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Ende der Verbrennungsmotoren, wie soll das gehen mit Womo? 1 ... 9, 10, 11, 12, 13, 14, 15, 16


Russel am 23 Jan 2022 12:02:13

DtMaahs hat geschrieben:Den einzigen Vorteil in einem Hybridfahrzeug sehe ich wo anders.
Ortschild in Sicht Verbrenner aus E-Antrieb an.
Ortschild im Rückspiegel Verbrenner an und E-Antrieb aus.
Batterie natürlich Zuhause am besten an der eigenen PV-Anlage aufladen.


Da stimme ich dir voll zu, der Hybrid ist eine gesunde Mischung.

Das Problem der PV ist aber das ich dann nur im Sommer fahren kann.
Meine PV mit Batterie bringt im Winter zwischen 2 und 8 kWh am Tag, das reicht kaum für den Haushaltstrom.

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boulette am 23 Jan 2022 12:03:53

"Batterie natürlich Zuhause am besten an der eigenen PV-Anlage aufladen."

und wie mache ich das in meiner Mietwohnung im 10. Stock???

babenhausen am 23 Jan 2022 12:15:29

boulette hat geschrieben:"Batterie natürlich Zuhause am besten an der eigenen PV-Anlage aufladen."

und wie mache ich das in meiner Mietwohnung im 10. Stock???

Du schmeißt die 50 Meter Kabeltrommel aus dem Küchenfenster :lol:
Klar, im Winter bist du auf Nachtschicht und im Frühjahr und Herbst auf Homeoffice ! sonst wird das nichts...
Allenfalls im Sommer kannst du nach Feierabend wenn du schnell genug zu Hause bist noch einige Watt laden...

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DtMaahs am 23 Jan 2022 13:15:37

Hallo

Ditmar hat geschrieben:Batterie natürlich Zuhause am besten an der eigenen PV-Anlage aufladen.

Das ist eine Idealvorstellung.
Natürlich ist mir klar das die wenigsten diese Ideallösung nutzen können.

Ob ich nun die Batterie mit Benzin oder anteilig mit Kohle lade ist beides nicht optimal eher eine Notlösung.

hampshire am 23 Jan 2022 13:19:42

boulette hat geschrieben:"Batterie natürlich Zuhause am besten an der eigenen PV-Anlage aufladen."
und wie mache ich das in meiner Mietwohnung im 10. Stock???

Das machst Du dann eben nicht und lässt Dir was Anderes einfallen oder greifst auf eine andere Lösung zurück. Kann ja nicht jede Lösung für jeden sein.

Russel am 23 Jan 2022 14:28:50

Wieviele Menschen haben die Möglichkeit zu Hause zu laden? Mehr als 30% ?

Ich habe die Möglichkeit aber der Strom reicht irgendwie nicht. Es ist eher eine kleine Unterstützung und ein minimaler Beitrag in meinem Radius zum Umweltschutz. Was aber an Energie verblassen wurde um meine Anlage zu produzieren, installieren und irgendwann zu entsorgen steht wo anders.
Amortisieren wird sich die Anlage auf lange Sicht nie.

rolfk am 23 Jan 2022 15:42:08

Russel hat geschrieben:Was aber an Energie verblassen wurde um meine Anlage zu produzieren, installieren und irgendwann zu entsorgen steht wo anders.

Das steckt in den 50 g CO2 pro kWh, die man PV zurechnet.
Russel hat geschrieben:
Amortisieren wird sich die Anlage auf lange Sicht nie.

Das liegt daran, weil sich an deiner Installation jeder bereichert hat, wie er kann.

Netzbetreiber über Kosten des Zählers.
Versicherungen.
Steuern für Anlage und Aufbau.
Der Installateur und Solarteur, der Elektriker.
Der VDI verordnet schwachsinnige Vorschriften für überteuerte Lösungen.

Mit den Kosten der Anlage alleine kommst du in 5 Jahren prima hin.

Und wenn du gebrauchte Module nimmst, noch schneller.

Schon alleine deswegen mache ich das, wenn mir Behörden und Dienstleister das Aufbauen schwer machen, dann muss die Grundidee gut sein.

hampshire am 23 Jan 2022 15:54:55

Russel hat geschrieben:Wieviele Menschen haben die Möglichkeit zu Hause zu laden? Mehr als 30% ?

Eine Lösung für 30 der Haushalte klingt doch schon richtig gut.

Danke, rolfk, dass Du auf die Wirtschaftlichkeit der PV Anlage eingehst. Dass eine PV Anlage auf dem Privatgelände sich nicht lohnt ist sehr selten und liegt entweder an sehr teurem Einkauf, sehr schlechten Finanzierungskonditionen, oder völlig dusseliger Auslegung und Dimensionierung.

rolfk am 23 Jan 2022 16:07:04

Es ist halt die Frage, was man unter "sich lohnen" versteht.

In der Industrie gelten für Investitionen Kapitalrücklaufzeiten von kleiner 3 Jahren.

PV im Staatssinne liegt meiner Kenntnis nach über 8 Jahren.
Genauso wie übrigens der Break even eines PV bezüglich CO2.....echt ein Supergeschäft.

Russel am 23 Jan 2022 16:12:47

hampshire hat geschrieben:Wieviele Menschen haben die Möglichkeit zu Hause zu laden? Mehr als 30% ?
Eine Lösung für 30 der Haushalte klingt doch schon richtig gut.
.


Das war ja eine Frage, keine Fakten. Die, die es könnten, müssen sich es aber auch noch leisten können/wollen.

PV ist gut, außer Frage, ist aber auch kein Mittel um 30% der Deutschen autark Fahren zu lassen. 30% der Deutschen sind wieviel % der Weltbevölkerung?

Auch wenn ich mich wiederhole: es hilft nur sparen und ein gesunder Mix aus allem. Die Politik wird es aber niemals hinbekommen, hier muss jeder selbst aktiv werden. Unsere jetzige Regierung wird vermutlich nicht viel erreichen/ändern außer eine extreme Verteuerung des Leben der Mittelschicht —- siehe Asteroid.

Russel am 23 Jan 2022 16:16:05

rolfk hat geschrieben:Es ist halt die Frage, was man unter "sich lohnen" versteht.

In der Industrie gelten für Investitionen Kapitalrücklaufzeiten von kleiner 3 Jahren.

PV im Staatssinne liegt meiner Kenntnis nach über 8 Jahren.
Genauso wie übrigens der Break even eines PV bezüglich CO2.....echt ein Supergeschäft.



Ich bin aber keine Industrie, lohnen beginnt bei mir wenn die Ersparnis größer als der Verbrauch ist oder ich schwarz auf weis Geld über habe.
Lohnen tut sich kaum etwas, das ist ja das fatale an der Sache.

Trotzdem bin ich mehr als glücklich mit der PV, wenn alles gut läuft habe ich meinen persönlichen Breakeven in 7 Jahren.
Die Anlagen werden ja auch immer teurer, der Strom auch. Daher wird er früher eintreffen, vorausgesetzt es geht nichts kaputt.

Russel am 23 Jan 2022 16:22:30

rolfk hat geschrieben:Was aber an Energie verblassen wurde um meine Anlage zu produzieren, installieren und irgendwann zu entsorgen steht wo anders.
Das steckt in den 50 g CO2 pro kWh, die man PV zurechnet.


Woher hast du diesen Wert?

1 Liter Öl produziert ca 2,6 kg CO2, keine Ahnung wieviel Liter öl alleine im reinen Material stecken, den Rest, Produktion, Lieferung, Rohstoff Gewinnung, Montage usw. will ich gar nicht wissen.

rolfk am 23 Jan 2022 17:00:43

Den Wert 50 gr CO2 habe ich aus irgendeiner seriösen Veröffentlichung. Der Wert für Windkraft war niedriger, 10 g oder so, Wasserkraft ist noch niedriger.

Deswegen machen PV in Norwegen (100%Wasserkraft) wenigstens etwas Sinn, in Österreich ( 90 %erneuerbar) noch ein bisschen, und bei uns garkeinen. (50 %)

Russel am 23 Jan 2022 17:16:23

rolfk hat geschrieben:Den Wert 50 gr CO2 habe ich aus irgendeiner seriösen Veröffentlichung. Der Wert für Windkraft war niedriger, 10 g oder so, Wasserkraft ist noch niedriger.

Deswegen machen PV in Norwegen (100%Wasserkraft) wenigstens etwas Sinn, in Österreich ( 90 %erneuerbar) noch ein bisschen, und bei uns garkeinen. (50 %)



Seriös würde ich bezweifeln, eher schön gerechnet.

rolfk am 23 Jan 2022 17:29:55

Russel hat geschrieben:
Seriös würde ich bezweifeln, eher schön gerechnet.


Natürlich darfst du zweifeln.

Aber anderslautende Zahlen aus seriösen Quellen fände ich spannender und interessanter.

Russel am 23 Jan 2022 17:40:24

rolfk hat geschrieben:
Natürlich darfst du zweifeln.

Aber anderslautende Zahlen aus seriösen Quellen fände ich spannender und interessanter.



Es wird kaum seriöse Fakten geben, niemand weiß wie viel Energie tatsächlich investiert wurde. Aber die 50g sind mehr als unrealistisch, das sagt mein gesunder Verstand.
Der Mensch braucht aber irgendwelche Zahlen um sich zu rechtfertigen. Mein neues Auto verbraucht ja auch weniger als der alte…..

brauwe am 23 Jan 2022 18:43:58

Russel hat geschrieben:Mein neues Auto verbraucht ja auch weniger als der alte…..


Moin,
ist das jetzt ironisch gemeint?
Ich beobachte das genaue Gegenteil. Mein neuer Fiat 500 Hybrid braucht 0,5 Liter mehr als sein Vorgänger, ein 2009er Panda.
Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Gruß
Uwe

Russel am 23 Jan 2022 19:08:10

brauwe hat geschrieben:Moin,
ist das jetzt ironisch gemeint?
Ich beobachte das genaue Gegenteil. Mein neuer Fiat 500 Hybrid braucht 0,5 Liter mehr als sein Vorgänger, ein 2009er Panda.
Ein Schelm der Böses dabei denkt.
Gruß
Uwe


Natürlich war das ironisch gemeint, die Angaben der Hersteller versprechen aber andere Werte, als Argument für das bessere Gewissen ist es aber OK.
Ja, ich hatte auch mal einen Polo Kombi, 4,5 Liter super auf 100km, 54 PS, keine Klima, keine e Fenster kein nix. Will mann das noch?

Heute haben die Autos bei gleicher Leistung weniger Feuer durch die Abgasnormen, was passiert, der nächst größere wird gekauft, der verbraucht auch wieder mehr. Der Kreis schließt sich immer wieder, egal wie rum man fährt…

rkopka am 23 Jan 2022 19:27:47

Russel hat geschrieben:Heute haben die Autos bei gleicher Leistung weniger Feuer durch die Abgasnormen, was passiert, der nächst größere wird gekauft, der verbraucht auch wieder mehr. Der Kreis schließt sich immer wieder, egal wie rum man fährt…

Die Autos sind auch deutlich schwerer als die alten. Und man bekommt oft keine schwachen Motoren mehr, bzw. keiner will sie, weil sie finanziell nichts bringen. Die Entscheidung blieb mir erspart. Wegen Wechselkennzeichen zahle ich sowieso für 130PS(Womo), da darf auch der PKW soviel haben :-).

RK

hampshire am 23 Jan 2022 23:26:55

Russel hat geschrieben:Es wird kaum seriöse Fakten geben, niemand weiß wie viel Energie tatsächlich investiert wurde.

Volker Quaschning von der HTW Berlin fasst die Studien dazu einmal zusammen. --> Link
Das Thema ist ausgesprochen interessant. Auch ein Windrad dreht eine Weile um den Fertigungs-CO2 zu kompensieren. Es gibt viel Forschung in diese Richtung und in der Energieeinsparung und Emissionsminderung steckt ungeheures Potenzial (z.B. Zement), ebenso in einer Kreislauffähigkeit von Produkten. Entsprechend gibt es auch eine reihe seriöser Fakten.

Wer sich durch die neuen Technologien bedroht fühlt mag sich damit trösten, dass auch eine lange Nutzungsdauer von Fahrzeugen (und Produkten im Allgemeinen) einer Ressourcenschonung durchaus zuträglich ist.

DtMaahs am 24 Jan 2022 09:35:53

Hallo

Gestern hatte ich zwei interessante Berichte im TV gesehen.
Erster Bericht im ntv Wie schont man in einem E-Mobil die Akkus.
Im Prinzip exakt genauso wie es von den jahrelangen Erfahrungen mit Kleinst-Akkus schon bekannt ist.

Keine Schnellladungen , Keine Ladungen im Tieftemperaturbereich
keine hohe Belastungen im Tief- oder auch Hochtemperaturbereich
keine längeren Standzeiten mit Voll geladenem Akku.
Keine Entladungen unter 20% oder über 80%
All dies geht in erster Linie auf die Alterung bzw. auf die Zykluswerte.

Wenn man nun weiß das die vom Hersteller angegebene Reichweite immer 1. zu hoch angesetzt sind und 2. extrem von der Belastung durch den Fahrer aber auch durch Äußerliche Bedingungen abhängt.
Wird einem schnell klar warum man beim Kauf auf wesentlich größere Reichweiten bestehen sollte als man eigentlich benötigt.

Wenn man nun noch die oben genannten Regeln einhalten möchte um möglichst lange mit den Akkus auszukommen schränkt dies nochmals drastisch die Bewegungsfreiheit ein.

2. Gesten wurde aus der Praxis geboren gezeigt wie ein liegengebliebenes E-Auto Starthilfe eines Verbrenners benötigte.
Ein E-Auto hat zwei Stromkreise.
Einmal 12V für die Steuerungselektronik.
Einmal eine Hochvoltanlage für den Antrieb selbst.

Im Beitrag traf es einen der bekannten "Autodoktoren von Auto-Motor-Sport"
Er musste die Steuerbatterie an einem E-Auto mit einer Fremdbatterie vom Nachbarn überbrücken.
Nur so konnte er seine fast tote Batterie mit 5.9V wieder beleben und diese konnte dann das E-Auto wieder aus dem Tiefschlaf holen.

Folgendes Szenario:
Die Dame des Hause fährt einkaufen und stellt ihr E-Auto abgeschlossen vor dem Discounter ab.
Das E-Auto hat keine mechanischen Schlüssel mehr.

Die Steuerbatterie stirbt aus welchem Grund auch immer oder wird Tiefentladen während des Einkaufes.
Die Antriebs-Akkus sind voll.
Es besteht keine Möglichkeit mehr ins Fahrzeug zu kommen oder die Motorhaube zu öffnen .....

Rockerbox am 24 Jan 2022 09:48:02

Das sind aber keine "Besonderheiten" von Elektrofahrzeugen.

Auch bei Verbrenner sind die Verbrauchsangaben (und damit die Reichweiten) "geschönt" und unter optimalen Laborbedingungen angegeben, die im echten Leben kaum oder nur schwer erreicht werden.

Und auch beim Verbrenner bleibt die Dame des Hauses draußen, wenn das Auto keinen mechansichen Schlüssel mehr hat und die Batterie "tot" ist .... und zumindest unser Fiat 500 E hat einen mechansichen Notschlüssel .... würde mich seeeehr wundern, wenn andere e-Auto KEINEN solchen Notschlüssel hätten .....

DtMaahs am 24 Jan 2022 10:43:28

Hallo Adi

Da hast du natürlich grundsätzlich recht.
Es sollte nur darstellen das es mit dem E-Autos auch einiges zu bedenken gibt ebenso wie beim Verbrenner.

Allerdings die Energiepflege ist bei den E-Autos doch etwas völlig anderes als beim Verbrenner.

Nur ein Beispiel:
Beim Verbrenner fahre ich bis der Tank völlig leer und kippe einfach 5 Liter rein , fahre zur nächsten Tanke und tanke randvoll.
Allein an diesem Beispiel ergeben sich völlig andere Reichweiten.

mithrandir am 24 Jan 2022 11:03:57

hampshire hat geschrieben:Volker Quaschning von der HTW Berlin fasst die Studien dazu einmal zusammen. --> Link

Eigentlich wollte ich mich aus dem Thread heraushalten, weil du (hampshire) eigentlich alles sehr gut so beschrieben hast, wie ich das auch sehe.
Aber weil du Volker Quaschnig erwähnst. Aktuell gibt es mit ihm ein tolles Interview bei Jung & Naiv als Video: --> Link oder als Podcast --> Link
Wer sich wirklich dafür interessiert, was aktuell beim Thema Energiewende so abgehet und wie wir es schaffen können von den Fossilen loszukommen, höre sich das an.
Die, die immer noch behaupten, dass der Diesel nie sterben wird oder die lieber sterben als auf den Diesel zu verzichten, werden das wahrscheinlich eh nicht tun.

Zur Originalfrage des Threads "Ende der Verbrennungsmotoren, wie soll das gehen mit Womo?" lautet meine Antwort:
Das wissen wir nicht, weil die WoMos nicht ganz oben auf der Liste der Energiewende stehen. Dazu sind sie aktuell noch zu unbedeutend.
Aber es tut sich jetzt schon was (Prototypen, Konzepte usw.) Ich denke in 5 Jahren sehen wir eine Richtung. Und von Wasserstoff über Akku bis Elektrooberleitung ist da alles drin. Je nach BEdarf muss man wahrscheinlich flexibel sein. Und ja, für manchen wird es auch weiterhin der Diesel sein, wenn man sich den Sprit noch leisten kann und will.
Ich habe mir ja jetzt auch wieder einen Diesel gekauft, weil es noch nichts anderes gibt. Im Alltag fahre ich schon elektrisch (by the way, dieses (das erste) Jahr nach Steuern damit etwa 1800 EUR gespart, das bedeutet die Anlage mit Panels und Speicher rechnet sich spätestens nach 10 Jahren, wenn ich mal einfach den Kaufpreis gegenrechne. Wahrscheinlich früher, weil der Strom- und der Spritpreis hochgeht.
So long. Mith

hampshire am 24 Jan 2022 12:00:10

mithrandir hat geschrieben:Zur Originalfrage des Threads "Ende der Verbrennungsmotoren, wie soll das gehen mit Womo?" lautet meine Antwort:
Das wissen wir nicht, weil die WoMos nicht ganz oben auf der Liste der Energiewende stehen. Dazu sind sie aktuell noch zu unbedeutend.

Das unterstreiche ich sehr dick. Womo Hersteller hängen weitgehend an dem was die Transportfahrzeughersteller so machen.
Im derzeitigen Krisenmanagement stellt man zunehmend fest, dass es sinnvoll ist Unternehmen mit einer gesellschaftlichen Relevanz zu stützen. Dazu zählen, wir wir inzwischen wissen mehr Aspekte als das Bereitstellen von Arbeitsplätzen. Die gesellschaftliche Relevanz der Wohnmobilindustrie ist verhältnismässig gering. Sie kann es sich nicht leisten in einem Umfeld, in dem das Ende von fossilen Verbrennern beschlossen ist, sich neuen Konzepten zu verschliessen. In so fern sehe ich die ersten vollelektrische Prototypen viel mehr als einen Nachweis einer Existenzberechtigung einer Branche als einen massentauglichen Vorschlag für eine grössere Serie.
Aus diesem Grunde sind mir die E-Wohnmobile, die nun vorgestellt werden sehr willkommen, denn auch wenn diese nicht meine Ansprüche befriedigen tragen sie dazu bei, dass die Branche politisch und gesellschaftlich lebensfähig bleibt. Objektiv betrachtet ist unser Hobby in Wohnfahrzeugen zu reisen komplett verzichtbar. Da ist es schon eine Frage des Selbsterhaltes der Branche zumindest nicht bald zu den egoistischen bösen Umweltsündern zu gehören. Eine Gesellschaft ohne Wohnmobile nimmt keinen Schaden, der Verzicht auf diese Fahrzeuge würde eher nützlich sein. Da dürfen wir uns nicht für zu wichtig halten. Wenn wir alle neuen Konzepte sofort vernichtend auf Nachteile untersuchen und zerlegen, schaufeln wir mittelfristig das Grab unseres Hobbys, glaube ich.

Tinduck am 24 Jan 2022 12:30:27

hampshire hat geschrieben:Eine Gesellschaft ohne Wohnmobile nimmt keinen Schaden, der Verzicht auf diese Fahrzeuge würde eher nützlich sein.


Das widerspricht aber allen Untersuchungen bzgl. der Umweltbilanz verschiedener Urlaubsformen. Wohnmobile abschaffen/verbieten würde der Umwelt nur etwas bringen, wenn man stattdessen mit Fahrrad/Zug und Zelt in Urlaub fährt.

So gesehen wäre es sogar besser, wenn es mehr Wohnmobile zu lasten der umwelttechnisch schlimmeren Urlaubsformen (Hotelaufenthalte, Flugreisen, Kreuzfahrten) gäbe... aber dann platzen die Stellplätze komplett aus allen Nähten. Zumindest an der Mosel :D

Wenn man natürlich sagt, generell jeder Urlaub ist überflüssig und daher vermeidbare Umweltbelastung, ist das allerdings ein ganz anderes Fass...

bis denn,

Uwe

DtMaahs am 24 Jan 2022 12:36:31

Danke Mith für die interessanten Links.

Wir kommen an dem Energiewandel nicht vorbei und das ist ja auch gut so.

Man sollte dabei aber nicht blauäugig alles für besser , komfortabler , günstiger , Ressourcenschonender halten.

Einfach alle Fakten im Auge behalten um nicht nachher endtäuscht zu sein.
Der Energiewechsel wird uns einschränken und wesentlich mehr kosten.
Nur die hohen temporäre Subventionen gaukeln ein uns günstigeres Fahren vor.

Auch Batterierohrstoffe sind nicht unendlich verfügbar.
Noch sind die Batterierohstoffe günstiger aus dem Boden zu buddeln als sie zu Recyceln.
Über den Rohrstoffpreis/Steuer wird man dann wieder das Recyclen erzwingen.
Ähnlich wie man es jetzt mit steigenden Steueranteil den Fossilen Brennstoffen jetzt macht um sie von den Markt zu drängen.
Gerade die Steuer auf die Fossilen Brennstoffe sind eine der größten Steuereinnahmen.
Wie lange glaubt man eigentlich das der Staat darauf verzichten möchte bei steigenden E-Auto Anteil.

Nach dem Motto "Das hat mir niemand gesagt".

mv4 am 24 Jan 2022 12:44:54

....statt nach Lösungen zu suchen damit Dinge funktionieren ...wird gesucht warum es nicht funktionieren wird. So die Sicht und Denkweise einiger, das war schon immer so...aber zum Glück haben sie das bessere nicht aufhalten können. Sonst hätten wir heute noch Petroleum Lampen an der Decke hängen.

Wie die Zukunft aussehen wird kann keiner genau sagen...aber mit Sicherheit wird sie nicht mit fossilen Brennstoffen erreicht werden.

mithrandir am 24 Jan 2022 12:59:09

Tinduck hat geschrieben:Wenn man natürlich sagt, generell jeder Urlaub ist überflüssig und daher vermeidbare Umweltbelastung, ist das allerdings ein ganz anderes Fass...


Diese Aussage ist ja grundsätzlich ein anderes Fass und geht am Thema vorbei. Klar wäre "nur CO2 neutraler Urlaub" das beste für die Umwelt.
Aber das ist genauso eine radikale Forderung der "Schafft sofort die Autos ab-Fraktion" wie die Forderung" Wir wollen weiterhin Verbrenner fahren und zwar zum gleichen Preis wie bisher.
Und weder das eine noch das andere wird eintreffen, wenn wir die Sache einigermaßen wissenschaftlich und vernünftig angehen.

Zunächst fahren wir weiter Diesel, bis uns der Diesel zu teuer wird. Bis dahin werden aber auch die anderen Reiseformen, die nicht auf CO2 neutralen Konzepten basieren teurer.
Und wenn die Politik nicht wieder vor der Industrie einknickt, wird die Industrie bis dahin Lösungen haben, die klimafreundlicher und erschwinglich sind.
Was das sein wird ist fürs Wohnmobil aktuell noch nicht absehbar, aber das schrub ich ja bereits weiter oben.

surfoldie11 am 24 Jan 2022 14:33:13

"schrub" Pisa lässt grüßen

mithrandir am 24 Jan 2022 14:58:22

surfoldie11 hat geschrieben:"schrub" Pisa lässt grüßen

Das ist ein gängiger Gag in Internetforen. Aber Pisa war auch schön letztes Jahr, stimmt. 8)

rolfk am 24 Jan 2022 17:41:24

Ich sehe garnicht ein, warum ich der Vorreiter im Verzichten sein soll.

Schaffen wir doch erstmal 90 % unserer fast tausend Figuren im Bundestag ab, inclusive ihrer Diäten, Dienstwagen, Security, Flüge und sonstiger Kosten.
Dann begrenzen wir die Leistung aller zugelassenen PKW auf 100 PS. Ja, auch rückwirkend, und ja, auch Elektros.
Begrenzen die Zahl der Flüge pro Jahr und pro Person auf 2. Ja, auch dienstlich.
Herumkarren von Lebendtieren verbieten, die kann man auch lokal schlachten, dann wird auch die Qualität besser.
Und wem ich jetzt noch nicht auf die Füsse getreten habe... Stets zu Diensten. :mrgreen:

Tinduck am 25 Jan 2022 09:29:26

Pro Person und Jahr 1 GB Internet-Datenvolumen max. hast Du noch vergessen :D

bis denn,

Uwe

goorooj am 25 Jan 2022 10:16:01

hampshire hat geschrieben:Das unterstreiche ich sehr dick. Womo Hersteller hängen weitgehend an dem was die Transportfahrzeughersteller so machen.


Naja nicht nur weitgehend. Kein Wohnmobilhersteller macht irgendwas am Antrieb, die einzige Wahl ist "welches Modell nehmen wir als Unterbau".
Da sind sie dann nicht markengebunden, wenn sie nicht wollen, aber können ja auch nicht entscheiden dass sie weiter Diesel haben wollen wenn es keine mehr gibt...

Ich sehe das so, dass jetzt speziell Ford da wieder eine Chance haben könnte. Nachdem die ja mit Dieselmotoren nie so viel Glück hatten und der Name auch im Wohnmobilsektor schon seit einer Weile komplett verbrannt ist, erscheint es nur logisch dass die sich jetzt auf Elektro konzentrieren und das pushen.
Der E-Transit im Kastenwagenformat oder als Fahrgestell kommt jetzt im Frühjahr in Europa auf den Markt... --> Link
Wie ich auch schon mal geschrieben habe, macht das theoretisch schon Sinn weil sehr viele Handwerker ihre Transporter am Tag nicht so wirklich weit bewegen, und das ständige An/Aus für kurze Strecken nicht hilfreich ist.
Aber die Dinger sind halt echt teuer.... 53.000 als Startpreis für einen leeren Kastenwagen nenne ich mal "ambitioniert".
Wie sich das für Gewerbe rechnet ist mir da noch nicht wirklich klar ( ausser als Statement oder Greenwashing für entsprechende Branchen natürlich ).

hampshire am 25 Jan 2022 10:26:02

Tinduck hat geschrieben:Das widerspricht aber allen Untersuchungen bzgl. der Umweltbilanz verschiedener Urlaubsformen. Wohnmobile abschaffen/verbieten würde der Umwelt nur etwas bringen, wenn man stattdessen mit Fahrrad/Zug und Zelt in Urlaub fährt.

In der Politik gewinnen längst nicht mehr die besten Argumente. Eine kleine Gruppe auszuschließen ist ein kleiner Akt. So einfach ist das. Menschen schießen sich auf etwas ein und los geht's. Dann werden auch dem Förster die Reifen am SUV zerstochen wenn er mal in eine Stadt fährt. Hysterie wird erzeugt und dann wieder befriedigt bis der nächste Aufreger kommt. Soziale Medien verstärken das. Als Branche würde ich das nicht ignorieren.

rkopka am 25 Jan 2022 11:10:47

goorooj hat geschrieben:Kein Wohnmobilhersteller macht irgendwas am Antrieb, die einzige Wahl ist "welches Modell nehmen wir als Unterbau".
Da sind sie dann nicht markengebunden, wenn sie nicht wollen, aber können ja auch nicht entscheiden dass sie weiter Diesel haben wollen wenn es keine mehr gibt...

Aber Design und Grundriß sind auf bestimmte Fahrwerke ausgerichtet. Wenn sich das ändert, ist manches nicht so leicht zu ändern, will heißen: Kosten. D.h. es gibt schon eine Schwelle, ab der es sich erst lohnt. Je weiter die Digitalisierung fortschreitet, um so schlimmer (z.B. MBUX).

RK

goorooj am 25 Jan 2022 11:24:18

Das widerspricht aber allen Untersuchungen bzgl. der Umweltbilanz verschiedener Urlaubsformen. Wohnmobile abschaffen/verbieten würde der Umwelt nur etwas bringen, wenn man stattdessen mit Fahrrad/Zug und Zelt in Urlaub fährt.

In der Politik gewinnen längst nicht mehr die besten Argumente. Eine kleine Gruppe auszuschließen ist ein kleiner Akt.


Spätestens die vom Tourismus völlig abhängigen europäischen Länder werden da schon zu verhindern wissen dass die entsprechenden Agenden durchgehen.
Die sind jetzt nicht Wohnmobil-affin und sehen es lieber wenn die Hotels voll sind, aber du siehst ja dass z.B. Österreich, speziell Tirol keine Freunde mehr kennt wenn es um die Touristen geht.

Da gibts aber natürlich gute Möglichkeiten das mit den Öffis tatsächlich grün zu machen.

Aber GAR kein Urlaub ist denke ich mal eine von den vielen roten Linien über die zwar einige völlig indolent drübertrampeln, die grüne Version ( wie das Verbot von Einfamilienhäusern in Vorstädten ) von "das wird man doch wohl noch sagen dürfen" ( da heisst es halt dann Vision ), aber was in der Summe einfach nicht durchsetzbar sein wird.
Denn wenn es nach denen ginge wäre die Natur abgesperrt und verboten, Menschen würden in solarbetriebenen Wohnblocks hausen und gar nicht mehr wegfahren, sich von Soylent Green ernähren ( wie vorrausschauend Huxley war.... soy und green... )... Da gibts genügend Dystopien die sowas beschreiben. ( Ich glaube ich habe gerade die Idee für ein Buch... ).

Was Zelt angeht... An der oberen Donau z.B. dürfen zum Beispiel nur noch 10 private Kajaks pro Tag ins Wasser, natürlich wird die entsprechende Klientel bevorzugt. Andere Ämter ziehen nach. Hat sich für den Durchschnittsbürger bald überall erledigt mit Boot und Zelt. ( Das mit der Eingrenzung ist ja nicht auf Wohnmobile begrenzt )
Wenn jetzt alle mit dem Zelt in Deutschland in den Urlaub wollen, ist das auch nicht so einfach wenn die Natur immer mehr weggesperrt wird...
Aber dann gibts ja noch Hotels. Natürlich nur wenn man vorgebucht und entsprechendes Kleingeld hat. Damit sind einige glücklich und den anderen wird erklärt dass durch ihren Verzicht jetzt Bambi im Wald jetzt wieder mit den Wolf glücklich in Frieden Leben kann, weil es ja so viel schöner freudig springend ist zu Tode gehetzt zu werden als mit einem Schuss vom bösen Menschen niedergestreckt..

Problem ist halt wirklich, dass Wohnmobile jetzt nicht nur in der Agenda ganz hinten sind, sondern auch von vielen als Problem wahrgenommen werden. Anwohner hätten gern ihre Parkplätze zurück, Touristenorte ihre Hotels wieder voll und Vorbuchungen statt voller Parkplätze... Ich bin so froh dass ich keine Kinder in die Welt gesetzt habe denen ich jetzt erklären müsste dass das mit dem freien Urlaub im Wohnmobil nur noch wehmütige Erinnerungen sein werden wenn sie selber mal in das Alter kommen eins haben zu können.

Rockerbox am 25 Jan 2022 12:31:27

goorooj hat geschrieben:Ich bin so froh dass ich keine Kinder in die Welt gesetzt habe denen ich jetzt erklären müsste dass das mit dem freien Urlaub im Wohnmobil nur noch wehmütige Erinnerungen sein werden wenn sie selber mal in das Alter kommen eins haben zu können.


Lieber Goorooj,

ich will dich nicht persönlich angreifen, aber ich musste mir DIESEN Satz aus deinem letzten Posting als Beispiel rauspicken.

Abgesehen davon, dass KEINER von den hochbegabten Glaskugelsehern hier weiß, wie sich die Sachlage in 5 oder in 10 oder mehr Jahren entwickeln wird sollte man doch mal reflektieren, ob sich das Universum denn nur um das Wohnmobil dreht. Für manche ist der Weltuntergang nahe, wenn sich ein "Fahrverbot" abzeichnet, wobei keiner sagen kann, ob und wenn ja wie oder wann sowas überhaupt eintritt.

Ist denn das Wohnmobil der einzig sinnvolle Lebensmitttelpunkt für manche hier? Gibt es kein Leben neben der Kiste? Zugegebn, mich würde es auch wurmen, wenn eure Horrorvorstellungen eintreffen (allein dafür fehlt mir der Glaube), aber erstens wüsste ich mir Alternativen und zweitens ist das weder das Einzige noch das Wichtigste in meinem Leben. Und mein Sohn lebt sein Leben auch ohne Wohnmobil ..... und das sehr glücklich .... es soll auch Kinder und andere Menschen geben, die mit einem Wohnmobil NULL anzufangen wissen ....

rkopka am 25 Jan 2022 12:37:22

goorooj hat geschrieben:Die sind jetzt nicht Wohnmobil-affin und sehen es lieber wenn die Hotels voll sind, aber du siehst ja dass z.B. Österreich, speziell Tirol keine Freunde mehr kennt wenn es um die Touristen geht.

Wenn die Touristen in Tirol urlauben (vorzugsweise Hotel oder wenigstens CP), dann sind sie durchaus willkommen und auch von Sperren wenig betroffen. Wenn es aber Italientouristen sind, die nur durchfahren und billig tanken, sieht das anders aus.

Natürlich sind Einschränkungen bei Nutzung der Natur nicht schön. Andererseits sieht man ja, was mit beliebten (Instagram)Zielen passiert. Entweder sind sie dann nicht mehr einsam, zerstört oder gesperrt, weil zu viel Mist gebaut wird. Die Freiheit kollidiert hier einfach mit den Massen und der Unvernunft. Das Thema elektrische Womos wird da nur eine kleine Randnotiz bleiben. Wobei die Urlaubsfahrer sich ja einfach(?) umstellen könnten. Die Dauerwomobewohner können da auf mehr Probleme stoßen.
Vielleicht kommen dann andere Konzepte (Fifthwheeler, Pickup) plötzlich mehr zum Zug ? Auch Autoreisezüge könnten einiges erleichtern, scheitern aber wieder an anderen Themen. Oder ein Containersystem. Man läßt seinen Container (natürlich kleiner als die Überseecontainer) ans Ziel schaffen und mietet dort dann nur das Fahrzeug dazu.

RK

goorooj am 25 Jan 2022 13:42:45

Rockerbox hat geschrieben:Ist denn das Wohnmobil der einzig sinnvolle Lebensmitttelpunkt für manche hier? Gibt es kein Leben neben der Kiste? Zugegebn, mich würde es auch wurmen, wenn eure Horrorvorstellungen eintreffen (allein dafür fehlt mir der Glaube), aber erstens wüsste ich mir Alternativen und zweitens ist das weder das Einzige noch das Wichtigste in meinem Leben.


Als ich noch keinen Führerschein hatte ( sogar erstaunlich lange als ehemaliger Stadtbewohner ) sind wir halt mit Boot und Zelt unterwegs gewesen, später dann mit Auto und Zelt, dann mit Wohnmobil. Seit ich klein war, ist Reisen tatsächlich der Lebensmittelpunkt und alles andere dient der Finanzierung. Ich war direkt nach der Schule als andere studiert oder ihre Ausblidung gemacht haben schon 2 Jahre mit dem Rucksack unterwegs, habe auch dann in Spanien gewohnt für eine Weile...
Vor allem: Frei, ohne Buchungen und Zwänge... Und genau das scheint immer mehr unmöglich gemacht zu werden, jederzeit ohne Buchungen und frei Schnauze einfach loszufahren. Egal ob mit Wohnmobil oder Auto/Zelt, Boot/Zelt...
Zwei Wochen All Inclusive Hotel in der Karibik war der schlimmste Urlaub den ich je hatte. Nach einer Woche habe ich mir ein Motorrad gemietet und bin tagelang einfach der Nase nach über die Insel, kleine Pensionen...

Wird halt immer schwerer. Der gangbarste Weg wäre ja die Deutschen einfach endlich wieder weniger werden zu lassen, aber das klappt ja systembedingt auch nicht, unsere Grossaktionäre brauchen Konsumentenmaterial. Stattdessen produzieren/importieren wir Menschen wie blöde und sperren die dann weg um die Natur zu schützen.

Die einzige Alternative zum Womo die ich fürs Alter sehe ist ein Segelboot, aber da gibts ja gerade die gleichen Probleme.... überhitzter Gebrauchtmarkt, keine Liegeplätze mehr ( und wenn, dann vergoldet, sogar in Marokko ), die neuen Boote Lieferzeiten von 3 Jahren normal....

mithrandir am 25 Jan 2022 14:45:48

goorooj hat geschrieben:Wird halt immer schwerer. Der gangbarste Weg wäre ja die Deutschen einfach endlich wieder weniger werden zu lassen, aber das klappt ja systembedingt auch nicht, unsere Grossaktionäre brauchen Konsumentenmaterial.

Es geht ja vom Thema weiter weg, aber, die Deutschen werden ja weniger, wenn dann müsste die Weltbevölkerung schrumpfen, was den Prognosen nach in ein paar Jahren ja auch passieren wird.
Trotzdem gibt es ja einige Bereiche der Welt, die sich langsam "hocharbeiten" und dann auch die Möglichkeit haben wollen den Rest der Welt kennenzulernen. Und uns steht es meiner Meinung nach nicht denen diese Möglichkeit zu verbieten, was sicherlich auch wieder zu Konflikten führen würde.
Deswegen ist es ja auch ein doofes Argument, dass wir unseren CO2 Abdruck nicht vermindern müssen, weil China momentan so viel CO2 ausstößt.
Wir haben halt relativ lange auf Kosten anderer die Umwelt zerstört indem wir Fortschritt auf fossilen Ressourcen hatten. Und dass der Rest der welt das mittlerweile aufholen will, weil es möglich ist, ist verständlich. Aber China zum Beispiel hat nicht nur die meisten Kohlekraftwerke sondern ist eben auch Spitzenreiter beim Ausbau der erneuerbaren. Und ich denke und hoffe, dass es dort irgendwann auch einen Peak "CO2" gibt und die erneuerbaren die Fossilen verdrängen. Fossil kann man halt schneller aufbauen. Und die braucht man momentan auch noch um die Kraftwerke für die Erneuerbaren herzustellen. Aber wenn nach und nach immer mehr Solar und Windenergiekapazitäten geschaffen werden brauchen wir weniger Fossile. Das heißt, der CO2 Fußabdruck eines Solarpanels mag momentan recht hoch erscheinen, aber er wird immer geringer, weil durch Erneuerbare geschöpft.

Zum Thema Reisen: Es ist einfach ein zweischneidiges Schwert. Einerseits versursacht Reisen einen unheimlich großen CO2 Abdruck, aber ich bin der festen Überzeugung, dass Reisen dazu führt dass die Welt toleranter und friedlicher wird. Zumindest die, die in fremde Länder und andere Gegenden reisen und sich dort wirklich mit der Kultur einlassen (und nicht im abgeschotteten Club den bekannten Paulanergarten nutzen), merken recht schnell, dass der deutsche Weg nicht die einzige Wahrheit ist und dass man andere Kulturen nicht bekämpfen oder unterdrücken muss, nur weil Sie unseren Vorstellungen widersprechen.
Ich glaube, kein Buch, keine Doku oder Internetrecherche ist Ersatz dafür, dass man einmal andere Lebensentwürfe , -formen und -kulturen am eigenen Körper erlebt.
Deswegen bin ich dafür, dass Reisen das letzte ist, was man beschränken sollte. Und wir sollten alles tun, um diese Möglichkeit auch umweltgerecht ind die Zukunft zu bringen.

goorooj am 25 Jan 2022 18:24:02

mithrandir hat geschrieben:Einerseits versursacht Reisen einen unheimlich großen CO2 Abdruck


Wenn du dir jetzt überlegst dass die 15 grössten Containerschiffe soviel CO2 ausstossen wie 750 Millionen Autos, und damit meistens irgendwelchen Junk von China nach Deutschland transportieren... billige T-shirts, Ikeamöbel, Fernseher....
reise ich lieber statt mir alle 2 Jahre ein neues Handy oder einen neuen Fernseher zu kaufen. Da weiss ich wenigstens wo mein Co2 hingeht.
Ich hab ja noch nicht mal einen Fernseher im Womo, alles mit Naturholz ausgebaut, Edelstahlspüle vom Ikea... und ich habe Bücher dabei, die ich regelmässig auf den Campingplätzen tausche wenn ich mal auf einem bin.

Ich glaube nachhaltiger als das kanns kaum werden, was Reisen angeht.

goorooj am 25 Jan 2022 18:39:17

Hier mal was lustiges zu Hotels, so im vergleich:

Wie viel CO2 verbraucht ein Hotel?
Durchschnittlicher Verbrauch an CO2 pro Gast und Nacht in einem Hotel
Kategorie CO2-Emission Anzahl Gäste/Nächte
0-2 Sterne Hotel 24,7 kg pro Gast / Ün
3 Sterne Hotel 16,9 kg
4 Sterne Hotel 21,0 kg
5 Sterne Hotel 47,6 kg

Was braucht ein Wohnmobil im Schnitt?
CO2-Ausstoß (komb.)* 193 g/km

2000 Kilometer Fahrt sind 400 Kg CO2, wenn ich mich nicht verechnet habe.
Selbst wenn ich zu Fuss in ein 4-Sterne-Hotel marschiere bin ich mit 2 Wochen Urlaub da drüber.
Und mit 2000 Kilometern komme ich schon ein Stückchen.

DtMaahs am 25 Jan 2022 19:28:54

Hallo

Ich denke zwar auch das es viele andere Urlaubsarten gibt die einen erheblich größeren CO2 Fußabdruck hinterlassen.
Aber auch wir fahren ja nicht nur durch die Gegend.
Allein die Herstellung unseres Wohnmobil hinterlässt eine größere Menge CO2
Gas nutzt auch ziemlich jeder.

Positiv ist sicherlich der häufige Einsatz von einer eigenen Solaranlage.

BURAN am 25 Jan 2022 20:23:25

Es gibt doch heute schon e Modelle von. VW , Benz,Ford, Fiat usw
Die Reichweiten sind noch nicht auf Womo Niveau optimiert .. dafür sind wir der industrie einfach nicht lukrativ genug
Aber ich bin sicher dass es e-womos mit akzeptablerReichweite geben wird sobald die alternativen nicht mehr wirtschaftlich zu betreiben sind
Ob es dann allerdings noch Männerspielzeuge mit 10 oder mehr Tonnen ..mit pkw garage , Waschmaschinen und 500 l Wassertanks gibt wage ich zu bezweifeln ..

Lg

Klaus

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