind echt teuer....

also ich glaube wenn du serienmässig eine hintere sitzbank willst, hast du beim ducato wahrscheinlich mehr glück. Oder sprinter, crafter, was es halt alles so gibt... In Österreich hast du dann auch noch die NOVA wenn du einen aus D oder IT importieren willst...

DeepB am 07 Jul 2020 11:47:27

Das mit der NOVA ist mir klar.

Ich hätte beispielsweise an so etwas --> Link oder so etwas --> Link gedacht.

cbra am 07 Jul 2020 12:56:31

DeepB hat geschrieben:Das mit der NOVA ist mir klar.

Ich hätte beispielsweise an so etwas --> Link oder so etwas --> Link gedacht.


der zweite gefällt mir besser ;) aber schau auf welches gewicht der zugelassen ist, 3,5t wäre mmn eher 35S12 und nicht mit 29 beginnend. evtl. kannst du das beim anmelden anpassen auf 3,5t, sonst ist das projekt mmn eher sinnlos

hatte den 35C12 2006 ca 5 jahre im einsatz - super motor - auch der rest wunderbar. habe wegen euro3 > euro 6 gewechselt auf neuen iveco

ich sehe österreich ( jedenfalls aus szg) nicht so problematisch - ein guter händler ( und den hats hier !) hilft da extrem

andwein am 07 Jul 2020 13:56:03

DeepB hat geschrieben:Kann ich mich hier über einen (Handwerker?)-Kastenwagen mit BJ 2005-2010 und 250.000 km nachdenken?

Über Handwerker Kastenwagen kann man nachdenken, ist aber original als Lkw zugelassen und Sitzeplätze während der Fahrt im Kasten sind so gut wie unmöglich
Gruß Andreas

Jagstcamp-Widdern am 07 Jul 2020 13:59:45

auszer bei den schon mehrfach genannten "mixto", die gips mit lkw-zulassung und bis zu 6 sitzplätzen!
wie die dokas...

alleswirdgut
hartmut

andwein am 07 Jul 2020 17:32:25

Jagstcamp-Widdern hat geschrieben:auszer bei den schon mehrfach genannten "mixto", die gips mit lkw-zulassung und bis zu 6 sitzplätzen!
wie die dokas...alleswirdgut hartmut

Ja, die gibt es auf dem Papier! Aber sowas als Gebrauchten zu einem vernünftigen Preis zu bekommen, da spielt Glück die Hauptrolle
Aber, wer nicht sucht, der nicht findet! Gruß Andreas

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