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Altes Wohnmobil zum herumfahren im Urlaub Sinnvoll? 1, 2


Craddoc am 22 Dez 2021 18:09:50

Hallo zusammen,

schon lange vor Corona hatten wir uns eigentlich vorgenommen, ein Wohnmobil zu kaufen. Allerdings weniger weil wir den Charme eines Campingplatzes so schätzen würden, sondern weil meine Partnerin und ich immer gerne unterwegs waren und im Urlaub die Gegend erkundet haben. Dabei waren wir allerdings immer auf das Hotel oder die Ferienwohnung "festgenagelt", was irgendwann den Wunsch aufs Tablett gebracht hat, unser Hotelzimmer - quasi - immer mit dabei zu haben. Lange Rede, kurzer Sinn, Corona hat das Thema in den letzten zwei Jahren wieder befeuert, dazu haben wir das große Glück, momentan dank sicherer Jobs, Homeoffice und wenig Gelegenheiten für Urlaub und Freizeit ein wenig Geld angespart zu haben. Leider sprechen wir hier trotzdem nur über ein Budget von etwa 10.000 Euro, womit wir bei Wohnmobilen in der gefährlichen Kategorie der Kleinanzeigen, Privatverkäufer, Ohne-Garantie-für-Export-Händlerangebote und weit jenseits der 200.000km und 20 Jahre sind. Vermutlich nicht ideal, andererseits, wenn wir feststellen, dass das doch nichts für uns ist, verbrennen wir lieber 10.000 Euro als uns in einer 35.000 Euro Finanzierung zu verwickeln...

Nun, am Ende landen wir eigentlich bei allen Campern irgendwo in der Fiat Ducato Ecke, meistens irgendwo beim 2.5 Liter von 1990 bis 1998. Gefühlt stehen auch alle zu verkaufenden Camper rund um Hamburg, was es für uns aus der Kölner Ecke ein wenig knifflig macht.

Da wir gerne mit dem Fahrzeug auch fahren wollen, suchen wir eher was kompaktes. Leider kann ich hier im ersten Beitrag keine Links einfügen, im Netz haben wir z.B. einen Fiat Riva City 490 gefunden, welcher gut passen würde, oder aber in den Ebay Kleinanzeigen einen Ducato Hobby AK 550 im tiefsten Niedersachsen, Baujahr 1992, der ebenfalls sehr passabel aussieht. Bei beiden Fahrzeugen (vermutlich allen die wir uns leisten können) müssen wir über Garantien nicht reden, entsprechend wäre es sicher wichtig, sich das Fahrzeug genau anzusehen. Als Laie und "Einsteiger" sicher nicht gerade einfach. Den Tipp ein Feuchtigkeitsmessgerät mitzunehmen habe ich schon gelesen, werde mich ansonsten hier nochmal durch die Themen lesen, da sicher die meisten Einsteiger die gleichen Fragen stellen.

Eine Grundfrage die meine Partnerin allerdings aufgebracht hatte ist die Motorisierung: Ältere Camper scheinen uns sehr schwach auf der Brust zu sein. Der Riva kommt auf 82PS, der Hobby sogar nur auf 75PS. Kann man damit ernsthaft herumfahren (z.B. mal eine 14 Tage Tour von München über den Chiemsee nach Salzburg und wieder Heim, drei Wochen durch Norwegen oder sogar - ok, jetzt wird es wild - via Frankreich und Fähre die North Coast 500 entlang) oder ist das für ein so altes und schwaches Fahrzeug eine Tortur mit dem man dem Camper nur ein schnelles Ende bereitet? In dem Falle wäre die Idee mit einem alten, kostengünstigen Modell einzusteigen eigentlich schon vom Tisch.

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Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

Bergbewohner1 am 22 Dez 2021 18:31:29

Mit den letzten Sätzen hast du dir deine Fragen selbst beantwortet.
Für das Geld bekommst nix gescheites mehr.

Nisota am 22 Dez 2021 18:32:58

Servus,

Ich hatte auch mal so eine Motorisierung und bin damit zu Recht gekommen. Man sollte aber die Ruhe weg haben und nicht in Panik verfallen, wenn man der Anfang der Schlange ist. Richtig unangenehm fand ich nur Autobahn, fahre ich aber eh nicht mehr. Lieber über Land, da haben wir schon Restaurants und allerlei entdeckt.

Also mit viel Geduld und Ruhe und guter Verpflegung beim Fahren Kaffee, Schokolade geht es.

Gruß von dem der auch gerade sucht und dir daher viel Glück wünscht

Stephan

Anzeige vom Forum


Schwimmbutz am 22 Dez 2021 18:38:52

Ich sehe das deutlich entspannter, wenn ihr schon darüber nachdenkt „10.000€ zu verbrennen“.
Kauft euch etwas höherpreisiges, und stoßt es ab wenn es nicht mehr passt.
Den Kaufpreis bekommt ihr fast wieder rein, und selbst eine Finanzierung lässt sich verlustfrei kündigen und zurückbezahlen.

Lieber ein gutes Fahrzeug finanziert und Spaß am neuen Hobby, als 10.000€ für eine Schrottkarre verbrannt und im Zweifel noch den Urlaub versaut…

Gast am 22 Dez 2021 18:50:36

Nun deine fragen sind berechtigt aber in der Kategorie b.z-w Preiss klasse sind die dinger eh nichts für lange zeit oder Arbeitsaufwendig .Von der Motorleistung ist es egal du wilst ja kein Renen Fahren .Aber lese dich hier mal durch Weinsberg Kaufen oder nicht
Dann weis du was ich meine .Über einschätzung und so Unds wenn du was möchtes dann muß du halt reisen und schaun was Past .

Stefan-Claudia am 22 Dez 2021 19:06:52

Moin !

ist es nicht schön manchmal etwas bekloppt zu sein ?

Wir haben unser erstes Mobil ( Heku Bj 199? mit reichlich Km ) für damals 7000 Euro erworben.
so einen... :arrow: --> Link

Völlig ohne Vorkenntnisse und Ahnungslos.
Im Nachhinein mit Wasserschaden aber von der Technik her unfassbar zuverlässig.
Ich glaube mit der Maschine und 75 PS wäre ich ohne Probleme nach Kapstadt gekommen.
Nur in den Kassler Bergen zwingt einem die geballte Power auf die rechte Spur...die ganz rechte...
nennt sich Kriechspur ;D

Aber das schönste waren die bis heute unvergessenen Fahrten und Urlaube!

Und wisst ihr was ?... das war jeden Taler wert !

Elgeba am 22 Dez 2021 19:31:50

Wenn schon,dann kauft ein Fahrzeug mit der 2,5 L TD Maschine mit 95 PS,das ist eine reelle Motorisierung.Aber für 10000.- ist da vermutlich nichts zu machen,entweder Bastelbude oder gar Tropfsteinhöhle,ich rate von solchen Experimenten ab,zumal der Markt derzeit völlig überhitzt ist.


Gruß Bernd

bubale159 am 22 Dez 2021 19:33:46

Hallo Craddoc

Das Liegt an Dir

Hast du Zuhause Platz zum Reparieren ?
Wie sieht es Mit Elektrik Kenntnisse aus ? und kannst Du Schaltpläne lesen ?
Wie sieht es mit den Mechnik Kenntnisse aus ?

Das sind erstmal die 3 wichtigsten Fragen.

Ach ja ! Hast du genügend Werkzeug ,
MFG Jason

Ruedi1952 am 22 Dez 2021 19:38:34

Kauft euch ein
BM31WP - appSensoren - Feuchtemessgerät Feuchteindikator mit Smartphone-Bedienung
Oder ein ähnliches was auch in die Tiefe messen kann.
Arbeitet euch zuhause in die Funktionen ein und wenn ihr ein Womo besichtigt könnt ihr alle neuralgischen Stellen auf Feuchtigkeitsgehalt prüfen.
Ja mit den relativ wenigen PS müsst ihr und kann man leben.
Ich habe mit 230 PS Schwertransporte mit über 100 to gemacht.
Unsere 5 bis 7, 5to LLKW hatten auch nur höchstens 90 PS.
Wenn es den heutigen LKW Fahrern zu langsam hinter euch ist überholen sie euch.
Rechnet damit die Lautstärke im Fahrzeug ist für heutige Verhältnisse hoch.

cbra am 22 Dez 2021 19:45:59

ist mmn eine frage eurer ansprüche und und kenntnisse.

ich hab im bereich unserer praktikanten / studenten aber auch bei windsurfern einige die mit autos in dem budget bereich gut zurechtkommen.

wenn ihr mit einem kastenwagen oder möbelkoffer klarkommt - erstmal bett, einfaches sanitär und einfaches bett reinbaut kann das wunderbarer urlaub sein. dazu PV aufs dach, kühlbox und es ist noch besser.
mit 85 ps etwas sehr entschleunigt, aber mit 100ps kann man gut mit den lkw mitschwimmen

ob ihr dann heizung nachrüstet oder wasauchimmer - kommt auf eure erfahrungen und bedürfnisse an.

wir haben mit 72 PS angefangen in einem 406er mercedes, dann gings zu iveco daily - 112 ps, 130 und jetzt nagelneu halt 140

ein gebrauchtes weisswarewomo würden wir nicht wollen - komisches layout, dicke luft, alles ausgeleiert und oft wasserschaden. da gibts haufenweise threads hier zu renovierungen ohne ende. kann man machen wenn das bauen genausoviel spass macht wie das reisen

wir fahren eigenbau der genau das macht was wir wollen

die reisen waren alle super

pwglobe am 22 Dez 2021 19:51:52

Hallo, die Leistung finde ich zwar auch zweitrangig aber aus Erfahrung mit 50PS Bulli ist man auf Steigungen ein Verkehrshindernis. Aber Stau ist nur hinten schei… vorne gehts. :mrgreen:
Aber für 10.000€ bekommst du nur ein Bastlerfahrzeug und das Geld ist dann wirklich verbrannt. Dann lieber mieten und testen.
Auf dem Markt bekommt man zur Zeit nichts günstiges, es wird jeder Schrott für viel Geld angeboten.

PapaSito am 22 Dez 2021 19:52:54

Eure Idee und Vorhaben, aus der jetzigen Situation heraus geboren, ist natürlich ambitioniert. Zumal nur 10TE zur Verfügung stehen.
Aber ich finde, nicht unmöglich. Ihr müsst nur Geduld haben und wirklich jemanden mitnehmen, der Erfahrung hat.
Wir haben seinerseits tolle Urlaube in Europa mit einem Eura-Talento, 71 ! PS, 1,9L, Bj.93 erlebt. Motorstärke war nie wirklich ein Problem, die Fahrt anpassen und gut planen. Mit Alkoven war auch genügend Platz bei 4,95m Länge. Warm duschen jeden Tag, selbstverständlich (im Mobil - :D ).
Die Schwierigkeit ist nur, so was oder ähnliches in akzeptablen Zustand gerade jetzt zu finden. Die meisten wollen aber heute viel PS, große Räder und am Besten noch alle möglichen Helferlein. Das wäre dann eure Chance!
Sucht es - versucht es!
Beste Grüße, Gottfried

suedkind am 22 Dez 2021 19:57:27

bubale159 hat geschrieben:Hallo Craddoc
Das Liegt an Dir
Hast du Zuhause Platz zum Reparieren ?
Wie sieht es Mit Elektrik Kenntnisse aus ? und kannst Du Schaltpläne lesen ?
Wie sieht es mit den Mechnik Kenntnisse aus ?
Das sind erstmal die 3 wichtigsten Fragen.
Ach ja ! Hast du genügend Werkzeug ,
MFG Jason

Damit platzen die meisten "Projekte" Das "Haben-will-Gen" trickst den Verstand aus und schon hängt der Krieg in der Luft. Wichtig wäre auch, wenn ein produktfirmer Schrauber mit draufschaut und sogar da kann noch was übersehen werden.
Kommt auch auf die eigene Risikobereitschaft an.
Wenn du erst mal nen Plan brauchst um eine Wasserpumpe oder die Lichtmaschine zu finden ... Pfoten weg.
Das Hotelzimmer ist billiger.

Pechvogel am 22 Dez 2021 20:12:40

Craddoc hat geschrieben:…andererseits, wenn wir feststellen, dass das doch nichts für uns ist, verbrennen wir lieber 10.000 Euro als uns in einer 35.000 Euro Finanzierung zu verwickeln...

Wir wäre es denn, erstmal, mit mieten?!
Dann wisst Ihr auch ob Alkoven, TI oder VI, welche Länge / Höhe, Zuladung …
Ein „falsches“ gekauftes Womo wieder verkaufen kostet auch Geld. Und wenn der Boom mal vorbei ist fallen auch die Preise, egal ob neu oder gebraucht, wieder.




Grüße
Dirk

chrisc4 am 22 Dez 2021 20:33:49

In dieser Preisklasse wird sehr viel Schrott angeboten, die sind nur für Bastler mit Fachkenntnissen geeignet.
Wenn du damit unterwegs bist und etwas nicht mehr funktioniert, musst du selbst reparieren. In der Saison wirst du keine Werkstatt finden, die dich annimmt. Ersatzteile sind oft Mangelware, oft schwer zu bekommen.
Da kann eine Reise schnell völlig anders verlaufen wie geplant und richtig teuer werden, wenn abgeschleppt, eingelagert, repariert werden muss. Dazu kommen noch Kosten für Hotel, Rückflug etc. Ein finanzielles Desaster ist sehr wahrscheinlich!
Ich denke, du solltest dein Vorhaben nochmals überdenken und kräftig sparen, bis du dir ein vernünftiges Wohnmobil leisten kannst.

Gruß
Hans

DonCarlos1962 am 22 Dez 2021 20:41:56

Stellvertretend für die Fahrzeuge in dieser Preisklasse lese einmal diesen Faden: --> Link

Es soll Dir helfen solche Händler zu erkennen.

10.000,- Weißwurstdollar sind echt wenig, wenn das Teil auch noch zuverlässig sein soll.

Vor der geringen Motorleistung solltest Du keine so große Angst haben. Die Getriebe sind kurz ausgelegt und auf die wenigen PS ausgelegt. Das funktioniert schon.
Bäume reißt man damit nicht aus, aber man kommt trotzdem überall hin.

Aber vielleicht sollte man auch einmal über einen Wohnwagen nachdenken? Ist zwar nicht das Gleiche, aber hier bekäme man für sein Geld schon etwas taugliches.
Auch die Nebenkosten sind bedeutend geringer, so lange es schon einen entsprechenden Zugwagen gibt.

Stellplätze fallen dann zwar zum großen Teil raus, aber mit der ACSI-Card, oder vergleichbaren Anbietern, kann das trotzdem gut klappen, weil die Campingplätze damit sehr günstig werden.

Sind nur mal Denkanstöße, weil der Markt gerade sehr gegen eure Idee steht.

LG Carsten

P.S.: Und was wäre mit einem Minicamper? Vielleicht sogar mit Dachzelt? --> Link

huohler am 22 Dez 2021 20:47:38

Wieviel Wohnmobil bekommt man für 10k ?
Das ist in der Regel nur noch Schrott. Ohne auf Details einzugehen: Was würdest du von einem PKW erwarten, der nur 800,- kostet? Damit kannst du in deiner Stadt rumfahren, und wenn er liegenbleibt rufst du einen Kumpel an. Aber würdest du damit tausende Kilometer fahren wollen? Wenn basteln das größte Hobby ist vielleicht, aber nicht wenn das Fahrzeug Mittel zum Zweck, also für einen erholsamen Urlaub sein soll.
20k ist bei der momentanen Marktlage das absolute Minimum, und auch dann benötigt man viel Glück. Die meisten anständigen Mobile fangen bei knapp 30k an. Aber finanzieren ist keine Schande und auch mit relativ wenig Risiko verbunden. 1. immer Vollkasko, 2. sind die Zinsen relativ niedrig und 3. sind Wohnmobile relativ Wertstabil. Ab einem Alter von 10 Jahren verlieren sie bei guter Pflege kaum an Wert.
Hubert

Gast am 22 Dez 2021 21:03:52

huohler hat geschrieben:Wieviel Wohnmobil bekommt man für 10k ?

Wenn ich zurück denke dann war mein alter doch schon besser als den ich jetzt habe .Ich habe ihn damals vor 13 Jahren für 8T gekauft und habe tolle Fahrten mit gemacht.Mein Jetziger hat 36T gekostet hab ihn sein einem halben jahr und schon Motorschaden.Wenn ich jetzt im nachhinein betrachte denke ich manchmal hätte ich doch die alte Gurke behaltten.Alte sind nicht immer die schlechtesten. Meine Holde wollte damals auch erstmal einen mieten hätte mich für eine woche knappe 3T gekostet,hab ihr gesagt dan legen wir noch was drauf und wenn es nicht geht verkaufen wir ihn wieder habe ihn dann nach 13 Jahren für 6T wieder verkauft.Klar mann muß schon was selbst dran machen können wenn mann für jedes kaputte teil bei einer werkstatt hin muß Lohnt es sich nicht.

Gast am 22 Dez 2021 21:04:53

Hubert, dem ist nichts hinzuzufügen.

Gut fand ich aber die Idee weiter oben, statt zu kaufen, einfach zu mieten. Für 10k€ kann man schon einige Wochen unterwegs sein - OK danach ist die Kohle weg. :evil:

Es gibt keine schlimmere Vorstellung, als 2 Wochen Urlaub zu haben, nach 500km mit irgendeinem überflüssigen Mist stehen zu bleiben und am Ende hat man keinen Urlaub gehabt, aber 5k€ weniger in der Brieftasche.

Wenn - kauft Euch was gescheites oder nichts, Zinsen sind niedrig.

Gruß

dietmardd am 22 Dez 2021 22:16:24

Auch ich empfehle, zunächst zu mieten statt zu kaufen. Wir haben das auch so 15 Jahre gemacht. So lange muß das Testen nicht dauern, aber erst mit dem Rentenalter lohnt sich ein eigenes Womo wirtschaftlich so richtig, da man nicht nur seinen Urlaub zum Verreisen hat. Ein eigenes Womo lohnt ab ca. 3 Monaten im Jahr.

Welche Vorteile hat es, zunächst einmal zu mieten?

1. Man kann austesten, ob man langfristig von einem Womo an sich begeistert ist. Ich sehe ab und an Anzeigen im Netz, wo ein Womo nach einer Saison wieder verkauft wird - also doch nicht so das Richtige war.

2. Steht man mehr auf Herumfahren mit Freistehen oder auf einem Campingplatz eingepfercht unter anderen? Die Geschmäcker sind verschiedenen. Wir mußten einmal auf einem Stellplatz übernachten und schworen uns, nie wieder. Allerdings kann man es in Ausnahmefällen nicht vermeiden. Je nach Freistehen oder Campingplatz muß ein Womo anders ausgerüstet sein.
Statt 2 oder 3 Wochen Campingplatz fahren wir lieber mit unserem Auto und buchen uns pro Urlaub 1 bis 3 Ferienwohnungen, wenn wir nicht mit einem gemieteten Womo unterwegs waren. Da hat man für die gleichen Kosten viel mehr Luxus und sieht viel mehr, da wir rings um eine Ferienwohnung die Sehenswürdigkeiten mit PKW abklappern. Außerhalb der Schulferien bzw. der Hauptsaison bekommt man auch vor Ort immer eine Ferienwohnung, sonst ist etwas Vorplanung sinnvoll.

3. Erst durch die eigenen Erfahrungen kann man ein Wohnmobil richtig beurteilen. Dann weiß man, worauf es wirklich ankommt. Dazu ist es sinnvoll, verschiedene Marken und Luxusausstattungen zu testen. Sonst kauft man sich mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Womo, von dem man sehr schnell nicht mehr überzeugt ist.

4. Ein eigenes Womo hat man nicht nur im Urlaub, sondern auch ansonsten und das bedeutet, man braucht einen geeigneten Stellplatz, möglichst auf eigenem Grundstück. Wo stellt man ein Womo in einem dicht bebautem Stadtteil mit Mehrfamilienhäusern ab, wo es nicht genug Parkplätze für PKWs gibt? Auf öffentlichen Straßen in solchen Wohngebieten ist der Frust über abgestellte Womos groß und damit die Gefahr des Vandalismus. Außerdem darf man Womos mit Zulassungen z.B. von April bis Oktober nicht von November bis März im öffentlichen Verkehrsraum abstellen.

kunibertk am 22 Dez 2021 22:27:13

Wir haben im Oktober auf einem Stellplatz jemanden getroffen, der genau so etwas gemacht hat. Kurz vorher knapp 30 Jahre alten Tabbert für etwas mehr als 10.000 (ich glaube er hat was von 13.000 gesagt) gekauft, der noch relativ gut in Schuß war. Er hat aber auch gesagt, dass er sehr viel Schrott gesehen hat und schon fast nicht mehr geglaubt hat, so ein Fahrzeug zu finden. Und er schien sich mit Autos auszukennen. Also es braucht wohl viel Geduld und viele Besichtigungsfahrten und etwas Fachkenntnis.

rkopka am 22 Dez 2021 22:35:30

Nisota hat geschrieben:Ich hatte auch mal so eine Motorisierung und bin damit zu Recht gekommen. Man sollte aber die Ruhe weg haben und nicht in Panik verfallen, wenn man der Anfang der Schlange ist. Richtig unangenehm fand ich nur Autobahn, fahre ich aber eh nicht mehr. Lieber über Land, da haben wir schon Restaurants und allerlei entdeckt.

Ich bin mit 82PS auch auf der AB gut zurecht gekommen. Gut, am Berg bin ich mit den schnellen LKW nicht mehr mitgekommen. Auch Schottland 2 Wochen zu viert bei 5,5m Länge und natürlich auch in A hin und her.
Die Leistung ist nicht da Problem, außer man MUSS unbedingt immer mit 150km/h über die AB - das ist nicht drin. Bei dem Alter sind aber Reparaturen und Pannen fast zu erwarten, und Ersatzteile werden schwieriger zu finden. Mein 92er hat vor 8 Jahren vor dem Hype noch €6000 gebracht, obwohl nicht alles so toll war. Ein gleiches Modell war damals um €15.000 im Netz angeboten. Ich hatte genug von den Reparaturen und wollte eine Garage. Sonst wäre ich noch damit weitergefahren.

RK

Gast am 22 Dez 2021 22:44:24

Wir haben im Oktober auf einem Stellplatz jemanden getroffen, der genau so etwas gemacht hat. Kurz vorher knapp 30 Jahre alten Tabbert für etwas mehr als 10.000 (ich glaube er hat was von 13.000 gesagt) gekauft, der noch relativ gut in Schuß war. Er hat aber auch gesagt, dass er sehr viel Schrott gesehen hat und schon fast nicht mehr geglaubt hat, so ein Fahrzeug zu finden.

Genau so es ist nicht alles Schrott was angeboten wird man muß nur Suchen und das heisst auch wege zurück legen ohne was passendes gefunden zu haben .Wär suchet der findet .Und wenn man nicht viel Kohle hat oder Schulden machen möchte und keinerlei hohe Ansprüche hat der muß halt auch mal zu sowas bereit sein ein Rest Risiko hat man immer :mrgreen:

Schwimmbutz am 22 Dez 2021 22:58:34

Ich finde, anders als zB Dietmar, dass sich das WoMo wirtschaftlich nicht rentieren muss.

Für uns ist es Hobby und eine tolle Art den Urlaub zu verbringen. Wir stehen beide noch im Berufsleben, aber wir wollen einfach UNSER WoMo haben. Mit unserer Wunschausstattung, unseren Matratzen, unserem Gefühl von „unterwegs zu Hause“.
Mieten wäre auch viel stressiger: Jedesmal ein neues Mobil kennenlernen, Ausstattung einräumen, etc.
Wir holen unser Womo aus der Scheune, füllen Vorräte auf und düsen direkt los.

Urlaub (und viele andere Dinge) rentieren sich für uns wirtschaftlich doch nie:
1) Wenn ich 2 Wochen auf Kreuzfahrt gehe, habe ich danach auch „nichts“ vom Schiff das mir gehört. Ich bezahle mehrere Tausend Euro für eine gute Zeit und neue Eindrücke.
2) Das neue E-Bike? Kann doch auch den alten Drahtesel weiterfahren
3) Den 50“ 4K TV? Die alte Röhre bringts doch auch noch…
Usw.

Wir arbeiten beide das ganze Jahr, also GÖNNEN wir uns.

DonCarlos1962 am 22 Dez 2021 23:30:23

Schwimmbutz hat geschrieben:Ich finde, anders als zB Dietmar, dass sich das WoMo wirtschaftlich nicht rentieren muss.


Das sieht für den Themenstarter aber ganz anders aus, wie es scheint.

Craddoc hat geschrieben:dazu haben wir das große Glück, momentan dank sicherer Jobs, Homeoffice und wenig Gelegenheiten für Urlaub und Freizeit ein wenig Geld angespart zu haben. Leider sprechen wir hier trotzdem nur über ein Budget von etwa 10.000 Euro,


Wenn das Budget 10.000€ beträgt, dann bedeutet dies vielleicht sogar, dass es nicht die Summe für den Ankauf ist.

Mit dem Anmelden fallen schon nicht unerhebliche Kosten für Überführung/Anmeldung, Versicherung und Steuern für das Mobil an.
Wartungs-/Instandhaltungs- und Reparaturkosten sind bei einem so alten Wohnmobil auch noch vor zu halten!

Auch wenn ein kompaktes Wohnmobil im Fokus steht, soll es immer auf der Straße stehen?

Ganz wichtig: So ein 20 Jahre altes Wohnmobil kommt kaum in die Umweltzonen hinein. Man sollte sich darüber im Klaren sein, dass diese Situation nicht besser werden wird.
Städtebesuche werden damit zwar nicht unmöglich, aber wenig komfortabel.

LG Carsten

palstek am 23 Dez 2021 09:25:50

Hier ist ein Bürstner von 1988 mit H-Kennzeichen, der im Budget liegt: --> Link

Er wird gerade in einer Womo-Börse auf FB diskutiert. Es gibt viele Bilder, und der Besitzer steht Rede und Antwort. Er macht auf mich einen guten Eindruck.

cbra am 23 Dez 2021 09:28:11

dass sich ein Womo rechnen oder auszahlen soll kann ich nicht nachvollziehen. es gibts ja da keine vergleichs und bewertungsmöglichkeiten.

der einstiegsthread hört sich ja relativ entspannt an, und wenn ich das richtig deute sollte sich da ein brauchbares auto für 10 bis 15 k€ beschaffen lassen, ich seh eher einen eigenausbau auf einfachstem niveau. am besten kastenwagen.

der titel sagt "herumfahren im urlaub" das geht mit womo sehr gut
der charme des campingplatzes ist nicht anziehend (verstehe ich) - spricht sehr gegen wohnwagen
fiat riva 490 und ähnliche - da ist die gefahr dass es wasserschaden, nassen boden etc hat mmn sehr gross. wenn man da keine möglichkeit zur eigenrenovierung hat ist das schnell ein wirtschaftlicher totalschaden. rostlöcher kann man schweissen, motoren und getriebe lassen sich tauschen, aber eine nasse wand oder nasser boden sind da eine ganz andere nummer.

und was oben tlw vergessen wird - auch wenn der motor alt ist - erstens finden sich dafür überall werkstätten, zweitens kann man einen entsprechenden schutzbrief abschliessen und drittens seh ich verdammt viele neue autos auf den pannenstreifen /heimholtransportern.

goorooj am 23 Dez 2021 09:54:08

Bei uns war das auch so. Nachdem wir immer unterwegs sind, brauchten wir was zum Übernachten wo auch immer wir gerade gelandet sind an dem Tag....

Das geht schon mit dem billigen Womo wenn du Glück hast und auf einen fairen Verkäufer triffst.
Den musst du aber erst mal finden.

Hier ist mal ein Link zum Bericht von meinem alten Womo, mit Wasserschaden: --> Link
Sei vorsichtig dass da alles ok ist. Feuchtemessgerät wurde ja schon erwähnt.

Im Prinzip brauchst du, wenn du so ein altes Womo hast, einfach Platz und Zeit um Sachen zu reparieren wenn es sein muss. Du musst dir auch darüber klar sein, dass viele Dinge kaputtgehen können... ADAC Plus ist absolute Pflicht.
Einmal haben die mich aus Frankreich mit kaputtem Getriebe heimgeholt, das Jahr drauf war was an der Elektrik was einen Abschleppdienst zur nächsten Werkstatt gebraucht hat.

Solche alte Kisten kannst du gut z.B. in Kroatien ( oder irgendeinem anderen schönen Ostland ) reparieren lassen. Lackieren, entrosten, schweissen....
Ich hab hier einen Zahnriemensatz bei Axel Augustin gekauft, und hab den bei Zadar, in Pakostane, dann einbauen lassen. Hat statt den veranschlagten 500 Euro hier, da unten nur 100 Euro gekostet. Und saubere Arbeit.
Alte Ducato können die da unten alle. Wenn ihr da immer schaut was als nächstes kommen kann und das einfach so fit haltet, geht das schon.

Du musst dir bewusst sein dass so ein altes Wohnmobil auf Dauer immer irgendwas hat was Geld will. Mal neuer Kühlschrank, mal zerlegts ein Fenster beim zuknallen weil der Kunststoff nach all den Jahren einfach nicht mehr so stabil ist, etc. etc.

Allerdings habe ich mir jetzt einen Kastenwagen ausgebaut. Habe dafür gerade mal etwas über 3000 Euro für den Ausbau verbraucht. --> Link
Der Rest war der Kastenwagen selber.

rkopka am 23 Dez 2021 09:56:46

cbra hat geschrieben:und was oben tlw vergessen wird - auch wenn der motor alt ist - erstens finden sich dafür überall werkstätten, zweitens kann man einen entsprechenden schutzbrief abschliessen und drittens seh ich verdammt viele neue autos auf den pannenstreifen /heimholtransportern.

Natürlich erwischt es auch neue. Aber die Wahrscheinlichkeit bei einem alten ist IMHO höher. Der Schutzbrief bringt mich auch nur zu einer Werkstatt, mehr nicht.

Werkstätten sind eines, aber die müssen die Teile erstmal bekommen, das kann dauern. Ich habe bei einem 20Jahre alten Fiat 1 Woche auch eine Ölpumpe gewartet (nicht nett im Urlaub). Den Turbo gabs schon ein paar Jahre davor nicht mehr von Fiat, auch nicht als Nachbau, nur noch aufgearbeitete über eine Reparaturbörse (hat die Werkstatt gemacht). Die Weißware Teile sind schon bei neueren Womos schwierig zu bekommen, bei alten erst recht. Wenn die Rücklichteinheit kaputt ist, und man sie nicht mehr bekommt, muß man basteln. Und nach dem was man so liest, werden auch die Mechaniker seltener, die mehr können, als das Testgerät ans OBD anzuschliessen und Teile zu tauschen.

Ich sage nicht, daß man es nicht machen sollte oder daß es nicht geht. Nur muß man sich im Klaren sein, daß es (mehr) Risiken gibt. D.h. man sollte ein finanzielles Polster haben über die Anschaffungskosten hinaus. Es könnte leicht sein, daß sich die Frage stellt, ob eine größere Reparatur überhaupt noch rentabel ist. Wenn man Bastler mit Zeit und Resourcen ist, geht mehr. Mit wenig Zeit für Urlaub oder Basteln und zwei linken Händen und dann noch einem knappen Budget kann das (fast) nur schiefgehen.

RK

dieterk am 23 Dez 2021 10:18:49

Hallo,

hm, 10 Mille ist grenzwertig.

Ich persönlich würde dann lieber überlegen, mir beim Banker des Vertrauens noch 10-15 Mille zu borgen und in die Kategorie bis 25 Mille gehen.
Ich denke mal, 15 TEUR zu pumpen kostet in der Rückzahlung nicht die Welt und ist auch schnell zurückgezahlt.
Da bekommt man schon etwas einigermaßen gescheites wenns was Kleines und Wendiges sein soll, so bis 6,50 Meter.
Vielleicht ein Duc mit 2,8L Maschine und 128 PS. Die soll ja robust sein.

Und natürlich bei dem Kauf dann auch: "Augen auf".

Nur meine Meinung.

Gruß
Dieter

goorooj am 23 Dez 2021 10:52:34

rkopka hat geschrieben:Der Schutzbrief bringt mich auch nur zu einer Werkstatt, mehr nicht.
RK


In meinem Fall war der Getriebedefekt in Südfrankreich und die Werkstatt in Franken. So ein Leihauto über 1400 Kilometer ist auch kein Pappenstiel wen du das selber zahlen müsstest.
ADAC Plus hat alles geregelt.
Natürlich hat mich der Schutzbrief, so gesehen, auch nur zur Werkstatt gebracht....
Aber da musst du ohne erstmal hinkommen.

Ich sage ja nur dass du so ein altes Womo keinesfalls ohne Schutzbrief fahren solltest. Und immer Geld im Schweinchen wenns mal was braucht.

Ruedi1952 am 23 Dez 2021 11:08:04

Dann schaut mal auf die Seite von Rockauto. Com für welche Fahrzeuge sie Ersatzteile anbieten.
Dann sucht nach einem alten Fahrzeug.
Ich selber besitze ein Fahrzeug von 1997 und Ersatzteile sind Peanats vom Preis her.
Das Motorsteuergerät wurde hier in Deutschland für 400 Euro repariert.
Für Ami Wohnmobile bekommst du gut und Preiswert im Amiland inkl. Transport günstig Ersatzteile.
Wirtschaftlich rentiert sich ein Womo nie genauso wie das meiste andere auch.
Lasst euch nicht verrückt machen von ihr kommt nicht in Städte unser hat grün und dürfte in De auch in manche Städte nicht, nur warum sollten wir in eine solche Stadt fahren? Wenn es sein muss draußen stehen und mit ÖVP rein.

Jagstcamp-Widdern am 23 Dez 2021 11:25:26

von weiszware in der preisklasse würde ich abstand nehmen, aber ältere (selbstausgebaute) kawas gips in der preisklasze immer noch viele.
guck nach transen, sprinter der ersten serie, natürlich immer noch düdos und renault master.

für fertigkawas ("pössl") werden fantasiepreise aufgerufen....
aber bei allen sollten beide hände nicht über 10 daumen verfügen :!:

allesbleibtgut
hartmut

rkopka am 23 Dez 2021 11:36:23

goorooj hat geschrieben:In meinem Fall war der Getriebedefekt in Südfrankreich und die Werkstatt in Franken. So ein Leihauto über 1400 Kilometer ist auch kein Pappenstiel wen du das selber zahlen müsstest.
ADAC Plus hat alles geregelt.
Natürlich hat mich der Schutzbrief, so gesehen, auch nur zur Werkstatt gebracht....

Wobei die Rückholung bei einem alten Womo u.U. nicht mehr gedeckt ist, wie hier schon mehrfach diskutiert wurde.

Ich sage ja nur dass du so ein altes Womo keinesfalls ohne Schutzbrief fahren solltest.

Ja. Hab ich auch seit Jahren und schon genutzt. Seite dem neuen Womo zum Glück nicht mehr (genutzt) :-).
Für mich war das auch psychologisch eine Erleichterung, wenn ich halbwegs sicher sein konnte, daß das (neue) Womo auch durchhält und nicht bei jedem Geräusch Angst vor dem nächsten Problem haben muß.

RK

Craddoc am 23 Dez 2021 11:37:49

Hallo zusammen,

vielen Dank für die vielen und umfangreichen Antworten. Ohne jetzt auf alles eingehen zu können - im Endeffekt gehen alle Antworten in die Richtung, die wir auch irgendwie erwartet hatten. In der Preiskategorie kann man nur als erfahrener Camper/Mechaniker noch was Gescheites finden, und das sind wir leider nicht. Dass der Markt momentan komplett am kochen ist, haben wir auch festgestellt. Was teilweise bis 15k in den Kleinanzeigen zu finden ist, kann man nur als Scherz betrachten (selbst als Laie!) - ich vermute, dass sich momentan einige Besitzer alter Schluren versuchen durch den Hype gesund zu stoßen. das macht es uns natürlich noch schwieriger.

Das Thema "mieten" hat uns bisher immer ein wenig abgeschreckt, zum einen erscheint es uns verdammt teuer, zum anderen sind die angebotenen Camper ja kaum "reisetauglich", da man ohne Solaranlage und mit Kasettentoilette ja alle 2-3 Tage einen Campingplatz ansteuern müsste. Aber vielleicht testen wir das einfach doch mal irgendwann. Im ersten Schritt werden wir das Thema vielleicht doch nochmal bis nach Corona zurückstellen in der Hoffnung, dass der Markt sich wieder ein wenig beruhigt und wir gleichzeitig bis dahin die Zeit nutzen können, unser Budget etwas zu erhöhen. Finanzieren oder einen Kredit dafür aufnehmen wollen wir dezidiert nicht, ist vielleicht doof, aber unser Prinzip war immer, für Hobby und "Spielereien" kein Geld auszugeben, was wir nicht haben. Wenn unser Budget eben kein Wohnmobil erlaubt, ist das erstmal so. Die Augen aufhalten werden wir trotzdem auch weiterhin mal, manchmal stolpert man ja über gute Angebote. Mein erstes Auto war damals ein Volvo Kombi mit 190.000km, vom Fähnchenhändler ohne Garantie oder Checkheft gekauft. Das Auto stellte sich dann als super gepflegtes Behördenfahrzeug mit Vollausstattung heraus und hat mich weitere 100.000km durch Schnee und Regen begleitet ohne auch nur einen außerplanmäßigen Werkstattaufenthalt. Wäre der Spritverbrauch nicht so absurd gewesen, würde ich den vielleicht heute noch fahren.

rkopka am 23 Dez 2021 11:45:25

Craddoc hat geschrieben:zum anderen sind die angebotenen Camper ja kaum "reisetauglich", da man ohne Solaranlage und mit Kasettentoilette ja alle 2-3 Tage einen Campingplatz ansteuern müsste.

Wasser und Abwasser muß du aber auch füllen/leeren. Zu zweit mit Duschen reicht das kaum länger. Bei Solar könnte man eine mobile Anlage mitnehmen und über einen 12V Stecker einspeisen. Bei Kassette könnte man ein zweite kaufen und mitnehmen, notfalls später wieder verkaufen. Oder einfach eine Entsorgungsstation anfahren. In manchen Ländern ist das einfach und man muß nicht zwingend auf einen CP.

RK

goorooj am 23 Dez 2021 11:59:23

Thema Kassettentoilette:
ich hab mal, nach meinem alten Alkoven, zur Abwechslung ein kleines Blechzelt aus einem Vivaro gebaut...

Damit waren wir auch schon mal 3 Wochen in Südfrankreich unterwegs und nur einen einzigen Tag auf einem Campingplatz. Wenn du viel in Raststätten und Cafes bist ( was du eh tust mit so einem kleinen Ding... ) brauchst du die Kassettentoilette nur im Notfall. Ich hatte auch nur eine kleine Porta Potti on board.

Das hier war war 2018 an einem Stausee bei St. Rafael an der Cote d'Azure



In Frankreich hat wirklich jedes Dorf irgendwo einen Womo-Stellplatz an dem du Entsorgen und Wasser tanken kannst. Ich hatte 2 Solarzellen auf dem Dach und einen 12-Kühlschublade von Dometic drin, die war locker ausreichend.
Die "Küche" hinten unterm Bett in einer Schublade zum Ausziehen, da konntest du noch einen Vorhang hinhängen und hattest eine kleine Notdusche... aber auch Wasser zum Waschen ist überall. ich stehe immer an Seen oder dem Meer.

hier hatte es am Strand eine kleine natürliche Quelle, der Parkplatz oben war wunderbar zum Übernachten geeignet, plage de la Jonquet nähe Toulon.



Vielleicht fangt ihr einfach mal mit sowas an.

Craddoc am 23 Dez 2021 12:20:04

goorooj hat geschrieben:Vielleicht fangt ihr einfach mal mit sowas an.


Wäre ich ja total dabei, aber ich glaube, meiner besseren Hälfte wäre das dann doch ein wenig zu - rustikal. Der Vollständigkeit halber hier nochmal die zwei Mobile die wir mal als "eventuell" abgespeichert hatten:

Der Riva: --> Link
Der Ducato: --> Link

goorooj am 23 Dez 2021 12:27:33

naja wie alle auch vorher schon geschrieben haben ( und du selber )...
Ohne Platz zum Basteln und Kenntnisse eher nicht.

Kastenwagen ist halt schon Stressfreier was den Aufbau angeht.

Es hindert euch doch keiner, das einfach mal klein anzugehen... sprich, einen Transporter als "Notbett" zu haben und trotzdem ein Hotel.
Dann könnt ihr auch mal längere Ausflüge machen. Und so einen kleinen Transporter kannst du auch gut als Alltagsauto verwenden.
Oder mal am Wochenende irgendwo am Fluss übernachten.

Du kannst auch locker einfach Hotels buchen wenn du die brauchst, ich bin jetzt vor 2 Jahren im Oktober mal einfach mit dem Cabrio durch die Toskana, jeden Tag erst am Abend Hotel gesucht... für 50 Euro in alten Palazzi genächtigt etc....
Das geht alles.

cbra am 23 Dez 2021 12:34:50

cbra hat geschrieben:und was oben tlw vergessen wird - auch wenn der motor alt ist - erstens finden sich dafür überall werkstätten, zweitens kann man einen entsprechenden schutzbrief abschliessen und drittens seh ich verdammt viele neue autos auf den pannenstreifen /heimholtransportern.

rkopka hat geschrieben:Natürlich erwischt es auch neue. Aber die Wahrscheinlichkeit bei einem alten ist IMHO höher. Der Schutzbrief bringt mich auch nur zu einer Werkstatt, mehr nicht.

....


bekannter vergangenen sommer T6 an der Cote d'azur motorschaden (wegen irgendwas beim dieselfilter)
Öamtc hat auto auf transporter heimgefahren und entweder leihwagen oder rückflug bezahlt.

uns war bei den wenigen pannen die wir hatten die repratur vor ort immer recht, sind damit gut gefahren

cbra am 23 Dez 2021 12:39:54

goorooj hat geschrieben:Thema Kassettentoilette:
ich hab mal, nach meinem alten Alkoven, zur Abwechslung ein kleines Blechzelt aus einem Vivaro gebaut...
....
Vielleicht fangt ihr einfach mal mit sowas an.


genau so

betr toilette - wir haben auch keine kasettentoilette dabei und machen auch 14 tage urlaub ohne CP.

wie gooroj und andere richtig schreiben - strandbar, supermarkt etc. und für den fall des falles einfach plastiktüte (wir haben auch eine bivvy loo) mit - dann geht das in den gleichen mülleimer wir die hundesackerl die wir mehrmals täglich entsorgen. mülleimer findet man wesentlich leichter als entsorgungsstationen für chemoklo

frischwasser gibts je nach region fast überall - einfach die einschlägigen apps nutzen oder höflich fragen

cbra am 23 Dez 2021 12:45:04

goorooj hat geschrieben:Vielleicht fangt ihr einfach mal mit sowas an.


Craddoc hat geschrieben:.....Der Vollständigkeit halber hier nochmal die zwei Mobile die wir mal als "eventuell" abgespeichert hatten:

Der Riva: --> Link
Der Ducato: --> Link


der untere sieht doch gut aus, verstehe nicht warum der so billig ist. wäre jedenfalls in der nähe eures budgets und startbereit

einfach mal hinfahren und besichtigen

BadHunter am 23 Dez 2021 12:50:33

Craddoc hat geschrieben:
Der Riva: --> Link


Bei dem Händler klingeln bei mir direkt alle Alarmglocken!!

Habe mir dort auch schon Fahrzeuge angesehen, die ich im Netz gefunden hatte und interessant schienen...
Also, Fotos machen können die, da sind die unschlagbar!
Ich habe mir dort mehrere Fahrzeuge angesehen, alle waren lt. Beschreibung in einem super Zustand... Nachdem ich die Fahrzeuge betreten hatte brauchte ich nicht lange suchen, in wirklich jedem der Fahrzeuge fand ich nach kürzester Zeit deutliche und offen sichtbare Anzeichen von Wasserschäden, dafür brauchte ich nichtmal ein Messgerät, die Wasserränder an Wänden, Dachhimmeln oder um Fenster herum waren unübersehbar. Verkäufer darauf angesprochen (nach der Besichtigung ohne Personal) war das alles nicht wahr, die Fahrzeuge seien alle top, sowie trocken und dicht...
Ich sag es mal so: die Preise sind dort recht günstig, kaufen kann man aber nur, wenn man selbst Ahnung hat und die Dinger genaustens unter die Lupe nimmt. Und sich dann der Tatsache bewusst ist, dass man nach dem Kauf keinerlei Service oder Garantie zu erwarten hat, man muss dann handwerklich geschickt sein, um selbst Reparaturen durchführen zu können.
Auch, wenn Händler einer gewissen Gewährleistungspflicht unterliegen, so wissen die doch hinterher, wie sie Käufer mürbe machen, bis der Großteil der Käufer aufgibt und selbst Hand anlegt oder teure Reparaturen auf eigene Kosten machen lässt...

Alter Hans am 23 Dez 2021 13:47:09

cbra hat geschrieben:hatten:

Der Riva: --> Link
Der Ducato: --> Link

der untere sieht doch gut aus, verstehe nicht warum der so billig ist. wäre jedenfalls in der nähe eures budgets und startbereit

einfach mal hinfahren und besichtigen


Vielleicht versucht der Verkäufer das Fahrzeug mit seinem reellen Wert anzubieten und nicht aus lauter Gier einen überhöhten Fantasiepreis zu fordern?

Solche Menschen gibts vielleicht doch noch? Hätte dafür mein volles Verständnis.
Wenn mein alter, treuer T4 syncro mal zum Verkauf stehen sollte würde ich mich selber am reellen Wert orientieren (soweit ich ihn ermitteln kann).
Er würde dann aber so billig sein, dass er von der Mehrzahl hier sofort als Schrott eingestuft würde.
Soll ich ihn deshalb überteuert anbieten, auch wenn der Markt das momentan noch akzeptieren würde?
Eigentlich möchte ich das nicht.

PS: Verkauf steht hoffentlich noch länger nicht an.

HolgerB am 23 Dez 2021 14:09:53

Für 10.000€ bekommst du nur eine Bastelbude und ich würde sagen für 20.000€ auch.
Um zu erfahren ob es für euch was ist solltet ihr euch mal ein WoMo mieten!
Wenn ich heutzutage was kaufen müsste würde ich nix unter 40.000€ mir zulegen.
Ich fahre einen 230 Ducato 2.8 Jtdi auf dem Jahr 2001. Wieviel Stunden ich an ihm schon gebastelt haben kann ich dir nicht sagen.
Aber ich mache es gerne. Mit dem Ducato und seinen 170k an Km kann ich nicht merkern das ist ein super Motor.

Grüße aus Köln und frohe Weihnachten

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