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Ende der Verbrennungsmotoren, wie soll das gehen mit Womo? 1 ... 11, 12, 13, 14, 15, 16


macagi am 21 Sep 2022 10:33:07

Verheerender Review des E-Ducato:
--> Link

"Vergessen sie die Fantasien vom Elektro Camper. So wird das nichts."

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Tinduck am 21 Sep 2022 10:52:01

Wundert das irgendwen? Und die haben die Kiste leer getestet. Mach da mal nen vollgeladenen 3,5-Tonner draus (AKA Wohnmobil), dann ist die Reichweite nochmal halb so hoch, von den anderen Nachteilen mal ganz abgesehen.

bis denn,

Uwe

mv4 am 21 Sep 2022 12:03:27

macagi hat geschrieben:Verheerender Review des E-Ducato:
--> Link

"Vergessen sie die Fantasien vom Elektro Camper. So wird das nichts."


Das hätte ich dir schon vor einen Jahr sagen können...damit würde ich die grünen Minister auf Dienstreise schicken...

Anzeige vom Forum


hampshire am 21 Sep 2022 12:47:37

macagi hat geschrieben:Verheerender Review des E-Ducato:
--> Link
"Vergessen sie die Fantasien vom Elektro Camper. So wird das nichts."

Diesen Elektrocamper würde ich auch nicht kaufen. Man braucht aber diese ersten Technologieträger um sinnvolles zu entwickeln. Man erkennt die praktischen Probleme besser und kann diese lösen - technologisch und auch im Verhalten der Anwender. Das Fazit Elektrocamper zu vergessen ist gegenüber einer Weiterentwicklung blind. Es dauert halt noch einige Jahre bis diese Dinger massentauglich werden.
Ein praxistauglicher E-Antrieb - unabhängig vom Energieträger - hätte abgesehen von Nachhaltigkeitsfragen den Charme eines exzellenten Geräusch- und Fahrkomforts, brächte eine höhere Laufleistung und geringere Wartungskosten.
Mich persönlich betreffen diese Fragen nicht so sehr, unser Kasten ist Baujahr 2016 und wir haben vor diesen noch sehr lange zu halten. Er gefällt uns nach wie vor richtig gut und eine lange Nutzungsdauer ist ja auch eine Form des nachhaltigen Handelns.

UweHD am 21 Sep 2022 13:30:04

hampshire hat geschrieben: ...Es dauert halt noch einige Jahre bis diese Dinger massentauglich werden....

Konkret dieser E-Ducato ist einfach schlecht umgesetzt, das würde man auch besser hinbekommen können.

Dennoch, das Grundproblem der E-Fahrzeuge bleibt: Sie sind extrem teuer, akzeptable Reichweite bedeutet hohes (Batterie-)Leergewicht und das Laden wird mit zunehmender Batteriekapazität auch nicht einfacher. Und machen wir uns nichts vor: Die E-Auto Vergünstigungen werden gestrichen werden, sobald der Umstieg gesetzlich vorgeschrieben ist. Und der Strompreis liegt schon jetzt auf einem Niveau, der das Strom-Fahren in der Zukunft ganz sicher nicht mehr zu einem Schnapper macht, der über den astronomischen Anschaffungspreis hinwegtrösten könnte.
Dabei spreche ich hier nicht von grauer Theorie, sondern haben z.Zt. zwei E-Fahrzeuge auf dem Hof stehen, die mir durchaus Spaß machen. Verbrenner haben nur noch das Wohnmobil und mein Rennkart :) Allerdings (zu) teuer waren die Stromer eigentlich jetzt schon inklusive der großzügigen BaFa Förderung und den reichhaltigen Steuergeschenken für E-Dienstfahrzeuge. Wenn das steuerfinanzierte Geschenkepaket mal wegfällt, wird das wahrscheinlich inakzeptabel unattraktiv und ich werde mindestens eins der Fahrzeuge abstoßen bzw. keinen Ersatz ordern.

Die E-Mobilität wird vor allem eins ändern, nämlich den Zugang zu Individualmobilität für den Normalverdiener weitgehend zurechtstutzen und auf ein neues (altes) Niveau absenken. Für den besser begüterten Rest bleibt weiterhin genug Potential, das Geld auf der Straße zu lassen, wie man ja jetzt schon an Taycan & Co sehen kann. Die Dinger machen nämlich echt Spaß... man sollte nur besser vorher nicht zuviel 911'er gefahren sein :D

mv4 am 21 Sep 2022 13:35:35

"Man braucht aber diese ersten Technologieträger"...also erhrlich...die Zeiten wo man e Autos als Technologieträger auf dem Markt verkaufsfähig anbietet sind schon lange vorbei. Auch wenn es ein Transporter ist...die Technologie gegenüber eines E-Vans oder E-PKW ändert sich nicht erheblich. im Gegenteil...der ganze technische Schnickschnack wie automatische Spurwechsel ...automatischer Parkassi usw. den sucht man im E-Duc vergeblich...man braucht ihn auch nicht. Aber ein Auto auf dem Markt bringen mit so schwachen Nutzungseigenschaften...als Transporter...nee. Sowas kann ich als Konzeptstudie hinstellen.

rkopka am 21 Sep 2022 14:08:13

mv4 hat geschrieben:Aber ein Auto auf dem Markt bringen mit so schwachen Nutzungseigenschaften...als Transporter...nee. Sowas kann ich als Konzeptstudie hinstellen.

Vielleicht war das ja nur eine Studie, die Geld gekostet hat, und irgendwer hat dann gesagt, bieten wir es halt teuer an. Vielleicht kommt etwas Geld zurück und wir bekommen noch mehr Daten ?
Oder es kam der Auftrag, wir brauchen was in dem Segment, aber das Projektbudget ist sehr begrenzt.

Ich sehe keine Gewichtsangaben in dem Bericht. Vermutlich geht das sowieso nicht unter 3,5t. Für die Ausbauer kommt noch dazu, daß der Boden mit Akkus belegt ist. Also kann man da keine Tanks oder sonstiges unterbringen.

RK

Dirkulation am 21 Sep 2022 17:52:32

mv4 hat geschrieben:
Das hätte ich dir schon vor einen Jahr sagen können...damit würde ich die grünen Minister auf Dienstreise schicken...


1. Weder Grüne noch andere Minister können etwas dafür, wenn Fiat so ein wenig gelungenes Fahrzeug bauen.

2. Es hat sich vor allem die CDU zuerst mit massiver Förderung für e-Autos stark gemacht, vermutlich um die drohenden Fahrverbote abzuwenden.

3. Kaum jemand hier im Forum erwartet, dass Fiat eine Lösung für ein eTransporter oder eWomo ohne die bekannten Probleme aus dem Hut zaubert

Gast am 21 Sep 2022 18:13:33

UweHD hat geschrieben:
Dennoch, das Grundproblem der E-Fahrzeuge bleibt: Sie sind extrem teuer, akzeptable Reichweite bedeutet hohes (Batterie-)Leergewicht und das Laden wird mit zunehmender Batteriekapazität auch nicht einfacher.


Also extrem teuer kann ich nun nicht unterschreiben. Alle unsere Mitarbeiter haben E-Firmenwagen bekommen. So ein Zoe kostet im Leasing, abgeschlossen vor einem Jahr, inzwischen netto zwischen -5 € bis 25 € monatlich.
Wer ein Dach oder eine Wiese mit Solar bestücken kann, lädt sein Auto und bekommt zusätzlich 18 Ct/ KWh.
Ich wüsste nicht, wie man sparsamer fahren kann.

Was ich wirklich ärgerlich finde, ist, dass die Lobbyisten der Elektromobilität erfolgreich verhindert haben, dass EcoDiesel (aus Stroh und anderen Pflanzenabfällen gewonnen) nicht an Tankstellen verkauft werden darf. Da könnte man klimaneutral unterwegs sein, aber darf nicht.

UweHD am 21 Sep 2022 19:22:27

mafer hat geschrieben: ...Also extrem teuer kann ich nun nicht unterschreiben. Alle unsere Mitarbeiter haben E-Firmenwagen bekommen. So ein Zoe kostet im Leasing, abgeschlossen vor einem Jahr, inzwischen netto zwischen -5 € bis 25 € monatlich....

Diese Preise für E-Autos beruhen auf dem von mir erwähnten staatlichen Förderpaketen sowie der zusätzlichen Förderung seitens der Autohersteller.
Es gibt ja einen Grund, warum ich einen Cooper SE und einen E-BMW vor dem Haus stehen habe, die Kisten waren trotz irrer Listenpreise am Ende für mich quasi geschenkt. Wohlig-gefühlte Nachhaltigkeit auf Kosten einer nicht-nachhaltigen Wirtschaft, das kann nicht lange durchgezogen werden.
Diese Party auf Kosten der Steuerzahler wird also ganz sicher kurz- bis mittelfristig ein Ende haben, spätestens mit dem Verbot der Neuzulassung von Verbrennern.

Kurze Anekdote am Rande: Es gab bzw. gibt Firmen, die dir beim Kauf eines Teslas nach 6 Monaten das Fahrzeug zum Neupreis abkaufen - mit Preisgarantie!
Die kaufen den Wagen abzüglich der BaFa-Förderung und verscherbeln ihn dann mit Gewinn in's Ausland. Sponsored by Fiskus.
Wollte man wohl abstellen, k.A. ob es dazu gekommen ist: --> Link

Dirkulation am 21 Sep 2022 21:03:45

Das mit dem Verkauf nach 6 Monaten ist allgemein bekannt und wird demnächst zum Glück beendet.

Meine Frau bekommt demnächst ihr Leasingfahrzeug. Das e Fahrzeug kostet sie monatlich etwa 100€, ein vergleichbares Fahrzeug mit Verbrenner und schlechterer Ausstattung würde etwa das 5fache kosten.

Die Zahl der Zulassungen ist immer weiter gestiegen, was nicht sehr Ökologisch ist.

Inselmann am 21 Sep 2022 23:39:10

mafer hat geschrieben:Wer ein Dach oder eine Wiese mit Solar bestücken kann, lädt sein Auto und bekommt zusätzlich 18 Ct/ KWh.
Ich wüsste nicht, wie man sparsamer fahren kann.



Und die schoenen Solarplatten auf dem Dach fliegen da einfach kostenlos hin.......

kielius am 22 Sep 2022 09:06:12


rkopka am 22 Sep 2022 09:21:31

Dieser Camper zeigt schön die derzeitigen Einschränkungen. Mir ist klar, daß das ein Demonstrator ist. Auch die Solar Impulse war nicht als Linienflugzeug gedacht.

Wenn man nur für einen Kurztrip wo hin will und dort dann etwas steht oder sich an eine Steckdose anstecken kann und Zeit hat, funktioniert das. Und wenn es warm ist (Heizung). Und wenn man nicht zu weit fährt, weil man dann nicht mehr duschen kann. Und für weitere Trips (z.B. 1500km) braucht man gutes Wetter und mind. 3 Tage (mit schneller Netzladung) oder 1 Woche oder mehr mit Solarladung. Bei 2 Wochen Urlaub reicht das dann nur noch für Zentraleuropa. Lerne deine Umgebung kennen! Oder man nimmt sich 2 Monate frei. Und 2 Kinder mit Rädern etc. sind auch nicht drin. Bis auf die Solarzellen wäre da auch ein ausgebauter E-Hochdachkombi nicht viel schlechter.

Mit den "richtigen" E-Womos ist es derzeit nicht viel anders. Außer daß man vielleicht noch Gas mitnimmt für Heizung, Kochen, Warmwasser und dann eine bessere Nutzung hat. Aber die ersten E-PKW haben sich auch schon zu den heutigen entwickelt, also besteht Hoffnung. Nur nicht für die übliche Geldbörse in absehbarer Zeit. Billige Neuwagen gibts fast nicht (und damit meine ich nicht unter 50K sondern unter 15K). Gebrauchte eines gewissen Alters sind ein Glücksspiel wegen des Akkus.

RK

Tinduck am 22 Sep 2022 09:39:06

Den Enthusiasmus bei solchen Prototypen in allen Ehren - aber die Erbauer sollen mal zeigen, wie das Ding den Strom für 450 Meilen am Tag generiert, wenn die Sonne nicht scheint. Das ist doch Leute-Verarsche.

Ja, die Entwicklung wird weitergehen - aber damit schwerere Fahrzeuge mit 3,5 T oder mehr sinnvoll auf Mittel- bis Langstrecke elektrisch fahren können, braucht es einen Quantensprung in der Batterietechnik, oder 50 Jahre inkrementelle Entwicklung. Wenn die Batterie so lange hält wie ein 90-Liter-Tank beim Verbrenner und auch in genau der gleichen Zeit wieder voll ist, die man zum Tanken braucht, wirds langsam realistisch. Natürlich kann man da auch mit Systemoptimierungen was machen, z. B. Oberleitungen auf der rechten Autobahnspur oder Tauschakkus statt Schnelladern, die eh zu langsam sind.
Aber wie immer bräuchte man dafür jemanden, der die Entwicklung steuert, und kein Potpourri von sich widersprechenden Firmen-Einzelinteressen. Der Gesetzgeber hat mit seiner Förderung auf eine Nischenlösung gesetzt und alle anderen Lösungsansätze ignoriert - es werden auch keine Akzente für sinnvolle Weiterentwicklung der Verkehrsinfrastruktur gesetzt. Im Prinzip plattes 'weiter so', nur halt mit Elektroautos.

bis denn,

Uwe

rkopka am 22 Sep 2022 10:10:25

Tinduck hat geschrieben:Wenn die Batterie so lange hält wie ein 90-Liter-Tank beim Verbrenner und auch in genau der gleichen Zeit wieder voll ist, die man zum Tanken braucht, wirds langsam realistisch.

IMHO muß es gar nicht mal so weit gehen. 300km, ein gutes Ladenetz und weniger als 20min Ladezeit für die nächste Etappe wären für die Reise doch schon ausreichend. Pausen soll man sowieso machen, also verlangsamt das nicht. Allerdings sollte ich dann nicht erstmal 50km von der Route abweichen und 30min auf der Suche nach einer Ladesäule kreisen müssen.
Aber das Ladenetz muß dann auch in allen Zielgebieten existierern. Oder man muß die Möglichkeit haben, bei Bedarf zusätzliche Akkus aufnehmen zu können, damit man z.B. die langen Strecken in einem fahren kann und sie im Zielgebiet wieder abgeben zu können. Oder man nimmt sie auf, wenn man in ein Gebiet fährt mit weniger Ladesäulen.
Der E-Ducato hat ja schon einzelne Akkumodule, die zusammengeschaltet sind und wo man beim Kauf mehr oder weniger auswählen kann. Das wäre ja schon mal ein (kleiner) Schritt in die richtige Richtung. Und bei einem Kastenwagen ist ein Modulsystem sicher einfacher als bei einem stromlinienoptimierten PKW, wo der Akku in jede freie Stelle gequetscht wird.

RK

BURAN am 22 Sep 2022 10:48:45

Warum gibt es eigentlich keine hybriden womos ?

Hätte doch viele Vorteile
Ordentliche Batterie , Solaranlage und wechselrichter .. würden die gasanlage sparen
Man könnte leicht einen Allradantrieb generieren , könnte aufgrund der zusätzlichen Leistung den Motor verkleinern , hätte eine bessere Beschleunigung gung ,spart sprit , und könnte die kurzstrecken emmisionsfrei fahren..

Ich fürchte der Preis ..ist das argument

UweHD am 22 Sep 2022 11:11:01

BURAN hat geschrieben:Warum gibt es eigentlich keine hybriden womos ?
Ich fürchte der Preis ..ist das argument

Hybridfahrzeuge sind aus der Gunst der Förderung gefallen, was gleichzeitig ihr ökonomischer Todesstoß sein wird --> Link

UweHD am 22 Sep 2022 11:17:37

Kurz noch zum Thema der zukünftigen E-Auto Förderung:

"Geplant ist nun ein Förderdeckel. Laut Regierungskreisen stehen für die Förderung reiner E-Autos insgesamt 3,4 Milliarden Euro zur Verfügung - 2,1 Milliarden Euro für das Jahr 2023 und 1,3 Milliarden Euro für das Jahr 2024 <...> Wenn die Mittel ausgeschöpft sind, endet die Förderung mit dem Umweltbonus", so das Ministerium.

Koalitionskreisen wurde darauf verwiesen, dass ab 2023 keine Plug-in-Hybridfahrzeuge mehr gefördert werden - diese Fördergelder also eingespart werden. Laut dem zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle wurden mit Stand 1. Juli 2022 bisher für den Umweltbonus insgesamt mehr als 1,3 Millionen Anträge gestellt - davon für reine Elektrofahrzeuge rund 741.000 und für Plug-in-Hybride rund 576.000. Die Finanzmittel für 2022 betragen fünf Milliarden Euro."

Quelle: --> Link

Das bedeutet also, daß von 5 Milliarden Fördermitteln für neu zugelassene E-Fahrzeuge in 2022 nur noch 1,3 Milliarden in 2023 übrigbleiben. Bei vermutlich steigendem Anteil an E-Fahrzeugen unter den Neuzulassungen. Der Autokauf wird also deutlich teurer für alle werden - was keine Überraschung sein dürfte.

Tinduck am 22 Sep 2022 13:10:32

UweHD hat geschrieben:Der Autokauf wird also deutlich teurer für alle werden - was keine Überraschung sein dürfte.


Och, mach dir mal keine Sorgen. Die Automobilhersteller werden ihre Politdackel schon rechtzeitig ranpfeifen, damit der Fördergeldtopf nachgefüllt wird.

Sonst bricht denen nämlich der Absatz der Elektrofahrzeuge ins Bodenlose weg. Ohne Förderung lassen sich diese Fahrzeuge schon für Gewerbetreibende deutlich schlechter kalkulieren, und Privatleute werden sich wohl kaum einen e-Golf kaufen, wenn der 9000 Euro teurer wird. Die steigenden Strompreise werden das ihrige dazu leisten.

bis denn,

Uwe

rkopka am 22 Sep 2022 14:03:59

Tinduck hat geschrieben:Ohne Förderung lassen sich diese Fahrzeuge schon für Gewerbetreibende deutlich schlechter kalkulieren, und Privatleute werden sich wohl kaum einen e-Golf kaufen, wenn der 9000 Euro teurer wird. Die steigenden Strompreise werden das ihrige dazu leisten.

Irgendwo war ein Artikel, daß man inzwischen schon elektrisch mehr zahlt als mit Benzin, wenn man reguläre (Tesla?) Ladestationen nutzt bei ansonsten vergleichbarem Fahrzeug.

Ich hätte gute Voraussetzungen (bis auf Solar, was aber möglich wäre) für ein E-Auto: 3ph-Steckdose, kurze Fahrten. Aber wenn man etwas mehr Platz haben will, gibt es fast nichts. Von meinem jetzt Kangoo Benzin gibt es immer erst eine Lieferwagenvariante mit 11kW Ladung(!) und etwa 200km Reichweite. Und das für etwa €8.000 mehr (Förderung schon eingerechnet) als meinen Benziner, der auch nicht schlecht ausgestattet ist. Berlingo-E als normaler Wagen €10.000 mehr und nominal 280km Reichweite.

Als ich gekauft habe war noch weniger am Markt und das einzig erschwingliche mit etwas mehr Platz wäre sogar €15.000 über meinem gewesen aber nur mit minimalen ausgewählten Optionen. D.h. alle, die etwas mehr Platz brauchen, müssen weit tiefer in die Tasche greifen als mit Verbrennern. Und die zwei Beispiele oben wären z.B. für den Urlaub eher unbrauchbar oder gerade so brauchbar (der Berlingo kann wenigstens 100kW). Ja, es gibt andere Modelle, die einen kleineren Abstand E vs. Benziner haben. Aber auch da sind es nicht unbedingt Schnäppchen, und was nutzen sie mir, wenn sie nicht genug Platz bieten ? Was soll eine Familie machen, die schon mit den Energiepreisen kämpft ? Öffis sind nicht für jeden eine Option.

Ja, man kann weiter sparen mit günstigem Laden (wo es halt noch geht) und weniger Service und weniger Steuern. Aber wenn man nicht so viele km fährt, rechnet sich das erst nach langer Zeit bei den Unterschieden beim Kaufpreis. Selbst wenn mich das E-Auto gar nichts kostet fürs Laden, brauche ich im günstigsten Fall der obigen Beispiele über 10 Jahre bis der Sprit mich soviel gekostet hat, wie der E-Auto Mehrpreis. Und das bei den heute recht hohen Spritkosten. Steuern nützen mir nichts, da ich das Womo auf Wechselkennzeichen habe und das den Tarif bestimmt.
Als Firmenkunde mit günstigem Leasing und 100K km pro Jahr sieht die Rechnung sicher anders aus.

RK

Gast am 22 Sep 2022 15:00:48

Heute steht bei uns im Lokalteil der Zeitung, dass in einem kleinen Örtchen hier am Niederrhein demnächst zwanzig Wasserstofftankstellen pro Jahr von einer Fachfirma für Gase und deren Speicherung gebaut werden. Es gebe eine "riesige Nachfrage", man verkaufe auch ins Ausland bis nach Polen rüber. Ganz ehrlich: ich sehe null Hoffnung für Batteriewohnmobile oder Batterie-LKW. Es *geht* einfach nicht.

Olli2305 am 22 Sep 2022 18:01:33

Heute kurz mit einem Handwerker gesprochen, der mit einem E-Transit bei uns vor der Firma stand. Der war Recht zufrieden damit, er kommt auf knapp 300km Reichweite, das reicht ihm im normalen Arbeitstag. In der Firma kommt er Abends dann wieder an die Ladesäule. Mit allen Förderungen günstiger als ein Diesel, dass war der Hauptgrund auf den E-Transit umzusteigen.

pwglobe am 22 Sep 2022 20:58:25

Philoucamper hat geschrieben:in einem kleinen Örtchen hier am Niederrhein demnächst zwanzig Wasserstofftankstellen pro Jahr von einer Fachfirma für Gase und deren Speicherung gebaut werden. Es gebe eine "riesige Nachfrage", man verkaufe auch ins Ausland bis nach Polen rüber. Ganz ehrlich: ich sehe null Hoffnung für Batteriewohnmobile oder Batterie-LKW.


Hallo, man muss bei LKW oder LLKW ganz klar zwischen Fernverkehr und Verteilerverkehr trennen.
Im Fernverkehr wird die Lösung e-Fuel oder Wasserstoff sein, aber im Verteilerverkehr macht die Batterie mehr Sinn, da auch an den Be- und Entladestellen die Batterien geladen werden können.
Für das Nischensegment Wohnmobil wird sich auch eine Lösung finden, aber vordringlich wird man die Spediteure und Lieferdienste bedienen. Leider sind die gängigen Basisfahrzeug aus dem Verteilerverkehr.
Das größte Problem beim Wasserstoff ist nicht der Motor oder die Brennstoffzellen sondern der Tank.
Ich bin an zwei Entwickungsprojekten beteiligt in denen es um den Tank geht, da ist noch viel zu tun.
Vielleicht heißt die Zwischenlösung auch e-Fuel oder es wird sogar die Lösung.

rkopka am 22 Sep 2022 21:06:09

pwglobe hat geschrieben:Im Fernverkehr wird die Lösung e-Fuel oder Wasserstoff sein, aber im Verteilerverkehr macht die Batterie mehr Sinn, da auch an den Be- und Entladestellen die Batterien geladen werden können.

Aber nur in speziellen Fällen. Ein Lieferwagen, der z.B. Supermärkte abklappert, wird da nicht so lang stehen, weil unwirtschaftlich. Und dann müßten an den ganzen Lieferrampen starke Steckdosen sein (was evt. ginge). Hier wird aber wohl die Ladung über Nacht reichen.

RK

fomo am 23 Sep 2022 08:41:44

Tinduck hat geschrieben:Wenn die Batterie so lange hält wie ein 90-Liter-Tank beim Verbrenner und auch in genau der gleichen Zeit wieder voll ist, die man zum Tanken braucht, wirds langsam realistisch.

Das sehe ich genauso. Es würde schon reichen, wenn man die Reichweite eines 60-Liter-Tanks erreichen würde, obwohl ich den 120-Liter-Tank bevorzugen würde.
Für mich liegt das Problem in der Ladegeschwindigkeit. An der Zapfsäule brauche ich inkl. bezahlen 5 Minuten für 1000 km Reichweite. Das sind 12000 km/h Ladegeschwindigkeit. Zur Zeit sehe ich das bei keinem Elektrofahrzeug.

Aber es gibt auch hier genügend Zeitgenossen, die mit leerem Frischwassertank (Fahrbefüllung ist für mich "leer") herumgondeln, weil es "überall" Frischwasser gibt.

rkopka am 23 Sep 2022 08:55:04

fomo hat geschrieben:Für mich liegt das Problem in der Ladegeschwindigkeit. An der Zapfsäule brauche ich inkl. bezahlen 5 Minuten für 1000 km Reichweite. Das sind 12000 km/h Ladegeschwindigkeit. Zur Zeit sehe ich das bei keinem Elektrofahrzeug.

Mein Womo fährt nur 700km maximal, und das nutze ich fast nie so aus, auch wenn ich an einem Tag so weit fahre. Aber (s.o.) braucht man das ? Fährst du 10h durch, um dann nur 5min Pause machen zu müssen und dann noch Stunden weiter ? Das ist doch unrealistisch.
Natürlich sollte es in einem vernünftigen Verhältnis stehen. 1h laden nach 200km wäre unbrauchbar. Aber 200km und 10min wären nicht anders als eine gesunde(!) Pause. Allerdings eben auch mit leicht erreichbaren, funktionierenden und möglichst freien(nicht Geld sondern Verfügbarkeit) Ladesäulen.
Und zumindest für PKW sind solche Werte schon jetzt verfügbar. Und für Teslafahrer gibts wohl auch meistens genug Lademöglichkeiten. Und Schnellladesäulen werden auch mehr und stärker. Also soweit sind wir nicht davon entfernt. Für Womos ist das Gewicht neben dem Preis derzeit noch ein Problem. Außerhalb D ist >3,5t sehr viel weniger beliebt oder verbreitet (zumindest offiziell).

RK

macagi am 23 Sep 2022 09:10:06

pwglobe hat geschrieben:Das größte Problem beim Wasserstoff ist nicht der Motor oder die Brennstoffzellen sondern der Tank.


Wieso das denn? Kann man da nicht beim Mirai was abkucken?

Russel am 23 Sep 2022 09:15:07

Also irgendwo hab ich gelesen das unser Stromnetz schon mit 650000 Heizlüfter, die zwischen 1 und 2 kW brauchen überlastet. Dann sollen noch Millionen WP und und E Autos kommen.

Irgendeiner lügt oder ist realitätsfremd?

Ich sehe da riesige Probleme, bzw. wie schnell soll das Netz erweitert werden, regenerativ ausgebaut werden und AKWs abgeschaltet werden? In naher Zukunft sehe ich wenig Potential für E Antriebe.

Tinduck am 23 Sep 2022 09:43:07

rkopka hat geschrieben:Und zumindest für PKW sind solche Werte schon jetzt verfügbar. Und für Teslafahrer gibts wohl auch meistens genug Lademöglichkeiten. Und Schnellladesäulen werden auch mehr und stärker. Also soweit sind wir nicht davon entfernt.
RK


Ganz im Gegenteil. Das gilt vielleicht für D und AUT, wo der Elektrofahrzeug-Anteil noch relativ gering ist.

Dieses Jahr in Schweden und Norwegen war an allen Tesla-Ladestationen, die wir gesehen haben, Stau. An jeder Säule ein Tesla und mindestens nochmal die gleiche Anzahl an Fahrzeugen davor und wartend.

Wenn bei uns der E-Fahrzeug-Anteil steigt, wirds genauso aussehen. Und niemand wird da ganze Fussballfelder voller Ladesäulen aufstellen und armdicke Stromkabel dorthin verlegen. Das ist einfach keine Massen-taugliche Lösung. Anders würde es wie gesagt mit Tauschakkus aussehen, wäre überhaupt kein Problem, normale Tankstellen mit einem automatischen Akkutauschsystem auszustatten, wenn man ein, zwei Zapfsäulen opfert. Anlieferung per LKW aus der am E-Werk angeschlossenen zentralen Ladestation. No Problem.

Aber da müsste sich ja mal jemand auf ein einheitliches Akku-Format einigen. Eher friert die Hölle zu, wenn es nicht gesetzlich verordnet wird.

bis denn,

Uwe

akany am 23 Sep 2022 10:08:16

Es gibt durchaus positive Signale.

Der erste 40 Tonner von Mercedes wurde jetzt wohl vorgestellt. 400km Autonomie, so man es denn so bezeichnen darf, Batterien 500kg.
Es gibt auch Busse im ÖPNV die schon elektrisch fahren, ohne Oberleitung natürlich.
Und es gibt neue Batterien mit, ich sag mal laienhaft, Wasser. Nix mehr Lithium und so.

Und der "Lack", der die Batterien lädt, wird auch kommen.

Man sollte nie die Ingenieurskunst unterschätzen. Die Bremser sitzen in den Lobbies der Geldgierigen, nicht bei den Entwicklern. Davon die Schlimmste ist die der sog. Seven Sisters... wenn die erst mal zerschlagen sind, dann kommt auch endlich der Austausch-Akku. Schliesslich wurde früher bei den Postkutschen an der Wechselstation auch nicht gewartet, bis die neue Generation Pferde aufgewachsen sind. Die wurden gewechselt. Vielleicht wissen das die Batterie-Lader-Vertreter-Lobbies noch nicht oder nicht mehr ^^

rkopka am 23 Sep 2022 10:41:32

akany hat geschrieben:Es gibt auch Busse im ÖPNV die schon elektrisch fahren, ohne Oberleitung natürlich.

Werden die Busse besser (Reichweite) ? Bisher habe ich einiges gelesen, daß die Betreiber nicht begeistert sind, weil die Busse keinen Tag aushalten und dann lang geladen werden müssen. D.h. viel teurer und weniger im Einsatz, was natürlich betriebswirtschaftlich unschön ist.

Graz testet auch Busse „Der zwölf Meter lange E-Bus umfasst ein Leergewicht von 13 Tonnen und hat mit seiner 350kWh großen Hochvoltbatterie eine Reichweite von bis zu 300 Kilometern“.
K.A. wie viel km ein Bus in der Stadt am Tag so fährt.

Hier --> Link gabs wohl auch einen Versuch, über den ich aber nichts aktuelles finde. SuperCap Busse mit einem kleinen Speicher, der an den Endstationen und zur Sicherheit einmal dazwischen nachgeladen wird. So kann der auch 24h im Einsatz sein.

RK

Gast am 23 Sep 2022 11:01:40

Die meisten Kritiker von grünen Antrieben, werden tot sein oder in Pflegeheimen leben, wenn Concorde, Morelo mit E Antrieben und Wasserstoff erhältlich sind. Wer jetzt schon 75 ist, sollte einfach seinen Diesel fröhlich weiter fahren, das Wohnmobil genießen und nicht darüber schimpfen was in 20 Jahren ist. Fakt ist: Der Verbrenner ist zu Ende und das ist gut so.

akany am 23 Sep 2022 11:06:06

Wenn wir mal mit der Computerindustrie vergleichen, sind wir wahrscheinlich im Moment noch auf dem Niveau eines PC mit 286er Prozessor und flexibler Floppy Disk... wenigstens haben wir die Lochkarten jetzt hinter uns :mrgreen:

In China fahren wohl schon mehr Busse elektrisch und auch den ganzen Tag.
Es ist auch diese Konkurrenz, die was bewegen wird.

So wie ich das sehe, ist hier vieles durchaus schon machbar, wurde aber bisher entweder abgewürgt oder eben nicht gemacht, wegen Lobbies. Das wird sich ändern, ich habe da festes Vertrauen in die "Inschenöhre". Not macht erfinderisch.

Vielleicht kommt ja demnächst die erste 20MB Harddisk in den PC :mrgreen: :mrgreen: :mrgreen:

rkopka am 23 Sep 2022 11:19:19

akany hat geschrieben:So wie ich das sehe, ist hier vieles durchaus schon machbar, wurde aber bisher entweder abgewürgt oder eben nicht gemacht, wegen Lobbies. Das wird sich ändern, ich habe da festes Vertrauen in die "Inschenöhre". Not macht erfinderisch.

Das ist der Punkt. Als Unternehmer setze ich eine neue Technologie nur ein, wenn ich Publicity haben will, sie mir finanziell etwas bringt(oder bringen könnte) oder ich dazu gezwungen bin. Das macht Versuchsbetriebe nicht so einfach, wenn man nicht entsprechende Förderungen hat oder sich z.B. ein Unternehmen etwas davon verspricht, Geld auszugeben. Und so manche Angebote (siehe der Ducato-E) sind noch an der Grenze zum sinnvollen Betrieb. Auch bei den Bussen ist der Punkt der besseren Wirtschaftlichkeit wohl noch nicht oder gerade eben erreicht. Und im Gegensatz zu einem Lieferwagen, der oft schon nach wenigen Jahren getauscht wird, haben die AFAIK ein wesentlich längeres Leben, was einen schnellen Tausch nicht so einfach macht.

Außerdem könnte ich mir hier wieder das gleiche Stromproblem vorstellen, wie in anderen Situationen. Eine Busremise mit 100 Bussen, die alle über Nacht bzw. in wenigen Stunden geladen werden sollen, braucht einen ziemlich fetten Stromanschluß. Das geht am flachen Land nahe an einer Überlandleitung vielleicht ganz gut. Aber bei uns. z.B. sind die eher im Stadtbereich, wo das etwas schwerer ist. Also noch Neubauten am Land dazu ?

RK

DonCarlos1962 am 23 Sep 2022 11:25:38

Für meine Begriffe hat hier die EU geschlafen.

Es gab, ich glaube in Israel, Bestrebungen ein Wechselakku-System zu etablieren.

Es ist aber wohl gescheitert, weil zu klein.

Aber in der gesamten EU hätte es vielleicht funktioniert.

Ein System mit Unterfloorakkupacks, die an Tankstellen, ähnlich der Autowaschstraßen, die Kapazität des alten Akkus messen, ausbauen, den neuen Akku einbauen und die Differenz wird am Ausgang mit Karte bezahlt.

Je nach Fahrzeugmodell können Hochleistungsakkus oder Standardakkus "geladen" werden .
Und nach Fahrzeuggröße ein oder mehrere Akkus verbaut werden.

Standardisierte Schächte würden es möglich machen.

Wenn die Batterien später leistungsstärker werden ist es egal, solange die Gehäusemaße, Anschlüsse und Spannung gleich bliebe.

LG Carsten

mhf2612 am 23 Sep 2022 13:22:21

Tinduck hat geschrieben:
Dieses Jahr in Schweden und Norwegen war an allen Tesla-Ladestationen, die wir gesehen haben, Stau. An jeder Säule ein Tesla und mindestens nochmal die gleiche Anzahl an Fahrzeugen davor und wartend.
e


Dann warsz du aber in einem anderen Schweden und Norwegen als wir. Ja dort ist die Ladeinfrastruktur gut ausgebaut und wird rege genutzt aber von Stau davor war nirgendwo eine Spur. Ich habe einen Blick dafür, weil ich selber seit 7 1/2 Jahren elektrisch fahre.

Michael

Dirkulation am 23 Sep 2022 14:15:00

Ich lese sehr viele Beiträge, die durch die eigene Vorstellung begrenzt wird.

Dinge ändern sich ganz schnell, wenn man das Umfeld ändert.

Übrigens fahren bei uns die Busse seit längerem mit Wasserstoff. Das ist natürlich auch ein Verbrennungsmotor, aber keiner mit fossilen Brennstoffen. Technisch ist das möglich.

In Bordeaux fährt im Zentrum fast kein Auto mehr. An kommt da überhaupt nur rein, wenn man spezielle Tickets hat, die Poller sbsenken. Öffentliche Fahrzeuge fahren vor allem elektrisch.

Wenn die den nächsten Schritt machen und Tickets nur noch an Fahrzeuge ohne fossile Verbrenner vergeben, dann werden die Handwerker, Lieferanten, Anwohner, ... sich umstellen.

Wenn zur nächsten Bundestagswahl die Grünen deutlich steigen und z.B. die Stimmen der FDP nicht mehr notwendig sind, dann wird sich meiner Meinung nach der Individualverkehr radikal ändern.

Mehr als 10 Jahre mag ich nicht in die technische Zukunft sehen, aber bis dahin wird meiner Meinung nach nur ein Verbrenner auf fossiler Basis oder mit Wasserstoff sinnvoll sein.

Sollte das nicht mehr erlaubt sein, so stirbt dieses Hobby aus. Das wird aus meiner Sicht nicht passieren, aber nichts ist unmöglich.

pwglobe am 23 Sep 2022 16:56:45

Dirkulation hat geschrieben:Dinge ändern sich ganz schnell, wenn man das Umfeld ändert.

Übrigens fahren bei uns die Busse seit längerem mit Wasserstoff. Das ist natürlich auch ein Verbrennungsmotor, aber keiner mit fossilen Brennstoffen. Technisch ist das möglich. .


Hallo,
beim ersten Satz bin ich bei dir, obwohl dies bedeuten wird, dass Innenstädte für Verbrenner Wohnmobile verboten werden.

Zum Thema Wasserstoff muss ich dir leider Widersprechen, zur Zeit gibt es noch keinen wirklich serienreifen Tank.
Man ist hier noch in der Entwicklungsphase, es gibt etliche Erprobungsfahrzeuge z.B. Busse und erste LKW.
Aber die fahren alle mit einer vorläufigen Betriebserlaubnis.
Kein Versicherer und auch nicht die Münchner Rück versichern z.Z. ein Fahrzeug mit Wasserstofftank im Serieneinsatz.
Kein Fahrzeug mit Wasserstoff darf in einen Tunnel fahren oder in eine geschlossene Garage.
Weder der Hochdrucktank 700 - 900bar noch der Tiefstemperaturtank -250Grad/C ist Serienreif.
Wir sind nicht weit vom Ziel entfernt, aber es gibt immer wieder Rückschläge und es wird noch etwas Zeit vergehen bis zum Durchbruch.
Wie ich schonmal erwähnt habe wird vielleicht erstmal e-Fuel eingesetzt bis man den Wasserstoff beherrscht.

Malibu640 am 23 Sep 2022 17:53:37

pwglobe hat geschrieben:
Zum Thema Wasserstoff muss ich dir leider Widersprechen, zur Zeit gibt es noch keinen wirklich serienreifen Tank.
Man ist hier noch in der Entwicklungsphase, es gibt etliche Erprobungsfahrzeuge z.B. Busse und erste LKW.
Aber die fahren alle mit einer vorläufigen Betriebserlaubnis.


Das gilt vielleicht für das Technologie- Drittweltland Deutschland.

Hier in der Schweiz setzen schon etliche Detailhändler für die Filialbelieferungen Wasserstoff LKW ein, und dies im normalen Strassenverkehr mit Tunnels, Autobahnen, Bergstrassen etc.

Und die Kantonspolizei St. Gallen hat in ihrem Fuhrpark einen wasserstoffbetriebenen Streifenwagen.

Gruss

Elmar

pwglobe am 23 Sep 2022 19:17:27

Malibu640 hat geschrieben:Das gilt vielleicht für das Technologie- Drittweltland Deutschland.
Hier in der Schweiz setzen schon etliche Detailhändler für die Filialbelieferungen Wasserstoff LKW ein, und dies im normalen Strassenverkehr mit Tunnels, Autobahnen, Bergstrassen etc
Und die Kantonspolizei St. Gallen hat in ihrem Fuhrpark einen wasserstoffbetriebenen Streifenwagen.



Hallo Elmar, in Deutschland fahren auch etliche Wasserstoff Autos und LKW, es geht um die Serie und Reichweiten um die 1000km und da die LKW Produktion in der Schweiz den Weltmarkt bedient werden wir in Deutschland dann die LKW in der Schweiz kaufen. :D
Mit einer konventionellen Wasserstoffflasche hat man eine Reichweite von knapp 200km, für die kleine Schweiz mag das ausreichen, da ist ja schon halb durch.

macagi am 23 Sep 2022 19:22:12

Den Toyota Mirai gibt es seit Jahren zu kaufen. Dessen Wasserstoff Tank ist sicher serienreif!

BadHunter am 23 Sep 2022 19:47:42

Und Hyundai bietet den Nexo seit 2018 als Wasserstoff-Serienfahrzeug an, auch hier in Deutschland. Reichweite bis zu 750 Km lt. Herstellerangabe.

pwglobe am 23 Sep 2022 20:06:00

Hallo, der Druck in diesen Tanks liegt bei ca. 200bar und entspricht dem Druck von konventionellen Gasflaschen aus Stahl.
Mercedes Benz war der Vorreiter bei der Wasserstofftechnologie in Deutschland und der Antrieb war nie das Problem, nur diffundiert der Wasserstoff aus den Tanks auch bei Toyota und Hyundai.
Die Tanks für PKW bestehen aus mehreren Schichten je nach Hersteller CFK, Alu oder Edelstahl und einem Innenteil ( eine Art Ballon) aus einem speziellen Kunststoff. Leider ist der Wasserstoff aber ein hinterlistiger Geselle und diffundiert mit der Zeit überall durch.
Wenn man jetzt, um die Reichweite zu erhöhen auch den Druck erhöht verschärft sich das Problem.
Wenn man jetzt die Temperatur senkt (-250 Grad) muss der Tank entsprechend Isoliert werden, dies wird mit einem Vakuum erreicht, solange das Fahrzeug fährt kein Problem, aber wie lange muss der Wasserstoff kalt bleiben und ab wann wird es kritisch.

Gast am 23 Sep 2022 20:11:49

Da gibts aber viele Falschinformationen.
Mercedes Truck stellte erst vor wenigen Tagen den serienreifen LKW mit E Antrieb und Wasserstoff vor. Es gibt etliche versicherte Wasserstoff Fahrzeuge und welches Verkehrsschild untersagt die Einfahrt von derartigen Autos in Tunnel ? In Schweden musste ich noch nie, also garnicht und zu keiner Zeit an einer Ladestation warten, das sowas die Normalität ist, soll mal jemand beweisen. Der Nachteil an Foren ist, jeder Malergeselle und jeder Sportlehrer, darf ohne Studium des Maschinenbaus und ohne Nachweis von irgendwelchen Fachkenntnissen, diverse Behauptungen verbreiten, egal ob das stimmt oder nicht. Ich frage mich ob die Pferdezüchter im August 1888 auch Briefe an Berta Benz geschrieben haben und ihr damals schon erklärten, das sich eine Kutsche ohne Pferde nie durchsetzen wird. Berta Benz hat den Treibstoff in einer Apotheke gekauft. Als erste Tankstelle der Welt gilt deshalb die Stadt-Apotheke in Wiesloch. Denn dort ließ Bertha Benz bei der ersten Überlandfahrt Anfang August 1888 von Mannheim nach Pforzheim ihren Wagen mit dem Leichtbenzin Ligroin tanken. Kein Kutscher hätte gedacht, das wenige Jahre später das Auto nicht mehr wegzudenken wäre. So ist es heute mit den alternativen Antrieben. Leider sind aber oft mehr Kutscher online als Erfinder.

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