brainless am 10 Feb 2017 18:42:16 Discooooo hat geschrieben:Was mir bei allem Gemecker über die Aufbauhersteller immer wieder auffällt ist, dass zwar geschimpft wird wie schlecht Knaus oder Hymer oder Eura sind, dann aber konkret über den Ausfall von Kühlschränken, Wasserpumpen, Klimaanlagen oder Dachhauben geflucht wird - also Bauteilen, die kein Aufbauhersteller verbrochen hat. Das ist ungefähr so, als würde bei einem BMW drei Mal der Scheinwerfer den Geist aufgeben und man würde sich über die unfähigen Menschen bei BMW beschweren, anstelle sich über die lausige Qualität von Hella aufzuregen (nur ein Beispiel - ich will hier weder BMW noch Hella schlecht machen ;))
Was Robin Hood für Witwen und Waisen ist, bist Du für die Wohnmobilhersteller. :lol: Mir, als Kunde, ist es doch völlig schnurzpiepe, ob das defekte Teil vom Mobilhersteller persönlich bei Vollmond geschnitzt wurde oder ob es der böse Vorlieferer XY an den Mobilhersteller geliefert hat. Die Verantwortung für seine malade Kiste hat der Hersteller - und zwar für alle Teile. Natürlich würde ich bei dem von dir beschriebenen BMW den Hersteller des Autos verantwortlich machen, egal ob es um den Scheinwerfer von Hella, den Auspuff von Ernst oder die Lichtmaschine von Bosch geht: Ich habe einen BMW gekauft - keinen Hella oder Ernst oder Bosch. Soll BMW sich doch verläßliche Vorlieferanten besorgen. Defekte rechne ich dem Mobilhersteller zu. Ich unterscheide auch nicht in zwei Klassen von defekten Teilen - egal, wer sie originär produzierte, Volker ;-)
ringo am 10 Feb 2017 20:49:52 Komme auch aus der Industrie Montage KFZ bin in der Nacharbeit Qualitätssicherung da ist eigendlich alles so abgesichert und überwacht das nicht viel passieren kann.War schon bei Hymer Carthago Werksbesichtigung da liegt schon noch viel am Arbeiter Tagesform Einstellung zur Arbeit seine Ausbildung usw. Hatte auch schon 3 neue Knaus hatten zum Teil Fehler wo nicht passieren dürfen . Habe jetzt einen Carthago auch neu gekauft wie sagt man so schön kochen alle nur mit Wasser.
Discooooo am 11 Feb 2017 01:19:56 brainless hat geschrieben:
Was Robin Hood für Witwen und Waisen ist, bist Du für die Wohnmobilhersteller. :lol:
Ich gestehe dir deine Meinung natürlich absolut zu - aber scheinbar bin ich in der Lage Dinge differenzierter zu betrachten als du. Es gibt überall im Leben nicht nur schwarz und weiß - wenn man sich das bewusst macht dann lebt man oft entspannter. Und genau das trifft eben auch auf Hersteller von Fahrzeugen aller Art zu. Wenn irgendwo am Aufbau Schrauben nicht korrekt angezogen sind oder sogar Undichtigkeiten auftreten ist das nicht akzeptabel - aber für Fehler in Bauteilen Dritter kann man eben nicht pauschal den Hersteller des Gesamtprodukts verantwortlich machen ohne zu hinterfragen ob er den Fehler überhaupt hätte erkennen können oder müssen. Bleiben wir beim defekten Scheinwerfer aus meinem Biespiel - natürlich wird BMW das Teil so oft wie nötig tauschen - aber als das Fahrzeug vom Band lief gab es keine wirtschaftlich sinnvolle Möglichkeit den Fehler zu entdecken. So ist es eben auch bei Einbauten im Wohnmobil. Das bspw der Kühlschrank spinnt fällt erst nach 3 Monaten der Nutzung auf weil eine Lötstelle kalt war - wie hätte Knaus, Hymer oder Eura das beim Einbau merken sollen? Meine Argumentation hat nichts mit Robin Hood zu tun - ich betrachte das alles nur etwas realistischer und akzeptiere das Mängel passieren können Ich akzeptiere jedoch nicht, wenn der Hersteller sich dann weigert diese zur Zufriedenheit des Kunden zu beheben! Aber wie gesagt - gerade bei so einem Thema muss wohl jeder mit sich selbst ausmachen wegen was er welchen Aufriss macht und sich wie Aufregt
Beduin am 11 Feb 2017 09:42:05 Immer wenn ich solche Stränge lese................. es hängt auch oft an den Chef´s. Habe einige Jahre bei einem Händler geschafft, mit Herzblut und Engagement dabei. Der Alte Chef wusste das ich eigentlich unbezahlbar bin :mrgreen: weil ich eine Ahnung habe. Von dem konnte ich alles haben. Mein Job nannte sich "Reinigung" aber bei jedem Neuzugang fand ich was und bei jedem Neuwagen der raus ging auch. Kommt vor, waren Kleinigkeiten, aber sie wurden von mir gefunden und nicht vom Kunden. Klar kamen die auch mal wieder auf den Hof weil ich ja nicht alles Kontrollieren konnte, keine Endkontrolle machte. War aber eine gute Zeit.
Der neue Chef, tja, wir konnten nicht miteinander :? der meinte eine Kraft wie mich findet er überall, wollte mir dann was erzählen, wollte noch mehr einsparen ect pp. Kennt man ja. Aber wie geschrieben, so komplex, das kann nicht jede/r. Ich war die letzten Jahre auch immer mit auf der CMT und dieses Jahr gibt es keinen Platz. Bin schon bisschen Schadenfreudig. Die letzten drei Jahre immer "Plätze" gemacht 3--2--1 war zum abschied vom alten Chef, seine beste Messe.
Mir tut´s in der Seele weh zu sehen wie ein eigentlich toller Laden an dem der alte Chef es geschafft das seine Leute Loyal waren, fast alles für die Firma geben, jetzt nicht mehr ganz so läuft
rkopka am 11 Feb 2017 10:48:41 Tdr01 hat geschrieben:Und ich denke, dass ein PKW weitaus komplexer ist, als ein Womo
Nicht generell. Allerdings sind Womo Basisfahrzeuge meist relativ einfache Konstruktionen, die für Betriebe gedacht sind. Außerdem sind sie größer, d.h. es ist mehr Platz für die Technik als z.B. in einem Smart. Discooooo hat geschrieben:... über weite Strecken Handarbeit ist. Dadurch kann ein schlechter Tag eines Monteurs erheblich stärker ins Gewicht fallen als bei einem reinen Pkw.
Die Automobilindustrie ist da technisch einfach viel weiter und versucht den Faktor Mensch so gut es geht als Fehlerquelle auszuschalten
Aber bei Womos denkt man anscheinend weniger dran. Wir sind eine kleine Firma, die im Bereich Automotive entwickelt. Schon in der Entwicklung gibt es eine große Gruppe Tester, die alle möglichen Aspekte erkennen und testen müssen. Erst wenn das alles paßt, geht es zur Produktion. Dort gibt es eine andere Abteilung, die nur für die Entwicklung der ganzen Tests während der Produktion verantwortlich ist, damit (bei aller Sorge um schnelle und billige Herstellung) alle Fehler weitgehend gefunden werden. Wir hatten auch schon Probleme mit Zulieferern, die eben nicht durch solche Tests erfaßt werden konnten, da sie nur sporadisch und nach einiger Zeit auftraten. Aber das fällt alles auf uns zurück. Unserem Kunden ist egal, wer da ursächlich verantwortlich ist. Wenn unser Produkt Probleme macht, dann kostet es uns erstmal Geld und schlimmstenfalls einen Kunden. Und hier liegt anscheinend das Problem. Dadurch, daß anscheinend fast alle Womo Hersteller Fehler einbauen, gibt es nicht wirklich eine Alternative, die für etwas mehr Geld deutlich besser arbeitet. Wobei mehr Geld für viele keine Option mehr ist. Natürlich kann man sagen, daß ja nur die hier meckern, bei denen es nicht paßt. Vielleicht sind das ja wenige. Aber sie sind in Zeiten des Internets hörbar. Und damit sollten die Hersteller sich darauf einstellen, daß solche Probleme nicht nur am CP am Abend besprochen werden, sondern ständig und netzweit. Ein Grund für den Niedergang der englischen Autoindustrie war ja wohl (laut Top Gear :-)) die mangelhafte Qualität. Ähnlich für manche italienische Marke. Und gute oder zumindest bessere Qualität muß ja nicht unbedingt extrem kostspielig sein. Zumindest hört man auch von einer (relativ) Billigmarke wie Carado eher weniger Negatives als von mancher Hochpreis Marke. RK
RichyG am 11 Feb 2017 11:01:04 rkopka hat geschrieben: Natürlich kann man sagen, daß ja nur die hier meckern, bei denen es nicht paßt. Vielleicht sind das ja wenige. Aber sie sind in Zeiten des Internets hörbar.
Meiner Meinung nach triffst Du damit genau des Pudels Kern. Klar ist jeder Mangel ein Mangel zu viel. Aber wie so oft hier im Forum täuscht die oberflächliche Sicht der Dinge. Ob es nun Überfälle, die allgemeine Sicherheitslage, Diebstähle, Mängel, Unfälle oder auch nur das Wetter betrifft. Meist wird nur das schlechte überliefert. Und wenn jemand hochzufrieden ist (oder auch nur zufrieden) wirkt das schon verdächtig und schnell wird kolportiert man wäre Mitarbeiter einer bestimmten Firma. Die Realität ist jedoch nach meiner Meinung eine andere.
Altmaerker39638 am 11 Feb 2017 12:06:27 Hallo, ich denke es gibt verschiedene Sichtweisen, wie jede Medaille 2 Seiten hat und es gibt auch Mängel/Fehler die einfach bei eine "guten Qualitätskontrolle" nicht passieren dürfen. Dann zähle ich auch die jeweilige Preisklasse mit zu einem Kriterium! Nur ein Bsp. von unserem Fhrz. als es zur 1. Dichtheitskontrolle im März gehen sollte, den Trinkw.-Tank erstmalig nur etwas mit Kanne gefüllt.(3-4 x) dann Tür aufgemacht und es stand Wasser im Mobil und natürlich im Doppelboden. Grund war fehlender Kleber und auch Schelle am Schlauch vom T.-Einfüllstutzen. (ca. 3cm Spalt) Das ist für mich absolut nicht nachvollziehbar und zeugt von schlechter Kontrolle am Band; das bei einem Fhrz. im 6stelligen Bereich. Ich will nur sagen, es ist nicht auf Schwarz-Weis reduzierbar sondern komplexer zu betrachten. Und dann muss ich auch noch anmerken, es kommt auch sehr auf die Hersteller an, wenn man zur Klärung immer erst mit Anwalt oder Gericht drohen muss um eine akzeptable Lösung zu finden. Es gibt Mängel, die können entstehen, andere Mängel sind m.M. nach unakzeptabel und fallen unter die Rubrik: Die Banane reift beim Kunden!
andwein am 11 Feb 2017 12:23:09 Discooooo hat geschrieben: So ist es eben auch bei Einbauten im Wohnmobil. Das bspw der Kühlschrank spinnt fällt erst nach 3 Monaten der Nutzung auf weil eine Lötstelle kalt war - wie hätte Knaus, Hymer oder Eura das beim Einbau merken sollen?
Sie können das nicht merken, das ist richtig. Aber sie können den richtigen Hersteller suchen und durch eigene Qualitätssicherung/Dokumentation bzw. Druck auf dessen Endkontrolle ausüben. Einzelfehler sind unvermeidbar, Serienfehler wie sich öffnende oder klemmende Kühlschranktüren schon. Und die kalte Lötstelle wird entweder durch ein zu kaltes Lötbad oder durch zuviel mechanische Belastung auf der Elektronikkarte verursacht, beides sind Fehler, die ein aufmerksamer Hersteller erkennen und vermeiden kann!!! Gruß Andreas
rkopka am 11 Feb 2017 12:46:20 andwein hat geschrieben:Und die kalte Lötstelle wird entweder durch ein zu kaltes Lötbad oder durch zuviel mechanische Belastung auf der Elektronikkarte verursacht, beides sind Fehler, die ein aufmerksamer Hersteller erkennen und vermeiden kann!!!
Zum einen durch Prozeßkontrolle: man kontrolliert die Werkzeuge und Einstellungen. Zum anderen durch 4-Augen Prinzip, indem gewisse Abschnitte durch einen zweiten kontrolliert werden. Eine kalte Lötstelle ist jetzt nicht so leicht zu sehen, aber für das geübte Auge schon. Man wird sicher nicht auf den Level der Flugzeugtechniker kommen wollen oder können, wo fast jeder Handgriff gegengecheckt werden muß und jedes Bauteil eine genau bekannte Historie und Hersteller hat. Wobei auch da Schlampereien und Betrug vorkommen. Aber einige der Prinzipien wären schon angebracht und IMHO auch gar nicht so teuer. Vor allem nicht wenn jeder wirklich mit allen Wehwechen dort auftauchen würde, und sie dann entsprechende Kosten für die Instandsetzung sehen würden, incl. Anfahrtskosten. So wird vieles vom Kunden gemacht oder vom Händler, der sich wohl auch nicht jede Stunde vom Hersteller holen kann oder will. Auch wenn man nach den Beiträgen keine quantitative Abschätzung machen kann, so dürfte doch das Verhältnis über Marken und Preislagen einigermaßen stimmen. Evt. liest man weniger bei den teuren Marken, weil die Käufer sich weniger Blöße geben wollen. RK
Discooooo am 11 Feb 2017 14:25:32 Der Unterschied dürfte schlicht an den Verkäufen liegen. Nehmen wir an Knaus verkauft 10.000 Fahrzeuge pro Jahr und Phönix nur 1.000. Wenn jeweils nur 0,1 % der Kunden ein Problem haben meldet sich bei Phönix einer und bei Knaus gleich 10. Wenn von denen dann aber nur die Hälfte überhaupt wissen das es hier ein Forum gibt oder Interesse daran haben sich im Internet Luft zu machen dann wird es noch deutlicher. Über Phönix beschwert sich alle zwei Jahre mal einer, bei Knaus pro Jahr fünf. Alle von mir genannten Marken sind nur zur Verdeutlichung. Es könnten also genauso Hymer und Morelo oder Carado und Concorde genannt werden.
marco2 am 11 Feb 2017 14:44:15 rkopka hat geschrieben: Aber einige der Prinzipien wären schon angebracht und IMHO auch gar nicht so teuer. Vor allem nicht wenn jeder wirklich mit allen Wehwechen dort auftauchen würde, und sie dann entsprechende Kosten für die Instandsetzung sehen würden, incl. Anfahrtskosten.
Ich denke so ein "lückenloses" Gegenchecken wäre mit 8h/Fahrzeug zu machen ist ca. 800€ im Verkauf. Sollte man tatsächlich erwarten können. Nur die Konsequenz wäre dann natürlich Nacharbeit beim Hersteller worauf seine "Wertschöpfungskette :lol: " gerade in der jetzigen Boomzeit nicht ausgelegt ist. D.H. z.Zt. stört Qualität noch viel mehr als früher. Und die Kunden kaufen ja trotzdem wie die Irren.
JoFoe am 11 Feb 2017 15:20:24 Moin, ich würde dem Michael mal pauschal zustimmen. Letztes Jahr stand neben mir ein Concorde Fahrer der hatte eine Liste mit ca. 30 Mängeln und hinten in der Garage eine kleine Werkstatt. Er machte schon die meisten Sachen selber. Eine weitere Concorde traf ich in Bad Zwischenahn der bekam die Heckklappe nur bei bestimmten Temperaturen auf ansonsten war da was verzogen . Wurde aber schon zig mal eingestellt. Die Rückleuchten undicht usw. Auch liest man viel über Mängel die gar nichts mit dem Hersteller zu tun haben. Sich aber hier über die mangelhafte Qualität von Knaus beschweren . Klar ist es nicht schön wenn der Kühlschrank, Heizung , Klima , Kombiinstrument, Armaturenbeleuchtung usw def. sind . Und sicher ist in der Garantie der Händler der Ansprechpartner aber die eigentliche Ursache ist nicht Knaus. Was ist den mit den ganzen Mobilen die mit dem Ford Motor Probleme haben ? Sind da auch Knaus und Hymer, Adria, Bürstner usw. schuld ? Diese billigen Möbelbeschläge, Klappenöffner, Halter finden sich in fast jedem Mobil wieder. Habe ich auch schon ersetzt .
RichyG am 11 Feb 2017 15:45:17 Ich hab schon ein schlechtes Gewissen mit den zwei Mängeln bei unserem Fahrzeug. Eine Schraube locker (im Aufbau! :mrgreen: ), und die Toilette spülte mit zu wenig Druck (Dometic). Mal hier etwas mit Schaumstoff unterlegt und da mal die Toilettentüre neu eingestellt. Fertig. So wird es tausenden gehen. Es gibt auch bei den Großserienfahrzeugen im Pkw-Bereich seitenweise Mängellisten. Ich hatte vor zehn Jahren einen neuen Golf. Eine Katastrophe! Mein Schwager fährt einen Zafira - Katastrophe! Ich hatte einen Peugeot. Lief und lief und lief. Einen Mazda. Null Probleme. Einen Skoda Yeti. Super Fahrzeug - aber neuen Motor wegen Steuerkettenmurks. Alle kochen mit Wasser. Da ist Knaus nun wirklich keine Ausnahme. Weder besonders gut noch besonders schlecht. Wichtig: ICH bin zufrieden. Zumindest noch ;D
brainless am 11 Feb 2017 15:50:33 JoFoe hat geschrieben:Auch liest man viel über Mängel die gar nichts mit dem Hersteller zu tun haben. Sich aber hier über die mangelhafte Qualität von Knaus beschweren . Klar ist es nicht schön wenn der Kühlschrank, Heizung , Klima , Kombiinstrument, Armaturenbeleuchtung usw def. sind .
Nenne mir doch mal nur einen einzigen Mangel, der in die von dir genannte Kategorie gehört. Und sicher ist in der Garantie der Händler der Ansprechpartner
Du meinst sicher die Gewährleistungsfrist. ...aber die eigentliche Ursache ist nicht Knaus. Nee? Wer denn? Der Papst? Oder Donald Trump? Oder wer - nach Deiner Ansicht? :lol: ....aber scheinbar bin ich in der Lage Dinge differenzierter zu betrachten als du.
Da hast Du völlig Recht: "Scheinbar" ist das richtige Wort für Deine Urteilskraft, Volker :mrgreen:
rolf51 am 11 Feb 2017 17:05:08 Hallo, habt ihr belastbare % von Fehler den einzelnen Herstellern? Oder nur hier die im Forum Aufgeführten. Ich habe im Qualitätswesen, PKW Motoren, einige Jahre mitarbeiten dürfen und könnte über Abstellmaßnahmen mit Lieferanten, Montage, einiges berichten. Es ist nicht einfach den Standard hoch zu halten, man braucht einen Qualitätszirkel und nicht wenige Mitarbeiter die dafür abgestellt werden müssen. Es ist zu schaffen, nur ist nicht jeder Hersteller bereit dafür. Das Thema Mensch ist bei den Montagefehlern sehr ausgeprägt, dem kann man mit gewissem Druck entgegenwirken. Bei den Zulieferteilen, sehe ich beide Seiten in der Verpflichtung. Höhere Vergütung und damit bessere Qualitätskontrolle. Nur das bekommt man nicht zum null Tarif. Eine Möglichkeit wäre, dass beim Händler eine mehrstündige Überprüfung erfolgt, der dem Kunden berechnet wird. Damit erhöht sich die Garantie um 1 Jahr.
Discooooo am 11 Feb 2017 17:24:19 brainless hat geschrieben: Da hast Du völlig Recht: "Scheinbar" ist das richtige Wort für Deine Urteilskraft
Ist eine Beleidigung wirklich alles was dir einfällt? Schade, schade - denn ich hatte gehofft, dass nun ein paar Argumente von dir kommen, die über Stammtischpolemik hinaus gehen - aber manchmal ist der Forenname ja vielleicht doch naheliegender als gedacht...? :?
brainless am 11 Feb 2017 17:25:26 rolf51 hat geschrieben: Eine Möglichkeit wäre, dass beim Händler eine mehrstündige Überprüfung erfolgt, der dem Kunden berechnet wird. Damit erhöht sich die Garantie um 1 Jahr.
Da kannst Du mal sehen, wie weit die so oft gescholtenen Asiaten uns voraus sind: Bei KIA bekomme ich 7 Jahre Werksgarantie und ich muß noch nicht einmal eine zusätzliche Qualitätsprüfung bezahlen, Volker ;-)
brainless am 11 Feb 2017 17:29:32 Discooooo hat geschrieben: Ist eine Beleidigung wirklich alles was dir einfällt?
Geht's noch? Ich erinner Dich daran, daß DU das geschrieben hast (11.02. 01.19 h) Ich gestehe dir deine Meinung natürlich absolut zu - aber scheinbar bin ich in der Lage Dinge differenzierter zu betrachten als du. und ich nur zitiert habe, Volker :roll:
rkopka am 11 Feb 2017 17:33:52 rolf51 hat geschrieben:Eine Möglichkeit wäre, dass beim Händler eine mehrstündige Überprüfung erfolgt, der dem Kunden berechnet wird. Damit erhöht sich die Garantie um 1 Jahr.
Wie wäre es damit: ich prüfe selber mein neues Womo beim Händler, alles was ich finde (oder in den nächsten 6 Monaten) wird natürlich repariert, ich bekomme den Reparaturwert zusätzlich als Guthaben (z.B. für Reparaturen nach der Garantie). Oder mit jedem Fehler verlängert sich die Garantie um 3Monate oder beginnt generell neu. Das wäre mal ein Ansporn für die Hersteller, es richtig zu machen ! Plötzlich wären alle zufrieden, außer vielleicht die Aktionäre :-). RK
Gast am 11 Feb 2017 17:37:54 Wir fahren den zweiten Bürstner in der 60 - 70 K€ Einsteigerklasse.
NEXXO T660 Moonlight Das erste Fahrzeug hatte wirklich nur Kleinigkeiten, die der Händler ohne Murren an einem Tag beseitigte. Danach hatten wir keinerlei Probleme mehr. - Sunroof Dach war verzogen und machte furchtbare Geräusche- - Klettbänder und Gegenstücke an den Sitzen waren einfach nur billiger Mist und wurden ersetzt. - Außen-Markiesen-Leuchte war defekt. - Schränke neu justieren. - Dumatic Kühlschrank RESET Modul zur automatischen Umschaltung (Gas/12V/220V) + Geräusche (Klappern / Quietschen) hatten wir auch mal, konnten das aber selbst mit Mosgummi beheben.
IXEO Time IT 726 G Das neue / zweite Fahrzeug habe ich erst gar nicht mitgenommen und gleich reparieren lassen. - Schraube am vorderen Quersitz lose. - Halterung am Hubbett war nicht richtig fest geschraubt. - Im Badezimmer war ein Hebel falsch montiert. - Alle 4 LED Innenleuchten unter Hubbett waren defekt. - Kleiderstange war zu kurz. - Lüftungsgitter wurde beim Radio-Einbau kaputt gemacht. - Ein Schrankbrett war schlecht eingepasst.
Alles wirklich Kleinigkeiten, aber schon etwas peinlich.
Aufgeregt habe ich mich beim zweiten Fahrzeug nicht mehr.
Gruß Klaus
rolf51 am 11 Feb 2017 17:40:01 brainless hat geschrieben: Da kannst Du mal sehen, wie weit die so oft gescholtenen Asiaten uns voraus sind: Bei KIA bekomme ich 7 Jahre Werksgarantie und ich muß noch nicht einmal eine zusätzliche Qualitätsprüfung bezahlen,
Volker ;-)
Wenn Du damit eine Großserie meinst hast Du Recht. Schaue mal über den Teich wieviel mehr Jahre Garantie die Kunden von deutschem Hersteller bekommen und das zu einem günstigeren Preis wie hier in Germany. Bitte einmal zu bedenken, eine Kleinserie wie die Wohnmobile kann man nicht mit der PKW Herstellung vergleichen. Trotzdem kann der Kunde ein fehlerfreies Fahrzeug erwarten!
Discooooo am 11 Feb 2017 17:49:39 brainless: Du bist dir schon der wortwörtlichen Bedeutung von "scheinbar" bewusst, oder? Mir eine "scheinbar" mangelende Urteilskraft zu unterstellen und dies dann auch gleich noch in der Art und Weise wie geschehen (also mit Gänsefüßchen, um auf die tatsächliche und nicht umgangssprachliche Bedeutung hinzuweisen), impliziert für mich, dass es dir eben darum ging - mir zu unterstellen ich hätte eben genau keine Urteilskraft.
Meine Aussage mag bei dir so gewirkt haben, als meinte ich es ebenso - aber dem ist nicht der Fall. Ich vermutete nur, dass ich differenzierter über die Thematik denke als du anhand deiner bisherigen Aussagen hier im Thread den Anschein erweckt hast.
Einigen wir uns der Einfachheit halber darauf, dass wir uns in diesem Thema nicht einig sind. :wink:
brainless am 11 Feb 2017 17:51:41 Einigen wir uns der Einfachheit halber darauf, dass wir anscheinend zwei unterschiedliche Sprachen sprechen - die meine ist Deutsch,
Volker 8)
Gast am 11 Feb 2017 19:34:25 brainless hat geschrieben:Einigen wir uns der Einfachheit halber darauf, dass wir anscheinend zwei unterschiedliche Sprachen sprechen - die meine ist Deutsch, Volker 8)
brainless, Volker: Habt Euch lieb :D Das gehört nicht in den Thread !
Mupfl am 11 Feb 2017 19:59:24 hallo zusammen, wir sind auch besitzer eines knaus sky ti 650 mg bj 2013 und bisher mit dem fahrzeug zufrieden. allerdings gibt es die einschränkung, dass man schon ein wenig handwerklich versiert sein sollte, um das eine oder andere störpotential zu entschärfen bzw. zu eliminieren. in unserem fall war die aufbautür und das zugehörige schloss der aufreger schlechthin, da wir anfänglich - und so steht es tatsächlich in unserer anleitung - die aufbautür zuknallen mussten, damit sie schliesst. meiner frau war es aber mit ihren 55 kg garnicht möglich, die tür zuzukriegen, da die aufbautür wohl konisch ist und richtig in den rahmen gepresst werden soll, damit alles dicht ist. nun gut, die tür wurde ein wenig entspannt und lies sich seitdem seidenweich schliessen. als nächstes verabschiedete sich das aufbauschloss, ich bekam schlichtweg zuhause nicht mehr die tür von aussen auf, weil sich im schloss ein aluhebel befindet, der bei betätigung des türgriffes diese entriegelt, jedoch verbogen (bzw. nicht ausreichend gebogen ) war. habe dann das ganze schloss ausgebaut und den händler angerufen, der mir schnellstmöglich ein austauschschloss schicken wollte. das lehnte ich aber ab, da ja dadurch nicht wirklich gesichert wäre, dass das neue schloss länger hält. zu dem zeitpunkt hatten wir das mobil gerade 3 wochen. ich hab das schloss dann so hergerichtet, dass es seitdem ohne beanstandung funktioniert. im innenraum sind uns mal während der fahrt durch den schwarzwald die verriegelten schubladen ausgefahren, weil die arretierung so "dürftig" montiert war. auf dem rückweg von der nordsee haben sich die spoileraufhängungen (abs-kunststoff) verabschiedet und das teil hat geklappert ohne ende. also ab auf den rastplatz und mit badsilikon improvisiert und die spoiler (plastikbleche zw. ducato und aufbau) angeklebt und ne stunde aufs aushärten gewartet. tja, sowas gehört wohl dazu, obwohl für uns 61 k € ein haufen geld ist und wir dann eingentlich solche überraschungen nicht erleben wollen. das ist aber alles kleinkram zu dem desaster, was der knauskollege hier im board mit seiner wassergetränkten hutze erlebt hat. habe vorsorglich meinen händler für die nächste dichtigkeitsprüfung dahingehend sensibilisiert, dass dort intensivst nachgeschaut wird. notfalls fahre ich auch im mai nach jandelsbrunn, dass die kollegen dort das teil - im schadensfalle - wieder herrichten. gibt ja nen schönen knaus-campingplatz dort (lackenhäuser). meine meinung zu den dingen: man sollte schon unterscheiden, ob bei problemen im Womo (egal welcher marke) es sich um ein zulieferteilproblem (kühlschrank oder z.b. heizung) handelt oder schlichtweg das mobil schlampig zusammengebaut wurde. wir haben mittlerweile einige womobilisten kennengelernt, die probleme mit ihrem truma-kühlschrank haben, weil er nur läuft, wenns fahrzeug in der waage steht (ein glücksmobil - name ist programm) oder aber bei einem knaus sky wave letztes jahr am gardasee, wo der kühlschrank garnicht ging und das ehepaar sich einen mietkühlschrank auf dem campingplatz organisieren musste. shit happens, aber da kann ja der händler nix für. wesentlich ärgerlicher finde ich, wenn ein womo schlampig zusammengebaut auch noch die hochgepriesene qualitätskontrolle ohne beanstandung durchläuft und der kunde dann eine mängelliste erstellen und diese dann auch noch abarbeiten lassen und selbst kontrollieren muss. das ist meiner meinung nach ein absolutes nogo. natürlich kann ein mitarbeiter mal einen schlechten tag haben, aber spätestens wenns an die abschnitts- oder endkontrolle geht, sollten solche schnitzer auffallen. eine andere sache, die ich untragbar finde ist, dass (zumindest denke ich, dass es in der breite so ist) solche womos von menschen konstruiert oder designt werden, die so ziemlich garnichts mit dieser art von urlaubsgestaltung am hut haben. wie sonst kann ich mir erklären, dass in der knaus aufbauanleitung steht: wenn sie die tür schliessen wollen, knallen sie diese kräftig zu. supersache sowas. wenn ich das abends, morgens oder nachts mache, weil ich oder der hund mal müssen muss, dann werd ich aufm campingplatz am nächsten morgen gevierteilt - und das zu recht. also ein beispiel für völlige fehlplanung. nächstes beispiel die küchenzeile: da gibt es einen dreiflammenherd, der so schmal ist, dass man gerade mal 2 töpfe oder eine mittelgrosse pfanne draufstellen kann. da würde ein zweiflammer auch reichen - andere camper haben das bestätigt. der sky ti hat einen tollen bodenbelag, so eine art laminatmuster. aber der ist so weich, dass wenn man vlt mal nen stein unterm schuh hat, dass dort sofort beulen bzw. kleine löcher zu sehen sind. dann gibt es noch die hoch gepriesene serviceklappe, die bis auf den wassereinlass ein voller erfolg ist. es ist aber wie bei anderen modellen nicht möglich, einen schlauch in den tank zu halten und das wasser laufen zu lassen, ohne das womo zu fluten. dazu kommt noch, dass die tanks ein dermaßen misserables gewinde haben, dass das draufdrehn zur glückssache wird. bei all den sachen, die wir in unserem camperleben (vorher mit wohnwagen und seit 2014 mit wohnmobil) gesehen haben, fällt immer wieder auf, dass vieles einfach nicht praxisorientiert konstruiert wurde und der besitzer auf gedeih und verderb gezwungen wird, bei unzufriedenheit selbst zu improvisieren - und das bei summen, die sich mir eh nicht erschliessen. kann mir übrigens jemand erklären, warum ein wohnmobil so teuer ist? habe in einer campingzeitschrift gesehen, dass die ducatopritsche mit lightfahrwerk und 130 ps für 14000 € angeboten wird. ein knauswohnwagen in der konfiguration wie unser womo liegt bei ca 23000 €. zusammen sind wir bei 37000 €. dazu noch ein bischen hier und da und man könnte bei goodwill auf 40000 € kommen. tatsächlich kostet so ein kasten mittlerweile aber jenseits von 65000 €. das finde ich nicht gerechtfertigt, da ja der aufbau des womos im vergleich zum wowa garnicht grossartig differenziert. auch der innenaufbau ist identisch. aber gut, das ist meine bescheidene meinung dazu - bis jetzt sind wir jdfs mit unserer hummel voll und ganz zufrieden, allerdings haben wir zum einen einen sehr guten und verständnisvollen händler gefunden (veregge & welz), zum anderen können wir das eine oder andere handwerklich auch selbst in die hand nehmen. ... vlt sollte ich doch mal eine werksbesichtigung im mai mitmachen... :gruebel: beste grüsse aus marl mupfl
rkopka am 11 Feb 2017 20:21:16 Bluebandito hat geschrieben:Wir fahren den zweiten Bürstner in der 60 - 70 K€ Einsteigerklasse.
Wenn ich das schon lese. Eigentlich sehe ich da schon die gehobene Mittelklasse. Einstieg eher so bei 40 K€. Das erste Fahrzeug hatte wirklich nur Kleinigkeiten, die der Händler ohne Murren an einem Tag beseitigte.
Die Liste finde ich für Kleinigkeiten erschreckend. Mein Womo direkt aus der Vermietung hatte eine wesentlich kleinere und harmlosere Liste, wobei das meiste einfach von ruppiger Behandlung herrührte und das eine tatsächliche Einsteigerklasse war. Noch dazu ist die Mehrheit (beim 2. fast alle) der Punkte schon bei einer ganz simplen Kontrolle, wie sie schon ein Kaufinteressent in einem Womo macht zu finden. D.h. dieses Womo wurde nach dem letzten Handwerker anscheinend nie mehr kontrolliert. Weder in der Firma noch beim Händler. Und zwischendrin wohl auch wenig. RK
berny2 am 11 Feb 2017 21:56:08 pipen hat geschrieben:Ich dachte eigentlich immer das Knaus ein Qualitätsprodukt "Made in Germany" ist aber ...
Selten so gelachtgeweint... :roll:
Gast am 11 Feb 2017 22:28:25 rkopka hat geschrieben:Eigentlich sehe ich da schon die gehobene Mittelklasse. Einstieg eher so bei 40 K€.
Die Liste finde ich für Kleinigkeiten erschreckend. Mein Womo direkt aus der Vermietung hatte eine wesentlich kleinere und harmlosere Liste.
RK
Hallo RK, bei Bürstner sind die Modelle mit der Ausstattung schon Einstiegsmodelle, aber Du hast schon Recht mit Deiner Aussage, dass Dein aus der Vermietung stammende Fahrzeug weniger Mängel hatte. War ja auch nicht neu! Und das ist das traurige. Würden die Hersteller das Geld, welches sie für Nachbesserungen ausgeben in gute Qualitätssicherung stecken, wäre der Gewinn höher und die Kunden zufriedener. Aber: Bei den vielen Vorstandswechsel in der Hymer Gruppe ist es wichtiger, dass die jeweiligen Verantwortlichen ihre Bonis und Abfindungen erhalten. Für Qualität bleibt da nicht soviel übrig. Außerdem verdienen die Händler gutes Geld an den Nachbesserungen. Es besteht schon aus rein wirtschaftlichen Gründen keinerlei Interesse, das zu ändern. Zwei meiner Freunde fahren Corado und Sunlight. Da klappert nichts, da musste nichts nachgebessert werden und das ist nach 4 Jahren immer noch so. Besonders die gehobene Mittelklasse hat das Probkem, weil keine Massenware.
Beduin am 12 Feb 2017 09:31:46 Bluebandito hat geschrieben:Außerdem verdienen die Händler gutes Geld an den Nachbesserungen. Es besteht schon aus rein wirtschaftlichen Gründen keinerlei Interesse, das zu ändern.
Stimmt so auch erst wenn die ersten Jahre rum sind. Die Hersteller zahlen an die Händler einen erheblich verminderten Stundensatz wenn was nachgebessert werden muss. Da zahlt er dann erst mal drauf. Rapido war da früher weit mit vorne dran. Die/der Händler hat auch die Möglichkeit seine Fahrzeuge noch billiger ein zu kaufen und der Hersteller zahlt dann nichts wenn was nach kommt.
mv4 am 12 Feb 2017 11:49:52 der größte Unterschied zur PKW Serienproduktion besteht ja auch darin das die Autos vor der Serienproduktion! Hunderttausende von Testkilometern hinter sich haben... die Ergebnisse werden dann in der Serie mit berücksichtigt. Was allerdings trotzdem nicht auch böse Überraschungen ausschließt.
Wohnmobile herzustellen ist fast zu nur Handarbeit...und das ist sehr Fehler behaftet und führt zu einen Großen Streuung der Qualität. Da die Hersteller aber aufgrund der fehlenden Konkurrenz eigentlich alles verkaufen können...werden die nicht von selber drauf kommen daran was zu ändern.
berny2 am 12 Feb 2017 13:39:34 mv4 hat geschrieben:Wohnmobile herzustellen ist fast zu nur Handarbeit...und das ist sehr Fehler behaftet und führt zu einen Großen Streuung der Qualität. Da die Hersteller aber aufgrund der fehlenden Konkurrenz eigentlich alles verkaufen können...werden die nicht von selber drauf kommen daran was zu ändern.
Wie schön, dass es immer noch Kastenwagen-Selbstausbauer gibt... :)
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