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Vom Winter- zum Horrorurlaub 1, 2, 3, 4


jakeomat am 09 Jan 2009 00:52:34

Hallo an alle!

Eigentlich wollte ich Euch ja Anfang übernächster Woche mit einem Reisebericht mit schönen Bildern aus dem winterlichen Skandinavien die Kälte versüßen... Nur leider ist mir momentan nicht danach :( Wenn der ganze Ärger rum ist, hol ich's aber nach, versprochen :!:

Eins setz ich mal mit rein (noch aus "guten" Tagen, vom 26.12.08 )




Da das ganze Drama sowohl den Aufbau (wohnmobilforumhnik) als auch die Basis (Fahrzeug-Technik) umfaßt, hab ichs mal hier reingeschrieben, da die Fahrzeugtechnik mit Abstand das größere Problem ist.

Es begab sich also zu der Zeit, als jedermann sich auf Weihnachten vorbereitete, da drei muntere Gesellen (okay, eine -in) entschieden dem Trubel in den klaren Norden zu entfliehen. Los gings mit meinem nagelneuen Eura A600EB (gerade mal 1500km auf der Uhr, am 8.12.08 zugelassen). Bis zum 26.12. war alles okay, an diesem Tag versagte am Morgen auf einmal die Druckwasserpumpe den Dienst. :-o

Alles durchgecheckt, Sicherungen drin, wenn man am Panel die Pumpe einschaltet liegen an den Kontakten 12Volt an... Schade eigentlich. Aber kann ja mal vorkommen, Fabrikationsfehler oder so. Zu dem Zeitpunkt waren wir in Mittelnorwegen ungefähr auf Höhe Lillehammer (waren zuvor im Hemsedal 3 Tage Skifahren, herrlich!), Außentemperaturen tagsüber -5°, nachts -15°. Dank Alde innen zwischen 13 und 22 Grad (je nachdem wohin man den Thermostat kurbelt). Wir sind dann weiter Richtung Norden gefahren auf der Suche nach dem ultimativen Winter (und ein paar Polarlichtern). Leider machte uns die Wetterlage einen Strich durch die Rechnung, kurz hinter dem Saltfjell (wo der Polarkreis Norwegen durchquert) hatten wir Tauwetter bei +5° :eek: Und, oh Wunder, die Wasserpumpe ging wieder!

Zu dem Zeitpunkt wollten wir den Zusammenhang noch nicht herstellen, schließlich ist der Activa winterfest und verfügt über einen beheizten Zwischenboden (und die Heizung war immer an, wie gesagt, mindestens 13° im Aufbau). In Narvik hatten wir dann die Schnauze voll von dem Pisswetter (ja, immer noch 5° und Regen :!: ) und sind Richtung Kiruna über das Björnefjell gefahren und schon hatten uns Schnee und Kälte wieder. Die Freude hielt nur kurz, denn (ihr ahnt es) die Wasserpumpe ging am nächsten Morgen schon wieder nicht mehr :gruebel: Daraufhin hab ich den Außentemperaturfühler von meinem Funkthermometer in das Staufach neben die Wasserpumpe gelegt, und siehe da:

Außentemperatur: -15°
Aufbautemperartur: +19°
Temperatur im Staufach (im "beheizten" Doppelboden!): -3° :!: :<

Wenn man sich den Aufbau genau anschaut, sieht man auch warum: Im Stauraum ist kein einziger "Heizkörper". Die Dinger hängen alle oberhalb der Staufachklappen hinter der Sitzlehne der Sitzgruppe oder hinter dem Küchenschrank! Der untere Teil ragt zwar noch in den Zwischenboden, aber jeder Trottel mit ner 5 in Physik weiß, daß warme Luft nach oben steigt und durch die Konvektion kalte von unten nachströmt. D.h. durch die Belüftungsöffnungen zieht díe kalte Außenluft an den Wassertanks und der Pumpe vorbei, steigt bei den Heizkörpern nach oben (angesaugt durch die Konvektion) und strömt als warme Luft in den Aufbau. Das bisschen, das die Heizkörper unterhalb der Sitzbank im Doppelboden hängen reicht nur dafür, daß es im Doppelboden wärmer als draußen ist. D.h. bis zu gewissen Außentemperaturen (wohl so ca. -10°) friert da nix ein, ist es aber kälter, taut da auch nix mehr auf!

Die Wasserpumpe ist also wohl eingefroren und jetzt im Sack! Bin ja mal gespannt, was Eura dazu sagt... Aber dazu müßte das Wohnmobil erstmal in D sein, soweit hats aber leider nicht mehr gereicht!

Mit mittlerweile 6.500km auf der Uhr poppt am 3.01.09 auf einmal die Meldung im Display auf "Öldruck ungenügend, Motor stoppen" auf. :stop: Also stehengeblieben, Motor aus, 5 Minuten gewartet, Ölstand kurz unter Max :?: Leicht irritiert den Motor wieder angelassen, Meldung weg. Da denkt man dann halt, "Scheiß Elektronik" und fährt weiter. Problemlos. Am nächsten Tag gegen Abend das gleiche Spiel: Anzeige, stehengeblieben, Motor aus, gewartet, Öl noch da, Motor wieder an, Meldung weg :stupid: Hat wohl der Sensor nen Treffer... Übernachtet, nächsten Tag weitergefahren, kurz hinterm Ortsschild von Strömsund wieder die Meldung, diesmal begleitet von einem komischen Heulen :!:
Wieder stehengeblieben, Motor aus, Fiat Camper Service angerufen weil keinen Plan mehr, was da gespielt wird. Die schicken uns nen Pannenhelfer, der Zieht den Ölmeßstab raus, Öl weg :eek: :?: :motz:
Da kommt man sich dann schon vor, wie der letzte Depp... Also Öl geholt, aufgefüllt, Motor an, alles wieder klar. Mit dem Womo ain paar Meter vorgefahren, Öltropfen im Schnee :? (wohlgemerkt Tropfen, keine Lache!)

Sagt der Schwede zu mir "You have a problem", dem konnte ich nicht widersprechen... Da in Stömsund keine brauchbare Werkstatt war und der Motor ja lief hat er gesagt, wir sollen versuchen, bis Östersund zu kommen (100km), falls die Druckmangelanzeige vorher wieder angeht, müssen wir halt nochmal Hilfe holen. Aber anhand der paar Tropfen hätte man die Strecke locker schaffen können... dachten wir auch. Was soll ich sagen, nach 40km geht die Warnleuchte "Problem mit der Einspritzanlage" an, Motor läuft nur noch im Notprogramm. Laut Bordhandbuch kann man aber weiterfahren, wenn man hohe Drehzahlen vermeidet. Also sind wir mit 30-50km/h weitergekrochen (je nach Steigung), bis ich im Rückspiegel im Schein meiner Seitenbegrenzungsleuchten Qualm sehe, der trotz des gelben Lichts ziemlich blau aussieht :wolke:

Also wieder stehengeblieben, alles stinkt nach verbranntem Öl, unter das Auto geschaut... Alles mit Öl eingesaut, von vorne rechts bis hinten... Also wieder Fiat Camper Service angerufen, derselbe Schwede aus Strömsund kommt wieder und schleppt uns dahin zurück (auf Weisung von Fiat). Da haben wir dann erstmal übernachtet und der nächste Tag ist ein einziger Hotline-Horror!

Es ist mittlerweile Montag, der 5.01.09, zum Glück stehen wir neben einer Tankstelle mit Bistro und kleinem Supermarkt... Die Aufbaubatterien sind leer (nach der dritten Nacht ohne Steckdose kein Wunder), die Temperarturen in der Nacht waren unser Rekord: -29,7° :!:
In einem anderen Fred hatte doch jemand Probleme mit seiner Alde, wenn ich mich recht entsinne... Ich kann jedenfalls bestätigen: Auch bei knapp -30° Außentemperatur heizt die Alde den Aufbau locker auf über 20° auf.

Damit die Aufbaubatterien überhapt die Nacht überstehen, haben wir den Thermostat auf 1 gestellt und sind bei knapp 6° Aufbautemperatur aufgewacht. Glücklicherweise stehen in Schweden überall Steckdosen für deren Kühlwasserheizungen, so daß ich an der Tankstelle (an dieser Stelle meinen allerherzlichsten Dank an das überaus hilfsbereite Personal der OKQ8-Tankstelle in Strömsund, ihr wart unsere Rettung! Und das ist keine Übertreibung, wie ihr sehen werdet) umsonst :!: meine Aufbaubatterien laden konnte und die Alde das Mobil am totalen einfrieren hindern konnte (es waren auch tagsüber unter -20°, das nur nebenbei, dieselbe Kaltfront hat ja dann auch Deutschland das Frieren gelehrt).

Also, falls euch das auch mal blüht: Man ruft die tolle Fiat Camper Assistance Hotline an (natürlich die sackteure, italienische Auslandsnummer, da die 00800-Nummer in Schweden von einem deutschen Mobiltelefon aus nicht funktioniert), textet einen (immerhin deutsch sprechenden) Hotliner voll, der Ruft dann die European Assistance in Schweden an (in meinem Fall) und wenn man Glück hat, dann rufen die einen zurück... irgendwann... vielleicht... :wolke:

Das ganze lief so ab: früh um 8 die Hotline angerufen, Problem geschildert (das der Schwede aber vom Vorabend noch wissen mußte, sagte, er ruft am nächsten Morgen an... war wohl nix)... "Ja, sie werden von der European Assistance zurückgerufen".

4 Stunden passiert.... NIX

Wieder die Hotline angerufen, schon leicht gereizt... Kurz darauf ein Rückruf von der Hotline (nicht aus Schweden): "Die müssen eine Werkstatt finden, die offen hat, morgen ist in Schweden Feiertag, da hat fast keine offen. Wenn dann das Abschleppen organisiert ist, ruft sie der Kollege aus Schweden an".

Der Kaffee kam mir schon zu den Ohren wieder raus und das Sortiment des kleinen Supermarktes kannte ich auch schon auswendig :angry:

Dann, noch eine Stunde später, ein Anruf aus Schweden! Sie haben eine Werkstatt gefunden, die liegt aber 350km östlich :!: von Strömsund (nur so nebenbei bemerkt: am 9.01. müßte ich eigentlich die geliehenen Spikereifen in Oslo zurückgeben... Von der Ostküste Schwedens auf Höhe Strömsund sind das ja nur 870km quer duchs winterliche Skandinavien)

Wenn er einen Abschleppdienst organisiert hat, ruft er "umgehend" wieder an (das waren seine Worte: "short notice").

Dann, ihr ahnt es, passiert erstmal 2 Stunden... Bingo, NIX! :explodieren:

Mein nächstes Telefonat mit der Hotline wäre in den Staaten vor lauter *pieeep* nicht mehr zu verstehen gewesen! Ich war ja auch nur geringfügig ungehalten, weil weder klar war, wann einer die Karre abschleppt, noch, wann einer weiß, wie groß der Schaden und ergo die Wartezeit ist, noch, wo wir die Nacht verbringen werden! Und, wie wir noch feststellen sollten, wenn Fiat was zahlen soll, muß das auch Fiat genehmigen. D.h. ich rufe die Hotline an, die rufen die örtliche Assistance an, die wiederum müssen sich ihren Plan von Italien genehmigen lassen und erst DANN passiert was :!:

Immerhin hatten wir dann so gegen 6 zwei Hotelzimmer und es war klar, daß am Donnerstag (ja, HEUTE!) jemand den Haufen Spaghettischrott 350km in eine Werkstatt schleppt und dann vielleicht morgen einer weiß, was alles kaputt ist.

Es hat mich viel Überwindung gekostet, beim nächsten Telefonat (aus dem Hotel) die vielen f**** und sh**, die mir auf der Zunge lagen, wegzulassen... Ich hatte nämlich mittlerweile übers Internet herausgefunden, daß unsere einzige Chance, nach Hause zu kommen (ich bin selbständig und kanns mir nicht leisten, 2 Wochen auf eine Reparartur zu warten) darin bestand, am 7.1. mit dem Bus um 5:50 (früh) nach Östersund, dort mit dem Mietwagen nach Trelleborg (1200km), mit der Fähre nach Rostock (Abfahrt 23:00, d.h. 14 Stunden Zeit für die Strecke) und von da mit einem weiteren Mietwagen nach Hause (700km). Nur leider sagte man mir, daß man nur Zugtickets, EINEN Mietwagen oder ein Flugticket bezahlt... Bis maximal € 775! Na dann fahr mal mit dem Zug mit 3 Personen für € 775 knapp 2500km (das geht nämlich nur über Kopenhagen) oder find nen Linienflug (Stockholm - Nürnberg über Berlin wären € 300 gewesen... Pro Person!). :angry: :angry: :motz: :willnicht: :wall: :wolke: :motz:

Nachdem alle einsehen mußten, daß mein Weg der einzig sinnvolle ist, wurden sogar die Mietwagen und die Fähre reserviert (achja, die Fähre wird nicht bezahlt... DAS werden wir noch sehen :schlaumeier: )

So, jetzt hab ich mir den ersten Frust von der Leber geschrieben, herzlichen Dank an alle, die bis hierher durchgehalten haben :D

Das richtig dicke Ende kommt bestimmt noch, wenn der Schaden feststeht und Fiat versuchen wird, mir eine Mitschuld reinzudrücken... Sorry, aber nach dem bisherigen Verlauf ist da wohl mit zu rechnen. Ich werde auf jeden Fall meine Rechnung stellen (mit Spritkosten und vor allem der weitern Miete für die Spikereifen) und dann dürfen die Anwälte die Klinge kreuzen.

Ich kann nur jedem die Daumen drücken, der ein neuens Womo auf Fiat-Basis hat: Hofft drauf, daß innerhalb der "Mobilitätsgarantie" (was ein Hohn!) die Karre nie liegenbleibt! Danach ist dann der ADAC zuständig, die können sowas wenigstens :!:

an alle von einem frustrierten

Jake

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abo1 am 09 Jan 2009 01:09:40

hallo jake

kopf hoch das wird schon wieder!

einfach mal abwarten was rauskommt
zum aergern oder zum sektkorken knallen lassen ist spaeter auch noch zeit genug ....
;-)

lg
g

jakeomat am 09 Jan 2009 03:33:44

Hi Abo,

danke für die Anteilnahme, da hast du sicher recht.

Ich bin auch eigentlich ein geduldiger Mensch, und mache auch mein gerüttelt Maß an Fehlern... Aber die Tatsache, daß ein Hersteller einen so dreist im Regen stehen läßt, obwohl ihr mit Eigenlob überschüttetes Fahrzeug (du mußt dir mal das Serviceheft für Fiat Campingmobile durchlesen, da denkst du, du hast einen Rolls Royce gekauft) nichtmal 7000km ohne kapitalen Motorschaden überlebt, da platzt einem echt der Nerv. Vor allem muß ich ja irgendwann wieder da raufeiern, das Womo nach Oslo fahren, die Reifen tauschen lassen und wieder nach Hause. Da gehen im günstigsten Fall nochmal drei Tage drauf, das bezahlt mir ja auch keine Sau...

Von dem versauten Urlaub mal ganz zu schweigen...

Aber es ist halt wie's ist, ich atme nochmal tief durch, trink einen Aquavit und hau mich dann aufs Ohr ;)

Ich wünsch dir ne gute Nacht (und allen anderen natürlich auch)

Jake

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Lancelot am 09 Jan 2009 07:06:41

Hi Jake,

auch mein Mitgefühl, schöner Mist, ein versauter Urlaub, jede Menge Ärger und Scherereinen ...
scheint allerdings kein Einzelfall bei den neuen FIAT´s zu sein, Forumsmitglied "Lira" hatte da im Sommer (auch mit einem Neufahrzeug) eine sehr ähnliche Situation:

Wenn´s Dich interessiert, lies mal: --> Link

Jetzt schau erst mal, was die Werkstatt dazu rausfindet ... viel Glück :!:

Diesel-Junkie am 09 Jan 2009 08:37:23

Du hast ein Mitleid!!

FIAT= Fehler in alllen Teilen, oder the italian way of life.

fetzi am 09 Jan 2009 08:48:19

Oh Scheisse!!! :eek: :eek: Ich versuche mir gar nicht vorzustellen wie ich mich fühlen würde!!!! Ich bin mir aber sicher, dass wenn Du den Sachverhalt so wie in Deinem Bericht schilderst, wird es mit der Erstattung der Kosten keine Probleme geben. NIEMAND hätte an Deiner Stelle anders gehandelt. Ich würde versuchen, im Vorfeld mir den schriftlichen Bericht des Servicetechnikers zu besorgen. VIEL ERFOLG !!

aldi68 am 09 Jan 2009 09:12:45

Hallo Jake!

Du hast unser volles Mitgefühl.....unser neuer Fiat ist nicht mal 7000 km weit gekommen....nur 50 km. Und den Ärger mit der Fiat Hotline kennen wir auch...

--> Link

wir wünschen Dir viel Glück bei der Schadensabwicklung!! Sind doch ganz froh, dass wir bei unserem Eura "nur" eine Truma haben, werde die Wasserpumpe aber vorsichtshaber heute mal checken...

jonathan am 09 Jan 2009 09:52:22

So ein Sche....!
Drücke euch die Daumen, daß ihr gut wieder zu Hause ankommt-geniesst die Fährfahrt, die ist wirklich schön- und daß es noch ein halbwegs gutes Ende nimmt!
Gut zu wissen, daß hier Forumsteilnehmern ähnliche Vorfälle passiert sind-das stärkt m.E. in einem Rechtsstreit deine Position doch etwas.
Werner

suntraveller am 09 Jan 2009 10:09:24

Hallo Jakeomat,
wenn man deinen Bericht so liest, bekommt man Angst überhaupt mit seinem Fiat weiter wie 50 km von seinem Wohnort zu fahren.(Kostenlose Abschleppdistanz vom ADAC).
Für deinen Ärger mit dem Aufbau und deinen Fiat kann ich Dir nur mein Beileid versichern.Aber für deinen wirklich super geschriebenen Beitrag meine ehrliche Bewunderung.Ich musste mehr wie einmal schmunzeln.
Natürlich wünsche ich Dir, das Du von Fiat eine für Dich akzeptable Lösung
unterbreitet bekommst.

Lg suntraveller

Alpencamper am 09 Jan 2009 10:17:31

Guten Morgen,

das ist wirklich ärgerlich und ihr habt mein Mitgefühl. Wir haben beruflich mit Fiat und Ford Transportern zu tun. Ich kann aber nicht sagen, dass es bei dem einen Modell mehr Probleme wie mit dem anderen gibt.

Bei der Schadensabwicklung solltest Du nicht unbedingt erwähnen, das Du den Warnhinweis im Armaturenbrett mehrfach ignoriert hast.

Ich wünsche Euch auf jeden Fall eine gute Rückkehr und das Euer Auto bald wieder flott ist.

Gast am 09 Jan 2009 10:17:47

Es gibt sicher viele User in diesem Forum die zu ihrer völligen Zufriedenheit mit einem Ducato "herumkesseln". Und das durchaus weiter als 50 km von ihrem Heimatort. Interessant wäre es herauszufinden ab welchem Baujahr sich welche Fehler bei Fiat eingeschlichen haben. Mein Ducato ist von 2006 und ich habe Probleme mit der Elektrik (Tempomat geht nicht, Airbag schaltet ab ...)

LowCostDriver am 09 Jan 2009 10:18:13

Du verzeihst mir, aber ich habe deinen Bericht mit einem leichten Anflug von Erheiterung gelesen.
Natürlich tut es mir für euch leid, dass ihr da mitten in der Kälte liegen geblieben seid und ich hoffe natürlich für euch, dass sich alles zum besten wendet.

Aber ich glaube auch, dass ihr in einigen Jahren auf einen leicht gesagten Kommentar eines Freundes, Nachbarn oder Kollegen mit dem Wortlaut: „Mann, ist das ein kalter Winter heute“, nur müde lächeln und von einem wirklich kalten Winter berichten könnt!

Im Moment sieht zwar alles dunkel aus, na klar, aber in der Erinnerung bleiben solche Erlebnisse meist im Positiven haften.
Kopf hoch, das wird schon wieder, in ein paar Jahren, wenn es draußen wieder Winter wird und ihr es euch gemeinsam bei einem Glas Rotwein in der heimeligen Bude gemütlich macht, dann lacht ihr gemeinsam darüber! :wink:
Ich wünsche es euch jedenfalls und bitte halte uns auf dem laufenden.

jakeomat hat geschrieben:Wir sind dann weiter Richtung Norden gefahren auf der Suche nach dem ultimativen Winter (und ein paar Polarlichtern).


Ich glaube, das ist euch gelungen!


Björn

Alpencamper am 09 Jan 2009 10:19:30

Sorry Doppelt

Gast am 09 Jan 2009 10:35:01

Abgesehen von dem Ärger mit dem Fiat-Chassis:

Dieses Problem mit zu kalten Staukästen habe ich jetzt schon öfter immer dann gehört, wenn Alde-WW-Heizungen verbaut sind. Das liegt dann aber nicht an der Alde-Heizung an sich, sondern an der Intelligenz des Konstrukteurs und seiner Erfahrung sowie, falls das überhaupt mal gemacht werden sollte, an den Tests mit Versuchsfahrzeugen oder wenigsten einem Mustermodell in der Kältekammer.

Die wahre Qualität eines Wohnmobils erkennt man im Winter.

Oftmals werden die Zuleitungsrohre und natürlich erst recht die Konvektoren für die WW-Heizung sehr hoch im Doppelboden angebracht. Das dürfte vor allem dazu dienen, möglichst viel Wärme in den eigentlichen Wohnbereich zu bringen und die Konvektion besser steuern zu können. Der Konvektor muss wohl über der Fußbodenplatte liegen, weil sonst die Konvektion nicht richtig in Gang kommt. Gleichzeitig müssen die Schränke, Sitzbänke pp. unterlüftet sein, damit der Wärme-Kälte-Kreislauf in Gang kommt.

Sitzen alle Heizungselemente sehr hoch, wird es im Unterboden nicht wirklich warm. Das führt z.B. an den Aluwinkeln, die Frankia verwendet, gerne zu Schwitzwasser. Bei einem Carthago Chic Alkoven froren die Stauklappen von innen zu. Dieser Eura hier legt die Wasserpumpe lahm, usw..

Die Alde-WW-Heizung ist eine tolle Sache, aber offenbar für die Konstrukteure noch ziemliches Neuland und nur mit viel Sachverstand zu verbauen. Auch Eura ist ein Hersteller, der die Alde-WW-Heizung noch nicht so lange verbaut, ähnlich wie Frankia. Da fehlt womöglich die Erfahrung.

Bei Fahrzeugen ohne Doppelboden dürfte das Problem kaum auftreten. Ausserdem kann man das Problem vernachlässigen, wenn eine Zusatzluftheizung verbaut ist. Durch die Verwirbelung der Luft gelangt die warme Luft eher auch oder vor allem in den Unterboden, so dass dort nichts einfriert. Bei meinem Eura ist es im Unterboden dadurch sogar eher zu warm, so dass ich die Ausströmer dort schon reduziert und die Zuleitungsschläuche etwas anders verlegt habe.

Weiterer Nachteil der Alde-WW-Heizung ist, vor allem bei Fahrzeugen ohne Doppelboden, dass man leicht kalte Füße bekommt. Ich weiß, wovon ich rede, hatte nämlich in 1991 bereits einen Wohnwagen mit Primus-WW-heizung, einem ähnlichen Prinzip. Die warme Luft steigt nämlich an den Konvektoren, die an den Wänden sitzen, nach oben, kühlt sich an der Decke ab und sinkt wieder abgekühlt auf den Boden. Dort kühlt sie weiter ab, strömt an den Füßen vorbei, verschwindet unter den Sitzmöbeln, um sich wenig später wieder an den Konvektoren zu erwärmen. Der Kreislauf ist perfekt. Mit dem Ergebnis, dass genau dort, wo die Füße sind, die kälteste Luft vorhanden ist. Abhilfe bei Fahrzeugen ohen Doppelboden: Fußbodenheizung, wie z.B. beim schwedischen Kip-Wohnwagen und anderen sehr hochpreisigen Fahrzeugen. Nachteil: Noch mehr Kosten und Gewicht.

Resume: Alde-WW-Heizung ja, aber nur mit viel Sachverstand und Aufwand verbaut, sonst ist die Umluftheizung im Vorteil.

hast29 am 09 Jan 2009 10:44:15

Boh,

das tut mir echt leid für euch.

Aber hatte nicht Lira im Sommer auch so ein Glück mit ihrem Fiat???

Die Geschichte ähnelt sich.

Gast am 09 Jan 2009 10:46:46

Auha...:D Ich bewundere Deine Ruhe bei der Aktion :D Tiefer griff ins Klo, würd ich sagen. :?

Mit dem ADAC geb ich Dir Recht. Die können das wenigstens.


So einen Urlaub braucht ja keiner. :ooo:

Bogner am 09 Jan 2009 11:12:39

Auch wir finden es schade, dass ein wohlverdienter Urlaub so endet und das WoMo noch nicht wieder im Heimathafen eingetroffen ist. Wir drücken euch die Daumen, dass die Angelegenheit schnell und problemlos erledigt wird.
Berichte bitte doch mal über den weiteren Verlauf.

Gast am 09 Jan 2009 11:33:20

mein mitgefühl hast du auch und
wenn ich deinen bericht lese, denke ich an isa,
die auch grosse probleme mit ihrem neuen fiatmotor hatte.

lele

GeoHeiner am 09 Jan 2009 12:03:57

Oh manoman, da hätte ich auch Mühe meine Gemütslage im Zaum zu halten.
Aber haltet die Ohren steif, das wird schon wieder.

Teilt FIAT freundlich mit, dass Ihr hier im Wohnmobilforum über Qualität des Fahrzeugs und Qualtität des FIAT-Services berichtet und ca. 25000 potenzielle FIAT-Kunden mitlesen.
Wie gesagt freundlich, nicht als Drohgebärde. Das wirkt sicher, hoffe ich jedenfalls.

macagi am 09 Jan 2009 12:55:26

Hallo Jake,

mein Beileid!

Meine Frau hat gleich ihre Versicherungsvertreter angerufen um sicherzustellen dass die Rechtsschutzv. wirklich auch für's Womo gilt.....

Noch ne Frage: Probleme mit dem Einfrieren des Ab- oder Frischwassers bzw des Ablasshahns hattet ihr nicht?

mfG
Manfred

wilma57 am 09 Jan 2009 13:08:59

Junge, Junge...
das macht mir ja richtig Angst! Mein künftiges WOMO ist doch auch ein Fiat :!: :!:
Ich war bisher immer der Meinung, die sind ok :?
Aber da meiner nicht neu ist, hat der hoffentlich die "Problemkilometer" schon hinter sich :roll: .
Ich glaube, so etwas würde mir gründlich die Lust am WOMO-Fahren verderben : :wall:
Jake, ich wünsche dir, dass alles ein gutes Ende nimmt!

Mit mitleidenden n
WILMA57

Amaliana am 09 Jan 2009 13:50:56

Hi Jake,

was für eine Schei...
Hab ich schon gewundert als heute Mittag Marc´s Bus weg war "Sind die schon wieder da oder was?"

Meld Dich mal!

LG
Andrea

jakeomat am 09 Jan 2009 14:38:30

Hi @ all,

vielen Dank für die viele Anteilnahme! Und die Geschichte von Lira weißt tatsächlich erstaunliche Parallelen auf... Übrigens: wenn ich meinen Duc angelassen habe, hats auch immer einen Schlag getan, das soll laut Fiat an der Motoraufhängung liegen... Eine Lösung gibts wohl bis jetzt noch nicht. :?

Das der Bericht auch zum Schmunzeln angeregt hat, freut mich, das war der Zweck der Übung :) Nur rumnörgeln und weinen bringt einen ja auch nicht weiter

@ Alpenfan

Da ja sicher im Fehlerspeicher steht, daß die Lampe an war, kann ich das kaum verbergen. Auf jeden Fall habe ich noch zwei Zeugen, die bestätigen können, daß bei den ersten beiden Malen noch genug Öl drin war und daß nach erneutem Anlassen des Motors die Fehlermeldung nicht mehr kam. Was soll man dann auch machen, wenn ich dann trotzdem einen Service anruf, dann zieht der auch nur den Meßstab raus, sieht, daß genug Öl drin ist, läßt den Motor an und sagt "Kommt doch keine Fehlermeldung, wo ist das Problem?" und hält mich für komplett bescheuert... Sollte der fehlende Öldruck nicht am Ölstand sondern z.B. an der Ölpumpe oder einem Leck im Ölkreislauf liegen, müßte die Warnlampe nach Wiederanlassen ja auch wieder angehen. Und selbst nachdem wir dann Öl nachgefüllt hatten (weils dann doch auf einmal weg war) kam die Warnleuchte nicht mehr. Prinzipiell sollten die Spaghettis die Finger von Elektronik lassen, das kriegen die einfach nicht gebacken (frag mal Fahrer von neuen Ducatis und Moto Guzzis, was sie von ihrer Elektronik halten...uiuiui, schnell Kopf einziehen :D )

@ rantanplan
Das sehe ich auch so. Allerdings müßte es doch reichen, wenn man einen Konvektor vorne bei den Wassertanks und der Pumpe komplett in den Zwischenboden einbaut. Das dürfte aus meiner Sicht die Luftumwälzung zu den anderen Konvektoren nicht sonderlich stören, da diese ganz hinten sowie auf der anderen Seite sind :nixweiss:

@ macagi
Doch, zum Schluß waren auch die Kugelhähne für den Frisch- und Grauwasserablaß eingefroren. In die Tanks hab ich nicht geschaut, würd mich aber nicht wundern, wenn die auch eingefroren sind

Ich werde auf jeden Fall weiterberichten, wenn ich was Neues weiß... Ich hoff mal, daß im Moment irgendwelche Mechaniker sich an dem Ding zu schaffen machen und ich vielleicht heute abend schonmal erfahren kann, was alles kaputt ist und wie lange die Reparatur dauern wird.

Viele an diesem (immerhin versöhnlich sonnigen) Wintertag

Jake

macagi am 09 Jan 2009 15:36:43

jakeomat hat geschrieben:@ macagi
Doch, zum Schluß waren auch die Kugelhähne für den Frisch- und Grauwasserablaß eingefroren. In die Tanks hab ich nicht geschaut, würd mich aber nicht wundern, wenn die auch eingefroren sind



Vielen Dank,
das ist wertvolle Information.

Wir waren nämlich kürzlich in Sprendlingen und habe auch dieses Modell wegen der Hecksitzgruppe in die engere Wahl einbezogen - dann aber wieder rausgeworfen, weil nur 2 Sitzplätze. Der Grosse (820 HS) gefiel uns dann besser, könnte aber wohl durchaus dieselben Probleme haben wenn's richtig kalt wird......


mfG
Manfred

Gast am 09 Jan 2009 15:39:33

erstmal Beileid für den verpfuschten Urlaub, hast das aber gut hinbekommen mit dem Schmunzeln :D

Unser letzter Leihmobil, auch ein recht neuer Duc, sprang nach einer kühlen Nacht (+5°) auch super müde an und lief dann erstmal 3-5 Minunten unter heftigem Rußen wie ein Sack Nüsse, danach dann aber wieder sauber. Keine Ahnung was es war, hab es dem Vermieter mitgeteilt.

Das mit der Elektrik ist leider kein italiensches Problem, sondern ein Globales, mitlerweile scheint die Komplexität der Systeme nicht mehr beherrschbar zu sein. Nicht umsonst wurde aus dem Beruf des KFZ Mechanikers der des Mechatronikers.

Matthias

Gast am 09 Jan 2009 16:09:43

@jakeomat

Hallo Jake,
Du / Ihr habt mein volles Mitgefühl. Ich wäre wahrscheinlich mit einem halben Herzinfarkt in einer Klinik gelandet.

Nun ich mußte nicht schmunzeln, sondern habe ne Gänsehaut nachdem lesen Deines Berichtes
und nun gleich gehe ich raus und streichle mein 10 Jahre altes Mobilchen...
ihr wißt was ich meine.

ehrlich, das mit Lira, nun das mit Eurem Womo, da bekomme ich absolut kein Verlangen mir ein neues zuzulegen !

ich wünsche Euch viel Glück bei der bestmöglichen Durchsetzung und Klärung Eures Ärgers.

LG Marry

jakeomat am 09 Jan 2009 16:13:20

macagi hat geschrieben:
Wir waren nämlich kürzlich in Sprendlingen und habe auch dieses Modell wegen der Hecksitzgruppe in die engere Wahl einbezogen - dann aber wieder rausgeworfen, weil nur 2 Sitzplätze. Der Grosse (820 HS) gefiel uns dann besser, könnte aber wohl durchaus dieselben Probleme haben wenn's richtig kalt wird......

mfG
Manfred


Hi Manfred,

Eura hat für den 600EB Ausnahmegenehmigungen vom KBA, man bekommt 4 Sitzplätze eingetragen, die 2 zusätzlichen Fahrgäste müssen halt auf einer Längsbank sitzen (ich ziehe da die hinter der Naßzelle vor). Ich hab mit den Zulassungspapieren eine Liste an Fahrgestellnummern bekommen, für die diese Ausnahmegenehmigung noch gilt (Voraussetzung: Erstzulassung noch vor dem 19.4.09)
Wenn du willst, schicke ich sie dir per PM zu. Und wenn du Eura schon von vorneherein auf das Problem hinweist, dann sollten die ja wohl was machen können (wie geschrieben, ich denk ein zusätzlicher Konvektor im Zwischenboden sollte reichen).

Mal abgesehen von dem Ärger mit der Basis und der Kälte im Zwischenboden bin ich eigentlich sehr zufrieden mit dem Mobil. Vor allem durch den sehr kurzen Überhang hinten ist das Womo sehr gut zu fahren, paßt mit seinen 6,32m noch ganz gut in normale Parkplätze und das Fahrwerk ist exzellent! Ich hab mir in Norwegen ab der Fähre Skaerberget mit einem Norweger (im PKW!) ein Rennen geliefert (die Straße ist ziemlich kurvig und geht bergauf und bergab), weil er sich nach der Fähre noch schnell vor mich gedrängelt hat... Nach 30km hatte er die Schnauze voll und hat mich vorbeigelassen :D

Viele

Jake

homa am 09 Jan 2009 16:15:43

Hallo zusammen. Unser Mitgefühl ist den "Pech-Skandinaviern" jedenfalls sicher. Ich hoffe, dass ich so etwas nicht erleben muss.
Zur "Fiat-Schimpfe" möchte noch folgendes anmerken: Ich meine man sollte dies nicht verallgemeinern, bei jedem technischen Produkt kann es zu einem Totalausfall kommen, auch wenn es quasi werksneu ist. Ich komme selbst aus einem Entwicklungsbereich (nicht Automobilbau) und habe mir zuweilen die Haare gerauft. Erinnert Euch daran, dass es noch nicht so lange her ist, dass wir öfter mal an einem "Stern" mit offener Motorhaube auf den Seitenstreifen der Autobahn vorbeigefahren sind. Für den, den es trifft, ist immer eine grosse Sch.....!!

Gator am 09 Jan 2009 16:54:19

Hallo Jake,
auch wenn es für Euch tatsächlich - eine für uns nachvollziehbare – Katastrophe ist, glaube ich schon, dass es sich um einen kräftigen Fiat-Ausrutscher handelt, der hoffentlich rasch zu Eurer vollsten Zufriedenheit korrigiert wird.
Eure negativen Erfahrungen mit großen Minustemperaturen im Winter, haben mich noch mehr davon überzeugt, nur dann auf Tour zu fahren, wenn es nicht friert. Uns reichte Silvester schon eine zugefrorene Abwasserleitung…
Also, alles Gute für einen glimpflichen Ausgang.

Uwe

macagi am 09 Jan 2009 17:32:46

jakeomat hat geschrieben:Wenn du willst, schicke ich sie dir per PM zu. Und wenn du Eura schon von vorneherein auf das Problem hinweist, dann sollten die ja wohl was machen können (wie geschrieben, ich denk ein zusätzlicher Konvektor im Zwischenboden sollte reichen).




Vielen Dank Jake, aber das wird nicht notwendig sein....meine Frau will inzwischen nur noch den 820HS.......höchstens ein Carthago 41 R käme auch noch in Frage (Grundriss nahezu identisch mit dem 600EB). Leider wird der nicht mehr gebaut....

Ansonsten muss ich das mit dem extra Konvektor im Gedächtnis behalten, falls wir uns tatsächlich auf einen 820HS festlegen.

Wir werden die Wintertauglichkeit glaube ich erstmal in der Nähe testen, so in Davos, im Engadin oder Goms, wo es auch jeden Winter sehr kalt wird.

Noch viel Glück für den weiteren Verlauf deinen Falls.


mfG
Manfred

svenhedin1 am 09 Jan 2009 17:55:45

Hi,

ja auch ich bedauere, dass es Euch bei Eurem Urlaub so erwischt hat mit dem neuen Fiat (der andere Rest ging ja noch)

Nur, wenn man mal mehr solcher Gruselogeschichten lesen will, muss man nur mal im VW-T5- oder Sprinterforum nachlesen. Da bleibt einem aber erst recht die Uhr stehen. Was nichts abmildern soll, aber immerhin!

Ich hatte Lira seinerzeit auch ein paar aufrichtende Worte vom wohnmobilforum her geschrieben im dortigen tread wg. dem Startrums (über 12.000 Zugriffe), weil mir ihr Mißgeschick dann auch noch mit dieser Werkstatt, die nicht in die Gänge kam, leid tat. und nun habe ich hier einmal die ganze Geschichte gelesen und wie sie ausging.

Sie hat letztendlich ja einen ganz neuen Motor bekommen. Und das brachte mit sich, dass wir leider bist heute nicht die eigentliche Ursache bzw genau wissen, was den zunächst ohne die Folgeschäden kaputt war am Motor.

Denn auch bei ihr begann, bevor das ptsching-Geräusch kam und wohl aufgrund irgendwelcher Blockaden ?? der Zahnriemn riss, wie sie meinte, der Defekt mit einem aufleuchten der Motoröl-Kontrolllampe. Und dies hat direkte Parallele zu dem Fall hier von Jakeomat.

Als ebenfalls Eigner eines neuen Duc 2,3 l ist man natürlich an der Ursache des Erstdefektes interessiert. Warum verschwand plötzlich das Öl, wo ist es hin oder andersherum: Wie hätte mans verhindern, was wäre hier das beste gewesen, woran hätte manb mehr erkennen können ? Fragen über Fragen. Na, ich denke, wir werden ja noch mehr hören zu dieser Frage aller Fragen.

Jedenfalls wünsche ich Dir, Jakeomat, einen guten weiteren Verlauf und am Rade, so wir Du/Ihr das alles, der Rückweg und so von unterwegs unter diesen Bedingugen gemeistert habt: Meinen Respekt. Das muss man erst mal bringen.

Nur, welchen Motor hast Du denn drin, den 2,3 oder den 3,0 l. Danke für die Rückinfo und

Gast am 09 Jan 2009 18:06:28

Hallo Jake!
Hab mit Erschütterung Deinen Bericht gelesen und hoffe, das alles zu einem guten Ende kommt.

Dabei darf ich aber nicht dran denken, das das gute Stück jetzt bei heftigen Minusgraden mit vollen Wassertanks, Boiler usw. ungeheizt in der Ferne steht :roll:

Viel Erfolg bei der Durchsetzung Deiner berechtigten Ansprüche !

Gast am 09 Jan 2009 18:47:28

Hallo Jake

sowas darf beim Neuen Mobil nicht vorkommen :!: :!: :!: zuviele Zufälle auf einmal ....
Ich hoffe die bekommen ordentlich von deinem Anwalt eins übergebraten und natürlich auch eine Entschädigung für Dich ..... :!:
Da wird einem ja Angst und Bange wenn man das liest und es scheint kein Einzelfall zu sein . Man(n) freut sich dann wieder auf sein 20 Jahre alten Schinken .....denn der läuft ...und läuft ... naja usw...........

jedenfalls hast Du mein volles Mitgefühl ...


Carsten

jakeomat am 09 Jan 2009 18:47:55

Danke nochmal an die vielen Mitfühlenden hier im Forum :dankeschoen:

Wenn ich das gute Stück erstmal wiederhabe und dann (hoffentlich) nichts mehr kaputtgeht, wird sich mein Groll über die Marke auch wieder etwas legen...

Wobei das gar nicht mal mit dem Schaden an sich zu tun hat (es kann immer mal was schief gehen) sondern eher mit dem "Service". Eigentlich müßte doch ein Hersteller vor Scham im Boden versinken und schauen, daß er das Problem möglichst schnell und geräuschlos aus der Welt schafft und den Betroffenen weiteren Ärger erspart. Dazu gehört nach meiner Ansicht aber nicht, daß man erstmal 10 Stunden irgendwo rumsitzt und 20x nachfragen muß, bis endlich was passiert. Wenn da nicht grade eine Tankstelle mit Bistrobereich gewesen wäre, hätten wir nur die Wahl gehabt, im Warmen zu stehen oder im kalten Womo zu sitzen. Das hat aber nicht wirklich jemanden interessiert.

Und hätte ich nicht meinen Laptop dabeigehabt und mich selber darum gekümmert, wie wir heimkommen, würden wir immer noch in Strömsund sitzen oder vollkommen hirnrissig 20-30 Stunden lang mit irgendwelchen Zügen durch Skandinavien poltern (und einen guten Teil der Ticketkosten auch noch selber blechen). Und da geht mir halt wirklich die Hutschnur hoch. Aber in Zeiten von Profitmaximierung ist für CRM halt kein Platz mehr :roll:

@ svenhedin

Ich hab den 2,3l Motor drin, hätte aber lieber den 3l Motor gehabt, der hat ne Steuerkette statt dem Zahnriemen... Aber wenn man ein Ausstellungsstück kauft, hat man halt keine Wahl. Wie gesagt, prinzipiell bin ich mit dem Fahrzeug und auch der Motorleistung zufrieden. Ich denk mal, daß ich mit der Zuladung und den Frischwasservorräten dicht an den 4,2t dran war, trotzdem kann man die in N und S meistens erlaubten 90 km/h locker im 5. Gang fahren, nur bei stärkeren Steigungen muß man mal runterschalten.

@ Manfred

Kann deine Frau schon verstehen, ist ja ein ganz schönes Schiff, der 820 ;) Für mich wäre der auch die einzige Alternative zum 600 gewesen, ich werd mit Dinetten einfach nicht warm... Allerdings ist mir der für den Alltagsgebrauch mit seinen 8,6m Länge einfach zu unhandlich.

Die Wintertauglichkeit in der Nähe testen ist sicher eine gute Idee, wie geschrieben, ab ca. -15° Außentemperatur (über Nacht reichte) war Schluß mit der Wapu :( Da wird dann jedes Geschirrspülen zum Abenteuer (Wasserkanister in der Dusche, Heißwasser auf dem Herd machen etc.)

@ kmertie

Ich denk da auch lieber nicht dran, ich habe aber vorher noch das Wasser aus dem Boiler abgelassen und das Ventil offengelassen, wenn mir der platzt ersetzt mir den Schaden bestimmt keiner... Den Wassertanks müßte es ja wurscht sein, da ist ja genug Platz zum Ausdehnen, aber die Wasserleitungen und Armaturen machen mir schon Sorgen :(

Euch allen wünsche ich ein sonniges Wochenende :flower:



Jake

Anne42 am 09 Jan 2009 19:06:52

Hallo Jake, ich finde den Service einfach unglaublich schlecht. Bist du denn nicht im ADAC Plus, konntest du den nicht einschalten?

svenhedin1 am 09 Jan 2009 19:11:07

sorry, Dopplung

jakeomat am 09 Jan 2009 19:49:28

Anne42 hat geschrieben:Hallo Jake, ich finde den Service einfach unglaublich schlecht. Bist du denn nicht im ADAC Plus, konntest du den nicht einschalten?


Hi Anne.

Na klar, da hab ich ja auch als erstes angerufen. Nur, solange man ein Neufahrzeug mit Werks- und Mobilitätsgarantie hat, vermitteln die dich an den Hersteller. Ist ja verständlich, warum soll der ADAC was bezahlen, wofür noch der Hersteller zuständig ist? Ich hätte mir auch lieber vom ADAC helfen lassen, nur leider kann man sich das nicht aussuchen :(



Jake

Gast am 09 Jan 2009 19:52:09

Anne42 hat geschrieben:Hallo Jake, ich finde den Service einfach unglaublich schlecht. Bist du denn nicht im ADAC Plus, konntest du den nicht einschalten?


@Anne42
da dachte ich natürlich auch sofort daran, aber irgendwie schrieb Jake, etwas von Mobilitätsgarantie ??? da kenne ich mich nicht aus mit meinem alten Womo, vielleicht erklärt uns das Jake noch mal kurz ?

Gast am 09 Jan 2009 19:53:01

schon beantwortet, alles klar :!: :wink:

Bergbewohner1 am 09 Jan 2009 20:01:34

So was ist Horror und er Service auch.
Aber Leute, ihr fahrt mit einem fast nagelneuem WoMo, noch nicht mal eingefahren, in Regionen wo die Menschen in Canada ihre Autos nicht mehr ausschalten oder diese am Netz hängen zum Motorwärmen.
Was habt ihr von einem Motor erwartet aus dem Süden der EU.
Tut mir echt leid, für diesen vorkorksten Trip, aber nach euren Schilderungen ist der Motor tot und des könnte teuer für euch werden.
Bin ja mal gespannt, was er hatte und was Fiat meint.

jakeomat am 09 Jan 2009 20:15:18

Wenn ich jetzt im Februar da oben gewesen wäre, wo gerne auch mal unter -30° gemessen werden, würde ich dir zustimmen... Dann hätte ich aber auch den Kühlerfrostschutz angepaßt bzw. mir so eine Motorvorwärmung in S gekauft (ist eh nur eine Art Tauchsieder im Kühlkreislauf). Aber auch in Italien gibt es Regionen, in denen es im Winter kälter als -10° wird, und wenn der Kühlerfrostschutz bis -25° geeignet ist, dann muß die Karre das auch aushalten.

Im übrigen ist mir ja nicht der Kühler geplatzt oder der Motor nicht angesprungen (im Gegenteil, ich war angenehm überrascht, wie problemlos der Motor auch bei -20° noch angesprungen ist: Vorglühen bis die Leuchte ausgeht, Zündschlüssel rum, zwei Kurbelwellenumdrehungen mit dem Anlasser und der Motor läuft... ohne groß zu Rußen oder zu Stottern oder sonstwelche Faxen zu machen)

In der Nacht, wo wir unter -25° hatten, hab ich auch einfach den Motor laufen lassen, war kein Problem...

In jedem Fall wirds wohl teuer für Fiat, ich habe zumindest in der Bedienungsanleitung nichts entdeckt, das mir verbietet, im Winter nach Skandinavien zu fahren (im übrigen sind auch in vielen Alpentälern -20° nachts keine Seltenheit). Und von einem Ölverlust, der durch Kälte ausgelöst wird (was soll das sein, eine erschrockene Ölwanne?) hab ich noch nie was gehört :wink:

Gespannt bin ich aber auch...



Jake

Bergbewohner1 am 09 Jan 2009 20:22:31

Es was doch nicht böse gemeint, aber ein noch nicht eigefahrener Motor geht noch besonders schwer und die Kolben/Büchsen/Lager müssen erst noch einlaufen. Wenn es zu kalt ist beim Start, dann hast du extrem hohen Abrieb und es kann zu Schäden kommen, aber wenn der Bordcumputer kein Öl anzeigt und weitergefahren wird, will damit sagen, ikommt auf Fiat an wie da emtscheiden, so hatte ich das gemeint.

Poldi am 09 Jan 2009 20:30:31

Hallo Jake,
schade, dass eine so unterhaltsam und spannend geschriebene Story auf einer Tatsache beruht, wir hätten sonst herzlich darüber lachen können.
Das Forum hat zwar schon eine sehr große Leserschaft, aber Du solltest diese Geschichte in einer Wohnmobilzeitschrift veröffentlichen, damit noch mehr Camper gewarnt sind. Zugegeben - Du bist bei der Wahl der Gegend und des Wetters hart ans Limit gegangen, aber solche Erfahrungen mit dem Service sind wie schon erwähnt auch im Sommer in südlichen Gefilden von Lira beschrieben worden.

Jedenfalls wünschen wir Dir viel Glück!

jakeomat am 09 Jan 2009 20:36:50

Ich hab dich schon richtig verstanden und hab das auch nicht böse genommen. Nur sind mittlerweile im Motorenbau die Fertigungstoleranzen so gering, dass die klassische "Einfahrphase" (mit speziellem Öl, das Metallspäne sicher aus dem Ölkreislauf führt und in der Ölwanne bindet) nicht mehr existiert. Es gibt ja auch den 1000km-Kundendienst nicht mehr (war vor dem Urlaub ja auch eine Frage von mir hier im Forum).

Wenn ich trotz Öldruckwarnlampe einfach weitergefahren wäre, hättest du recht, wenn aber nach Abstellen des Motors und Überprüfen des Ölstands beim Neustart die Meldung nicht mehr kommt (auch nicht bei der weiteren Fahrt), dann sehe ich bei mir keine Schuld.

Oder würdest du in der Situation darauf bestehen, daß einer die Karre in eine Werkstatt schleppt und den ganzen Motor überprüft? DIE Kosten müsstest du garantiert selber bezahlen, wenn sich kein Fehler feststellen läßt.

Und mal ehrlich, wer hat in einem der modernen Autos nicht schonmal eine Falschmeldung vom Bordcomputer erhalten, die nach Motorabstellen und Neustarten nicht weggewesen wäre, und niemals wiederkam? Das ist doch mittlerweile Alltag :? Die Sensoren sind ja alle so eingestellt, daß sie lieber einmal zuviel einen Fehler melden als keine Meldung abzugeben und daraus ein Schaden entsteht.

Viele

Jake

Gast am 09 Jan 2009 20:37:22

jakeomat hat geschrieben:Ich hab mir in Norwegen ab der Fähre Skaerberget mit einem Norweger (im PKW!) ein Rennen geliefert (die Straße ist ziemlich kurvig und geht bergauf und bergab), weil er sich nach der Fähre noch schnell vor mich gedrängelt hat... Nach 30km hatte er die Schnauze voll und hat mich vorbeigelassen :D

Neuer Motor, nach Fährüberfahrt schön kalt und dann gleich ein Rennen, schön hochturig wenns geht auch noch :?
Früher hätte man gesagt mit Gewalt verheizt. :?

Ich weiß natürlich nicht was die Hersteller heutzutage für die Einfahrzeit raten, ich lese sowas nicht, würde das einem neuen Motor aber eh nicht antun. ;)

Waldtroll hat geschrieben:
Bin ja mal gespannt, was er hatte und was Fiat meint.


Vor allem wenn die hier den Thread lesen.
Am Öl hat es ja wohl nicht gelegen, war ja keins mehr drin.

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